Viktoria 89 baut die Führung weiter aus

10 Spiele, 10 Siege, wann gab es das schon einmal bei den Süd-Berlinern? 8 Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten VSG Altglienicke. Deren mit Spannung erwartete Partie gegen den BFC Dynamo fiel im von beiden als Heimspielstätte genutzten Jahnsportpark leider Corona zum Opfer. Dagegen sahen 303 Zuschauer in Halberstadt einen verdienten Sieg von Viktoria 89 beim momentanen Schlusslicht der Regionalliga Nordost. Viktoria führte durch Fardjad-Azad (38.) und Becker (49.) 2:0. Aber warum müssen die Berliner fast regelmäßig einen späten Gegentreffer hinnehmen und dann um den Sieg bangen?  Diesmal war es in der 89. Minute Junge-Abiol, der auf 1:2 verkürzte. Am Freitag, 23.10. ab 19.00 Uhr, kommt der Tabellenzehnte Babelsberg 03 ins Stadion Lichterfelde. Vorsicht, die Babelsberger besiegten zuletzt den ZFC Meuselwitz mit 3:1.

Außerdem stehen am 10. Spieltag aus Berliner Sicht zwei Niederlagen, ein Remis und ein weiterer Sieg zu Buche. Aufsteiger Tennis Borussia verlor chancenlos mit 0:4 bei Lok Leipzig und Lichtenberg (13.) ließ mit der 0:2 Niederlage die drei Punkte bei Union in Fürstenwalde. Gegen die Punkteteilung, ein 0:0 von Herthas Zweiten im Amateurstadion gegen Energie Cottbus ist nichts einzuwenden, auch wenn Andreas Neuendorf mangelnde Entschlossenheit bei seinem Team als Manko anführte. Im Poststadion schoss der BAK 07 – immerhin vor 367 Zuschauern – drei Tore, ließ nach 32 Minuten zunächst den 1:1 Ausgleich der Gäste aus Rathenow zu. Am Ende gewannen die Platzherren im Poststadion mit 3:1. Der BAK hat nach 10 Spielen jetzt 14 Punkte und Platz 9, am Samstag, 24.10. geht es nach Cottbus und die haben ebenfalls 14 Punkte.

Die Zuschauerzahlen sind sehr unterschiedlich, je nachdem was die Gesundheitsämter an Auslastung genehmigen und was die Stadiongröße hergibt. In Auerbach durften 999 Zuschauer das 0:2 gegen Chemie Leipzig sehen. Bei Lok Leipzig waren es gegen die Berliner Borussen 1.755, in Babelsberg sahen 1.365 Zahlende den 3:1-Sieg und in Jena feierten 1.256 Zuschauer den 2:1-Erfolg gegen den Chemnitzer FC.

Am Freitag, 23.10. stehen zwei Berlin-Derbys an. Aufsteiger Tennis Borussia empfängt, so Corona es will, den BFC Dynamo im Mommsenstadion und die VSG Altglienicke – Hertha BSC II im Jahnsportpark. Am Sonntag, 25.10. kommt Lok Leipzig zu den 47ern nach Lichtenberg.  

Christian Zschiedrich

Viktoria 89 und Altglienicke marschieren voran

Dass Altglienicke an die Leistungen der letzten Saison anknüpfen kann ist keineswegs überraschend. Nach 7 gewonnenen Spielen und einem verlorenem Spiel sowie mit einem Unentschieden liegen sie aktuell auf Platz Zwei mit 22 Punkten und 24:10 Toren, gefolgt von Carl Zeiss Jena und Chemie Leipzig mit je 15 Punkten. Das sind immerhin 7 Zähler Differenz. Beachtlich das 5:0 der VSG über den 1. FC Lok Leipzig. Dass nach 9 Spielen Viktoria 89 verlustpunktfrei mit 5 Punkten Vorsprung, deren 27 und mit 21:8 Toren klar Tabellenführer ist, lässt den Berliner Regionalliga-Fußball in hellem Licht erscheinen.

Am 8. Spieltag waren die Berliner mit einem 3:2-Sieg gegen Chemie Leipzig erfolgreich. Genau mit diesem Ergebnis wurde am 9. Spieltag vor der Länderspielpause VfB Auerbach heim geschickt. Am Sonntag, 18.10., 13.30 Uhr, heißt die nächste Partie auswärts Germania Halberstädt (Tabellenletzter) – Viktoria 89. Keiner darf unterschätzt werden, die Konstanz der Himmelblauen aus Berlin ist bisher beachtlich.

Dagegen ist Herthas Zweite mit dem 0:0 beim bisherigen Tabellenletzten Optik Rathenow auf Platz 10 der Tabelle angekommen. 2 Siege und 2 Niederlagen für Berliner Teams sind weiter zu vermelden. Lichtenberg 07 trumpft mit einem 3:0 über Babelsberg 03 auf und Aufsteiger Tennis Borussia Berlin (16.) schlägt Union Fürstenwalde mit 4:2. Am Freitag, 16.10. 19.00 Uhr, muss die Borussen eine schwere Aufgabe auswärts beim 1. FC Lok Leipzig gelösen.

Der Berliner AK (jetzt 12.) unterlag mit 2:4 beim Chemnitzer FC (11.). Der BFC Dynamo führte zwar 2:0 in Cottbus, verlor aber am Ende 2:3 gegen Energie, jetzt 6 mit 13 Punkten. Da Dynamo bereits am 8. Spieltag zu Hause gegen Optik Rathenow mit einem 2:2 zwei Punkte liegen gelassen hat, stehen sie jetzt mit 14 Punkten auf Platz 4. Am Samstag, 17.10., steht das nächste Berlin-Derby an. BFC Dynamo – VSG Altglienicke. Der BAK 07 hat ebenfalls ein Heimspiel gegen Optik Rathenow und tags darauf empfängt Hertha BSC II Energie Cottbus im Amateurstadion.

Christian Zschiedrich

Schaut auf diese Regionalliga

Wann hat es das gegeben, dass zwei Berliner Vereine nach dem 3. Spieltag verlustpunktfrei an der Spitze stehen? Die VSG Altglienicke und FC Viktoria 89!  Dazu zwei interessante Berliner Derbys: Tennis Borussia – SV Lichtenberg 47 2:0 vor 750 Zuschauern im Mommsenstadion und Berliner AK 97 – BFC Dynamo 1:3 vor 416 Zuschauern im Poststadion. Dazu ein Unentschieden der Hertha II, 1:1 beim bisherigen Tabellenführer Chemie Leipzig vor 1000 Zuschauern. Kiprit erzielte Herthas Führung 1:0 (55.), ehe Chemie doch noch der Ausgleich durch Mvibudulu (81.) gelang.

Den ersten Trainerrauswurf gab es bereits nach dem 3. Spieltag in Cottbus. Klar, wenn man mit Aufstiegsambitionen und gleich mit drei Niederlagen startet. Sebastian Abt wurde zu Hause vor 798 Zuschauern das 1:2 gegen Viktoria 89 mehr als übel genommen und mit sofortiger Wirkung von all seinen Aufgaben entbunden. Der  Tabellenstand vor dem 4. Spieltag, der beginnt bereits am Dienstag, 1. September 2020 im Hans Zoschke Stadion zu Lichtenberg:

  1. VSG Altglienicke, 9 Punkte, 10:5 Tore
  2. FC Viktoria 89,  9 Punkte, 6:2 Tore
  3. Chemie Leipzig, 7 Punkte, 7:3 Tore
  4. Hertha BSC II, 7 Punkte, 6:2 Tore
  5. Fürstenwalde, 6 Punkte, 7:5 Tore

Dienstag, 01.09., Lichtenb. 47 – Ch. Leipzig 0:0

Mittwoch, 02.09.2020 BFC Dynamo – CZ Jena

                          Meuselwitz – Tennis Borussia

                            Viktoria 89 – VSG Altglienicke

                            Hertha BSC II – Berliner AK 07

Aus Berliner Sicht wieder zwei Derbys und

vorausschauend auf den 5. Spieltag am

Sonntag, 06.09.2020 Tennis Borussia – Viktoria 89  

Christian Zschiedrich 

Spannung und sechs Tore in Lichtenberg

Bis auf die drei aktuell noch ausstehenden Begegnungen, Fürstenwalde – Jena, Auerbach – Chemnitz, Babelsberg – Luckenwalde, absolvierte die Regionalliga Nordost am Dienstag, 25.08.2020 ihren 2. Spieltag mit diesen Ergebnissen:

Tennis Borussia – Chemnitz 1:3

ZFC Meuselwitz – Cottbus 2:0

BFC Dynamo – Hertha BSC II 1:2

1.FC Lok Leipzig – Berliner AK 2:1

Halberstadt  – Bischofswerda 2:3

Viktoria 89 – Optik Rathenow 2:0

Lichtenberg 47 – Altglienicke 2:4

Beachtlich VSG Altglienicke, nicht nur beim 3:2 Auftakt im Mommsenstadion, es folgte der 6:0 Pokalerfolg im Finale gegen Viktoria 89, jetzt nahm das Team von Karsten Heine auch die Hürde bei Lichtenberg 47 mit 4:2. Wobei den 47ern ebenso ein Lob gezollt werden muss. Halbzeit 0:0, in Führung ging die Heimmannschaft in der 54. Minute durch Philip Einsiedel. Bereits eine Minute später gelang Patrick Breitkreuz (55.) das 1:1. Christian Skoda drehte das Match mit dem 2:1 für die Gäste (62.). Tolcay Cigerci schaffte das 3:1 (80.). Wer 10 Minuten vor Ultimo glaubte, die Partie sei entschieden, das Team von Trainer Lehmann gab nicht auf. Der Schütze zum 1:0 markierte seinen zweiten Treffer in der 84. Minute in Unterzahl. Christian Gawe hatte in der 67. Minute die Rote Karte gesehen. Es wurde in der Endphase noch einmal spannend. Allerdings nur kurz, für zwei Minuten, der in Minute 68 eingewechselte Uzan stellte in der 86.Minute das Endergebnis von 2:4 aus Sicht der Lichtenberger her. Unnötig war die Gelb-Rote Karte für Oliver Hofmann in der 90. Minute. Die beiden des Feldes verwiesenen Lichtenberger werden im nächsten Auswärtsspiel im Mommsenstadion gegen Aufsteiger TeBe fehlen.

Viktoria 89 hat das 0:6 im Pokalfinale gut weggesteckt, gewann 2:0 gegen Optik Rathenow und hat sich nach dem Auftakt-Erfolg in Chemnitz mit zwei gewonnenen Spielen in der Meisterschaft, 6 Punkte, in der Tabelle vorn platziert. Die Tabelle hat nach zwei Spieltagen noch keine große Aussagekraft. Sechs Vereine haben bisher sechs Punkte: Chemie Leipzig, Meuselwitz, VSG Altglienicke, Hertha BSC II, Bischofswerdaer FV und eben Viktoria 89. Am 3. Spieltag muss Viktoria bei den bisher punktlosen Cottbussern antreten. Energie will aufsteigen. Der Start ging in die Hose. Kann Viktoria das nutzen ?

Zwei Berliner Mannschaften stehen ebenfalls null Punkte da, Aufsteiger Tennis Borussia Berlin und der BFC Dynamo. Die Saison ist noch lang, noch 36 Spieltage, da kann sich viel ändern. Aber, zum Erreichen des Ziels ist der gute Start wichtig. Zumindest bestimmt der Auftakt den eventuellen Trend.

Nachtrag: Meuselwitz – E. Cottbus 2:0

Union Fürstenwalde – Carl Zeiss Jena 3:1

VfB Auerbach – BSG Chemie Leipzig 2:1  

Babelsberg 03 – FSV Luckenwalde 1:3

Tabelle:

  1. Chemie Leipzig  2 Spiele, 6 Punkte
  2. ZFC Meuselwitz 2 Spiele, 6 Punkte
  3. VSG Altglienicke 2 Spiele, 6 Punkte
  4. Hertha BSC II, 2 Spiele, 6 Punkte
  5. Bischofswerda 2 Spiele, 6 Punkte
  6. FC Viktoria 89 2 Spiele, 6 Punkte
  7. Luckenwalde, 2 Spiele, 6 Punkte
  8. Fürstenwalde, 2 Spiele, 3 Punkte
  9. Berliner AK 07, 2 Spiele, 3 Punkte
  10. Lichtenberg 47, 2 Spiele, 3 Punkte
  11. 1.FC Lok Leipzig 2 Spiele, 3 Punkte
  12. VfB Auerbach,  2 Spiele, 3 Punkte
  13. Babelsberg 03, 2 Spiele, 1 Punkt
  14. Carl Zeiss Jena, 2 Spiele, 1 Punkt
  15. Chemnitzer FC, 2 Spiele, 0 Punkte
  16. G. Halberstadt, 2 Spiele, 0 Punkte
  17. Tennis Borussia, 2 Spiele, 0 Punkte
  18. BFC Dynamo,  2 Spiele,  0 Punkte
  19. Energie Cottbus, 2 Spiele, 0 Punkte
  20. Optik Rathenow 2 Spiele, 0 Punkte

Christian Zschiedrich

Hochinteressante Regionalliga Nordost

Die sieben Berliner Clubs starteten recht beachtlich mit fünf Siegen. Im Berlin-Derby zwischen der VSG Altglienicke und Tennis Borussia hatte der Gastgeber, die aufstiegswillige Heimmannschaft, gegen den beherzt aufspielenden Aufsteiger, große Mühe. Die VSG schaffte mit einem Foulelfmeter in der Nachspielzeit noch den 3:2 Sieg vor 0 Zuschauern. In Berlin waren noc keine Zuschauer zugelassen. TeBe, nahe dem Punktgewinn, war sogar zweimal in Führung gegangen.

Am Dienstag, 25.8., 17.30 Uhr, kommt es in Lichtenberg zum einem weiteren Berlin-Derby Lichtenberg 47 – VSG Altglienicke.

Dagegen trumpfte Chemie Leipzig zum Auftakt gegen den BFC gewaltig auf. Der in der 54. Minute eingewechselte Bury sah in der 75. Minute die Rote Karte. Da stand es bereits 2:0 durch Petracek (40.) und Mvibudulu (45.). In Unterzahl gelang Wendschuch in der 83. Minute das 3:0 vor 1000 Zuschauern. Erst in der Nachspielzeit (93.) konnte Brumme auf 1:3 verkürzen. Chemie kommt am Samstag, 22.08.2020 13.30 Uhr ins Mommsenstadion zu Tennis Borussia und wieder ein Berlin-Derby.

Kommen wir zu weiteren vier Berliner Siegen: Lichtenberg 47 schaffte mit dem Auswärtssieg in Cottbus vor 783 Zuschauern eine dicke Überraschung. Energie ging früh in der 10. Minute durch Kremer 1:0 in Führung, doch Rausch konnte drei Minuten vor der offiziellen Spielzeit (87.) zum 1:1 ausgleichen. In der Nachspielzeit schockte Graf die Lausitzter endgültig. Cottbus muss am 2. Spieltag in Meuselwitz beim am 1. Spieltag auswärts in Rathenow siegreichen ZFC antreten. Die Mannschaft aus dem Norden Thüringens gilt als Geheimtipp, was einen möglichen Aufstieg betrifft.

Der Berliner AK startete mit einem 3:2-Heimerfolg gegen Union Fürstenwalde im Poststadion. Kurz vor Halbzeitpause erzielte Lemmel das 1:0 (44.). Ngwisani erhöhte in Minute 67 auf 2:0. Die Gäste kamen durch Mlynarczyk auf 1:2 (70.) heran. Doch Beyazit stellte in der 85. Minute die Zwei-Tore-Führung mit dem 3:1 wieder her. Unions Atki gelang zu spät in der 89. Minute zu spät der Anschlusstreffer zum 2:3. Der Präsident Ali Han war hochzufrieden. Allerdings muss der BAK 07 jetzt bei Lok Leipzig, dem Meister der Vorsaison, ran. Die Leipziger verloren zum Saison-Auftakt ihre Partie auswärts gegen Hertha II. Trainer Zecke Neuendorf urteilte über seine Mannschaft, sie wirkte im dem Geisterspiel frischer, spielfreudiger, körperlich fitter und willensstärker als der amtierende Meister. Der Sieg war verdient, denn die Berliner steigerten sich in der Begegnung. Die Torfolge: 1:0 (29.) Kopfball Michelbrink, Flanke Fuchs, 2:0 (71.) Handelfmeter Kiprit, Vorteilsrücknahme, denn Dardai hatte den Ball ins Tor geköpft. 2:1 (82.) Urban, 3:1 (88.) Dardai, Vorarbeit Werthmüller.

Zum nächsten Spiel können die Hertha Bubis trotz einer anstehenden Auswärtspartie in der Stadt bleiben. Im Jahn-Sportpark wartet der BFC Dynamo.

Das Auswärtsspiel von Viktoria 89 beim Chemnitzer FC war gleichzeitig die Generalprobe der Südberliner vor dem Pokalfinale gegen Altglienicke. Viktoria siegte vor 687 zuschauern im Stadion an der Gellertstraße knapp aber verdient 2:1 (0:0). Fardjat-Azad erzielte die 1:0-Führung (53.) und Hovi (81.) erhöhte auf 2:0, ehe Dartsch in der 88. Minute die Resultatverbesserung zum Endstand von 1:2 markierte. Der neue CFC-Coach Berlinski versuchte die Niederlage seiner von Kritk gedemütigten Chemnitzer der vergebenen Chancen wegen schön zu reden. Viktorias Trainer Muzzicato meint, der Dreier gebe Selbstvertrauen vor dem Berlin-Pokalfinale gegen Altglienicke. Wir werden mit Hans Peter Becker vor Ort sein.

Christian Zschiedrich

Wie bitter für Energie Cottbus

Ärgerlich auch für Optik Ratenow, der Abstieg von der Regionalliga in die Oberfliga ist damit besiegelt. Die Spieler von Ingo Kahlisch rannten unmittelbar nach dem 2:2 gegen Hertha BSC II zum Fernseher, um die Nachspielzeit zwischen Eintracht Braunschweig und Energie Cottbus mitzuerleben. Energie Cottbus schaffte es nicht, es blieb beim 1:1. Tragisch, mit 45 Punkten abzusteigen und noch tragischer, dass Eintracht Braunschweig und Sonnenhof Großaspach als Nichtabsteiger auch nur 45 Punkte haben.

Leidvoll, tief traurig, Energie fehlte ein einziges Törchen. Dabei wäre der Verbleib in Liga Drei aus wirtschaftlichen Gründen so wichtig gewesen. Die Zukunft ist ungewiss. Eine kleine Hoffnung besteht, im bevorstehenden Länderpokalfinale im Vogelsang-Stadion zwischen Optik Rathenow und Energie Cottbus. Der Gewinner baut dann in bescheidener Form auf das vom DFB im Pokal ausgeschüttete Geld. Coach Ingo Kahlisch hat spontan versprochen, für die Oberliga: „Wir werden auch künftig unseren Prinzipien treu bleiben!“ Und Energie? Ein dickes Fragezeichen.

Glückwunsch an den Meister und Aufsteiger Chemnitzer FC, der die größten finanziellen Probleme überwunden hat und zum Abschied aus der Regionalliga Nordost den Bischofswerdaer FV mit 7:0 überrannte. Der BFC Dynamo dagegen verlor sein letztes Spiel mit 0:2 gegen RW Erfurt und landete auf Platz 12. Die VSG Altglienicke ist dem Abstieg mit guter Moral und 39 Punkten auf Platz 14 entronnen.

Das Berlin-Derby BAK 07 – Viktoria 89 endete 2:0. BAK untermauerte Platz Zwei mit 70 Punkten, Viktoria 89 (43 Punkte, Platz 11) schließt einen Punkt besser als der BFC Dynamo ab. Beide Berliner Vereine äußerten sich hinblickend auf die neue Saison sehr zuversichtlich. Hertha BSC II verabschiedete ihren Trainer Ante Covic, befördert zum Hertha-Chef-Coach bei den Profis. Der Platz 4 mit 57 Punkten lässt sich bei den „Amateuren“ sehen.

Christian Zschiedrich

Nur noch drei Spieltage und ein gesperrter Jahnsportpark

Am 31. Spieltag gewannen der BFC Dynamo, die VSG Altglienicke und Viktoria 89. Das Lokalderby Hertha BSC II – Berliner AK 07 endete 2:2. Kein Berliner Club verlor, dafür kam der souveräne Tabellenführer Chemnitzer FC, bei Oberlausitz Neugersdorf mit 2:3 unter die Räder. Rein sportlich wurde der Aufstieg mit 73 Punkten vorher untermauert. Der BAK 07, 64 Punkte, hat bekanntlich keine Lizenz für die 3. Liga beantragt und Hertha BSC ist mit 55 Punkten zu weit vom Aufstiegsgeschehen weg. Bei drei ausstehenden Spielen führt der Chemnitzer FC mit neun Punkten gegenüber dem Berliner AK. Theoretisch müsste Chemnitz alle drei Spiele verlieren und BAK 07 müsste alle drei gewinnen, um Punktgleichheit zu erzielen. Der Meistertitel wird also garantiert auch an den Chemnitzer FC gehen, zumal das Torverhältnis plus 41 zu plus 19 praktisch nicht mehr einzuholen ist. Da hätte BAK im Berlin-Derby im Amateurstadion gegen Hertha BSC drei Punkte und nicht nur den einen holen müssen. Oben ist also alles klar.

Viktoria 89 nimmt mit 39 Punkten aktuell Platz 9 ein und der BFC Dynamo kletterte mit dem 3:1-Sieg in Fürstenwalde, ebenfalls 39 Punkte, auf Platz 11. Zwei Tabellenplätze dahinter ist VSG Altglienicke, 36 Punkte, auch fast gesichert. Der 2:1-Heimsieg gegen Babelsberg 03 war wichtig. Immerhin wurde Punktgleichheit mit Union Fürstenwalde (14.) erzielt.

Die Zahl der Absteiger hängt davon ab, ob es Energie Cottbus, verloren mit 1:2 gegen den VfL Osnabrück und Carl Zeiss Jena, gewannen 1:0 in Unterhaching (13.) zu den vier Absteigern der 3. Liga gehören werden. Durchaus möglich, dass in der Regionalliga nur eine Mannschaft absteigen muss. Das wäre nach jetzigen Stand Optik Rathenow, 24 Punkte. Rathenow gewann in letzter Zeit überraschend viele Begegnungen, aktuell sogar 4:2 gegen den 1.FC Lok Leipzig. Das Warten auf die Entscheidungen in der 3. Liga kostet den Abstiegsbedrohten Nerven. In Liga Drei sind bereits 35 Spieltage absolviert. Doch 20 Vereine benötigen 38 Spieltage, an denen insbesondere in der Endphase hart um Existenzen gekämpft wird.

Wie geht es in der Regionalliga Nordost am drittletzten Spieltag weiter ? Bereits an Freitag, 3.5. fällt in der Begegnung Optik Rathenow – VSG Altglienicke eine Vorentscheidung, im Heimspiel für die Schützlinge von Trainer Kahlisch. Der FC Viktoria 89 muss am Samstag, 4.5. nach Halberstadt und am Sonntag, 5.5. hat der BFC Dynamo Heimrecht gegen Babelsberg 03. BAK 07 hat ebenfalls Heimrecht gegen Oberlausitz Neugersdorf. Lediglich Hertha II muss nach Bautzen reisen. Budissa Bautzen war in den letzten Wochen von der Rolle. Als Tabellensiebzehnter sind die Bautzener mit 25 Punkten abstiegsgefährdet.

Auf Grund baulicher Mängel muss das Friedrich-Ludwig-Jahn Stadion für zwei Spiele gesperrt werden. An der Flutlichtanlage gibt es ( betrifft alle vier Masten) lose Teile. Bereits beim Landespokal-Halbfinale zwischen Dynamo und Viktoria musste das THW, weil die Stromversorgung nicht funktionierte) mit mobilen Lichtmasten helfen. Die VSG Altglienicke trägt die Heimspiele auch in diesem Stadion aus und am 12. Mai sollen beide aufeinandertreffen. Am Montag, 6.5. beginnen die Sicherungs-Maßnahmen, die geplant bis zum 17. Mai dauern werden. Voraussichtlich könnte Altglienicke am 18. Mai wieder im Jahnsportpark gegen Nordhausen spielen. Das Berliner Pokalfinale am 25. Mai, Viktoria 89 – Tennis Borussia wäre nicht gefährdet.

Christian Zschiedrich

Munteres Treiben in der Regionalliga Nordost

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, spürbar in der Regionaliga NO im Abstiegskampf. Vom Tabellen14., der VSG Altglienicke (33 P.), hoffen der Bischofswerdaer FV (33 P.), Oberlausitz Neugersdorf (28 P.), Budissa Bautzen (25 P.) und vor allem Optik Rathenow (21 P.), dass in Liga Drei Carl Zeiss Jena und Energie Cottbus weiter von Sieg zu Sieg eilen. Schaffen sie den Klassenerhalt in der 3. Liga, würde nur ein Regionalligaverein absteigen. Optik Rathenow hätte bei Abgabe der Roten Laterne das Wunder für den Verbleib geschaffen.

Budissa Bautzen ist total von der Rolle, verlor zu Hause 0:4 gegen Optik Rathenow. Vier Punkte bei ausstehenden vier Spielen, da ist noch alles möglich. Der 31. Spieltag bringt die Sonntags-Paarungen mit den Rathenowern um Trainer Kahlisch im Stadion Vogelgesang, Optik gegen Lok Leipzig und Budissa Bautzen muss nach Nordhausen. Die Wackeraner stehen auf Platz 4 hinter Herthas Zweite. Die Thüringer verloren im Poststadion immerhin 1:4 gegen den Berliner AK, der mit 63 Punkten Platz zwei einnimmt, aber leider keinen Antrag auf höherklassige Teilnahme gestellt hat.

Der Chemnitzer FC führt mit Blick auf Hertha mit 19 Punkten und 12 sind in vier Spielen noch zu vergeben. BAK und Chemnitz trennen jetzt 10 Punkte. Das wäre für den Meisterschaftstitel noch interessant und kann am kommenden Spieltag im Berlin-Derby Hertha II – BAK 07 schon Geschichte sein. Chemnitz, 1:0-Sieger über Hertha BSC – mit den Profis Gersbeck, Dardai, Dilrosun und Köpke, werden sich im Treffen mit Neugersdorf (16.) die Butter nicht vom Brot nehmen lassen.

Interessant ist der kommende Spieltag auch mit den weiteren Paarungen: Freitag, 26.04. 18.30 Uhr, Jahn-Sportpark, VSG Altglienicke – Babelsberg 03 (7.). Altglienicke gelang mit dem 3:1-Sieg bei Lok Leipzig eine kaum für möglich gehaltene positive Überraschung. Dadurch scheint der Klassenerhalt mit derzeit 33 Punkten, Platz 14, recht greifbar zu sein.

Der BFC Dynamo verlor zwar 1:4 im Heimspiel gegen Bischofswerdaer FV, wird aber nicht mehr in die Bredouille kommen. Am Freitag, 26.04. geht es im Friesenstadion gegen Union Fürstenwalde (4:2 Sieger in Babelsberg).

Am Sonntag, 28.04. 13.30 Uhr, steht im Amateurstadion ein Berlin-Derby, der Zweite gegen den Dritten, an: Hertha BSC – Berliner AK 07. Die insolvente Viktoria 89 darf sich freuen, die Saison einigermaßen gut über die Runden gebracht zu haben – trotz der neun abgezogenen Punkte, ungefährdet 36 punkte auf der Habenseite, Platz 10. Das ist garantiert auch ein Verdienst von Trainer Jörg Goslar. Hinzu kommt das Erreichen des Berliner Pokal-Finales. Jörg Goslar bekommt trotzdem den Laufpass; er muss am Saisonende seinen Stuhl räumen. Viktoria empfängt am Samstag, 27.04. 13.30 Uhr, Stadion Lichterfelde, den VfB Auerbach.

Christian Zschiedrich      

Was bloß ist mit den Berliner Vereinen los ?

Die Frage, was los ist, kann natürlich an unserem Bundesligisten und an den 1. FC Union gerichtet sein. Naja, das 0:0 in Dresden und aktuell Platz 3, das geht noch, wäre zuvor das 1:3 zu Hause gegen Paderborn und die 1:2-Niederlage in Heidenheim nicht ins Gewicht gefallen. Über Herthas Heimniederlage gegen Düsseldorf hänge ich am besten den Mantel des Schweigens. Jeder weitere Kommentar wäre aus meiner Feder nur kritisches Beiwerk und damit noch negativer. Das 0:5 in Leipzig spricht für sich.

Der Blick in die Regionalliga ist an diesem Wochenende keineswegs tröstlicher. Nicht ein Berliner Verein konnte gewinnen. Der Berliner AK verlor zu Hause 1:3 gegen den 1.FC Lok Leipzig und Hertha BSC unterlag 0:2 in Auerbach, beim Tabellen14.. Meine Formulierung in der letzten Woche, „dass Hertha profitieren könne“, war wohl zu optimistisch.

Der Tabellenführer Chemnitzer FC gewann 3:0 gegen Optik  Rathenow, hat damit 10 Punkte Vorsprung und mit jetzt 67 Punkten das wesentlich bessere Torverhältnis. BAK bleibt bei 57 Punkten und Hertha noch weitere sieben Punkte weniger. Die anderen drei Berliner Vertreter spielten remis. Dynamo 1:1 gegen Meuselwitz, Altglienicke 0:0 in Bautzen und Viktoria 1:1 in Babelsberg.

Altglienicke (15.) steht mit 29 Punkten im abstiegsgefährdeten Bereich. Der BFC Dynamo sollte sich mit vier Punkten besser (33 P.) als Tabellenelfter nicht zu sicher sein und Viktoria 89 scheint mit 35 Punkten jenseits von Gut und Böse. Bis zum Saisonende sind es nur noch sechs Partien. Bereits am Freitag, 12. April, muss BAK 07 nach Rathenow. Am Samstag, 13. April 13.30 Uhr,  empfängt VSG Altglienicke zu einem entscheidenden Match Union Fürstenwalde (11.), während Hertha II es mit Germania Halberstadt (8.) zu tun bekommt. Viktoria 89 darf sich am Sonntag, 14. April ab 13.30 Uhr, im Stadion Lichterfelde im Berlin-Derby gegen den BFC Dynamo wohl auf einen ordentlichen Besuch freuen.

Christian Zschiedrich

Hertha BSC könnte doch profitieren

Nach dem Rückschlag beim Stadionbau und der blamablen 0:5-Niederlage in Leipzig könnte zum Trost Hertha BSC dafür mit der Zweiten in die 3. Liga aufsteigen. Regionalliga-Tabellenführer Chemnitzer FC kassierte in Leipzig beim 1.FC Lok vor 5.521 Zahlenden eine 2:4-Schlappe. Hertha II dagegen gewann vor 812 Zuschauern im Amateurstadion 2:1 gegen den Tabellenfünften Rot-Weiß Erfurt. Der Tabellenzweite, BAK mit 51 Punkten, gewann zwar auswärts in Bautzen 1:0, hat aber keinen Antrag für Liga Drei gestellt. Chemnitz kämpft nicht nur mit der Insolvenz, sondern mehr mit politischen als sportlichen Gegebenheiten. Siehe dazu unseren Artikel vom 25.März 2019 „Tief Durchatmen“. Allerdings sind die Matches in Liga Drei kein Zuckerschlecken. Energie Cottbus kämpft auf einen Abstiegsplatz 18 ums Überleben. Die letzten vier Ergebnisse: Cottbus – Fortuna Köln 4:3, FSV Zwickau – Cottbus 2:1, Cottbus – Karlsruhe 0:2, Cottbus – Preußen Münster 3:0. Nach 31 Partien fehlen zum rettenden Ufer momentan zwei Punkte.

Carl-Zeiss Jena scheint es in diesem Jahr als Tabellenvorletzter, mit wenig Aussichten und nur ganz schwer zum Klassenerhalt zu schaffen. Das hat bekanntlich Auswirkungen zur Abstiegsregelung in der Regionalliga. Diesmal verlor nur eine Berliner Mannschaft – VSG Altglienicke (13.) zu Hause 1:2 gegen den Bischofswerdaer FV  (15.) und steht nur mit einem Punkt 28:27 über den Relegationsplätzen.

Erfreulich der 1:0-Sieg des BFC Dynamo beim Tabelllen17. Oberlausitz Neugersdorf. Das goldene Tor erzielte Brasnic in der 75. Spielminute. Dynamo, jetzt 12., kommt auf 32 Punkte und empfängt bereits am Freitag, 5. April den ZFC Meuselwitz. Wer bereits für die nächste Saison in der Regionalliga planen kann ist Viktoria 89, trotz der neun abgezogenen Punkte – Tabellenplatz Neun mit 34 Punkten. Ebenfalls am Freitag, 5. April muss Viktoria nach Babelsberg und die VSG Altglienicke nach Bautzen. Am Samstag, 6. April empfängt der VfB Auerbach Herthas zweite.

Am Sonntag, 7. April ist der 1.FC Lok Leipzig zu Gast bei BAK 07 im Poststadion. Im Stadion an der Gellertstraße empfängt der Tabellenführer Chemnitzer FC Optik Ratenow, das Team von der Roten Laterne; Erster gegen Letzter.

Christian Zschiedrich