Spiel mit zwei Siegern beim BBSC Berlin

BBSC Berlin – BSV Ostbevern 3:0 (18,19,24)

Am gestrigen Sonntag besiegten zeitlich parallel zum Spiel des 1. FC Union gegen Wolfsburg (und natürlich auf der gleichen Sportanlage) der Tabellenzweite BBSC Berlin die Mannschaft aus Ostbevern mit 3:0.

Nach dem samstäglichen sehr klaren 0:3-Ergebnis der Ostbeverner beim VC Olympia hatte manch einer aus dem Publikum schon die drei Punkte für die Gastgeberinnen vorgebucht, zumal die frühere Nationalspielerin Wiebke Silge mit Rückenproblemen nicht auflaufen konnte. BBSC-Trainer Robert Hinz genehmigte seinen Leistungsträgern Katharina Kummer, Juliane Stapel und Josephine Suhr zunächst eine Auszeit, auch um zu testen, wie sich auf diesen Positionen die anderen Spielerinnen durchsetzen konnten. Zum Anfang entwickelte sich ein Spiel, in dem die Berlinerinnen an ihre erfolgreichen Spiele der vergangenen Wochen anknüpfen konnten. Mitte des ersten Satzes fingen die Gäste an, ihren Rhythmus erstmals an diesem Berlin Wochenende zu finden und setzten ihrerseits die Berlinerinnen unter Druck. Da wird auch einiges an Unzufriedenheit mit der eigenen Leistung am Samstag und den beiden vergangenen Spieltagen in positive Energie umgesetzt worden sein. So holten sie den Ausgleich. Erst als Hinz K. Kummer und Stapel beim 17:16 auf das Feld schickte, waren die Verhältnisse sofort wieder gerade gerückt. Der zweite Satz (nach einem Rückwechsel) begann von Anfang an mit zwei gleichwertigen Teams auf dem Feld. Erneut musste Hinz bei 15:14 den Doppelwechsel bringen, um das 2:0 nicht zu gefährden. Der dritte Satz wurde lange Zeit zur beeindruckenden Vorstellung für die Gäste. Mit 6:1 führten diese nach wenigen Minuten gegen das BBSC-Team, obwohl Kummer und Suhr von Anfang an auf dem Feld standen. Nachdem sich die Berlinerinnen zum 8:8-Gleichstand herangepirscht hatten, spielten beide Teams bis zum Schluss auf Augenhöhe. Aber auch der dritte der Sätze ging mit dem letzten Punkt (wie die vorherigen) durch einen individuellen Ostbeverner Fehler an den BBSC. Beeindruckend war die Kampfkraft der Gäste, die zudem mit Recht jeden Punkt bejubelten und von den Rängen lautstark durch eine heimatliche Fanabordnung unterstützt wurden. Die Gäste präsentierten sich absolut nicht wie ein Abstiegsfavorit, sondern zeigten trotz der Niederlage erfrischenden Volleyball, mit dem sie zeitweise wesentlich mehr Energie auf das Feld brachten, als den Gastgeberinnen lieb war. Trotz der Niederlage konnten sie sich als Sieger im Kampf gegen die eigene Unsicherheit in den vergangenen Partien begreifen.

BBSC-Trainer Hinz war natürlich trotz des Sieges nicht hundertprozentig zufrieden: „Aber das Entscheidende ist, dass wir gesehen haben, an welchen Stellschrauben wir zukünftig arbeiten müssen, um unsere Leistungsträgerinnen gleichwertig ersetzen zu können. Andererseits: Wir konnten heute wieder sehen, auf welch engem Leistungsniveau die Vereine der Liga agieren. Die Teams trennen eben gerade keine Welten und mit einer kämpferischen Leistung kann schnell einmal der Favorit zu wackeln gebracht werden.“

Als MVP des Nachmittags wurden Sophia Eggenhaus (BSV) sowie Antonia Lutz (BBSC) gewählt.

Nach dem Auswärtsspiel des BBSC in Emlichheim folgt erst am 21.3.2020 um 19:00 Uhr das nächste Heimspiel in der Köpenicker Hämmerlinghalle, wenn Leverkusen zu Gast sein wird.

Für den BBSC am Sonntag im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Mercedes Zach

Quelle: Burkhard Kroll

Ostbevern beim BBSC Berlin zu Gast

Wenn am Sonntag, den 1. März 2020 um 14:00 Uhr der BBSC in der Hämmerlinghalle den BSV Ostbevern zum Zweitligaspiel begrüßt, kommt eine nicht ganz typische Mannschaft nach Köpenick.

Ein bisschen erinnert die Story um die Gemeinde im Münsterland an die erfolgreichen Zeiten der Volleyballabteilung des Köpenicker SC mit ihrem kometenhaften Aufstieg vor 20 Jahren: Der Verein aus dem Kreis Warendorf leistete eine grandiose Aufbauarbeit. Mit eigener Nachwuchsförderung brachte er eine über Jahre gewachsene und in weiten Teilen aus „Dorfkindern“ bestehende Mannschaft hervor. Der BSV ist in den vergangenen sechs Jahren viermal aufgestiegen. Absolute Spitzenspielerin des Teams ist die 56fache Exnationalspielerin Wiebke Silge, die in Ostbevern aufgewachsen ist. Silge bringt vier Jahre Bundesliga-Erfahrung vom USC Münster und SC Potsdam mit. Zudem nahm die 1,90m-Mittelblockerin mit der deutschen Nationalmannschaft an einer Welt-  und an einer Europameisterschaft teil. So manches Mal macht Wiebke den Unterschied auf dem Feld aus. „Aber sie schafft auch viele Räume für andere, weil sich der Gegner oft auf sie konzentriert“ formuliert Ostbeverns Trainer Dominik Münch. Die sympathische und ruhige Westfälin hat sich nach ihrem sehr frühen Rücktritt vom absoluten Leistungssport (2017 mit 20 Jahren!) und dem nachfolgenden Studienbeginn wieder völlig unkompliziert in die Ostbeverner Mannschaft integriert – sie macht keinen Rummel um ihre Person.

Als Aufsteiger hat der BSV in der Liga hart gegen den Abstieg zu kämpfen. Beim Auswärtsspiel des BBSC im November trumpften die Berlinerinnen mit einem 3:0 Erfolg auf. Doch auch gegen solche Gegner muss erst einmal gewonnen werden. Zu schnell kann der Schlendrian Einzug halten – bei der Leistungsdichte der Liga sind schnell die Punkte verloren. „Wir wollen die Konzentration hochhalten und unseren Fans einen schön herausgespielten Sieg am Sonntagnachmittag präsentieren“, so BBSC-Kapitänin Katharina Kummer. Mit der entsprechend guten Stimmung von den Rängen und einer Teamleistung auf dem Feld sollte der Sonntagnachmittag ein kleines Volleyballfest werden. Freuen wir uns auf ein attraktives Heimspiel!

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

BR Volleys – Beginn der Kür

Nachdem der VfB Friedrichshafen am Wochenende das Verfolgerduell gegen die Hypo Tirol AlpenVolleys Haching mit 3:1 für sich entschied, haben die BR Volleys Gewissheit: Der DVV-Pokalsieger geht schon vor dem Match bei den SWD powervolleys Düren (25. Feb um 18.30 Uhr) als Tabellenerster in die Playoffs 2020. Damit werden die verbleibenden vier Spiele in der Normalrunde zur Kür, was dem Siegeswillen der Berliner allerdings keinen Abbruch tut.

Die spielfreien BR Volleys – das Match gegen Düren wurde aufgrund der SPORT1 Free-TV-Übertragung auf Dienstag verlegt – konnten am Samstagabend von der Couch aus beobachten, wie die AlpenVolleys als bis dahin ärgste Verfolger das Topspiel des 18. Spieltags am Bodensee verloren. Damit sind die Berliner nun nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Zwar könnten die drei punktgleichen Teams aus Frankfurt, Haching und Friedrichshafen (alle 38 Zähler) noch mit dem Hauptstadtclub (50) gleichziehen, doch dann wird als nächstes Kriterium die Anzahl der Siege gewertet und hierbei liegen die ungeschlagenen Spitzenreiter mit 18 Erfolgen uneinholbar vorn.

Damit verfügen die BR Volleys jetzt garantiert über ein hohes Gut, welches ihnen in den letzten drei Jahren verwehrt blieb: Den Heimvorteil in den Playoffs. Zuletzt hatte nach der Hauptrunde dreimal in Folge der VfB unter Trainer Vital Heynen die Nase vorn. „In dieser Saison haben wir uns diese Ausgangsposition mit unseren Leistungen redlich verdient. Dass uns das schon jetzt keiner mehr nehmen kann, fühlt sich gut an. Wir können ohne Druck spielen, wollen aber unsere Siegesserie weiter aufrechterhalten“, sagt Mittelblocker Jeffrey Jendryk und lässt vor dem schnellen Wiedersehen mit Düren kein Gefühl von Spannungsabfall aufkommen.

Der 24-jährige US-Amerikaner weiß, dass die Powervolleys in ihrer Arena nach dem deutlichen Ergebnis im Pokalfinale ein anderes Gesicht zeigen wollen: „Düren wird darauf brennen, sich zu revanchieren, aber wir werden diese Challenge annehmen. Auswärts wird es sicher schwieriger, doch in unserem Spiel passt aktuell vieles und das wollen wir bestätigen.“ So war es auch im Endspiel von Mannheim, als man zwei Sätze eindrucksvoll aufspielte und die Rheinländer auch in Durchgang drei noch abschütteln konnte (25:12, 25:18, 25:22). Die Gastgeber werden im Rennen um die Playoff-Plätze nun vor ihrem Publikum garantiert um jeden Ball kämpfen, denn nach dem Sieg der Netzhoppers gegen Lüneburg am Wochenende ist Düren nur noch Achter und benötigt dringend Punkte, um die Playoff-Runde zur erreichen.

Cheftrainer Cedric Enard weiß das und macht für das Match klare Vorgaben: „Ich möchte von meiner Mannschaft wieder mehr taktische Disziplin sehen, so wie wir es im Pokalfinale umgesetzt haben. Das hat mir zuletzt gegen Kemerovo gefehlt. Wir haben nun nicht mehr diesen engen Spielrhythmus, also wird es in den kommenden Begegnungen die größte Herausforderung, die Spannung bis zum Playoff-Start hochzuhalten.“ Erschwerend kommt hinzu, dass die Berliner in der Arena Kreis Düren auf zwei Spieler verzichten müssen. Pierre Pujol fällt mit einem Knochenmarködem im linken Sprunggelenk voraussichtlich für zwei Wochen aus und Kyle Ensing konnte aus dringenden privaten Gründen nicht mit der Mannschaft ins Rheinland reisen. Doch auch der Gegenseite geht es nicht besser. Coach Stefan Falter fehlen mit Blair Bann, Lukas Maase und Niklas Seppänen wichtige Akteure. Dennoch dürfen sich die SPORT1-Zuschauer auf ein attraktives Spiel vor schöner Kulisse freuen, denn die Gastgeber werden ihre Arena mit einer besonderen Charity-T-Shirt-Aktion in ihre Vereinsfarben hüllen.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

BR Volleys Pokalsieger 2020

Es ist vollbracht: Die Berlin Recycling Volleys sind zum fünften Mal DVV-Pokalsieger. In beeindruckender Manier sicherte sich der amtierende Deutsche Meister und Supercup-Gewinner auch den ersten Titel des neuen Jahrzehnts. Mit 3:0 (25:12, 25:18, 25:22) setzten sich die Berliner vor 10.689 Zuschauern in der Mannheimer SAP Arena gegen die SWD powervolleys Düren durch und gingen anschließend zur Jubelarie über.

Pünktlich zu diesem Endspiel kehrte Kapitän Moritz Reichert, der zuletzt nur von der Ersatzbank kam, in die Startaufstellung des Deutschen Meisters zurück und sollte es gemeinsam mit Jeffrey Jendryk, Nicolas Le Goff, Sergey Grankin, Benjamin Patch, Samuel Tuia und Libero Julian Zenger in Mannheim richten. Das erste Ausrufezeichen dieses Finals setzte Zuspieler Grankin mit einem spektakulären Block gegen Björn Andrae und direkt im Anschluss ließ Ben Patch ein Ass folgen (7:3). Eine Aufschlagserie von Reichert sowie die Blockstärke von Tuia und Jendryk stellte die Weichen deutlich auf Satzgewinn (16:7). Die Berliner zeigten ihre ganze Stärke in Aufschlag, Block und Angriff und entschieden den Auftaktsatz klar und deutlich mit 25:12 für sich.

Grankin eröffnete Satz zwei mit einer gekonnten Zuspielfinte und das Team aus der Hauptstadt gab weiter den Takt vor (8:6). Der leuchtende orange Fanblock der Berliner trieb die Mannschaft von Cedric Enard zu einer 82 % Angriffsquote (!) in diesem Durchgang. Auch die Achse Grankin-Patch funktionierte nun perfekt und die BR Volleys zogen auf 19:13 davon. Jendryk sorgte per Schnellangriff schließlich für die 2:0-Satzführung (25:18).

Düren konnte nun zulegen, aber die Berliner hielten mit konstant gutem Service von Tuia Schritt (5:5, 12:12). Wieder war es Patch, der für die Männer in Orange die wichtigen Punkte verbuchte (18:16). Die Powervolleys konnten die Annahme gegen Grankins Aufschläge nicht mehr halten und beim Zwischenstand von 21:17 konnte man sich im Fanblock allmählich auf den Siegerjubel in schwarz-orange einstellen. Ein Aufschlagfehler des Ex-Berliners Egor Bogachev machte die BR Volleys zum Pokalsieger 2020 (25:22). Letztlich griffen die Berliner mit 71 % Erfolgsquote an, setzten sieben Blocks und schlugen fünf Asse. Neben einem überragenden Sergey Grankin wurde Benjamin Patch mit 13 Punkten Topscorer.

Stimmen zum Spiel
Sergey Grankin: „Wir legen seit dem Jahreswechsel eine großartige Energie aufs Feld und heute haben wir es bis zum Ende durchgezogen. Es war eine ganz starke Mannschaftsleistung und mit dieser haben wir uns den Titel absolut verdient. Dieser Pokalsieg ist überragend, aber jetzt will ich auch den Hattrick aus Supercup, Pokal und Meisterschaft!“
Kaweh Niroomand: „Wir haben vom ersten Punkt an gezeigt, dass wir dieses Finale unbedingt für uns entscheiden wollen. Die Mannschaft hat in eindrucksvoller Manier sofort die mentale Hoheit gewonnen. Dazu haben Sergey und Moritz das Team überragend angeführt. Für uns ist ein solcher Titel einfach Goldwert, weil er unsere Marke nach vorn bringt. Wir wissen noch nicht, wie und wo, aber jetzt wird gefeiert!“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert und Samuel Tuia (AA), Jeffrey Jendryk und Nicolas Le Goff (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Kyle Ensing

Quelle: BR Volleys/Christoph Bernier


BR Volleys im Pokalfinale – Interview mit Kaweh Niroomand

Vor dem Endspiel am Sonntag, 16.02.2020 in Mannheim gegen die SWD powervolleys aus Düren zieht BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand eine erste Bilanz des Saisonverlaufs und beschreibt, was der fünfte Pokalerfolg für den Verein bedeuten würde.

Kaweh, die Mannschaft hat national noch kein Match verloren, führt die Bundesliga-Tabelle an und steht am Sonntag im Pokalfinale. Da kann das Zwischenfazit vor dem Endspiel in Mannheim doch nur positiv ausfallen, oder?
Kaweh Niroomand: „Bisher können wir mit dem Saisonverlauf zufrieden sein. Eine derartige Serie haben wir in den nationalen Wettbewerben meines Wissens noch nie erreicht. Aber: Noch haben wir keinen der großen Titel gewonnen. Der Supercup-Erfolg war ein schönes Erlebnis, hat aber letztlich nicht den Stellenwert eines Pokalfinals. Am Sonntag zählt es. Danach können wir sagen, ob es bis hierhin eine ordentliche oder eine sehr gute Spielzeit war. Perfekt kann die Saison leider nicht mehr werden, hierfür hat mich unser Abschneiden in der CEV Champions League doch zu sehr enttäuscht. Wir hatten natürlich eine extrem schwierige Auslosung, aber ich habe unserer Mannschaft auch in dieser Gruppe etwas mehr zugetraut. Dafür hätten wir nach dem starken Auftaktsieg gegen Ljubljana jedoch im Rhythmus bleiben müssen. Stattdessen haben uns die Ausfälle von Ben, Samu und auch Nicolas aus der Erfolgsspur gebracht. Das hat uns vor Weihnachten zurückgeworfen und ist jetzt im Nachgang schon ziemlich ärgerlich.“

Du warst mit dem Team zuletzt in Ljubljana auf Champions-League-Reise. Wie hast Du die Atmosphäre in der Mannschaft vor dem Finale wahrgenommen?
Niroomand: „Obwohl wir mit dem Punktverlust nach zwei Sätzen rechnerisch bereits ausgeschieden waren, hat das Team eine gute Mentalität bewiesen. Die erste Sechs war an diesem Tag nicht voll da, aber die Spieler von der Bank haben mit einem unheimlichen Ehrgeiz das Match gedreht. Georg hat sich ein besonderes Lob verdient. Auch Pierre und Moritz haben ihre Ärmel hochgekrempelt und stark gespielt. Und Ljubljana ist ganz gewiss keine internationale Laufkundschaft. Einen solchen 0:2-Rückstand auswärts in der Champions League zu drehen, ist eindrucksvoll und zeigt, dass es in der Mannschaft stimmt. Die Atmosphäre ist also positiv.“

War diese Steigerung gegen Ljubljana auch ein Fingerzeig für Mannheim?
Niroomand: „Wie sagt man im Sport so schön: Es ist ein neues Spiel. Und das stimmt auch wirklich. Ein Finale um einen Titel vor mehr als 10.000 Zuschauern kann man damit nicht vergleichen. Mit dieser Drucksituation umzugehen, ist eine ganz andere Herausforderung.“

Welche Bedeutung hätte ein fünfter Pokaltitel für den Verein?
Niroomand: „Die Strahlkraft eines Pokalfinals ist riesig. Es schafft Öffentlichkeit, Aufmerksamkeit und damit Reichweite. Beispielsweise durch die TV-Live-Übertragung auf SPORT1 am Sonntagnachmittag. Ein besseres Marketing kann man als Verein kaum bekommen, deshalb sind wir glücklich, nach drei Jahren wieder dabei sein zu dürfen. Es ist auch für den Verband und die Liga immer wieder ein Prestigeprojekt. Da hört man gern, dass der Zuschauerzuspruch erneut gut ist. Für unsere Fans ist der Standort sicher nicht ideal, aber dennoch machen sich wieder viele BR Volleys Anhänger auf den weiten Weg. Dies wissen wir sehr zu schätzen! Wenn wir dann noch am Ende den Pokal holen könnten, wäre das für alle von uns eine großartige Sache. Für viele Spieler wäre es der erste Pokalerfolg, für einige sogar der erste Titel überhaupt. Unsere Mannschaft hat das ehrgeizige Ziel, solange wie nur möglich in Deutschland unbesiegt zu bleiben. Das ist zusätzlicher Ansporn.“

Wie schätzt Du den Finalgegner aus Düren ein? In der Liga fehlte es der Mannschaft zuletzt an Konstanz.
Niroomand: „Düren wurde leider von Verletzungen und Krankheiten zurückgeworfen. Viele, auch ich, hatten die Mannschaft vor der Saison für eine deutlich bessere Platzierung auf dem Zettel. Das hat aber für Sonntag nichts zu sagen, wenn man sich allein anschaut, wer dort für Düren alles auf dem Parkett steht. Dieses Team ist erfahren und wird ‚Sekt oder Selters‘ spielen. Wir müssen höllisch aufpassen!“

Hast Du noch einen besonderen Wunsch für Sonntag?
Niroomand: „Es wäre natürlich wunderbar, wenn wir pünktlich zu unserem nächsten Heimspiel am 15. März gegen Friedrichshafen ein neues Titelbanner in der Max-Schmeling-Halle enthüllen könnten.“

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

BBSC Berlin auch in Dingden erfolgreich

SV Blau-Weiß Dingden – BBSC Berlin  0:3 (19,16, 23)

Der BBSC gestaltete auch das nächste Auswärtsspiel erfolgreich: Bei Blau-Weiß Dingden sicherten sich die Berlinerinnen die nächsten drei Punkte mit einem klaren 3:0. Die Gastgeber waren in ihren Statements voll des Lobes für die Gäste, deren Spiel einfach eine „Nummer zu groß“ für den Verein an der niederländischen Grenze bewertet wurde. Die Hauptstädterinnen zeigten kaum Schwächen und beeindruckten mit harten Angriffsschlägen sowie guter Annahme und Feldabwehr. So wurde der Berliner Zuspielerin immer wieder ein präziser Spielaufbau ermöglicht. Erst im dritten Satz hielten die Gastgeberinnen längere Zeit mit, doch den Sieg ließen sich die Gäste nicht nehmen.

Die MVP-Medaillen gingen an Maike Schmitz (Dingden) und Josephine Suhr (BBSC).

Berlins Trainer Robert Hinz resümierte entspannt: „Die Mannschaft hat bei diesem Auswärtsspiel wirklich einen guten Job gemacht, obwohl es uns der Gastgeber nicht leicht gemacht hat. Allerdings waren wir doch in Aufschlag und Angriff spürbar überlegen. Erneut möchte ich keine einzelne Spielerin herausheben, sondern vielmehr die hervorragende Teamleistung loben.“

Der BBSC trifft im nächsten Spiel erst am 22. Februar um 19:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle auf Allbau Essen.

Für den BBSC am Samstag im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

BR Volleys – den Fluch brechen

In der Hamburger CU Arena war für die Berlin Recycling Volleys bisher nichts zu holen. Drei Anläufe, in der Ausweichspielhalle der SVG Lüneburg zu gewinnen, blieben in der Vergangenheit erfolglos. Einen vierten Versuch unternimmt das Hauptstadtteam am Samstagabend (08. Feb um 19.00 Uhr) und man ist geneigt zu sagen: Wenn nicht jetzt, wann dann?! Die Mannschaft von Cheftrainer Cedric Enard fährt ungeschlagen in die Hansestadt, während die heimstarken Gastgeber zuletzt zweimal deutlich mit 0:3 unterlegen waren.

Gut eine Woche vor dem Pokalfinale in Mannheim wollen die BR Volleys gegen die SVG Lüneburg weiter an ihrem Rhythmus feilen. Mit voller Mannschaftsstärke und der Unterstützung eines Fanbusses geht es für die Hauptstädter nach Hamburg, wo man erstmals erfolgreich sein möchte. „Für Lüneburg ist diese Möglichkeit, in der CU Arena spielen zu können, solange die neue Arena noch gebaut wird, wichtig. Die Gellersenhalle ist besonders, aber für die Topspiele und die Playoffs ist dieser Umzug sowohl nötig als auch sinnvoll. Außerdem gibt es dort tendenziell mehr erfolgreiche Abwehraktionen und längere Ballwechsel. Das sorgt für Spannung und Action“, erklärt der im Sommer von der Ilmenau an die Spree gewechselte Außenangreifer Cody Kessel. Sowohl in der berüchtigten „Gellersenhölle“ als auch in der CU Arena tat sich der aktuelle Tabellenführer in der Vergangenheit regemäßig schwer. Die Auswärtsbilanz gegen die „LüneHünen“ weist zwei Siege und sechs Niederlagen auf. Dabei zählte Kessel meistens zu denjenigen, die maßgeblichen Anteil daran hatten, dass für die BR Volleys am Spielort in Hamburg weder in der Bundesliga, noch im DVV-Pokal oder den Playoffs etwas zu holen war.

Längst überzeugt der US-Amerikaner auch konstant im Berliner Trikot. Der 28-Jährige ist der zweiteffektivste Angreifer der BR Volleys. Mit einer Erfolgsquote von 54% liegt Kessel ligaweit auf dem vierten Rang. Vor ihm rangieren ausschließlich Mittelblocker, darunter Teamkollege Jeffrey Jendryk, der starke 64% seiner Angriffe in direkt Punkte verwandelte. Die Bundesliga-Statistik zeigt, dass am Samstag auch auf der Gegenseite einige Topspieler warten: Mit Nationalspieler Anton Brehme verfügt Lüneburg beispielsweise über den, gemessen an Blockpunkten zweitbesten Akteur der VBL. Und beim Aufschlag besticht der Schwede Viktor Lindberg als ebenfalls Zweitbester seiner Zunft (35 Asse). „Die SVG musste ein neues Team aufbauen, nachdem elf Spieler dort in vergangenen beiden Jahren zusammengeblieben sind. Diese Mannschaft kann immer gefährlich sein, ist aber noch dabei, ihre neue Spielweise zu entwickeln“, lautet die Einschätzung von Kessel.

Diese wird durch die jüngsten Ergebnisse der Lüneburger bestätigt (1:3 vs. Friedrichshafen, 0:3 vs. Herrsching und 0:3 vs. Frankfurt). Im TV-Match gegen die Herrschinger sah man den SVG-Coach Stefan Hübner während einer Auszeit komplett aus der Haut fahren, was auch Cody Kessel überraschte: „Ich habe die Szene gesehen. Stefan ist immer mit großer Leidenschaft am Werk und gibt stets alles. Das war total untypisch für ihn, aber diese Momente gibt es im Sport.“ Die Stimmungslage im BR Volleys Team ist etwas besser. „Wir sind alle gut drauf“, bekräftigt Kessel nach den zwei 3:0-Siegen gegen Rottenburg und Herrsching. Dieses gute Gefühl will man nun an die Elbe transportieren und endlich den „Hamburger Fluch“ brechen.

Der BR Volleys Fanclub VolleyTigers bietet ein Public Viewing im Billiard International in der Knesebeckstraße an.

Quelle: BR Volleys/ Christof Bernier


BBSC Berlin mit umkämpftem Sieg gegen VC Olympia

BBSC Berlin – VC Olympia Berlin  3:2 (16, -23,26, -23,11)

Dem BBSC Berlin gelang heute Abend der sechste Heimsieg in Folge gegen den VC Olympia Berlin. Gegen die Talente aus Hohenschönhausen siegten die Südostberlinerinnen knapp mit 3:2. Wie nach weiteren dreieinhalb Monaten gemeinsamer Intensivausbildung zu erwarten war, zeigten sich die Gäste stark verbessert im Vergleich zum Hinspiel.

Der erste Satz ging noch klar nach Köpenick, ab dem zweiten Satz war das Spiel durchgängig sehr umkämpft. Die VCO-Spielerinnen überzeugten mit ihrem starken Aufschlagspiel und setzen das Heimteam so unter Druck. Die BBSC-Mädels beschäftigten sich zudem in einigen Phasen zu sehr mit den zweifelhaften Entscheidungen des ersten Schiedsrichters und verloren dann den Pfad in Bezug auf das eigene Spiel. Hinzu kamen Defizite in der gesundheitlichen Fitness nicht nur einiger BBSC-Spielerinnen. So wurde Alina Gottlebe-Fröhlich angeschlagen im vierten Satz von Josephine Suhr ersetzt, die aber ihrerseits mit Knieproblemen zu kämpfen hat. Auch die Erkältungswelle zeitigte ihre Auswirkungen – der BBSC hatte hart zu kämpfen, um die Punkte aus dem Heimspiel in Köpenick zu behalten. Die letzte Kraft zusammennehmend, gelang es dem Team, das Derby für sich zu entscheiden.

Die MVP Medaille wurde auf VCO Seite wie beim Hinspiel Anastasia Cekulaev, für den BBSC an Katharina Kummer verliehen.

BBSC Trainer Robert Hinz zeigte seine Wertschätzung für die Gäste: „Der VC Olympia hat heute ein wirklich gutes Spiel gezeigt und stark gekämpft. Deswegen geht das Ergebnis so in Ordnung.“ Auf die eigene Mannschaft und deren immer noch zweiten Platz in der Ligatabelle angesprochen, analysierte er nüchtern: „Tabellarisch sind wir derzeit zwar ein Spitzenteam, aber aufgrund der aktuellen Krankheits- und Verletztenmisere sehe ich uns im morgigen Duell gegen Bad Laer nicht in der Favoritenrolle, zumal das heutige Spiel viel Kraft gekostet hat.“

Für den BBSC geht es bereits

Samstag, den 1. Februar 2020, um 19:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle mit dem Heimspiel gegen die immer als starker Gegner auftretenden Gäste aus Niedersachsen weiter.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

Keine Punkte aus Köln entführt

DSHS Snowtrex Köln – BBSC Berlin 3:0 (24, 23,13)

Ein wenig Unzufriedenheit schwang in der Stimme von BBSC Trainer Robert Hinz nach der Niederlage in Köln schon mit: „Heute waren wir weit von der Top-Leistung entfernt, die wir noch am vergangenen Wochenende gezeigt haben. Das hat sich leider bereits in der letzten Trainingswoche angedeutet.“ Wie so häufig im Sport gilt auch für die 2.Liga Nord: Man kann sich nie auch nur ein kleines bisschen zurücknehmen – der Gegner wird die kleinste gezeigte Schwäche für sich nutzen.

Im ersten Satz führte der BBSC gegen den aktuellen Tabellendritten und mehrmaligem Ligameister bereits 24:21, ehe in den letzten Augenblicken vor der Pause die entscheidende  Konsequenz fehlte.  Auch im zweiten Satz stand es 23:23 – aber beide Sätze holten sich die Gastgeberinnen. Der BBSC stand auf einmal mit 0:2 Sätzen in der Hinterhand – knapp und ein wenig unglücklich, aber ein wenig Unvermögen war auch dabei . Der dritte Satz war nur noch Schaulaufen der Kölnerinnen – bei den Gästen war ein wenig die Luft raus.

Die MVP Medaillen gingen an die Kölnerin Kirsten Tälkers sowie zum dritten Mal in der Saison an BBSC-Libera Annika Kummer.

„Jetzt müssen wir eine klare Reaktion zeigen am nächsten Wochenende!“ richtet Trainer Hinz das Augenmerk schon wieder auf die kommenden Spiele in der Hämmerlinghalle. Am Doppelspieltag (Freitag, 31.01. 19:00 Uhr gegen den VC Olympia, am Samstag, 01.02. erneut um 19:00 Uhr gegen SV Bad Laer) gilt es, den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen!

Für den BBSC am Sonntag im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll

BR Volleys distanzieren Verfolger

Sieg im Spitzenspiel: Die BR Volleys rangen am Donnerstagabend, 23.01.2020 den Tabellendritten Hypo Tirol AlpenVolleys Haching mit 3:1 (25:15, 21:25, 25:21, 25:20) nieder und bauten so ihre Tabellenführung in der Volleyball Bundesliga aus. Vor 4.098 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle wurde Moritz Reichert mit 19 Punkten Topscorer und Benjamin Patch sowie Samuel Tuia feierten umjubelte Comebacks nach ihren Verletzungspausen.

Der wiedergenesene Cedric Enard konnte erstmals seit Mitte Dezember wieder auf einen vollständigen Kader zurückgreifen und vertraute zu Beginn auf Kapitän Moritz Reichert, Cody Kessel, Jeffrey Jendryk, Nicolas Le Goff, Kyle Ensing, Sergey Grankin und Libero Julian Zenger. Die Gäste aus Haching erwischten aber den besseren Start in dieses Spitzenspiel und lagen bis zur Mitte des Satzes vorne (12:14). Danach übernahm der Deutsche Meister die Kontrolle über das Spiel, beim Stand von 16:15 ging der starke Le Goff an die Servicelinie – und führte sein Team, das sich nun auch deutlich verbessert in Block-Abwehr zeigte, mit neun Aufschlägen in Folge (!) zum Satzgewinn (25:15).

Dass der zweite Durchgang durch einen Aufschlagfehler der BR Volleys beendet wurde, steht sinnbildlich für den Verlauf dieses Satzes: Mit neun Fehlern war die Eigenfehlerquote auf Seiten der Hauptstädter deutlich zu hoch. Dies nutzte der Tabellendritte aus Bayern souverän zum Satzausgleich (21:25). Im Anschluss blieb das Duell zerfahren, meist waren es allerdings die Hachinger, die ihre leichte Führung verteidigen konnten (12:14). Nachdem Samuel Tuia schon im zweiten Satz ein kurzes Comeback nach ausgestandener Wadenverletzung feierte, brandete großer Jubel bei der Einwechslung von Benjamin Patch auf. Ein weiterer Wechsel trug schließlich entscheidend zum Ausgang des Satzes bei: Pierre Pujol schlug ein Ass zum 23:21, danach brachten die Berliner den Durchgang sicher ins Ziel (25:21).

Patch blieb auf dem Court und fügte sich mit 73% Angriffsquote schnell wieder ins Spiel der BR Volleys ein. Den letzten Widerstand der Gäste brach der Tabellenführer dieses Mal mit Cody Kessel an der Aufschlaglinie schon zu Beginn des vierten Satzes (10:4). Der später als MVP ausgezeichnete Nicolas Le Goff krönte schlussendlich seine Leistung und verwandelte den dritten Matchball mit einem krachenden Angriff (25:20).

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Es ist einfach, die Mannschaft für solche Spiele zu motivieren. Wir haben eine gute Partie gezeigt und unsere Tabellenposition gesichert. Nicos Aufschlagserie hat im ersten Satz den Unterschied ausgemacht. Vor dem Duell am Dienstag war das genau der richtige Gegner, wir können uns aber weiter in der Block-Abwehr steigern.“
Benjamin Patch: „Es hat mich unheimlich gefreut, wieder mit der Mannschaft auf dem Court stehen zu können. Das habe ich sehr vermisst. Aber ich darf nicht zu euphorisch werden und muss weiter auf meinen Körper hören. Die Chemie zwischen dem Publikum und uns hat heute einmal mehr gestimmt. Gegen Fakel benötigen wir genau das und noch mehr. Die Russen haben gerade erst Zenit Kazan besiegt. Wenn wir dieses Team schlagen können, dann hier in Berlin.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert und Cody Kessel (AA), Jeffrey Jendryk und Nicolas Le Goff (MB), Sergey Grankin (Z), Kyle Ensing (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Georg Klein, Samuel Tuia, Benjamin Patch, Pierre Pujol

Topwerte
Moritz Reichert 19 Punkte (3 Blocks) | Cody Kessel 11 Punkte (2 Blocks) | Kyle Ensing 10 Punkte

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier