Hertha BSC verpflichtet Josip Brekalo

Der Kroate verstärkt die blau-weiße Offensive.

Hertha BSC verpflichtet Josip Brekalo fest für den Angriff. Der flexible Offensivakteur kommt aus Spanien von Real Oviedo an die Spree und unterschreibt einen Vertrag bis zum kommenden Sommer mit Option für ein weiteres Jahr. „Josip hat in Deutschland bereits auf höchstem Niveau seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Er steht für Kreativität und Torgefahr. Wir sind sehr glücklich, dass er unsere Möglichkeiten in der Offensive noch einmal vergrößert“, erklärt Sportdirektor Benjamin Weber. Der Kroate, der die Rückennummer 7 tragen wird, sagt: „Ich wollte unbedingt herkommen, weil ich weiß, was das hier für ein großer Verein ist – welche Vergangenheit, aber auch welche Zukunft er hat. Nun möchte ich mich so schnell wie möglich in die Mannschaft integrieren und dann sofort helfen.“

Der 27-Jährige lief zwischen 2016 und 2023 für den VfL Wolfsburg und den VfB Stuttgart auf. Dabei brachte es der Rechtsfuß auf 122 Einsätze sowie 17 Tore und 14 Vorlagen in der Bundesliga. Zudem stand der 35-fache Nationalspieler elfmal in der 2. Bundesliga auf dem Feld und verzeichnete dabei einen Treffer sowie einen Assist. Darüber hinaus sammelte der Neu-Herthaner, der außerdem das Trikot vom GNK Dinamo Zagreb, des Torino FC, der AC Fiorentina sowie von Hajduk Split und Kasımpaşa trug, auch schon Erfahrungen in der höchsten kroatischen Liga, der Serie A, der SüperLig, der UEFA Europa League sowie der UEFA Conference League. In der Hinrunde der laufenden Saison absolvierte Brekalo 15 Pflichtspiele (ein Tor) in LaLiga sowie in der Copa del Rey für Oviedo.

Quelle: Hertha BSC

Bildrechte: Hertha BSC / Pohl-City-Press

Volleyball Sparda 2. Bundesliga Pro Damen: BBSC-Steigerung nicht belohnt

TV Waldgirmes – BBSC Berlin   3:0 (24, 14, 21)

Am Samstagabend, 31.01.2026, konnte sich der BBSC beim Auswärtsspiel in Waldgirmes in Mittelhessen nicht für eine deutlich verbesserte Leistung gegenüber dem Hinspiel belohnen.

Keine besonders guten Erfahrungen hat der BBSC mit dem Aufsteiger anlässlich des Heimspiels im Oktober machen dürfen. Der Tabellensiebente traf aber diesmal auf eine Berliner Mannschaft, die klar erkennbare Fortschritte im Vergleich zum vergangenen Oktober zeigte. Der 1. Satz war von absoluter Ausgeglichenheit geprägt. Die BBSC-Damen führten sogar 22:20, ehe kleine aber entscheidende Ungenauigkeiten den Satzgewinn in Waldgirmes für die Berlinerinnen verhinderten.

Anfang und Ende des 2. Satzes gab es noch einmal diese Phasen, in denen die Gäste an Unkonzentriertheit und damit sich selbst scheiterten – so ging auch der 2. Satz an die Gastgeberinnen.

Der 3. Satz startete wie der Erste. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und boten dem Publikum in Hessen viele lange Rallys. Annalena Grätz führte die Mannschaft vorbildlich und erzielte trotz hoher Inanspruchnahme in der Annahme immer noch selbst 13 eigene Punkte. Hanna Christin Lengkey folgte mit insgesamt 10 Punkten. Doch auch in diesem Spielabschnitt behielten die Mädels aus Waldgirmes die Oberhand: Während der BBSC beim 19:19 noch gleichauf war, war nur einige Situationen später der Matchgewinn für die Gastgeberinnen erledigt.

Waldgirmes hatte die Vorteile vor allen Dingen auf der Diagonalposition. Das Kaliber der durchschlagskräftigen und dabei platziert schlagenden Leonie Amann (mit 19 Treffern) hätten mit Sicherheit gern auch andere Zweitligisten im Aufgebot.

Zur MVP auf Berliner Seite wurde Alina Gottlebe-Fröhlich gewählt.

Manuel Müller als Berliner Trainer sah ein Spiel, in dem seine Mädels trotz der Niederlage bei weitem nicht enttäuschten: „Nach einer weiteren Woche intensiver Organisation unserer Block-Defense konnten wir uns hier stark verbessert präsentieren und uns selbst viele Punktchancen erarbeiten. Leider sind wir hier noch nicht durchschlagkräftig genug und benötigen zu viele Anläufe. Das muss unser nächster Schwerpunkt sein. Auch gilt es noch individuelle Ungenauigkeiten zu reduzieren, die uns hin und wieder eine gute Ausgangslage kosten.“

Nach dem nächsten Auswärtsspiel in Stralsund am kommenden Wochenende empfängt der BBSC am 14. Februar 2026 um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle Straubing.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Sophia Minlend, Noelani Kleiner, Sarah Nur Kayadibi, Romy Birnbaum, Paula Reinisch, Anna-Lena Vogel, Annalena Grätz, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Hanna Christin Lengkey, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte, Melani Ligacheva

Burkhard Kroll/BBSC

Berliner Profifußball im Überblick – nur Hertha holte was Zählbares

Beide Berliner Profimannschaften hatten eigentlich ihre jeweiligen Gegner im Griff und tatsächlich sprang nur ein einziger Punkt heraus.

Nach der Statistik trafen am 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga in Sinsheim, gemessen an der Anzahl der begangenen Fouls, die beiden unfairsten Mannschaften aufeinander. Union spielte bei der TSG Hoffenheim. Im Verlauf des Spiels hatte es den Eindruck, als wollten beide Mannschaften die Statistik bestätigen. Die Unioner foulten 18 Mal und die Hoffenheimer griffen verursachten 11 Freistöße, damit lag das Spiel über dem üblichen Durchschnitt. Ein Foulspiel liegt so manches Mal im Auge des Schiedsrichters und des Kölner Kellers. Ein Foul im Strafraum zieht zwingend einen Strafstoß nach sich. So geschah es in der 42. Minute, Unions Abwehrkante Leopold Querfeld trifft unglücklich Fisnik Asllani, der den Ball aus dem Strafraum befördern wollte. Der fällige Strafstoß war kein Problem für Andrej Kramaric. Bis dahin hatten die Eisernen das Spiel, allerdings nur bis zum gegnerischen Strafraum, im Griff. Nur drei Minuten später lenkte der erfolgreiche Elferschütze per Kopf den Ball ins Tor. Sie brachten in der ersten Halbzeit nichts zustande und führten plötzlich komfortabel. Die Eisernen hatte mit ihrer 5-4-1 Staffelung eigentlich alles im Griff, zum Glück entzieht sich der Verlauf eines Fußballspiels öfter jeglicher Logik. Kein noch so abgebrühter Profi ist vor Fehlern gefeit.

Die zweite Halbzeit begann und Diogo Leite bugsierte das Streitobjekt ins eigene Tor, riesen Matchglück für die TSG Hoffenheim. So lagen die Gäste aus Berlin hoffnungslos hinten und stecken trotzdem nicht auf. Mehr als der Ehrentreffer durch Rani Khedira sprang nicht heraus. Keine erbauliche Tendenz, seit fünf Spielen (drei Unentschieden und zwei Niederlagen) gelang kein Sieg. Der nächste Gegner ist die gerade strauchelnde Frankfurter Eintracht, die seit dem 13. Dezember 2025 nicht mehr gewonnen hat. In Berlin werden sie mit einem neuen Trainer anreisen. Gelingt am Freitag, 6. Februar 2026 wieder ein Sieg?

Hertha holte wenigstens einen Punkt im Eiskeller Olympiastadion. Zunächst, mein Kompliment an die 35.756 zahlenden Zuschauer, die bereit waren sich den Allerwertesten abzufrieren. Sie wurden, bis auf den Gästeblock, nur teilweise belohnt. Das gibt es irgendwie nicht, die Alte Dame schafft es immer wieder, sich selbst in den Fuß zu schießen. Mal wieder wurde ein Vorsprung vergeigt. Sie schaffen eine gute Performance über die gesamte Spielzeit durchzuhalten. Stark angefangen und dann, ja und dann. Zwei saublöde individuelle Fehler holten die Darmstädter zurück in das Spiel. Ab der 70. Minute musste Hertha mit zehn Spielern auskommen. Dawid Kownacki sah nach einem taktischen Foul glatt Rot. Vielleicht hätte es gelb auch getan, er war nicht der letzte Mann. Die Karte war trotzdem keine Fehlentscheidung, wie die gegen Toni Leistner gezeigte im letzten Heimspiel des Jahres gegen Bielefeld. So mussten schlussendlich die Herthaner froh sein, dass wenigstens ein Punkt heraussprang. Auf Schalke konnte sogar ein Pünktchen gut gemacht werden. Acht Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze und sieben Punkte auf den Relegationsplatz und Platz zwei, die Fantasie ist noch beflügelt und die Hoffnung stirbt zuletzt. Es werden dringend Siege benötigt.

Hans-Peter Becker

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Volleyball Sparda 2. Bundesliga Damen: Vilsbiburg hat klar beim BBSC dominiert

Die BBSC Damen haben am Samstagabend (24.01.2026) dem favorisierten Tabellenführer aus Niederbayern kein echtes Paroli bieten können.

BBSC Berlin – Rote Raben Vilsbiburg            0:3 (14, 11, 16)

Vilsbiburg startete auch gegen den Tabellenletzten hoch konzentriert und fokussiert auf das eigene Spiel. Zudem hatte Gästetrainer Gallardo durchaus die Berliner Angriffsvariationen analysiert und seine Abwehr super darauf eingestellt. Von der ersten Minute an liefen die Berlinerinnen einem Rückstand hinterher, weil die Raben in bester Manier die Berliner Angriffe abfingen und selbst kompromisslos punkteten. Die Durchschlagskraft, die die Gäste im Angriff entwickelten, gehört zum Besten, was in dieser Saison in der Hämmerlinghalle vorgeführt wurde. Egal, ob die beiden Amerikanerinnen Burk oder Hatch oder die Bosnierin Huskic zum Angriff vollstreckten, immer war ob der platzierten und druckvollen Angriffen höchste Alarmstufe auf Berliner Seite angesagt. Dabei profitierte Vilsbiburg auch vom gelungenen, schnellen und genauen Zuspiel der langjährig erstligaerfahrenen Pia Fernau.

Dagegen taten sich die Berlinerinnen – diesmal ohne Birnbaum, Götte und Lengkey angetreten – sehr schwer, die Abwehr der Gäste zu überwinden. Sie hatten ohnehin in allen Disziplinen leichte Nachteile, aber der fehlende Angriffsdruck verhinderte das Punkten. Vilsbiburg hat zudem fast ¾ aller Aufschläge auf die erfolgreichste Berliner Außenangreiferin Annalena Grätz gespielt, die schon in dieser Hinsicht Schwerstarbeit zu verrichten hatte – bestens eingestellt auf Ihre Schläge fischte Vilsbiburg auch die Angriffsschläge der Berlinerin in schöner Regelmäßigkeit weg. Dabei kann den Gastgeberinnen nicht vorgeworfen werden, sie hätten nicht gekämpft. Das Publikum sah ein Team, das läuft, kämpft und sich aufrichtet. Sie waren fokussiert und gaben trotz der Niederlagenserie ihr Bestes. Freilich: das reichte nicht, um Vilsbiburg auch nur in Ansätzen in Gefahr zu bringen. Lediglich im 3. Satz hielt der BBSC unter Nutzung eines risikoreicheren Aufschlagspiels bis zum 14:15 mit den Gästen mit, dann machten diese jedoch kurzen Prozess – man hatte ja schließlich noch die lange Fahrt nach Niederbayern vor sich.

Berlins Trainer Manuel Müller konstatierte: „Wir haben uns in dieser Woche sehr stark auf die eigene Organisation und Kontrolle der Highball-Situationen konzentriert und haben dies gegen Vilsbiburg teilweise erfolgreich umgesetzt – in Durchschlaghärte und auch Präzision konnten wir aber zu selten mithalten. So kam es dann immer wieder zu spektakulären Rallies, bei denen am Ende Vilsbiburg häufig am längeren Hebel saß.“

Die MVP Medaillen des Abends gingen an die beiden Libera Paula Reinisch und Emely Brodowsky.

Der BBSC trifft nach 2 weiteren Auswärtsspielen am 14. Februar 2026 um 18:00 Uhr gegen Straubing auf den nächsten niederbayerischen Konkurrenten.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Sophia Minlend, Noelani Kleiner, Sarah Nur Kayadibi, Paula Reinisch, Anna-Lena Vogel, Annalena Grätz, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Melani Ligacheva

Burkhard Kroll

Chancen und chancenlos – Berliner Profifußball am 19. Spieltag

Die Ausbeute war mager für den Berliner Profifußball am 19. Spieltag der laufenden Saison 2025/26. Ein einziges Pünktchen sprang heraus und das ging auf das Konto des Zweitligisten. Bei der Hertha stimmte viel, nur das Ergebnis nicht. Es war ein Déjà-vu des Spiels zuvor gegen Schalke. Im Spiel wurde viel von der Qualität, die in der Mannschaft steckt sichtbar, sie schaffen es aber, merkwürdigerweise, sich selbst ins Knie zu schießen, einfach furchtbar. Im Spiel fehlte zudem ein echter Knipser. Spiel mir das Lied vom Chancentod, es war zum Haareraufen, Zweitligafußball eben. Das 2:2 beim Karlsruher SC war eher eine gefühlte Niederlage

Es läuft bereits die Rückrunde und jeder verlorene Punkt tut jetzt doppelt weh, die ersehnten Tabellenplätze zwei oder drei treiben immer weiter ab. Am 1. Februar 2026 kommt mit Darmstadt ein direkter Konkurrent ins Olympiastadion, da sollte mal wieder ein Sieg gelingen. Schalke hat Federn gelassen und der Relegationsplatz ist mit sechs Zählern Vorsprung aktuell enteilt.

Neben der Treffsicherheit der Stürmer ist hoffen, dass die Vereinsverantwortlichen das Problem beim Einlass für die Nordkurve wieder in den Griff bekommen. Den Anweisungen des Sicherheitspersonals ist Folge zu leisten und das Banner ACAB hat nirgendwo etwas zu suchen. Ein Bundesligastadion ist kein gesetzesfreier Raum. Der Fußball gehört allen Fans.

Nach der Hertha waren die Eisernen dran. Zu Gast war ein Lieblingsgegner, seit dem Aufstieg konnten vier Heimspiele gegen die favorisierte Borussia aus Dortmund gewonnen werden. Es gab auch Spiele, wo sie chancenlos waren und leider gehört jetzt auch die letzte Begegnung in diese Reihe. Die Dortmunder gestatteten den Eisernen viel Ballbesitz (56 %) und wenig Möglichkeiten zum schnellen Umschalten. Die Folge war ein 0 : 3 und Niederlage Nummer sieben in der laufenden Saison. Der nächste Gegner wartet in Sinsheim. Die TSG hat gerade, nach einem schwachen Saisonstart, einen bemerkenswerten Lauf, ungeschlagen seit dem 13. Spieltag und mit einem Nachholspiel auf Platz drei der Tabelle.

Hans-Peter Becker

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Sieg gegen Ingolstadt – Eisbären erobern Platz sechs der Tabelle

DEL Saison 2025/26

42. Spieltag

23.01.2026 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – ERC Ingolstädter Panther 2:1 (0:0/1:1/1:0)

Das Verletzungspech bleibt den Eisbären in dieser Saison treu. „Neben Patrick Khodorenko ist Byron bereits der zweite Berliner Spieler, der die gesamte verbleibende Saison verletzungsbedingt nicht mehr zum Einsatz kommen kann. Zudem kann Cheftrainer Serge Aubin aktuell auch nicht auf die beiden Angreifer Manuel Wiederer und Markus Vikingstad zurückgreifen,“ so zu lesen in einer Pressemitteilung der Eisbären. Jeder Punkt wird gebraucht für die direkte Teilnahme an den Playoffs. Die Olympiapause kommt da gerade recht, bis dahin sind noch neun Punkte zu vergeben. Die ersten von den neun Punkten konnten am Freitagabend, dem letzten Heimspiel vor der Olympiapause unter Dach und Fach gebracht werden.

Beide Teams hatte jeweils nur sechs Verteidiger zur Verfügung, die Gäste konnten vier komplette Sturmreihen aufbieten, die Eisbären hatten lediglich zwei Stürmer in der 4. Reihe. Die Anfangsphase gehörte den Ingolstädtern. Der Sturm der Eisbären kam erst nach sechs Minuten so richtig in Schwung. Ein Überzahlspiel nach 12 Minuten konnten die Eisbären nicht nutzen. Die Gäste aus Bayern, als Tabellenvierter angereist, agierten gefährlicher, hatte doppelt so viele Torschüsse zu verzeichnen. Jonas Stettmer im Eisbärentor war gut beschäftigt. Das Beste am Anfangsdrittel aus Sicht der Eisbären war, es stand 0:0. Die Statistik wies 19 zu 7 Torschüsse für die Panther aus.

Ist da eine Leistungssteigerung möglich? Diese Frage wurde gleich einmal mit einem dicken Jahr beantwortet. Ganze 53 Sekunden war der Mittelabschnitt alt, da hämmerte Ty Ronning die schwarze Scheibe in die Maschen. Die Gäste antworteten drei Minuten später. Johannes Krauß ließ mit einem platzierten Flachschuss dem Eisbären Goalie keine Chance. Mit dem 1:1 wurde das Spiel aus Sicht der Eisbären nicht besser. Sie waren bemüht, immer wieder schlichen sich Ungenauigkeiten im Spielaufbau ein. Über das Powerplay im Mittelabschnitt muss nicht weiter geredet werden.

Nach zwei gespielten Dritteln hatte Jonas Stettmer 31 Schüsse abgewehrt, sein Gegenüber Brett Brochu wurde nur mit 12 Schüssen gefordert. In der letzten Drittelpause ließ Ty Ronning verlauten, dass der Sieg nur an die Mannschaft gehen wird, die mehr will.

Der Schlussabschnitt begann mit einem Powerplay für die Gäste, Liam Kirk wurde wegen eines zu hohen Stocks bestraft. Glücklicherweise zeigten die Ingolstädter hier nicht, dass sie über das immerhin drittbeste Überzahlspiel der DEL verfügen. Ingolstadt schien am Drücker und die Eisbären versuchten auf eigenem Eis zu kontern. Es lief bereits die 50. Spielminute und auf der Videowall hatte sich nichts geändert. Es fehlte der entscheidende push, die Spannung blieb erhalten. Ein Powerplay sieben Minuten vor dem Ende, brachte drei Riesenchancen für die Eisbären. Fünf Minuten vor der Sirene packte Stettmer einen Riesensafe aus. In der 57. Minute passierte es endlich, Marcel Noebels traf zum 2:1. Es war noch nicht vorbei, empty net der Ingolstädter. Es wurde turbulent. In der Schlussminute kassierte Ingolstadts Myles Powell eine Strafe wegen eines Stockschlags, das verschaffte Luft und es reichte für den knappen Sieg. Mit diesem schwer erkämpften Erfolg springen die Eisbären wieder auf einen direkten Playoff-Platz. Hier regiert der EHC skandierten die Fans nach der Schlusssirene.

In der Pressekonferenz gratulierte Mark French den Eisbären zum Sieg. Er hob besonders die Leistungen der beiden Torhüter hervor. Meine Mannschaft konnte das Powerplay nicht wie gewohnt nutzen.

Serge Aubin konnte dem zustimmen. Mit zunehmender Spieldauer wurde deutlich, dass es auf den einzelnen, entscheidenden Spielzug bzw. Fehler ankommen wird.

Hans-Peter Becker

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Fotos: © Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Hildebrand) – Müller, Wissmann (C); Geibel, Mik; Smith, Reinke – Kirk, Pföderl, Ronning; Tiffels (A), Dea, Noebels; Bergmann, Eder, Lancaster; Hördler, Leden – Trainer: Serge Aubin       

ERC Ingolstadt: Brochu (Williams) – Breton, Ellis; Ruopp, Hüttl; Spornberger, Rosa-Preto – Agostino, Powell, Girduckis; Schmölz, Abbandonato, Barber; Sheen, Keating, J. Krauß; Hauf, Pietta, P. Krauß – Trainer: Mark French

Tore
1:0 – 20:53 – Ronning (Kirk) – EQ
1:1 – 23:37 – J. Krauß (Sheen, Hüttl) – EQ
2:1 – 56:22 – Noebels (Pföderl, Mik) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 6 (2, 2, 2) Minuten – ERC Ingolstadt: 10 (2, 4, 4) Minuten 

Schiedsrichter

Marian Rohatsch, Christopher Schadewaldt (Tobias Treitl, Dominic Kontny)

Zuschauer
14.200

Volleyball Sparda 2 Bundesliga Pro Damen: BBSC mit satzgewinnfreiem Wochenende

Nach dem Doppelspieltag in Sachsen kommt der BBSC von den Auswärtsspielen in Markkleeberg und beim VCO Dresden ohne Punkte in die Hauptstadt zurück.

Neuseenland Volleys Markkleeberg – BBSC Berlin           3:0 (23, 14, 22)

Im 1. Satz arbeitete sich der BBSC zunächst eine 23:20 Auswärts-Führung, ehe unter der Anspannung Berliner Ungenauigkeiten in Folge den Gastgeberinnen zum Satzgewinn verhalfen. Frustriert von dem Verlust gelang den Gästen im 2. Satz zunächst überhaupt nichts. Markkleeberg spielte sich in einen Rausch, setzte die Berliner Abwehr mit starken Aufschlägen unter Druck und ehe man es sich versah, führten die Gastgeberinnen mit 17:3. Erst danach kam der BBSC nach einem Zuspielerwechsel wieder in den Rhythmus, doch den Satz konnte man abschreiben. Im 3. Satz hielt der BBSC seine Konzentration zunächst hoch und konnte bis zum 23:22 gut mithalten. Dann jedoch machten die Gastgeberinnen wieder den Deckel zu.

Die meisten Berliner Punkte erzielte Annalena Grätz mit 13 Treffern, die MVP-Medaille erhielt Hanna Lengkey.

VC Olympia Dresden – BBSC Berlin         3:0 (10, 14, 23)

Das zweite Spiel des Wochenendes bestritt der BBSC bei den Talenten des VCO in Dresden. Der BBSC konnte im 1. Satz nur bis zum 6:6 mithalten, danach demonstrierten die Gastgeberinnen, warum sie zur erweiterten Spitze der Liga gehören. Aufschlagserien bis zum 23:9 zeigten die VCO-Dominanz schon allein im Aufschlagspiel, mit der die Annahmekünste der Berlinerinnen nicht mithalten konnten. Mit ähnlichen Problemen ging es in den 2. Satz, als Berlin gleich mit 1:7 zurücklag. Erst danach kamen die Damen aus der Hauptstadt langsam in ihren Rhythmus, doch konnten sie den VCO nicht gefährden. Die Dresdnerinnen ließen im 3. Satz in der Konzentration nach und Berlin hielt das Spiel auch durch die Sicherheit, die Alina Gottlebe-Fröhlich dem Team gab, offen. Bis zum 23:23 blieb man auf Tuchfühlung, holte sich immer wieder den Ausgleich, doch die entscheidenden Punkte sollten wieder die Gastgeberinnen machen.

Erneut wurde Hanna Lengkey zum MVP des Nachmittags gewählt: Sie erzielte mit 5 auch die meisten Treffer auf Berliner Seite.

Berlins Trainer Manuel Müller konstatierte: „Nach einer guten Trainingswoche sind wir wieder am (selbstauferlegten) Druck gescheitert. Mit der klaren Situation am Tabellenende geht es für uns jetzt vor allem darum, dem eigenen sportlichen Anspruch gerecht zu werden und diese bremsenden mentalen Blockaden zu lösen.“

Am kommenden Samstag, den 24. Januar 2026 trifft der BBSC zu Hause um 18:00 Uhr auf den Tabellenführer Rote Raben Vilsbiburg.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Sophia Minlend, Noelani Kleiner, Sarah Nur Kayadibi, Romy Birnbaum, Paula Reinisch, Anna-Lena Vogel, Annalena Grätz, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Hanna Lengkey, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte, Melani Ligacheva

Burkhard Kroll/BBSC

BR Volleys und Joel Banks gehen getrennte Wege

Die Berlin Recycling Volleys reagieren auf den bisherigen Saisonverlauf und haben Cheftrainer Joel Banks mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Der bisherige Assistenzcoach Alexandre Leal wird die Position bis auf Weiteres übernehmen und das BR Volleys Team gemeinsam mit Co-Trainer Markus Steuerwald bereits in das morgige Bundesligaspiel beim SV Warnemünde (14. Jan. 2026 um 18.30 Uhr) führen.

„Nach dem schwierigen Bundesligastart haben wir unsere Tabellensituation zwar inzwischen verbessern können, aber dennoch ist das Spiel unserer Mannschaft weiterhin von einem ständigen Auf und Ab geprägt. Die Ergebnisse stimmen, aber unseren Leistungen fehlt es an Konstanz und Stabilität. Aus diesem Grund haben wir uns zu einer Veränderung innerhalb des Trainerstabs entschieden. Joel hat in den letzten beiden Jahren sehr gut, stets engagiert und überaus erfolgreich für unseren Verein gearbeitet, dennoch sind wir überzeugt davon, dass wir unserem Team mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf neue Impulse geben müssen“, begründet BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand die Personalentscheidung. Banks übernahm mit Beginn der Saison 2023/24 das Traineramt und holte mit den Volleys 2024 und 2025 den Meistertitel, zusätzlich im vergangenen Jahr 2025 den Pokal.

Statt einen neuen Headcoach zu verpflichten, setzen die BR Volleys dabei auf eine interne Lösung. Der Brasilianer Alexandre Leal, bisher als Assistent und Scout tätig, wird sich ab sofort zusammen mit Co-Trainer Markus Steuerwald für die Mannschaft verantwortlich zeichnen. „Beide sind zwar noch jung und ohne Cheftrainererfahrung, haben jedoch in den letzten beiden Spieljahren ihre Qualität unter Beweis gestellt und mit ihrer Arbeit maßgeblich zu den Erfolgen des Teams beigetragen“, erklärt Kaweh Niroomand.

Christof Bernier/BR Volleys

Pressefoto: Niklas Köppen

Volleyball Sparda 2. Bundesliga Damen Pro: Favoriten setzen sich beim BBSC durch

BBSC Berlin – VfL Oythe                0:3 (-18, -19, -22)

Gegen die Gäste aus dem nördlichen Münsterland hatten die Berlinerinnen letztendlich keine reale Chance. Das Berliner Team hielt im 1. Satz bis zum 12:14, im 2. Satz bis zum 14:14 noch mit, ehe die auf Platz 3 der Tabelle platzierten Gäste anzogen und ihre druckvollen Aktionen erfolgreich zum Abschluss brachten. Dabei überzeugten auf Gästeseite vor allem die Diagonale Annelis Tyws, die mit ihrer Schlagvariabilität und – genauigkeit die Berliner Abwehr vor enorme Probleme stellte. Auch die Bulgarin Maria Petkova wie die Polin Dominika Zoltanska zeigten mit ihrer Dynamik und Abgezocktheit, welche Maßstäbe in der 2. Bundesliga Pro angelegt werden. Dabei enttäuschte der BBSC auf keinen Fall. In Annahme und Abwehr zeigten die Gastgeberinnen gute Leistungen, allerdings gelang in den Angriffen zu selten der entscheidende Schlag. Oythe fischte die Berliner Angriffe doch häufig noch irgendwie vom Boden. Die Eigenfehlerquote des BBSC war zudem zu hoch, um die Gäste in Gefahr zu bringen. Dies gelang erst im 3. Satz, als die Gastgeberinnen mit einer 20:18-Führung in die Crunchtime gingen. Nun war es aber an Oythe, die ihre gesammelte Erfahrung in Durchschlagskraft umsetzten und sich den berechtigten 3:0 Auswärtssieg sicherten. Co Trainerin Katharina Kummer, die den erkrankten Manuel Müller vertrat, verwies auf „die deutlich geringere Eigenfehlerquote der Gäste, die letztlich den Unterschied ausgemacht hat“.

Auf Berliner Seite wurde Annalena Grätz (15 Punkte) die MVP Medaille verliehen, aus dem Team des VfL Oythe ragte Annelis Tyws hervor.

BBSC Berlin – BayerVolleys Leverkusen 1:3 (-18, -18, 21, -18)

Nachdem die Leverkusener am Samstag in Stralsund mit 0:3 ein wenig unter die Räder gekommen waren, hatte wohl manch einer auf ein ähnliches Ergebnis in Berlin gehofft. Die Gäste erfüllten diese Hoffnung von der ersten Minute an nicht. Mit hochaggressivem Aufschlagspiel wurde die Berliner Annahme in den ersten beiden Sätzen so unter Druck gesetzt, dass zunächst die Libera Anna-Lena Vogel und später die 17-jährige Melani Ligacheva durch erfahrenere Spielerinnen ersetzt werden mussten. Für Vogel wurde Paula Reinisch gebracht, die mehr Ruhe und Stabilität ausstrahlte, Ligacheva wurde von Alina Gottlebe-Fröhlich ersetzt. Nach den Anfangsphasen der beiden Sätze mit dem Aufschlaggewitter auf Berliner Seite lagen die Gastgeberinnen im 1. Satz schnell mit 5:14, im 2. Satz mit 5:12 zurück, der Rest war für die Leverkusener auch gegen eine sich jeweils stabilisierende und unermüdlich kämpfende Berliner Mannschaft ins Ziel zu bringen.

Der 3. Satz brachte für das Publikum endlich die gewünschten Erfolgserlebnisse. Von Satzbeginn an entwickelte sich ein packendes Spiel beider Teams mit vielen langen Ballwechseln und attraktiven Abwehraktionen, wobei bis zum 16:15 der BBSC nur einen geringen Vorsprung hatte. Doch dann rangen die Berlinerinnen die Gäste mit viel Einsatz und wenig Eigenfehlern zum ersten Satzgewinn des Wochenendes nieder. Ähnlich ging es im 4. Satz weiter – beide Teams schenkten sich nichts und bis zum 10:10 war alles ausgeglichen. Dann drehte Leverkusen wieder auf und holte sich mit den typischen schnellen und druckvollen Angriffsaktionen (Lange sowie Mischo 15 Punkte, Dörschug 14 Treffer) – bestens in Szene gesetzt von der guten Zuspielerin Svenja Enning – die drei Punkte für die Tabelle.

Der BBSC konnte im 3. und bis Mitte des 4. Satzes durchaus gut mithalten, das Team brachte in diesen Abschnitten auch das Publikum zum Jubeln. Leider war die Stabilität dieser Aktionen nicht gegeben und Trainer Manuel Müller ärgerte sich ein wenig, weil sein Team „im 4. Satz doch zu deutlich den Faden verloren hat. Hier haben wir einen Punktgewinn verschenkt.“

Die MVP Medaille des Abends ging für die Gäste an deren Libera, die Berlinerin Tessa Müller, die unspektakulär, aber sehr stabil ihre Rolle interpretierte. Für den BBSC wurde die Medaille an Annalena Grätz verliehen, die in Annahme, Abwehr und Angriff Schwerstarbeit zu verrichten hatte. Neben den meisten Annahmen, die sie zu meistern hatte, kam sie noch dazu, 11 Punkte für die Statistik zu erzielen.

Für den BBSC geht es am nächsten Wochenende mit Auswärtsspielen in Markkleeberg und Dresden weiter, ehe am 24. Januar 2026 um 18:00 Uhr in Köpenick Tabellenführer Vilsbiburg aufschlägt.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Sophia Minlend, Noelani Kleiner, Sarah Nur Kayadibi, Romy Birnbaum, Paula Reinisch, Anna-Lena Vogel, Annalena Grätz, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Hanna Lengkey, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte, Melani Ligacheva

Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Ein Punkt für Urs Fischer

1. FC Union Berlin – FSV Mainz 05 2:2(0:1)

Der 1. FC Union ist mit einem Unentschieden in das neue Fußballjahr 2026 gestartet. Das Spiel gegen den Tabellenletzten aus Mainz war etwas besonders. Urs Fischer, der Aufstiegstrainer der Eisernen, kehrte als Trainer des Gegners wieder an die Alte Försterei zurück. Auf der Trainerbank der Gäste saß neben Fischer auch wieder Markus Hoffmann, der ihn auch während der Zeit bei den Eisernen als Co-Trainer zur Seite stand. Bei den Mainzern soll das Schlimmste verhindert werden. Mit lediglich einem einzigen Sieg in der laufenden Saison soll eine Aufholjagd gestartet werden. Das rettende Ufer ist nicht unerreichbar. Fast wäre ihnen gegen den 1. FC Union der zweite Saisonsieg gelungen. Bis zur 78. Minute führten die Mainzer mit 2:0. Mit Moral und etwas Matchglück entriss die Baumgart-Truppe Fischers neuem Team den Sieg. Die Torschützen für Union waren die eingewechselten Woo-Yeong Jeong und Marin Ljubicic. In der Schlussphase des Spiels stellten sie auf 2:2 und sorgten für lange Gesichter im Lager der Mainzer. Ein Unentschieden als gefühlte Niederlage, während die Eisernen sagen konnten, Ende gut, alles gut für diesen Spieltag.

Den Torreigen eröffnete der Mainzer Nadiem Amiri mit einem Move der Weltklasse, den Ball mit rechts angenommen und einer fließenden Bewegung mit seinem schwächeren linken Fuß vollendet. Die zwischenzeitliche 2:0 Führung besorgte ausgerechnet Benedict Hollerbach. In der Alten Försterei erzielte sein erstes Tor für Mainz 05. Nach dem Spiel gab es für Fischer und Hoffmann eine Menge Hände zu schütteln, alte Bekannte wurden begrüßt. Wenigstens dafür war das 2:2 das geeignete Ergebnis. In der Pressekonferenz nach dem Spiel zeigte sich Fischer verständlicherweise unzufrieden mit dem Ergebnis. So richtig helfen den Mainzern nur Dreier.

Die Rückrunde wird in der jetzt anstehenden englischen Woche abgeschlossen. Die Mainzer empfangen zu Hause den Tabellenvorletzten 1. FC Heidenheim zum Abstiegsgipfel, während die Eisernen zwei Auswärtsspiele vor der Brust haben. Zunächst beschließen sie die Hinrunde in Augsburg. Am kommenden Sonntag, 18.01.2026 wartet der VfB Stuttgart, hoffentlich macht das Wetter keinen Strich durch die Terminplanungen.

Hans-Peter Becker

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Foto: © Hans-Peter Becker