Eisbären verlieren auch Spiel zwei im Magenta Sport Cup

Die Eisbären Berlin haben in Mannheim bei den Adlern mit 0:3 verloren. Soweit zu den nüchternen Zahlen. „Im Großen und Ganzen war es ein gutes Spiel von uns und wir können zufrieden sein. Nach dem Spiel gegen Schwenningen war es auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Am Ende waren es dann Kleinigkeiten, die zu den Gegentoren geführt haben. Persönlich bin sehr glücklich, dass ich heute wieder spielen konnte. Ich habe mich sehr gut gefühlt.“ so resümierte Eisbären-Stürmer Leo Pföderl nach dem Spiel.

Im Tor der Eisbären stand der 20jährige kanadische Nachwuchstorwart Jacob Ingham. Er hielt zwei Drittel lang seinen Kasten sauber. Die spielentscheidenden Treffer fielen samt und sonders erst im Schlussabschnitt. Ingham, der in der letzten Saison noch in der Ontario Hockey League, einer Juniorenliga in Kanada für die Kitchener Rangers spielte sah das Spiel so: „Das war mein erstes Profispiel überhaupt, weswegen ich zu Beginn ein bisschen nervös war. Das hat sich aber schnell gelegt und ich habe einfach versucht, mein Bestes zu geben. Insgesamt war das heute einegute Leistung, viel besser als zuletzt gegen Schwenningen, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Heute war mehr drin.“

Die Eisbären reisen weiter nach München und am Samstag, 21.11.2020 um 17:00 Uhr in der nächsten Partie des MagentaSport Cups beim EHC Red Bull München.

Aufstellungen: Adler Mannheim: Brückmann (Endras)–Katic, Larkin; Akdag, Reul; Lehtivuori, Billins; Krupp–Wolf, Desjardins, Plachta; Eisenschmid, Shinnimin, Bast; Elias, Brune, Lampl; Bergmann, Michaelis, Huhtala-Trainer: Pavel Gross

Eisbären Berlin: Ingham(Niederberger)–Müller, Ramage (A); Espeland, McKiernan; Hördler (C), Gawanke; Wissmann (A)–L. Reichel, Noebels, Pföderl; Streu, Zengerle, Tuomie; Braun, Olver, Hänelt; Labrie, Thomas, Dudas-Trainer: Serge Aubin

Endergebnis: Adler Mannheim–Eisbären Berlin 3:0 (0:0, 0:0, 3:0)

Tore

1:0-47:26-Wolf (Desjardins, Eisenschmid) –PP1

2:0 -51:08 -Bergmann(Reul, Akdag) –EQ

3:0 -59:31-Plachta(Wolf) –EN

Strafen: Adler Mannheim: 6(4, 2, 0)Minuten–Eisbären Berlin: 10(8,0,2)Minuten

Schiedsrichter: Aleksi Rantala, Lasse Kopitz (Patrick Laguzov, ChristofferHurtik)

Zuschauer:0

Die oberste Eishockeyliga will spielen

Während die DEL II bereits vier Spieltage absolviert hat, war die Entscheidung über den Beginn des Spielbetriebs in der höchstens lange Zeit offen. Eishockey nimmt in der Zuschauergunst nach dem Fußball den zweiten Platz ein. Genau dieser erwies sich in der Pandemie als Problem. Die Vereine der DEl decken ihren Etat zu 70 bis 75 Prozent aus den Käufen von Eintrittskarten und der Rest kommt von Sponsoren und dem Verkauf von TV-Rechten. Im Bundesligafußball ist fast genau umgekehrt.

Die Entscheidung ist gefallen. Die PENNYDEL startet am 17. Dezember 2020 mit allen 14 Clubs in die Saison 2020/2021. Einige Clubs waren zwischenzeitlich finanziell ins trudeln geraten. Es wurde erwogen, die Liga notfalls mit weniger Teilnehmer zu starten. DEL- Geschäftsführer Gernot Tripcke: „Das war ein hartes Stück Arbeit für alle Beteiligten und wahres Teamwork. Noch vor wenigen Wochen sah es nicht danach aus, dass es alle Clubs schaffen. Unser Ziel war immer, dass wir möglichst mit 14 Clubs starten wollen. Das ist uns gelungen. Von daher geht das Lob an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir jetzt mit voller Stärke in die neue Saison starten können. Alle Fans können sich auf Non-Stop Eishockey freuen.“

Der Modus ist angepasst worden. Dabei werden die 14 Clubs in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Eisbären spielen in der Gruppe Nord zusammen mit den Fischtown Pinguins Bremerhaven, Düsseldorfer EG, Kölner Haie, Iserlohn Roosters, Krefeld Pinguineund Grizzlys Wolfsburg. In der Gruppe Süd sind die Augsburger Panther, ERC Ingolstadt, Adler Mannheim, EHC Red Bull München,Nürnberg Ice Tigers, Straubing Tigers sowie die Schwenninger Wild Wings vertreten. In insgesamt 38 Partien pro Mannschaft (viermal gegen jeden Club der eigenen Gruppe sowie Hin-und Rückspiel gegen die Teams der anderen Gruppe) werden acht Playoff-Teilnehmer ermittelt. Die jeweils vier bestplatzierten Clubs jeder Gruppe tragen gruppenintern das Viertelfinale aus. Ab dem Halbfinale wird dann über Kreuz gespielt. SämtlichePlayoff-Partien werden im Best of 3 Modus ausgetragen.

Trotz der Reduzierung der Gesamtzahl der Spiele steht bis Anfang Mai 2021 ein straffes Programm auf dem Plan. Es wird fast an jedem Wochentag Eishockey gespielt werden. Ein Hauch von NHL wird durch Eishockey-Deutschland wehen.

Der finale Spielplan soll in nächster Zeit bekannt gegeben werden. Die Eisbären Berlin werden ihre Heimspiele auf jeden Fall in der MB-Arena am Ostbahnhof austragen. Die treuen Fans dürfen bis auf weiteres nur im TV zu sehen.

Hans-Peter Becker

Trotz Niederlage, wichtiger Punkt geholt

Dieser 49. Spieltag hätte eine Vorentscheidung im Kampf um den Tabellenplatz Vier bringen können. Die Eisbären hatten die Düsseldorfer EG zu Gast, das könnte, nach Lage der Dinge, eine Paarung des bevorstehenden Viertelfinales sein. Nur wer hat das erste Heimrecht ?

Zwei Drittel lang lieferten sich beide einen harten Kampf, ohne etwas auf die Anzeigetafel zu bringen. Die DEG stellte eindrucksvoll unter Beweis, das abwehrstärkste Team der Liga zu sein. Kein Team der Liga hat weniger Gegentore kassiert, es waren 105 in bisher 47 ausgetragenen Begegnungen der Hauptrunde, im Durchschnitt weniger als drei pro Spiel. Die Eisbären haben einen ähnlich guten Wert. Insofern verwundert es nicht, dass der erste Treffer der Partie erst in der 50. Minute fiel. Der Torschütze für Düsseldorf war ausgerechnet mit Charlie Jahnke ein gebürtiger Berliner und Ex-Eisbär. Unter Harold Kreis ist er in Düsseldorf zu einem gestandenen Eishockey-Profi gereift. In der laufenden Saison hat er im Schnitt zehn Minuten Eiszeit pro Spiel. Sein Treffer gegen die Eisbären war bereits sein viertes Saisontor. Der linke Außenstürmer kommt bei der DEG in der dritten Spielreihe zum Einsatz. Hier spielt mit Rihards Bukarts auch ein Ex-Eisbär, der die Vorlage gab.

Fotos © Stephan Wenske

Die Eisbären konnten in der regulären Spielzeit den Rückstand egalisieren. Mark Olver traf in Überzahl. In der Overtime hatten die Düsseldorfer das Glück auf ihrer Seite und erzielten durch Luke Adam den entscheidenden Treffer in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof. Es wurde ein wichtiger Punkt erzielt und der angestrebte vierte Tabellenplatz verteidigt. Die Eisbären haben ein Spiel weniger als die Düsseldorfer absolviert und einen Vorsprung von vier Punkten. Den Düsseldorfern sitzen wiederum Bremerhaven und Ingolstadt auf den Plätzen sechs und sieben im Nacken.

DEL 49. Spieltag 28.02.2020 19:30 Uhr MB-Arena

EHC Eisbären Berlin – Düsseldorfer EG 1:2 OT (0:0/0:0/1:1/0:1)

Torfolge:

0:1 Jahnke 49:19 (Bukarts) 

1:1 Olver 54:12 (Lapierre,Reichel) PP

1:2 Adam 61:24 (Olimb,Jensen)

Strafminuten:

Berlin – 14

Düsseldorf – 14

Torschüsse:

Berlin – 29

Düsseldorf – 21

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

Eisbären mit Arbeitssieg gegen Iserlohn

Die Hauptrunde nähert sich dem Ende, am unbeliebten Dienstag empfingen die Eisbären die Iserlohn Roosters. Der Spiel-Rhythmus Sonntag-Dienstag-Freitag-Sonntag hat bereits Playoff-Charakter. Die Playoffs sind den Eisbären nicht mehr zu nehmen, schön wäre es, der aktuelle Tabellenplatz Vier verteidigt werden. So war das Spiel gegen den Tabellenvorletzten eine Pflichtaufgabe, die es erfolgreich zu bewältigen galt. Die Iserlohner mit nur noch vagen Hoffnungen auf die Pre-Playoffs, machten den Eisbären das Leben schwer.

Die Führung für die Gäste, bereits in der 06. Minute, fiel aus dem Nichts. Den Ausgleich besorgte Marc Olver, da lief die 15. Minute im Spiel. Die Eisbären hatten ein deutliches Übergewicht, doch es dauerte bis zur 30. Minute, bevor sie das Spiel drehen konnten. Austin Ortega traf aus fast unmöglicher Position, er fand die Lücke zwischen Schulter. Die Weichen auf stellte Lucas Reichel noch im Mittelabschnitt, er traf im Powerplay für die Eisbären.

In der 52. Minute kam nochmals ein Hauch von Spannung auf. Den nie aufsteckenden Gästen gelang trotz eigener Unterzahl, erneut durch Michael Clarke der Anschluss-Treffer zum 2:3. Endgültig alles klar für diesen Dienstagabend machte Mark Olver mit einem Schuss ins verwaiste Tor der Iserlohn Roosters. Es war ein typischer Arbeitssieg der favorisierten Mannschaft. Eisbären-Trainer Serge Aubin schätzte das Spiel so ein: „Wir haben heute bestimmt nicht unser bestes Eishockey gezeigt, aber einen Weg gefunden das Spiel zu gewinnen.

Bemerkenswert war erneut die Effizienz der vierten Sturmreihe der Eisbären. Mark Olver traf doppelt und Andre Rankel steuerte einen Assist bei. In vielen Team ist die sogenannte vierte Reihe lediglich mit der Aufgabe betreut, vor allem der Parade-Reihe Luft zu verschaffen. Nicht so aktuell bei den Eisbären, die auf vier fast gleichwertige Sturmreihen setzen. Nach dem Spiel erklärte Nachwuchsmann Sebastian Streu, der zusammen mit Rankel und Olver diese Reihe bildet, dass er froh ist, sich jetzt mehr Eiszeit erkämpft zu haben. Außerdem hat sie kein Verbot, auch Tore zu erzielen. „Wir fühlen uns nicht wie die vierte Reihe“, so äußerte er sich nach dem Spiel. Seine Reihe hatte 16 Wechsel und er war knapp 11 Minuten auf dem Eis.

Die Eisbären haben jetzt ein hartes Auswärtsprogramm zu absolvieren. Bereits am Donnerstag, 20. Februar müssen sie Augsburg antreten und am darauffolgenden Sonntag wird in Nürnberg gespielt. Zwischen den Spielen werden die Eisbären nicht nach Berlin zurückkehren. Das nächste Heimspiel ist erst 28. Februar ausgetragen, gegen die Düsseldorfer EG, aktueller Tabellennachbar.

Hans-Peter Becker

DEL 46. Spieltag 18.02.2020 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 4:3 (1:1/2:0/1:1)

Torfolge

0:1 Clarke 05:21 (Fleischer) EQ

1:1 Olver 14:04 (Kettemer, Rankel) EQ

2:1 Ortega 29:39 (Aubry, McKiernan) EQ

3:1 Reichel 36:52 (Ortega, Pförderl) PP1

3:2 Clarke 51:19 (Dimitriev, Baxmann) SH1

4:2 Olver 58:34 (Lapierre, McKiernan) empty net

Strafminuten:

Eisbären 10

Iserlohn 14

Zuschauer: 12.616

Eisbären holen zwei Punkte gegen die Adler Mannheim

Es war ein großer Sporttag in und für Berlin, in der Schmeling-Halle spielten die Handball-Füchse, in Mannheim in der SAP-Arena kämpften die BR Volleys um den Pokal im Volleyball und in der MB-Arena spielten zu mittäglicher Stunde die Eisbären um Punkte in einer Neuauflage des DEL-Klassikers gegen die Adler Mannheim. Der erste Bully fiel bereits um 13:15 Uhr, weil die Halle am Abend weiter gebraucht wurde um das Finale im Basketball-Pokal der Männer, Alba hatte Heimrecht gegen Bamberg auszutragen.

© Foto: Stephan Wenske

Das Hockeyspiel begann mit einer Panne, die Datei mit der Eisbärenhymne von den Puhdys war wohl beschädigt oder blieb die CD hängen, jedenfalls kamen nur die ersten Takte aus den Lautsprechern. Bevor es losging, gab es eine Gedenkminute für den am 13. Februar verstorbenen Hans „Hanne“ Frenzel. Ein bewegender Moment für den Hallensprecher Uwe Schumann, war doch Hanne Frenzel sein Vorgänger in dieser Funktion. „Als Spieler bestritt er 104 Partien für Dynamo und 61 für die DDR-Nationalmannschaft, für die er an drei Weltmeisterschaften teilnahm. Er gewann vier DDR-Meistertitel und war langjähriges Mitglied des Kampfgerichts der Eisbären, zudem zeitweise auch Stadionsprecher.“ Er wurde 91 Jahre alt. Die Eisbären-Fans schickten ein extra lautes Dynamo unter das Hallendach. Sie werden ihn nicht vergessen.

© Fotos: Stephan Wenske

Wenn die Adler auf die Eisbären treffen, ein el clasico in der DEL, ist immer Hochspannung angesagt. So hielt das Spiel, was die Namen im Vorfeld versprachen. Die Adler hatten einen ausverkauften Gästeblock mitgebracht. Ganze drei Blöcke im Oberrang waren mit Fans aus der Quadrate-Stadt gefüllt. Die Halle war ausverkauft und das Spiel erwies sich dieser Tatsache würdig. Nach den regulären Spielzeit stand es 3:3 und beide hatten sich den Punkt redlich erkämpft. Die Gäste gingen in Führung, die Eisbären glichen aus, wieder Rückstand und das Spiel gedreht. Nach zwei gespielten Dritteln stand es 3:2 für Eisbären. Im Schlussabschnitt mussten die Eisbären den Ausgleich hinnehmen. Das Spiel hatte Playoff-Charakter es ging rauf und runter, es gab Riesenrettungstaten von beiden Goalies, entschärfte Alleingänge und Pucks die vom Gehäuse abprallten. Beide wollten die drei Punkte. Es ging in die Overtime und da hatten die Eisbären das bessere Ende für sich. Austin Ortega traf zum zweiten Mal in diesem Spiel und sicherte für die Eisbären den Zusatzpunkt.

Das Spiel endete exakt um 15:31 Uhr und sofort begann der Umbau für das Finale im Basketball-Pokal.

Hans-Peter Becker

DEL 45. Spieltag 16.02.2020 13:15 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Adler Mannheim 4:3 OT (1:1/2:1/0:1/1:0)

Torfolge

0:1 Rendulic 12:03 (Katic, Järvinen) PP1

1:1 Olver 13:13 (/)

1:2 Rendulic 23:56 (Hungerecker,Billins)

2:2 Labrie 27:16 (Wissmann,Lapierre)

3:2 Ortega 30:06 (Aubry,Hördler)

3:3 Plachta 50:41 (Lehtivuori,Stützle) PP1

4:3 Ortega 62:21 (Noebels,McKiernan) PP1

Strafminuten:

Berlin – 10

Mannheim – 8

Torschüsse:

Berlin – 40

Mannheim – 38

Zuschauer: 14.200 ausverkauft

Eisbären verlieren Spitzenspiel gegen Straubing

Der Vierte der Tabelle empfing den Dritten, bei dieser Konstellation kann von einem Spitzenspiel gesprochen werden. Sieben Punkte lagen vor dem Match zwischen den Straubingern und den Eisbären. Sie liebäugeln ein bisschen mit dem dritten Platz in der Endabrechnung der Hauptrunde. Je besser die Platzierung, desto mehr Heimrecht gibt es in den Playoffs.

Die Halle am Ostbahnhof war erneut ausverkauft. Die Zuschauer sahen ein packendes Spiel, „das hatte bereits Playoff-Charakter“, wie es Straubings Trainer Tom Pokel ausdrückte. Er durfte das Geschehen anschließend ganz entspannt kommentieren. Seine Mannschaft gewann verdient ein enges Spiel mit dem Fußballergebnis von 2:1.

© 2020 Fotos: Stephan Wenske

Die Eisbären erzielten das erste Tor im Spiel durch Leo Pförderl, dabei blieb es, trotz vieler Chancen. In der 40. Minute, kurz vor der letzten Drittelpause nutzten die Gäste aus Bayern ein Powerplay für den Ausgleich. Constantin Braun brummte auf der Strafbank und
Chasen Balisy netzte ein. Bis dahin gab es viele Chancen auf beiden Seiten. Entweder war es der Torhüter oder es fehlte das letzte Quäntchen Glück.

Im Schlussdrittel blieb das Visier offen, beide wollten den Sieg. Es dauerte bis zur 55. Minute, erst liessen die Eisbären eine Riesenmöglichkeit ungenutzt und im Gegenzug klingelte es.
Antoine Laganière war der Torschütze. Die Zeit reichte nicht mehr, um wenigstens einen Punkt zu retten. Durch die Niederlage ist der dritte Tabellenplatz in weite Ferne gerückt. In der Tabelle sind die Eisbären zwischenzeitlich auf Rang fünf abgerutscht. Am kommenden Sonntag, 2. Februar steht bereits das nächste Heimspiel an. Ab 17:00 Uhr heisst der Gegner dann ERC Ingolstädter Panther.

Hans-Peter Becker

Nur ein Punkt für die Eisbären

Am 38. Spieltag der Saison 2019/20 empfingen die Eisbären den ERC Ingolstadt. In der Tabelle trennten vor dem Spiel beide Mannschaften nur ein Punkt, allerdings haben die Ingolstädter ein Spiel mehr als die Eisbären absolviert. Abstand halten und somit den Platz Vier in der Tabelle verteidigen im ausverkauften Heimspiel war die klar umrissene Aufgabe für die Eisbären nach dem vorangegangenen Auswärtswochenende.

Da einige Stürmer nicht einsatzfähig waren, musste Constantin Braun als linker Flügelstürmer in der dritten Spielreihe ran. Wieder mit dabei war Mark Olver, während u.a. Sean Backman und Louis-Marc Aubry weiter fehlten. Den besseren Start erwischten die Gäste, die in der 7. Minute durch Brett Olson in Führung gingen. Sie nutzten einen Abwehrfehler der Eisbären, es war C. Braun, der den Puck vor dem eigenen Slot vertändelte. Die Eisbären waren um den Ausgleich bemüht und der gelang in der 19. Spielminute. Kapitän Andre Rankel, gab die Vorlage für Pierre-Cedric Labrie. Strafminuten gab es im Anfangsdrittel keine. Dafür begann das Mitteldrittel mit einer Überzahl für die Gäste und war erfolgreich. In der 23. Minute schlug es erneut im Eisbärentor ein, Michael Collins war der Torschütze, zuvor waren die Eisbären nah dran an einem shorthander. In Unterzahl waren sie aufgerückt und dann nicht schnell genug zurück in ihrer Verteidigungsformation. Anschließend ging es Schlag auf Schlag und die Eisbären drehten, sehr zur Freude ihrer Fans, das Spiel, es fiel der Ausgleich und zwischenzeitlich lagen die Hausherren mit 4:2 vorn. Das Drittel endete mit 4:3.

Fotos: © Stephan Wenske

Den knappen Vorsprung ins Ziel zu retten gelang den Eisbären nicht. Es fehlten nur knapp zwei Minuten. Die Ingolstädter nahmen während eines Überzahlspiels zusätzlich ihren Torwart vom Eis und belagerten mit sechs Feldspielern das Angriffsdrittel der Eisbären. Das Risiko zahlte sich aus. Wayne Simpson hämmerte den Puck nach 58 Minuten und 13 Sekunden unter die Latte. Mit 4:4 endete die reguläre Spielzeit. Die anschließende Overtime verstrich ohne ein Tor, dabei vergaben die Eisbären einen Penalty. Austin Ortega scheiterte an Jochen Reimer im Ingolstädter Tor.

Reimer war es auch, der anschließenden Penaltyschießen den Zusatzpunkt für die Gäste sicherte. Er meisterte die Penaltys von Marcel Noebels und James Sheppard. Sein Gegenüber im Tor der Eisbären Justin Pogge machte keine so gute Figur und konnte die Einschläge nicht verhindern. Für Ingolstadt trafen Tim Wohlgemuth und Christopher Foucault. Nach Punkten zogen die Ingolstädter mit den Eisbären gleich. Auf Grund des besseren Torverhältnisses verdrängten sie die Eisbären auf Tabellenplatz fünf.

Jetzt haben die Eisbären drei Auswärtsaufgaben in Folge vor der Brust. Am kommenden Sonntag, 19.01. müssen sie in Schwenningen ran. Als kleine Randnotiz: Eisbären Kapitän Andre Rankel absolvierte gegen Ingolstadt sein 850. Spiel für die Eisbären.

Hans-Peter Becker

DEL 38. Spieltag

Freitag, 17.01.2020 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären – ERC Ingolstadt 4:5 n.P.

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

Torfolge:

0:1 Olson 06:52 (Collins)

1:1 Labrie 18:16 (Rankel)

1:2 Collins 24:32 (Edwards) PP1

2:2 Ferraro 27:30 (Olver)

3:2 Ortega 31:52 (Noebels,Kettemer)

4:2 Noebels 34:51 (Sheppard,Ortega) PP1

4:3 Findlay 37:35 (Edwards,Sullivan)

4:4 Simpson 58:13 (Edwards,Foucault) PP1 6-4 empty

4:5 Wohlgemuth 65:00 PS

Strafminuten:

Berlin – 6

Ingolstadt – 10

Torschüsse: 

Berlin – 29

Ingolstadt – 30

Gekämpft und Gewonnen – Tabellenführer fuhr ohne Punkte heim

Ein Blick auf die Mannschaftsaufstellung der Eisbären ließ nichts gutes erahnen. Es kamen nur drei Reihen zusammen. In der nicht vorhandenen vierten Reihe konnte lediglich Thomas Reichel für Entlastung sorgen. Der Gast aus München bot zwar fast vier komplette Spielreihen auf, gewechselt wurde, abgesehen von Center Mark Voakes und Verteidiger Andrew Bodnarchuk, im Rhythmus mit drei Spielreihen.

Das erste Spieldrittel gehörte den Eisbären, sie wirkten frischer und gedanklich schneller, nutzten die Fehler im Spielaufbau gnadenlos aus. Es waren nicht ganz sieben Minuten gespielt, da führten die Eisbären mit 2:0. James Sheppard hatte als doppelter Torschütze zugeschlagen. An Treffer Nummer eins war der Neuzugang, Goalie Justin Pogge – vor dem Spiel wies Stadionsprecher Michael Schumann auf die englische Aussprache des Namens hin – als Vorlagengeber beteiligt. Dem unangefochtenen Tabellenführer aus München fehlte im Anfangsdrittel die Kreativität und die Eisbären verteidigten gut. Selbst zwei Möglichkeiten im Powerplay ließen die Gäste ungenutzt.

© Fotos: Hans-Peter Becker

Sicherlich wird Münchens Trainer Don Jackson in der ersten Drittelpause eine andere Stimmlage gewählt haben. Es waren erst 35 Sekunden im zweiten Drittel gespielt, da gelang den Gästen bereits der Anschlusstreffer zum 1:2. In einer Phase als der Ausgleich lediglich eine Frage der Zeit zu sein schien, war es erneut ein Fehler im Spielaufbau, den die Eisbären nutzen konnten. Der Torschütze war Pierre-Cedric Labrie, zu diesem Zeitpunkt waren 33 Minuten gespielt. In der 37. Minute hatten die Eisbären ein Powerplay und kassierten einen Gegentreffer. Diesmal nutzte Patrick Hager eine Unachtsamkeit und vollendete zum 2:3 und hielt München im Spiel.

Das Schlussdrittel war ausgeglichen. Die Gäste egalisierten in der 45. Minute den Spielstand, Jason Jaffrey traf zum 3:3. In der Schlussviertelstunde wogte das Spiel in der erneut ausverkauften Arena am Ostbahnhof hin und her. Beide wollten die Entscheidung in der regulären Spielzeit. Der Ex-Münchner Florian Kettemer musste zwei Mal auf die Strafbank, trotzdem gelang dem Team von Don Jackson kein weiteres Tor. Das gelang den Eisbären, exakt 30 Sekunden vor Ablauf der Spieluhr. Ein Schuss von Frank Hördler fälschte Leonard Pförderl unhaltbar für Münchens Goalie Kevin Reich ab, der Jubel kannte keine Grenzen. Die verbleibende Spielzeit reichte nicht für die Gäste, die ihren Goalie zugunsten eines weiteren Angreifers vom Eis nahmen.

Es war ein bemerkenswerter Sieg, trotz einer kurzen Bank und insgesamt 10 Strafminuten blieben die drei Punkte in Berlin. Es musste geackert werden, wie sich der Siegtorschütze Leo Pförderl nach dem Spiel ausdrückte. Er gehörte mit über 20 Minuten Eiszeit mit zu den Schwerstarbeitern, die meiste Zeit auf dem Eis 26:38 Minuten verbrachte allerdings Marcel Noebels. Zum Vergleich, auf Münchner Seite gab es nur zwei Spieler, Verteidiger Robert Sanguinetti und Stürmer Mark Voakes, die es auf mehr als 20 Minuten Eiszeit brachten.

Wie das alte Jahr endete, so begann das neue mit einem Sieg. Weiter geht es jetzt mit einer Serie von drei Auswärtspielen.

Hans-Peter Becker

DEL 34. Spieltag 03.01.2020 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Red Bull München 4:3 (2:0/1:2/1:1)

Torfolge

1:0 Sheppard 4:32 (Wissmann,Hördler) 

2:0 Sheppard 06:29 (/)

2:1 Jaffray 20:35 (Aulie)

3:1 Labrie 33:28 (Streu,Dietz)

3:2 Hager 37:12 (Ehliz, Boyle) SH

3:3 Jaffray 44:41 (Parlett,Voakes) 

4:3 Pföderl 59:30 (Hördler,Wissmann)

Strafminuten: 

Berlin – 10

München – 4

Torschüsse: 

Berlin – 29

München – 35

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

Eisbären beschließen das Jahr mit drei Punkten

Zum letzten Spiel des Jahres empfingen die Eisbären Berlin die Augsburger Panther. Aus dem Lazarett kehrte wenigstens Leo Pföderl wieder zurück. Die Bank blieb kurz, drei komplette Spielreihen und zwei zusätzliche Stürmer, während die Gäste ihre vier Reihen fast komplett besetzen konnten.

Von den Stammkräften nach wie vor verletzt sind John Ramage, Sean Backman, Mark Olver, Louis-Marc Aubry sowie Nachwuchsmann Vincent Hessler. Vor dem Spiel verkündeten die Eisbären die Verpflichtung des kanadischen Torwartes Justin Pogge. Er wechselt vom schwedischen Club Södertälje SK zu den Eisbären. Er sah von zusammen mit den 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof einen heiß umkämpften 3:2 Sieg seiner neuen Vereinskameraden gegen die Augsburger Panther. Zwei Mal mussten die Eisbären einem Rückstand hinterher laufen. Die Führung zum 1:0 und zum 2:1 jeweils ausgleichen. Nach zwei gespielten Dritteln stand es 2:2 und das den Sieg bedeutende Tor fiel in der 43. Minute durch Maxim Lapierre.

Das Spiel nicht beenden konnten Leo Pförderl und Landon Ferarro, der zwei Schüsse im Spiel blockte und nach dem letzten leider humpelnd in die Kabine musste.

Zufrieden konnten nur die Eisbären sein. Sie behaupteten den vierten Tabellenplatz vor dem Team aus Bremerhaven. Die Augsburger, die zuletzt drei Siege in Folge holen konnten, wurden für einen engagierten Auftritt nicht belohnt. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, ein bisschen hat uns heute auch das Matchglück gefehlt…“, so äußerte sich Augsburgs Trainer Tray Tuomie nach dem Spiel. Weiter geht`s am kommenden Freitag, 3.01.2020, zu Gast sein wird dann der Tabellenführer aus München sein.

Hans-Peter Becker

DEL 33. Spieltag 30.12.2019 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

EHC Eisbären – Augsburger Panther 3:2 (1:1/1:1/1:0)

Tore:

0:1 Gill 06:30 (McNeill,Sezemsky)

1:1 Pföderl 14:15 (Noebels,McKiernan)

1:2 Trevelyan 31:33 (Valentine,Roy)

2:2 Labrie 37:01 (Noebels)

3:2 Lapierre 42:55 (Ortega)

Strafminuten:

Berlin – 8

Augsburg – 6

Torschüsse:

Berlin – 37

Augsburg – 35

Eisbären legen einen Heimsieg auf den Gabentisch

Der bevorstehende Brückentag zwischen dem vierten Adventssontag und dem am 24. Dezember beginnenden Weihnachtsfest nutzten viele Fans der Nürnberg Ice-Tigers für einen Ausflug in die Hauptstadt. Ein Sonderzug wurde organisiert, der geschätzte 300 bis 400 Anhänger aus Franken transportierte und so für einen gut gefüllten Gästeblock in der Arena am Ostbahnhof sorgte. Sogar Pucki, das Maskottchen hatte sich angschlossen und war auf der Eisfläche zusmmen mit Bully dem Glücksbringer der Eisbären Berlin zu sehen.

Glück gebracht hat Pucki seiner Mannschaft nicht. Die Ice-Tiger aus Nürnberg verließen die Halle mit leeren Händen, schlimmer noch, ihnen gelang nicht einmal ein einziges Törchen. Eisbären Goalie Sebastian Dahm wehrte 26 Schüsse ab, im Schlussdrittel kontrollierten die Schiedsrichter vorsichtshalber eine Situation mit dem Videobeweis. Selbst da hatten die Nürnberger Pech, der Puck sprang vom Gestänge wieder zurück und überquerte nicht die Torlinie. Aus Sicht der Gäste war es wie verhext. Manuel Kofler, seit dieser Saison Co. Trainer in Nürnberg, äußerte sich in seinem Statement in der Pressekonferenz nach Spiel. „Wir haben es heute einfach nicht geschafft ein Tor zu schießen, sonst kann man der Mannschaft nichts vorwerfen.“

© Fotos: Hans-Peter Becker

Die Eisbären machten es besser und konnten den Nürnberger Goalie Jonas Langmann zwei Mal überwinden. In der 14. Minute war Marcel Noebels mit einem one timer, die Vorlage kam von Maxim Lapierre, erfolgreich. Als one timer bezeichnet eine Direktabnahme eines Passes, ein Schlagschuss, ohne den Puck vorher zustoppen bzw. anzunehmen. Es war Treffer Nummer 15 der Saison für Marcel Noebels. Die Eisbären hatten ein Power-Play. Das 2:0 und somit den Endstand in dieser Partie erzielten die Eisbären bereits im Mittelabschnitt. Einen Konter schloss Austin Ortega erfolgreich ab. Der Puck lief nur über zwei Anspielstationen, Goalie Sebastian Dahm leitete einen abgefangenen Puck weiter zu Mark Olver, der bediente mustergültig den Torschützen.

Die Eisbären mussten wieder mit einer sehr kurzen Bank das Match bestreiten. Serge Aubin fehlten sieben Spieler, während der Partie fielen auch noch Pierre-Cedric Labrie und Louis-Marc Aubry (krachte unglücklich in die Bande) aus.

Jetzt ist für die Eisbären eine sehr kurze Weihnachtspause angesagt. Bereits am 2. Weihnachtsfeiertag müssen sie beim Überraschungsteam der Saison in Straubing ran und nur reichlich 24 Stunden später geht es bereits wieder in der heimischen Arena gegen Bremerhaven weiter. Die Spielplangestaltung ist nicht gerade günstig für die Eisbären.

Der gute Zweck stand im Vordergrund, Benefizspiel Eisbären Allstars vs HC Gaspromexport. © Fotos Stephan Wenske

Auch nicht gerade günstig bei der Termingestaltung war die Austragung des traditionellen Benefizspiels der Eisbären Allstars gegen eine Auswahl aus Rußland, unter dem Namen HC Gazpromexport. Immerhin wollten 3.519 Zuschauer die Begegnung der Eishockey-Oldies sehen. Auf der Seite der Eisbären Allstars zogen u.a. wieder die Ex-Eisbären Sven Felski, Derek Mayer, Niklas Hede, Daniar Dshunussow und Sebastian Elwig ihre Ausrüstung an. Verstärkt wurden die Allstars auf Berliner Seite von so bekannten Größen wie Jochen Hecht, Mirko Lüdemann und Daniel Kreuzer.

Alexey Yashin 850 NHL Spiele © Foto: Stephan Wenske

Auf der anderen Seite konnten die Fans Alexey Yashin in Aktion sehen. Er spielte von 1993 bis 2007 in der nordamerikanischen Hockeyleague und bestritt, zunächst für Ottawa Senators und zuletzt für die New York Islanders insgesamt 850 Spiele in der NHL.

Das Spiel gewannen die Russen mit 8:2, die Tore für die Eisbären Allstars erzielten Sven Felski und Derek Mayer. Das Ergebnis war nicht wichtig, der gute Zweck, Geld für den Eishockeynachwuchs zu sammeln, stand im Vordergrund. Vielleicht kann zukünftig ein günstigerer Termin gefunden werden.

Hans-Peter Becker