Volleyball – BBSC Damen empfangen Allbau Essen

Nach der kurzen Pause im Volleyball geht es am Samstag, den 24. Oktober 2020 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle für den BBSC gegen Allbau Essen wieder um Punkte. Auch unter Coronabedingungen darf der BBSC dank umgesetztem Hygienekonzept erneut mit Publikumsunterstützung antreten.

Die Essener sind aktuell nach drei Siegen in vier Spielen auf dem 4. Platz (mit einem Spiel weniger als die Konkurrenten) in der Tabelle zu finden . So fügten die selbsternannten Pottperlen sogar dem Topteam aus Stralsund eine Niederlage zu. Das von Trainer Marcel Werzinger von der Regionalliga über die Dritte Liga bis in die 2. Liga geführte Team hatte sich dabei schon in den letzten beiden Jahren gut stabilisiert. Werzinger ging bereits in seine siebente Saison als Trainer der Essener Volleyballerinnen, die früher als Essen-Borbeck in der Liga bereits Erfolge feierten. Der Kader wurde von Jahr zu Jahr verstärkt, ohne den Bezug zum eigenen Nachwuchs wie auch zu Spielerinnen aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland zu verlieren. Viel Fleiß und ein großes Engagement im Nachwuchsbereich kennzeichnen die Blau-Weißen aus dem Ruhrpott.

Beim VC Allbau Essen sind u.a. Kira, Alexander und Pia-Sabrina Walkenhorst groß geworden. Nur scheinbar gibt es im Aufgebot der Essener größere Entwicklungen – das täuscht, da zwei Aktivposten der letzten Saison Trainer und Cotrainer geehelicht haben und nun den Namen des Ehemannes tragen. Nur eine Woche nach Außenangreiferin Lena Verheyen und Trainer Marcel Werzinger läuteten auch bei Libera Gianna Castiglione und Co-Trainer Janik Limmroth im Sommer die Hochzeitsglocken. Mittlerweile stehen mit den erstligaerfahrenen Lena Werzinger sowie Sandra Ferger (beide in der 1. Liga für Leverkusen auf dem Parkett), auch viele Nachwuchstalente aus der Region bei Allbau für eine bodenständige Entwicklung – mit viel Teamgeist und vollem Einsatz wird um Punkte gefightet.

Am Samstagabend geht es also für den BBSC darum, an die Essener Erfolge anzuknüpfen. „Das ist ein Gegner, den wir so richtig ernst nehmen müssen. Nachlässigkeiten wird Essen schnell bestrafen“ ist Berlins Trainer Robert Hinz gewarnt. Also heißt es volle Konzentration auf das Spiel am Samstag – mit dem sprichwörtlichen Kampfgeist des BBSC und einem guten Spielaufbau wollen die BBSC-Girls die Punkte in Berlin behalten. Wir freuen uns auf eine zahlreich erschienene Fangemeinde in der Hämmerlinghalle, die auch unter Coronabedingungen wieder das Berliner Team unterstützt!

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Gelungenes Comeback im Volleyballtempel

Zurück in der Volleyball-Bundesliga, zurück vor heimischem Publikum: Rund 800 Fans bejubelten zum Heimauftakt am Samstag (17. Okt) einen 3:0-Erfolg (25:22, 25:16, 25:23) der Berlin Recycling Volleys über die SWD powervolleys Düren. Topscorer wurde, wie schon beim Supercup, Neuzugang Timothée Carle (16 Punkte), für die Gäste punktete Diagonalangreifer Sebastián Gevert am häufigsten (10).

Zwar feierte Diagonalangreifer Davy Moraes sein Debüt für die BR Volleys, dafür musste Coach Cedric Enard zum Bundesliga-Start allerdings auf Außenangreifer Robin Baghdady verzichten, der sich im Abschlusstraining am Freitag eine Wadenverletzung (Flüssigkeit in der rechten Wade) zuzog und damit vorerst ausfällt. Enard beobachtete einen spannenden, leidenschaftlich geführten ersten Satz, in dem lange das eingespielte Dürener Team den Takt vorgab: Erst zum Ende des ersten Durchgangs fanden die Berliner im Angriff Mittel gegen die bekannte Blockstärke der Gäste. Statt von der noch zu hohen Eigenfehlerquote der Hauptstädter zu profitieren, sorgte ein eigener Fehler von Sebastián Gevert schließlich für den Satzgewinn der BR Volleys (25:22).

Die rund 800 Zuschauer und Zuschauerinnen sorgten weiter für prächtige Stimmung, die nun mit einem ganz starken Auftritt der Berliner Mannschaft belohnt wurde. Der eingewechselte Benjamin Patch sorgte mit einer Aufschlagserie für die frühe Vorentscheidung im zweiten Durchgang (17:10), den die Männer in Orange souverän nachhause brachten. Es blieb dem späteren Topscorer Timothée Carle (16 Punkte) überlassen, den Satzball zur 2:0-Führung zu verwandeln (25:16).

Deswegen steckte das Team von Rafal Murczkiewicz aber lange noch nicht auf und warf angesichts der drohenden Niederlage noch einmal alles in die Waagschale. Ein weiteres Ass von Patch und ein aufmerksamer Julian Zenger in der Abwehr sorgten in der Endphase des dritten Durchgangs aber dafür, dass das Spiel nicht noch einmal kippte. Weil Tomas Kocian schlussendlich einen Aufschlag hinter die Linie setzte, ging der Sieg mit 3:0 an die Hauptstädter. Auf Berliner Seite wurde Libero Zenger zum „Most Valuable Player“ gekürt, die silberne Medaille ging an Kocian.

Stimmen zum Spiel
Anton Brehme: „Ich war vor dem Spiel mega aufgeregt. Ich kannte die Atmosphäre der BR Volleys-Heimspiele sonst nur vom Zuschauen. Trotz der Umstände hat es sehr viel Spaß gemacht, da freue ich mich auf mehr. In der Vorbereitung und im Supercup lief nicht alles gut, dafür hat heute schon wieder viel mehr geklappt. Insgesamt machen wir zu viele Fehler im Aufschlag und müssen mehr Punkte aus der Block-Feldbwehr machen. Dass Sergey heute Lust hatte, viel über die Mitte zu spielen, nehme ich natürlich dankend an. Mit so einem gestandenen Profi als Zuspieler macht der Angriff nochmal deutlich mehr Spaß, wir verstehen uns ziemlich gut.“

Julian Zenger: „Ich war überrascht, wie gut die Stimmung trotz der Umstände war. Das macht auf jeden Fall deutlich mehr Spaß, als vor einer Geisterkulisse zu spielen. Ich bin sehr zufrieden mit unserem Auftritt. Es gibt zwar weiterhin einige Elemente, die sehr gut funktionieren, und andere, an denen wir noch arbeiten müssen, aber das war schon ein Schritt nach vorne.“

Kaweh Niroomand: „In den Bereichen, in denen wir uns verbessern wollten, habe ich heute einen Fortschritt gesehen. Mir gefällt das Grundgerüst der Mannschaft, das funktioniert. Der Aufschlag wird immer besser, Tuia übernimmt viel Verantwortung in der Annahme und Patch hat dem Team nach seiner Einwechslung viel Stabilität verliehen. Die Eigenfehlerquote bleibt zu hoch, aber das ist nur über viel Spielpraxis abstellbar. Alles andere sah schon sehr stabil aus, aber wir befinden uns erst am Anfang einer langen Wegstrecke.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Davy Moraes (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Benjamin Patch

Topwerte
Carle 16 Punkte, 3 Blocks | Patch 14 Punkte, 3 Asse| Brehme 12 Punkte, 1 Ass

Nächstes Heimspiel
14. November | 18.30 Uhr | vs. Helios Grizzlys Giesen

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

BBSC Volleyball-Damen siegreich gegen Eimsbüttel

BBSC Berlin – Eimsbütteler TV Hamburg                   3:1 (15,18, -22,19)

Der ETV Hamburg als Aufsteiger der Liga hatte sich aus der Region die stärksten Spielerinnen für das Abenteuer der 2. Bundesliga gesichert. Insoweit waren die Gastgeberinnen gewarnt – ETV durfte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Von Beginn an diktierte der BBSC den Rhythmus des Spiels. Den Gästen gelang zunächst nicht allzu viel und die Fehlerquote auf Hamburger Seite veranlasste ETV-Trainer Kahl recht schnell, sein Aufgebot zu optimieren. Mit den erfahrenen Hanne Binkau und Anna Behlen kam Ende des ersten Satzes etwas mehr Struktur in das Gästespiel. Vor allem Behlen sorgte in der Folgezeit mit unbändiger Energie und kraftvollen Schlägen für die Beschäftigung der BBSC Abwehr. Imposant war vor allem auch die Übersicht, die das langjährige Beach-As ausspielte.

BBSC Mannschaft nach dem Sieg gegen Eimsbüttel Foto © POT Marketing GmbH und Markus Hylinski

Doch auf der Berliner Seite zeigt das gesamte Team in allen Elementen großes Engagement, um die Punkte in der Hauptstadt zu behalten. Die Hamburger Bemühungen wurden in Block und Abwehr reihenweise entschärft und die eigenen Angriffe gestartet. Auch auf Hamburger Seite kratzte die Abwehr vieles weg, so entwickelte sich ein durchaus unterhaltsames Spiel für die etwa 160 Zuschauer, unter ihnen auch etliche Hamburger Fans. Die Berlinerinnen zeigten sich jedoch über das gesamte Spiel stabiler in der Abwehr (Annika Kummer und Alina Gottlebe-Fröhlich) und durchschlagskräftiger im Angriff (vor allem über Antonia Lutz und Stephanie Utz). „Der Sieg heute war auch ein Sieg unseres Willens, des Rackerns auf dem Feld. Wir haben uns auch von dem zwischenzeitlichen Hamburger Hoch im 3. Satz nicht beirren lassen und danach wieder so richtig Gas gegeben und unser Spiel durchgezogen“ strahlte Kapitänin Katharina Kummer nach Spielende. „Schön, dass wir die uns heute in der Halle besuchenden Fußballer des Adlershofer BC mit einem richtig attraktiven Heimsieg verwöhnen konnten“.

Zur MVP wurde auf Hamburger Seiten Anna Behlen gewählt. Die goldene Plakette erhielt Berlins Annalena Grätz.

Für das Team geht es erst am Samstag, den 24. Oktober, um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle in der Liga weiter. Gegner ist dann Allbau Essen.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Stephanie Utz, Lea-Katharina Thurm, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Laura Walsh

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

BR Volleys – Grankin übernimmt das Kapitänsamt

Sergey Grankin hat im internationalen Volleyball alles gesehen und nahezu jedes große Finale gespielt. Diese geballte Erfahrung soll der Russe bei den BR Volleys zukünftig noch stärker einbringen und so wird er die Berliner in der Saison 2020/21 als Kapitän auf das Spielfeld führen, erstmals am Sonntag (11. Okt) beim Supercup in Frankfurt und dann sechs Tage später (17. Okt) im Volleyballtempel zum Heimauftakt gegen die SWD powervolleys Düren.

Auf dem Court ist Sergey Grankin der Mann für die besonderen Momente. Seitdem der 35-Jährige im Januar 2019 nach Berlin kam, gibt er den Takt im Spiel des zehnmaligen Deutschen Meisters vor. Zu Beginn abseits des Parketts noch zurückhaltend ist der Russe inzwischen längst aufgetaut, hat sein Englisch verbessert und zählt zu den Wortführern der Mannschaft. Aus diesen Gründen hat Trainer Cedric Enard ihn nun als Kapitän auserkoren. Der 259-fache russische Nationalspieler übernimmt das Amt von Moritz Reichert, mit dem er im Februar auf dem Siegerpodest in der Mannheimer SAP Arena noch gemeinsam die DVV-Pokaltrophäe in die Höhe streckte.

„Sergey ist mit seiner Erfahrung und seiner Vita prädestiniert für diese wichtige Aufgabe. Er genießt in der Mannschaft, aber auch bei den Gegnern große Anerkennung“, begründet Enard seine Wahl. Die Berliner Nummer Sechs reiht sich damit in die Liste bekannter Spielerpersönlichkeiten ein, welche die Berlin Recycling Volleys in den vergangenen Jahren anführten. Vor Reichert waren dies Sebastian Kühner (2018/2019), Robert Kromm (2015-2018) und Scott Touzinsky (2012-2015). Der Amtsnachfolger kennt das Anforderungsprofil für einen Mannschaftskapitän bestens: „Ich weiß, was von mir in dieser wichtigen Position erwartet wird. Bei Dynamo Moskau war ich viele Jahre der Spielführer. Zuallererst möchte ich aber weiterhin sportlich überzeugen.“

Auch für Geschäftsführer Kaweh Niroomand ist Grankin die logische und richtige Wahl: „Sergey ist hier bei uns in Berlin angekommen und fühlt sich wohl. Mit Leistung ging er von Anfang an voran. Jetzt ist es für ihn an der Zeit, noch mehr Verantwortung zu tragen.“ Mit dem obligatorischen Strich unter der Trikotnummer besitzt der Zuspieler nun auch die Legitimation, während des Matches verstärkt Kontakt zum Schiedsrichter aufzunehmen. In der jüngeren Vergangenheit handelte sich der Russe im Eifer des Gefechts dafür schon die eine oder andere gelbe Karte ein.

Unterstützt wird Grankin in dieser neuen Funktion von seinem Zuspielkollegen Pierre Pujol. Der 36-jährige Franzose übernimmt das Amt des Vize-Kapitäns. Coach Enard erklärt diese Entscheidung wie folgt: „Pierre ist nicht minder qualifiziert und auf diese Weise steht immer eine Führungsfigur auf dem Spielfeld.“ Grankin freut sich, dass er von seinem Freund Pujol begleitet wird: „Ich verstehe mich ganz wunderbar mit Pierre. Gemeinsam werden wir das gut managen.“

Seinen ersten offiziellen Auftritt in neuer Rolle hat Grankin schon vor dem Pflichtspielauftakt am Sonntag in der Frankfurter Fraport Arena, wo der erste Titel der Saison vergeben wird.

Quelle: BR Volleys/Christoph Bernier

BBSC Berlin startet neu durch – Auswärtssieg in Borken

Skurios Volleys Borken – BBSC Berlin   0:3 ( -15, -13, -15)

Nach der klaren Heimniederlage gegen Köln konnte für den BBSC nur das Motto gelten, mit dem nächsten und damit dem samstäglichen Auswärtsspiel beim letztjährigen Tabellendritten Borken einen Neustart in die Saison zu versuchen, alles auf Null zu setzen und dabei die Fehler aus dem Saisoneröffnungsspiel zu vermeiden. Und wie das gelang! “Wir selbst haben gut aufgeschlagen und zudem im Blockspiel stark verbessert agiert im Vergleich zur Vorwoche. Von daher geht dieser glatte Sieg auch vollkommen in Ordnung“ zeigte sich Berlins Trainer Robert Hinz zufrieden nach der langen Tour an die Grenze zu den Niederlanden. Die Berlinerinnen überzeugten mit ihrer starken Annahme und Feldabwehr sowie einer guten Angriffsleistung, während die Gastgeberinnen Variabilität in ihren Angriffsabschlüssen vermissen ließen. Auf der Webseite der Skurios Volleys wird gerade die wie eine Gummiwand wirkende Berliner Feldabwehr in höchsten Tönen gelobt. Verdient ging die goldene MVP-Medaille (erneut) an die Berliner Libera Annika Kummer.

Damit ist der Re-Start bestens geglückt. Die Mannschaft trifft am kommenden Wochenende in Leverkusen auf die nächste Spitzenmannschaft für diese Saison. Hinz will die Punkte keinesfalls verschenken: „Sie sind im meinen Augen der klare Favorit im nächsten Spiel. Allerdings werden wir auch in dieser Trainingswoche den Gegner ausgiebig vorbereiten und hoffen etwas Zählbares für die Tabelle aus der Ostermann-Arena mitbringen zu können“

für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Stephanie Utz, Lea Katharina Turm, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC berlin

Der BBSC verliert sein Auftaktspiel

BBSC Berlin – DSHS Köln    0:3 (-15, -22, -17)

Der BBSC verliert sein Auftaktspiel in der Saison 2020/2021 gegen den Meisterschaftsanwärter aus Köln mit 0:3.

Nach der langen Volleyballpause in diesem Jahr konnte der BBSC seinen ersten 1. Ligaspieltag glücklicherweise mit Publikum absolvieren. Wobei das Wort glücklicherweise ein wenig fehlleitend ist, denn die Berechtigung zum Zuschauerbesuch hat sich der Verein mit aufwendig entworfenem und durchgesetztem Hygiene Konzept hart erarbeitet. 200 Gäste sahen einen – trotz des scheinbar eindeutigen Ergebnisses – lange Zeit spannenden Vergleich des Vorjahreszweiten gegen den Vorjahresdritten. Selten hat man ein in der Abwehr so umkämpftes Spiel auf beiden Seiten mit langen Ballwechseln ab Spielbeginn gesehen. Beide Teams kratzten in der Abwehr die Bälle vom Boden, praktizierten ein gutes Sicherungsspiel und hielten so den Ball lang im Feld. So manche artistische Abwehrleistung lies Szenenapplaus des Publikums für Stimmung sorgen. Im Angriff und dem Block hatten freilich die Gäste ihre Vorteile gegenüber den Berlinerinnen. Die Rheinländerinnen packten im Block sehr entschlossen und häufig an der richtigen Stelle zu, so dass die Angriffe der Gastgeberinnen mehr als ihnen lieb war hängen blieben und zu Punktverlusten führten. Im Angriff brillierte auf Kölner Seite Neuzugang Silke Schrieverhoff. Bestens vom Zuspiel mit schnellen Bällen gefüttert, versenkte die Ex-Münsteranerin, die bereits vormals einige Jahre in Köln gespielt hatte, immer wieder. Der Berliner Block bekam speziell gegen sie kaum einen Zugriff.

Kein Wunder, dass Berlins Trainer Robert Hinz sie zur MVP wählte. Für Berlin wurde Abwehrkatze Annika Kummer mit der Medaille geehrt.

Der BBSC enttäuschte überhaupt nicht, den Spielerinnen war der unbedingte Wille, das Ruder noch herum zu reißen, anzusehen. Doch Köln als Gegner ließ am Samstag nichts anbrennen und erspielte sich souverän den Sieg. Berlins zunächst etwas angesäuerter Trainer Hinz hatte bald schon die Vorbereitung der nächsten Trainingseinheiten in der Konzeption, geht es doch darum, die Fehler des Spiels abzustellen und für die nächsten Gegner eine angepasste Taktik zu finden. Dazu ist sehr bald Gelegenheit, denn die Mannschaft darf zunächst bei zwei weiteren Spitzenmannschaften, Borken und Leverkusen, auswärts antreten, ehe am Sonntag, den 4. Oktober 2020, um 15:00 Uhr ETV Hamburg mit einigen früheren Erstligaspielerinnen in der Hämmerlinghalle zu Gast sein wird.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Lea Katharina Thurm, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Laura Walsh

BBSC startet am 12. September in die Volleyball-Zweitligasaison und mit Zuschauern

Lang, sehr lang war die Zeit, in denen die Vereine ihren Fans keinen Spitzensport präsentieren konnten. Nun endlich geht es los, mit ausgeklügeltem Hygienekonzept für Spieler und Zuschauer darf der BBSC Berlin am 12. September 2020 schon um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle am S-Bahnhof Köpenick in die neue Saison starten. Lohn der Bemühungen aller Ehrenamtlichen um die aufwändige Spieltagsvorbereitung ist es, dass auch Zuschauer zum Besuch zugelassen sind.

Nach dem abrupten Ende der letzten erfolgreich absolvierten Spielzeit mit dem BBSC auf dem 2. Tabellenplatz der Liga und der langen Zeit ohne Mannschaftstraining sind alle heiß auf Wettkampf. Zu Gast ist die Mannschaft von Meisterschaftsanwärter DSHS Köln. Die Gäste aus dem Rheinland hatten sich 2017 und 2018 den Ligatitel gesichert und kamen in den letzten beiden Jahren als Dritte ins Ziel. Das Team um Kapitänin Viola Torliene blieb im Wesentlichen zusammen. Trainer Jimmy Czimek – früherer Co-Nationaltrainer und Leiter der A-Trainerausbildung beim Volleyballverband – hatte nur einige Abgänge zu ersetzen. Bekanntestes Gesicht unter den Neuzugängen ist die frühere Münsteranerin Silke Schrieverhoff. Sie hatte bereits vor einigen Jahren für Köln gespielt und war eine der besten Schnellangreiferinnen der Liga. Gute Voraussetzungen also, um auch in dieser Saison in den Kampf um die Tabellenspitze einzugreifen.

Auch beim BBSC gab es einige Veränderungen im Kader. Das Publikum darf sich auf neue Gesichter wie Paula Morgenroth (vormals VC Olympia), Laura Walsh (lange Zeit für Leverkusen) und Isabel Böttcher (aus Potsdam) freuen. Trainer Robert Hinz zeigt sich zufrieden mit den Trainingsleistungen des Teams: „Die Mädels haben sich in der Saisonvorbereitung richtig reingehangen, aber uns fehlen natürlich die sonst üblichen Vorbereitungsturniere. Coronabedingt waren Testspiele nur sehr begrenzt möglich. Da kann man als Trainer nur schwierig den Leistungsstand abschätzen. Auch wenn die Physis gut ist, bleiben gerade in der Sicherheit des Zusammenspiels unter Wettkampfbedingungen ein paar Unsicherheiten.“

Das BBSC-Team freut sich am Samstag, 29.08.2020 auf lautstarke Unterstützung von den Tribünen. Mit deren Hilfe will man alles daran setzen, einen guten Einstieg in die Saison zu finden. Das Team um Kapitänin Katharina Kummer will den Gästen wieder mit Konzentration und dem sprichwörtlichen Berliner Kampfgeist entgegentreten. Eintritt wie immer 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Der Doc der BR Volleys im Interview

„Wir können uns im Volleyball nicht in einer Blase bewegen“. Als Mannschaftsarzt hatte PD Dr. Oliver Miltner in diesem Sommer weitaus mehr für die BR Volleys zu tun als üblich. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Gründer von „DoctorBox“ war maßgeblich in die Erstellung des Hygienekonzepts involviert. Im Interview erklärt er die Herausforderungen, die es in diesem Zusammenhang zu bewältigen gab und geben wird.

Herr Miltner, wie wurde das Hygienekonzept für den Trainingsstart entwickelt?

Oliver Miltner: Wir haben uns natürlich an vorhandenen Konzepten, sei es aus dem Fußball, Handball oder Basketball, orientiert. Jeder hat seine Ansätze. Das Beste aus den verschiedenen Modellen haben wir auf uns und die Möglichkeiten im Volleyball adaptiert. Hinzukommen die notwendigen Auflagen der Volleyball Bundesliga, welche es ebenfalls zu beachten gilt. In einer Metropole wie Berlin, in der sich unsere Spieler letztlich immer noch frei bewegen werden, ist das logischerweise besonders herausfordernd. Wir können uns nicht isolieren und uns die gesamte Saison über in einer Blase bewegen, müssen aber den bestmöglichen Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz der Spieler gewährleisten. Entstanden ist nun ein Maßnahmenkatalog, der Athleten, Trainer, Betreuer und Management bestmöglich schützen und das Infektionsrisiko minimieren soll. Es geht um Abgrenzung zu anderen Gruppen im Sportkomplex, Desinfizierung, den Mund-Nase-Schutz etc.. Ich glaube, das ist uns gut gelungen. Wie gut, das werden die nächsten Wochen zeigen.

Am Freitag wurde das gesamte BR Volleys Team getestet, sodass am Montag alle ins Mannschaftstraining einstiegen können. Wie liefen die Tests genau ab?

Miltner: Alle Spieler und der Betreuerstab sowie die Geschäftsstelle fanden sich gruppenweise und zeitlich versetzt in der sportmedizinischen Abteilung der Berliner Charité ein. Dort wurde ein klassischer Nasen- Rachen-Abstrich durchgeführt und anschließend ausgewertet. Am Samstagabend kamen die Testergebnisse, welche glücklicherweise alle negativ waren. Somit kann das Training beginnen. Auf einen Antikörpertest haben wir zunächst verzichtet. Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei Herrn Prof. Dr. Bernd Wolfarth von der Charité bedanken, der uns sowohl bei der Durchführung der Tests als auch bei der Erstellung des Hygienekonzepts mit seiner Expertise zur Seite stand.

Werden im Saisonverlauf stetig Tests durchgeführt?

Miltner: Wir halten uns als Verein an die Vorgaben, die wir von der Liga und dem Land Berlin erhalten. Die Häufigkeit der Testungen ist nicht entscheidend. Keiner von uns hat den Umgang mit einer Pandemie gelernt, deshalb wird flexibles Reagieren wichtig sein. Wir müssen einfach bestmögliche Voraussetzungen schaffen, um unsere Spieler gesund zu halten. Sie müssen auch verinnerlichen, wie sie sich bei uns und abseits des Sports zu verhalten haben. Jedem muss bewusst sein, was eine Infektion für das Team bedeuten kann. Aber ich habe da Vertrauen in unsere Spieler. Sie sind alle erwachsen. Wir werden in regelmäßigen Abständen testen. Ich erachte z. B. Tests vor und nach Champions-League-Reisen als notwendig,  nsbesondere wenn wir in Risikoregionen reisen. Bei unserem Losglück der letzten Jahre werden wir bestimmt wieder nach Russland dürfen.

Noch einmal zurück zu den Antikörpertests. Warum wurden diese nicht ebenfalls direkt durchgeführt?

Miltner: Wir sehen sie aktuell, im ersten Schritt, nicht als zwingend notwendig an. Es ist nicht verpflichtend, aber vielleicht holen wir dies zu einem späteren Zeitpunkt nach. Die Möglichkeiten dazu haben wir jedenfalls. Ich habe zusammen mit einem Labor in München den BeTroBox COVID-19 Antikörpertest entwickelt. Es handelt sich um einen Trockenbluttest, den man sich über www.doctorbox.de bequem nach Hause schicken lassen kann.

Parallel stehen auch die beliebten Fitnesstest im OrthoTrain in der Friedrichstraße an. Dort gelangen die Spieler an ihre körperlichen Grenzen, oder?
Miltner: Nach vier Stunden Belastung für Schulter, Knie, Wirbelsäule usw. sollte das definitiv der Fall sein. Im Anschluss wird jeweils eine individuelle Analyse erstellt, welche dann die Grundlage für das Athletiktraining bildet. Dies fließt in die Arbeit von Timo Kirchenberger ein. Ist der körperliche Zustand nicht ideal, wird das Krafttraining vorrangig ins OrthoTrain verlagert, wo Frank Kretzschmar die Jungs ins Schwitzen bringt. Ihn kennen die wenigsten Fans, aber er ist ein wichtiger Teil des Teams und bei den Spielern sehr beliebt.

Gibt es Spieler, mit denen die Arbeit an ihren Körpern besonders Freude macht?
Miltner: Ich freue mich auf die Jungen sowie die Älteren gleichermaßen. Wir hatten nun schon Robin und Anton bei uns. Mit ihnen werden wir in die Tiefe gehen und jetzt die körperlichen Grundlagen für eine lange Karriere legen. Da ist noch viel Potenzial. Wenn ich heute z.B. einen Srecko Lisinac, einen Björn Höhne oder Ruben Schott sehe, weiß ich, wie wertvoll unsere Arbeit ist. Und das wissen auch die Spieler. Man bleibt mit vielen in Kontakt. Bezugnehmend auf die ältere Garde freue ich mich natürlich ebenso auf Pierre, Sergey oder den Brasilianer Éder. Sie halten ihren Körper schon über viele Jahre in Schuss, um auf Topniveau zu spielen. Mit ihnen ist es ein anderes Arbeiten, macht aber nicht weniger Spaß. Allein am Beispiel von Pierre sieht man, dass es sich auszahlt. Er kam 2017 mit körperlichen Beschwerden zu uns. Jetzt geht er in seine dritte Saison hier, weil er weiß, was er an uns und Berlin hat. Dafür mache ich diesen Job.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

BR Volleys stellen Lizenzantrag für Volleyball Bundesliga

Nach dem abrupten Saisonende und der Enttäuschung über den Ausgang der zurückliegenden Spielzeit haben sich die BR Volleys inzwischen gesammelt und ihre Planungen für eine Saison 20/21 vorangetrieben. Trotz der aufgrund der COVID-19-Pandemie widrigen Rahmenbedingungen hat der Hauptstadtclub heute fristgerecht seinen Lizenzantrag für die Volleyball Bundesliga gestellt und arbeitet auf einen regulären Saisonstart hin.

Noch kann niemand mit Gewissheit sagen, ob und wann die SCC-Volleyballer mit den anderen Bundesligisten zurück ans Netz dürfen. Werden Spiele vor Zuschauern möglich sein? Wie viele Mannschaften können in der VBL an den Start gehen? Bleibt es beim bisherigen Modus? Es gibt zahlreiche offene Fragen. Doch auch ohne diese Planungssicherheit bleiben die BR Volleys am Ball, wie Geschäftsführer Kaweh Niroomand bekräftigt: „Für uns ist klar, dass wir in dieser für alle Beteiligten schwierigen Situation nicht aufgeben und unser Projekt fortsetzen. Unsere Motivation ist ungebrochen!“

Daher hat der DVV-Pokalsieger in dieser Woche die umfangreichen Lizenzierungsunterlagen fristgerecht bei der Volleyball Bundesliga eingereicht. Diese hatte das Fristende vom 15. April auf den 15. Mai zurückgestellt, um den Vereinen die Möglichkeit zu geben, ihre wirtschaftliche und sportliche Lage während der COVID-19-Pandemie bestmöglich bewerten zu können.

Entgegen polnischer Medienberichte haben die Berliner keinen Lizenzantrag für die dortige PlusLiga gestellt. Kaweh Niroomand kann nur einen gemeinsamen Ideenaustausch mit den Verantwortlichen im Nachbarland bestätigen und erklärt dazu: „Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen, vor denen wir und der Volleyballsport stehen, gehen unsere strategischen Überlegungen in alle Richtungen. Jedoch haben wir uns ausschließlich in der Bundesliga offiziell um eine Lizenz beworben, denn wir hoffen natürlich, dass die VBL-Saison 2020/21 in der gewohnten Form beginnen und stattfinden kann.“

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Spiel mit zwei Siegern beim BBSC Berlin

BBSC Berlin – BSV Ostbevern 3:0 (18,19,24)

Am gestrigen Sonntag besiegten zeitlich parallel zum Spiel des 1. FC Union gegen Wolfsburg (und natürlich auf der gleichen Sportanlage) der Tabellenzweite BBSC Berlin die Mannschaft aus Ostbevern mit 3:0.

Nach dem samstäglichen sehr klaren 0:3-Ergebnis der Ostbeverner beim VC Olympia hatte manch einer aus dem Publikum schon die drei Punkte für die Gastgeberinnen vorgebucht, zumal die frühere Nationalspielerin Wiebke Silge mit Rückenproblemen nicht auflaufen konnte. BBSC-Trainer Robert Hinz genehmigte seinen Leistungsträgern Katharina Kummer, Juliane Stapel und Josephine Suhr zunächst eine Auszeit, auch um zu testen, wie sich auf diesen Positionen die anderen Spielerinnen durchsetzen konnten. Zum Anfang entwickelte sich ein Spiel, in dem die Berlinerinnen an ihre erfolgreichen Spiele der vergangenen Wochen anknüpfen konnten. Mitte des ersten Satzes fingen die Gäste an, ihren Rhythmus erstmals an diesem Berlin Wochenende zu finden und setzten ihrerseits die Berlinerinnen unter Druck. Da wird auch einiges an Unzufriedenheit mit der eigenen Leistung am Samstag und den beiden vergangenen Spieltagen in positive Energie umgesetzt worden sein. So holten sie den Ausgleich. Erst als Hinz K. Kummer und Stapel beim 17:16 auf das Feld schickte, waren die Verhältnisse sofort wieder gerade gerückt. Der zweite Satz (nach einem Rückwechsel) begann von Anfang an mit zwei gleichwertigen Teams auf dem Feld. Erneut musste Hinz bei 15:14 den Doppelwechsel bringen, um das 2:0 nicht zu gefährden. Der dritte Satz wurde lange Zeit zur beeindruckenden Vorstellung für die Gäste. Mit 6:1 führten diese nach wenigen Minuten gegen das BBSC-Team, obwohl Kummer und Suhr von Anfang an auf dem Feld standen. Nachdem sich die Berlinerinnen zum 8:8-Gleichstand herangepirscht hatten, spielten beide Teams bis zum Schluss auf Augenhöhe. Aber auch der dritte der Sätze ging mit dem letzten Punkt (wie die vorherigen) durch einen individuellen Ostbeverner Fehler an den BBSC. Beeindruckend war die Kampfkraft der Gäste, die zudem mit Recht jeden Punkt bejubelten und von den Rängen lautstark durch eine heimatliche Fanabordnung unterstützt wurden. Die Gäste präsentierten sich absolut nicht wie ein Abstiegsfavorit, sondern zeigten trotz der Niederlage erfrischenden Volleyball, mit dem sie zeitweise wesentlich mehr Energie auf das Feld brachten, als den Gastgeberinnen lieb war. Trotz der Niederlage konnten sie sich als Sieger im Kampf gegen die eigene Unsicherheit in den vergangenen Partien begreifen.

BBSC-Trainer Hinz war natürlich trotz des Sieges nicht hundertprozentig zufrieden: „Aber das Entscheidende ist, dass wir gesehen haben, an welchen Stellschrauben wir zukünftig arbeiten müssen, um unsere Leistungsträgerinnen gleichwertig ersetzen zu können. Andererseits: Wir konnten heute wieder sehen, auf welch engem Leistungsniveau die Vereine der Liga agieren. Die Teams trennen eben gerade keine Welten und mit einer kämpferischen Leistung kann schnell einmal der Favorit zu wackeln gebracht werden.“

Als MVP des Nachmittags wurden Sophia Eggenhaus (BSV) sowie Antonia Lutz (BBSC) gewählt.

Nach dem Auswärtsspiel des BBSC in Emlichheim folgt erst am 21.3.2020 um 19:00 Uhr das nächste Heimspiel in der Köpenicker Hämmerlinghalle, wenn Leverkusen zu Gast sein wird.

Für den BBSC am Sonntag im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Mercedes Zach

Quelle: Burkhard Kroll