Meisterschafts-Start für Spandau nach 165 Tagen Unterbrechung

165 Tage ist es am kommenden Samstag her, dass die Wasserfreunde Spandau 04 am 27. September 2020 zum letzten Pflichtauftritt im nationalen Wasserball antraten. Damals besiegten sie in der Heimschwimmhalle Schöneberg Waspo Hannover im Pokalfinale überzeugend mit 12:8.

In der Champions League hielten sich sowohl Spandau als auch Hannover respektabel. Das schürte die Erwartungen für den am 13. März angesetzten Supercup. Doch das Match musste kurzfristig abgesagt werden, weil ausgerechnet Waspo-Präsident Bernd Seidensticker positiv auf das Coronavirus getestet wurde und das gesamte Team in Quarantäne ging und das vom DSV als „Neustart im nationalen Spielbetrieb“ bezeichnete Gipfeltreffen fiel aus. Der erwartete Neustart erfolgte daher mit dem Beginn der 100. Deutschen Wasserballmeisterschaft, die nach neuen Modularien durchgeführt wird. Die Top 8 der Vergangenheit (damals A-Gruppe) spielen in zwei Vierer-Gruppen (A und B), für die ehemalige B-Gruppe gilt das genauso.

Doch fanden während des 1. Turniers der B-Gruppe am 20./21. März mit den Teams von Spandau 04, OSC Potsdam, SV Ludwigsburg 08 und der SG Neukölln nur drei der sechs angesetzten Spiele statt. Ein Spieler der Wasserfreunde war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Spiele wurden verschoben und Spandau steht vor Beginn von Turnier 2 mit 0:0 Punkten da. Das 2. Turnier findet in der Schwimmhalle Luftschiffhafen des Potsdamer Olympiastützpunktes statt. Spandau brennt darauf zu zeigen, dass das Team wieder in guter Form ist.

Peter Röhle

Wasserball Bundesliga 2021

Vorrunde Gruppe B Turnier 2

Spielort: Schwimmhalle am Luftschiffhafen, Olympischer Weg 2, 14471 Potsdam

Samstag, 10.04.2021

1. Spiel 11:45 OSC Potsdam – SG Neukölln

2. Spiel 14:00 SV Ludwigsburg – Wfr Spandau 04

3. Spiel 17:45 Wfr Spandau 04 – SG Neukölln

4. Spiel 20:00 OSC Potsdam – SV Ludwigsburg

Sonntag, 11.04.2021

5. Spiel 10:00 SV Ludwigsburg – SG Neukölln

6. Spiel 12:15 OSC Potsdam – Wfr Spandau 04

Nachholspiele:
16.04.2021 18:00 Uhr SSH Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam
17.04.2021 16:00 Uhr SSH Wasserfreunde Spandau 04 – SG Neukölln
Der Termin für das Nachholspiel Wasserfreunde Spandau 04 – SV Ludwigsburg 08 wurde noch nicht festgelegt.

Wasserball – Deutscher Supercup 2020

Der 21. Wasserball-Supercup der Männer zwischen Meister Waspo Hannover und Pokalsieger Spandau 04, der am kommenden Samstag in Hannover stattfinden sollte, fällt wegen eines positiven Corona-Test beim Gastgeber aus. Das wurde am Dienstag, 9. März von Waspo bekanntgegeben. Beim den Niedersachsen hatte es am Sonntag, 7. März nach der Rückkehr vom Champions League-„Blasen“-Turnier in Budapest bei einem Akteur einen entsprechenden Befund gegeben. Am Montag, 8. März wurde bei einem weiteren PCR-Test aller Waspo-Budapest-Fahrer dieses Ergebnis bestätigt.

Danach gehen nun alle Beteiligten in die Quarantäne, deren Dauer noch exakt festzulegen ist. Fakt ist, dass damit der am Samstag, 13. März (16 Uhr) anstehende Supercup nicht stattfinden wird. Ob der Bundesliga-Start eine Woche darauf (20. März) in Turnierform vollzogen werden kann, ist offen. Der Supercup, den seit 1979 bislang nur Spandau (15 Mal) und Hannover (5 Mal) gewonnen haben, hätte ursprünglich bereits am 25. Oktober 2020 stattfinden sollen, wurde aber bereits da wegen der sich beschleunigenden Corona-Pandemie abgesagt. Es wird ein neuer Spieltermin, möglichst zeitnah gesucht.

Quelle: Wasserfreunde 04/Peter Röhle

Sieg um 14 Sekunden verpasst

Wasserfreunde Spandau – Olympiacos Piraeus 8:8 – 2:3,3:0,2:4,1:1 –

Wasserball-Rekordmeister Spandau 04 hat sich beim zweiten „Blasen“-Turnier der Champions League-Hauptrundengruppe A in Ostia im vierten Match binnen vier Tagen am Donnerstagabend gegen Olympiacos Piräus mit einer erneut starken Leistung verabschiedet. Das 8:8 (2:3,3:0,2:4,1:1) gegen den CL-Gewinner und Finalisten von 2018 und 2019 war hochverdient. Erst 14 Sekunden vor dem Abpfiff erzielten die Griechen den Ausgleich. Spandau kann damit beim zweiten A-Gruppen-Turnier gegen die erstklassige Konkurrenz eine sehr gute Bilanz von einem Sieg (12:6 gegen Ortigia), zwei Remis (7:7 gegen Marseille und 8:8 gegen Piräus) und eine knappe Niederlage gegen 2016-CL-Gewinner Jug Dubrovnik (10:12) aufweisen. „Das hat uns wohl kaum jemand vor dem Turnier zugetraut. Es war ein wichtiges Erlebnis für das eigene Selbstgefühl. Wir können also doch noch Wasserball spielen, kommentierte Trainer Petar Kovacevic.

In der Tabelle der Gruppe bleibt Spandau mit sieben Punkten zwar gleichauf mit CN Marseille Fünfter von sechs Teams, hat aber den Dritten Piräus (10) vor dem abschließenden Turnier im April wiederum in Ostia (Spieltage 8 bis 10) im Blick. Danach ziehen die Top 4 des Sextetts ins Final 8 Anfang Juni in Hannover. Die Partie gegen Piräus verlief wechselhaft, aber mit zunehmender Spielzeit hatten die Berliner mehr und mehr das Momentum auf ihrer Seite. Olympiacos führte zu Beginn 2:0, doch Spandau glich aus und drehte das Match bis zur Pause auf 5:3. Zu Beginn das dritten Viertels gelang Denis Strelezkij sogar das 6:3, doch dann folgte ein 4:0-Lauf der Griechen zum 7:6 kurz vor Ende des dritten Abschnitts. Der vierfache Spandau-Torschütze Nikola Dedovic glich zum 7:7 aus.

Im Schlußviertel gelang Lucas Gielen vier Minuten vor Ultimo das 8:7, doch der US-Amerikaner Hannes Peter Daube in Diensten von Piräus verhinderte 14 Sekunden vor dem Ende den Spandauer Sieg. „Schade, ein Erfolg wäre ein schöner Schlußpunkt für unsere Auftritte gewesen, bei denen wir uns fast von Spiel zu Spiel gesteigert haben. Das macht Mut“, blickte Petar Kovacevic voraus.

Champions League 2020/2021 Turnier 2, Gruppe A

Ergebnisse Wasserfreunde Spandau 04

03.03.2021 Wasserfreunde Spandau – Jug Dubrovnik 10:12 – 3:3,2:3,2:3,3:3

02.03.2021 Wasserfreunde Spandau – CC Ortigia 12:64:2,4:1,2:3,2:0

01.03.2021 Wasserfreunde Spandau – CN Marseille 7:7

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde – vier Spiele in vier Tagen

In den vergangenen Wochen war Wasserball in den Medien so präsent wie seit Jahren nicht. Deutschlands Nationalteam versuchte beim Qualifikationsturnier in Rotterdam, eines der drei dort ausgespielten Tickets für die Olympischen Spiele in Tokio in diesem Sommer zu ergattern. Leider scheiterte das Team mit fünf Vorrunden-Niederlagen in fünf Spielen und dem Platz 11 unter elf Teilnehmern. Daran beteiligt war auch ein halbes Dutzend Spieler der Wasserfreunde Spandau 04. Nach 2000, 2012 und 2016 nimmt das DSV-Nationalteam nun bereits zum vierten Mal in diesem Jahrtausend nicht an der Olympiade teil.

Das Team von Spandau 04 geht nun neue Ziele an: Ab dem 1. März nimmt das Team am zweiten „Blasen“-Turnier der Champions-League-Hauptrundengruppe A im italienischen Ostia mit vier Spielen an vier Tagen teil. Die Gegner dort sind laut Manager Peter Röhle „hammerstark! Auch die Teams wie Marseille und Ortigia, die noch nicht den ganz großen Namen haben, sind eminent stark besetzt“. Und Peter Röhle wiederholt, was er schon vor dem ersten Turnier Mitte Dezember gesagt hatte: „Das Wichtigste ist, dass wir zeigen, dass es uns noch gibt!“

Während des ersten „Bubble“-Turniers in Ostia mussten die Berliner drei Niederlagen hinnehmen: gegen Jug Dubrovnik (7:13), gegen Olympiacos Piräus (9:13) und gegen Pro Recco Genua (6:19). So wird mit Sicherheit auch dieses Turnier ein sportlicher Härtetest.

Spandau geht auch ins zweite Hauptrunden-Turnier als klarer Außenseiter, will aber zumindest in den beiden Auftaktpartien gegen Marseille und Italiens Aufsteiger Ortigia energisch dagegenhalten und seine Chance nutzen. Die Berliner können bis auf den erkrankten Franzosen Remi Saudadier und den montenegrinischen Nationalspieler Stefan Pjesivac (Trainingsrückstand) ihr bestes Team aufbieten.

Anschließend steht im April (19. – 22.4.21) ebenfalls in Ostia das dritte Turnier der Hauptrunde mit Partien gegen Genua, Marseille und Ortigia auf dem Programm. Nach dem coronabedingt modifizierten CL-Modus treffen in beiden Hauptrundengruppen alle Teams zweimal aufeinander (einmal quasi als Gastgeber, einmal als Gast) und ermitteln die vier Besten für das Final 8 Anfang Juni in Hannover.

Fortsetzung der Champions League

Vier Spiele in vier Tagen Hauptrunde das 2. von drei Turnieren der Gruppe A in Ostia, Italien, mit folgenden Spielen:

1.3.21, 15:15 Uhr: Spandau 04 – CN Marseille

2.3.21, 15:15 Uhr: Spandau 04 – CC Ortigia/Italien

3.3.21, 17:45 Uhr: Spandau 04 – Jug Dubrovnik

4.3.21, 17:45 Uhr: Spandau 04 – Olympiacos Piräus

Spielort: Centro Federale Ostia Via delle Quinqueremi 100, 00122 Roma

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde erleiden dritte Niederlage in der Champions League

Im dritten Hauptrundenspiel der Gruppe A der Wasserball-Champions League hat Spandau 04 die erwartete dritte Schlappe nach den beiden vorausgegangenen Niederlagen gegen Jug Dubrovnik (7: 13) und Olympiacos Piräus (9:13) an den Vortagen hinnehmen müssen. Gegen den achtmaligen Gewinner von Meistercup und Champions League Pro Recco Genua (Italien) unterlagen die Berliner am Mittwochabend in Ostia bei Rom deutlich mit 6:19 (0:4, 3:5 – 0:5, 3:5). Ohne voll gefordert zu werden und zu glänzen, dominierte Genua nach Belieben die Partie und hatte schon nach dem Auftaktviertel die Weichen für den klaren Sieg gestellt. Spandau war kräftemäßig klar unterlegen und konnte kaum Angriffsdruck entwickeln. So musste sich das Team in der Offensive lediglich auf einige mehr oder minder gefahrlose Distanzschüsse beschränken. Bei diesem Spielablauf blieb es, zumal der Berliner Widerstand zunehmend schwächer wurde und die Motivation nachließ. Für die Treffer der Wasserfreunde sorgten Dmitri Kholod (3), Stefan Pjesivac (2) und Lucas Gielen.

„ Mehr war zum gegenwärtigen Zeitpunkt angesichts des Vorlaufs offenbar nicht drin. Es gab sicher mehr Schatten als Licht, das wir nur partiell zeigen konnten“, befand Trainer Petar Kovacevic. „Jetzt wissen wir aber auch, woran wir arbeiten müssen – und hoffen, dass die Umstände es uns erlauben.“ Mit der Olympiaqualifikation um eins der drei noch offenen Tickets für die Spiele im Sommer 2021 in Tokio liegt die größte Herausforderung der nahen Zukunft vor dem deutschen Männer-Wasserball.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball Champions League Gruppe A / Spiel 3

Wasserfreunde Spandau 04 – Pro Recco Genua

6:19 (0:4, 3:5, 0:5, 3:5)

Torschützen: D. Kholod 3, S. Pjesivac 2, L. Gielen 1

Wasserfreunde verlieren auch zweites Spiel

Die Wasserballer von Spandau 04 verloren am Dienstagabend auch das zweite Spiel des Turniers der Champions-League-Hauptrunde der Gruppe A in Ostia (Italien) gegen Olympiacos Piräus mit 9:13 (3:3,1:5,2:2,3:3).

Nach starkem Beginn und kontrollierter Defensive mit 3:1-Führung für die Berliner gelang den Griechen noch in der letzten Sekunde des Startviertels der 3:3-Ausgleich. In Reaktion auf die respektable Spandauer Leistung legte Piräus im zweiten Viertel enorm zu und konnte es vorentscheidend mit 5:1 zur 8:4-Halbzeitführung abschließen. Unterstützt wurde diese Tendenz durch einige unglückliche Referee-Entscheidungen. Die zweite Hälfte verlief dann wesentlich ausgeglichener (2:2 und 3:3). Im Schlußabschnitt bekam schließlich auch noch der wieder einmal überragend leistungsstarke Spandauer Torwart Laszlo Baksa eine Rote Karte und musste durch den Backup-Goalie Max Vernet Schwemer ersetzt werden.

Trotz wiederholter Rückstände (4:8 und 5:10) kämpfte sich Spandau 04 immer wieder heran und war Mitte des vierten Viertels beim 8:10 sogar auf Sichtweite auf Olympiacos heran. – Das griechische Team war 2018 Gewinner und 2016 sowie 2019 Finalist des Königswettbewerbs.

Beste Torschützen für die Berliner waren Dmitri Kholod (4) und Marin Restovic (3). „Gegenüber der 7:13-Auftaktniederlage gegen Jug Dubrovnik war dieses Match „ein unübersehbarer Schritt nach vorn, auch wenn es nach wie vor genug Reserven gibt und vor allem Athletik und Kraft noch nicht wieder voll da sind“, resümierte Trainer Petar Kovacevic. „Aber der Kampfgeist ist da, die Mannschaft hat gefightet. Darauf können wir auch im abschließenden dritten Turnierspiel am Mittwoch gegen Pro Recco Genua aufbauen.“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreund Spandau 04

Wasserfreunde starten mit einer Niederlage

Nach zehnwöchigem coronabedingtem Break – das bis dato letzte Spiel hatte Spandau 04 mit dem Sieg im Pokalfinale gegen Hannover Ende September bestritten – sind die Berliner Wasserballer am Montagabend in Ostia (Italien) mit einer klaren 7:13 (1:4,2:5,2:2,2:2) Niederlage gegen Jug Dubrovnik (Kroatien) in die Hauptrunde der Gruppe A der Champions League gestartet.

Diese wird auf Grund der Corona-Pandemie in der Sechser-Gruppe in drei Turnier-„Blasen“ bestritten, bei derem ersten Event in Ostia Spandau nach Dubrovnik noch auf Olympiacos Piräus (Dienstag, 17.45 Uhr) und Pro Recco Genua (Mittwoch, 20.15 Uhr) trifft.

Spandau merkte man in der ersten Hälfte die fehlende Trainings- und Spielpraxis gegen die defensiv starken und offensiv sehr effektiven Kroaten deutlich an. Zwar schaffte Maurice Jüngling nach drei Minuten den 1:1-Ausgleich, aber danach beherrschte der CL-Sieger von 2016 das Geschehen und zog bis kurz vor der Pause auf 9:1 davon. Danach schaltete Jug in der Gewissheit des sicheren Sieges etwas zurück und Spandau fand besser in die Partie.

Die Treffer für die Wasserfreunde erzielten Dmitri Kholod (3), Maurice Jüngling (2), Marko Stamm und Nikola Dedovic (je 1). „Die lange Zeit ohne Spiel war uns anzumerken. Im Laufe der Zeit haben wir aber zunehmend unseren Rhythmus gefunden und gezeigt, dass die Mannschaft wesentlich mehr kann als zu Beginn gezeigt. Bei einer etwas besseren Ausnutzung der erspielten Chancen, hätte das Spiel vielleicht auch noch einmal engen werden können. Es fehlte letztendlich einfach die Kraft, um Wunder zu bewirken. Trotz einer längerem krankheitsbedingten Trainingspause hat sich vor allem Torwart Laszlo Baksa gut präsentiert“, resümierte Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde starten in die Champions League

„Wir wollen mit unserer Teilnahme an der Champions League beweisen, dass es uns noch gibt“, hält Hagen Stamm, der Präsident der Wasserfreunde 04, fest. Neben dem Pokalsieger aus Berlin nimmt auch das Team des Deutschen Meisters Waspo Hannover teil. Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Königswettbewerb anders als bisher durchgeführt. „Wir sind froh, dass überhaupt ein Modus Vivendi gefunden wurde, ihn anzugehen“, so Stamm.

Die Hauptrunde wird in zwei Sechser-Gruppen ausgetragen, die ihre Partien aber nicht in Einzelspielen, sondern in drei „Turnierblasen“ ohne Zuschauer und mit strengen Hygieneauflagen absolvieren werden. Gruppe A mit Spandau spielt in Ostia nahe Rom (14.-16.12), Gruppe B mit Hannover (als Gastgeber bereits als Final 8-Teilnehmer gesetzt) in Budapest (15.-17.12.). Angesichts der Umstände und der durchaus verschiedenen Abläufe in den einzelnen Ländern, die anders als die deutschen Vereine bereits wieder voll im Spielbetrieb stehen, ist es schwer, Voraussagen zu treffen. Die drei Gegner, die Spandau in Ostia erwarten, sind nach Vor-Corona-Status absolute „Schwergewichte“, gegen die die Berliner nur eine Außenseiterrolle einnehmen.

Aber auch diese Teams, das konnte man in der Qualifikationsrunde für die CL und auch im Euro Cup sehen, haben aktuell schwerwiegende Probleme. So ist zum Beispiel der CL-Sieger von 2017, Szolnok, gescheitert. Dubrovnik, Piräus und Genua in der Startgruppe der CL-Hauptrunde stellen eine Aufgabe für die Berliner dar, wie sie kaum schwerer sein könnte. „Aber von vornherein verloren hat nur, wer sich schon zuvor aufgibt“, sagt Trainer Kovacevic. Den letzten Wettkampfauftritt hatten die Spandauer Ende September, als sie im nationalen Pokalfinale gegen Waspo Hannover mit 12:8 gewannen. Der knapp einen Monat danach geplante Supercup in Hannover musste wegen Corona ausfallen. Auch der Start in die Champions League war eigentlich für den 10./11. November vorgesehen und musste verschoben und modifiziert werden (Turnierform statt Einzelspiele).

Spielort: Centro Federale Ostia

Via delle Quinqueremi 100, 00122 Roma

14.12.20, 17.45 Uhr: Spandau 04 – Jug Dubrovnik 15.12.20, 17.45 Uhr: Spandau 04 – Olympiacos Piräus 16.12.20, 20.15 Uhr: Spandau 04 – Pro Ro Genua

Queller: Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

Wasserball – Deutscher Supercup 2020

Im 21. Supercup zum achten Mal das Finale Spandau vs. Hannover

„Hurra, wir leben noch!“ – Milvas Song passt gleich in doppelter Hinsicht, und zwar zur Situation der Wasserfreunde Spandau 04 und auch zur aktuellen gesellschaftlichen Situation aufgrund der Pandemie. Die Wasserballer des Vorzeigevereins mit den 86 nationalen und internationalen Titeln (seit 1979) haben Anfang Oktober mit dem DSV-Pokalsieg gezeigt, dass sie nach der finalen Meisterschaftsniederlage gegen Herausforderer Waspo 98 Hannover keineswegs abzuschreiben sind. Dieses sportliche Statement soll nun beim zum 21. Mal ausgetragenen Supercup am Sonntag, 25.10.2020 (Stadionbad Hannover, 16 Uhr) abermals bekräftigt werden.

Der Kampf um die 1979 vom damaligen Spandauer Wasserballwart Dr. Günter Schwill gestiftete Trophäe „Jüngling von Praxiteles“ wurde in den bisherigen Austragungsjahren (1979-85, 1997-2000, 2014-2020) erst von zwei Teams gewonnen, und das sind genau die, die sich am Sonntag wieder gegenüberstehen. Spandau hat den Supercup 15-mal geholt, Waspo fünfmal – davon zuletzt von 2017 bis 2019 dreimal in Serie. Siebenmal duellierten sich die Erzrivalen in Supercup-Finals – erstaunliche fünfmal siegten dabei die Niedersachsen (1998,2000,2017-19), nur zweimal gewann Spandau (1999,2014).

Der Supercup, das auch in anderen Sportarten übliche Duell zwischen Meister und Pokalsieger, erwies sich für den Wasserball als kompliziert. Denn Spandau gewann seit 1979 in schöner Regelmäßigkeit fast jedes Jahr das Double, sodass der Zweitplatzierte der Meisterschaft als Ersatz bemüht werden musste.

Ein echtes Final-Match gab es nur zweimal: 1998 zwischen Spandau und Pokalsieger Hannover (Waspo gewann in Berlin 7:5) und 2016 zwischen Spandau und dem De-jure-Pokalsieger Bayer Uerdingen (Gewinner trotz 9:18-Niederlage, weil die Berliner nachträglich disqualifiziert worden waren).

Nun also heißt es zum dritten Mal „Supercup pur“ mit dem Duell Meister Hannover gegen Pokalsieger Spandau. „Das ist natürlich ein Prestigeduell, das beide Seiten gewinnen wollen, um mit psychologischem Rückenwind in die bald darauf startende neue Bundesliga-Saison und in die Champions League gehen zu können“, sagt Präsident Hagen Stamm.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Waspo 98 Hannover -Wasserfreunde Spandau 04

25. Oktober 2020

Spielbeginn: Sonntag, 16 Uhr

Spielort: Stadionbad, Robert-Enke-Str. 5, 30169 Hannover

„Hirn an Arme: Tore werfen!“ Spandau will Serie gegen Waspo ausgleichen

Finale 3 – 06.09.2020:

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover 12:9 (3:0,2:3,4:2,3:4)

Tore Spandau: Dimitri Kholod 6, Ivan Zovic 2, Marko Stamm , Lucas Gielen, Stefan Pjesivac, Maurice Jüngling, je 1

Diejenigen, die meinten, am vergangenen Sonntag könne die Titelvergabe der 99. Deutschen Wasserball-Meisterschaft der Männer gefeiert werden, wurden enttäuscht. Denn dafür hätte es des dritten Sieges von Waspo Hannover in der Best-of-Five-Finalserie bedurft. Die Hannoveraner waren zuvor am Mittwoch im Volksbad Limmer (10:8) und am Samstag in Schöneberg (9:6) erfolgreich gewesen.

Als Hannover 2018 Champion wurde, war die Serie ähnlich verlaufen. Spandau hatte Spiel 1 auswärts verloren und auch Spiel 2 in der Heimat. Mit dem Sieg im dritten Match aber gewann das Finale an Spannung, die Berliner gewannen anschließend in Hannover und glichen zum 2:2 aus. Der Titel war im abschließenden Heimmatch greifbar, das aber verloren die Hauptstadt-Männer und Hannover wurde Deutscher Meister.

Um 2020 Deutscher Meister zu werden, muss Spandau am Mittwoch (18 Uhr) unter freiem Himmel im Volksbad Limmer gewinnen. Das anschließende fünfte Match in Schöneberg am 12. September muss das Berliner Team dann ebenfalls gewinnen.

„Dafür braucht es eine mindestens gleich gute Leistung wie im dritten Match“, meinte 04-Präsident Hagen Stamm, der die Auftritte in den beiden ersten Partien vor allem in Sachen Überzahlspiel als „unterirdisch“ klassifizierte. In Spiel drei präsentierte sich der Rekordmeister (37-mal seit 1979) in allen Mannschaftsteilen stark, zeigte den Waspo-Individualisten ihre Grenzen und war selbst durchsetzungsstark und als Kollektiv tonangebend. Dazu lieferte der Russe Dimitri Kholod mit sechs Treffern seine bislang beste Leistung unter der 04-Kappe und war stärkster Mann im Becken. Spiel Nummer 4 wird noch einmal eines von „ganz besonderer Intensität“, glaubt Trainer Petar Kovacevic. „Das wird eine Partie, die zum großen Teil im Kopf gewonnen wird. Man könnte Otto Waalkes zitieren und als Devise ausgeben: Hirn an Arme: Tore werfen! Wenn wir das hinbekommen, haben wir nicht nur eine Chance, sondern beste Siegesaussichten.“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga, Playoff-Finale (Best of Five)

Finale 4

Mittwoch, 09. September 2020

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 18:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer, Stockhardtweg 6, 30453 Hannover

Sollte nach 4 Spielen noch keine Entscheidung gefallen sein:

Finale 5

Samstag, 12. September 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin