Die „Alte Dame“ kommt nicht zur Ruhe

Was hat das zu bedeuten? Nach nur 10 Monaten verlässt der mit großen Erwartungen nach Berlin gekommene Carsten Schmidt bereits wieder den kriselnden Hauptstadtclub. Was seit einigen Stunden durch die Berliner Luft waberte, wurde nun ofiziell bestätigt.

„Hertha BSC und Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Hertha BSC, haben sich auf die sofortige Auflösung des Arbeitsverhältnisses geeinigt. Die Gründe für die Amtsniederlegung von Carsten Schmidt liegen im privaten Bereich. Die Aufgabenbereiche von Carsten Schmidt werden von den beiden Geschäftsführern Fredi Bobic und Ingo Schiller übernommen.“

Präsident Werner Gegenbauer äußert sich: „Mit Bedauern haben wir den Wunsch von Herrn Schmidt, seinen Dienstvertrag aufgrund von ausschließlich privaten Gründen umgehend aufzulösen, entgegengenommen. Nach vertrauensvollen Gesprächen haben wir seiner Bitte schweren Herzens entsprochen. Wir bedanken uns bei Carsten Schmidt ausdrücklich für die wertvolle Arbeit für Hertha BSC und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute für die Zukunft.“

Pal Dardai – Herthaner mit Charakter und Haltung

Christian Zschiedrich kommentiert Foto: © Sportick

Er konnte sich denken, was auf ihn zukommt. Er ist garantiert nicht Schuld an der Situation von Hertha BSC. Nach total misslungenem Start brennt beim Hauptstadtclub die Luft. Ich hatte im Sinne der neuen Führung  jedes positive Signal wohlwollend aufgenommen und auch nicht mit null Punkten nach drei Spielen gerechnet. Jetzt sind es ausgerechnet die eigenen Anhänger, die im Internet dem Trainer zu Leibe gehen. Offiziell hieß es im Club übereinstimmend, Pal Dardai soll diesmal weitermachen. Anscheinend hat der Trainer auch mitbekommen, dass laut BZ der Verein seit langem einen großen Trainer sucht. Ich behaupte, wie er auch heißen mag, er wird ebenfalls große Probleme bei Hertha vorfinden und haben. Aktuell ist Pal Dardai demzufolge wieder nur Trainer auf Abruf. In der Länderspielpause könnten sich die Meldungen täglich überschlagen. Pal Dardai hängt nicht an seinem Amt und der Funktion. Pal Dardai hat Charakter und bietet seinen Rücktritt an.

Nun kommt es auf Neu-Manager Fredi Bobic an. Nach Cunhas Abgang ist der Kader schwächer, als vor der Transferperiode. Erschreckend zudem die Leistungen. Bobic muss also nicht nur neue Spieler kaufen, er müsste dem verbliebenen Kader klarmachen: „Diesmal ist der Trainer nach 170 Spielen und der Rettung in der Saison zuvor,  unantastbar“! Ein Machtwort sowohl von Fredi Bobic als auch von Hertha-Boss Carsten Schmidt würde den Wunsch nach Stabilität untermauern. Die Frage ist, wie bloß reagieren die Hertha-Bosse?

Christian Zschiedrich

Neuer Vertrag für Dedryk Boyata

Unser Kapitän, der seit 2019 für Hertha BSC spielt, bleibt an Bord und verlängert sein Arbeitspapier bis 2024.

Erfreuliche Nachrichten noch vor dem Bundesliga-Auftakt: Neuer Vertrag für Dedryk Boyata bleibt Herthaner ! Unser Hauptstadtclub verlängerte am Donnerstag den Vertrag mit unserem Kapitän bis 2024. „Dedryck ist eine wichtige Führungspersönlichkeit für uns und spielt in unseren Planungen eine zentrale Rolle. Daher sind wir froh, diesen Vertragsabschluss frühzeitig vollzogen zu haben. Mit seiner Qualität und seiner Erfahrung ist er ein entscheidender Baustein für die nächsten Jahre“, kommentiert unser Geschäftsführer Sport Fredi Bobic die Personalie. Boyata blickt mit einem guten Gefühl auf die nächsten Jahre bei unserer ‘Alten Dame‘. „Ich habe das Vertrauen der Verantwortlichen immer gespürt, auch in den Phasen, in denen ich verletzt war. Davon möchte ich in den nächsten Jahren etwas zurückgeben. Dieser Verein hat großes Potenzial und gemeinsam wollen wir die Basis für sportlichen Erfolg legen.“

Der 30-Jährige, der künftig die Nummer 4 tragen wird, schloss sich unserem Club 2019 an und bestritt seitdem 48 Pflichtspiele (fünf Tore, eine Vorlage) mit der Fahne auf der Brust. Seit der vergangenen Spielzeit führt der Innenverteidiger unsere Spreeathener als Kapitän auf den Rasen. Für die belgische Nationalmannschaft bestritt der Rechtsfuß 25 Länderspiele, davon zwei bei der EM 2021 und drei bei der WM 2018. Vor seiner Zeit in Berlin schnürte der kopfballstarke Defensivspieler vier Jahre die Fußballschuhe für Celtic Glasgow. In Schottland gewann er vier Mal die Meisterschaft und je drei Mal den Pokal bzw. Ligapokal. 2007 war der gebürtige Brüsseler aus seiner Heimatstadt zu Manchester City gewechselt, bei den ‚Skyblues‘ erhielt er 2009 seinen ersten Profivertrag, debütierte 2010 in der Premier League und bestritt bis zu seinem Wechsel nach Glasgow insgesamt 35 Pflichtspiele für den amtierenden englischen Champion. In seiner Vita tauchen damit auch der Gewinn der englischen Meisterschaft und des Ligapokals 2014 sowie der des FA-Cups 2011 auf. Bei Ausleihen zu den Bolton Wanderers und in die Niederlande zu Twente Enschede sammelte der 1,88-Mann weitere wichtige Erfahrungen auf nationalem wie internationalem Parkett.

Quelle: Hertha BSC

Hertha BSC verpflichtet Marco Richter

Fredi Bobic / Marco Richter / Arne Friedrich Hertha BSC Fotocredit: herthabsc/city-press

Der Offensivspieler kommt vom FC Augsburg und erhält einen Vertrag bis 2025. Im Gegenzug verleiht unser Hauptstadtclub Arne Maier an die Fuggerstädter.

Neuzugang Nummer vier für die Spielzeit 2021/22 ist unter Dach und Fach: Unser Hauptstadtclub hat am Montag Marco Richter verpflichtet. Der vielseitig einsetzbare Offensivmann kommt vom FC Augsburg zu unserer ‘Alten Dame‘ und wird für die Blau-Weißen mit der Rückennummer 23 auflaufen. „Dynamik, Vielseitigkeit, Zug zum Tor, Mentalität – Marco bringt viele Dinge mit. Er hat sich mit seinen 23 Jahren bereits über mehrere Jahre in der Bundesliga bewiesen. Daher freuen wir uns sehr, dass er sich für den Wechsel nach Berlin entschieden hat“, kommentiert Fredi Bobic die Personalie. „Ich wollte nach guten Jahren beim FCA eine neue Herausforderung annehmen und freue mich deshalb, zu Hertha zu kommen. Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mich überzeugt und ich bin mir sicher, dass ich mit meinem Spielstil gut in die Mannschaft passe“, sagt Marco Richter. Im Gegenzug verleihen unsere Blau-Weißen Arne Maier an die Fuggerstädter. „Wir haben ein großes Angebot im zentralen Mittelfeld, deswegen haben wir Arnes Wunsch nach einer Veränderung entsprochen“, erläutert unser Geschäftsführer Sport diese Entscheidung. Arne Maier stammt aus unserer eigenen Jugend und avancierte mit der Fahne auf der Brust zum Bundesliga-Spieler. Insgesamt bestritt der Blondschopf 66 Partien für unsere Farben. Bereits im Vorjahr schnürte er seine Fußballschuhe leihweise für Arminia Bielefeld.

Der deutsche U21-Nationalspieler Richter spielte im Jugendbereich für den SV Ried und den FC Bayern München, ehe der Offensivakteur bei den bayrischen Schwaben den Sprung zum Profi schaffte. Für den FCA lief der Rechtsfuß in 102 Pflichtspielen in Bundesliga und DFB-Pokal auf. Dabei gelangen Richter jeweils 13 Tore und 13 Vorlagen. Für die U-Mannschaften des DFB sammelte der gebürtige Friedberger auch bereits Erfahrungen auf internationalem Parkett. Neun Mal trug der 1,76-Meter-Mann für die U21 und U20 den Bundesadler auf der Brust. Darüber hinaus gehörte Richter in diesem Sommer gemeinsam mit Maier, Jordan Torunarigha sowie dem nach Bochum ausgeliehenen Eduard Löwen auch zum deutschen Olympiaaufgebot und kam in allen drei Gruppenspielen zum Einsatz. Mit Maier, Löwen und Maximilian Mittelstädt kämpfte Richter 2019 auch mit der deutschen U21 bei der Europameisterschaft um den Sieg. Drei Tore und zwei Vorlagen unseres Neuzugangs reichten letztlich zum Vize-Titel.

Quelle: Hertha BSC

Vedad Ibišević wird Offensivtrainer bei Hertha BSC

Foto:©herthabsc/city-press

Das Trainerteam um Pál Dárdai bekommt ab sofort prominente Unterstützung.

Fünf Jahre lang ging Vedad Ibišević für Hertha BSC auf Torejagd, erzielte zwischen 2015 und 2020 insgesamt 56 Tore in 159 Pflichtspielen. Jetzt kehrt der 36-jährige als Trainer mit besonderen Aufgaben zu Hertha BSC zurück. Der ehemalige Hertha-Kapitän kümmert sich ab sofort um die Offensivspieler der Profis, aber auch um die Offensivspieler im Leistungsbereich der Hertha-Akademie.

Fredi Bobic, Geschäftsführer Sport Hertha BSC: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Vedad Ibišević einen weiteren Herthaner im Verein einbinden konnten. Ich bin überzeugt davon, dass er mit seiner Erfahrung und seinen Qualitäten als ehemaliger Topstürmer dabei mithelfen wird, unsere Offensivspieler im Profi- und Leistungsbereich noch besser zu machen.“

Pál Dárdai, Cheftrainer Hertha BSC: „Vedad war schon zu seiner Zeit als Spieler mein verlängerter Arm auf dem Platz. Er ist eine Führungspersönlichkeit, ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm und auf seinen Input als Trainer für diesen wichtigen Bereich. Wir können dadurch das Training insgesamt noch individueller gestalten.“

Vedad Ibišević, Offensivtrainer Hertha BSC: „Nachdem klar war, dass ich meine Spielerkarriere beende, hatte ich gute Gespräche mit der Führung bei Hertha BSC, insbesondere mit Fredi und Pál. Hertha BSC liegt mir seit meiner Zeit hier in Berlin sehr am Herzen. Ich fühle mich als Herthaner und ich bin glücklich und dankbar, dass ich diese Aufgabe jetzt übernehmen kann.“

Quelle: Hertha BSC

Hertha BSC verpflichtet Stevan Jovetic

Neuzugang für die Offensive, der zuletzt für den AS Monaco auf Torejagd war

Hertha BSC hat mit dem 31-jährigen Offensivspieler Stevan Jovetic den dritten Neuzugang für die kommende Saison fixiert. Der 55-malige montenegrinische Nationalspieler kommt nach seinem Vertragsende bei der AS Monaco und seinen vorherigen Stationen beim AC Florenz, Manchester City, Inter Mailand, dem FC Sevilla ablösefrei zu den Blau-Weißen und hat einen Vertrag bis 2023 plus Option unterschrieben.

Fredi Bobic: „Mit Stevan bekommen wir einen klassischen Zentrumsspieler für die Offensive, der viel Erfahrung aus den Topligen in Europa mitbringt. Egal ob in der Premier League, der Serie A, der Ligue 1 oder der LaLiga, überall hat Stevan seine Tore erzielt. Mit seinen fußballerischen Qualitäten, aber auch als Typ wird er uns direkt weiterhelfen. Darauf freuen wir uns sehr.“

Stevan Jovetic: „Ich hatte sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen von Hertha BSC, allen voran Fredi Bobic, und war von der ersten Minute an heiß auf das Engagement in Berlin. Ich freue mich jetzt sehr auf den Verein, die Stadt, meine neuen Jungs im Team und auf die Bundesliga. Ich kann es kaum erwarten, direkt loszulegen und möchte von Beginn an mit meiner Erfahrung alles einbringen, um der Mannschaft bei ihren Zielen zu helfen.“

Quelle: Hertha BSC Medien

Kaderplanungen bei Hertha und Union

Das wichtige 2:1 erzielte der gebürtige Berliner Jessic Ngankam in der 74. Minute – eingewechselt kurz zuvor. Seit seinem sechsten Lebensjahr spielt er für Hertha. Neun Spiele in Folge zuvor stand er nicht im Kader. Dramatisch war der Spielverlauf in der Veltins-Arena auf Schalke am 31. Spieltag.

Vielleicht rette Ngankam Hertha BSC auf Schalke vor dem Abstieg. Er ist aus Herthas Jugend hervorgegangen. Nun kam die Kunde von der schweren Knieverletzung. Nicht nur das Kreuzband soll kaputt sein. Tragisch für ihn. Er war nicht für Herthas neuen Saison-Kader geplant, sondern nach Fürth ausgeliehen.

Hertha will nicht wieder in Abstiegsnöte geraten und hofft, dass Suat Serdar, für 7 Millionen Euro von Schalke 04 gewechselt, bei Herthas Sturm-Problemen helfen kann. Es hat sich herumgesprochen, dass Hertha Geld hat. Fredi Bobic wird bei der Kaderzusammenstellung mehr als den Verantwortlichen in den Jahren zuvor zugetraut.

Prince Boateng soll die Mannschaft auf und neben dem Platz führen. Seine Fitness lässt wohl noch zu wünschen übrig, es ist ja noch Zeit bis zum ersten Punktspiel.

Chefredakteur Christian Zschiedrich. Foto: Hans Becker

Einen fähigen Kaderplaner kann auch der 1. FC Union vorweisen. Der Verein, hat in der vergangenen Saison den Rivalen aus Charlottenburg überflügelt. Wie wird es in der kommenden Saison aussehen, kann Hertha den Spieß wieder umdrehen? Wir sind am Ball und beobachten das Geschehen erforderlich kritisch.

Der 1. FC Union musste einige Leistungsträger abgeben. Erfahrungsgemäß ist der erneute Umbruch, Union verpflichtete bisher elf neue Spieler, eine ganze  Mannschaft, nie ganz einfach. Es braucht wieder eine Portion an Glück.

Bei der Hertha wird es zunächst darauf ankommen, dass die Chemie in der Führungsetage wieder stimmt. In Köpenick scheinen die Wege kürzer zu sein. Von Querelen in der sportlichen Leitung ist nichts bekannt. Wenn das Geld nicht so reichlich vorhanden ist, kommt es umso mehr auf die Geschlossenheit der Mannschaft an. Das hat in der letzten Saison gut funktioniert.

Im Fußball soll fast alles möglich sein. Warten wir ob, die Eisernen ihr Husarenstück wiederholen können. Schlussendlich führte der Weg bis in die neu geschaffene Conference League. Da laufen bereits die Qualifikationsrunden. Die Eisernen greifen erst in der Play-off Runde (ab dem 19. August) in das Geschehen ein. Sollten sie sich dort qualifizieren, müssen sie ihren Kader breiter aufstellen.

Für Olympia nominiert sind vier Spieler, die in Berlin unter Vertrag stehen. Zwei Unioner und zwei Herthaner, gerecht aufgeteilt, wurden von Trainer Stefan Kuntz berufen. Die Unioner Max Kruse und  Cedric Teuchert und von der Hertha Arne Meier und Jordan Torunarigha treten in Japan an. Max Kruse, voller Elan, freut sich und möchte sich auch in der Olympia-Auswahl beweisen. Arne Meier ist momentan erkrankt und bangt um Tokio. Am 22. Juli startet für die DFB-Auswahl das Turnier in Yokohama gegen Brasilien.

Christian Zschiedrich

Löwen-Leihe nach Bochum

Unser Mittelfeldspieler schließt sich in der Spielzeit 2021/22 dem Aufsteiger aus dem Ruhrpott an.

Eduard Löwen läuft in der kommenden Saison auf Leihbasis im Trikot des VfL Bochum auf. Darauf verständigten sich beide Clubs am Montag (28.06.21). „Das Leihgeschäft mit dem VfL ist eine gute Sache für alle Beteiligten. Wir freuen uns, dass ‚Edu‘ dort die Möglichkeit auf viel Spielpraxis in der Bundesliga bekommt und so einen weiteren wichtigen Schritt in seiner Entwicklung machen kann“, unterstreicht Fredi Bobic die Vorteile der Vereinbarung mit dem Verein aus dem Ruhrgebiet.

Löwen wechselte im Sommer 2019 vom 1. FC Nürnberg zu unserem Hauptstadtclub. Nach einer Leihe zum FC Augsburg in der Rückrunde 2019/20 kehrte der 24-Jährige im vergangenen Sommer an die Spree zurück. Insgesamt trug der siebenfache deutsche U21-Nationalspieler bisher in 14 Bundesliga-Partien das Trikot mit der Fahne auf der Brust.

Quelle: Hertha BSC

Kevin-Prince Boateng kommt nach Hause!

Rückkehr zu den Wurzeln: Der 34-Jährige trägt 14 Jahre nach seinem Abschied von seinem Jugendclub ab sofort wieder unsere blau-weiße Fahne auf der Brust!

2006 feierte er sein Bundesliga-Debüt für Hertha BSC, nun spielt unser Eigengewächs wieder in seiner Heimat: Kevin-Prince Boateng kehrt nach Berlin zurück und trägt ab sofort wieder das blau-weiße Trikot. Der offensive Mittelfeldakteur wechselt vom italienischen Serie B-Team AC Monza an die Spree und unterschrieb am Donnerstag einen Vertrag bis 2022. „Kevin-Prince Boateng kennt Hertha BSC, die Bundesliga und Berlin. Er benötigt keine lange Eingewöhnungszeit. Prince ist mit seinen Führungsqualitäten in der Kabine und abseits des Platzes ein enormer Gewinn für unsere Mannschaft, auf dem Rasen hat er sich über viele Jahre auf höchstem Level bewiesen. Das Gesamtpaket bei diesem Transfer stimmt absolut“, freut sich unser Geschäftsführer Sport Fredi Bobic über seinen zweiten Sommerneuzugang, den der 49-Jährige bereits aus gemeinsamer Zeit bei Eintracht Frankfurt kennt. Für den gebürtigen Berliner ist es eine Rückkehr an den Ort, an dem seine professionelle Fußballerlaufbahn seinen Ursprung nahm. „Hertha BSC ist nicht irgendein Club für mich. Ich bin hier, um etwas zurückzugeben. Ich bin in all den Jahren viel rumgekommen und habe viel lernen können, aber all das, meine ganze Karriere, habe ich diesem Verein zu verdanken. Das habe ich nie vergessen, Hertha war immer in meinem Herzen“, kommentiert der Rechtsfuß, der bei seinem neuen alten Arbeitgeber die Rückennummer 27 erhält.

Italienischer Meister, deutscher Pokalsieger, spanischer Meister

Im Alter von sieben Jahren wechselte der Deutsch-Ghanaer in die Hertha BSC Fußball-Akademie und durchlief sämtliche Jugendteams, bis ihm 2005 der Sprung zur Profimannschaft gelang. Nach 53 Partien in der Bundesliga, im DFB-Pokal sowie im UEFA-Cup (fünf Tore, neun Vorlagen) wechselte der Offensivspieler 2007 nach England zu Tottenham Hotspur. Nach einer Leihe zu Borussia Dortmund und einer weiteren englischen Station beim FC Portsmouth folgten Aufenthalte in Italien beim AC Mailand, wo Boateng 2011 italienischer Meister wurde, und Genua CFC. 2013 kehrte der Mittelfeldspieler erneut nach Deutschland zurück und schnürte für zwei Jahre seine Schuhe für den FC Schalke 04. Im Anschluss ging der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler in Spanien für UD Las Palmas auf Torejagd, ehe im Sommer 2017 der Transfer an den Main zur SGE zustande kam. Gemeinsam mit Ex-Herthaner Marius Wolf und Bobic feierte der zweifache Familienvater im Berliner Olympiastadion den Gewinn des DFB-Pokals 2018. Nach dieser Erfolgsgeschichte bei den Hessen verschlug es den 1,86-Meter-Mann erneut nach Italien zur US Sassuolo. Anfang 2019 schloss sich Boateng per halbjährigen Leihe dem FC Barcelona an, wo der 33-malige UEFA Champions League-Spieler zusammen mit Lionel Messi und Co. die spanische Meisterschaft gewann. Nach der Rückkehr nach Italien zog es den 15-maligen ghanaischen Nationalspieler zur AC Florenz, ehe ein Abstecher nach Istanbul zu Beşiktaş folgte. Seit September 2020 lief der WM-Teilnehmer von 2014 für die AC Monza auf – nun ist er zurück im heimischen Spreeathen!

Quelle: Hertha BSC

Ante Čović übernimmt Herthas U23

Herthas Urgestein kehrt nach seiner Auszeit zurück und startet direkt mit der Vorbereitung auf die neue Regionalliga-Saison.

Nach dem Wechsel von Andreas ‚Zecke‘ Neuendorf ins Trainerteam unserer Profis, hat unsere U23 pünktlich zum Trainingsstart am Montag seinen neuen Coach: Mit Ante Čović übernimmt ein alter Bekannter die Verantwortung unserer zweiten Mannschaft. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Ante einen Ur-Herthaner und absoluten Fachmann für diese Aufgabe zurückgewinnen konnten. Er hat bewiesen, unsere Talente bestmöglich auf die Anforderungen des Profi-Fußballs vorbereiten zu können“, freute sich unser Geschäftsführer Sport Fredi Bobic über die feststehende Personalie.

Der ausgebildete Fußballlehrer hatte bereits von 2013 bis 2019 in 183 Spielen die Geschickte der Regionalliga-Auswahl geführt und blickt voller Tatendrang auf die neue alte Aufgabe: „Ich freue mich sehr, zurück auf der Trainerbank bei Hertha BSC zu sein. Für mich ist der Club eine Herzensangelegenheit. Wir verfolgen alle das Ziel, die Erfolgsgeschichte unserer Nachwuchsarbeit fortzuschreiben und hoffentlich noch viele Talente an den Profikader heranzuführen“, so Čović, der in der nun anstehenden Vorbereitung mit seinen Schützlingen intensiv an den Grundlagen für eine erfolgreiche Regionalliga-Spielzeit arbeiten wird.

Quelle: Markus Jung/Hertha BSC Presse