Niederlage in Düsseldorf

Auswärts ist in dieser Saison bisher nicht das Ding für die Eisbären Berlin. Schon gar nicht in Düsseldorf, ging das erste Spiel knapp am 11. Januar in der Overtime verloren, kamen die Eisbären dieses Mal mit leeren Händen vom Rhein zurück. Sie unterlagen der Düsseldorfer EG mit 3:5 in der regulären Spielzeit. Durch diese Niederlage rutschen die Eisbären von der Tabellenspitze auf Rang drei der Gruppe Nord ab.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Es war gefühlt das Gegenteil unseres Spiels gegen Düsseldorf vor zwei Wochen. In den ersten beiden Dritteln haben wir nicht mitgespielt und sind nur hinterhergelaufen. In den letzten 20 Minuten gab es einige positive Aspekte, da haben wir dagegengehalten. Aber natürlich sind wir mit dem Spiel nicht zufrieden, das war nicht gut genug.“

Jonas Müller (Verteidiger Eisbären Berlin): „Wir sind zeitweise zu wenig gelaufen, haben kein gutes Forechecking gespielt und dem Gegner zu viel Zeit gelassen. Dadurch ist Düsseldorf gut ins Spiel gekommen. Im zweiten Drittel kamen wir kaum aus unserer Zone heraus und hatten wenige Chancen. In den ersten vierzig Minuten hatten wir nur zehn Schüsse aufs Düsseldorfer Tor, das ist eindeutig zu wenig. Im nächsten Spiel wollen wir das auf jeden Fall wieder besser machen.“

Stefan Espeland (Verteidiger Eisbären Berlin): „Wir hatten einen schlechten Start ins Spiel und vor allem das zweite Drittel war unterirdisch. Wir waren nicht aggressiv genug und haben fast jede 1:1 Situation verloren. Um ein Team wie Düsseldorf zu schlagen, müssen wir unser Potenzial über die gesamten 60 Minuten abrufen. Im Schlussdrittel wurde es besser und der Ausgleich wäre auch möglich gewesen, aber jetzt müssen wir mit der Vorbereitung auf das nächste Spiel beginnen.“

Während des Spiels verletzten sich Mark Olver und Haakon Hänelt. Olver, der als Center der 1. Reihe eingesetzt war, zog sich eine tiefe Risswunde an der Wade zu und musste genäht werden. Nachwuchsmann Hänelt bekam Probleme mit dem Knie. Beide Spieler werden eine Pause benötigen.

Weiter geht es für die Eisbären am kommenden Donnerstag, 28.01.2021 in Berlin, ab 18:30 Uhr der Gegner sind die Iserlohn Roosters.

Hans-Peter Becker

DEL Gruppe Nord 12. Spieltag 25.01.2021 20:30 Uhr ISS Dome Düsseldorf

Endergebnis:

Düsseldorfer EG – Eisbären Berlin 5:3 (2:2, 2:0, 1:1)

Aufstellungen:

Düsseldorfer EG: Pantkowski (Hane) – Jensen (A), Cumiskey; Ebner, Nowak (A); Zanetti, Johannesen; Geitner – Alanov, Olimb, Fischbuch; Ehl, Barta (C), Flaake; Karachun, Carey, From; Jahnke, Eder – Trainer: Harold Kreis

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka/24.) – Wissmann (A), Mik; Ramage (A), Müller; McKiernan, Hördler (C); Espeland – Foucault, Olver, Tuomie; Fiore, Zengerle, White; Pföderl, Reichel, Noebels; Dietz, Kinder, Hänelt – Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0 – 01:05 – Barta (Ehl, Nowak) – EQ

1:1 – 03:29 – Foucault (Tuomie, Olver) – EQ

1:2 – 08:59 – Pföderl (Noebels) – EQ

2:2 – 09:48 – Barta (Pantkowski) – EQ

3:2 –23:06 – Eder -EQ

4:2 – 32:17 – Jensen (Alanov, Fischbuch) EQ

4:3 – 44:10 – Müller (Noebels, Pförderl) EQ

5:3 – 59:40 – Barta (Fischbuch, Alanov) EQ-EN

Eisbären gewinnen Spitzenspiel

Nach zwei gespielten Dritteln stand es 0:0 und die Eisbären schienen mehr und mehr den Spielfaden zu verlieren. Im Eishockey kann es passieren, dass das Momentum wechselt. In der 47. Minute war der Puck im Tor der Gäste. Marcel Noebels reagierte am schnellsten in einer unübersichtlichen Situation vor dem Kasten. Das überraschende Tor verlieh den Eisbären Flügel, den Rest besorgte Goalie Mathias Niederberger, der hinten dicht hielt. Er feierte seinen dritten Shutout in dieser Saison. Dafür musste er gegen Bremerhaven 42 Schüsse abwehren, sein Gegenüber Thomas Pöpperle bekam nur 23 Schüsse auf sein Tor, davon ließ er einen passieren und einmal konnte er nur von der Bank aus zusehen.

Leo Pföderl machte 54 Sekunden vor der Schlusssirene alles klar und traf ins leere Tor. Glücklicher konnte es für die Eisbären nicht laufen. Eine deutliche Steigerung im Schlussabschnitt brachte Sieg. Verteidiger Ryan McKiernan sprach von einem harten Stück Arbeit. Ob es auch eine Rolle gespielt haben könnte, dass es das dritte Spiel in fünf Tagen war? Ich weiß es nicht, war die Antwort. Auf dem Eis haben wir jedenfalls alles reingeworfen, was ging. Letztlich zählt das Ergebnis und gewonnen ist gewonnen, kann man da nur ergänzen.

Für die Eisbären geht es am Montag, 25. Januar auswärts in Düsseldorf weiter. Insgesamt stehen im Monat Januar noch 3 Spiele auf dem Programm.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Mathias Niederberger (Torhüter Eisbären Berlin): „Bremerhaven war heute sehr stark, wir standen defensiv aber sehr kompakt und haben hinten dichtgemacht. Wir hatten die nötige Geduld, etwas Glück in Führung zu gehen und das Spiel dann zu gewinnen. Das zeigt dann auch unsere Heimstärke.“

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin): „Das Spiel haben wir uns natürlich anders vorgestellt, die ersten beiden Drittel haben wir nicht gut gespielt. Aber das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben und unsere Lehren aus diesem Spiel ziehen. So dürfen wir nicht noch einmal spielen, normalerweise verlierst du so eine Partie. Wir haben dann zum Glück zum richtigen Zeitpunkt das Tor geschossen und sind in der Folge auch wieder etwas besser ins Spiel gekommen.“

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Das war ein hartes Spiel, Bremerhaven war heute Abend sehr gut aufgelegt. Wir haben die ersten fünf bis acht Minuten gut gespielt, dann hat Bremerhaven das Kommando übernommen und wurde immer stärker, wir konnten aber gut dagegenhalten. Im zweiten Drittel haben wir nicht gut gespielt, da konnten wir die drückende Überlegenheit der Bremerhavener nicht durchbrechen. Im Schlussabschnitt wurde es etwas besser, aber am Ende des Tages war der Sieg etwas glücklich, aber auch solche Spiele gibt es. Mathias Niederberger hat uns das ein oder andere Mal mit großartigen Paraden gerettet.“

DEL 11. Spieltag 21.01.2021 20:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Fischtown Pinguins Bremerhaven 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – Müller, Ramage (A); Hördler (C), McKiernan; Espeland, Wissmann (A); Mik – Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Fiore; Tuomie, Olver, Foucault; Hänelt, Kinder, Labrie Trainer: Serge Aubin

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Pöpperle (Maxwell) Fortunus (A), Dietz; Eminger, Moore (C); Krogsgaard, Alber; Stowasser Verlic, Jeglic, Urbas (A); McGinn, Quirk, Wahl; Mauermann, McMillan, Uher; Reisnecker, Gläser, Sykora Trainer: Thomas Popiesch

Torfolge:

1:0 – 46:08 Noebels EQ

2:0 – 59:16 Pföderl (Noebels, Hördler) empty net

Strafen:

Eisbären Berlin: 18 (2, 16, 0) Minuten

Fischtown Pinguins Bremerhaven: 4 (2, 0, 2) Minuten

Köln zum zweiten Mal besiegt

Die Kölner Haie wurden im Januar zum zweiten Mal bei den Eisbären vorstellig. Gingen in der ersten Partie die Eisbären bereits in der Anfangsminute in Führung, so war es diesmal umgekehrt. Das Tor im Spiel schossen die Kölner. Es dauerte bis zur siebenten Spielminute da netzte Marcel Müller ein. Die Schiedsrichter benötigten kurz ein Blick auf den Monitor, es war eindeutig, der Puck prallte vom hinteren Torgestänge auf das Eis zurück. Die Eisbären schlugen in der 12. Minute durch Leo Pförderl zurück, sehenswert die Vorarbeit von Lukas Reichel.

Die Kölner konnten in der 16. Minuten einen Abwehrklops der Eisbären zur erneuten Führung nutzen. Erneut war es Marcel Müller, der sich in die Torschützenliste eintrug. Was M. Müller kann ich auch, dachte sich der Schütze zum erneuten Ausgleich, Pförderl verdoppelte und glich das Spiel wieder aus. Ein Überzahlspiel ließen die Kölner vor der ersten Drittelsirene ungenutzt verstreichen.

Die Kölner präsentierten sich weiter stark, einen klaren Sieger, wie beim vorangegangenen Spiel würde es heute nicht geben. Im Tor der Kölner stand wieder Justin Pogge, der im Mittelabschnitt einiges zu halten bekam. Er wurde mit zunehmender Spieldauer zum Turm in der Schlacht. Das Drittel verging torlos.

Aufseiten der Kölner kam der Ex-Eisbär Landon Ferraro zu seinem ersten Einsatz. Die Kölner holten ihn aus der DEL 2 von Frankfurter Löwen. Er spielte in der dritten Kölner Sturmreihe. Im Schlussabschnitt drückten die Eisbären, sie schnürten die Kölner in ihrer Verteidigungszone ein, taten sich aber schwer ins Tor zu treffen. Pogge wurde mit Schüssen eingedeckt und hielt alles bis zur 51. Minute. Endlich fiel der verdiente dritte Treffer. Marcel Noebels ließ es krachen. Alles perfekt machte dann Lukas Reichel wenige Sekunden vor Ultimo. Er traf in das leere Tor. Auf dem Score-Board stand der 4:2 Endstand.

Kölns Trainer Uwe Krupp konnte seiner Mannschaft nach dem Spiel keine Vorwürfe machen. Die Einstellung und der Einsatz haben jedenfalls gestimmt.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin):

„Wir sind froh, dass wir auch das vierte Heimspiel gewonnen haben und zu Hause weiter ungeschlagen sind. Wir sind am Anfang nicht so gut ins Spiel gekommen, haben in der Verteidigung nicht so gut gestanden und relativ häufig den Puck verloren. Ab dem zweiten Drittel konnten wir dagegenhalten und haben besser zu unserem Spiel gefunden. Am Ende kann der kleinste Fehler entscheiden und wir hatten etwas Glück. Aber deswegen ist die Liga so stark und die Teams fast gleichwertig.“

Lukas Reichel (Stürmer Eisbären Berlin):

„Unsere Reihe hat heute gut harmoniert. Wir haben uns Chancen erarbeitet, und heute gingen die Pucks auch rein. Ich hoffe, dass es so weitergeht. Im Großen und Ganzen war es ein gutes Spiel, welches wir verdient gewonnen haben. Im ersten Drittel waren wir nicht so ganz da und hatten Glück, dass es 2:2 stand. Im zweiten und dritten Abschnitt hatten wir das Spiel dann unter Kontrolle.“

DEL 10. Spieltag 19.01.2021 20:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Kölner Haie 4:2 (2:2, 0:0, 2:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – McKiernan, Hördler (C); Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Espeland; Mik – Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Foucault; Tuomie, Olver, Fiore; Hänelt, Kinder, Labrie – Trainer: Serge Aubin

Kölner Haie: Pogge (Weitzmann) – D. Tiffels, Mo. Müller; Sennhenn, Zerressen; Gagné, Gnyp; Glötzl – Akeson, Matsumoto, Barinka; Ma. Müller, Sheppard, F. Tiffels; Ferraro, Zalewski, Dumont; Köhler, Chrobot -Trainer: Uwe Krupp

Torfolge:

0:1 – 06:41 – Ma. Müller (Sheppard, F. Tiffels) – EQ

1:1 – 11:53 – Pföderl (Noebels, Reichel) – EQ

1:2 – 15:42 – Ma. Müller (F. Tiffels, Sheppard) – EQ

2:2 – 17:11 – Pföderl (Reichel, Müller) – EQ

3:2 – 50:10 – Noebels (Reichel) – EQ

4:2 – 59:43 – Reichel (Wissmann) – EQ/EN

Strafen:

Eisbären Berlin: 4 (2, 2, 0) Minuten –

Kölner Haie: 4 (0, 2, 2) Minuten

Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Marian Rohatsch (Maksim Cepik, Wayne Gerth)

Eisbären feiern ersten Auswärtssieg

Die Eisbären Berlin haben das erste Auswärtsspiel der PENNY DEL Saison 2020/21 gewonnen. Die Berliner besiegten am neunten Spieltag der laufenden Spielzeit die Krefeld Pinguine in der Yayla-Arena mit 5:2. Die Tore für die Eisbären erzielten Kris Foucault (1.), Leonhard Pföderl (18.), Giovanni Fiore (20.,PP1) mit seinem ersten Treffer für die Eisbären, Parker Tuomie (24.) sowie Lukas Reichel (46.). Für Gastgeber Krefeld trafen Kristofers Bindulis (16.) und Brett Olson (55.). Mit diesem Sieg belegen die Eisbären Berlin mit einem Punkteschnitt von zwei Punkten pro Partie den dritten Platz der Gruppe Nord.

Für Eisbären-Stürmer Pföderl war das Gastspiel in Krefeld die 425. Partie in der PENNY DEL, sein Treffer zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung bedeutete zudem sein 150. Tor in Deutschlands höchster Spielklasse. Mark Zengerle markierte mit seiner Vorlage zur 1:0-Führung seinen 100. Punkt in der PENNY DEL. Im Tor kam Tobias Ancicka zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison.

Das nächste Saisonspiel bestreiten die Eisbären Berlin bereits in zwei Tagen. Am 19. Januar 2021 um 20:30 Uhr gastieren die Kölner Haie in der Mercedes-Benz Arena. Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Das war ein verdienter Auswärtssieg. Die Mannschaft hat meine Erwartungen erfüllt und über die gesamten 60 Minuten voll durchgespielt. Ich habe heute viele gute Dinge meines Teams gesehen, das Spiel gegen den Puck hat mit sehr gefallen. Alle vier Reihen haben Eiszeit bekommen und jede einzelne konnte Akzente setzen.“

Kris Foucault (Stürmer Eisbären Berlin):

„Wir wussten, dass ein guter Start ins Spiel sehr wichtig und der Schlüssel zum Erfolg sein wird. Darum bin ich froh, dass ich direkt mit unserem ersten Angriff getroffen habe. Das Zusammenspiel in unserer Reihe mit Matt White und Mark Zengerle funktioniert sehr gut.“

Giovanni Fiore (Stürmer Eisbären Berlin): „Ich freue mich über mein erstes Tor für die Eisbären, aber der erste Auswärtssieg dieser Saison ist natürlich viel wichtiger. Es war heute eine gute Teamleistung, alle vier Reihen haben zu diesem Erfolg beigesteuert.“

Quelle: EHC Eisbären Berlin

DEL 9. Spieltag 17.01.2021 Krefeld Yayla-Arena

Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin 2:5 (1:3, 0:1, 1:1)

Aufstellungen:

Krefeld Pinguine: Belov (Quapp) – C. Braun, Bull; Trivellato, Buncis; Bindulis, Bappert – Klöpper, Postel, Kuhnekath; L. Braun (A), Olson (A), Karsums; Shatsky, Petrakov, Saponari; Schymainski (C), Blank, Lessio; L. Niederberger -Trainer: Mihails Svarinskis

Eisbären Berlin: Ancicka (M. Niederberger) – McKiernan, Hördler (C); Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Espeland; Mik – White, Zengerle, Foucault; Noebels, Reichel, Pföderl;; Tuomie, Olver, Fiore; Hänelt, Kinder, Labrie – Trainer: Serge Aubin

Tore:

0:1 – 00:11 – Foucault (Zengerle, Ramage) – EQ

1:1 – 15:53 – Bindulis (Saponari, Schymainski) – PP1

1:2 – 17:55 – Pföderl (Hördler, Noebels) – EQ

1:3 – 19:40 – Fiore (Zengerle, Foucault) – PP1

1:4 – 23:54 – Tuomie (Olver, Fiore) – EQ

1:5 – 45:20 – Reichel (Pföderl, McKiernan) – EQ

2:5 – 54:52 – Olson (Buncis, Karsums) -EQ

Eishockey – Leon Gawanke kehrt nach Kanada zurück

Verteidiger Leon Gawanke wurde von den Winnipeg Jets zurück nach Kanada beordert und wird die Eisbären Berlin wieder verlassen. Der 21-Jährige hat somit am Montagabend im Spiel gegen die Düsseldorfer EG zum vorerst letzten Mal das Eisbären-Trikot getragen. Der gebürtige Berliner wurde 2017 von dem Team aus der National Hockey League (NHL) in der fünften Runde gedraftet und spielte in der Saison 2019/20 in der American Hockey League (AHL) für die Manitoba Moose,

wo er in 48 Spielen vier Tore und 22 Vorlagen erzielte. Die Eisbären und die Winnipeg Jets verständigten sich im September 2020 auf eine Leihvereinbarung für den Rechtsschützen, da zu diesem Zeitpunkt auf Grund der COVID-19 Pandemie noch nicht absehbar war, wann die nordamerikanischen Profiligen wieder in den Saisonbetrieb gehen werden. Teil dieser Vereinbarung war es, dass Gawanke nach Kanada zurückkehren wird, sobald die AHL oder die NHL ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen.

Nachdem die AHL Ende des vergangenen Jahres bekanntgegeben hat, am 5. Februar 2021 mit der Saison 2020/21 zu beginnen, wird Leon Gawanke noch diese Woche nach Winnipeg fliegen und in der Folge am Trainingscamp der Manitoba Moose zur Saisonvorbereitung teilnehmen.

„Ich bin den Eisbären Berlin sehr dankbar, dass ich in den letzten Monaten hier trainieren und spielen durfte. Ich bin hier geboren und es war immer mein Jugendtraum, einmal für die Eisbären in der PENNY DEL zu spielen. Jetzt freue ich mich natürlich auf die neue Saison in Nordamerika. Die PENNY DEL hat ein sehr hohes Niveau und braucht sich vor der AHL nicht zu verstecken“, blickt Leon Gawanke auf die letzten viereinhalb Monate in seiner Heimatstadt zurück.

Für seinen Jugendverein absolvierte Gawanke die komplette Saisonvorbereitung und startete mit den Berlinern in die PENNY DEL Saison 2020/21. In den sechs Ligaspielen der noch jungen Spielzeit steuerte der Defensivspieler zwei Torvorlagen bei. Im November 2020 wurde der

Berliner zudem erstmals ins Aufgebot der DEB-Auswahl berufen und spielte alle drei Länderspiele im Rahmen des Deutschland Cups, in denen ihm ebenfalls 2 Assists gelangen. „Ich bin froh, dass Leon in Berlin war. Ich hatte gehofft, dass er die gesamte Saison für die Eisbären spielen kann. Es war aber klar, dass er zurück nach Kanada geht, wenn die Saison in Nordamerika wieder startet. In den vergangenen Monaten hat man gesehen, dass Leon zu den Top-Verteidigern Deutschlands gehört. Er hat hervorragende Offensivqualitäten und ich bin davon überzeugt, dass er das Zeug dafür hat, seinen Traum von der NHL zu verwirklichen. Wir danken

ihm für seine Zeit bei uns und wünschen ihm natürlich viel Glück für die anstehende Saison“, resümiert Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer.

Aufgrund dieser Personalentscheidung wird Eric Mik ab sofort wieder ins PENNY DEL Line Up der Eisbären rutschen. Der junge Verteidiger hatte am ersten Spieltag gegen Bremerhaven seinen bisher einzigen Einsatz in der laufenden Saison der höchsten deutschen Spielklasse. Die letzten Wochen verbrachte er in Weißwasser und spielte 18 Spiele für Kooperationspartner Lausitzer Füchse in der DEL2.

Quelle: Eisbären Berlin

Haie gehen bei den Eisbären unter

Zum dritten Heimspiel der verkürzten Corona-Saison empfingen die Eisbären die Kölner Haie. In den Reihen der Gäste waren wieder einige bekannte Gesichter, angefangen vom Trainer Uwe Krupp über Torwart Justin Pogge und Alexander Oblinger mit Eisbären Vergangenheit. Der in der vergangenen Saison noch bei den Eisbären spielende Mittelstürmer James Sheppard stand wegen einer Verletzung nicht im Kader.

Es lief alles für die Eisbären. Faktisch ihr erster Angriff brachte die 1:0 Führung durch Matthew White. Ganze 44 Sekunden waren erst gespielt. Nur knappe sieben Minuten später erhöhten die Eisbären auf 2:0. Im Eishockey ist manchmal die Torvorbereitung ein kleines Kunstwerk. Dem Treffer von Parker Toumie ging ein Pass von Kapitän Frank Hördler aus dem eigenen Drittel, queer fast über die gesamte Eisfläche, voraus. Während den Eisbären fast alles zu gelingen schien, bekamen die Domstädter bis zur letzten Drittelpause nichts Zählbares zustande.

Im Mittelabschnitt schlugen die Eisbären zweimal zu. In der 31. Minute sogar in Unterzahl. Wieder war es eine zauberhafte Vorbereitung durch Giovanni Fiore, der seinen Kapitän auf die Reise schickte und der stellte auf 4:0. Der Treffer zum 3:0 fiel in der 23. Minute. Die Eisbären waren effektiv und die Kölner. Erst hatten sie kein Glück, dann kam Pech hinzu und Torwart Mathias Niederberger. Der reckte nach 60 effektiven Spielminuten, in Berlin zeigte die Uhr 22:45, seinen Torwartschläger in die Höhe und feierte seinen zweiten Shutout der Saison. Kapitän Frank Hördler würdigte nach dem Spiel seine Leistung. Die Kölner zwangen ihn zu 34 Saves. Hördler selbst, als Verteidiger nicht unbedingt für das Erzielen von Toren zuständig, krönte seine gute Leistung mit seinem ersten Saisontor und der ersten Torvorbereitung. Das Kapitänsamt scheint ihn zu beflügeln.

Der Blick auf die Ergebnistafel war für Uwe Krupp kein Vergnügen. © Foto: Hans-Peter Becker

Sein Gegenüber im Kölner Tor durfte sich das letzte Drittel von der Spielerbank aus ansehen. Trainer Uwe Krupp griff zum letzten Mittel und wechselte den Torwart. Für Pogge kam Hannibal Weitzmann, ein gebürtiger Berliner, der bekam wie sein Torhüter-Kollege gleich ein schnelles Tor eingeschenkt. Bei Pogge dauerte es 44 Sekunden, Weitzmann hielt 5 Sekunden länger durch. In der 51. Minute stellte Foucault auf 5:0. Die Kölner mühten sich und die Eisbären vergaben noch einige Möglichkeiten.

Eisbären Goalie Mathias Niederberger war der Turm in der Schlacht © Foto: Hans-Peter Becker

Während Uwe Krupp sich das Spiel aus Kölner Sicht sicher anders vorgestellt hatte, war Serge Aubin natürlich sehr zufrieden. „Ich bin natürlich zufrieden mit dem Spiel heute, das war die Antwort, die ich nach der Niederlage in Iserlohn erwartet habe. Der frühe Führungstreffer hat uns geholfen und wir sind in den ersten zehn bis zwölf Minuten sehr gut ins Spiel reingekommen. Dennoch haben wir zu viele Strafen genommen, aber unser Unterzahlspiel war heute super. Mathias Niederberger hat herausragende Paraden gezeigt und die ein oder andere hochkarätige Chance vereitelt.“

Von der Niederlage in Iserlohn haben sich die Eisbären schnell erholt. Am Montag, 11.01.2021 müssen sie bei der Düsseldorfer EG antreten.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga DEL

08.01.2021 MB Arena Berlin 20:30 Uhr

Eisbären Berlin–Kölner Haie 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)

Torfolge:
1:0 – 00:44 – White (Zengerle, Fiore) EQ
2:0 – 06:33 – Tuomie (Hördler, Olver) EQ
3:0 – 22:35 – Foucault (Olver, Tuomie) EQ
4:0 – 31:00 – Hördler (Fiore, Noebels) SH1
5:0 – 40:49 – Foucault (Olver) EQ

Strafen:
Eisbären Berlin: 12 (2, 4, 6) Minuten –
Kölner Haie: 8 (2, 2, 4) Minuten

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) Müller, Ramage (A); Hördler (C), McKiernan; Espeland,Wissmann (A); Gawanke, Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Fiore; Tuomie, Olver, Foucault; Hänelt, Kinder, Labrie
Trainer: Serge Aubin

Kölner Haie: Pogge, Weitzmann (41.) D. Tiffels, Mo. Müller (C); Sennhenn, Zerressen; Edwards (A), Ugbekile; Gagné Matsumoto, Akeson, Barinka; Ma. Müller, Tiffels, Zalewski; Sill (A), Dumont, Oblinger; Bartuli, Köhler
Trainer: Uwe Krupp

Der ewige Eisbär Florian Busch beendet seine Karriere

Von den damals jungen Wilden, die 2005 mithalfen den ersten Meistertitel zu erringen, ist im aktuellen Kader nur noch Frank Hördler übrig geblieben. Am 6. Januar 2021 teilten die Eisbären offiziell mit, dass die Nummer 26 der Eisbären Florian Busch kann seine Laufbahn verletzungsbedingt nicht fortsetzen und sagt leise servus. Sein letztes Spiel für die Eisbären bestritt er 2019. Bis dahin war der linke Flügelstürmer in 793 DEL Spielen für die Eisbären aktiv. Mit Beginn der Saison 2002/03 war er nach Berlin-Hohenschönhausen gewechselt. An allen sieben Meistertiteln war er beteiligt, nicht zu vergessen sind dabei der Pokalsieg 2008 und der Gewinn der European Trophy 2011.

Besonders in Erinnerung bleibt sein entscheidendes Tor in der Over-Time im alles entscheidenden Spiel der Finalserie am 21. April 2008. Die Eisbären machten damit ihren dritten DEL-Meistertitel perfekt. In seiner Karriere spielte er auch für die Nachwuchsnationalmannschaften und nahm an den Olympischen Spielen 2006 in Turin teil.

Buschi mit bayerischem Getränk nach der Meisterschaft 2008 © Foto Hans-Peter Becker

Seine Herkunft aus Bayern, geboren am Tegernsee im Landkreis Miesbach, ließ er auf angenehme Art jeden spüren. „Es war ein Genuss mitzuerleben, wie Buschi die Menschen um sich herum immer wieder zum Grinsen oder Lachen brachte, dabei aber nie die Professionalität vermissen ließ, die ein Profisportler an den Tag legen muss. Ich hatte das Gefühl, dass ihm die harte Arbeit, der Schweiß und die Entbehrungen richtig Spaß machten. Wir werden seine spektakulären Aktionen auf dem Eis ebenso vermissen wie sein zahnloses Grinsen,“ so die Worte von Manager John Peter Lee.

Buschi selbst wird in der Presseerklärung zitiert: „Ich gebe hier und heute meinen Rücktritt vom Profisport bekannt. Ich durfte 18 wundervolle Jahre in der Hauptstadt erleben, aber nach langem Verletzungspech muss ich nun nach vorne schauen. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich auf dieser erfolgreichen Reise begleitet haben. Besonders aber bedanke ich mich bei allen Fans, die immer hinter mir standen und mir den Rücken freihielten. Danke Eisbären, danke Berlin! Einmal Eisbär, immer Eisbär. Buschi out.“

Buschi unmittelbar nach dem Gewinn der Meisterschaft 2013 © Foto Hans-Peter Becker

Leider war bisher nicht zu erfahren, ob Buschi wie er von den Fans genannt wird, zukünftig dem Eishockeysport erhalten bleiben wird. Seine Nummer 26, die er während seiner Karriere auf seinem Trikot trug, wird zukünftig nicht mehr vergeben. Bei nächster Gelegenheit, wenn es wieder möglich ist, vor Publikum zu spielen, wird sein Trikot zusammen mit dem von Andre Rankel unter das Hallendach der Arena am Ostbahnhof gezogen werden.

Hans-Peter Becker

Chancenlose Gäste in der leeren Arena

Es war eine klare Angelegenheit für die Eisbären. Sie begannen engagiert und hatten die Krefelder während des gesamten Spiels gut im Griff.

Aufseiten der Gäste aus Krefeld waren einige Akteure mit Eisbären-Vergangenheit. Angefangen beim Trainer Boris Blank, trugen auch die Akteure Alex Trivellato, Marvin Cüpper und Constantin Braun das Eisbären-Trikot. Ex-Eisbär Laurin Braun konnte verletzungsbedingt nicht auflaufen. Sein Bruder hatte in der 33. Minute eine unglückliche Szene als er in Überzahl den Puck vertändelte und den Eisbären einen shorthander zur 2:0 Führung ermöglichte. Der Treffer zum 1:0 fiel nach acht Minuten durch Kristopher Focault und auch da sah sein direkter Gegenspieler Constantin Braun nicht gut aus. An seine Rückkehr nach Berlin hat er erstmal keine guten Erinnerungen.

Constantin Braun im Krefelder Trikot Foto: © Becker

Bis zum Ende der regulären Spielzeit konnten die Hausherren der leeren Arena am Berliner Ostbahnhof drei weitere Treffer nachlegen. Den harmlosen Krefeldern gelang kein Treffer. So konnte Eisbären-Goalie Mathias Niederberger den ersten shutout der Saison feiern. Er hielt 26 Schüsse, darunter ein Monstersafe und avancierte zum Spieler des Tages. Aufseiten der Pinguine stürmte sein jüngerer Bruder Leon Niederberger. Er hatte mehrere Möglichkeiten auf dem Schläger und bemängelte nach dem Spiel die schlechte Chancenverwertung.

Eine Eishockeyweisheit lautet: Wenn du auf der Strafbank sitzt, ist schwer ein Spiel zu gewinnen. In diesem Spiel verwiesen die Eisbären den Spruch in das Reich der Fabel. Trotz doppelt so vieler Strafminuten wie der Gegner, war der Sieg nie in Gefahr.

Die Krefelder wirkten nicht wie ein eingespieltes Team. In dieser Form dürfte es schwer werden, die Teilnahme an den Playoffs zu erreichen. Vor allem an ihrem Überzahlspiel müssen sie arbeiten. Während die Krefelder im alten Jahr noch bei der Düsseldorfer EG antreten müssen, geht es für die Eisbären erst im neuen Jahr, am 5. Januar 2021 in Iserlohn bei den Roosters weiter.

Hans-Peter Becker

Stimmen:

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Wir sind sehr gut aus der Kabine gekommen und hatten ein starkes Puck-Management. Wir haben heute aber deutlich zu viele Strafen bekommen, dafür war unser Unterzahlspiel sehr gut. Unsere Defensive stand heute sicher und im letzten Drittel konnten wir viel durchwechseln. Mathias hatte einige Big Saves genau zur richtigen Zeit.“

Mathias Niederberger (Torhüter Eisbären Berlin): „Wir haben heute diszipliniert gespielt und waren geduldig vor dem Tor.Ich freue mich, dass ich meinen Teil zum Gewinn heute beitragen konnte, der Shutout-Sieg ist aber ein Verdienst der gesamten Mannschaft.“

Matt White (Stürmer Eisbären Berlin): „Das Zusammenspiel innerhalb unserer Reihe mit Kris Foucault und Mark Zengerle funktionierte sehr gut. Wir sind direkt gut ins Spiel gekommen und hatten guten Puckbesitz. In der Angriffszone konnten wir unseren Speed gut ausspielen und viele Chancen kreieren.“

Constantin Braun (Verteidiger Krefeld Pinguine): „Das war nicht so schön heute. Ich habe mir meine Rückkehr natürlich anders vorgestellt. Aber so ist Eishockey, wir haben unsere Chancen nicht genutzt, ihr habt eure eiskalt ausgenutzt. Ein komisches Gefühl, ich war ja hier noch nie in der Kabine des Gegners, bin noch angefressen über die Leistung die wir hier abgeliefert haben…“

DEL Gruppe Nord 3. Spieltag 28.12.2020 18:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin vs Krefeld Pinguine 5:0 (1:0/2:0/2:0)

Torfolge:

1:0 07:44–Foucault (Ramage)–EQ

2:0 32:11 –White (Noebels) –SH1

3:0 38:27 –Olver (Tuomie, Espeland) –EQ

4:0 41:43 –Pföderl (Reichel, Noebels) –PP1

5:0 56:09 –White (Foucault) -EQ

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka)–McKiernan, Hördler (C); Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Espeland; Gawanke –White, Zengerle, Foucault;Reichel, Noebels, Pföderl;; Tuomie, Olver, Fiore; Hänelt, Kinder, Labrie–Trainer: Serge Aubin

Krefeld Pinguine: Cüpper; Belov–Valitov, Braun(A); Sacher, Bindulis; Bappert, Trivellato –Buncis, Olson(A), Saponari; Schymainski(C), Postel, Tianulin; Niederberger, Petrakov, Karsums; Lessio, Blank, Klöpper; Kuhnekath -Trainer: Mihails Svarinskis

Mit Auftaktsieg in die Saison

Pünktlich um 19:30 Uhr ging es los an diesem Freitag am 18. Dezember 2020, exakt 286 Tage lang hatte es kein Eishockey-Spiel mehr in der MB-Arena am Berliner Ostbahnhof mehr gegeben. Jetzt war es ein Geisterspiel. Keine Pfiffe oder sonstige Geräuschkulisse lediglich die Musikeinspiele erinnerten an das Spiel vor Corona. Die beiden Kurven, hinter den Toren waren eine Brache. Dort fanden die Feuertonnen Platz, die sonst Teil der Einlaufshow sind. Zur Begrüßung der Teams und bei Eisbären-Treffern versahen sie ihren Dienst, schließlich musste für das Fernsehen etwas geboten werden. Eine Neuerung fiel noch auf, hinter den Mannschaftsbänken laufen Informationen und Werbeschriften auf dem Plexiglas.

Die Eisbären mussten mit einem ausgedünnten Kader an den Start gehen. Verletzungsbedingt beziehungsweise wegen Trainingsrückstands musste Eisbären-Cheftrainer Serge Aubin auf Marcel Noebels, Fabian Dietz, Nino Kinder und Stefan Espeland verzichten. Zudem war Verteidiger Jonas Müller aufgrund einer Sperre aus der letzten Saison noch nicht spielberechtigt. Auf dem Spielberichtsbogen stand 19 Spieler für die Eisbären, die Gäste konnten einen Spieler mehr aufbieten. Wer ist besser eingespielt? Die Gäste hatten bis in das Finale des Magenta-Sport-Cups geschafft, während die Eisbären durch einige Coronafälle nur eine sehr verkürzte Vorbereitung hatten.

Das Spiel war ausgeglichen. Den Eisbären gelang eine frühe Führung. Zwei Minuten waren erst gespielt und in Überzahl gelang Kristopher Foucault das 1:0. Bremerhafens Stürmer Maxime Fortunus musste wegen Beinstellens auf die Strafbank. Ihre erste Überzahl nutzten dann auch Gäste, um den Spielstand wieder pari zu stellen. Eisbär Sebastian Streu musste wegen Haltens auf die Sünderbank und Carson McMillian konnte einnetzen. Es blieb ausgeglichen und mit dem 1:1 ging es in die erste Drittelpause.

Ein kleiner Joke von Hallensprecher Uwe Schumann eröffnete den Mittelabschnitt. Bitte, bitte Plätze einnehmen, die Aufforderung an die Zuschauer an den Getränkeständen und den Rauchern auf dem Außenbereich. Die anwesenden Journalisten hatten die Zeit genutzt, um an den Spielberichten zu schreiben oder Fotos zu sichten. Der Mittelabschnitt ging es mit dem gleichmäßig verteiltem Spiel weiter. Doch während die Gäste zwei Überzahlmöglichkeiten liegen ließen, machten es die Eisbären besser. In der 38. Spielminute war es ein weiterer Neuzugang, Stürmer Matthew White der die Eisbären wieder in Führung brachte.

Im Schlussdrittel drängten die Spieler aus Fischtown energisch auf den erneuten Ausgleich. Viele Chancen blieben ungenutzt. Besser machten es die Eisbären in der 52. Minute zog Leonard Pförderl energisch ab, gegen seinen Schuss hatte Brandon Maxwell im Tor der Gäste keine Chance. Es war das erste Tor im Spiel das bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis erzielt wurde. Die Bemühungen der Mannschaft von Thomas Popiesch wurden belohnt durch Niklas Andersen. Allerdings waren nur noch 33 Sekunden zu spielen. Trotz Unterzahl, die Gäste nahmen ihren Torhüter vom Eis, retteten die Eisbären den kostbaren Vorsprung ins Ziel. Kurz vor dem Spielende verkündete der Hallensprecher ein „ausverkauftes Haus“ und bedankte sich bei den 16 anwesenden, maskierten Journalisten und 6 Fotografen. Nur nicht den Humor verlieren.

Beide Trainer waren insgesamt mit dem Auftritt ihrer Teams zufrieden. Etwas zufriedener war natürlich Eisbären-Trainer Serge Aubin. Er bescheinigte seiner Mannschaft eine konzentrierte Leistung und letztlich haben die Special-Teams den Unterschied gemacht. Beide Neuzugänge im Sturm trafen.

Der Gäste Trainer äußerte in seinem Statement, dass die Berliner den besseren Start ins Spiel erwischten und insgesamt das eine Tor besser waren.

Matt White (Stürmer Eisbären Berlin): „Wir haben heute als Einheit gut funktioniert. Natürlich freue ich mich, dass ich meinen Beitrag leisten konnte, aber meine Teamkollegen haben es mir auch leichtgemacht. Der Powerplay-Treffer direkt zu Beginn des Spiels hat uns viel Selbstvertrauen gegeben.“

Leo Pföderl (Stürmer Eisbären Berlin): „Ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft, das gesamte Team hat heute überragend gekämpft. Es freut mich für unsere Neuzugänge, dass sie direkt eingeschlagen haben.“

Für die Eisbären steht vor dem Fest noch das erste Auswärtsspiel der neuen Saison in Wolfsburg an. In der sicher wieder „ausverkauften“ heimischen Arena geht es dann am 28. Dezember weiter. Der Gegner heißt dann Krefeld Pinguine.

Hans-Peter Becker

DEL 1. Spieltag 18.12.2020 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin–Fischtown Pinguins Bremerhaven3:2 (1:1, 1:0,1:1)

Aufstellungen: Eisbären Berlin: Niederberger; Ancicka –Gawanke, Ramage (A); Hördler (C), McKiernan; Mik, Wissmann (A) –White, Streu, Pföderl; Foucault, Zengerle, Fiore; Tuomie, Olver, Labrie; Reichel, Hänelt–Trainer: Serge Aubin

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Maxwell; Pöpperle –Fortunus (A), Dietz; Eminger, Moore (C); Krogsgaard, Alber –Verlic, Jeglic, Urbas (A); Andersen, Friesen, Wahl; Mauermann, Quirk, Uher; Hilbrich, Gläser, McMillan–Trainer: Thomas Popiesch

Torfolge

1:0-02:01– Foucault (White, McKiernan)–PP1

1:1-11:22 – McMillan (Andersen, Uher) –PP1

2:1-37:12 –White (Zengerle, Foucault) –PP1

3:1-51:08 – Pföderl (White) –EQ

3:2-59:27 – Andersen (McMillan) –EQ

Strafen: Eisbären Berlin: 12 (4, 4, 4) Minuten–Fischtown Pinguins Bremerhaven: 10 (2, 8, 0) Minuten

Schiedsrichter: Marc Iwert, BastianSteingross (Maksim Cepik, Jonas Merten)

Eisbären Stürmer Mark Zengerle #9 in Aktion gegen seine ehemaligen Mannschaftskollegen © Becker

Ziel ist das Erreichen der Playoffs

Am Freitag, 18. Dezember starten die Eisbären Berlin in die neue Saison in der DEL. Das Eröffnungsspiel bestritten am Donnerstag, 17.12.2020 die Kölner Haie gegen die Düsseldorfer EG.

Der Start musste mehrfach verschoben. Jetzt geht es endlich los. Die Saison wurde verkürzt. Statt 52 werden die 14 Teilnehmer zunächst 38 Hauptrunden-Spiele austragen. Die Liga wird in 2 Gruppen Nord und Süd eingeteilt. Die Plätze 1 bis 4 qualifizieren sich für die Playoffs die Mitte April 2021 beginnen sollen. Auch die Playoffs werden verkürzt. Vom Viertelfinale bis zum Finale soll eine Serie „best of three“ gespielt werden. Es reichen also bereits zwei Siege zum Weiterkommen und letztlich Meister zu werden.

Die Eisbären empfangen zur Saisoneröffnung die Mannschaft aus Bremerhaven. Während die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch es bis ins Endspiel des Magenta-Cups schaffte, war die Vorbereitung der Eisbären durch Corona empfindlich gestört. Die beiden letzten Vorrunden-Spiele gegen Mannheim und München mussten abgesagt werden. Die Mannschaft der Eisbären musste in Quarantäne. Es stehen zum Auftakt dem Eisbären Trainer Serge Aubin nicht alle Akteure zur Verfügung.

Bei der Pressekonferenz zum Saisonauftakt wurde das Erreichen der Playoffs als Saisonziel ausgegeben. In der Gruppe Nord müssen die Eisbären wenigstens 3 Mannschaften hinter sich lassen. Eine größere Phase des Eingewöhnens kann sich keine Mannschaft erlauben. Ein guter Start ist noch wichtiger als in früheren Zeiten. So werden die Eisbären alles daransetzen, möglichst gleich zum Auftakt alle drei Punkte in Berlin zu behalten.

Hans-Peter Becker