Spannender Pokalkampf des BBSC Berlin

Mit einer denkbar knappen 2:3 Niederlage gegen die Stralsunder Wildcats (24, -15,23, -22, -14) verpasste der BBSC Berlin den Einzug in das DVV-Pokal-Achtelfinale.

Die Berlinerinnen gingen ersatzgeschwächt in die Partie, waren doch Roxana Vogel und Annika Kummer mit Verletzungen nicht einsatzfähig. So waren die Wechselmöglichkeiten von Trainer Hinz sehr begrenzt, zumal Alina Gottlebe-Fröhlich die verwaiste Liberoposition übernahm und als Wechseloption für den Außenangriff nicht zur Verfügung stand. Dagegen brachte Stralsunds Trainer Thiel sein gesamtes Aufgebot in die Hauptstadt – Wechseloptionen, die sich letztendlich auszahlten.

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel beider Teams auf Augenhöhe. Der BBSC verschwendete keine Gedanken an fehlende Wechselmöglichkeiten, sondern spielte einfach Volleyball mit dem Vertrauen in das eigene Können. Mitte des ersten Satzes konnte sich der BBSC leicht absetzen, beim 23:18 war eigentlich schon fast der Drops gelutscht. Stralsunds Trainer André Thiel wollte partout den Satz noch drehen und brachte Anne Krohn aufs Feld. Ab sofort wurde nur noch Krohn zur Vollstreckung angespielt – und wie sie vollstreckte! Die 35-jährige zeigte der Jugend mit Schlaghärte und Übersicht, wie man den Gegner entnervt. Mit Ach und Krach gelang dem BBSC noch der Gewinn des ersten Satzes. In den folgenden Spielminuten dominierte Stralsund – mit Anne Krohn – nach Belieben und die Gastgeberinnen bekamen kein Bein aufs Parkett. Langsam stellte sich der BBSC auf das Stralsunder Spiel ein, zumal Krohn ihr Powerspiel nicht dauerhaft durchziehen konnte. Trotzdem holten sich die Gäste unangefochten den zweiten Satz. Der dritte Satz ging dann wieder knapp an die Berlinerinnen. Trainer Hinz hatte hier eine seiner wenigen Wechselmöglichkeiten gezogen und Stephanie Utz für Juliane Stapel auf das Parkett gebracht. Der vierte Satz ging wieder knapp an die Ostseeküste, nun musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Der BBSC warf sich noch einmal mit letzter Kraft in die Partie und führte bereits mit 9:4, um kurz danach mit 9:10 ins Hintertreffen zu geraten. Erst in der Verlängerung des Tiebreaks sicherte sich Stralsund den Einzug ins Achtelfinale. Wir wünschen viel Glück im Vergleich gegen Aachen!

Für den BBSC ist die Niederlage kein Beinbruch – das Team hat gezeigt, dass es selbst dezimiert auch gegen eine Spitzenmannschaft der Liga mit unbändigen Kampfgeist und hoher Konzentration gut mithalten kann. Den Ausschlag zugunsten der Gäste gaben heute eine etwas niedrigere Fehlerquote, eine hervorragende Feldabwehr und letztendlich die Vollstreckerqualitäten von Anne Krohn, völlig zu Recht zum MVP gewählt. Auf Berliner Seite erhielt Katharina Kummer die Medaille, aber auch andere wie Antonia Lutz oder die als Libera eingesetzte Alina Gottlebe-Fröhlich hätten sich die Ehrung voll verdient.

Die Berlinerinnen treten am 9. November 2019 in der Liga auswärts in Bad Laer an, ehe am 17.11.2019 Dingden in Köpenick zu Gast ist.

Quelle:BBSC Berlin/Burkhard Kroll

BR Volleys wollen zweiten Heimsieg

225 Tage ist es her, dass der Volleyballtempel die TVR-Trainerlegende Hans Peter Müller-Angstenberger von der Bundesliga-Bühne verabschiedete. Nun kehren die Rottenburger nach vielen Veränderungen im Sommer mit einem gänzlich neuen Gesicht in die Max-Schmeling-Halle zurück und fordern erneut den Deutschen Meister. Zählbares wollen die BR Volleys den Schwaben allerdings nicht überlassen und haben den zweiten Heimsieg der Saison für Sonntag (27. Okt um 16.00 Uhr) fest im Visier.

„Nach dem Supercup hatte ich irgendwie ein mulmiges Gefühl. Ich war mir nicht sicher, wie die Mannschaft mit diesem Erfolg und dem deutlichen Ergebnis umgehen würde. Umso erfreulicher war, dass wir auch in Innsbruck sofort konzentriert spielten und jedem bewusst gewesen ist, welche schwierige Aufgabe uns dort erwartet. Genauso müssen wir weiterarbeiten“, lobte Trainer Cedric Enard seiner Männer für ihren Auftritt bei den Hypo Tirol AlpenVolleys Haching am Mittwoch und nahm diese gleichzeitig für die bevorstehenden Aufgaben in die Pflicht.

Mit 3:2 konnten sich die Berliner in Österreich durchsetzen, bevor das BR Volleys Team nun zweimal daheim gegen Rottenburg und Eltmann (30. Okt) aufschlagen darf. In Innsbruck kam erstmals die ganze Breite des Kaders zur Geltung, weil nach ihren Einwechselungen mit Ben Patch und Sergey Grankin auch zwei Weltcup-Teilnehmer der Mannschaft helfen konnten. Grankin machte dort weiter, wo er in der vergangenen Saison aufhörte und sammelte direkt MVP-Gold. Patch verwandelte bärenstarke 71 Prozent seiner Angriffsschläge in direkte Punkte und avancierte zum Topscorer der Hauptstädter. Dass auch Cody Kessel und JT Hatch von der Bank kommend wichtige Impulse setzten, freut Headcoach Enard zusätzlich: „Für mich als Trainer kann es doch kaum eine bessere Situation geben, als zu wissen, dass jeder Energie ins Spiel bringt!“

Vor diesem Spieltag befindet sich die Mannschaft mit acht Punkten hinter dem VfB Friedrichshafen auf dem zweiten Tabellenplatz und will die bevorstehenden Heimspiele nutzen, um diese Position zu festigen. „Wir machen von dort aus, wo wie jetzt stehen, Schritt für Schritt weiter und es ist gut, dabei jetzt endlich wieder unsere Fans hinter dem Team zu haben“, blickt Enard auf Sonntag gegen Rottenburg und zugleich Mittwoch gegen Eltmann positiv voraus. Der TV Rottenburg mit seinem neuen Coach, dem Belgier Christophe Achten, hat in den ersten drei Saisonspielen direkt unter Beweis gestellt, dass man konkurrenzfähiger ist als in den Vorjahren. Aus Innsbruck entführten die Schwaben einen Satzerfolg und danach schrammte das TVR-Team gegen Lüneburg (2:3) sowie Herrsching (2:3) nur knapp an möglichen Heimsiegen vorbei.

Vor allem die jüngste Niederlage nach einer 2:0-Satzführung gegen die WWK Volleys Herrsching schmerzte Achten: „Ich kann nicht glauben, dass wir das verloren haben. Wir haben zwei Punkte verschenkt.“ Dabei hat der neue Trainer einige Akteure in seinem Aufgebot, die den Rottenburgern Hoffnung machen dürften, dass es in dieser Saison endlich wieder bergauf geht. Karl Apfelbach (Diagonal), Leon Dervisaj (Zuspiel) und James Weir (Mittelblock) bewiesen sich bereits als echte Verstärkungen und verbreiten neuen Optimismus im Lager des TVR. Die BR Volleys treffen also auf einen Kontrahenten im Aufschwung. Grund zur Sorge sieht Cedric Enard für die eigenen Fans jedoch nicht: „Wenn wir zu unserem Spiel finden, ist es für keinen Gegner einfach im Volleyballtempel.“  

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Wertvolle zwei Punkte für die BR Volleys

Die BR Volleys rüsteten sich im Vorfeld des Kräftemessens mit den Hypo Tirol AlpenVolleys Haching für einen heißen Schlagabtausch und sie taten gut daran: Nach fünf intensiven Sätzen gegen einen starken Kontrahenten belohnten sich die Berliner in der Olympiahalle von Innsbruck mit einem 3:2-Erfolg (25:22, 20:25, 25:20, 22:25, 15:12) und zwei Punkten für die Tabelle. Beim wichtigen Auswärtssieg am Mittwochabend waren unter anderem die erstmaligen Einwechslungen von Sergey Grankin und Benjamin Patch ein Schlüssel zum Erfolg.

Cedric Enard sah nach dem gelungenen Auftritt beim Supercup zunächst keinen Grund, sein Team zu verändern und startete mit identischer Formation. Bereits im ersten Satz zeichnete sich ein ausgeglichenes Duell mit vielen Führungswechseln ab. Zwar hatten die BR Volleys im Auftaktdurchgang deutliche Probleme in der Annahme, aber dafür war man im Block auf AlpenVolleys-Zuspieler Gelinski gut eingestellt (25:22). Im Anschluss an einen Blitzstart in Satz zwei (1:4, 6:12) hatte dann die deutsch-österreichische Spielgemeinschaft allerdings wenig Mühe, diesen Rückstand wieder auszugleichen (20:25). Daran konnten auch die erstmals in dieser Saison ins Spiel gekommenen Benjamin Patch und Sergey Grankin sowie JT Hatch zunächst wenig ändern.

In der Folge aber dirigierte der spätere MVP Grankin seine Mitspieler geschickt durch den dritten Satz, in dem die Berliner eine frühe Führung (8:3) dank der Durchschlagskraft von Patch in den nächsten Satzgewinn ummünzen konnten (25:20). Vor der „Crunchtime“ von Durchgang vier bröckelte allerdings die Annahme der Gäste wieder für kurze Zeit (17:20) und so war der Tiebreak unvermeidbar (22:25). Dort dauerte es bis zum Service von Samuel Tuia bis die BR Volleys erneut die Oberhand gewannen (11:8) und am Ende einer intensiven Partie und einem Angriffsfehler von Brasilianer Costa mit ihrem mitgereisten „7. Mann“ jubeln durften (15:12).

Stimmen zum Spiel
Kaweh Niroomand: „Das war ein ganz wertvoller Sieg für uns. Respekt an die AlpenVolleys, die ein wirklich starkes Spiel gemacht haben. Mit dieser Mannschaft ist in diesem Jahr definitiv zu rechnen. Sie haben schon heute gezeigt, dass sie in dieser Saison noch stärker sein werden als im Vorjahr. Wir können sehr froh sein, hier zwei Punkte mitgenommen zu haben. Es war schön zu sehen, dass Sergey und Ben in einer für das Team schwierigen Situation hineinkamen und sofort abgeliefert haben. So konnte man sich das nur wünschen. “

Cedric Enard: „Ich bin wirklich, wirklich glücklich über diesen Sieg. Die AlpenVolleys haben sich als Topteam präsentiert, das mit Sicherheit noch stärker werden wird. Es ist für alle noch der Anfang der Saison. Die Wechsel haben gut funktioniert, erst mit Sergey und Ben, dann später auch mit Cody. Jeder brachte positive Energie und Impulse. So machen wir als Team gemeinsam jetzt Schritt für Schritt weiter.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert und Samuel Tuia (AA), Nicolas Le Goff und Jeffrey Jendryk (MB), Pierre Pujol (Z), Kyle Ensing (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: JT Hatch, Sergey Grankin, Benjamin Patch, Cody Kessel

Topwerte
Patch 18 Punkte (71 % Angriffsquote) | Tuia 16 Punkte (2 Asse) | Le Goff 9 Punkte (4 Blocks)

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys


BBSC in der Pokalqualifikation gegen Stralsund

Nach der zweiwöchigen Spielpause für die 2. Liga kommen am Sonntag, den 27. Oktober 2019 um 16:00 Uhr die Stralsunder Wildcats in die Köpenicker Hämmerlinghalle: Es geht um den Einzug in das Achtelfinale des DVV-Pokals.

Stralsund konnte in der Saisonvorbereitung mit einem bereits eingespielten Team arbeiten. Zudem erhielten viele Wildcats eine erstklassige Ausbildung in den Bundesstützpunkten. Lene Scheuschner kennen die Berliner Fans noch aus Zeiten ihres Engagements in Aachen. Eine der wichtigsten Spielerinnen des Teams ist Anne Krohn, die nach erfolgreichen Jahren in Hamburg 2016 nach Vorpommern zurückkehrte. Über die auch im Beachvolleyball sehr erfolgreiche Athletin (gerade vor zwei Monaten 5. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Beachvolleyball!)laufen immer wieder die druckvollen Angriffe der Mannschaft von der Ostseeküste. Auf der Regieposition agiert Svenja Enning, die in der letzten Saison noch für Münster die Zuspielfäden spann und ihre Erstligaerfahrung einbringt. Ein Wiedersehen gibt es für das Berliner Team mit den in den Vorjahren für den BBSC aktiven Lisa Senger und Tara Jenßen.

Mit den Sundstädterinnen kommt eines der beiden – nach bisherigen Ergebnissen – derzeitigen Spitzenteams der Liga nach Berlin. Noch vor vier Wochen unterlagen die Hauptstädterinnen in Stralsund klar mit 0:3, selbst wenn die Sätze nur knapp abgegeben wurden. Doch das soll in Berlin nicht so bleiben. BBSC-Trainer Robert Hinz erwartet ein „mit Sicherheit engeres Duell als zuletzt in Stralsund. Dennoch geht der Gast hier als klarer Favorit ins Spiel. Aber wir alle kennen ja dieses Sprichwort mit dem Pokal und den dort vorherrschenden eigenen Gesetzen.“ Und zudem haben die Gastgeberinnen in den letzten Spielen Selbstbewusstsein gewonnen. Schon das Spiel in Leverkusen, aber auch der Sieg gegen den Favoriten aus Köln zeigten, dass die Mannschaft mit Motivation und voller Konzentration in der Lage ist, den Gegnern einen heißen Kampf zu bieten. Der Gewinner dieser Qualifikationsrunde trifft dann eine Woche später im DVV-Pokal-Achtelfinale auf den Bundesligisten Ladies in Black Aachen.

Der BBSC freut sich auf lautstarke Unterstützung der Fans. Mit dem sprichwörtlichen BBSC-Mannschaftsgeist will das Team am Sonntag dem Publikum eine hochklassige und spannende Partie präsentieren.

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Bewährungsprobe in der Olympiahalle

Nach zwei souveränen Auftakterfolgen erwartet die BR Volleys am Mittwoch (23. Okt um 19.00 Uhr) das mit Sicherheit schwierigste Spiel dieser noch jungen Bundesligasaison. In der Olympiahalle von Innsbruck treffen die Berliner auf die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching und damit einen ehrgeizigen Kontrahenten, der im dritten Jahr seiner Erstligazugehörigkeit die Kräfteverhältnisse im deutschen Volleyball endgültig verschieben möchte.

Vor zwei Jahren zog die deutsch-österreichische Spielgemeinschaft aus, um die Bundesliga aufzumischen – mit Erfolg! Die Drei-Jahres-Strategie von Manager Hannes Kronthaler sah vor, die AlpenVolleys direkt in die Playoffs und anschließend mindestens bis ins Halbfinale zu führen, um spätestens im dritten Anlauf um den Titel zu spielen. Bisher wurden diese Ziele allesamt erreicht und nun scheinen die Hachinger – mit Blick auf die Kaderzusammenstellung – endgültig zur Attacke auf die Spitze auszuholen.

Das wird auch höchste Zeit, wenn es nach Kronthaler geht. Der bewertete das gemeinsame Projekt mit dem bayerischen Verein zuletzt eher kritisch. „Die Tendenz ist: Wenn es so bleibt, wie es jetzt ist, werde ich mich zurückziehen. Ich sehe das nüchtern: In diesem Jahr gasen wir noch einmal voll an und im April werde ich euch erzählen, wie die Situation ist und was ich tue“, nahm Kronthaler zuletzt gegenüber der Süddeutschen Zeitung kein Blatt vor den Mund. Die Kritik des umtriebigen Managers richtete sich dabei vor allem gegen den deutschen Teil der Spielgemeinschaft: „Wir haben ein klares Ziel hinter dem Projekt gehabt: Belebung des Standorts Unterhaching und ein tolles Wirtschaftskonzept von zwei Volleyball-Regionen, die ihr Budget so steigern, dass sie nachhaltig die Nummer eins in Deutschland werden oder mit Berlin gleichziehen. Aber selbst dafür fehlt uns noch ein bisschen – bei Sponsoreneinnahmen, Zuschauerinteresse, Infrastruktur und so weiter. Und da sehe ich, dass sich zu wenig tut.“

Sportlich jedoch war man mit den BR Volleys im Vorjahr schon nahezu gleichauf. Als Hauptrundenzweiter starteten die „Gipfelstürmer“ von einer Position vor den Berlinern in die Playoffs, wo sich beide Teams im Halbfinale ein hochklassiges und spannendes Duell lieferten, welches die Hauptstädter letztlich mit 3:1 nach Spielen für sich entschieden. Leistungsträger dieser Alpenvolleys-Mannschaft wie Zuspieler Danilo Gelinski, Libero Florian Ringseis sowie die brasilianischen Mittelblocker Douglas Da Silva und Pedro Frances sind dem Team erhalten geblieben, andere Stützen wie Pawel Halaba und Kirill Klets mussten ersetzt werden. Dafür holte man mit dem Franzosen Jerome Clere einen der auffälligsten Außenangreifer der letzten VBL-Saison aus Giesen nach Innsbruck. Der Mittelblock wurde mit dem slowenischen Vize-Europameister Saso Stalekar, der stolze 2,14 Meter misst, verstärkt und für die Diagonalposition konnte man den Brasilianer Paulo Costa zurückgewinnen.

Ihren Saisonstart bestritten die AlpenVolleys noch ohne die beiden australischen Neuzugänge Max Staples und Jordan Richards, welche beim Weltcup in Japan aktiv waren. Trotz der fehlenden Außengreifer feierten die Hachinger zwei Siege (3:1 vs. Rottenburg, 3:2 in Herrsching). „Die AlpenVolleys sind auf jeder einzelnen Position richtig gut und tief besetzt. Damit zählt die Mannschaft definitiv zum Favoritenkreis. Wir haben gut in die Spielzeit gefunden, aber wir wissen, am Mittwoch erwartet uns die bisher größte Herausforderung“, gibt BR Volleys Kapitän Moritz Reichert vor dem Topspiel seine Einschätzung ab.

Nach dem 3:0-Erfolg beim comdirect Supercup gegen Friedrichshafen und zuvor zwei Siegen gegen Giesen und die Netzhoppers sind die Hauptstädter dennoch guter Dinge, auch in der Olympiahalle zu punkten: „Die Stimmung im Team und auf dem Parkett ist sehr gut. Wir wollen nach dem gelungenen Supercup unbedingt nachlegen“, so Reichert. Mit nach Innsbruck wird auch Georg Klein reisen, der sich am Vortag des Supercups im Training leicht am Knie verletzte. Ein MRT-Termin am Montag gab Entwarnung beim Mittelblocker, er ist einsatzbereit für den Schlagabtausch mit den Alpenvolleys.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Drei Punkte zum Auftakt

Einen Satz Anlaufzeit benötigten die Berlin Recycling Volleys, um in die neue Saison zu finden. Dann aber kamen die Hauptstädter ins Laufen und entschieden das Berlin-Brandenburg-Derby bei den Netzhoppers KW-Bestensee am Samstagabend mit 3:1 (20:25, 25:13, 25:18, 25:17) für sich. Angetrieben von einem laustarken Gästeblock wurde Zuspiel-Dirigent Pierre Pujol dabei der erste BR Volleys MVP der Spielzeit 2019/2020.

Cheftrainer Cedric Enard, der in den vergangenen Tagen aus privaten Gründen verhindert war, konnte in der Landkost-Arena doch noch kurzfristig an der Seitenlinie stehen. Während sich die Mannschaft des Franzosen nahezu von selbst aufstellte, zauberte Netzhoppers-Trainer Mirko Culic überraschend ein Beachvolleyball-Ass aus dem Ärmel. Der amtierende deutsche Vizemeister Jonathan Erdmann stand zur Verwunderung mancher Fans in der ausverkauften Halle auf dem Spielberichtsbogen.

Moritz Reichert war es vorbehalten die neue VBL-Saison mit seinem Aufschlag zu eröffnen, doch im ersten Satz merkte man dem BR Volleys Spiel des Öfteren die fehlende Feinabstimmung an – was die Netzhoppers mit guter Blockarbeit konsequent auszunutzen wussten (20:25). Dank der in Satz zwei furios aufschlagenden Kyle Ensing und Cody Kessel zeigten die Berliner jedoch die richtige Reaktion (13:2) und erzielten eine halbe Stunde später den Ausgleich (25:13).

Nach einem französischen Doppelblock von Pujol und Le Goff erspielte man sich auch in Durchgang drei eine frühe Führung (4:2) und baute diese bis zum nächsten Satzgewinn kontinuierlich aus (25:18). Die Neuzugänge Ensing und Kessel avancierten gemeinem mit Kapitän Reichert zum Topscorer-Trio und führten die Männer in Schwarz-Orange schließlich zum souveränen Auswärtssieg (25:17).

Stimmen zum Spiel
Julian Zenger: „Wir haben uns am Anfang ein bisschen schwergetan, dann aber im zweiten Satz sehr gut ins Spiel hineingefunden. In Aufschlag und Block-Abwehr lief es fortan deutlich besser und wir waren klar dominant.“

Kapitän Moritz Reichert: „Den ersten Satz kann man getrost als durchwachsen bezeichnen. Mit verbessertem Aufschlag wurden wir deutlich souveräner und es hat schon vieles gut zusammengepasst. Mit dem Schwung dieser drei Punkte fahren wir jetzt nach Hause und freuen uns auf Dienstag.“

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

BR Volleys Formation
Moritz Reichert und Cody Kessel (AA), Nicolas Le Goff und Georg Klein (MB), Pierre Pujol (Z), Kyle Ensing (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt:  Samuel Tuia (Satz 1), JT Hatch (Satz 1 und 2)

Topwerte
Ensing 19 Punkte | 4 Asse, Kessel und Reichert 13 Punkte, Le Goff 9 Punkte | 4 Blocks


BBSC Berlin sorgt für Überraschung

Der BBSC Berlin sorgte am Wochenende mit zwei klaren und ungefährdeten 3:0 Siege gegen die Talente des VC Olympia und die favorisierten Damen aus Köln für eine Überraschung in der 2. Bundesliga Nord der Damen.

Bereits am Freitagabend hatten die BBSC Damen das erste Ligaspiel ist des Wochenendes zu absolvieren. Mit einem schnellen 3:0-Auswärtssieg beim VC Olympia im Berliner Sportforum  war eine kraftsparende Grundlage für den Samstagabend gelegt. Die Köpenickerinnen ließen den Talenten des VC Olympia letztendlich keine Chance. Zu stabil spielten die Gäste, zu viele Eigenfehler waren auf Seiten der Hohenschönhausenerinnen zu verzeichnen.

Die Favoritenstellung lag am Samstagabend erneut bei den Gästen, diesmal aus Köln. Von der ersten Minute an entwickelte sich ein ausgesprochen ausgeglichenes Spiel auf gutem Niveau. Keine Mannschaft konnte sich wesentlich absetzen, beide Teams holten Rückstände schnell wieder auf und kämpften mit offenem Visier um die Punkte. Der vielfache Meister aus Köln schien zunächst die leicht schärfere Klinge zu führen, doch leisteten die BBSC-Damen heftige Gegenwehr. Berlins Trainer Robert Hinz hatte im Vergleich zum Freitagabend auf zwei Positionen gewechselt. Für Stephanie Utz und Alina Gottlebe-Fröhlich standen Josephine Suhr sowie Juliane Stapel auf dem Feld. Alle eingesetzten Berlinerinnen überzeugten. In Abwehr und Angriff gab es keinerlei Ausfälle – alle rackerten für das Team, alle zogen die taktische Marschroute durch und – was ganz wichtig ist – keine der Spielerinnen hatte eine der berüchtigten „Auszeiten“. Mit beeindruckender Stabilität wurden so die Gäste unter Druck gesetzt und verunsichert. Möglicherweise hatte sich im Hinterkopf der DSHS-Spielerinnen doch ein versteckter Gedanke eingenistet, dass der Auftakt des Berlin-Abenteuers etwas einfacher würde.

Mitte des zweiten Satzes gelang erstmals ein etwas größerer Vorsprung, der bis zum Satzende ausgebaut wurde. Im dritten Satz hatte Köln kaum noch etwas zum Entgegensetzen. Decouragiert schlichen sich auch bei dem Meisterschaftsanwärter zu viele Eigenfehler ein und der BBSC nutzte dies zum klaren Satzgewinn, der gleichzeitig auch den Matchgewinn brachte. Der große Jubel auf dem Spielfeld und auf den Rängen war Lohn für eine sehr couragierte Leistung der Berlinerinnen, die das Wochenende mit der höchstmöglichen Punktzahl absolvierten und Schwachstellen nicht zur Entfaltung kommen ließen. Trainer Hinz lobte vor allem „die gewachsene Stabilität“ seines Teams, für das Publikum war auch das gewachsene Selbstbewusstsein der BBSC Spielerinnen beeindruckend: Mit einer solchen Leistung können wir es auch mit den Spitzenteams der Liga aufnehmen!

Zur MVP wählten die Trainer Kölns Julia Van der Berghen sowie Berlins Josephine Suhr.

Der BBSC trifft im nächsten Vergleich im Pokal am 27. Oktober 2019 in der heimischen Hämmerlinghalle auf Stralsund, in der Liga geht es mit dem Auswärtsspiel in Bad Laer weiter.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Stephanie Utz, Karoline Vogt, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Mercedes Zach

Quelle: Burckhard Kroll/BBSC Berlin

BBSC Berlin – DSHS SnowTrex Köln   3:0 (23, 19,12)
VC Olympia – BBSC Berlin                  0:3 (15, 12,24)

BR Volleys – Saisonstart in der „Brandenburghölle“

„Wenn wir zum Auftakt schon kein Heimspiel haben können, so ist es wenigstens das schönste Auswärtsspiel der Saison!“ Bei Georg Klein und den BR Volleys ist die Vorfreude auf die am Samstag beginnende Spielzeit 2019/20 spürbar. Auf den Tag genau fünf Monate nach dem Gewinn der zehnten Deutschen Meisterschaft stehen die Hauptstädter endlich wieder in der Volleyball Bundesliga am Netz.  Zum Saisonstart gibt es das 29. Berlin-Brandenburg-Derby gegen die Netzhoppers KW-Bestensee in der Landkost-Arena (12. Okt | 18.00 Uhr |

Das Lokalduell zwischen den Berlinern und den Brandenburgern ist die erste von insgesamt 132 Partien der Bundesliga-Hauptrunde und gibt somit den Startschuss für die neue VBL-Saison. Auch wenn das BR Volleys Team beim Anpfiff von Schiedsrichter Tobias Markfeld nicht so richtig weiß, was es von sich selbst erwarten kann, ist zumindest der Gegner ein guter Bekannter. „Wir haben in der Vorbereitung mehrfach miteinander trainiert und gegeneinander getestet. Der Kern der Mannschaft ist zusammengeblieben, die Startformation gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Insgesamt präsentierten sich die Netzhoppers schon ziemlich gut eingespielt“, weiß Georg Klein, der als einer der wenigen Akteure die gesamte Vorbereitungsphase beim Titelverteidiger absolviert hat, über den ersten Kontrahenten. Das bedeutet, der Berliner Block muss erneut insbesondere auf Netzhoppers-Topscorer Casey Schouten ein Auge haben. Stolze 389 Punkte erspielte der Kanadier in der letzten Hauptrunde und ist neben Routinier Dirk Westphal die Konstante beim letztjährigen Tabellenneunten, der in seine zwölfte Erstligasaison geht.

„Ein wenig Bauchkribbeln ist immer dabei“, gibt Klein vor dem Auftaktmatch in der „Brandenburghölle“ zu. Dies hat zum einen mit der stimmungsvollen Kulisse zu tun, zum anderen mit der Ungewissheit, in welcher Form sein Team vor hoffentlich vielen Auswärtsfans aufschlagen wird. Die Saisonvorbereitung der BR Volleys kann man nämlich getrost als zäh bezeichnen, wie der 28-Jährige verdeutlicht: „Erst war die Trainingsgruppe lange Zeit klein, dann war Pierre bei den letzten Testspielen gesundheitlich angeschlagen und nun hatte Kyle Knieprobleme. Außerdem kann Cedric nicht bei uns sein. Alles in allem sicher nicht optimal. Jetzt freuen wir uns dennoch, dass es endlich wieder losgeht und ernst wird.“

An der Seitenlinie wird in der Landkost-Arena voraussichtlich Assistenztrainer Lucio Oro stehen, der seinen Headcoach Cedric Enard (aus dringenden privaten Gründen nach Frankreich abgereist) vertritt. „Lucio hat die Mannschaft über weite Strecken der Vorbereitung geführt und das sehr gut gemacht. Wir kennen also die Situation und ich bin überzeugt, Lucio ist der Aufgabe gewachsen“, spricht Klein seinem Interimstrainer im Namen der Mannschaft das Vertrauen aus. Viel taktischer Spielraum bleibt dem Brasilianer bei seinem Zehn-Mann-Kader zum Auftakt nicht. Im Zuspiel (Pierre Pujol), Diagonalangriff (Kyle Ensing) und Mittelblock (Nicolas Le Goff und Klein) stellt sich das Team quasi von allein auf. Trotz dieser komplizierten Vorzeichen ist für Klein klar: „Wir wollen in Bestensee drei Punkte zum Start einfahren. Ich bin sicher, viele Fans werden uns dabei unterstützen und wollen uns in den neuen, schicken schwarzen Trikots siegen sehen!“

Quelle: BR Volleys/ Christof Bernier

BR Volleys – Saisonauftakt Pressekonferenz „Ein guter Start wird wichtig sein“

Für ihre Saisonauftakt-Pressekonferenz 2019/2020 waren die BR Volleys am Mittwoch (09. Okt) wieder zurück über den Dächern der Stadt. Im Firmensitz der GASAG AG direkt am Hackeschen Markt standen BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand und der neue Mannschaftskapitän Moritz Reichert der versammelten Berliner Medienlandschaft Rede und Antwort.

Im Anschluss an die Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der GASAG AG, Dr. Gerhard Holtmeier, ergriff BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand das Wort und musste zunächst wenig erfreuliche Nachrichten verkünden: „Leider kann Cheftrainer Cedric Enard aus privaten Gründen heute nicht bei uns sein. Er reiste gestern Abend zu seiner Familie nach Frankreich und es kann sein, dass Cedric uns auch zum Saison- und Heimauftakt gegen die Netzhoppers und Giesen fehlen wird. Wir haben ihm in seinem privaten Notstand jede Unterstützung und Zeit zugesichert, die er benötigt.“

Neben Niroomand und GASAG Vorstand Dr. Holtmeier nahm also nur BR Volleys Kapitän Moritz Reichert im Podium Platz und wurde in seinem neuen Amt seitens des Geschäftsführers vorgestellt: „Moritz verkörpert die Werte des Vereins und hat sich in der letzten Saison – längst nicht nur wegen seines Asses zur Meisterschaft – diese Position verdient. Cedric und ich waren uns unabhängig voneinander einig, dass er der richtige Mann für diese Aufgabe ist.“

Außenangreifer Reichert zog im Anschluss ein zwiegespaltenes Fazit zur zerstückelten Vorbereitung: „Das gestaltet sich auch in diesem Jahr wieder schwierig, aber wir machen als Team das Beste aus der Situation. Ein guter Start wird wichtig sein, um nicht wieder früh unter Druck zu geraten. Es erwarten uns wichtige Aufgaben in der Liga und natürlich dem Pokal sowie der Champions League. Im letzten Jahr haben wir vor Weihnachten Federn lassen müssen. Das soll uns nicht wieder passieren.“

Wo genau die BR Volleys vor dem Saisonauftakt selbst stehen, ist ebenso schwer zu beurteilen, wie die vielerorts neuformierte Konkurrenz. „Ich glaube, die Liga ist in der Breite noch einmal besser geworden. Ob das auch in der Spitze so ist, wird man sehen“, bewertete Niroomand und sieht den Hauptstadtclub personell gut aufgestellt. Bei der Zusammensetzung der neuen Mannschaft hob der 66-Jährige insbesondere die amerikanischen Neuzugänge heraus: „Wir verfügen, sofern denn alle Spieler endlich hier sind, über einen tiefen Kader. Mit Kyle Ensing ist uns eine vielversprechende Verpflichtung gelungen, JT Hatch wird uns in der Defensive Stabilität geben und Cody Kessel hat in den letzten Jahren gegen uns mehrfach bewiesen, welches Potenzial in ihm steckt.“ Mit zehn Akteuren, ohne die drei World-Cup-Teilnehmer Patch, Grankin und Jendryk, geht man in die ersten zwei Bundesligaspiele bis zum comdirect Supercup in Hannover (20. Okt).

Zu den Saisonzielen kam dann wieder Kapitän Moritz Reichert ins Spiel: „Wir wollen diesmal früher auf einem höheren Niveau sein und in der Champions League mehr erreichen. Wenn man in der Gruppenphase antritt, möchte man diese auch überstehen. Den Kader dazu haben wir. In der Meisterschaft kann das Ziel nur heißen, die Vorjahresleistung zu bestätigen.“ Auf ihrem langen Weg dorthin warten am Samstag (12. Okt | 18.00 Uhr) die Netzhoppers KW-Bestensee und drei Tage später (15. Okt | 19.30 Uhr) im ersten Heimspiel die Helios Grizzlys Giesen auf die Hauptstädter.

Quelle: BR Volleys/ Christof Bernier

Heimspieltag gegen Meisterschaftsanwärter

Wenn der BBSC Berlin am kommenden Samstag, 12.10. um 19:00 Uhr in der heimischen Hämmerlinghalle nach fünf Pflichtspielen auswärts gegen DSHS Köln antritt, darf sich das Berliner Publikum auf einen Meisterschaftsanwärter freuen.

Die Gäste aus dem Rheinland hatten sich 2017 und 2018 den Ligatitel gesichert und kamen in der letzten Saison als Dritte ins Ziel. Das Team um Neu-Kapitänin Viola Torliene blieb im Wesentlichen zusammen. Etwas schwerer wiegt lediglich das vorläufige Karriereende von Ausnahmezuspielerin Pia Weiand. Die frühere Leverkusenerin Annika Stenchly setzt nunmehr ihre Mannschaftskolleginnen in Szene. Das Domstädter Team verfügt über eine ausgesprochen ausgeglichen besetzte Mannschaft. Langjähriger Trainer ist Jimmy Czimek -als früherer Co-Nationaltrainer und Dozent an der Deutschen Sporthochschule Köln leitet er die A-Trainerausbildung beim Volleyballverband. Gute Voraussetzungen also, um auch in dieser Saison in den Kampf um die Tabellenspitze einzugreifen. Am letzten Wochenende unterlag Köln allerdings dem letztjährigen Meister Borken im Regionalpokal West – die Liga könnte noch einmal enger zusammengerückt sein.

Nach der sehr spannenden 2:3 Auswärtsniederlage des BBSC in Leverkusen, für die dem Team ob des Einsatzes auf dem Feld und der taktischen Einstellung durchaus Lob gezollt wurde, und dem nachfolgenden Regionalpokalgewinn wartet auf die Köpenickerinnen erneut eine schwierige Aufgabe. Gegen einen solchen Gegner wie Köln hat der BBSC nichts zu verlieren, erneut kann das Team befreit aufspielen Mit einer echten Teamleistung wollen die Berlinerinnen den Gästen die Stirn bieten und den Kampf aufnehmen. Freuen wir uns auf ein attraktives Heimspiel!

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll