BBSC – perfekter Saisonstart

Der BBSC startete perfekt in die Saison 2021/22: Nach dem Auswärtssieg am vergangenen Wochenende gegen Oythe folgte am Samstag bei der Heimspielpremiere erstmalig vor Zuschauern nach fast einem Jahr der 3:0-Erfolg gegen Blau-Weiß Dingden.

Dingden kam im 1. Satz etwas verspätet in den für die Mannschaft typischen Rhythmus – der BBSC konnte bis zum 23:18 souverän agieren und fleißig Punkte sammeln. Erst zum Satzende starteten die Gäste die Aufholjagd, aber der BBSC holte sich noch knapp den Satz mit 25:23.

Ab dem Ende des 1. Satzes entwickelte sich ein für Zweitligaverhältnisse wirklich ansprechendes Spiel beider Seiten mit vielen langen Ballwechseln, die das Publikum begeisterten. Beide Teams haben zum am 2. Spieltag eine Feldabwehrarbeit präsentiert, die durchaus Fundament für die weitere Saison sein kann. Immer wieder wurden aufmerksam die Angriffe der gegnerischen Seite noch vom Boden gekratzt oder in der Luft entschärft. So macht Volleyball Spaß – das war das einhellige Stimmungsbild unter den Zuschauern. Dabei zeigten sich die Berlinerinnen in ihrem Spiel mannschaftlich ausgesprochen geschlossen und letztendlich in den Angriffen und Aufschlägen einen Tick genauer und abgezockter. Auch die Neuzugänge Katharina Haferkamp und Anna Leweling fielen mit der einen oder anderen unorthodoxen Aktion und einem feinen Händchen bei Angriffsschlägen positiv auf. So gingen auch die Sätze 2 und 3 an die Berlinerinnen, obwohl sich die Gäste nie aufgaben und durchgängig gut gegenhielten.

Berlins Trainer Ole Schröter freute sich über den gelungenen Saisonstart und lobte sein Team „vor allem für die durchgängig gezeigte Konzentration und mannschaftschaftliche Geschlossenheit“. Kapitänin Katharina Kummer ergänzte, dass der Beifall des Publikums, überhaupt die Interaktion mit der Stimmung auf den Rängen auch dazu beigetragen habe, dass die Mannschaft ein gutes Spiel gezeigt habe. „Da spürte man, wie stark die schrittweise Aufhebung der Corona-Maßnahmen uns auch unterstützen kann.“

Auf Berliner Seite erhielt Annika Kummer ihre erste MVP-Ehrung der Saison und führte damit die Tradition der letzten Saison fort.

Am kommenden Wochenende, 25. September, geht es für das Team von Trainer Schröter in das sauerländische Sorpesee. Das nächste Spiel in Berlin folgt dann auch auswärts, wenn der BBSC am Donnerstag, dem 30. September 2021, beim VC Olympia im Sportforum antritt.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

Volleyball 2. Bundesliga – BBSC Berlin wieder mit Zuschauern

Was für ein Volleyballfest: Nach fast einem Jahr ohne Fans darf der BBSC erstmalig wieder mit Zuschauern bei einem Heimspiel rechnen. Am Samstag, den 18. September 2021 empfängt der BBSC Berlin um 18:00 Uhr Blau-Weiß Dingden in der Köpenicker Hämmerlinghalle.

Dabei will der BBSC an den Auswärtserfolg des vergangenen Wochenendes anknüpfen. Maximal 145 Zuschauer sind immerhin nach den Coronaauflagen zugelassen worden. Die Gäste aus Dingden setzen seit Jahren auf einen unschätzbaren Vorteil: Sie können auf ein eingespieltes Team verweisen, das eine hocheffektive und abgestimmte Abwehrarbeit auf dem Feld präsentiert. Fundament des Vereins ist ebenso seit Jahren die außergewöhnlich starke eigene Nachwuchsarbeit. Immer wieder gelingt es Dingden, Spielerinnen aus ihren Nachwuchsreihen für die 2. Liga aufzubauen. So sind auch in dieser Saison wieder drei Spielerinnen bis 20 Jahre dabei. Die hohe Bindung aller Spielerinnen an das niederrheinische Umfeld über Jahre ist immer ein Trumpf des Teams aus dem Kreis Wesel gewesen. So ist die komplette Mannschaft aus der letzten Saison geblieben – lediglich 2 Spielerinnen sind offiziell in die 2. Mannschaft zurückgezogen, werden aber sicher bei Bedarf in der 2. Bundesliga wieder zur Verfügung stehen. An der Linie steht wieder der Niederländer Marinus Wouterse, der über reichlich Trainererfahrung verfügt und schon die Niederländische U17 Nationalmannschaft betreut hat. Die Ergebnisse in den Testspielen waren für Dingden sehr positiv.

Am letzten Wochenende hatte das Team vom Niederrhein spielfrei – vielleicht schon ein kleiner Vorteil für die Gäste, da die Berliner Trainer keine Möglichkeit hatten, aktuelles Filmmaterial auszuwerten. „Aber wir gehen davon aus, dass Dingden analog dem Vorjahr sein betont konzentriertes und abgestimmtes Abwehrspiel erneut umsetzen wird“ ist sich Berlins Trainer Ole Schröter sicher und wird das BBSC Team darauf einstellen. In der vergangenen Saison gelang genau das allerdings nicht: Beide Spiele gestalteten die Mädels aus dem „Volleyballdorf“ erfolgreich für ihr Team. Nach dem überraschend deutlichen Sieg des BBSC am vergangenen Wochenende in Oythe wollen sich die Berlinerinnen auch gegen die starken Dingdener nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. „Wenn wir mit der gleich hohen Konzentration auftreten, wie am vergangenen Wochenende, haben wir eine Chance“ ist BBSC-Kapitänin Katharina Kummer optimistisch. „Die Mannschaft hat hart trainiert und fiebert dem Spiel entgegen. Und wir freuen uns unglaublich darüber, endlich wieder vor den Fans auftreten zu können!“

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

BBSC siegt in Oythe

Das erste Saisonspiel auswärts beim VfL Oythe und gleichzeitig das erste Spiel wieder vor Publikum nach knapp einem Jahr entschieden die Berlinerinnen klar für sich. Von Anfang an setzten die Gäste alles um, was sie sich vorgenommen hatten und spielten sehr aufmerksamen Volleyball. „Wir haben uns auf unser eigenes Spiel konzentriert und haben so wenige Fehler gemacht. Im Gegensatz dazu hat es Oythe nicht geschafft, in diesen Modus zu kommen: Sie waren zu fehleranfällig“ resümierte Berlins neuer Trainer Ole Schröter.

Den Berlinerinnen gelang es auch nach Phasen ausgeglichenen Spiels der gegnerischen Mannschaft, dem Spiel wieder den Stempel aufzudrücken – auch Wechsel (alle 9 Spielerinnen eingesetzt!)  brachten nur zeitweise kleine Unsicherheiten. „Ich bin sehr froh darüber, dass wir das Spiel souverän zu Ende gespielt haben – für alle ein wunderschöner Einstand in die neue Saison!“, so Schröter.

Auf Berliner Seite erhielt Isabel Böttcher ihre erste MVP-Ehrung seit ihrem Wechsel in die Hauptstadt.

Das nächste Spiel folgt bereits am kommenden Samstag, 18. September um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle, wenn der BBSC die starken Gäste aus Dingden empfängt.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

Amerikaner eingeflogen, Testspielplan steht

Das US-Quartett der BR Volleys ist komplett: In der dritten Trainingswoche stießen Neuzugang Matthew West, Diagonalangreifer Benjamin Patch und Rückkehrer Jeffrey Jendryk zum Berliner Team und sorgen für frischen, amerikanischen Wind in der Saisonvorbereitung 21/22. Damit stehen Assistenztrainer Lucio Oro, der weiterhin Headcoach Cedric Enard vertritt, für die ersten Testspiele nun insgesamt neun Spieler des 13-köpfigen Kaders zur Verfügung. Erste Gegner sind am 02. September die Helios Grizzlys Giesen im Horst-Korber-Sportzentrum.

Während ihr Landsmann Cody Kessel gemeinsam mit fünf weiteren Teamkollegen bereits seit dem 09. August im Horst-Korber-Sportzentrum auf die neue Spielzeit hinarbeitet, nahmen nun auch Benjamin Patch, Jeffrey Jendryk und Matthew West das Training beim Deutschen Meister auf. Zuspieler Matt West stand am Montag erstmals in der Trainingshalle und lernte seine neue Mannschaft kennen. Am Donnerstag folgte Ben Patch, der die Akkus im Sommer wieder aufgeladen hat. Nach negativem Testergebnis am Freitagmorgen durfte schließlich auch Jeff Jendryk erste Bälle schmettern und einige alte Bekannte wiedersehen. Damit ist das Aufgebot trotz des Fehlens von Nehemiah Mote (Asienmeisterschaft), Santiago Danani (Südamerikameisterschaft) sowie Ruben Schott und Anton Brehme (Europameisterschaft) nun spielfähig. Es fehlt lediglich ein etatmäßiger, zweiter Mittelblocker.

Matthew West sammelte positive, erste Eindrücke: „Es ist für die mich der größte Club, in dem ich bisher spielen durfte. Es wird sehr professionell und hart gearbeitet. Man spürt, hier liegt etwas Besonderes in der Luft. Ich wurde von allen sehr freundlich aufgenommen und fühle mich rundum wohl.“

Benjamin Patch freut sich, zurück in seiner Stadt zu sein: „Es fühlt sich an, als käme man zurück nach Hause zur Familie. Ob Co-Trainer Lucio, Sergey oder Cody – ich habe meine Teamkollegen alle vermisst. Von den nächsten Wochen erwarte ich, dass wir im harten Training etwas leiden werden. Gleichzeitig freue ich mich, meinen Körper wieder in die beste Verfassung zu bringen.“

Für Jeffrey Jendryk war die Rückkehr durchaus emotional: „Es fühlt sich großartig an, zurück in Berlin und dem bekannten Umfeld zu sein. Hier hat sich bei meiner Ankunft auf den ersten Blick wenig verändert – es regnet. Aber diese lebendige Stadt hat mir gefehlt. Wir wollen uns jetzt gemeinsam gut auf die ersten Testspiele vorbereiten und uns Woche für Woche verbessern.“

Parallel zur Ankunft des US-Trios wurde auch der Testspiel-Plan für die Saisonvorbereitung fixiert. Getestet wird in den kommenden Wochen gegen die Bundesliga-Kontrahenten aus Giesen, Königs Wusterhausen und Lüneburg. Mit vollständigem Kader, also nach der Ankunft der weiteren Nationalspieler, steht ab 22. September eine Reise nach Polen an. Dort warten IBB Polonia London und PGE Skra Belchatow auf das BR Volleys Team, ehe am 02. Oktober mit dem Volleyball Supercup in Schwerin der Startschuss für die neue Saison fällt.

Die Testspiele im Überblick:

02. Sep | Horst-Korber-Sportzentrum | vs. Helios Grizzlys Giesen
03. Sep | Sportforum Berlin | vs. Helios Grizzlys Giesen
09. Sep | Sportforum Berlin | vs. Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee
10. Sep | tba | vs. Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee
18. Sep | Sportforum Berlin | vs. SVG Lüneburg
22. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. IBB Polonia London (ENG)
23. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. IBB Polonia London (ENG)
24. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. PGE Skra Belchatow (POL)

Alle Testspiele in Berlin finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Quelle: BR Volleys Berlin/Christof Bernier

Trainingsauftakt beim Deutschen Meister

Am Montag (09. Aug) kehrte wieder Leben in die Trainingshalle der Berlin Recycling Volleys im Horst-Korber-Sportzentrum ein. Gut drei Monate nach dem Gewinn der elften Deutschen Meisterschaft begann für Sergey Grankin & Co die Saisonvorbereitung 2021/2022. Cheftrainer Cedric Enard begrüßte sechs Spieler seines 13-köpfigen Kaders zum Auftakt, darunter mit dem Tschechen Marek Sotola auch einen von insgesamt sechs Neuzugängen.

Nach ersten Medienterminen bat Cedric Enard am Montag pünktlich um 15.00 Uhr für eineinhalb Stunden zum lockeren Anschwitzen. Dies stand für Sergey Grankin, Samuel Tuia, Timothée Carle, Cody Kessel, Adam Kowalski und Marek Sotola auf dem Programm, denn diese Gruppe kann die gesamte Vorbereitung in Berlin absolvieren. Die übrigen Akteure werden im Laufe der nächsten Wochen, also im Anschluss an die Aufgaben mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften, zum BR Volleys Team stoßen.

Der Coach selbst muss die Hauptstadt bereits am Dienstag wieder verlassen, um als Nationaltrainer Estland auf die Heim-Europameisterschaft im September vorzubereiten. Das Training wird in seiner Abwesenheit von nun sein Assistent Lucio Oro leiten. Für den Brasilianer ist die Chefrolle keine neue, denn bereits in der Vorbereitung 2019 vertrat er Enard temporär. Unter der Führung des 44-Jährigen wird der Fokus zunächst auf der Arbeit an den körperlichen Grundlagen und auf der Ballgewöhnung liegen. Ihm zur Seite steht dabei das unveränderte Assistenzteam mit Scout Rafal Zajac und Athletiktrainer Timo Kirchenberger.

Erste Testspiele gegen nationale und internationale Gegner sind ab September vorgesehen, wenn der Kader angewachsen ist. Benjamin Patch und Jeff Jendryk werden im August die ersten Nachzügler sein. Der vierte US-Amerikaner im Bunde, Zuspieler Matt West, darf sich aktuell noch bei den Tryouts für die Nordamerika-Meisterschaft empfehlen. Libero Santiago Danani ist bei Argentinien nach Olympia auch für die Südamerika-Meisterschaft eingeplant. Anton Brehme sowie Ruben Schott werden wahrscheinlich im EM-Aufgebot von Bundestrainer Andrea Giani stehen. Als letzter Spieler wird Nehemiah Mote nach der Asien-Meisterschaft Ende September in Berlin erwartet. Das erste Bundesligaspiel bestreiten die vollzähligen Hauptstädter dann am 06. Oktober in der Max-Schmeling-Halle gegen die Helios Grizzlys Giesen.

Stimmen zum Trainingsauftakt:

Cheftrainer Cedric Enard: „Einen Luxuszustand wie im vergangenen Jahr, als der Kader früh vollzählig war, kann es natürlich nicht immer geben. In der ersten Woche wird unser Fokus auf dem physischen Zustand unserer Spieler liegen. Anschließend werden wir Schritt für Schritt mehr Volleyball ins Training einbauen. Ich habe volles Vertrauen in Lucio, dass er die Mannschaft bis zu meiner Rückkehr in einen guten Zustand bringt und wir ab Mitte September gemeinsam voll angreifen können.“

Sergey Grankin: „Es fühlt sich sehr gut an, wieder mit dem Team in der Halle zu stehen, auch wenn die Trainingsgruppe noch klein ist. Die Motivation ist nach der für einige langen Sommerpause groß. Richtig Spannung wird natürlich erst aufgebaut, wenn die Gruppe wächst und die ersten Matches anstehen. Jetzt freuen wir uns einfach, dass es wieder losgeht.“

Christof Bernier/BR Volleys

BR Volleys – Spielplan veröffentlicht

Ab dem 06. Oktober 2021 fliegt in der Volleyball Bundesliga wieder der Ball und die BR Volleys kehren in ihren Volleyballtempel zurück. Wie die VBL am Montag (05. Jul) im Zuge der Spielplan-Veröffentlichung bekannt gab, empfängt der Deutsche Meister zum Heimauftakt die Helios Grizzlys Giesen. Weil nur neun Teams in der Saison 2021/22 an den Start gehen, beschloss der Ligaverband zudem eine Modusreform, welche zur Folge hat, dass die Hauptrunde bereits Anfang Januar abgeschlossen sein soll.

Während es direkt am ersten Spieltag (06. Okt) zu einer Neuauflage des DVV-Pokalfinals 2021 zwischen den Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee und den United Volleys Frankfurt kommt, empfangen die Berlin Recycling Volleys an jenem Mittwochabend zeitgleich die Helios Grizzlys Giesen zu ihrem Heimauftakt. Die Sehnsucht nach der dauerhaften Zuschauerrückkehr ist groß, auch weil der Deutscher Meister nur drei Tage später bei der SVG Lüneburg zur Eröffnung der neuen Arena Lüneburger Land gastieren darf. Dort erwartet die Mannschaft von Cedric Enard garantiert ein Volleyballfest, an das sich intensive Wochen anschließen.

Die Bundesliga-Hauptrunde soll nämlich planmäßig schon am 09. Jan abgeschlossen sein, denn wegen der reduzierten Anzahl an teilnehmenden Vereinen wird der Spielmodus zur Saison 2021/22 angepasst. Neu ist eine Zwischenrunde, in der in zwei Gruppen (Plätze 1-4 sowie 5-8 der Hauptrunde) die Ausgangspositionen für die sich anschließenden Playoffs um die Meisterschaft ermittelt werden. Außerdem werden im Zuge der neuen Medienstrategie der 1. Bundesliga Männer und der Ausweitung des Streaming-Angebots möglichst viele Matches zeitversetzt beginnen, um den Volleyballfans in Deutschland mehr Live-Content als je zuvor zu bieten. Für die Besucher im Volleyballtempel bedeutet dies geänderte Anpfiff-Zeiten. Samstags fliegt der erste Aufschlag jeweils um 17.30 Uhr oder 20.00 Uhr, sonntags um 15.00 Uhr oder 17.30 Uhr.

Die Heimspiele der BR Volleys im Überblick:

06.10.2021 | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. Helios Grizzlys Giesen
20.10.2021 | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. TSV Unterhaching
23.10.2021 | 17.30 Uhr | BR Volleys vs. WWK Volleys Herrsching
03.11.2021 | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. United Volleys Frankfurt
27.11.2021 | 17.30 Uhr | BR Volleys vs. SVG Lüneburg
04.12.2021 | 17.30 Uhr | BR Volleys vs. VfB Friedrichshafen
18.12.2021 | 20.00 Uhr | BR Volleys vs. Energiequelle Netzhoppers
06.01.2021 | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. SWD powervolleys Düren
Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Frischer Wind im Zuspiel

Der amerikanische Einfluss wird bei den BR Volleys zur Saison 2021/2022 wieder zunehmen, denn der in Seattle geborene Zuspieler Matthew West erweitert die Riege an US-Boys beim Hauptstadtclub. Bereits 2015/2016 war der heute 27-Jährige ein Jahr lang in der Volleyball Bundesliga aktiv und tourte seitdem quer durch Europa, zuletzt mit Halt in der Türkei. In Berlin freut er sich nun auf „bekannte Gesichter“ und „sehr hohes Niveau“.

„Die Bundesliga ist mir aus meiner Zeit in Düren vertraut. Es ist eine sehr professionelle, gute Liga. Deutschland hat einen Platz in meinem Herzen“, erzählt der nun vierte Amerikaner im BR Volleys-Bunde neben Cody Kessel, Jeffrey Jendryk und Benjamin Patch. Fachkenner des deutschen Volleyballs werden sich erinnern: Matt West wechselte damals im Jahr 2015 von der Pepperdine University, wo er seine Hochschul- und Volleyball-Ausbildung genoss, nach Deutschland. Im Anschluss an sein erstes Profijahr bei den SWD powervolleys Düren zog es ihn in die Niederlande zu Abiant Lycurgus Groningen. Danach folgten Stationen in Tschechien und Finnland. Jeweils als erster Zuspieler stellte er zuletzt bei AS Cannes (FRA, 19/20), unter anderem für Kyle Russell, und bei Tokat Belediye Plevnespor (TUR, 20/21) die Bälle. Nun ist West in der Weltstadt Berlin angekommen: „Die BR Volleys sind der größte Verein in meiner bisherigen Karriere. Es ist unmöglich, nicht gern Teil dessen zu sein. Ich bin gespannt auf das Team und die Clubkultur“, so die Antrittsworte des Mannes, der beim elfmaligen Deutschen Meister für ein Jahr unterschrieben hat.

Neben Kapitän Sergey Grankin suchten die BR Volleys einen neuen Zuspieler, der frischen Wind und großen Ehrgeiz mitbringt. Geschäftsführer Kaweh Niroomand sieht in Matt West für dieses Anforderungsprofil die richtige Besetzung: „Unserem Team tat die amerikanische Mentalität in den vergangenen Jahren stets sehr gut. Die Trainings- und Wettkampfeinstellung der Jungs aus den Staaten ist immer hervorragend. Das trifft auch auf Matthew zu. Er ist äußerst diszipliniert und motiviert. Wir hatten ihn in den letzten Jahren bereits auf dem Radar.“ Zukünftig wird der US-Amerikaner gemeinsam mit Olympiasieger Grankin die Zuspielfäden in der Hand halten, womit Niroomand die Mannschaft auf dieser Position gut aufgestellt sieht: „Matthew wird Sergey mit seiner Qualität definitiv entlasten können. Außerdem ist er für einen Zuspieler relativ groß, was uns auch im Doppelwechsel neue Optionen bietet.“

1.98 Meter misst der Neuzugang. Seine Freundin Madison Bugg ist mit 1.82 Meter nur unwesentlich kleiner. Auch sie hat sich dem Volleyball professionell verschrieben, sogar ebenfalls als Zuspielerin, und ging in der Vergangenheit schon für den Dresdner SC (17/18) und Allianz MTV Stuttgart (18/19) in der Bundesliga ans Netz. In der nächsten Saison steht Bugg in Rom (ITA) unter Vertrag, doch an ihre Volleyball-Fernbeziehung sind beide gewohnt: „Für uns ist es der Normalzustand, aber die Situation fällt uns auch von Jahr zu Jahr schwerer. Gleichzeitig sind wir uns einig, dass wie beide das Beste aus unserem Leben machen wollen, solange wir jung sind. Wir sind stolz aufeinander und stehen natürlich im ständigen Kontakt.“ Und sollte eine Nachricht von Matt mal auf sich warten lassen, so kann Madison ihrem Freund dennoch stundenlang lauschen, denn West ist auch Podcaster. I Think We`re Good Here“ heißt sein Format, das er selbst wie folgt beschreibt: „Die Idee ist gemeinsam mit meinem früheren Collegecoach Marv Duphy geboren. Wir haben uns oft stundenlang über das Leben und Volleyball unterhalten. Ich habe dabei mehr über unseren Sport gelernt als während des Trainings. Darauf basiert auch der Podcast. Wir lassen Menschen ihre Lebens- und Volleyballgeschichten erzählen. Bei uns sollen sie sich wohlfühlen, wie bei einem Kaffee unter Freunden und nicht in einer klassischen Interview-Situation.“

Auch über seinen Podcast hinaus befasst West sich viel mit Volleyball-Philosophie und Lebenseinstellungen: „Ich möchte selbst einfach der beste Sportler werden, der ich sein kann, und zugleich meinen Mitspielern genau dabei helfen. So will ich mich in die Mannschaft einbringen.“ Das kann er ab August direkt tun, wenn die Saisonvorbereitung bei den Hauptstädtern startet und für ihn ein neues Volleyball-Kapitel beginnt.

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Der nächste Rückkehrer bei den BR Volleys

Mit der Verpflichtung von Ruben Schott sendeten die BR Volleys bereits ein starkes Signal für die Saison 2021/22. Nun dürfte ein weiterer Rückkehrer aus der polnischen PlusLiga ebenfalls für Aufsehen sorgen: Jeffrey Jendryk trägt nach einer Spielzeit bei Asseco Resovia Rzeszow wieder das Berliner Trikot und hat einen Einjahresvertrag beim Hauptstadtclub unterschrieben. Der amerikanische Mittelblocker startet am morgigen Freitag (28. Mai) mit Team USA & Benjamin Patch in die Volleyball Nations League.

„Als ich Ben erzählte, dass meine Rückkehr nach Berlin fix ist, hat er einen Freudentanz hingelegt“, berichtet Jeffrey Jendryk von dem Moment, als er seinem guten Freund die frohe Kunde überbrachte. Frohe Kunde, die auch die BR Volleys Fans entzücken dürfte, denn der sprungstarke Mittelblocker mit dem schelmischen Lächeln findet den Weg zurück in die deutsche Hauptstadt. Ein Jahr lang hielt es ihn in Polen, dann war die Sehnsucht nach Berlin offenbar zu groß. „Ich liebe den Verein, die Arena, unsere großartigen Fans, die Stadt und deren Lifestyle“, fasst Jendryk seine Comeback-Beweggründe zusammen.

2018 wechselte der leidenschaftliche Gamer als Absolvent der Loyola University Chicago nach Deutschland und war von Beginn an Stammspieler unter seinem alten und neuen Trainer Cedric Enard. Geschäftsführer Kaweh Niroomand erinnerte der schlaksige US-Amerikaner damals direkt an einen der zurzeit Weltbesten der Mittelblocker-Zunft, Srecko Lisinac. Seine Entwicklung war erwartungsgemäß rasant und so zog es den 2.08-Meter-Mann nach Erfüllung seines Zweijahresvertrags und dem Corona-Saisonabbruch 2020 zu einem der finanzstärksten Clubs ins Nachbarland nach Rzeszow. Aus Berlin verabschiedete er sich damals mit den Worten: „Ich werde den Verein sowie unsere fantastischen Fans vermissen und hoffe, dass ich eines Tages zurückkehren kann.“ Dieser Tag kam nun schneller, als man es erwarten konnte, was auch Niroomand freut: „Dass Spieler dieser Klasse wieder den Weg zu uns finden, ist eine große Wertschätzung unserer Arbeit. Ob Benjamin Patch, Sergey Grankin oder nun auch Ruben Schott und Jeff Jendryk – alle fühlen sie sich bei uns wohl und können unter diesen Voraussetzungen hoffentlich ihre Topleistungen bringen. Wir formieren eine starke Mannschaft, mit der wir national und international auf uns aufmerksam machen wollen.“

Beim hochambitionierten Club Resovia pendelte Jendryk zuletzt auf seiner Position zwischen Spielfeld und Ersatzbank. „Auch ich hatte mich mit dem Corona-Virus infiziert und es hat mich lange zurückgeworfen. Die Saison verlief insgesamt okay, aber es war auch sehr schwierig Freunde und Familie neun Monate lang nicht zu sehen“, berichtet der US-Amerikaner von Problemen, die viele Sportler im letzten Jahr erlebt haben. Ob Jendryk nun direkt an seine zwei glänzenden Jahre in Berlin anknüpfen kann? Cedric Enard ist sich da sicher: „Er ist ein stets positiver Charakter, der seiner Mannschaft viel gibt. In Polen hat er, speziell im Block, weiter Erfahrung gesammelt. Mit seinen Qualitäten wird auf ihn definitiv Verlass sein. Ich freue mich sehr, wieder mit Jeff arbeiten zu können, denn er ist jemand, der immer alles gibt!“

Neben dem großen Potenzial des 25-Jährigen sieht sein Coach noch einen wertvollen Pluspunkt: „Jeff hatte im Angriff eine gute Verbindung mit Sergey. Diese werden wir schnell wiederherstellen können.“ Besagter BR Volleys Kapitän hatte den Mittelblocker in der letzten Playoffausgabe des Spieltagmagazins VOLLEY MAX übrigens explizit in sein „All-time Dreamteam“ gewählt. Ob Grankin damals bereits eine Vorahnung hatte? Aktuell bewegt sich Jendryk in der „Volleyball Nations League Bubble“, wo er gemeinsam mit Ben Patch am Freitag (28. Mai um 18.00 Uhr) zum Auftakt gegen Nordamerika-Rivale Kanada antritt. Bis zum Eintreffen in Berlin ist die Zielsetzung für den ehrgeizigen US-Boy im Sommer klar: „Ich möchte die VNL gewinnen und es in den Olympiakader schaffen!“

Quelle: Christof Bernier

BR Volleys – Ruben Schott ist „zurück zu Hause“

Am 07. Mai 2017 verabschiedete sich Ruben Schott mit einem knallharten Angriff und dem letzten Punkt der Saison, der den BR Volleys damals den Gewinn der Deutschen Meisterschaft sicherte. Nun, vier Jahre später ist der gebürtige Berliner zurück in seiner Heimatstadt. Der deutsche Nationalspieler, der zuletzt drei Jahre lang in Polen am Netz stand, verstärkt zur Saison 21/22 den Hauptstadtclub. Das verkündete man am Dienstag gemeinsam auf einer Pressekonferenz in der Max-Schmeling-Halle.

Ruben Schott ist das, was man einen waschechten „Berliner Jung“ nennen kann. Nachdem der 1.92 Meter große Angreifer seine Volleyballausbildung im Jahr 2002 beim SV Preußen begann, gelang ihm danach über die Nachwuchsabteilung des SCC sowie den VC Olympia Berlin der Sprung in den Profikader der BR Volleys. Auf Anhieb durfte Schott bereits 2013 ein erstes Mal mitjubeln, als die Berliner den Meistertitel gewannen. 2016 war er ein Mitglied der legendären Triplesieger-Mannschaft, die Meisterschaft, Pokal und Europacup holte. Sein sportlicher Durchbruch folgte spätestens in der Saison 2016/2017 mit starken Leistungen beim Einzug in das Champions League Final Four und auf dem Weg zum eingangs beschriebenen Titelgewinn.

Daher schmerzte es die Verantwortlichen des Hauptstadtclubs, als das Berliner Eigengewächs anschließend die Chance ergriff und sich den Traum vom Ausland erfüllte. „Ich wollte neue Reize setzen und denke, dass es die richtige Entscheidung war, wenn ich meine Entwicklung seitdem betrachte“, erklärt Schott heute. In seinem ersten Auslandsjahr bei Powervolley Mailand (ITA) kam er unter Bundestrainer Andrea Giani noch nicht vollends zum Zug, verbesserte sein Spiel jedoch auch ohne viel Einsatzzeit. Der nächste große Schritt folgte im Trikot von Trefl Danzig. Mit den Polen brillierte er unter anderem in der CEV Champions League, wo man im Viertelfinale erst im „Golden Set“ an der Sensation gegen Zenit Kasan vorbeischrammte. Zuletzt schlug Ruben Schott weiterhin in der PlusLiga als ligaweit bester Annahmespieler der abgelaufenen Saison bei AZS Olsztyn auf.

Nun war es für Verein und Spieler an der Zeit, die Rückkehr des inzwischen 26-Jährigen voranzutreiben. Die BR Volleys wollten ihren „Berliner Jungen“ zurück und auch Schott hatte Sehnsucht nach seiner Heimat: „Es fühlt sich sehr gut an, zurück zu Hause zu sein. Ich bin bereit, viel Verantwortung zu tragen und eine wichtige Rolle im neuen Team einzunehmen.“ Geschäftsführer Kaweh Niroomand sieht in Schott mehr als nur einen erstklassigen Volleyballer und ist entsprechend glücklich über die Verpflichtung: „Es ist immer schön, wenn Spieler den Weg zurück zu uns finden. Ruben hat sich in seinen Jahren im Ausland hervorragend entwickelt. Er hat die Fähigkeiten, um ein Leistungsträger der Mannschaft und eine Identifikationsfigur des Vereins zu werden.“

Für zwei Jahre hat Schott unterschrieben, wobei Niroomand ergänzt: „Wenn es nach uns geht, würden wir Ruben noch lange Zeit im BR Volleys Trikot sehen wollen.“ Von den Qualitäten des Rückkehrers ist der 68-jährige Manager nämlich längst vollends überzeugt: „Ruben wird uns noch mehr Stabilität bringen. Er ist technisch unheimlich versiert. Seine große Stärke ist die Annahme, im Angriff findet er clevere Lösungen und auch im Aufschlag hat er einen Sprung gemacht. Ruben ist ein kompletter Spieler.“

Mehr als 80 Länderspiele hat Schott bereits bestritten, weitere werden im Sommer in der Volleyball Nations League (Start 28. Mai) und bei der Europameisterschaft im September hinzukommen. Dann endlich warten der Volleyballtempel und das Berliner Publikum auf ihn – ein sicher emotionaler Moment: „Ich freue mich darauf, viele Bekannte wiederzusehen und vor Freunden und Familie zu spielen. Ich weiß auch, dass ich hier in Berlin als deutscher Nationalspieler wieder mehr im Fokus stehen werde. Das gehört dazu und auch auf diese Herausforderung freue ich mich.“

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier ©Pressefoto Credit: Michal Hundt

Nehemiah Mote wechselt in die Hauptstadt

Die BR Volleys haben wieder einen Australier in ihren Reihen: Nehemiah Mote wechselt vom Bodensee in die Hauptstadt und schließt die erste Lücke im Mittelblock. Der 27-jährige Nationalspieler stand bereits vor fünf Jahren auf der Kaderliste der Berliner, doch eine schwere Knieverletzung verhinderte damals seinen Aufschlag an der Spree. Nun fühlt sich der Mann mit den markanten Tattoos fitter denn je und möchte mit den BR Volleys das nachholen, was ihm einst verwehrt blieb.

Nachdem die BR Volleys im Jahr 2016 das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Europacup gewannen, folgte in der Max-Schmeling-Halle eine denkwürdige Saisonabschlussfeier mit tausenden Fans. Und schon damals brandete lauter Jubel auf, als Kaweh Niroomand die Verpflichtung von Nehemiah Mote verkündete, denn der Australier hatte mit einer bärenstarken Saison im Trikot der früher unter dem Namen TV Ingersoll Bühl aktiven und inzwischen leider aus der Liga zurückgezogenen Badener auf sich aufmerksam gemacht. Berlin freute sich auf einen dynamischen und explosiven Schnellangreifer mit einem Gardemaß von 2.03 Metern. Im Somme folgte jedoch die Hiobsbotschaft: Kniescheibenverrenkung, Operation, lange Zwangspause und damit die unumgängliche Vertragsauflösung.

„Die Verletzung damals war hart für mich, aber ein Karriereende stand nicht im Raum. Ich wollte und musste mich in einem ziemlich langen Prozess wieder an mein vorheriges Leistungsniveau heranarbeiten. Dank der Unterstützung meiner Familie ist mir das zum Glück gelungen“, erzählt der zweifache Vater. Mote kämpfte sich über die Station Volley Amriswil (SUI) 2019 zurück in die Bundesliga. Dort avancierte er nun erneut für zwei Jahre – diesmal im Trikot des VfB Friedrichshafen – zu einer schillernden Figur auf der Mittelblocker-Position. Unvergessen sein “One-handed Block“ gegen Timothée Carle im Hauptrundenspiel in Berlin – eine Aktion, die in keinem Saisonhighlight-Zusammenschnitt fehlen dürfte.

Jetzt wechselt „Nemo“ die Netzseite und wird zukünftig mit Carle und Co gemeinsam die Vereinsfarben des Hauptstadtclubs tragen. Dafür hat der Australier einen Zweijahreskontrakt unterschrieben: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich diese Chance noch einmal erhalte und die BR Volleys an meine Tür klopfen. Berlin ist Berlin. Dieses Team ist hochveranlagt, die Standards und Erwartungshaltung sind mindestens genauso hoch. Ich will hier keinen Tag verschwenden und immer mein Bestes geben, dann kann ich meinem neuen Team hoffentlich helfen.“ Für Geschäftsführer Kaweh Niroomand ist Mote definitiv ein Zugewinn: „Er hatte ein wirklich starkes Jahr in Friedrichshafen, darum freuen wir uns, dass er sich nun für uns entschieden hat.“ Diese Einschätzung teilt auch der Spieler selbst: „Ich war zufrieden mit meiner Leistung und hatte auch eine wichtige Rolle in der Mannschaft als Stabilisator und Energiespender. Leider gab es nicht das erhoffte Ende, aber persönlich kann ich ein positives Fazit ziehen. Ich habe Friedrichshafen viel zu verdanken.“

Nun also der Schritt in die Hauptstadt, der Niroomand freut: „Wir haben Nehemiah niemals aus den Augen verloren und sind uns mit dem Trainerteam einig, dass er perfekt in unser Profil für den Mittelblock passt.“ Was genau „passt“, erklärt Coach Cedric Enard: „Im Zusammenspiel mit Sergey Grankin ist seine Dynamik im Angriff eine echte Waffe. Nehemiah ist aber auch ein guter Blocker und kann seine Mitspieler emotional mitreißen. Außerdem gibt er unserem Spiel dank seines aggressiven Float-Service – einem der besten der Liga – ein neues Element. Bei all dem, was er mitbringt, freue ich mich einfach, mit ihm zu arbeiten.“

„Service“ ist nicht nur in seines Trainers Augen ein wichtiger Faktor, denn mit diesem Begriff erklärt Mote seine auffälligen Tattoos auf Bauch und Oberschenkeln: „Vereinfacht in einem Wort bedeutet das Service: Gib das Beste, was du hast, für etwas oder jemanden. Das kann deine Familie, dein Land, deine Kultur oder auch dein Klub sein. Meine Tattoos sind aber noch nicht abgeschlossen. Ich habe eines für meinen ältesten Sohn und brauche noch eines für meinen jüngeren.“ Wie seine Köperbemalungen will er auch seine Karriere weiter ausbauen – im Sommer zunächst mit den „Volleyroos“ in der Volleyball Nations League und bei den Asien-Meisterschaften, dann endlich im orangen BR Volleys Trikot: „Ich habe 2014 vor 5.000 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle mit Bühl mein zweites Spiel als Profi bestreiten dürfen. Das war unvergesslich und ich hoffe, dass das im Oktober annährend wieder möglich ist.“

Quelle: Christof Bernier