Weiter ungeschlagen in der Bundesliga

Auch ohne ihren Cheftrainer Cedric Enard gewannen die BR Volleys am Sonntagabend, 19.01.2020 bei den Helios Grizzlys Giesen mit 3:0 (25:16, 25:23, 25:16). Vor einer schönen Kulisse von 2.311 Zuschauern zeigten die Berliner ein überzeugendes Spiel, bei dem Kyle Ensing (17 Punkte) und Sergey Grankin (siebte MVP-Medaille der Saison) aus einer starken Teamleistung herausstachen.

Lucio Oro vertrat seinen krankheitsbedingt in Berlin ans Bett gefesselten Cheftrainer Cedric Enard an der Seitenlinie und schickte Moritz Reichert, Cody Kessel, Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk, Sergey Grankin, Kyle Ensing und Julian Zenger in Hildesheim auf den Court. Die Berliner knüpften an ihren starken Endspurt gegen die Netzhoppers vom Donnerstag an und zeigten sich in allen Elementen druckvoll. Als Le Goff im Block punktete, waren die Hauptstädter bereits mit 8:3 vorn. Konzentriert verteidigten die Gäste ihre Führung (15:10) und nach einem Schnellangriff von Jendryk war der Auftaktsatz entschieden (25:16).

Allen voran Kyle Ensing war gut aufgelegt, steuerte auch im zweiten Satz Punkt für Punkt bei und sorgte dafür, dass der lautstarke Gästeblock unter den 2.300 Zuschauern in der Hildesheimer Arena regelmäßig jubeln durfte. Doch den zweiten Satz konnten die Gastgeber ausgeglichen gestalten (10:12, 16:14). Moritz Reichert & Co konnten sich nicht entscheidend absetzen (22:22), bis der Block von Ensing und Le Goff im richtigen Moment stand (24:22). Anschließend verwandelte der französische Mittelblocker den zweiten Satzball (25:23). Auch den längsten Ballwechsel des Tages entschieden die Berliner für sich (5:4) und gaben in Satz drei weiter den Ton an. Grankin setzte seine Nebenleute weiter perfekt in Szene (13:6, 17:10) und als auch noch Reicherts Aufschlag von der Netzkante ins Giesener Feld tropfte, standen neun Matchbälle zu Buche. Im zweiten Anlauf beendete wieder ein Mittelbocker, diesmal Jendryk, den Satz und das Match (25:16).

Stimmen zum Spiel
Lucio Oro: „Wir haben im Allgemeinen gut gespielt. Im zweiten Satz hat unsere Annahme etwas geschwächelt, dadurch haben wir es uns schwer gemacht. Aber die gesamte Mannschaft hat sich gesteigert und besonders Kyle Ensing war stark. Sergey hat alle Möglichkeiten ausgeschöpft und wir haben über alle Positionen hochprozentig gepunktet.“

Moritz Reichert: „Es war wichtig, dass wir heute gegenüber dem Spiel am Donnerstag konzentrierter zu Werke gehen. Das hat gut funktioniert und so war es ein souveräner Sieg. Der Aufschlag hat den Unterschied gemacht. Man braucht diesen Servicedruck um Gegner wie Giesen zu dominieren. Die Tendenz ist aufsteigend und wir wollen nun gegen die AlpenVolleys zuhause nachlegen.“

BR Volleys Formation
Cody Kessel und Moritz Reichert (AA), Jeffrey Jendryk und Nicolas Le Goff (MB), Sergey Grankin (Z), Kyle Ensing (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Georg Klein, Pierre Pujol, JT Hatch

Christof Bernier









Spitzenspiel in Köpenick – BBSC schlägt Tabellenführer Stralsund

BBSC Berlin – Stralsunder Wildcats    3:1 (18,23, -16,25)

In einem begeisternden Spitzenspiel setzten sich die BBSC-Damen mit 3:1 gegen den Tabellenführer aus Stralsund durch.

Berlins Trainer Robert Hinz hatte im Vorfeld des Spiels  im Hinblick auf die bisherigen Saisonniederlagen gegen Stralsund den richtigen Ton getroffen , als er die Überraschung im Spiel gegen den unangefochtenen Spitzenreiter der Liga davon abhängig machte, dass sein Team  an das Leistungsmaximum herangehen muss. Und genau das setzten die BBSC Damen vom Anpfiff ab um. Konzentriert und mit vollem Einsatz starteten die Gastgeberinnen in den ersten Satz, übernahmen gleich zu Anfang das Kommando . Der Vorsprung wurde bis zum Satzende noch ausgebaut. Dafür lief man im zweiten Satz lange Zeit einem Rückstand hinterher und konnte erstmals beim 21:20 die Führung übernehmen. Der 2:0 Zwischenstand löste schon die ersten Jubelstürme aus. Nach der 10 Minuten Pause mit einer wundervollen Cheerleaderdarbietung von Kindern der Best Sabel Grundschule kamen die BBSC-Ladies zunächst nicht in den Rhythmus, lagen schnell mit sieben Punkten zurück. Beide Trainer wechselten durch und gaben auch den Spielerinnen, die sonst nicht so im Fokus stehen, Spielzeit. Der vierte Satz war kaum an Spannung zu überbieten. Beide Teams boten einen aufopferungsvollen Kampf um die Punkte, in dem zunächst Stralsund die etwas besseren Karten hatte. Beim 17:12 aus Sicht der Gäste schien der Tiebreak schon nah, doch dann schritt Antonia Lutz zur Angabe und sorgte mit brandgefährlichem Service für einen zwei Punkte Vorsprung der Gastgeberinnen. Stralsund stemmte sich dagegen, ging noch mal in Führung, musste sich jedoch der geballten Energieleistung des BBSC letztendlich beugen. Den Siegpunkt besorgte Alina Gottlebe-Fröhlich mit einem von der Stralsunder Abwehr nicht kontrollierbaren Aufschlag. Nicht enden wollender Jubel auf Berliner Seite, verständliche Enttäuschung bei den Gästen – aber alle waren überzeugt, ein Klassespiel gesehen zu haben.

Beide Mannschaften leisteten dazu ihren Beitrag. Auf Berliner Seite überzeugte das gesamte Team – von Abwehr über Zuspiel bis Angriff: es gab schlicht keine Ausfälle. Gleiches kann man von den Gästen sagen, wenngleich dort die Diagonale Anne Krohn mit ihren immens druckvollen und platzierten Angriffen noch herausragte und kraft ihrer Fertigkeiten von den Mitspielerinnen auch immer wieder gesucht wurde.

Die MVP Medaillen wurden Berlins Zuspielerin Katharina Kummer sowie Anne Krohn überreicht.

So konnte das mit ca. 350 Zuschauern erschienene Publikum (unter ihnen eine große Fangruppe von der Ostsee, die schöne Stimmung in die Halle brachte) ein ausgesprochen attraktives Zweitligaspiel genießen. Hörte man sich unter den Zuschauern um, gab es nur lobende Worte für die beiden Teams. Langjährige Fans des Volleyballs bescheinigten beiden Mannschaften, dass sie sich jedenfalls in der derzeitigen Form deutlich von den Mitbewerbern abheben und  zu Recht an der Tabellenspitze stehen: „Das gezeigte Spieltempo und die Durchschlagskraft beider Reihen sind in der 2. Liga Nord nicht häufig vertreten. So viele lange Ballwechsel trotz druckvoll ausgeführten Angriffen sieht man in der Liga selten.“

Der BBSC festigte den zweiten Tabellenplatz und hat nunmehr 5 Punkte Rückstand zum Tabellenführer. Für das Team aus dem Berliner Südosten geht es am nächsten Sonntag nach Köln, ehe am darauffolgenden Wochenende die Heimspiele gegen den VC Olympia Berlin und den SV Bad Laer folgen.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Anna Lena Grätz, Annika Kummer, Stephanie Utz, Karoline Vogt, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll

Derby zum Jahresauftakt

Die Weihnachts- und Länderspielpause ist vorüber und das BR Volleys Team geht voller Elan in das neue Jahrzehnt. Trotz der Nachwehen von Verletzungspech und Olympia-Qualifikation wollen die Hauptstädter den Schwung aus einer Hinrunde ohne Niederlage mitnehmen und am Donnerstag (16. Jan um 19.00 Uhr) in ihrer heimischen Max-Schmeling-Halle gegen die Netzhoppers KW-Bestensee erfolgreich ins Jahr 2020 starten. Das Berlin-Brandenburg-Derby wird mit Robert Kromm als TV-Experte live auf SPORT1 zu sehen sein.

Mit Nicolas Le Goff kehrte Anfang der Woche zumindest ein Akteur mit breitem Lächeln vom olympischen Qualifikationsturnier zurück ins BR Volleys Training. Der Mittelblocker präsentierte sich im Nationaltrikot in Topform und hatte speziell im Finale gegen Deutschland maßgeblichen Anteil daran, dass die Franzosen das letzte und begehrte Olympia-Ticket nach Tokio lösten – zum Leidwesen seiner beiden Vereinskollegen Moritz Reichert und Julian Zenger, deren Olympia-Traum platzte. Entsprechend trainingsfreie Zeit räumte Coach Cedric Enard seinen Schützlingen nach Ende des Turniers ein: „Es war insbesondere mental für alle Teams eine intensive Woche. Da bedurfte es der nötigen Erholung“, erklärt der 43-jährige Franzose.

Ebenfalls noch in der Erholungs- oder besser Genesungsphase befinden sich Samuel Tuia (Muskelfaserriss) und Benjamin Patch (Achillessehnenanriss) nach ihren Verletzungen. Die Beiden trainieren zwar punktuell wieder mit der Mannschaft und erhöhen sukzessive die Intensität, ein Einsatz zum Rückrundenauftakt am Donnerstagabend dürfte jedoch zu früh kommen. „Es ist nicht sinnvoll, hier ein Risiko einzugehen“, weiß Enard, dass er sich auf sein übriges Personal verlassen kann. Mit diesem arbeitet der Coach nach den zehn freien Tagen zum Jahreswechsel seit dem 02. Januar wieder im Training. „Jeder hat die Zeit genossen und Kraft für die nun anstehenden Herausforderungen getankt. Wir wollen gegen die Netzhoppers gut zurück in die Bundesliga kommen und danach warten auch schon schwierige Aufgaben in der Champions League und natürlich ist auch das Pokalfinale bereits in Sichtweite.“

Die erste Prüfung wird dabei das dritte Derby dieser Saison gegen die „Randberliner“ sein (3:1 in der Liga, 3:0 im Pokal). Die Nachbarn aus Brandenburg durchlebten bislang eine durchwachsene Spielzeit. Mit fünf Punkten Rückstand auf den letzten Playoff-Platz gehen die Königs Wusterhausener in den zweiten Teil der Hauptrunde. Der TV Rottenburg ist der Kontrahent, den die Schützlinge von Coach Mirko Culic gern noch abfangen würden, dabei darf der Blick nach hinten allerdings nicht außer Acht gelassen werden. Denn die Heitec Volleys Eltmann, die trotz der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens weiterhin am VBL-Spielbetrieb teilnehmen, rangieren als Tabellenletzter nur drei Punkte hinter den Netzhoppers. Vor dem Jahreswechsel setzte es zwei knappe Tiebreak-Niederlagen gegen Rottenburg und auswärts in Herrsching. So eng soll es nach Enard im freundschaftlichen Derby am Donnerstag nicht zugehen: „Drei Punkte sind unser Ziel.“  

Christof Bernier



Vertragsverlängerung mit Cedric Enard bis 2022

Großartige Neuigkeiten zum Start der Rückrunde: Cheftrainer Cedric Enard und die Berlin Recycling Volleys arbeiten auch über die laufende Saison hinaus zusammen. Der 43-jährige Meistertrainer hat seinen Vertrag beim Hauptstadtclub um zwei weitere Jahre verlängert, wird also mindestens bis 2022 das BR Volleys Team betreuen. Gemeinsam hat man in den kommenden Jahren viel vor.

„Wir sind mit Cedrics Arbeit hier hochzufrieden. Er hat es geschafft, die Mannschaft in einer nicht einfachen Saison am Ende zum Erfolg zu führen und auch in dieser Spielzeit sind wir auf einem guten Weg“, erklärt Geschäftsführer Kaweh Niroomand die Beweggründe des Vereins für die vorzeitige Vertragsverlängerung. Cedric Enard wurde 2019 in seinem ersten Jahr mit den BR Volleys Deutscher Meister, gewann in der Saison 19/20 den Supercup und erreichte mit dem Team das DVV-Pokalfinale am 16. Februar in Mannheim. In der Sportmetropole wurden seine Leistungen vor dem Jahreswechsel mit dem silbernen Bären bei der Wahl zu „Berlins Trainer des Jahres“ honoriert.

Enard selbst, inzwischen auch Nationaltrainer in Estland, sagt zu seiner Vertragsverlängerung: „Ich bin sehr stolz. Das ist ein Vertrauensbeweis, der zeigt, wie zufrieden beide Seiten mit der Zusammenarbeit sind. Ich genieße es, hier Trainer sein zu dürfen. Der Verein, die Mannschaft und die Fans – das alles passt für mich perfekt zusammen.“ Sportlich haben die BR Volleys mit ihrem Cheftrainer weiterhin viel vor. „Wir haben in den letzten anderthalb Jahren begonnen, etwas aufzubauen. Der Klub und Kaweh verfolgen große Ziele. Ich ebenso. Wir wollen in Deutschland führend bleiben und uns international stetig verbessern. Daran werden wir gemeinsam arbeiten“, so Enard.

Für Niroomand hat sich „Cedric als Coach in Berlin bewährt, sowohl in der Weiterentwicklung junger Spieler als auch im Sammeln von Erfolgen.“ Die Planungen für die Zukunft werden nun gemeinsam vorangetrieben, denn es warten große Aufgaben. „Cedric hat gezeigt, dass er den Spielermarkt aufgrund seiner langjährigen internationalen Tätigkeit gut kennt. Das wird wichtig sein, weil am Ende dieser Saison viele Spielerverträge auslaufen.“

Cedric Enard ist angekommen in Berlin: „Meine Frau und meine drei Töchter hat es ganz besonders gefreut. Sie wollten unbedingt bleiben. Seit Wochen haben sie mich gefragt, wie es weitergeht. Für mich könnte die Situation jetzt nicht schöner sein. Mir bereitet meine Arbeit hier große Freude und meine Familie fühlt sich in Deutschland mehr als wohl.“ Damit sind optimale Voraussetzungen geschaffen, um das BR Volleys Team auch in Zukunft zu sportlichen Topleistungen zu führen.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier


       

BBSC Berlin mit Revanche im Lokalderby

Ein 3:2 Auswärtserfolg beim Lokalrivalen Rotation Prenzlauer Berg bringt den BBSC Berlin erneut auf den 2. Tabellenplatz.

Zum Auftakt der Rückrunde gastierte der BBSC bei dem Team in Hohenschönhausen. Nach dem knapp verlorenen Hinspiel vor knapp vier Monaten waren die Köpenickerinnen auf Wiedergutmachung aus und wollten die Revanche.

Im ersten Durchgang gelang es, über konsequente Punktgewinne aus der Annahme den Gegner in Schach zu halten. Vereinzelte Breaks führten zu einer komfortablen Führung, die die Mannschaft von Trainer Robert Hinz sicher ins Ziel brachte. Ab dem zweiten Durchgang gelang es den Gastgeberinnen jedoch besser in ihrem Annahmespiel zu agieren. Auch war ab diesem Punkt die starke Diagonalangreiferin Aisha Skinner schwer zu stoppen und so verlor der BBSC den zweiten und dritten Durchgang knapp mit jeweils 23:25.

Um mehr Angriffswucht in das eigene Spiel einzubauen, brachte Trainer Hinz Juliane Stapel im Diagonalangriff ins Spiel. Der Plan ging auf: Der BBSC war nun wesentlich durchsetzungsfähiger im Angriff und so glichen die Gäste nach Sätzen zum 2:2 aus. Das Lokalderby hatte nicht zu viel Spannung versprochen: „In der hitzigen Schlussphase des Spiels mit dem Tiebreak behielten wir einen kühlen Kopf“ strahlte Kapitän Katharina Kummer und konnte mit ihrem Team den sechsten Sieg in Folge feiern.

Zum MVP des Spieltags wählten die Trainer die Angreiferinnen Lisa Kotzan (RPB) und Juliane Stapel (BBSC).

In der nächsten Woche gastiert eine Mannschaft in der Hauptstadt, die sogar sieben Spiele in Folge (und das auch noch ohne Satzverlust!) gewinnen konnte. Niemand geringeres als der amtierende Tabellenführer aus Stralsund wird dann zu Gast zum Spitzenspiel der Liga in der Köpenicker Hämmerlinghalle erwartet.

Cheftrainer Robert Hinz sieht dabei sein Team zum ersten Mal seit langem nicht in der Favoritenrolle:  „Erst einmal ist die Freude natürlich groß, das Stadtderby zum Rückrundenauftakt gewonnen zu haben. Jetzt blicken wir schon gespannt auf das Spiel gegen Stralsund. Das Hinspiel haben wir an der Ostsee eindeutig verloren, im Pokal dann zu Hause nur knapp im Tie-Break. Für uns wird es auch mal angenehm sein, ohne Druck aufspielen zu können, denn André Thiels Mädels sind nach ihrem 21:0-Sätze-Lauf glänzend aufgelegt und der klare Favorit. Chancenlos sind wir allerdings nicht: Schaffen wir es an unser Leistungsmaximum zu gehen, so ist die Überraschung möglich.“

Das Spitzenspiel gegen die Stralsunder Wildcats findet am 19.01.2020 um 15 Uhr in der Hämmerlinghalle statt.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Anna Lena Grätz, Annika Kummer, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Burkhard Kroll

Cedric Enard wird Nationaltrainer Estlands

BR Volleys Trainer Cedric Enard übernimmt im Jahr 2020 erstmals hauptverantwortlich ein Nationalteam. Neben seiner Tätigkeit beim Deutschen Meister wird der 43-jährige Franzose in Zukunft die Mannschaft Estlands leiten. Mit seinem neuen Engagement im Baltikum endet auch seine Rolle als Assistenztrainer Frankreichs mit sofortiger Wirkung.

Am Sonntagabend (29. Dezember 2019) wurde Cedric Enard in Tallinn als neuer Nationaltrainer vorgestellt. Mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet wird der Franzose die Esten ab sofort auf die Europameisterschaft 2021 im eigenen Land vorbereiten. „Ich bin sehr glücklich über diesen neuen Schritt in meiner Trainerkarriere. Der estnische Volleyball-Verband hat sich ungemein um mich bemüht. Mit der Heim-EM haben wir eine für den Verband wichtige Großveranstaltung vor uns, für die wir uns in den nächsten beiden Jahren bestmöglich in Form bringen wollen“, geht Enard seine neue Aufgabe mit großem Elan an.

„Wir freuen uns, dass Cedric dieses Vertrauen geschenkt wird. Es ist eine Anerkennung für seine Arbeit und die Tätigkeit wird ihn in seiner Entwicklung als Coach sicher noch weiter voranbringen“, zeigt sich BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand erfreut über den neuen Job des Berliner Meistertrainers. Weil Enards Engagement bei den Esten 2020 direkt beginnt, wird er bei der Olympia-Qualifikation in Berlin (05. bis 10. Jan) nicht mehr als Co-Trainer der französischen Auswahl mit an der Seitenlinie stehen. Das erste Turnier, das Cedric Enard mit seinem neuen Nationalteam bestreiten wird, ist die European Volleyball League im Sommer, welche die Esten im Jahr 2018 gewinnen konnten.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Super Finals 2020 kehren zurück nach Berlin

Die Max-Schmeling-Halle festigt ihren Status als Europas Volleyballtempel, denn auch die CEV Champions League Volley Super Finals 2020 werden in der deutschen Hauptstadt ausgetragen! Fans aus ganz Europa können sich ab sofort auf die Volleyball-Party des Jahres am Samstag, den 16. Mai 2020, in Berlin freuen. Erneut werden die vier Topteams des Kontinents – jeweils zwei der Frauen und Männer – nicht nur um die europäischen Kronen, sondern auch um ein Rekordpreisgeld in Höhe von 1,5 Millionen Euro spielen.

Nach der historischen Premiere der CEV Super Finals im Mai wird die Erfolgsgeschichte im Jahr 2020 in der deutschen Hauptstadt fortgeschrieben. Auch diesmal arbeiten der Europäische Volleyball Verband (CEV), der Deutsche Volleyball-Verband (DVV), die Volleyball Bundesliga (VBL) und die Berlin Recycling Volleys mit der Unterstützung der Stadt Berlin zusammen, um bei der Wiederauflage an das spektakuläre Auftaktevent anzuknüpfen.

Der zur Champions League Saison 2019 geänderte Modus, nachdem Frauen- und Männerteams an einem Tag und einem Ort ihre Finalspiele bestreiten, hat sich bewährt. Daher werden auch 2020 die Sieger bei den Männern und Frauen gemeinsam in Berlin auf dem Podium stehen und ihre jeweilige Trophäe in die Höhe strecken. Dabei wollen alle Partner die Super Finals 2020 gemeinsam auf die nächste Qualitätsstufe heben und den Fokus noch stärker auf die Einbindung der Fans legen. Ziel ist es, den bis zu 9.500 Zuschauern im Berliner Volleyballtempel ein unvergessliches Sporterlebnis zu liefern, das die Volleyball-Saison würdig abschließt.

Die Verkündung dieser frohen Botschaft fand am Donnerstag (19. Dez.) im Rahmen einer Medienrunde im berühmten Hotel Adlon Unter den Linden statt. An dieser nahmen neben CEV-Präsident Aleksandar Boričić die Vertreter aller nationalen Kooperationspartner (DVV, VBL, BR Volleys und Stadt Berlin) teil. Im Anschluss zog man gemeinsam zum Brandenburger Tor, wo ein Fototermin vor dem bekanntesten Wahrzeichen der Metropole anstand. Mit dabei: Benjamin Patch, Spieler des Champions-League-Vertreters BR Volleys, und die dreimalige Champions-League-Siegerin Christiane Fürst.

CEV-Präsident Aleksandar Boričić: „Die CEV Super Finals 2019 waren ein wahrlich revolutionärer Moment in der Geschichte des europäischen Volleyballs. Nach dieser erfolgreichen Premiere sind wir natürlich froh, dass wir mit unseren deutschen Partnern eine Einigung über die weitere Ausrichtung im Jahr 2020 erzielen konnten. Diese Entscheidung zeigt einmal mehr die Einheit und den Zusammenhalt, die in der Volleyball-Familie herrschen. Der Schritt bestärkt mein Vertrauen, dass wir nur durch gute Zusammenarbeit großartige Dinge erreichen können. Ich freue mich auf eine weitere fantastische Volleyball-Party hier in Berlin.“

Berlins Sportsenator Andreas Geisel: „Bei den Finalspielen der CEV Volleyball Champions League 2019 hat Berlin einmal mehr gezeigt, dass wir mit Gastfreundschaft, sportbegeisterten Fans und Kompetenz punkten können. Ich bin stolz auf den neuerlichen Zuspruch des Europäischen Volleyball-Verbands und freue mich, dass wir das Finale zum zweiten Mal in Folge ausrichten dürfen. Die Sportmetropole Berlin ist die Volleyball-Hauptstadt in Europa. Wir wollen auch 2020 an die Erfolge aus dem Vorjahr anknüpfen und die ausverkaufte Max-Schmeling-Halle wieder zum Beben bringen.“

DVV-Präsident René Hecht: „Ich freue mich, dass die CEV Champions League Volley Super Finals zum zweiten Mal in Folge in Berlin stattfinden. Schon bei der Premiere haben wir erlebt, welche Volleyball-Power in der Hauptstadt steckt, als die Max-Schmeling-Halle auch ohne deutsche Beteiligung komplett ausverkauft war. Nach der Olympia-Qualifikation vom 5.-10. Januar in Berlin knüpfen wir damit nahtlos an das nächste internationale Volleyball-Highlight an. Wir brauchen solche Großevents in Deutschland, um den Volleyball schrittweise weiterentwickeln zu können. Mein Dank gilt daher allen Beteiligten, die diese Fortsetzung möglich gemacht haben. Für 2020 hoffe ich natürlich, dass ein deutscher Verein den Sprung in die Super Finals schafft.“

VBL-Präsident Michael Evers: „Die stimmungsvollen CEV Champions League Super Finals 2019 haben gezeigt, welche Begeisterung wir hier in Deutschland für den Volleyball entfachen können. Umso mehr freut es mich, dass die CEV, der DVV, die BR Volleys, die Stadt Berlin sowie die VBL ihre Kräfte bündeln, um Berlin im Jahr 2020 erneut zur Volleyball-Hauptstadt Europas zu machen. Internationale Highlights wie die Olympia-Qualifikation der Männer im Januar und die Champions-League-Finals unterstreichen den Stellenwert, den sich der deutsche Volleyball erarbeitet hat.“

BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand: „Mit der Wiederholung der CEV Champions League Super Finals 2020 in Berlin wird der Status unserer Max-Schmeling-Halle als Europas Volleyballtempel eindrucksvoll bestätigt. Großveranstaltungen wie die Super Finals sind für unseren Sport von enormer Bedeutung, umso schöner ist, dass der gesamte Kontinent zu diesem Anlass erneut nach Deutschland und Berlin blickt. Für uns als BR Volleys ist es eine große Ehre, die europäische Volleyballfamilie im Mai in unserer Stadt begrüßen zu dürfen. Wir werden einmal mehr unser Bestes geben, unserem Sport die Bühne zu bereiten, die er verdient.“

Christof Bernier 

BBSC-Sieg als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gewünscht

Kurz vor dem Weihnachtsfest treten die Damen des BBSC Berlin in der Liga noch einmal an und treffen am Sonntag, den 22. Dezember 2019 um 15:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle auf den Vfl Oythe – eine Mannschaft, die sich in Berlin immer teuer verkaufte und einen unangenehmen Gegner darstellt.

Die Gäste aus der Kreisstadt Vechta mit dem Ortsteil Oythe waren zu Saisonbeginn erneut kaum von der Spielstärke einschätzbar. Trainer Ali Hobst hatte wieder einen Umbruch innerhalb des Teams zu bewältigen. Dabei blieb sich Oythe treu und verpflichtete wie in den vergangenen Jahren auch leistungsstarke Athletinnen aus dem Ausland, wenn auch weniger als in früheren Jahren. Insgesamt vier Spielerinnen aus den USA und Polen heuerten in Oythe an. Aus dem letztjährigen Team verblieben u.a. die sehr erfahrenen Christine Augenbrock sowie die Polin Dominica Zoltanska. Paulina Brys (ehemals als Diagonale in Hamburg und Suhl in der 1. Liga aktiv) ist nach der Geburt ihres Kindes wieder als Zuspielerin in Oythe im Einsatz. Der gegnerische Block ist für die Berlinerinnen kein Unbekannter. Maike Herzog, in den letzten Jahren beim VC Olympia und bei RPB Berlin intensiv beschäftigt, hat sich für die Saison 2019/20 der Mannschaft des VfL angeschlossen. Die 1,96 m lange Blockerin aus Neuenhagen bei Berlin hatte in den vergangenen Jahren viele Einsätze in der Juniorinnen-Nationalmannschaft und wird als starke Gegenspielerin erwartet.

Die Saison begann Oythe etwas holprig, mussten sich doch erst einmal die Abläufe auf dem Feld mit den vielen Neuzugängen automatisieren. Doch mit der Zeit kam das Team aus Niedersachsen immer besser in Schwung und sichert sich mittlerweile einen guten Mittelfeldplatz in der Tabelle. So werden die Gäste erneut zu einem Gradmesser für die Spielstärke der Berlinerinnen, die sich kurz vor Saisonhalbzeit auf dem dritten Tabellenplatz wiederfinden.

Für die Gastgeberinnen gilt es, an die kämpferische und auch spielerische Leistung der letzten Wochen anzuknüpfen und zu einem attraktiven Spiel zu finden. Wir freuen uns über lautstarke Anfeuerung und eine stimmungsvolle vorweihnachtliche Hämmerlinghalle.

Quelle: Burkhard Kroll

Duell der Meister geht an Russland

Der Russische Champion erwies sich am Mittwochabend (18. Dez) als zu stark für die BR Volleys: Die Berliner verloren das Duell mit Kuzbass Kemerovo mit 1:3 (17:25, 23:25, 25:19, 19:25). Vor lautstarken 4.311 Zuschauern lief das Spiel des Deutschen Meisters nur im dritten Satz flüssig. Nach der zweiten Niederlage im dritten Champions League-Spiel bleiben die Hauptstädter in der Gruppe B auf Platz drei.

Der wiedergenesene Kyle Ensing rückte in die Startformation, konnte aber einen frühen Rückstand der Männer in Orange nicht verhindern. Der Russische Meister, dessen Star-Diagonalangreifer Victor Poletaev nicht mehr rechtzeitig für das Duell in Berlin fit wurde, zeigte von Beginn an, dass er auch kurz vor Weihnachten keine Geschenke an die Gastgeber verteilen wollte. Mehrere Asse stellten die Weichen früh auf einen Satzgewinn (6:10, 10:19), danach spielte Kemerevo die körperliche Überlegenheit in Block und Angriff souverän aus (17:25). Kuzbass knüpfte im folgenden Durchgang nahtlos an diese Leistung an (4:7). Die Hauptstädter wehrten sich nach Kräften, konnte den Rückstand zunächst aber nie entscheidend verkürzen (15:18). Erst zwei krachende Einerblocks von Ensing und Sergey Grankin ließen bei den Fans im Volleyballtempel noch einmal Hoffnung auf ein Comeback aufkeimen, zum Satzgewinn reichte es aber denkbar knapp nicht mehr (23:25).

Auch im dritten Satz verschliefen die BR Volleys den Start (3:7), im Gegensatz zu den vorherigen Durchgängen gelang es den Berlinern aber dieses Mal, die Lücke schnell wieder zu schließen (10:10). Ein weiterer Einerblock, dieses Mal von Kessel, sorgte für die erste Führung der Gastgeber, welche die Berliner im Anschluss nicht mehr aus der Hand gaben. Ein Missverständnis auf gegnerischer Seite führte zum umjubelten Satzgewinn (25:19). Trotz verheißungsvollem Beginn (10:7) von Satz Nummer vier glichen die Russen mit einer starken Aufschlagsserie von Außenangreifer Anton Karpukhov aus und gingen selbst in Führung (14:10). Angeführt von ihrem Topscorer und MVP des Spiels Karpukhov (18 Punkte) ließ Kemerovo nun nichts mehr anbrennen, entschied den Satz (19:25) und damit das Spiel für sich (1:3).

Stimme zum Spiel:

Kaweh Niroomand: „Ich bin nicht unzufrieden mit der Leistung des Teams. Bei 10:7 im vierten Satz geht ein Block um Zentimeter ins Aus, dann läuft es vielleicht anders. Wenn wir da kontrollierter reagieren und uns nicht einen Wassereimer über den Kopf laufen lassen, wäre vielleicht mehr drin gewesen. Jetzt wird es schwer. Wir müssen darauf setzen, dass sich die anderen Mannschaften gegenseitig die Punkte wegnehmen.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert und Samuel Tuia (AA), Jeffrey Jendryk und Nicolas Le Goff (MB), Sergey Grankin (Z), Kyle Ensing (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Pierre Pujol, Cody Kessel, JT Hatch, Georg Klein

Topwerte
Kyle Ensing 16 Punkte | Moritz Reichert 13 Punkte | Jeffrey Jendryk 10 Punkte (3 Blocks)

Quelle: Christof Bernier

AUF NACH MANNHEIM!

Nach drei langen Jahren sind die BR Volleys zurück in Mannheim – und dort steppt der Berliner Bär! Was gäbe es Schöneres, als gemeinsam mit einem Titel in das neue Jahrzehnt zu starten?! Wer das BR Volleys Team am 16. Februar 2020 zur größten Volleyball-Party Deutschlands in der 12.000 Zuschauer fassenden SAP Arena begleiten möchte, kann sich ab sofort die Fanpakete sichern!

Das Pokalfinale von Mannheim ist Jahr für Jahr DAS Volleyball-Happening hierzulande! Zweimal kamen die BR Volleys in den Genuss, dies miterleben zu dürfen. 2016 wurde gegen Bühl der Pokalfluch gebrochen (3:0) und 2017 musste man sich Friedrichshafen geschlagen geben (1:3). Ob im Erfolgs- oder Misserfolgsfall, die BR Volleys Fans standen jedesmal voll hinter ihrem Team und darauf setzt der Hauptstadtclub auch im Jahr 2020. Dieses Mal sind die SWD powervolleys Düren um die Ex-Berliner Egor Bogachev, Björn Andrae sowie Tim Broshog die Gegner. Beide Fanlager verbindet eine enge Freundschaft, welche zusätzlich für prickelnde Atmosphäre sorgen wird. Nichtsdestotrotz wollen die Berliner den Court am 16. Februar als Sieger verlassen und streben nach dem fünften Pokalsieg der Vereinsgeschichte.

Quelle: BR Volleys