Hertha verschenkt vorzeitige Rettung, Viktoria mit spätem Sieg und Union?

Der Profifußball hatte zwar keine Niederlage zu vermelden, allerdings waren die Ergebnisse bis auf Viktoria nicht optimal. Die Himmelblauen holten am Freitagabend unter Flutlicht im Jahnsportpark drei ganz wichtige Punkte. Da war es egal, dass der 2:1 Erfolg über den 1. FC Saarbrücken erst in der Nachspielzeit perfekt gemacht wurde. Getroffen hatte der eingewechselte Hovi. Ja wenn man in der Woche zuvor in Würzburg (stehen inzwischen als Absteiger fest) nicht so eingebrochen wäre. Jetzt können die Viktorianer um Trainer Toku nur hoffen, dass der SC Verl am 37. Spieltag in der Roten Erde gegen Dortmund II Federn lässt. Beide trennt nur ein einziger Punkt, allerdings hat Verl noch 2 Spiele, während für die Berliner, bedingt durch den Rückzug von Türkücü München, nur ein Spiel zum Punkten bleibt. Am 14. Mai empfangen sie den SV Meppen, hoffentlich wird das nicht das vorläufig letzte Spiel in Liga 3. Der BFC Dynamo ist zwar fast Meister der Regionalliga Nordost, sie verpassten parallel am Freitag bei Union (gemeint ist Fürstenwalde) die vorzeitige Meisterschaft. Bei 6 Punkten Vorsprung und einer um 15 Tore besseren Bilanz sollte nichts Schlimmeres mehr passieren. Der Aufstieg in Liga 3 ist in diesem Jahr nur über die erfolgreiche Relegation mit dem Nordmeister möglich.

Den Freitagabend beschloss der Auftritt der Eisernen daheim gegen Absteiger Greuther Fürth. Es war gruselig, die erste Halbzeit war wohl die schlechteste in dieser Saison. Sie hätten sich nicht wundern dürfen, die Gäste waren klar besser, nur war das Spiel noch nicht entschieden. Ein Abwehrfehler ermöglichte den Eisernen den Ausgleich. Ein glücklicher Punkt für Union.

Einen Tag später, zur traditionellen Bundesligaspielzeit, Samstag, 15:30 Uhr, machte Hertha in Bielefeld ziemlich viel richtig, schoss nur ein Tor zu wenig. Statt des erlösenden 2:0, hätte die vorzeitige Rettung bedeutet, kam die Arminia zum Ausgleich und Hertha darf weiter zittern, hat aber nicht die allerschlechteste Ausgangsposition. Ein Sieg gegen Bayernbesieger Mainz und die Sache wäre geritzt. Vorsicht Hertha, der letzte Sieg ist bekanntlich immer der schwerste, allerdings, wenn sie es jetzt noch vergeigen…..

Hans-Peter Becker

Viktoria Berlin verpflichtet Mittelfeldspieler Martin Gambos

Kurz vor Ende der aktuellen Winter-Transferperiode verpflichtet Viktoria Berlin den slowakischen Mittelfeldspieler Martin Gambos. Der 24-Jährige kommt vom slowakischen Erstligisten Zlate Moravce und spielte darüber hinaus für die slowakischen U-Nationalmannschaften (U18-U21).

„Martin ist sehr talentiert, hat ein überragendes Positionsspiel und kann eine gute Balance in ein Spiel bringen. Er durfte in der Slowakei in der ersten Liga spielen und auch international schon Erfahrung sammeln. Ich bin davon überzeugt, dass Martin sehr gut in unser Profil passt und unsere Spielidee schnell verstehen wird. Er macht einen sehr smarten Eindruck. Ich freue mich, dass er unser Mittelfeld verstärken wird“, betont Chefcoach Benedetto Muzzicato.

Martin Gambos sagt über seinen neuen Verein: „Aufgrund meiner Vergangenheit bei 1860 München habe ich die 3. Liga immer mal wieder verfolgt. Dabei ist mir Viktoria Berlin als Neuling in der Liga auch positiv aufgefallen. Ich sehe den Klub als einen guten Verein, um mich weiterzuentwickeln. Ich freue mich sehr über diese Chance, wieder in Deutschland Fußball zu spielen. Bisher wurde ich großartig aufgenommen, jeder versucht mir meinen Start in der neuen Stadt zu erleichtern. Ich möchte in dieser Saison so viele Spiele wie möglich machen und der Mannschaft dabei helfen in der Tabelle möglichst weit oben zu stehen.“

Sportdirektor Rocco Teichmann sagt über den Neuzugang: „Martin Gambos war bereits seit einiger Zeit Thema bei uns. Mit Björn Jopek, Christoph Menz und mittlerweile auch Diren Günay hat Martin sicherlich auch Konkurrenz auf seiner Position, aber genau dort wollten wir im Winter noch einmal nachbessern und das ist uns mit seiner Verpflichtung gut gelungen.“

Gambos wurde in der Slowakei geboren, kam mit zwölf Jahren nach Deutschland, spielte bei Jahn Regensburg und viele Jahre beim aktuellen Drittligisten 1860 München. Für eine Leihe kehrte er in die Slowakei zurück, spielte dann noch eine Saison bei den Münchnern, ehe er die letzten vier Jahre in der Slowakei bei den Erstligisten MSK Zilina, Spartak Trnava, FK Senica und zuletzt Zlate Moravce unter Vertrag stand.

Unterdessen wird die Leihe von US-Amerikaner Bryang Kayo, der im Sommer vom VfL Wolfsburg zu den Himmelblauen kam, mit sofortiger Wirkung beendet. Er kehrte zunächst zu den Wölfen zurück und geht von dort auf Leihbasis zum Regionalligisten 1. FC Nürnberg II.
Auch die Leihe von Torhüter Elian Clasen zu Union Fürstenwalde wird beendet. Bis zum Saisonende kehrt er in seine Heimatstadt zurück und spielt per Leihgeschäft bei Altona 93 in der Regionalliga Nord.

Quelle: FC Viktoria 1889 Fußball

Fotocredit: Viktoria Berlin

Standortbestimmung vor der Pandemie-Pause

Nach 13. Spieltagen ist Regionalliga leider wieder Pause gezwungen, zunächst für einen Monat. Die können die 19 Regionalliga-Nordost Mannschaften schöpferisch nutzen. Aus unterschiedlichsten Gründen war der Start für die Mannschaften optimal oder aber je nach Standortbestimmung weniger erfolgreich ausfallen.

Drei Spielausfälle am Spieltag vor der Pause lassen weiter auf einen schwierigen Saisonverlauf schließen. Der künftigen Terminplan wird noch enger. Die bereits angesetzten Partien FC Viktoria 89 – 1.FC Lok Leipzig, VfB Auerbach – Union Fürstenwalde und Tennis Borussia – Berliner AK 07 fielen Corona zum Opfer.

Im Berlin-Derby Lichtenberg 47 – Hertha BSC II teilten sich die Vereine mit dem 1:1 die Punkte. Es gab zwei weitere 1:1-Spielausgänge: ZFC Meuselwitz – BFV Dynamo und Energie Cottbus – FSV Luckenwalde trennten sich ebenfalls 1:1. Endlich siegte wieder einmal Optik Rathenow, mit 2:0 gegen den Bischofswerdaer FV und 2:0 siegte Chemie Leipzig gegen den Chemnitzer FC. Die Babelsberger erzielten beim 2:2 in Halberstadt ein Remis, während Altglienicke im Jahnsportpark mit einem 5:2 über Carl Zeiss Jena glänzte.

Bei einem  Relegationsplatz und drei direkten Absteigern wird es einen erbitterten Kampf geben. Punktgleich mit je 11 Punkten stehen Optik Rathenow, Meuselwitz, Auerbach und Halberstadt da.

Die Standortbestimmung der Berliner Vereine: Erfreulich aus hauptstädtischer Sicht ist die Erfolgsserie des FC Viktoria, 11 Spiele und und 11 Siege. Souverän führen sie die Tabelle an. Der Meister steigt im nächsten Jahr direkt in die 3. Liga auf. Auf Platz 2, mit etwas Abstand von 8 Punkten, folgt die VSG Altglienicke. Beide haben die selbe Anzahl von Spielen ausgetragen. Die Saison ist noch lang und mal sehen wer die Pause besser nutzen konnte.

Die Platzierungen der anderen Berliner Mannschaften:

5.    Berliner AK 07    12 Spiele 20 Punkte

7.    BFC Dynamo        11 Spiele 18 Punkte

12.  Lichtenberg 47    13 Spiele 16 Punkte

14.  Hertha BSC II       11 Spiel 14 Punkte

19.  Tennis Borussia    10 Spiele 9  Punkte

Die angezeigten Tabellenplätze haben nur einen geringen Aussagewert, da die Zahl absolvierten Spiele unterschiedlich ist.

TeBe wird es als Aufsteiger und jetzigem Stand weiter schwer haben, auch wenn die Lilaweißen in den Begegnungen recht ansprechend gespielt haben. Bisher haben sie 9 Punkte sammeln können, TeBe hat bisher erst 10 Partien austragen können.

Christian Zschiedrich

Viktoria 89 baut die Führung weiter aus

10 Spiele, 10 Siege, wann gab es das schon einmal bei den Süd-Berlinern? 8 Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten VSG Altglienicke. Deren mit Spannung erwartete Partie gegen den BFC Dynamo fiel im von beiden als Heimspielstätte genutzten Jahnsportpark leider Corona zum Opfer. Dagegen sahen 303 Zuschauer in Halberstadt einen verdienten Sieg von Viktoria 89 beim momentanen Schlusslicht der Regionalliga Nordost. Viktoria führte durch Fardjad-Azad (38.) und Becker (49.) 2:0. Aber warum müssen die Berliner fast regelmäßig einen späten Gegentreffer hinnehmen und dann um den Sieg bangen?  Diesmal war es in der 89. Minute Junge-Abiol, der auf 1:2 verkürzte. Am Freitag, 23.10. ab 19.00 Uhr, kommt der Tabellenzehnte Babelsberg 03 ins Stadion Lichterfelde. Vorsicht, die Babelsberger besiegten zuletzt den ZFC Meuselwitz mit 3:1.

Außerdem stehen am 10. Spieltag aus Berliner Sicht zwei Niederlagen, ein Remis und ein weiterer Sieg zu Buche. Aufsteiger Tennis Borussia verlor chancenlos mit 0:4 bei Lok Leipzig und Lichtenberg (13.) ließ mit der 0:2 Niederlage die drei Punkte bei Union in Fürstenwalde. Gegen die Punkteteilung, ein 0:0 von Herthas Zweiten im Amateurstadion gegen Energie Cottbus ist nichts einzuwenden, auch wenn Andreas Neuendorf mangelnde Entschlossenheit bei seinem Team als Manko anführte. Im Poststadion schoss der BAK 07 – immerhin vor 367 Zuschauern – drei Tore, ließ nach 32 Minuten zunächst den 1:1 Ausgleich der Gäste aus Rathenow zu. Am Ende gewannen die Platzherren im Poststadion mit 3:1. Der BAK hat nach 10 Spielen jetzt 14 Punkte und Platz 9, am Samstag, 24.10. geht es nach Cottbus und die haben ebenfalls 14 Punkte.

Die Zuschauerzahlen sind sehr unterschiedlich, je nachdem was die Gesundheitsämter an Auslastung genehmigen und was die Stadiongröße hergibt. In Auerbach durften 999 Zuschauer das 0:2 gegen Chemie Leipzig sehen. Bei Lok Leipzig waren es gegen die Berliner Borussen 1.755, in Babelsberg sahen 1.365 Zahlende den 3:1-Sieg und in Jena feierten 1.256 Zuschauer den 2:1-Erfolg gegen den Chemnitzer FC.

Am Freitag, 23.10. stehen zwei Berlin-Derbys an. Aufsteiger Tennis Borussia empfängt, so Corona es will, den BFC Dynamo im Mommsenstadion und die VSG Altglienicke – Hertha BSC II im Jahnsportpark. Am Sonntag, 25.10. kommt Lok Leipzig zu den 47ern nach Lichtenberg.  

Christian Zschiedrich

Viktoria 89 Spitzenreiter mit sechs Siegen

In der Regionalliga Nordost steht Viktoria 89 mit drei Punkten Vorsprung vor VSG Altglienicke, dem Tabellenzweiten mit 15 Punkten.  Am 6. Spieltag gewannen beide – Viktoria 89 das Berlin-Derby vor 500 Zuschauern (ausverkauft) gegen Lichtenberg 47 2:0 und die VSG auswärts in Halberstadt ebenfalls mit 2:0. Erstaunlich ist der Aufwärtstrend von BFC Dynamo, jetzt auf Rang 6 mit 10 Punkten. Gegen den Bischofswerdaer FV wurde vor 600 Zuschauern deutlich mit 6:2 gewonnen. Eine weitere Schlappe ereilte dagegen BAK 07 im heimischen Poststadion vor 516 Zuschauern mit 1:5 gegen Drittligaabsteiger Carl-Zeiss Jena – Bak liegt aktuell auf Tabellenplatz 12, 7 Punkte. Abgerutscht, 1:2 im Amateurstadion gegen Luckenwalde verloren, ebenfalls 7 Punkte, Platz 13 Hertha BSC II. Wichtig für Aufsteiger Tennis Borussia ist die Punkteteilung, 1:1, beim VfB Auerbach (11.). Nach dem Motto „knapp gewonnen ist auch gesiegt“, holte sich Energie Cottbus mit dem neuen Trainer Dirk Lottner beim 1:0 Sieg in Babelsberg (15.) weitere 3 Punkte, kletterte damit auf Rang 14 der Tabelle. Chemie Leipzig (3.), 12 Punkte siegte 4:1 in Meuselwitz (10.). Der 1. FC Lok Leipzig kam zu Hause nur zu einem 1:1 gegen den Chemnitzer FC (9.). Es ist also weiter Hochspannung angesagt, zumal die Clubs nun den 7. und 8. Spieltag in einer englische Woche bestreiten müssen.

Am Mittwoch, 23.09.2020 empfängt TeBe den Tabellenletzten Halberstadt, ein Heimspiel hat auch Lichtenberg 47 gegen Auerbach, Altglienicke empfängt Babelsberg 03. Drei Auswärtsspiele aus Berliner Sicht für den BAK 07 in Luckenwalde (8.), der BFC Dynamo in Chemnitz und Viktoria 89 in Meuselwitz (10.).

Am kommenden Wochenende; dann der 8. Spieltag: Samstag, 26.09.2020 Viktoria 89 – Chemie Leipzig, Babelsberg (15.) – Tennis Borussia (17.), Halberstadt – Lichtenberg 47, und am Sonntag, 27.09.2020: BAK 07 – Bischofswerdaer FV, BFC Dynamo – Optik Rathenow (Vorletzter mit 4 Punkten), Hertha BSC II – Chemnitzer FC und die VSG Altglienicke muss zu Union Fürstenwalde. Im Bruno-Plache-Stadion kommt es zu der Begegnung 1.FC Lok Leipzig gegen die formverbesserten Cottbusser.

Christian Zschiedrich

Schaut auf diese Regionalliga

Wann hat es das gegeben, dass zwei Berliner Vereine nach dem 3. Spieltag verlustpunktfrei an der Spitze stehen? Die VSG Altglienicke und FC Viktoria 89!  Dazu zwei interessante Berliner Derbys: Tennis Borussia – SV Lichtenberg 47 2:0 vor 750 Zuschauern im Mommsenstadion und Berliner AK 97 – BFC Dynamo 1:3 vor 416 Zuschauern im Poststadion. Dazu ein Unentschieden der Hertha II, 1:1 beim bisherigen Tabellenführer Chemie Leipzig vor 1000 Zuschauern. Kiprit erzielte Herthas Führung 1:0 (55.), ehe Chemie doch noch der Ausgleich durch Mvibudulu (81.) gelang.

Den ersten Trainerrauswurf gab es bereits nach dem 3. Spieltag in Cottbus. Klar, wenn man mit Aufstiegsambitionen und gleich mit drei Niederlagen startet. Sebastian Abt wurde zu Hause vor 798 Zuschauern das 1:2 gegen Viktoria 89 mehr als übel genommen und mit sofortiger Wirkung von all seinen Aufgaben entbunden. Der  Tabellenstand vor dem 4. Spieltag, der beginnt bereits am Dienstag, 1. September 2020 im Hans Zoschke Stadion zu Lichtenberg:

  1. VSG Altglienicke, 9 Punkte, 10:5 Tore
  2. FC Viktoria 89,  9 Punkte, 6:2 Tore
  3. Chemie Leipzig, 7 Punkte, 7:3 Tore
  4. Hertha BSC II, 7 Punkte, 6:2 Tore
  5. Fürstenwalde, 6 Punkte, 7:5 Tore

Dienstag, 01.09., Lichtenb. 47 – Ch. Leipzig 0:0

Mittwoch, 02.09.2020 BFC Dynamo – CZ Jena

                          Meuselwitz – Tennis Borussia

                            Viktoria 89 – VSG Altglienicke

                            Hertha BSC II – Berliner AK 07

Aus Berliner Sicht wieder zwei Derbys und

vorausschauend auf den 5. Spieltag am

Sonntag, 06.09.2020 Tennis Borussia – Viktoria 89  

Christian Zschiedrich 

Hochinteressante Regionalliga Nordost

Die sieben Berliner Clubs starteten recht beachtlich mit fünf Siegen. Im Berlin-Derby zwischen der VSG Altglienicke und Tennis Borussia hatte der Gastgeber, die aufstiegswillige Heimmannschaft, gegen den beherzt aufspielenden Aufsteiger, große Mühe. Die VSG schaffte mit einem Foulelfmeter in der Nachspielzeit noch den 3:2 Sieg vor 0 Zuschauern. In Berlin waren noc keine Zuschauer zugelassen. TeBe, nahe dem Punktgewinn, war sogar zweimal in Führung gegangen.

Am Dienstag, 25.8., 17.30 Uhr, kommt es in Lichtenberg zum einem weiteren Berlin-Derby Lichtenberg 47 – VSG Altglienicke.

Dagegen trumpfte Chemie Leipzig zum Auftakt gegen den BFC gewaltig auf. Der in der 54. Minute eingewechselte Bury sah in der 75. Minute die Rote Karte. Da stand es bereits 2:0 durch Petracek (40.) und Mvibudulu (45.). In Unterzahl gelang Wendschuch in der 83. Minute das 3:0 vor 1000 Zuschauern. Erst in der Nachspielzeit (93.) konnte Brumme auf 1:3 verkürzen. Chemie kommt am Samstag, 22.08.2020 13.30 Uhr ins Mommsenstadion zu Tennis Borussia und wieder ein Berlin-Derby.

Kommen wir zu weiteren vier Berliner Siegen: Lichtenberg 47 schaffte mit dem Auswärtssieg in Cottbus vor 783 Zuschauern eine dicke Überraschung. Energie ging früh in der 10. Minute durch Kremer 1:0 in Führung, doch Rausch konnte drei Minuten vor der offiziellen Spielzeit (87.) zum 1:1 ausgleichen. In der Nachspielzeit schockte Graf die Lausitzter endgültig. Cottbus muss am 2. Spieltag in Meuselwitz beim am 1. Spieltag auswärts in Rathenow siegreichen ZFC antreten. Die Mannschaft aus dem Norden Thüringens gilt als Geheimtipp, was einen möglichen Aufstieg betrifft.

Der Berliner AK startete mit einem 3:2-Heimerfolg gegen Union Fürstenwalde im Poststadion. Kurz vor Halbzeitpause erzielte Lemmel das 1:0 (44.). Ngwisani erhöhte in Minute 67 auf 2:0. Die Gäste kamen durch Mlynarczyk auf 1:2 (70.) heran. Doch Beyazit stellte in der 85. Minute die Zwei-Tore-Führung mit dem 3:1 wieder her. Unions Atki gelang zu spät in der 89. Minute zu spät der Anschlusstreffer zum 2:3. Der Präsident Ali Han war hochzufrieden. Allerdings muss der BAK 07 jetzt bei Lok Leipzig, dem Meister der Vorsaison, ran. Die Leipziger verloren zum Saison-Auftakt ihre Partie auswärts gegen Hertha II. Trainer Zecke Neuendorf urteilte über seine Mannschaft, sie wirkte im dem Geisterspiel frischer, spielfreudiger, körperlich fitter und willensstärker als der amtierende Meister. Der Sieg war verdient, denn die Berliner steigerten sich in der Begegnung. Die Torfolge: 1:0 (29.) Kopfball Michelbrink, Flanke Fuchs, 2:0 (71.) Handelfmeter Kiprit, Vorteilsrücknahme, denn Dardai hatte den Ball ins Tor geköpft. 2:1 (82.) Urban, 3:1 (88.) Dardai, Vorarbeit Werthmüller.

Zum nächsten Spiel können die Hertha Bubis trotz einer anstehenden Auswärtspartie in der Stadt bleiben. Im Jahn-Sportpark wartet der BFC Dynamo.

Das Auswärtsspiel von Viktoria 89 beim Chemnitzer FC war gleichzeitig die Generalprobe der Südberliner vor dem Pokalfinale gegen Altglienicke. Viktoria siegte vor 687 zuschauern im Stadion an der Gellertstraße knapp aber verdient 2:1 (0:0). Fardjat-Azad erzielte die 1:0-Führung (53.) und Hovi (81.) erhöhte auf 2:0, ehe Dartsch in der 88. Minute die Resultatverbesserung zum Endstand von 1:2 markierte. Der neue CFC-Coach Berlinski versuchte die Niederlage seiner von Kritk gedemütigten Chemnitzer der vergebenen Chancen wegen schön zu reden. Viktorias Trainer Muzzicato meint, der Dreier gebe Selbstvertrauen vor dem Berlin-Pokalfinale gegen Altglienicke. Wir werden mit Hans Peter Becker vor Ort sein.

Christian Zschiedrich