Eintracht Mahlsdorf souverän im Mommsenstadion

Der SC Charlottenburg zeigte sich formverbessert und schoss bei Al-Dersimspor sogar 6 Tore, musste auf eigenem Platz gegen Tabellenführer Eintracht Mahlsdorf eine 0:6 Niederlage hinnehmen. Ja, in der Berlin-Liga gibt es mitunter eindeutige und torreiche Begegnungen. Die Spandauer Kickers gewannen am Sonntag, 25.10.2020 mit 5:0 gegen den TSV Rudow.

Der 12. Spieltag brachte folgende Ergebnisse:

Al-Dersimspor – 1.FC Wilmersdorf 3:1

Novi Pazar – Brandenburg 03 0:0

Berlin Türkspor – TuS Makkabi 1:2

Hilalspor5 1987 – Türkiyemspor 1:0

SD Croatia – Fortuna Biesdorf 2:2

SC Charlottenburg – E. Mahlsdorf 0:6

Sp. Lichtenberg – Berliner SC abgesagt

BSV Al-Dersimspor – SV Empor abgesagt

für den 13. Spieltag wurden bereits die Spiele:

Berliner SC – Berlin Türkspor 

Brandenburg 03 – Al-Dersimspor  

Fortuna Biesdorf – Füchse Berlin abgesagt.

Der TuS Makkabi gewann 2:1 bei Berlin Türkspor und kletterte auf Platz 3 der Tabelle. Als einzige Mannschaft der Berlin-Liga haben sie 12 Spiele ausgetragen. Die Tabelle hat so nur begrenzte Aussagekraft. Infolge von coronabedingten Spielabsagen konnte TuS Makkabi, jetzt 22 Punkte, mit Sparta Lichtenberg auf Platz 2 punktemäßig gleichziehen. Sparta hat allerdings 3 Spiele weniger ausgetragen

Im Keller der Tabelle verbuchten Biesdorf und Croatia je einen Zähler. Die Reihenfolge der Plätze 17 bis 20 änderte sich nicht, weil Brandenburg 03 eine Punkteteilung in Neukölln gelang. Was ist mit dem 1.FC Novi Pazar los? Mit 19 Punkte nach 11 Spielen rutscht der Verein entgegen den Erwartungen in der Tabelle weiter ab. Spitzenreiter Mahlsdorf hat nach nur 10 absolvierten Spielen bereits 28 Punkte.

Die Berlin-Liga darf bis Sonntag, 1. November 2020 wohl noch weiter spielen. Der Lockdown Beschluss der Bundesregierung lässt keinen Amateursport mehr zu. Im Dezember 2020 soll es vielleicht weitergehen,

Christian Zschiedrich

Regionalliga Nordost wird unterbrochen

In Anbetracht der ab 2. November in Kraft tretenden behördlichen Anordnungen und Maßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie soll der Amateurspielbetrieb des NOFV ab 2. November unterbrochen werden. Die Spiele am kommenden Wochenende, vom 30. Oktober bis 01. November 2020, finden wie geplant statt. Dabei bestätigen Ausnahmen (einzelne Coronafälle etc.) die Regel.

Dies betrifft die Spielklassen Herren-Regionalliga, Herren Oberliga, Frauen-Regionalliga sowie die A-, B-, und C-Junioren Regionalliga. Der Nordostdeutsche Fußballverband folgt damit dem Rahmen der behördlichen Vorgaben.

Bezüglich der weiteren Vorgehensweise wird der Verband in der kommenden Woche per Videokonferenzen in den jeweiligen Spielklassen den Dialog mit den Vereinen suchen. (Pressemitteilung des NOFV)

Ergebnisse 12. Spieltag, Mittwoch, 28.10.2020:

Berliner AK – VSG Altglienicke 2:0

BFC Dynamo – Lichtenberg 47 3:0

1.FC Lok Leipzig – Meuselwitz 1:0

Babelsberg 03 – VfB Auerbach 3:0

Halberstadt – Chemie Leipzig 2:1

Bischofswerda – Chemnitz 0:3

Car Zeiss Jena – Energie Cottbus 1:2

Hertha BSC II – TeBe Berlin abges.

Union Fürstenwalde – Viktoria abges.

Der 13. Spieltag könnte noch ausgetragen werden. Allerdings wurden bereits 2 Spiele abgesagt: Viktoria 89 – 1.FC Lok Leipzig (aufgrund von COVID-19-Fällen bei Viktoria Berlin) und TeBe Berlin –Berliner AK 07 (aufgrund von COVID-19-Fällen bei TeBe). Aus diesem Grund mussten TeBe und Viktoria bereits ihre Spiele am 12. Spieltag absagen.

Wer hätte gedacht, dass BAK die VSG Altglienicke 2:0 im Poststadion schlägt. Das ist der Beweis dafür, dass die Athletiker wieder ordentlich in Schwung gekommen sind, sie kommen (jetzt 20 Punkte) bis auf einen Punkt an Altglienicke, jetzt 22 Punkte heran. Es muss erwähnt werden, dass Altglienicke 2 Spiele weniger ausgetragen hat.

Chemie Leipzig hat 21 Punte und Carl Zeiss Jena – nach schlechten Saisonstart – klettert in der Tabelle weiter nach oben und hat mit einem Spiel weniger, die selbe Punktezahl wie die Leipziger Chemie-Mannschaft.

Trotz des Spielausfalls in Fürstenwalde bleibt Viktoria weiter mit 33 Punkten souveräner Spitzenreiter der Liga. Chemie Leipzig unterlag 1:2 in Halberstadt und Jena gab zu Hause die Partie mit 1:2 die Punkte an Cottbus ab.

Schlusslicht Bischofswerda verlor daheim 0:3 gegen Chemnitz. Der Vorletzte Optik Rathenow klettert um einen Platz durch den Punkt 1:1 in Luckenwalde. Germania Halberstadt hat nun wie Meuselwitz 10 Punkte und überholte damit Tennis Borussia (9 Punkte). Der Berliner AK hat zu einer guten Form gefunden. Die Anhänger von Dynamo und Cottbus werden die Siege im Berlin-Derby und den Auswärtssieg von Energie Cottbus in Jena mit Freude zur Kenntnis genommen haben. Die Tabelle ergibt ein schräges Bild und sollte mit Vorsicht interpretiert werden.

Am kommenden 13. Spieltag sind folgende Paarungen geplant:

Lichtenberg 47 – Hertha BSC, Auerbach – U. Fürstenwalde, Altglienicke – Jena, Halberstadt – Babelsberg, Meuselwitz – BFC Dynamo, Chemie Leipzig – Chemnitz, E. Cottbus – Luckenwalde und Optik Rathenow – Bischofswerdaer FV.

Ob in den Regionalliga der Herren weiter gespielt werden kann, einige Mannschaften arbeiten unter Profibedingungen, muss der Veranstalter, der Nordostdeutsche Verband entscheiden. Nach der oben aufgeführten Pressemitteilung sieht es nach einer Unterbrechung der Saison aus.

Christian Zschiedrich

Oberliga – Tasmania hat es gleich zwei Mal erwischt

Am 8. und 9. Spieltag setzte es für Tabellenführer SV Tasmania zwei Niederlagen. Sieben  Meisterschaftsspiele wurden zuvor gewonnen. Zuerst blieben beim 3:2 für Hertha 03 die Punkte in Zehlendorf. Schwerer wiegt die Heimniederlage im Werner-Seelenbinder-Sportpark gegen den Tabellendreizehnten Rostocker FC mit 1:3. Ausgerechnet jetzt muss das angeschlagene Team zum Tabellenzweiten nach Greifswald. Das Spitzenspiel ist für Samstag, 31.10.2020 angesetzt. Doch auch der Greifswalder FC schwächelte zuletzt in Strausberg. Der Gastgeber Rostocker FC siegte als Tabellenvorletzter 1:0 und kletterte jetzt mit 10 Punkten auf Tabellenplatz 11.

Die weiteren Ergebnisse von Spielen mit Berliner Beteiligung: Torgelower FC – Stern 1900 1:0, 1.FC Lok Stendal (bislang Tabellenletzter) – Blau Weiß 90 0:0, zuvor gab es für die Stendaler ein 1:1 beim  Brandenburger SC Süd. Mit 5 Punkten gab Stendal (15.) die Rote Laterne auf Grund des besseren Torverhältnisses an Victoria Seelow ab. Das Berlin-Derby zwischen CFC Hertha 06 – SC Staaken endet 0:3. Ein Rückschlag für die 06er (6 P., 14. in der Tabelle), damit stehen sie immer noch auf einem Abstiegsplatz. Der FC Hertha 03 (nunmehr 15 Punkte, 4. der Tabelle) verbuchten einen Auswärtssieg in Neustrelitz, mit 4:2.

Zum kommenden 10. Spieltag, sofern Corona will, heißen die Begegnungen: im Volkspark Mariendorf Blau-Weiß 90 – Hansa Rostock II, 14.00 Uhr, SC Staaken – FC Strausberg, diese Spiele sind für Samstag, 31.10.2020 vorgesehen. Einen Tag später spielt Stern 1900 gegen den 1.FC Lok Stendal (Kreuznacher Straße), zeitgleich empfängt der Brandenburg BSC Süd 05 die Mannschaft CFC Hertha 06.

Christian Zschiedrich

Der Spielbetrieb in Berlin hängt am seidenen Faden

Am bisher letzten, dem 11. Spieltag, fielen in der Berlin-Liga zwei Partien aus, Sparta Lichtenberg – SD Croatia und SD Croatia – Hilalspor. Croatia ist am meisten betroffen, hat statt 11 erst 7 Spieltage um Punkte kämpfen können, demzufolge sind sie mit nur 7 Punkten auf Platz 17 der Tabelle. Das türkische Derby Berlin Türkspor – Türkiyemspor, Ergebnis 3:0, fand am Heckerdamm statt. Spielfrei hatten der SV Empor und Eintracht Mahlsdorf. Beide sind erst bei 9 Meisterschaftsspielen gelandet. Dennoch führt Eintracht Mahlsdorf mit 25 Punkten souverän die Tabelle an, gefolgt von Sparta Lichtenberg mit 22 Punkten und ebenfalls 9 Spielen.

Erstaunlich deutliche Siege errangen der SC Charlottenburg (4.) mit 6:2 bei BSV Al-Dersimspor, Stern Marienfelde – 1.FC Novi Pazar (6.) 5:1, Frohnauer SC (7.) – Brandenburg 03 (16.) 4:0, Berliner SC mit 4:1 bei der Fortuna in Biesdorf. Um die Ergebnisse am letzten Wochenende komplett zu machen, die Füchse Berlin (8., 14 P.) spielten am Wackerweg 1:1 gegen den TSV Rudow (9., 14 P.) und TuS Makkabi (5., 19 P.) gewann 2:0 auf der Julius-Hirsch-Sportanlage gegen den 1. FC Wilmersdorf (12., 11 P.).

Den Ansetzungen nach soll es mit einer englische Woche weiter gehen. Doch während dieser Überblick formuliert wird, kann es eine Stunde später schon ganz anders lauten. Die Landesverbände Saarland und Bremen haben den Spielbetrieb bereits ausgesetzt. In Berlin tagt der Senat und der Berliner Fußball Verband will in einer Videokonferenz die Vereinsvertreter in die Entscheidungsfindung einbeziehen.

Der hoffnungsvoll in die Saison gestartete 1. FC Novi Pazar hat innerhalb von zwei Wochen zwei Niederlagen einstecken müssen. Rückschläge gegen Eintracht Mahlsdorf 0:3 und die 1:5 Niederlage im Spiel gegen Stern Marienfelde müssen erst einmal verkraftet werden. Der nächste Gegner ist oder wäre Brandenburg 03. Am Sonntag, 1.11.2020 heißt die Ansetzung im Willi-Kressmann-Stadion Türkiyemspor – Novi Pazar. Eintracht Mahlsdorf hat/hätte am Mittwoch, 28.10.2020 beim SC Charlottenburg keine leichte Aufgabe vor sich und am daraufolgenden Sonntag Stern Marienfelde zu Gast.

Christian Zschiedrich

Weiterhin unangefochten FC Viktoria 89 und überraschende Berliner Siege

In der Regionalliga Nordost fielen zwei Spiele der Corona-Pandemie zum Opfer – ausgerechnet die Berlin-Derbys Tennis Borussia gegen den BFC Dynamo und die Partie der VSG Altglienicke gegen Hertha BSC II. Altglienicke steht dennoch mit 22 Punkten weiter auf Platz 2 der Tabelle, jetzt mit 11 Punkten weniger als Viktoria (33 Punkte nach 11 Spielen). Viktoria hat 2 Spiele mehr ausgetragen als die VSG.

Ebenfalls nur neun absolvierte Partien hat BFC Dynamo, Tabellenplatz 8 mit 14 Punkten. Das ist zwar ärgerlich, aber die Freude, überhaupt noch spielen zu können überwiegt. Die Tabelle ergibt mehr und mehr ein schiefes Bild. Auf 10 Spiele kommen Carl Zeiss Jena (21 P.), Hertha BSC II (13 P.), Tennis Borussia (9 P.) und Schlusslicht Bischofswerdaer FV.

Strahlende Gesichter bei Viktoria 89, nicht nur bei Cheftrainer Benedetto Muzzicato und Sportdirektor Rocco Teichmann. Kein Wunder bei der makellosen Bilanz von elf Spielen, 33 Punkten, alles bisher gewonnen. Vor 655 Zahlenden wurde zuletzt das Heimspiel gegen Babelsberg 03 mit 3:0 gewonnen. Die Tore fielen: 1:0 (48.) Fardjad Azad, 2:0 (66.) Küc, 3:0 (85.) Hovi.

Aus Berliner Sicht weiter erfreulich das 3:0 des Berliner AK 07 auswärts in Cottbus. Der BAK kletterte auf Platz 5 der Tabelle. Ein Sieg in dieser Deutlichkeit war in Cottbus nicht erwartet worden. Zuschauer waren in Cottbus nicht erlaubt. Der Ex-Cottbusser Beyazit tat sich Tor-Schütze hervor. In der 6. und 48. Minute erzielte er das 1:0 und das 2:0. Der Vorlagengeber El-Jindaoui erhöhte in der 85. Minute auf den Endstand zum 3:0 für die Berliner aus dem Poststadion.

Eine kaum erwartete Erfolgsmeldung kam aus Lichtenberg, Vor 966 Zuschauern siegten die 47er im Zoschke gegen den 1. FC Lok Leipzig mit 3:2. Früh, bereits in Minute 2, erzielte Rausch die 1:0 Führung. Der 1:1-Ausgleich fiel kurz nach Wiederbeginn in der 49. Minute durch Sirch. Gözüsirin brachte vier Minuten später die erneute Führung zustande, die Grüneberg (55.) auf 3:1 ausbaute. Abderrahmane brachte die Leipziger in der 68. Minute auf 2:3 heran. So blieb es bis zum Abpfiff von Schiri Rauschenberg, der in Minute 28 dem Lok-Spieler Ziane nach einem groben Foul die Rote Karte zeigte.  

So es das Virusgeschehen ermöglicht, steht eine englische Woche an. Der Berliner AK empfängt am Mittwoch, 29.10. 2020 bereits um 14.00 Uhr die VSG Altglienicke und Viktoria muss zeitgleich bei Union Fürstenwalde ran. Um 19.00 Uhr empfängt Hertha BSC II Aufsteiger Tennis Borussia und der BFC Dynamo spielt im Jahn-Sportpark gegen Lichtenberg 47.

Ein weiteres Berlin-Derby soll am Samstag, 31.10.2020 13.30 Uhr, zwischen Lichtenberg 47 und Hertha BSC II ausgetragen werden. Zeitgleich will Spitzenreiter Viktoria sein Heim-Spiel gegen den 1. FC Lok Leipzig austragen.

Am Sonntag, 1.11.2020, 13.30 Uhr, steht Tennis Borussia vs Berliner AK auf dem Programm und der BFC Dynamo soll in Meuselwitz antreten.

Christian Zschiedrich

Kein Match-Glück und ein hart erkämpfter Punkt

Die Trauben hängen hoch für den 1. FC Union Berlin im zweiten Bundesligajahr. Am 5. Spieltag war der SC Freiburg zu Gast in der Alten Försterei und der Trainer der Breisgauer hatte für das Spiel die richtige Devise ausgegeben. „Wir dürfen uns hier nicht auffressen lassen.“ Es gelang, am Ende stand leistungsgerechtes 1:1 auf dem Totomat. So heißt die Anzeigetafel auf Schweizerdeutsch und der Schweizer Trainer der Eisernen hat das Unentschieden mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis genommen haben. „Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich heute sehr zufrieden. Wenn man aber einen so hohen Aufwand betreibt und so viele Möglichkeiten hat, dann musst du das Spiel gewinnen. Deshalb dürfen wir mit dem Resultat nicht zufrieden sein. Am Schluss war es ein verdienter Punkt,..“ Aufwand und Nutzen standen in diesem Spiel für die Eisernen in keinem günstigen Verhältnis. Fast zwei Kilometer mehr gelaufen als der Gegner, trotz gleicher Spielanteile ein deutliches Chancenplus und dazu ein Gegner, der die Saison mit ähnlichen Ambitionen bewältigen will. Beide wollen so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einsammeln und dabei gehörigen Abstand zum Tabellenkeller halten.

Bleibt als Fazit, dass die Freiburger mit der Punkteteilung zufriedener sind als die Hausherren. Unions Torhüter Andreas Luthe war wie sein Trainer mit dem Spielausgang eher unzufrieden. Beim Gegentor war er machtlos und allzu knifflige Situation beschwörten die Freiburger vor seinem Kasten nicht herauf. Trotzdem sprach er nach dem Spiel von einem intensiven Arbeitstag.

In der Aufstiegssaison hatten die Eisernen nach 5 Spieltagen erst 4 Punkte auf der Habenseite, aktuell sind bereits deren 6. Insofern können sie zufrieden sein. Allerdings ist hier anzumerken, dass mit Ausnahme der Gladbacher, die anderen Kontrahenten in etwa dem gleichen Leistungslevel entsprachen. Die kommende Aufgabe führt die Eisernen nach Hoffenheim.

Hans-Peter Becker

Hertha verliert und Werner Gegenbauer bleibt Präsident

Hertha BSC hat die Auswärtspartie nach anständiger Leistung mit 1:2 verloren. Über eine Stunde mussten sie mit einem Spieler weniger auskommen. Deyovaisio Zeefuik sah die gelb-rote Karte, nach einem Schubser an seinem Gegenspieler. Die Aktion hätte nicht jeder Schiedsrichter als gelbwürdig eingschätzt. Tobias Stieler hat es aber so entschieden. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1 und Hertha zeigte anschließend, dass sie durchaus auch etwas vom Abwehrspiel verstehen. Wie in München glitt ihnen der mögliche Punkt aus den Händen. Wieder war es ein Foulelfmeter, den Leipzigs Kapitän Marcel Sabitzer in der 77. Minute erfolgreich verwandelte.

Die Ergebnisse stimmen nicht. Der nächste Gegner im Olympiastadion – sofern Corona will – ist der VfL Wolfsburg.

Seit 2008 Hertha Präsident – Werner Gegenbauer
Fotos © herthabsc/city-press

Für die Hertha-Mitglieder war einen Tag später alle Aufmerksamkeit auf die Wahl des neuen Präsidiums gerichtet. Auf der Ost-Tribüne des Olympiastadions hatten sich 1.079 Mitglieder eingefunden. Die Wahl brachte keine Überraschung. Der amtierende Werner Gegenbauer, wurde ohne Gegenkandidat für weitere 4 Jahre im Amt bestätigt. Auf ihn entfielen 542 Stimmen, 421 stimmten dagegen und 49 enthielten sich. Vize-Präsident bleibt Thorsten Manske, er bekam 566 Stimmen, etwas mehr als Gegenbauer, trotzdem kein als zu großer Vertrauensbeweis der Hertha-Familie.

Die anderen Mitglieder des Präsidiums sind laut Pressemitteilung: „Im ersten Wahlgang wurden direkt gewählt: Fabian Drescher (797 Stimmen), Anne Jüngermann (781), Peer Mock-Stümer (788), Ingmar Pering (497) und Norbert Sauer (479). Alle Gewählten haben die Wahl angenommen.

Auf die anderen Kandidaten entfielen die folgenden Stimmen: Detlef Dahmes (329 Stimmen), Nils Korte (180), Michael Ottow (468), Klaus Teichert (421), Christian Wolter (360) und Marco Wurzbacher (469). Alle 6 Kandidaten*innen sind zum zweiten Wahlgang angetreten.

Das Ergebnis sah wie folgt aus: Auf Michael Ottow entfielen 411 Stimmen, auf Detelf Dahmes (185 Stimmen), Nils Korte (47 Stimmen), Klaus Teichert (275), Christian Wolter (354) und Marco Wurzbacher (317). Damit ist Michael Ottow erneut in das Präsidium gewählt worden.“

Quelle: Hertha BSC

Zwist und Streit vor der Mitgliederversammlung bei der Alten Dame

Was spielt sich hinter den Kulissen bei Hertha ab und könnte bei der Freiluft-Mitgliederversammlung am Sonntag, 25. Oktober 2020, zu einigen Nachfragen führen ? Die Alte Dame wird immer mal wieder von der eigenen Vergangenheit eingeholt. Die interessierte Öffentlichkeit erfuhr in schöner Regelmäßigkeit von Zank und Streit in der Führungsebene. Der Mann an der Spitze ist seit 2008 Werner Gegenbauer, der sich mit Thorsten Manske seinen Vize-Präsidenten ins Boot holte. Dabei blieben in den letzten Jahren einige verdienstvolle Herthaner, genannt sei hier Jörg Thomas, auf der Strecke.

Sportvereine sind grundsätzlich froh, finanzstarke Persönlichkeiten im Vorstand zu haben. Werner Gegenbauer hat in Berlin einiges an Geld gescheffelt. Und das Präsidentenamt beim selbsternannten Hauptstadtclub war sicherlich kein Hindernis bei seinen Geschäften.

Für TV Sport in Berlin ließ ich einst kein Hertha-Trainingslager aus und unterhielt mich gern am Spielfeldrand mit dem Präsidenten. Ein Interview war immer drin, selbst in den Pausen von bewegten Mitgliederversammlungen, wenn nicht jeder Sender entsprechende Wünsche erfüllt bekam. Die Welt schien 2008 in Ordnung zu Zeiten, als Christian Wolter für das Präsidium und Werner Gegenbauer für den Vorsitz ihre Kandidatur bekannt gaben. Christian Wolter lagen zu der Zeit besonders Herthas Jugend und Amateurmannschaften am Herzen. Als erfolgreicher Unternehmer ist er ein großzügiger Sponsor, sozusagen von der Pike an.

Ich war ein bisschen stolz, als damals, kurz vor der Wahl Christian Wolter, Thorsten Manske und Werner Gegenbauer zum Talk in die Sendung kamen. Ein solches Gespräch soll Gegenbauer mit dem RBB abgelehnt haben. Werner Gegenbauer wurde Präsident und Christian Wolter mit großer Zustimmung ins Präsidium gewählt. Gegenbauer löste damals Bernd Schiphorst ab, in seine Amtszeit fielen die Ausgliederung des Profibetriebs in eine Kapitalgesellschaft und die weitere sportlichen Konsolidierung des Vereins. Das sollte Werner Gegenbauer fortführen.

Von Reibereien im Vorstand sickerte immer mal was durch. Nachdenklich stimmten mich Äußerungen, Werner Gegenbauer vertrage keine Kritik und reduziere vieles auf ein einfaches Freund-Feind Denken. Vielleicht war das ein Grund, weshalb Christian Wolter in Ungnade gefallen war. Der Präsident bräuchte Ja-Sager und keine Besserwisser. Jedenfalls standen zwei Vorstandsmitglieder vier Jahre später, 2012 nicht wieder auf Gegenbauers den Mitglieder vorgelegter Wahlliste.

Man erinnerte sich an unsere Berichterstattung und die Talkrunde vor den Wahlen 2008. Die zwei abservierten Vorstandsmitglieder fragten an, dass aktuell zu wiederholen. Die Sendung hatte Zündstoff und kam erneut gut an. Werner Gegenbauer war diesmal nicht dabei. Die zwei Aussortierten wurden erneut in den Vorstand gewählt. Als Journalist hatte ich wohl bei Gegenbauer und der Presseabteilung von Hertha verspielt. Nebenbei sei erwähnt, dass es 2012 zu einer Gerichtsverhandlung gegen einen sich unklug verhaltenen Journalisten kam. Der Prozess endete mit einem Freispruch. Gegenbauer war persönlich geladen und nicht erschienen. Er wurde mit einem Ordnungsgeld belegt und bei Nichtzahlung sogar 3 Tage Haft angedroht. Der Vorgang, eigentlich ein gefundenes Fressen für den Berliner-Boulevard, fand erstaunlicherweise keine weitere Beachtung.

In meinem Buch „Von Weltkrieg bis Web-TV“ war ich vielleicht „zu kritisch mit unserer Hertha und mit Manager Michael Preetz“, umgegangen. Als Journalist und ehemaliges Hertha-Mitglied ließ ich es mir nicht nehmen, auf Mitgliederversammlungen unangenehme Fragen zu stellen. War es die Rache des kleinen Mannes ? Als Journalist wurde ich abserviert und bekam seitdem keine Akkreditierungen mehr.

Nun zurück zur Aktualität. Werner Gegenbauer will Präsident bleiben und Thorsten Manske soll wieder sein Vize werden. Für die acht weiteren Plätze im Präsidium kandidieren elf Personen. Präsidiumsmitglied Christian Wolter wird gegen Thorsten Manske für den Vize-Posten kandidieren. Das dürfte spannend werden.

Christian Zschiedrich

Viktoria 89 baut die Führung weiter aus

10 Spiele, 10 Siege, wann gab es das schon einmal bei den Süd-Berlinern? 8 Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten VSG Altglienicke. Deren mit Spannung erwartete Partie gegen den BFC Dynamo fiel im von beiden als Heimspielstätte genutzten Jahnsportpark leider Corona zum Opfer. Dagegen sahen 303 Zuschauer in Halberstadt einen verdienten Sieg von Viktoria 89 beim momentanen Schlusslicht der Regionalliga Nordost. Viktoria führte durch Fardjad-Azad (38.) und Becker (49.) 2:0. Aber warum müssen die Berliner fast regelmäßig einen späten Gegentreffer hinnehmen und dann um den Sieg bangen?  Diesmal war es in der 89. Minute Junge-Abiol, der auf 1:2 verkürzte. Am Freitag, 23.10. ab 19.00 Uhr, kommt der Tabellenzehnte Babelsberg 03 ins Stadion Lichterfelde. Vorsicht, die Babelsberger besiegten zuletzt den ZFC Meuselwitz mit 3:1.

Außerdem stehen am 10. Spieltag aus Berliner Sicht zwei Niederlagen, ein Remis und ein weiterer Sieg zu Buche. Aufsteiger Tennis Borussia verlor chancenlos mit 0:4 bei Lok Leipzig und Lichtenberg (13.) ließ mit der 0:2 Niederlage die drei Punkte bei Union in Fürstenwalde. Gegen die Punkteteilung, ein 0:0 von Herthas Zweiten im Amateurstadion gegen Energie Cottbus ist nichts einzuwenden, auch wenn Andreas Neuendorf mangelnde Entschlossenheit bei seinem Team als Manko anführte. Im Poststadion schoss der BAK 07 – immerhin vor 367 Zuschauern – drei Tore, ließ nach 32 Minuten zunächst den 1:1 Ausgleich der Gäste aus Rathenow zu. Am Ende gewannen die Platzherren im Poststadion mit 3:1. Der BAK hat nach 10 Spielen jetzt 14 Punkte und Platz 9, am Samstag, 24.10. geht es nach Cottbus und die haben ebenfalls 14 Punkte.

Die Zuschauerzahlen sind sehr unterschiedlich, je nachdem was die Gesundheitsämter an Auslastung genehmigen und was die Stadiongröße hergibt. In Auerbach durften 999 Zuschauer das 0:2 gegen Chemie Leipzig sehen. Bei Lok Leipzig waren es gegen die Berliner Borussen 1.755, in Babelsberg sahen 1.365 Zahlende den 3:1-Sieg und in Jena feierten 1.256 Zuschauer den 2:1-Erfolg gegen den Chemnitzer FC.

Am Freitag, 23.10. stehen zwei Berlin-Derbys an. Aufsteiger Tennis Borussia empfängt, so Corona es will, den BFC Dynamo im Mommsenstadion und die VSG Altglienicke – Hertha BSC II im Jahnsportpark. Am Sonntag, 25.10. kommt Lok Leipzig zu den 47ern nach Lichtenberg.  

Christian Zschiedrich

Oberliga – Tasmania und der Greifswalder FC kassieren erste Saisonniederlage

Der Tabellenzweite Greifswalder FC verliert mit 1:2 beim Aufsteiger Rostocker FC (12.). Insofern hatte der SV Tasmania noch Glück mit seiner 2:3-Niederlage in Zehlendorf bei Hertha 03 (5.). Wer in der Nachspielzeit den Siegtreffer des Gastgebers hinnehmen muss, das ist alles andere, nur kein Glück. Hertha 03 machte übrigens zweimal einen Rückstand wett. Das spricht für eine gute Moral nach dem Trainerwechsel. Fabian Gerdts feierte damit ein erfolgreiches Liga-Debüt. Mit den 3 Punkten kletterten die Zehlendorfer auf Tabellenplatz 5 (12 Punkte, 20:12 Tore). Bereits am Mittwoch, 21.10., steht das Nachholspiel der Hertha 03 in Strausberg auf dem Programm. Tasmania (20:4 Tore ) hat auch nicht mehr Tore geschossen, aber mit 21 Punkten, 9 mehr auf dem Konto. Am Sonntag, 25.10. hat Tas Heimrecht gegen den Rostocker FC.  

Kurz zum Pokal: Im Elfmeterschießen gewann nervenaufreibend Hertha 03 bekanntlich gegen TuS Makkabi. Das Los bescherte ihnen in der 3. Hauptrunde den Spandauer FC Veritas. Der SV Tasmania muss beim SV Empor aus der Berlin-Liga bestehen. Pokalverteidiger VSG Altglienicke muss zum SC nach Staaken und Blau Weiß 90 zum Lichtenrader BC und Eintracht Mahlsdorf zum Poloplatz nach Frohnau. .

In der Oberliga gewann Hertha 06 das Heimspiel gegen den FC Strausberg. Unter Dietmar Demuth geht es bei Hertha 06 endlich wieder aufwärts, 7 Spiele, 6 Punkte, Tabellenplatz 13. Am Sonntag, 25.10. steht ein Berlin-Derby in der Sömmeringstraße Hertha 06 gegen den SC Staaken an. Staakens Heimspiel gegen Hansa Rockstock II musste leider ausfallen. Blau Weiß 90 trennte sich 1:1 im Spiel gegen den Sechsten der Tabelle, den Torgelower FC Greif. Weiter geht es für Blau-Weiß auswärts beim Tabellenletzten Lok Stendal. Stern 1900 (9.) hatte spielfrei und muss nun am Sonntag, 25.10. nach Torgelow zu den Greifen. Keine leichte Aufgabe bahnt sich für Hertha 03 an. Der nächste Gegner wartet in Neustrelitz.

Christian Zschiedrich