Da darf sich keiner zu sicher fühlen…

„Schlecht gespielt und doch gewonnen“, so meint CFC-Trainer Uluc von der Leistung seines Teams angesäuert, in der Beurteilung alles andere, nur nicht lobenswert. Drei der Berliner Spitzenvereine verärgerten diesmal ihre Trainer. Hertha 03 verlor in dieser Saison doch so ambitioniert, mit 1:3 in Schwerin. Trainer Robert Schröder schlug sich der vielen vergebenen Torchancen wegen die Hände über den Kopf zusammen. So wird das nichts, wenn Torchancen nicht konsequent genutzt  und konzentriert zum erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Von Peinlichkeiten war in Staaken die Rede. In Halbzeit zwei ließ der SC Staaken die in Unterzahl agierenden Gäste aus Torgelow zum Ausgleich und damit zum 1:1 Endstand kommen. Staakens Trainer Jeffry Seitz bemängelte die Einstellung seiner Spieler und kündigte demzufolge eine härtere Gangart im Training an.

Foto: Headlight Pictures

Stern 1900 war spielfrei und ziert nun mit lediglich drei Punkten Ende der Oberliga-Tabelle. Brandenburg Süd siegte unerwartet 2:1 in Ludwigsfelde. Eintracht Mahlsdorf, jetzt 13., ließ beim 1:2 in Neustrelitz die Punkte liegen. Erfreulich dagegen, Blau Weiß 90 beim 4:0-Sieg in Stendal. Blau Weiß schoss sich damit mit 19 Punkten nach dem 9. Spieltag auf Tabellenplatz zwei. Auf folgenden drei Plätzen stehen Berliner Vereine.

Bereits am Freitag, 22.10. kommt es im Ernst-Reuter-Stadion zum Duell Fünfter gegen Vierter, Hertha 03 – Hertha 06. Blau-Weiß 90 einen Tag später beim Torgelower FC Greif ran. Schließlich spielt am Sonntag, 24.10. der Letzte gegen den Ersten, Stern 1900 – Rostocker FC heißt die Paarung an der Kreuznacher Straße. Ebenfalls am Sonntag hat der SC Staaken sein Heimspiel gegen Mecklenburg Schwerin. Eintracht Mahlsdorf ist spielfrei.

Christian Zschiedrich

Vier Spielausfälle in der Regionalliga, einer in der Oberliga und keiner in der Berlin-Liga

Lichtenberg 47 – VfB Auerbach, Chemnitzer FC – Energie Cottbus, Germania Halberstadt – VSG Altglienicke und Hertha BSC II – Carl Zeiss Jena, diese Partien fielen am 11. Regionalliga-Spieltag aus. Die Tabelle weist ein großes Durcheinander aus. Doch der BFC Dynamo steht nach dem 1:1 in Luckenwalde unangefochten mit 28 Punkten nach 11 Spielen, drei Punkte besser als der Berliner AK, an der Tabellenspitze. Der BAK 07 gewann mit 3:1 in Meuselwitz, hat außerdem gegenüber dem BFC Dynamo mit -9 das schlechtere Torverhältnis. Mit drei Toren von Emre Demir gelang dem SV Tasmania (10 Punkte nach 10 Spielen) ein 3:3 gegen Union Fürstenwalde. Sie schenkten dabei eine 2:0 Halbzeitführung her. Tennis Borussia musste sich 2:4 in Babelsberg geschlagen geben und ist nach bisher sechs Spielen Tabellensiebzehnter. Am Mittwoch, 22.09., heißt es im Bruno-Plache-Stadion, 1.FC Lok Leipzig – Tennis Borussia und am Samstag, 13.00 Uhr, kommt Lichtenberg 47 (Tabellenplatz 15, 10 Spiele, acht Punkte) zum Heimspiel ins Mommsenstadion.

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Sportick

Zuvor am Freitagabend, 24.09. ab 19.00 Uhr, stehen drei Spiele mit Berliner Beteiligung auf dem Programm: das Derby im Poststadion Berliner AK – SV Tasmania, VSG Altglienicke – ZFC Meuselwitz im Amateurstadion und der BFC Dynamo – Chemnitzer FC im Sportforum.

Schade, dass in der NOFV Oberliga Nord die Begegnung des Tabellenführers FC Hertha 03 – in Seelow ausfiel. Zwei Spieler der Victoria aus Seelow sollen sich infiziert haben. Hertha 03 führt mit 16 Punkten nach sechs Spielen die Tabelle an und will die Führung vor dem Rostocker FC (15 Punkte) im Heimspiel am Sonntag, 26.09. 14.00 Uhr, Ernst-Reuter-Sportfeld gegen den Torgelower FC Greif (5 Punkte nach 5 Spielen) verteidigen. Der SC Staaken (Tabellendritter mit 14 Punkten) musste infolge der 0:1-Niederlage in Ludwigsfelde den Rostocker FC vorbeiziehen lassen. Am Samstag, 25.09. heißt eine Partie des 7. Spieltages Rostocker FC – Blau-Weiß 90, dem erfreulichen Tabellenvierten.

Lediglich Stern 1900 steht mit drei Punkten – am 7. Spieltag schafften die Sterne immerhin ein 2:2 gegen Brandenburg Süd – noch als Vorletzter auf einem Abstiegsplatz. Wesentlich besser platziert ist Eintracht Mahlsdorf (10 Spiele und 8 Punkte), erzielte übrigens erneut in letzter Sekunde zu Hause ein Unentschieden (1:1 gegen Hertha 06) und muss am Samstag, 25.09. 14.00 Uhr, (Werner-Seelenbinder-Sportplatz) bei Brandenburg Süd 05 dem Tabellenletzten ran. Vier Sonntagspiele stehen für die anderen Berliner Vertreter an: Greifswalder FC – Stern 1900, CFC Hertha 06 – RSV Eintracht, SC Staaken – Victoria Seelow und Hertha 03 – Torgelower FC Greif.

In der Berlin-Liga wird es für die Füchse Berlin langsam unheimlich mit der maximalen Ausbeute – fünf Spiele und 15 Punkte. Am 6. Spieltag wurde mit 3:1 gegen Türkiyemspor auf dem Wackerplatz gewonnen. In der jetzt folgenden englischen Woche geht es am Dienstag, 21.09., 19.30 Uhr, erneut ein Heimspiel, gegen Fortuna Biesdorf (17. der Tabelle mit erst 4 Punkten) und am Freitag, 24.09. auswärts bei Türkspor am Heckerdamm. Der SC Charlottenburg ist mit zwei Siegen erst einmal aus dem Keller raus, Tim Harzheim erlitt beim 2:0-Sieg gegen Stern Marienfelde einen Achillessehnenanriss. Drei Tage später folgte das 3:1 gegen den SV Empor. In den unteren Regionen wurde ordentlich gepunktet, TuS Makkabi erspielte sich mit dem 5:1 gegen Fortuna Biesdorf den 2. Tabellenplatz, steht mit 14 Punkten nur einen einzigen Zähler hinter den Füchsen. Die haben ein Spiel weniger ausgetragen. Nach der englischen Woche sprechen wir uns wieder. Spannung ist weiter angesagt.

Christian Zschiedrich     

Überraschungen in der Berlin-Liga, die Füchse führen

Die neun Spiele am 2. Spieltag teilten sich in vier Heimpleiten und vier Siege, mit einem Remis 1:1 zwischen Makkabi – Spandauer Kickers. Bei den vier Heimpleiten verlor der SCC am deutlichsten, 0:4 gegen Wilmersdorf. Bezeichnend auch das 2:5 von Sparta Lichtenberg gegen den Berliner SC. Rudow verlor zu Hause 1:2 gegen Stern Marienfelde und durch das 0:2 der Frohnauer am Poloplatz gegen den SV Empor, rutschte der Frohnauer SC gleich auf einen Abstiegsplatz. Selbst Makkabi ließ zu Hause beim 1:1 gegen die Spandauer Kickers unerwartet Federn.

Die vier Siege, wie folgt auf: Dreimal gab es ein 3:1 für die Gastgeber. SD Croatia – Berlin Türkspor, Hilalspor – Brandenburg 03 und 1. FC Novi Pazar – Fortuna Biesdorf (Tabellenletzter). Wenn die Füchse Berlin weiterhin so angriffslustig Tore schießen, werden bestimmt mehr als die 176 Zuschauer am Freitagabend zu den Spielen kommen. 4:0 (1:0) fegten sie den 1. FC Wilmersdorf vom Wackerweg. Torschützen Haubitz, Nellesen und zweimal Özcin.

An kommenden Freitag, 20.08. 19.30 Uhr, sollen die auswärts siegreichen Sterne aus Marienfelde dran glauben.

In der 1. Hauptrunde des AOK-Pokals setzten sich die Favoriten durch, knapp und mit Mühe zwei Oberligisten Blau-Weiß 90 – SF Kladow 2:1 und SC Staaken – FC Amed. Am ersten September-Wochenende geht es mit der 2. Hauptrunde weiter. Das Los bescherte den Füchsen gleich einen Regionalligisten aus der Spitzengruppe. 11:4 Tore, 12 Punkte in vier Spielen. Das kann im Pokal gegen den Vertreter aus der Berlin-Liga heiter werden. Was soll’s sagt sich das Team des zwei Klassen tieferen um Trainer Ümit Ergirdi. Seltenheitswert hat wohl die Rote Karte gegen Kevin Gutsche (56.), als er einen Füchse-Freistoß in die Mauer setzte und anschließend Schimpfwörter gegen eigene Spieler abließ. Gutsche erfuhr, das ist eben auch eine Unsportlichkeit.

Christian Zschiedrich

Sportfreunde Kladow spielten gegen Blau Weiß 90

Im Berliner Amateurfußball beginnt die jede Saison traditionell mit der 1. Runde im AOK-Pokal. Die „Kleinen“ versuchen die „Großen“ zu ärgern. 64 Spiele werden zu Eröffnung ausgetragen. Teilnahmeberechtigt sind alle Mannschaften bis zur Regionalliga. Im BFV sind mehr als 128 Mannschaften organisiert, sodass vor der 1. Runde, eine Qualifikation ausgespielt werden muss.

Aus den 64 Spielen haben wir uns die Partie der Sportfreunden Kladow gegen Blau Weiß 90 herausgepickt. Ein Bezirksligist (aus der 8. Liga) empfingt den Oberligisten (5. Liga). Von 2013 bis 2015 spielten beide zusammen in der Landesliga. Bei bestem Fußball-Wetter sahen 250 Zuschauer einen typischen Pokalfight. Dem von Blau Weiß 90 zu erwartenden Ballbesitz von 80 % wurde eine gestaffelte Defensive der Kladower gegenübergestellt. Klare Torchancen ergaben für den unterklassigen Gastgeber selten. Meist wurden sie in die eigene Hälfte gedrängt. Auszeichnen konnten sich die beiden Kladower Innenverteidiger Yannik Schmidt und Jan Sieper. Ein Sonderlob verdiente sich Torwart Daniel Stiel, der mehrere gute Chancen der Blau Weißen, die in roter Spielkleidung antraten, zunichtemachte. Ein 0:0 zur Pause war der verdiente Lohn für die Blau-Gelben.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit machte der Oberligist dann ernst. Zwei sehenswerte Fernschüsse von Tobias Göth (47. und 55 Minute) sorgten für einen 0:2 Rückstand. In der 84. Minute gelang den Kladowern durch den kurz zuvor eingewechselten Domenic Henkel der Anschlusstreffer. Es kam nochmal richtig Stimmung auf, doch ein zweites Tor und somit das Erzwingen der Verlängerung gelang nicht mehr.

Am Ende zollte der Gegner und der Hauptvorstand des Vereins der Mannschaft von den Sportfreunden Kladow Anerkennung für die gezeigte Leistung. Die Fans wurden nicht enttäuscht und es zeigte sich wieder einmal, das im Pokal fast alles möglich ist.

Es war ein faires Spiel und eine Geste des Siegers soll hier nicht unerwähnt bleiben. Normalerweise werden die Einnahmen eines Pokalspiels geteilt, Blau Weiß 90 überließ seinen Anteil den Gastgebern. Die Gelder sollen für die Jugendabteilung der SF Kladow verwendet werden.

Wie bei solch einem besonderen Spiel üblich waren auch einige Ehrengäste zugegen. So wurde u. a. der ehemalige Trainer und heutige Sportjournalist Christian Zschiedrich herzlich begrüßt.

Am kommenden Wochenende, Sonntag, 15. August starten die Sportfreunde in die neue Saison in der Bezirksliga Staffel 1 und sie müssen auswärts beim FC Liria antreten. Der FC Liria hat sein Pokalspiel beim SC Union 06 mit 1:4 nach Verlängerung verloren.

Hans-Peter Becker

BFC Dynamo darf im DFB-Pokal antreten

Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Revision der Sp. Vg. Blau Weiß 1890 Berlin gegen das Berufungsurteil des BFV-Verbandsgerichts als teils unzulässig und unbegründet zurückgewiesen. Damit besteht auch juristische Klarheit, dass der wegen der Corona-Pandemie modifizierte Spielmodus im AOK-Landespokal der Herren 2020/21 rechtmäßig war. Der Gewinner, der BFC Dynamo, tritt somit wie geplant in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals am Samstag, dem 7. August 2021 gegen den VfB Stuttgart an.

In dem heute ergangenen Urteil des DFB-Bundesgerichts wurde dargelegt, dass weder der Zeitpunkt des Beschlusses durch den BFV-Beirat am 4. Mai 2021, noch die inhaltlichen Änderungen in der BFV-Spielordnung zu beanstanden sind. Auch ein Verstoß gegen das Prinzip des Fair-play oder den Gleichbehandlungsgrundsatz im DFB-Bundesrecht ist für das Bundesgericht nicht ersichtlich. Folglich wurde die Revisionsklage zurückgewiesen. Zuvor hatten bereits das Sport- und das Verbandsgericht des Berliner Fußball-Verbandes die Einsprüche der Sp. Vg. Blau Weiß 1890 Berlin zurückgewiesen. Zudem wies auch das Landgericht Berlin einen Antrag des Vereins auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den BFV zurück.

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Ich bin froh, dass für den BFC Dynamo als Berliner Vertreter am DFB-Pokal nunmehr auch juristische Klarheit besteht. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass wir den Pokalwettbewerb der letzten Saison mit allen 32 verbliebenen Mannschaften zu Ende spielen. Gleichzeitig haben sich 30 von 32 Mannschaften für den modifizierten Pokalwettbewerb mit den Regionalligisten ausgesprochen. Insofern hatte der BFV-Spielausschuss den mehrheitlichen Willen der Vereine umgesetzt. Ich danke daher nochmals allen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter:innen für die Umsetzung der Beschlüsse und hoffe sehr, dass die neue Pokalsaison ohne Einflüsse der Pandemie zu Ende gespielt werden kann.“

Jan Schlüschen, Vizepräsident Recht im BFV, ergänzt: „Ich hatte schon in der Vergangenheit öffentlich bedauert, dass aufgrund der Pandemie und der behördlichen Vorgaben einige Vereine mehr Möglichkeiten oder Vorteile hatten als andere. Gleichzeitig musste der BFV im Dialog mit den Vereinen eine Entscheidung zur Beendigung des Pokalwettbewerbs 2020/21 herbeiführen, damit Berlin seinen Startplatz im DFB-Pokal nicht verliert. Ich bin froh, dass nunmehr juristische Klarheit besteht, dass das Vorgehen des Spielausschusses rechtmäßig war und alle Beteiligten sich jetzt auf die Aufgaben in der neuen Saison fokussieren können.“

Aufgrund der pandemiebedingten, zwischenzeitlichen Aussetzung des Spielbetriebs war der Berliner Fußball-Verband im Frühjahr gezwungen, mit den 32 im AOK-Landespokal verbliebenen Mannschaften eine Lösung zur Beendigung der Pokalsaison 2020/21 zu finden. Nach zwei Gesprächsrunden entschied sich die Mehrheit der Teilnehmer für eine sportliche Beendigung mit den fünf noch im Pokal befindlichen Regionalligisten. Gleichzeitig wird der Gewinner des AOK-Landespokals 50 Prozent der Einnahmen durch die DFB-Ausschüttung zur Teilnahme an der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde auf die verbleibenden Teilnehmer umlegen. Daraufhin hat der Beirat des BFV mit einer Dreiviertelmehrheit den Spielausschuss mit einer Änderung in der Spielordnung ermächtigt, den Pokalmodus aufgrund der Corona-Pandemie einmalig für die Saison 2020/21 anzupassen. Im modifizierten Pokalwettbewerb setzte sich beim Finaltag der Amateure am 29. Mai 2021 der BFC Dynamo mit 2:1 gegen den Berliner AK 07 durch. Der BFV meldete daraufhin den BFC Dynamo für den DFB-Pokal 2021/22.

Quelle: Berliner Fußballverband

Der BFC Dynamo gewinnt das Pokalfinale

Die Freude war groß nach dem Schlusspfiff im Mommsenstadion. Der BFC Dynamo gewann das hart umkämpfte Finale gegen den Liga-Konkurrenten BAK 07 mit 2:1. Es war vor den Halbfinals mehr mit einer Neuauflage des letztjährigen Endspiels gerechnet worden. Drittligaaufsteiger Viktoria nahm wohl den BFC nicht so richtig ernst und der BAK konnte die ambitionierten Alt-Glienicker ausschalten. Der BAK ließ über weite Strecken des Spiels erkennen, dass sie zurecht in dieses Finale eingezogen waren.

Die erste Halbzeit ging torlos vorüber. Die fehlende Spielpraxis machte sich bei beiden Teams bemerkbar. Es schlichen sich einige Ungenauigkeiten im Spielaufbau ein. Der BFC Trainer schickte seine Mannschaft in einem 4-4-2 System auf den Rasen, sein Kollege aus dem Poststadion setzte ein 3-4-3 dagegen. In der 43. Minute musste Mittelfeldspieler Tezel mit gelb-rot vom Platz. Bis dahin waren packende Torszenen Mangelware. Der BAK wirkte in der Spielanlage etwas reifer und hatte dadurch leichte Vorteile.

Die zweite Halbzeit mussten sie dezimiert bestreiten und bekamen gleich eine zusätzliche Hypothek aufgebürdet. In der 48. Minute landete ein Freistoß, getreten von Kleihs, direkt auf dem Kopf vom BFC Kapitän Pollasch. BAK Torwart Kühn hatte keine Chance der Abwehr. Der BAK nahm den Kampf auf und drängte auf den Ausgleich. Dass sie einen Spieler weniger auf Platz hatten, war nicht zu bemerken. Der BFC lauerte auf Konter. Die Abwehrkette des BAK stand, vor allem Häusel verdiente sich Bestnoten. Er gewann nicht nur alle Zweikämpfe in der gefährlichen Zone, seine Pässe aus der Abwehr leiteten einige gefährliche Angriffe ein. Der BFC Keeper bekam einiges zu tun.

Der Ausgleich wäre nicht unverdient gewesen. Es kam anders. In der 88. Minute nutzte Steinborn ein Missverständnis in der BAK Abwehr zur 2:0 Führung. Der BAK gab sich weiter nicht geschlagen. Sie wurden fast noch belohnt. In der zweiten Minute der Nachspielzeit verkürzte El-Jindaoui per Foulelfmeter auf 1:2 und im Lager des BFC musste gezittert werden. Viel hätte nicht gefehlt und kurz vor dem Schlusspfiff hätte der BAK den Ausgleich erzielen können.

Groß war die Freude beim BFC Dynamo, so richtig hatte nach all den Widrigkeiten der Saison keiner diese Mannschaft auf dem Zettel. Es bleibt jetzt zu hoffen, dass der Sieg für den BFC Dynamo auf Dauer Bestand haben wird. Wie bereits berichtet, der Oberligist Blau-Weiß 90 war zwar am Donnerstag, 27. Mai mit einem Einspruch gegen den wegen der Coronavirus-Pandemie geänderten Spielmodus – nur die Regionalligisten durften den Sieger ausspielen – vor dem Sportgericht des Berliner Fußball-Verbandes gescheitert. Die Verantwortlichen von Blau-Weiss ziehen jetzt eine Etage höher, vor das Verbandsgericht des BFV, so war es auch am Rande des Spiels zu erfahren.

„Nun liegt es am Verbandsgericht des BFV, dass vor Ende Juni über unsere Berufung entscheiden muss, welche Rechtsposition sich am Ende durchsetzen wird. Das Zustandekommen wie auch den Beschluss des BFV-Beirats selbst, die 27 teilnehmenden Vereine unterhalb der Regionalliga aus dem laufenden Wettbewerb auszuschließen, halten wir nach wie vor für die falscheste Entscheidung, die getroffen werden konnte.“, so nachzulesen auf der HP von Blau-Weiss.

Hans-Peter Becker

AOK Pokal Finale Saison 2020/21

29.05.2021 13:00 Uhr Mommsenstadion

BFC Dynamo – BAK 07 2:1(0:0)

Torfolge

48. min 1:0 Pollasch

88. min 2:0 Steinborn

90.+2 min 2:1 El-Jindaoui (11m)

Victoria steht im Halbfinale des Berliner Pokals

Der zukünftige Drittligist ist mit einem 3:0 Erfolg gegen Tennis Borussia in das Halbfinale des AOK-Pokals eingezogen. Die erste Halbzeit war ausgeglichen. Auf beiden Seiten gab es Chancen, den Führungstreffer zu erzielen. Es dauerte bis zur 59. Minute bis Moritz Seiffert die Himmelblauen in Führung brachte. Nur wenig später legte Mattis Daube nach und erhöhte auf 2:0. TeBe steckte nicht auf, zeigte aber sichtlich geschockt. Den Schlusspunkt der Partie setzte Shalva Ogbaidze in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Der Gegner im Halbfinale wird der BFC Dynamo sein. Die Halbfinals werden am 22. Mai ausgetragen, das Finale steigt im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ am 29. Mai. Im anderen Halbfinale treffen der BAK und Pokalverteidiger Altglienicke aufeinander. Alles im Moment noch unter Vorbehalt der Entscheidung des Einspruchs des Oberligisten Blau-Weiß 90.

Was den „Finaltag der Amateure“ angeht, so wird neben Thüringen und Bremen, der Landesverband Südwest sein Finale erst später austragen. Hier sollen die Entscheidungen über die Finalteilnahme auf sportlichem Weg ausgetragen werden.

Hans-Peter Becker

Blick in die NOFV Oberliga Nord

Zwei Begegnungen fielen aus, aber immerhin wurden sechs Meisterschaftsspiele ausgetragen. Die Oberliga-Tabelle ist vergleichsweise zur Regionalliga und Berlin-Liga einigermaßen ausgeglichen.

Die Ergebnisse des 10. Spieltages:

Victoria Seelow –  Torgel. FC Greif 1:1

Blau-Weiß 90     –   Hansa Rostock II       3:0

SC Staaken          –  FC Strausberg            2:0

Rostocker FC      –   TSG Neustrelitz         3:2

SVC Stern 1900  –   1.FC Lok Stendal       4:2

Brandenb. Süd   –   CFC Hertha 06           1:4

Greifswalder FC – SV Tasmania ausgefallen

FC Hertha 03  – Eintr. Stahnsdorf ausgefallen

Vier Berliner Siege in den sechs Spielen, die vor der Corona-Unterbrechung noch ausgetragen wurden, das lässt sich sehen. Erfreulich aus Berliner Sicht der 4:1-Auswärtssieg von Hertha 06 bei Brandenburg Süd. Mit solch einer Differenz, allerdings 3:0, gewann Blau-Weiß 90 gegen Hansa Rostock II. Stern 1900 gelangen gegen den 1. FC Lok Stendal sogar vier Treffer, zwei Gegentore zum Endstand von 4:2 mussten hingenommen werden. Es kann erst wieder in einem Monat gespielt werden. Um sich weitere Gedanken über den Saisonverlauf machen zu können, hier Stand der Dinge in den blanken Zahlen:

Spitzenreiter ist der SV Tasmania mit 21 Punkten und 9 absolvierten Spielen, gefolgt von einem weiteren Berliner Team, dem SC Staaken, die haben ein Spiel weniger und 16 Punkte. Zwischen den beiden Berliner Teams rangiert der Greifswalder FC mit 9 Spielen und 17 Punkten.

Hier die weiteren Platzierungen der Berliner Teams und ein Blick auf die Abstiegszone:

6.    FC Hertha 03        8 Spiele       15 Punkte   

8.    Blau-Weiß 90       9 Spiele       13 Punkte  

10.  Stern 1900            8 Spiele     13 Punkte   

14.  CFC Hertha 06      9 Spiele        9 Punkte   

15.  Victoria Seelow    9 Spiele        6 Punkte   

16.  1.FC Lok Stendal    9 Spiele       5 Punkte   

17.  Brandenburg Süd      9 Spiele       5 Punkte     

Es wird nur einen Aufsteiger, aber vier Absteiger geben.

In der bevorstehenden Pause heißt es mit einer guten Vorbereitung – soweit möglich – die Weichen neu zu stellen. Sicherlich kommt die Pause, den bisher weniger erfolgreichen Teams eher gelegen als den Mannschaften, die bisher einen Lauf hatten.

Christian Zschiedrich

Oberliga – Tasmania hat es gleich zwei Mal erwischt

Am 8. und 9. Spieltag setzte es für Tabellenführer SV Tasmania zwei Niederlagen. Sieben  Meisterschaftsspiele wurden zuvor gewonnen. Zuerst blieben beim 3:2 für Hertha 03 die Punkte in Zehlendorf. Schwerer wiegt die Heimniederlage im Werner-Seelenbinder-Sportpark gegen den Tabellendreizehnten Rostocker FC mit 1:3. Ausgerechnet jetzt muss das angeschlagene Team zum Tabellenzweiten nach Greifswald. Das Spitzenspiel ist für Samstag, 31.10.2020 angesetzt. Doch auch der Greifswalder FC schwächelte zuletzt in Strausberg. Der Gastgeber Rostocker FC siegte als Tabellenvorletzter 1:0 und kletterte jetzt mit 10 Punkten auf Tabellenplatz 11.

Die weiteren Ergebnisse von Spielen mit Berliner Beteiligung: Torgelower FC – Stern 1900 1:0, 1.FC Lok Stendal (bislang Tabellenletzter) – Blau Weiß 90 0:0, zuvor gab es für die Stendaler ein 1:1 beim  Brandenburger SC Süd. Mit 5 Punkten gab Stendal (15.) die Rote Laterne auf Grund des besseren Torverhältnisses an Victoria Seelow ab. Das Berlin-Derby zwischen CFC Hertha 06 – SC Staaken endet 0:3. Ein Rückschlag für die 06er (6 P., 14. in der Tabelle), damit stehen sie immer noch auf einem Abstiegsplatz. Der FC Hertha 03 (nunmehr 15 Punkte, 4. der Tabelle) verbuchten einen Auswärtssieg in Neustrelitz, mit 4:2.

Zum kommenden 10. Spieltag, sofern Corona will, heißen die Begegnungen: im Volkspark Mariendorf Blau-Weiß 90 – Hansa Rostock II, 14.00 Uhr, SC Staaken – FC Strausberg, diese Spiele sind für Samstag, 31.10.2020 vorgesehen. Einen Tag später spielt Stern 1900 gegen den 1.FC Lok Stendal (Kreuznacher Straße), zeitgleich empfängt der Brandenburg BSC Süd 05 die Mannschaft CFC Hertha 06.

Christian Zschiedrich

Oberliga – Tasmania mit optimaler Punktausbeute

Der SV Tasmania siegte zum siebenten Mal und führt mit der stolzen Bilanz von 18:1 Toren verlustpunktfrei die Tabelle in der NOFV Oberliga Staffel Nord an. Am 7. Spieltag gewannen mit 2:0 durch Tore von Froelian (60.) und dem zur Halbzeit eingewechselten  Kascha (91.) vor 201 Zuschauern im Werner-Seelenbinder-Sportpark gegen Aufstieger MSV Pampow. Bisher nur ein einziger Gegentreffer am 5. Spieltag beim 3:1 Erfolg über den Berliner SC, die Abwehr steht.

Der Greifswalder FC folgt mit 17 Punkten auf Platz 2, sie bezwangen vor 420 Zuschauern Hertha 03. Die kleine Hertha präsentierte sich in Greifwald desolat und unterlag deutlich mit 1:6. Die Zehlendorfer rutschten mit jetzt 9 Punkten auf Platz 10 ab und erwarten am Freitag, 16.10., 19.30 Uhr, Spitzenreiter Tasmania.  

Erfreulich ist der 3:0-Sieg des SC Staaken in Stendal, ebenso der 3:1-Sieg von Stern 1900 in Stahnsdorf beim Tabellendritten. Nach der 1:3-Niederlage von CFC Hertha 06 in Rostock bei Hansa II zieren die Charlottenburger mit 3 Punkten das Tabellenende. Die haben die gering nach Toren Besseren auch der Rostocker FC und Lok Stendal. Nur einen Punkt besser rangiert der Brandenburger SC Süd auf Platz 14. Vier Mannschaften müssen die Oberliga Nord am Ende der Saison verlassen, insgesamt nehmen 17 teil. Bis dahin sind es jedoch noch 25 Spieltage.

Blau-Weiß 90 war am 7. Spieltag spielfrei, empfängt am 17.10., 13.00 Uhr, den Torgelower FC Greif (4.). Der SC Staaken hat am Samstag, 17.10., Heimrecht gegen Hansa II und am Sonntag, 18.10., hofft Hertha 06 auf den ersten Dreier in der Heimpartie gegen den FC Strausberg.

Christian Zschiedrich