Trainer Siewert zurück – Füchse gewinnen 31:21 gegen TVB Stuttgart

Die erste gute Nachricht gab es vor dem Spiel. Trainer Jaron Siewert hat seine Arbeit als Chefcoach wieder aufgenommen. Während der Saison-Vorbereitung hatte der 28-jährige einen Schlaganfall erlitten. Jetzt erhielt er von den Ärzten grünes Licht für seine Rückkehr.

Was seine Mannschaft im dritten Saisonspiel vor den 6.287 Zuschauern anfangs gegen die bisher sieglosen Stuttgarter bot, war nicht dazu geeignet, ihm einen ruhigen Abend zu bereiten. Das Angriffsspiel zu statisch, die Zahl der Fehlpässe zu hoch, die Würfe zu ungenau. Hätte nicht Keeper Viktor Kireev, der russische Nationaltorhüter, stand das erste Mal über 60 Minuten im Tor der Berliner, zwei Siebenmeter gehalten, die Gäste hätten nach 15 Minuten deutlicher, als nur mit 6:4 führen können.

Mit der Einwechslung von Neuzugang Matthias Gidsel schien ein Ruck durch die Reihen der Gastgeber zu gehen. Die Füchse starteten einen 7:0-Lauf, zu dem der dänische Halbrechte selbst drei Tore beisteuerte, und verwandelten so den Rückstand in eine 17:10-Führung zur Pause, an der auch Silvio Heinevetter nichts ändern konnte. Der ehemalige Berliner hütete von der 15. Minute an das Stuttgarter Tor.

Die zweite Spielhälfte gestalteten die Füchse dann überlegen. Die Führung wurde ausgebaut. Auch als Siewert frische Spieler von der Bank brachte, gab es keinen Bruch im Spiel der Gastgeber, was „von der hohen Qualität zeugt, die wir im Kader haben“, wie Sportvorstand Stefan Kretzschmar fand. Trotz des am Ende deutlichen 31:21-Sieges sah der insgesamt zufriedene Jaron Siewert auch „viel Verbesserungspotential“.

Dieses muss bereits am Donnerstag (15.9.) aktiviert werden. Dann stehen die Füchse im Auswärtsspiel bei der SG Flensburg-Handewitt vor der ersten großen Bewährungsprobe dieser Saison. Das nächste Heimspiel gibt es am 22.9. gegen Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen.

Für die Füchse erfolgreich: Wiede 1; Holm 5; Andersson 3; Lindberg 6/2; Gidsel 4; Freihöfer 6; Vujovic 2; Marsenic 3; Drux 1

Der von Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning trainierte Kooperationspartner 1. VfL Potsdam gewann in der 2. Bundesliga sein Auswärtsspiel bei der HSG Konstanz mit 31:23 und ist nach dem zweiten Spieltag Tabellenführer.

Herbert Schalling

Füchse starten mit einem Sieg in die neue Saison

Dröhnende Musik und ein überlauter Hallensprecher, am Sound bei den Füchse-Heimspielen hat sich auch zum Beginn der neuen Saison nichts geändert, zur Freude oder zum Missvergnügen der zahlenden Kundschaft – je nach Geschmack. Nach 84 Tagen Sommerpause erlebten 6.892 Zuschauer beim Spiel gegen Frisch Auf Göppingen wieder Spitzenhandball im Fuchsbau.

Zum akustischen Grunderlebnis in der Max-Schmeling-Halle gehören auch die „Der Hans, der Hans, der kann’s“ – Rufe des Fanklubs, mit denen Tore von Hans Lindberg gefeiert werden. Gestern erklangen sie 12 Mal. Vor dem Spiel war der 41-jährige Rechtsaußen, in der vergangenen Saison Torschützenkönig der Bundesliga, in die klubinterne „Hall of Fame“ aufgenommen worden.

Füchse-Manager Bob Hanning, der erneut den erkrankten Cheftrainer Jaron Siewert vertrat, vertraute zunächst den aus der letzten Saison bekannten Spielern. Allerdings fanden die, frei nach dem Motto `Aller (Wieder-) Anfang ist schwer` nur schleppend in die Partie.

20 Minuten war es ein ausgeglichenes Spiel mit wechselnder Führung. Erst nach der Einwechslung der beiden Neuzugänge, des Dänen Matthias Gidsel /Rückraum rechts) und des Schweden Max Darj (Abwehrchef/Kreis) bekam das Spiel der Gastgeber Struktur. Das 17:13 zur Pause wurde allerdings auch durch zwei Rote Karten gegen Göppinger Spieler begünstigt, weil die Gäste, Fünfter der vergangenen Saison, dadurch ihre Formation umstellen mussten.

Nach der Pause setzten die Füchse ihr zielstrebiges Spiel fort. In ihrer besten Phase lagen sie mit zehn Toren in Führung (30:10/47.). Da war schon viel zu sehen von der versprochenen neuen Füchse-Qualität. Schließlich will man, so Bob Hanning vor der Saison, die Champions-League-Plätze (Rang 1 und 2) angreifen.

Als der Trainer Hanning dann in der Schlussphase auch dem „zweiten Anzug“ eine Chance gab – alle Spieler kamen zum Einsatz – wurde jedoch deutlich, dass es einigen (noch) an der nötigen Klasse mangelt, was zum Saison-Auftakt auch verständlich ist. Gewohnt zuverlässig verrichtete dagegen Hans Lindberg seine Arbeit – mit 12 Treffern war er nicht nur bester Füchse-Werfer. Der Däne, zur Zeit Dritter in der ewigen Torschützenliste der Bundesliga, macht sich mit seinen jetzt 2771 Toren auf, seinen Landsmann Lars Christensen (früher SG Flensburg-Handewitt) anzugreifen. „Nur“ 104 Tore fehlen noch zu Platz 2.

Mit dem 34:27-Sieg waren am Ende sowohl Trainer/Manager Bob Hanning, als auch Sportvorstand Stefan Kretzschmar zufrieden. Am 8.9. spielen die Füchse in Wetzlar, am 10.9. wieder im Fuchsbau gegen Stuttgart.

Für die Füchse erfolgreich; Wiede 3, Darj 1, Holm 3, Andersson 1, Lichtlein 1, Lindberg 12/8, Gidsel 3, Freihöfer 1, Marsenic 8, Drux 1

Herbert Schalling

Füchse weiter auf Kurs Champions League

29:24 gegen TBV Lemgo Lippe

Er hätte sein Comeback auf dem Handball-Parkett zu gern mit einem Tor gekrönt: Igor Vori. Der kroatische Rekord-Nationalspieler war am Dienstag kurzfristig für den verletzten Kreisläufer Johan Koch verpflichtet worden. In der Schlussminute kam das Zuspiel von Kapitän Paul Drux jedoch nicht bei Vori an.

Rund 20 Minuten hatte der Olympiasieger von 2004 drei Jahre nach seinem Karriereende auf dem Parkett gestanden. „Er muss sich erstmal wieder zurechtfinden. Aber man hat heute schon gesehen, mit dem Handball ist es wie mit dem Radfahren. Das verlernst Du nicht“, fand Bob Hanning. Auch Sportvorstand Stefan Kretzschmar war mit Voris Auftritt hochzufrieden. „Mit seiner Erfahrung kann er für uns noch sehr wichtig werden, in den nächsten entscheidenden Wochen.“

Der 41-jährige Vori (2,04 m, 114 Kilo) war nicht die einzige „neue Personalie“ bei den Füchsen. Gecoacht wurde das Team erneut von Bob Hanning. Der Geschäftsführer hatte Cheftrainer Jaron Siewert kürzlich schon wegen einer Corona-Erkrankung vertreten müssen. Diesmal war der Anlass ein erfreulicher. Siewert erwartete Familienzuwachs, der sich auch pünktlich während des Spiels einstellte – Herzlichen Glückwunsch.

Nach dem historischen Auswärtssieg beim THW Kiel vor elf Tagen wollten die Füchse ihre Tabellenposition mit einem weiteren Erfolg festigen. Der TBV Lemgo erwies sich als der erwartet unbequeme Gegner. (Kretzschmar: „Eine sehr gut organisierte Mannschaft“) Während die Abwehr der Berliner sehr variabel agierte und den Gästen nur wenig klare Wurfmöglichkeiten gestattete, fehlte es dem Angriffsspiel anfangs an Tempo und Übersicht. „Wir hatten auch drei, vier technische Fehler im Aufbau“, bemängelte Bob Hanning. „Aber die Jungs haben immer den Kopf oben behalten und so auch kritische Phasen gemeistert“.

Dazu zählten besonders die ersten Minuten nach der Halbzeitpause. Da büßten die Füchse in doppelter Unterzahl ihren Drei-Tore-Vorsprung ein. Fortan ging es hin und her. Lemgo glich die Führung der Gastgeber immer wieder aus. In dieser Phase erwies sich Torhüter Dejan Milosavljev einmal mehr als großer Rückhalt. Mehrfach verhinderte der Serbe, angefeuert von „Milo, Milo-Rufen“ der 4026 Zuschauer, Lemgoer Tore. Zu seinen Glanztaten gehörten auch zwei gehaltene Siebenmeter von Ex-Fuchs Bjarki Elisson.

In der Schlussviertelstunde bauten die Füchse ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Bei Lemgo ließ die Konzentration deutlich nach. Besonders der Abwehr bekamen die Gäste keinen Zugriff mehr. Am Ende gewannen die Füchse 29:24. Es war ihr sechster Sieg im sechsten Bundesliga-Spiel 2022. In der offiziellen Tabelle bleiben die Berliner mit einem Spiel weniger als der Zweite, THW Kiel auf Platz drei.

Mit vier Spielen innerhalb von zehn Tagen in Bundesliga und European League Tagen werden die Füchse demnächst besonders gefordert:

Tore: Wiede 7, Holm 5, Marsenic 5, Lindberg 4, Matthes 4, Drux 3, Andersson 1

Herbert Schalling

Füchse verlieren nach deutlicher Führung in Leipzig in der Schlusssekunde

Im Topspiel des 1. Spieltages der Handball-Bundesliga waren die Füchse Berlin zum SC DHfK Leipzig gereist. Die Füchse fanden sehr gut ins Spiel, Torhüter Miloslavljev und die Abwehr funktionierten perfekt und es gelang ein 7:1-Start nach Maß. Auch bedingt durch doppelte Zeitstrafen gegen Marsenic und Gojun kam Leipzig Stück für Stück wieder zurück. In der zweiten Halbzeit mussten die Füchse die Führung aus der Hand geben und unterlagen in einer dramatischen Schlussphase mit 23:24 (14:10). 10/5 Treffer von Lindberg und sechs Treffer von Wiede waren die besten Torschützen der Partie.

Die Füchse Berlin erwischten bei der Auswärtspartie beim SC DHfK Leipzig den deutlich besseren Start. Füchse-Trainer Velimir Petkovic gab Dejan Milosavljev den Vorzug im Tor, auch weil Silvio Heinevetter mit einem grippalen Infekt in Berlin bleiben musste. Der Neuzugang konnte sich aber auch auf eine stabile Abwehr verlassen, die von Beginn an Leipzig den Schneid abkaufte. Aber auch auf Leipiger Seite wurde in der Abwehr beherzt zugepackt, so dass Hans Lindberg bei den Füchsen den ersten Treffer der Partie mit einem Strafwurf erzielte.

Auf der anderen Seite gelang es Dejan Milosavljev einen Strafwurf von Patrick Wiesmach zu parieren, so dass Fabian Wiede im Gegenzug auf 0:2 erhöhte, bevor Lindberg auf 0:3 erhöhte. Für die Hausherren war einfach kein Durchkommen durch die Berliner Abwehr, so dass kleinere Abstimmungsfehler und auch Passfehler im Berliner Angriff den Füchsen noch nicht schadeten. Zwar parierte Joel Birlehm, er hatte im Leipziger Tor zunächst den Vorzug erhalten, einen Strafwurf von Lindberg. Doch Leipzig konnte daraus ebenso wenig Kapital schlagen wie aus einem weiteren Berliner Ballverlust.

Nach Wiedes Treffer zum 0:4 nahm Andre Haber auf Seiten der Leipziger die erste Auszeit. Im folgenden Angriff holte seine Mannschaft noch eine Zeitstrafe gegen Berlin heraus, doch einnetzen konnten sie nicht. Stattdessen hinterlief Lindberg in Unterzahl die Leipziger Abwehr und wurde von Wiede mustergültig zum 0:5 bedient. Es waren bereits mehr als zehn Minuten gespielt, als Max Jahnke den ersten Heimtreffer zum 1:5 erzielte. Nach dem 1:6 von Tim Matthes nimmt Haber bereits die zweite Auszeit und brachte erstmals den kroatischen Neuzugang Marko Mamic.

Leipzig war nun besser im Spiel und lies sich im Angriff nicht mehr so verunsichern. In Überzahl traf Mamic zum 2:7, bevor Philip Weber mit einem Treffer ins leere Tor auf 3:7 verkürzte. Das Spiel war nun ausgeglichen und auf Leipziger Seite versucht sich Trainer Andre Haber mit einem weiteren Wechsel. Er brachte den von SG Insignis Westwien gewechselten Viggo Kristjansson, der sich bei den folgenden drei Strafwürfen als sicherer Schütze erwies. Zudem kam in der 20. Minute Jens Vortmann ins Tor, der ehemalige Fuchs feierte damit sein Comeback nach einem Kreuzbandriss und konnte sich beim 9:12 sogar selbst in die Torschützenliste eintragen.

Nun reagierte auch Füchse-Trainer Velimir Petkovic mit seiner ersten Auszeit, zumal Marsenic schon mit der zweiten Zeitstrafe belastet war. Bei den Füchsen wurde im Rückraum variiert, im zweiten Anlauf kann dann auch Stipe Mandalinic erfolgreich zum 9:14 abschließen. Den letzten Treffer vor der Pause erzielte dann Leipzigs Jahnke zum 10:14. Nachdem sich direkt vor der Pause auch noch Jakov Gojun seine zweite Zeitstrafe abholten waren beide Berliner Innenblockspieler doppelt vorbelastet.

Berlin kann den Vorsprung nicht verteidigen 

Die Gastgeber hatten offensichtlich durch den verkürzten RÜckstand wieder Selbstvertrauen getankt, entsprechend starteten sie in die zweite Halbzeit. Leipzig drückte weiterhin aufs Tempo und versuchte vor allem den Innenblock der Füchse unter Druck zu setzen. Dort musste Petkovic variieren, brachte unter anderem Paul Drux in der zentralen Defensive. Zunächst ließ sich Berlin aber nicht verunsichern, gerade über ein gutes Umschaltspiel zwischen Angriff und Abwehr erhöhten sie noch auf 10:15. 

Auf Leipziger fand nun Jens Vortmann immer besser ins Spiel. Seine Paraden, unter anderem ein abgewehrter Kempatrick, ermöglichte es seinem Team auf 13:15 zu verkürzen. Bei den Füchsen versuchte nun Paul Drux fast im Alleingang die Situation zu lösen, der Halblinke ging kompromisslos ins direkte Duell und konnte so zumindest einen Strafwurf herausholen, den Lindberg zum 13:16 verwandelte. Mit einem Doppelschlag verkürzte Leipzig auf 15:16 und die Partie war wieder offen. 

Die Füchse waren nun unter Druck, konnten aber die Nerven bewahren. Allerdings gingen Velimir Petkovic die Alternativen aus, da er einerseits in der Abwehr improvisieren mussten und andererseits im Angriff Stipe Mandalinic nur wenig Akzente setzen konnte. Noch einmal konnten die Füchse aber die gegnerischen Fehler nutzen und auf 16:19 davonziehen. Angefeuert vom Heimpublikum gab aber Leipzig nie auf, auch wenn sie lange Zeit immer wieder herankamen ohne auszugleichen. 

In der 53. Minute war es dann Lucas Krzikalla, der mit seinem Treffer zum 21:21 erstmals für die Gastgeber ausglich. Nach einer weiteren Parade von Vortmann gelang dann Philipp Weber in der 55. Minute erstmals der Führungstreffer. Für die SChlussphase forderte Petkovic nun alle Kraftreserven ein, ordnete eine 5:1-Abwehr mit dem vorgezogenen Wiede an. Die Torlaune der Leipziger können damit gebremst werden und in der 58. Minute glich Lindberg mit seinem zehnten Treffer zum 22:22 wieder aus. 

In den beiden Schlussminuten nahm zunächst Leipzigs Trainer Haber seine letzte Auszeit. Zunächst konnte Gojun für die Füchse blocken, doch der Ball blieb bei den Hausherren und Marko Mamic traf 60 Sekunden vor Schluss zum 23:22. Auf der Gegenseite konnte Marsenic postwendend für die Füchse ausgleichen und Leipzig verblieben noch 40 Sekunden. Leipzig spielte den letzten Angriff konzentriert aus, Semper bediente Krzikalla und der erzielte eine Sekunde vor dem Abpfiff den 24:23-Siegtreffer.

Quelle: Füchse Berlin

A-Jugend startet in spannendes Vorbereitungsturnier

Während die Profis bereits ihr erstes Pflichtspiel im DHB-Pokal absolviert haben, steckt die A-Jugend nun mitten in der heißen Vorbereitungsphase. Von Montag bis Mittwoch (19.08-21.08.) finden in Düsseldorf die „German International Youth Championships (GIYC)“ statt. Neben vielen nationalen Hochkarätern wie den Rhein-Neckar Löwen, dem SC Magdeburg und der SG Flensburg-Handewitt nehmen auch internationale Topvereine wie Telekom Veszprém, MOL Pick Szeged und RK Celje teil. Die optimale Plattform für die Jungfüchse sich auf nationaler, wie internationaler Ebene zu beweisen.

Am Montag, 19.08. um 9:30 Uhr starten die Berliner in das Turnier, welches laut Trainer Bob Hanning als erste Standortbestimmung dienen soll. In der Gruppe der Jungfüchse mischen neben der Jugendabteilung des deutschen Rekordmeisters vom THW Kiel, auch der slowenische Topverein RK Celje und die Österreicher HC Fivers WAT Margareten mit. Gegen letztere starten die Berliner in das Turnier. Es folgen die Spiele um 14:30 Uhr gegen den THW Kiel und um 19:30 Uhr gegen RK Celje.

„Wir freuen uns sehr auf das Turnier und wollen diese Gelegenheit nutzen, um uns optimal auf die Saison vorzubereiten“, sagt Bob Hanning. Ein wichtiger Bestandteil des Teams fehlt allerdings: Kapitän Nils Lichtlein ist mit der U19 des DHB heute noch im Finale bei der Jugend-WM in Nordmazedonien aktiv. Auch das ist ein Grund für Hanning seine restlichen Spieler genau zu beobachten: „Ich bin gespannt, wer jetzt die Verantwortung übernehmen kann und wie sich das Team insgesamt präsentiert“.

Am Dienstag sind dann bereits die ersten Platzierungsspiele, sowie die Viertel- und Halbfinals. Am Mittwoch werden dann die finalen Platzierungen ausgespielt. Die Jungfüchse werden alles geben, um das Turnier mit der bestmöglichsten Platzierung abzuschließen. So oder so wird der Trainerstab um Bob Hanning nach dem Turnier genügend Anhaltspunkte haben, um das Team der Jungfüchse besser zu machen.

Spielplan GIYC:
Mo., 09:30 Uhr: Jungfüchse – HC Fivers WAT Margareten
Mo., 14:30 Uhr: Jungfüchse – THW Kiel
Mo., 19:30 Uhr: Jungfüchse – RK Celje

Quelle: Füchse Berlin

Füchse ohne Punkte in Leipzig

Die Füchse Berlin können auch beim SC DHfK Leipzig die Trendwende nicht schaffen. Mit 27:32 (15:16) verliert der Hauptstadtclub sein Bundesligaspiel in Leipzig. Am Ende bewiesen die Hausherren den längeren Atem. Die besten Werfer waren Bjarki Elisson und Hans Lindberg mit fünf Treffern.

Die Füchse starteten mit einer starken Angriffsleistung in die Partie. In der fünften Spielminute traf Jacob Holm mit dem vierten Berliner Treffer zum 4:3. Auch in den folgenden Minuten drückten die Füchse weiterhin aufs Tempo und durch einen Doppelschlag von Paul Drux und Fabian Wiede konnte sich der Hauptstadtclub auf 8:6 absetzen. 

Doch nach einer Zeitstrafe gegen Fabian Wiede kamen die Hausherren wieder heran und konnten selbst mit 8:9 in Führung gehen. Danach entwickelte sich ein ausgeglichener Spielverlauf. In der 22. Spielminute war beim 11:11 weiterhin alles eng zusammen. Bis zur Halbzeit blieb das Duell auf Augenhöhe. Am Ende der ersten 30 Minuten führte der SC DHfK Leipzig beim 15:16 denkbar knapp.

Zu Beginn gelang den Berlinern der Ausgleich, doch beim 18:20 in der 37. Spielminute waren die Gastgeber wieder mit zwei Treffern in Front. Dieser Rückstand hatte auch sieben Minuten später beim 21:23 noch Bestand. Beim 23:24 nach 47 Minuten bekamen die Füchse dann eine doppelte Zeitstrafe gegen Mijajlo Marsenic, der gleichzeitig mit der dritten Zeitstrafe disqualifiziert wurde, und Fabian Wiede.

Das Spiel blieb eng aber der amtierende EHF-Champion aus Berlin lag auch acht Minuten vor dem Schlusspfiff beim 24:26 weiterhin mit zwei Treffern im Hintertreffen. Die Füchse schafften es bis in die 56. Spielminute den Rückstand zwar zu halten, aber konnten ihn nicht verkürzen. Im Anschluss sorgten die Leipziger für den Unterschied. Am Ende müssen die Füchse beim 27:32 in Leipzig die nächste Niederlage einstecken. 

Füchse Berlin – SC DHfK Leipzig 27:32 (15:16)

Heinevetter, Semisch; Wiede 4, Elisson 5, Holm 3, Struck, Gojun, Lindberg 5/1, Zachrisson 1, Simak 3, Urios, Reißky, Marsenic 2, Drux 4

Stimmen:

Paul Drux: 

Machen uns das Leben in der zweiten Halbzeit durch Zeitstrafen schwer. Wir spielen eigentlich eine ordentliche Abwehr im zweiten Abschnitt. Im Angriff fehlen dann irgendwann die Kräfte gegen Ende und die Tore werden nicht mehr so einfach. Kommen immer wieder ran und dann bekommen wir zweimal zwei Minuten. Das bricht einem natürlich das Genick. Wir können uns kämpferisch nichts vorwerfen und waren gut vorbereitet. Jetzt müssen wir weiter hart arbeiten und zusammenstehen. Am Sonntag steht das nächste wichtige Spiel an und dann kommt auch schon das Final Four.

Bob Hanning (Geschäftsführer Füchse Berlin):

Wir legen ein passives Abwehrspiel hin.  Wir lassen einfache Tore vom Kreis und aus dem Rückraum zu. Dann bekommen unsere Torhüter nichts zu fassen.  Im Angriff war das heute eigentlich gut, doch wenn du immer eines bekommst, dann wird es schwierig. Ich bin grundsätzlich kein Freund von Charakterfragen im Sport. Ich glaube darum geht es nicht. Die Mannschaft muss jetzt in der Defensive ein anderes Gesicht zu Tage legen.

Dennoch können wir in dieser Saison noch vieles Erreichen. Wir stehen nächste Woche im Final Four um den DHB-Pokal, haben im EHF-Cup alle Chancen auch unter die letzten vier einzuziehen und in der Liga ist zumindest der sechste Rang möglich. Deshalb sollten wir nun abwarten und sehen, was wir in den nächsten Wochen noch gemeinsam erreichen können.

Quelle: Füchse Berlin

Heimniederlage gegen Göppingen

Die Füchse Berlin haben ihr Heimspiel gegen Frisch Auf! Göppingen mit 29:33 (15:13) verloren. Nach einer durchwachsenen Anfangsphase kam das Team im Verlauf der ersten Halbzeit zurück und ging bis zur Pause in Führung. Im zweiten Durchgang waren die Gäste dann das stärkere Team und knackten den Fuchsbau. Bester Werfer war Bjarki Elisson mit acht Treffern.

Der Start verlief direkt schwer für das Heimteam aus Berlin. Binnen weniger Minuten scheiterte man immer wieder an Daniel Rebmann im Tor der Gäste und lag somit schnell 1:4 im Hintertreffen. Bjarki Elisson verwandelte dann zum 2:4, doch die Mannschaft aus Göppingen zeigte sich weiterhin wacher. Bis zum 6:9 in der 17. Spielminute gab es keine Veränderung des Abstandes.

Doch dann riss der Hauptstadtclub das Geschehen an sich. Bis in die 26. Spielminute ließen die Füchse keinen gegnerischen Treffer mehr zu und somit gelang ihnen ein beeindruckender 6:0-Lauf. Nach dem 12:9 berappelten sich die Gäste wieder etwas und konnten bis zum Halbzeitpfiff noch auf 15:13 verkürzen.

Das gute Gefühl aus Halbzeit eins konnten die Füchse im zweiten Durchgang nicht mehr auf die Platte bringen. Der Gast von Frisch Auf! startete mit vier Treffern in Serie und somit lagen die Hausherren nach 34 Minuten wieder mit 15:17 in Rückstand. Von nun an gelang dem Team von Trainer Velimir Petkovic nicht mehr die Wende. Tor um Tor konnten sich die Gäste absetzen und waren somit in der 43. Spielminute bereits auf 17:21 davongezogen.

Im weiteren Verlauf erhöhte sich sogar der Rückstand bis auf 20:26. In den letzten zehn Minuten konnte der Hauptstadtclub das Spiel nicht mehr zu seinen Gunsten drehen und deshalb verlieren die Füchse Berlin verdient mit 29:33 gegen Frisch Auf! Göppingen. Doch nun heißt es Kräfte sammeln, denn bereits am Samstagabend geht es im Europapokal beim Saint-Raphael Var Handball weiter.

Füchse Berlin – Frisch Auf! Göppingen 29:33 (15:13)

Heinevetter, Semisch; Wiede 4, Elisson 8, Holm 1, Struck, Lindberg 6, Zachrisson 1, Simak 1, Schmidt 2, Matthes 1, Reißky, Marsenic 2, Drux 3

Stimmen:

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin):

Wir haben heute vollkommen verdient verloren. Ich habe meine Mannschaft immer für ihre Einstellung und ihren Charakter gelobt, aber das habe ich heute alles vermisst. Wir waren zu brav in der Deckung und haben den Kampf nicht angenommen. Wir bringen in den letzten Wochen die Leistung nicht auf das Feld. Wir müssen nun deutliche Worte finden, damit wir in weniger als 48 Stunden gegen Saint-Raphael ein anderes Gesicht zeigen, um als Gruppensieger ins Viertelfinale des EHF-Cups einziehen zu können.

Bob Hanning (Geschäftsführer Füchse Berlin):

Ich rede nicht gern über das Wort Charakter. Aber ich sehe, dass wir in der 18. Spielminute die erste gelbe Karte bekommen. Da wissen wir, dass wir gegen diesen Gegner wichtige Attribute vermissen ließen. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass wir aktuell nicht mehr als Mittelmaß sind und deshalb haben wir heute auch verdient gegen Göppingen verloren.

Füchse im Reisestress von Hannover nach Spanien

Am Donnerstag mussten die Füchse Berlin in Hannover eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen. Trotz Fünf-Tore-Führung zur Halbzeit mussten die Hauptstädter letztendlich eine 25:26-Niederlage hinnehmen. Nun wollen die Füchse sich im EHF-Cup den Frust von der Seele schießen. Bereits am Samstag um 19:30 Uhr sind die Berliner bei BM Logroño La Rioja zu Gast. Dieser kurze Abstand zwischen den beiden Partien bedeutet für die Füchse heute viel Reisestress.

Das wichtige Ligaspiel gegen Hannover konnten die Füchse Berlin nicht gewinnen. Dabei sah es anfangs richtig gut aus. Schnell konnten die Berliner vorlegen und konnten diese Führung in der ersten Halbzeit auf teilweise sechs Treffer ausbauen. Die zweite Halbzeit verlief nicht so gut für die Füchse und die Hausherren konnten zwei Minuten vor dem Ende in Führung gehen. Auch Fabian Wiede konnte die Niederlage nicht mehr verhindern. Er traf kurz vor Ende nur den Pfosten.

Ohne Punkte im Gepäck ging es für die Berliner heute in Richtung Flughafen. Das anvisierte Ziel war aber nicht Berlin, sondern der spanische Flughafen in Pamplona. Denn nach nur einem Tag Pause geht es für die Füchse Berlin schon im EHF-Cup weiter. Der amtierende Titelverteidiger gastiert beim BM Logroño La Rioja. Dieses Spiel könnte schon der Schlüssel zum Viertelfinale sein.

„Dieses Spiel zu gewinnen, ist elementar wichtig, um einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale zu machen“, weiß Manager Bob Hanning. Mit einem weiteren Auswärtssieg kommt man der Zielsetzung, als Gruppensieger das Viertelfinale zu erreichen, ein gutes Stück näher. Das würde gleichzeitig bedeuten, dass man den stärkeren Gegnern der restlichen Gruppen aus dem Weg gehen würde und somit eine erhöhte Chance auf das Final-Four-Turnier in Kiel hätte. 

Quelle:Füchse Berlin Handball

Füchse schnappen sich die ersten Rückrundenpunkte

Die Füchse Berlin gewinnen ihr Heimspiel gegen den VfL Gummersbach mit 25:19 (13:7). Während der gesamten 60 Minuten zeigten sich die Füchse als die bessere Mannschaft und kontrollierten die Gäste vom VfL. Bester Werfer war Nationalspieler Paul Drux mit fünf Treffern.

In der Anfangsphase hatten die Berliner noch kleinere Abstimmungsprobleme in der Offensive, doch die Verteidigung und Silvio Heinevetter im Tor waren sofort hellwach. In der neunten Spielminute traf Paul Drux zum 3:2 für die Füchse. Von nun an zeigte sich der Qualitätsunterschied der beiden Teams. Das Team von Velimir Petkovic schaffte es über ein 7:3 in der 21. Spielminute auf 10:5 zu stellen. 

Trotz einiger Möglichkeiten, die nicht genutzt wurden, gelang Frederik Simak schließlich der Pausenstand vom Siebenmeterstrich zum 13:7. Die Defensive mit Abwehrchef Jakov Gojun und Silvio Heinevetter im Tor, der 16 Paraden zeigte, war ausschlaggebend für die deutliche Führung. Im zweiten Durchgang spielten die Füchse kontrollierend.

Nachwuchstalent Tim Matthes gelang in der 34. Spielminute das 15:8 für den Hauptstadtclub. Der Vorsprung pendelte sich nun bei sechs Toren ein und die Hausherren ließen die Gäste nicht entscheidend näherkommen. In der 42. Minute war es wieder Tim Matthes der zum 19:13 erfolgreich war. Mit Anbruch der letzten zehn Minuten streuten die Füchse noch einen Zwischenspurt ein.

Drei Treffer in Serie durch Bjarki Mar Elisson, Fabian Wiede und Jacob Holm sorgten drei Minuten vor dem Ende für das entscheidende 24:16. Gummersbach kam noch etwas heran, doch am Ende setzte Elisson mit dem Treffer zum 25:19 den Schlusspunkt in der Partie. Durch den Sieg schnappen sich die Füchse die ersten Bundesligapunkte in der Rückrunde und können selbstbewusst am Donnerstag nach Hannover reisen.

Füchse Berlin – VfL Gummersbach 25:19 (13:7)

Heinevetter, Semisch; Wiede 4, Elisson 3, Holm 3, Gojun, Lindberg 3/1, Simak 4/2, Schmidt, Matthes 2, Reißky, Koch 1, Marsenic, Drux 5

Stimmen:

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin): Die Mannschaft hat so gespielt, wie es nötig war. Das macht uns nicht zufrieden, ich will auch mal mit zehn Toren gewinnen. Aber wir wollen auch den jungen Spielern Möglichkeiten geben. Wir haben zwei Punkte und das zählt. Ich bin richtig zufrieden mit Paul Drux. Wir haben ihm Zeit gegeben, gesund zu werden. Ich bin überglücklich, wie er spielt. Ich will aber auch Frederik Simak Zeit geben, um sich zu entwickeln. Auch mit Fabian Wiede bin ich sehr zufrieden.

Bob Hanning (Geschäftsführer Füchse Berlin): Wir können mit der Leistung als Ganzes nicht komplett zufrieden sein. Wir müssen aber auch die Situation sehen, in der wir uns befinden. Wir haben das Spiel kontrolliert und nicht mehr und nicht weniger.

Quelle: Füchse Berlin

Heimsieg zum Auftakt der EHF-Gruppenphase

Füchse Berlin – Saint Raphael Var Handball 33:29 (17:15). Die Füchse Berlin behielten am Ende einer spannenden Partie die Oberhand und setzten sich mit 33:29 (17:15) gegen Saint-Raphael Var Handball durch. Beinahe das gesamte Spiel lagen die Füchse in Führung, doch die Gäste blieben immer auf Tuchfühlung. Beste Werfer für die Füchse waren Hans Lindberg und Paul Drux mit jeweils sieben Toren.

Weltmeister Hans Lindberg eröffnete die Partie mit dem 1:0. Bis zum 4:4 entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung. Dann setzten sich die Berliner etwas ab. Die Nationalspieler Paul Drux und Fabian Wiede sorgten für die 9:5-Führung in der 10. Spielminute. Doch die Füchse konnten das Niveau nicht halten und somit kamen die Gäste wieder auf 10:9 heran.  

Eine doppelte Unterzahl bracht die Füchse nicht aus dem Konzept und kurz darauf traf Bjarki Mar Elisson zum 14:11 für den Hauptstadtclub. Die Füchse behaupteten nun einen zwei Tore-Vorsprung. Silvio Heinevetter parierte in der Schlussphase von Durchgang eins noch einen Siebenmeter, doch die Füchse konnten nur mit einer 17:15-Halbzeitführung die Seiten wechseln. 

Nach Wiederanpfiff war das Spiel zunächst etwas zerfahren. Doch Johan Koch behielt die Übersicht und traf zum 19:16 für die Berliner. In den folgenden Minuten wurden allerdings immer wieder Chancen vergeben, sodass die Gäste den 21:21-Ausgleich schafften. 

Durch die Einwechslung von Frederik Simak kam neuer Schwung ins Berliner Spiel. Der junge Rückraumspieler erzielte drei Füchse-Tore in Folge und somit sah sich Gästetrainer beim 25:23 gezwungen eine Auszeit zu nehmen.

Die Begegnung blieb weiterhin offen. Auch als Paul Drux, zehn Minuten vor dem Abpfiff, die Lücke zum 27:24 war noch keine Entscheidung gefallen. Kurz darauf reagierte auch Füchse-Trainer Velimir Petkovic mit einer Auszeit. Es war nun eine richtig spannende Begegnung. Doch Fabien Wiede erzielte zwei wichtige Treffer für die Füchse. Kurz darauf stellte Hans Lindberg mit seinem siebten Treffer die Weichen bereits auf Heimsieg. Am Ende freuten sich die Füchse Berlin über einen 33:29-Erfolg, bei dem Youngster Tim Matthes den Schlusspunkt setzte.

Heinevetter, Semisch; Wiede 5, Elisson 3, Holm 4, Gojun, Lindberg 7/2, Simak 3, Schmidt 1, Matthes 1, Reißky, Koch 1, Marsenic 1, Drux 7

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin): Ich bin froh, dass wir heute gewonnen haben – vor allem nach der schlechten Leistung gegen Lemgo. Ich freue mich, dass wir in der ersten Halbzeit mit 17 Toren guten Handball gezeigt haben. Das spricht für einen guten Angriff. In der Deckung hatten wir Probleme wie auch gegen Lemgo. Das funktioniert noch nicht so gut im Zusammenspiel mit den Torhütern.

Bjarki Mar Elisson: Es war wichtig, dass wir gewonnen haben, Saint Raphael ist ohne Ende gelaufen. Nach jedem Tor haben sie eine schnelle Mitte gemacht. Aber wir haben mitgehalten und am Ende zwei Punkte geholt. Das ist das, was zählt.

Quelle: Füchse Berlin Handball