Nur ein Punkt für die Eisbären

Am 38. Spieltag der Saison 2019/20 empfingen die Eisbären den ERC Ingolstadt. In der Tabelle trennten vor dem Spiel beide Mannschaften nur ein Punkt, allerdings haben die Ingolstädter ein Spiel mehr als die Eisbären absolviert. Abstand halten und somit den Platz Vier in der Tabelle verteidigen im ausverkauften Heimspiel war die klar umrissene Aufgabe für die Eisbären nach dem vorangegangenen Auswärtswochenende.

Da einige Stürmer nicht einsatzfähig waren, musste Constantin Braun als linker Flügelstürmer in der dritten Spielreihe ran. Wieder mit dabei war Mark Olver, während u.a. Sean Backman und Louis-Marc Aubry weiter fehlten. Den besseren Start erwischten die Gäste, die in der 7. Minute durch Brett Olson in Führung gingen. Sie nutzten einen Abwehrfehler der Eisbären, es war C. Braun, der den Puck vor dem eigenen Slot vertändelte. Die Eisbären waren um den Ausgleich bemüht und der gelang in der 19. Spielminute. Kapitän Andre Rankel, gab die Vorlage für Pierre-Cedric Labrie. Strafminuten gab es im Anfangsdrittel keine. Dafür begann das Mitteldrittel mit einer Überzahl für die Gäste und war erfolgreich. In der 23. Minute schlug es erneut im Eisbärentor ein, Michael Collins war der Torschütze, zuvor waren die Eisbären nah dran an einem shorthander. In Unterzahl waren sie aufgerückt und dann nicht schnell genug zurück in ihrer Verteidigungsformation. Anschließend ging es Schlag auf Schlag und die Eisbären drehten, sehr zur Freude ihrer Fans, das Spiel, es fiel der Ausgleich und zwischenzeitlich lagen die Hausherren mit 4:2 vorn. Das Drittel endete mit 4:3.

Fotos: © Stephan Wenske

Den knappen Vorsprung ins Ziel zu retten gelang den Eisbären nicht. Es fehlten nur knapp zwei Minuten. Die Ingolstädter nahmen während eines Überzahlspiels zusätzlich ihren Torwart vom Eis und belagerten mit sechs Feldspielern das Angriffsdrittel der Eisbären. Das Risiko zahlte sich aus. Wayne Simpson hämmerte den Puck nach 58 Minuten und 13 Sekunden unter die Latte. Mit 4:4 endete die reguläre Spielzeit. Die anschließende Overtime verstrich ohne ein Tor, dabei vergaben die Eisbären einen Penalty. Austin Ortega scheiterte an Jochen Reimer im Ingolstädter Tor.

Reimer war es auch, der anschließenden Penaltyschießen den Zusatzpunkt für die Gäste sicherte. Er meisterte die Penaltys von Marcel Noebels und James Sheppard. Sein Gegenüber im Tor der Eisbären Justin Pogge machte keine so gute Figur und konnte die Einschläge nicht verhindern. Für Ingolstadt trafen Tim Wohlgemuth und Christopher Foucault. Nach Punkten zogen die Ingolstädter mit den Eisbären gleich. Auf Grund des besseren Torverhältnisses verdrängten sie die Eisbären auf Tabellenplatz fünf.

Jetzt haben die Eisbären drei Auswärtsaufgaben in Folge vor der Brust. Am kommenden Sonntag, 19.01. müssen sie in Schwenningen ran. Als kleine Randnotiz: Eisbären Kapitän Andre Rankel absolvierte gegen Ingolstadt sein 850. Spiel für die Eisbären.

Hans-Peter Becker

DEL 38. Spieltag

Freitag, 17.01.2020 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären – ERC Ingolstadt 4:5 n.P.

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

Torfolge:

0:1 Olson 06:52 (Collins)

1:1 Labrie 18:16 (Rankel)

1:2 Collins 24:32 (Edwards) PP1

2:2 Ferraro 27:30 (Olver)

3:2 Ortega 31:52 (Noebels,Kettemer)

4:2 Noebels 34:51 (Sheppard,Ortega) PP1

4:3 Findlay 37:35 (Edwards,Sullivan)

4:4 Simpson 58:13 (Edwards,Foucault) PP1 6-4 empty

4:5 Wohlgemuth 65:00 PS

Strafminuten:

Berlin – 6

Ingolstadt – 10

Torschüsse: 

Berlin – 29

Ingolstadt – 30

Gekämpft und Gewonnen – Tabellenführer fuhr ohne Punkte heim

Ein Blick auf die Mannschaftsaufstellung der Eisbären ließ nichts gutes erahnen. Es kamen nur drei Reihen zusammen. In der nicht vorhandenen vierten Reihe konnte lediglich Thomas Reichel für Entlastung sorgen. Der Gast aus München bot zwar fast vier komplette Spielreihen auf, gewechselt wurde, abgesehen von Center Mark Voakes und Verteidiger Andrew Bodnarchuk, im Rhythmus mit drei Spielreihen.

Das erste Spieldrittel gehörte den Eisbären, sie wirkten frischer und gedanklich schneller, nutzten die Fehler im Spielaufbau gnadenlos aus. Es waren nicht ganz sieben Minuten gespielt, da führten die Eisbären mit 2:0. James Sheppard hatte als doppelter Torschütze zugeschlagen. An Treffer Nummer eins war der Neuzugang, Goalie Justin Pogge – vor dem Spiel wies Stadionsprecher Michael Schumann auf die englische Aussprache des Namens hin – als Vorlagengeber beteiligt. Dem unangefochtenen Tabellenführer aus München fehlte im Anfangsdrittel die Kreativität und die Eisbären verteidigten gut. Selbst zwei Möglichkeiten im Powerplay ließen die Gäste ungenutzt.

© Fotos: Hans-Peter Becker

Sicherlich wird Münchens Trainer Don Jackson in der ersten Drittelpause eine andere Stimmlage gewählt haben. Es waren erst 35 Sekunden im zweiten Drittel gespielt, da gelang den Gästen bereits der Anschlusstreffer zum 1:2. In einer Phase als der Ausgleich lediglich eine Frage der Zeit zu sein schien, war es erneut ein Fehler im Spielaufbau, den die Eisbären nutzen konnten. Der Torschütze war Pierre-Cedric Labrie, zu diesem Zeitpunkt waren 33 Minuten gespielt. In der 37. Minute hatten die Eisbären ein Powerplay und kassierten einen Gegentreffer. Diesmal nutzte Patrick Hager eine Unachtsamkeit und vollendete zum 2:3 und hielt München im Spiel.

Das Schlussdrittel war ausgeglichen. Die Gäste egalisierten in der 45. Minute den Spielstand, Jason Jaffrey traf zum 3:3. In der Schlussviertelstunde wogte das Spiel in der erneut ausverkauften Arena am Ostbahnhof hin und her. Beide wollten die Entscheidung in der regulären Spielzeit. Der Ex-Münchner Florian Kettemer musste zwei Mal auf die Strafbank, trotzdem gelang dem Team von Don Jackson kein weiteres Tor. Das gelang den Eisbären, exakt 30 Sekunden vor Ablauf der Spieluhr. Ein Schuss von Frank Hördler fälschte Leonard Pförderl unhaltbar für Münchens Goalie Kevin Reich ab, der Jubel kannte keine Grenzen. Die verbleibende Spielzeit reichte nicht für die Gäste, die ihren Goalie zugunsten eines weiteren Angreifers vom Eis nahmen.

Es war ein bemerkenswerter Sieg, trotz einer kurzen Bank und insgesamt 10 Strafminuten blieben die drei Punkte in Berlin. Es musste geackert werden, wie sich der Siegtorschütze Leo Pförderl nach dem Spiel ausdrückte. Er gehörte mit über 20 Minuten Eiszeit mit zu den Schwerstarbeitern, die meiste Zeit auf dem Eis 26:38 Minuten verbrachte allerdings Marcel Noebels. Zum Vergleich, auf Münchner Seite gab es nur zwei Spieler, Verteidiger Robert Sanguinetti und Stürmer Mark Voakes, die es auf mehr als 20 Minuten Eiszeit brachten.

Wie das alte Jahr endete, so begann das neue mit einem Sieg. Weiter geht es jetzt mit einer Serie von drei Auswärtspielen.

Hans-Peter Becker

DEL 34. Spieltag 03.01.2020 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Red Bull München 4:3 (2:0/1:2/1:1)

Torfolge

1:0 Sheppard 4:32 (Wissmann,Hördler) 

2:0 Sheppard 06:29 (/)

2:1 Jaffray 20:35 (Aulie)

3:1 Labrie 33:28 (Streu,Dietz)

3:2 Hager 37:12 (Ehliz, Boyle) SH

3:3 Jaffray 44:41 (Parlett,Voakes) 

4:3 Pföderl 59:30 (Hördler,Wissmann)

Strafminuten: 

Berlin – 10

München – 4

Torschüsse: 

Berlin – 29

München – 35

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

Eisbären beschließen das Jahr mit drei Punkten

Zum letzten Spiel des Jahres empfingen die Eisbären Berlin die Augsburger Panther. Aus dem Lazarett kehrte wenigstens Leo Pföderl wieder zurück. Die Bank blieb kurz, drei komplette Spielreihen und zwei zusätzliche Stürmer, während die Gäste ihre vier Reihen fast komplett besetzen konnten.

Von den Stammkräften nach wie vor verletzt sind John Ramage, Sean Backman, Mark Olver, Louis-Marc Aubry sowie Nachwuchsmann Vincent Hessler. Vor dem Spiel verkündeten die Eisbären die Verpflichtung des kanadischen Torwartes Justin Pogge. Er wechselt vom schwedischen Club Södertälje SK zu den Eisbären. Er sah von zusammen mit den 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof einen heiß umkämpften 3:2 Sieg seiner neuen Vereinskameraden gegen die Augsburger Panther. Zwei Mal mussten die Eisbären einem Rückstand hinterher laufen. Die Führung zum 1:0 und zum 2:1 jeweils ausgleichen. Nach zwei gespielten Dritteln stand es 2:2 und das den Sieg bedeutende Tor fiel in der 43. Minute durch Maxim Lapierre.

Das Spiel nicht beenden konnten Leo Pförderl und Landon Ferarro, der zwei Schüsse im Spiel blockte und nach dem letzten leider humpelnd in die Kabine musste.

Zufrieden konnten nur die Eisbären sein. Sie behaupteten den vierten Tabellenplatz vor dem Team aus Bremerhaven. Die Augsburger, die zuletzt drei Siege in Folge holen konnten, wurden für einen engagierten Auftritt nicht belohnt. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, ein bisschen hat uns heute auch das Matchglück gefehlt…“, so äußerte sich Augsburgs Trainer Tray Tuomie nach dem Spiel. Weiter geht`s am kommenden Freitag, 3.01.2020, zu Gast sein wird dann der Tabellenführer aus München sein.

Hans-Peter Becker

DEL 33. Spieltag 30.12.2019 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

EHC Eisbären – Augsburger Panther 3:2 (1:1/1:1/1:0)

Tore:

0:1 Gill 06:30 (McNeill,Sezemsky)

1:1 Pföderl 14:15 (Noebels,McKiernan)

1:2 Trevelyan 31:33 (Valentine,Roy)

2:2 Labrie 37:01 (Noebels)

3:2 Lapierre 42:55 (Ortega)

Strafminuten:

Berlin – 8

Augsburg – 6

Torschüsse:

Berlin – 37

Augsburg – 35

Vier Punkte für die Eisbären in 24 Stunden

Zwischen dem Auswärtssieg im bayerischen Straubing und dem folgenden Heimauftritt gegen den Tabellennachbarn Fischtown Pinguins Bremerhaven lagen nur etwas mehr als 24 Stunden. Der Spielplan hat es in sich. Im alten Jahr, bereits am kommenden Montag, 30. Dezember steht das nächste Heimspiel auf dem Programm.

In Straubing, beim Überraschungsteam in dieser Saison, wurden – nicht unbedingt erwartet – drei Punkte mit nach Berlin genommen. Gegen Bremerhaven gelang es wenigsten einen Punkt in Berlin zu behalten. Die Voraussetzungen waren für beide Mannschaften gleich, kurze Bänke, ein Spiel am Vortag und Reisestress. Im ersten Drittel machte sich das vor allem bei den Gästen bemerkbar. Die Eisbären waren besser im Spiel, hatten die besseren Möglichkeiten. Die Führung erzielten die Gäste. In der 20. Spielminute, es waren noch 49 Sekunden auf der, da fälschte Ross Mauermann einen Schuss Mark Zengerle unhaltbar für Sebastian Dahm ab und das Spiel war eigentlich auf den Kopf gestellt.

Im Mittelabschnitt musste schlimmes befürchtet werden. Die Gäste schraubten das Ergebnis zur zwischenzeitlichen 4:0 Führung nach oben. Das 2:0 erzielte Justin Feser und dann schlug Alexander Friesen noch zwei Mal zu. Die Antwort der Eisbären gelang noch im Mittelabschnitt. Der Torschütze war Ryan McKierman, die Eisbären nutzten ein Powerplay und hatten zwei Spieler mehr auf dem Eis.

Im Schlussabschnitt zeigten die Eisbären ihre bemerkenswerten Comeback-Qualitäten und machten den Rückstand von drei Toren wett. Frank Hördler schlug zweimal innerhalb von drei Minuten zu. Das veranlasste Gäste-Trainer Thomas Popiesch eine Auszeit zu nehmen. Ermöglichten im Mittelabschnitt krasse Abwehrfehler die Gästeführung, so waren jetzt die Eisbären, die die Unaufmerksamkeiten in der Gästeabwehr gnadenlos bestraften. Es waren auch die beherzten Soloauftritte von Austin Ortega, Frank Hördler und James Sheppard, die etwas gegen eine Heimniederlage gegen Bremerhaven hatten.

Nach den 60 effektiven Spielminuten blieb es beim 4:4 und beide bekamen ihren Punkt. In der Verlängerung musste nicht lange gespielt werden. Bereits nach 29. Sekunden war der Puck im Eisbären-Tor, Patrick Jospeh Albers Schuss wurde erst abgewehrt, er bekam den Abpraller erneut vor die Kelle und es war passiert.

Die Arena war ausverkauft. Am Schluss jubelten die mitgereisten 1.000 Fans aus Bremerhaven, die einen Sonderzug geordert hatten. Viel Zeit zum verschnaufen bleibt nicht, bereits am Montag, einen Tag vor Silvester, kommen Augsburger Panther nach Berlin. In der Tabelle bleiben die Eisbären auf Platz vier.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga DEL

32. Spieltag 27.12.2019 MB-Arena Berlin

Zuschauer: 14.200

EHC Eisbären Berlin – Fischtown Pinguins Bremerhaven

Ergebnis: 4:5 nach OT (0:1/0:3/3:0) 0:1

Tore:

0:1 Mauermann 19:06 (Zengerle,Espeland)

0:2 Feser 24:39 (Mauermann)

0:3 Friesen 27:00 (Mauermann,Espeland)

0:4 Friesen 31:43 (Feser)

1:4 McKiernan 33:28 (Hördler,Ortega) 5-3

2:4 Hördler 40:33 (Labrie,Lapierre)

3:4 Hördler 43:38 (Ferraro)

4:4 Sheppard 44:54 (Noebels)

4:5 Alber 60:29 (Feser,Friesen)

Strafminuten:

Berlin – 32

Bremerhaven – 27

Torschüsse:

Berlin – 2

Bremerhaven – 6

Eisbären legen einen Heimsieg auf den Gabentisch

Der bevorstehende Brückentag zwischen dem vierten Adventssontag und dem am 24. Dezember beginnenden Weihnachtsfest nutzten viele Fans der Nürnberg Ice-Tigers für einen Ausflug in die Hauptstadt. Ein Sonderzug wurde organisiert, der geschätzte 300 bis 400 Anhänger aus Franken transportierte und so für einen gut gefüllten Gästeblock in der Arena am Ostbahnhof sorgte. Sogar Pucki, das Maskottchen hatte sich angschlossen und war auf der Eisfläche zusmmen mit Bully dem Glücksbringer der Eisbären Berlin zu sehen.

Glück gebracht hat Pucki seiner Mannschaft nicht. Die Ice-Tiger aus Nürnberg verließen die Halle mit leeren Händen, schlimmer noch, ihnen gelang nicht einmal ein einziges Törchen. Eisbären Goalie Sebastian Dahm wehrte 26 Schüsse ab, im Schlussdrittel kontrollierten die Schiedsrichter vorsichtshalber eine Situation mit dem Videobeweis. Selbst da hatten die Nürnberger Pech, der Puck sprang vom Gestänge wieder zurück und überquerte nicht die Torlinie. Aus Sicht der Gäste war es wie verhext. Manuel Kofler, seit dieser Saison Co. Trainer in Nürnberg, äußerte sich in seinem Statement in der Pressekonferenz nach Spiel. „Wir haben es heute einfach nicht geschafft ein Tor zu schießen, sonst kann man der Mannschaft nichts vorwerfen.“

© Fotos: Hans-Peter Becker

Die Eisbären machten es besser und konnten den Nürnberger Goalie Jonas Langmann zwei Mal überwinden. In der 14. Minute war Marcel Noebels mit einem one timer, die Vorlage kam von Maxim Lapierre, erfolgreich. Als one timer bezeichnet eine Direktabnahme eines Passes, ein Schlagschuss, ohne den Puck vorher zustoppen bzw. anzunehmen. Es war Treffer Nummer 15 der Saison für Marcel Noebels. Die Eisbären hatten ein Power-Play. Das 2:0 und somit den Endstand in dieser Partie erzielten die Eisbären bereits im Mittelabschnitt. Einen Konter schloss Austin Ortega erfolgreich ab. Der Puck lief nur über zwei Anspielstationen, Goalie Sebastian Dahm leitete einen abgefangenen Puck weiter zu Mark Olver, der bediente mustergültig den Torschützen.

Die Eisbären mussten wieder mit einer sehr kurzen Bank das Match bestreiten. Serge Aubin fehlten sieben Spieler, während der Partie fielen auch noch Pierre-Cedric Labrie und Louis-Marc Aubry (krachte unglücklich in die Bande) aus.

Jetzt ist für die Eisbären eine sehr kurze Weihnachtspause angesagt. Bereits am 2. Weihnachtsfeiertag müssen sie beim Überraschungsteam der Saison in Straubing ran und nur reichlich 24 Stunden später geht es bereits wieder in der heimischen Arena gegen Bremerhaven weiter. Die Spielplangestaltung ist nicht gerade günstig für die Eisbären.

Der gute Zweck stand im Vordergrund, Benefizspiel Eisbären Allstars vs HC Gaspromexport. © Fotos Stephan Wenske

Auch nicht gerade günstig bei der Termingestaltung war die Austragung des traditionellen Benefizspiels der Eisbären Allstars gegen eine Auswahl aus Rußland, unter dem Namen HC Gazpromexport. Immerhin wollten 3.519 Zuschauer die Begegnung der Eishockey-Oldies sehen. Auf der Seite der Eisbären Allstars zogen u.a. wieder die Ex-Eisbären Sven Felski, Derek Mayer, Niklas Hede, Daniar Dshunussow und Sebastian Elwig ihre Ausrüstung an. Verstärkt wurden die Allstars auf Berliner Seite von so bekannten Größen wie Jochen Hecht, Mirko Lüdemann und Daniel Kreuzer.

Alexey Yashin 850 NHL Spiele © Foto: Stephan Wenske

Auf der anderen Seite konnten die Fans Alexey Yashin in Aktion sehen. Er spielte von 1993 bis 2007 in der nordamerikanischen Hockeyleague und bestritt, zunächst für Ottawa Senators und zuletzt für die New York Islanders insgesamt 850 Spiele in der NHL.

Das Spiel gewannen die Russen mit 8:2, die Tore für die Eisbären Allstars erzielten Sven Felski und Derek Mayer. Das Ergebnis war nicht wichtig, der gute Zweck, Geld für den Eishockeynachwuchs zu sammeln, stand im Vordergrund. Vielleicht kann zukünftig ein günstigerer Termin gefunden werden.

Hans-Peter Becker

Eisbären holen ersten Saisonsieg gegen die Adler Mannheim

ie Erwartungen waren vor dem Spiel nicht allzu hochgeschraubt. Den Eisbären fehlen einige wichtige Spieler. Trainer Serge Aubin standen nur drei komplette Spielreihen plus zweier zusätzliche Stürmer zur Verfügung. Bei Gegner aus der Quadrate-Stadt sah es besser aus. Pavel Gross, Mannheims Trainer konnte konnte vier komplette Sturmreihen plus einen zusätzlichen Verteidiger auf das Eis bringen. Musste allerdings weiter auf seinen erfahrenen Center Marcel Goc verzichten.

Das erste Drittel gehörte den Eisbären, die mehr Energie auf das brachten und nach knapp zehn Minuten das erste Tor im Spiel erzielten. Verteidiger Frank Hördler ließ es aus dem Rückraum krachen. Sein Schlagschuss landete unhaltbar für den Gäste-Goalie Johan Gustafsson im Tor. Mit Beginn des zweiten Drittels egalisierten die Gäste den Rückstand. Der Torschütze zum 1:0 musste auf die Strafbank und das Überzahlspiel nutzten die Gäste. Der Torschütze war Jan-Mikael Järvinen .

© Fotos: Hans-Peter Becker

Erstaunlicherweise kam vom amtierenden Deutschen Meister bei seinem ersten Auswärtsauftritt in Berlin in der aktuellen Saison nicht mehr viel. Dafür zeigten die deutlich formverbesserten Eisbären wozu sie fähig sein können. Ein Überzahlspiel in der 26. Minute wurde durch Marcel Noebels zur erneuten Führung genutzt und Nachwuchsmann Sebastian Streu legte mit seinem zweiten Saisontreffer in der 34. Minute noch einen drauf. Nach dem Spiel ließ er in der Mixed-Zone durchblicken, dass es eine längere Team-Sitzung nach dem desolaten Auftritt gegen Krefeld gegeben hatte. Der Trainer hatte zudem gegen Mannheim die Spielreihen verändert. In der Reihe mit Streu spielte auf der linken Seite Austin Ortega für Louis Marc Aubry, der dafür als Center in Reihe mit Landon Ferraro und Fabian Dietz rückte. Auch diese Reihe traf, in der 54. Spielminute machte Landon Ferraro mit dem 5:1 den Deckel auf das Spiel, zuvor hatte Marcel Noebels in der 53. Minute mit dem 4:1 für Hochgefühle bei den über 13.000 Zuschauern in der Halle.

Angesicht der Personallage bei den Eisbären und der Siegesserie der Adler im bisherigen Monat Dezember konnte mit diesem Spielausgang nicht unbedingt gerechnet werden. Aus der Mannschaft der Eisbären ragten mit Goalie Sebastian Dahm und Stürmer Austin Ortega zwei Akteure besonders heraus.

Hans-Peter Becker

DEL 29. Spieltag 22.12.2019 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Adler Mannheim 5:1 (1:0/2:1/2:0)

Eisbären verlieren gegen Krefeld – eiskalt ausgekontert

Die Eisbären sind im Weihnachtstress. Vor dem Fest sind drei Heimspiele in Folge zu absolvieren. Das erste wurde am Dienstag, 17.12. gegen den Vorletzten der Tabelle aus Krefeld ausgetragen. Die Pinguine vom Niederrhein sind erst einmal froh, dass sie den Spielbetrieb finanziell absichern konnten. Die Eisbären mussten vor dem Spiel neue Spieler auf die Liste der Verletzten setzen. Nicht mitwirken konnten u.a. John Ramage, Leo Pförderl und Kapitän Andre Rankel.

Mit lediglich drei Reihen nahmen sie das Spiel in Angriff. Sie gingen in diesem Spiel sogar in Führung. Es war eine frühe Führung, nach drei Minuten durch Louis-Marc Aubry, doch groß beeindrucken ließen sich die Gäste davon nicht. Sie setzten die Eisbären unter Druck und die Tore fielen wie reife Früchte. Bis zur ersten Drittelpause zogen sie mit 3:1 davon. Im Mittelabschnitt reichte es immerhin für einen weiteren Treffer, in der 31. Minute schraubte Garrett Noonan den Zwischenstand auf 4:1 für die Krefeld Pinguine. Was am vorangegangenen Spieltag in Wolfsburg noch funktionierte, einen 1:4 Rückstand aufzuholen und sogar zwischenzeitlich in Führung zu gehen, gelang nicht mal ansatzweise. Trotz 41 Schüssen auf das vom Finnen Jussi Rynnäs gehütete Krefelder Tor gelang den Eisbären kein weiterer Treffer. Im Gegenteil, die Gäste vom Niederrhein trafen exakt eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit ins leere Eisbären. Ob es überhaupt nötig war, angesichts des klaren Spielstands in den Schlussminuten den Goalie vom Eis zu nehmen, begründete Serge Aubin damit, dass es zur Mentalität der Eisbären-Mannschaft gehört, kein Spiel verloren zu geben.

© Fotos: Hans-Peter Becker

Mit Pfiffen wurden die Eisbären in die Kabine verabschiedet. Immerhin hatten sich 9.823 Zuschauer in der MB-Arena am Ostbahnhof eingefunden und wurden enttäuscht. Grund zum Feiern hatten nur die handvoll Fans der Pinguine, die mit in die Hauptstadt gekommen waren. Nach dem Spiel sprach Eisbären-Verteidiger Frank Hördler davon, „dass es Krefeld extrem schlau gemacht hat, wir haben dann mehr Druck auf das Tor vom Gegner gemacht, sie haben uns eiskalt ausgekontert. Wir haben echt bescheuerte Tore bekommen, auf das Tor haben wir genug geschossen , aber leider keinen rein gekriegt. …Die Anzahl der Gegentore ist zu viel, daran müssen wir arbeiten.“ Das Tor der Eisbären hütete Sebastian Dahm, er verhinderte schlimmeres.

Hans-Peter Becker

DEL 28. Spieltag

17.12.2019 19:30 Uhr MB-Arena Berlin 9.823 Zuschauer

Eisbären Berlin vs. Krefeld Pinguine 1:5 (1:3,0:1,0:1)

Tore:

1:0 Aubry 02:55 (Braun, Olver)

1:1 Pietta 05:43 (Costello, Trivellato)

1:2 Schmitz 12:19 (Hodgman, Braun)

1:3 Bruggisser 17:33 (Pietta, Costello) PP 1

1:4 Noonan 30:05 (Hodgman, Braun)

1:5 Lagacé 59:00 (Welsh, Trivellato) EN

Strafminuten:

Berlin – 10

Krefeld – 14

9.823 Zuschauer

Eisbären punkten wieder

Es kriselt ein bisschen bei den Eisbären und das zur Unzeit, den der letzte Monat im Kalender ist reich an Spielen. Um genau sein, es sind deren elf die bestritten sein wollen, es wird die Tabelle gemacht. Wer dabei ins Hintertreffen gerät hat es doppelt schwer, sich eine gute Ausgangsposition für die Play-offs zu sichern. Die ersten drei Dezemberspiele gingen verloren, es wurden immerhin zwei Punkte. Nach dem schwachen Auswärtsauftritt beim Tabellenletzten in Schwenningen wollten sich die Eisbären gegen die Düsseldorfer EG ein Stück weit aus der Krise spielen.

Harold Kreis und die Düsseldorfer EG kassierten in Berlin eine Niederlage Foto: © Hans-Peter Becker

Nach zwei gespielten Dritteln sah es nicht gut aus für die Eisbären. Die DEG gingen nach exakt einer Minute und 11 Sekunden in Führung und dabei blieb es bis zur 44. Spielminute. Ein Fehler im Aufbauspiel der Gäste nutzten die Eisbären zum 1:1 Ausgleichstreffer, erzielt von James Sheppard. Es war der Lohn für ihr unermüdliches Anrennen. Spielerisch ging nicht viel, so musste ein Gastgeschenk ein bisschen nachhelfen. Die Führung gelang im dritten Powerplay und erneut war es Sheppard, der Center der zweiten Sturmreihe, der Mathias Niederberger im Düsseldorfer Tor überwinden konnte. Innerhalb von fünf Minuten hatten die Eisbären das Spiel gedreht. Die DEG verstärkte nochmals die Angriffsbemühungen, doch den letztlich spielentscheidenden markierten die Eisbären. In der 56. Minute setzte Maxim Lapierre den Puck in die Maschen und Harold Kreis, der Düsseldorfer Trainer stemmte die Hände an die Hüften und musste kräftig durch-pusten. Lange geführt, wenn auch knapp und am Ende wieder alles verloren. Das beide Teams unter Druck standen war dem Spiel anzumerken.

Hans-Peter Becker

Spieldaten

DEL 26.Spieltag 12.12.2019 MB-Arena Berlin 19:30 Uhr

Eisbären Berlin vs. Düsseldorfer EG 3:1 (0:1, 0:0, 3:0)

Tore:

0:1 Adam 01:11 (Johannesen)

1:1 Sheppard 43:15 (Pföderl, Noebels)

2:1 Sheppard 48:16 (Rankel, Pföderl) PP1

3:1 Lapierre 55:46 (Aubry)

Strafminuten:

Berlin – 4

Düsseldorf – 6

Torschüsse:

Berlin – 35

Düsseldorf – 24

Zuschauer: 10.126

Eisbären verlieren erneut in der Verlängerung

Es war nicht der Abend der Eisbären. Es gelang ihnen zwar den ersten Treffer der Begegnung zu markieren, leider verloren sie anschließend komplett den Spielfaden. Nicht einmal zwei Minuten konnten sich die Eisbären an ihrer Führung erfreuen. Mit einem Doppelschlag drehten die stark aufspielenden Gäste die Partie noch im 1. Drittel. Fahrig und nervös, so wirkte der Auftritt der Eisbären in der ausverkauften heimischen Arena am Ostbahnhof über weite Strecken des Spiels.

© Foto: Hans-Peter Becker

Der Mittelabschnitt gehörte den Gästen, die ihren Vorsprung auf ein 4:1 ausbauten. Es sah nach der zweiten Heimniederlage in Folge aus. Die Kölner Haie hatten die Eisbären im Griff. Es deutete vor dem Schlussabschnitt so gar nichts auf einen Punktgewinn hin. Die letzten 20 regulären Spielminuten nahmen die Eisbären mit einem neuen Torwart in Angriff. Maximilian Franzreb kam für Sebastian Dahm, der keinen allzu guten Tag erwischt hatte. Beim Ausgleichstreffer der Haie konnte er einen Schuss von Alexander Oblinger nicht festhalten und ermöglichte Zachery Sill den Nachschuss.

Im Schlussdrittel retteten die Eisbären wenigstens einen Punkt. Es gelangen ihnen der Schlussphase des Spiels drei Treffer. Ihre Souveränität war den Gästen plötzlich abhanden gekommen. Ein Wechselfehler ermöglichte das 2:4 durch Darin Olver und die Eisbären waren zurück im Spiel. Die Partie ging in die Verlängerung, Nachsitzen für die Entscheidung. Den Zusatzpunkt holten sich die Gäste aus der Domstadt. Begünstigt durch einen Torwartfehler erzielte Lucas Dumont Tor Nummer 5 für die Kölner Haie.

Die bisher so heimstarken Eisbären konnten, wie zuletzt gegen Wolfsburg, nicht überzeugen. Die Anzahl der Gegentore gibt zu denken, es waren jeweils deren fünf. In der Pressekonferenz nach dem Spiel waren beide Trainer nicht zufrieden. Eisbären Trainer Serge Aubin sprach von Ausfall einiger Spieler, verletzungsbedingt waren sie nicht. Im Gegenteil, personell kann Aubin fast aus den Vollen schöpfen. Vom Stammpersonal fehlten mit Florian Busch, Vincent Hessler und Sean Backman lediglich drei Spieler. Es fehlte der Einsatz über die gesamten 60 Minuten. In der DEL reicht es eben nicht, nur zwei gute Drittel zu spielen.

Am Sonntag, 8.12. müssen die Eisbären beim Tabellenletzten, den Schwenninger Wild Wings antreten.

Hans-Peter Becker

DEL 24. Spieltag

06.12.2019 MB-Arena Berlin
Zuschauer: 14.200  (ausverkauft)

Eisbären Berlin vs. Kölner Haie 4:5 n.V. (1:2, 0:2, 3:0/0:1)

Tore:

1:0 McKiernan 06:38 (Ortega,Aubry)

1:1 Sill 08:00 (Oblinger,Dumont)

1:2 Ma. Müller 16:28 (Mo. Müller, Matsumoto)

1:3 Hanowski 30:42 (Matsumoto,Genoway) PP1

1:4 Bast 35:20 (Akeson)

2:4 Olver 52:20 (Sheppard,Lapierre)

3:4 Aubry 54:13 (Ortega,McKiernan)

4:4 Sheppard 56:38 (Müller)

4:5 Dumont 63:49 (Kindl,Bast) 

Strafminuten:

Berlin – 8

Köln – 14

Torschüsse:

Berlin – 37

Köln – 29


Heimstarke Eisbären gewinnen gegen Augsburg

Sportarten übergreifend spielte am Sonntag vor dem 1. Advent Berlin fast zeitgleich gegen Augsburg. Im Fußball unterlag Hertha BSC in der Bundesliga mit 0:4. Ihr Profisport-Kollegen vom Eishockey machten es besser und schickten die Panther aus der Fugger-Stadt mit dem umgekehrt identischen Ergebnis wieder auf die Heimreise. Die zwei Tage zuvor erlittene empfindliche Auswärtsniederlage bei den Mannheimer Adlern hatte keinerlei Nachwirkungen.

Augsburgs Trainer Troy Tuomie hatte dafür eine einfache Erklärung parat. Die Eisbären waren einfach besser. Die Panther kämpften, standen aber auf verlorenem Posten. Von Anfang bis Ende voll konzentriert, der Lohn war der zweite Sieg ohne Gegentreffer in der laufenden Saison. Die 11.426 Zuschauer sahen einen 4:0 Erfolg der Eisbären. Die Torschützen waren Marcel Noebels, Lukas Reichel, Austin Ortega und der Kapitän Andre Rankel. Im Anfangsdrittel fielen zwei Treffer, im Mittelabschnitt und im Schlussdrittel je einer.

Die Eisbären liegen im Plan und belegen aktuell Platz 6 in der Tabelle. Das letzte Spielwochenende machte exemplarisch die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsleistungen deutlich. Von den bisher acht Heimspielen konnten sechs gewonnen werden, auswärts konnten lediglich vier Siege geholt werden, bei 12 Auftritten.

Hans-Peter Becker