Eisbären verlieren gegen Tabellenführer aus München

Wenn es irgendwie noch was werden soll mit den Play-offs, dann sind Siege gefragt, egal wer kommt. Zu Gast war am Freitagabend der souveräne Spitzenreiter und amtierende Vizemeister RB München. Don Jackson und sein ehemaliger Kapitän bei den Eisbären Berlin, die ewige Nummer 27 Steve Walker, führten als Münchner Trainergespann ihre Farben zum Sieg am 49. Spieltag.

Das erste Drittel verlief torlos. Dafür sahen die 13.870 in der MB-Arena gleich fünf Treffer im Mittelabschnitt. Durch ein Tor im Powerplay, Zachary Redmond in der 22. Minute, gingen die Gäste in Führung. Justin Schütz erhöhte in der 28. Minute auf 2:0. Die Antwort hatten die Eisbären in der 29. Minute parat. Kevin Clark verkürzte auf 1:2 und ganz aus dem Häuschen waren die Zuschauer in der Arena, als Jonas Müller fast die gesamte Länge der Eisfläche durchmaß und Mathias Niederberger überwinden konnte. Das passierte 36 Sekunden vor dem Drittel-Ende. Schon etwas peinlich, dass die Eisbären diesen passablen Zwischenstand nicht mit in die letzte Drittelpause nehmen konnten. Nur 12 Sekunden später brachte Yasin Ehliz die Gäste wieder in Führung. Das ging zu schnell und sollte nicht passieren.

Im Schlussdrittel lieferten sich die Finalisten der letzten Saison einen offenen Schlagabtausch. Bis weit in die Schlussphase hinein geizten beide mit Toren. Erst ein Fehler in der Eisbärenabwehr stellte die Weichen auf Sieg für den Spitzenreiter. Christopher Desousa erzielte das 4:2 für den Tabellenführer. Das dritte Tor der Eisbären, ein empty-net Treffer von Kevin Clark fiel 3 Sekunden vor der Schlusssirene, natürlich viel zu spät.

Die Eisbären hielten über weite Strecken mit dem Tabellenführer mit. Am Ende entschieden Kleinigkeiten das Spiel. Aus Sicht der Eisbären war es ein kleiner Fehler zu viel.

Für die Eisbären ist das Saisonziel, Platz 10 und die Chance in den Pre-Playoffs, in weite Ferne gerückt. Bereits am kommenden Sonntag, 5. Februar geht es weiter, zu Gast ab 14 Uhr in der Arena sind dann die Augsburger Panther.

Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske

Siegesserie der Eisbären gerissen – Niederlage in der Overtime

Der Spielplan sorgte für ein zweimaliges Aufeinandertreffen der Eisbären mit den Kölner Haien im Januar. Das erste Heimspiel am 4. Januar 2023 konnten die Eisbären knapp mit 3:2 für sich entscheiden. Dieses Ergebnis war der Zwischenstand nach zwei gespielten Dritteln.

Das erste Tor im Spiel erzielten die Kölner. In der 9. Spielminute überwand David McIntyre den Eisbären Goalie Juho Markkanen. Es dauerte bis zur 17. Minute, da besorgte Frank Mauer den Ausgleich für die Hausherren. Beide Teams hatten nichts zu verschenken. Die Eisbären haben die Pre Playoffs wieder in Sichtweite und für die Kölner ist sogar noch die direkte Qualifikation für das Viertelfinale drin.

Ihr ansteigende Form konnten die Eisbären auch in diesem Spiel nachweisen. Der Mittelabschnitt ging mit 2:1 an die Eisbären. Marcel Noebels besorgte in der 22. Minute den Führungstreffer für die Eisbären. Den Kölnern gelang in der 33. Minute durch Ex-Eisbär Landon Ferraro der Ausgleich. Auf das Powerplay der Eisbären war Verlass. Giovanni Fiore vollendete eine Passkombination zur Führung.

Die Kölner waren ein harter Brocken, verteidigten geschickt und trugen gefährliche Angriffe vor. In der 45. Minute gelang einem anderen Ex-Eisbären, Darin Olver der erneute Ausgleich. Trotz einiger Chancen gelang keinem Team der spielentscheidende Treffer.

Die Entscheidung wurde vertagt. In der Overtime fiel die Entscheidung zugunsten der Kölner. Der Torschütze für war Nicolas Bailen. Es wurde nur ein Punkt für die Eisbären. Vielleicht wird er noch wertvoll.

Hans-Peter Becker

Fotos: © Stephan Wenske

DEL

46. Spieltag 27.01.2023 19:300 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Kölner Haie 3:4 n. V. (1:1, 2:1, 0:1, 0:1)

Aufstellungen

  • Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – J. Müller, Ellis (A); F. Hördler (C), Mik; Melchiori, Nowak; Roßmy – White, Boychuk, Fiore; Veilleux, Regin, Mauer; Noebels, Pföderl, Clark; Heim, Zerter-Gossage, Wiederer (A) – Trainer: Serge Aubin
  • Kölner Haie: Pantkowski (Lunemann) – Austin, Sennhenn; Stanton, Bailen; M. Müller, Dietz; Glötzl – Baptiste, Matsumoto, Ferraro; Kammerer, Aubry, Thuresson; Olver, McIntyre, Bast; Proft, van Calster, Üffing – Trainer: Uwe Krupp

Tore

  • 0:1 – 08:49 – McIntyre (Olver) – EQ
  • 1:1 – 16:32 – Mauer (Veilleux) – EQ
  • 2:1 – 21:26 – Noebels (Pföderl, Clark) – EQ
  • 2:2 – 33:17 – Ferraro (Baptiste) – EQ
  • 3:2 – 34:42 – Fiore (White, Ellis) – PP1
  • 3:3 – 44:22 – Olver (McIntyre, Bast) – EQ
  • 3:4 – 62:57 – Bailen (Kammerer, Ferraro) – EQ

Strafen

  • Eisbären Berlin: 2 (2, 0, 0, 0) Minuten
  • Kölner Haie: 6 (0, 4, 2, 0) Minuten

Schiedsrichter

  • Sean MacFarlane, Eduards Odins (Nikolaj Ponomarjow, Marcus Höfer)

Zuschauer

  • 13.828

Siegesserie der Eisbären hält an

Es läuft wieder bei den Eisbären. Die Siegesserie hielt auch gegen Straubing. Mit einem 3:0 Vorsprung konnten sie das letzte Drittel in Angriff nehmen. Die Tore hatten bis dahin nur einen Schützen und der heißt Leonard Pföderl. Der Mittelstürmer ist wieder völlig beschwerdefrei und das macht sich bemerkbar. Das 1:0 und 2:0 fielen im Anfangsdrittel, assistiert von seinen Reihenkollegen Kevin Clark und Marcel Noebels.

Beide Teams gingen diszipliniert zu Werke, die Strafbankrichter hatten wenig zu tun. Das 3:0 fiel im Mittelabschnitt im 4 gegen 4, Trenton Bourque und Eisbär Kevin Clark mussten gemeinsam in die Kühlboxen. Es war mehr Platz auf dem Eis und den nutzte eben Pföderl und überwand Straubings Goalie Hunter Miska.

Das 4:0 besorgte im Schlussdrittel Marco Nowak, es war ein ähnlicher Treffer wie am Sonntag zuvor gegen Wolfsburg. Einfach mal beherzt aus dem Hintergrund abgezogen.

Im Tor der Eisbären hatte Juho Markkanen den Vorzug vor Tobias Ancicka erhalten. Sein Traum von einem Shutout machten die Gäste aus Bayern in der 54. Minute zunichte. Travis St. Denis traf zum 1:4 aus Sicht der Tigers. Einen entscheidenden Einfluss auf das Spiel hatte der Treffer nicht mehr. Die Eisbären hatten das Spiel und den Gegner im Griff, blieben konzentriert und holten sich erneut drei Punkte. Die Pre-Playoffs bleiben in Sichtweite. Am Mittwochabend, 25.01.2023, hatten sich 9.724 Zuschauer eingefunden und hatten erneut Grund zum Feiern.

Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske

DEL 46. Spieltag 25.01.2023 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären – Straubing Tigers 4:1(2:0/1:0/1:1)

Eisbären gewinnen das Bärenduell

Spät, vielleicht zu spät, steigt die Formkurve der Eisbären. Dem Sieg beim Aufsteiger in Frankfurt ließen sie den nächsten Dreier gegen die Grizzlys aus Wolfsburg folgen. Zum ersten Mal in der laufenden Saison war die Arena am Ostbahnhof ausverkauft.

Bereits das 1. Drittel hatte es in sich und offenbarte seinen Derbycharakter. Es fielen vier Tore und das günstig verteilt für die Eisbären. Auf der dem Ergebnisboard stand eine 3:1 Führung für die Eisbären. Leonard Pföderl eröffnete den Torreigen in der 9. Spielminute. In der 17. Minute steuerte Yannik Veilleux den zweiten Eisbärentreffer bei, zwischenzeitlich hatte in der 11. Minute Spencer Machacek für Wolfsburg ausgeglichen. Besonders bejubelt werden im Eishockey Tore bei eigener Unterzahl. Dieses Kunststück gelang Giovani Fiore in der 19. Minute. Allein ging er auf Wolfsburgs Goalie Justin Pogge zu und knallte den Puck in die Maschen.

Der Mittelabschnitt ging Unentschieden aus. Je zwei Treffer auf jeder Seite, für die Eisbären trafen erneut Pföderl und Zach Boychuk und für Wolfsburg waren Matthew Gabriel Lorito und Trevor Mingoia erfolgreich. In der 32. Minute lieferten sich Grizzly Björn Krupp und Eisbär Veilleux einen Kampf mit bloßen Fäusten, der sehr schnell zugunsten des Eisbären entschieden war.

Im Schlussabschnitt verteidigten die Eisbären den Vorsprung, den Marco Nowak in der 43. Minute zwischenzeitlich auf 6:3 erhöhen konnte. Ein Schuss aus dem Hinterhalt, Pogge war die Sicht versperrt. Im Eishockey kann es schnell gehen und eine Führung ist dahin. In der 54. Minute verkürzten die Gäste durch Ex-Eisbär Machacek. Die letzten beiden Spielminuten nahmen die Gäste ihren Goalie vom Eis. Es brachte alles nichts mehr. Es blieb bei dem verdienten Sieg für die Eisbären.

Bereits am kommenden Mittwoch, 25.01.2023 steht das nächste Heimspiel an, zu Gast sind die Straubing Tigers.

Hans-Peter Becker

Foto:© Stephan Wenske

Eisbären gewinnen in der Overtime

Die Eisbären hatten sich für das Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Augsburg eine Menge vorgenommen. Möglichst drei Punkte, um den Abstand zu wahren, den Platz 13 der Tabelle weiter absichern, an diesem Freitag, den 13. Januar.

Den besseren Start erwischten die Eisbären. Im Überzahlspiel sind sie wieder meisterlich, mit einer Erfolgsquote von fast 28 %, aktuell der drittbeste Wert der Liga. So gingen sie auch in Überzahl in Führung. In der 9. Minute erzielte Zach Boychuk den ersten Treffer der Partie. Gegen seinen satten Schlagschuss hatte Dennis Endras im Tor der Panther keine Chance. Kurz zuvor hatte T.J. Trevelyan die Möglichkeit zur Führung für die Gäste vergeben.

Im Mittelabschnitt, es war ja Freitag, der 13., drehten die Gäste das Spiel. Der Ausgleich fiel in der 25. Minute, der Puck entzog sich dem Zugriff von Tobias Ancicka, er hatte ihn nicht unter seinem Rücken gesichert, Ryan Kuffner brachte ihn im Tor unter. Das Glück verließ die Eisbären, in der 27. Minute nagelte Sebastian Wännström den Puck unter die Latte und in der 32. Minute ließen sich die Gäste im Powerplay nicht lange bitten und gingen mit 3:1 in Führung. Andrew Leblanc war der Torschütze.

Im Schlussdrittel lief den Eisbären die Zeit davon. Die Angriffsversuche wirkten immer verzweifelter. „Weiter kämpfen – niemals aufgeben“, so stand es auf einem Transparent in der Hartmut-Nickel Kurve. Es half und wieder ein Powerplay-Tor, in der 50. Minute hielt Kevin Clarke den Schläger hin und es stand nur noch 2:3. Augsburgs David Warsofsky hatte sich über die Strafe und den daraus resultierenden Gegentreffer so erregt, dass seine unflätigen Worte zu einer Spieldauerdisziplinarstrafe führten.

Es gab, gemessen an der Bedeutung dieser Partie, wenig Strafen, wenn ein Augsburger auf die Sünderbank musste, wurden die zwei Minuten nicht ausgeschöpft. In der 56. Minute nutzten die Eisbären ihr drittes Powerplay und stellten alles wieder auf Anfang. Erneut war es Kevin Clark, der sich als Torschütze eintragen konnte.

Es ging in die Verlängerung, vor 13.287 Zuschauern, Rekord in dieser Saison, in der MB-Arena. Viel Spektakel und wenig Ertrag, Dennis Endras entschärfte zwei Alleingänge. 30 Sekunden vor dem Ende der Overtime schien es so weit zu sein, der Puck landete im Augsburger Tor. Erst der Videobeweis brachte die Gewissheit, es war kein Schlittschuhtor. Der Puck prallte zwar vom Schlittschuh ab ins Tor, eine aktive Kickbewegung war allerdings nicht zu erkennen. Frank Mauer war der Torschütze. Eine Portion Matchglück war mit dabei.

Nach dem Spiel gab es unfreundliche Worte auf dem Twitter-Account der Augsburger Panther zu lesen: „Das, Freunde, ist ein scheiß Skandal! Aber die vier Pandas holen die Eisbären im 3. Drittel zurück und versetzen uns einen brutalen Nackenschlag. Aber auch das passt zu unserer Saison… Das tut unfassbar weh.“ In der Pressekonferenz nach dem Spiel äußerte sich Augsburgs Trainer Kai Suikkanen zur Schiedsrichterleistung, das kommt nicht so häufig vor. Die beiden Schiedsrichter der Partie waren der Russe Roman Gofman und der Lette Eduards Odins.

Hans-Peter Becker

Fotos: © Stephan Wenske

DEL 42. Spieltag

13.01.2023 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Augsburger Panther 4:3 n. V. (1:0, 0:3, 2:0, 1:0)

Aufstellungen

  • Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Müller, Ellis (A); Melchiori, Nowak; F. Hördler (C), Mik; Bettahar – Noebels, Pföderl, Fiore; White, Boychuk (A), Clark; Veilleux, Regin, Mauer; Heim, Roßmy, Nijenhuis – Trainer: Serge Aubin
  • Augsburger Panther: Endras (Keller) – Gregorc, Lamb; Haase, Länger; Warsofsky, Sacher – Kuffner, Soramies, Broadhurst; Barinka, LeBlanc, Payerl; Puempel, Stieler, Wännström; Trevelyan, Volek, Saponari – Trainer: Kai Suikkanen

Torfolge

  • 1:0 – 08:10 – Boychuk (Nowak, Noebels) – PP1
  • 1:1 – 24:31 – Kuffner (Sacher) – EQ
  • 1:2 – 26:05 – Wännström (Stieler) – EQ
  • 1:3 – 31:12 – LeBlanc (Payerl, Barinka) – PP1
  • 2:3 – 49:19 – Clark (Boychuk, Noebels) – PP1
  • 3:3 – 55:23 – Clark (Boychuk, Noebels) – PP1
  • 4:3 – 64:30 – Mauer (Fiore) – EQ

Strafen

  • Eisbären Berlin: 4 (0, 4, 0, 0) Minuten
  • Augsburger Panther: 26 (2, 0, 24, 0) Minuten

Schiedsrichter

Roman Gofman, Eduards Odins (Maksim Cepik, Jonas Merten)

Eisbären holen ersten Dreier im neuen Jahr – Sieg gegen Köln

Die Kölner Haie hatten eine Menge Eisbärenvergangenheit mit nach Berlin gebracht, Chef-Trainer Uwe Kruppe, sein Assistent Clement Jodoin hinter Bande und auf dem Eis, mit Louis-Marc Aubry, Mark Olver und Alexander Oblinger. Die Gäste aus der Domstadt reisten mit dem Rückenwind eines Derbysieges gegen Düsseldorf und intakten Playoff Chancen nach Berlin. Die Eisbären benötigen jeden möglichen Punkt, um den Abstieg in die Zweitklassigkeit zu vermeiden.

Es begann wieder mit einem Gegentor. Nicolas Bailen traf zum 1:0 im Powerplay, Eric Mik hatte sich eine Strafe wegen Beinstellens eingefangen. Im 1. Drittel hatten die Gäste mehr vom Spiel, die Eisbären bemüht und mit der Belohnung in der 19. Minute, ebenso ein Powerplay Treffer. Verteidiger Jonas Müller zog ab aus der zweiten Reihe und der Puck fand seinen Weg in das Tor von Mirko Pantkowski.

Im Mittelabschnitt erwischten die Eisbären einen Glanzstart. In der 22. Minute drehten sie das Spiel durch einen Treffer der dritten Reihe, Zak Boychuk vollendete eine mustergültige Kombination, an der Matt White und Kevin Clark mit beteiligt waren. Anschließend war es ein offener Schlagabtausch. Das bessere Ende hatten die Eisbären. Morgan Ellis traf in der 39. Minute zum 3:1, das Powerplay der Eisbären funktionierte.

In der 43. Minute verpasste Frank Mauer die Vorentscheidung. Die Eisbären bekamen mehr und mehr das Spiel in den Griff. Die Kölner kamen nur mit Mühe aus dem eigenen Drittel und ihr Spiel wurde fehlerbehafteter. Die Haie schienen ihr Pulver verschossen zu haben. In der 58. Minute fiel der Anschlusstreffer zum 2:3, mehr passierte nicht mehr. Die Eisbären zeigten vor 10.518 Zuschauern am Mittwochabend endlich wieder einmal, wer hier Herr im Hause ist. Es wurde ein Dreier, der war bitternötig.

Die Hartmut Nickel Kurve konnte die üblichen Schmäh Gesänge anbringen und die Spieler ihre Ehrenrunde drehen.

Hans-Peter Becker

Eisbären starten mit einer Niederlage ins neue Jahr

Der Tabellenführer aus München hatte bis zur 34. Minute das Heft des Handelns fest in der Hand. Konzentriert erspielten sie sich einen 3:0 Vorsprung und ließen die Eisbären recht alt aussehen. Nach nur 43 Sekunden erzielte Austin Ortega das 1:0, in der 11. Minute legten sie nach durch Jonathon Blum und als Benjamin Street in der 22. Minute gar auf 3:0 erhöhte schien, als sei alles gelaufen.

Ein Tor in der 34. Minute durch Giovanni Fiore im Powerplay veränderte das Momentum. Fiore schlug knapp 90 Sekunden später erneut zu und verkürzte auf 2:3. Sie steigerten sich und das Spiel war wieder offen, der Tabellenunterschied nicht mehr zu erkennen. Der Ausgleich lag in der Luft, viele Chancen, München wurde vor dem eigenen Tor festgemacht, der Puck wollte nicht rein. Für die beiden letzten Spielminuten wurde der Goalie auf die Bank beordert. Turbulente Szenen vor dem Tor von Daniel Allavena. Mit Glück und Geschick retteten die Gäste sich ins Ziel. Die kämpferische und spielerische Steigerung der Eisbären wurde nicht belohnt. Bereits am kommenden Mittwoch, 4. Januar geht es weiter in der heimischen Arena, zu Gast sind dann die Kölner Haie.

Hans-Peter Becker

DEL 38. Spieltag

2.1.2023 EHC Eisbären vs RB München 2:3(0:2, 2:1, 0:0)

Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – Müller, Ellis (A); Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak – Noebels, Boychuk (A), Clark; Fiore, Regin, Pföderl; White, Zerter-Gossage, Veilleux; Heim, Mauer, Nijenhuis – Trainer: Serge Aubin

EHC Red Bull München: Allavena (Niederberger) – Boyle, Blum; Szuber, Redmond; Daubner, McKiernan; Abeltshauser – Ehliz, Kastner, Ortega; Tiffels, Hager, Schütz; DeSousa, Street, Parkes; Ruckdäschel, Appendino – Trainer: Don Jackson

Torfolge

  • 0:1 – 00:42 – Ortega (Blum, Ehliz) –EQ
  • 0:2 – 10:17 – Blum (Hager, DeSousa) – EQ
  • 0:3 – 21:49 – Street (DeSousa, McKiernan) – EQ
  • 1:3 – 33:05 – Fiore (Boychuk, Ellis) – PP1
  • 2:3 – 34:34 – Fiore (Pföderl) – EQ

Strafen:

Eisbären 6

RB München 2

Zuschauer: 9.423

Weihnachtsgeschenk für die Fans – Kantersieg gegen Bietigheim

Erneut gaben die Bietigheim Steelers ihre Visitenkarte in der MB-Arena ab. Die erste Auflage verloren die Eisbären im Oktober mit 2:4. Am Tag vor Heiligabend ließen sie nichts anbrennen und bescherten ihren Anhängern ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.

Sie zogen auf 3:0 davon und es war alles dabei, ein shorthander, ein Powerplay Treffer und ein Tor in vollständiger Formation. Es war ja auch Wiedergutmachung für den blutleeren Auftritt zuvor in Wolfsburg angesagt. Nach dem 1. Drittel stand es durch die Treffer in der 9. Minute (G. Fiore) und in der 13. Minute (Leo Pföderl) 2:0.

Es lief weiter wie geschmiert. Entspannt konnte die Hartmut Nickel Kurve den Schlachtgesängen frönen. So einen dominanten Auftritt hatten sie in dieser Saison noch nicht hingelegt. Nach dem 2. Drittel stand es 4:0, erneut Fiore und Zachary Boychuk waren erfolgreich.

Foto: © Hans-Peter Becker

Was sollte da noch schiefgehen? Es stand der Tabellenletzte auf dem Eis und mit Verlaub, das war in vielen Aktionen zu erkennen. Ein knapper Sieg hätte wieder für Diskussionen gesorgt. Die Gäste mit ihrem Kapitän, Ex-Eisbär Constantin Braun boten wenig DEL-taugliches Eishockey. Den Schlussabschnitt begannen sie mit einem frischen Goalie. Das Duell der beiden finnischen Torhüter hatte bis dahin Juho Markkanen gegen seinen Landsmann Sami Aittokallio entschieden.

Im Schlussabschnitt hütete Cody Brenner das Tor. Die Spieluhr lief herunter, die Gäste hatten nichts mehr im Tank und in der 54. Minute besorgte Fiore das 5:0. Wie wäre es mit einem Shutout für den jungen finnischen Goalie, selbst das gelang! So schön sangen die Fans, so was hat man lange nicht gesehen.

Was ist dieser klare Sieg wert? Bis zum Jahresende warten auf die Eisbären noch drei schwere Auswärtsaufgaben, in Ingolstadt, Bremerhaven und in Straubing.

Hans-Peter Becker

DEL 34. Spieltag 23.12.2022 MB-Arena Berlin

  • Eisbären Berlin – Bietigheim Steelers 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)

Aufstellungen

  • Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – Müller, Ellis (A); Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak – Noebels, Boychuk (A), Clark; White, Regin, Pföderl; Veilleux, Zerter-Gossage, Fiore; Heim, Mauer, Nijenhuis – Trainer: Serge Aubin
  • Bietigheim Steelers: Aittokallio (ab 41. Spielminute: Brenner) – Braun, Renner; Maione, Schüle; Prommersberger, Atkinson – Keränen, Berger, Naud; Jasper, Stretch, Lepaus; Zientek, Weiß, Preibisch; Lindner, Kneisler, Kuqi – Trainer: Pekka Kangasalusta

Tore

  • 1:0 – 08:51 – Fiore (Mauer) –SH1
  • 2:0 – 12:21 – Pföderl (Noebels, Boychuk) – PP1
  • 3:0 – 23:24 – Fiore (Mik, Melchiori) – EQ
  • 4:0 – 28:32 – Boychuk (Clark, Nowak) – EQ
  • 5:0 – 53:50 – Fiore (Veilleux) – EQ

Strafen

  • Eisbären Berlin: 6 (4, 0, 2) Minuten
  • Bietigheim Steelers: 4 (2, 0, 2) Minuten

Schiedsrichter

  • Martin Frano, Sean MacFarlane (Nikolaj Ponomarjow, Tobias Treitl)

Zuschauer

  • 10.230

Eisbären holen Dreier in Augsburg

Na endlich, das werden sich die Anhänger der Eisbären am vierten Adventssonntag gesagt haben. In Augsburg wurde endlich der langersehnte Dreier geholt. Im Kellerduell, 14zehnter gegen 13zehnter setzten sich die Eisbären knapp mit 3:2 durch und tauschten den Abstiegsplatz mit den Augsburgern.

Es war eine hart umkämpfte Partie. Die Eisbären gingen durch Kevin Clark in der zweiten Spielminute in Führung. Die Gastgeber im Curt-Frenzel-Stadion drehten die Partie noch im Anfangsdrittel.

Im Mittelabschnitt dominierten die Eisbären, glichen aus und gingen wieder in Führung. Diesmal wurde der knappe Vorsprung bis zur 60. Spielminute verteidigt. Die Eisbären zogen deutlich zu viel Strafen, die glücklicherweise nicht bestraft wurden. Eisbären Goalie Markkanen steigerte sich und konnte im Schlussabschnitt seinen Kasten rein halten.

Am Tag vor dem Spiel war die Mannschaft geschlossen in der East-Side Mall zu einer Autogrammstunde angetreten. Das gute Zureden scheint geholfen zu haben. Im zu Ende gehenden Kalenderjahr haben die Eisbären nur noch ein Heimspiel, am Tag vor Heiligabend, empfangen sie das Schlusslicht Bietigheim, zuvor am 21. Dezember muss in Wolfsburg gespielt werden. Mal sehen, ob eine kleine Serie gelingt?

Hans-Peter Becker

DEL 32. Spieltag

18.12.2022 19:00 Uhr Curt-Frenzel-Stadion Augsburg

Augsburger Panther – EHC Eisbären Berlin 2:3 (2:1/0:2/0:0)

Zuschauer 5.050

Torfolge

0:1 – 01:12 – Clark (Noebels) – EQ

1:1 – 04:28 – Kuffner (Sacher, Wannström) – EQ

2:1 – 08:41 – Lamb (Barinka, LeBlanc) – PP1

2:2 – 20:32 – Whithe (Pföderl, Grenier) – EQ

2:3 – Boychuk (Noebels, Clark) – EQ

Eisbären warten weiter auf den nächsten Heim-Dreier

Trotz allem Bemühen, am Ende standen sie mit leeren Händen da. Es gelingt einfach nichts. Der letzte Heim-Dreier datiert vom 4. November 2022, ein 4:3 gegen Bremerhaven. Es waren noch nicht ganz zwei Minuten gespielt, da liefen die Eisbären wieder einem Rückstand hinterher. Sie kämpften sich wieder heran und boten den 9.879 Zuschauern am Freitagabend eine solide Leistung an. Innerhalb von fünf Minuten drehten sie das Spiel und gingen mit einer 2:1 Führung in die erste Pause.

Es folgte der fast schon obligate Einbruch, zu viele Fehler, trotz null Strafminuten im Mittelabschnitt, die Gäste holten sich die Führung zurück. Mit dem 2:3 Rückstand ging es in die letzte Drittelpause. Den Willen kann den Eisbären nicht abgesprochen werden. Woran liegt es denn? Die Antwort auf diese Frage haben die Eisbären immer noch nicht gefunden. Der amtierende Meister steht auf einem möglichen Abstiegsplatz.

Die Gäste machten in der Schlussminute alles klar und trafen zum 4:2 Sieg. Am vierten Adventssonntag müssen die Eisbären zum Kellerduell in Augsburg antreten.

Hans-Peter Becker

Eisbären Berlin – Schwenninger Wild Wings 2:4 (2:1, 0:2, 0:1)

  • 0:1 – 01:13 – Hungerecker (Tylor Spink, Tyson Spink) –EQ
  • 1:1 – 05:13 – Pföderl (Zerter-Gossage, Melchiori) – EQ
  • 2:1 – 10:32 – Clark (F. Hördler, Noebels) – PP1
  • 2:2 – 30:08 – Tylor Spink (Hungerecker, Olimb) – EQ
  • 2:3 – 39:30 – Indrasis (Huss, Karachun) – EQ
  • 2:4 – 59:19 – Tyson Spink (Tylor Spink, Karachun) – EN