Eisbären kassieren Niederlage gegen Nürnberg

Die Pandemie belastet die DEL, am 41. Spieltag mussten insgesamt vier Partien abgesagt werden. In Berlin konnte gespielt werden. Die Eisbären empfingen die Nürnberg Ice Tigers. Das erste Heimspiel gegen den Liga-Konkurrenten am 26. Spieltag hatten die Eisbären mit 1:3 verloren.

Der Start in das Spiel verlief erneut unglücklich. Es dauerte nur 24 Sekunden, da durfte Tobias Ancicka, der für Mathias Niederberger startete, den Puck aus dem Tor holen. Der Torschütze war Christopher Brown. Der Ausgleich gelang den Eisbären in der 13. Minute. Die Torvorlage von Marcel Noebels wurde von einem Nürnberger Schlittschuh abgefälscht und Nutznießer war Leonhard Pföderl, der gegen seinen Ex-Verein einnetzen konnte. Mit einem 1:1 auf der Anzeigetafel ging es in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt hatte seinen ersten Kulminationspunkt in der 28. Minute. Erst gelang Matt White die Führung für die Eisbären, doch Eishockey ist das schnellste Mannschaftsspiel. Ganze 12 Sekunden später, mitten in die Verkündung des Eisbärentreffers, fiel das Gegentor durch den Center der ersten Nürnberger Sturmreihe Ryan Stoa.

Foto:© Stephan Wenske

Der erneute Führungstreffer gelang den Eisbären in der 35. Minute, Torschütze war Sebastian Streu. Für die Anerkennung des Treffers bemühten die Schiedsrichter den Videobeweis. Es bestand der Verdacht eines hohen Stocks. Kurz vor der letzten Drittelsirene flogen die Fäuste und je zwei Akteure von Nürnberg und Berlin erlebten den Beginn des Schlussdrittels auf der Strafbank.

Die Gäste blieben dran und konnten in der 46. Minute ein Powerplay zum 3:3 Ausgleich nutzen. In der 51. Minute liefen die Eisbären in einen Konter und kassierten den 3:4 Rückstand durch Ryan Stoa. Die Minuten zerrannen, die 2.000 Zahlenden und die Stadionmusik gaben ihr bestes, der geisterhaften Atmosphäre etwas entgegenzusetzen. Der Goalie ging vom Eis, schlussendlich wurde erneut gegen die Ice-Tigers verloren. Auf dem Videowürfel stand eine 3:4 Niederlage. Die Diskrepanz zwischen Heim- und Aufwärtsauftritten ist nicht zu erklären.

Hans-Peter Becker

Eisbären gewinnen gegen Augsburg

Mit einer Niederlage waren die Eisbären in das neue Eishockeyjahr gestartet. Bereits zwei Tage später hatten sie die Chance sich, erneut vor coronabedingt reduziertem heimischen Publikum, zu revanchieren. Die Gäste aus Augsburg kämpfen um die Playoff-Teilnahme und sie gewannen das 1. Drittel. In der 8. Minute fand ein Rückhandschuss von Matthew Puempel den Weg in das Tor. Die Bemühungen der Eisbären, den Ausgleich zu erzielen, waren in der 23. Minute von Erfolg gekrönt. Nachwuchsmann Eric Mik demonstrierte seine gute Schusstechnik und setzte den Puck in die Maschen. Marcus Keller im Augsburger Tor hatte keine Chance.

Bis zur nächsten Drittelpause bemühten sich beide um ihren zweiten Treffer. Es gelang nicht. Mit einem Unentschieden wurde der Gang in die Kabine angetreten. Im Schlussdrittel waren die Eisbären im ständigen Vorwärtsgang, während die Augsburger auf Fehler im Spielaufbau lauerten, um entsprechend kontern zu können. Das Spiel drehen konnten die Eisbären in der 46. Minute. Die Schiedsrichter hatten eine Strafe angezeigt und mit einem Spieler mehr auf dem Eis gelang der Führungstreffer. Giovanni Fiore feuerte in Richtung Tor und hatte Erfolg.

Die Minuten vergingen und die Augsburger sahen keinen Grund, sich geschlagen zu geben. Die Eisbären bekamen fünf Minuten vor dem Ende noch ein Überzahlspiel, was sie nicht nutzen konnten. Schlussendlich war es ein Treffer ins leere Tor, der das Spiel entschied. Yannick Veilleux war der Schütze.

Die Eisbären bleiben mit diesem Sieg weiter Spitzenreiter der DEL.

Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske

Eisbären verlieren am 1. Advent

Die Partie zwischen Berlin und Nürnberg war der Abschluss des 26. Spieltages in der DEL. Aufgrund der gestiegenen Inzidenz-Zahlen in der Corona-Pandemie musste in der MB-Arena wieder durchgehend eine Maske getragen werden.

Das Anfangsdrittel bot einige Torszenen, ein Treffer fiel nicht. Die Gäste aus Nürnberg konnten zwei Überzahlsituationen nicht nutzen. Es sah gefällig aus, es fehlte schlicht der letzte Zug zum Tor. Die Eisbären hatten ähnliche Probleme. Der Puck zappelte in der 26. Minute im Eisbären-Tor. Es zählte nicht, bei der Schussabgabe durch Nürnbergs Daniel Schmölz war Mathias Niederberger regelwidrig behindert worden. Schmölz hatte in der 33. Minute mehr Glück, sein abgefälschter Schuss fand den Weg ins Tor und jetzt rannten die Eisbären einem Rückstand hinterher. Wenn es dir nicht gelingt ein Tor zu schießen, macht es halt der Gegner. Das 0:2 aus Sicht der Eisbären fiel in der 38. Minute durch Gregor MacLeod. Postwend schlugen die Eisbären durch Mark Zengerle zurück. Das Mitteldrittel mussten die Eisbären in Unterzahl beenden. Marcel Noebels musste wegen eines Stockchecks in die Kühlbox.

Das Schlußdrittel begann mit 23 Sekunden Überzahl für die Gäste. Die Nürnberger beförderten in der 42. Minute den Puck ins Tor und die Eisbären hatten erneut den Videobeweis auf ihrer Seite. Es war eine aktive Kickbewegung, die den Puck ins Tor beförderte und das ist im Eishockey nicht erlaubt. Die Eisbären verstärkten ihre Bemühungen, eine Niederlage war nicht vorgesehen. Niklas Treutle, der erfahrene Goalie im Nürnberger hielt alles. Den Eisbären schwanden die Kräfte. Auf der Uhr waren noch 2 Minuten und 30 Sekunden effektiver Spielzeit, Nürnberg nahm eine Auszeit und die Eisbären ihren Goalie vom Eis. Ein empty-neter entschied das Spiel in der 58. Minute als Patrick Reimer die Gunst der Stunde nutzte. Die Eisbären verlieren mit 1:3.

Zur Pressekonferenz nach dem Spiel erschien Stefan Ustorf, der Sportdirektor der Nürnberg Ice Tigers. Er ist der Meinung, dass in Berlin die neun besten Stürmer der DEL spielen. Die Eisbären sind jederzeit in der Lage, Torchancen aus dem Nichts zu kreieren. Glücklicherweise ist ihnen das heute gegen uns nicht gelungen. Seine Mannschaft hat hart gearbeitet, was Serge Aubin von seiner Mannschaft auch sehen will.

Die Eisbären gingen leer aus, es wurde nur ein zwei Punkte Wochenende. Das Spiel in der MB-Arena sahen 5.614 Zuschauer.

Hans-Peter Becker

Eisbären rupfen die Hähne

Der Dienstagabend ist kein bevorzugter Termin für das Eishockeyspielen. Der enge Terminplan der DEL muss hin und wieder den Fans eine englische Woche zumuten. Lediglich 5.322 Zuschauer sahen die Partie des 24. Spieltages zwischen den Iserlohn Roosters und den Eisbären. Sogar eine handvoll Fans aus dem Sauerland hatten den Weg in die MB-Arena gefunden. Sie durften in der 27. jubeln, als Brent Aubin traf. Allerdings hatten die Eisbären zuvor bereits dreimal getroffen. Giovanni Fiore eröffnete in der 6. Minute den Torreigen, Frank Hördler legte mit einem Kracher von der blauen Linie in der 11. Minute nach.

Das Spiel drohte etwas einseitig zu werden, als Frans Nielsen in der 25. Minute zum Zwischenstand von 3:0 einnetzte. Der eingangs erwähnte Treffer von Aubin beeindruckte die Eisbären nicht im geringsten, in der 28. Minute war es erneut Fiore, der einen Treffer erzielte. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts verletzte sich Iserlohns Goalie Hannibal Weitzmann.

Foto: © Stephan Wenske

Den Schlussabschnitt begannen die Unterzahl. Hubert Labrie versetzte dem Doppeltorschützen Fiore einen Stockschlag, worauf eine kleine Rauferei zwischen den beiden begann. Labrie ging für vier Minuten auf die Strafbank. Die Eisbären verwalteten den Vorsprung und im Tor stand ein glänzend aufgelegter Mathias Niederberger.

Der Schlussabschnitt verging torlos. Für die Gäste war in Berlin nichts zu holen.

Hans-Peter Becker

Eisbärensieg in Straubing

Was im Heimspiel gegen Mannheim nicht funktionierte, machten die Eisbären drei Tage später im Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers viel besser. Zwei Treffer fielen im Powerplay, einer in voller Mannschaftsstärke und der vierte Treffer hatte Seltenheitswert. In Unterzahl, nur drei Eisbären gegen sechs Tiger, ohne Goalie und Blaine Byron gewann das Bully vor dem eigenen Tor und traf ins leere Gehäuse, ein shorthander 2 plus empty net. Byron traf bereits zum 1:0 und erzielte somit seine ersten beiden DEL-Tore für die Eisbären.

Im Tor der Eisbären stand wieder Mathias Niederberger, der es seinem Kollegen Tobias Ancicka nachmachte und seinen ersten Shutout der Saison erzielte. Trainer Serge Aubin sprach von einem hart umkämpften Spiel und das seine Mannschaft unbedingt auf die Siegerstraße zurückwollte. Ein Sonderlob gab es für den Goalie, „er hat sehr gut gehalten“.

Bereits am kommenden Freitag, 24.09. geht es für die Eisbären in der heimischen Arena weiter. Zu sind die furios in die Saison gestarteten Grizzlys aus Wolfsburg. Sie führen aktuell zusammen mit München die Tabelle an. Die Eisbären sind jetzt sechster mit vier Punkten weniger.

Hans-Peter Becker

DEL 5. Spieltag 22.09.2021 19:30 Uhr Eisstadion „Am Pulverturm“ Straubing

Straubing Tigers – Eisbären Berlin 0:4 (01:0/0:0/0:3)

Deutsche Eishockey Liga mit einigen Neuerungen in der kommenden Spielzeit

Am 9. September startet die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in die nunmehr 27. Spielzeit. 1994 war die Liga mit 18 Mannschaften gestartet, ein Auf- oder Abstieg war nicht vorgesehen. Lediglich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sollte über die Teilnahme an der Liga entscheiden. Eine sportliche Qualifikation für die DEL ist jetzt möglich. Der Meister DEL 2, der SC Bietigheim-Bissingen konnte neben der sportlichen auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen und ergänzt das Teilnehmerfeld. Insgesamt sind es jetzt 15 Mannschaften, die den Deutschen Meistertitel ausspielen. Am Tabellenende wird spannend, es droht auf Platz 14 und 15 nach der Vorrunde der Abstieg. Wegen der Corona-Pandemie wurde in der vergangenen Saison auf den Abstieg verzichtet, so das mit 15 Mannschaften gespielt wird.

Ab der Saison 2022/23 wird dann wieder mit 14 Mannschaften gespielt werden. Das heißt, der Tabellenletzte wird die Liga verlassen müssen, während der Vorletzte hoffen darf drin zu bleiben, sollte aus der DEL 2 kein Team die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Aufstieg erfüllen können.

Bis zum 27. März 2022 werden 420 Spiele der Vorrunde ausgetragen. Es wird wieder im Freitag und Sonntag Rhythmus gespielt. Ein Spiel wird auf den Donnerstag vorgezogen. Magenta-Sport zeigt jedes Spiel, dafür ist ein Extra-Abo nötig, im Free-TV sind regelmäßig am Sonntag ab 17:00 Uhr ausgewählte Partien zu sehen. Ab dem 29. März 2022 beginnt die entscheidende Phase der Saison mit der 1. Playoff-Runde (Modus Best-of-Three). Ab dem Viertelfinale wird im Modus Best-of-Five um den Titel gekämpft. Die Finalserie startet am 26. oder 27. April und endet spätestens am 5. Mai. Auf Nachfrage, warum nicht wenigstens die Finalserie im Modus „best of seven“ ausgetragen wird, kam die Antwort, dass das Zeitgründen nicht möglich ist. Zumal die Vorrunde zweimal pausieren muss, wegen des Deutschland-Cups und der Olympischen Winterspiele.

DEL Geschäftsführer Gernot Tripcke (links) und TV Experte Rick Goldmann während der DEL Pressekonferenz Foto: © Becker

Es darf wieder vor Zuschauern gespielt werden. Ein wichtiger Punkt, die Corona-Saison hat der DEL einen drastischen Umsatzrückgang beschert. Dass alle Vereine wirtschaftlich Überleben konnten, war auch der Solidarität der Spieler zu verdanken, die auf ein Teil ihrer Gehälter verzichteten. Wie viele Zuschauer in den Eishallen dabei sein können, ist aktuell vom Standort abhängig. Die Eisbären dürfen bisher ihre Arena zu 50 % auslasten, während der Neuling aus Bietigheim seine Halle voll ausnutzen kann. In München, im Bundesland Bayern sieht es dagegen ganz anders aus.

Vorgestellt wurde ein Werbespot, Eishockey-Profis werben für das Impfen. In kurzen Videoclips, die über die Social Media-Kanäle ausgespielt werden, positionieren sich Akteure wie Mathias Niederberger (Eisbären Berlin), Alex Barta (Düsseldorfer EG) und Colin Ugbekile (Kölner Haie) für eine Impfung. „Für mich war sehr schnell klar, dass ich mich impfen lasse. Letztlich muss und soll es jeder selbst entscheiden. Ich denke, es ist eine hervorragende Möglichkeit“, so Barta.

Hans-Peter Becker/DEL

Morgan Ellis wird ein Eisbär

Die Eisbären Berlin verstärken Ihre Defensive mit Morgan Ellis. Der Kanadier lief in der Saison 2020/21 für den ERC Ingolstadt auf. Ellis wurde im NHL Draft 2010 an Position 117 von den Montréal Canadiens ausgewählt und absolvierte für die Kanadier drei Spiele in der National Hockey League. Den Großteil seiner Profi-Karriere in Nordamerika verbrachte er in der American Hockey League, in 314 AHL-Partien kam er auf 100 Punkte (35 Tore, 65 Assists). Zur Saison 2017/18 wechselte der Rechtsschütze nach Europa in die schwedische SHL und spielte für Skelleftea AIK und Färjestadt BK, bevor er in der Folgesaison das erste Mal in der PENNY DEL auflief. Für die Kölner Haie absolvierte der Kanadier 52 Hauptrunden-sowie 11 Playoff-Partien, in denen er 38 Punkte (12 Tore, 26 Vorlagen) sammelte.

In der Hauptrunde der Saison2018/19 war Ellis torgefährlichster DEL-Verteidiger und wies die viert meisten Scorerpunkte aller Defensivspieler auf. Anschließend spielte der 29-Jährige in der Kontinental Hockey League für HK Sochi. Nachdem Ellis zu Beginn der vergangenen Spielzeit ligaintern zu Dinamo Riga gewechselt war, zog es ihn zu Saisonbeginn in die PENNY DEL zurück nach Deutschland zum ERC Ingolstadt. Dort war der Kanadier fester Bestandteil des ersten Verteidigerpaares und verbuchte in 43 Spielen fünf Tore und20 Vorlagen für die Bayern. „Meine Familie und ich sind sehr aufgeregt, ein Teil der Eisbären-Organisation zu werden. Wir können kaum erwarten, dass es losgeht“, sagt Morgan Ellis. „Ich freue mich darauf, der Mannschaft zu helfen erfolgreich zu sein und vor den unglaublichen Eisbären-Fans zu spielen.“

Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer: „Morgan Ellis ist ein starker und robuster Verteidiger. Er spielt solide und kann in allen Spielsituationen eingesetzt werden. Er kennt die PENNY DEL und hat in der letzten Saison viel Eiszeit in Ingolstadt bekommen.“Morgan Ellis erhält einen Zwei-Jahresvertrag und wird mit der Rückennummer4 auflaufen. Mit dieser Neuverpflichtung haben die Eisbären Berlin für die kommende Spielzeit 2021/22 bisher fünf Ausländerlizenzen vergeben und haben noch sechs weitere zur Verfügung. Von insgesamt elf Lizenzinhabern dürfen pro Spiel neun zeitgleich auf dem Spielberichtsbogen aufgeführt und somit bei PENNY DEL Pflichtspielen eingesetzt werden.

Quelle: EHC Eisbären

Erste Personalentscheidungen bei den Eisbären

Die Eisbären Berlin können die ersten Informationen zur Planung für die kommende PENNY DEL Saison 2021/22 bekannt geben. Nachdem der Vertrag mit Cheftrainer Serge Aubin bereits erneuert wurde, einigten sich die Berliner auch mit Assistenz-Trainer Craig Streu auf eine Vertragsverlängerung. Das neue Arbeitspapier des 52-Jährigen läuft über weitere zwei Jahre.Assistant Coach Gerry Fleming wird ab der kommenden Spielzeit nicht mehr zum Trainerteam gehören.

„Bereits vor ihrer Zeit in Berlin haben Serge Aubin und Craig Streu seit vielen Jahren erfolgreich zusammengearbeitet. Auch bei den Eisbären haben sie hieran nahtlos angeknüpft. Wir freuen uns, dass auch Craig weiterhin Teil unseres Trainerteams sein wird. Wir bedanken uns bei Gerry Fleming für die Arbeit in den vergangenen drei Jahren. Er hatte einen großen Anteil an unseren Erfolgen“, sagt Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer.

Darüber hinaus konnten die ersten Einigungen mit Spielern bezüglich neuer Verträge erzielt werden. So werden die deutschen Verteidiger Frank Hördler, Jonas Müller, Kai Wissmann und Eric Mik auch weiterhin für die Hauptstädter auflaufen. Müller und Wissmann unterschrieben für jeweils weitere drei Saisons. Hördlers und Miks neuer Arbeitsvertragläuft jeweils über die kommende Spielzeit 2021/22. Zudem bleiben auch die Stürmer Matt White, Zach Boychuk und Giovanni Fiore jeweils ein weiteres Jahr in Berlin.

Stéphane Richer: „Wir sind sehr glücklich über diese Vertragsverlängerungen. Frank Hördler war in der abgelaufenen Spielzeit ein super Kapitän und herausragender Führungsspieler. Mit seiner Erfahrung und beständigen Leistung war er einer der Eckpfeiler der Mannschaft. Jonas Müller und Kai Wissmann sind als deutsche Nationalspieler wichtige Stützen in unserer Verteidigung. Eric Mik hat sich im vergangenen Jahr enorm weiterentwickelt und war fester Bestandteil unserer Meistermannschaft. Er hat gezeigt, dass er noch riesiges Potenzial hat. Giovanni Fiore, Matt White und Zach Boychuk haben sich perfekt ins Team integriert,als sie im Laufe der letzten Saison zu uns gestoßen sind. Alle haben bedeutendeRollen innerhalb des Teams ausgeübt und waren wesentliche Faktoren für den Gewinn der Meisterschaft. Ich freue mich, dass wir allein Berlin halten konnten.“

Den Verein verlassen werden John Ramage, Mark Olver, Kris Foucault, Pierre-Cédric Labrie, Fabian Dietz und Thomas Reichel. Mit den beiden Verteidigern Simon Després und Ryan McKiernan befindet sich die sportliche Leitung aktuell noch in Gesprächen.„Wir bedanken uns bei allen Spielern für ihr, teilweise jahrelanges, Engagement für die Eisbären. Die Entscheidungen sind uns nicht leichtgefallen“, erklärt Stéphane Richer. „Jeder einzelne hat einen großen Beitrag zu unseren Erfolgen geleistet. Wir wünschen ihnen viel Erfolg für ihre Zukunft.“

Der derzeitige Eisbären-Kader für die Saison 2021/22:Tor: Mathias Niederberger, Tobias Ancicka Abwehr: Kai Wissmann, Frank Hördler, EricMik, Jonas Müller, Constantin Braun Sturm: Nino Kinder, Mark Zengerle, Parker Tuomie, Giovanni Fiore, Haakon Hänelt, Sebastian Streu, Zach Boychuk, Marcel Noebels, Leo Pföderl, Matt White, Lukas Reichel.

Quelle: EHC Eisbären Berlin

Herzschlag Finale-Eisbären verlieren Spiel 1 in der Overtime

Mit dieser Finalpaarung hatte in den Prognosen vor der Saison kaum jemand gerechnet. Zu einem, dass die Grizzlys aus Wolfsburg es bis in das Finale schaffen würden und zu anderen, den Meistertitel macht die Nord-Gruppe unter sich aus. Die beiden Top-Favoriten aus München und Mannheim hatten vorzeitig die Segel gestrichen. Zuletzt waren es die Adler aus Mannheim, die von den Wolfsburgern vorzeitig in den Urlaub geschickt wurden. Sehr unglücklich, sodass Mannheims Trainer Pavel Gross in einem DPA-Interview kräftig nachwusch.

Sein ehemaliger Verein trat in der Finalserie nun zum fünften Mal in der Saison auf die Eisbären. Die regulären Hauptrundenspiele konnten die Grizzlys aus Wolfsburg alle für sich entscheiden. Im Anfangsdrittel ging es auf und ab, beide hatten das Visier hochgeklappt. Strafzeiten blieben aus, die Schiedsrichter wollten die Entscheidung die Jungs auf dem Eis austragen lassen. Sie hatten eine großzügige Linie.

Die erste Strafzeit kassierten die Eisbären durch Ryan McKiernan und kaum hatte er die Strafe abgesessen, ging der Arm des Unparteiischen erneut für denselben Spieler nach oben. Die zweite Unterzahl hatten die Eisbären fast überstanden da bewiesen die Grizzlys, dass sie das beste Überzahlspiel der Playoffs in die Statistik gebracht haben. Gerrit Fauser brachte den Puck im Tor unter. Das Momentum im Spiel wanderte auf die Seite der Wolfsburger. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts kassierte Leo Pföderl zwei Minuten wegen Beinstellens. Mit dem 0:1 Rückstand gingen die Eisbären in die Pause.

Im Schlussdrittel versuchten die Eisbären das Tor zu treffen. Die Chancen häuften sich. Inzwischen hatten auch die Eisbären ihre dritte Überzahlmöglichkeit und endlich fiel der Ausgleich. In der 58. Minute stellte Marcel Noebels auf 1:1. Der vermeintliche Siegtreffer für die Grizzlys fiel knapp vier Minuten vor dem Ende. Doch die Eisbären schlugen zurück. Erstmals ging es in die Overtime. Nur 38 Sekunden vor dem regulären Ende stocherte Zachary Boychuk den Puck über die Linie. Vorsichtshalber wurde alles per Video überprüft. Es gab keine Beanstandung.

Es wurde jetzt alles zur reinen Nervensache und natürlich spielte die verbliebene Kraft nach 60 Minuten eine Rolle. Verdient hatten sich den Sieg beide, nur das geht nicht.

Es wurde die längste Overtime in den Playoffs des Jahres 2021, die Entscheidung fiel zwei Minuten vor dem Ende der ersten Verlängerung. Die Wolfsburger hatten das bessere Ende für sich. Julian Melchiori kurvte und kurvte mit dem Puck und netzte ein und machte den Weg zur Meisterschaft Nummer 8 für die Eisbären länger. Zuvor trafen die Eisbären das Torgestänge. Am Mittwoch, 5. Mai geht es weiter, da stehen die Eisbären wieder mit dem Rücken zur Wand. Das kennen sie ja schon aus Viertel- und dem Halbfinale.

Wolfsburgs Trainer Pat Cortina erwartet für den Mittwoch ein hartes Spiel und der Eisbären-Trainer konnte lediglich sagen, dass seine Mannschaft alles versuchen wird, das Ergebnis zu korrigieren.

Am Montag hat die Mannschaft der Eisbären trainingsfrei und am Dienstag geht es zunächst aufs Eis und nach der Trainingseinheit fährt die Mannschaft nach Wolfsburg.

Hans-Peter Becker

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin) :„Es war ein typisches Playoffs-Spiel, das sehr hart geführt wurde. Das erste Drittel war ausgeglichen, im zweiten Spielabschnitt war Wolfsburg etwas stärker und ist auch in Führung gegangen. Wir haben uns aber zurückgekämpft und das Powerplay-Tor hat uns wieder ins Spiel gebracht. Auch beim erneuten Rückstand haben wir einen Weg gefunden zurückzukommen. In der Verlängerung wurde das Tempo sogar noch einmal erhöht und wir hatten auch unsere Chancen. Beim Gegentor stand die Reihe schon länger auf dem Eis und war etwas müde. Da haben wir den Puck einfach nicht aus dem Drittel bekommen. Uns war von Vornherein bewusst, dass es eine enge Serie wird. Das war aber nur ein Spiel und wir werden am Mittwoch bereit sein.“

Kai Wissmann (Verteidiger Eisbären Berlin): „Natürlich sind wir enttäuscht über die Niederlage. Es ist aber noch nichts verloren. Auch im Viertel- und Halbfinale hatten wir jeweils das erste Spiel der Serie verloren. Wir glauben weiterhin fest an uns und dass wir Wolfsburg in den nächsten beiden Partien bezwingen können. Am Mittwoch müssen wir hart arbeiten, die Zweikämpfe annehmen und diese auch gewinnen. Wir müssen die Pucks zum Tor bringen und dem Torhüter die Sicht nehmen.“

DEL Finale 2021

Spiel 1 (best of three) 02.05.2021 14:30 MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 2:3 OT (0:0, 0:1, 2:1, 0:1)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) –Després, McKiernan; Hördler (C), Wissmann (A); Müller, Ramage (A); Mik –Noebels, Reichel, Pföderl; White, Boychuk, Fiore; Tuomie, Olver,Foucault; Labrie, Zengerle, Streu–Trainer: Serge Aubin

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier (Pickard) –Möser, Bittner; Wurm, Bruggisser; Melchiori, Likens;Adam –Rech, Olimb, Machacek;Furchner, Järvinen, Görtz; Fauser, Festerling, Jormakka; Hungerecker, Raabe, Busch–Trainer: Pat Cortina

Tore:

0:1 –33:05–Fauser(Rech,Olimb) –PP1

1:1 –54:25 –Noebels (Després, White) –PP1

1:2 -57:42 –Festerlin (Jormakka) –EQ

2:2 –59:22 –Boychuk (White, McKiernan) . EQ, EN

2:3 –77:59 –Melchiori (Olimb, Fauser)–EQ

Strafen:

Eisbären Berlin: 4 (0, 6, 0, 0) Minuten – Grizzlys Wolfsburg: 10 (0, 0, 6, 0) Minuten

Schiedsrichter: Aleksi Rantala, Marian Rohatsch (Joep Leermakers, Marius Wölzmüller)

Niederlage in Augsburg nach Penaltyschießen

Die Eisbären Berlin verlieren zum Abschluss der Hauptrunde der PENNY DEL Saison 2020/21 auswärts gegen die Augsburger Panther mit 5:6 im Penaltyschießen. Mit einem Punktequotienten von 2,0 schließen die Berliner die Hauptrunde nach 38 Spielen als Tabellenführer der Gruppe Nord ab.

LeBlanc (6.) brachte die Gastgeber in der sechsten Spielminute in Führung, die Stieler (10./PP1) und Kristo (16.) in der Folge auf 3:0 ausbauten. Im Mitteldrittel verkürzten Simon Després (23./PP1) in Überzahl und Parker Tuomie(28.) auf 2:3 für die Berliner. Sezemsky (43.) und abermals Stieler (46./PP1) sorgten im Schlussabschnitt wieder für die alte drei Tore-Führung der Augsburger. Sebastian Streu (52.) und Kris Foucault (54.) brachten die Gäste aber wieder auf ein Tor heran. Matt White (60.) glich 35 Sekunden vor Ende des Spiels aus, sodass es in die Verlängerung ging. Da in dieser kein Treffer fiel, ging es ins Penaltyschießen. Im Shootout erzielte McClure (65.) das entscheidende Tor für die Augsburger Panther. Am Dienstag, dem 20. April 2021 starten die Eisbären Berlin in die Playoffs. Im Viertelfinale spielen die Berliner gegen die Iserlohn Roosters. Die Eisbären genießen Heimrecht, Spiel eins der Runde der letzten Acht beginnt am Dienstag, 20. April um 19:30 Uhr in der Mercedes-Benz Arena.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Das ist natürlich nicht das Ergebnis, das wir uns erwünscht haben. Mir hat aber gefallen, wie wir uns wieder ins Spiel gekämpft haben. Mit dem ersten Drittel war ich überhaupt nicht zufrieden. Gefühlt standen wir überhaupt nicht auf dem Eis. Man hat sehr schnell gesehen, dass es, unabhängig vom Gegner, sehr schnell unangenehm werden kann, wenn man nicht bereit ist zu kämpfen. Jetzt wird es ernst und in den Playoffs kann es sehr schnell gehen. Das muss uns bewusst sein und wir müssen durchgehend unser bestes Eishockey spielen. Gegen Iserlohn erwarte ich schwere Spiele. Wir starten umgehend mit der Vorbereitung und werden bereit sein.“

Jonas Müller (Verteidiger Eisbären Berlin): „Mit dem Punktgewinn können wir noch sehr zufrieden sein. Im Startdrittel waren wir überhaupt nicht anwesend, da haben wir alle Zweikämpfe verloren. Danach haben wir uns wieder gut zurückgekämpft und ins Spiel gefunden. Im Schlussabschnitt hatten wir dann wieder einen Durchhänger und haben direkt zwei Gegentore kassiert. Wir haben uns dann wieder herangekämpft, hart gearbeitet und die Pucks vors Tor gebracht. In den Playoffs ist im Best of Three-Modus alles möglich. Wir müssen auf Alles gefasst sein, da ist immer eine Überraschung möglich. Wir haben aber heute gezeigt, dass wir uns auch bei Rückständen gut zurück in die Partie kämpfen können. Die Vorfreude auf die Playoffs ist riesig. Gegen die Iserlohn Roosters werden es schwere Spiele. Wir müssen hart spielen und Strafzeiten vermeiden. Wir sind eine starke Mannschaft und können jeden schlagen.“

Parker Tuomie (Stürmer Eisbären Berlin): „Wir hatten einen schlechten Start in die Partie und über den einen Punkt können wir schlussendlich froh sein. Man hat direkt gemerkt, dass Augsburg von Anfang an bereit war und die Saison mit einem Sieg beenden wollte. Wir haben starke Moral bewiesen. Es ist nicht selbstverständlich, zweimal drei Tore aufzuholen. Im Mitteldrittel haben wir das Spiel dominiert. Unser Start in den letzten Spielabschnitt war dann wieder schlecht, das hat Augsburg direkt ausgenutzt. In der Folge waren wir dann wieder spielbestimmend. Im Penaltyschießen spielt das Glück dann auch eine Rolle. Für die Playoffs war es aber ein gutes Zeichen, dass wir uns zurückgekämpft haben. Zuletzt läuft es sehr gut bei mir, das will ich mit in die Playoffs nehmen. Gegen Iserlohn wird es ein harter Kampf, wir sind aber auf jeden Fall bereit.

DEL 42. Spieltag 18.04.2021 14:30 Uhr Curt-Frenzel-Stadion Augsburg

Augsburger Panther–Eisbären Berlin 6:5 n. P. (3:0, 0:2, 2:3, 0:0, 1:0)

Aufstellungen:

Augsburger Panther: Keller (Kickert) –Tölzer, Lamb; Valentine, Bergmann; Haase, Sezemsky; Rogl –Hafenrichter, Stieler, McClure; Kristo, Leblanc, Abbott; Holzmann, Clarke, Payerl; Sternheimer, Eisenmenger, Miller –Trainer: Tray Tuomie

Eisbären Berlin: Ancicka (Ulmer)–Müller, Ramage (A); Després, McKiernan; Mik, Wissmann (A); Geibel–Labrie (C), Streu, Tuomie; White, Boychuk, Fiore; Reichel, Olver, Foucault; Reiner, Kinder, Dietz–Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0–05:32 –LeBlanc (Kristo)–EQ

2:0 –09:21 –Stieler (Payerl, Abbott)–PP1

3:0 –15:10 –Kristo (Abbott, LeBlanc) –EQ

3:1 –22:32 –Després (Fiore, Ancicka) –PP1

3:2 –27:26 –Tuomie (Streu, McKiernan) –EQ

4:2 –42:18 –Sezemsky(Kristo, LeBlanc) –EQ

5:2–45:34 –Stieler (Abbott, Lamb) –PP1

5:3 –51:48 –Streu (White) –EQ

5:4 –53:11 –Foucault(Olver, Després)–EQ

5:5 –59:25 –White (Tuomie, Wissmann) –EQ, 6-5

6:5 –65:00 –McClure –GWS

Strafen:

Augsburger Panther: 8 (0, 6, 0, 2) Minuten –Eisbären Berlin: 6 (2, 2, 2, 0) Minuten

Schiedsrichter:

Kilian Hinterdobler, Benjamin Hoppe (Joshua Römer, Tobias Schwenk)

Quelle: EHC Eisbären