125 Jahre Berliner Fußball-Verband

Der Berliner Fußball-Verband beging am 11. September im Roten Rathaus mit einem Festakt ein stolzes Jubiläum, seinen 125. Geburtstag. Für den „roten Faden“ zur bewegten Geschichte des organisierten Fußballs sorgte Moderator Florian Zschiedrich vor zahlreichen Gästen aus den Mitgliedsvereinen, dem Berliner Sport, der Wirtschaft und Politik. Bei der Vielzahl der anwesenden Prominenz können hier nicht alle erwähnt werden. Zu Beginn sei zunächst DFB-Präsident Bernd Neuendorf genannt.

Der Berliner Fußball-Verband ist der älteste Landesverband Deutschlands. Der BFV ist sogar älter als der DFB. In Berlin wurde halt schon immer guter Fußball gespielt.

Seit fast 18 Jahren führt Bernd Schultz den Berliner Fußball Verband. Im Dachverband organisiert sind über 3.500 Mannschaften, mit mehr als 170.000 Mitgliedern, in 382 Vereinen. Es ist der größte Sportfachverband in der Bundeshauptstadt. Trotz der Pandemie stieg die Mitgliederzahl des BFV weiter an. Besonders sei auf die Erfolge im Berliner Jugend-Fußball verwiesen.

Moderator Florian Zschiedrich schlug einen Bogen von der Vergangenheit bis in die Zukunft. „In einer gespaltenen und später wiedervereinigten Stadt hat insbesondere der Fußball in diesen 125 Jahren ganz viel erlebt und durchgemacht. 125 Jahre voller Hoch- und Tiefpunkten. Umso erfreulicher der heutige Tag, der Festakt „125 Jahre BFV“ hier im Roten Rathaus“!

„Genau genommen feiern wir heute sogar Geburtstag. Denn auf den Tag genau am 11. September wurde vor 125 Jahren, 1897, der Vorgänger des heutigen BFV gegründet, der Verband Deutscher Ballspielvereine (VDB). Konkret: Von sieben Berliner Vereinen im „düsteren Keller, der Vereinskneipe des BFC Preussen, im heutigen Kreuzberg in der Bergmannstraße. Es war eine Versammlung im geselligen Rahmen, mit Menschen, die respektvoll und freundschaftlich miteinander umgegangen sind – genauso wie wir heute hier zusammenkommen“.

Die Historiker Daniel Küchenmeister und Thomas Schneider haben geforscht und an der Ausstellung sowie der Festschrift mitgewirkt. Sie haben, was die Rolle des BFV während der Zeit des Nationalsozialismus betrifft, noch viele offene Fragen gefunden. Warum hat der Verband, die Zeit der NS-Diktatur nicht durch eine historische Studie aufarbeiten lassen?

Der Berliner Fußball-Verband als Nachfolger des Verbandes Berliner Ballspielvereine (VBB) bekennt sich dazu, dass während der Zeit des Nationalsozialismus im Berliner Fußball, in den Vereinen und im Verband Unrecht geschehen ist. Er erklärt, dass die Geschehnisse, insbesondere den Ausschluss der jüdischen Mitglieder im Jahr 1933 kritisch hinterfragen sowie seine Rolle während der NS-Diktatur durch eine historische Studie aufarbeiten lassen will.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf ging in seinem Beitrag speziell auf den Frauenfußball ein. „Wir haben die Rückmeldung bekommen, dass viele Mädchen in die Vereine eintreten wollen. Wir müssen dafür die Infrastruktur schaffen. Das ist auch ein aktuelles Thema“.

Fotos: © 2022 Frank Toebs

Als Gäste konnten unter anderen, Andreas Geisel, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen; Thomas Härtel, Präsident des LSB Berlin; Otto Höhne, BFV-Ehrenpräsident und aktiver Präsident von 1990 bis 2004, jetzt im Alter von 96 Jahren, mit einem Sonderapplaus bedacht und Luise „Lu“ Pfannenschmidt, mit 99 Jahren ältestes Mitglied des BFV, begrüßt werden. Luise Pfannenschmidt war viele Jahre Jahrzehnte aktiv beim FC Viktoria 1889, sogar im Alter von 73 Jahren Präsidentin des Vereins. Unter den Gästen war auch Uwe Hammer. Ihm gebührt das Verdienst, als BFV-Präsident von 1982 bis 1989, nach dem Fall der Berliner Mauer, die Pokalendspiele nach Berlin geholt zu haben. Herzlich begrüßt wurde der ehemalige Schiedsrichter Peter Gabor. Er leitete 158 Bundesliga-Spiele und 1987 das DFB-Pokalendspiel zwischen dem HSV und den Stuttgarter Kickers. Bis heute wurde das Pokalfinale 44 Mal im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Christian Zschiedrich

„Icke“ Thomas Häßler, Berlin United und der BFC Preussen

Jetzt in der Sommerpause, in der viele Redaktionen und TV-Sender wie die Bundesliga in der Sommerpause Kraft schöpfen, vernehmen wir ungewöhnliche Kapriolen von Aufsteiger Berlin-United in Form von Manager Stefan Teichmann. Schließlich hat Thomas Häßler mit dem Club Italia, umgetauft in Berlin-United, in drei Jahren zwei Aufstiege geschafft. Ist Stefan Teichmann der Ansicht, die Mannschaft wäre auch ohne Trainer aufgestiegen ? Derlei Aussagen gab es ja mal zu Beckenbauers Zeiten bei Bayern München in den anfänglichen Erfolgsjahren. Doch drei Jahre bei United, da spricht das Durchhaltevermögen eines Trainers gegen eine solche Annahme. Auch für ein Imagegebaren, man schmückt sich mit einem Weltmeister, ist die Zeit um ein Jahr zu lang. Die einstige Verpflichtung von Thomas Häßler und der aktuelle Rauswurf kann natürlich in die Richtung Werbemaßnahme mit dem prominenten Namen eines langjährigen Bundesliga- und Nationalspielers einhergehen. Über die tatsächlichen Gründen darf spekuliert werden. Erfolgslosigkeit ist es jedenfalls nicht.

Stefan Teichmann äußert sich – nicht unbedingt überzeugend, „er möchte der Mannschaft neue Impulse geben“. Angeblich werden neun neue Spieler verpflichtet. Die zu integrieren traut er Thomas Häßler wohl nicht zu, obwohl der Erfahrungsschatz von Thomas Häßler den des Neu-Trainers vom Berliner SC, Fabian Gerdts, bei weitem übersteigt. Heißt: Das alles könnte zumindest langfristig gesehen nach hinten losgehen. In der Fußballersprache nennt man das ein Eigentor. Es ist ungewöhnlich einen Erfolgstrainer in die Wüste zu schicken. Völlig legitim ist seitens „Icke“ Häßler, nicht in die Verwaltung zu gehen: „Ich gehöre auf den Platz“.

Mit Sicherheit hat „Icke“ angenommen, in der kommenden Saison gegen United antreten zu können. Nicht mit seinem Ursprungsverein Füchse Berlin, sondern mit dem BFC Preussen. Ihm genügte ja im Jubiläumsjahr nur ein Punkt im letzten Spiel gegen TSV Rudow, verlor die entscheidende Partie aber in der 93. Minute, was die Rettung der Füchse zur Folge hatte. Wir berichteten. Icke Thomas wird sich also weiter mit dem BFC Preussen in der Landesliga präsentieren. Die Erwartungen sind natürlich an den Aufstiegstrainer enorm groß. Thomas Häßler könnte im Erfolgsfall seinen dritten Aufstieg als Trainer schaffen.

Christian Zschiedrich

Nur ein Wunder kann die Füchse noch retten

Es trifft die Fußballer der Füchse Berlin in der Berlin-LIga. Am 21.Mai titelten wir „Tasmania könnte aufsteigen und die Füchse sich retten“! Tasmania ist ein Spiel vor Saisonende am Ziel. Gratulation ! Die Füchse gingen ihre Aufholjagd leider verspätet an. Zumindest hätte die Erfolgsserie am 33. Spieltag fortgesetzt werden müssen. So gewannen die Preussen bei Al-Dersimspor 2:0 und die Füchse verloren beim TSV Rudow mit 2:4.

Der BFC Preussen trifft nun zum letzten Spieltag, Sonntag, 2.6. 12.00 Uhr, Sportplatz Malteserstraße, auf den TSV Rudow und hat drei Punkte Vorsprung gegenüber den Füchsen Berlin. Die Füchse haben zeitgleich ein Heimspiel gegen Türkiyemspor. Punktemäßig wäre ein Ausgleich möglich. Schauen wir auf das Torverhältnis: Preussen 48:72 = minus 24; Füchse 47:70 = minus 23. Heißt: Wenn die Füchse gewinnen und Preussen verliert, wäre das Wunder vollbracht.

Rein rechnerisch könnte das für einen weiteren Traditionsclub zutreffen – den SC Charlottenburg. Der SCC muss als Vorletzter (ebenfalls 29 Punkte, wie die Füchse Berlin) zu Berlin Türkspor (7.), zum Heckerdamm. Das Torverhältnis der Charlottenburger 39:73 (minus 34) dürfte nur noch theoretisch von Belang sein. Al-Dersimspor und TuS Makkabi, je 33 Punkte, sind gerettet.

Aufsteiger Berolina Stralau ist weg vom Fenster. Dem BFC Preussen genügt ein Unentschieden und ob die Füchse gegen Türkiyemspor gewinnen, ist auch noch nicht gesagt. Türkiyemspor (10.) hat ja mit dem 4:0 über Sparta Lichtenberg (2.) die Meisterschaft zugunsten von SV Tasmania entschieden.

Christian Zschiedrich  

Tasmania könnte aufsteigen und die Füchse könnten sich retten

Noch sind zwei Spiele zu absolvieren und Tasmania führt mit zwei Punkten die Tabelle vor Sparta Lichtenberg an. Der Tabellenzweite hat die bessere Tordifferenz (plus 68 zu plus 55). Tasmania hat am vorletzten Spieltag ein Heimspiel (Werner Seelenbinder-Sportpark) gegen Eintracht Mahlsdorf. Sparta muss bei Türkiyemspor im Willi-Kressmann-Stadion ran, vorausgesetzt, dass jeder der beiden da seine Hausaufgaben macht, am letzten Spieltag könnte sich das drehen. Sparta Lichtenberg spielt zu Hause gegen Aufsteiger Berolina Stralau und Tasmania beim SV Empor.

Bei Berolina Stralau warf der gefeierte Aufstiegstrainer Detlef Schneider das Handtuch. Drei Absteiger müssen in die Landesliga. Letzter ist aktuell der SC Charlottenburg mit 26 Punkten. Auf den 17. Rang steht momentan Berolina Stralau mit 28 Punkten. Der BFC Preussen würde mit seinem derzeitigen 16. Platz und 29 Punkten wegen des schlechteren Torverhältnisses absteigen.

Mit 29 Punkten, stehen die Füchse Berlin aktuell über dem Strich. Der Platz 15 ist nach miserablen Saisonverlauf ein Wunder. Das 1:0 gegen TuS Makkabi und am 32. Spieltag, der 3:1 Sieg gegen AL-Dersimspor, wären die Füchse in der Saison doch so konzentriert aufgetreten. Aber, wenn das jetzt so weiter geht…

Der TSV Rudow ist mit 45 Punkten und akteull Platz 8, gesichert. Die Füchse müssen in die Stubenrauchstraße und am letzten Spieltag erwarten die Reinickendorfer auf dem Wackersportplatz Türkiyemspor (10.). Es ist in den zwei ausstehenden Partien noch alles möglich.

Rein rechnerisch sind die Mannschaften bis Tabellenplatz 11 gefährdet. Die Füchse Berlin haben für die kommende Saison bereits einen neuen Trainer verpflichtet. Thorsten Thielecke wechselt von den Sportfreunden Charlottenburg-Wilmersdorf nach Reinickendorf.

Christian Zschiedrich

Drei Spieltage vor dem Ende führt SV Tasmania in der Berlin-Liga

Sparta Lichtenberg bekam beim BSV Al-Dersimspor mit 4:1 die Leviten gelesen, während der SV Tasmania, 2:1-Sieger über den Frohnauer SC, weiter auf Erfolgskurs blieb. Mit 74 Punkten erklomm Tasmania die Tabellenspitze, nunmehr vor Sparta Lichtenberg (72 Punkten). Am Sonntag, 19.05. heißt es am Heckerdamm gegen Berlin-Türksport (49 Punkte und aktuell Platz 6) zu bestehen. Sparta Lichtenberg empfängt an der Fischerstraße den TSV Rudow (45 Punkte Platz 8). Die letzten beiden Matches: Tasmania hat es zu Hause gegen Eintracht Mahlsdorf und dann zu mit dem SV Empor zu tun. Sparta Lichtenberg muss am vorletzten Spieltag zu Türkiyemspor (10.) und dann kommt Aufsteiger Berolina Stralau, aktuell auf Platz 16 mit 29 Punkten abgestiegen, zur Fischerstraße.

Bei drei Absteigern hofft der SC Charlottenburg 25 Punkte und Tabellenletzter, auf ein Wunder. Im Abstiegsduell BFC Preussen – SC Charlottenburg, gewann der BFC 3:2 durch den Siegtreffer von Ismaili in der 93. Minute. Die Füchse gaben die Rote Laterne an den SCC ab. Das Nachholspiel Füchse Berlin – SCC endete 3:0 und am 31. Spieltag siegten die Füchse 1:0 bei TuS Makkabi. Das waren in den vier Tagen ganz erstaunlich zwei Siege, 6 Punkte, insgesamt haben sie jetzt deren 26 gesammelt. Das Erwachen könnte zu spät kommen. Am Freitag, 17.05. kommt Al-Dersimspor zum Wackerplatz, am Sonntag, 26.5., 15.00, geht’s in die Stubenrauchstraße zum TSV Rudow (8.) und am letzten, dem 34. Spieltag heißt die Paarung Füchse Berlin – Türkiyemspor.

Theoretisch sind neun Punkte in drei Spielen möglich. Das heißt bis Tabellenplatz 11, dem Frohnauer SC (33 Punkte) könnte es auch noch Al-Dersimspor (33), Spandauer Kickers (32), TuS Makkabi (30) und den BFC Preussen (29) erwischen. Wen wird es wohl treffen?

Christian Zschiedrich

Sparta Lichtenberg oder SV Tasmania, wer steigt auf?

Das Duell Erster gegen Zweiter am 29. Spieltag der Berlin-Liga endete Unentschieden 2:2. Sparta bleibt Erster mit einem Punkt Vorsprung.

Blicken wir auf die letzten vier Begegnungen:

  • 26. Spieltag: Berolina Stralau – Tasmania 0:3 / Sparta Lichtenberg – SC Charlottenburg 4:0
  • 27.Spieltag: Spandauer Kickers – Sparta Lichtenberg 0:4 / Tasmania – Berliner SC 1:0.
  • 28.Spieltag: Stern 1900 – Tasmania 0:1 / Sparta Lichtenberg – SD Croatia 3:1.
  • 29.Spieltag: Sparta Lichtenberg – SV Tasmania 2:2.

Am Sonntag, 5.5. empfängt Tasmania den SC Charlottenburg, den Tabellenvorletzten, ab 14:00 Uhr. Eine halbe Stunde später wird die Begegnung in der Fischerstraße, Sparta Lichtenberg – TuS Makkabi angepfiffen. Insgesamt müssen 34 Spiele ausgetragen werden, da ist bei der Ermittlung des einen Aufsteigers noch einiges möglich.

Keine schlüssige Vorhersage ist für die drei Absteiger zu treffen. Die Füchse Berlin hatte ich als Tabellenletzten bereits abgeschrieben. Jetzt scheinen sie sich gefunden zu haben. Wenn das mal nicht zu spät ist ! Beim SD Croatia wurde 2:0 gewonnen, zu Hause am 28. Spieltag allerdings mit 2:4 gegen die Spandauer Kickers verloren. Das tat weh. Auch die 1:3-Niederlage (vom 27. Spieltag gegen Aufsteiger Berolina Stralau, dem 15., hinterließ Spuren. Zuvor erzielten die Füchse, am 26. Spieltag, am Wackerweg ein 1:1 gegen Stern 1900. Aktuell sind es 19 Punkte, das könnte nicht reichen, um den Abstieg zu verhindern. Trotzdem lobenswert, dass sich die Füchse nicht aufgeben. Zu einem Nichtabstiegsplatz sind es aktuell acht Punkte.

Ein eventuell zu gewinnendes Nachholspiel gegen den SCC (17., 25 P.) macht nährt weitere Hoffnung. Sechs Spiele, rechnerisch sind das 18 mögliche Punkte, da geht vielleicht noch was. Am Sonntag, 5.5. 14.00 Uhr, Wackerplatz, steht die Partie gegen den Drittletzten BFC Preussen an. Die schwächelten arg in letzter Zeit. Die Füchse brauchen die maximale Ausbeute an Punkten.

Christian Zschiedrich

Die Berlin-Liga hat einen neuen Tabellenführer

Und der heißt: SV Tasmania. Es bleibt beim Kopf an Kopf Rennen mit Sparta Lichtenberg, jetzt mit einem Punkt weniger (57 und 56). Sparta nahm die Hürde beim BFC Preussen mit 3:1. Der BFC Preussen steht damit (21 Punkte) auf einem der drei Abstiegsplätze. In Reichweite, mit nur einem Punkt mehr, steht der SC Charlottenburg. Die Tasmanen hatten ebenso ein Auswärtsspiel bei SD Croatia (jetzt Tabellen7. mit 37 Punkten). 1:0 ist auch gewonnen. Den Treffer markierte Robrecht in der 66. Minute vor 211 Zuschauern. Trainer Tim Jauser: „Das waren drei ganz wichtige Punkte“. Die Croaten müssen nun zum SC Charlottenburg ins Mommsenstadion.

Tasmania hat ein Heimspiel im Werner-Seelenbinder-Sportpark gegen die Spandauer Kickers. Die Partie Füchse Berlin – SC Charlottenburg wurde verlegt. Am Sonntag, 7. April kommt es zum Aufeinandertreffen des Aufstiegsaspiranten Sparta Lichtenberg gegen den Tabellenletzten Füchse Berlin. Die Füchse werden nicht freiwillig die Punkte an der Fischerstraße abgeben. Sie werden alles versuchen. Also, sowohl oben, wer steigt auf, als auch unten, wie heißen die drei Absteiger, geht es eng zu.

Am Heckerdamm geht es zwischen zwei türkischen Vereinen Berlin Türkspor (4.) – Türkiyemspor (10.) um nichts mehr. Wie kann man nur so etwas behaupten? Selbstverständlich geht es um drei Punkte. Türkspor ist der Favorit.

Christian Zschiedrich   

Jetzt geht’s in der Berlin-Liga richtig rund

Christian Zschiedrich kommentiert © Foto: Hans-Peter Becker

Gerade hatte ich nach dem 21. Spieltag die Füchse ab- und niedergeschrieben, da zeigten sie, was in ihnen steckt. Prompt gewannen sie 2:1 gegen den SV Empor und 4:1 beim Berliner SC. Leider punkteten die Mitabstiegskonkurrenten: Al-Dersimspor 4:1 über den Frohnauer SC, der BFC Preussen 1:1 gegen Eintracht Mahlsdorf und ein 2:1-Sieg bei SV Empor sowie der SC Charlottenburg 2:2 bei Stern 1900, es folgte ein 1:1 gegen die Spandauer Kickers. Die Füchse bleiben mit einigem Abstand Tabellenletzter mit jetzt 15 Punkten. Auf Platz 17. und 16. rangieren Al-Dersimspor und der BFC Preussen mit je 21 Punkten.

Der SCC steht mit einem Punkt besser, mit 23, hauchdünn über den Strich. Mit je 23 Punkten, auf Rang 13 und 14, stehen Berolina Stralau und die Spandauer Kickers kampfbereit davor. Könnte ja sein, dass ein Verein absteigt, der noch gar nicht dran denkt. Aus Füchse-Sicht ist so vielleicht nicht alles verloren, allerdings, bis zum rettenden Ufer, bis zum SC Charlottenburg sind es aktuell sieben Punkte. In den verbleibenden 11 Spielen, die Füchse müssen ein Spiel nachholen und haben so eins mehr, ist alles möglich. Es geht mit dem 24. Spieltag erst am 31. März weiter.

Bleiben die Füchse im Sieges-Rhythmus? Bereits am Donnerstag, 21.03. wird die Partie gegen den SV Tasmania nachgeholt, ab 19.00 Uhr Wackerweg. Ob da Punkte gutgemacht werden können ? Das Hinspiel gewann Tasmania mit 6:0 und im Rückspiel könnten sie im Falle eines Sieges Sparta Lichtenberg als Spitzenreiter ablösen. Zuletzt wurde Türkiyemspor 4:0 besiegt und davor der TSV Rudow mit 5:1 an der Stubenrauchstraße abgefertigt. Mit einem Spiel weniger als Sparta (53 Punkte) hat Tasmania aktuell 51 Punkte.

Ein Spiel des 28. Spieltages ist vorgezogen auf Freitag, 23.03. 19.30 Uhr, auf dem Kunstrasenplatz an der Cantianstraße angesetzt worden, der SV Empor erwartet Berlin Türkspor.

Christian Zschiedrich        

Der Ball rollt wieder

In der 3. Liga verlor Energie Cottbus gleich zweimal hintereinander, erst 1:2 zu Hause gegen die Würzburger Kickers und nun auch 0:3 in Meppen. Trainer Pele Wollitz glaubt das Steuer noch herumreißen zu können. Mit 23 Punkten sieht es auf Abstiegsrang 18 punktgleich mit Braunschweig nicht gut aus. Die Regionalliga wollte das Programm frühzeitig wieder starten, doch die Witterungsverhältnisse am 20. Spieltag ließen es siebenmal nicht zu. In Fürstenwalde (1:0 gegen Budissa Bautzen) und in Erfurt (0:2 gegen Halberstadt) konnte angepfiffen werden. Aktuell fanden am 21. Spieltag, 15. -17. Februar) sieben Spiele statt, nur in Nordhausen gegen Viktoria 89, konnte nicht gespielt werden. Das Montagspiel unter Flutlicht beim Spitzenreiter in Chemnitz endete gegen Erfurt 2:0.

Erfreulich, am 21. Spieltag war der 2:1-Sieg von Hertha BSC gegen ZFC Meuselwitz durch Tore von Baak 1:0 (45.) und Roczen 2:1 (86.) vor 273 Zuschauern am Freitag. Herthas Farmteam verbesserte sich auf Platz 3 in der Tabelle. Altglienicke machte einen Tag später gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf am Samstag, das frühe 0:1 (2.)  durch Perez nicht nur wett, Förster (19.) und Lemeke (34.) drehten das Spiel und Ede (86.) sorgte für den 3:1 Sieg. Wichtige drei Punkte im Abstiegskampf kamen auf das Konto. Die VSG kletterte auf Rang 11.

Die Berlin-Liga (Berlins höchste Spielklasse), ist seit der zwei Wochen (18. und 19. Spieltag) wieder im Einsatz. Besonders viel vorgenommen haben sich die momentan auf einem Abstiegsplatz befindlichen Clubs, Füchse Berlin, BFC Preussen und SC Charlottenburg. Das Spiel der Füchse gegen SV Tasmania am 18. Februar wurde auf den 24. März verlegt. Ansonsten gab es das volle Programm. Aufsteiger SC Frohnau ließ gleich mit einem 2:2 bei Tabellenführer Sparta Lichtenberg aufhorchen. Unentschieden 1:1 spielte auch der BFC Preussen zu Hause gegen SD  Croatia. Eine empfindliche Packung dagegen holte sich mit 1:5 der SC Charlottenburg beim SV Empor.

Spieltags darauf siegte der SCC mit 3:2 über Türkiyemspor. Tasmania fertigte BFC Preussen mit 5:2 ab und das Nordderby Frohnauer SC – Füchse Berlin endete 2:2.  Vor 280 Zuschauern führten die Füchse durch Göhler (70.)  zwischenzeitlich mit 2:1 am Poloplatz, Cakir markierte das 2:2 (81.).

Die Oberliga beginnt erst am kommenden Wochenende, 23. -24. Februar, wieder. Im einzigen Nachholspiel siegte Lok Stendal 1:0 über den SC Staaken. Beide Vereine haben nunmehr nur 14 Punkte, rangieren auf Platz 12 und 13., sind somit weiter akut abstiegsgefährdet. Heißt jetzt, ab sofort noch mehr Kampfeswille, Konzentration und Einsatz als je zuvor.

Größte Aufmerksamkeit dürfte das Berlin-Derby am Sonntag, 24.02. ab 13.00 Uhr bekommen. Der SC Staaken empfängtTennis Borussia. Bereits am Samstag, 23.02. heißt die Partie Tabellenführer Lichtenberg 47 – TSG Neustrelitz, CFC Hertha 06 muss zum Schlusslicht nach Malchow. Am Sonntag, 24.02. 14.00 Uhr, empfängt Hertha 03 (4.) den Vorletzten Brandenburg Süd. Aufsteiger Blau Weiß 90 (11.) bekommt es am Sonntag um 14.30 Uhr an der Rathausstraße mit dem Tabellensiebenten  FC Strausberg zu tun.

Christian Zschiedrich                            

Der Abgang von Trainer Rydlewicz beim BFC Dynamo

Rene Rydlewicz Foto: Christian Zschiedrich

Es war die Pokal-Woche im Berliner Achtelfinale und der BFC Dynamo gewann mal wieder. Ja die Dynamos können noch gewinnen, sogar 4:0 gegen den Tabellenführer in der Berlin-Liga Sparta Lichtenberg. Naja, zwei Klassen tiefer, wie könnte es auch anders sein. Eigentlich stand den Spartanern das Heimrecht zu. Aus Sicherheitsgründen wurde die Partie gedreht und im Jahnstadion vor 872 Zuschauern ausgetragen. Der BFC wurde seiner Favoritenrolle gerecht und erzielte je Halbzeit zwei Treffer. Brasnic (20.), Brandt (35.); zweimal Garbuschewski (65. + 73.) waren die Torschützen. Unmittelbar nach dem Spiel erklärte Rene Rydlewicz im Kabinentrakt seinen Rücktritt. Es hatte sich den Ergebnissen in der Regionalliga nach angedeutet. Wie viele Niederlagen in Folge verkraften in der Regel Trainer? Wenn er nach fünf nicht gefeuert wird, verlieren Trainer oft die Nerven oder fühlen sich einfach am Ende, kündigen von selbst. Sein Rücktritt stand bereits vor dem Pokalspiel in Absprache mit dem Vorstand fest.

Beim BFC Dynamo waren es nur zwei Punkte aus den letzten sechs Spielen – Tabellensechzehnter nach 19 Spielen. Oben wollte man mitspielen, jetzt droht der Abstieg. Eine „Katastrophenhinrunde“ nennt der Ex-Profi Rydlewicz das aktuelle Geschehen selbst, gekennzeichnet von einer Verletztenmisere, beispielsweise muss der BFC seit dem 5.Spieltag auf Spielmacher Bilal Cubukcu verzichten. Was Trainer Rene‘ Rydlewicz in seiner Amtszeit von zweieinhalb Jahren geschaffen hat bzw. hinterlässt, ist im Grunde sehenswert. In der vergangenen Saison führte er die Hohenschönhausener auf Platz 4 in der Regionalliga. Die Saison 2017/18 ist damit die beste seit der Wende. Außerdem wurde zweimal der Pokal gewonnen und aktuell steht Dynamo im Viertelfinale. Ein neuer Trainer soll noch in diesem Jahr bekanntgegeben werden.

Ebenfalls unzufrieden mit der Hinrunde ist der BFC Preussen, 15. der Berlin-Liga. Nikolai Klarkowski musste nach 12 Spielen seinen Trainerstuhl räumen. 1:2 wurde gegen den Frohnauer SC verloren. Noch wurde kein Nachfolger benannt, laut Abteilungsleiter Holger Tieslauk soll das frühestens in der nächsten Woche geschehen. Natürlich halten wir auch in der Winterpause unsere Augen auf das sich gewaltig drehende Trainerkarussell.

Beim SCC war nach einer 0:8-Niederlage gegen Sparta Lichtenberg Feierabend für Nicolas Wolff. Jörg Riedel übernahm. Die Reinickendorfer Füchse Berlin trennten sich bereits im Oktober nach einer 0:6-Schlappe gegen Tasmania von Guido Perschk. Es kam, weiterhin die Rote Laterne behauptend, Mario Reichel. Daniel Volbert, Erfolgstrainer in Lichtenberg, Tennis Borussia, Hellas Nordwest/Türkspor Berlin, freut sich auf seine neue Aufgabe ab sofort bei Eintracht Mahlsdorf. Nach dem Ende von Christian Gehrke hatte der Sportliche Leiter Torsten Boer die Mannschaft in den letzten drei Partien gecoacht. Fortsetzung folgt.

Christian Zschiedrich