Überraschungen am 12. Spieltag in der Regionalliga

Energie Cottbus ist mit dem 3:1-Sieg gegen den Greifswalder FC bis auf zwei Punkte an Tabellenführer Berliner AK herangerückt. Der BAK musste zu Hause im Poststadion 2:4 gegen den Chemnitzer FC die erste Heimniederlage einstecken. Nach 12 Spielen haben die Berliner 28 Punkte und Energie Cottbus 26 Punkte. Die Anzahl 26 Punkte hat auch Aufsteiger Rot-Weiß Erfurt mit dem 4:1-Sieg vor 5.899 Zuschauern gegen den BFC Dynamo geholt.

Chefredakteur Christian Zschiedrich Foto: Sportick

Mit je 25 Punkten stehen Babelsberg 03 und Chemie Leipzig auf Platz 4 und 5. Babelsberg gewann 5:1 beim Tabellenletzten in Halberstadt und Chemie siegte 4:0 zu Hause gegen Tennis Borussia. Auf Platz 6 mit 23 Punkten abgerutscht ist der 1. FC Lok Leipzig. Lichtenberg 47 nämlich bezwang nicht zum ersten Mal Lok erstaunlicherweise mit 4:2. Das Berlin-Derby VSG Altglienicke gegen FC Viktoria 89 endete 1:1, während Hertha BSC II auswärts 2:1 beim FSV Luckenwalde gewann.

So spannend kann es nun am 13. Spieltag weitergehen. Bereits am Freitagabend, 19.00 Uhr, finden zwei interessante Begegnungen mit Berliner Beteiligung statt. Das Derby Elfter gegen Zwölfter im Amateurstadion zwischen Hertha BSC II und Lichtenberg 47. Noch Spitzenreiter BAK 07 muss nach Jena zum Platz 9. Carl Zeiss. Carl Zeiss Jena entließ nach der 1:2 Niederlage in Meuselwitz Trainer Andreas Patz mit sofortiger Wirkung.

Christian Zschiedrich

Fünf Punkte Vorsprung für Spitzenreiter Berliner AK 07

Ja, der 11. Spieltag in der Regionalliga Nordost sollte im Spitzenspiel Erster gegen Zweiter entscheidende Veränderungen bringen, doch die in dieser Saison starken Babelsberger schafften als Tabellenzweiter keinen Sieg in ihrem Karl-Liebknecht-Stadion am Freitagabend, 28.10. vor 3.333 Zuschauern in einer torlosen, aber dennoch rasanten Partie. Tabellenführer BAK 07 war bereits zum neunten Mal ohne Gegentreffer und dem Sieg sogar näher als die Heimmannschaft. Babelsberg lies im ersten Durchgang die Berliner nicht zu ihrem gewohnt guten Aufbauspiel finden, die 07er gerieten beeindruckend in Zweikämpfen, mit gelungenen Attacken, dazu temporeich und immer wieder früh störend in die Defensive. BAK gelang es, sich allmählich vom Druck zu befreien und enorme Torgefahr mittels einstudierter Standards zu erzeugen. Insbesondere nach Eckbällen war es erst Meyer und dann Richter, die mit Aluminiumtreffern aufwarteten. Trainer Benjamin Duda war auf seine junge Mannschaft voller Lobeshymnen und stolz, wie sie sich behauptete und standhaft, eben nicht umfiel. Trotz fehlender Tore sprach er von einer „gutklassigen Partie“.

Grafik: Sportick

Mit dem Remis fiel Babelsberg punktgleich mit Chemie Leipzig, je 22, auf den 5. Rang zurück, davor nun von Platz 2 bis 4 gleich drei Vereine mit 23 Punkten. Energie Cottbus, Rot-Weiß Erfurt und der 1. FC Lok Leipzig. Ausgerechnet gegen Chemnitz (in Folge drei zu Null-Spiele), dann zu Carl Zeiss Jena (18 Punkte), und gegen den 1. FC Lok Leipzig, (2:0-Sieger über FSV Luckenwalde), stehen weitere schwere Aufgaben bevor. Bleibt zu hoffen, dass der Berliner Tabellenführer weiterhin standhaft bleibt und die Tabellenführung souverän, derzeit 5 Punkte Vorsprung, verteidigen kann.

Mit der VSG Altglienicke folgt erst auf Platz 7 ein weiterer Berliner Club. Im Amateurstadion fertigten die Heine-Schützlinge Herthas zweite Mannschaft mit sage und schreibe 5:0 ab. Hertha BSC II nimmt mit 11 Punkten Platz 12 ein. Der BFC Dynamo, 3:2-Sieger über Schlusslicht Germania Halberstadt, rangiert im Mittelfeld, mit 16 Punkten, Platz 10. Unmittelbar über den Relegationsplätzen stehen drei Berliner Clubs, Hertha II, Lichtenberg 47 und FC Viktoria 89. Lichtenberg erkämpfte in Jena ein 0:0, Viktoria 89 verlor zu Hause 0:2 gegen Chemie Leipzig.

Weiterhin, mit 4 Punkten, stark abstiegsgefährdet ist Tennis Borussia, Vorletzter in der Tabelle. Es war vor 1.491 Zuschauern im Mommsenstadion gegen Energie Cottbus fast absehbar, ins Hintertreffen zu geraten. Ohne Einwirkung eines Gegners brach Abwehrspieler Lucas Bähr nach dem 0:2 in der 55. Minute an der eigenen Strafraumgrenze regungslos zusammen. Das Spiel wurde einschließlich der eintreffenden Rettung 30 Minuten lang unterbrochen. TeBe’s Vorsitzender Günter Brombosch: „Lucas geht es jetzt den Umständen entsprechend gut“. Tennis Borussia kassierte in der Nachspielzeit das 0:3 und 0:4 und obendrein zwei Rote Karten: 90 + 6 Albers (Notbremse) und 90 + 12 Oschmann (Foulspiel). Am Samstag, 5.11. muss TeBe zu Chemie Leipzig, dem 2:0 Sieger im Jahnsportpark gegen Viktoria 89, nun ab in den Alfred-Kunze-Sportpark nach Leipzig.

Christian Zschiedrich

Regionalliga Nordost mit zwei Berliner Derbys

Am 7. Spieltag der Regionalliga Nordost lief alles für den BAK. Am Sonntag, 2.10. fertigten sie im Derby im Poststadion die VSG Altglienicke mit 4:0 ab. Zwei Tore in der ersten Halbzeit und zwei nach der Pause sorgten für Hochstimmung im Lager der Athleten. Bis auf Lok Leipzig (1:0 gegen Aufsteiger Rot-Weiß Erfurt) ließen die anderen Verfolger Punkte liegen. So wuchs der Vorsprung in der Tabelle auf drei Punkte an.

Unentschieden, mit 1:1, trennten sich Jena und Energie Cottbus und auch die ambitionierten Babelsberger spielten nur 2:2 im heimischen „Karli“ gegen Lichtenberg 47. Murat Tik, Lichtenbergs Trainer, war mächtig stolz auf seine Truppe. Im Gegensatz zu den Babelsbergern, die unter Profibedingungen trainieren und mittelfristig, die Rückkehr in den Profi-Fußball anstreben, wollen die 47er unter Amateurbedingungen den Klassenerhalt verteidigen. Babelsbergs-Trainer Markus Ziesche sah bei seiner Mannschaft noch zu viele Fehler beim Spielaufbau.

Ziesche trainierte in der vergangenen Saison noch TeBe und die Veilchen bleiben das Sorgenkind der Liga. Lediglich ein Unentschieden am 4. Spieltag, ein 3:3 gegen Hertha’s U23 sprang für die Mannschaft von Neu-Trainer Abu Njie bislang heraus. Gegen Aufsteiger Greifswald waren sie erneut konditionell nicht auf der Höhe. Bis zur 77. Minute bestand die Hoffnung, wenigstens einen Punkt holen zu können. Erst traf Ex-Viktoria Stürmer Sofian Benyamina zum 2:0 (77.) und in der 82. Minute machte Ex-Bundesligaspieler Tom Weiland, vom VfL Bochum gekommen, alles klar. Die Führung zum 1:0 erzielte Abu Bakarr Kargbo, spielte in der vergangenen Saison für den BAK, nach 28. Minuten. Die Veilchen bleiben mit nur einem Punkt Tabellenletzter, das Torverhältnis von minus 18, ist aktuell der schlechteste Wert der Liga.

Herthas U23 fertigte Halberstadt mit 3:0 im Traditionsteam ab. Ganz so einfach war es nicht, die Halberstädter als Tabellenvorletzter hielten über weite Strecken gut. Kassierten in 7. Minute durch Derry Scherhant das 0:1 und kurz vor dem Pausentee das 0:2, Torschütze war. Mustafa Abdullatif. In der Nachspielzeit machte Verteidiger Lukas Ullrich mit dem 3:0 für Hertha alles. Augenzeuge des unter Flutlicht am Freitagabend ausgetragenen Spiels war auch der Trainer der Hertha-Profis Sandro Schwarz.

Zeitgleich empfing Viktoria den BFC im Jahnsportpark. Der BFC sah lange wie der Sieger aus. Abwehrspieler Niklas Brandt hatte die Weinroten in der 55. Minute in Führung gebracht. Die Himmelblauen konnten mit der letzten Aktion zurückschlagen. Fatih Baca, Neuzugang vom BAK war der glückliche Torschütze am Freitagabend unter Flutlicht. Das Unentschieden hilft beiden Teams nicht so richtig weiter. Der BfC rennt weiter den eigenen Ansprüchen hinterher und Viktoria hätte sich wohl auch ein paar Punkte mehr ausgerechnet.

Am kommenden Wochenende steht nur ein Berliner Derby an, der BFC empfängt TeBe und Viktoria reist nach Halberstadt.

Hans-Peter Becker

Viktoria holt ersten Saisonsieg

Am 5. Spieltag in der Regionalliga Nordost hatten die Fußballfreunde in Berlin zwei Derbys zur Auswahl, die zudem zeitgleich angepfiffen wurden. In Lichtenberg, empfingen im „Zoschke“ die dort beheimateten 47’er die VSG Altglienicke und nur etwa 10 Kilometer Luftlinie entfernt im Jahnsportpark kämpften Viktoria und Tennis Borussia um Punkte. Im Wettbewerb um den Zuspruch an zahlenden Zusehern hatte der Jahnsportpark die Nase vorn. Leider war es nur dreistellig, im Zoschke entrichteten 595 ihren Obolus, im Prenzlauer Berg 711.

Im „Zoschke“ siegte Altglienicke durch einen Treffer von Patrick Breitkreuz in der 49. Minute mit 1:0. Minimalistisch war es zunächst auch im Jahnsportpark. TeBe gehörte die Anfangsphase. Viktoria kam schwer in die Partie, den ersten Torschuss gab in der 11. Minute Rückkehrer Shalva Ogbaidze ab. Daraus resultierte auch der erste Eckball für Viktoria.

Nach einer halben Stunde stellte Semih Keskin seine Himmelblauen taktisch um. Samir Werbelow und Moritz Seiffert tauschten die Seiten und es ging im 4-2-3-1 weiter. Es ging vor allem darum, auf der rechten Seite TeBe`s Eke Uzoma besser in den Griff zu kriegen. Die Maßnahme tat ihre Wirkung. Hatte nach Aussage von Trainer Abu Njie seine Mannschaft die beste erste Halbzeit der Saison abgeliefert, sah die zweite Halbzeit ganz anders aus. Viktoria übernahm das Kommando, von Tebe`s anfänglicher Feldüberlegenheit blieb nicht viel übrig. In der 69. Minute war es so weit, die Führung für Viktoria die logische Folge. Neuzugang und Dynamo Dresden Leihgabe Phil Harres traf mit dem Innenrist, die Vorlage lieferte von der linken Seite Werbelow. TeBe`s Abwehr war gänzlich unsortiert, einschussbereit stand auch Berk Inaler bereit. Der Sechser Inaler war es dann, der in der 74. Minute für die 2:0 Führung sorgte. Die Vorarbeit kam vom pfeilschnellen Seiffert. TeBe muss zumindest eine gute Moral bescheinigt werden. Sie gaben nicht auf und wurden in der 82. Minute mit dem Anschlusstreffer belohnt. Torschütze war Top-Neuzugang Eke Uzoma. Es war zu spät, letztlich hatten die Veilchen aus Charlottenburg einige konditionellen Probleme, so konnte die junge Viktoria Mannschaft um Trainer Keskin endlich den ersten Sieg in der Regionalliga-Saison feiern.

Am 6. Spieltag muss Viktoria beim Aufsteiger in Greifwald ran, TeBe empfängt im heimischen Mommsenstadion den SV Babelsberg.

Die anderen Berliner Vereine in der Regionalliga Nordost hatten keine Niederlagen zu melden. Der BFC holte in Leipzig-Probstheida beim 1. FC Lok ein 0:0. Hertha II war im Heimspiel siegreich gegen Greifswald und der Tabellenführer BAK 07 verteidigte den Spitzenplatz mit einem 2:1 Sieg gegen Energie Cottbus.

Hans-Peter Becker

Regionalliga Nordost aus Berliner Sicht

Aufmerksamer Beobachter am Sonntagmittag im Jahnsportpark war der Mannschaftsbetreuer der VSG Altglienicke, Jürgen Pastille. Die VSG spielt erst am Mittwoch, 31. August, ihre Partie gegen Luckenwalde und gegen Viktoria wird erst am 12. Spieltag, im November angetreten. Er sah zusammen mit etwas mehr als eintausend Zuschauer den 1:0 Sieg der Babelsberger gegen Viktoria. Der Sieg geht insgesamt in Ordnung, wenn auch Viktoria ein Elfer verwehrt wurde und ein Wembley-Tor nicht anerkannt wurde. Babelsberg hatte es versäumt, den berühmten Sack zuzubinden.

Bereits am Freitag mussten unter Flutlicht bereits drei Berliner Vertreter ihre Spiele bestreiten. Der BAK bleibt weiter ungeschlagen, als einziges Team der Liga. In Erfurt, beim Aufsteiger, wurde mit 1:0 gewonnen. Sie bleiben Tabellenführer und empfangen am nächsten Spieltag Energie Cottbus im Poststadion.

Heimspiele am Beginn des Wochenendes hatten ebenso TeBe und der BFC Dynamo. Der BFC, ja eigentlich angetreten, sich weiterzuentwickeln, unterlag im Sportforum dem FC Carl-Zeiss Jena mit 0:2 vor 2.099 Zuschauern. Mit lediglich 3 Punkten hinken sie ihren Ansprüchen hinterher. Im Mommsenstadion spielte fast zeitgleich TeBe gegen Hertha II. Die erste Halbzeit verging vor nur 567 Zuschauern torlos. Nicht einmal 10 Minuten benötigten die Veilchen, um durch den Doppeltorschützen Tekin mit 2:0 in Führung zu gehen. Am Ende trennten man sich 3:3. Immerhin, es war der erste Punkt in dieser Saison überhaupt für TeBe. Es wird eine schwere Saison für die neu formierte Mannschaft von Tennis Borussia.

Am Sonntag reiste Lichtenberg 47 nach Leipzig und traf im Georg-Schwarz-Sportpark auf Chemie Leipzig. Nach 73 Minuten lagen sie mit 0:3 hinten, der Anschlusstreffer zum 2:3 gelang erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Für die Mannschaft aus dem „Zoschke“ geht es auch in dieser Saison um den Klassenerhalt.

Hans-Peter Becker

Regionalliga Nordost – Berliner Vereine mit Licht und Schatten

Für Spannung ist in der Regionalliga Nordost auf jeden Fall gesorgt. Die Leistungsunterschiede sind geringer als in der Bundesliga. Wie in alten Zeiten, die Tagesform entscheidet über Sieg und Niederlage. Der 3. Spieltag wurde am Freitag, 19. August, mit drei Partien eröffnet. In Luckenwalde trennten sich der dort ansässige Fußballsport Verein und Chemie Leipzig 2:2. In Chemnitz musste der BFC Dynamo antreten und unterlag mit 0:1. Der holprige Start der Dynamos setzt sich fort. Das Ziel Aufstieg steht nach wie vor. Die besser gestartete Volkssportgemeinschaft aus Altglienicke entging bei den erstaunlich stark aufspielenden Babelsbergern nur knapp einer Niederlage. Torwart Leon Bätge rette mit seinem Treffer in der 6. Minute der Nachspielzeit wenigstens einen Punkt vor 2.106 zahlenden Zuschauern im Karli.

Am Samstag trafen mit Hertha II und Absteiger Viktoria die beiden jüngsten Teams der Liga aufeinander. Im Amateurstadion auf dem Olympiagelände sahen 866 Zuschauer eine torreiche erste Halbzeit. Zweimal gingen die Himmelblauen in Führung, zur Pause führte Hertha 3:2 und dabei blieb es bis zum Schlusspfiff. Ab der 75. Minute musste Hertha mit einem Spieler weniger auskommen. Verteidiger Julian Eitschberger sah nach wiederholtem Foulspiel gelb-rot.

Chancenlos war Tennis Borussia in Leipzig. Im Bruno Plache Stadion hielt die Abwehr bis zur ersten Minute der Nachspielzeit. In der zweiten Halbzeit legte Lok noch drei Treffer nach und so mussten die Veilchen eine 0:4 Niederlage quittieren. TeBe bleibt weiterhin punktlos und empfängt am nächsten Spieltag Hertha II. Sie müssen dringend personell nachlegen. Für das Mittelfeld und die Verteidigung wurde der in Berlin nicht ganz Unbekannte Eke Uzoma (ehemals BAK, zuletzt in Ungarn aktiv) verpflichtet.

Am Sonntag schlug der BAK Germania Halberstadt, mit ähnlichen Problemen wie TeBe behaftet, im Poststadion mit 2:0. Der BAK führt als einziges Team noch verlustpunktfrei die Tabelle an. Mal sehen, ob das so bleibt, am nächsten Spieltag müssen sie zum Aufsteiger Rot-Weiß Erfurt reisen, die mit jetzt sieben Punkten einen passablen Start hingelegt haben.

Wie hoch die Trauben in der Regionalliga hängen, musste Energie erfahren. Die 47er trotzten im Zoschke der Truppe von Pele Wollitz ein 0:0 ab.

Hans-Peter Becker

Berliner aussichtsreich vorn dabei

Endlich wieder präsentiert sich in bester Leistungsbereitschaft der BFC Dynamo in der Regionalliga Nordost. Sind der Tabellenführer mit sieben Punkten Vorsprung vor dem 1. FC Lok Leipzig. Allerdings haben die Leipziger zwei Spiele weniger ausgetragen. Gewinnen sie ihre Nachholspiele, wäre es begradigt, nur ein Punkt mehr für die Berliner. Da geht es rasant zu. In Lauerstellung befinden sich weiter im Aufstiegskampf drei aktuell punktgleiche Clubs auf den folgenden Plätzen mit jeweils 48 Punkten, Energie Cottbus, Carl Zeiss Jena und der Berliner AK.  Noch vor zwei Wochen waren die Berliner Athleten dem BFC Dynamo ganz dicht auf den Fersen, belegten Rang Zwei, verloren aber das Heimspiel 1:2 gegen den Chemnitzer FC, während der BFC Dynamo dreimal siegte und sich damit die volle Punktzahl sicherte. Ein 2:0-Sieg in Halberstadt, ein 3:0 gegen Meuselwitz und ebenso ein 3:0 im Stadtderby beim SV Tasmania. Bei null Gegentoren unterstreichen acht erzielte Treffer in drei Spielen auch Angriffsschwung.

Der Berliner AK ist jedoch bei 38 Saisonspielen noch keineswegs aus dem Rennen. Jena, Cottbus und Leipzig erst recht nicht. Die Spannung steigt und bereits am kommenden Spieltag kann sich das Bild ändern. Lok Leipzig hat nämlich wochentags ein Nachholspiel zu Hause gegen Optik Rathenow, muss am Samstag, dem 19.02. im Poststadion  beim Mitkonkurrenten BAK 07 ran. Der BFC Dynamo empfängt am Sonntag, 20.02. ab 13.00 Uhr, im Sportforum den Tabellenfünften Babelsberg 03. Das wird für Dynamo als machbar angesehen. Der Aufstieg, erstmals in die 3. Liga, scheint möglich zu sein.

Immerhin zehnmal Meister der DDR in Serie, dreimal Pokalsieger, einmal Supercup-Sieger und Halbfinalist im Europapokal der Pokalsieger 1972, welcher Verein kann das schon aufweisen? Doch die Erfolge liegen lange zurück. Dynamo war der erfolgreichste Club der DDR. Nach dem Mauerfall ging’s abwärts, weil die besten  Spieler verkauft wurden. Mit Stasi, Volkspolizei und DDR-Zoll waren die wichtigsten Geldgeber weg. 2002 war der Verein insolvent. Ein Neustart erfolgte in der Verbandsliga (6. Liga). Schritt  für Schritt und mit Höhen und Tiefen musste sich der BFC aus der Krise wieder empor arbeiten. Jahrelang waren die früher als besonders gewaltbereit eingestuften Anhänger ein ungeliebtes Anhängsel.

 Aktuell ist die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost nur die halbe Miete zum Aufstieg. Der Nordost-Meister muss in zwei Aufstiegsspielen gegen den Nordmeister erfolgreich bestehen. Das kritisiert nicht nur Trainer Christian Benbennek: „Da stimmt nicht nur am System etwas nicht“. Für die fünf Regionalliga-Staffeln stehen nur drei Aufstiegsplätze zur Verfügung. Die Erfahrung in der Relegation zu scheitern, mussten leider auch viele Westclubs, waren sie früher noch so erfolgreich, machen. Das Ziel, aus der Regionalliga aufzusteigen, haben Carl Zeiss Jena, Energie Cottbus, 1. FC Lok Leipzig, Berliner AK 07 und BFC Dynamo. 

Wieder einmal sprechen beim BFC passende Transfers für den Erfolg unter Trainer Benbennek in dieser Saison. Fachlich gute Arbeit verrichtet auch Team-Manager Jörn Lenz beim Wiederaufbau. Wir werfen natürlich in der kommenden Woche weiter ein Auge auf die Berliner Clubs. Tennis Borussia ist Tabellenelfter , nur noch auf dem achten Rang von der VSG Altglienicke übertroffen. Herthas Zweite steht auf Platz 12, Lichtenberg 47 ist 13., momentan abstiegsgefährdet ist Aufsteiger SV Tasmania als 17.

Christian Zschiedrich

Weitere Coronafälle im Drittliga-Kader der Himmelblauen

Am kommenden Wochenende, 14. -17. Januar, startet die 3. Liga in das neue Fußballjahr. Der FC Viktoria 89 Berlin empfängt am Sonntag, 16. Januar im Jahnsportpark Eintracht Braunschweig. Allerdings, bange Blicke richten sich aktuell auf die Testergebnisse.

„Mittlerweile wurden sieben Spieler per PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet. Alle Spieler haben sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben. Das geplante Testspiel gegen Tennis Borussia am Mittwoch, dem 12. Januar 2022, wurde abgesagt.

Peer Jaekel, Geschäftsführer der Himmelblauen, erklärt: „Wir stehen sowohl mit dem DFB, als auch mit dem Gesundheitsamt und den Ärzten im engen Austausch. Für uns gilt es nun, bei allem sportlichen Wettbewerb, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Wir hoffen, dass es in den kommenden Tagen keine weiteren positiven Fälle gibt, werden weiterhin engmaschig testen.“

Stand heute verzeichnet Viktoria Berlin eine hundertprozentige Impfquote. Die infizierten Spieler sind überwiegend symptomfrei und werden von Vereinsseite eng betreut. Das für Dienstag, 11. Jan. geplante Training wurde ebenfalls abgesagt.

Quelle: FC Viktoria Berlin

Der BFC Dynamo geht als Spitzenreiter ins Topspiel gegen den Berliner AK 07

Am Dienstag, 30.11.2021, heißt die Begegnung im Poststadion, ab 19 Uhr, Berliner AK 07 – BFC Dynamo. Es spielt der Erste gegen den Zweiten der Tabelle in der Regionalliga Nordost.

Der 19. Spieltag hatte es in sich, bescherte einen Wechsel in der Tabellenführung, der BAK 07 verlor gegen Optik in Rathenow, dem Tabellensiebzehnten mit 1:3. Der BFC Dynamo gewann das Derby gegen die VSG Altglienicke mit 2:0. Nur eine Partie fiel aus, FSV Luckenwalde – 1. FC Lok Leipzig. Drei Nachholspiele konnten stattfinden, die Tabelle ist fast wieder begradigt. Energie Cottbus und Carl Zeiss Jena holten zwei Siege. Cottbus gewann in Leipzig gegen Chemie mit 2:1 und das Nachholspiel bei Lichtenberg 47 gar mit 4:0. Carl Zeiss Jena siegte 4:1 gegen Union Fürstenwalde und 2:1 im Nachholspiel gegen VfB Auerbach.

Die Tabelle sieht für die Berliner Vereine gut aus. An der Spitze, wie eingangs erwähnt der BFC Dynamo mit aktuell 42 Punkten, gefolgt vom Berliner AK 07 mit nur einem Punkt weniger. Energie Cottbus ist Dritter mit 38 Punkten und einem Spiel mehr als der BFC und der BAK. Auf Platz Sechs die VSG Altglienicke mit 35 Punkten. Sollte im Spitzenspiel im Poststadion der BAK 07 gewinnen, gäbe es wieder einen Wechsel an der Spitze.

Nicht unerwähnt bleiben soll der 4:2-Sieg von Hertha BSC II über den FC Eilenburg und welche positive Entwicklung Tennis Borussia in der Regionalliga gerade nimmt. In Auerbach wurde 4:0 gewonnen. Damit rangiert TeBe mit 30 Punkten auf Platz 9 der Tabelle. Am nächsten Spieltag, Sonntag, 5.12., ab13 Uhr im Mommsenstadion, steht das Heimspiel gegen den Chemnitzer FC an.

Der BAK 07 reist bereits am Freitag, 3.12. zum erstarkten FC Carl Zeiss Jena. Einen Tag darauf spielt der BFC Dynamo im Sportforum, 16 Uhr, gegen den 1.FC Lok Leipzig. Alle hoffen, dass die Corona-Lage keinen Strich durch die Rechnung machen wird.

Christian Zschiedrich  

Gipfeltreffen am Dienstag-Abend: Herbstmeister ist der BFC Dynasmo.

Berliner AK 07 – BFC Dynamo 1:3 (1:1)

Tasmania schlägt Energie Cottbus

Energie Cottbus hat unter Pele Wollitz den Wiederaufstieg zum Ziel, zumindest mittelfristig. Ja, dann darf man aber nicht beim Aufsteiger SV Tasmania mit 1:2 verlieren. Mit dem Heimsieg klettert Tasmania mit nunmehr 14 Punkten nach 14 Spielen aus der Gefahrenzone und überholt auf Platz 14 sogar mit einem Zähler Hertha BSC II (Platz 15 würde am Saisonende Relegation bedeuten).

Aus Berliner Sicht sind noch weitere Komplimente zu verteilen und Siege zu vermelden. Tennis Borussia holt sich mit 1:0 im Auswärtsspiel beim FSV Luckenwalde drei Punkte, kommt mit 17 Punkten aktuell auf Rang 11. Lichtenberg 47 lässt „zu Hause“ gegen VSG Altglienicke mit dem 3:0 nichts anbrennen.  Altglienicke rutscht mit 30 Punkten auf Platz 5 ab. Lichtenberg ist 13. punktgleich mit Tasmania.

Schauen wir in der Tabelle nach oben, hurra, trotz des Spielausfalls bei Hertha BSC II bleibt BAK 07 Tabellenführer und der BFC Dynamo ist dank des 5:0-Sieges gegen den VfB Auerbach Zweiter, sitzt den Berliner Athleten  mit 33 Punkten, einen Zähler nur weniger, weiter im Nacken. Das Aufbegehren der Underdogs und der Kampf an der Spitze machen die Liga interessant. Zu Hertha BSC II: Sechs Akteure der U23 wurden zu Beginn der letzten Woche positiv auf Corona getestet.

Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Der Blick voraus auf den 16. Spieltag, zwei interessante Berlin-Derbys stehen an. Die VSG Altglienicke empfängt am Freitag, 29.10., um 19.00 Uhr, Amateurstadion, Hertha BSC II zum „Auswärtsspiel“. Zur gleichen Zeit ist im Poststadion die Partie des Tabellenführers Berliner AK gegen den Zehnten Chemie Leipzig zu Gange.

Am Sonntag, 31.10. bereits 13.00 Uhr, dann das zweite Derby im Mommsenstadion zwischen Tennis Borussia und dem BFC Dynamo.

Eine englische Woche folgt für TeBe und Tasmania, bereits am Mittwoch, 3.11. unter Flutlicht im Mommsenstadion, treffen beide aufeinander.

Hier die Ergebnisse von drei verlegten Paarungen vom Mittwoch, 27.10.21. Energie Cottbus hat die Niederlage gegen Tasmania offenbar gut weggesteckt und holte auswärts in Jena drei Punkte mit dem 1:0, das goldene Tor erzielte Tobias Eisenhuth in der 70. Minute. TeBe gewann das Nachholespiel im Mommsenstadion gegen Germania Halberstadt mit 2:0 und Lichtenberg 47 trennte sich vom VfB Auerbach mit 1:1.

Christian Zschiedrich