Eisbären verlieren zum Saisonauftakt

Am zweiten Spieltag der DEL Saison 2022/23 griffen auch die Eisbären in das Geschehen ein. Sie unterlagen in Nürnberg bei den Ice-Tigers mit 2:4. Trainer Serge Aubin konnte lediglich mit dem ersten Drittel seiner Mannschaft zufrieden sein. Da stand es 0:0 und die Eisbären hatten noch alle Möglichkeiten.

Ryan Stoa erzielte in der 33. Minute das erste Tor und somit die Führung für die Nürnberger. In der 37. Minute gelang den Bären der Ausgleich durch Kevin Clarke. Diesen Zwischenstand konnten die Eisbären nicht mit in den Schlussabschnitt nehmen. Patrick Reimer setzte 16 Sekunden vor der Drittelsirene den Puck in die Maschen. Im Schlussabschnitt kam von den Eisbären insgesamt zu wenig. In der 43. Minute erhöhte Blake Parlett auf 3:1 und für die Vorentscheidung sorgte Dane Fox mit seinem Treffer zum Nürnberger 4:1. Die Eisbären trafen noch einmal im Powerplay durch Marcel Noebels. Der Treffer in der 57. Minute fiel zu spät, um die Nürnberger vor über 4.018 Zuschauern gefährden zu können.

Eisbären-Kapitän Frank Hördler bestritt sein erstes DEL-Spiel zusammen mit Sohn Eric. Fast wäre Hördler Junior, der insgesamt 2,11 Minuten bei seinem DEL-Debüt auf dem Eis stand, kurz vor dem Ende gleich ein Tor geglückt. Niklas Treutle im Nürnberger Tor hatte etwas dagegen.

Am 3. Spieltag, 23.09. kommen die Grizzlys Wolfsburg in die Arena am Ostbahnhof.

Hans-Peter Becker

Penny DEL 2. Spieltag

18.09.2022 16:30 Uhr Nürnberg

Nürnberg Ice Tigers – Eisbären Berlin 4:2 (0:0, 2:1, 2:1)

Nürnberg Ice Tigers: Treutle (Hungerecker) – Shaw, Welsh; Weber, Karrer; Bodnarchuk, Parlett; Mebus – Schmölz, Stoa, Reimer; MacLeod, Fleischer, Sheehy; Fox, Leonhardt, Ustorf; Kislinger, Jahnke, Lobach – Trainer: Tom Rowe

Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak; Müller, Ellis (A) – Noebels, Boychuk, Clark; White, Regin, Fiore; Mauer, Wiederer (A), Barinka; Nijenhuis, Handschuh, Baßler; E. Hördler – Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0 – 32:11 – Stoa (MacLeod, Welsh) – EQ

1:1 – 36:56 – Clark (Müller, Boychuk) – EQ

2:1 – 39:44 – Reimer (Schmölz, Fleischer) – EQ

3:1 – 42:36 – Parlett (Fleischer, Shaw) – EQ

4:1 – 53:40 – Fox (Sheehy, Bodnarchuk) – 6-5

4:2 – 56:41 – Noebels (Nowak, Boychuk) – PP1

Strafen

Nürnberg Ice Tigers: 6 (2, 0, 4) Minuten

Eisbären Berlin: 6 (0, 4, 2) Minuten

Schiedsrichter

Lasse Kopitz, Gordon Schukies (Jonas Merten, Kenneth Englisch)

Eisbären verlieren gegen Göteborg

An das Hinspiel am 3. September in Göteborg hatten die Eisbären keine gute Erinnerung. Sie verloren im Scandinavium mit 1:7. Das Rückspiel im Wellpalast ließ zum Beginn ähnlich schlimmes erwarten. In Schweden lagen sie bereits nach 35 Sekunden mit 0:1 hinten, dauerte es Donnerstagabend, am 8. September, immerhin 89 Sekunden bis Schweden trafen. Verteidiger Tom Nielson war der Torschütze, der eine mustergültige Kombination für die Schweden vollendete. Sehr zum Jubel der mitgereisten Fans aus Schweden. Sie mussten sich kräftig schütteln, die Hausherren des Wellis, es dauerte bis zur 5. Spielminute und dem ersten Torschuss der Eisbären, abgegeben von Manuel Wiederer.

Die Eisbären, angetrieben von 2.230 Zuschauern, steigerten sich. Ein weiterer Treffer fiel nicht mehr bis zur ersten Pausensirene. Der Ausgleich gelang den Eisbären in der 24. Minute durch Marco Baßler, die Vorlage kam von Kapitän Frank Hördler. Ein weiteres Verteidiger-Tor brachte in der 31. Minute Göteborg erneut in Front. Christian Folin war der Torschütze. Nur knapp zwei Minuten später nutzten die Eisbären eine Überzahlchance und stellten die Partie wieder pari. Matt White war für das Spezial-Team erfolgreich und ließ dem jungen dänischen Nationaltorwart Frederik Dichow im Tor von Frölunda Göteborg keine Chance der Abwehr.

CHL Pokal Foto: Becker

Mit dem 2:2 ging es in den Schlussabschnitt. Ein offener Schlagabtausch, mit einigen Monstersafes von Eisbären-Goalie Juho Markkanen ging für die Eisbären unglücklich zu Ende. Es waren noch 39 Sekunden auf der Spieluhr, da sprang der Puck unglücklich vom Plexiglas zurück auf den Schläger von Jonas Müller, Ryan Lasch, der Flügelstürmer der Gäste stocherte mit, das Streitobjekt landete im Tor vor der Gästetribüne. Die aus Sicht der Eisbären unglückliche 2:3 Niederlage war besiegelt.

Serge Aubin, der Eisbären-Trainer, in seiner Wertung des Spiels: „Wir haben heute gut gespielt und hart gekämpft. Ein Punkt wäre verdient gewesen, in dieser engen Partie. Wir haben uns in allen Bereichen verbessert. Juho Markkanen hat sehr gehalten. Bei Göteborgs Siegtreffer hatten wir Pech, dass der Puck unglücklich von der Bande abgeprallt ist. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, vor unseren Fans zu spielen. Ihre Stimmung war grandios.“

Am Samstag, 10. September, geht es bereits weiter. Erneut im Welli wird der französische Meister aus Grenoble erwartet. Das Hinspiel hatten die Eisbären gewonnen und sind nach der Niederlage bereits zum Siegen verdammt, um die Playoff-Chancen zu wahren.

Hans-Peter Becker

Torspektakel am Dienstagabend

In dieser Saison gehört bei den Heimspielen der Eisbären den Gästen das Recht auf den ersten Treffer. So war es auch am Dienstagabend am 19. Spieltag, die Straubing Tigers waren zu Gast, in der 5. Spielminute traf Andreas Eder im Power Play. Nur 30 Sekunden später erhöhten die Tigers auf 2:0. Es lief noch die 5. Spielminute, nur 9 Sekunden brauchten die Eisbären, um auf 1:2 zu verkürzen. Kevin Clark ließ es krachen und überwand Tomi Karhunen im Straubinger Tor.

Der nächste Treffer in der Partie dauerte etwas länger, in der 14. Minute, wieder hatten die Gäste ein Power Play und Michael Connolly stellte auf 3:1 aus Sicht der Gäste. Mit diesem ernüchternden Zwischenstand gingen die Eisbären in die erste Drittelpause. Es war ein hart geführtes Drittel, es gab auf beiden Seiten Strafzeiten wegen unnötiger Härte.

Alles auf Angriff, angesichts des Rückstands war die Devise der Eisbären und sie gewannen das Drittel mit 3:1, was den Gesamtstand wieder pari stellte. In der 31. Minute erzielte Frans Nielsen das 2:3. Es war sein erstes Tor im Eisbären-Trikot. Einen Assistenten für dieses Tor gab es nicht, ein Abwehrfehler ging voraus. Straubing schlug fast postwendend wieder zurück, in der 34. Minute durch Benedikt Schopper. Die Tore 3 und 4 für die Eisbären waren wieder eng getaktet. In der 37. Minute krönte Zachary Boychuk eine mustergültige Kombination und nur eine knappe Minute später beförderte Giovanni Fiore den Puck in die Maschen. Es war ein etwas vogelwildes Torspektakel.

Im Schlussabschnitt konnten die Eisbären das Spiel drehen. Eine lange Aufholjagd krönte Kai Wissmann und erzielte das 5:4 in der 51. Minute. Vorsichtshalber sahen sich die Schiedsrichter den Treffer nochmals im Video genauer an. Es war alles regelgerecht. Es blieb spannend bis in die Schlusssekunden. In den letzten zwei Spielminuten versuchten die Gäste im empty net die Verlängerung zu erreichen. Die Eisbären verteidigten den knappen Vorsprung vor 5.611 Zuschauern, die am Dienstagabend den Weg in die Arena am Ostbahnhof gefunden hatten.

Mit dem Spiel war, so in dem Statement der beiden Trainer, keiner zufrieden. Tom Pokel, Straubing Trainer:“…vier Tore hier in Berlin müssen führen einen Sieg reichen.“ Serge Aubin: „In der Kabine ist gerade keiner froh über das Spiel.“

Nur 48 Stunden Pause hat das Team, schnell regenerieren, bereits am Donnertag, 4.11. geht es weiter, erneut ein Heimspiel, zu Gast sind dann die Krefeld Pinguine.

Hans-Peter Becker/ Fotonachweis © Hans-Peter Becker

Eisbären besiegen Bremerhaven – Doppeltorschütze Giovanni Fiore

Es begann wie in fast jedem Heimspiel der Eisbären in dieser Saison. Die Gäste gingen in Führung. In der 6. Minute erzielte Tim Lutz das 1:0 für Bremerhaven, er nutzte einen dafür einen Blackout von Manuel Wieder, der unfreiwillig die Vorlage gab. Anschließend scheiterten die Eisbärenstürmer serienweise an Brandon Maxwell. So ging das Anfangsdrittel knapp an die Gäste von der Nordsee.

Eisbären-Trainer Serge Aubin formierte eine neue Sturmreihe um den Center Frans Nielsen mit ihm stürmten Matthew White und Giovanni Fiore. Als überzähliger Ausländer sah sich Simon Despres diesmal das Spiel von der Tribüne aus an.

Im Mittelabschnitt machten die Eisbären genauso weiter, Maxwell bekam einiges zu halten und es wurde ein Gegentor kassiert. Es war eine gute Kombination der Gäste, abgeschlossen mit einem Tipp-In. Ziga Jeglic hielt seinen Schläger in einen Schuss von Jan Urbas. Die Antwort der Eisbären erfolgte schnell. In der 29. Minute fiel das 0:2 und in der 30. Minute verkürzten die Eisbären auf 1:2. Es war eine Gemeinschaftsproduktion der 1. Sturmreihe, die Marcel Noebels vollendete. Das Drittel ging zu Ende in einem offenen Schlagabtausch. Die Ereignisse überschlugen sich in den letzten beiden Spielminuten des Mittelabschnitts. In der 38. Minute erzielt der Wusselstürmer Kevin Clark den 2:2 Ausgleich. Irgendwie kommt er hinter dem Bremerhavener Tor in Puckbesitz und überwindet Maxwell an der kurzen Ecke. Was für ein Kack-Tor werden sich die Gäste gedacht haben. Anschließend geht Frank Hördler wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank und gleich hinterher Jonas Müller.

Den Schlussabschnitt beginnen die Eisbären mit einer 3 zu 5 Unterzahl. Die 38 Sekunden in 3 zu 5 Unterzahl überstanden die Eisbären und schließlich hielten sich die Eisbären weiter schadlos und kaum waren sie wieder vollzählig, jubelte die Halle. Giovanni Fiore schob den Puck zwischen Pfosten und Maxwell in den Kasten. Die Eisbären hatten das Spiel gedreht. Ausgleich oder Sack zu, beide spielten mit offenem Visier. Als 6 Minuten vor dem Ende Uwe Schumann die offizielle Zuschauerzahl bekannt gab, hielt die knappe Führung. Eine leichte Steigerung des Zuschauerinteresses war zu vermelden, längst kein ausverkauftes Haus, immerhin nahmen 7.718 den Dank des Stadionsprechers entgegen. In der 56. Minute war der eben erwähnte Sack zu. Leo Pförderls Schuss konnte Maxwell nicht festhalten und es stand 4:2. Anschließend nahm Thomas Popiesch eine Auszeit und seinen Goalie vom Eis. Ins leere Tor traf dann Fiore und so wurde es ein standesgemäßer Heimsieg.

Seit 30 Jahren Stadionsprecher – Uwe Schumann © Foto: Becker

Vor dem Spiel schallten Uwe, Uwe Rufe durch die Arena, gemeint war Uwe Schumann, der seit 30 Jahren mit „Liebe Zuschauer, hallo Eishockeyfreunde“ erst im Welli und mit Beginn der Saison 2008 in der Arena am Ostbahnhof. Auf die nächsten 30 Jahre und herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubiläum.

Viele Tore beim Heimsieg der Eisbären

Am 13. Spieltag der Saison 2021/22 empfingen die Eisbären den ERC Ingolstadt. Das Spiel hielt zwei Neuheiten für die Fans bereit. Nur wer geimpft oder genesen war durfte in die Arena und sie bekamen die spektakuläre Neuverpflichtung Frans Nielsen zusehen. Trainer Serge Aubin stellte ihn bei seinem ersten Auftritt im Eisbären-Trikot in eine Sturm-Reihe mit Kevin Clark und Parker Toumie. Dafür musste Mark Zengerle seinen Platz räumen. Um 14:06 Uhr war es so weit, der 949fache NHL-Spieler betrat für seinen ersten Wechsel das Eis. Er musste etwas warten, weil die Eisbären nach nur 55 Sekunden bereits die erste Strafe kassierten, die ging torlos vorüber. Für einen Einsatz in den Spezialteams war er noch nicht vorgesehen. Bei den Eisbären trägt er die Rückennummer 51, zuletzt war diese Zahl auf einem Wettkampf-Trikot in der Saison 2007/08 zusehen, getragen von Thomas Pielmeier.

Im Anfangsdrittel legten die Eisbären gleich richtig los. Die Tore fielen im Zweiminuten-Takt, zwischen der 8. und 12. Spielminute, Torschützen waren Leo Pföderl, Kevin Clark und Blaine Byron. Ingolstadt fand erst kurz vor dem Drittelende ins Spiel. Nach der Pause verkürzten sie durch Brendon Defazio auf 1 zu 3. Es dauerte nur 23 Sekunden bis die Eisbären durch ein Tor bei eigener Unterzahl den alten Abstand wieder hergestellt hatten. Blaine Byron war im Sprintduell der Schnellste und netzte ein. So ist das manchmal, auf der einen Seite gelingt alles während sich gegen die andere Seite alle Eishockeygötter verschworen haben.

Sie legten zwei weitere Tore nach im Mittelabschnitt, jede Reihe wollte glänzen, in der 30. Minute vollendete Mat White und sein Kollege aus der zweiten Sturmreihe Zachary Boychuk tat es ihm in der 38. Minute gleich.

Mit einer beruhigenden Führung von 6:1 konnten die Eisbären den Schlussabschnitt beginnen. Dass bei diesem Rückstand noch was gehen kann, daran glaubte bei den Ingolstädtern so richtig niemand mehr. Gäste-Trainer Doug Shedden hatte ein Einsehen mit seinem Goalie und schickte für die verbleibende Spielzeit Jonas Stettmer auf das Eis. In der 42. Minute wollten Ingolstadts Fabio Wagner und Eisbär Mat White ihre Fähigkeiten beim Faustkampf testen, vorsichtshalber mussten sich beide das Geschehen für zwei Minuten von der Strafbank aus ansehen. Im Spiel vier gegen vier gelang den Gästen der zweite Treffer durch Mirko Höfflin. Das Duell schrieb erst die 44. Minute und im Eishockey kann es schnell anders herum gehen. In der 49. Minute verkürzten die Gäste weiter und brachten die Eisbären ins Grübeln.

Der Vorsprung war ausreichend, die Eisbären siegten mit 6 zu 3.

Frans Nielsen im Einsatz für die Eisbären. © Foto: Hans-Peter Becker

Dough Shedden war bedient. „Die Eisbären waren sehr effektiv und Mathias Niederberger hat sehr gut gehalten und das hat den Unterschied gemacht.“ Eine kurze, treffende Analyse, die Hartmut Nickel Kurve bewies ein gutes Gespür und feierte ihren Goalie mit Sprechchören. In die Eisbärenfamilie aufgenommen wurde auch der Neuzugang Frans Nielsen. Er wird noch ein bisschen Zeit brauchen zur Eingewöhnung. Bei seinem ersten Spiel in der DEL brachte es auf 18 Einsatzminuten, ein Tor oder ein Assist gelang ihm nicht. Er war gefordert bei 21 Anspielen, davon konnte er 9 gewinnen.

Frans Nielsen „lch wurde sehr gut von der Mannschaft aufgenommen. Die PENNY DEL ist eine gute Liga mit sehr vielen talentierten Spielern. Die größte Umstellung für mich ist die größere Eisfläche. Vor allem beim Spiel ohne Puck. Wir haben eine starke Mannschaft, die unglaublich tief besetzt ist. Es ist egal, wird die Tore schießt, solange wir gewinnen. lch hoffe aber natürlich, dass ich auch bald treffen werde.“

Die Eisbären hatten beantragt, mit der 2G Regelung die Halle wieder voll auslasten zu können. Am Freitagnachmittag bekamen die Eisbären dafür die Genehmigung. Ein heikles Thema, die Arena war nur zur Hälfte gefüllt. Es mag auch zum Teil daran gelegen haben, dass die Zeit, sich auf die neuen Bedingungen einzustellen, etwas knapp war. Für das nächste Heimspiel hoffen die Eisbären wieder auf eine fünfstellige Zuschauerzahl, am liebsten auf ein ausverkauftes Haus.

DEL 13. Spieltag 17.10.2021 14:00 Uhr MB-Arena Berlin
Eisbären Berlin – ERC lngolstadt 6:3 (3:0, 3:1, 0:2)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Niederberger (Hungerecker) – Müller, Ellis (A); Hordler (C), Wissmann (A); Despres, Jensen;Veilleux,Mick, – Noebels, Byron, Pfoderl; Veilleux, Bovchuk, White; Tuomie, Nielsen, Clark; Roßmy Streu, Wiederer – Trainer: Serge Aubin
ERC lngolstadt: Rämo (ab 41. Minute: Stettmer) – Bodie, Hüttl; Wagner (C), Marshall; Quaas, Gnyp – Hofflin, Pietta (A), Simpson (A); Defazio, Soramies, Bourque; Flaake, Feser, Storm; Stachowiak, Aubry, Brune – Trainer: Doug Shedden
Strafen: Eisbären Berlin: 8 (4, 2, 2) Minuten – ERC lngolstadt: 8 (4, 0, 4) Minuten
Schiedsrichter Andrew Bruggeman, Marian Rohatsch (Marcus Hofer, Jonas Merten)
Zuschauer 7.181

Hans-Peter Becker

Eisbärensieg in Bremerhaven

Die Eisbären haben den zweiten Auswärtssieg der Saison gelandet. Am 3. Spieltag siegte die Mannschaft von Trainer Serge Aubin mit 4:0 in Bremerhaven. Im 1. Drittel fiel ein frühes Tor, Kevin Clark brachte die Eisbären in der 4. Spielminute in Führung. Im Mittelabschnitt zogen die Eisbären davon, Mat White, Marcel Noebels und Leo Pföderl erzielten die Treffer.

Bremerhaven konnte versuchen was es wollte, das Tor der Eisbären blieb verschlossen. Nichteinmal eine 5 zu 3 Überzahl konnten die Pinguine für einen Treffer nutzen. Im Tor der Eisbären bekam erneut Tobias Ancicka den Vorzug und feierte einen Shutout.

Eisbären-Trainer Serge Aubin sprach vom besten Spiel seiner Mannschaft seit Beginn der Vorbereitung.

DEL 3. Spieltag 17.09.2021

Bremerhaven Pinguins – EHC Eisbären Berlin 0:4 (1:0/3:0/0:0)

Aufstellungen

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Maxwell (Franzreb) – Dietz, Eminger; McNeill, Alber; Kreutzer, Krogsgaard; Stovvasser – Urbas, Jeglic, \/erlic; Uher, Friesen, McGinn; Reisnecker, Wejse, Mauermann; Andersen, \/ikingstad, Kinder – Trainer: Thomas Popiesch

Eisbären Berlin: Ancicka (Niederberger) – Müller, Ellis (A): Jensen, Wissmann (A); Hordler (C), Despres;Mik – Noebels, Byron, Pfoderl; White, Boychuk, Fiore; \/eilleux, Wiederer, Clark; Roßmy, Streu, Tuomie- Trainer: Serge Aubin

Tore

0:1 – 03:58 – Clark (Hordler) – E0

0:2 – 22:40 – White (Fiore, Boychuk) – E0

0:3 – 29:16 – Noebels (0esprés, Byron) – E0

0:4 – 30:50 – Pföderl (Byron, Noebels) – E0

Strafen

Fischtown Pinguins Bremerhaven: 2 (2, 0, 0) Minuten – Eisbären Berlin: 8 (0, 2, E) Minuten

Schiedsrichter
Andrew Brüggeman. Gordon Schukies (Marcus Hofer. Jonas Merten)
Zuschauer: 2.407

Eisbären gewinnen in Iserlohn

Es war ein unterhaltsames Eishockeyspiel für die 3.080 Zuschauer in der Eishalle am Seilersee in Iserlohn. Nach dem 1. Drittel stand es 1:1. Die Führung der Gastgeber durch Ex-Eisbär Kris Foucault konnte Kevin Clark ausgleichen. Die folgenden Spieldrittel verliefen torreicher. Für die erneute Führung der Roosters sorgte ein weiterer Ex-Eisbär. Sven Ziegler überwand Tobias Ancicka mit einem Penalty. Leo Pförderls Treffer brachte den erneuten Ausgleich, wieder Führung für die Roosters und Ausgleich, mit einem 3:3 ging es in den Schlussabschnitt.

Matt White sorgte zunächst mit einem Doppelpack für einen 2 Torevorsprung, bevor Sven Ziegler für Iserlohn verkürzen konnte. Für die Vorentscheidung zeichnete ein Treffer von Marcel Noebels verantwortlich. Ein empty-netter von Zachary Boychuk stellte den Endstand von 7:4 für die Eisbären her.

Serge Aubin, der Trainer der Eisbären, war zufrieden: „Unsere Führungsspieler haben Verantwortung übernommen, es war aber ein Sieg der gesamten Mannschaft.“

Am 3. Spieltag, Freitag, 17. September müssen die Eisbären in Bremerhaven antreten.

DEL 2. Spieltag 12.09.2021 16:30 Uhr Eishalle am Seilersee in Iserlohn

Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin 4:7 (1:1/2:2/1:4)

Strafen

Iserlohn 8(6,2,0)

Eisbären 12 (4,6,2)

Endlich wieder Eishockey

In der Eishockey Champions League empfingen zum ersten Spieltag die Eisbären Berlin mit Tappara Tampere eine Mannschaft aus Finnland. Es gab auch wieder Fans in der MB-Arena am Ostbahnhof. Mit einem lustigen kleinen Filmchen wurde auf die Hygieneregeln aufmerksam gemacht. Seit 538 Tagen durfte kein Zuschauer mehr in die Halle. Umso mehr genoss es Stadionsprecher Uwe Schumann, dass er bei der Vorstellung der Mannschaft nur den Vornamen nennen musste. Zwischenzeitlich waren die Eisbären ja auch Meister geworden. Die Bannerzeremonie steht dafür noch aus.

Das Spiel begann mit leichten Vorteilen für die Eisbären. Es dauerte so etwa 12 Minuten bis die Gäste aus Finnland in die Partie fanden. In der Schlussphase des Anfangsdrittels mussten zunächst Neuzugang Blaine Byron und etwas später Kevin Clark auf die Strafbank. Da konnte sich Mathias Niederberger im Tor Eisbären auszeichnen.

In der 24. Minute hatte Niederberger keine Chance gegen ein Geschoss von Tyler Morley, dem Center der ersten Sturmreihe vom Tampere. Es hatte sich angedeutet, die Finnen steigerten sich. Es klappte mit dem Erzielen von Toren. Fast im Minutentakt schlug es ein bei den Eisbären. Zwischen der 28. und 31. Spielminute schraubten die Finnen das Ergebnis auf 0:5 aus Sicht der Eisbären. Ein Drittel zum Gruseln für die Eisbären-Fans, die Humor bewiesen und skandierten: „Ihr werdet nie Deutscher Meister!“ Das stimmte, während bei den Eisbären nicht mehr viel zusammenlief. Nach dem 0:5 hatte Eisbären-Trainer Serge Aubin ein Einsehen mit seinem Goalie und schickte für ihn Tobias Ancicka vor den Kasten. Der hielt bis zur letzten Drittelpause seinen Kasten sauber.

Im Schlussdrittel steckten die Eisbären nicht gänzlich auf und erzielten in der 42. Minute endlich ihren ersten Treffer im Spiel. Allerdings stellten die Finnen den alten Abstand in der 48. Minute wieder her, es war ein Powerplay und nun wurde auch Ancicka überwunden. Immerhin konnten die Eisbären das 1. und das 3. Drittel unentschieden gestalten. Leider lag ein Katastrophen-Drittel dazwischen.

Es war nicht der Abend der Eisbären, die sich den Start in die neue Saison sicher anders vorgestellt hatten und die in der Halle zugelassenen und anwesenden 2.000 Zuschauer ebenso.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Es war ein enttäuschendes Spiel heute, das Ergebnis sagt es
schon aus. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Unser Einsatz hat mir nicht gefallen. Wenn man keine
Zweikampfe gewinnt, wird es schwer, die Partie zu gewinnen. Es war aber nur ein Spiel, das wir hinter
uns lassen. Wir werden die Partie analysieren und daraus lernen. Es war toll, wieder vor Fans zu spielen.
Es tut mir leid für sie, dass sie so ein Spiel sehen mussten.“
Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin): „lm ersten Drittel haben sich beide Mannschaften noch
herangetastet. lm mittleren Spielabschnitt hat Tampere noch einmal zugelegt und uns unter Druck
gesetzt. Dagegen haben wir keinen Weg gefunden. Das Spiel wurde dann auch etwas ruppiger, da
hätten wir abgeklärter sein müssen. Das Schlussdrittel sah wieder besser aus, da haben wir unser
System gespielt. Das müssen wir aber über 60 Minuten durchziehen. Am Sonntag müssen wir dem
Gegner unser Spiel aufdrücken. Mit unseren Fans in der Arena war es grandios.“

CHL Champions Hockey League 1. Spieltag Gruppe E

27.08.2021 20:15 Uhr MB-Arena Berlin

ECH Eisbären Berlin – Tappara Tampere 1:6 (0:0/0:5/1:1)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Niederberger (ab 31. Minute: Ancicka) – Müller, Ellis (A): Hordler (C), Wissmann (A):
Geibel, Després – Noebels, Boychuk, Pföderl; White, Byron, Clark; Mik, Zengerle, Fiore; Roßmy. Streu,
Wiederer – Trainer: Serge Aubin
Tappara Tampere: Heljanko (Piiroinen) – \/ittasmäki, Tuulola; Austin, Seppälä; Jürgens. Kinnunen:
Salminen, Vanhatalo – Levtchi, Morley. Kuusela; Tanus. Virta. Merelä; Salonen, Platzer, Peltola;
Moilanen. Rauhala, Puhakka – Trainer: Jussi Tapola
Tore
0:1- 23:52 – Morley (\/ittasmäki, Levtchi) – EQ
0:2 – 27:19 – Puhakka (Seppälä) – EQ
0:3 – 28:41 – Peltola (Vittasmäki, Platzer) – 4-4
0:4 – 29:35 – Morley (Austin, Kuusela) – PP1
0:5 – 30:22 – Levtchi (Morley. Vittasmäki) – EQ
1:5 – 41:26 – White (Fiore, Boychuk) – EQ
1:6 ~ 47:05 – Merelä (Linnunen) – PP1

Strafen
Eisbären Berlin: 16 (4. 8, 4) Minuten – Tappara Tampere : 6 (0. 4, 2) Minuten
Schiedsrichter
Andre Schrader, Marc lwert (Maksim Cepik, Wayne Gerth)
Zuschauer 2.000

Kevin Clark wird ein Eisbär

Die Eisbären Berlin verpflichten Stürmer Kevin Clark für die kommende PENNY DEL Saison 2021/22. Der Kanadier spielte in der vergangenen Spielzeit bei den Rapperswil-Jona Lakers in der Schweizer National League.

Nach vier Saisons und insgesamt 179 Spielen in der American Hockey League, in denen ihm64 Punkte (30 Tore und 34 Assists) gelangen, wechselte Clark während der Spielzeit 2012/13 nach Europa in die PENNY DEL. Für die Krefeld Pinguine sowie die Hamburg Freezers erzielte der Kanadier in 112 Ligaspielen 64 Treffer und steuerte 74Torvorlagen bei. Hinzu kommen neun Tore und sieben Assists in 19 Playoff-Spielen. In Deutschlands höchster Spielklasse wurde er 2015 Torschützenkönig und zum Stürmer und Spieler des Jahres gewählt. Zudem wies er, wie bereits in der Vorsaison, die beste Plus/Minus-Statistik aller Akteure auf. Die Saison 2015/16 verbrachte der Rechtsschütze ein der Schweiz bei den SCL Tigers und wechselte für die folgenden beiden Spielzeiten in die schwedische Svenska Hockeyligan(SHL) zu Brynäs IF. In der Saison 2016/17 war Clark bester Torschütze der SHL und gewann mit Brynäs die Vizemeisterschaft.Für Dinamo Riga absolvierte der Kanadierin der Spielzeit 2018/19 38 Partien in der Kontinental Hockey League, bevor es zurück in die Schweiz zu den Rapperswil-Jona Lakers ging, für die er bis zuletzt aktiv war. In den insgesamt vier Saisons in der Schweizer National League sammelte Clark in 159 Hauptrunden- und 33 Playoff-Partien in Summe 82 Tore und 82 Assists. „Ich freue mich auf Berlin. Ich komme zu den Eisbären, um die Meisterschaft zugewinnen“ sagt Kevin Clark. „Dass ich Serge Aubin als Trainer kenne, hat meine Entscheidung, nach Berlin zu kommen, maßgeblich beeinflusst. Er weiß, wie ich spiele und wie ich der Mannschaft helfen kann, erfolgreich zu sein.“ Mit der kanadischen Nationalmannschaft gewann Kevin Clark in den Spielzeiten2015/16 und 2019/20 den Spengler Cup, beim zweiten Erfolg war er zudem punkte bester Spieler des Turniers und wurde ins All Star Team gewählt. Darüber hinaus vertrat er sein Heimatland zweimal beim Deutschland Cup. Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer zur Verpflichtung des Stürmers: „Kevin Clark ist ein international erfahrener Stürmer und eine gute Verstärkung für unsere Offensive. Er hat einen super Charakter und über Jahre hinweg in verschiedenen Ligen verlässlich Tore geschossen. Serge Aubin hat bereits mit ihm zusammengearbeitet und weiß, wie er ihn am besten einsetzen muss. “Kevin Clark erhält einen Zwei-Jahresvertrag und wird mit der Rückennummer32 auflaufen. Mit dieser Neuverpflichtung haben die Eisbären Berlin für die kommende Spielzeit 2021/22 bisher drei Ausländerlizenzen vergeben und haben noch acht weitere zur Verfügung. Von insgesamt elf Lizenzinhabern dürfen pro Spiel neun zeitgleich auf dem Spielberichtsbogen aufgeführt und somit bei PENNY DEL Pflichtspielen eingesetzt werden.

Quelle: Eisbären Berlin

Erste Personalentscheidungen bei den Eisbären

Die Eisbären Berlin können die ersten Informationen zur Planung für die kommende PENNY DEL Saison 2021/22 bekannt geben. Nachdem der Vertrag mit Cheftrainer Serge Aubin bereits erneuert wurde, einigten sich die Berliner auch mit Assistenz-Trainer Craig Streu auf eine Vertragsverlängerung. Das neue Arbeitspapier des 52-Jährigen läuft über weitere zwei Jahre.Assistant Coach Gerry Fleming wird ab der kommenden Spielzeit nicht mehr zum Trainerteam gehören.

„Bereits vor ihrer Zeit in Berlin haben Serge Aubin und Craig Streu seit vielen Jahren erfolgreich zusammengearbeitet. Auch bei den Eisbären haben sie hieran nahtlos angeknüpft. Wir freuen uns, dass auch Craig weiterhin Teil unseres Trainerteams sein wird. Wir bedanken uns bei Gerry Fleming für die Arbeit in den vergangenen drei Jahren. Er hatte einen großen Anteil an unseren Erfolgen“, sagt Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer.

Darüber hinaus konnten die ersten Einigungen mit Spielern bezüglich neuer Verträge erzielt werden. So werden die deutschen Verteidiger Frank Hördler, Jonas Müller, Kai Wissmann und Eric Mik auch weiterhin für die Hauptstädter auflaufen. Müller und Wissmann unterschrieben für jeweils weitere drei Saisons. Hördlers und Miks neuer Arbeitsvertragläuft jeweils über die kommende Spielzeit 2021/22. Zudem bleiben auch die Stürmer Matt White, Zach Boychuk und Giovanni Fiore jeweils ein weiteres Jahr in Berlin.

Stéphane Richer: „Wir sind sehr glücklich über diese Vertragsverlängerungen. Frank Hördler war in der abgelaufenen Spielzeit ein super Kapitän und herausragender Führungsspieler. Mit seiner Erfahrung und beständigen Leistung war er einer der Eckpfeiler der Mannschaft. Jonas Müller und Kai Wissmann sind als deutsche Nationalspieler wichtige Stützen in unserer Verteidigung. Eric Mik hat sich im vergangenen Jahr enorm weiterentwickelt und war fester Bestandteil unserer Meistermannschaft. Er hat gezeigt, dass er noch riesiges Potenzial hat. Giovanni Fiore, Matt White und Zach Boychuk haben sich perfekt ins Team integriert,als sie im Laufe der letzten Saison zu uns gestoßen sind. Alle haben bedeutendeRollen innerhalb des Teams ausgeübt und waren wesentliche Faktoren für den Gewinn der Meisterschaft. Ich freue mich, dass wir allein Berlin halten konnten.“

Den Verein verlassen werden John Ramage, Mark Olver, Kris Foucault, Pierre-Cédric Labrie, Fabian Dietz und Thomas Reichel. Mit den beiden Verteidigern Simon Després und Ryan McKiernan befindet sich die sportliche Leitung aktuell noch in Gesprächen.„Wir bedanken uns bei allen Spielern für ihr, teilweise jahrelanges, Engagement für die Eisbären. Die Entscheidungen sind uns nicht leichtgefallen“, erklärt Stéphane Richer. „Jeder einzelne hat einen großen Beitrag zu unseren Erfolgen geleistet. Wir wünschen ihnen viel Erfolg für ihre Zukunft.“

Der derzeitige Eisbären-Kader für die Saison 2021/22:Tor: Mathias Niederberger, Tobias Ancicka Abwehr: Kai Wissmann, Frank Hördler, EricMik, Jonas Müller, Constantin Braun Sturm: Nino Kinder, Mark Zengerle, Parker Tuomie, Giovanni Fiore, Haakon Hänelt, Sebastian Streu, Zach Boychuk, Marcel Noebels, Leo Pföderl, Matt White, Lukas Reichel.

Quelle: EHC Eisbären Berlin