Herbstmeister VSG Altglienicke

Die Tabellenführung, so beeindruckend sie sein mag, damit gerechnet hatte vor Saisonbeginn kaum jemand, sie besteht mit 36 Punkten „nur“ aufgrund des besseren Torverhältnisses 44:21 gegenüber dem Tabellenzweiten Energie Cottbus mit 41:26.

Energie gewann 2:0 bei Lichtenberg 47 und Altglienicke schaffte zu Hause immerhin ein 2:2 gegen den 1. FC Lok Leipzig, dem Tabellendritten mit 34 Punkten.  Ein Höhepunkt kommt am Samstag, 07.12.19, 13.30 Uhr, für Altglienicke, die VSG freut sich auf Energie Cottbus zum Match Erster gegen Zweiter. Kompliment, wer dieses Regiebuch geschrieben hat.

Erfreulich aus Berliner Sicht, der 1:0-Erfolg vom FC Viktoria 89, Torschütze Menz (40.), bei Wacker Nordhausen, vor 457 Zuschauern. Mit den drei entführten Punkten kommt Viktoria aktuell auf 24, Tordifferenz plus 5 und klettert damit vor Lichtenberg 47 auf Platz acht. Einen Zähler dahinter hinter ist der BFC Dynamo platziert, unter der Woche gewann der BFC Dynamo gegen Wacker Nordhausen vor 731 Zuschauern mit 3:1. Lukas Brumme erzielte alle drei Tore. Nordhausen war durch Pichinot 1:0 in der neunten Minute früh in Führung gegangen.

Einen weiteren Sieg erzielte der Berliner AK mit 4:0, vor 1.508 Zuschauer in Babelsberg. Drei Tore in Folge, aber nicht in einer Halbzeit markierte Cigerci (14., 40. Und 67.). Kahraman steuerte das 4:0 bei. . „Innerhalb des Kaders gab es Querelen“ begründet Trainer Dirk Kunert, der fünf Spieler in der Woche vor dem Match bis zum Jahresende vom Spiel und Training suspendierte, darunter der beste Saison-Torschütze Pierre Merkel (sieben Treffer), Niklas Brandt, Oliver Hofmann, Kay Michel und Marcus Mlynikowski.

Zwischen Lok Leipzig und Wacker Nordhausen platzierte sich die Mannschaft von Andreas Zecke Neuendorf, Hertha BSC II, belegt Platz 4 mit 33 Punkten. Bereits am Freitag, 6.12. ab 18 Uhr, kommt der 1. FC Lok Leipzig ins Amateurstadion. Am Samstag, 7.12. um 13.30 Uhr, ist zeitgleich mit Altglienicke – Cottbus der Berliner AK beim Tabellenletzten Bischofswerdaer FV angesetzt.

Am Sonntag, 8.12. 13.30 Uhr, stehen drei weitere Spiele mit Berliner Beteiligung auf dem Programm: RW Erfurt – Viktoria 89, Lichtenberg 47 – VfB Auerbach und im Karl-Liebknecht-Stadion heißt es Babelsberg 03 (Tabellenvorletzter) – BFC Dynamo.

Christian Zschiedrich

13. Regionalliga-Spieltag

Die 13 ist für Viele eine Glückszahl. Der Aberglauben kann aber auch genau das Gegenteil bewirken. Hertha II und Altglienicke führen weiter ein fünfköpfiges Feld an, obwohl sie Federn ließen. VSG Altglienicke verlor sogar 1:2 im Berlin-Derby gegen Lichtenberg 47. Dennoch stehen sie mit 28 Punkten auf Platz Zwei. Hertha holte in Halberstadt beim 2:2 wenigstens einen Punkt und ist mit 29 Punkten Tabellenführer. Beide Berliner Clubs haben den 1.FC Lok Leipzig (28 P.), Energie Cottbus (26 P.) und dazu Wacker Nordhausen (23 P.) im Nacken. Lok gewann 3:0 beim Bischofswerdaer FV, Energie entführte aus Babelsberg (0:1) die drei Punkte und Wacker Nordhausen fertigte Optik Rathenow gar 4:0 ab.

Abgeschlagen ist der Bischofswerdaer FV mit nur fünf Punkten alsTabellenletzter. Abstiegsgefährdet sind Babelsberg 03, Vorletzter (8 P.), Optik Rathenow (16., 11 P.) und Germania Halberstadt (15., 12 P.). Oben geht es wesentlich enger zu. Zum kommenden 14. Spieltag werden drei spannende Berlin-Derbys  erwartet, deren Ausgang schwer vorhersehbar ist.

Freitag, 1.11. ab 19.00 Uhr, Amateurstadion Hertha BSC – Lichtenberg 47 (10.), Samstag, 2.11. Jahnstadion, 13.30 Uhr trifft die VSG Altglienicke auf den FC Viktoria 89 und am Sonntag, 3.11. 13.30 Uhr, Poststadion,  Berliner AK – BFC Dynamo.

Der BAK 07 scheint mit 16 Punkten (9.) trotz Trainerwechsel, Dirk Kunert führt jetzt Regie, aus dem Aufstiegsrennen zu sein. Dirk Kunert war von der 2:4-Niederlage bei Viktoria 89 sehr enttäuscht. Es scheint in dieser Saison an Qualität zu mangeln.

Derzeit im Mittelmaß und von den übrigen Berlinern am besten platziert ist Viktoria (7., 20 P.), es folgt der BFC Dynamo (8., 18 P.), BAK 07 (9., 16 P.) und Lichtenberg 47 (10., 16 P.). Der BFC Dynamo gewann immerhin 2:0 gegen ZFC Meuselwitz. was gelingt am Sonntag, 3.11. im Poststadion bei den Moabitern.

Christian Zschiedrich

Nach Pokalmatches nun wieder Meisterschaftsspiele

Während der Länderspielpause brachte die 3. Hauptrunde der Landespokalspiele kaum Überraschungen. Die verbliebenen Oberligisten bekleckerten sich nicht mit Ruhm , zitterten sich aber weiter.  Im Spiel zweier Regionalligamannschaften, Viktoria 89 (Titelverteidiger) – Lichtenberg 47, besiegten die Tempelhofer den Mitkonkurrenten aus Lichtenberg  vor 354 Zuschauern durch Tore von Brand (42.), Schmidt (48.) und Gunte (88.) 3:0. Ins Achtelfinale schafften es außerdem:

VSG Altglienicke, BFC Dynamo, Berliner AK 07, Tennis Borussia, FC Hertha 03, SV Tasmania, SC Staaken, CFC Hertha 06, Sparta Lichtenberg, Türkiyemspor, SD Croatia, TuS Makkabi, Berliner SC, Stern Marienfelde und der FC Amed, weiter geht es am 16. und 17. November.

Am Mittwoch, 16.10. spielten in der Nachholbegegnung der Oberliga SC Staaken – SV Tasmania. Das Berlin-Derby endete 2:2. Damit kommt Staaken nach acht Spielen auf acht Punkte, Tasmania als Vorletzter nur auf deren Vier. Am Ende stehen zwei Berliner Vereine. Schlusslicht ist Hertha 06 mit nur zwei Punkten. Zum neunten Spieltag sprechen die angeschlagenen Clubs von Möglichkeiten des Drei-Punkte-Gewinns: Am Sonntag empfängt Hertha 06 den Tabellenachten Victoria Seelow und der SC Staaken hat Heimrecht gegen FC Strausberg (13.). Der SV Tasmmania muss nach Brandenburg gegen Süd 05 (14.).

Schauen wir nach oben: Tennis Borussia (22 P.) muss zum Tabellenvierten TSG Neustrelitz (Sonntag, 20.10. 13.30 Uhr) und bereits einen Tag zuvor, am Samstag, 19.10. heißt die Partie um 14 Uhr Ludwigsfelder FC (11.) – FC Hertha03 (2. 17 P.). Blau-Weiß 90 (10. 9 P.) hat bereits Samstag,19.10. 13 Uhr im Volkspark Mariendorf das  Vergnügen gegen den Tabellensechsten MSV Pampow.    In einem Testspiel sxchlug Blau-Weiß die U23 von Hertha BSC.

Christian Zschiedrich

Hertha BSC und Altglienicke punktgleich an der Tabellenspitze

Tab.RL NO Sp.Diff.   Pkt.  
1 H.BSC 11  23   25  
2 Altgl. 11 17 25
3  Lok L. 11 6 22
7Vikt. 89 10 4 15
8        BFC 11   -6 15
9 BAK 11 0 13
12   L. 47 11   -212

2 Berliner Vereine H.BSC + Altglienicke punktgleich an der Spitze. Ebenfalls punktgleich Viktoria 89 + BFC Dynamo, Rang 9 BAK 07,m keinesfalls gefährdet Lichtenberg 47 (12.).

Aufsteiger Lichtenberg 47 holte bereits am Freitagabend beim 1:1 in Halberstadt den achtenswerten Punkt. Das Heimspiel von Viktoria 89 gegen Meuselwitz war abgesagt worden. Der BFC Dynamo gewann 2:0 über den VfB Auerbach. Übrigens mit dem gleichen Ergebnis endete das Leipziger Derby Chemie gegen Lok 2:0.

Der  Berliner AK ließ beim 1:1 im Poststadion zwei Punkte liegen, erzielte gegen Optik Rathenow nur ein 1:1. Unaufhaltsam marschiert VSG Altglienicke, holte auch die drei Punkte, siegte auswärts 2:1 gegen Union Fürstenwalde und teilt sich nunmehr nach elf Spielen mit 25 Punkten die Tabellenführung mit Hertha BSC. Das Team von Zecke Neuendorf siegte souverän, man höre und staune, 7:2 (4:2) beim Bischofswerdaer FV.

In der Regionalliga Nordost wird verständlicherweise zumindest mit einem Auge geschaut, was macht Absteiger Energie Cottbus. Die Mannen um Pele Wollitz nahmen die schwere Hürde in Nordhausen, gewannen 2:1 gegen Wacker und stehen jetzt auf Rang 5 mit 20 Punkten. Nach vermasseltem Start ist da noch nicht aller Tage Abend. Am 20.10. empfangen die Cottbusser die BSG Chemie Leipzig.

Hertha hat an dem Tag um 13.30 Uhr ein Heimspiel gegen Union Fürstenwalde. Tags zuvor, 19.10. hat VSG Altglienicke zu Hause gegen Germania Halberstadt (zu gewinnen). Zur gleichen Stunde muss diesmal Viktoria 89 ran. Berlin-Derby Lichtenberg 47 – Viktoria 89. Zwei Auswärtsspiele stehen für BAK 07 und BFC Dynamo an. 07 in Meuselwitz und der BFC in Rathenow.

Christian Zschiedrich

Regionalliga 9.Spieltag, jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen

Der 1.FC Lok Leipzig ist zwar die einzige noch ungeschlagene Mannschaft, doch zwei Berliner Vereine stehen besser da: VSG Altglienicke gewinnt 4:0 in Babelsberg vor 2068 Zuschauern und hat aufgrund des besseren Torverhältnisses den dritten Tabellenplatz vor Lok Leipzig inne. In neun Spielen erzielten sie beachtliche 23 Tore. Die zweithöchste Quote. Mehr hat nur der Tabellenführer und der heißt Hertha BSC II: 21 Punkte und 28:10 Tore. Die neunte Partie bei Chemie in Leipzig wurde vor 3045 3:1 gewonnen. Und warum konnte der 1.FC Lok nicht mithalten? Der BFC Dynamo hatte im Jahnstadion etwas dagegen, blieb  gegen Lok auch im sechsten Spiel sieglos. 1744 Zuschauer sahen kein einziges Tor. Die Leipziger versteinerten wieder im Jahnstadion. Der letzte Auswärtssieg über Dynamo datiert aus dem Jahr 2000. Auch gegen die VSG Altglienicke konnten die Leipziger im Jahnstadion nicht gewinnen. Fußballer sollen ja abergläubisch sein.

Was Herthas Zweite unter Zecke Neuendorf abliefert ist mehr als beachtlich. Doch das Spiel auf besonderem hohen Level und dazu mit spektakulärsten Aktionen fand vor 1122 Zuschauern im Poststadion statt. Es endete zwischen dem Berliner AK und Energie Cottbus 2:2. Beide Clubs drängen, wollen zur Spitze. Neun Punkte liegt der BAK mit Dirk Kunert jetzt bereits hinter Spitzenreiter Hertha BSC. Da helfen im Grunde nur noch Siege. Die Moabiter standen auch kurz davor, führten bis zur 92.Minute 2:1 und kassierten in der Nachspielzeit durch Taz den Ausgleich. Die Cottbusser haben jetzt nach schwachem Start eine bärenstarke Mannschaft und das Treffen hatte in der Tat Top-Niveau.  Ziel ist der Aufstieg. Der 6.Tabellenplatz mit 14 Punkten lässt noch einiges erwarten.

Torlos endete die Partie im Lichterfelder Stadion vor nur 276 Zuschauern gegen den Beinahe-Absteiger Optik Rathenow. Dennoch 12 Punkte und Tabellenplatz Sieben für den FC Viktoria 89, aufgrund des besseren Torverhältnisses ein Platz besser als BAK 07 und punktgleich mit dem BFC Dynamo (9.), das lässt sich sehen. Nur ein Berliner Club verlor diesmal. Etwas abgefallen ist Aufsteiger Lichtenberg 47. Tabellenplatz 11 mit 11 Punkten. Beim Bischofswerdaer FV setzte es eine 0:2-Niederlage. Insgesamt gesehen stehen die Berliner Vereine keineswegs schlecht da, mit Recht sogar voller Zuversicht.

Christian Zschiedrich

Trotz Niederlage bleibt Hertha in der Regionalliga vorn

Aus Berliner Sicht 3 Niederlagen (Inklusive dem Nachholspiel Lichtenberg 47 – Optik Rathenow 0:1), 3 Unentschieden und ein Sieg von einer Mannschaft, die in dieser Saison positiv überrascht: VSG Altglienicke schlägt Chemie Leipzig und hat nunmehr 16 Punkte nach acht Spielen. Die weiteren Berliner Platzierungen:

Hertha BSC Tabellenführer, VSG Altglienicke 4., FC Viktoria 89 7., BAK 07 punktgleich (11 P.) 8., ebenso Lichtenberg 9., ebenso 11 P. BFC Dynamo 10.. Die Spiele im Einzelnen: Hertha BSC – Wacker Nordhausen 0:2, Rot Weiß Erfurt – BFC Dynamo 2:1, 1.FC Lok Leipzig (2.) – Berliner AK 07 2:2, Lichtenberg 47 – Babelsberg 0:0, VSG Altglienicke – Chemie Leipzig 3:2.

Neben VSG Altglienicke besonders erwähnenswert, die Liga präsentiert sich in dieser Saison ausgeglichen. Dem BFC Dynamo reichte in Erfurt nur eine gute Halbzeit nicht. BAK führte zweimal, am Ende reichte es nur zu einem Remis – trotz des neuen Fußball-Lehrers Dirk Kunert, der sogar von Jürgen Röber in der Zusammenarbeit sehr geschätzt wurde, der es nun nach Ersan Palatan bei BAK richten soll. Trotz der Verstärkung im Mittelfeld durch Kahraman und Cigerci  warten die Moabiter seit fünf Spielen auf einen Sieg.

Demzufolge wird die Partie am Freitag BAK o7 – Energie Cottbus im Poststadion zum Wahrsager, denn die Pele Wollitz Truppe hat sich nach schwachem Start plötzlich zum Verfolger in Sachen Aufstieg entwickelt. Energie hat bereits 20 Treffer erzielt, was für eine starke Offensivkraft spricht. Im Heimspiel gegen Meuselwitz lagen die Cottbusser nach 82 Minuten 0:2 zurück, um dann doch noch zu gewinnen. Der Siegtorschütze Jan Koch hatte in der vergangenen Saison alle 34 Spiele für den Berliner AK bestritten und trifft nun auf seine Ex-Kollegen.  

Beim torlosen Remis zwischen Lichtenberg 47 und Babelsberg 03 kam keine lange Weile auf. Das am 4.9. vorgezogene Match von Hertha BSC 0:2 gegen Wacker Nordhausen ließ die zum Titelkandidaten erhobenen Herthanert schwach aussehen. Die Gäste gewannen vor 759 Zuschauern verdientermaßen. Zecke Neuendorf kommentierte (in Ausrede) – immerhin 18 Punkte in acht Spielen – der Aufstieg sei nicht das Ziel.

Die Tabelle ist begradigt. Der 9.Spieltag mit den interessanten Paarungen: Freitag, 17.oo Uhr Poststadion BAK 07 – Energie Cottbus, 19.oo Uhr, Babelsberg – VSG Altglienicke, Samstag 13.30 Uhr, Viktoria 89 – Optik Rathenow, Bischofswerdaer FC – Lichtenberg 47, Chemie Leipzig – Hertha II, Sonntag 13.30 Jahn-Stadion, BFC Dynamo – 1.FC Lok Leipzig.

Christian Zschiedrich

Berliner Vereine in der Regionalliga

Viele Trainer sagen immer wieder, erst nach dem 10. Spieltag könne man Konkreteres über den Saisonverlauf ableiten. Nach dem 5. Spieltag ist vielleicht doch ein Trend zu erkennen. Platz 2 bis 7 nehmen Berliner Vereine hinter Lok Leipzig (13 P.) ein! Das gab’s noch nie. Herthas Zweite, von Zecke Neuendorf trainiert,  hat sogar nur einen Punkt weniger. Das Berlin-Derby gegen BAK 07 endete vor 667 Zuschauern mit 1:0 (63.) Ngankam (Foulelfmeter) im Amateurstadion. Trotz der Niederlage, der BAK behielt mit 9 erzielten Punkten aus 5 Spielen den Tabellenplatz sechs.

Aufsteiger Lichtenberg 47 schockt Wacker Neuhausen vor 544 Zuschauer und belegt nach dem 5:1 Heimsieg Platz fünf. Mit 4:1 besiegte die VSG Altglienicke (3.) den BFC Dynamo (4.), vor 812 Zuschauern. Vereine wie Dynamo und BAK sagen sich im Nachhinein: Was wäre das ein guter Start gewesen, hätten wir auch am 5. Spieltag gesiegt. Der 6. lässt nur wenige Tage, bis Mittwoch, 28.08. auf sich warten:  

Berliner AK – VSG Altglienicke, 17.30 Uhr, Poststadion

BFC Dynamo – Lichtenberg 47, 18.00 Uhr Jahnsportpark

FC Viktoria 89 – Energie Cottbus, 19.00 Uhr, Stadion Lichterfelde

ZFC Meuselwitz – Hertha BSC II, 18.30 Uhr, Dienstag, 27.08. Bluechip Arena

Schauen wir abschließend auf die Abstiegsränge: Bischofswerdaer FV und Optik Rathenow haben jeweils nur einen Punkt, Babelsberg (16.) hat deren zwei und der VfB  Auerbach drei Punkte.  Bereits am Dienstag, 27.08. empfängt der VfB Auerbach, Anstoß 19.30 Uhr, den Tabellenführer 1.FC Lok Leipzig.

Christian Zschiedrich

Berliner Pokalfinale 2019 – frühe Anstoßzeit und weniger Zuschauer ?

Der DFB-Pokal ist der einzige Wettbewerb, wo Amateur-Teams – wenigstens für ein Spiel – wieder überregionale Beachtung finden. Voraussetzung dafür ist der Sieg im Finale des jeweiligen Landespokals. Ein warmer Regen ist es zudem für die meist klammen Kassen der Vereine unterhalb der 3. Liga.

Es ist beachtlich, was im Amateurfußball ehrenamtlich geleistet wird. „An jedem Wochenende finden in Deutschland 80.000 organisierte Fußballspiele statt.“ Die Endspiele der einzelnen Landesverbände werden seit 4 Jahren zu einem Finaltag der Amateure zusammengefasst. In diesem Rahmen soll gleichzeitig dem Ehrenamt gedankt werden. In Berlin soll zusätzlich ein Zeichen gegen Homophobie und Transphobie gesetzt werden. So werden während des Finalspiels im Jahn-Sportpark an den Werbebanden die Regenbogenfarben und die Farben der Trans-Bewegung sichtbar sein.

Die Trainer Dennis Kutrieb Tennis Borussia (links) und Alexander Arsovic von Viktoria © Foto: H.-P. Becker

Um den den Berliner-Pokal des Jahrgangs 2019 streiten am Sonnabend, 25.05. zur ungewöhnlichen Anstoßzeit um 10:30 Uhr aus der Oberliga Tennis Borussia und aus der Spielklasse darüber, der FC Viktoria 1889. An diesem Tag werden insgesamt 19 von 21 Finalspielen um die Landespokale ausgetragen. Bis zum Beginn des Endspiels um den DFB-Pokal im Berliner Olympiastadion um 20:00 Uhr werden die Amateurspiele beendet sein. Um möglichst viele Live-Übertragungen in der ARD gewährleisten zu können, musste ein Kompromiss gefunden werden. In Berlin wird nicht nur das Pokalfinale ausgetragen, am Nachmittag findet auch ein Rennen der Formel E statt. So wurde die erste Übertragung in diese ungewöhnlich frühe Zeit verlegt. Davon betroffen sind neben dem Berliner Finale ebenso die Endspiele von Bremen, Hamburg und des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Der letztlich ausschlaggebende Punkt für diese Auswahl waren die kurzen Anreisewege der Mannschaften aus den Stadtstaaten. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern ist die Anreise länger, in Neustrelitz spielt der FC Hansa Rostock gegen den Torgelower FC Greif.

Wer holt den Pokal 2019 ? – von links nach rechts: Nicolai Matt, Dennis Kutrieb, Alexander Arsovic, Stephan Flauder © Foto: Hans-Peter Becker

Auf dem Podium in der Pressekonferenz saßen neben den Trainern die beiden Kapitäne Nicolai Matt von TeBe und Stephan Flauder vom Kontrahenten Viktoria. Wann haben sie zuletzt zu so einer frühen Zeit in einem Pflichtspiel auf dem Platz gestanden ? Irgendwann in der Jugend, gab Stephan Flauder zur Antwort, beide teams haben die selben Voraussetzungen, insofern sollte man das nicht höher hängen, als es ist. Nicolai Matt ergänzte, dass die Trainingsabläufe entsprechend angepasst wurden und das Adrenalin nach Aufstehen am Pokaltag ist eh da und kann eben etwas früher abgebaut werden kann. Außerdem gibt es Menschen, die stehen früh um vier auf um arbeiten zu gehen und wir spielen um halb elf Fußball, insofern ist alles in Ordnung.

Personell haben beide Trainer keine großen Sorgen, eher im Gegenteil. Der TeBe Trainer Dennis Kutrieb muss noch fünf Spieler aus dem Kader streichen, was ihm einiges Kopfzerbrechen bereitet. Viktoria dagegen hat seit der Insolvenz keinen großen Kader mehr, zwei Langverletzte, so muss nur ein Aktiver gestrichen werden. Einen großen Favoriten gibt es nicht, sicherlich ist der höherklassigen Mannschaft von Viktoria etwas mehr zuzutrauen. Mit dem BFC Dynamo wurde im Halbfinale ein Ligakonkurrent ausgeschaltet. TeBe hat im Halbfinale gezeigt, dass sie gegen einen Regionalligisten siegen können, wenn auch mit etwas Glück erst im Elfmeterschiessen, 7:6 gegen die VSG Altglienicke. Beide haben die Chance, ihre nicht gerade optimal verlaufende Saison mit einem Erfolg im Pokal versöhnlich ausklingen zu lassen. Für TeBe ist es die 30. Finalteilnahme, mit 17 Titeln sind sie der Rekordhalter, Viktoria stand bisher zehn Mal in einem Endspiel, als heutiger FC Viktoria 1889 Berlin (nach der Fusion mit Lichterfelde) holten sie 2014 den Titel.

© Foto: Hans-Peter Becker

Für das Spiel werden leider nur etwa 1.500 Zuschauer erwartet und ob die Teile der Fanszene von Tennis Borussia ihre Mannschaft auf „neutralem“ Boden unterstützen werden, die seit Januar aus Protest gegen den Vorstand nicht mehr zu den Spielen gekommen sind, ist ungewiss. Das Spiel am Samstagvormittag wird geleitet von Schiedsrichter Felix Zwayer. Fast genau vor einem Jahr leitete er das Pokalendspiel zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt und war während der WM 2018 als Videoschiedsrichter eingesetzt.

Hans-Peter Becker

Wie bitter für Energie Cottbus

Ärgerlich auch für Optik Ratenow, der Abstieg von der Regionalliga in die Oberfliga ist damit besiegelt. Die Spieler von Ingo Kahlisch rannten unmittelbar nach dem 2:2 gegen Hertha BSC II zum Fernseher, um die Nachspielzeit zwischen Eintracht Braunschweig und Energie Cottbus mitzuerleben. Energie Cottbus schaffte es nicht, es blieb beim 1:1. Tragisch, mit 45 Punkten abzusteigen und noch tragischer, dass Eintracht Braunschweig und Sonnenhof Großaspach als Nichtabsteiger auch nur 45 Punkte haben.

Leidvoll, tief traurig, Energie fehlte ein einziges Törchen. Dabei wäre der Verbleib in Liga Drei aus wirtschaftlichen Gründen so wichtig gewesen. Die Zukunft ist ungewiss. Eine kleine Hoffnung besteht, im bevorstehenden Länderpokalfinale im Vogelsang-Stadion zwischen Optik Rathenow und Energie Cottbus. Der Gewinner baut dann in bescheidener Form auf das vom DFB im Pokal ausgeschüttete Geld. Coach Ingo Kahlisch hat spontan versprochen, für die Oberliga: „Wir werden auch künftig unseren Prinzipien treu bleiben!“ Und Energie? Ein dickes Fragezeichen.

Glückwunsch an den Meister und Aufsteiger Chemnitzer FC, der die größten finanziellen Probleme überwunden hat und zum Abschied aus der Regionalliga Nordost den Bischofswerdaer FV mit 7:0 überrannte. Der BFC Dynamo dagegen verlor sein letztes Spiel mit 0:2 gegen RW Erfurt und landete auf Platz 12. Die VSG Altglienicke ist dem Abstieg mit guter Moral und 39 Punkten auf Platz 14 entronnen.

Das Berlin-Derby BAK 07 – Viktoria 89 endete 2:0. BAK untermauerte Platz Zwei mit 70 Punkten, Viktoria 89 (43 Punkte, Platz 11) schließt einen Punkt besser als der BFC Dynamo ab. Beide Berliner Vereine äußerten sich hinblickend auf die neue Saison sehr zuversichtlich. Hertha BSC II verabschiedete ihren Trainer Ante Covic, befördert zum Hertha-Chef-Coach bei den Profis. Der Platz 4 mit 57 Punkten lässt sich bei den „Amateuren“ sehen.

Christian Zschiedrich

Blutleere Dynamos im Prestigeduell und Viktoria 89 schlägt den Chemnitzer FC

Die Regionalliga Nordost fabrizierte vor dem letzten Spieltag erstaunliche Kantersiege. Schauen wir insbesondere auf die fünf Berliner Vertreter: FC Viktoria 89 – Chemnitzer FC 4:2, ZFC Meuselwitz – Berliner AK 3:0, Hertha BSC II – 1.FC Lok Leipzig 0:2 und BFC Dynamo – VSG Altglienicke 0:4.

Für BAK 07 und Hertha II ging es um nichts mehr und prompt wurde am 33. Spieltag vergeigt. Der Chemnitzer  FC stand als Aufsteiger und Meister fest. Prompt ließen die Sachsen, vor 828 Zahlenden, in einer torreichen Partie, die Punkte in Berlin. Die Südberliner boten im letzten Heimspiel ihren Anhängern ein engagiertes und ansehnliches Spiel. Am letzten Spieltag muss am Samstag, 18.05. lediglich zum BAK auswärts ins Poststadion gereist werden. Herthas Niederlage sahen im Amateurstadion immerhin 616 Zuschauer. Der Coach der Lokomotive aus Leipzig hatte die Begegnung als Charaktertest bezeichnet. BAK 07 bleibt mit 67 Punkten auf Platz Zwei und Hertha II mit 56 Punkten auf dem 4. Platz.

Die VSG Altglienicke ist mit 39 Punkten, jetzt auf Rang 14 und gerettet! Bereits die Hinspiel-Begegnung  gewann Altglienicke mit 5:0 gegen den BFC Dynamo, der sich mit dem 0:4 um ein Gegentor verbesserte. 42 Punkte, Platz 11, ist jenseits von Gut und Böse, da kann man dem Gegner erneut was gönnen. Das Nachholspiel wurde wenigstens mit 2:0 gegen Babelsberg 03 gewonnen. Altglienicke empfängt nun abschließend Wacker Nordhausen. Alle Spiele finden zeitgleich am Samstag, 18.05. ab 13.30 Uhr, statt. Lediglich eine Ausnahme wird es geben. Bereits am Freitag, 17.05. kommt es zum Aufeinandertreffen von Rot-Weiß Erfurt (5.) und dem BFC Dynamo.

Hertha BSC II muss nach Rathenow. Die Optiker haben unter ihren langjährigen Trainer Ingo Kahlisch ein kleines Wunder vollbracht und die Rote Laterne an Budissa Bautzen abgegeben. Das neue Schlusslicht verlor 1:5 bei Oberlausitz Neugersdorf. Die Abstiegsfrage bleibt offen, ob Bautzen oder Rathenow oder sogar beide absteigen müssen.

Christian Zschiedrich