Fünf Spielausfälle in der Berlin-Liga und Saisonpause

Der aktuelle 13. Spieltag brachte vier Ergebnisse und fünf abgesagte Spiele.

Es spielten:

Türkiyemspor –    1.FC Novi Pazar  1:1

Hilalspor          –    Spandauer Kickers    2:0

Eintracht Mahlsdorf   –    Stern Marienfelde  2:0

TSV Rudow      –    Sparta Lichtenberg  4:3

Abgesagte Spiele:

Fortuna Biesdorf – Reinickendorfer Füchse Berlin

Brandenburg 03  –  Al-Dersimspor

TuS Makkabi        –   Frohnauer SC

Berliner SC           –   Berlin Türkspor

FC Wilmersdorf   –   SD Croatia

Dem Reglement nach gab es fünf Absteiger und einen Aufsteiger. Berlin United hat die Mannschaft leider zurückgezogen. Die gegen den Abstieg kämpfenden Mannschaften können der Zwangspause vielleicht etwas positives abringen.

In der „Gefahrenzone“ sieht es wie folgt aus: Drei Mannschaften haben jeweils 10 Punkte. SV Empor (13.),  Spandauer Kickers (14.) und Brandenburg 03 (15.).

16. BSV Al-Dersimspor (9 Spiele) 9 Punkte

17. SD Croatia (8 Spiele) 8 Punkte

18. Fortuna Biesdorf (10 Spiele) 8 Punkte

19 Türkiyemspor (11 Spiele) 8 Punkte

19. Stern Marienfelde (11 Spiele) 7 Punkte

In der Spitzengruppe haben drei Mannschaften bereits 12 Matches absolviert, zwei deren 10 und der souveräne TabellenführerEintracht Mahlsdorf mit 31 Punkten 11 Spiele. Die Eintracht gab sich unter Coach Volbert noch keine Blöße, gewann 2:0, abermals zu Null, gegen Stern Marienfelde. Der 1. FC Novi Pazar dagegen schaffte erneut keinen Sieg. Gegen Kellerkind Türkiyemspor reichte es nur zu einem 1:1. Den Ausgleich mussten die Neuköllner erst in der 6. Minute der Nachspielzeit hinnehmen. Allerdings hatten sie die Führung auch erst in der Nachspielzeit erzielt. Ein Gutes hat die Zwangspause für Novi Pazar. Ronny kann in aller Ruhe seine Verletzung auskurieren.

An der Tabellenspitze sieht es wie folgt aus:

Eintracht Mahlsdorf 11 Spiele 31 Punkte

Sparta Lichtenberg   10 Spiele 22 Punkte

TuS Makkabi              12 Spiele 22 Punkte

Berliner SC                 10 Spiele 20 Punkte

1.FC Novi Pazar         12 Spiele 20 Punkte

SC Charlottenburg    12 Spiele 20 Punkte

Es ist jetzt jetzt müßig darüber zu spekulieren, wem die Unterbrechnung der Saison nutzt oder eher schadet, letzlich sind die Bedingungen für gleich.

Christian Zschiedrich

Der Spielbetrieb in Berlin hängt am seidenen Faden

Am bisher letzten, dem 11. Spieltag, fielen in der Berlin-Liga zwei Partien aus, Sparta Lichtenberg – SD Croatia und SD Croatia – Hilalspor. Croatia ist am meisten betroffen, hat statt 11 erst 7 Spieltage um Punkte kämpfen können, demzufolge sind sie mit nur 7 Punkten auf Platz 17 der Tabelle. Das türkische Derby Berlin Türkspor – Türkiyemspor, Ergebnis 3:0, fand am Heckerdamm statt. Spielfrei hatten der SV Empor und Eintracht Mahlsdorf. Beide sind erst bei 9 Meisterschaftsspielen gelandet. Dennoch führt Eintracht Mahlsdorf mit 25 Punkten souverän die Tabelle an, gefolgt von Sparta Lichtenberg mit 22 Punkten und ebenfalls 9 Spielen.

Erstaunlich deutliche Siege errangen der SC Charlottenburg (4.) mit 6:2 bei BSV Al-Dersimspor, Stern Marienfelde – 1.FC Novi Pazar (6.) 5:1, Frohnauer SC (7.) – Brandenburg 03 (16.) 4:0, Berliner SC mit 4:1 bei der Fortuna in Biesdorf. Um die Ergebnisse am letzten Wochenende komplett zu machen, die Füchse Berlin (8., 14 P.) spielten am Wackerweg 1:1 gegen den TSV Rudow (9., 14 P.) und TuS Makkabi (5., 19 P.) gewann 2:0 auf der Julius-Hirsch-Sportanlage gegen den 1. FC Wilmersdorf (12., 11 P.).

Den Ansetzungen nach soll es mit einer englische Woche weiter gehen. Doch während dieser Überblick formuliert wird, kann es eine Stunde später schon ganz anders lauten. Die Landesverbände Saarland und Bremen haben den Spielbetrieb bereits ausgesetzt. In Berlin tagt der Senat und der Berliner Fußball Verband will in einer Videokonferenz die Vereinsvertreter in die Entscheidungsfindung einbeziehen.

Der hoffnungsvoll in die Saison gestartete 1. FC Novi Pazar hat innerhalb von zwei Wochen zwei Niederlagen einstecken müssen. Rückschläge gegen Eintracht Mahlsdorf 0:3 und die 1:5 Niederlage im Spiel gegen Stern Marienfelde müssen erst einmal verkraftet werden. Der nächste Gegner ist oder wäre Brandenburg 03. Am Sonntag, 1.11.2020 heißt die Ansetzung im Willi-Kressmann-Stadion Türkiyemspor – Novi Pazar. Eintracht Mahlsdorf hat/hätte am Mittwoch, 28.10.2020 beim SC Charlottenburg keine leichte Aufgabe vor sich und am daraufolgenden Sonntag Stern Marienfelde zu Gast.

Christian Zschiedrich

Spielabbruch in der Berlin-Liga und weitere drei Spielausfälle

Schiedsrichter Marcel Richter brach am Anhalter Bahnhof zur Halbzeit die Partie zwischen BSV Al-Dersimspor und dem 1. FC Wilmersdorf ab. Die Gäste aus Wilmersdorf führten mit 1:0. Naja, da ist es wieder zu Gewalttaten gekommen, wird angenommen. Nein, diesmal ist es nicht so leicht zu beurteilen. Dersim-Trainer Brandt gab sogar zu Protokoll, es habe keinen Anlass gegeben, das Spiel abzubrechen. Brandt rutschte der interpretationswürdige Satz in Richtung Schiedsrichter heraus: “Ihr könnt uns nicht plattmachen“. Der Schiedsrichter Marcel Richter meinte nur, die Sicherheit der Spieler wäre nicht mehr zu gewährleisten gewesen.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff beschwerte sich der Al-Dersimspor-Spieler Aktürk lautstark beim Referee und da er anschließend noch den Ball wegschlug, wurde aus der Gelben die berechtigte Gelb-Rote Karte. Trainer Brandt versuchte seine aufgebrachten Spieler zu beruhigen, bekam ebenfalls die Gelbe Karte, weil er dabei ein paar Zentimeter im Spielfeld stand. Interessant könnte sein, was im Spielbericht stehen wird. Wie auch immer, entscheidend dürfte die Tatsache sein, dass der 1.FC Wilmersdorf weiterspielen wollte. Das entkräftet die angebliche Gefährdung der Spieler. 

Das Freitagspiel, 16.10.2020 am Heckerdamm zwischen Berlin Türkspor und dem SV Empor musste wegen Corona abgesagt werden. Dem folgten die geplanten Sonntagspiele SD Croatia – Berliner SC und Spandauer Kickers – Türkiyemspor. Fünf Partien wurden ausgetragen. Spielfrei waren der Frohnauer SC und Fortuna Biesdorf.

Sparta Lichtenberg (Tabellenzweiter) besiegte Brandenburg 03 mit 3:2, der SC Charlottenburg (5.) gewann sein Heimspiel mit 4:3 gegen Hilalspor (10.) und der TSV Rudow (9.) siegte auswärts bei Stern Marienfelde mit 1:0. Der TuS Makkabi musste am Wackerweg bei den Füchse Berlin (8.) ran. Die Füchse führten vor 107 Zuschauern 2:1 bis zur 90. Minute, doch TuS Makkabi (6.) glich durch Diop per Kopf nach Freistoß von Cheung zum 2:2 aus. Besonderes Interesse fand das Spitzenspiel der beiden bisher ungeschlagenen Mannschaften. 147 Zuschauer sahen die erste Niederlage von Novi Pazar. Die Gäste aus Mahlsdorf gewannen das Duell deutlich mit 3:0. Das Team von Trainer Volbert verteidigte souverän – jetzt mit 25 Punkten nach dem 9. Spieltag – die Tabellenspitze vor Sparta Lichtenberg mit 22 Punkten.

Am Donnerstag, 22.10. hat Novi Pazar das Nachholspiel bei SV Empor zu bestreiten, am Sonntag, 25.10. sind dann für Novi weitere 3 Punkte beim Schlusslicht Stern Marienfelde An der Dorfkirche eingeplant. Eintracht Mahlsdorf hat wie der SV Empor spielfrei. Al-Dersimspor hat auf dem Lilli-Henoch-Sportplatz Heimrecht gegen den SC Charlottenburg, Sparta Lichtenberg empfängt die Spandauer Kickers. Die Füchse Berlin bekommen es am Wackerweg mit dem TSV Rudow zu tun und im Freitagspiel, 23.10. am Heckerdamm Berlin Türkspor gegen Türkiyemspor könnten die Wogen hochkochen.

Christian Zschiedrich

Nur in der Berlin-Liga wurde gespielt

Der Auftakt in den Ligen darunter wurde verschoben und der Verband hat beschlossen, dass nur eine einfache Runde gespielt wird. In der Pressemitteilung heißt es dazu: „Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes hat beschlossen, die Saison am kommenden Wochenende 5. September 2020 zu beginnen. Da ein geordneter Spielbetrieb mit Hin- und Rückrunde aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht möglich ist, werden Punktspiele (Meisterschaftsspiele) zur Ermittlung des Staffelmeisters (Auf- und Absteiger) in der Saison 2020/21 gemäß § 19 Ziffer 2 der BFV-Spielordnung in einer einfachen Spielrunde (ohne Rückrunde), jeder gegen jeden, ermittelt. Die oberste Liga in Berlin hat bereits bis auf Sparta Lichtenberg, SD Croatia und Al-Dersimspor für drei Spieltage den Ball rollen lassen. Bei 21 Vereinen in dieser Saison muss immer ein Club pro Spieltag zuschauen.“

Von den Vereinen die bisher drei Spiele absolviert haben, konnte keiner drei Siege einfahren. Sparta Lichtenberg ist nach zwei gewonnenen Spielen noch verlustpunktfrei. An der Hubertusallee wird seit Jahren ansehnlicher und erfolgreicher Fußball gespielt. Mit einer Begegnung mehr haben sich der Berliner SC als neuer Tabellenführer, Eintracht Mahlsdorf auf den zweiten Rang und dahinter SC Charlottenburg mit je einem Unentschieden und zwei Siegen, 7 Punkten, behaupten können. Coronabedingt, bei 5 Absteigern wird es spannend. Die Entscheidungen über Auf- und Abstieg könnten sogar erst am letzten Spieltag getroffen werden.

Ihre drei Auftakt-Partien haben Türkiyemspor (auf Trainersuche) und Berlin United verloren und zieren mit 0 Punkten das Tabellenende. Auf den anderen Abstiegsrängen platziert sind die Spandauer Kickers, der Frohnauer SC und Stern Marienfelde. Den höchsten Sieg brachte der TSV Rudow gegen Berlin United am zweiten Spieltag mit 9:0 zustande. Wenig überzeugend urteilte United-Trainer Jörg Goslar, man sei noch in der Vorbereitung. Corona bringt da einiges durcheinander.

Nach dem Sieg zum Auftakt der Füchse Berlin, 5:0 bei Al-Dersimspor, folgte im Heimspiel gegen Sparta Lichtenberg eine 0:2 Niederlage. Der Auswärtssieg 4:3  bei den Sternen in Marienfelde sorgte wieder für bessere Laune. Dieser Wechsel zwischen Hoch und Tief sollte künftig vermieden werden. Ungeschlagen ist aktuell Novi Pazar, Tabellenachter mit 5 Punkten und einem Torverhältnis von 3:1. Gespielt wurde ohne den prominenten Neuzugang Ronny, auf dessen Spielberechtigung der 1. FC 95 baldigst hofft. Gut in der Berlin-Liga vertreten sind bis auf einen, die türkisch geprägten Vereine: Türkspor Tabellenplatz 7, 6 Punkte, 6:4 Toren. Bei Türkiyemspor dagegen läuft es bisher überhaupt nicht, null Punkte, 1:7 Tore. Der Name der beiden klingt nur zum Verwechseln ähnlich, miteinander tauschen wollen beide bestimmt nicht.

Auch wenn der Anfang des Spielbetriebes in den unteren Klassen verschoben ist, in der Berlin-Liga hofft man, dass es am kommenden Wochenende weiter geht.  

Christian Zschiedrich  

Eintracht Mahlsdorf behauptet sich an der Spitze der Berlin-Liga

Wie der Name es verrät, spielen in der Berlin-Liga ausschließlich Berliner Vereine. Insofern ist es richtig, von der obersten Berliner Fußball Liga zu sprechen. Sich da zu behaupten, ist mitunter gar nicht so einfach. Einige Traditionsvereine haben es nicht geschafft, wurden schon mal durchgereicht. Schauen wir eine Klasse tiefer in beiden Landesligen.

Den SC Gatow z.B. finden wir mit erst neun Punkten auf einem Abstiegsplatz, dem vorletzten. Zwei Clubs, die weit bessere Zeiten erlebten, peilen hoffnungsvoll den Aufstieg in die Berlin-Liga an. Tabellenführer in der 1.Abteilung ist der 1. FC Wilmersdorf, in der 2. Abteilung der SC Charlottenburg. Hoffnung macht sich auch im Verfolgerfeld der BFC Preussen unter Trainer Thomas Häßler.

Zurück in die Berlin-Liga, in der letzten Saison stiegen die Füchse Berlin mit Glück und Geschick nicht ab. Es hing alles am seidenen Faden. Heuer nehmen sie nach 15 Spielen Platz 9 mit 21 Punkten ein, obwohl sie am 15. Spieltag ihr Heimspiel gegen SD Croatia mit 0:1 abgaben. Auf den drei Abstiegsplätzen rangieren aktuell Türkiyemspor (16., 12 P.), Fortuna Biesdorf (17., 6 P.) und Brandenburg 03 (18., 0 P.). Al-Dersimspor (15., 13 P.) und Hilalspor (14., 15 P.) könnte es ebenso erwischen.

Oben steht Eintracht Mahlsdorf (38 P.), der unter Trainer Daniel Volbert, die Herbstmeisterschaft wird erst mit dem 17. Spieltag entschieden werden wird. Denn nur einen Punkt dahinter kämpft Sparta Lichtenberg mit um die Krone, wechselte sich an der Spitze mehrmals mit Eintracht Mahlsdorf ab. Die Mahlsdorfer hatten es zuletzt schwer, in Frohnau mit einem 1:0 drei Punkte zu entführen, während Sparta bei Berlin-United mit einem 4:0 beeindruckte. TuS Makkabi hat sich nicht aufgegeben, fertigte die Spandauer Kickers mit 5:2 ab. Der Frohnauer SC (8., 22 P.) steht mit einem Zähler unmittelbar vor den Füchsen. Der Tabellendritte mit 35 Punkten Stern 1900  kam beim Berliner SC über ein 1:1 nicht hinaus.

Der 16. Spieltag bietet ein Samstagspiel, am 7.12. 14.00 Uhr, an der Cantianstraße, der SV Empor (11.) empfängt Fortuna Biesdorf (17.). Acht Spiele werden am Sonntag, 8.12. ausgetragen. Unter anderem ab 12.45 Uhr, in der Kreuznacher Straße, die Partie von Stern 1900 gegen den Frohnauer SC. Von Interesse für den Aufstieg ist der Ausgang, des Spiels Am Rosenhag. Behauptet sich Gastgeber Eintracht Mahlsdorf, Anpfiff 14.15 Uhr, gegen den TSV Rudow und kommt Brandenburg 03 ab 16.00 Uhr im Heimspiel an der Sömmeringstraße gegen Al-Dersimspor endlich zu den ersten Punkten?

Christian Zschiedrich

Berlin-Liga: Suspendierung von Al-Dersimspor aufgehoben

In Sachen BSV Al-Dersimspor, wir berichteten ausführlich von den Vorgängen, entschied nun das Sportgericht: Die Suspendierung ist aufgehoben, die drei ausgefallenen Spiele werden nachgeholt. Der Verein spielt weiter im Meisterschaftsbetrieb des BFV, Al-Dersimspor zog im übertragenen Sinne den Kopf aus der Schlinge und ist noch einmal davongekommen.  Die Fußball-Kultur hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Al-Dersimspor ist beileibe nicht der einzige Verein in Berlin mit ausländischen Wurzeln, in den Clubs, in denen zahlenmäßig z.B. die türkischen Mitbürger das Sagen haben. Das Positive im Fall Dersimspor: Die Vereinsführung hat wohl Einsicht walten lassen.

Sind wir also auf das Vorangehen und die weitere Entwicklung gespannt. Schlimm wäre eine weitere Politisierung im Fußball. Hier verhinderten zwei Vorstandsmitglieder Schlimmeres! Das dürfte auch der Grund gewesen sein, weshalb dem Antrag von Spiel- und Schiedsrichterausschuss, die nächsten zehn Heimspiele des Vereins unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen, durch das Sportgericht nicht gefolgt wurde. Es wurden immerhin mehrere Auflagen verhängt: Fünf Ordner müssen dem Schiedsrichter vor jedem Heimspiel namentlich benannt werden, die als solche für ihn erkennbar sind.

Eine weitere Auflage sollten sich andere Vereine zu Herzen nehmen, eine Regelkunde-Schulung beim BFV. Die müssen laut Sportgerichtsurteil allle 22 auf dem Spielberichts-Formular genannten Spieler bis zum 31. März 2020 absolvieren. Das Verfahren wird neu eröffnet, wenn die Auflagen nicht erfüllt werden.

Persönliche Strafen wurden darüber hinaus ausgesprochen:   Mohammed El-Kassem (ein Spiel Sperre) Metin Sinan Aktürk (zwei Spiele), Onur Serhat Aktürk (drei Spiele), Ozan Yildiz (vier Spiele) Hüseyin Ali Kaloglu (Hauptbeschuldigter), wird gesperrt bis 31.12.2020. Er muss außerdem ein Anti-Gewalttraining absolvieren. Co. Trainer Jerome Flohr erhielt einen Verweis. Schiedsrichter Paffrath erklärte, sich auf dem Platz selbst nicht bedroht gefühlt zu haben.

Al Dersimspor erwartet am Sonntag, 20.10. 15.00 Uhr, Lilli-Henoch-Sportplatz, die Spandauer Kickers. Zur gleichen Zeit TSV Rudow – Sparta Lichtenberg (Stubenrauchstraße). Bereits am Freitag, 18.10. 19.30 Uhr, Wackersportplatz, Kienhorststraße, Füchse Berlin – Brandenburg 03. Samstag, 19.10. 14.00 Uhr, Spandauer Damm, Berlin United – SV Empor,

Sonntag, 20.10. 12.00 Uhr, Julius-Hirsch-Sportanlage, TuS Makkabi – Fortuna Biesdorf, 12.45 Uhr, Kreuznacher Straße, Stern 1900 – Eintracht Mahlsdorf,  und Poloplatz, Frohnauer SC – SD Croatia, 13.00 Uhr Hubertusallee, Berliner SC – Türkiyemspor, 14.00 Uhr, Willi-Kressmann-Stadion, Hilalspor – Berlin Türkspor. 

Christian Zschiedrich  

Englische Woche in der Berlin-Liga mit Turbulenzen

Die Arbeitsgemeinschaft der Berlin-Liga tagte nun auch unter historisch schlechtester Besucher-Resonanz. Wir nahmen natürlich auch zum Thema Dersimspor und der Suspendierung auf Zeit in unseren Berichten Stellung. Das endgültige Strafmaß wird vom Sportgericht am 11.Oktober gesprochen. Bis dahin wurde vom Berliner Fußball-Verband ein Zeichen gesetzt; ich nannte es „ein Exempel statuieren“. Das bahnte sich förmlich an, weil in der jungen Saison nahezu an jedem Wochenende Ausschreitungen, Spielabbrüche und Angriffe auf die Schiedsrichter gab.

Ein Spieler von Dersimspor rastete nach der Begegnung gegen den Frohnauer SC, 2:4, im Kabinengang gegen SR Stefan Paffrath (BSC Rehberge) aus. Dersimspor hatte vier Platzverweise nach Ansicht der Heimmannschaft nicht berechtigt zu verkraften. Der Spieler, der ausrastete, war ausgerechnet ein gestandener Berlin-Liga-Spieler und Kapitän Ali Kaloglu. So erhebt sich die Frage: Was können die U50 oder die D-Jugendspieler dafür, dass Kaloglu ausrastete und der Schiedsrichterausschuss entschied, bis zum 11.Oktober zu keinem Spiel mit Dersimspor einen Referee zu schicken.

Das kann natürlich auch Beeinträchtigungen im Saisonverlauf für gegnerische Mannschaften haben. Kai Brandt fand diese Wortwahl: Wegen der Verfehlung eines Spielers wurde der gesamte Verein in Sippenhaft genommen. Wie aber soll der Verband durchgreifen?

 Doch in der Berlin-Liga gibt es weitere existenzielle Probleme: Tabellenletzter ist Brandenburg 03. Null Punkte nach sieben Spielen und das erschreckende Torverhältnis von 6:31. Da hengt zwangläufig der Segen schief. Am Samstag gab es die 2:9-Klatsche bei Sparta Lichtenberg. In dieser Woche steht die Krisensitzung an. Vier A-Jugendspieler wurden gegen Sparta eingesetzt, weil etliche, eine unverhältnismäßig hohe Anzahl von Vorwochenspieler, 1:3 gegen Croatia, nicht ausgemustert, aus bisher noch unbekannten Gründen nicht mehr dabei waren. Sparta Lichtenberg war obendrein bärenstark.

Eintracht Mahlsdorf ist neuer Tabellenführer. Aufsteiger Fortuna Biesdorf hatte zwar noch keinen Punk nach sechs Spieltagen, trotzte ausgerechnet Stern 1900 ein 0:0 an der Kreuznacher Straße ab. Dann gab es das Duell unter Landsleuten. Türkiyemspor – Berlin Türkspor. Es endete 0:5. TuS Makkabi schlu die Füchse Berlin 3:2 und der Frohnauer SC kam gegen Hilalspor nicht über ein 1:1 hinaus. Und nun steht zum 8. und 9.Spieltag die Englische Woche an. Wir bleiben am Ball.

Christian Zschiedrich

Auswärtsaufgabe gegen Lemgo Lippe

Am Sonntagnachmittag um 16:00 Uhr sind die Füchse Berlin beim TBV Lemgo Lippe im Einsatz. Nach den beiden Siegen in Göppingen und zu Hause gegen den TVB Stuttgart möchte das Team von Velimir Petkovic am Sonntag die Siegesserie auf drei ausbauen. Mit einem Sieg könnte man sich im erweiterten Verfolgerfeld der Liga festsetzen.

Die Berliner haben in den letzten Spielen gezeigt, dass sie starke Leistungen abrufen können. In dem enorm wichtigen Spiel in Göppingen hatte sich der Hauptstadtklub nach einer Schwächephase zu Beginn der zweiten Halbzeit berappelt und konnte die Punkte einfahren. Im vergangenen Heimspiel gegen den TVB Stuttgart spielte man sich mit einer hochkonzentrierten Angriffsleistung souverän zum Sieg.

Am Sonntag wartet nun das Auswärtsspiel beim TBV Lemgo Lippe. „Lemgo ist eine starke Mannschaft und mit dem gewonnenen Punkt aus Erlangen wird es für uns noch schwerer, da das natürlich Anreiz gibt, um gegen uns doppelt zu Punkten.“ Doch die Berliner können aus den vergangenen Spielen ihr Selbstvertrauen ziehen. Zudem möchten die Füchse auch ihren letzten Auftritt in Lemgo vergessen machen.

In der vergangenen Saison unterlagen die Berliner beim TBV mit 30:34. Doch aktuell hat der Hauptstadtklub die bessere Form und geht beim 14. Der LIQUI MOLY HBL deshalb als Favorit ins Rennen. „Wir wollen den positiven Schwung der letzten Spiele mitnehmen und auch in Lemgo einen weiteren Schritt nach vorne machen“, so Velimir Petkovic zur Zielstellung. Wenn die Füchse beim TBV doppelt punkten, dann haben die Berliner trotz des ernüchternden Saisonstarts vorerst einen Platz in der erweiterten Verfolgergruppe der Liga sicher.

Quelle: Füchse Berlin Handball

TuS Makkabi schlägt Berlin United

Ja, Fußball gespielt wird in der Berlin-Liga auch noch. Handeln wir schnell das Negative ab: Das Sportgericht tagte einmal im Falle des abgebrochenen Spiels SD Croatia – Eintracht Mahlsdorf. Croatia hoffte auf eine Neuansetzung, wurde aber trotz gegensätzlicher Aussagen mit  6:0 Toren für Mahlsdorf, einhergehend natürlich mit der 0-Punkte Niederlagenwertung bestraft. Sahin, der den Schiedsrichter ins Gesicht gefasst haben soll bekam 8 Spiele Pause aufgebrummt. Das Gericht erkannte die Meinung des Referees an. Croatia, in zurückliegenden Jahren nie straffällig geworden, legte sogar ein Video als Beweismittel vor, das keine Anerkennung fand. Mit der Niederlage am Grünen Tisch ist Croatia mit nur einem Punkt  auf den 16.Tabellenplatz gelandet, einem Abstiegsplatz. Aufsteiger Fortuna Biesdorf und Brandenburg 03 zieren mit O Punkten den 17. Und 18.Platz.

Eintracht Mahlsdorf war schließlich noch einmal dran, d.h. ihr Trainer Daniel Volbert. Sonst ein fairer Sportsmann soll beim Pokalspiel gegen Al-Dersimspor einen Spieler der gegnerischen Mannschaft mit der Faust gedroht haben, weil dieser einen Mahlsdorfer Spieler ins Gesicht geschlagen hatte. Volbert bekam dafür die Höchststrafe, 120 Euro Geldbuße. Volbert bestritt die erhobene Faust. Der Spieler sei ja auch noch weit entfernt gewesen. Half alles nichts, auch wenn der Vorwurf der erhobenen Faust im Verlaufe der Verhandlung entkräftet wurde. Und nun zum sportlichen Teil.:

TuS Makkabi behauptete mit einem 2:1-Sieg über Berlin United die Tabellenführung mit einem Zwei-Tore besserem Torverhältnis gegenüber Stern 1900, ebenfalls 13 Punkte und dem Vorhaben, in dieser Saison besonders wachsam zu sein. Gegen Türkspor wurde in der Kreuznacher Straße ein 3:1 eingefahren. Jetzt am Sonntag aber müssen die Sterne zum Brunsbüttler Damm zu den Spandauer Kickers (12.).TuS Makkabi hat es jedoch in der Fischerstraße bei Sparta Lichtenberg keineswegs leichter zu punkten. Trainer Wolfgang Sandhowe wird es schon richten.

Aus Erfahrung klug geworden sind die Nordberliner. Da schau her. Der Frohnauer SC , mit 11 Punkten Tabellenvierter und mit nur einem weniger unmittelbar dahinter auf Platz 5 die Reinickendorfer Füchse. Das sind wohl die Signale dafür, dass in dieser Saison alles viel besser als in der vergangenen werden soll. Die Füchse besiegten Hilalspor 2:1 und der Frohnauer SC sagte sich, 1:0 ist auch gewonnen und behielt die drei Punkte gegen Biesdorf am Poloplatz. Jetzt haben beide Auswärtsspiele. Frohnau gegen BSV Al-Dersimspor, Lilli-Henoch-Sportplatz und bereits am Samstag die Füchse  am Spandauer Damm gegen die aufstiegswilligen Berlin United, Tabellensiebenter mit neun Punkten.

Christian Zschiedrich

Füchse wollen Wiedergutmachung leisten

Am Sonntag, 15.09. steht für die Füchse das nächste Heimspiel an. Gegner um 16:00 Uhr ist der TVB Stuttgart. Der Auswärtssieg in Göppingen gibt nach der unnötigen Heimpleite gegen Minden Aussicht auf Besserung. Die gesamte Füchse-Familie hofft auf den zweiten Heimsieg der Saison. Dass das nicht einfach wird, zeigt das Ergebnis im Heimspiel der letzten Saison: Da verloren die Füchse mit 25:30. Die Jungs von Velimir Petkovic sind also gewarnt. Umso mehr brauchen die Berliner also die Unterstützung ihrer Fans. Bringt den Fuchsbau zum Beben!

Von vielen wurde der Sieg gegen Göppingen als so etwas wie der Befreiungsschlag für die Füchse Berlin gesehen. Dass das der Wahrheit entspricht, müssen die Berliner am Sonntag unter Beweis stellen. Das weiß auch Trainer Velimir Petkovic: „Aus so einem Loch, in das wir uns selbst gebracht haben, kommen wir nur mit mehr Siegen wieder raus“. Einfach wird das allerdings nicht. Das zeigen auch die Spiele der letzten Saison: Im Hinspiel mussten die Füchse zu Hause eine 25:30-Niederlage hinnehmen und im Rückspiel konnten die Berliner in allerletzter Sekunde den Sieg einfahren, als Hans Lindberg vom Siebenmeterstrich verwandelte. Gewarnt sind die Füchse also allemal.

Auch in größerer Vergangenheit sind kaum Duelle der beiden Kontrahenten zu finden, aus denen ein eindeutiger Sieger hervorging. Jeden Zuschauer erwartet somit ein hart umkämpftes und spannendes Spiel, in welchem die Füchse natürlich siegen wollen, um den zweiten Heimsieg der Saison einzufahren. „Nach dem Sieg in Göppingen herrscht natürlich eine bessere Atmosphäre“, sagt Petkovic und gibt somit Grund auf Vorfreude auf das kommende Spiel. Den Sieg und die Punkte haben die Berliner auch bitter nötig, damit sie den gewünschten Kurs Richtung oberes Tabellendrittel einschlagen können.

Lichtblick der Hauptstädter ist Hans Lindberg der vor Beginn dieses Spieltages mit 34 Treffern die Torschützenliste anführt. Nach bisher zwei Siegen und zwei Niederlagen und einer Tordifferenz von 81 geworfenen und 81 kassierten Toren sind die Füchse allerdings nur im Tabellenmittelfeld zu finden. Unterstützt unsere Füchse am Sonntag also kräftig, damit nach dem Spiel die erste positive Punktebilanz der Saison auf unserem Konto ist.

Quelle: Füchse Berlin Handball