Unentschieden im Berliner Profifußball

Schiedlich-friedlich trennten sich Berlins Fußballbundesligisten von ihren Kontrahenten. Hertha verschenkte zwei Punkte an Mainz 05, immerhin wurde nicht verloren und schließlich ist ein Punkt besser als kein Punkt. Vor dem Spiel am 11.03.2023 gab es eine gute Nachricht für den Verein, der ja nicht nur sportlich, sondern auch finanziell zu kämpfen hat. Das Spiel begann zur traditionellen Bundesligazeit um 15:30 Uhr und bereits um 11:45 wurde per Pressemitteilung Vollzug gemeldet.

Die private Investorengruppe aus den USA übernimmt die Anteile von der Peil Investment B.V. – einer Tochter der Tennor Holding B.V. Die Hertha BSC GmbH & Co. KGaA hat mit 777 Partners einen neuen Aktionär.

777 Partners, eine private Investmentfirma mit Sitz in Miami, hat schnell ein globales Multi-Club-Netzwerk aufgebaut, das mit Genua C.F.C. in Italien, Vasco da Gama in Brasilien, Standard Lüttich in Belgien, Red Star FC in Frankreich, FC Sevilla in Spanien und Melbourne Victory FC in Australien einige traditionsreiche Fußballclubs in der Welt umfasst.

777 Partners übernimmt alle Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA, die bisher im Besitz der Peil Investment B.V., einer Tochter der Tennor Holding B.V., waren (64,7 %).

Das Präsidium des Hertha BSC e. V., der als unverändert alleiniger Gesellschafter der Komplementärin die Geschäftsführung der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA stellt, hat diesem Schritt ebenso wie der Aufsichtsrat des Hertha BSC e. V. sowie der Beirat der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA zugestimmt.

777 Partners erhält im Zuge dessen zwei Plätze im Aufsichtsrat der Hertha BSC & Co, KGaA, der nunmehr aus insgesamt fünf Mitgliedern besteht. Des Weiteren übernimmt 777 Partners zwei Sitze im Beirat der Gesellschaft.

Am darauffolgenden Montag lud Hertha zu einer Pressekonferenz, auf dem Podium Präsident Kay Bernstein, Geschäftsführer Thomas Herrich sowie der Gründer und CEO von 777 Partners, Josh Wander. Das Label „Big City Club“ wurde ein für alle Mal beerdigt, so der Hertha-Präsident und vom „Größenwahn“ der vergangenen Jahre will er nichts mehr wissen.

Für den kommenden Mittwoch, 15. März 2023, erwartet die DFL die Lizenzierungsunterlagen der Klubs. Hertha hatte in dem jüngst vorgelegten Finanzbericht für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/23 44,6 Millionen Euro Verlust bilanziert, fürs Gesamtjahr rechnet der Klub mit einem Minus von 64 Millionen Euro.

Beim in Köpenick beheimateten Rivalen stehen die Zeichen ganz anders. Man kann hier in Ruhe arbeiten und schnuppert noch an einer Champions-League Teilnahme. Am Sonntag, 12.03. gab es zum Abschluss des 24. Spieltages ein 1:1 in Wolfsburg. Ein glücklicher Punkt, weil Wolfsburg einfach zu viele Chancen ausließ. Aus dem Spiel heraus ging wenig bei den Eisernen. Der Führungstreffer fiel nach einem ruhenden Ball (Foulelfmeter). Es war Treffer Nummer 16 für die Eisernen nach einem sogenannten Standard von bisher insgesamt 36 Toren.

Herthas Führung fiel ebenfalls nach einem Strafstoß, allerdings war der, im Gegensatz zum Elfer für Union, umstritten. Ein Hauch von Berührung mit der Hand und wohl alles andere als absichtlich, man muss eben auch mal Glück haben. Herthas Kampf um Klassenerhalt wird sich wohl bis zum letzten Spieltag hinziehen oder wieder erst in der Relegation entschieden.

Hans-Peter Becker

BBSC hält und bricht Serien

2. Volleyball-Bundesliga Damen

Eimsbütteler TV Hamburg – BBSC Berlin               1:3 (-21, 20, -23, -16)

Endlich den Auswärtsfluch besiegt: Erster Auswärtserfolg des BBSC nach dem 19. Oktober 2022, aber gleichzeitig sechster Sieg nacheinander gegen den Eimsbütteler TV in der 2. Liga – der Sonntag kann sich für den BBSC Berlin sehen lassen.

Beide Mannschaften starteten zunächst recht ausgeglichen und kamen über den Kampf zum Spiel, wobei der BBSC leichte Vorteile in Aufschlag/Annahmeverhalten hatte. Die großgewachsenen Hamburger Spielerinnen nutzten andererseits ihre physischen Vorteile immer wieder zu ihren Gunsten. Zum Knackpunkt entwickelte sich der dritte Satz, in dem sich beide Teams bei wechselnden Führungen keinen Zentimeter schenkten. Der BBSC holte sich letztlich mit leichten Vorteilen den Satzgewinn. Nachfolgend war die Luft auf Hamburger Seite raus und der BBSC sammelte konzentriert Punkt für Punkt für den Matchgewinn.

Berlins Trainer Jens Tietböhl lobte das kämpferische Spiel seines Teams „mit einer sehr gut aufgelegten Annalena Grätz, die mit ihren Angriffsschlägen immer wieder die Lücken auf der gegnerischen Seite nutzte.“

Berliner MVP des Sonntags wurde Roxana Vogel.

Der BBSC trifft im nächsten Ligaspiel am kommenden Samstag, 11.03.2023 um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle auf den VC Olympia.

Für den BBSC am Sonntag im Einsatz: Marie Dreblow, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Angelina Meyer, Stephanie Utz

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Enttäuschendes 1:4 der Hertha in Leverkusen

Erfahrungsgemäß können im Überlebenskampf am besten Punkte gegen Mannschaften aus dem Mittelfeld geholt werden. Bayer Leverkusen, Tabellenelfter mit 28 Punkten, jenseits von Gut und Böse, schien eine wenig konstante Truppe zu sein. Die Hertha-Anhänger hofften am 23. Spieltag an die Fortsetzung der zuletzt gezeigten Leistungen. Doch die Schützlinge von Trainer Sandro Schwarz fielen in alte Strickmuster zurück. Bekanntlich spielt der Gegner immer so gut, wie man es zulässt und Hertha ließ einfach zu viel zu; den Schützlingen von Trainer Xabi Alonso viel zu viel Raum für ihre Angriffe. Da nützt es nichts, den Berlinern für ihre beiden ersten, frühen Gegentore Trost zuzusprechen, wo der Ball recht unglücklich die Torlinie überschritt. Das Chancen-Übergewicht der Leverkusener deuteten die frühe Entscheidung beängstigend an. War es die falsche Taktik oder begnügten sich die Spieler mit der Erkenntnis, „wir stehen ja auf dem 14. Tabellenplatz“?

Diese Sicht ist nun am kommenden Wochenende gegen die aktuell effektiv auftrumpfenden Mainzer überhaupt nicht angebracht. Verliert Hertha auch diese Partie, könnte Huub Stevens mit seiner Prognose Recht behalten, dass Schalke die Position mit Hertha am Ende umkehren wird. Schalke gewann das Revierderby in Bochum und ist nicht mehr Letzter. Seltenheitswert, die letzten Vier haben alle 19 Punkte und Hertha hat 20.

Nach Herthas Siegen verstummten plötzlich die vielen Nebengeräusche im Verein und in Berlin. Das ist das eindeutige Zeichen, dass die Leistungen auf dem Platz auch das Stimmungsbarometer bestimmen. Einen Meistertitel hat ja nun Hertha BSC unbestritten: Hertha ist Abfindungsmeister! Mal nur die beiden letzten Jahre zugrunde gelegt, zahlte Hertha rund acht Millionen an Abfindungen für Ex-Mitarbeiter.

So sind in der Boulevardpresse aufgelistet die Bezüge an Michael Preetz und zweimal für Pal Dardai, wie auch an Andreas Neuendorf, Vladimir Darida, Davie Selke und Petry Zsolt. Wie die Sache mit Fredi Bobic ausgeht, ist keineswegs ausgestanden. Laut Vertragsklausel stehen ihm 3,5 Mill. Euro zu. Im Grunde müssten Vereinsmitglieder bei jeder Versammlung auf die Barrikaden gehen. Die arme Hertha hat so kein Geld mehr für nötige Verstärkungen. Weiterhin ist zu hören und zu sehen, dass Hertha BSC großen Krach mit Axel Kruse hat.

Bei Axel fällt mir plötzlich wieder die oft gehörte Aufklärung im Elternhaus ein: Bei Konflikten und Auseinandersetzungen mit solchen Spannungen gibt es stets zwei Seiten! Ich mochte den Stürmer Axel Kruse im Hertha-Dress auf dem Feld. Nach einer Hertha-Mitglieder-Versammlung verließ ich zufällig das ICC zusammen mit Axel Kruse. Er sprach mich auf meine gute Meinung zu zwei damaligen Vorstandsmitgliedern an, die bei Präsident Werner Gegenbauer in Ungnade gefallen waren. Wie falsch ich liege, untermauerte er zu meiner Verwunderung, garniert mit zwei Schimpfwörtern, die nicht druckreif sind. Daraufhin interessierte ich mich spezieller über das Wirken von Axel Kruse nach seiner Zeit als Fußballprofi. Der Tenor: er sei sehr pfiffig und cool, vor allem dem Geld hinterher. Seine eigenen Geschäfte liefen angeblich nicht so gut und schon deshalb sei er ein Verbündeter von Werner Gegenbauer damals gewesen.

Christian Zschiedrich

Game over – Eisbären verlieren letztes Saisonspiel

Eine gesamte Saison im Eishockey kann für eine Mannschaft am letzten Spieltag zur Makulatur werden, Schuld daran hat das Playoff-System. Nur die besten Zehn dürfen weiterspielen. Der noch amtierende Meister aus Berlin zählte in der Hauptrunde, wo es um die Punkte geht, selten zu diesem Kreis der Auserwählten. Eine kleine Chance blieb am 60. Spieltag. Die Eisbären mussten ihr Spiel gegen Schwenningen gewinnen und Aufsteiger Frankfurt sollte verlieren und möglichst keinen Punkt mehr holen. Beide hatten Gegner vor der Brust, für die es um nichts mehr ging. In Berlin waren die Schwenninger mit Harold Kreis jenseits von Gut und Böse und in Frankfurt spielten die Augsburger, die wohl nach Lage der Dinge die Liga verlassen müssen.

Es galt nicht nur auf das Eis in der Berliner Arena zu schauen, genauso interessant war der Blick auf den Zwischenstand aus Frankfurt. Er wurde, wie üblich, pro Drittel einmal bekannt gegeben und es war zu beobachten, dass die Blicke der Eisbärenspieler sehr interessiert auf den Videowürfel gerichtet waren. In Berlin verging das erste Drittel torlos und in Frankfurt stand nach den ersten zwanzig effektiven Spielminuten ein 1:1 auf der Anzeigetafel. Die Eisbären bissen sich die Zähne am Schwenninger Goalie Joacim Eriksson aus.

Der Mittelabschnitt brachte die Arena zum Beben. Die Eisbären gingen in Führung und die Augsburger in Frankfurt ebenso. Matt White war der Torschütze, vorbereitet von Alexandre Grenier, der einen kapitalen Fehler vom Schwenninger Verteidiger William Weber ausnutzte. Nur eine Minute später traf Yannick Veilleux zum 2:0. Seinen Schuss konnte Eriksson zunächst abwehren, den Abpraller verwandelte er artistisch im Liegen. In Frankfurt ging Augsburg in Führung, kurz vor dem Drittel-Ende glichen die Frankfurter aus und die Eisbären kassierten in Unterzahl in der 37. Minute das 1:2. Die Spink Brüder hatten für Schwenningen zugeschlagen. Tylor legte auf Tyson.

Vor dem letzten Drittel war immer noch nichts entschieden, es wurde ein Wechselbad der Gefühle. Der Partycrusher kam in der 48. Minute, der Ausgleich für Schwennigen durch Carl Neill. In Frankfurt und in Berlin stand es 2:2. Das Momentum kippte in den verbleibenden zehn Spielminuten etwas mehr auf die Seite der Schwenninger und sie erzielten in einer empty net Situation den Treffer zum 3:2. Den Eisbären gelang nur 10 Sekunden später das 3:3 und auch in Frankfurt stand es 3:3 zu diesem Zeitpunkt.

Das Spiel ging die Verlängerung und damit war das Aus für diese Saison für die Eisbären besiegelt. Zwei Punkte wären zu wenig gewesen. Erstmals seit 2001 sind sie nicht in den Playoffs vertreten. So ganz überraschend kommt das frühe Aus nicht, zu instabil präsentierten sich die Eisbären. Marcel Noebels fand gewohnt deutliche Worte nach dem Spiel. So ließ er durchblicken, dass die Arbeitsmoral wohl nicht immer gestimmt habe. Die Enttäuschung ist jetzt groß.

Die ausverkaufte Arena feierte trotzdem und schließlich ist nach der Saison ja immer vor der Saison. Und auf ihre Fans können sich die Eisbären verlassen, wenn sie jetzt auch über 6 Monate auf das nächste DEL-Spiel warten müssen.

Hans-Peter Becker

Alles ist klar vor Spandaus vorletztem Hauptrundenmatch

Im Bundesliga-Wasserball der Männer sind zwei Wochen vor Abschluss der Hauptrunde fast alle Messen für den Fortgang bereits gelesen. Spandau ist die Führung sicher, denn mit 12 souveränen Siegen in 12 Partien hat das Team keinen Punkt verloren.

Die noch offenen Begegnungen muss der Spitzenreiter selbstverständlich dennoch absolvieren.

Eigentlich stünden noch drei Begegnungen an (Esslingen, ASC Duisburg, Waspo Hannover). Doch die Berliner haben die Partei gegen Duisburg per vorgezogenen Termin bereits erfolgreich hinter sich gebracht (23:5).

In Esslingen ist die David kontra Goliath-Konstellation die denkbar größte. Der A-Gruppen-Achte mit einem Pünktchen auf der Habenseite nach dem 11:11-Heimremis gegen den OC Potsdam und zuvor zehn Niederlagen (Torbilanz 80:147) empfängt die Wasserfreunde (24:0 P. / Torbilanz 271:66). Dass Spandau die Partie als lockeren Betriebsausflug gen Süden nimmt, kann nicht erwartet werden, aber nach den jüngsten Herausforderungen darf man die Aussage „Wir wollen Tore schießen und Spaß haben“ durchaus für bare Münze nehmen.

Nach dem Gastspiel in Esslingen an diesem Samstag steht dann nur noch das zwar bedeutungsfreie, aber psychologisch hochbrisante Prestigeduell am 18. März (16 Uhr) bei Titelverteidiger Waspo Hannover an.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Sapndau 04

Wasserball Bundesliga

2022/2023

Gruppe A, 12. Spieltag

04. März 2023

SSV Esslingen – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 16.00 Uhr

Spielort: Sportpark Neckarpark, Leonore-Volz-Str. 2, 70372 Stuttgart

VSG Altglienicke unter Karsten Heine fünfmal in Folge zu Null

Souverän am 22. Spieltag, mit dem Derbysieg, 3:0 gegen Lichtenberg 47 und zuvor im Nachholspiel 2:0 Sieger beim Tabellenführer Rot-Weiß Erfurt vor 4.098 Zahlenden. Das freute natürlich Energie Cottbus, mit zwei Siegen jetzt mit 43 Punkten Tabellenzweiter und Carl Zeiss Jena (40 Punkte) Jena 5:0 Sieger auswärts in Halberstadt. Germania Halberstadt kann trotzdem noch siegen, sogar 4:0 im Nachholspiel beim FSV in Luckenwalde.

Claus Dieter Wollitz führte die Cottbuser in der Nachholbegegnung zum 2:0 Sieg gegen Chemie Leipzig und zum 2:1 Erfolg gegen BAK 07. Vor 3.781 Zuschauern gelang der Siegtreffer erst in der Schlussphase. Der Berliner AK holte im Berlin-Derby bei Hertha BSC II vor 794 Zuschauern im Amateurstadion beim 2:2 einen Punkt. Erfurt bleibt Spitzenreiter nach dem wichtigen 1:0 vor 6.835 Zuschauern gegen den Chemnitzer FC .

FC Viktoria 89 holte sich im Mommsenstadion mit einem 3:1 gegen Schlusslicht Tennis Borussia drei weitere Zähler, während Hertha BSC II beim Greifswalder FC mit 1:2 unterlag. Der BFC Dynamo konnte gegen den 1. FC Lok Leipzig vor 2.325 Zahlenden leider nicht gewinnen. Erst in der 88. Minute gelang Ziane der 1:1 Ausgleich. Kleihs hatte das 1:0 in der 32. Minute erzielt. Das Unentschieden hilft beiden Clubs recht wenig. Dynamo ist mit 34 Punkten jetzt 8.. Etwaige Aufstiegsträume des amtierenden Meisters werden zunehmend unrealistisch.

Der 23. Spieltag steht bevor und Energie Cottbus hat am Freitag, 03.03.2023 an der Gellertstraße noch nicht beim Chemnitzer FC gewonnen. Die Sachsen sind mit 39 Punkten mit im Rennen, müssten aber unbedingt punkten. Ebenfalls am Freitag muss der BFC Dynamo ins Amateurstadion bei Herthas Nachwuchs antreten.

Zeitgleich empfängt Babelsberg 03 im Karl-Liebknecht-Stadion Tennis Borussia. Heimspiele haben am Samstag, 04.03.2023 Viktoria 89, Stadion Lichterfelde, gegen den Greifswalder FC und Lichtenberg 47 spielt im Zoschke gegen den FSV Luckenwalde. Von Bedeutung ist ein weiteres Samstag-Spiel, im Ernst-Abbe-Sportfeld das Thüringen-Derby zwischen Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt. Altglienicke muss am Sonntag, 05.03.2023 nach ZFC Meuselwitz in die Bluechip-Arena und der Berliner AK 07 tritt um 16.00 Uhr im Poststadion gegen Chemie Leipzig an.

Christian Zschiedrich

Die beiden Rostocker Vereine gaben sich keine Blöße

Und da Hertha 03 nur 2:2 beim abstiegsgefährdeten Drittletzten Mecklenburg Schwerin spielte, wird es immer schwieriger an die beiden Rostocker Clubs ran zu kommen. Noch ist nicht alles verloren. Den Rostocker FC (45 Punkte) trennen nur 2 Punkte von den Zehlendorfern (43 Punkte)., zu Hansa Rostock II sind es schon 6 Zähler Abstand. Zu beachten ist jedoch, dass beide Rostocker Vereine je ein Spiel weniger als Hertha 03 haben. Auf dem 4. Platz rangiert Hertha 06 mit 36 Punkten. Die 06er gewannen das Heimspiel gegen MSV Pampow, Tabellenletzter mit 13 Punkten, mit 4:1. Der SC Staaken, jetzt Vorletzter, verlor sein Heimspiel gegen den Rostocker FC 3:6. Die Tabellenführung behauptete Hansa Rostock II mit dem 3:1 gegen Union Fürstenwalde (10., 27 Punten).

Aufhorchen lässt die neu zusammengestellte Elf des SV Tasmania im Berlin-Derby gegen TuS Makkabi, 2:0 für die Neuköllner. Damit (15.) punktgleich (22 Punkten) mit Optik Rathenow (14.), obwohl Blau-Weiß 90 in Rathenow eine Klatsche vor 172 Zuschauern bei Schneegestöber beim unerwartet hohen 0:5 von den Schützlingen von Ingo Kahlisch kassierten. In der NOFV-Oberliga Nord können ja je nach Konstellation, vier Vereine direkt absteigen und zwei weitere stehen auf den möglichen Relegationsplätzen. Heißt, nicht nur oben in der Spitze ist der Kampf sehr spannend, unten erst recht! Bis Platz 11, Dynamo Schwerin (26 Punkten) sind die Clubs keineswegs gesichert. Der zweite Schweriner Club, Mecklenburg Schwerin, 20 Punkte, hat sich überhaupt noch nicht aufgegeben. Auf einen möglichen Relegationsplatz abgerutscht ist der MSV Neuruppin durch die 1:3-Niederelage bei Dynamo Schwerin.

Der 23. Spieltag beschert folgende Paarungen: Am Samstag, 04.03.2023 13.00 Uhr, Volkspark Mariendorf, das Berlin-Derby Blau-Weiß 90 – Eintracht Mahlsdorf, der Vorletzte muss zum Letzten MSV Pampow – SC Staaken, Samstag, 04.03.2023 15.00 Uhr; TuS Makkabi empfängt am Sonntag, 05.03.2023, 12.00 Uhr, im Mommsenstadion Optik Rathenow; Sonntag, 05.03.2023 14.00 Uhr, hat SV Tasmania im Volksparkstadion beim MSV Neuruppin anzutreten und zeitgleich ein zweites Derby, der 3. gegen den 4., Ernst-Reuter-Sportfeld, FC Hertha 03 – CFC Hertha 06.

Christian Zschiedrich

Stern 1900 stoppte die Füchse Berlin

Eine Aufstiegsmannschaft mit erforderlicher Konstanz scheinen die Reinickendorfer noch nicht wieder zu sein. Die 1:2-Auswärtsniederlage in der Nachspielzeit bei Stern 1900 ist insofern ein herber Rückschlag im Aufstiegskampf. Noch ist mit 45 Punkten auf Tabellenplatz drei und einem Spiel weniger nicht aller Tage Abend. Das Spitzenspiel der Berlin-Liga, Erster gegen Zweiter, endete 1:1. Hilalspor, in Unterzahl, führt also weiter die Tabelle vor Sparta Lichtenberg (47 Punkte) mit 50 Punkten an. Sparta muss nun am Sonntag, 05.03.2023 14.30 Uhr, zum 22. Spieltag zu Hause gegen Stern 1900 (5., 40 Punkten) ran, Hilalspor muss am Samstag, 04.03.2023 14.00 Uhr, in der Cantianstraße beim SV Empor (8., 31 Punkte) bestehen. Bereits am Freitag, 03.03.2023, 19.30 Uhr, heißt es auf dem Wackerplatz Füchse Berlin – TSV Rudow (14., 24 Punkte).

Schauen wir in die Abstiegsregion: Die drei Absteiger sind momentan und mit großem Abstand zum rettenden Ufer 16. Al-Dersimspor, 17. Stern Marienfelde (7 Punkte), das Spiel gegen den Frohnauer SC (10., 27 Punkte) wurde infolge eines vereisten Platzes abgesagt und abgeschlagen der 18. Lichtenrader BC, sieglos, mit nur 3 Punkten. Sowohl Al-Dersimspor, 2:4 beim BFC Preussen, als auch der Lichtenrader BC (1:7 beim 1. FC Wilmersdorf (6., 35 P.) verloren beide am 21. Spieltag. Da gibt es noch den Tabellen7. TSV Mariendorf 97 (35 Punkte). Bei Berlin Türkspor (9., 29 Punkte) gingen mit 0:1 drei weitere Punkte für die Mariendorfer flöten. Im Volkspark Mariendorf empfangen die 97er nun am Sonntag, 05.03.2023 14.30 Uhr, den Drittletzten Al-Dersimspor (14 Punkte).

Bemerkenswert: Nach vier Siegen in Folge hatten die Spandauer Kickers (11., 27 Punkte) ein Heimspiel gegen den Berliner SC. Letzterer ging ganz selbstbewusst an die Aufgabe ran, gewann 2:0 auswärts und kletterte damit an die Füchse auf Platz 4 mit 43 Punkten heran. Der BFC Preussen macht auf eine Sammlung für die Erdbebenopfer aufmerksam. Dazu wird auch ein “Meet and Greet“-Dinner mit Thomas Häßler und Thorben Marx versteigert. Für alles Weitere, schaut auf die Hompage des BFC Preussen.

Christian Zschiedrich

Spandau will auch den Spitzenreiter wanken lassen

Der 9. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde ist für die Wasserfreunde Spandau 04 einer im Zeichen der Bestätigung neuer Stärke. Am 17. Februar haben die Berliner das Kunststück vollbracht, bei Jug Dubrovnik mit 13:11 zu gewinnen und sich wieder ins Rechenspiel um die vier Final 8-Plätze zu bringen. Schade nur, dass im Königswettbewerb nun gleich eine womöglich noch härtere Nummer folgt. Wiederum auswärts ist am Dienstag (20.30 Uhr) in der Lombardei mit AN Brescia der Spitzenreiter des Oktetts der Gegner, dessen Bilanz mit sieben Siegen und nur einer Niederlage gegen Vorjahres-CL-Vize Novi Beograd für 21 Zähler reicht. Spandau ist mit acht Punkten Fünfter und liegt drei Zähler hinter Dubrovnik (11). In der Champions League werden Siege mit drei Punkten honoriert.

Brescia absolvierte die Hinrunde souverän und geriet kaum einmal ins Wanken. Allerdings war das beim Auftakt der Rückrunde anders. Während Spandau bei Dubrovnik sensationell siegte, mühte sich Brescia im Heimbecken zum 15:13 gegen Tabellen-Schlusslicht CN Marseille. Das Momentum, könnte man meinen, spricht damit nicht unbedingt gegen die Gäste. Vor allem haben sich die Wasserfreunde über die Reihe von respektablen (wenn auch zunächst noch knapp verlorenen) Auftritten ein neues Selbstwertgefühl erarbeitet. Für die Auseinandersetzung mit dem Spitzenreiter kann das eine wichtige Rolle spielen.

Gestern absolvierten die Spandauer noch eine Trainingseinheit und ein Spiel vor der Abreise in die Lombardei.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Champions League, Hauptrunde Gruppe B

28. Februar 2023

AN Brescia – Wasserfreunde Spandau 04

Spiel 9

Spielbeginn: 20.30 Uhr

Spielort: Centro Natatorio Mompiano, 25133 Brescia, Italien

Bundesliga

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam 19:4 (4:1, 7:0, 4:1, 4:2)

Sieg und Niederlage im Berliner Profifußball

Spieltage, an denen die Eisernen verlieren und Hertha gewinnt, sind selten in dieser Saison. Erst zweimal in dieser Spielzeit war das der Fall, am 15. Spieltag und eben am gerade absolvierten 22. Spieltag. Die „Alte Dame“ verschaffte sich etwas Luft im Abstiegskampf und wiederholte das Hinspielergebnis. Mit einer 0:2 Niederlage wurde der FC Augsburg nach Bayern zurückgeschickt. Über die Qualität des Geschehens auf dem Rasen, vor allem in der ersten Halbzeit, legen wir lieber den Mantel des Schweigens. Nach der Pause fielen die so wichtigen Tore durch Marco Richter und Dodi Lukebakio. Die über 40.000 Zuschauer wurden alles andere als mit Fußballkunst verwöhnt, schlussendlich wurden sie mit dem Sieg entschädigt. Hertha verlässt damit die Abstiegsränge. Wie bitter nötig dieser Sieg war, zeigt ein Blick in den Tabellenkeller. Der Tabellenletzte ist nur mit vier Punkten Rückstand entfernt, die Entscheidung, wer bleiben darf oder gehen fällt wohl erst an den drei letzten Spieltagen. Spätestens am 27. Mai gibt Gewissheit, bis dahin müssen weiter fleißig Punkte gesammelt werden.

Die Eisernen reisten zum Spitzenspiel nach München, waren mit den Bayern punktgleich und bekamen deutlich ihre Grenzen aufgezeigt. Chef-Trainer Urs Fischer: “Das war deutlich und ich glaube auch in der Höhe verdient. Bayern war heute zwei bis drei Klassen besser. Besonders die Tore zum 0:2 und 0:3 ärgern mich ein wenig, da waren wir nicht zwingend genug. Ansonsten gehen wir mit einem 0:1 in die Pause und können nach dem Seitenwechsel vielleicht etwas holen. Durchgang zwei konnten wir zumindest ausgeglichen gestalten. Meine Jungs haben in den letzten Wochen viel Gutes geleistet, da kann man jetzt auch mal eine Niederlage akzeptieren.” Alles andere, als diese deutliche Niederlage wäre überraschend gewesen. Man spielt auch mal über seinen Möglichkeiten und es ist nicht alle Tage Sonntag. Wenn es am Ende wieder ein Platz unter den ersten Sechs der Tabelle wird, haben sie viel erreicht. Zudem sind sie ja noch zwei weiteren Wettbewerben vertreten und haben im Gegensatz zum Stadtrivalen den Klassenerhalt längst gesichert.

Hans-Peter Becker