Fünf Spielausfälle in der Regionalliga Nordost nerven

Die Tabelle gerät durcheinander und die Vorbereitung der Vereine ebenfalls. Am 24. Spieltag fielen drei Spiele aus. Auerbach – Viktoria 89, Lichtenberg 47 – Chemie Leipzig und Altglienicke – Nordhausen. Zwei Nachholspiele, Lichtenberg 47 – Meuselwitz und Nordhausen – Babelsberg 03 konnten ebenfalls nicht ausgetragen werden.  Wie’s künftig weitergeht, da stehen sogar in Berlin Fragezeichen sowohl im Poststadion als auch in der HoWoGe-Arena. Bekommt eventuell sogar Hertha II kurzfristig die Absage für das Freitagspiel in Nordhausen? 

Der sportliche Überblick: Der 1.FC Lok Leipzig hat sich mit drei Punkten Vorsprung und nur 22 Spielen an die Tabellenführung geschossen, gewann 3:1 (22.Spieltag) gegen Auerbach, ebenfalls 3:1 bei Optik in Rathenow (23.) und am 24.Spieltag 4:2 gegen Meuselwitz. Das sind nunmehr 47 Punkte, während Cottbus 2:3 in Auerbach patzte, aktuell aber 4:0 gegen Rathenow gewann. Energie hat nach 22 Spielen 44 Punkte und muss jetzt nach Meuselwitz (Tab.11., 24 Punkte).

Am 23. Spieltag gab es zwei Berliner Derbys. BAK 07 – Hertha II 3:1 und BFC Dynamo – VSG Altglienicke 1:2. Das sind für Altglienicke ebenfalls 44 Punkte. Schade, dass die Partie gegen Nordhausen ausfiel.  Jetzt muss Altglienicke, immerhin Tabellenzweiter, zum zwölften Chemie Leipzig. Das wird kein Zuckerschlecken. Doch Altglienicke konnte bisher bereits sechs Auswärtssiege verbuchen und spielt eine sehr beachtenswerte, gute  Saison. Schade, dass am 22. Spieltag aus Sicht der VSG das Derby 1:3 gegen BAK 07 1:3 verloren ging. Da holte übrigens Viktoria 89 ein 2:2 in Cottbus bei der aufstiegswilligen Energie-Mannschaft.

Am Samstag, 7.3.2020 13.30 Uhr, heißt es nun Babelsberg 03 (Vorletzter, nur 14 P.)  – Lichtenberg 47 (10., 25.P.), jedoch nur 21 gespielte Partien. Interessant wird aus Berliner Sicht, wenn denn gespielt wird, der Sonntag mit Berliner AK 07 (7.) – 1.FC Lok Leipzig. Da müssen sich die Sachsen warm anziehen. Heimvorteil hat bei bisher nur 20 Spielen Viktoria 89 (8., 29 P.) im Stadion Lichterfelde gegen Union Fürstenwalde (5.).  Der BFC Dynamo hat bereits 23 Spiele und ist spielfrei und wird darüber keineswegs traurig sein.

Christian Zschiedrich

Viktoria 89 kann durchatmen, Wacker Nordhausen bekommt die Rute

Das Sportliche zuerst: Viktoria 89 schlägt Chemie Leipzig mit 1:0. Das Spiel des 19. Spieltages Wacker Nordhausen – Babelsberg 03, dem letzten vor der Winterpause, ist ausgefallen. Die große Spielerflucht ist jetzt wohl zu Weihnachten in Thüringen zu befürchten. Wackers Präsident  Nico Kleofas beantragte beim Amtsgericht Mühlhausen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Die Rede ist von unfassbaren elf Millionen Euro Schulden. Mit dem Insolvenzverfahren steht fest, Wacker Nordhausen werden neun Punkte abgezogen. Heißt: Runter auf Tabellenplatz 12. Mangels Masse könnte es sein, dass ein Insolvenz-Verfahren gar nicht erst eröffnet wird. Der Club war in den vergangenen Jahren stets mit Aufstiegsambitionen ins Rennen gegangen. Eine Spielbetriebs-GmbH wurde ausgegliedert, so das Wackers U 23, die nur eine Klasse tiefer in der Oberliga Süd spielt, wie der Gesamtverein, nicht betroffen ist.  

Offiziell dagegen beendet ist das Insolvenzverfahren des FC Viktoria 89. Der von den Gläubigern mit großer Mehrheit angenommene Insolvenzplan war entscheidend dafür, die Himmelblauen wieder in die Selbständigkeit zu entlassen. Die 1. Mannschaft ist in eine GmbH ausgegliedert worden. Die 1. Frauenmannschaft, die U17 und die U19, die allesamt vordere Plätze in der Regionalliga belegen, gehören nunmehr dieser Gesellschaft ebenso an. Die 1. Mannschaft steht mit 27 Punkten auf Rang Sieben.

Erholt von der 0:3-Schlappe gegen Cottbus hat sich die VSG Altglienicke, 39 Punkte, Platz drei. Die Berliner feierten den höchsten Auswärtssieg seit ihrer Regionalliga-Zugehörigkeit. Es war ein 5:0-Sieg beim Tabellenzehnten in Auerbach.

Energie Cottbus stand nach dem 6.S pieltag auf Platz 11 der Tabelle. Mit dem 3:1-Sieg gegen das mit fünf Profis verstärkte Hertha-U 23 Team holten die Lausitzer 35 von möglichen 39 Punkten, sind nunmehr, mit 42 Punkten Tabellenführer vor dem 1. FC Lok Leipzig mit 40 Punkten.

Unmittelbar hinter Hertha reiht sich der BFC Dynamo mit jetzt 31 Punkten auf Platz 5 ein, ein souveräner 4:0-Sieg gegen Schlusslicht Bischofswerdaer FV gelang im letzten Spiel des Jahres. Am 26. Januar muss der BFC nach Leipzig zu Chemie. Weiter geht es im neuen Jahe erst am Freitag, 31. Januar. Der Berliner AK reist zur Germania nach Halberstadt. Alle anderen Partien sind am 1. und 2. Februar 2020 angesetzt.

Christian Zschiedrich

Herbstmeister VSG Altglienicke

Die Tabellenführung, so beeindruckend sie sein mag, damit gerechnet hatte vor Saisonbeginn kaum jemand, sie besteht mit 36 Punkten „nur“ aufgrund des besseren Torverhältnisses 44:21 gegenüber dem Tabellenzweiten Energie Cottbus mit 41:26.

Energie gewann 2:0 bei Lichtenberg 47 und Altglienicke schaffte zu Hause immerhin ein 2:2 gegen den 1. FC Lok Leipzig, dem Tabellendritten mit 34 Punkten.  Ein Höhepunkt kommt am Samstag, 07.12.19, 13.30 Uhr, für Altglienicke, die VSG freut sich auf Energie Cottbus zum Match Erster gegen Zweiter. Kompliment, wer dieses Regiebuch geschrieben hat.

Erfreulich aus Berliner Sicht, der 1:0-Erfolg vom FC Viktoria 89, Torschütze Menz (40.), bei Wacker Nordhausen, vor 457 Zuschauern. Mit den drei entführten Punkten kommt Viktoria aktuell auf 24, Tordifferenz plus 5 und klettert damit vor Lichtenberg 47 auf Platz acht. Einen Zähler dahinter hinter ist der BFC Dynamo platziert, unter der Woche gewann der BFC Dynamo gegen Wacker Nordhausen vor 731 Zuschauern mit 3:1. Lukas Brumme erzielte alle drei Tore. Nordhausen war durch Pichinot 1:0 in der neunten Minute früh in Führung gegangen.

Einen weiteren Sieg erzielte der Berliner AK mit 4:0, vor 1.508 Zuschauer in Babelsberg. Drei Tore in Folge, aber nicht in einer Halbzeit markierte Cigerci (14., 40. Und 67.). Kahraman steuerte das 4:0 bei. . „Innerhalb des Kaders gab es Querelen“ begründet Trainer Dirk Kunert, der fünf Spieler in der Woche vor dem Match bis zum Jahresende vom Spiel und Training suspendierte, darunter der beste Saison-Torschütze Pierre Merkel (sieben Treffer), Niklas Brandt, Oliver Hofmann, Kay Michel und Marcus Mlynikowski.

Zwischen Lok Leipzig und Wacker Nordhausen platzierte sich die Mannschaft von Andreas Zecke Neuendorf, Hertha BSC II, belegt Platz 4 mit 33 Punkten. Bereits am Freitag, 6.12. ab 18 Uhr, kommt der 1. FC Lok Leipzig ins Amateurstadion. Am Samstag, 7.12. um 13.30 Uhr, ist zeitgleich mit Altglienicke – Cottbus der Berliner AK beim Tabellenletzten Bischofswerdaer FV angesetzt.

Am Sonntag, 8.12. 13.30 Uhr, stehen drei weitere Spiele mit Berliner Beteiligung auf dem Programm: RW Erfurt – Viktoria 89, Lichtenberg 47 – VfB Auerbach und im Karl-Liebknecht-Stadion heißt es Babelsberg 03 (Tabellenvorletzter) – BFC Dynamo.

Christian Zschiedrich

13. Regionalliga-Spieltag

Die 13 ist für Viele eine Glückszahl. Der Aberglauben kann aber auch genau das Gegenteil bewirken. Hertha II und Altglienicke führen weiter ein fünfköpfiges Feld an, obwohl sie Federn ließen. VSG Altglienicke verlor sogar 1:2 im Berlin-Derby gegen Lichtenberg 47. Dennoch stehen sie mit 28 Punkten auf Platz Zwei. Hertha holte in Halberstadt beim 2:2 wenigstens einen Punkt und ist mit 29 Punkten Tabellenführer. Beide Berliner Clubs haben den 1.FC Lok Leipzig (28 P.), Energie Cottbus (26 P.) und dazu Wacker Nordhausen (23 P.) im Nacken. Lok gewann 3:0 beim Bischofswerdaer FV, Energie entführte aus Babelsberg (0:1) die drei Punkte und Wacker Nordhausen fertigte Optik Rathenow gar 4:0 ab.

Abgeschlagen ist der Bischofswerdaer FV mit nur fünf Punkten alsTabellenletzter. Abstiegsgefährdet sind Babelsberg 03, Vorletzter (8 P.), Optik Rathenow (16., 11 P.) und Germania Halberstadt (15., 12 P.). Oben geht es wesentlich enger zu. Zum kommenden 14. Spieltag werden drei spannende Berlin-Derbys  erwartet, deren Ausgang schwer vorhersehbar ist.

Freitag, 1.11. ab 19.00 Uhr, Amateurstadion Hertha BSC – Lichtenberg 47 (10.), Samstag, 2.11. Jahnstadion, 13.30 Uhr trifft die VSG Altglienicke auf den FC Viktoria 89 und am Sonntag, 3.11. 13.30 Uhr, Poststadion,  Berliner AK – BFC Dynamo.

Der BAK 07 scheint mit 16 Punkten (9.) trotz Trainerwechsel, Dirk Kunert führt jetzt Regie, aus dem Aufstiegsrennen zu sein. Dirk Kunert war von der 2:4-Niederlage bei Viktoria 89 sehr enttäuscht. Es scheint in dieser Saison an Qualität zu mangeln.

Derzeit im Mittelmaß und von den übrigen Berlinern am besten platziert ist Viktoria (7., 20 P.), es folgt der BFC Dynamo (8., 18 P.), BAK 07 (9., 16 P.) und Lichtenberg 47 (10., 16 P.). Der BFC Dynamo gewann immerhin 2:0 gegen ZFC Meuselwitz. was gelingt am Sonntag, 3.11. im Poststadion bei den Moabitern.

Christian Zschiedrich

Berlin-Derby, Lichtenberg 47 – FC Viktoria 89

Von den fünf Berliner Regionalliga-Clubs ist in den Landespokalspielen bisher nur Lichtenberg 47 ausgeschieden und das im Derby gegen Titelverteidiger Viktoria 89 mit 0:3. Die VSG Altglienicke gewann 5:2 beim 1.FC Wilmersdorf,  der BFC Dynamo 5:0 bei Berolina Stralau, ebenfalls 5:0 siegte der 1.FC Wilmersdorf. Jetzt aber heißt es für die Liga weiter Meisterschaftspunkte zu sammeln. 

Tabellenführer TSG Altglienicke, gemeinsam mit Hertha BSC II, je 25 Punkte, empfängt Germania Halberstadt (13.), Samstag, 19.10. 13.30 Uhr. Hertha hat auch ein Heimspiel am Sonntag, 20.10. 13.30 Uhr, Amateurstadion, gegen Union Fürstenwalde (6., 17 P.). Drei Samstagspiele stehen noch auf dem Programm: Der BFC Dynamo auswärts bei Optik Rathenow (Vorletzter, 8 P.), Berliner AK 07 auswärts in Meuselwitz beim ZFC und schließlich das Berlin-Derby Lichtenberg 47 – FC Viktoria 89, 13.30 Uhr, Howoge-Arena „Hans Zoschke“.  

Das Ausscheiden im Pokal ist für den Aufsteiger Lichtenberg 47 nicht tragisch. Jetzt konzentriert man sich umso mehr auf den Meisterschaftsbetrieb. Mit dem Erreichten sind sie bisher zufrieden, sie liegen im Soll. Mit Interesse verfolgt werden noch die beiden Sonntagsbegegnungen 1.FC Lok Leipzig (3. 22 P.) gegen Babelsberg 03 (17., 8 P.) und Energie Cottbus (5., 20 P.) – Chemie Leipzig (11., 12 P.).

Christian Zschiedrich 

Hertha BSC und Altglienicke punktgleich an der Tabellenspitze

Tab.RL NO Sp.Diff.   Pkt.  
1 H.BSC 11  23   25  
2 Altgl. 11 17 25
3  Lok L. 11 6 22
7Vikt. 89 10 4 15
8        BFC 11   -6 15
9 BAK 11 0 13
12   L. 47 11   -212

2 Berliner Vereine H.BSC + Altglienicke punktgleich an der Spitze. Ebenfalls punktgleich Viktoria 89 + BFC Dynamo, Rang 9 BAK 07,m keinesfalls gefährdet Lichtenberg 47 (12.).

Aufsteiger Lichtenberg 47 holte bereits am Freitagabend beim 1:1 in Halberstadt den achtenswerten Punkt. Das Heimspiel von Viktoria 89 gegen Meuselwitz war abgesagt worden. Der BFC Dynamo gewann 2:0 über den VfB Auerbach. Übrigens mit dem gleichen Ergebnis endete das Leipziger Derby Chemie gegen Lok 2:0.

Der  Berliner AK ließ beim 1:1 im Poststadion zwei Punkte liegen, erzielte gegen Optik Rathenow nur ein 1:1. Unaufhaltsam marschiert VSG Altglienicke, holte auch die drei Punkte, siegte auswärts 2:1 gegen Union Fürstenwalde und teilt sich nunmehr nach elf Spielen mit 25 Punkten die Tabellenführung mit Hertha BSC. Das Team von Zecke Neuendorf siegte souverän, man höre und staune, 7:2 (4:2) beim Bischofswerdaer FV.

In der Regionalliga Nordost wird verständlicherweise zumindest mit einem Auge geschaut, was macht Absteiger Energie Cottbus. Die Mannen um Pele Wollitz nahmen die schwere Hürde in Nordhausen, gewannen 2:1 gegen Wacker und stehen jetzt auf Rang 5 mit 20 Punkten. Nach vermasseltem Start ist da noch nicht aller Tage Abend. Am 20.10. empfangen die Cottbusser die BSG Chemie Leipzig.

Hertha hat an dem Tag um 13.30 Uhr ein Heimspiel gegen Union Fürstenwalde. Tags zuvor, 19.10. hat VSG Altglienicke zu Hause gegen Germania Halberstadt (zu gewinnen). Zur gleichen Stunde muss diesmal Viktoria 89 ran. Berlin-Derby Lichtenberg 47 – Viktoria 89. Zwei Auswärtsspiele stehen für BAK 07 und BFC Dynamo an. 07 in Meuselwitz und der BFC in Rathenow.

Christian Zschiedrich

Regionalliga 9.Spieltag, jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen

Der 1.FC Lok Leipzig ist zwar die einzige noch ungeschlagene Mannschaft, doch zwei Berliner Vereine stehen besser da: VSG Altglienicke gewinnt 4:0 in Babelsberg vor 2068 Zuschauern und hat aufgrund des besseren Torverhältnisses den dritten Tabellenplatz vor Lok Leipzig inne. In neun Spielen erzielten sie beachtliche 23 Tore. Die zweithöchste Quote. Mehr hat nur der Tabellenführer und der heißt Hertha BSC II: 21 Punkte und 28:10 Tore. Die neunte Partie bei Chemie in Leipzig wurde vor 3045 3:1 gewonnen. Und warum konnte der 1.FC Lok nicht mithalten? Der BFC Dynamo hatte im Jahnstadion etwas dagegen, blieb  gegen Lok auch im sechsten Spiel sieglos. 1744 Zuschauer sahen kein einziges Tor. Die Leipziger versteinerten wieder im Jahnstadion. Der letzte Auswärtssieg über Dynamo datiert aus dem Jahr 2000. Auch gegen die VSG Altglienicke konnten die Leipziger im Jahnstadion nicht gewinnen. Fußballer sollen ja abergläubisch sein.

Was Herthas Zweite unter Zecke Neuendorf abliefert ist mehr als beachtlich. Doch das Spiel auf besonderem hohen Level und dazu mit spektakulärsten Aktionen fand vor 1122 Zuschauern im Poststadion statt. Es endete zwischen dem Berliner AK und Energie Cottbus 2:2. Beide Clubs drängen, wollen zur Spitze. Neun Punkte liegt der BAK mit Dirk Kunert jetzt bereits hinter Spitzenreiter Hertha BSC. Da helfen im Grunde nur noch Siege. Die Moabiter standen auch kurz davor, führten bis zur 92.Minute 2:1 und kassierten in der Nachspielzeit durch Taz den Ausgleich. Die Cottbusser haben jetzt nach schwachem Start eine bärenstarke Mannschaft und das Treffen hatte in der Tat Top-Niveau.  Ziel ist der Aufstieg. Der 6.Tabellenplatz mit 14 Punkten lässt noch einiges erwarten.

Torlos endete die Partie im Lichterfelder Stadion vor nur 276 Zuschauern gegen den Beinahe-Absteiger Optik Rathenow. Dennoch 12 Punkte und Tabellenplatz Sieben für den FC Viktoria 89, aufgrund des besseren Torverhältnisses ein Platz besser als BAK 07 und punktgleich mit dem BFC Dynamo (9.), das lässt sich sehen. Nur ein Berliner Club verlor diesmal. Etwas abgefallen ist Aufsteiger Lichtenberg 47. Tabellenplatz 11 mit 11 Punkten. Beim Bischofswerdaer FV setzte es eine 0:2-Niederlage. Insgesamt gesehen stehen die Berliner Vereine keineswegs schlecht da, mit Recht sogar voller Zuversicht.

Christian Zschiedrich

Trotz Niederlage bleibt Hertha in der Regionalliga vorn

Aus Berliner Sicht 3 Niederlagen (Inklusive dem Nachholspiel Lichtenberg 47 – Optik Rathenow 0:1), 3 Unentschieden und ein Sieg von einer Mannschaft, die in dieser Saison positiv überrascht: VSG Altglienicke schlägt Chemie Leipzig und hat nunmehr 16 Punkte nach acht Spielen. Die weiteren Berliner Platzierungen:

Hertha BSC Tabellenführer, VSG Altglienicke 4., FC Viktoria 89 7., BAK 07 punktgleich (11 P.) 8., ebenso Lichtenberg 9., ebenso 11 P. BFC Dynamo 10.. Die Spiele im Einzelnen: Hertha BSC – Wacker Nordhausen 0:2, Rot Weiß Erfurt – BFC Dynamo 2:1, 1.FC Lok Leipzig (2.) – Berliner AK 07 2:2, Lichtenberg 47 – Babelsberg 0:0, VSG Altglienicke – Chemie Leipzig 3:2.

Neben VSG Altglienicke besonders erwähnenswert, die Liga präsentiert sich in dieser Saison ausgeglichen. Dem BFC Dynamo reichte in Erfurt nur eine gute Halbzeit nicht. BAK führte zweimal, am Ende reichte es nur zu einem Remis – trotz des neuen Fußball-Lehrers Dirk Kunert, der sogar von Jürgen Röber in der Zusammenarbeit sehr geschätzt wurde, der es nun nach Ersan Palatan bei BAK richten soll. Trotz der Verstärkung im Mittelfeld durch Kahraman und Cigerci  warten die Moabiter seit fünf Spielen auf einen Sieg.

Demzufolge wird die Partie am Freitag BAK o7 – Energie Cottbus im Poststadion zum Wahrsager, denn die Pele Wollitz Truppe hat sich nach schwachem Start plötzlich zum Verfolger in Sachen Aufstieg entwickelt. Energie hat bereits 20 Treffer erzielt, was für eine starke Offensivkraft spricht. Im Heimspiel gegen Meuselwitz lagen die Cottbusser nach 82 Minuten 0:2 zurück, um dann doch noch zu gewinnen. Der Siegtorschütze Jan Koch hatte in der vergangenen Saison alle 34 Spiele für den Berliner AK bestritten und trifft nun auf seine Ex-Kollegen.  

Beim torlosen Remis zwischen Lichtenberg 47 und Babelsberg 03 kam keine lange Weile auf. Das am 4.9. vorgezogene Match von Hertha BSC 0:2 gegen Wacker Nordhausen ließ die zum Titelkandidaten erhobenen Herthanert schwach aussehen. Die Gäste gewannen vor 759 Zuschauern verdientermaßen. Zecke Neuendorf kommentierte (in Ausrede) – immerhin 18 Punkte in acht Spielen – der Aufstieg sei nicht das Ziel.

Die Tabelle ist begradigt. Der 9.Spieltag mit den interessanten Paarungen: Freitag, 17.oo Uhr Poststadion BAK 07 – Energie Cottbus, 19.oo Uhr, Babelsberg – VSG Altglienicke, Samstag 13.30 Uhr, Viktoria 89 – Optik Rathenow, Bischofswerdaer FC – Lichtenberg 47, Chemie Leipzig – Hertha II, Sonntag 13.30 Jahn-Stadion, BFC Dynamo – 1.FC Lok Leipzig.

Christian Zschiedrich

Wie bitter für Energie Cottbus

Ärgerlich auch für Optik Ratenow, der Abstieg von der Regionalliga in die Oberfliga ist damit besiegelt. Die Spieler von Ingo Kahlisch rannten unmittelbar nach dem 2:2 gegen Hertha BSC II zum Fernseher, um die Nachspielzeit zwischen Eintracht Braunschweig und Energie Cottbus mitzuerleben. Energie Cottbus schaffte es nicht, es blieb beim 1:1. Tragisch, mit 45 Punkten abzusteigen und noch tragischer, dass Eintracht Braunschweig und Sonnenhof Großaspach als Nichtabsteiger auch nur 45 Punkte haben.

Leidvoll, tief traurig, Energie fehlte ein einziges Törchen. Dabei wäre der Verbleib in Liga Drei aus wirtschaftlichen Gründen so wichtig gewesen. Die Zukunft ist ungewiss. Eine kleine Hoffnung besteht, im bevorstehenden Länderpokalfinale im Vogelsang-Stadion zwischen Optik Rathenow und Energie Cottbus. Der Gewinner baut dann in bescheidener Form auf das vom DFB im Pokal ausgeschüttete Geld. Coach Ingo Kahlisch hat spontan versprochen, für die Oberliga: „Wir werden auch künftig unseren Prinzipien treu bleiben!“ Und Energie? Ein dickes Fragezeichen.

Glückwunsch an den Meister und Aufsteiger Chemnitzer FC, der die größten finanziellen Probleme überwunden hat und zum Abschied aus der Regionalliga Nordost den Bischofswerdaer FV mit 7:0 überrannte. Der BFC Dynamo dagegen verlor sein letztes Spiel mit 0:2 gegen RW Erfurt und landete auf Platz 12. Die VSG Altglienicke ist dem Abstieg mit guter Moral und 39 Punkten auf Platz 14 entronnen.

Das Berlin-Derby BAK 07 – Viktoria 89 endete 2:0. BAK untermauerte Platz Zwei mit 70 Punkten, Viktoria 89 (43 Punkte, Platz 11) schließt einen Punkt besser als der BFC Dynamo ab. Beide Berliner Vereine äußerten sich hinblickend auf die neue Saison sehr zuversichtlich. Hertha BSC II verabschiedete ihren Trainer Ante Covic, befördert zum Hertha-Chef-Coach bei den Profis. Der Platz 4 mit 57 Punkten lässt sich bei den „Amateuren“ sehen.

Christian Zschiedrich

Letzter Spieltag in der 3. Liga

Der VfL Osnabrück (76 Punkte) und der Karlsruher SC (71 Punkte) stehen als Aufsteiger in Liga Zwei fest. Auch, dass Wehen Wiesbaden die Relegationsspiele – wahrscheinlich gegen FC Ingolstadt oder den SV Sandhausen – erreicht hat. Am letzten Spieltag entscheidet sich allerdings erst, wer absteigt. Der VfR Aalen (30 Punkte) ist weg. Der Tabellenletzte machte Energie Cottbus bei dessen 2:1-Sieg das Leben ordentlich schwer. Mit dem Heimsieg erzielte Cottbus immerhin 44 Punkte, Platz 15 und ist jetzt nur noch von Großaspach (42 Punkte) einholbar. Sonnenhof Großaspach (Tabellen17.) gewann mit 5:2 gegen FSV Zwickau, steht aber auf dem vierten Abstiegsplatz unter dem Strich. Das könnte sich am letzten Spieltag ändern. Die Lage hat sich unten weiter zugespitzt. Fortuna Köln (39 Punkte) ist infolge der 2:3-Niederlage bei 1860 München auch abgestiegen, empfängt aber nun Großaspach am 38. Spieltag. Wie verhält es sich mit Einsatzwillen bei bereits abgestiegenen Mannschaften? Gewinnt Großaspach und verliert Cottbus oder Jena, dann wäre Großaspach gerettet. Energie Cottbus muss nach Braunschweig und Eintracht ist mit ebenfalls 44 Punkten noch gefährdet. Ich glaube nicht an einen Nichtangriffspakt.

Selbst der Drittletzte, Sportfreunde Lotte, hat rechnerisch mit 40 Punkten bei Berücksichtigung des Torverhältnisses noch geringe Möglichkeiten. Sie verloren 0:3 in Unterhaching und empfangen nun die Würzburger Kickers.

Unterhaching (45 Punkte) hat damit den Klassenerhalt geschafft, es fragt sich jedoch, welchen Kampf liefern die Würzburger ab, bei denen es um nichts mehr geht. Carl Zeiss Jena (43 Punkte) hat mit dem 1:0-Auswärtssieg beim SV Meppen am vorletzten Spieltag das rettende Ufer erreicht, muss es aber im Heimspiel gegen 1860 München auch bestätigen. Hinsichtlich der Folgen für die Regionalliga Nordost wäre es wünschenswert, dass Jena und Cottbus in der 3. Liga verbleiben. Es wird weiter gezittert.

Christian Zschiedrich