Viele Tore beim Heimsieg der Eisbären

Am 13. Spieltag der Saison 2021/22 empfingen die Eisbären den ERC Ingolstadt. Das Spiel hielt zwei Neuheiten für die Fans bereit. Nur wer geimpft oder genesen war durfte in die Arena und sie bekamen die spektakuläre Neuverpflichtung Frans Nielsen zusehen. Trainer Serge Aubin stellte ihn bei seinem ersten Auftritt im Eisbären-Trikot in eine Sturm-Reihe mit Kevin Clark und Parker Toumie. Dafür musste Mark Zengerle seinen Platz räumen. Um 14:06 Uhr war es so weit, der 949fache NHL-Spieler betrat für seinen ersten Wechsel das Eis. Er musste etwas warten, weil die Eisbären nach nur 55 Sekunden bereits die erste Strafe kassierten, die ging torlos vorüber. Für einen Einsatz in den Spezialteams war er noch nicht vorgesehen. Bei den Eisbären trägt er die Rückennummer 51, zuletzt war diese Zahl auf einem Wettkampf-Trikot in der Saison 2007/08 zusehen, getragen von Thomas Pielmeier.

Im Anfangsdrittel legten die Eisbären gleich richtig los. Die Tore fielen im Zweiminuten-Takt, zwischen der 8. und 12. Spielminute, Torschützen waren Leo Pföderl, Kevin Clark und Blaine Byron. Ingolstadt fand erst kurz vor dem Drittelende ins Spiel. Nach der Pause verkürzten sie durch Brendon Defazio auf 1 zu 3. Es dauerte nur 23 Sekunden bis die Eisbären durch ein Tor bei eigener Unterzahl den alten Abstand wieder hergestellt hatten. Blaine Byron war im Sprintduell der Schnellste und netzte ein. So ist das manchmal, auf der einen Seite gelingt alles während sich gegen die andere Seite alle Eishockeygötter verschworen haben.

Sie legten zwei weitere Tore nach im Mittelabschnitt, jede Reihe wollte glänzen, in der 30. Minute vollendete Mat White und sein Kollege aus der zweiten Sturmreihe Zachary Boychuk tat es ihm in der 38. Minute gleich.

Mit einer beruhigenden Führung von 6:1 konnten die Eisbären den Schlussabschnitt beginnen. Dass bei diesem Rückstand noch was gehen kann, daran glaubte bei den Ingolstädtern so richtig niemand mehr. Gäste-Trainer Doug Shedden hatte ein Einsehen mit seinem Goalie und schickte für die verbleibende Spielzeit Jonas Stettmer auf das Eis. In der 42. Minute wollten Ingolstadts Fabio Wagner und Eisbär Mat White ihre Fähigkeiten beim Faustkampf testen, vorsichtshalber mussten sich beide das Geschehen für zwei Minuten von der Strafbank aus ansehen. Im Spiel vier gegen vier gelang den Gästen der zweite Treffer durch Mirko Höfflin. Das Duell schrieb erst die 44. Minute und im Eishockey kann es schnell anders herum gehen. In der 49. Minute verkürzten die Gäste weiter und brachten die Eisbären ins Grübeln.

Der Vorsprung war ausreichend, die Eisbären siegten mit 6 zu 3.

Frans Nielsen im Einsatz für die Eisbären. © Foto: Hans-Peter Becker

Dough Shedden war bedient. „Die Eisbären waren sehr effektiv und Mathias Niederberger hat sehr gut gehalten und das hat den Unterschied gemacht.“ Eine kurze, treffende Analyse, die Hartmut Nickel Kurve bewies ein gutes Gespür und feierte ihren Goalie mit Sprechchören. In die Eisbärenfamilie aufgenommen wurde auch der Neuzugang Frans Nielsen. Er wird noch ein bisschen Zeit brauchen zur Eingewöhnung. Bei seinem ersten Spiel in der DEL brachte es auf 18 Einsatzminuten, ein Tor oder ein Assist gelang ihm nicht. Er war gefordert bei 21 Anspielen, davon konnte er 9 gewinnen.

Frans Nielsen „lch wurde sehr gut von der Mannschaft aufgenommen. Die PENNY DEL ist eine gute Liga mit sehr vielen talentierten Spielern. Die größte Umstellung für mich ist die größere Eisfläche. Vor allem beim Spiel ohne Puck. Wir haben eine starke Mannschaft, die unglaublich tief besetzt ist. Es ist egal, wird die Tore schießt, solange wir gewinnen. lch hoffe aber natürlich, dass ich auch bald treffen werde.“

Die Eisbären hatten beantragt, mit der 2G Regelung die Halle wieder voll auslasten zu können. Am Freitagnachmittag bekamen die Eisbären dafür die Genehmigung. Ein heikles Thema, die Arena war nur zur Hälfte gefüllt. Es mag auch zum Teil daran gelegen haben, dass die Zeit, sich auf die neuen Bedingungen einzustellen, etwas knapp war. Für das nächste Heimspiel hoffen die Eisbären wieder auf eine fünfstellige Zuschauerzahl, am liebsten auf ein ausverkauftes Haus.

DEL 13. Spieltag 17.10.2021 14:00 Uhr MB-Arena Berlin
Eisbären Berlin – ERC lngolstadt 6:3 (3:0, 3:1, 0:2)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Niederberger (Hungerecker) – Müller, Ellis (A); Hordler (C), Wissmann (A); Despres, Jensen;Veilleux,Mick, – Noebels, Byron, Pfoderl; Veilleux, Bovchuk, White; Tuomie, Nielsen, Clark; Roßmy Streu, Wiederer – Trainer: Serge Aubin
ERC lngolstadt: Rämo (ab 41. Minute: Stettmer) – Bodie, Hüttl; Wagner (C), Marshall; Quaas, Gnyp – Hofflin, Pietta (A), Simpson (A); Defazio, Soramies, Bourque; Flaake, Feser, Storm; Stachowiak, Aubry, Brune – Trainer: Doug Shedden
Strafen: Eisbären Berlin: 8 (4, 2, 2) Minuten – ERC lngolstadt: 8 (4, 0, 4) Minuten
Schiedsrichter Andrew Bruggeman, Marian Rohatsch (Marcus Hofer, Jonas Merten)
Zuschauer 7.181

Hans-Peter Becker

Heimschwäche überwunden – Eisbären besiegen Kölner Haie

Es begann wie bei fast jedem Heimspiel in dieser Saison, die Eisbären liefen einem Rückstand hinterher. In der 5. Spielminute schlossen die Gäste aus Köln einen Angriff erfolgreich ab. Luis Üffing hielt die Kelle in einen Schuss von Jonathan Matsumoto und Mathias Niederberger war geschlagen. Die Bemühungen der Eisbären diesen Zwischenstand zu begradigen waren bis zur ersten Drittelpause nicht von Erfolg gekrönt. Sie mussten vielmehr zwei Strafzeiten überstehen. So ging das Anfangsdrittel nicht ganz unverdient an die Gäste. Zudem waren die Eisbären gewarnt, die Kölner kamen mit der Empfehlung von 19 Punkten aus 10 Spielen nach Berlin. Hinter der Bande der Gäste standen mit Uwe Krupp und seinem neuen Assistenz-Trainer Clement Jordin in Berlin nicht ganz unbekannte Eisbären-Trainer Serge Aubin hatte in der ersten Pause eine Menge zu kritisieren.

In dieser Drittelpause wurde es offiziell, geballte NHL-Erfahrung kommt nach Berlin. Die Fraktion der Dänen bekommt Zuwachs. Frans Nielsen spielt zukünftig für die Eisbären. Hier sind seine eindrucksvollen Zahlen, 925 NHL-Spiele für New York Islanders und die Detroit Red Wings. Insgesamt spielte er 15 Jahre in der besten Eishockey-Liga der Welt, der Mittelstürmer erzielte 167 Tore selbst und gab für 306 die Vorlage. Der inzwischen 37-Jährige will noch nicht ganz aufhören, des Geldes wegen ist er bestimmt nicht zu den Eisbären gewechselt.

Der Ausgleich fiel in der 26. Minute. Es war ein Tipp-in, Eric Mik fälschte einen Schuss von Marcel Noebels unhaltbar für Kölns Goalie Justin Pogge ab. Für den 21-jährigen Verteidiger war es sein erstes DEL-Tor. Den dazugehörigen Puck wird er sich einrahmen. Lange währte die Freude über den Ausgleich nicht, nur eine Minute später kassierten die Eisbären trotz Überzahl den erneuten Rückstand. Der Torschütze für Köln war Lucas Dumont.

In der 38. Minute drehten die Eisbären das Spiel. Im Eishockey kann das sehr schnell gehen. Zwischen dem 2:2 und der 3:2 Führung lagen nur 12 Sekunden. Stadionsprecher Uwe Schumann war noch mit der Verkündung des 2:2 beschäftigt, da klingelt es erneut. Die Torschützen in der 38. Minute waren Mat White und Kevin Clarke.

Im Schlussabschnitt schienen die Eisbären die Sache in den Griff zu bekommen. Yannick Veilleux baute die Führung aus und stellte in der 42. Minute auf 4:2. Doch geschlagen gaben sich die Kölner nicht. In der 44. Minute verkürzte Marcel Barinka auf 3:4. Es wurde wieder spannender. Ausgleich oder die Vorentscheidung, drei Tore fielen im Powerplay und diese Chance nutzten die Eisbären in der 57. Minute. Die Kölner begingen einen Wechselfehler, es war ein Spieler zu viel auf dem Eis. Die Überzahl nutzte Veilleux für seinen zweiten Treffer und damit war die Oper fast zu Ende. Nochmals Unterzahl für Köln in der Schlussminute und der erste Heimsieg der aktuellen Saison war perfekt. Ein hartes Stück Arbeit.

Hans-Peter Becker

Eisbärensieg in Straubing

Was im Heimspiel gegen Mannheim nicht funktionierte, machten die Eisbären drei Tage später im Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers viel besser. Zwei Treffer fielen im Powerplay, einer in voller Mannschaftsstärke und der vierte Treffer hatte Seltenheitswert. In Unterzahl, nur drei Eisbären gegen sechs Tiger, ohne Goalie und Blaine Byron gewann das Bully vor dem eigenen Tor und traf ins leere Gehäuse, ein shorthander 2 plus empty net. Byron traf bereits zum 1:0 und erzielte somit seine ersten beiden DEL-Tore für die Eisbären.

Im Tor der Eisbären stand wieder Mathias Niederberger, der es seinem Kollegen Tobias Ancicka nachmachte und seinen ersten Shutout der Saison erzielte. Trainer Serge Aubin sprach von einem hart umkämpften Spiel und das seine Mannschaft unbedingt auf die Siegerstraße zurückwollte. Ein Sonderlob gab es für den Goalie, „er hat sehr gut gehalten“.

Bereits am kommenden Freitag, 24.09. geht es für die Eisbären in der heimischen Arena weiter. Zu sind die furios in die Saison gestarteten Grizzlys aus Wolfsburg. Sie führen aktuell zusammen mit München die Tabelle an. Die Eisbären sind jetzt sechster mit vier Punkten weniger.

Hans-Peter Becker

DEL 5. Spieltag 22.09.2021 19:30 Uhr Eisstadion „Am Pulverturm“ Straubing

Straubing Tigers – Eisbären Berlin 0:4 (01:0/0:0/0:3)

Eisbären verlieren gegen Mannheim – die Gunst des Powerplays

Die Creme der Liga stellte sich gleich zu Beginn der Saison bei den Eisbären vor. Zum ersten Heimspiel kam München und nun die Adler aus Mannheim. Im Kader der gab es viel Bewegung, 11 Neue sind integrieren. Bei den Eisbären fiel der Umbruch im Kader mit 6 Neuen nicht ganz so arg aus.

Im 1. Drittel hatten die Eisbären leichte Vorteile, doch die Führung gelang den Gästen. Sie nutzten ein Powerplay, erst 6 Sekunden vor Ablauf und dem einzigen Torschuss gingen sie in der 16. Minute in Führung. Tobias Ancicka im Eisbären-Tor prallte der Puck unglücklich vom Schoner über die Fanghand ins Tor. Den Schuss abgegeben hatte ein Neuzugang, Lean Bergmann, der Stürmer aus dem Nachwuchs der Adler hatte sich in der vergangenen Saison in Nordamerika versucht. Diese knappe Führung der Adler hielt über das gesamte 2. Drittel. Man könnte es überschreiben mit, die Eisbären gegen Mannheims Goalie Felix Brückmann. Er hielt und hielt, was er nicht selbst abwehrte, landete am Torgestänge. Die Eisbären waren der Verzweiflung nahe. Ein Blick in Spielstatistik, Brückmann hielt 39 Schüsse.

Im Schlussabschnitt schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis endlich der verdiente Ausgleich fallen sollte. Es kam anders. Die Adler nutzten wieder ein Powerplay, das Spiel schrieb die 48. Minute und Matthias Plachta stellte auf 2:0 für die Adler. Der Spielstand entsprach nicht dem Geschehen auf dem Eis. Das passiert im Sport.

Brückmann wurde weiter mit Schüssen eingedeckt und der Puck gelangte nicht hinter die Torlinie. Das Stöhnen der Verzweiflung in der nach Corona-Regeln ausverkauften Arena machte sich breit. Stadionsprecher Uwe Schumann verkündete die beiden letzten Spielminuten und der Videowürfel zeigte immer noch kein Tor für die Eisbären an. Die Höchststrafe kam in der Schlussminute. Die Adler erzielten noch einen empty-netter, erzielt vom NHL-Rückkehrer Korbinian Holzer.

Kurios, unverdient, unverschämtes Pech, jeder kann sich aus diesem Spiel was aussuchen. Pavel Gross, Mannheims Trainer, bescheinigte seiner Mannschaft: „Wir haben heute eine große Mannschaft geschlagen. Die Eisbären sind stärker, als in der letzten Saison. Den Unterschied machten heute die Spezial-Teams.“ Dieses Kompliment kann auch so gedeutet werden, wir hatten eine Menge Glück.

Eisbären-Kapitän Frank Hördler fand das Ergebnis ungerecht. So passiert es eben, wer kein Tor erzielt, kann nicht gewinnen.

Die nächste Partie bestreiten die Eisbären Berlin am kommenden Mittwoch, den 22. September. Dann treffen sie ausvvärts auf die Straubing Tigers. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.


Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Mannheim hat gut und hart gespielt. Unser Einsatz hat mir heute nicht gefallen. Wir haben unser volles Potenzial heute nicht ausgespielt. lm ersten Drittel waren wir zu langsam, im Mitteldrittel wurde unser Spiel besser. Da haben wir uns einige Chancen erspielt, die wir aber nicht nutzen konnten. Am Ende des Tages haben die Special Teams den Unterschied gemacht. Ich entschuldige mich bei unseren Fans, in unserer Arena müssen wir besser auftreten.“

Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin): „Mannheim hat heute schlau und sehr gut gespielt. Meiner Meinung nach wird das Resultat dem Spiel nicht gerecht. Wir hatten genug Chancen, aber die Adler waren effektiver. Das erste Drittel war von uns nicht gut. Die beiden anderen Spielabschnitte waren dann besser. In Straubing müssen wir am Mittwoch in der Defensive besser stehen und vorne unsere Torchancen wieder nutzen. Zudem müssen wir aufpassen, dass wir weniger Strafen bekommen.“

Hans-Peter Becker

DEL 4. Spieltag 19.09.2021 14:00 MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Adler Mannheim 0:3(0:1/0:0/0:2)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Ancicka (Hungerecker) – Jensen, Wissmann (A); Müller, Ellis (A); Hördler (C), Després; Mik – Noebels, Byron, Pfoderl; White, Boychuk, Fiore; Veilleux, Wiederer, Clark; Roßmy, Streu, Tuomie Trainer: Serge Aubin
Adler Mannheim: Brückmann (Mnich) – Akdag, Reul; Rosa-Preto, Larkin; Dziambor, Holzer-Krammer, Bast, Rendulic; Wohlgemuth, Desjardins, Plachta; Davves, Szvvarz, Bergmann; Tosto, Klos, Thiel- Trainer: Pavel Gross
Torfolge
0:1 -15:02 – Bergmann (Wohlgemuth, Larkin) – PP1
0:2 – 47:02 – Plachta (Larkin, Wohlgemuth) – PP1
0:3 – 59:38 – Holzer (Desjardins) – EN
Strafen
Eisbären Berlin: 8 (2, 2,4) Minuten – Adler Mannheim: 10 (2, 6, 2) Minuten
Schiedsrichter
Benjamin Hoppe, Marian Rohatsch (Wayne Gerth, Jonas Merten)
Zuschauer
6.450

Eisbärensieg in Bremerhaven

Die Eisbären haben den zweiten Auswärtssieg der Saison gelandet. Am 3. Spieltag siegte die Mannschaft von Trainer Serge Aubin mit 4:0 in Bremerhaven. Im 1. Drittel fiel ein frühes Tor, Kevin Clark brachte die Eisbären in der 4. Spielminute in Führung. Im Mittelabschnitt zogen die Eisbären davon, Mat White, Marcel Noebels und Leo Pföderl erzielten die Treffer.

Bremerhaven konnte versuchen was es wollte, das Tor der Eisbären blieb verschlossen. Nichteinmal eine 5 zu 3 Überzahl konnten die Pinguine für einen Treffer nutzen. Im Tor der Eisbären bekam erneut Tobias Ancicka den Vorzug und feierte einen Shutout.

Eisbären-Trainer Serge Aubin sprach vom besten Spiel seiner Mannschaft seit Beginn der Vorbereitung.

DEL 3. Spieltag 17.09.2021

Bremerhaven Pinguins – EHC Eisbären Berlin 0:4 (1:0/3:0/0:0)

Aufstellungen

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Maxwell (Franzreb) – Dietz, Eminger; McNeill, Alber; Kreutzer, Krogsgaard; Stovvasser – Urbas, Jeglic, \/erlic; Uher, Friesen, McGinn; Reisnecker, Wejse, Mauermann; Andersen, \/ikingstad, Kinder – Trainer: Thomas Popiesch

Eisbären Berlin: Ancicka (Niederberger) – Müller, Ellis (A): Jensen, Wissmann (A); Hordler (C), Despres;Mik – Noebels, Byron, Pfoderl; White, Boychuk, Fiore; \/eilleux, Wiederer, Clark; Roßmy, Streu, Tuomie- Trainer: Serge Aubin

Tore

0:1 – 03:58 – Clark (Hordler) – E0

0:2 – 22:40 – White (Fiore, Boychuk) – E0

0:3 – 29:16 – Noebels (0esprés, Byron) – E0

0:4 – 30:50 – Pföderl (Byron, Noebels) – E0

Strafen

Fischtown Pinguins Bremerhaven: 2 (2, 0, 0) Minuten – Eisbären Berlin: 8 (0, 2, E) Minuten

Schiedsrichter
Andrew Brüggeman. Gordon Schukies (Marcus Hofer. Jonas Merten)
Zuschauer: 2.407

Eisbären gewinnen in Iserlohn

Es war ein unterhaltsames Eishockeyspiel für die 3.080 Zuschauer in der Eishalle am Seilersee in Iserlohn. Nach dem 1. Drittel stand es 1:1. Die Führung der Gastgeber durch Ex-Eisbär Kris Foucault konnte Kevin Clark ausgleichen. Die folgenden Spieldrittel verliefen torreicher. Für die erneute Führung der Roosters sorgte ein weiterer Ex-Eisbär. Sven Ziegler überwand Tobias Ancicka mit einem Penalty. Leo Pförderls Treffer brachte den erneuten Ausgleich, wieder Führung für die Roosters und Ausgleich, mit einem 3:3 ging es in den Schlussabschnitt.

Matt White sorgte zunächst mit einem Doppelpack für einen 2 Torevorsprung, bevor Sven Ziegler für Iserlohn verkürzen konnte. Für die Vorentscheidung zeichnete ein Treffer von Marcel Noebels verantwortlich. Ein empty-netter von Zachary Boychuk stellte den Endstand von 7:4 für die Eisbären her.

Serge Aubin, der Trainer der Eisbären, war zufrieden: „Unsere Führungsspieler haben Verantwortung übernommen, es war aber ein Sieg der gesamten Mannschaft.“

Am 3. Spieltag, Freitag, 17. September müssen die Eisbären in Bremerhaven antreten.

DEL 2. Spieltag 12.09.2021 16:30 Uhr Eishalle am Seilersee in Iserlohn

Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin 4:7 (1:1/2:2/1:4)

Strafen

Iserlohn 8(6,2,0)

Eisbären 12 (4,6,2)

Niederlage zum Saisonstart, trotzdem, ohne Eisbären gehen wir nicht nach Haus

Ein neues Meisterbanner prangt über der Eisfläche in der Arena am Ostbahnhof und es gab wieder Fans hinter der Bande. Ein lange nicht mehr gehörter Akkustikteppich trieb die Akteure nach vorn. Erstmal Abwarten ist eh im Eishockey verpönt, möglichst schnell ins gegnerische Drittel und die Scheibe in Richtung Tor. Gleich am 1. Spieltag, zur Saisoneröffnung stellte sich der EHC Red Bull München vor. Mehr geht kaum zum Saisonauftakt. Beide Mannschaften nehmen ja auch an Champions League teil und sind im Wettkampfmodus.

Dem Anfangsdrittel war das deutlich anzumerken. Tempo und rassige Duelle, sofort war es zu spüren, das Eishockeyfeeling. Es war ausgeglichen. Danny aus den Birken im Tor der Münchner musste 8 Schüsse halten und sein Berliner Kollege deren 6. Es waren Riesenmöglichkeiten dabei. Ein Tor gelang nicht. Mathias Niederberger entschärfte einen Alleingang und auf der Gegenseite scheiterte Leo Pföderl, sein Schuss traf die Latte.

Im Mittelabschnitt ging dafür um so schneller. Nach nur 56 Sekunden landete ein Schuss von Zachary Boychuk im Tor. Die Münchner schlugen nur knapp fünf Minuten später zurück. Ein Tor von Verteidiger Zach Redmond stellte den Spielstand auf 1:1. Anschließend gab es auf jeder Seite mehrfach die Chance auf die Führung. Sie gelang schließlich den Gästen, die in der 37. Minute durch Yannic Seidenberg das Spiel gedreht hatten. Die Münchner waren nicht besser, es war lediglich der eine oder andere Fehler weniger.

Der Schlussabschnitt begann gleich mit einer Riesenchance für die Eisbären. In der 45. Minute neigte sich das Schicksal des Spiels den Gästen zu. Ihnen gelang das erste Tor in Überzahl im Spiel, ein Schuss von der blauen Linie, abgefeuert von Yasin Ehliz sorgte für die Vorentscheidung. Den Deckel darauf machte in der 48. Minute ausgerechnet Ex-Eisbär Austin Ortega. Der Fehlstart in die neue Saison nahm konkrete Form an.

Die verbleibenden 12 Minuten reichten nicht mehr aus, um an der Niederlage noch etwas zu ändern. Da lief einiges nicht ganz rund bei den Eisbären. In der 58. Minute hätte Manuel Wiederer für den zweiten Eisbären-Treffer sorgen können. Sein Schuss ging knapp vorbei. Es symptomatisch für das Spiel, den Eisbären wollte nichts gelingen. Die Halle war nach den geltenden Regeln mit 6.450 Zuschauern ausverkauft. Sie forderten die Mannschaft zu einer Geste auf dem Eis, nach einer Niederlage nicht üblich. Aber was ist schon üblich in dieser Zeit. Wir wollen die Eisbären sehen, hoffentlich bald erfolgreicher.

Am kommenden Sonntag, 12. September wartet die erste Auswärtshürde der Saison auf die Eisbären. Die Iserlohn Roosters empfangen die Eisbären in ihrer Halle am idyllischen Seilersee.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga (DEL) 1. Spieltag

09.09.2021 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – EHC Red Bull München 1:4 (0:0/1:2/0:2)

Eisbären vor dem Saisonstart

Nach den nicht ganz so erfolgreichen Spielen in der Champions-League geht es ab Donnerstag, dem 9. September für die Eisbären um Punkte in der Vorrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Es soll stückweise zur Normalität nach Corona-Saison zurückgekehrt werden. Unter Beachtung der 3 G-Regeln sind der Halle am Ostbahnhof wieder Zuschauer zugelassen, Stand jetzt, dürfen 6.450 dabei sein. Es soll bei der 3 G Regelung bleiben, so die Aussage von Eisbären-Geschäftsführer Thomas Bothstede auf der Pressekonferenz zur Saisoneröffnung. In Anbetracht der Tatsache, dass die Eisbären über 5.000 Dauerkarten verkauft haben, dürfte es für Gelegenheitsbesucher schwieriger werden, eines der begehrten Tickets zu erwerben. Zudem ist die Besonderheit zu beachten, dass sämtliche Tickets personalisiert sind. Den Finanzen der Eisbären wird es guttun. Vorsichtshalber mussten die DEL-Vereine auch einen Etat ohne Zuschauereinnahmen planen.

Gleich am 1. Spieltag der neuen Saison wartet mit dem EHC Red Bull München ein harter Brocken auf die Eisbären. Die Münchner mussten bereits im Viertelfinale die Segel streichen, während die Eisbären sich den achten Meisterstern auf dem Trikot sicherten. Die Münchner unter dem in Berlin nicht ganz unbekannten Trainer Don Jackson zählen, wie die Eisbären, zu den Titelaspiranten. Den sieben Neuzugängen in München stehen acht Abgänge gegenüber. Zurück in der DEL, im Trikot von Red Bull München, ist Austin Ortega, der wendige, trickreiche Stürmer begeisterte auch schon die Fans der Eisbären. Zu beachten sein wird Center Benjamin Smith, der von den Adlern aus Mannheim kam und mit 246 NHL Spielen über viel Erfahrung verfügt.

Eines haben beide gemeinsam, sie mussten jeweils ihr größtes Talent in die NHL ziehen lassen. In München wechselte John Peterka zu den Buffalo Sabres, während in Berlin Lucas Reichel bei Chicago Blackhawks anheuerte.

Bei den Berlinern müssen sich die Fans an neun neue Namen im Kader gewöhnen. In der Abwehr sollen Ellis Morgan und Nicolas B. Jensen für weitere Stabilität sorgen. Im Sturm konnte mit Kevin Clarke auf dem rechten Flügel ein weiterer Torjäger verpflichtet werden.

Der Kader der Eisbären ist nach Aussage von Sportdirektor Stephane Richer in der Lage, die Mission Titelverteidigung erfolgreich zu gestalten. Kapitän der Eisbären ist, wie in der vergangenen Saison, Frank Hördler. Der 36-jährige Verteidiger ist auf dem besten Weg, Sven Felski als Rekordspieler der Eisbären abzulösen. In Hördlers Statistik stehen bislang 911 Spiele für die Eisbären, bei Felski sind es 924.

Hans-Peter Becker

Foto: © Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga mit einigen Neuerungen in der kommenden Spielzeit

Am 9. September startet die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in die nunmehr 27. Spielzeit. 1994 war die Liga mit 18 Mannschaften gestartet, ein Auf- oder Abstieg war nicht vorgesehen. Lediglich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sollte über die Teilnahme an der Liga entscheiden. Eine sportliche Qualifikation für die DEL ist jetzt möglich. Der Meister DEL 2, der SC Bietigheim-Bissingen konnte neben der sportlichen auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen und ergänzt das Teilnehmerfeld. Insgesamt sind es jetzt 15 Mannschaften, die den Deutschen Meistertitel ausspielen. Am Tabellenende wird spannend, es droht auf Platz 14 und 15 nach der Vorrunde der Abstieg. Wegen der Corona-Pandemie wurde in der vergangenen Saison auf den Abstieg verzichtet, so das mit 15 Mannschaften gespielt wird.

Ab der Saison 2022/23 wird dann wieder mit 14 Mannschaften gespielt werden. Das heißt, der Tabellenletzte wird die Liga verlassen müssen, während der Vorletzte hoffen darf drin zu bleiben, sollte aus der DEL 2 kein Team die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Aufstieg erfüllen können.

Bis zum 27. März 2022 werden 420 Spiele der Vorrunde ausgetragen. Es wird wieder im Freitag und Sonntag Rhythmus gespielt. Ein Spiel wird auf den Donnerstag vorgezogen. Magenta-Sport zeigt jedes Spiel, dafür ist ein Extra-Abo nötig, im Free-TV sind regelmäßig am Sonntag ab 17:00 Uhr ausgewählte Partien zu sehen. Ab dem 29. März 2022 beginnt die entscheidende Phase der Saison mit der 1. Playoff-Runde (Modus Best-of-Three). Ab dem Viertelfinale wird im Modus Best-of-Five um den Titel gekämpft. Die Finalserie startet am 26. oder 27. April und endet spätestens am 5. Mai. Auf Nachfrage, warum nicht wenigstens die Finalserie im Modus „best of seven“ ausgetragen wird, kam die Antwort, dass das Zeitgründen nicht möglich ist. Zumal die Vorrunde zweimal pausieren muss, wegen des Deutschland-Cups und der Olympischen Winterspiele.

DEL Geschäftsführer Gernot Tripcke (links) und TV Experte Rick Goldmann während der DEL Pressekonferenz Foto: © Becker

Es darf wieder vor Zuschauern gespielt werden. Ein wichtiger Punkt, die Corona-Saison hat der DEL einen drastischen Umsatzrückgang beschert. Dass alle Vereine wirtschaftlich Überleben konnten, war auch der Solidarität der Spieler zu verdanken, die auf ein Teil ihrer Gehälter verzichteten. Wie viele Zuschauer in den Eishallen dabei sein können, ist aktuell vom Standort abhängig. Die Eisbären dürfen bisher ihre Arena zu 50 % auslasten, während der Neuling aus Bietigheim seine Halle voll ausnutzen kann. In München, im Bundesland Bayern sieht es dagegen ganz anders aus.

Vorgestellt wurde ein Werbespot, Eishockey-Profis werben für das Impfen. In kurzen Videoclips, die über die Social Media-Kanäle ausgespielt werden, positionieren sich Akteure wie Mathias Niederberger (Eisbären Berlin), Alex Barta (Düsseldorfer EG) und Colin Ugbekile (Kölner Haie) für eine Impfung. „Für mich war sehr schnell klar, dass ich mich impfen lasse. Letztlich muss und soll es jeder selbst entscheiden. Ich denke, es ist eine hervorragende Möglichkeit“, so Barta.

Hans-Peter Becker/DEL

Haakon Hähnelt wechselt nach Kanada

Stürmer Haakon Hänelt wird in der kommenden Saison 2021/22 in der kanadischen Quebec Major
Junior Hockey League (QMJHL) spielen. Der Offensivspieler wird für die Gatineau Olympiques
auflaufen.

Eisbären Sportdirektor Stephan Richer: „Haakon ist ein sehr talentierter Stürmer, der in seinem ersten Jahr als Profi direkt überzeugen konnte. Er kam auf uns zu und hat uns gebeten, die kommende Spielzeit in Kanada spielen zu können. Diesem Wunsch sind wir nachgekommen. Ich habe selbst in Gatinaeu gespielt und weiß, dass es eine tolle Organisation ist. Die QMJHL ist eine der besten Nachwuchsligen weltweit, dort zu spielen wird für Haakons Entwicklung förderlich sein.“

Der 18-jährige gebürtige Berliner startete seine Eishockeylaufbahn bei den Eisbären Juniors Berlin und wechselte 2017 für drei Jahre in die Red Bull Hockey Academy nach Österreich. Zur Saison 2020/21 kam der Linksschütze zurück in seine Heimatstadt und sicherte sich einen Platz im Profikader der Eisbären, mit denen er die Deutsche Meisterschaft gewann. Für die Berliner lief der Stürmer in der abgelaufenen Spielzeit in 22 PENNY DEL Hauptrundenspielen auf, in denen er ein Tor erzielte. Die Washington Capitals aus der National Hockey League (NHL) sicherten sich im NHL Draft an 151. Position die Rechte an Hänelt. Zuvor wählten die Gatineau Olympiques den 1,83 Meter großen und 83 Kilogramm schweren Stürmer im CHL Import Draft in der ersten Runde an 25. Position aus.

„Ich bin den Eisbären Berlin sehr dankbar für diese Möglichkeit. Wir haben gemeinsam besprochen, dass ich die kommende Saison in Gatineau spielen werde. Ich freue mich auf die Herausforderung, in einer der kanadischen Top-Juniorenligen aufzulaufen“, kommentiert den Wechsel.

Quelle: Eisbären Berlin