Wasserfreunde erleiden dritte Niederlage in der Champions League

Im dritten Hauptrundenspiel der Gruppe A der Wasserball-Champions League hat Spandau 04 die erwartete dritte Schlappe nach den beiden vorausgegangenen Niederlagen gegen Jug Dubrovnik (7: 13) und Olympiacos Piräus (9:13) an den Vortagen hinnehmen müssen. Gegen den achtmaligen Gewinner von Meistercup und Champions League Pro Recco Genua (Italien) unterlagen die Berliner am Mittwochabend in Ostia bei Rom deutlich mit 6:19 (0:4, 3:5 – 0:5, 3:5). Ohne voll gefordert zu werden und zu glänzen, dominierte Genua nach Belieben die Partie und hatte schon nach dem Auftaktviertel die Weichen für den klaren Sieg gestellt. Spandau war kräftemäßig klar unterlegen und konnte kaum Angriffsdruck entwickeln. So musste sich das Team in der Offensive lediglich auf einige mehr oder minder gefahrlose Distanzschüsse beschränken. Bei diesem Spielablauf blieb es, zumal der Berliner Widerstand zunehmend schwächer wurde und die Motivation nachließ. Für die Treffer der Wasserfreunde sorgten Dmitri Kholod (3), Stefan Pjesivac (2) und Lucas Gielen.

„ Mehr war zum gegenwärtigen Zeitpunkt angesichts des Vorlaufs offenbar nicht drin. Es gab sicher mehr Schatten als Licht, das wir nur partiell zeigen konnten“, befand Trainer Petar Kovacevic. „Jetzt wissen wir aber auch, woran wir arbeiten müssen – und hoffen, dass die Umstände es uns erlauben.“ Mit der Olympiaqualifikation um eins der drei noch offenen Tickets für die Spiele im Sommer 2021 in Tokio liegt die größte Herausforderung der nahen Zukunft vor dem deutschen Männer-Wasserball.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball Champions League Gruppe A / Spiel 3

Wasserfreunde Spandau 04 – Pro Recco Genua

6:19 (0:4, 3:5, 0:5, 3:5)

Torschützen: D. Kholod 3, S. Pjesivac 2, L. Gielen 1

Wasserfreunde verlieren auch zweites Spiel

Die Wasserballer von Spandau 04 verloren am Dienstagabend auch das zweite Spiel des Turniers der Champions-League-Hauptrunde der Gruppe A in Ostia (Italien) gegen Olympiacos Piräus mit 9:13 (3:3,1:5,2:2,3:3).

Nach starkem Beginn und kontrollierter Defensive mit 3:1-Führung für die Berliner gelang den Griechen noch in der letzten Sekunde des Startviertels der 3:3-Ausgleich. In Reaktion auf die respektable Spandauer Leistung legte Piräus im zweiten Viertel enorm zu und konnte es vorentscheidend mit 5:1 zur 8:4-Halbzeitführung abschließen. Unterstützt wurde diese Tendenz durch einige unglückliche Referee-Entscheidungen. Die zweite Hälfte verlief dann wesentlich ausgeglichener (2:2 und 3:3). Im Schlußabschnitt bekam schließlich auch noch der wieder einmal überragend leistungsstarke Spandauer Torwart Laszlo Baksa eine Rote Karte und musste durch den Backup-Goalie Max Vernet Schwemer ersetzt werden.

Trotz wiederholter Rückstände (4:8 und 5:10) kämpfte sich Spandau 04 immer wieder heran und war Mitte des vierten Viertels beim 8:10 sogar auf Sichtweite auf Olympiacos heran. – Das griechische Team war 2018 Gewinner und 2016 sowie 2019 Finalist des Königswettbewerbs.

Beste Torschützen für die Berliner waren Dmitri Kholod (4) und Marin Restovic (3). „Gegenüber der 7:13-Auftaktniederlage gegen Jug Dubrovnik war dieses Match „ein unübersehbarer Schritt nach vorn, auch wenn es nach wie vor genug Reserven gibt und vor allem Athletik und Kraft noch nicht wieder voll da sind“, resümierte Trainer Petar Kovacevic. „Aber der Kampfgeist ist da, die Mannschaft hat gefightet. Darauf können wir auch im abschließenden dritten Turnierspiel am Mittwoch gegen Pro Recco Genua aufbauen.“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreund Spandau 04

Wasserfreunde starten mit einer Niederlage

Nach zehnwöchigem coronabedingtem Break – das bis dato letzte Spiel hatte Spandau 04 mit dem Sieg im Pokalfinale gegen Hannover Ende September bestritten – sind die Berliner Wasserballer am Montagabend in Ostia (Italien) mit einer klaren 7:13 (1:4,2:5,2:2,2:2) Niederlage gegen Jug Dubrovnik (Kroatien) in die Hauptrunde der Gruppe A der Champions League gestartet.

Diese wird auf Grund der Corona-Pandemie in der Sechser-Gruppe in drei Turnier-„Blasen“ bestritten, bei derem ersten Event in Ostia Spandau nach Dubrovnik noch auf Olympiacos Piräus (Dienstag, 17.45 Uhr) und Pro Recco Genua (Mittwoch, 20.15 Uhr) trifft.

Spandau merkte man in der ersten Hälfte die fehlende Trainings- und Spielpraxis gegen die defensiv starken und offensiv sehr effektiven Kroaten deutlich an. Zwar schaffte Maurice Jüngling nach drei Minuten den 1:1-Ausgleich, aber danach beherrschte der CL-Sieger von 2016 das Geschehen und zog bis kurz vor der Pause auf 9:1 davon. Danach schaltete Jug in der Gewissheit des sicheren Sieges etwas zurück und Spandau fand besser in die Partie.

Die Treffer für die Wasserfreunde erzielten Dmitri Kholod (3), Maurice Jüngling (2), Marko Stamm und Nikola Dedovic (je 1). „Die lange Zeit ohne Spiel war uns anzumerken. Im Laufe der Zeit haben wir aber zunehmend unseren Rhythmus gefunden und gezeigt, dass die Mannschaft wesentlich mehr kann als zu Beginn gezeigt. Bei einer etwas besseren Ausnutzung der erspielten Chancen, hätte das Spiel vielleicht auch noch einmal engen werden können. Es fehlte letztendlich einfach die Kraft, um Wunder zu bewirken. Trotz einer längerem krankheitsbedingten Trainingspause hat sich vor allem Torwart Laszlo Baksa gut präsentiert“, resümierte Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde starten in die Champions League

„Wir wollen mit unserer Teilnahme an der Champions League beweisen, dass es uns noch gibt“, hält Hagen Stamm, der Präsident der Wasserfreunde 04, fest. Neben dem Pokalsieger aus Berlin nimmt auch das Team des Deutschen Meisters Waspo Hannover teil. Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Königswettbewerb anders als bisher durchgeführt. „Wir sind froh, dass überhaupt ein Modus Vivendi gefunden wurde, ihn anzugehen“, so Stamm.

Die Hauptrunde wird in zwei Sechser-Gruppen ausgetragen, die ihre Partien aber nicht in Einzelspielen, sondern in drei „Turnierblasen“ ohne Zuschauer und mit strengen Hygieneauflagen absolvieren werden. Gruppe A mit Spandau spielt in Ostia nahe Rom (14.-16.12), Gruppe B mit Hannover (als Gastgeber bereits als Final 8-Teilnehmer gesetzt) in Budapest (15.-17.12.). Angesichts der Umstände und der durchaus verschiedenen Abläufe in den einzelnen Ländern, die anders als die deutschen Vereine bereits wieder voll im Spielbetrieb stehen, ist es schwer, Voraussagen zu treffen. Die drei Gegner, die Spandau in Ostia erwarten, sind nach Vor-Corona-Status absolute „Schwergewichte“, gegen die die Berliner nur eine Außenseiterrolle einnehmen.

Aber auch diese Teams, das konnte man in der Qualifikationsrunde für die CL und auch im Euro Cup sehen, haben aktuell schwerwiegende Probleme. So ist zum Beispiel der CL-Sieger von 2017, Szolnok, gescheitert. Dubrovnik, Piräus und Genua in der Startgruppe der CL-Hauptrunde stellen eine Aufgabe für die Berliner dar, wie sie kaum schwerer sein könnte. „Aber von vornherein verloren hat nur, wer sich schon zuvor aufgibt“, sagt Trainer Kovacevic. Den letzten Wettkampfauftritt hatten die Spandauer Ende September, als sie im nationalen Pokalfinale gegen Waspo Hannover mit 12:8 gewannen. Der knapp einen Monat danach geplante Supercup in Hannover musste wegen Corona ausfallen. Auch der Start in die Champions League war eigentlich für den 10./11. November vorgesehen und musste verschoben und modifiziert werden (Turnierform statt Einzelspiele).

Spielort: Centro Federale Ostia

Via delle Quinqueremi 100, 00122 Roma

14.12.20, 17.45 Uhr: Spandau 04 – Jug Dubrovnik 15.12.20, 17.45 Uhr: Spandau 04 – Olympiacos Piräus 16.12.20, 20.15 Uhr: Spandau 04 – Pro Ro Genua

Queller: Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

Wasserball – Deutscher Supercup 2020

Im 21. Supercup zum achten Mal das Finale Spandau vs. Hannover

„Hurra, wir leben noch!“ – Milvas Song passt gleich in doppelter Hinsicht, und zwar zur Situation der Wasserfreunde Spandau 04 und auch zur aktuellen gesellschaftlichen Situation aufgrund der Pandemie. Die Wasserballer des Vorzeigevereins mit den 86 nationalen und internationalen Titeln (seit 1979) haben Anfang Oktober mit dem DSV-Pokalsieg gezeigt, dass sie nach der finalen Meisterschaftsniederlage gegen Herausforderer Waspo 98 Hannover keineswegs abzuschreiben sind. Dieses sportliche Statement soll nun beim zum 21. Mal ausgetragenen Supercup am Sonntag, 25.10.2020 (Stadionbad Hannover, 16 Uhr) abermals bekräftigt werden.

Der Kampf um die 1979 vom damaligen Spandauer Wasserballwart Dr. Günter Schwill gestiftete Trophäe „Jüngling von Praxiteles“ wurde in den bisherigen Austragungsjahren (1979-85, 1997-2000, 2014-2020) erst von zwei Teams gewonnen, und das sind genau die, die sich am Sonntag wieder gegenüberstehen. Spandau hat den Supercup 15-mal geholt, Waspo fünfmal – davon zuletzt von 2017 bis 2019 dreimal in Serie. Siebenmal duellierten sich die Erzrivalen in Supercup-Finals – erstaunliche fünfmal siegten dabei die Niedersachsen (1998,2000,2017-19), nur zweimal gewann Spandau (1999,2014).

Der Supercup, das auch in anderen Sportarten übliche Duell zwischen Meister und Pokalsieger, erwies sich für den Wasserball als kompliziert. Denn Spandau gewann seit 1979 in schöner Regelmäßigkeit fast jedes Jahr das Double, sodass der Zweitplatzierte der Meisterschaft als Ersatz bemüht werden musste.

Ein echtes Final-Match gab es nur zweimal: 1998 zwischen Spandau und Pokalsieger Hannover (Waspo gewann in Berlin 7:5) und 2016 zwischen Spandau und dem De-jure-Pokalsieger Bayer Uerdingen (Gewinner trotz 9:18-Niederlage, weil die Berliner nachträglich disqualifiziert worden waren).

Nun also heißt es zum dritten Mal „Supercup pur“ mit dem Duell Meister Hannover gegen Pokalsieger Spandau. „Das ist natürlich ein Prestigeduell, das beide Seiten gewinnen wollen, um mit psychologischem Rückenwind in die bald darauf startende neue Bundesliga-Saison und in die Champions League gehen zu können“, sagt Präsident Hagen Stamm.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Waspo 98 Hannover -Wasserfreunde Spandau 04

25. Oktober 2020

Spielbeginn: Sonntag, 16 Uhr

Spielort: Stadionbad, Robert-Enke-Str. 5, 30169 Hannover

„Hirn an Arme: Tore werfen!“ Spandau will Serie gegen Waspo ausgleichen

Finale 3 – 06.09.2020:

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover 12:9 (3:0,2:3,4:2,3:4)

Tore Spandau: Dimitri Kholod 6, Ivan Zovic 2, Marko Stamm , Lucas Gielen, Stefan Pjesivac, Maurice Jüngling, je 1

Diejenigen, die meinten, am vergangenen Sonntag könne die Titelvergabe der 99. Deutschen Wasserball-Meisterschaft der Männer gefeiert werden, wurden enttäuscht. Denn dafür hätte es des dritten Sieges von Waspo Hannover in der Best-of-Five-Finalserie bedurft. Die Hannoveraner waren zuvor am Mittwoch im Volksbad Limmer (10:8) und am Samstag in Schöneberg (9:6) erfolgreich gewesen.

Als Hannover 2018 Champion wurde, war die Serie ähnlich verlaufen. Spandau hatte Spiel 1 auswärts verloren und auch Spiel 2 in der Heimat. Mit dem Sieg im dritten Match aber gewann das Finale an Spannung, die Berliner gewannen anschließend in Hannover und glichen zum 2:2 aus. Der Titel war im abschließenden Heimmatch greifbar, das aber verloren die Hauptstadt-Männer und Hannover wurde Deutscher Meister.

Um 2020 Deutscher Meister zu werden, muss Spandau am Mittwoch (18 Uhr) unter freiem Himmel im Volksbad Limmer gewinnen. Das anschließende fünfte Match in Schöneberg am 12. September muss das Berliner Team dann ebenfalls gewinnen.

„Dafür braucht es eine mindestens gleich gute Leistung wie im dritten Match“, meinte 04-Präsident Hagen Stamm, der die Auftritte in den beiden ersten Partien vor allem in Sachen Überzahlspiel als „unterirdisch“ klassifizierte. In Spiel drei präsentierte sich der Rekordmeister (37-mal seit 1979) in allen Mannschaftsteilen stark, zeigte den Waspo-Individualisten ihre Grenzen und war selbst durchsetzungsstark und als Kollektiv tonangebend. Dazu lieferte der Russe Dimitri Kholod mit sechs Treffern seine bislang beste Leistung unter der 04-Kappe und war stärkster Mann im Becken. Spiel Nummer 4 wird noch einmal eines von „ganz besonderer Intensität“, glaubt Trainer Petar Kovacevic. „Das wird eine Partie, die zum großen Teil im Kopf gewonnen wird. Man könnte Otto Waalkes zitieren und als Devise ausgeben: Hirn an Arme: Tore werfen! Wenn wir das hinbekommen, haben wir nicht nur eine Chance, sondern beste Siegesaussichten.“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga, Playoff-Finale (Best of Five)

Finale 4

Mittwoch, 09. September 2020

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 18:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer, Stockhardtweg 6, 30453 Hannover

Sollte nach 4 Spielen noch keine Entscheidung gefallen sein:

Finale 5

Samstag, 12. September 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Wasserfreunde unter Druck

Das 1. Spiel der Best-of-Five-Finalserie um die 99. Deutsche Wasserball-Meisterschaft der Männer zwischen Rekordtitelträger Spandau 04 (37-mal seit 1979) fand am Mittwochabend unter freiem Himmel im Volksbad Limmer von Hannover statt.

Die Niedersachsen gewannen die insgesamt ausgeglichene Auftaktpartie am Ende mit 10:8. Die Berliner schwächelten in der Chancenauswertung. „Wer von insgesamt 8 Überzahlmöglichkeiten nur ein Tor erzielt, muss sich nicht wundern, das Spiel zu verlieren“, analysiert Trainer Kovacevic kurz und trocken.

Trotz des Fehlens von Kapitän Marko Stamm sowie Stefan Pjesivac hatten die Berliner die Möglichkeit zum Sieg. Das starke dritte Viertel der Niedersachsen, in dem sie 3 Tore in Reihe warfen, war am Ende entscheidend. „Daraus müssen wir lernen und die Fehler am Wochenende abstellen. Noch ist nicht viel passiert, es steht 0:1, wir können wie 2017 den Rückstand aus eigener Kraft wettmachen und die Serie mit 3:1 für uns entscheiden“, erklärt Präsident Hagen Stamm. Dafür müsse allerdings auch im Angriff effektiver und auf allen Positionen durchsetzungsstärker agiert werden.

Verliert Spandau die Samstag-Heimpartie (16 Uhr), wird das dritte Match am Sonntag (14 Uhr) an gleicher Stätte zum „Alles oder nichts“. Ein doppelter Auswärts-Coup von Waspo würde das Team von Coach Karsten Seehafer vorfristig zum zweiten Mal nach 2018 zum nationalen Champion machen. Spandau hofft auf den Einsatz aller Stammkräfte und auf die über die Jahre hinweg entwickelte Qualität, jeweils zum richtigen Zeitpunkt die beste Leistung abrufen zu können. Auch Seehafer weiß, dass das knappe Heim-10:8 für die Seinen noch nicht viel bedeutet: „Die wahren Schlüsselpartien, auch psychologisch, kommen jetzt“.

Spandau wird im Angriff torgefährlicher agieren müssen. „Wir müssen auf die Niederlage reagieren und genau das werden wir auch tun“, verspricht der Trainer.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga, Playoff-Finale (Best of Five)

Finale 1

Mittwoch, 02. September 2020

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

10:8 (3:2, 3:4, 3:1, 1:1)

Finale 2 und Finale 3

Samstag, 05. September 2020 Sonntag, 06. September 2020

Spielbeginn: 16:00 Uhr Spielbeginn: 14:00 Uhr

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Sollte nach 3 Spielen noch keine Entscheidung gefallen sein:

Finale 4 und Finale 5

Mittwoch, 09. September 2020 Samstag, 12. September 2020

Spielbeginn: 18:00 Uhr Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer Spielort: SSH

Spandau zeigt Potsdam Grenzen auf

Am Ende war es doch ein Schützenfest für Spandau 04, das Playoff-Halbfinale um die Deutsche Wasserball-Meisterschaft, das diesmal ob der Terminprobleme aufgrund der Corona-Pandemie nur aus Hin- und Rückspiel statt wie gehabt in einer Best of Three-Serie ausgetragen wurde. Im Auswärts-Hinspiel am Freitag im Potsdamer „blu“ fand der Rekordmeister gegen die engagierten und motivierten Gastgeber nur schwer ins Spiel. Nach dem Auftaktviertel stand es 1:1, zur Halbzeit nur 6:3 und zweieinhalb Minuten vor Ende des dritten Abschnitts gerade mal 8:5. Das 11:6 für die Wasserfreunde aus der Hauptstadt durfte man getrost als Erfolg für die unterlegenen und gastgebenden „Orcas“ werten.

Damit war zwar im Grunde schon vor Spiel 2 am Sonntag in Schöneberg entschieden, dass der zu ermittelnde Finalist aus diesem Duell nur Spandau heißen konnte, aber es blieben einige Fragen offen, wie die aktuelle Form des in der Saison national noch ungeschlagenen Titelverteidigers aussieht.

Spandau dominierte nach Lust und Laune, trotz des Fehlens von Kapitän Marko Stamm und Spielmacher Nikola Dedovic. Das spiegelte sich im Endstand von 21:7 (5:1,6:1,4:1,6:4) entsprechenden wieder. Alle 12 eingesetzten „Feldspieler“ beteiligten sich an der Torausbeute, der Topschütze war wie schon am Freitag Dmitrii Kholod (3 und 4 Treffer).

„Das war ein Fingerzeig dafür, dass wir nach und nach immer mehr zu unserer Form finden und besser werden. Gerade rechtzeitig für das Finale“, befand Marko Stamm, der an seinem Geburtstag vom Beckenrand zusehen durfte.

Schon am Mittwoch beginnt das Best of Five-Finale zwischen den nach dem Halbfinale als Nummer 1 firmierenden Wasserfreunden und den Niedersachsen von Waspo 98 Hannover. Waspo hat sich in der Corona-Pause noch einmal personell verstärkt. Die Mannschaft von Trainer Carsten Seehafer wird mit einer veränderten Aufstellung, als wie beim 10:12 am vergangenen Dienstag im „Entscheidungsspiel“ um Platz 1 der Setzliste in Berlin, antreten.

„Das Finale fängt bei Null an, die alten Ergebnisse sind dann Makulatur“, sagt Spandau-Präsident Hagen Stamm, der indes aber sicher ist, dass die Duelle der Serie „jede Menge Brisanz, Spannung, Kampf, Einsatz und Emotionen“ bieten werden. Schon das Auftaktspiel gab es jede Menge Explosivität, laut dem Kapitän des 04-Teams Marko Stamm wird Hannover alles tun, um nicht erneut das Start-Match, wie in der vergangenen abzugeben und angesichts der beiden folgenden Partien in Berlin (5.9. und 6.9.) die Serie im Schnelldurchgang zu verlieren. Auch die Spielstätten der Finalserie spielen eine wichtige Rolle, meint Stamm-Senior. Hannover empfängt die Spandauer im Volksbad Limmer unter freiem Himmel, da am Abend gespielt wird, könnte es ziemlich kühl werden. Die Berliner Begegnungen finden in der Schwimmhalle Schöneberg statt, in der es auf keinen Fall kühl ist.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Sollte nach 3 Spielen noch keine Entscheidung gefallen sein:

Finale 4 Finale 5

Mittwoch, 09. September 2020 Samstag, 12. September 2020

Spielbeginn: 18:00 Uhr Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer Spielort: SSH

Rückblende:

Halbfinale 1 – 28.8.2020:

OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04 6:11 (1:1,5:2,3:2,2:1)

Tore Spandau: Dimitri Kholod 3, Marko Stamm 2, Lucas Gielen, Mate Cagalj, Dennis Strelezkij, Marin Restovic, Yannek Chiru, Ivan Zovic je 1

Halbfinale 2 – 30.8.2020:

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam 21:7 (5:1,6:1,4:1,6:4)

Tore Spandau: Dimitri Kholod 4, Lucas Gielen 3, Mikail Arslan, Maurice Jüngling, Ivan Zovic, Mate Cagalj je 2, Remi Saudadier, Denis Strelezkij, Aleks Sekulic, Marin Restovic, Stefan Pjesivac, Yannek Chiru je 1

Spandau 04 landet den ersten Sieg nach der Corona-Pause

Am Dienstagabend trafen sich die beiden rivalisierenden Teams, die Wasserfreunde Spandau 04 und Herausforderer Waspo 98 Hannover, vor Corona bedingt limitierter nur 102 Zuschauern.

Das Ende des als „Entscheidungsspiel“ über Platz 1 der Setzliste für das Halbfinale firmierenden Matches war mit den letzten vier Begegnungen vergleichbar. Denn sowohl im Best-of-Five-Finale um die Meisterschaft 2018/2019 als auch im Spiel in der im März unterbrochenen Bundesliga-Saison gewannen die Spandauer und ließen damit trotz zum Teil enger Spiele eine Ahnung früherer Dominanz aufkommen.

Das war auch diesmal so, denn in der Partie, in der laut 04-Kapitän Marko Stamm, der nach eigenem Bekunden erst nach anderthalb Vierteln „richtig in das Match kam“, war auf beiden Seiten die fast halbjährliche Corona-Pause in der hohen Fehlerquote und den Mängeln im Spielaufbau, der Chancenverwertung und mit zunehmender Spieldauer schwindender Konzentration und Kondition zu spüren. Andererseits aber gab es auch eine Reihe von Szenen, die zeigten, dass hier keine Wasserball-Anfänger, sondern Könner ihres Fachs agierten. Spandau hatte die Spielkontrolle klar in den Händen, machte aus dem knappen 3:2 nach dem Startviertel ein 7:4 zur Halbzeit und danach im dritten Abschnitt gleich mehrfach Vier-Tore-Führungen (8:4, 9:5, 11:7). Hier fiel besonders der vierfache Torschütze Stefan Pjesivac auf.

„Wir hätten das nur ganz ruhig nach Haus spielen müssen“, sagte Marko Stamm. „Stattdessen haben wir sie noch einmal zurückkommen lassen, und anderthalb Minuten vor Schluss stand es plötzlich nur noch 11:10 aus unserer Sicht“, zog der Kapitän Bilanz, der „genügend Lernstoff für die kommenden Begegnungen“ entdeckte. 23 Sekunden vor Ultimo hatte er selbst mit einem Gewaltwurf aus der Distanz allen Waspo-Hoffnungen auf eine kaum noch für möglich gehaltene „Wende“ ein Ende gemacht und die Partie entschieden.

Die nächsten Auftritte der Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic stehen schon unmittelbar bevor. Am Wochenende – Freitag auswärts, Sonntag daheim in Schöneberg – sind die beiden Halbfinalspiele gegen den OSC Potsdam zu absolvieren. Der OSC hat sich am Wochenende beim Viertelfinal-Viererturniers mit dem zweiten Rang hinter den White Sharks Hannover einen der beiden Qualiplätze für die Vorschlussrunde gesichert. Am Dienstag waren die OSC-Vertreter aufmerksame Beobachter des Spandauer Re-Starts in die Saison, um zu entdecken, wo es vielleicht doch Schwachstellen des Favoriten gibt, die ihn ins Wackeln bringen können. Die Vorsaison kann dabei kein Maßstab sein. Auch damals trafen sich die beiden Teams im nach Best-of-Three-Modus gespielten Halbfinale. Spandau landete mit 12:9 (auswärts), 18:5 und 21:5 drei klare Siege.

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover 12:10 (3:2,4:2,4:3,1:3)

Torschützen: Spandau – Pjesivac 4, Jüngling 3, Stamm 2, Cagalj, Deudovic und Strelezkij je 1; Waspo – Nagaev 4, Schütze 2, Real, D. Brguljan, M. Brguljan und Tobias Preuß je 1

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga 2019/20 Playoff-Halbfinale (Hin- und Rückspiel)

Freitag, 28. August 2020

OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 20:30 Uhr

Spielort: Sportbad „blu“, Brauhausberg 1, 14473 Potsdam

Sonntag, 30. August 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

Spielbeginn: 14:00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Wasserfreunde vor Restart der Saison

Die Coronavirus-Pandemie hat neues Vokabular in die deutsche Sprache gebracht, das in den vergangenen Wochen und Monate so alltäglich geworden ist, als sei es schon immer „in aller Mund“ gewesen. „Lockdown“ zum Beispiel, übersetzt „Sperrung“, ist solch ein Wort, das ungewollte Popularität erlangt hat. Im Sport hat es gefühlte Ewigkeiten den Spielbetrieb in diversen Disziplinen lahmgelegt. Auch im Wasserball.

Die Fortsetzung der Champions League wurde gecancelt, die Meisterschaft und der Pokalwettbewerb hierzulande unterbrochen. Nun ist der nationale Spielbetrieb unter Ägide des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) wieder aufgenommen worden. Am vergangenen Wochenende wurden im Potsdamer Sportbad „blu“ per Viererturnier die beiden Halbfinalisten ausgespielt, die gegen die gesetzten Wasserfreunde Spandau 04 und Waspo 98 Hannover Ende des Monats (28. und 30. August 2020) in Hin- und Rückspielen antreten dürfen.

Etwas überraschend gewannen die White Sharks Hannover das Turnier, Potsdam wurde Zweiter. Der ASC Duisburg und SV Ludwigsburg 08 müssen sich Anfang September als Dritter und Vierer des Potsdam-Events in einer Best of Three-Runde mit dem Kampf um Platz 5 und 6 der Meisterschaft bescheiden.

Gegen wen die White Sharks und die „Orcas“ aus Potsdam im Halbfinale antreten müssen, steht freilich noch nicht fest. Denn eine Einigung der Klubs über die Fortsetzung der Bundesliga hat ergeben, dass Spandau und Waspo ein „Entscheidungsspiel“, so der offizielle Terminus, um Platz 1 der Hauptrunde austragen. Dieses Spiel findet am Dienstagabend, 19 Uhr in der Schöneberger Schwimmhalle statt. Der Sieger trifft auf den auf den OSC Potsdam, der Verlierer auf die White Sharks aus Hannover.

Sollten die Hauptstädter das Prestigeduell am Dienstag gewinnen, würde das also zwei Lokalderbys im Halbfinale bedeuten: Spandau kontra Potsdam, Waspo kontra White Sharks. Zudem bedeutet ein solches Ranking, dass der Sieger der Partie in den Folgerunden, inklusive des Best of Five-Finales ab 2. September den Heimbonus in der womöglich entscheidenden Schlusspartie besitzen.

Dem Dienstag-Gipfel darf man nach der langen Pause – Spandau hat sein letztes CL-Spiel am 3. März und die letzten Bundesliga-Partien ebenfalls vor rund einem halben Jahr bestritten – mit einiger Spannung entgegensehen.

Bei den Spandauern ist der Abgang von Tiberiu Negrean zu verkraften, die „Neuen“ Mario Cagalj und Ivan Zovic müssen integriert, der verletzt ausfallende Mateo Cuk kompensiert werden. „Wir haben uns konzentriert, motiviert und so gut es angesichts der Umstände geht vorbereitet. Aber ob es völlig überraschungsfrei abgeht, das hat auch das Potsdamer Turnier beim Re-Start gezeigt, dahinter bleibt doch ein Fragezeichen.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde 04

Dienstag, 25. August 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielbeginn: 19:00 Uhr

Spielort: Schwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin