Eisbären verlieren Spitzenspiel in der Overtime

Wer 1:0 führt, der stets…. na ja, verlieren kann. Es war wohl das Topspiel des 42. Spieltages der DEL. Die Eisbären hatten die Bullen aus München zu Gast und es ging hart zu Sache. Einer Gästeführung mussten sie zunächst nicht hinterherlaufen. Ein Powerplay in der 10. Minute nutzten sie zur Führung. Giovanni Fiore sorgte dafür, dass der Münchner Neuzugang im Tor, Henrik Haukeland sein DEL-Premierentor eingeschenkt bekam.

Noch im Anfangsdrittel ließen es die Eisbären zu, dass die Münchner das Spiel drehen konnten. Ein Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten brachte die Gäste in Front. Beide Treffer wurden im Video überprüft und für regelkonform befunden. Filip Varejka und Benjamin Smith verbesserten ihre Scoringbilanz. Mit der Gästeführung ging es in die erste Drittelpause.

Foto: © Stephan Wenske

Wenn was gehen soll, muss noch härter gearbeitet werden. Das versuchten die Eisbären. Im Mitteldrittel war es ein Duell auf Augenhöhe. Der Treffer zum 2:2 Ausgleich fiel in einer 5 gegen 3 Überzahl. Es war Mat White, der den Puck in die Maschen hämmerte. Im Mitteldrittel wird auf die Sitzplatzkurve gespielt, dort, wo sich die Mehrzahl der coronabedingt nur zweitausend Zuschauer aufhalten. Die gegenüberliegende Stehplatzkurve bleibt bis auf Weiteres abgebaut.

Im Schlussabschnitt hofften die nach 2G+Regel eingelassenen Eishockeyfreunde, dass kein weiteres Tor mehr vor der Sitzplatzkurve fällt. Bange Minuten ab der 51. Spielminute, als Eisbär Kevin Clark wegen Stockschlags auf die Strafbank musste. Strafzeit überstanden und die Eisbären wollten den Sieg, mobilisierten dafür die letzten Kräfte. Gefühlt stand die erste Sturmreihe der Eisbären jetzt ohne Pause auf dem Eis. Haukeland hatte mehr zu tun, als sein Kollege im Eisbären-Tor. Als die Spieluhr nur noch Sekunden runterzählte war die Entscheidung immer noch nicht gefallen. Es blieb beim 2:2 nach der regulären Spielzeit.

Verlängerung und Penaltyentscheidung, gehören in dieser Saison nicht zu den Spezialitäten. Die Münchner brauchten nur 17 Sekunden, um sich den Zusatzpunkt zu angeln. Der Torschütze war Benjamin Street. Schade!

Hans-Peter Becker

Eisbären kassieren Niederlage gegen Nürnberg

Die Pandemie belastet die DEL, am 41. Spieltag mussten insgesamt vier Partien abgesagt werden. In Berlin konnte gespielt werden. Die Eisbären empfingen die Nürnberg Ice Tigers. Das erste Heimspiel gegen den Liga-Konkurrenten am 26. Spieltag hatten die Eisbären mit 1:3 verloren.

Der Start in das Spiel verlief erneut unglücklich. Es dauerte nur 24 Sekunden, da durfte Tobias Ancicka, der für Mathias Niederberger startete, den Puck aus dem Tor holen. Der Torschütze war Christopher Brown. Der Ausgleich gelang den Eisbären in der 13. Minute. Die Torvorlage von Marcel Noebels wurde von einem Nürnberger Schlittschuh abgefälscht und Nutznießer war Leonhard Pföderl, der gegen seinen Ex-Verein einnetzen konnte. Mit einem 1:1 auf der Anzeigetafel ging es in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt hatte seinen ersten Kulminationspunkt in der 28. Minute. Erst gelang Matt White die Führung für die Eisbären, doch Eishockey ist das schnellste Mannschaftsspiel. Ganze 12 Sekunden später, mitten in die Verkündung des Eisbärentreffers, fiel das Gegentor durch den Center der ersten Nürnberger Sturmreihe Ryan Stoa.

Foto:© Stephan Wenske

Der erneute Führungstreffer gelang den Eisbären in der 35. Minute, Torschütze war Sebastian Streu. Für die Anerkennung des Treffers bemühten die Schiedsrichter den Videobeweis. Es bestand der Verdacht eines hohen Stocks. Kurz vor der letzten Drittelsirene flogen die Fäuste und je zwei Akteure von Nürnberg und Berlin erlebten den Beginn des Schlussdrittels auf der Strafbank.

Die Gäste blieben dran und konnten in der 46. Minute ein Powerplay zum 3:3 Ausgleich nutzen. In der 51. Minute liefen die Eisbären in einen Konter und kassierten den 3:4 Rückstand durch Ryan Stoa. Die Minuten zerrannen, die 2.000 Zahlenden und die Stadionmusik gaben ihr bestes, der geisterhaften Atmosphäre etwas entgegenzusetzen. Der Goalie ging vom Eis, schlussendlich wurde erneut gegen die Ice-Tigers verloren. Auf dem Videowürfel stand eine 3:4 Niederlage. Die Diskrepanz zwischen Heim- und Aufwärtsauftritten ist nicht zu erklären.

Hans-Peter Becker

Eisbären gewinnen gegen Augsburg

Mit einer Niederlage waren die Eisbären in das neue Eishockeyjahr gestartet. Bereits zwei Tage später hatten sie die Chance sich, erneut vor coronabedingt reduziertem heimischen Publikum, zu revanchieren. Die Gäste aus Augsburg kämpfen um die Playoff-Teilnahme und sie gewannen das 1. Drittel. In der 8. Minute fand ein Rückhandschuss von Matthew Puempel den Weg in das Tor. Die Bemühungen der Eisbären, den Ausgleich zu erzielen, waren in der 23. Minute von Erfolg gekrönt. Nachwuchsmann Eric Mik demonstrierte seine gute Schusstechnik und setzte den Puck in die Maschen. Marcus Keller im Augsburger Tor hatte keine Chance.

Bis zur nächsten Drittelpause bemühten sich beide um ihren zweiten Treffer. Es gelang nicht. Mit einem Unentschieden wurde der Gang in die Kabine angetreten. Im Schlussdrittel waren die Eisbären im ständigen Vorwärtsgang, während die Augsburger auf Fehler im Spielaufbau lauerten, um entsprechend kontern zu können. Das Spiel drehen konnten die Eisbären in der 46. Minute. Die Schiedsrichter hatten eine Strafe angezeigt und mit einem Spieler mehr auf dem Eis gelang der Führungstreffer. Giovanni Fiore feuerte in Richtung Tor und hatte Erfolg.

Die Minuten vergingen und die Augsburger sahen keinen Grund, sich geschlagen zu geben. Die Eisbären bekamen fünf Minuten vor dem Ende noch ein Überzahlspiel, was sie nicht nutzen konnten. Schlussendlich war es ein Treffer ins leere Tor, der das Spiel entschied. Yannick Veilleux war der Schütze.

Die Eisbären bleiben mit diesem Sieg weiter Spitzenreiter der DEL.

Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske

Zwei Eisbären-Siege zum Weihnachtsfest

Am Vorabend zum Fest, am 23. Dezember gewannen die Eisbären gegen Schwenningen mit 4:3. Sie taten sich schwer gegen das als Tabellenletzter aus dem Schwarzwald angereiste Team. Drei Führungen konnten die gut spielenden und kämpfenden Schwenninger ausgleichen, am Ende stand die knappe Niederlage.

Drei Tage später durften erneut 2.500 Zuschauer in die Arena und sahen einen hart erkämpften, am Ende deutlichen Sieg gegen Bremerhaven. „Es ist eigenartig, in Berlin ist für uns nichts zu holen.“, Bremerhavens Trainer Thomas Popiesch war nach dem Spiel enttäuscht. Seit die Fischtown Pinguins in der DEL spielen, konnten sie erst ein einziges Mal Punkte aus Berlin mitnehmen. Am 27. Dezember 2019 stand es am Ende 5:4 nach Overtime für das Team von Thomas Popiesch. Er konnte seiner Mannschaft kaum Vorwürfe machen. Die Eisbären erzielten ihre Tore zum genau richtigen Zeitpunkt und hatten einen großartig aufgelegten Mathias Niederberger im Tor. Kurz vor der ersten Drittelsirene erzielte Matt White das 1:0, Morgan Ellis erhöhte in der 29. Minute auf 2:0. Mit einem erfolgreich verwandelten Penalty brachte Ziga Jeglic die Gäste auf 1:2 heran. Eine reichliche Minute später stellte White mit einer tollen Einzelleistung den alten Abstand wieder her.

3facher Torschütze Matt White © Foto Hans-Peter Becker

Für die endgültige Entscheidung sorgten in der Schlussphase Marcel Noebels und der Spieler des Tages, Matthew White, der seinen dritten Treffer im Spiel erzielte. Beim letzten Treffer war das Tor verwaist. Mit diesem Sieg behaupteten die Eisbären ihre Tabellenführung. Sie verfügen jetzt nach 31 Spielen über 63 Punkte. Bereits am Dienstag, 28. Dezember geht es weiter. In Köln wartet das Team von Trainer Uwe Krupp auf die Eisbären.

Hans-Peter Becker

Eisbärensieg gegen Iserlohn

Die Partie der Eisbären gegen die Iserlohn Roosters war der Auftakt zu einem Marathon. Innerhalb der nächsten drei Wochen müssen sie acht Spiele absolvieren. Das bedeutet, alle drei Tage ein Spiel. Die Olympischen Spiele und die Aufstockung der Liga lassen keine andere Möglichkeit. Bleibt zu hoffen, dass die Pandemie die Planungen nicht durcheinander bringt.

Am vierten Adventssonntag spielten die Eisbären ein souveränes Anfangsdrittel, erzielten bereits in der 2. Spielminute das 1:0 und schafften es nicht, ein Tor nachzulegen. Giovanni Fiore stocherte erfolgreich nach. Das sollte sich rächen, den in der 36. Minute gelang den Gästen aus dem Sauerland der Ausgleich. Brent Radeke war der Torschütze.

So musste das Schlussdrittel eine Entscheidung bringen. Die Gäste, motiviert durch den Ausgleichstreffer, erzwangen nach schwachem Beginn ein ausgeglichenes Spiel. Nach den geltenden Corona-Regeln war das Spiel ausverkauft. Die Wenigen, die rein durften, sahen in der 51. Minute eine schöne Kombination, die Blaine Byron zum 2:1 vollendete. Die Vorarbeit leisteten Kevin Clark und Marcel Noebels, der sein 400. Spiel für die Eisbären absolvierte. Was war das für ein schräges Ding, Clarks Schuss wurde von Byrons Helm in Richtung Tor abgelenkt und vom Innenpfosten sprang der Puck hinter die Torlinie. Ein Kopfball, im Eishockey ein äußerst seltenes Ereignis. Immerhin ergab die Speedmessung 32 km/h. In der Pressekonferenz nach dem Spiel musste selbst Iserlohns Trainer Brad Tepper über die Entstehung des Tores lächeln.

Dem Center der Sturmreihe mit Marcel Noebels und Leo Pförderl war es vorbehalten, für die endgültige Entscheidung des Spiels zu sorgen. Zunächst musste er auf die Strafbank und kaum hatte sich die Tür geöffnet, fiel das zwischenzeitliche 3:1. Diesmal war es das übliche Arbeitsgerät, mit dem Byron den Treffer erzielte.

Die Gäste setzten alles auf eine Karte. Ohne Torwart gelang ihnen der Anschlusstreffer zum 2:3. Mehr ging dann nicht mehr. Die Spieluhr war abgelaufen und drei weitere Punkte für die Eisbären unter Dach und Fach.

Die Tabellenführung wurde verteidigt und eine Ehrenrunde in den goldenen Siegertrikots gedreht. Vor dem Weihnachtstag stehen noch zwei Spiele auf dem Programm. Am Dienstag wird in Wolfsburg gespielt und am Donnerstag, am 23. Dezember kommen die Schwenninger Wild Wings in die MB-Arena.

Fotocredit © Stephan Wenske

Hans-Peter Becker

Eisbären erfolgreich gegen die Kölner Haie

Es war ein Spiel unter Halb-Geister Bedingungen. Die Stehplatzkurve war mit schwarzem Stoff überdeckt und auf dem Oberring waren nur die Dienstplätze besetzt. Lediglich 2.500 Zuschauer durften maskiert in der Halle sitzen und soviel kamen auch. Zu Gast waren die Kölner Haie, im Kader standen einige Ex-Eisbären.

Das 1. Drittel beherrschten die Eisbären, die sich im Vergleich zu den vorangegangenen Heimspielen formverbessert zeigten. In der 4. Minute brachte Frans Nielsen mit einem onetimer die Eisbären in Führung. Anschließend versäumten die Eisbären, den zweiten Treffer nachzulegen. Chancen dafür hatten sie genug.

Das sollte sich im Mittelabschnitt zunächst rächen. In der 22. Minute traf Moritz Müller zum 1:1 Ausgleich und die Gäste aus der Domstadt kamen mächtig auf. Die Eisbären mussten zwei Unterzahl-Situationen überstehen. Erst kurz vor dem Ende des 2. Drittels gelang den Eisbären die erneute Führung. Mark Zengerle war der Torschütze. Der Treffer fiel in einer Überzahlsituation für die Eisbären.

Im Schlussabschnitt übernahmen wieder die Hausherren der MB-Arena die Initiative und drängten auf die endgültige Entscheidung. Sie ließ auf sich warten bis hinein in die crunchtime des Spiels. Die Kölner nahmen den Goalie vom Eis.

Es wurde ein furioses Finale. Erst hielt Mathias Niederberger einen Schuss und der wurde zu einem Assist. In das leere Tor traf Yannick Veilleux. Die Eisbären siegten mit 3:1.

Kölns Trainer, Uwe Krupp, betonte aus Nachfrage, dass er immer noch gern nach Berlin kommt. Er war, trotz der Niederlage, mit seinem Team zufrieden. Die Domstädter mussten einige Ausfälle verkraften und konnten trotzdem mithalten.

Hans-Peter Becker

Niederlage in der Overtime

An die erste Auflage des Duells der Eisbären gegen die Düsseldorfer EG, am 8. Spieltag der laufenden Saison erinnern die Berlin sich nicht so gern. Die Partie wurde mit 1:3 verloren. In der zweiten Auflage am 27. Spieltag lief es für die Eisbären etwas besser.

Dieses Mal gelang ihnen ein sehr frühes Tor. Am 8. Spieltag war es Luca Zitterbart, der Düsseldorf in der ersten Spielminute in Führung brachte und am 27. war es Marcel Noebels, nach exakt 56. Sekunden stoppte die Spieluhr. Ein Powerplay in der 7. Minute brachte die Erhöhung auf 2:0, Torschütze war erneut Noebels. Das erste Drittel gehörte den Eisbären, wenn auch den Düsseldorfern in 18. Minute der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang. Getroffen hatte Alexander Ehl.

Das zweite Drittel hatte kaum begonnen und wieder klingelte es im Düsseldorfer Kasten. Ein Solo von Giovanni Fiore sorgte für das 3:1. Die Eisbären bogen in die Siegerstraße ein. Doch die Gäste hefteten sich an ihre Fersen und trafen bis zur letzten Drittelpause noch zweimal, Cedric Schimenz und Stephen Macauly waren die Torschützen.

Wieder war es ein ganz schnelles Tor für die Eisbären zum Drittelbeginn. Matt White traf bereits nach 22 Sekunden und stellte damit den Rekord für dieses Spiel auf. In den vorangegangenen Dritteln waren 56 und 52 Sekunden. Es war noch nicht Schluss mit dem Toreschießen. Die Gäste trafen in der 34. und 45. Minute und kämpften sich bis auf ein Tor wieder heran.

Das an Toren reiche Spiel ließ beide weiter jubeln. In der 48. Minute stand 6:4 für die Eisbären und wieder verkürzten die Gäste, da lief die 52. Spielminute. Es waren 11 Tore bis dahin insgesamt, selbst für ein Eishockeyspiel nicht alltäglich.

In den letzten zwei Spielminuten nahmen die Düsseldorfer ihren Goalie vom Eis. Die Eisbären trafen nur den Pfosten des verwaisten Tores, während die Gäste einnetzen konnten. Nach dem Ende der regulären Spielzeit stand es 6:6, ein zwischenzeitlicher 4:1 Vorsprung der Eisbären hatte nicht gehalten.

Die Overtime begann mit einem 4 zu 3 Überzahlspiel für die Gäste, Jonas Müller hatte sich zum Schluss eine Strafe eingefangen. 19 Sekunden vor dem Ende machten die Gäste den zweiten Punkt perfekt und siegten in der Overtime mit 7:6.

Nach dem Spiel äußerte Gästetrainer Harold Kreis, dass heute nicht die bessere Mannschaft gewonnen hat und dem Spielverlauf nach hätte er einen Sieg nicht für möglich gehalten. Serge Aubin meinte: „So ein Spiel darf man nicht verlieren.“ Marcel Noebels, der zwei Tore erzielte, äußerte: „Diese Niederlage müssen wir kurz auswerten, das Schöne an unserem Sport ist, dass es sehr schnell weiter geht.“ Bereits am Sonntag, 5.12. spielen die Eisbären in Schwenningen, sicherlich mit einiger Wut im Bauch.

Hans-Peter Becker

Eisbären verlieren am 1. Advent

Die Partie zwischen Berlin und Nürnberg war der Abschluss des 26. Spieltages in der DEL. Aufgrund der gestiegenen Inzidenz-Zahlen in der Corona-Pandemie musste in der MB-Arena wieder durchgehend eine Maske getragen werden.

Das Anfangsdrittel bot einige Torszenen, ein Treffer fiel nicht. Die Gäste aus Nürnberg konnten zwei Überzahlsituationen nicht nutzen. Es sah gefällig aus, es fehlte schlicht der letzte Zug zum Tor. Die Eisbären hatten ähnliche Probleme. Der Puck zappelte in der 26. Minute im Eisbären-Tor. Es zählte nicht, bei der Schussabgabe durch Nürnbergs Daniel Schmölz war Mathias Niederberger regelwidrig behindert worden. Schmölz hatte in der 33. Minute mehr Glück, sein abgefälschter Schuss fand den Weg ins Tor und jetzt rannten die Eisbären einem Rückstand hinterher. Wenn es dir nicht gelingt ein Tor zu schießen, macht es halt der Gegner. Das 0:2 aus Sicht der Eisbären fiel in der 38. Minute durch Gregor MacLeod. Postwend schlugen die Eisbären durch Mark Zengerle zurück. Das Mitteldrittel mussten die Eisbären in Unterzahl beenden. Marcel Noebels musste wegen eines Stockchecks in die Kühlbox.

Das Schlußdrittel begann mit 23 Sekunden Überzahl für die Gäste. Die Nürnberger beförderten in der 42. Minute den Puck ins Tor und die Eisbären hatten erneut den Videobeweis auf ihrer Seite. Es war eine aktive Kickbewegung, die den Puck ins Tor beförderte und das ist im Eishockey nicht erlaubt. Die Eisbären verstärkten ihre Bemühungen, eine Niederlage war nicht vorgesehen. Niklas Treutle, der erfahrene Goalie im Nürnberger hielt alles. Den Eisbären schwanden die Kräfte. Auf der Uhr waren noch 2 Minuten und 30 Sekunden effektiver Spielzeit, Nürnberg nahm eine Auszeit und die Eisbären ihren Goalie vom Eis. Ein empty-neter entschied das Spiel in der 58. Minute als Patrick Reimer die Gunst der Stunde nutzte. Die Eisbären verlieren mit 1:3.

Zur Pressekonferenz nach dem Spiel erschien Stefan Ustorf, der Sportdirektor der Nürnberg Ice Tigers. Er ist der Meinung, dass in Berlin die neun besten Stürmer der DEL spielen. Die Eisbären sind jederzeit in der Lage, Torchancen aus dem Nichts zu kreieren. Glücklicherweise ist ihnen das heute gegen uns nicht gelungen. Seine Mannschaft hat hart gearbeitet, was Serge Aubin von seiner Mannschaft auch sehen will.

Die Eisbären gingen leer aus, es wurde nur ein zwei Punkte Wochenende. Das Spiel in der MB-Arena sahen 5.614 Zuschauer.

Hans-Peter Becker

Eisbären rupfen die Hähne

Der Dienstagabend ist kein bevorzugter Termin für das Eishockeyspielen. Der enge Terminplan der DEL muss hin und wieder den Fans eine englische Woche zumuten. Lediglich 5.322 Zuschauer sahen die Partie des 24. Spieltages zwischen den Iserlohn Roosters und den Eisbären. Sogar eine handvoll Fans aus dem Sauerland hatten den Weg in die MB-Arena gefunden. Sie durften in der 27. jubeln, als Brent Aubin traf. Allerdings hatten die Eisbären zuvor bereits dreimal getroffen. Giovanni Fiore eröffnete in der 6. Minute den Torreigen, Frank Hördler legte mit einem Kracher von der blauen Linie in der 11. Minute nach.

Das Spiel drohte etwas einseitig zu werden, als Frans Nielsen in der 25. Minute zum Zwischenstand von 3:0 einnetzte. Der eingangs erwähnte Treffer von Aubin beeindruckte die Eisbären nicht im geringsten, in der 28. Minute war es erneut Fiore, der einen Treffer erzielte. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts verletzte sich Iserlohns Goalie Hannibal Weitzmann.

Foto: © Stephan Wenske

Den Schlussabschnitt begannen die Unterzahl. Hubert Labrie versetzte dem Doppeltorschützen Fiore einen Stockschlag, worauf eine kleine Rauferei zwischen den beiden begann. Labrie ging für vier Minuten auf die Strafbank. Die Eisbären verwalteten den Vorsprung und im Tor stand ein glänzend aufgelegter Mathias Niederberger.

Der Schlussabschnitt verging torlos. Für die Gäste war in Berlin nichts zu holen.

Hans-Peter Becker

Eisbärensieg und Zuschauerrekord

Die Eisbären Berlin empfingen am 22. Spieltag der DEL die Adler aus Mannheim. Sie hatten etwas gut zu machen, die Hausherren der MB-Arena. Am 19. September ging das Spiel gegen den Rivalen aus der Quadrate-Stadt mit 0:3 verloren. Die Neuauflage stand unter einem anderen Stern. Der Corona-Virus hatte den Kader der Adler gewaltig dezimiert. Selbst Cheftrainer Pavel Gross konnte nur in der häuslichen Quarantäne zu schauen. Hinter Bande wurde er durch seinen Assistenz-Trainer Mike Pellegrims vertreten. Es traten 17 Spieler plus 2 Torhüter die Fahrt nach Berlin an. Das reichte für drei Spielreihen und je einen zusätzlichen Verteidiger und Stürmer. Die Eisbären boten 18 Spieler auf, vier komplette Sturmreihen.

Das Anfangsdrittel verlief torlos. Die Eisbären agierten etwas umständlich und Felix Brückmann im Mannheimer Tor ist schließlich keine Laufkundschaft. Dafür begann der Mittelabschnitt furios. Die Eisbären brachten einen Rest Powerplay aus dem 1. Drittel mit und nach 31 gespielten Sekunden stand es 1:0. Die Adler schlugen recht schnell zurück. In der 24. Minute besorgte Markus Eisenschmid den Ausgleich. Der Treffer im Powerplay. Für den nächsten Höhepunkt sorgte ein Faustkampf zwischen Lean Bergmann und Eisbär Simon Despres. Die Gewichtsklasse stimmte nicht ganz, als beide am Boden lagen, gingen die Schiedsrichter dazwischen. Die beiden Faustkämpfer sahen sich den herrlichen Treffer von Frans Nielsen von der Strafbank aus an. Es war eine hübsch anzusehende Einzelleistung des Dänen, der zwei Verteidiger ausspielte. In der 33. Minute setzte Zachary Boychuk noch einen drauf und erhöhte auf 3:1.

Im Schlussdrittel schwanden den Mannheimern zusehends die Kräfte, die Eisbären verpassten es allerdings den berühmten Sack endgültig zuzumachen. Sie trafen selbst das leere Tor nicht. Es blieb beim 3:1 vor 10.198 Zuschauern, es war nicht ausverkauft, aber erstmals fünfstellig in dieser Saison.

Hans-Peter Becker