Eisbären – Mission Titelverteidigung war erfolgreich

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So spät in einer Saison wurde wohl noch nie ein Meister gekürt. Coronabedingt wurde die Spielzeit bis zum 8. Mai verlängert, die Eisbären hätten allerdings nur bis zum 5. Mai spielen können, ab 6. Mai wird die Arena anderweitig genutzt. Das führte zu einer Terminhatz für die Mannschaft der Eisbären, sechs Spiele innerhalb von elf Tagen. Es gab Befürchtungen, dass der Mannschaft das mental und kräftemäßig Nachteile bringen könnte. Alles Makulatur, mit einem überzeugenden Sieg in Spiel 4 der „best of five“ Finalserie konnte in München der 9. Meistertitel errungen werden.

Das erste Tor im Spiel gelang den Bayern, es konnte wegen einer Torwartbehinderung und Torraumabseits nach Videobeweis keine Anerkennung finden. Müßig, jetzt darüber nachzudenken, was wäre wenn, hätte es gezählt. In der 9. Spielminute spielte Eisbären-Kapitän Frank Hördler einen genialen Diagonalpass auf Matthew White und der ließ Henrik Haukeland im Tor der Münchner keine Chance. Bis dahin hatten die Bayern mehr vom Spiel. Mit dieser knappen Führung ging es in die erste Drittelpause. Das Schicksal traf im Mittelabschnitt eine Vorentscheidung. Ein Doppelschlag innerhalb von 52 Sekunden, es trafen Frans Nielsen und Leo Pföderl, stellte den Spielstand auf 3:0. Die Eisbären verteidigten geschickt ihre blaue Linie und den Münchnern schienen mehr und mehr die Kräfte zu schwinden. Was nicht verteidigt werden konnte, wurde eine Beute von Mathias Niederberger. Er hielt insgesamt 32 Schüsse. In der 37. Minute schlug White erneut zu und schon mal die Tür auf für die bevorstehende Meisterfeier.

Im Schlussabschnitt blieben die Eisbären weiter konzentriert und München fing an zu resignieren. Der Weg zurück in dieses Spiel schien erst hinter dem Horizont zu enden. Die Spieluhr tickte unermüdlich runter und am Ergebnis änderte sich nichts. Don Jackson nahm den Goalie vom Eis und es trafen die Eisbären. Die mitgereisten Fans aus Berlin feierten schon längst und konnten 10 Sekunden vor dem Ende einen empty net Treffer von White bejubeln.

Dieser deutliche Spielausgang war so nicht zu erwarten, die auswärtsstärkste Mannschaft der Hauptrunde holte folgerichtig die Meisterschaft in der Fremde. Für München blieb nur die Silbermedaille, überreicht vom Fußball-Trainer Julian Nagelsmann, der in seiner Jugend es mal mit Eishockey probiert hatte.

Zum MVP der Playoffs wurde Eisbärenkapitän Frank Hördler gewählt. Er ist der Einzige aus dem goldenen Jahrgang 1985, der die 1. Meisterschaft 2005 mit erkämpfte. Die anderen waren Florian Busch, Jens Baxmann und Andre Rankel. Hördler könnte sich vorstellen, weiterzuspielen. Sein ältester Sohn Eric spielt bei den Eisbären Juniors und könnte in der kommenden Saison mit seinem Vater gemeinsam in der DEL auflaufen. Wie der Vater, so der Sohn könnte es lauten, eines haben beide jetzt schon gemeinsam. Sie wurden Deutscher Meister, Eric, der im Gegensatz zu seinem Vater im Sturm spielt, holte mit den Eisbären Juniors den Titel in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL).

Für den kommenden Samstag, 7. Mai sind die Fans der Eisbären auf den Platz vor der Arena zur Meisterfeier eingeladen.

Hans-Peter Becker

DEL Finalserie Spiel 4

04.05.2022 19:30 Uhr Olympia-Eishalle München

HC Red Bull München – Eisbären Berlin
0:5 (0:1, 0:3, 0:1)
Tore:
0:1 (9.) White, 0:2 (25.) Nielsen, 0:3 (26.) Pföderl, 0:4 (37.) White, 0:5 (60.) White; Strafminuten: München 8, Eisbären Berlin 6; Zuschauer: 5.533.

Endstand der Serie: 3:1 für die Eisbären Berlin

Eisbären siegen 2:1

Gestern noch in München und am Montag stand sie sich erneut gegenüber, ein back to back Spiel sagt man dazu. Nach dem Overtime Sieg der Eisbären in München war aus der Fünfer-Serie eine Dreier-Serie geworden. Der Sieger hat den Matchball.

Im 1. Drittel gingen die Eisbären in Führung, bereits nach fünf Minuten durch Zach Boychuk. Es war ein sehenswert heraus gespielter Treffer in Überzahl. Die Münchner antworteten zwei Minuten später und konnten durch Zachary Redmond ausgleichen. Die beiden Treffer fielen in der 5. und 7. Spielminute. Anschließend wurden die Gäste immer stärker. Der Führungstreffer für die Eisbären in der 39. Spielminute kam da gerade recht. Dominik Bokk war der Glückliche, der die Halle zum Beben brachte.

Dabei blieb es bis zur Schlussirene. Die Eisbären verteidigten gut und könnten im Falle eines Sieges am 4. Mai in München Meister werden. Neben Blaine Byron, der verletzt nicht spielen konnte, musste die Eisbären im Schlussdrittel auch auf den Torschützen Boychuk verzichten. Es war ein nicht geahndeter Crosscheck von Trevor Parks, der ihn vorzeitig in die Kabine zwang. Die beiden Trainer wollten sich zu dem Vorfall nicht äußern, so sind die Playoffs. Den Platz Boychuk als Center der ersten Sturmreihe nahm Manuel Wiederer ein. Boychuk wird auf jeden Fall mit nach München reisen, wie in den Playoff üblich, wird über die Schwere einer Verletzung keine Auskunft gegeben.

Hans-Peter Becker

DEL Playoff Finale Spiel 3

02.05.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – EHC Red Bull München 2:1 (1:1, 1:0, 0:0)
Tore: 1:0 (5.) Boychuk, 1:1 (7.) Redmond, 2:1 (39.) Bokk; Strafminuten: Berlin 6, München 6; Zuschauer: 14.200.

Eisbären verlieren zum Finalauftakt

Es ging sofort weiter für die Eisbären, nur einmal schlafen und mit München stand der Finalgegner auf dem Eis der MB-Arena. Das Team von Don Jackson hatte vier Tage Zeit zur Vorbereitung und erfuhr erst am Donnerstagabend, dass sie nach Berlin müssen. Vorteil für München, erstmal nicht, den die Eisbären gingen mit 3:0 in Führung. Sie hielt für neun Minuten, erst ein Doppelschlag in der 30. und 32. Minute und ein Tor durch Videobeweis in der 35. Minute stand es wieder pari, so musste der Schlussabschnitt die Entscheidung bringen.

In den Playoffs ist es wichtig, möglichst wenig Strafen zu kassieren. In der 44. Minute musste Kai Wissmann auf die Strafbank, diese Strafzeit überstanden die Eisbären. Eine Überzahlchance verstrich anschließend für die Eisbären. Das Spiel ging die Schlussphase und jetzt machte sich doch ein Kräfteverschleiß bei den Eisbären bemerkbar. In der 55. Minute hatten die Münchner das Spiel gedreht, Zachary Redmond traf zum 4:3 aus Sicht der Gäste.

Die Schlussphase überstanden die Gäste und gehen in der Finalserie in Führung. Spiel 2 ist bereits am Sonntag in München.

Hans-Peter Becker

Eisbären machen Finale klar

Zwei Matchbälle hatten die Eisbären aus der Hand gegeben, so kam es zum alles entscheidenden Spiel Fünf. Saisonende oder Finale? Diese Frage mussten die Eisbären für sich beantworten. Im ersten Drittel wirkten beide Teams entsprechend nervös, das letzte Risiko fehlte noch. Die Eisbären trafen zweimal das Gestänge. Die Adler versuchten hoch zu verteidigen, um eventuelle Fehler ausnutzen zu können.

Fehlten in den ersten zwanzig effektiven Spielminuten die Tore gänzlich, so ging es im Mittelabschnitt um so schneller. Die 21. Spielminute war noch nicht ganz rum, das schlug es ein im Kasten der Adler. Manuel Wiederer war der Torschütze. Eisbärentrainer Serge Aubin hatte Wiederer als Center der 3. Reihe aufgestellt, dafür spielte Frans Nielsen neben ihm als rechter Stürmer und wieder dabei war Kevin Clark. Er gab die Vorlage für den ersten Treffer der Partie. Anschließend verstärkten die Adler ihre Bemühungen, ihrerseits einen Treffer zu markieren.

Das dritte Drittel mussten die Eisbären in Unterzahl beginnen, Simon Despres hatte eine Strafe wegen eines hohen Stocks kassiert. Jetzt wurde jede Sekunde kostbar für die Eisbären, die verging ohne Gegentreffer. Nicht nur die Spieler, auch das Publikum gaben alles. Die Arena bebte in der 46. Spielminute, als Blaine Byron den Puck zum 2:0 unterbringen konnte. Jetzt waren die vergehenden Sekunden zusätzlich veredelt, ein kostbarer Vorsprung wurde mitgenommen, als die herunterzählende Spieluhr bereits einstellige Werte anzeigte.

Die Adler gaben alles, es wurde eine Abwehrschlacht für die Eisbären. Die Spieluhr zeigte 2 Minuten und 31 Sekunden an, die effektiv übrig blieben, als Bill Stewart eine Auszeit nahm. Felix Brückmann blieb auf der Bank und Überzahl für die Adler und für Mannheim blieb nur die Selters. Blaine Byron traf 46 Sekunden vor Schluss ins leere Tor. Game over und Finale für die Eisbären, die bereits 24 Stunden später ihr erstes Finalspiel gegen München bestreiten müssen. Nicht unbedingt ideal, aber der Belegungsplan der Arena lässt andere Termine nicht zu. Der Gegner aus München muss sich jetzt ganz schnell auf den Weg nach Berlin machen.

Hans-Peter Becker

Serie geht weiter – Eisbären verlieren Spiel drei

Für die Adler Mannheim ging es im dritten Halbfinalspiel bereits um Sein oder Nichtsein, während die Eisbären den ersten Matchball hatten. Es begann nicht optimal für den amtierenden Meister. Sie hatten zwar die erste Großchance im Spiel, doch 1:0 Führung gelang den Mannheimern. Bereits in der vierten Minute brachte Markus Hännikäinen die Gäste in Front. Der Ausgleich gelang den Eisbären recht schnell, Marcel Noebels und Leonard Pförderl bereiteten vor und Frans Nielsen ließ es krachen. Der Puck wurde von ihm auf 90 Kilometer pro Stunde beschleunigt. Das 1:1 war ein Powerplay Treffer. Für Mannheim brummte David Wolf auf der Strafbank, wegen eines unkorrekten Körperangriffs. Die Mannheimer waren im Anfangsdrittel sehr effektiv, ledig drei Torschüsse reichten, um das erste Drittel ausgeglichen zu gestalten.

Im Mittelabschnitt verloren die Eisbären ein bisschen ihren Spielfaden. So kam es, wie kommen musste. Die Adler gingen erneut in Führung. Nigel Daws bekam von Ex-Eisbär Mark Katic einen Pass mustergültig serviert und so gewannen die Adler erst einmal den Mittelabschnitt. Die Eisbären mussten zwei Unterzahlsituationen überstehen. Es war vor dem Beginn des letzten regulären Drittels für beide noch alles drin.

Im Schlussabschnitt versuchten die Adler schnell ihr drittes Tor zu erzielen. Es gelang ihnen in der 47. Spielminute durch Nicolas Krämmer. Es war eine Vorentscheidung, die Eisbären erwischten nicht ihren besten Tag und Heimstärke war in der Hauptrunde keine große Tugend. Endgültig den Sack zu machten die Adler in der 51. Spielminute. Nigel Daws steuerte noch einen Überzahltreffer bei und die 4:1 Führung war ein deutliches Statement. Die Adler glatt in drei Spielen zu besiegen, wäre ein kleines Wunder gewesen. In der 58. Minute gelang den Eisbären der Anschlusstreffer zum 2:4 durch Blaine Byron. Ein kleiner Pluspunkt für die Moral. Den vorläufigen Schlusspunkt setzte Nigel Daws, somit dreifacher Torschütze. Es war allerdings immer noch nicht zu Ende, Johan Södergran markierte mit seinem Treffer den Endstand von 3:5 für die Eisbären.

Am Dienstag geht es in Mannheim weiter, Chance Nummer zwei für den Finaleinzug oder es wartet ein alles entscheidende Spiel 5. In der Halle waren 13.951 Zuschauer.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockeyliga Halbfinale Spiel 3

4.04.2022 17:00 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Adler Mannheim
3:5 (1:1, 0:1, 2:3)
Tore:
0:1 (4.) Hännikäinen, 1:1 (7.) Nielsen, 1:2 (31.) Dawes, 1:3 (47.) Krämmer, 1:4 (51.) Dawes, 2:4 (58.) Byron, 2:5 (60.) Dawes, 3:5 (60.) Södergran; Strafminuten: Eisbären Berlin 8, Mannheim 10; Zuschauer: 13.951.

Eisbärensieg in der Overtime

Ein DEL-Klassiker, so stand es im Programmheft zum ersten Halbfinalspiel der Eisbären. In der Hauptrunde war es ausgeglichen, es gab je zwei Siege und ähnliches ist von der Serie zu erwarten. Verlängerungen und ein Gang über fünf Spiele sind nicht ausgeschlossen.

In der Anfangsphase des Spiels dominierten die Eisbären und legten gleich zwei Tore vor. In der achten Minute vollendete Giovanni Fiore ein Power Play zum 1:0 und nur vier Minuten später beförderte Jonas Müller den Puck in das Adlergehäuse. Exakt mit dem Beginn der 18. Spielminute musste Kai Wissmann auf die Strafbank, ihm folgte wenig später Sebastian Streu und die 3 gegen 5 Situation nutzten die Adler für den Anschlusstreffer. Der Torschütze war Andrew Desjardins.

Der Mittelabschnitt gehörte zunächst den Gästen, die Eisbären hatten noch nicht die volle Aufmerksamkeit und in der 23. Minute stand es pari, Jason Bast hatte für die Adler getroffen. Im Anfangsdrittel war er noch an Mathias Niederberger nach einem Alleingang gescheitert. Sie fingen sich wieder die Eisbären und gingen in der 34. Minute durch einen Treffer von Yannick Veilleux wieder in Führung.

Foto:© Hans-Peter Becker

Im Schlussabschnitt belauerten sich beide und das Scheibenglück war mit den Mannheimern. In der 47. Minute stand es 3:3, weil Tim Wohlgemuth abstauben konnte, Niederberger streckte sich vergeblich. Anschließend ging es in bester Eishockeymanier auf und ab. Das 3:3 hielt bis in die Schlussphase des Spiels. Die Schiedsrichter ließen fast alles laufen, bis zur 55. Spielminute, da mussten Mannheims David Wolf und Eisbär Simon Despres wegen unsportlichen Verhaltens auf die Sünderbank. Das Spiel vier gegen vier erbrachte kein Tor und so näherte sich die Ankündigung der letzten zwei regulären Spielminuten. Die Gemüter kochten hoch, als Bona Rendulic wegen eines Bandenchecks eine 5+Spieldauerdisziplinarstrafe bekam. Der Leidtragende war Veilleux. Jetzt hatten die Eisbären fünf Minuten in Überzahl für den entscheidenden Treffer. Er fiel nicht mehr in der regulären Spielzeit.

Es ging in die Overtime, nur 15 Minuten für die Eisbereitung und es standen noch 3:03 Minuten Strafzeit für Mannheim auf der Uhr. Wer kommt mit der besseren Idee aus der Kabine? Es waren 9.418 Zuschauer in der Arena, erstaunlich wenig für solch ein Spiel. Um 22:13 Uhr begann die erste Overtime und die Eisbären glänzten in der aktuellen Saison nicht unbedingt mit ihrem Powerplay und die Mannheimer wurden wieder komplett. Die Adler konnten eine Überzahl ab der 67. Spielminute nicht nutzen.

In der 72. Spielminute war es so weit und Manuel Wiederer hämmerte den Puck in die Maschen. Wiederer wurde zum Mann des Spiels, dabei hatte er Glück, ein Ellbogencheck gegen Mannheims David Wolf wurde nicht geahndet. Hätten sich die Schiris die Szene im Video angschaut, wäre für Wiederer das Spiel wohlmöglich beendet gewesen. In Berlin war es 22:29 Uhr und am Freitag, 22. April geht die Serie in Mannheim weiter, da sind bestimmt einige Rechnungen zu begleichen.

Hans-Peter Becker

DEL Playoff Halbfinale Spiel 1

20.04.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Adler Mannheim 4:3 n.V. (2:1, 1:1, 0:1, 1:0)
Tore:
1:0 (8.) Fiore, 2:0 (12.) J. Müller, 2:1 (18.) Desjardins, 2:2 (23.) Bast, 3:2 (34.) Veilleux, 3:3 (47.) Wohlgemuth, 4:3 (72.) Wiederer;

Strafminuten: Berlin 8, Mannheim 9 + Spieldauer-Disziplinarstrafe Rendulic; Zuschauer: 9.418.

Eisbären – souveräner Sieg am Gründonnerstag

Im dritten Spiel der Viertelfinalserie merkte man beiden Mannschaften die Bedeutung des Spiels an. Matchball verwandeln oder Saisonende, mit prügeln gewinnt man kein Spiel, es geht besser, sich auf Schlittschuhlaufen, passen und schießen zu besinnen. Das machten die Kölner und mussten die Überlegenheit der Eisbären anerkennen. Schlussendlich hieß es nach 60 regulären Spielminuten 4:0 für den Titelverteidiger und das war der Einzug in das Halbfinale. Kölns Trainer Uwe Krupp meinte, dass seine Mannschaft keinen Hebel gefunden hat und so dem Ergebnis immer hinterhergelaufen ist.

Über 13.000 Zuschauer, nicht ganz ausverkauft, waren in der Arena und wer wollte, konnte gleich Karten für die beiden garantierten Heimspiele 20.04. und 24.04. erwerben. Unter den Eishockeyfans waren auch die Spieler der BR Volleys. Sie haben bereits das geschafft, was das Ziel der Eisbären ist, das Erreichen der Finalrunde.

Die Eisbären sind das einzige Team, dass glatt mit drei Siegen in Folge ins Halbfinale marschiert ist. In den drei anderen Viertelfinales ist mindestens ein viertes Spiel nötig.

Die Tore fielen in der 3., 28., sowie in der 45. und 55. Minute. Wie im zweiten Spiel in Köln, es fiel ein schnelles Tor. Die erste Eiszeit der vierten Sturmreihe war der Dosenöffner, Manuel Wiederer der Vollstrecker. Zachary Boychuk, der doppelt traf und Giovanni Fiore waren die anderen Torschützen.

Hans-Peter Becker

Eisbären starten mit einem Sieg in die Play-offs

Im Gegensatz zu dem Viertelfinalgegner hatten die Eisbären eine Woche Pause zur Vorbereitung auf den Start in die Play-offs. Die Kölner Haie hatten ihr Play-off Ticket erst in letzter Sekunde gelöst und mussten zunächst Ingolstadt aus dem Weg räumen.

Die Anfangsphase des Spiels gehörte den Eisbären, die gleich zeigen wollten, wer hier der Herr im Hause ist. Die Haie hielten mit der üblichen Play-off-Härte dagegen. Nach nur fünf Minuten Spielzeit gerieten bereits Eisbär Jonas Müller und Kölns Alexander Oblinger aneinander. Beide gingen dafür in die Kühlbox wegen übertriebener Härte. Es gab hochkarätige Torchancen und unglaubliche Torhüterleistungen, wobei Justin Pogge im Haie Tor zunächst mehr gefordert war. Das Anfangsdrittel verging torlos.

Die von den Fans ersehnten Tore fielen dann im Mittelabschnitt. Das erste Play-off-Tor für die Eisbären des Jahrganges 2022 war Marcel Noebels vorbehalten. Unbedingt muss hier die Vorarbeit von Matt White (es war nicht White, sondern Leonard Pföderl – wurde von den Schiedsrichtern falsch wahrgenommen) erwähnt werden. Das 1:0 für die Eisbären fiel in der 21. Minute und zehn Minuten später erhöhte Leo Pföderl auf 2:0. Ellis Morgans Schuss fälschte er unhaltbar für Pogge ab. Anschließend ließen beide es etwas ruhiger angehen. Die Eisbären überstanden eine Unterzahl. Zudem scheiterte für Köln Jonathan Matsumoto an Niederbergers Fanghand.

Mathias Niederberger in Aktion Foto:© Hans-Peter Becker

Was ging noch für die Gäste im Schlussdrittel? Zunächst mussten die Domstädter eine Unterzahl überstehen. Das Überzahlspiel der Eisbären ist in dieser Spielzeit nicht unbedingt eine herausragende Stärke. Die beiden Treffer im Mittelschnitt fielen in voller Mannschaftsstärke. Die Eisbären versäumten es, den Sack zuzubinden und so kam es, wie es im Eishockey vorkommen kann. Köln schaffte in der 54. Minute den Anschlusstreffer durch David McIntyre. Es war noch genug Zeit für ein Comeback. Der Vorsprung hielt und zwei Minuten vor dem regulären Ende nahm Uwe Krupp eine Auszeit und seinen Torhüter vom Eis. Jetzt spielten sich turbulente Szenen vor dem Tor der Eisbären ab. Die Sekunden vergingen und der erste Play-off-Sieg war unter Dach und Fach.

Die Halle war nicht ganz ausverkauft, es bot sich endlich wieder ein stimmungsvoller Rahmen. Es waren 10.692 Zuschauer, darunter etliche Fans der Haie, in der Arena. Zuletzt hatte es ein Play-off Spiel unter diesen Bedingungen am 29. März 2019 gegeben.

Weiter geht es am Dienstag, 12. April in Köln. Es werden drei Siege benötigt, um in das Halbfinale einziehen zu können.

10.04.2022 14:00 MB-Arena Berlin Play-off Viertelfinale Spiel 1

EHC Eisbären Berlin – Kölner Haie 2:1 (0:0/2:0/0:1)

Hans-Peter Becker

Eisbären sind Sieger der Vorrunde

Mit dem Sieg gegen die Augsburger Panther, am Dienstag, 29.03., haben die Eisbären Platz eins der Vorrunde sicher. Die jetzt noch ausstehende Spiele sind für den amtierenden Meister die Vorbereitung auf die Play-offs. Gab es im Heimspiel gegen die Straubing Tigers im Schlussdrittel einen kräftemäßigen Einbruch, so war davon nur 48 Stunden später nichts mehr zu merken. Nach der Hälfte des Spiels stand es 5:0 und im Schlussabschnitt ließen sie lediglich den Ehrentreffer für die bayerischen Schwaben zu.

Fotos: © Stephan Wenske

Zwei Spiele müssen die Eisbären noch absolvieren, egal wie diese ausgehen werden, die Bilanz ist beeindruckend. Von den 53 Spielen konnten sie 33 in der regulären Spielzeit gewinnen, ein Spiel gewannen sie im Penaltyschiessen. In der Verlängerung konnten bisher kein einziges Spiel gewinnen, viermal mussten sie dem Gegner den Zusatzpunkt überlassen. Sie sind nur das zwölftbeste Überzahlteam, dafür klappte es in Unterzahl besser, nach Straubing und Mannheim belegen sie Platz Drei in dieser Wertung.

In der Woche ab dem 4. April wird der Viertelfinalgegner ermittelt. Durch Corona mussten mehr Spiele verlegt werden, am Ende wurde die Vorrunde sogar um eine Woche verlängert.
Hans-Peter Becker

Trotz Niederlage – 100 Punkte Marke erreicht

Die Eisbären taten sich schwer im 49. Saisonspiel. Die Gäste aus Ingolstadt versuchten ihr Glück mit defensiv geprägten Kontereishockey. Zwar hatten die Eisbären optisch mehr vom Spiel, doch die Toren schossen zunächst die Gäste.

In der 18. und 33. schlug es ein im Tor der Eisbären. Erst in der Schlussphase der Partie konnten die Eisbären zurückschlagen. In der 47. traf Bokk zum 1:2 in einer 4 gegen 4 Situation und in der 54. Minute nutzten die Eisbären ein Powerplay für den 2:2 Ausgleich. Die Schlussphase war turbulent, ein weiteres Tor fiel bis zur Schlusssirene nicht mehr. Immerhin wurde es ein Punkt, eben der einhundertste in der laufenden Spielzeit.

Die Entscheidung fiel nicht in der Overtime. Im Penaltyschießen hatten die Eisbären kein Glück. Es war das insgesamt 5. Penaltyschießen zudem die Eisbären antreten mussten und erst eins davon konnten sie gewinnen. Am Schluss jubelten die Panther aus Ingolstadt, die beiden Punkte können sie gut gebrauchen im Kampf um die Playoff-Plätze. Trotz der erneuten Niederlage, zuvor reichte es in Düsseldorf auch nur zu einem Punkt, bleiben die Eisbären Tabellenführer und haben einen Platz in den Playoffs sicher.

Bis zu den Playoffs müssen die Eisbären noch 7 Spiele absolvieren. Am Donnerstag wird in München und nur 24 Stunden später in Nürnberg gespielt. Das nächste Heimspiel wird am Sonntag, 27.03. gegen Straubing ausgetragen. Selbst für Eishockeyprofis ein Hammerprogramm.

Hans-Peter Becker