BR Volleys mit starker Vorstellung

Der BR Volleys Zug rollt: Auch zum Auftakt in die Zwischenrunde der Volleyball Bundesliga konnten die Berliner an ihre zuletzt starken Leistungen anknüpfen und mit einem 3:0-Sieg (25:16, 26:24, 25:16) gegen die SWD powervolleys Düren ihren Spitzenplatz untermauern. Zum bereits dritten Mal in Folge wurde beim ungefährdeten Heimerfolg Anton Brehme MVP in der Max-Schmeling-Halle.

Während Düren personell geschwächt ins Match ging, konnte Heimtrainer Cedric Enard am Samstagabend wieder aus dem Vollen schöpfen. Mit Johannes Tille im Zuspiel, Saso Stalekar und Anton Brehme als Mittelbocker, Diagonalspieler Marek Sotola, den Außenangreifern Ruben Schott und Timothée Carle sowie Libero Satoshi Tsuiki gaben die BR Volleys in diesem Spiel zügig den Ton an. In Aufschlag, Angriff und Block konnte sich Brehme direkt auszeichnen und den 3.941 Zuschauern das ein oder andere Highlight präsentieren (8:5, 14:9). Hinzukam eine sichere Annahme um Tsuiki, die Tille alle Möglichkeiten gab. Die Männer in Orange waren die bessere Aufschlagmannschaft (Ass von Sotola zum 18:11) und gestalteten den Durchgang überlegen. Ein Dürener Aufschlagfehler brachte den Hauptstädtern den ersten Satzgewinn ein (25:16).

Mit Erik Röhrs kam schon zum Ende von Satz eins Schwung ins Dürener Spiel und das setzte sich im Folgedurchgang fort. Obwohl Sotola gleich zwei Asse in Serie für die Heimfans bereithielt (8:6), waren die Rheinländer nun in der Partie angekommen (12:13). Diesmal schaukelte sich das Geschehen bis in eine spannende Crunchtime hoch (20:20), in der der Tabellenvierte zunächst zwei Satzbälle abwehren konnte (24:24), Sotola aber schließlich doch die Blockfinger zum vorentscheidenden nächsten Satzgewinn fand (26:24).

Anschließend war die Luft bei den Powervolleys etwas raus. Mit Tille am Service zog der Deutsche Meister direkt auf 5:0 davon und baute die Führung auch in der Folge kontinuierlich aus (7:1, 14:6). In allen Statistiken – Block (9 – 6), Asse (7 – 4), Annahmequote (54 % – 34 %) und Angriffseffizienz (48 % – 33 %) – waren die BR Volleys dem Gegner an diesem Abend überlegen. Im dritten Heimspiel in Folge schwang sich Anton Brehme zum MVP auf und verwandelte auch den Matchball (25:16). Sein Zuspieler hätte die Ehrung ebenso verdient, denn Tille sorgte mit gelungener Passverteilung dafür, dass gleich vier Spieler in nur drei Sätzen zweistellig punkteten. Durch den Sieg behaupten die Berliner ihre Spitzenposition in der Volleyball Bundesliga und konnten mit Blick auf das DVV-Pokalfinale am 26. Feb in Mannheim zumindest eine kleine Duftmarke setzen.

Stimmen zum Spiel
MVP Anton Brehme: „Wir konnten uns für die gute Trainingswoche belohnen. Alle Elemente des Spiels waren auf einem guten Niveau. Düren hatte heute vielleicht nicht alle Möglichkeiten, um voll dagegenzuhalten. Das wird beim Pokalfinale sicher wieder anders aussehen. Ich bin glücklich, heute MVP zu sein, auch wenn es andere genauso verdient hätten. Wir müssen jetzt als Mannschaft einfach so konzentriert weiterarbeiten.“

Marek Sotola: „Wir haben heute wieder vieles richtig gemacht und sind als Einheit aufgetreten. Unser guter Aufschlag macht sich aktuell in jedem Spiel bezahlt und uns alles andere einfacher. Der Druck hat gestimmt und Düren hatte damit einen schweren Stand in unserer Arena. Persönlich läuft es bei mir auch. Ich bin sehr glücklich, wie viel Vertrauen ich von den Teamkollegen und speziell unseren beiden Zuspielern bekomme.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Saso Stalekar (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Antti Ronkainen, Matheus Krauchuk, Cody Kessel

Quelle: Christof Bernier

Eisbären verlieren gegen Tabellenführer aus München

Wenn es irgendwie noch was werden soll mit den Play-offs, dann sind Siege gefragt, egal wer kommt. Zu Gast war am Freitagabend der souveräne Spitzenreiter und amtierende Vizemeister RB München. Don Jackson und sein ehemaliger Kapitän bei den Eisbären Berlin, die ewige Nummer 27 Steve Walker, führten als Münchner Trainergespann ihre Farben zum Sieg am 49. Spieltag.

Das erste Drittel verlief torlos. Dafür sahen die 13.870 in der MB-Arena gleich fünf Treffer im Mittelabschnitt. Durch ein Tor im Powerplay, Zachary Redmond in der 22. Minute, gingen die Gäste in Führung. Justin Schütz erhöhte in der 28. Minute auf 2:0. Die Antwort hatten die Eisbären in der 29. Minute parat. Kevin Clark verkürzte auf 1:2 und ganz aus dem Häuschen waren die Zuschauer in der Arena, als Jonas Müller fast die gesamte Länge der Eisfläche durchmaß und Mathias Niederberger überwinden konnte. Das passierte 36 Sekunden vor dem Drittel-Ende. Schon etwas peinlich, dass die Eisbären diesen passablen Zwischenstand nicht mit in die letzte Drittelpause nehmen konnten. Nur 12 Sekunden später brachte Yasin Ehliz die Gäste wieder in Führung. Das ging zu schnell und sollte nicht passieren.

Im Schlussdrittel lieferten sich die Finalisten der letzten Saison einen offenen Schlagabtausch. Bis weit in die Schlussphase hinein geizten beide mit Toren. Erst ein Fehler in der Eisbärenabwehr stellte die Weichen auf Sieg für den Spitzenreiter. Christopher Desousa erzielte das 4:2 für den Tabellenführer. Das dritte Tor der Eisbären, ein empty-net Treffer von Kevin Clark fiel 3 Sekunden vor der Schlusssirene, natürlich viel zu spät.

Die Eisbären hielten über weite Strecken mit dem Tabellenführer mit. Am Ende entschieden Kleinigkeiten das Spiel. Aus Sicht der Eisbären war es ein kleiner Fehler zu viel.

Für die Eisbären ist das Saisonziel, Platz 10 und die Chance in den Pre-Playoffs, in weite Ferne gerückt. Bereits am kommenden Sonntag, 5. Februar geht es weiter, zu Gast ab 14 Uhr in der Arena sind dann die Augsburger Panther.

Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske

Berlin-Derby im Wasserball

04. Februar 2023

Wasserfreunde Spandau 04 – SG Neukölln

Spielbeginn: 16.00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Zehn DWL-Spiele in der A-Gruppe der nationalen Wasserball-Top-Liga haben die Wasserfreunde Spandau 04 bereit hinter sich, eines davon war ein vorgezogenes aus der Rückrunde (23:5 gegen ASC Duisburg).

In diesen zehn Partien sind die Schützlinge von Trainer Athanasios Kechagias nach wie vor ungeschlagen.

Spitzenreiter Spandau führt die Tabelle mit 20:0 Punkten und dem respektablen Torverhältnis von 225:54 an, wozu das Hinspiel gegen Neukölln als Gastgeber mit einem 6:36 am 19. November einen beträchtlichen Teil beigetragen hat. Ganz so heftig wird es diesmal wohl nicht kommen, denn das Team der SGN hat sich als Sechstes des Rankings zumindest partiell etwas berappelt und Anfang Dezember gegen den OSC Potsdam sogar eine seiner acht Partien gewonnen. Gleichwohl sind die Rollen klar verteilt, alles andere als ein weiteres 04-Schützenfest käme überraschend.

Bei anschließend noch drei ausstehenden Spandau-Spielen der DWL-Hauptrunde rückt der Gewinn der Hauptrunde durch die Wasserfreunde und Platz 1 als Ausgangsposition für die Playoffs immer näher, zumal sich am Samstag, dem 10. Spieltag, auch die unmittelbaren Verfolger ASC Duisburg und Waspo Hannover gegenüberstehen und daher Punkte verlieren werden.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Termine:

08.02.2023 Champions League Spiel 7 Spielbeginn 19:30 Uhr SSH

Wasserfreunde Spandau 04 – Jug Dubrovnik

11.02.2023 Deutscher Wasserball Pokal Spielbeginn 16:00 Uhr Stadionbad Duisburg

ASC Duisburg – Wasserfreunde Spandau 04 – Viertelfinale

17.02.2023 Champions League Spiel 8

Jug Durovnik – Wasserfreunde Spandau 04

25.02.2023 Bundesliga Spiel 11 Spielbeginn:16:00 Uhe SSH

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

28.02.2023 Champions League Spiel 9

AN Brescia – Wasserfreunde Spandau 04

Hertha spielt mit dem Feuer

Die Schere zwischen den beiden Proficlubs aus der Hauptstadt klafft immer mehr auseinander. Die Köpenicker sind im internationalen Geschäft und haben aktuell sogar die Champions-League im Visier. Hertha kämpft um das sportliche Überleben in der 1. Bundesliga und steht finanziell eher am Abgrund.

Eine mittelmäßige Leistung reichte den aufstrebenden Köpenickern, um den Lokalrivalen in Schach zu halten. Die Reaktion der Führungsetage, der Hertha sorgte zunächst für Verwunderung. Öfter mal was Neues, nicht der Trainer musste gehen, sondern sein Vorgesetzter. Eine Entscheidung, die nicht angesichts der Derbyniederlage spontan gefällt wurde, sondern wohlüberlegt, bereits vorher feststand. Fredi Bobic wäre auch im Falle eines Sieges freigestellt worden.

Ein sichtlich gezeichneter Hertha-Präsident erläuterte die Maßnahme am Sonntag, 29.01.2023, auf einer Pressekonferenz. Ein designierter Nachfolger wurde gleich präsentiert. Die Hertha DNA soll es jetzt richten. Neben Weber wurde auch Andreas „Zecke“ Neuendorf zurückgeholt. Allerdings ist zu fragen, ob solch ein Schritt, zu diesem Zeitpunkt nicht zu große Risiken birgt. Benjamin Weber verfügt über keinerlei Erfahrung als Sportdirektor, muss sich schnell einarbeiten und zunächst mit dem klarkommen, was Bobic und seine Entourage angerichtet haben.

In der Journaille schießen die Spekulationen ins Kraut. Es war bekannt, dass Kay Bernstein und Bobic nicht das allerbeste Verhältnis zueinander hatten. Zudem soll der Präsident öfter versucht haben, sich in sportliche Entscheidungen einzumischen. Konkret soll es Vorschläge für Spielertransfers gegangen sein. Als Beispiel wird hier der vertragslose Max Kruse angeführt.

Fredi Bobic soll der bestbezahlteste Manager in der Bundesliga gewesen sein. Dazu hat er einen ganzen Stab an Mitarbeitern mitgebracht. Mit Bobic müssen auch der Technische Direktor Sebastian Zelichowski und Teammanager Thomas Westphal gehen. Es sind vielleicht nicht die Letzten, den um die Finanzen ist es alles andere als gut bestellt. Bleiben darf (wie lange?) der Kaderplaner Dirk Dufner. Gerüchteweise sollen bis zum Transferschluss noch vier neue Profis kommen.

Auf dem Zettel stehe etwa der offensive Mittelfeldspieler Selim Amallah von Standard Lüttich – der belgische Spitzenklub wurde im März vergangenen Jahres von 777 übernommen. Auch Stürmer Maximilian Philipp (VfL Wolfsburg), Flügelspieler Gauthier Hein (AJ Auxerre) und Innenverteidiger Jannik Vestergaard (Leicester City) seien ein Thema in der Hauptstadt. Da lediglich ein Budget von fünf Millionen Euro zur Verfügung stehe, sei allerdings unklar, wie die Transfers realisiert werden könnten.“

Egal wie, die Entscheidung hat überrascht und vielmehr der Zeitpunkt. Man hätte diese Entscheidung eher am Saisonende erwartet. Allerdings spielte hier wohl auch eine Rolle, dass Bobic seinen bis 2024 laufenden Vertrag selbst per Option hätte verlängern können. Dieses Geld hat Hertha nicht. Eine Abfindung wird trotzdem fällig werden.

Der neue Sportdirektor dürfte in den nächsten 48 Stunden kaum zum Schlafen kommen, muss sich ganz schnell einen Überblick verschaffen und die richtigen Entscheidungen treffen, eben ein Spiel mit dem Feuer. Es müssen wieder Erfolge her, irgendwie Punkte gesammelt werden, der Blick auf die bevorstehenden Aufgaben, Eintracht Frankfurt (auswärts), Gladbach daheim und anschließend Borussia Dortmund wieder auswärts, wie viele Punkte mag das geben?

Hans-Peter Becker

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC hat sich beim Tabellendritten teuer verkauft

TSV Bayer Leverkusen: BBSC Berlin 3:1 (14, 20, -20, 22)

Die Damen des BBSC Berlin nutzten ihre Auswärtsfahrt zum Tabellendritten, um diesen trotz reduziertem Kader zumindest in drei Sätzen gehörig zu ärgern. Aber für einen Sieg reichte es leider nicht.

Die Rheinländerinnen setzten die Gäste von Beginn an mit ihren Aufschlägen und kraftvollen Angriffsaktionen ordentlich unter Druck. Der BBSC – wegen Krankheit und beruflichen Verpflichtungen nur mit neun Athletinnen angereist – benötigte nach der 580km-Fahrt am Sonntagmorgen einige Zeit, um in das Spiel zu kommen. Mit Beginn des zweiten Satzes war man hellwach und hielt lange Zeit mit. Erst zum Satzende konnte sich Leverkusen deutlich absetzen. Der dritte Satz ging sogar zugunsten der Berlinerinnen aus, die dem Spiel in dieser Phase durchaus den Stempel aufdrückten. Auch im vierten Satz dominierten zunächst die Gäste. Über 14:9 bis zu 19:16 führten die Berlinerinnen und hielten sich die Chance auf einen Tiebreak offen, dann erhöhte Leverkusen erneut den Aufschlagsdruck, die Berliner Abwehr wackelte und der BBSC musste Satz und Match leider abgeben.

Trainer Tietböhl war trotzdem nicht unzufrieden: „Mit unserem Miniaufgebot haben wir ab dem zweiten Satz ordentlich gegengehalten und dem Favoriten mit einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung einen Satz abgetrotzt. Nun heißt es ordentlich trainieren, und das hoffentlich mit besserer Mannschaftsstärke als in der letzten Woche, um auch wieder spielnahe Situationen auf dem Feld üben zu können. Am nächsten Samstag trifft der BBSC um 19 Uhr auf Allbau Essen“.

Zur Berliner MVP wählte der Leverkusener Trainer Außenangreiferin Annalena Grätz.

Für den BBSC im Einsatz: Natalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Siegesserie der Eisbären gerissen – Niederlage in der Overtime

Der Spielplan sorgte für ein zweimaliges Aufeinandertreffen der Eisbären mit den Kölner Haien im Januar. Das erste Heimspiel am 4. Januar 2023 konnten die Eisbären knapp mit 3:2 für sich entscheiden. Dieses Ergebnis war der Zwischenstand nach zwei gespielten Dritteln.

Das erste Tor im Spiel erzielten die Kölner. In der 9. Spielminute überwand David McIntyre den Eisbären Goalie Juho Markkanen. Es dauerte bis zur 17. Minute, da besorgte Frank Mauer den Ausgleich für die Hausherren. Beide Teams hatten nichts zu verschenken. Die Eisbären haben die Pre Playoffs wieder in Sichtweite und für die Kölner ist sogar noch die direkte Qualifikation für das Viertelfinale drin.

Ihr ansteigende Form konnten die Eisbären auch in diesem Spiel nachweisen. Der Mittelabschnitt ging mit 2:1 an die Eisbären. Marcel Noebels besorgte in der 22. Minute den Führungstreffer für die Eisbären. Den Kölnern gelang in der 33. Minute durch Ex-Eisbär Landon Ferraro der Ausgleich. Auf das Powerplay der Eisbären war Verlass. Giovanni Fiore vollendete eine Passkombination zur Führung.

Die Kölner waren ein harter Brocken, verteidigten geschickt und trugen gefährliche Angriffe vor. In der 45. Minute gelang einem anderen Ex-Eisbären, Darin Olver der erneute Ausgleich. Trotz einiger Chancen gelang keinem Team der spielentscheidende Treffer.

Die Entscheidung wurde vertagt. In der Overtime fiel die Entscheidung zugunsten der Kölner. Der Torschütze für war Nicolas Bailen. Es wurde nur ein Punkt für die Eisbären. Vielleicht wird er noch wertvoll.

Hans-Peter Becker

Fotos: © Stephan Wenske

DEL

46. Spieltag 27.01.2023 19:300 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Kölner Haie 3:4 n. V. (1:1, 2:1, 0:1, 0:1)

Aufstellungen

  • Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – J. Müller, Ellis (A); F. Hördler (C), Mik; Melchiori, Nowak; Roßmy – White, Boychuk, Fiore; Veilleux, Regin, Mauer; Noebels, Pföderl, Clark; Heim, Zerter-Gossage, Wiederer (A) – Trainer: Serge Aubin
  • Kölner Haie: Pantkowski (Lunemann) – Austin, Sennhenn; Stanton, Bailen; M. Müller, Dietz; Glötzl – Baptiste, Matsumoto, Ferraro; Kammerer, Aubry, Thuresson; Olver, McIntyre, Bast; Proft, van Calster, Üffing – Trainer: Uwe Krupp

Tore

  • 0:1 – 08:49 – McIntyre (Olver) – EQ
  • 1:1 – 16:32 – Mauer (Veilleux) – EQ
  • 2:1 – 21:26 – Noebels (Pföderl, Clark) – EQ
  • 2:2 – 33:17 – Ferraro (Baptiste) – EQ
  • 3:2 – 34:42 – Fiore (White, Ellis) – PP1
  • 3:3 – 44:22 – Olver (McIntyre, Bast) – EQ
  • 3:4 – 62:57 – Bailen (Kammerer, Ferraro) – EQ

Strafen

  • Eisbären Berlin: 2 (2, 0, 0, 0) Minuten
  • Kölner Haie: 6 (0, 4, 2, 0) Minuten

Schiedsrichter

  • Sean MacFarlane, Eduards Odins (Nikolaj Ponomarjow, Marcus Höfer)

Zuschauer

  • 13.828

Was ist los, einst so geliebte Hertha!

Wird 2023 wieder ein Schicksalsjahr für Hertha? Es sieht nicht gut aus, das Abstiegsgespenst schwebt ganz dicht über dem Verein. Der Auftakt nach der Winterpause ging gleich mit einer 1:3-Niederlage gegen den VfL Bochum in die Hose. Unerwartet und enttäuschend, wenn man den positiv klingenden Aussagen während der Vorbereitung traute. Bochum war zu Hause bissiger und wollten den Sieg mehr als die Herthaner. Diesen Einsatz, so hofften die Hertha-Anhänger, würden die Profis in der englischen Woche, im ersten Heimspiel des Jahres gegen den VfL Wolfsburg bestimmt auch zeigen. Das Ergebnis, zu Hause ein 0:5, blamabel, mir fehlen die Worte.

Wolfsburgs Trainer Niko Kovac, Ex-Berliner, könnte sich bestätigt fühlen, warum er der Hertha einen Korb verpasste und das Angebot in Berlin ablehnte. War denn wirklich abzusehen, was Werner Gegenbauer mit seinem Michael Preetz hinterlassen hat? Es gibt Insider, die behaupten: „Es wird Jahre dauern, ehe Hertha wieder ins ruhigere Fahrwasser kommen wird!“

Sportlich wurden ja angeblich Verstärkungen verpflichtet, weil soviel Geld vorhanden war, dass andere Vereine neidisch werden konnten. Jetzt sollen Hertha-Mitglieder wieder etwas spenden, leider ohne zu wissen, wohin das Geld, der Windhorst-Millionen versickert ist.

Christian Zschiedrich kommentiert: Foto: Sportick

Zum Rückrundenstart drängt sich der Vergleich mit dem 1. FC Union auf. In den beiden Spielen, in denen Hertha keinen Punkt ergattern konnte, holte Union, aktuell Tabellenzweiter, sechs Punkte und bleibt ein Bayern-Jäger. Mit 3:1 wurde die TSG Hoffenheim und dann auswärts 2:1-in Bremen gewonnen. Die Bilanz sind stolze 33 Punkte, Hertha hat als Tabellenvorletzter 14 Punkte, dazu ein negatives Torverhältnis, steht mit Schalke auf einem direkten Abstiegsplatz.

Im Heimspiel gegen Union sollte nicht weiter an Boden eingebüßt werden. Zumal die Gangart der mit gefährdeten Vereine, mit Ausnahme von Bochum, dazu führte, dass sie punkten konnten. Augsburg gewann 1:0 gegen Gladbach und der VfB Stuttgart holte mit Trainer Bruno Labbadia in Sinsheim immerhin einen Punkt.

Apropos Labbadia, warum wurde der überhaupt bei Hertha entlassen. Ich fand ihn gar nicht so schlecht in Berlin. Es war ihm nur ein knappes Jahr in Berlin vergönnt. Seine Ausbeute eher mager, 28 Spiele lange stand er an der Seitenlinie – 8 Siege, 6 Unentschieden und 14 Niederlagen, 10,7 Punkte pro Spiel.

Hertha in der Krise. Nach dem 0:5 wurde Trainer Sandro Schwarz trotzdem eine Jobgarantie gegeben. Trainerentlassungen kosten eben Geld. Hertha wird das Stadtderby schon gewinnen?

Christian Zschiedrich

Siegesserie der Eisbären hält an

Es läuft wieder bei den Eisbären. Die Siegesserie hielt auch gegen Straubing. Mit einem 3:0 Vorsprung konnten sie das letzte Drittel in Angriff nehmen. Die Tore hatten bis dahin nur einen Schützen und der heißt Leonard Pföderl. Der Mittelstürmer ist wieder völlig beschwerdefrei und das macht sich bemerkbar. Das 1:0 und 2:0 fielen im Anfangsdrittel, assistiert von seinen Reihenkollegen Kevin Clark und Marcel Noebels.

Beide Teams gingen diszipliniert zu Werke, die Strafbankrichter hatten wenig zu tun. Das 3:0 fiel im Mittelabschnitt im 4 gegen 4, Trenton Bourque und Eisbär Kevin Clark mussten gemeinsam in die Kühlboxen. Es war mehr Platz auf dem Eis und den nutzte eben Pföderl und überwand Straubings Goalie Hunter Miska.

Das 4:0 besorgte im Schlussdrittel Marco Nowak, es war ein ähnlicher Treffer wie am Sonntag zuvor gegen Wolfsburg. Einfach mal beherzt aus dem Hintergrund abgezogen.

Im Tor der Eisbären hatte Juho Markkanen den Vorzug vor Tobias Ancicka erhalten. Sein Traum von einem Shutout machten die Gäste aus Bayern in der 54. Minute zunichte. Travis St. Denis traf zum 1:4 aus Sicht der Tigers. Einen entscheidenden Einfluss auf das Spiel hatte der Treffer nicht mehr. Die Eisbären hatten das Spiel und den Gegner im Griff, blieben konzentriert und holten sich erneut drei Punkte. Die Pre-Playoffs bleiben in Sichtweite. Am Mittwochabend, 25.01.2023, hatten sich 9.724 Zuschauer eingefunden und hatten erneut Grund zum Feiern.

Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske

DEL 46. Spieltag 25.01.2023 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären – Straubing Tigers 4:1(2:0/1:0/1:1)

Hertha am Boden

Hertha beschließt die Hinrunde auf einem Abstiegsplatz. Nicht verwunderlich aufgrund der gezeigten Leistungen nach der WM-Pause. Magere 14 Punkte, lediglich 3 Siege und 5 Unentschieden schlugen zu Buche. Das kann so nicht weitergehen.

Immerhin fanden noch knapp 30.000 Besucher bei nasskaltem Wetter den Weg in das Olympiastadion. Bis auf die Kolonie der mitgereisten Fans aus Wolfsburg wurden sie bitter enttäuscht. Da stand keine Mannschaft auf dem Platz, keine Gegenwehr, es fehlte an allem, völlig zu Recht sprach Fredi Bobic „von der bisher schlechtesten Leistung.“ Über das mit 0:5 verlorene Spiel muss wohl nichts weiter gesagt werden. Wenn das so weitergeht, ist in der kommenden Saison Zweitligafußball angesagt.

Die Rückrunde startet am kommenden Samstag, 28.01.2023 und es kommen die Eisernen aus Köpenick, die aktuell dem Ortsrivalen in allen Belangen überlegen sind. Erstaunlicherweise ist das Derby, 3 Tage vorher, noch nicht ausverkauft. Selbst das lässt tief blicken.

Was ist da los? Diese Frage treibt das blau-weiße Fußball-Berlin um. Der Bobiceffekt scheint verpufft und auch der Präsident, er konnte zwar zwischenzeitlich die Fans zurückgewinnen, scheint zunehmend ratloser.

Der Ortsrivale geht als haushoher Favorit ins Rennen. Ein bisschen hoffen sie bei der Hertha, dass Derbys eigene Gesetze haben und es immer mal ein Wunder gibt. Ohne eigenes Dazutun wird es nicht gehen. Das Fußballspielen sollten die gutbezahlten Profis der Hertha eigentlich nicht verlernt haben. Dazu ist Trainerstab gefragt, Bobic ja einen großen Stab von Analysten mit nach Berlin gebracht, die Mannschaft wieder in die Spur zu setzen. Da kommt so ein Derby vielleicht gerade recht.

Hans-Peter Becker

Wasserfreunde wollen zweiten Heimsieg in der Champions League

Nach dem Sieg gegen Budapest soll der zweite Heimsieg gegen Brescia folgen

Die Champions-League-Hauptrunde mit ihren opulenten 14 Spieltagen zur Ermittlung der je vier Final 8-Teilnehmer in den beiden Achtergruppen nähert sich in dieser Woche der Halbzeit. Am 6. Spieltag nehmen die ersten Vorentscheidungen mehr und mehr Gestalt an. Aus Sicht der Wasserfreunde Spandau 04 zeichnet sich ein durchwachsenes Fazit ab. Nach bislang fünf Partien fällt das Resümee für den Gruppen-Fünften mit fünf Punkten weder überschwänglich noch aussichtlos aus.

Vor allem der 11:10-Heimerfolg gegen FTC Budapest am 11. Januar, mit dem sich das Team auch für davor bereits gezeigte gute Leistungen belohnte, machte Mut. Die Ungarn, mit neun Zählern Gruppen-Dritter, zählen durchaus zu den Großen in ihrer Sportart, gegen die Punktgewinne auch psychologisch auf der Habenseite verbucht werden dürfen. Die Azzurri waren in der Vorsaison Vierter des CL-Final 8, nachdem sie übrigens das Bronze-Match gegen FTC Budapest mit 12:14 verloren hatten. Im laufenden Wettbewerb haben sie bislang auf ebenso hohem Niveau weitergemacht.

In Gruppe B liegt Brescia mit vier Siegen und einer Niederlage gegen VK Novi Beograd mit 12 Punkten hinter den Serben (13) auf Platz 2 des Feldes und kommen damit als Favorit nach Berlin. Ihr Kader aus italienischen Auswahlakteuren und serbo-kroatischen Assen ist exzellent, individuell herausragend und schwer ausrechenbar. Aber auch Spandau ist zuletzt immer besser zusammengewachsen und in der Breite unübersehbar stärker als in den Jahren zuvor. Die Resultate waren bisher entsprechend und trotz einigen schwächeren Phasen in den Spielen ließen sie noch Raum für weitere Steigerungen.

Das Berliner Team muss seine Möglichkeiten zu 100 Prozent abrufen, um gegen den Favoriten aus der Lombardei zu gewinnen. Wenn dieses gegen Brescia gelingt, bleibt die Mannschaft von Trainer Athanasios Kechagias weiterhin in diesem Jahr ungeschlagen.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04