BBSC Berlin holt Punkt gegen den letztjährigen Meister

Mit einem hart erkämpften 2:3-Punktgewinn (19, 23, -14, -15, -11) feierte der BBSC gegen den Aufstiegsanwärter aus Borken einen gelungenen Saisoneinstand. Zwei gewonnene Sätze, in denen die Berliner Mannschaft jeweils 100 % abgerufen hat, machten dem letztjährigen Staffelmeister mehr Sorgenfalten als ihm lieb war.

Beide Mannschaften spielten von Anfang an zeitweise auf hohem Niveau und hatten nur kleine Phasen mit höherer Fehlerquote. Von Anbeginn fiel auf, dass beide Teams in Block- und Feldabwehr Maßstäbe setzten: Der Ball wurde nach einer Vielzahl von Angriffen immer wieder im Spiel gehalten, es gelang den Teams kaum, mit üblichen Aktionen zu punkten und den Ball auf dem Boden zu bringen. Schon der zweite Ballwechsel des Spiels war mit 49(?) Ballberührungen vor dem Punktgewinn außergewöhnlich. Das war etwas fürs Publikumsherz! Die relativ wenigen Zuschauer in der BBSC-Halle, die das Zweitligaspiel dem zur gleichen Zeit stattfindenden Länderspiel des DVV-Teams gegen Brasilien im Berliner Sportforum Vorrang gegeben hatten, konnten sich nicht beschweren.

In den ersten beiden Sätzen spielten die Gastgeberinnen wirklich toll, da klappte einfach alles. Die Spielidee des Trainerstabs Jens Tietböhl, Stephanie Utz und Christopher Devlin, mit Tempo über die Außenpositionen zu kommen, bereitete Borken zunächst Probleme. Die Münsterländerinnen kamen zunächst nicht in ihren Spielrhythmus. Ab dem dritten Satz änderte sich das: Borken hat das Spiel der Berlinerinnen immer besser gelesen und dank deutlich besserer körperlicher und technischer Grundvoraussetzungen (Brinkmann und Baran!) im Angriff dominiert.

Kapitänin Katharina Kummer war nach dem Spiel glücklich: „Wir haben in den ersten beiden Sätzen gezeigt, was in uns steckt. Gut auch, dass unsere beiden Neuzugänge auf dem Feld voll eingeschlagen und die Stärken des Teams zur Geltung gebracht haben.“

„Mit dem Gewinn eines Punktes gegen den Ligameister können wir zufrieden sein“ meinte Berlins Trainer Jens Tietböhl. „Für die nächsten Spiele bleibt die Aufgabe, gerade in der Angriffsvriabilität Konstanz schaffen“. Dazu ist in den kommenden Wochen gute Gelegenheit. Nach dem Auswärtsspiel am kommenden Samstag, 24.09. beim Aufsteiger Ostbevern steht am 1. Oktober um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle das nächste Spitzenspiel an, wenn Vizemeister Leverkusen zu Gast ist.

MVP des Samstagabends wurden Priscilla Gatzsche und auf Gegnerseite die langjährige polnische Erstligadiagonale Zaneta Baran.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Paula Morgenroth, Nathalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche, Kristina Bognar

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC vor Saisonstart – Aufstiegsanwärter in Berlin zu Gast

Im ersten Zweitligaspiel der neuen Saison ist der Aufstiegskandidat aus dem münsterländischen Borken zu Gast: Am Samstag, den 17. September 2022 ist um 18:00 Uhr Anpfiff in der Berliner Hämmerlinghalle.

Mit den Gästen kommt eine bestens besetzte Zweitligamannschaft nach Berlin. Die Truppe von Trainer Changcheng Liu (mehr als 200 Spiele für das chinesische Nationalteam und Olympiaachter 1984) gilt trotz des Abgangs einiger erfahrener Kräfte (Jana Röwer, Yina Liu) mit ihren Zugängen als sehr ausgeglichen und auf jeden Fall mit vielen individuell starken Spielerinnen ausgestattet. Sechs (!) Spielerinnen kommen aus Polen, Ungarn, Schweden, Österreich und den Niederlanden und natürlich dürfen die deutschen früheren Erstligaspielerinnen Doreen Luther sowie Johanna Müller-Scheffsky nicht unerwähnt bleiben. Star des Ensembles ist die langjährige Erstligaspielerin Anika Brinkmann, die den Berliner Zuschauern durch ihre Auftritte in Münsteraner, Suhler oder Hamburger Dress als absolutes Aufschlag-Ass und gefährliche Außenangreiferin bekannt ist. Die gefürchteten Sprungaufschläge haben schon so manche Abwehr zur Verzweiflung gebracht. Vor 2 Jahren spielte Brinkmann noch in Münsteraner Farben und verzückte das Publikum in der Sporthalle Berg Fidel mit ihren erzielten Punkten. Borken verfügt neben einem starken Team auch über viele ehrenamtliche Helfer, eine herausragende Jugendarbeit, eine überdurchschnittliche Eventisierung der Heimspiele sowie eine wachsende Außendarstellung über Social-Media-Kanäle – wenn jetzt auch das sportliche Zusammenspiel passt, sollte der vom Verein mit Macht angestrebte Aufstieg machbar sein.

Für den BBSC stellt der Vergleich gegen die favorisierten Gäste nichts anderes als eine Positionsbestimmung dar. Die Mannschaft ist nach der vergangenen Saison im Wesentlichen zusammengeblieben. Zwar ist mit dem Weggang von Anna Leweling ein Verlust zu verzeichnen, doch sollen Priscilla Gatzsche (vormals Dingolfing) und Nathalie Sabrowske (Oranienburg) in ihre Fußstapfen treten. An der Seitenlinie wird in dieser Saison mit Jens Tietböhl ein erfahrener und erfolgreicher Trainer mit viel Expertise in der Entwicklung junger Spielerinnen stehen. Da auch die Langzeitverletzten aus der vergangenen Saison wieder zur Verfügung stehen, gibt es große Freude, sich wieder dem Konkurrenzkampf in der Liga zu stellen. Mit positiver Stimmung und richtig Bock auf ein gutes Spiel der Gastgeberinnen sollte Borken ein heißer Kampf bereitet werden.

Der BBSC freut sich auf lautstarke Unterstützung von den Rängen, um den Gästen mit Kampfkraft und Spielwitz entgegentreten zu können.

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

Fotonachweis: © 2022 BBSC Berlin/Burkhard Kroll

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC Berlin ohne Schlussfortune in Bonn

Fortuna Bonn – BBSC Berlin        3:1 (-13, 22, 23, 21)

Ohne einen Punktgewinn kehrten die Damen des BBSC Berlin von der letzten Dienstreise der Saison aus dem Rheinland zurück.

Neben den üblichen Langzeitverletzten und -kranken fiel neben Antonia Lutz am Samstagmorgen auch Trainer Ole Schröter coronabedingt aus. Co-Trainer Ronny Kunze hat daraufhin die Mannschaft – in Details telefonisch abgestimmt mit Ole Schröter – in Bonn gecoacht.

Volleyball-Damen des BBSC Saison 2021/22 Foto: © BBSC Berlin

Vom spielerischen her hatte Bonn im 1. Satz keinen guten Start erwischt. Der BBSC dagegen spielte sehr konsequent und fehlerarm, was wirklich guten Volleyball auf das Spielfeld zauberte. In den Folgesätzen drehte sich das Spiel völlig: Während Bonn im Angesicht der Tabellensituation (nur mit einem Sieg war der 12. Tabellenplatz gesichert) und angefeuert durch das Publikum die Eigenfehler minimierte, unterliefen den Berlinerinnen zu häufig ungewünschte Schnitzer in ihren Aktionen. Der Siegeswille der Bonner war jedenfalls an diesem Nachmittag größer als der der Gäste – im Resultat stand ein verdienter Heimsieg der Rheinländerinnen.

So steht am Ende der Saison ein 8. Tabellenplatz auf der Habenseite der Berlinerinnen. „Zufrieden bin ich damit nicht so recht“ erläutert Berlins Trainer Ole Schröter. Zwar hätten verschiedene äußere Faktoren wie die Verletzungsserie und Coronaerkrankungen bzw. -Quarantäne extrem auf die Mannschaft eingewirkt. „Aber trotzdem glaube ich, dass wir noch ein bisschen mehr hätten erreichen können. In einigen Spielen haben wir ein ausgesprochen gutes Niveau gezeigt. Wenn wir zum Beispiel auf die Pokalspiele zu Hause gegen Leverkusen und gegen Stuttgart sowie in der Liga vor 14 Tagen gegen Stralsund zurückschauen – das waren schon richtig Klasse-Partien. Und ich bin sicher, dass sich unsere treuen Fans gerne an solche Höhepunkte erinnern. Dieses Niveau konnten wir leider nicht immer halten. Das ist schade, aber wahrscheinlich auch eine Konsequenz des begrenzten Kaders, der bei Erkrankungen und Verletzungen an die Grenzen des Machbaren kommt.“

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

BBSC gewinnt im letzten Saisonheimspiel

BBSC Berlin – Stralsunder Wildcats 3:0 (21, 19, 22)

Einen in der Höhe überraschenden Heimsieg feierten die Mädels des BBSC Berlin am Samstagabend im Nordostderby gegen die Stralsunder Wildcats mit 3:0.

Richtig intensiven Applaus gab es nach dem Spiel von den Zuschauerrängen für beide Mannschaften, die dem Publikum ein wirklich gutes und attraktives Spiel geboten hatten. Beide Teams traten coronabedingt nicht mit voller Besetzung an. Beim BBSC fielen erneut 5 Spielerinnen aus. Während Anna Leweling in das Team nach Coronainfektion zurückkehrte, musste Isabel Böttcher covidbedingt pausieren. Leona Klamke stand zwar auf dem Spielberichtsbogen, wurde aber verletzungsbedingt nicht eingesetzt. Mit Alina Gottlebe-Fröhlich stand die einzige einsetzbare Auswechselspielerin zur Verfügung, brauchte aber nicht eingesetzt werden.

Bei Stralsund fehlte Zuspielerin Svenja Enning, Laura Kurze und Marlene Knoblauch fielen ebenso aus. Da auch die 2. Zuspielerin Lisa Senger nach Corona-Infektion noch nicht ganz fit war, beorderte Trainer Hinz Sabrina Dommaschke auf die Zuspielposition – die etatmäßige Libera hatte bereits in vergangenen Spielzeiten nicht selten im Zuspiel die Fäden gezogen. Hinz brachte dann abwechselnd Senger und Dommaschke und beide machten ihre Sache gut.

Stralsund startete in das Spiel mit erfolgreichen Angriffen und es dauerte ein paar Minuten, bis sich der BBSC darauf eingestellt hatte. Nach dem 8:2 zu Gunsten der Gäste war schon beim 12:12 der Ausgleich herbeigeführt, beide Teams schenkten sich nichts. Dem Schlussspurt von Anna Leweling mit einer schönen Aufschlagserie und 5 Punkten in Folge hatte Stralsund nichts entgegen zu setzen.

Den 2. Satz gestalteten beide Teams bis zur 2. technischen Auszeit ausgeglichen, erneut konnte sich der BBSC nachfolgend mit einer Aufschlagserie von Annalena Grätz absetzen. Den 3. Satz wollten sich die Gäste dann ganz dringend holen und führten bis zum 17:14, ehe der BBSC erneut mit Aufschlägen von Antonia Lutz zum Schlussspurt ansetzte. Beide Teams boten ein technisch-taktisch gutes Zweitligaspiel, in dem der BBSC nicht nur mit Kampfkraft, sondern auch mit Spielfreude und guter Umsetzung der Taktik überzeugte. Mit einer gut funktionierenden Block-Feldabwehr und aggressivem Aufschlagspiel gerade in den Schlussphasen der Sätze hatten die Berlinerinnen leichte Vorteile gegenüber den Gästen, die zumindest zeitweise im Annahmespiel Nachteile hatten – mit allen Konsequenzen, denn der nachfolgende Spielaufbau war für den BBSC leichter ausrechenbar, die Abwehr war eher zu positionieren.

Berlins Trainer Ole Schröter konnte mit einem Lächeln den Sieg gegen den BBSC- Trainer der letzten beiden Jahre und durchaus guten Freund Robert Hinz verbuchen: „Eine kleine Revanche für die Niederlage im Auswärtsspiel war an der Zeit. Heute konnten wir trotz unserer personellen Probleme – die 7 aktiven Spielerinnen haben völlig ohne Auswechslung durchspielen müssen – zeigen, welchen erfolgreichen Volleyball wir spielen können. Ich möchte mich anlässlich des letzten Saisonheimspiels bei allen Helfern im Umfeld bedanken, die den Zweitligabetrieb überhaupt erst ermöglichen, von den Sponsoren über den Vereinsvorstand bis zu den Ehrenamtlichen bei den Spieltagen. In der zweiten vollständigen Coronasaison engagieren sich viele im Verein allen Widrigkeiten zum Trotz aber nicht nur für die Zweitligamannschaft, auch die Nachwuchsarbeit kommt nicht zu kurz. So hat die U18-Mannschaft des BBSC erstmalig in der Vereinsgeschichte die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft erreicht – einfach eine tolle Leistung.“

Die MVP-Medaille bei den Gästen wurde Zuspielerin Sabrina Dommaschke verliehen, auf Berliner Seite erhielt Libera Paula Morgenroth für ihre starken Abwehrleistungen die goldene MVP Medaille.

Für den BBSC folgt nur noch ein Auswärtsspiel in der Saison: am 23. April wird in Bonn aufgeschlagen.

Für den BBSC im Einsatz: Leona Klamke, Paula Morgenroth, Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll

BBSC ohne sechs Spiel vier

Mit einem erfolgreichen Wochenende trotz widriger Bedingungen geht der BBSC in die Schlussphase der Liga. Einer Heimniederlage gegen den Tabellenfünften Emlichheim mit 1:3 (25,-24,-19,-16) am Samstagabend folgte am Sonntagnachmittag ein etwas unerwartet klarer 3:0 Sieg gegen den ETV Hamburg (18,22,17).

Die Berlinerinnen gingen ohne sechs Stammspielerinnen in den Doppelspieltag. Verletzungen und Corona hatten einträchtig dafür gesorgt, dass außerhalb des Mottos „Macht das Beste daraus“ nicht viel Spielraum bestand. Der Verein behalf sich mit drei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft: Alina Gottlebe-Fröhlich, Linda Bröske und Samantha Gneckow unterstützten das Zweitliga Team. Alina und Linda ist das Spielgeschehen in der 2. Bundesliga aus früheren Jahren durchaus gut bekannt, wenngleich die Zweitligaeinsätze Lindas noch im KSC-Trikot erfolgten. Der während der Spiele kaum zu verändernde Stammsechser definierte sich leicht über die vorhandenen einsatzfähigen Kräfte mit Vogel (Z), Grätz und Gottlebe-Fröhlich (AA), Lutz (Diagonal), Haferkamp und Bröske (MB) sowie Morgenroth (L).

Im Spiel gegen den SC Union Emlichheim entwickelte sich zunächst ein selten gesehenes Spiel mit außergewöhnlich vielen Ablegebällen durch den Berliner Angriff – zunächst sehr erfolgreich, doch gegen Ende des zweiten Satzes bekam die Emlichheimer Abwehr die Berliner Aktionen in Griff, stellte sich darauf ein und fischte die Angriffe gekonnt weg. Im gleichen Moment, in dem sich die Gäste-Abwehr auf die Berliner Angriffe eingestellt hatte, funktionierte dann auch die Annahme bei den Gästen und das nachfolgende Spiel über die Mittelblockerinnen bestens. Immer wieder wurden diese von der Zuspielerin mit kurzen Bällen in Szene gesetzt und punkteten zuverlässig. Das junge Team von der niederländischen Grenze überzeugte im folgenden mit einem kämpferisch starken, aber auch taktisch cleveren Spiel. Die Berlinerinnen bissen sich im dritten und vierten Satz an Block und Abwehrarbeit der Grafschafter die Zähne aus, während sie den Angriffen gerade über den Mittelblock trotz allem großartigen Einsatz wenig entgegenzusetzen hatten. Trainer Schröter analysierte: „Zwei Sätze konnten wir in diesem abwehrlastigen Vergleich die Mittelblockerinnen aus dem Spiel halten, dann setzte sich die Klasse der Gäste durch.“

Die MVP-Ehrungen des Samstags gingen an Paula Morgenroth (BBSC) sowie Ina Gosen (Emlichheim).

Nach dem kräftezehrenden Samstagspiel stellte sich die Frage, wie das Team nur 21 Stunden später gegen Hamburg auftreten kann. Ein völlig anderes Spiel eröffnete sich den Zuschauern gegen den ETV. Die Gäste – im Aufgebot auch noch durch Corona Fälle gekennzeichnet – fanden während des Spiels nie in den Rhythmus und die Sicherheit, die ihnen einen Spielerfolg gebracht hätte. Immer wieder individuelle Fehler und Unsicherheiten von Annahme bis Angriff brachten letztendlich den Spielvorteil auf die Berliner Seite. Bei den Aufschlägen schafft es der BBSC, die Annahme so unter Druck zu setzen, dass die Gäste eher über die besser zu verteidigenden Außenpositionen angreifen mussten. Die Berliner Abwehr hatte sich nach dem Samstagspiel auch im Zusammenspiel noch einmal deutlich stabilisiert und war besser abgestimmt, die Angriffe wurden über alle Positionen und immer wieder so druckvoll vorgetragen, dass Hamburg keine Antwort mehr fand.

Trainer Schröter sah das Spiel als „schönen Abschluss eines kräftezehrenden Wochenendes“ an und betonte, unter welch ungünstigen personellen Voraussetzungen das Team gespielt habe. „Für alle Mitwirkenden: Vier Sätze unter diesen Bedingungen geholt, das ist schon eine starke Leistung!“

Die MVP-Medaillen des Sonntags gingen an Antonia Lutz (Berlin) sowie Jana-Marie Meiser (ETV).

Für den BBSC geht es am kommenden Sonntag in Leverkusen in der Liga weiter, ehe am 9. April die Wildcats Stralsund in Berlin aufschlagen.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Samantha Gneckow, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Linda Bröske, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

BBSC ohne vier mit Satzgewinn in Borken

Skurios Volleys Borken – BBSC Berlin           3:1 (20, -23, 20, 23)

Mit einem Satzgewinn kehrten die BBSC Volleyballerinnen vom Auswärtsspiel beim aktuellen Tabellenführer der Liga, den Skurios Volleys Borken zurück.

Die Ausgangslage für die Berlinerinnen war unvorteilhaft: Für die 1.150km-Tour hin und zurück waren nicht nur Kummer-Zwillinge ausgefallen, auch die zweite Libera Paula Morgenroth und Mittelblockerin Antonia Heinze standen nicht zur Verfügung. Was tun ohne kurzfristig zu beschaffenden Libero-Ersatz? Isabelle Böttcher übernahm wieder die Verantwortung, und das mit einer guten Leistung.

Von Anfang an übernahm Borken die Initiative auf dem Feld und setzte die Berliner Abwehr unter Druck. Zunächst noch mit Anpassungschwierigkeiten nahm der BBSC schnell Fahrt auf und hielt mit dem Team an der niederländischen Grenze mit. „In diesem Spiel haben wir ein ganz anderes Gesicht gezeigt als in den letzten Wochen“ freute sich Berlins Trainer Ole Schröter: Wir haben richtig guten Volleyball gespielt und sind mit dem Aufschlagsdruck von Borken ab dem zweiten Satz gut zurechtgekommen, das betraf dann auch auch die Aufschläge von Anika Brinkmann“ Das gelungene Block-Feldabwehr-Spiel der Gäste mit schnellen eigenen Angriffen wurde dann auch seitens der Borkener Trainer ausdrücklich gelobt.

Freilich konnte mit den Strapazen von Anfahrt zum Spiel und geringen Auswechselmöglichkeiten keine spürbare Entlastung geschaffen werden. Da fehlte dann logischerweise in einigen Momenten die letzte Konzentration. Das merkte man gerade in Satz drei und vier, als der BBSC-Abwehr ein paar Bälle in das Feld gefallen sind, wie es im zweiten Satz nicht passiert wäre.

Borken zeigte sich nicht nur wie immer als guter Gastgeber gegenüber den anreisenden Ligakonkurrenten, sondern auch leistungsmäßig eindeutig als Tabellenführer.  Die Heimmannschaft hat sehr gut gespielt, hat natürlich auch das Personal dafür. Wenngleich nicht nur die erfahrene Polin Zaneta Baran ausfiel, sondern sich auch die frühere Münsteranerin Johanna Müller-Scheffsky im ersten Satz verletzte, verfügt das Team über eine Vielzahl von guten Spielerinnen. Und Borken hat vor allem Anika Brinkmann – die international erfahrene langjährige Erstligaspielerin versenkte gefühlt 50 % aller Borkener Punkte auf dem Berliner Feld. Der BBSC vermochte es nicht, die 35-jährige zu kontrollieren, da sie die Angriffe mit beeindruckender Genauigkeit und immenser Schlaghärte führte.

Zum MVP des Abends wählten die Trainer Fabienne Coenders (Borken) sowie Roxana Vogel (Berlin).

Gute Besserung an die Verletzten und Kranken beider Teams – aufgrund des Pokalfinales gibt es zunächst eine durchaus benötigte zusätzliche Regenerationspause. Für den BBSC geht es erst mit dem Doppelspieltag am Samstag, den 19. März um 18:00 Uhr gegen Emlichheim und am 20. März um 15:00 Uhr gegen Hamburg weiter.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Leona Klamke,  Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll

BBSC mit doppeltem Verlust

BBSC Berlin – VC Olympia Berlin       1:3 (-16, -22, 22, -20)

Nicht nur eine klare Niederlage gegen den Lokalrivalen aus Hohenschönhausen kassierte der BBSC am Samstagabend, sondern auch den Verlust der Kapitänin Katharina Kummer nach Verletzung.

Zwar startete der BBSC mit einem 4:1 zu Beginn des Spiels, doch danach setzte der VC Olympia klare Maßstäbe. In der Abwehr waren die beiden Teams noch nicht so weit im Niveau auseinander, aber im Angriff offenbarten sich schon deutliche Unterschiede. Während die VCO Talente auch dank besserer physischer Voraussetzungen (Körpergröße!) und gesundem Selbstbewusstsein einen Ball nach dem anderen mit viel Schmackes auf BBSC-Seite versenkten, scheiterten die Gastgeberinnen immer wieder an Block und Feldabwehr auf VCO Seite. Ganz egal, ob die Köpenicker Angreiferinnnen die Angriffe scharf abschlossen oder die Bälle in die Lücken legten – der VC Olympia hatte eben häufig eine Antwort, war konzentriert und damit auch über das gesamte Spiel erfolgreich. Dabei war das Spiel der Gäste durchaus Teamwork – in einer Mannschaft fast ohne Schwachpunkte ragten die spätere MVP Celine Jebens und die Heins-Zwillinge neben Zuspielerin Pia Fernau heraus.

Der BBSC kämpfte durchgängig und mit hohem Einsatz, auch in wechselnden Besetzungen, denn Trainer Schröter hatte beginnend mit dem 2. Satz versucht, durch Wechsel Impulse zu geben. In der Stammformation gelang dann auch im 3. Satz der Satzgewinn – die gleiche Besetzung tat sich im 4. Satz allerdings deutlich schwerer. Beim Stand von 15:18 verletzte sich zudem Kapitänin Katharina Kummer in einer Aktion ohne Fremdeinwirkung am Knie und musste das Spielfeld voller Schmerzen verlassen. Geschockt gelang dem BBSC-Team nachfolgend kein einziger Punktgewinn aus eigenem Spiel mehr. Die 5 Mehrpunkte bis Spielende gingen allein auf das Konto von individuellen Fehlern des VCO.

An dieser Stelle sollen die besten Genesungswünsche an Kathi gehen – in der Hoffnung, dass die Verletzung nicht zu schwer ist und sie bald wieder Freude am Spiel mit der Mannschaft finden wird. Kathi Kummer wurde zudem nach Spielende mit der silbernen MVP Medaille ausgezeichnet. 

Trainer Schröter wird versuchen, im Trainingsbetrieb die Mannschaft wieder auf das zwischenzeitlich erreichte Niveau zu bringen. „Als wir mit unserer kompletten Mannschaft trainieren konnten, waren wir auch deutlich stabiler in unseren Aktionen, waren erfolgreicher. Das klappt aktuell überhaupt nicht, da sich Verletzungen mit Krankheiten und diese mit anderen Ausfällen abwechseln. So sind wir einfach nicht clever genug – diese Cleverness müssen wir uns zurück erarbeiten.“

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Leona Klamke, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Samantha Gneckow, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Volleyball-Talente in Köpenick zu Gast

Am Samstag, den 19. Februar 2022, wird um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle das Spiel des BBSC Berlin gegen den VC Olympia Berlin angepfiffen.

Im 2. Lokalderby der Saison gibt es wohl keinen Favoriten. Zwar stehen die Gäste ein paar Plätze in der Tabelle hinter den Gastgeberinnen, doch dürfte dies keinen Grund für irgendwelche Erwartungen eines sicheren Sieges auslösen. Immerhin haben die VCO-Talente in der Hinserie das Spiel im Sportforum klar dominiert. Die Mädels um Zuspielerin Pia Fernau und die schlaggewaltige Celine Jebens zeigten an diesem Abend, wie mit volleyballerischem Können in Technik und Taktik sowie viel Einsatz auf dem Feld schnell einmal der Lokalrivale zur Seite geräumt werden kann. Hinzu kommt: Ganz typisch für die Talente des VCO ist die Steigerung innerhalb der Saison. Während zunächst noch die jungen Spunde die erste Ligaluft schnuppern, sind sie nach ein paar Monaten Intensivtraining schnell in der Lage, das Ausgangsniveau deutlich zu übertreffen.

Der BBSC trifft mit einer Mannschaft auf die Gäste, die nach einer wochenlanger Phase von häufigen Verletzungen und Krankheiten im kleinen Team erst wieder langsam in Tritt kommen muss. Trainer Ole Schröter wünschte sich nicht nur die eigene Genesung nach einer Krankheit, sondern auch, dass seine Mädels endlich mal wieder fit in solch ein Spiel gehen können. Nun gilt es, mit Konzentration einen Sieg gegen den VCO anzustreben. Das Spiel wird von Trainern und Spielerinnen nicht auf die leichte Schulter genommen – die Qualitäten der Talente sind schließlich auch aus Testspielen bestens bekannt. Freuen wir uns auf ein interessantes und sicher spannendes Zweitligaspiel.

Bitte beachtet, dass in der Halle die 2G+ Regel gilt! Die Zuschauer werden gebeten, den Nachweis über die 3fache Genesung/ Impfung bereits am Eingang bereitzuhalten – ansonsten wäre das negative Testergebnis eines aktuellen (nicht länger als 24 Stunden alten) Coronatests vorzuweisen. In der Halle ist zusätzlich eine Maske zu tragen.

Quelle: Burkhard Kroll

BBSC ohne Fortune in Essen

VC Allbau Essen – BBSC Berlin 3:1 (22,14,-18,16)

ie letzten Wochen hatten mit Krankheiten und Verletzungen für genügend Personalnot auf BBSC Seite gesorgt – insoweit war die 1:3 Niederlage des BBSC bei Allbau Essen noch ein gutes Ergebnis.

Die lange Fahrt in das Ruhrgebiet konnten die Berlinerinnen nach einer Trainingswoche, die mit dem vollständigen Ausfall von Zuspielerinnen und Diagonalen eigentlich keine war, dann doch mit einer spielfähigen, wenngleich nicht vollständigen Mannschaft antreten. Auf der Libero-Position war mit der gerade frisch von Coronakrankheit genesenen Paula Morgenroth wieder jemand dabei – Annika Kummer ist noch verletzt. Aber schon auf dem Weg musste BBSC Trainer Ole Schröter selbst die Reise aus gesundheitlichen Gründen abbrechen und sich wieder nach Hause begeben.

Ohne Coach vor Ort traf die Mannschaft auf einen Gastgeber, der guten Volleyball bot. Fehlerarm und mit einer glänzenden Annahme spielte Allbau seine Stärke gegen die noch gehandicapten Berlinerinnen aus, die natürlich den gerade bewältigten Krankheiten und Verletzungen Tribut zahlten. Der BBSC konnte im wesentlichen mit der Blockarbeit überzeugen, hatte ansonsten aber Nachteile gegenüber den Gastgeberinnen.

„Wenn es am nächsten Samstag, 19.02.2022 um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle gegen den VC Olympia Berlin geht, will ich selbst wieder fit sein und andererseits auch mehr fitte Spielerinnen in meiner Mannschaft haben“ wünschte sich Trainer Schröter inständig.

Zur Berliner MVP wählte Essens Trainer Werzinger Antonia Heinze.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Isabel Böttcher, Leona Klamke, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

BBSC ohne Chance gegen starke Kölnerinnen

BBSC Berlin – DSHS Köln                              0:3  (-19, -23, -11)

Ein Déjà-vu ganz besonderer Art erlebten die Volleyballerinnen des BBSC mit ihrer 0:3 Niederlage am Samstag gegen die Gäste von der DSHS Köln.

Die DSHS Köln steht für Deutsche Sporthochschule und seit Jahren für Spitzenvolleyball in der 2. Bundesliga. Am vergangenen Wochenende spielten die Kölnerinnen in Essen und deklassierten dort die Gastgeberinnen. Essen sprach von einem eiskalten Auftritt der Gäste aus der Domstadt – Köln brachte die Superform mit nach Berlin und der gastgebende BBSC fühlte sich in manchen Situationen wie Essen am vorherigen Wochenende.

Köln spielte einfach sehr gut und machte vor allem kaum eigene Fehler. Das Team war vom Trainer bestens auf die BBSC-Angriffe eingestellt: Die Abwehr stand hervorragend und der BBSC biss sich die Zähne aus, den Ball auf den Boden zu bringen. „Gegen ein solches Spitzenteam muss alles passen, keine personellen Ausfälle, kaum Eigenfehler, jeder gibt 120 %, ein Quäntchen Glück braucht man auch – das passte bei uns am Samstag alles nicht. Die gewünschte Leistungsfähigkeit konnten wir in keiner Spielphase erreichen“ schätzte Trainer Schröter realistisch ein. Dabei war schon der weitere Ausfall beider etatmäßiger Liberas ein Knackpunkt, der von einer Mannschaft wie Köln sofort bestraft wird. Außenangreiferin Isabel Böttcher stemmte sich wie schon gegen Hamburg auf der Libero-Position den Angriffen der Rheinländerrinnen entgegen, konnte aber nach einer einzigen Trainingsgelegenheit in der Woche logischerweise nicht die eigentliche erforderliche 120%ige Abgeklärtheit und Sicherheit auf das Feld bringen.

Ähnlich wie in Essens Trainer am vergangenen Wochenende reagierte auch Berlins Trainer: „Das Ergebnis ist ärgerlich, aber wir müssen das Spiel abhaken. Am nächsten Wochenende geht es für uns selbst nach Essen. Dort wollen wir die Punkte dem Tabellenfünften nicht kampflos überlassen.“

Die MVP-Ehrungen erhielten Roxana Vogel (BBSC-Zuspielerin) sowie Kölns Mittelblockerin Viola Torliene.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Leona Klamke, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle:Burkhard Kroll/BBSC Berlin