Eisbärensieg in der Overtime

Ein DEL-Klassiker, so stand es im Programmheft zum ersten Halbfinalspiel der Eisbären. In der Hauptrunde war es ausgeglichen, es gab je zwei Siege und ähnliches ist von der Serie zu erwarten. Verlängerungen und ein Gang über fünf Spiele sind nicht ausgeschlossen.

In der Anfangsphase des Spiels dominierten die Eisbären und legten gleich zwei Tore vor. In der achten Minute vollendete Giovanni Fiore ein Power Play zum 1:0 und nur vier Minuten später beförderte Jonas Müller den Puck in das Adlergehäuse. Exakt mit dem Beginn der 18. Spielminute musste Kai Wissmann auf die Strafbank, ihm folgte wenig später Sebastian Streu und die 3 gegen 5 Situation nutzten die Adler für den Anschlusstreffer. Der Torschütze war Andrew Desjardins.

Der Mittelabschnitt gehörte zunächst den Gästen, die Eisbären hatten noch nicht die volle Aufmerksamkeit und in der 23. Minute stand es pari, Jason Bast hatte für die Adler getroffen. Im Anfangsdrittel war er noch an Mathias Niederberger nach einem Alleingang gescheitert. Sie fingen sich wieder die Eisbären und gingen in der 34. Minute durch einen Treffer von Yannick Veilleux wieder in Führung.

Foto:© Hans-Peter Becker

Im Schlussabschnitt belauerten sich beide und das Scheibenglück war mit den Mannheimern. In der 47. Minute stand es 3:3, weil Tim Wohlgemuth abstauben konnte, Niederberger streckte sich vergeblich. Anschließend ging es in bester Eishockeymanier auf und ab. Das 3:3 hielt bis in die Schlussphase des Spiels. Die Schiedsrichter ließen fast alles laufen, bis zur 55. Spielminute, da mussten Mannheims David Wolf und Eisbär Simon Despres wegen unsportlichen Verhaltens auf die Sünderbank. Das Spiel vier gegen vier erbrachte kein Tor und so näherte sich die Ankündigung der letzten zwei regulären Spielminuten. Die Gemüter kochten hoch, als Bona Rendulic wegen eines Bandenchecks eine 5+Spieldauerdisziplinarstrafe bekam. Der Leidtragende war Veilleux. Jetzt hatten die Eisbären fünf Minuten in Überzahl für den entscheidenden Treffer. Er fiel nicht mehr in der regulären Spielzeit.

Es ging in die Overtime, nur 15 Minuten für die Eisbereitung und es standen noch 3:03 Minuten Strafzeit für Mannheim auf der Uhr. Wer kommt mit der besseren Idee aus der Kabine? Es waren 9.418 Zuschauer in der Arena, erstaunlich wenig für solch ein Spiel. Um 22:13 Uhr begann die erste Overtime und die Eisbären glänzten in der aktuellen Saison nicht unbedingt mit ihrem Powerplay und die Mannheimer wurden wieder komplett. Die Adler konnten eine Überzahl ab der 67. Spielminute nicht nutzen.

In der 72. Spielminute war es so weit und Manuel Wiederer hämmerte den Puck in die Maschen. Wiederer wurde zum Mann des Spiels, dabei hatte er Glück, ein Ellbogencheck gegen Mannheims David Wolf wurde nicht geahndet. Hätten sich die Schiris die Szene im Video angschaut, wäre für Wiederer das Spiel wohlmöglich beendet gewesen. In Berlin war es 22:29 Uhr und am Freitag, 22. April geht die Serie in Mannheim weiter, da sind bestimmt einige Rechnungen zu begleichen.

Hans-Peter Becker

DEL Playoff Halbfinale Spiel 1

20.04.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Adler Mannheim 4:3 n.V. (2:1, 1:1, 0:1, 1:0)
Tore:
1:0 (8.) Fiore, 2:0 (12.) J. Müller, 2:1 (18.) Desjardins, 2:2 (23.) Bast, 3:2 (34.) Veilleux, 3:3 (47.) Wohlgemuth, 4:3 (72.) Wiederer;

Strafminuten: Berlin 8, Mannheim 9 + Spieldauer-Disziplinarstrafe Rendulic; Zuschauer: 9.418.

Eisbären starten mit einem Sieg in die Play-offs

Im Gegensatz zu dem Viertelfinalgegner hatten die Eisbären eine Woche Pause zur Vorbereitung auf den Start in die Play-offs. Die Kölner Haie hatten ihr Play-off Ticket erst in letzter Sekunde gelöst und mussten zunächst Ingolstadt aus dem Weg räumen.

Die Anfangsphase des Spiels gehörte den Eisbären, die gleich zeigen wollten, wer hier der Herr im Hause ist. Die Haie hielten mit der üblichen Play-off-Härte dagegen. Nach nur fünf Minuten Spielzeit gerieten bereits Eisbär Jonas Müller und Kölns Alexander Oblinger aneinander. Beide gingen dafür in die Kühlbox wegen übertriebener Härte. Es gab hochkarätige Torchancen und unglaubliche Torhüterleistungen, wobei Justin Pogge im Haie Tor zunächst mehr gefordert war. Das Anfangsdrittel verging torlos.

Die von den Fans ersehnten Tore fielen dann im Mittelabschnitt. Das erste Play-off-Tor für die Eisbären des Jahrganges 2022 war Marcel Noebels vorbehalten. Unbedingt muss hier die Vorarbeit von Matt White (es war nicht White, sondern Leonard Pföderl – wurde von den Schiedsrichtern falsch wahrgenommen) erwähnt werden. Das 1:0 für die Eisbären fiel in der 21. Minute und zehn Minuten später erhöhte Leo Pföderl auf 2:0. Ellis Morgans Schuss fälschte er unhaltbar für Pogge ab. Anschließend ließen beide es etwas ruhiger angehen. Die Eisbären überstanden eine Unterzahl. Zudem scheiterte für Köln Jonathan Matsumoto an Niederbergers Fanghand.

Mathias Niederberger in Aktion Foto:© Hans-Peter Becker

Was ging noch für die Gäste im Schlussdrittel? Zunächst mussten die Domstädter eine Unterzahl überstehen. Das Überzahlspiel der Eisbären ist in dieser Spielzeit nicht unbedingt eine herausragende Stärke. Die beiden Treffer im Mittelschnitt fielen in voller Mannschaftsstärke. Die Eisbären versäumten es, den Sack zuzubinden und so kam es, wie es im Eishockey vorkommen kann. Köln schaffte in der 54. Minute den Anschlusstreffer durch David McIntyre. Es war noch genug Zeit für ein Comeback. Der Vorsprung hielt und zwei Minuten vor dem regulären Ende nahm Uwe Krupp eine Auszeit und seinen Torhüter vom Eis. Jetzt spielten sich turbulente Szenen vor dem Tor der Eisbären ab. Die Sekunden vergingen und der erste Play-off-Sieg war unter Dach und Fach.

Die Halle war nicht ganz ausverkauft, es bot sich endlich wieder ein stimmungsvoller Rahmen. Es waren 10.692 Zuschauer, darunter etliche Fans der Haie, in der Arena. Zuletzt hatte es ein Play-off Spiel unter diesen Bedingungen am 29. März 2019 gegeben.

Weiter geht es am Dienstag, 12. April in Köln. Es werden drei Siege benötigt, um in das Halbfinale einziehen zu können.

10.04.2022 14:00 MB-Arena Berlin Play-off Viertelfinale Spiel 1

EHC Eisbären Berlin – Kölner Haie 2:1 (0:0/2:0/0:1)

Hans-Peter Becker

Trotz Niederlage – 100 Punkte Marke erreicht

Die Eisbären taten sich schwer im 49. Saisonspiel. Die Gäste aus Ingolstadt versuchten ihr Glück mit defensiv geprägten Kontereishockey. Zwar hatten die Eisbären optisch mehr vom Spiel, doch die Toren schossen zunächst die Gäste.

In der 18. und 33. schlug es ein im Tor der Eisbären. Erst in der Schlussphase der Partie konnten die Eisbären zurückschlagen. In der 47. traf Bokk zum 1:2 in einer 4 gegen 4 Situation und in der 54. Minute nutzten die Eisbären ein Powerplay für den 2:2 Ausgleich. Die Schlussphase war turbulent, ein weiteres Tor fiel bis zur Schlusssirene nicht mehr. Immerhin wurde es ein Punkt, eben der einhundertste in der laufenden Spielzeit.

Die Entscheidung fiel nicht in der Overtime. Im Penaltyschießen hatten die Eisbären kein Glück. Es war das insgesamt 5. Penaltyschießen zudem die Eisbären antreten mussten und erst eins davon konnten sie gewinnen. Am Schluss jubelten die Panther aus Ingolstadt, die beiden Punkte können sie gut gebrauchen im Kampf um die Playoff-Plätze. Trotz der erneuten Niederlage, zuvor reichte es in Düsseldorf auch nur zu einem Punkt, bleiben die Eisbären Tabellenführer und haben einen Platz in den Playoffs sicher.

Bis zu den Playoffs müssen die Eisbären noch 7 Spiele absolvieren. Am Donnerstag wird in München und nur 24 Stunden später in Nürnberg gespielt. Das nächste Heimspiel wird am Sonntag, 27.03. gegen Straubing ausgetragen. Selbst für Eishockeyprofis ein Hammerprogramm.

Hans-Peter Becker

Eisbären gewinnen das Bärenduell

Die Siegesserie der Eisbären war unter Woche in Augsburg gerissen und seit dem 27. Februar hatte es kein Heimspiel mehr in der Arena gegeben. Vor 8.000 Zuschauern empfingen die Eisbären die Grizzlys aus Wolfsburg.

Beide Teams konnten mit vier Sturmreihen antreten und so hatten die Torhüter einiges zu tun. Bei den Eisbären stand wieder Mathias Niederberger im Tor, während bei den Gästen Chet Pickard den Vorzug bekam. Ihm unterlief in der 37. Minute ein Missgeschick, als er einen eher harmlosen Schuss von Johan Södergran durch die Schoner rutschen ließ. Zuvor waren die Eisbären bereits zweimal erfolgreich gewesen. In der 9. und der 35. Spielminute trafen Zachary Boychuk und Kevin Clark. Nach der 3:0 Führung konnten die Eisbären-Fans dann ihre Schmäh-Gesänge „und morgen wieder Frühschicht bei VW“ anbringen.

Im Schlussabschnitt bleiben die verstärkten Bemühungen der Gäste vergebens. Es wollte einfach nicht klappen mit einem Torerfolg. Entweder war es der glänzend aufgelegte Niederberger oder es fehlten die berühmten Zentimeter. Selbst fünf Überzahlspiele halfen nicht. Gut sechseinhalb Minuten vor dem Spielende nahm Gästetrainer Michael Stewart seinen Goalie vom Eis. Als Stadionsprecher Uwe Schumann den Beginn der letzten zwei Spielminuten verkündete, stand es noch immer 3:0 für die Eisbären.

Exakt 90 Sekunden vor der Schlusssirene gelang es den Grizzlys Niederberger zu überwinden. Der Torschütze war Tyler Gaudet. Der Wolfsburger lieferte sich wenig später einen Faustkampf mit Eisbärenverteidiger Ellis Morgan. Anschließend war es dann vollbracht und der 3:1 Heimsieg der Eisbären eingetütet.

Eisbärenverteidiger Jonas Müller absolvierter sein 400. DEL-Spiel und alle natürlich für die Eisbären und was passte besser dazu, als ein Heimsieg.

Hans-Peter Becker

Eisbären kassieren Niederlage gegen Nürnberg

Die Pandemie belastet die DEL, am 41. Spieltag mussten insgesamt vier Partien abgesagt werden. In Berlin konnte gespielt werden. Die Eisbären empfingen die Nürnberg Ice Tigers. Das erste Heimspiel gegen den Liga-Konkurrenten am 26. Spieltag hatten die Eisbären mit 1:3 verloren.

Der Start in das Spiel verlief erneut unglücklich. Es dauerte nur 24 Sekunden, da durfte Tobias Ancicka, der für Mathias Niederberger startete, den Puck aus dem Tor holen. Der Torschütze war Christopher Brown. Der Ausgleich gelang den Eisbären in der 13. Minute. Die Torvorlage von Marcel Noebels wurde von einem Nürnberger Schlittschuh abgefälscht und Nutznießer war Leonhard Pföderl, der gegen seinen Ex-Verein einnetzen konnte. Mit einem 1:1 auf der Anzeigetafel ging es in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt hatte seinen ersten Kulminationspunkt in der 28. Minute. Erst gelang Matt White die Führung für die Eisbären, doch Eishockey ist das schnellste Mannschaftsspiel. Ganze 12 Sekunden später, mitten in die Verkündung des Eisbärentreffers, fiel das Gegentor durch den Center der ersten Nürnberger Sturmreihe Ryan Stoa.

Foto:© Stephan Wenske

Der erneute Führungstreffer gelang den Eisbären in der 35. Minute, Torschütze war Sebastian Streu. Für die Anerkennung des Treffers bemühten die Schiedsrichter den Videobeweis. Es bestand der Verdacht eines hohen Stocks. Kurz vor der letzten Drittelsirene flogen die Fäuste und je zwei Akteure von Nürnberg und Berlin erlebten den Beginn des Schlussdrittels auf der Strafbank.

Die Gäste blieben dran und konnten in der 46. Minute ein Powerplay zum 3:3 Ausgleich nutzen. In der 51. Minute liefen die Eisbären in einen Konter und kassierten den 3:4 Rückstand durch Ryan Stoa. Die Minuten zerrannen, die 2.000 Zahlenden und die Stadionmusik gaben ihr bestes, der geisterhaften Atmosphäre etwas entgegenzusetzen. Der Goalie ging vom Eis, schlussendlich wurde erneut gegen die Ice-Tigers verloren. Auf dem Videowürfel stand eine 3:4 Niederlage. Die Diskrepanz zwischen Heim- und Aufwärtsauftritten ist nicht zu erklären.

Hans-Peter Becker

Eisbären gewinnen gegen Augsburg

Mit einer Niederlage waren die Eisbären in das neue Eishockeyjahr gestartet. Bereits zwei Tage später hatten sie die Chance sich, erneut vor coronabedingt reduziertem heimischen Publikum, zu revanchieren. Die Gäste aus Augsburg kämpfen um die Playoff-Teilnahme und sie gewannen das 1. Drittel. In der 8. Minute fand ein Rückhandschuss von Matthew Puempel den Weg in das Tor. Die Bemühungen der Eisbären, den Ausgleich zu erzielen, waren in der 23. Minute von Erfolg gekrönt. Nachwuchsmann Eric Mik demonstrierte seine gute Schusstechnik und setzte den Puck in die Maschen. Marcus Keller im Augsburger Tor hatte keine Chance.

Bis zur nächsten Drittelpause bemühten sich beide um ihren zweiten Treffer. Es gelang nicht. Mit einem Unentschieden wurde der Gang in die Kabine angetreten. Im Schlussdrittel waren die Eisbären im ständigen Vorwärtsgang, während die Augsburger auf Fehler im Spielaufbau lauerten, um entsprechend kontern zu können. Das Spiel drehen konnten die Eisbären in der 46. Minute. Die Schiedsrichter hatten eine Strafe angezeigt und mit einem Spieler mehr auf dem Eis gelang der Führungstreffer. Giovanni Fiore feuerte in Richtung Tor und hatte Erfolg.

Die Minuten vergingen und die Augsburger sahen keinen Grund, sich geschlagen zu geben. Die Eisbären bekamen fünf Minuten vor dem Ende noch ein Überzahlspiel, was sie nicht nutzen konnten. Schlussendlich war es ein Treffer ins leere Tor, der das Spiel entschied. Yannick Veilleux war der Schütze.

Die Eisbären bleiben mit diesem Sieg weiter Spitzenreiter der DEL.

Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske

Eisbären verlieren am 1. Advent

Die Partie zwischen Berlin und Nürnberg war der Abschluss des 26. Spieltages in der DEL. Aufgrund der gestiegenen Inzidenz-Zahlen in der Corona-Pandemie musste in der MB-Arena wieder durchgehend eine Maske getragen werden.

Das Anfangsdrittel bot einige Torszenen, ein Treffer fiel nicht. Die Gäste aus Nürnberg konnten zwei Überzahlsituationen nicht nutzen. Es sah gefällig aus, es fehlte schlicht der letzte Zug zum Tor. Die Eisbären hatten ähnliche Probleme. Der Puck zappelte in der 26. Minute im Eisbären-Tor. Es zählte nicht, bei der Schussabgabe durch Nürnbergs Daniel Schmölz war Mathias Niederberger regelwidrig behindert worden. Schmölz hatte in der 33. Minute mehr Glück, sein abgefälschter Schuss fand den Weg ins Tor und jetzt rannten die Eisbären einem Rückstand hinterher. Wenn es dir nicht gelingt ein Tor zu schießen, macht es halt der Gegner. Das 0:2 aus Sicht der Eisbären fiel in der 38. Minute durch Gregor MacLeod. Postwend schlugen die Eisbären durch Mark Zengerle zurück. Das Mitteldrittel mussten die Eisbären in Unterzahl beenden. Marcel Noebels musste wegen eines Stockchecks in die Kühlbox.

Das Schlußdrittel begann mit 23 Sekunden Überzahl für die Gäste. Die Nürnberger beförderten in der 42. Minute den Puck ins Tor und die Eisbären hatten erneut den Videobeweis auf ihrer Seite. Es war eine aktive Kickbewegung, die den Puck ins Tor beförderte und das ist im Eishockey nicht erlaubt. Die Eisbären verstärkten ihre Bemühungen, eine Niederlage war nicht vorgesehen. Niklas Treutle, der erfahrene Goalie im Nürnberger hielt alles. Den Eisbären schwanden die Kräfte. Auf der Uhr waren noch 2 Minuten und 30 Sekunden effektiver Spielzeit, Nürnberg nahm eine Auszeit und die Eisbären ihren Goalie vom Eis. Ein empty-neter entschied das Spiel in der 58. Minute als Patrick Reimer die Gunst der Stunde nutzte. Die Eisbären verlieren mit 1:3.

Zur Pressekonferenz nach dem Spiel erschien Stefan Ustorf, der Sportdirektor der Nürnberg Ice Tigers. Er ist der Meinung, dass in Berlin die neun besten Stürmer der DEL spielen. Die Eisbären sind jederzeit in der Lage, Torchancen aus dem Nichts zu kreieren. Glücklicherweise ist ihnen das heute gegen uns nicht gelungen. Seine Mannschaft hat hart gearbeitet, was Serge Aubin von seiner Mannschaft auch sehen will.

Die Eisbären gingen leer aus, es wurde nur ein zwei Punkte Wochenende. Das Spiel in der MB-Arena sahen 5.614 Zuschauer.

Hans-Peter Becker

Eisbären rupfen die Hähne

Der Dienstagabend ist kein bevorzugter Termin für das Eishockeyspielen. Der enge Terminplan der DEL muss hin und wieder den Fans eine englische Woche zumuten. Lediglich 5.322 Zuschauer sahen die Partie des 24. Spieltages zwischen den Iserlohn Roosters und den Eisbären. Sogar eine handvoll Fans aus dem Sauerland hatten den Weg in die MB-Arena gefunden. Sie durften in der 27. jubeln, als Brent Aubin traf. Allerdings hatten die Eisbären zuvor bereits dreimal getroffen. Giovanni Fiore eröffnete in der 6. Minute den Torreigen, Frank Hördler legte mit einem Kracher von der blauen Linie in der 11. Minute nach.

Das Spiel drohte etwas einseitig zu werden, als Frans Nielsen in der 25. Minute zum Zwischenstand von 3:0 einnetzte. Der eingangs erwähnte Treffer von Aubin beeindruckte die Eisbären nicht im geringsten, in der 28. Minute war es erneut Fiore, der einen Treffer erzielte. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts verletzte sich Iserlohns Goalie Hannibal Weitzmann.

Foto: © Stephan Wenske

Den Schlussabschnitt begannen die Unterzahl. Hubert Labrie versetzte dem Doppeltorschützen Fiore einen Stockschlag, worauf eine kleine Rauferei zwischen den beiden begann. Labrie ging für vier Minuten auf die Strafbank. Die Eisbären verwalteten den Vorsprung und im Tor stand ein glänzend aufgelegter Mathias Niederberger.

Der Schlussabschnitt verging torlos. Für die Gäste war in Berlin nichts zu holen.

Hans-Peter Becker

Eisbärensieg in Straubing

Was im Heimspiel gegen Mannheim nicht funktionierte, machten die Eisbären drei Tage später im Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers viel besser. Zwei Treffer fielen im Powerplay, einer in voller Mannschaftsstärke und der vierte Treffer hatte Seltenheitswert. In Unterzahl, nur drei Eisbären gegen sechs Tiger, ohne Goalie und Blaine Byron gewann das Bully vor dem eigenen Tor und traf ins leere Gehäuse, ein shorthander 2 plus empty net. Byron traf bereits zum 1:0 und erzielte somit seine ersten beiden DEL-Tore für die Eisbären.

Im Tor der Eisbären stand wieder Mathias Niederberger, der es seinem Kollegen Tobias Ancicka nachmachte und seinen ersten Shutout der Saison erzielte. Trainer Serge Aubin sprach von einem hart umkämpften Spiel und das seine Mannschaft unbedingt auf die Siegerstraße zurückwollte. Ein Sonderlob gab es für den Goalie, „er hat sehr gut gehalten“.

Bereits am kommenden Freitag, 24.09. geht es für die Eisbären in der heimischen Arena weiter. Zu sind die furios in die Saison gestarteten Grizzlys aus Wolfsburg. Sie führen aktuell zusammen mit München die Tabelle an. Die Eisbären sind jetzt sechster mit vier Punkten weniger.

Hans-Peter Becker

DEL 5. Spieltag 22.09.2021 19:30 Uhr Eisstadion „Am Pulverturm“ Straubing

Straubing Tigers – Eisbären Berlin 0:4 (01:0/0:0/0:3)

Deutsche Eishockey Liga mit einigen Neuerungen in der kommenden Spielzeit

Am 9. September startet die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in die nunmehr 27. Spielzeit. 1994 war die Liga mit 18 Mannschaften gestartet, ein Auf- oder Abstieg war nicht vorgesehen. Lediglich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sollte über die Teilnahme an der Liga entscheiden. Eine sportliche Qualifikation für die DEL ist jetzt möglich. Der Meister DEL 2, der SC Bietigheim-Bissingen konnte neben der sportlichen auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen und ergänzt das Teilnehmerfeld. Insgesamt sind es jetzt 15 Mannschaften, die den Deutschen Meistertitel ausspielen. Am Tabellenende wird spannend, es droht auf Platz 14 und 15 nach der Vorrunde der Abstieg. Wegen der Corona-Pandemie wurde in der vergangenen Saison auf den Abstieg verzichtet, so das mit 15 Mannschaften gespielt wird.

Ab der Saison 2022/23 wird dann wieder mit 14 Mannschaften gespielt werden. Das heißt, der Tabellenletzte wird die Liga verlassen müssen, während der Vorletzte hoffen darf drin zu bleiben, sollte aus der DEL 2 kein Team die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Aufstieg erfüllen können.

Bis zum 27. März 2022 werden 420 Spiele der Vorrunde ausgetragen. Es wird wieder im Freitag und Sonntag Rhythmus gespielt. Ein Spiel wird auf den Donnerstag vorgezogen. Magenta-Sport zeigt jedes Spiel, dafür ist ein Extra-Abo nötig, im Free-TV sind regelmäßig am Sonntag ab 17:00 Uhr ausgewählte Partien zu sehen. Ab dem 29. März 2022 beginnt die entscheidende Phase der Saison mit der 1. Playoff-Runde (Modus Best-of-Three). Ab dem Viertelfinale wird im Modus Best-of-Five um den Titel gekämpft. Die Finalserie startet am 26. oder 27. April und endet spätestens am 5. Mai. Auf Nachfrage, warum nicht wenigstens die Finalserie im Modus „best of seven“ ausgetragen wird, kam die Antwort, dass das Zeitgründen nicht möglich ist. Zumal die Vorrunde zweimal pausieren muss, wegen des Deutschland-Cups und der Olympischen Winterspiele.

DEL Geschäftsführer Gernot Tripcke (links) und TV Experte Rick Goldmann während der DEL Pressekonferenz Foto: © Becker

Es darf wieder vor Zuschauern gespielt werden. Ein wichtiger Punkt, die Corona-Saison hat der DEL einen drastischen Umsatzrückgang beschert. Dass alle Vereine wirtschaftlich Überleben konnten, war auch der Solidarität der Spieler zu verdanken, die auf ein Teil ihrer Gehälter verzichteten. Wie viele Zuschauer in den Eishallen dabei sein können, ist aktuell vom Standort abhängig. Die Eisbären dürfen bisher ihre Arena zu 50 % auslasten, während der Neuling aus Bietigheim seine Halle voll ausnutzen kann. In München, im Bundesland Bayern sieht es dagegen ganz anders aus.

Vorgestellt wurde ein Werbespot, Eishockey-Profis werben für das Impfen. In kurzen Videoclips, die über die Social Media-Kanäle ausgespielt werden, positionieren sich Akteure wie Mathias Niederberger (Eisbären Berlin), Alex Barta (Düsseldorfer EG) und Colin Ugbekile (Kölner Haie) für eine Impfung. „Für mich war sehr schnell klar, dass ich mich impfen lasse. Letztlich muss und soll es jeder selbst entscheiden. Ich denke, es ist eine hervorragende Möglichkeit“, so Barta.

Hans-Peter Becker/DEL