BR Volleys – Saisonauftakt Pressekonferenz „Ein guter Start wird wichtig sein“

Für ihre Saisonauftakt-Pressekonferenz 2019/2020 waren die BR Volleys am Mittwoch (09. Okt) wieder zurück über den Dächern der Stadt. Im Firmensitz der GASAG AG direkt am Hackeschen Markt standen BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand und der neue Mannschaftskapitän Moritz Reichert der versammelten Berliner Medienlandschaft Rede und Antwort.

Im Anschluss an die Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der GASAG AG, Dr. Gerhard Holtmeier, ergriff BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand das Wort und musste zunächst wenig erfreuliche Nachrichten verkünden: „Leider kann Cheftrainer Cedric Enard aus privaten Gründen heute nicht bei uns sein. Er reiste gestern Abend zu seiner Familie nach Frankreich und es kann sein, dass Cedric uns auch zum Saison- und Heimauftakt gegen die Netzhoppers und Giesen fehlen wird. Wir haben ihm in seinem privaten Notstand jede Unterstützung und Zeit zugesichert, die er benötigt.“

Neben Niroomand und GASAG Vorstand Dr. Holtmeier nahm also nur BR Volleys Kapitän Moritz Reichert im Podium Platz und wurde in seinem neuen Amt seitens des Geschäftsführers vorgestellt: „Moritz verkörpert die Werte des Vereins und hat sich in der letzten Saison – längst nicht nur wegen seines Asses zur Meisterschaft – diese Position verdient. Cedric und ich waren uns unabhängig voneinander einig, dass er der richtige Mann für diese Aufgabe ist.“

Außenangreifer Reichert zog im Anschluss ein zwiegespaltenes Fazit zur zerstückelten Vorbereitung: „Das gestaltet sich auch in diesem Jahr wieder schwierig, aber wir machen als Team das Beste aus der Situation. Ein guter Start wird wichtig sein, um nicht wieder früh unter Druck zu geraten. Es erwarten uns wichtige Aufgaben in der Liga und natürlich dem Pokal sowie der Champions League. Im letzten Jahr haben wir vor Weihnachten Federn lassen müssen. Das soll uns nicht wieder passieren.“

Wo genau die BR Volleys vor dem Saisonauftakt selbst stehen, ist ebenso schwer zu beurteilen, wie die vielerorts neuformierte Konkurrenz. „Ich glaube, die Liga ist in der Breite noch einmal besser geworden. Ob das auch in der Spitze so ist, wird man sehen“, bewertete Niroomand und sieht den Hauptstadtclub personell gut aufgestellt. Bei der Zusammensetzung der neuen Mannschaft hob der 66-Jährige insbesondere die amerikanischen Neuzugänge heraus: „Wir verfügen, sofern denn alle Spieler endlich hier sind, über einen tiefen Kader. Mit Kyle Ensing ist uns eine vielversprechende Verpflichtung gelungen, JT Hatch wird uns in der Defensive Stabilität geben und Cody Kessel hat in den letzten Jahren gegen uns mehrfach bewiesen, welches Potenzial in ihm steckt.“ Mit zehn Akteuren, ohne die drei World-Cup-Teilnehmer Patch, Grankin und Jendryk, geht man in die ersten zwei Bundesligaspiele bis zum comdirect Supercup in Hannover (20. Okt).

Zu den Saisonzielen kam dann wieder Kapitän Moritz Reichert ins Spiel: „Wir wollen diesmal früher auf einem höheren Niveau sein und in der Champions League mehr erreichen. Wenn man in der Gruppenphase antritt, möchte man diese auch überstehen. Den Kader dazu haben wir. In der Meisterschaft kann das Ziel nur heißen, die Vorjahresleistung zu bestätigen.“ Auf ihrem langen Weg dorthin warten am Samstag (12. Okt | 18.00 Uhr) die Netzhoppers KW-Bestensee und drei Tage später (15. Okt | 19.30 Uhr) im ersten Heimspiel die Helios Grizzlys Giesen auf die Hauptstädter.

Quelle: BR Volleys/ Christof Bernier

Herthas Heimpleite gegen Wolfsburg

Gegen den VfL hat sich Hertha zwar immer schwer getan, doch das 0:3 musste nicht sein. Seit acht Jahren war das sogar die erste Auftaktniederlage zu Saisonbeginn in Berlin. Mein zweigeteiltes Urteil: Im ersten Durchgang freute ich mich über sehenswerten, im Vergleich zur Vorsaison verbesserten Angriffsfußball der Hertha mit dem zielstrebigen und schnellen Kombinationen nach vorn. Nach den unglücklichen Elfmeter-Entscheidungen gegen Hertha und für Wolfsburg sagte ich mir: Es kann doch nur die Frage der Zeit sein, wenn der Ausgleich fällt. Hertha erspielte sich einige Hochkaräter. Da passt der Spruch: Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech hinzu. Wenn immer nur der letzte Pass fehlt, kann man dann bei diesem Ausgang von Pech reden? Und die Niederlage allein auf den Referee zu schieben, ist zu einfach.

Das dann in der zweiten Hälfte Gebotene erinnerte mich an früher und bestätigte allgemein den Trend: Nach einer guten Partie (in München) folgt weiterhin ein schwaches Spiel, das war in Fortsetzung enttäuschend, konnte keinen vom Hocker holen und überhaupt nicht befriedigen. Mit Recht durften die Anhänger nach der Leistung in München erwartungsfroh sein. Und die Wechsel brachten leider gar nichts. Das war kein Alles oder Nichts, kein Aufbäumen, sogar das Verständnis untereinander war verloren gegangen. Der gute Start in die Bundesliga-Saison 2019/2020 ist damit in die Hose gegangen, misslungen. Am 3.Spieltag in Gelsenkirchen sollte in beiden Halbzeiten konzentrierter Fußball gespielt werden, sonst geht der Daumen noch mehr nach unten. Abschließend noch eine schockierende Zahl: Wolfsburg lief 6 Kilometer mehr als Hertha (110 : 116).

Christian Zschiedrich    

Berliner Pokalfinale 2019 – frühe Anstoßzeit und weniger Zuschauer ?

Der DFB-Pokal ist der einzige Wettbewerb, wo Amateur-Teams – wenigstens für ein Spiel – wieder überregionale Beachtung finden. Voraussetzung dafür ist der Sieg im Finale des jeweiligen Landespokals. Ein warmer Regen ist es zudem für die meist klammen Kassen der Vereine unterhalb der 3. Liga.

Es ist beachtlich, was im Amateurfußball ehrenamtlich geleistet wird. „An jedem Wochenende finden in Deutschland 80.000 organisierte Fußballspiele statt.“ Die Endspiele der einzelnen Landesverbände werden seit 4 Jahren zu einem Finaltag der Amateure zusammengefasst. In diesem Rahmen soll gleichzeitig dem Ehrenamt gedankt werden. In Berlin soll zusätzlich ein Zeichen gegen Homophobie und Transphobie gesetzt werden. So werden während des Finalspiels im Jahn-Sportpark an den Werbebanden die Regenbogenfarben und die Farben der Trans-Bewegung sichtbar sein.

Die Trainer Dennis Kutrieb Tennis Borussia (links) und Alexander Arsovic von Viktoria © Foto: H.-P. Becker

Um den den Berliner-Pokal des Jahrgangs 2019 streiten am Sonnabend, 25.05. zur ungewöhnlichen Anstoßzeit um 10:30 Uhr aus der Oberliga Tennis Borussia und aus der Spielklasse darüber, der FC Viktoria 1889. An diesem Tag werden insgesamt 19 von 21 Finalspielen um die Landespokale ausgetragen. Bis zum Beginn des Endspiels um den DFB-Pokal im Berliner Olympiastadion um 20:00 Uhr werden die Amateurspiele beendet sein. Um möglichst viele Live-Übertragungen in der ARD gewährleisten zu können, musste ein Kompromiss gefunden werden. In Berlin wird nicht nur das Pokalfinale ausgetragen, am Nachmittag findet auch ein Rennen der Formel E statt. So wurde die erste Übertragung in diese ungewöhnlich frühe Zeit verlegt. Davon betroffen sind neben dem Berliner Finale ebenso die Endspiele von Bremen, Hamburg und des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Der letztlich ausschlaggebende Punkt für diese Auswahl waren die kurzen Anreisewege der Mannschaften aus den Stadtstaaten. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern ist die Anreise länger, in Neustrelitz spielt der FC Hansa Rostock gegen den Torgelower FC Greif.

Wer holt den Pokal 2019 ? – von links nach rechts: Nicolai Matt, Dennis Kutrieb, Alexander Arsovic, Stephan Flauder © Foto: Hans-Peter Becker

Auf dem Podium in der Pressekonferenz saßen neben den Trainern die beiden Kapitäne Nicolai Matt von TeBe und Stephan Flauder vom Kontrahenten Viktoria. Wann haben sie zuletzt zu so einer frühen Zeit in einem Pflichtspiel auf dem Platz gestanden ? Irgendwann in der Jugend, gab Stephan Flauder zur Antwort, beide teams haben die selben Voraussetzungen, insofern sollte man das nicht höher hängen, als es ist. Nicolai Matt ergänzte, dass die Trainingsabläufe entsprechend angepasst wurden und das Adrenalin nach Aufstehen am Pokaltag ist eh da und kann eben etwas früher abgebaut werden kann. Außerdem gibt es Menschen, die stehen früh um vier auf um arbeiten zu gehen und wir spielen um halb elf Fußball, insofern ist alles in Ordnung.

Personell haben beide Trainer keine großen Sorgen, eher im Gegenteil. Der TeBe Trainer Dennis Kutrieb muss noch fünf Spieler aus dem Kader streichen, was ihm einiges Kopfzerbrechen bereitet. Viktoria dagegen hat seit der Insolvenz keinen großen Kader mehr, zwei Langverletzte, so muss nur ein Aktiver gestrichen werden. Einen großen Favoriten gibt es nicht, sicherlich ist der höherklassigen Mannschaft von Viktoria etwas mehr zuzutrauen. Mit dem BFC Dynamo wurde im Halbfinale ein Ligakonkurrent ausgeschaltet. TeBe hat im Halbfinale gezeigt, dass sie gegen einen Regionalligisten siegen können, wenn auch mit etwas Glück erst im Elfmeterschiessen, 7:6 gegen die VSG Altglienicke. Beide haben die Chance, ihre nicht gerade optimal verlaufende Saison mit einem Erfolg im Pokal versöhnlich ausklingen zu lassen. Für TeBe ist es die 30. Finalteilnahme, mit 17 Titeln sind sie der Rekordhalter, Viktoria stand bisher zehn Mal in einem Endspiel, als heutiger FC Viktoria 1889 Berlin (nach der Fusion mit Lichterfelde) holten sie 2014 den Titel.

© Foto: Hans-Peter Becker

Für das Spiel werden leider nur etwa 1.500 Zuschauer erwartet und ob die Teile der Fanszene von Tennis Borussia ihre Mannschaft auf „neutralem“ Boden unterstützen werden, die seit Januar aus Protest gegen den Vorstand nicht mehr zu den Spielen gekommen sind, ist ungewiss. Das Spiel am Samstagvormittag wird geleitet von Schiedsrichter Felix Zwayer. Fast genau vor einem Jahr leitete er das Pokalendspiel zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt und war während der WM 2018 als Videoschiedsrichter eingesetzt.

Hans-Peter Becker

Hertha BSC bindet Per Skjelbred

© Foto: herthabsc/citypress

Hertha BSC kann auch in Zukunft auf die Dienste von Per Skjelbred bauen. Michael Preetz und der Mittelfeldspieler einigten sich darauf, das Arbeitspapier des 31-Jährigen über den Sommer hinaus auszudehnen. „Per ist ein absolutes Vorbild an Professionalität, Ehrgeiz und Fleiß. Er spielt inzwischen seit über fünf Jahren für Hertha BSC und hat sich seitdem immer in den Dienst der Mannschaft gestellt. Er ist auf und neben dem Platz ein wichtiger Baustein, deswegen sind wir froh, dass er uns noch länger erhalten bleibt“, kommentierte Michael Preetz die Unterschrift von Herthas Nummer 3 am Dienstag (22.01.19). „Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich gerne bei Hertha und in Berlin bleiben möchte. Meine Familie und ich fühlen uns hier nach alle den Jahren einfach wohl. Ich freue mich, dass ich weiter auf hohem Niveau in der Bundesliga spielen kann. Wir haben eine junge, talentierte Mannschaft, mit der ich noch einiges erreichen möchte“, sagte der ehemalige Kapitän der norwegischen Nationalmannschaft. „Per hat ein großes Fußballherz. Jeder Spieler kann von ihm etwas lernen. In meiner Amtszeit gehört er zu den Akteuren, die die meiste Einsatzzeit bekommen haben“, zeigte sich auch Trainer Pál Dárdai mit dieser Personalie zufrieden.

Skjelbred schloss sich den Blau-Weißen 2013 zunächst als Leihgabe vom Hamburger SV an. Eine Saison später wechselte der lauf- und zweikampfstarke Antreiber, der mit Rosenborg Trondheim viermal Meister in seiner Heimat wurde und Champions League spielte, fest an die Spree. Dort knüpfte er an die starken Leistungen seiner ersten Saison an und entwickelte sich Schritt für Schritt zur festen Größe bei den Herthanern. Insgesamt bestritt er 162 Pflichtspiele für die Hauptstädter, in denen er zwei Tore schoss und zwölf vorlegte. Für Norwegen lief Skjelbred in 43 Länderspiele als unumstrittener Stamm- und Führungsspieler auf.

Quelle: Hertha BSC / Marcus Jung

Ein Positionspapier mit guten Ideen

Chefredakteur Christian Zschiedrich. Foto Hans-Peter Becker

Mitte November soll das Papier bei der Regionalkonferenz in Leipzig eingebracht und besprochen werden. Die Diskussion ist hiermit öffentlich angestoßen. Jede gute Idee, ganz gleich von welchem Verein oder Fan, ist angebracht und begrüßenswert. Soll es eine vernünftige Reform werden, müssen die Fans von Anfang an eingebunden werden. Die Proficlubs sind aufgerufen, sich zum Thema Strukturreform einzubringen. Im nächsten Jahr, im August sollen auf der Generalversammlung in Berlin dann die notwendige Veränderungen beschlossen werden. Wer könnte von der Reform profitieren ? Im Grunde sollten Alle davon profitieren.

Die wichtigsten Vorschläge:
1. Begrenzung der Spielergehälter und der Anzahl von Leihspielern.
2. Eine Neuverteilung der TV-Gelder wird gefordert.
3. Die vom DFB organisierte 3. Liga soll auch unter das der DFL.
4. Die Profiligen sollen von bisher 18 auf 20 Mannschaften aufgestockt werden. Die Profifußballer sind mit Punkt-, Pokal- sowie Spielen für die Auswahlmannschaften oft bis ans Limit belastet. Die Kader würden größer und somit teurer werden.
5. Die 50+1 Regel sollte beibehalten werden, um dem finanziellen Wildwuchs Einhalt zu gebieten.
6. Fans sind wichtig für die Stimmung in den Stadien. Daher wird eine auf die Stadionbesucher ausgerichtete Anpassung der Anstoßzeiten und die Beachtung von Maximalentfernungen bei Freitags- bzw. Wochentags-Spielen vorgeschlagen. Montagsspiele gehören abgeschafft.

Es bleibt abzuwarten, was von den Vorschlägen übrig bleibt. Geht es nach dem 1. FC Union könnte man sagen, vergesst beim reformieren die Stadionbesucher nicht. Ohne sie macht es keinen Spass Fußball im TV zu schauen. Grund zu großen Optimismus gibt es nicht. Vor allem das Einbeziehen der Fans und somit die geforderte stärkere Fokussierung auf das Stadionerlebnis wird ein Wunsch bleiben. Zu wichtig sind die TV-Gelder für die Vereine geworden. Die Quadratur des Kreises ist noch nie gelungen.

Christian Zschiedrich

Bundestrainer Christian Prokop trainiert mit Kids

Dass sich ein Bundestrainer den Fragen der Presse stellt, gehört zu seinem Job. Dass sich DHB-Coach Christian Prokop sich den Fragen von Schülerinnen und Schüler der Grundschule Am Faulen See in Berlin-Hohenschönhausen stellt, ist schon etwas ganz Besonderes. Deshalb hat er auch sofort zugesagt, im Anschluss an das AOK-Star-Training eine „Mini-Pressekonferenz“ mit Schülerinnen und Schülern im Vorfeld der Handball-Weltmeisterschaft abzuhalten. „Ich finde die Idee, dass junge Handballerinnen und Handballer eine PK ausrichten und Fragen rund um die WM stellen, großartig und bin sehr gespannt, was sie wissen wollen“, sagt Prokop, der am 5. Oktober Star beim AOK-Star-Training in der Berliner Grundschule zu Gast ist.
Hintergrund des besonderen Trainingstages ist, dass sich die Grundschule Am Faulen See beim bundesweiten Schulprojekt des Deutschen Handballbundes (DHB) und der AOK – Die Gesundheitskasse beworben und ein Star-Training gewonnen hat. Mit dem Projekt begeistern die beiden Partner nun schon im vierten Jahr Kinder für mehr Bewegung und regelmäßigen Sport im Verein.
Prokop freut sich, den Schülern der Grundschule seine Leidenschaft für Bewegung und Teamsport weiterzugeben. Er ist einer von zahlreichen Handball-Spitzensportlern, die im Rahmen des AOK Star-Trainings mit Schülerinnen und Schülern trainieren werden. Auf die Schule wartet ein abwechslungsreiches Programm: Los geht’s um 8:30 Uhr mit einem Handball-Training, an dem rund 15 Schülerinnen und 15 Schüler teilnehmen dürfen. Hierbei wird der Bundestrainer von Landestrainer Christian Fitzek vom Handball-Verband Berlin unterstützt. An das Training schließt sich dann gegen 10.15 Uhr bis etwa 11 Uhr eine Schüler-Pressekonferenz mit dem Handball-Bundestrainer an. Hier dürfen freilich auch die anwesenden Medienvertreter Fragen rund um die Aktion und die Handball-Weltmeisterschaft stellen. Mit von der Partie wird neben DHB-Coach Prokop auch Daniela Teichert, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und zuständig für das Ressort „Markt- und Versicherungsservice“, sein, die gerne zu allen Fragen rund um das Engagement der Gesundheitskasse bei der Handball-WM Rede und Antwort stehen wird. Vor Ort ist zudem auch Matthias Auth, Leiter Lokales Organisationskomitee der Handball WM 2019 am Spielort Berlin.
Dieser freut sich schon ganz besonders auf die „Mini-PK“ am 5. Oktober: „Es sind bald nur noch 100 Tage, bis die WM in Berlin ihren Lauf nimmt“, sagt Auth. „Wir haben zwar alle noch viel zu tun – aber wir können es – wie die Kinder der Grundschule – kaum erwarten.“

Das AOK Star-Training mit Star-Gast Christian Prokop findet von 8.30 Uhr bis circa 10.15 Uhr statt. Daran schließt sich bis etwa 11 Uhr die „Mini-PK“ an, zu der alle Medienvertreter herzlich eingeladen sind. Veranstaltungsort ist die Turnhalle der Grundschule Am Faulen See, Degner Str. 71, 13053 Berlin.

Quelle: Tim Oliver Kalle (Deutscher Handballbund e.V.)

Herthas Kinderstube entblößt immer noch grobe Unzulänglichkeiten

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Hans-Peter Becker

Zum Glück wurde zum Saisonauftakt gegen Nürnberg 1:0 im Berliner Olympiastadion gewonnen. Hertha offenbart sich Besserung gelobend mit zwei Gesichtern. Sportlich wird mit großer Wahrscheinlichkeit das (wischi-waschi)-Saisonziel „einstelliger Tabellenplatz“ erreicht. Andere Clubs formulieren das etwas konkreter und mutiger. Weit mehr zu kritisieren ist die menschliche Seite im Umgang mit bestimmten Presseorganen. Der Berliner konnte sich jahrelang mit seinem Hauptstadtclub nicht identifizieren, was nicht etwa am Berliner lag, sondern an dem, wie Hertha sich den Menschen gegenüber gab, oft als großkotzig gebrandmarkt. Die Erkenntnis, dass am Image gearbeitet werden müsse, setzt sich allmählich sogar in der Vereinsführung durch. Fragt sich, wie erreiche ich den Berliner und wie verbessere ich die Arbeit an der Basis und mein Image insgesamt? Ein richtiger Schritt ist das Vorhaben der Profiabteilung mit Veranstaltungen im Kiez. Heißt näher am Volk zu sein. Werder Bremen zum Beispiel kämpft um jeden Zuschauer. Die Heimat von Hertha BSC ist Berlin, also muss und sollte die Arbeit im Detail an erster Stelle in der Hauptstadt Früchte tragen. Jeder, der über den Hauptstadtsport schreibt ist ein Multifunktionsträger und sollte dementsprechend bedient werden. Uns von TV-Sport-in-Berlin wurde sogar bescheinigt, ein Sympathieträger besonderer Wertstellung zu sein. Der hohe Bekanntheitsgrad ging als Werbeträger für gezielte Maßnahmen einher. Dass wir bei Hertha in Ungnade gefallen sind, bedauern in offenen Bekundungen inzwischen viele Berliner. Was soll ich denen antworten, die mich nach dem Warum fragen (soll ich lügen), weshalb ich in Verantwortung unseres bekannten Internetportals nicht mehr persönlich bei Hertha gesehen werde. Sogar Pressevertreter schütteln den Kopf, denn das Warum kann ich nicht erklären und weshalb Hertha auf meine Anträge nicht antwortet, das hat natürlich etwas mit Anstand und Kinderstube zu tun, entzieht sich ansonsten meiner Kenntnis, ist aber Tatsache.

Im Umgang miteinander, „wie kann man nur solche Selbsttore fabrizieren“ ist oft die Feststellung der Insider. Ja, das grenzt an Schikanen und lässt tief blicken. Da steckt aber auch eine ganze Portion Selbstherrlichkeit dahinter. Vielleicht soll es Trost sein, mir dann mitzuteilen: „So wichtig ist Hertha doch gar nicht“. Da sind wir eben genau an dem Punkt des Miteinander wieder angekommen. Aber, es öffentlich beim Namen zu nennen, ist meiner Meinung nach schon angebracht.

Selbstkritisch gestehe ich, gern die Finger auf die Wunde zu legen. Dabei stellt sich die Frage, meint er es gut, will er damit sogar helfen? Wenn angebracht überwiegen meine Lobgesänge, Tadel gibt es nicht nur in der Schule und Kritik wird bei mir immer fachlich begründet sein. Was die Beiträge im Internet anbelangt, die werden ja in der Regel nie gelöscht, sind also jahrelang abrufbar und immer wieder kontrollierbar vor Augen zu führen. Und Ankündigungen sich zu ändern, liebe Hertha, setzt voraus, dass man es auch tut. Es umzusetzen ist oft schwerer als gedacht. An alten Strukturen gebunden sind Veränderungen kaum zu schaffen. Und an unserem, mit diesem Beispiel darf befürchtet werden, Hertha wird es in Berlin nicht als der beliebte, akzeptierte Club der Herzen schaffen. Ein Grund mehr, künftig verstärkt die Finger auf die Wunde zu legen.

Christian Zschiedrich

Der BFC Dynamo ging im Olympiastadion unter

Es war für den BFC Dynamo die insgesamt sechste Teilnahme am DFB-Pokal. Es begann 1999 mit einem Freilos für die 2. Hauptrunde und dort unterlagen sie Arminia Bielefeld mit 0:2. Dann mussten sie bis 2011 warten, in der 1. Hauptrunde kam der 1. FC Kaiserslautern in den Jahn-Sportpark und reiste mit einem 3:0 Sieg wieder zurück. Es folgten Teilnahmen in den Jahren 2013, 2015 und 2017, es waren immer zu null Niederlagen.

Der wegen Para-Leichtathletik Meisterschaften erzwungene Umzug ins Olympiastadion brachte zwar kein Glück, eher im Gegenteil, bescherte aber einen historischen Moment für die Vereinschronik. In der 19. Spielminute gingen die Dynamos durch einen Treffer von Patrik Twardzik mit 1:0 in Führung. Jetzt hätten am liebsten die Zeit angehalten, verweile doch, du bist so schön. Die Spieluhr lief erbarmungslos weiter und als der Schiedsrichter Johann Pfeifer das Spiel beendete, war für den BFC Dynamo ein Alptraum vorbei. Der Blick auf die Anzeigetafel wurde wohl weitgehend vermieden. Der 1. FC Köln hatte nach dem überraschenden Rückstand so richtig aufgedreht und dem BFC sage und schreibe neun Dinger eingeschenkt.

Simon Terodde, gegen seinen Ex-Club aus der Berliner Wuhlheide durfte er nur für 30 Minuten ran und blieb ohne Treffer. Gegen den BFC gelangen ihn vier Tore, darunter ein Hattrick, vom 1:1 bis zur 3:1 Führung. Der BFC ging richtig unter, bereits zur Halbzeitpause war der Drops gelutscht. Der 1:4 Rückstand zu Beginn der 2. Halbzeit war einfach zuviel. Es war die Konstellation David gegen Goliath, trotzdem, muss man sich neun Tore einschenken lassen. Es funktionierte nichts beim Berliner Pokalsieger. In dieser Form dürfte es schwer werden, in der Regionalliga die nötigen Punkte zu holen. Auf Trainer Rene Rydlewicz wartet eine Menge Arbeit. Wie muss er sich auf der Bank gefühlt haben. Als Profi hat er in diesem Stadion mit Bayer Leverkusen mal im Endspiel gestanden und gewonnen. Abgänge und verletzte Spieler setzen aktuell dem BFC so richtig zu. Der zweite Anzug passt noch nicht. Bis zum kommenden Freitag, 24.08. Auswärtsspiel in Bautzen, müssen sie versuchen, das Debakel aus den Köpfen zu kriegen. Jetzt werden dringend Punkte benötigt.

Hans-Peter Becker

Die dritte Kraft im Berliner Fußball ?

Wer ist eigentlich nach den beiden Bundesliga-Clubs Hertha und Union die dritte Kraft im Berliner Fußball ? Eine Mannschaft aus Berlin in der untersten Profiliga, der vom DFB verwalteten 3. Liga gibt es nicht. Der FC Energie aus dem brandenburgischen Cottbus hat es geschafft aufzusteigen. In der viertklassigen, meist von semiprofessionellen Vereinen bestückten Regionalliga tummeln sich ja einige Berliner. Der BFC Dynamo, der Berliner AK, die VSG Altglienicke – dank Cottbus weiter drin – , Herthas Zweite und Victoria 89. Wir lassen mal Herthas Zweite außen vor bei der Beurteilung, wer sich als dritte Kraft eignen könnte. Aktuell ist es wohl der Serienmeister der untergegangenen DDR, der BFC Dynamo. Es strömt immer noch ein Hauch Tradition über die Ränge des Jahnsportparks wenn die Weinroten Heimspiel haben. In der zurückliegenden Saison wollten insgesamt 34.574 Zuschauer die 17 Heimspiele sehen, das entspricht einem Schnitt von 2.033. Das war der viertbeste Wert in der Regionalliga Nordost, übertroffen von Aufsteiger Cottbus als Zuschauerzugpferd Nummer eins, gefolgt von den beiden Leipziger Mannschaften Lok und Chemie.

In der Zuschauergunst in Berlin auf Platz Zwei liegt der FC Viktoria 89. Allerdings mit großem Abstand zum BFC Dynamo. Die 17 Heimspiele in Lichterfelde wollten insgesamt 7.127 Zuschauer sehen, das ergibt einen Schnitt von 509, äußerst bescheiden im Vergleich mit dem BFC Dynamo. Während der BFC auch sportlich die Nase, zuletzt mit dem Gewinn des Berliner Pokals, vorn hat, machen die sonst eher unscheinbaren, himmelblauen Viktorianer mit einer Pressemeldung auf sich aufmerksam.

Die Advantage Sports Union Ltd., Hongkong (ASU), und der FC Viktoria 1889 Berlin haben eine Einigung über eine intensive zukünftige Zusammenarbeit getroffen. Zweck der Vereinbarung soll eine langfristige Kooperation sein, die die Wettbewerbsfähigkeit des Vereins, insbesondere der 1. Herrenmannschaft, sicherstellt und dabei auch die Verfolgung höherer sportlicher Ziele ermöglicht.“ Etwas weiter heißt es, „Mit der ASU, einem weltweit tätigen und auf die Vermarktung von Sportmannschaften spezialisierten Unternehmen, strebt Viktoria nun eine Partnerschaft an, mit der diese Ziele umgesetzt werden können und verfolgt nunmehr auch die vom DFB empfohlene Ausgliederung des professionellen Spielbetriebs, welche die Basis für ein nachhaltiges Engagement der ASU bildet.“ In der Bild räsoniert Roberto Lamprecht darüber, „Pumpen China-Milliardäre 90 Mio in Berliner Viertligisten, versehen mit einer zweiten Überschrift „Vorbild RB Leipzig“. Es könnte Sinn machen, den im nächsten Jahr steigt der Meister der Nordost-Staffel direkt auf. Man könnte dann, mit entsprechender Finanzkraft, wie einst Leipzig, ab durch die Dritte dem Bereich des Fußballs annähern, wo richtig Geld verdient werden kann. Schließlich soll sich das Investment eines Tages lohnen. Ob das allein den Zuschauerschnitt anheben wird, ist fraglich.

Blicken wir noch kurz auf die beiden Vereine die bereits dort sind, wo Viktoria eventuell mal landen will. Der 1. FC Union hat aktuell noch keinen Trainer für die neue Saison gefunden. Es geistern einige Namen durch die Foren, warten wir auf die entsprechende Pressemitteilung. Beim Lokalrivalen gab es erfreuliches zu vermelden. Die U-19 ist Meister geworden, im Endspiel wurde in Oberhausen Schalke 04 geschlagen. Ein Herzstück der Mannschaft war Stürmer Muhammed Kiprit. Jetzt wurde bekannt, dass das Sturm-Talent den von Hertha angebotenen Vertrag mit einer Laufzeit von 3 Jahren abgelehnt hat. Der Deutsch-Türke war 2015 von Tennis Borussia in das Nachwuchsleistungszentrum von Hertha BSC gewechselt. Sein Umfeld wird als ungeduldig beschrieben. Beraten wird Kiprit von der Agentur FSB, die in Trier ansässig ist. Hinter FSB stehen die Namen Fritz Fuchs, ein ehemaliger Fußball-Trainer, Alexander Bergweiler, Rechtsanwalt und Sahr Senesie, ein ehemaliger Fußballprofi. Senesie ist der Halbbruder und Berater des 23fachen deutschen Nationalspielers Antonio Rüdiger. Er soll sich um die weitere Karriere von Kiprit kümmern und hoffentlich betreut er ihn gut. Laut dem Fachmagazin Kicker sollen sich die Anfragen an Hertha BSC in Grenzen halten. Zumal er nicht ablösefrei ist, sein Vertrag läuft bis zum Ende der Saison 2018/19. Große Erfahrungen im Männerbereich konnte er bisher nicht sammeln. In der Regionalliga wurde er lediglich am 2. Spieltag, es war eine 1:4 Niederlage bei Union Fürstenwalde, für 39 Minuten eingesetzt. Eine feste Größe war er in der A-Junioren Bundesliga-Mannschaft. Vielleicht bleibt er in Berlin, wenn das Geld bei Viktoria ab jetzt so reichlich fließen soll und die Ziele so ambitioniert sind.

Hans-Peter Becker

„Profivereine machen Schule“ im Horst-Korber-Sportzentrum

Foto: BR Volleys

Am Freitagmorgen (18. Mai) stürmten über 60 Kinder aus drei Berliner Grundschulen das Horst-Korber-Sportzentrum. Dort, wo seit Februar diesen Jahres normalerweise wieder die Profis der Berlin Recycling Volleys ihren Trainingsalltag verbringen, durfte sich in der spielfreien Zeit des Hauptstadtclubs nun der Nachwuchs am Volleyball versuchen. Die Initiative „Profivereine machen Schule“ machte nahe dem Glockenturm Halt. Mit der „Erwin-von-Witzleben-Grundschule“, der „Grundschule unter dem Regenbogen“ und der „Paula-Fürst-Schule Berlin“ nahmen die drei Partnerschulen der Berlin Recycling Volleys im Rahmen von „Profivereine machen Schule“ am ersten Trainingstag 2018 teil. Nach einer kurzen aber intensiven Erwärmung konnten sich die vielen Kids an verschiedenen spielerischen Übungen probieren und austesten.

Der frischgebackene Deutsche Meister Georg Klein ließ es sich nicht nehmen, den begeisterten Kindern einen Besuch beim ihrem „Schnuppertag“ im HKS abzustatten: „Solche Aktionen bringen die Kinder von klein auf zum Volleyball. Es ist ein erster Schritt, um den Kids zu zeigen, was für eine coole Sportart wir betreiben“, hatte der 26-Jährige sichtlich Freude an der Aktion: „Im eins-gegen-eins gegen die Kleinen anzutreten, hat sehr viel Spaß gemacht. Das ein oder andere Talent war durchaus erkennbar.“

SCC JUNIORS Nachwuchstrainer Nikolaus Novak erklärt, worauf es ankommt, um schon im frühen Alter die Begeisterung für eine komplexe Sportart wie Volleyball zu wecken: „Im Vordergrund steht Spaß an der Bewegung mit Ball und mit anderen gemeinsam im Team.“ Dabei hilft es natürlich ungemein, jemanden wie Georg an seiner Seite zu haben: „Die Profis nehmen eine Vorbildfunktion ein und bleiben für die Kids einfach greifbarer als Fußballstars aus dem Fernsehen. Obwohl sie hochspringen, haben sie noch Bodenkontakt. Das ist der Reiz des Volleyballsports und gibt den Kindern ungemein Motivation: Wir sind Familie. Sport verbindet eben und Volleyball noch viel mehr.“

„Profivereine machen Schule“ ist eine Initiative der Berliner Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Familie zusammen mit den sechs Profivereinen. Ziel ist es, den Sport an Berliner Schulen nachhaltig zu fördern, indem ausgebildete Trainerinnen und Trainer sowie das qualitativ hochwertige Trainings- und Fachwissen in den Schulalltag, den Sportunterricht, außerschulischen Bereich und Freizeitbereich zu integrieren. Dies gelang einmal mehr mit dem Trainingstag am 18. Mai.

Christof Bernier