Spandau reist mit Siegeswillen nach Hannover

Noch ist die nationale Wasserball-Saison der Männer eine junge und hat gerademal den Supercup und in der A-Gruppe der DWL den Auftakt-Spieltag hinter sich. Der freilich liegt schon vier Wochen zurück. Gefühlt also geht es mithin eigentlich erst am kommenden Samstag so richtig los. Und das gleich mit dem Kracher schlechthin: Waspo 98 Hannover, Pokalsieger und Vizemeister 2019, empfängt Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 im heimischen Stadionbad zum deutschen Gipfeltreffen der Sportart.

In den Verlautbarungen des Gastgebers wird das Duell als „richtungsweisendes Spiel“ charakterisiert. Seit Hannovers Supercup-Erfolg im November 2018 (11:8), also binnen eines Jahres, standen sich die beiden Erzrivalen zehnmal gegenüber (Meisterschaft, Pokal, Champions League, Supercup). Die Bilanz aus diesen Partien lautet – vor allem dank des 3:0 für die Berliner im Best-of-Five-Meisterschaftsfinale – 6:4 zugunsten der Hauptstädter. In der DWL-Hauptrunde und der Champions League war das Resümee geteilt (1:1), im Pokal holte Hannover per 5-Meter-Werfen den Titel, im dramatischen Supercup Anfang Oktober 2019 ebenso (21:20 für Waspo). Langeweile dürfte mithin kaum angesagt sein fürs mit Emotionsgarantie versehene Spitzenspiel.

Beide Teams sind noch auf der Suche nach sich selbst, positive und zu verbessernde Spielelemente in den zum Teil neu aufgestellten Mannschaften wechseln sich noch oft ab. In der Champions League hat Spandau nach dem Heim-8:11 gegen Barceloneta mit dem Auswärts-12:12 bei Jadran Split den ersten Punkt geholt, musste nach Dauerführung am Ende noch den Verlust der nahen vollen Ausbeute beklagen. Hannover hat seine beiden Partien in Budapest bei CL-Titelverteidiger Ferencvaros und beim OSC mit 12:15 und 10:19 verloren. Welchen Aussagewert all die genannten Resultate haben, wird man in der Samstagsbegegnung sehen. Hier wie da gibt es einige Personalprobleme. Spandau musste in Split ohne den fehlenden Abwehrchef Remi Saudadier sowie den krankheitsbedingten Kurzzeit-Ausfällen Kapitän Marko Stamm und Ben Reibel antreten. Letzterer wird auch am Samstag fehlen, Stamm wieder dabei sein.

Hannover sieht bei sich die mit der „Neustrukturierung“ prognostizierten „Leistungseinbußen“ bislang nicht eingetreten, beschwört aber in persona von Vereinschef Bernd Seidensticker und Trainer Karsten Seehafer, man brauche vor allem Zeit. Bei beiden Teams haben die russischen Neuzugänge (Ivan Nagajev/Waspo, Dmitri Kholod/Spandau) gut eingeschlagen. Von außen betrachtet, erscheint der Ausgang offen. „Bei den Duellen mit Hannover wird immer von Gipfel geredet. Für uns soll der Gipfel nicht am Anfang, sondern am Ende der Saison erklommen werden. Doch jetzt wollen wir die erste Basisstation für den Aufstieg errichten und gewinnen“, sagt Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

26. Oktober 2019, DWL, 2. Spieltag

Waspo 98 Hannover -Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: Samstag, 26.10.2019 18 Uhr

Spielort: Stadionbad, Robert-Enke-Str. 5, 30169 Hannover

Spandau 04 holt in der Champions League einen Punkt in Split

Wasserball-Rekordmeister Spandau 04 hat in der Champions League-Hauptrunde der Gruppe A im zweiten Spiel bei Jadran Split (Kroatien) ein 12:12 (5.4,3:2,3:4,1:2) geholt. Zehn Tage nach dem 8:11-Heimauftakt gegen CN Barceloneta gelang den Berlinern damit eine Teilrehabilitation, allerdings war nach dem Spielverlauf auch mehr für die Gäste möglich. Deren Ausgangsposition für die Fortsetzung der Hauptrunde hat sich damit nur unwesentlich verbessert.

Spandau, ohne Kapitän Marko Stamm, Ben Reibel und Abwehrchef Remi Saudadier personell geschwächt angetreten, begann gleichwohl stark, lag nach 70 Sekunden mit 2:0 und danach auf der Basis einer starken Leistung von Keeper Laszlo Baksa sogar mit drei Toren Differenz (4:1 und 5:2, 9:6) vorn. Allerdings gab die Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic mehrfach wertvolle Vorsprünge zu leicht wieder her.

Erst im Schlussviertel konnte Gastgeber Split die durchgängige Führung der Deutschen ausgleichen, aber nie in Führung gehen. Auch der letzte Jadran-Angriff 2 Sekunden vor dem Ende des Spiels wurde von Baksa mit einer großartigen Parade entschärft.

Die beiden Youngster im Berliner Team, Yannek Chiru (2002) und Aleks Sekulic (2003) kamen zu ihrem ersten Einsatz in einem CL-Spiel.

Am 3. Spieltag des Königswettbewerbs muss Spandau am 29. Oktober erneut in Kroatien bei Jug Dubrovnik antreten.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Champions League 2019 / 2020 – Spieltag 02 in Split/18. Oktober 2019

Jadran Split – Wasserfreunde Spandau 04

12:12 (4:5,2:3,4:3,2:1)

Torschützen Spandau: T. Negrean 4, D. Kholod, N. Dedovic, M. Restovic 2, S. Pjesivac, M. Jüngling 1

Wasserfreunde 04 in der Championsleague – Herausforderung und Chance zugleich

14 Spieltage hat die Hauptrunde der Champions League, während der sich die jeweils vier Besten in den beiden Achter-Gruppen für das Final 8 des Königswettbewerbs im Juni 2020 in Italien qualifizieren. Vor dem nun anstehenden zweiten Spieltag am Freitag/Samstag von einer Weichenstellung oder einer Vorentscheidung zu sprechen, ist wahrscheinlich etwas früh. Aber dennoch hat das Duell von Spandau 04 bei Jadran Split in Kroatien durchaus eine erhebliche Bedeutung für den weiteren Verlauf. Beide Teams haben ihren Heimauftakt vor anderthalb Wochen verloren – Spandau mit 8:11 gegen CNA Barceloneta und Split sogar mit 8:17 gegen den Vorjahres-Finalisten Olympiacos Piräus.

Eine erneute Niederlage kann für beide Mannschaften angesichts der starken Gruppen-Rivalen – Jug Dubrovnik, Szolnok, Barceloneta, Piräus, Kasan und Herceg Novi – und der folgenden Partien (Spandau am 3. Spieltag Ende Oktober bei Jug Dubrovnik, Split bei Sintez Kasan) das Dilemma noch verstärken.

Spandau und Split waren bereits in der Vorsaison Hauptrundengegner. Die Bilanz dabei lautete 1:1. Die Berliner gewannen im letzten Spiel des Jahres kurz vor Weihnachten gegen den damaligen CL-Neuling knapp mit 12:11. Split revanchierte sich Mitte März 2019 überzeugend mit 14:8.

„Die Partie in Split ist für uns Herausforderung und Chance zugleich“, sagt 04-Trainer Petar Kovacevic, der sich der brisanten Konstellation wohl bewusst ist. Das klar erklärte Ziel, die Champions League besser abzuschließen als in der Vorsaison, sei durch die auch durch das verletzungsbedingte Fehlen von Abwehrchef Remi Saudadier beeinflusste Auftaktniederlage gegen Barceloneta, nicht ad acta gelegt. „Das macht alles zwar nicht einfacher, aber wir haben das Potenzial, in der Gruppe mitzuhalten und Spiele zu gewinnen“, ist Kovacevic überzeugt. Dafür müsse aber die Formkurve – mannschaftlich wie individuell – weiter ansteigen, „jeder einzelne muss seine noch vorhandenen Defizite abbauen und sich den eigenen Leistungsgrenzen nähern“. Gegen die Kroaten, in deren Reihen der Australier Nathan Power nahezu der einzige echte „Legionär“ ist, wird das vor bekannt emotionalem Publikum zwar schwer, aber gerade das könnte auch den Kampfgeist stärken.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Champions League 2019/20 – Start der Wasserfreunde

Endlich ist es wieder so weit. Europas beste Wasserballspieler sind zu Gast beim deutschen Wasserballmeister Wasserfreunde Spandau 04 in der Schwimmhalle Schöneberg. Der erste Gegner der Berliner ist der spanische Meister CNA Barceloneta. Das Team aus Katalonien hat es in der vergangenen Saison, im Juni im “Final Eight“ in Hannover, bis ins kleine Finale geschafft und unterlag dort dem damalige Starensemble und Titelaspiranten Pro Recco Genua erdenklich knapp mit 7:8 Toren. Damit belegten die Spanier den 4. Platz. Spaniens Meister hat sich auch für die neue Saison das Ziel gesetzt, sich für das Finalturnier zu qualifizieren.

Die Berliner, die es in der vergangenen Spielerunde verpassten, sich wie im Jahr davor unter die letzten acht Mannschaften zu spielen, haben aber ebenso die Ambitionen es wieder einmal ins Finale zu schaffen. Dennoch ist das Team von Barceloneta der Favorit dieser Begegnung, zumal die Berliner ohne ihren Chef der Abwehr, den Centerverteidiger Rémi Saudadier antreten müssen. Saudadier fehlt seiner Mannschaft krankheitsbeding wahrscheinlich noch mehrere Wochen. Gespannt ist die Berliner Wasserballszene auf den ersten Aufritt von Dmitrii Kholod, einer der besten Spieler in der russischen Nationalmannschaft und Spandaus Neuzugang. Kholod wechselte von Dynamo Moskau nach Berlin, wo er bereits in der vergangenen Saison in der Champions League zu sehen war. In den Reihen von Barceloneta werden wir einen alten Bekannten wiedertreffen. Der Slowake Martin Famera, der in der Saison 2015/16 die Spandauer Farben vertrat, spielt seit 2016 erfolgreich für die Spanier. Famera, der mit einem lukrativen Angebot aus Berlin nach Barcelona, gelockt wurde, hatte auch damit geliebäugelt, seine Nationalität zu wechseln, um für die spanische Nationalmannschaft spielen zu können. Für die Wasserfreunde stellt dieses erste Spiel auf internationaler Ebene eine Standortbestimmung für die noch ganz junge Saison dar. 04-Trainer Petar Kovacevic hat in den letzten 5 Wochen sehr intensiv mit seinem Team gearbeitet und es für die anstehenden Aufgaben vorbereitet.

Peter Röhle

Spieltag 1: Wasserfreunde Spandau 04 – CNA Barceloneta (ESP) 08. Oktober 2019 19.00 Uhr, Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Die Wasserfreunde wollen den Supercup zum 16. Mal gewinnen

Ob es am nationalen Feiertag, dem Tag der Deutschen Einheit, auch sportlich etwas zu feiern geben wird, entscheidet sich für Spandaus Wasserball-Männer ab 15 Uhr. Dann wird in der Schwimmhalle Schöneberg der Supercup zwischen dem Rekord- und Meister von 2018/2019 und dem Pokalsieger Waspo 98 angepfiffen. Der erste Titel der gerade neu gestarteten Saison wird zwar als nicht so gewichtig wie Meisterschaft und Pokal angesehen, aber im Prestigeduell der beiden Erzrivalen wird diese Standortbestimmung gleichwohl als Wegweiser und Stimmungsmacher für die bevorstehenden nationalen und vor allem internationalen Herausforderungen auf Vereins- und Auswahlebene angesehen.

Zum 20. Mal seit der von Spandau 04 gewonnenen Supercup-Premiere 1979 trifft der Meister 2018/19 auf den Pokalsieger des Vorjahres Waspo Hannover. In der bisherigen Siegerliste dieses Wettbewerbs (1979-1985, 1997-2003, 2014-2018) sind allein die Hauptstädter und die Niedersachsen (1998,2000,2017,2018) vertreten. Vor knapp einem Jahr triumphierte Waspo beim vierten nationalen Championat in Serie (Supercup, Pokal, Meisterschaft, Supercup) in Serie mit 11:8. Waspo ließ danach sogar Titel Nummer 5 im DSV-Pokal folgen, der von den Hannoveranern schon lautstark als Wachablösung im deutschen Männerwasserball gefeiert wurde.

Doch mit dem 3:0-Playoff-Finalerfolg in der Meisterschaft demonstrierte Spandau überzeugend, dass die Wasserfreunde nicht gewillt ist, den nationalen Thron kampflos zu räumen. Das soll nun im Supercup um die von 04-Ex-Wasserballwart Dr. Günter Schwill gestiftete Statue „Jüngling von Olympia“, einer Nachbildung eines Werks des antiken Bildhauers Praxiteles, unterstrichen werden. Siebenmal trafen Spandau und Hannover im Supercup bislang aufeinander, die Bilanz zeigt die Niedersachsen mit 4:3-Siegen leicht im Vorteil. Das achte Duell wird als erster harter Saisontest für beide Seiten nach einigen personellen Veränderungen mit Spannung erwartet.

Das gilt auch für den erst zum dritten Mal ausgetragenen Frauen-Supercup an gleicher Stätte, bei dem es nach den bisherigen Siegern Nikar Heidelberg und Waspo 98 Hannover auf jeden Fall einen neuen Gewinner geben wird. Die in ihrer vergangenen Premierensaison auf Anhieb als Double-Sieger in Pokal und Meisterschaft erfolgreichen Spandau 04-Frauen können sich mit einem Triumph gegen Bayer Uerdingen nun sogar zum Triple-Gewinner krönen.

Russischer Bär spielt zukünftig mit Spandau-Kappe

Spandau freut sich über eine spektakuläre Neuverpflichtung: Aufgrund seiner Vielseitigkeit ist der russische Nationalspieler Dmitrii Kholod als Ausnahme-Wasserballer einzustufen.

Der amtierende, frischgebackene Deutsche Meister Wasserfreunde Spandau 04 kann für die nächste Saison mit dem 27-jährigen Modellathleten  (197cm, 99 kg) eine eindrucksvolle Neuverpflichtung vermelden, nachdem die Spandauer Meister Mannschaft, wie bereits vermeldet, auch für die nächste Saison fast vollständig zusammen bleibt.

Trainer Peter Kovacevic: “Dmitrii ist einer der schnellsten Wasserballer mit einem besonderen Schuss und kann Aufgrund seiner körperlichen Präsenz alle Positionen spielen.“

Der 27-jährige Kholod hat in Spandau einen 3-Jahresvertrag unterschrieben und kommt vom Champions-League-Konkurrenten Dynamo Moskau.

Möglich wurde dieser Transfer-Coup auch durch den ab dem 1. Juli 2019 neu im Spandau-Boot sitzenden Hauptsponsor des gesamten Vereins, dem Berliner Wohnungsbauunternehmen GEWOBAG mit 62000 Wohnungen in Berlin!

Manager Peter Röhle:

„Es ist beeindruckend, welche Spieler bei uns spielen wollen. Sie sind von unserer Stadt Berlin, unserem in Deutschland einmaligen Vereinsimage und insbesondere von der Qualität und dem guten internationalen Ruf unseres Trainers Petar Kovacevic überzeugt. Viele der Spieler könnten woanders in Deutschland oder in den europäischen Topnationen viel mehr Geld verdienen. Aber sie entscheiden sich für ihre sportliche Weiterentwicklung.“

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04

Einmal ist keinmal, aber aller guten Dinge sind drei!

Die Best-of-Five-Finalserie um den Deutschen Meisterschaftstitel der Wasserball-Männer der Saison 2018/2019 hat für die Wasserfreunde Spandau 04 optimal begonnen. Am Mittwoch gewann der Hauptrunden-Erste im Freibecken des Volksbades Limmer bei frischen 17 Grad Außentemperatur das Auftakt-Match der Serie bei Titelverteidiger Waspo 98 Hannover mit 10:9 und machte damit den ersten von drei nötigen Schritten zur 37. nationalen Meisterschaft seit 1979.

„Mehr aber auch nicht, einmal ist keinmal, aber aller guten Dinge sind tatsächlich erst drei“, sagte Präsident Hagen Stamm nach dem Match und war gedanklich schon bei den beiden folgenden Heimpartien am Samstag, 25.05. (16 Uhr) und Sonntag, 26.05. (14 Uhr). Gewänne Spandau beide Spiele wäre der Rekordmeister auf dem schnellsten Wege Champion geworden und hätte alle Skeptiker, die Hannover nach zuletzt fünf Endspielsiegen in den nationalen Wettbewerben gegen Spandau zum Favoritenschild erklärten, eines Besseren belehrt.

Im Mittwochmatch in Hannover zeigte sich die Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic bestens vorbereitet, wirkte geistig wacher und frischer und diktierte das Spiel beinahe durchgängig. Oder anders formuliert: Die Berliner gaben den Ton an. Erst als Waspo eine Minute vor Schluss den 9:10-Anschluss erzielte, regten sich leise Zweifel.

Das kurze Zittern war aber schnell vorbei, Spandau brachte das Match kontrolliert, cool und absolut verdient nach Hause. Vor allem in der Defensive arbeitete das Team exzellent und ließ die Waspo-Angreifer und die hochgelobten Legionäre (Radovic ohne Tor, Brguljan/2, Jokic und Seculic je 1) nicht zur Geltung kommen. Für Spandau netzten sieben Akteure ein, von denen Nikola Dedovic – zum „Spieler des Tages“ gewählt – mit drei Treffern herausragte. Insgesamt war es eine Top-Teamleistung, das war mit Sicherheit das entscheidende Plus gegenüber den Niedersachsen.

„Können wir das noch zweimal wiederholen, dann haben wir einen Grund zum Feiern. Doch die Spiele in Berlin werden jetzt mit Sicherheit nicht leichter, denn man muss erwarten, dass Hannover mit dem Rücken zur Wand nun erst richtig die Krallen ausfahren wird“, ist Kovacevic überzeugt.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Deutsche Wasserball-Liga (DWL)

2018/2019

Playoff-Finale Deutsche Meisterschaft (Best of Five)

Vorschau auf die Spiele 2 und 3

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Samstag, 25. Mai, 16 Uhr und Sonntag, 26. Mai, 14 Uhr

Spielort: Schwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

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Rückblick, Spiel 1, Mittwoch, 22. Mai.2019

Waspo 98 Hannover – Spandau 04 9:10 (2:3,2:4,2:1,3:2);

Torschützen Spandau: Dedovic (3), Negrean (2), Saudadier, Gielen, Reibel, Restovic, Pjesivac (je 1)

Im Meisterschafts-Finale muss Spandau Charakter zeigen

Die nationale Wasserball-Saison der Männer steuert mit Vollgas auf ihren Höhepunkt zu. Die erste Begegnung im erwarteten Finale zwischen Rekordmeister Spandau 04 und Titelverteidiger Waspo 98 Hannover startet am Mittwochabend, 22.05. um 19 Uhr. Die Berliner müssen als Hauptrundensieger diese erste Partie auswärts bestreiten, haben aber dafür den Vorteil, am Wochenende darauf gleich zweimal Gastgeber für die Niedersachsen zu sein. Und falls es mehr als drei Begegnungen geben wird, wird das fünfte Match für die Wasserfreunde eine Heimpartie.

Mit einem Auswärtssieg in Hannover am Mittwoch und zwei anschließenden Erfolgen in Schöneberg könnte Spandau bereits am Sonntag die schmerzhafte Wunde des Titelverlustes an den Erzrivalen ausgemerzt haben und die Meisterschaftstrophäe „dahin zurückgeholt haben, wo sie hingehört“, wie 04-Präsident Hagen Stamm sagt. Ein Favorit für das Prestige-Duell ist schwer auszumachen. Beide Klubs haben international nur eine durchschnittliche bis schwache Saison bestritten. Die Partien in der Champions League einbezogen, sind beide Teams bereits sechsmal aufeinandergetroffen. Es waren fast durchweg enge Spiele. Viermal hat Hannover gewonnen, davon zweimal in Titelspielen (Supercup November 2018, DSV-Pokal Anfang Mai 2019), zweimal gewann Spandau.

Eine Abhängigkeit des Erfolgs vom Spielort (Heim- bzw. Auswärtsspiel) war dabei nicht erkennbar. Beide Seiten haben auch im Becken des Gegners gesiegt. Beim letzten Clash vor der jetzigen Finalserie unterlag Spandau am 4. Mai im Pokalfinale erst im Fünfmeterschießen mit 9:10 Toren.

Hochspannung ist also angesagt! Auf beiden Seiten steht ein Satz ganz oben: Es kann nur einen Sieger geben. Die erste Begegnung hat dabei sicher eine Schlüsselbedeutung für die Einstellung des Teams. Können Resultat und Spielverlauf das Selbstbewusstsein der Spieler stärken? „Wir wollen unseren Siegeswillen zeigen. Unser Team darf sich keine Hänger leisten. Unser Potential muss in jeder Aktion und in jedem Moment deutlich werden. Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen“, sagt Trainer Petar Kovacevic. Dass Hannover zu packen ist, war eigentlich in allen der sechs bisherigen Begegnungen der Saison zu sehen. Wie üblich kommen vom Triple-Sieger der Vorsaison vor der Finalserie forsche Töne. „Wir werden darauf mit Leistung antworten“, verspricht der Trainer der Berliner.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

22. Mai 2019 (Spiel 1)

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: Mittwoch, 19 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer, Stockhardtweg 6, 30453 Hannover

Pokalfinale verloren – jetzt Kurs Richtung Meisterschaft

Für die Wasserfreunde Spandau 04 gilt: Nach dem Pokal ist vor der Meisterschaft. Beim Final Four am 3./4. Mai im Düsseldorfer Rheinbad konnten die Berliner noch bis 39 Sekunden vor dem Schlusspfiff des Endspiels mit einem Erfolg rechnen. Doch dann erzielte Darko Brguljan den 6:6-Ausgleich für Waspo 98 Hannover. Daraufhin folgte entsprechend der Pokalregularien das 5-Meter-Schießen mit je fünf Akteuren aus beiden Teams. Hannover traf viermal, Spandau nur dreimal. Waspo erzielte mit diesem 10:9-Endstand den dritten Pokaltriumph in Folge.

„Wir waren heute die bessere Mannschaft. Dennoch haben wir verloren. Hannover hat nun seine Portion Glück weg. Nun sind wir an der Reihe“, sagte Präsident Hagen Stamm und bezog sich damit auf die Meisterschafts-Playoffs. Die beginnen bereits am Mittwoch mit der Best-of-Five-Serie des Halbfinals beim OSC Potsdam (BLU, 20 Uhr). Drei Siege sind nötig für den Einzug ins ebenfalls im Best-of-Five-Modus ausgetragenen Endspiel, das eventuell erst in der fünften Partie am 1. Juni entschieden werden wird.
Gegen Potsdam ist Spandau der klare Favorit.

Im zweiten Halbfinale gegen den ASC Duisburg ist es Waspo. Die Pokalendrunde hat den Spandauern trotz der ärgerlichen Finalniederlage gegen den Dauerrivalen Waspo einen Motivationsschub verpasst. „Wir haben nur rechnerisch verloren, moralisch waren wir mehr als gleichwertig“, resümierte Kapitän Marko Stamm, der es als einziger aus dem Männerteam dennoch zum Pokalsieger brachte. Denn die von ihm betreuten Spandauer Frauen besiegten in ihrer Premierensaison Waspo 98 (13:4). Pokalfinale verloren – jetzt Kurs Richtung Meisterschaft

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Pokal-Final Four: Der Titel ist das Ziel

Auf 30 Pokalsiege seit 1979 weisen die Wasserfreunde Spandau 04 bereits in ihrem Briefkopf hin. Ergänzt wird die Erfolgsgeschichte mit 37 erreichten Deutschen Meisterschaftstiteln. 2015 erzielte das Berliner Team seinen letzten Pokaltriumph, als die Wasserfreunde Waspo Hannover mit 14:12 im 5-Meter-Schießen im Finale besiegten. 2016 folgte ein 18:9-Finalerfolg gegen den Endrunden-Gastgeber Bayer Uerdingen. Aber nach Protest des Halbfinalverlierers Duisburg gegen den Einsatz von Moritz Oeler bei Spandau, diversen Verbandsgerichtsurteilen und 04-Einsprüchen wurde vor wenigen Wochen endgültig entschieden, nachdem die Wasserfreunde ihr Veto zurückzogen. Dadurch reduzierte sich die Spandauer Statistik auf 30 Pokalsiege und der 9:18-Verlierer Uerdingen erreichte den ersten Pokaltriumph seiner Vereinsgeschichte.

2017 und 2018 holte sich Waspo 98 Hannover den „Pott“, schaltete dabei 2017 Spandau mit 9:4 im Halbfinale aus (10:9 im Finale gegen Duisburg) und gewann im Jahr darauf im Endspiel 12:8 gegen die Mannschaft von Petar Kovacevic. „Es ist also Zeit, dass wir uns den Pokaltitel zurückholen“, sagt Präsident Hagen Stamm vor der Endrunde. „Dafür müssen wir aber besser spielen als bei unseren letzten Auftritten in der Champions League. Das gilt auch, obwohl unser vermutlich härtester Gegner im Final Four, Waspo, dort ebenfalls nicht gerade glänzte.“ Zunächst einmal muss Spandau allerdings das Halbfinale gegen ASC Duisburg 98 gewinnen.

Waspo dürfte in seinem Lokalderby-Halbfinale gegen die White Sharks Hannover eine Pflichtaufgabe bestreiten, sodass die komplette Fachwelt ein Endspiel zwischen Hannover und Berlin erwartet. Nach letzten Eindrücken fällt es schwer, einem der beiden Teams die Favoritenrolle zuzusprechen.

Nach den bislang fünf Saison-Duellen (Supercup, 2 x DWL-Hauptrunde, 2 x Champions League) steht es aktuell 3:2 für Hannover. Unmittelbar nach dem Pokal Four starten am 8. Mai die Halbfinal-Playoffs (Best of Five) in der Meisterschaft, in denen Spandau auf den OSC Potsdam treffen wird. „Der Pokalsieg wäre für die Meisterschaftsentscheidung eine echte Motivationshilfe. Wir wollen in Düsseldorf ein Zeichen setzen“, kündigt Kovacevic kämpferisch an.

Eine zusätzliche attraktive Note aus Spandau-Sicht hat die Pokalendrunde mit der erstmaligen Teilnahme des 04-Frauen-Teams in seiner ersten Wettkampfsaison. Trainer der Mannschaft ist Männer-Kapitän Marko Stamm, der in Düsseldorf damit sozusagen in Doppelfunktion agiert. Die Frauen sind auf Anhieb ins Pokal-Final-Four durchmarschiert und dürfen nach den letzten Top-Resultaten gegen die Arrivierten des deutschen Frauen-Wasserballs sogar als Favorit gelten.

Quelle: Peter Röhle / Wasserfrfeunde Spandau 04

Deutscher Wasserball-Pokal

2018/2019

Final Four

03. Mai 2019

Halbfinale 1

Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg

Spielbeginn: 16:15 Uhr

Spielort: Rheinbad Düsseldorf

Europaplatz 1, 40474 Düsseldorf