BR Volleys mit starker Vorstellung

Der BR Volleys Zug rollt: Auch zum Auftakt in die Zwischenrunde der Volleyball Bundesliga konnten die Berliner an ihre zuletzt starken Leistungen anknüpfen und mit einem 3:0-Sieg (25:16, 26:24, 25:16) gegen die SWD powervolleys Düren ihren Spitzenplatz untermauern. Zum bereits dritten Mal in Folge wurde beim ungefährdeten Heimerfolg Anton Brehme MVP in der Max-Schmeling-Halle.

Während Düren personell geschwächt ins Match ging, konnte Heimtrainer Cedric Enard am Samstagabend wieder aus dem Vollen schöpfen. Mit Johannes Tille im Zuspiel, Saso Stalekar und Anton Brehme als Mittelbocker, Diagonalspieler Marek Sotola, den Außenangreifern Ruben Schott und Timothée Carle sowie Libero Satoshi Tsuiki gaben die BR Volleys in diesem Spiel zügig den Ton an. In Aufschlag, Angriff und Block konnte sich Brehme direkt auszeichnen und den 3.941 Zuschauern das ein oder andere Highlight präsentieren (8:5, 14:9). Hinzukam eine sichere Annahme um Tsuiki, die Tille alle Möglichkeiten gab. Die Männer in Orange waren die bessere Aufschlagmannschaft (Ass von Sotola zum 18:11) und gestalteten den Durchgang überlegen. Ein Dürener Aufschlagfehler brachte den Hauptstädtern den ersten Satzgewinn ein (25:16).

Mit Erik Röhrs kam schon zum Ende von Satz eins Schwung ins Dürener Spiel und das setzte sich im Folgedurchgang fort. Obwohl Sotola gleich zwei Asse in Serie für die Heimfans bereithielt (8:6), waren die Rheinländer nun in der Partie angekommen (12:13). Diesmal schaukelte sich das Geschehen bis in eine spannende Crunchtime hoch (20:20), in der der Tabellenvierte zunächst zwei Satzbälle abwehren konnte (24:24), Sotola aber schließlich doch die Blockfinger zum vorentscheidenden nächsten Satzgewinn fand (26:24).

Anschließend war die Luft bei den Powervolleys etwas raus. Mit Tille am Service zog der Deutsche Meister direkt auf 5:0 davon und baute die Führung auch in der Folge kontinuierlich aus (7:1, 14:6). In allen Statistiken – Block (9 – 6), Asse (7 – 4), Annahmequote (54 % – 34 %) und Angriffseffizienz (48 % – 33 %) – waren die BR Volleys dem Gegner an diesem Abend überlegen. Im dritten Heimspiel in Folge schwang sich Anton Brehme zum MVP auf und verwandelte auch den Matchball (25:16). Sein Zuspieler hätte die Ehrung ebenso verdient, denn Tille sorgte mit gelungener Passverteilung dafür, dass gleich vier Spieler in nur drei Sätzen zweistellig punkteten. Durch den Sieg behaupten die Berliner ihre Spitzenposition in der Volleyball Bundesliga und konnten mit Blick auf das DVV-Pokalfinale am 26. Feb in Mannheim zumindest eine kleine Duftmarke setzen.

Stimmen zum Spiel
MVP Anton Brehme: „Wir konnten uns für die gute Trainingswoche belohnen. Alle Elemente des Spiels waren auf einem guten Niveau. Düren hatte heute vielleicht nicht alle Möglichkeiten, um voll dagegenzuhalten. Das wird beim Pokalfinale sicher wieder anders aussehen. Ich bin glücklich, heute MVP zu sein, auch wenn es andere genauso verdient hätten. Wir müssen jetzt als Mannschaft einfach so konzentriert weiterarbeiten.“

Marek Sotola: „Wir haben heute wieder vieles richtig gemacht und sind als Einheit aufgetreten. Unser guter Aufschlag macht sich aktuell in jedem Spiel bezahlt und uns alles andere einfacher. Der Druck hat gestimmt und Düren hatte damit einen schweren Stand in unserer Arena. Persönlich läuft es bei mir auch. Ich bin sehr glücklich, wie viel Vertrauen ich von den Teamkollegen und speziell unseren beiden Zuspielern bekomme.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Saso Stalekar (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Antti Ronkainen, Matheus Krauchuk, Cody Kessel

Quelle: Christof Bernier

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC hat sich beim Tabellendritten teuer verkauft

TSV Bayer Leverkusen: BBSC Berlin 3:1 (14, 20, -20, 22)

Die Damen des BBSC Berlin nutzten ihre Auswärtsfahrt zum Tabellendritten, um diesen trotz reduziertem Kader zumindest in drei Sätzen gehörig zu ärgern. Aber für einen Sieg reichte es leider nicht.

Die Rheinländerinnen setzten die Gäste von Beginn an mit ihren Aufschlägen und kraftvollen Angriffsaktionen ordentlich unter Druck. Der BBSC – wegen Krankheit und beruflichen Verpflichtungen nur mit neun Athletinnen angereist – benötigte nach der 580km-Fahrt am Sonntagmorgen einige Zeit, um in das Spiel zu kommen. Mit Beginn des zweiten Satzes war man hellwach und hielt lange Zeit mit. Erst zum Satzende konnte sich Leverkusen deutlich absetzen. Der dritte Satz ging sogar zugunsten der Berlinerinnen aus, die dem Spiel in dieser Phase durchaus den Stempel aufdrückten. Auch im vierten Satz dominierten zunächst die Gäste. Über 14:9 bis zu 19:16 führten die Berlinerinnen und hielten sich die Chance auf einen Tiebreak offen, dann erhöhte Leverkusen erneut den Aufschlagsdruck, die Berliner Abwehr wackelte und der BBSC musste Satz und Match leider abgeben.

Trainer Tietböhl war trotzdem nicht unzufrieden: „Mit unserem Miniaufgebot haben wir ab dem zweiten Satz ordentlich gegengehalten und dem Favoriten mit einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung einen Satz abgetrotzt. Nun heißt es ordentlich trainieren, und das hoffentlich mit besserer Mannschaftsstärke als in der letzten Woche, um auch wieder spielnahe Situationen auf dem Feld üben zu können. Am nächsten Samstag trifft der BBSC um 19 Uhr auf Allbau Essen“.

Zur Berliner MVP wählte der Leverkusener Trainer Außenangreiferin Annalena Grätz.

Für den BBSC im Einsatz: Natalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

BR Volleys fahren nach Mannheim!

Durch das Tollhaus ins Endspiel: Die BR Volleys stehen zum insgesamt elften Mal im großen DVV-Pokalfinale. Vor 2.725 Zuschauern in der ausverkauften Volksbank-Arena Hildesheim mussten die Berliner nach verlorenem Auftaktsatz eine Energieleistung aufs Parkett bringen, um sich die Chance auf den sechsten Pokalsieg zu erspielen. Angeführt von Topscorer Marek Sotola (30 Punkte) konnten sich die Hauptstädter letztlich mit 3:1 (21:25, 25:20, 25:21, 25:15) bei den Helios Grizzlys Giesen durchsetzen und treffen nun in der Neuauflage des Finals von 2020 am 26. Februar 2023 auf die SWD powervolleys Düren.

Für dieses wichtige und letzte Spiel des Jahres setzte Cedric Enard auf der Libero-Position wieder auf Satoshi Tsuiki und wechselte nach der 2:3-Bundesliga-Niederlage in Friedrichshafen auch im Mittelblock. Nehemiah Mote und Anton Brehme erhielten den Vorzug. Zu diesem Halbfinale war auch die Video-Challenge im Einsatz und die schlug zuerst zweimal zugunsten der Berliner aus. Dennoch waren es die Grizzlys, denen dank der Blocks der Nationalspieler Günthör und Baxpöhler die Anfangsphase gehörte (6:8). Nach zwei weiteren Breaks des Heimteams griff Enard zur Auszeit (11:14) und die Hauptstädter schafften mit Kapitän Ruben Schott am Service zunächst den Ausgleich (18:18). In Person von Colito und seinem druckvollen Aufschlag folgte dann aber die Entscheidung in Satz eins (18:23). Nach Marek Sotolas Angriff ins Aus jubelte das Hildesheimer Tollhaus (21:25).

Timothée Carle, der im Auftaktdurchgang nicht gut im Spiel war, meldete sich mit drei Assen in Folge in Satz zwei zurück (9:5). Von diesem Vorsprung konnten die Berliner zehren und ihre Block-Abwehr wurde stärker und stärker (17:13). Als Carle das nächste Mal zum Service durfte, servierte der Franzose ein weiteres Ass und nach einer Stunde stand es verdient 1:1 nach Sätzen (25:20). Noch fehlte die Leichtigkeit, aber immerhin war Sotola im Angriff absolut verlässlich (6:5). Der Tscheche punktete ebenfalls mit dem Service (13:9) und auch die Annahme der BR Volleys hatte sich stabilisiert. Dazu waren die Männer in den schwarzen Auswärtstrikots nun auch im Aufschlag überlegen (17:13, 24:19). Carle belohnte sich und sein Team für die Leistungssteigerung mit der 2:1-Satzführung (25:21). Damit hatten die Berliner den Grizzlys die Zähne gezogen. Sotola tat es Carle gleich und servierte im vierten Satz drei Asse in Folge (8:4).  Die Lösungen im Angriff stimmten auch in schwierigen Situationen und so ließ man Giesen nicht mehr an einer Rückkehr ins Match schnuppern (15:10, 20:13). Mit dem insgesamt 14. Ass beendete Antti Ronkainen das Spiel standesgemäß und machte den elften Finaleinzug der BR Volleys perfekt (25:15).

Im Parallelspiel setzten sich zuvor die SWD powervolleys Düren gegen den VfB Friedrichshafen mit 3:0 (25:19, 25:22, 25:22) durch. Damit ist der Titelverteidiger aus dem Wettbewerb ausgeschieden und wie schon bei ihrer letzten Finalteilnahme 2020 treffen die BR Volleys auf die Rheinländer. Es ist alles angerichtet für ein Volleyball-Spektakel der Extraklasse, bei dem neben dem Finale der Männer auch der SC Potsdam und der SSC Palmberg Schwerin bei den Frauen aufeinandertreffen. Die BR Volleys hoffen auf eine große Fanunterstützung und wollen schon in Kürze Infos zu Tickets und Fanreise nach Mannheim bekanntgeben.

Stimmen zum Spiel
Ruben Schott: „Wir sind einfach glücklich, dass wir es in diesem Jahr wieder gepackt haben. Wir waren im Pokal schon so oft verflucht und deshalb ist dieser Finaleinzug etwas Besonderes. Der knappe Sieg zuhause gegen Lüneburg im Viertelfinale hat uns auch für dieses Spiel das Selbstvertrauen gegeben. Wir haben nach dem Satzrückstand nicht an uns gezweifelt, weil uns vorher bewusst war, dass es hier nicht einfach werden würde. Darauf waren wir eingestellt. Umso mehr freuen wir uns über das Ticket für Mannheim!“  

Cedric Enard: „Das war ein wirklich schwieriges und zugleich würdiges Pokalhalbfinale vor dieser Kulisse. Ich kann sagen: Wir haben es geliebt, hier heute spielen zu dürfen. Giesen hat nach dem Bounce House Cup das nächste Topevent auf die Beine gestellt. Sie waren davon euphorisiert und haben klasse begonnen. Aber meine Mannschaft konnte sich wehren und hat sich so das Endspiel auf der ganz großen Bühne absolut verdient.“

Johannes Tille: „Ich war zweimal so knapp davor und freue mich jetzt einfach unheimlich, dass wir es jetzt geschafft haben. Dieser erste verlorene Satz hat genau die Wut entfacht, die wir gebraucht haben. Unser hervorragender Aufschlag war dann der Schlüssel. Mannheim wird großartig und wir hoffen, dass ganz viele Fans mit uns die Reise antreten.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Nehemiah Mote (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Antti Ronkainen, Cody Kessel, Arash Dosanjh

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Pressefoto Credit: Justus Stegemann

Gute Abwehr reicht für den BBSC nicht aus

DSHS Snowtrex Köln – BBSC Berlin 3:0 (18, 20, 10)

Ein unerquickliches Ende eines Sonntagausflugs nach Köln musste der BBSC beim Ligavergleich mit dem Verein der Deutschen Sporthochschule, beim FC Junkersdorf 1946 konstatieren. Das Team des früheren Co-Trainers der Nationalmannschaft Jimmy Czimek dominierte vor allem in den Angriffsleistungen gegen die Berlinerinnen.

Die Gastmannschaft musste auch heute auf kranke und verletzte Athletinnen verzichten: Sowohl Kapitänin Katharina Kummer wie auch Marie Dreblow, Antonia Lutz und Leona Klamke standen nicht zur Verfügung. Die beiden Teams lieferten sich in der Abwehrarbeit einen heißen Kampf und brachten das Publikum in der Kölner Hochschulsporthalle so manches Mal zum Raunen („Großartige Abwehr, fast schon artistisch, und dann noch den Ball super kontrolliert!“). Doch waren die Kölner meist diejenigen, die ihre Angriffe nach den langen Ballwechseln auch erfolgreich zum Abschluss brachten. So sehr sich der BBSC auch streckte und kämpfte – immer wieder wurden die eigenen Angriffsbälle pariert und irgendwann im Gegenzug vom Gegner vollstreckt. So holte sich Köln verdient den Sieg, während die Berlinerinnen ohne Punkte auf die lange Heimreise mussten.

Berlins Trainer Jens Tietböhl war natürlich nicht zufrieden nach dem Punktverlust, bewertete aber das Ergebnis der jetzt abgeschlossenen 1. Halbserie sehr positiv. Immerhin steht die Mannschaft aktuell auf dem 3. Tabellenplatz. „Für die 2. Halbserie wünsche ich mir Stabilität in allen Elementen und variablere und mehr angepasste Angriffe. Wir wollen endlich in die Situation kommen, in unseren Angriffen die Bälle mehr auf den Boden zu zwingen.“

Die MVP Medaille für die Gastmannschaft ging an Libera Annika Kummer, die bereits ihre 5. Medaille in der Saison einsammelte.

Für den BBSC im Einsatz: Isabel Böttcher, Natalie Sabrowske, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Angelina Meyer, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Zwei Punkte zum zweiten Advent

BBSC Berlin – SC Union Emlichheim  3:2 (23, 23, -14, -21, 18)

Schweres hatten die Damen des BBSC in der 2. Volleyball Bundesliga Nord im Gepäck, als sie am gestrigen Sonntag im heimischen Köpenick den SC Union Emlichheim empfingen. In der Vorwoche hatten die Berlinerinnen um Trainer Jens Tietböhl in Stralsund nicht glänzen können, teilweise desolate Leistung gezeigt. Zu Hause sollten nun wieder Punkte her. Punkten wollte der BBSC beim eigenen Publikum und natürlich auch für die Tabelle.

Die ersten zwei Sätze des Spieles dominierten die Berlinerinnen als aktuelle Tabellendritte dann auch. Am Ende beider Sätze stand mit 25:23 ein knappes Ergebnis, die gezeigten Leistungen auf dem Feld konnten aber überzeugen und nichts deutete ernsthaft darauf hin, dass die Gäste aus Emlichheim um Kapitänin Lona Volkers hier nochmal ernsthaft ins Spiel kommen könnten. Genau das taten diese aber dann eben genauso überzeugend. Das Köpenicker Publikum musste sich – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – die Augen reiben und miterleben, wie die heimische Mannschaft den dritten Satz mit 14:25 hergab. Aufschlagfehler, Abstimmungsschwierigkeiten und immer wieder Probleme im Abschluss sorgten also dafür, dass der Nachmittag länger und die Gäste selbstbewusster wurden.

Nach dem aus Berliner Sicht unnötigen dritten Satz witterten die mitgereisten Emlichheimer Fans Morgenluft und durften langsam wieder glauben, dass eventuell eben doch ihr Team hier heute zumindest zwei Punkte für die Tabelle mit nach Hause nehmen würde. Denn auch den vierten Satz entschieden die Gäste für sich (21:25) und konnten den BBSC damit in den ungeliebten Tiebreak zwingen. Beide Mannschaften lieferten sich einen spannenden Entscheidungssatz und wer bis dato sicher war, dass beim Volleyball im Tiebreak bei 15 Punkten Schluss sei, sah sich belehrt. Wehrten sich die Gäste ab 14:13 gegen zwei Matchbälle, überließen sie diese Rolle bei 15:16 dann der Heimmannschaft. Und da hielt es eben keinen in der Halle mehr auf seinem Sitzplatz. Erst bei 20:18 konnten die Berliner Mädels um Kapitänin Katharina Kummer endlich befreit jubeln. Platt waren sie. Aber glücklich. Über ein begeisterndes, spannendes Spiel mit dem glücklicheren Ende für sie und über zwei Punkte für die Tabelle, die dafür sorgten, dass der BBSC seinen dritten Platz in der 2. Bundesliga verteidigen konnte.

Berlins Trainer Jens Tietböhl zollte seiner Mannschaft ein Kompliment: „Das Spiel hat unserer Mannschaft kämpferisch und emotional alles abverlangt, und dem Team ist es gut gelungen, sich nach den verlorenen Sätzen wieder in das Spiel zu beamen – und das gegen eine wirklich gute Emlichheimer Mannschaft.“

Als MVP des Spieles wurden Malin Arens auf Seiten Emlichheims und Annika Kummer auf der Siegerseite ausgezeichnet.

Für den BBSC im Einsatz: Isabel Böttcher, Natalie Sabrowske, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Angelina Meyer, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche

Burkhard Kroll

BBSC ohne Chance gegen Aufstiegsaspirant

Stralsunder Wildcats – BBSC Berlin         3:0 (10, 18, 21)

Mit einer klaren Niederlage im Gepäck kehrte der BBSC Berlin vom Samstagausflug an den Strelasund zurück.

Berlins Ex-Trainer und jetziger Stralsunder Trainer Robert Hinz kannte den gestrigen Gegner sehr genau – die Bewegungs- und Schlagabläufe waren ihm nach 3 Jahren Trainertätigkeit für den BBSC bestens bekannt. Zusammen mit aktuellem Scouting waren für die Wildcats die besten Voraussetzungen gesetzt, sich gegen die Gäste durchzusetzen. Von der 1. Minute an diktierten die Stralsunder das Spiel und setzten wie erwartet über die mehr als 300fache Nationalspielerin Kathleen Weiß die Akzente im Zuspiel, während die Kanadierin Erin Corbett im Zusammenspiel mit Madleen Piest und der wie immer kraftvollen und zugleich technisch versierten Anne Krohn mit viel Übersicht dem BBSC die Punkte auf das Parkett hämmerte.

Der BBSC – angetreten mit nur einer etatmäßigen Mittelblockerin – setzte seine gute Abwehr und Annahme dagegen, auch das Aufschlagspiel war stabil. „Aber unsere Angriffsleistung ist derzeit nicht gut genug, um vorne mitmischen zu können. Wir brauchen viel zu viele Versuche, um den Ball auf den Boden zu bringen“ analysierte Berlins Trainer Jens Tietböhl. „Am nächsten Sonntag um 15:00 Uhr in der Hämmerlinghalle gegen Emlichheim werden uns voraussichtlich wieder mehr personelle Alternativen zur Verfügung stehen.“

Zur Berliner MVP wählte der Stralsunder Trainer Libera Annika Kummer.

Für den BBSC im Einsatz: Isabel Böttcher, Natalie Sabrowske, Angelina Meyer, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche, Stephanie Utz

Burkhard Kroll

BBSC mit Arbeitssieg und Fragezeichen

BBSC Berlin – Eimsbütteler TV Hamburg 3:2 (22, -20, 14, -15, 17)

Laut wurde es in der Köpenicker Ballsporthalle. Den Auswärtssieg hatten die Gäste vom ETV Hamburg fast in der Tasche, doch der BBSC erkämpfte sich am Ende zwei wichtige Punkte zu Hause und die Begeisterung der Anhängerschaft.

Am Samstag, den 19.11.2022, standen sich in Berlin der BBSC und ETV Hamburg in der 2. Volleyball Bundesliga gegenüber. Nach einem zuletzt enttäuschenden Auftritt der BBSC-Damen in Schwerin konnten sich die Gäste einige Hoffnung auf einen erneuten Ausrutscher machen, aber auch das heimische Team um Trainer Jens Tietböhl wollte sich sicher nicht die Blöße geben und wieder in der Erfolgsspur sein Publikum begeistern.

Beinahe überzeugend und doch immer wieder mit Schwächephasen sicherte sich der BBSC den ersten Satz mit 25:22, um den zweiten dann mit ebenjenem Punktestand an die Gäste abzugeben. Beide Teams mit hoher Eigenfehlerquote sorgten bei heimischen wie mitgereisten Hamburger Fans für ein Wechselbad der Gefühle. Und die Geschichte ist bis auf das Ende dann eben auch schnell erzählt. Die Charakteristik des Spieles änderte sich in den folgenden Sätzen nicht. Der BBSC überzeugt in Satz drei mit einem 25:14 und gibt den vierten mit 15:25 wieder ab.

Begeisterung jedenfalls war es, die die Halle beim spannenden Krimi zum Ende des fünften Satzes beben ließ. Der BBSC – scheinbar schon auf der Siegerstraße – wollte es spannend machen. Sogar zwei Matchbälle der Gäste aus Hamburg mussten abgewehrt werden, bevor der Entscheidungssatz mit 19:17 dann doch an die Berlinerinnen ging.

Berlins Trainer Jens Tietböhl freute sich über den Sieg ob der positiven Auswirkungen auf die Moral, war aber wegen der abschnittsweise vielen Eigenfehler bedrückt: „In einem Abschnitt grandios gefighted und auch gut gespielt, danach völlig den Spielrhythmus verloren. Da fehlte uns die Abgeklärtheit und Konstanz, die wir Anfang der Saison präsentiert haben. Also müssen wir in Gesprächen herausarbeiten, was die Mannschaft aktuell hemmt und das Selbstbewusstsein der Spielerinnen stärken.“

Als MVP des Spieles wurden Svea Frobel auf Seiten Hamburgs und die Berlinerin Josepha Bock ausgezeichnet.

Für den BBSC im Einsatz: Isabel Böttcher, Natalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Angelina Meyer, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche

Burkhard Kroll

Allen Widerständen zum Trotz

Entgegen schwierigen Vorzeichen gewannen die BR Volleys am Samstagabend den Klassiker bei den SWD powervolleys Düren und bleiben damit in der Volleyball Bundesliga unbesiegt. Mit 3:1 (25:10, 18:25, 25:20, 26:24) setzten sich die Berliner ohne ihren Cheftrainer Cedric Enard – und damit unter der Leitung von Lucio Oro – im Rheinland durch. Insbesondere dank der starken Leistung des Bounce House MVP Ruben Schott grüßt der Deutsche Meister daher weiter mit der maximalen Punkteausbeute (21) von der Tabellenspitze. Am Donnerstag (24. Nov., um 19.30 Uhr) wartet nun das wichtige Pokal-Heimspiel gegen die SVG Lüneburg.

Ohne Cedric Enard an der Seitenlinie mussten die BR Volleys in der Arena Kreis Düren antreten. Der Headcoach wurde, wie auch Libero Adam Kowalski, kurzfristig positiv auf COVID19 getestet und auf der Auswärtsreise umgehend isoliert. Somit traten alle elf negativ getesteten Berliner dem Corona-Protokoll der VBL folgend in Düren an. Mit Angel Trinidad fehlte ebenso der Kapitän im Kader der Hauptstädter (Mittelhandfraktur) und auch angesichts dieser personellen Rückschläge waren nicht nur die mitgereisten Fans gespannt: Wie würde das BR Volleys Team die erste Saisonniederlage unter der Woche in der Champions League verarbeiten? Diese Frage stand über dem Duell Erster gegen Zweiter vor 2.000 Zuschauern und die Reaktion der Berliner fiel durchaus eindrucksvoll aus. Im ersten Satz legten die Männer in Orange los wie die Feuerwehr. Düren kam nicht in Tritt und nach einer Aufschlagserie von Anton Brehme führte der Spitzenreiter schnell deutlich (9:3). Das eigene Spiel war im Fluss und die nächste lange Serie von Ruben Schott sorgte für ganz klare Verhältnisse (20:8). Zwei Blocks von Johannes Tille und Timothée Carle beschlossen den einseitigen Auftaktsatz, in dem die Powervolleys kaum Zugriff bekamen (25:10).

Düren hoffte mit Burggräf im Zuspiel auf einen Neuanfang im zweiten Satz und den gab es auch. Das Pendel schlug nun in ähnlicher Form in genau die andere Richtung aus. Ernastowicz legte eine starke Serie – inklusive drei Assen – hin und die BR Volleys verloren ihre Stabilität (5:13). Lucio Oro zog den Cody Kessel-Joker und die Hauptstädter konnten sich wieder etwas heranarbeiten (14:18). Zwei direkte Punkte von Burggräf und seine anschließende Jubel-Ehrenrunde sorgten aber für Ernüchterung bei den Berlinern (15:21) und den verdienten Satzausgleich (18:25).

Nach diesen Leistungsschwankungen auf beiden Seiten wurde Durchgang drei zur Schlüsselphase für den Ausgang des Matches. Jetzt hatte sich das Niveau der Teams angeglichen und Oro schickte mit Carle wieder einen wichtigen Punktesammler zurück auf die Platte (8:7, 16:14). Zwei Breaks per Ass von Schott und Block von Sotola brachten den BR Volleys den Vorteil (19:15). Antti Ronkainen sorgte in bekannter Manier für weiteren Druck im Aufschlag und so war dieser wichtige Satz zugunsten des Tabellenführers entschieden (22:16, 25:20).

Johannes Tille brachte, wann immer möglich, konsequent Brehme ins Spiel und so hatten auch seine weiteren Angreifer mehr Freiraum im Angriff (8:8). Es ging eng zu, obwohl Ronkainen erneut für wichtige Breaks sorgte (14:13). Die Berliner hatten auch Glück bei Schiedsrichterentscheidungen, wehrten einen Satzball ab (23:24) und profitierten dann von Ernastowicz Fehler im Sideout. Den ersten Matchball verwandelte Marek Sotola, der mit 20 Punkten Topscorer seiner Mannschaft wurde (26:24). Zum MVP wurde an diesem Abend aber Kapitän Ruben Schott gekürt. Der Nationalspieler führte sein Team durch schwierige Phasen und steuerte insgesamt drei Asse zum hart erarbeiteten Auswärtssieg bei.

Stimmen zum Spiel
Lucio Oro: „Wir haben wirklich klasse begonnen und das trotz der Sorgen im Vorfeld. Ich habe auch nach dem zweiten Satz jederzeit an die Mannschaft geglaubt. Es war ab Satz drei ein typisches Punkt-für-Punkt-Match ohne längere Serien. Am Ende haben wir auf unsere Stärken vertraut und uns durchgesetzt. Hier diese drei Punkte mitzunehmen, war alles andere als einfach und macht uns sehr glücklich.“

Ruben Schott: „Es war heute keine einfache Situation für uns. Wir haben Düren mit dem starken Beginn etwas aus der Fassung gebracht. Dass sie zurückkommen würden, war aber eigentlich klar. Sie haben in Satz zwei dann gut abgewehrt und wir sind im Angriff nicht mehr so durchgekommen. Das war insgesamt eine anstrengende Woche für uns, weil wir durchgängig unterwegs waren. Jetzt sind alle ziemlich platt. Wir freuen uns, mit diesem wichtigen Sieg endlich wieder nach Hause fahren zu dürfen, wo wir am Donnerstag Lüneburg im Pokal schlagen wollen.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Nehemiah Mote (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Antti Ronkainen, Krauchuk

Topwerte
Sotola 20 Punkte | Carle 14 Punkte | Schott 12 Punkte, 3 Asse | Mote 3 Blocks

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Pressefoto Credit: Florian Zons

BR Volleys starten unter veränderten Vorzeichen in die Saison

Dass Volleyball spektakulär sein kann, beweisen die BR Volleys seit vielen Jahren. In der letzten Saison gelang ihnen jedoch etwas Besonderes. Beim entscheidenden fünften Spiel der Finalserie gegen Friedrichshafen Ende April 2022 kamen 8500 Besucher in der Max-Schmeling-Halle – ein „Weltrekord“. In keiner anderen Liga weltweit waren mehr Zuschauer bei einem Volleyballspiel zugegen.

Das ist nur ein kleiner Teil der BR Volleys-Erfolgsgeschichte. Von den zehn letzten Meisterschaften (2020 wurde kein Titel vergeben) gewann der Hauptstadtklub neun. Daran wollen sie auch in der neuen Saison (erstes Heimspiel am 16.10. gegen Friedrichshafen) anknüpfen. „Es wäre nicht zu erklären, wenn wir jetzt sagen würden, unser Ziel sei Platz vier oder das Erreichen der Finalserie“, sagte Volleys-Geschäftsführer Kaweeh Niroomand auf der Pressekonferenz zum Saisonstart.

Trotzdem sehen sich die Volleys diesmal in einer veränderten Situation. Prägende Spieler haben den Verein verlassen. Sergej Grankin ging zurück nach Russland, Benjamin Patch nimmt sich eine Auszeit vom Volleyball, Samuel Tuia beendete seine Karriere. Andre Spieler verdienen ihr Geld künftig in finanzstärkeren Ligen, wie der polnischen zum Beispiel.

Das Gesicht der Mannschaft hat sich deshalb sichtbar verändert, sechs Neue gehören zum 13 Spieler umfassenden Kader. Der 2,14 m große Slowenen Saso Stalekar wurde als neuer Mittelblocker verpflichtet. Mit dem Spanier Angel Trinidad und dem deutschen Nationalspieler Johannes Tille muss Trainer Cendric Enard zwei neue Zuspieler integrieren. Schließlich soll der Finne Antti Ronkainen für Power im Außenangriff sorgen. „Dieser große Umbruch war so nicht geplant“, meint Niroomand. „Jetzt müssen wir mit dieser Situation umgehen.“

Von der spielerischen Substanz her, betonen die Verantwortlichen, ist der Kader, in den nach einjähriger Verletzungspause auch Aton Brehme zurückkehrt, den Meisterteams der letzten Jahre ebenbürtig. Was sich neue herausbilden muss, ist „eine Hierarchie, eine Hackordnung“ findet Niroomand. Das werde entscheidend sein in Meisterschaft und Pokalwettbewerb und auch in der Champions League, in der der Deutsche Meister natürlich auch mitmischen will. „Große Spiele verlangen große Spieler“, formuliert der Geschäftsführer das Motto. Wie schnell es gelingt, zur spielerischen Klasse auch die mentale Stabilität zu erreichen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Wirtschaftlich steht der führende Berliner Volleyball-Verein auf sicherem Fundament, (Etat zwischen 2,5 bis 2,8 Mio. Euro) trotz der Einbußen durch die Corona-Pandemie und der neuen Belastungen durch die Energiekrise, deren Kosten Niroomand durchaus im sechsstelligen Bereich erwartet.

Der BR-Volleys-Kader für die Saison 2021/22: Adam Kowalski, Satoshi Tsuiki, Antti Ronkainen, Nehemiah Mote, Johannes Tille, Anton Brehme, Timothee Carle, Angel Trinidad, Cody Kessel, Saso Stalekar, Ruben Schott, Marek Sotola, Matheus Krauchuk

Herbert Schalling

© 2022 Pressefoto Credit: Andreas Gora

BBSC Berlin holt ersten Saisonsieg in Ostbevern

BSV Ostbevern – BBSC Berlin     1:3 (19, 19, -23, 16)

Nach einem schwer erkämpften Sieg in Ostbevern beim gestrigen zweiten Punktspiel der Saison kehrten die Berlinerinnen mit 3 Punkten in der Tasche in die Hauptstadt zurück.

Der Aufsteiger forderte die Mannschaft aus Köpenick wie erwartet in hohem Maße und mit einsatzstarkem Spiel. „Wir haben voll mitgehalten, uns aber immer noch ein wenig schwergetan, wenn es darum ging, die Angriffe auch erfolgreich abzuschließen“ resümierte Jens Tietböhl, der Berliner Trainer.

Die MVP Medaille ging an Natalie Sabrowske, die sich in ihrer ersten Zweitligasaison richtig gut auf der Diagonalen macht und ohne Zweifel eine Verstärkung für das Team darstellt.

Nächstes Wochenende geht es in der Liga bereits weiter. Vizemeister Leverkusen schlägt am Samstag, 1. Oktober, um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle gegen den BBSC auf.

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC