Da schau her – die Füchse Berlin sind Tabellenführer

Sparta Lichtenberg und Makkabi trennten sich Unentschieden 2:2. Die Füchse aber gewannen 2:1 gegen TSV Rudow, wenn auch der Siegtreffer spät, erst in der vierten Minute der Nachspielzeit fiel. So werden Spiele von entschlossenen Teams entschieden. Erst lief es gar nicht bei den Platzherren. Rudow ging sogar in der 30. Minute durch Günaydin in Führung und es war ein hartes Stück Arbeit, die Partie zu drehen. In der 39. Minute gelang Sentürk mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze der  1:1  Ausgleich. Den Siegtreffer erzielte Starstürmer Caner Özcin, der zunächst, nach seinem Kurzurlaub eine Stunde lang auf der Bank schmorte. Der Joker stach spät und wurde im Füchse-Jubel fast erdrückt. Ihm gelang es, vom eigenen Torwart bedient, mit einem Heber den Gäste-Keeper zu überwinden.

Christian Zschiedrich Foto: Headlight Pictures

Beachtlich, die Füchse haben die wenigsten Tore, nur deren fünf, kassiert. Mit 24 erzielten Treffern stehen sie mit 24 Punkten aktuell ganz oben in der Tabelle. Der Siegtreffer wurde wie die Meisterschaft gefeiert. Erstaunlich, denn in der letzten Saison brachten es die Füchse fertig, mit Ach und Krach dem Abstieg zu entrinnen. Jetzt könnte es wieder aufwärtsgehen. Im kommenden Auswärtsspiel am Sonntag, 24.10., geht es im Willi-Kressmann-Stadion gegen Hilalspor, dem Neunten der Tabelle. Sie haben ihr Auswärtsspiel beim BSV Al-Dersimspor mit 0:2 verloren.

Im Pokal ist so einiges möglich. Wer traute den Nordberlinern zu, den Titelverteidiger BFC Dynamo aus dem Pokal zu schmeißen. Dynamo war Spitzenreiter in der Regionalliga Nordost, zwei Klassen höher. Diesen Platz nimmt jetzt der Berliner AK 07 ein und dieses Schwergewicht wird am zweiten  November-Wochenende, der Gegner der „favorisierten“ Füchse im Achtelfinale sein. Folgt da etwa die nächste große Überraschung im AOK-Landespokal? Den gewannen die Füchse nämlich schon einmal. Was dagegen spricht, der Berliner AK ist in den letzten Wochen so richtig in Schwung gekommen und kennt das Pokalgeschäft, schaffte es in der letzten Saison bis in das Finale.

Das Niveau in der Berlin-Liga ist beachtenswert. Was die Zuschauerzahlen betrifft, da hoffen die Vereine wieder auf steigendes Interesse, nach der letzten ausgefallenen Saison. Die pandemische Lage hält leider weiter an und macht es für die Vereine nicht einfacher.

Christian Zschiedrich

Von wegen Länderspielpause

In der 3. Liga und in der Regionalliga wurde um Punkte gekämpft; in Berlin im sogenannten AOK-Pokal ging’s in der 2. Hauptrunde um das Weiterkommen.

Oberligist Stern 1900 übte sich gegen Arminia Tegel (Kreisliga A) am zweithöchsten im Torschießen mit 14:0, während Landesligist Wacker 21 den BFC Liberta aus der Kreisliga B sogar mit 16:0 abschoss. Der Berlin-Ligist SV Empor reihte sich auch zweistellig mit 12:0 über den Grünauer BC aus der Bezirksliga ein, während die VSG Altglienicke (Regionalliga) „nur“ 12:1 gegen FC Nordost aus der Kreisliga A gewann. Oberligist CFC Hertha 06 siegte 5:0 gegen DJK SW Neukölln (Bezirksliga). Der Regionalligist Berliner AK hatte beim 5:1 über VfB Concordia Britz keine Schwierigkeiten.

Wo blieben die Pokal-Überraschungen? Pokal untypisch, die jeweils Klassenhöheren setzten sich bislang durch, nicht aber im Spiel Oberliga – Regionalliga, Blau-Weiß 90 – Lichtenberg 47. Der Oberligist schmiss Lichtenberg 47 (Regionalliga) mit 2:1 aus dem Wettbewerb, ebenso kannte der Landesligist Johannisthal gegen den Berlin-Ligisten Brandenburg 03 im Elfmeterschießen 5:4 kein Erbarmen. Nach Verlängerung stand’s 2:2.

Am heutigen 08.09.18 Uhr, heißt es im Stadion Hakenfelde in der ausstehenden Partie Viktoria 89 – SSC Teutonia bitte kein weiteres zweistelliges Resultat gegen die sympathischen Teutonen erzielen. Am Dienstag, 28.09. empfangen die Füchse den Tabellenführer in der Regionalliga Nordost BFC Dynamo. Der BFC baute seine Führung in der Regionalliga mittels zweier Siege, 2:0 über Germania Halberstadt und 3:2 über Hertha BSC, aus. Nun, die Füchse sind ja zwei Klassen tiefer auch mit vier Siegen, 12 Punkte, Tabellenführer der Berlin-Liga, dennoch bleibt es ein Spiel David gegen Goliath.

Dynamos Leistung handeln wir gesondert ab. Hier soll nicht unerwähnt bleiben, was Viktoria 89 in der 3. Liga vollbringt. Zwar 3:3 auswärts, nur etwas enttäuschend in Verl gespielt, so zog der 1. FC Magdeburg, 1:0 über Kaiserslautern, mit 16 Punkten  vorbei an die Tabellenspitze. Aber, Viktoria 89 glänzt immerhin mit 14 Punkten nach sieben Spielen auf Platz 2. Am Samstag, 11. September, 1, kommt der Tabellenvierte SV Wehen Wiesbaden zur Viktoria ins Jahnstadion. Ein Besuch lohnt sich. Ebenso, erst am Mittwoch, 29.09. das Match von TuS Makkabi gegen Tennis Borussia.

Christian Zschiedrich  

Überraschungen in der Berlin-Liga, die Füchse führen

Die neun Spiele am 2. Spieltag teilten sich in vier Heimpleiten und vier Siege, mit einem Remis 1:1 zwischen Makkabi – Spandauer Kickers. Bei den vier Heimpleiten verlor der SCC am deutlichsten, 0:4 gegen Wilmersdorf. Bezeichnend auch das 2:5 von Sparta Lichtenberg gegen den Berliner SC. Rudow verlor zu Hause 1:2 gegen Stern Marienfelde und durch das 0:2 der Frohnauer am Poloplatz gegen den SV Empor, rutschte der Frohnauer SC gleich auf einen Abstiegsplatz. Selbst Makkabi ließ zu Hause beim 1:1 gegen die Spandauer Kickers unerwartet Federn.

Die vier Siege, wie folgt auf: Dreimal gab es ein 3:1 für die Gastgeber. SD Croatia – Berlin Türkspor, Hilalspor – Brandenburg 03 und 1. FC Novi Pazar – Fortuna Biesdorf (Tabellenletzter). Wenn die Füchse Berlin weiterhin so angriffslustig Tore schießen, werden bestimmt mehr als die 176 Zuschauer am Freitagabend zu den Spielen kommen. 4:0 (1:0) fegten sie den 1. FC Wilmersdorf vom Wackerweg. Torschützen Haubitz, Nellesen und zweimal Özcin.

An kommenden Freitag, 20.08. 19.30 Uhr, sollen die auswärts siegreichen Sterne aus Marienfelde dran glauben.

In der 1. Hauptrunde des AOK-Pokals setzten sich die Favoriten durch, knapp und mit Mühe zwei Oberligisten Blau-Weiß 90 – SF Kladow 2:1 und SC Staaken – FC Amed. Am ersten September-Wochenende geht es mit der 2. Hauptrunde weiter. Das Los bescherte den Füchsen gleich einen Regionalligisten aus der Spitzengruppe. 11:4 Tore, 12 Punkte in vier Spielen. Das kann im Pokal gegen den Vertreter aus der Berlin-Liga heiter werden. Was soll’s sagt sich das Team des zwei Klassen tieferen um Trainer Ümit Ergirdi. Seltenheitswert hat wohl die Rote Karte gegen Kevin Gutsche (56.), als er einen Füchse-Freistoß in die Mauer setzte und anschließend Schimpfwörter gegen eigene Spieler abließ. Gutsche erfuhr, das ist eben auch eine Unsportlichkeit.

Christian Zschiedrich

1. Spieltag in der Berlin-Liga

Im Auftaktmatch an der Dorfkirche sah es am Freitag zwischen Stern Marienfelde und Al-Dersimspor lange nach einer torlosen Punkteteilung aus, bis zur Schlussminute. Sahin erzielte in der 89. Minute das 1:0 für die Gäste.

Erwartet gewannen die Füchse Berlin an der Sömmeringstraße gegen Gastgeber Brandenburg 03 mit 3:1. Die Platzherren starteten mit der für Berlin-Liga Verhältnisse spektakulären Trainerverpflichtung Edson David Reynal Landaveri in die Saison, der Bolivianer, der zuletzt die B-Jugend von Rayo Vallecano in Madrid trainierte, die UEFA-Pro-Lizenz besitzt (seit Oktober 2020) und damit eigentlich für diese Spielklasse überqualifiziert ist. Die UEFA-Pro-Lizenz ist dem Fußballlehrer gleich gestellt. Er könnte mit dieser Ausbildung auch Profimannschaften bis zur Champions-League trainieren. Die auch von uns als ein Meisterschaftsfavorit eingestuften Füchse ließen sich davon nicht beeindrucken, gingen durch Rüdiger bereits in der 4. Minute in Führung. Nahmen allerdings nach genau einer halben Stunde den 1:1-Ausgleich durch Bushay hin und schlugen noch vor der Halbzeit, in Minute 44, durch Haubitz zurück. Die 03er waren in Gedanken mit dem Unentschieden bereits in der Kabine. Im 2. Durchgang traf Werbelow (54.) zum 3:1 für die Füchse.

Sechs Tore gab es in Biesdorf, eins für Aufsteiger Fortuna, allerdings erst als Sparta Lichtenberg bereits mit 5:0 führte. Zur Pause hieß es 0:3 am Grabensprung für die Gastgeber. Lang verwandelte in der 41. einen Elfer zum dritten Treffer für Sparta, Hänisch (65.) und Cicek (85.) erhöhten auf 4:0 und 5:0. Lindemann gelang in der 87. Minute der bereits erwähnte Ehrentreffer zum Endstand 1:5. Sparta Lichtenberg ist der Auftakt-Tabellenführer.

Ein Tor mehr erlebten die Zuschauer beim 4:3 der Spandauer Kickers über den TSV Rudow. Gempf brachte den TSV in der 10. Minute in Führung. Die Spandauer ließen sich jedoch die Butter nicht vom Brot nehmen, Tastan verwandelte in der 19. Minute einen Strafstoß zum 1:1 Ausgleich und Saleh legte in der 32. Minute zur 2:1-Führung nach. Saleh erhöhte in der 45. Minute auf 3:1. Nach dem Wechsel verkürzten die Rudower durch Dräsel auf 3:2 (63.), doch abermals Tastan verwandelte den nächsten Elfmeter zum 4:2 (85.). Günther brachte mit seinem Treffer in der Schlussminute Spandau wieder auf ein Tor heran – doch die Zeit reichte nicht mehr für einen weiteren Gästetreffer.

Der 1. FC Wilmersdorf besiegte SD Croatia 3:2, führte durch Ohadi (3.) und Bahceci (26.) bereits mit 2:0, um schließlich das 1:2 (28.) Schedlinski und das 2:2 (73.) Runge hinnehmen zu müssen. Die Gäste waren sogar dem Siegtor nahe, das aber erzielte Agyei-Yeboah (90 + 2) zum 3:2 Heimsieg in der Nachspielzeit.  Am Freitag, 6. August muss der 1.FC Wilmersdorf zu den Füchsen an den Wackerweg, wo in dieser Saison die Trauben hoch hängen sollen.

1:1 Unentschieden trennten sich der Berliner SC und der SC Charlottenburg. Die Torfolge: 1:0 (7.) Hoffmann, 1:1 (29.) Horchert.

Bleibt, die Partie Türkiyemspor – SV Empor, ein knapper 0:1-Auswärtssieg des SV Empor durch eine verwandelten Elfmeter von Kempter in der 60. Minute.

Ein überraschendes Resultat gab es beim Aufeinandertreffen des 1.FC Novi Pazar aus Neukölln gegen Berlin Hilalspor 1987. Die Gäste entführten mit dem 2:0 die drei Punkte am grünen Tisch, ohne gespielt zu haben. Novi wollte wegen eines Corona-Verdachtsfalls nicht antreten. Der BFV sagte laut Staffelleiter Frank Godau: „Ein Verdachtsfall reicht nicht aus“ und wertete die Partie mit zwei Toren für Hilalspor.

Die ausgefallene Partie TuS Makkabi – Berlin Türkspor wurde neu angesetzt und wird am 11. August, 18 Uhr, Julius-Hirsch-Sportanlage nachgeholt.

Christian Zschiedrich

Saisonstart in der Berlin-Liga

Die Zeit der Testspiele geht zu Ende. Die Landes-, Bezirksligen und Kreisklassen beginnen am 15. August mit den Meisterschaftsspielen zur neuen Saison. In der Berlin-Liga rollt am kommenden Wochenende, ab 30. Juli der Ball wieder. Im Vorjahr ging es erst am 23. August los. Traditionell kommt es an einem Freitag, dem 30.07., zu einem Eröffnungsspiel. Dieses Mal an der Dorfkirche, Stern Marienfelde emfängt den BSV Al-Dersimspor. Es folgen die beiden Samstagspiele ab 14 Uhr: Fortuna Biesdorf spielt gegen Sparta Lichtenberg (am Grabensprung) und an der Sömmeringstraße empfängt Brandenburg 03 die Füchse Berlin. Zum Auftakt stehen weitere Sonntagspiele an:

12 Uhr, Julius-Hirsch-Anlage, TuS Makkabi – Berlin Türkspor

12.30 Uhr, Staaken West, Brunsbütteler Damm, Spandauer Kickers – TSV Rudow

13.00 Uhr, Hubertusallee, Berliner SC – SC Charlottenburg

14.00 Uhr, Willi-Kressmann-Stadion, Türkiyemspor – SV Empor

15.00 Uhr, Koloniestraße, 1. FC Wilmersdorf – SD Croatia

In den Vereinen der obersten Berliner Spielklasse gibt es zur neuen Saison einige personelle Veränderungen. In Wilmersdorf debütiert ein Ex-Profi, Karim Benyamina, auf dem Trainerstuhl, unterstützt von seinen Co-Trainern Kwasi Boachie und Timo Szumnarski, dem Sportvorstand.

Blicken wir doch zunächst auf die Nordberliner, die Füchse Berlin und den spielfreien SC Frohnau. Wie die Spieler der Berlin-Liga aus der achtmonatigen Pause kommen werden, ist schwer zu beurteilen. Kann zudem das Impfen eine komplette Spielzeit ermöglichen?

Die Füchse Berlin gehören mit Trainer Ümit Ergirdi in dieser Saison zu den Meisterschaftsfavoriten. Steven Haubitz, der beste Stürmer der vergangenen Jahre,  hat aufgehört. Die Füchse sind trotzdem frohen Mutes, können das wohl kompensieren. Mit Caner Özcin wurde als Ersatz ein Stürmer geholt, der bereits über 200 Regionalligaspiele absolvierte und mit 27 Jahren keineswegs seinen Zenit überschritten hat und bei den Füchsen seine Laufbahn beenden will. Die Erwartungen sind nicht unbegründet. Überhaupt waren einige Füchse-Spieler bereits höherklassig aktiv. Erfahrung ist gut, für Geschlossenheit und Zusammenwirken müssen die Trainer sorgen. Der Kader kann sich sehen lassen. Ob’s passt? Wir wünschen es den Füchsen.

Spielfrei hat zum Auftakt der Frohnauer SC. Bei 19 Mannschaften muss immer eine pausieren. Am 15. August haben die Frohnauer zum Auftakt ein Heimspiel, gegen den SV Empor. Als neuer Trainer fungiert Guido Perschk. Mit Talenten aus dem eigenen Nachwuchs konnten sich die Frohnauer in der Berlin-Liga etablieren. Sie müssenn zwei wichtige Spieler ersetzen, Abwehrchef Marcel Miesner und Torwart Emil Bunzel. Das soll in der Abwehr mit Tobias Hampel von den Füchsen kompensiert werden. Perschk meint, Hampel sei sogar flexibler einsetzbar. Interessant, die Mannschaft wird von einem Trainer-Trio geführt, Perschk zusammen Andreas Weiner und Olaf Jahn.

Christian Zschiedrich.

Füchse Berlin unterliegen Magdeburg im Finale der European League

Die Füchse Berlin verlieren das Finale am Sonntag, 23.05.2021 in Mannheim. Am Ende hieß es 28:25 (15:8) für den Sportclub aus Magdeburg in dem rein deutschen Endspiel. Zum Held des Spiels schwang sich der dänische Torwart Jannick Green auf. Er brachte die Füchse Angreifer schier zur Verzweiflung. Erstmals seit 14 Jahren darf sich der SC Magdeburg wieder über einen Sieg im Europapokal freuen. Im Nachfolge-Wettbewerb des EHF-Cups ist es nach 1999, 2001 und 2007 insgesamt der vierte Triumph – und der ist mehr als verdient. Schade für die Füchse aus Berlin

Fünf Spielausfälle in der Berlin-Liga und Saisonpause

Der aktuelle 13. Spieltag brachte vier Ergebnisse und fünf abgesagte Spiele.

Es spielten:

Türkiyemspor –    1.FC Novi Pazar  1:1

Hilalspor          –    Spandauer Kickers    2:0

Eintracht Mahlsdorf   –    Stern Marienfelde  2:0

TSV Rudow      –    Sparta Lichtenberg  4:3

Abgesagte Spiele:

Fortuna Biesdorf – Reinickendorfer Füchse Berlin

Brandenburg 03  –  Al-Dersimspor

TuS Makkabi        –   Frohnauer SC

Berliner SC           –   Berlin Türkspor

FC Wilmersdorf   –   SD Croatia

Dem Reglement nach gab es fünf Absteiger und einen Aufsteiger. Berlin United hat die Mannschaft leider zurückgezogen. Die gegen den Abstieg kämpfenden Mannschaften können der Zwangspause vielleicht etwas positives abringen.

In der „Gefahrenzone“ sieht es wie folgt aus: Drei Mannschaften haben jeweils 10 Punkte. SV Empor (13.),  Spandauer Kickers (14.) und Brandenburg 03 (15.).

16. BSV Al-Dersimspor (9 Spiele) 9 Punkte

17. SD Croatia (8 Spiele) 8 Punkte

18. Fortuna Biesdorf (10 Spiele) 8 Punkte

19 Türkiyemspor (11 Spiele) 8 Punkte

19. Stern Marienfelde (11 Spiele) 7 Punkte

In der Spitzengruppe haben drei Mannschaften bereits 12 Matches absolviert, zwei deren 10 und der souveräne TabellenführerEintracht Mahlsdorf mit 31 Punkten 11 Spiele. Die Eintracht gab sich unter Coach Volbert noch keine Blöße, gewann 2:0, abermals zu Null, gegen Stern Marienfelde. Der 1. FC Novi Pazar dagegen schaffte erneut keinen Sieg. Gegen Kellerkind Türkiyemspor reichte es nur zu einem 1:1. Den Ausgleich mussten die Neuköllner erst in der 6. Minute der Nachspielzeit hinnehmen. Allerdings hatten sie die Führung auch erst in der Nachspielzeit erzielt. Ein Gutes hat die Zwangspause für Novi Pazar. Ronny kann in aller Ruhe seine Verletzung auskurieren.

An der Tabellenspitze sieht es wie folgt aus:

Eintracht Mahlsdorf 11 Spiele 31 Punkte

Sparta Lichtenberg   10 Spiele 22 Punkte

TuS Makkabi              12 Spiele 22 Punkte

Berliner SC                 10 Spiele 20 Punkte

1.FC Novi Pazar         12 Spiele 20 Punkte

SC Charlottenburg    12 Spiele 20 Punkte

Es ist jetzt jetzt müßig darüber zu spekulieren, wem die Unterbrechnung der Saison nutzt oder eher schadet, letzlich sind die Bedingungen für gleich.

Christian Zschiedrich

Der Spielbetrieb in Berlin hängt am seidenen Faden

Am bisher letzten, dem 11. Spieltag, fielen in der Berlin-Liga zwei Partien aus, Sparta Lichtenberg – SD Croatia und SD Croatia – Hilalspor. Croatia ist am meisten betroffen, hat statt 11 erst 7 Spieltage um Punkte kämpfen können, demzufolge sind sie mit nur 7 Punkten auf Platz 17 der Tabelle. Das türkische Derby Berlin Türkspor – Türkiyemspor, Ergebnis 3:0, fand am Heckerdamm statt. Spielfrei hatten der SV Empor und Eintracht Mahlsdorf. Beide sind erst bei 9 Meisterschaftsspielen gelandet. Dennoch führt Eintracht Mahlsdorf mit 25 Punkten souverän die Tabelle an, gefolgt von Sparta Lichtenberg mit 22 Punkten und ebenfalls 9 Spielen.

Erstaunlich deutliche Siege errangen der SC Charlottenburg (4.) mit 6:2 bei BSV Al-Dersimspor, Stern Marienfelde – 1.FC Novi Pazar (6.) 5:1, Frohnauer SC (7.) – Brandenburg 03 (16.) 4:0, Berliner SC mit 4:1 bei der Fortuna in Biesdorf. Um die Ergebnisse am letzten Wochenende komplett zu machen, die Füchse Berlin (8., 14 P.) spielten am Wackerweg 1:1 gegen den TSV Rudow (9., 14 P.) und TuS Makkabi (5., 19 P.) gewann 2:0 auf der Julius-Hirsch-Sportanlage gegen den 1. FC Wilmersdorf (12., 11 P.).

Den Ansetzungen nach soll es mit einer englische Woche weiter gehen. Doch während dieser Überblick formuliert wird, kann es eine Stunde später schon ganz anders lauten. Die Landesverbände Saarland und Bremen haben den Spielbetrieb bereits ausgesetzt. In Berlin tagt der Senat und der Berliner Fußball Verband will in einer Videokonferenz die Vereinsvertreter in die Entscheidungsfindung einbeziehen.

Der hoffnungsvoll in die Saison gestartete 1. FC Novi Pazar hat innerhalb von zwei Wochen zwei Niederlagen einstecken müssen. Rückschläge gegen Eintracht Mahlsdorf 0:3 und die 1:5 Niederlage im Spiel gegen Stern Marienfelde müssen erst einmal verkraftet werden. Der nächste Gegner ist oder wäre Brandenburg 03. Am Sonntag, 1.11.2020 heißt die Ansetzung im Willi-Kressmann-Stadion Türkiyemspor – Novi Pazar. Eintracht Mahlsdorf hat/hätte am Mittwoch, 28.10.2020 beim SC Charlottenburg keine leichte Aufgabe vor sich und am daraufolgenden Sonntag Stern Marienfelde zu Gast.

Christian Zschiedrich

Spielabbruch in der Berlin-Liga und weitere drei Spielausfälle

Schiedsrichter Marcel Richter brach am Anhalter Bahnhof zur Halbzeit die Partie zwischen BSV Al-Dersimspor und dem 1. FC Wilmersdorf ab. Die Gäste aus Wilmersdorf führten mit 1:0. Naja, da ist es wieder zu Gewalttaten gekommen, wird angenommen. Nein, diesmal ist es nicht so leicht zu beurteilen. Dersim-Trainer Brandt gab sogar zu Protokoll, es habe keinen Anlass gegeben, das Spiel abzubrechen. Brandt rutschte der interpretationswürdige Satz in Richtung Schiedsrichter heraus: “Ihr könnt uns nicht plattmachen“. Der Schiedsrichter Marcel Richter meinte nur, die Sicherheit der Spieler wäre nicht mehr zu gewährleisten gewesen.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff beschwerte sich der Al-Dersimspor-Spieler Aktürk lautstark beim Referee und da er anschließend noch den Ball wegschlug, wurde aus der Gelben die berechtigte Gelb-Rote Karte. Trainer Brandt versuchte seine aufgebrachten Spieler zu beruhigen, bekam ebenfalls die Gelbe Karte, weil er dabei ein paar Zentimeter im Spielfeld stand. Interessant könnte sein, was im Spielbericht stehen wird. Wie auch immer, entscheidend dürfte die Tatsache sein, dass der 1.FC Wilmersdorf weiterspielen wollte. Das entkräftet die angebliche Gefährdung der Spieler. 

Das Freitagspiel, 16.10.2020 am Heckerdamm zwischen Berlin Türkspor und dem SV Empor musste wegen Corona abgesagt werden. Dem folgten die geplanten Sonntagspiele SD Croatia – Berliner SC und Spandauer Kickers – Türkiyemspor. Fünf Partien wurden ausgetragen. Spielfrei waren der Frohnauer SC und Fortuna Biesdorf.

Sparta Lichtenberg (Tabellenzweiter) besiegte Brandenburg 03 mit 3:2, der SC Charlottenburg (5.) gewann sein Heimspiel mit 4:3 gegen Hilalspor (10.) und der TSV Rudow (9.) siegte auswärts bei Stern Marienfelde mit 1:0. Der TuS Makkabi musste am Wackerweg bei den Füchse Berlin (8.) ran. Die Füchse führten vor 107 Zuschauern 2:1 bis zur 90. Minute, doch TuS Makkabi (6.) glich durch Diop per Kopf nach Freistoß von Cheung zum 2:2 aus. Besonderes Interesse fand das Spitzenspiel der beiden bisher ungeschlagenen Mannschaften. 147 Zuschauer sahen die erste Niederlage von Novi Pazar. Die Gäste aus Mahlsdorf gewannen das Duell deutlich mit 3:0. Das Team von Trainer Volbert verteidigte souverän – jetzt mit 25 Punkten nach dem 9. Spieltag – die Tabellenspitze vor Sparta Lichtenberg mit 22 Punkten.

Am Donnerstag, 22.10. hat Novi Pazar das Nachholspiel bei SV Empor zu bestreiten, am Sonntag, 25.10. sind dann für Novi weitere 3 Punkte beim Schlusslicht Stern Marienfelde An der Dorfkirche eingeplant. Eintracht Mahlsdorf hat wie der SV Empor spielfrei. Al-Dersimspor hat auf dem Lilli-Henoch-Sportplatz Heimrecht gegen den SC Charlottenburg, Sparta Lichtenberg empfängt die Spandauer Kickers. Die Füchse Berlin bekommen es am Wackerweg mit dem TSV Rudow zu tun und im Freitagspiel, 23.10. am Heckerdamm Berlin Türkspor gegen Türkiyemspor könnten die Wogen hochkochen.

Christian Zschiedrich

Nur in der Berlin-Liga wurde gespielt

Der Auftakt in den Ligen darunter wurde verschoben und der Verband hat beschlossen, dass nur eine einfache Runde gespielt wird. In der Pressemitteilung heißt es dazu: „Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes hat beschlossen, die Saison am kommenden Wochenende 5. September 2020 zu beginnen. Da ein geordneter Spielbetrieb mit Hin- und Rückrunde aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht möglich ist, werden Punktspiele (Meisterschaftsspiele) zur Ermittlung des Staffelmeisters (Auf- und Absteiger) in der Saison 2020/21 gemäß § 19 Ziffer 2 der BFV-Spielordnung in einer einfachen Spielrunde (ohne Rückrunde), jeder gegen jeden, ermittelt. Die oberste Liga in Berlin hat bereits bis auf Sparta Lichtenberg, SD Croatia und Al-Dersimspor für drei Spieltage den Ball rollen lassen. Bei 21 Vereinen in dieser Saison muss immer ein Club pro Spieltag zuschauen.“

Von den Vereinen die bisher drei Spiele absolviert haben, konnte keiner drei Siege einfahren. Sparta Lichtenberg ist nach zwei gewonnenen Spielen noch verlustpunktfrei. An der Hubertusallee wird seit Jahren ansehnlicher und erfolgreicher Fußball gespielt. Mit einer Begegnung mehr haben sich der Berliner SC als neuer Tabellenführer, Eintracht Mahlsdorf auf den zweiten Rang und dahinter SC Charlottenburg mit je einem Unentschieden und zwei Siegen, 7 Punkten, behaupten können. Coronabedingt, bei 5 Absteigern wird es spannend. Die Entscheidungen über Auf- und Abstieg könnten sogar erst am letzten Spieltag getroffen werden.

Ihre drei Auftakt-Partien haben Türkiyemspor (auf Trainersuche) und Berlin United verloren und zieren mit 0 Punkten das Tabellenende. Auf den anderen Abstiegsrängen platziert sind die Spandauer Kickers, der Frohnauer SC und Stern Marienfelde. Den höchsten Sieg brachte der TSV Rudow gegen Berlin United am zweiten Spieltag mit 9:0 zustande. Wenig überzeugend urteilte United-Trainer Jörg Goslar, man sei noch in der Vorbereitung. Corona bringt da einiges durcheinander.

Nach dem Sieg zum Auftakt der Füchse Berlin, 5:0 bei Al-Dersimspor, folgte im Heimspiel gegen Sparta Lichtenberg eine 0:2 Niederlage. Der Auswärtssieg 4:3  bei den Sternen in Marienfelde sorgte wieder für bessere Laune. Dieser Wechsel zwischen Hoch und Tief sollte künftig vermieden werden. Ungeschlagen ist aktuell Novi Pazar, Tabellenachter mit 5 Punkten und einem Torverhältnis von 3:1. Gespielt wurde ohne den prominenten Neuzugang Ronny, auf dessen Spielberechtigung der 1. FC 95 baldigst hofft. Gut in der Berlin-Liga vertreten sind bis auf einen, die türkisch geprägten Vereine: Türkspor Tabellenplatz 7, 6 Punkte, 6:4 Toren. Bei Türkiyemspor dagegen läuft es bisher überhaupt nicht, null Punkte, 1:7 Tore. Der Name der beiden klingt nur zum Verwechseln ähnlich, miteinander tauschen wollen beide bestimmt nicht.

Auch wenn der Anfang des Spielbetriebes in den unteren Klassen verschoben ist, in der Berlin-Liga hofft man, dass es am kommenden Wochenende weiter geht.  

Christian Zschiedrich