Nur ein Punkt für die Eisbären zum Heimspielauftakt

Das erste Heimspiel der Saison begann mit einer Banner-Zeremonie, der nunmehr 9. Titel ist jetzt unter dem Hallendach dokumentiert. Mit den Grizzlys aus Wolfsburg stellte sich ein Team vor, das erst einen Punkt aus den ersten beiden Spielen holen konnte. Einer Niederlage gegen Aufsteiger Frankfurt folgte eine Overtime Niederlage gegen Köln. Die Eisbären stiegen erst am 2. Spieltag in die Saison ein und verloren in Nürnberg. Da waren auf beiden Seite Punkte nötig, um einen Fehlstart zu vermeiden.

© Foto: Hans-Peter Becker

Die 11.710 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof mussten lange auf einen Treffer warten. Die ersten beiden Spieldrittel vergingen torlos, trotz Großchancen auf beiden Seiten. In der 50. Minute landete der Puck im Tor, leider im Tor der Eisbären. Der Schuss von Jean-Christophe Beaudin ging daneben, prallte von der Bande zurück und wurde von Eisbären Goalie Tobias Ancicka unglücklich ins eigene Tor abgelenkt. Wie war das, erst hat man kein Glück und dann kommt noch Pech hinzu! So kann die Gefühlslage der Eisbären beschrieben werden. Sie hatten mehr vom Spiel, nur das Wichtigste fehlte. In der 57. Minute, lange hatten die Eisbären ihre Fans auf die Folter gespannt, gelang der erste Heimtreffer der Saison. Es war eine Marcel Ko-Produktion, Noebels Vorabeit und Barinka vollendete. Fast hätte Kevin Clark alles klargemacht, er scheiterte am überragenden Dustin Strahlmeier.

Es ging in die Verlängerung und da hatte Serge Aubin eine interessante Variante parat. War der Puck gesichert, ging Ancicka aus dem Kasten und ein zusätzlicher Feldspieler kam. Der Torwart wurde gezogen, wie eine Nachfrage in der Pressekonferenz ergab. Erstmals wurde diese Variante in der Overtime in Russland praktiziert. Ein weiteres Tor gelang trotzdem nicht. Zu guter Letzt trafen die Wolfsburger das leere Tor nicht.

In der DEL, während der Hauptrunde heißt das, Penaltyschützen und Torhüter entscheiden das Spiel. Schlussendlich hatten die Grizzlys die Nase vorn. Drei Schützen der Eisbären vergaben, während von den Grizzlys einer treffen konnte. So blieb den Eisbären nur ein Punkt zum Heimspielauftakt.

Hans-Peter Becker

Penny DEL 3. Spieltag

23.09.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 1:2 n. P. (0:0, 0:0, 1:1, 0:0, 0:1)

Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Melchiori, Mik; Müller, Ellis (A) F. Hördler (C), Nowak – White, Regin, Mauer; Noebels, Boychuk, Clark; Fiore, Wiederer (A), Nijenhuis; Roßmy, Barinka, Baßler; Handschuh – Trainer: Serge Aubin

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier (Pogge) – Krupp, Button; Wurm, Bittner; Murray, Möser; Mass – Braun, Beaudin, Schinko; Machacek, Jeffrey, Rakhshani; Archibald, Pfohl, Mingoia; Klos, Dumont – Trainer: Mike Stewart

Tore

0:1 – 49:14 – Beaudin (Braun, Schinko) – EQ

1:1 – 56:34 – Barinka (Boychuk, Noebels) – EQ

1:2 – 65:00 – Archibald – PS

Strafen

Eisbären Berlin: 6 (2, 2, 2, 0, 0) Minuten

Grizzlys Wolfsburg: 8 (4, 0, 4, 0,0) Minuten

Schiedsrichter

Benjamin Hoppe, Andre Schrader (Nikolaj Ponomarjow, Marcus Höfer)

Eisbären verlieren zum Saisonauftakt

Am zweiten Spieltag der DEL Saison 2022/23 griffen auch die Eisbären in das Geschehen ein. Sie unterlagen in Nürnberg bei den Ice-Tigers mit 2:4. Trainer Serge Aubin konnte lediglich mit dem ersten Drittel seiner Mannschaft zufrieden sein. Da stand es 0:0 und die Eisbären hatten noch alle Möglichkeiten.

Ryan Stoa erzielte in der 33. Minute das erste Tor und somit die Führung für die Nürnberger. In der 37. Minute gelang den Bären der Ausgleich durch Kevin Clarke. Diesen Zwischenstand konnten die Eisbären nicht mit in den Schlussabschnitt nehmen. Patrick Reimer setzte 16 Sekunden vor der Drittelsirene den Puck in die Maschen. Im Schlussabschnitt kam von den Eisbären insgesamt zu wenig. In der 43. Minute erhöhte Blake Parlett auf 3:1 und für die Vorentscheidung sorgte Dane Fox mit seinem Treffer zum Nürnberger 4:1. Die Eisbären trafen noch einmal im Powerplay durch Marcel Noebels. Der Treffer in der 57. Minute fiel zu spät, um die Nürnberger vor über 4.018 Zuschauern gefährden zu können.

Eisbären-Kapitän Frank Hördler bestritt sein erstes DEL-Spiel zusammen mit Sohn Eric. Fast wäre Hördler Junior, der insgesamt 2,11 Minuten bei seinem DEL-Debüt auf dem Eis stand, kurz vor dem Ende gleich ein Tor geglückt. Niklas Treutle im Nürnberger Tor hatte etwas dagegen.

Am 3. Spieltag, 23.09. kommen die Grizzlys Wolfsburg in die Arena am Ostbahnhof.

Hans-Peter Becker

Penny DEL 2. Spieltag

18.09.2022 16:30 Uhr Nürnberg

Nürnberg Ice Tigers – Eisbären Berlin 4:2 (0:0, 2:1, 2:1)

Nürnberg Ice Tigers: Treutle (Hungerecker) – Shaw, Welsh; Weber, Karrer; Bodnarchuk, Parlett; Mebus – Schmölz, Stoa, Reimer; MacLeod, Fleischer, Sheehy; Fox, Leonhardt, Ustorf; Kislinger, Jahnke, Lobach – Trainer: Tom Rowe

Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak; Müller, Ellis (A) – Noebels, Boychuk, Clark; White, Regin, Fiore; Mauer, Wiederer (A), Barinka; Nijenhuis, Handschuh, Baßler; E. Hördler – Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0 – 32:11 – Stoa (MacLeod, Welsh) – EQ

1:1 – 36:56 – Clark (Müller, Boychuk) – EQ

2:1 – 39:44 – Reimer (Schmölz, Fleischer) – EQ

3:1 – 42:36 – Parlett (Fleischer, Shaw) – EQ

4:1 – 53:40 – Fox (Sheehy, Bodnarchuk) – 6-5

4:2 – 56:41 – Noebels (Nowak, Boychuk) – PP1

Strafen

Nürnberg Ice Tigers: 6 (2, 0, 4) Minuten

Eisbären Berlin: 6 (0, 4, 2) Minuten

Schiedsrichter

Lasse Kopitz, Gordon Schukies (Jonas Merten, Kenneth Englisch)

Eisbären wollen Titel verteidigen

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) startet am Donnerstag, 15.09., mit der Partie Kölner Haie gegen den Vizemeister RB München in die Saison 2022/23. Traditionell wird das Eröffnungsspiel beim amtierenden Meister ausgetragen. In diesem Jahr ist die MB-Arena anderweitig belegt, mit der Basketball Europameisterschaft. So beginnen die Eisbären die Spielzeit am Sonntag, 18. September in Nürnberg bei den Ice-Tigers.

Der Hauptsponsor der Eisbären, seit 26 Jahren, die GASAG, hatte der Tradition folgend, zur Pressekonferenz geladen, diesmal in ein Foyer der Verti Music Hall in unmittelbarer Nähe der Arena. GASAG Vorstandsvorsitzender Georg Friedrichs sprach seine einleitenden Worte, bei dem die Energiekrise nicht ausgespart blieb und mittendrin gingen die Lichter über dem Podium aus. Hoffentlich kein böses Omen für kommende Zeiten. Friedrichs ist seit April 2021 Vorstandsvorsitzender, er kennt die Eisbären nur als Meister.

Eine stolze Bilanz – 9 Meistertitel Foto: © 2022 Hans-Peter Becker

Gelingt den Eisbären erneut ein Titel-Hattrick? Zuletzt war das 2013 der Fall, in einer Finalserie gegen die Kölner Haie. Die Zielstellung wurde einhellig vom Trainer Serge Aubin, Sportdirektor Stephane Richer und Geschäftsführer Thomas Bothstede formuliert. Der Pott soll in Berlin bleiben. Die Eisbären haben immer das Ziel, Meister zu werden.

Auf die Treue der Eisbärenfans können sie sich wieder verlassen. Mit einigem Stolz konnte Geschäftsführer Bothstede verkünden, dass vor dem ersten Heimspiel am 23. September gegen die Grizzlys Wolfsburg, über 5.000 Dauerkarten verkauft wurden.

Ihre aktuelle Form konnten die Eisbären bereits in vier Spielen der Champions-League überprüfen. Der Start in Grenoble, beim französischen Meister, war mit einem 8:2 Sieg geglückt, dann folgte in Schweden bei Frölunda Göteborg mit einer 1:7 Niederlage die Ernüchterung. In Berlin unterlagen sie im Rückspiel im Welli unglücklich mit 2:3, während gegen Grenoble erneut gewonnen wurde.

Im Kader gab es einige Veränderungen, drei Verteidiger und sieben Stürmer sind neu. Sie stellen das zweitjüngste Team mit einem Altersdurchschnitt 25,7 Jahren. Mit dafür verantwortlich ist die Besetzung der Torhüterposition. Es wird, zumindest am Saisonbeginn, keine klare Nummer 1 im Tor der Eisbären geben. Wer in die Startaufstellung kommt, entscheidet sich nach den Trainingseindrücken. Die Eisbären gehen mit Juho Markanen (Jahrgang 2002), Nikita Quapp (Jahrgang 2003) und Tobias Ancicka (Jahrgang 2001) ins Rennen.

Aktuell nicht zur Verfügung stehen Leonard Pföderl, Yannick Veilleux und Neuzugang Frank Mauer aufgrund von Verletzungen. Bennet Roßmy wurde zu einem Trainingscamp des Kooperationspartners Los Angels Kings eingeladen.

Eishockey ist eine sehr energieintensive Sportart, gemeint ist hier nicht der geforderte körperliche Einsatz der Akteure, vielmehr der nötige Stromverbrauch für die Eishallen. Hoffen wir, dass alles gut gehen wird.

Hans-Peter Becker

Eisbären verlieren gegen Göteborg

An das Hinspiel am 3. September in Göteborg hatten die Eisbären keine gute Erinnerung. Sie verloren im Scandinavium mit 1:7. Das Rückspiel im Wellpalast ließ zum Beginn ähnlich schlimmes erwarten. In Schweden lagen sie bereits nach 35 Sekunden mit 0:1 hinten, dauerte es Donnerstagabend, am 8. September, immerhin 89 Sekunden bis Schweden trafen. Verteidiger Tom Nielson war der Torschütze, der eine mustergültige Kombination für die Schweden vollendete. Sehr zum Jubel der mitgereisten Fans aus Schweden. Sie mussten sich kräftig schütteln, die Hausherren des Wellis, es dauerte bis zur 5. Spielminute und dem ersten Torschuss der Eisbären, abgegeben von Manuel Wiederer.

Die Eisbären, angetrieben von 2.230 Zuschauern, steigerten sich. Ein weiterer Treffer fiel nicht mehr bis zur ersten Pausensirene. Der Ausgleich gelang den Eisbären in der 24. Minute durch Marco Baßler, die Vorlage kam von Kapitän Frank Hördler. Ein weiteres Verteidiger-Tor brachte in der 31. Minute Göteborg erneut in Front. Christian Folin war der Torschütze. Nur knapp zwei Minuten später nutzten die Eisbären eine Überzahlchance und stellten die Partie wieder pari. Matt White war für das Spezial-Team erfolgreich und ließ dem jungen dänischen Nationaltorwart Frederik Dichow im Tor von Frölunda Göteborg keine Chance der Abwehr.

CHL Pokal Foto: Becker

Mit dem 2:2 ging es in den Schlussabschnitt. Ein offener Schlagabtausch, mit einigen Monstersafes von Eisbären-Goalie Juho Markkanen ging für die Eisbären unglücklich zu Ende. Es waren noch 39 Sekunden auf der Spieluhr, da sprang der Puck unglücklich vom Plexiglas zurück auf den Schläger von Jonas Müller, Ryan Lasch, der Flügelstürmer der Gäste stocherte mit, das Streitobjekt landete im Tor vor der Gästetribüne. Die aus Sicht der Eisbären unglückliche 2:3 Niederlage war besiegelt.

Serge Aubin, der Eisbären-Trainer, in seiner Wertung des Spiels: „Wir haben heute gut gespielt und hart gekämpft. Ein Punkt wäre verdient gewesen, in dieser engen Partie. Wir haben uns in allen Bereichen verbessert. Juho Markkanen hat sehr gehalten. Bei Göteborgs Siegtreffer hatten wir Pech, dass der Puck unglücklich von der Bande abgeprallt ist. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, vor unseren Fans zu spielen. Ihre Stimmung war grandios.“

Am Samstag, 10. September, geht es bereits weiter. Erneut im Welli wird der französische Meister aus Grenoble erwartet. Das Hinspiel hatten die Eisbären gewonnen und sind nach der Niederlage bereits zum Siegen verdammt, um die Playoff-Chancen zu wahren.

Hans-Peter Becker

Eisbären – Mission Titelverteidigung war erfolgreich

Foto: ©PENNY DEL / City-Press GmbH

So spät in einer Saison wurde wohl noch nie ein Meister gekürt. Coronabedingt wurde die Spielzeit bis zum 8. Mai verlängert, die Eisbären hätten allerdings nur bis zum 5. Mai spielen können, ab 6. Mai wird die Arena anderweitig genutzt. Das führte zu einer Terminhatz für die Mannschaft der Eisbären, sechs Spiele innerhalb von elf Tagen. Es gab Befürchtungen, dass der Mannschaft das mental und kräftemäßig Nachteile bringen könnte. Alles Makulatur, mit einem überzeugenden Sieg in Spiel 4 der „best of five“ Finalserie konnte in München der 9. Meistertitel errungen werden.

Das erste Tor im Spiel gelang den Bayern, es konnte wegen einer Torwartbehinderung und Torraumabseits nach Videobeweis keine Anerkennung finden. Müßig, jetzt darüber nachzudenken, was wäre wenn, hätte es gezählt. In der 9. Spielminute spielte Eisbären-Kapitän Frank Hördler einen genialen Diagonalpass auf Matthew White und der ließ Henrik Haukeland im Tor der Münchner keine Chance. Bis dahin hatten die Bayern mehr vom Spiel. Mit dieser knappen Führung ging es in die erste Drittelpause. Das Schicksal traf im Mittelabschnitt eine Vorentscheidung. Ein Doppelschlag innerhalb von 52 Sekunden, es trafen Frans Nielsen und Leo Pföderl, stellte den Spielstand auf 3:0. Die Eisbären verteidigten geschickt ihre blaue Linie und den Münchnern schienen mehr und mehr die Kräfte zu schwinden. Was nicht verteidigt werden konnte, wurde eine Beute von Mathias Niederberger. Er hielt insgesamt 32 Schüsse. In der 37. Minute schlug White erneut zu und schon mal die Tür auf für die bevorstehende Meisterfeier.

Im Schlussabschnitt blieben die Eisbären weiter konzentriert und München fing an zu resignieren. Der Weg zurück in dieses Spiel schien erst hinter dem Horizont zu enden. Die Spieluhr tickte unermüdlich runter und am Ergebnis änderte sich nichts. Don Jackson nahm den Goalie vom Eis und es trafen die Eisbären. Die mitgereisten Fans aus Berlin feierten schon längst und konnten 10 Sekunden vor dem Ende einen empty net Treffer von White bejubeln.

Dieser deutliche Spielausgang war so nicht zu erwarten, die auswärtsstärkste Mannschaft der Hauptrunde holte folgerichtig die Meisterschaft in der Fremde. Für München blieb nur die Silbermedaille, überreicht vom Fußball-Trainer Julian Nagelsmann, der in seiner Jugend es mal mit Eishockey probiert hatte.

Zum MVP der Playoffs wurde Eisbärenkapitän Frank Hördler gewählt. Er ist der Einzige aus dem goldenen Jahrgang 1985, der die 1. Meisterschaft 2005 mit erkämpfte. Die anderen waren Florian Busch, Jens Baxmann und Andre Rankel. Hördler könnte sich vorstellen, weiterzuspielen. Sein ältester Sohn Eric spielt bei den Eisbären Juniors und könnte in der kommenden Saison mit seinem Vater gemeinsam in der DEL auflaufen. Wie der Vater, so der Sohn könnte es lauten, eines haben beide jetzt schon gemeinsam. Sie wurden Deutscher Meister, Eric, der im Gegensatz zu seinem Vater im Sturm spielt, holte mit den Eisbären Juniors den Titel in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL).

Für den kommenden Samstag, 7. Mai sind die Fans der Eisbären auf den Platz vor der Arena zur Meisterfeier eingeladen.

Hans-Peter Becker

DEL Finalserie Spiel 4

04.05.2022 19:30 Uhr Olympia-Eishalle München

HC Red Bull München – Eisbären Berlin
0:5 (0:1, 0:3, 0:1)
Tore:
0:1 (9.) White, 0:2 (25.) Nielsen, 0:3 (26.) Pföderl, 0:4 (37.) White, 0:5 (60.) White; Strafminuten: München 8, Eisbären Berlin 6; Zuschauer: 5.533.

Endstand der Serie: 3:1 für die Eisbären Berlin

Eisbären siegen 2:1

Gestern noch in München und am Montag stand sie sich erneut gegenüber, ein back to back Spiel sagt man dazu. Nach dem Overtime Sieg der Eisbären in München war aus der Fünfer-Serie eine Dreier-Serie geworden. Der Sieger hat den Matchball.

Im 1. Drittel gingen die Eisbären in Führung, bereits nach fünf Minuten durch Zach Boychuk. Es war ein sehenswert heraus gespielter Treffer in Überzahl. Die Münchner antworteten zwei Minuten später und konnten durch Zachary Redmond ausgleichen. Die beiden Treffer fielen in der 5. und 7. Spielminute. Anschließend wurden die Gäste immer stärker. Der Führungstreffer für die Eisbären in der 39. Spielminute kam da gerade recht. Dominik Bokk war der Glückliche, der die Halle zum Beben brachte.

Dabei blieb es bis zur Schlussirene. Die Eisbären verteidigten gut und könnten im Falle eines Sieges am 4. Mai in München Meister werden. Neben Blaine Byron, der verletzt nicht spielen konnte, musste die Eisbären im Schlussdrittel auch auf den Torschützen Boychuk verzichten. Es war ein nicht geahndeter Crosscheck von Trevor Parks, der ihn vorzeitig in die Kabine zwang. Die beiden Trainer wollten sich zu dem Vorfall nicht äußern, so sind die Playoffs. Den Platz Boychuk als Center der ersten Sturmreihe nahm Manuel Wiederer ein. Boychuk wird auf jeden Fall mit nach München reisen, wie in den Playoff üblich, wird über die Schwere einer Verletzung keine Auskunft gegeben.

Hans-Peter Becker

DEL Playoff Finale Spiel 3

02.05.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – EHC Red Bull München 2:1 (1:1, 1:0, 0:0)
Tore: 1:0 (5.) Boychuk, 1:1 (7.) Redmond, 2:1 (39.) Bokk; Strafminuten: Berlin 6, München 6; Zuschauer: 14.200.

Eisbären verlieren zum Finalauftakt

Es ging sofort weiter für die Eisbären, nur einmal schlafen und mit München stand der Finalgegner auf dem Eis der MB-Arena. Das Team von Don Jackson hatte vier Tage Zeit zur Vorbereitung und erfuhr erst am Donnerstagabend, dass sie nach Berlin müssen. Vorteil für München, erstmal nicht, den die Eisbären gingen mit 3:0 in Führung. Sie hielt für neun Minuten, erst ein Doppelschlag in der 30. und 32. Minute und ein Tor durch Videobeweis in der 35. Minute stand es wieder pari, so musste der Schlussabschnitt die Entscheidung bringen.

In den Playoffs ist es wichtig, möglichst wenig Strafen zu kassieren. In der 44. Minute musste Kai Wissmann auf die Strafbank, diese Strafzeit überstanden die Eisbären. Eine Überzahlchance verstrich anschließend für die Eisbären. Das Spiel ging die Schlussphase und jetzt machte sich doch ein Kräfteverschleiß bei den Eisbären bemerkbar. In der 55. Minute hatten die Münchner das Spiel gedreht, Zachary Redmond traf zum 4:3 aus Sicht der Gäste.

Die Schlussphase überstanden die Gäste und gehen in der Finalserie in Führung. Spiel 2 ist bereits am Sonntag in München.

Hans-Peter Becker

Eisbären machen Finale klar

Zwei Matchbälle hatten die Eisbären aus der Hand gegeben, so kam es zum alles entscheidenden Spiel Fünf. Saisonende oder Finale? Diese Frage mussten die Eisbären für sich beantworten. Im ersten Drittel wirkten beide Teams entsprechend nervös, das letzte Risiko fehlte noch. Die Eisbären trafen zweimal das Gestänge. Die Adler versuchten hoch zu verteidigen, um eventuelle Fehler ausnutzen zu können.

Fehlten in den ersten zwanzig effektiven Spielminuten die Tore gänzlich, so ging es im Mittelabschnitt um so schneller. Die 21. Spielminute war noch nicht ganz rum, das schlug es ein im Kasten der Adler. Manuel Wiederer war der Torschütze. Eisbärentrainer Serge Aubin hatte Wiederer als Center der 3. Reihe aufgestellt, dafür spielte Frans Nielsen neben ihm als rechter Stürmer und wieder dabei war Kevin Clark. Er gab die Vorlage für den ersten Treffer der Partie. Anschließend verstärkten die Adler ihre Bemühungen, ihrerseits einen Treffer zu markieren.

Das dritte Drittel mussten die Eisbären in Unterzahl beginnen, Simon Despres hatte eine Strafe wegen eines hohen Stocks kassiert. Jetzt wurde jede Sekunde kostbar für die Eisbären, die verging ohne Gegentreffer. Nicht nur die Spieler, auch das Publikum gaben alles. Die Arena bebte in der 46. Spielminute, als Blaine Byron den Puck zum 2:0 unterbringen konnte. Jetzt waren die vergehenden Sekunden zusätzlich veredelt, ein kostbarer Vorsprung wurde mitgenommen, als die herunterzählende Spieluhr bereits einstellige Werte anzeigte.

Die Adler gaben alles, es wurde eine Abwehrschlacht für die Eisbären. Die Spieluhr zeigte 2 Minuten und 31 Sekunden an, die effektiv übrig blieben, als Bill Stewart eine Auszeit nahm. Felix Brückmann blieb auf der Bank und Überzahl für die Adler und für Mannheim blieb nur die Selters. Blaine Byron traf 46 Sekunden vor Schluss ins leere Tor. Game over und Finale für die Eisbären, die bereits 24 Stunden später ihr erstes Finalspiel gegen München bestreiten müssen. Nicht unbedingt ideal, aber der Belegungsplan der Arena lässt andere Termine nicht zu. Der Gegner aus München muss sich jetzt ganz schnell auf den Weg nach Berlin machen.

Hans-Peter Becker

Serie geht weiter – Eisbären verlieren Spiel drei

Für die Adler Mannheim ging es im dritten Halbfinalspiel bereits um Sein oder Nichtsein, während die Eisbären den ersten Matchball hatten. Es begann nicht optimal für den amtierenden Meister. Sie hatten zwar die erste Großchance im Spiel, doch 1:0 Führung gelang den Mannheimern. Bereits in der vierten Minute brachte Markus Hännikäinen die Gäste in Front. Der Ausgleich gelang den Eisbären recht schnell, Marcel Noebels und Leonard Pförderl bereiteten vor und Frans Nielsen ließ es krachen. Der Puck wurde von ihm auf 90 Kilometer pro Stunde beschleunigt. Das 1:1 war ein Powerplay Treffer. Für Mannheim brummte David Wolf auf der Strafbank, wegen eines unkorrekten Körperangriffs. Die Mannheimer waren im Anfangsdrittel sehr effektiv, ledig drei Torschüsse reichten, um das erste Drittel ausgeglichen zu gestalten.

Im Mittelabschnitt verloren die Eisbären ein bisschen ihren Spielfaden. So kam es, wie kommen musste. Die Adler gingen erneut in Führung. Nigel Daws bekam von Ex-Eisbär Mark Katic einen Pass mustergültig serviert und so gewannen die Adler erst einmal den Mittelabschnitt. Die Eisbären mussten zwei Unterzahlsituationen überstehen. Es war vor dem Beginn des letzten regulären Drittels für beide noch alles drin.

Im Schlussabschnitt versuchten die Adler schnell ihr drittes Tor zu erzielen. Es gelang ihnen in der 47. Spielminute durch Nicolas Krämmer. Es war eine Vorentscheidung, die Eisbären erwischten nicht ihren besten Tag und Heimstärke war in der Hauptrunde keine große Tugend. Endgültig den Sack zu machten die Adler in der 51. Spielminute. Nigel Daws steuerte noch einen Überzahltreffer bei und die 4:1 Führung war ein deutliches Statement. Die Adler glatt in drei Spielen zu besiegen, wäre ein kleines Wunder gewesen. In der 58. Minute gelang den Eisbären der Anschlusstreffer zum 2:4 durch Blaine Byron. Ein kleiner Pluspunkt für die Moral. Den vorläufigen Schlusspunkt setzte Nigel Daws, somit dreifacher Torschütze. Es war allerdings immer noch nicht zu Ende, Johan Södergran markierte mit seinem Treffer den Endstand von 3:5 für die Eisbären.

Am Dienstag geht es in Mannheim weiter, Chance Nummer zwei für den Finaleinzug oder es wartet ein alles entscheidende Spiel 5. In der Halle waren 13.951 Zuschauer.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockeyliga Halbfinale Spiel 3

4.04.2022 17:00 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Adler Mannheim
3:5 (1:1, 0:1, 2:3)
Tore:
0:1 (4.) Hännikäinen, 1:1 (7.) Nielsen, 1:2 (31.) Dawes, 1:3 (47.) Krämmer, 1:4 (51.) Dawes, 2:4 (58.) Byron, 2:5 (60.) Dawes, 3:5 (60.) Södergran; Strafminuten: Eisbären Berlin 8, Mannheim 10; Zuschauer: 13.951.

Eisbärensieg in der Overtime

Ein DEL-Klassiker, so stand es im Programmheft zum ersten Halbfinalspiel der Eisbären. In der Hauptrunde war es ausgeglichen, es gab je zwei Siege und ähnliches ist von der Serie zu erwarten. Verlängerungen und ein Gang über fünf Spiele sind nicht ausgeschlossen.

In der Anfangsphase des Spiels dominierten die Eisbären und legten gleich zwei Tore vor. In der achten Minute vollendete Giovanni Fiore ein Power Play zum 1:0 und nur vier Minuten später beförderte Jonas Müller den Puck in das Adlergehäuse. Exakt mit dem Beginn der 18. Spielminute musste Kai Wissmann auf die Strafbank, ihm folgte wenig später Sebastian Streu und die 3 gegen 5 Situation nutzten die Adler für den Anschlusstreffer. Der Torschütze war Andrew Desjardins.

Der Mittelabschnitt gehörte zunächst den Gästen, die Eisbären hatten noch nicht die volle Aufmerksamkeit und in der 23. Minute stand es pari, Jason Bast hatte für die Adler getroffen. Im Anfangsdrittel war er noch an Mathias Niederberger nach einem Alleingang gescheitert. Sie fingen sich wieder die Eisbären und gingen in der 34. Minute durch einen Treffer von Yannick Veilleux wieder in Führung.

Foto:© Hans-Peter Becker

Im Schlussabschnitt belauerten sich beide und das Scheibenglück war mit den Mannheimern. In der 47. Minute stand es 3:3, weil Tim Wohlgemuth abstauben konnte, Niederberger streckte sich vergeblich. Anschließend ging es in bester Eishockeymanier auf und ab. Das 3:3 hielt bis in die Schlussphase des Spiels. Die Schiedsrichter ließen fast alles laufen, bis zur 55. Spielminute, da mussten Mannheims David Wolf und Eisbär Simon Despres wegen unsportlichen Verhaltens auf die Sünderbank. Das Spiel vier gegen vier erbrachte kein Tor und so näherte sich die Ankündigung der letzten zwei regulären Spielminuten. Die Gemüter kochten hoch, als Bona Rendulic wegen eines Bandenchecks eine 5+Spieldauerdisziplinarstrafe bekam. Der Leidtragende war Veilleux. Jetzt hatten die Eisbären fünf Minuten in Überzahl für den entscheidenden Treffer. Er fiel nicht mehr in der regulären Spielzeit.

Es ging in die Overtime, nur 15 Minuten für die Eisbereitung und es standen noch 3:03 Minuten Strafzeit für Mannheim auf der Uhr. Wer kommt mit der besseren Idee aus der Kabine? Es waren 9.418 Zuschauer in der Arena, erstaunlich wenig für solch ein Spiel. Um 22:13 Uhr begann die erste Overtime und die Eisbären glänzten in der aktuellen Saison nicht unbedingt mit ihrem Powerplay und die Mannheimer wurden wieder komplett. Die Adler konnten eine Überzahl ab der 67. Spielminute nicht nutzen.

In der 72. Spielminute war es so weit und Manuel Wiederer hämmerte den Puck in die Maschen. Wiederer wurde zum Mann des Spiels, dabei hatte er Glück, ein Ellbogencheck gegen Mannheims David Wolf wurde nicht geahndet. Hätten sich die Schiris die Szene im Video angschaut, wäre für Wiederer das Spiel wohlmöglich beendet gewesen. In Berlin war es 22:29 Uhr und am Freitag, 22. April geht die Serie in Mannheim weiter, da sind bestimmt einige Rechnungen zu begleichen.

Hans-Peter Becker

DEL Playoff Halbfinale Spiel 1

20.04.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Adler Mannheim 4:3 n.V. (2:1, 1:1, 0:1, 1:0)
Tore:
1:0 (8.) Fiore, 2:0 (12.) J. Müller, 2:1 (18.) Desjardins, 2:2 (23.) Bast, 3:2 (34.) Veilleux, 3:3 (47.) Wohlgemuth, 4:3 (72.) Wiederer;

Strafminuten: Berlin 8, Mannheim 9 + Spieldauer-Disziplinarstrafe Rendulic; Zuschauer: 9.418.