Fünf Spielausfälle in der Berlin-Liga und Saisonpause

Der aktuelle 13. Spieltag brachte vier Ergebnisse und fünf abgesagte Spiele.

Es spielten:

Türkiyemspor –    1.FC Novi Pazar  1:1

Hilalspor          –    Spandauer Kickers    2:0

Eintracht Mahlsdorf   –    Stern Marienfelde  2:0

TSV Rudow      –    Sparta Lichtenberg  4:3

Abgesagte Spiele:

Fortuna Biesdorf – Reinickendorfer Füchse Berlin

Brandenburg 03  –  Al-Dersimspor

TuS Makkabi        –   Frohnauer SC

Berliner SC           –   Berlin Türkspor

FC Wilmersdorf   –   SD Croatia

Dem Reglement nach gab es fünf Absteiger und einen Aufsteiger. Berlin United hat die Mannschaft leider zurückgezogen. Die gegen den Abstieg kämpfenden Mannschaften können der Zwangspause vielleicht etwas positives abringen.

In der „Gefahrenzone“ sieht es wie folgt aus: Drei Mannschaften haben jeweils 10 Punkte. SV Empor (13.),  Spandauer Kickers (14.) und Brandenburg 03 (15.).

16. BSV Al-Dersimspor (9 Spiele) 9 Punkte

17. SD Croatia (8 Spiele) 8 Punkte

18. Fortuna Biesdorf (10 Spiele) 8 Punkte

19 Türkiyemspor (11 Spiele) 8 Punkte

19. Stern Marienfelde (11 Spiele) 7 Punkte

In der Spitzengruppe haben drei Mannschaften bereits 12 Matches absolviert, zwei deren 10 und der souveräne TabellenführerEintracht Mahlsdorf mit 31 Punkten 11 Spiele. Die Eintracht gab sich unter Coach Volbert noch keine Blöße, gewann 2:0, abermals zu Null, gegen Stern Marienfelde. Der 1. FC Novi Pazar dagegen schaffte erneut keinen Sieg. Gegen Kellerkind Türkiyemspor reichte es nur zu einem 1:1. Den Ausgleich mussten die Neuköllner erst in der 6. Minute der Nachspielzeit hinnehmen. Allerdings hatten sie die Führung auch erst in der Nachspielzeit erzielt. Ein Gutes hat die Zwangspause für Novi Pazar. Ronny kann in aller Ruhe seine Verletzung auskurieren.

An der Tabellenspitze sieht es wie folgt aus:

Eintracht Mahlsdorf 11 Spiele 31 Punkte

Sparta Lichtenberg   10 Spiele 22 Punkte

TuS Makkabi              12 Spiele 22 Punkte

Berliner SC                 10 Spiele 20 Punkte

1.FC Novi Pazar         12 Spiele 20 Punkte

SC Charlottenburg    12 Spiele 20 Punkte

Es ist jetzt jetzt müßig darüber zu spekulieren, wem die Unterbrechnung der Saison nutzt oder eher schadet, letzlich sind die Bedingungen für gleich.

Christian Zschiedrich

Eintracht Mahlsdorf souverän im Mommsenstadion

Der SC Charlottenburg zeigte sich formverbessert und schoss bei Al-Dersimspor sogar 6 Tore, musste auf eigenem Platz gegen Tabellenführer Eintracht Mahlsdorf eine 0:6 Niederlage hinnehmen. Ja, in der Berlin-Liga gibt es mitunter eindeutige und torreiche Begegnungen. Die Spandauer Kickers gewannen am Sonntag, 25.10.2020 mit 5:0 gegen den TSV Rudow.

Der 12. Spieltag brachte folgende Ergebnisse:

Al-Dersimspor – 1.FC Wilmersdorf 3:1

Novi Pazar – Brandenburg 03 0:0

Berlin Türkspor – TuS Makkabi 1:2

Hilalspor5 1987 – Türkiyemspor 1:0

SD Croatia – Fortuna Biesdorf 2:2

SC Charlottenburg – E. Mahlsdorf 0:6

Sp. Lichtenberg – Berliner SC abgesagt

BSV Al-Dersimspor – SV Empor abgesagt

für den 13. Spieltag wurden bereits die Spiele:

Berliner SC – Berlin Türkspor 

Brandenburg 03 – Al-Dersimspor  

Fortuna Biesdorf – Füchse Berlin abgesagt.

Der TuS Makkabi gewann 2:1 bei Berlin Türkspor und kletterte auf Platz 3 der Tabelle. Als einzige Mannschaft der Berlin-Liga haben sie 12 Spiele ausgetragen. Die Tabelle hat so nur begrenzte Aussagekraft. Infolge von coronabedingten Spielabsagen konnte TuS Makkabi, jetzt 22 Punkte, mit Sparta Lichtenberg auf Platz 2 punktemäßig gleichziehen. Sparta hat allerdings 3 Spiele weniger ausgetragen

Im Keller der Tabelle verbuchten Biesdorf und Croatia je einen Zähler. Die Reihenfolge der Plätze 17 bis 20 änderte sich nicht, weil Brandenburg 03 eine Punkteteilung in Neukölln gelang. Was ist mit dem 1.FC Novi Pazar los? Mit 19 Punkte nach 11 Spielen rutscht der Verein entgegen den Erwartungen in der Tabelle weiter ab. Spitzenreiter Mahlsdorf hat nach nur 10 absolvierten Spielen bereits 28 Punkte.

Die Berlin-Liga darf bis Sonntag, 1. November 2020 wohl noch weiter spielen. Der Lockdown Beschluss der Bundesregierung lässt keinen Amateursport mehr zu. Im Dezember 2020 soll es vielleicht weitergehen,

Christian Zschiedrich

Der Spielbetrieb in Berlin hängt am seidenen Faden

Am bisher letzten, dem 11. Spieltag, fielen in der Berlin-Liga zwei Partien aus, Sparta Lichtenberg – SD Croatia und SD Croatia – Hilalspor. Croatia ist am meisten betroffen, hat statt 11 erst 7 Spieltage um Punkte kämpfen können, demzufolge sind sie mit nur 7 Punkten auf Platz 17 der Tabelle. Das türkische Derby Berlin Türkspor – Türkiyemspor, Ergebnis 3:0, fand am Heckerdamm statt. Spielfrei hatten der SV Empor und Eintracht Mahlsdorf. Beide sind erst bei 9 Meisterschaftsspielen gelandet. Dennoch führt Eintracht Mahlsdorf mit 25 Punkten souverän die Tabelle an, gefolgt von Sparta Lichtenberg mit 22 Punkten und ebenfalls 9 Spielen.

Erstaunlich deutliche Siege errangen der SC Charlottenburg (4.) mit 6:2 bei BSV Al-Dersimspor, Stern Marienfelde – 1.FC Novi Pazar (6.) 5:1, Frohnauer SC (7.) – Brandenburg 03 (16.) 4:0, Berliner SC mit 4:1 bei der Fortuna in Biesdorf. Um die Ergebnisse am letzten Wochenende komplett zu machen, die Füchse Berlin (8., 14 P.) spielten am Wackerweg 1:1 gegen den TSV Rudow (9., 14 P.) und TuS Makkabi (5., 19 P.) gewann 2:0 auf der Julius-Hirsch-Sportanlage gegen den 1. FC Wilmersdorf (12., 11 P.).

Den Ansetzungen nach soll es mit einer englische Woche weiter gehen. Doch während dieser Überblick formuliert wird, kann es eine Stunde später schon ganz anders lauten. Die Landesverbände Saarland und Bremen haben den Spielbetrieb bereits ausgesetzt. In Berlin tagt der Senat und der Berliner Fußball Verband will in einer Videokonferenz die Vereinsvertreter in die Entscheidungsfindung einbeziehen.

Der hoffnungsvoll in die Saison gestartete 1. FC Novi Pazar hat innerhalb von zwei Wochen zwei Niederlagen einstecken müssen. Rückschläge gegen Eintracht Mahlsdorf 0:3 und die 1:5 Niederlage im Spiel gegen Stern Marienfelde müssen erst einmal verkraftet werden. Der nächste Gegner ist oder wäre Brandenburg 03. Am Sonntag, 1.11.2020 heißt die Ansetzung im Willi-Kressmann-Stadion Türkiyemspor – Novi Pazar. Eintracht Mahlsdorf hat/hätte am Mittwoch, 28.10.2020 beim SC Charlottenburg keine leichte Aufgabe vor sich und am daraufolgenden Sonntag Stern Marienfelde zu Gast.

Christian Zschiedrich

Spielabbruch in der Berlin-Liga und weitere drei Spielausfälle

Schiedsrichter Marcel Richter brach am Anhalter Bahnhof zur Halbzeit die Partie zwischen BSV Al-Dersimspor und dem 1. FC Wilmersdorf ab. Die Gäste aus Wilmersdorf führten mit 1:0. Naja, da ist es wieder zu Gewalttaten gekommen, wird angenommen. Nein, diesmal ist es nicht so leicht zu beurteilen. Dersim-Trainer Brandt gab sogar zu Protokoll, es habe keinen Anlass gegeben, das Spiel abzubrechen. Brandt rutschte der interpretationswürdige Satz in Richtung Schiedsrichter heraus: “Ihr könnt uns nicht plattmachen“. Der Schiedsrichter Marcel Richter meinte nur, die Sicherheit der Spieler wäre nicht mehr zu gewährleisten gewesen.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff beschwerte sich der Al-Dersimspor-Spieler Aktürk lautstark beim Referee und da er anschließend noch den Ball wegschlug, wurde aus der Gelben die berechtigte Gelb-Rote Karte. Trainer Brandt versuchte seine aufgebrachten Spieler zu beruhigen, bekam ebenfalls die Gelbe Karte, weil er dabei ein paar Zentimeter im Spielfeld stand. Interessant könnte sein, was im Spielbericht stehen wird. Wie auch immer, entscheidend dürfte die Tatsache sein, dass der 1.FC Wilmersdorf weiterspielen wollte. Das entkräftet die angebliche Gefährdung der Spieler. 

Das Freitagspiel, 16.10.2020 am Heckerdamm zwischen Berlin Türkspor und dem SV Empor musste wegen Corona abgesagt werden. Dem folgten die geplanten Sonntagspiele SD Croatia – Berliner SC und Spandauer Kickers – Türkiyemspor. Fünf Partien wurden ausgetragen. Spielfrei waren der Frohnauer SC und Fortuna Biesdorf.

Sparta Lichtenberg (Tabellenzweiter) besiegte Brandenburg 03 mit 3:2, der SC Charlottenburg (5.) gewann sein Heimspiel mit 4:3 gegen Hilalspor (10.) und der TSV Rudow (9.) siegte auswärts bei Stern Marienfelde mit 1:0. Der TuS Makkabi musste am Wackerweg bei den Füchse Berlin (8.) ran. Die Füchse führten vor 107 Zuschauern 2:1 bis zur 90. Minute, doch TuS Makkabi (6.) glich durch Diop per Kopf nach Freistoß von Cheung zum 2:2 aus. Besonderes Interesse fand das Spitzenspiel der beiden bisher ungeschlagenen Mannschaften. 147 Zuschauer sahen die erste Niederlage von Novi Pazar. Die Gäste aus Mahlsdorf gewannen das Duell deutlich mit 3:0. Das Team von Trainer Volbert verteidigte souverän – jetzt mit 25 Punkten nach dem 9. Spieltag – die Tabellenspitze vor Sparta Lichtenberg mit 22 Punkten.

Am Donnerstag, 22.10. hat Novi Pazar das Nachholspiel bei SV Empor zu bestreiten, am Sonntag, 25.10. sind dann für Novi weitere 3 Punkte beim Schlusslicht Stern Marienfelde An der Dorfkirche eingeplant. Eintracht Mahlsdorf hat wie der SV Empor spielfrei. Al-Dersimspor hat auf dem Lilli-Henoch-Sportplatz Heimrecht gegen den SC Charlottenburg, Sparta Lichtenberg empfängt die Spandauer Kickers. Die Füchse Berlin bekommen es am Wackerweg mit dem TSV Rudow zu tun und im Freitagspiel, 23.10. am Heckerdamm Berlin Türkspor gegen Türkiyemspor könnten die Wogen hochkochen.

Christian Zschiedrich

Berlin-Liga, Mahlsdorf und Novi Pazar noch unbesiegt

Auch nach dem 8. und 9. Spieltag bleibt Mahlsdorf ungeschlagen, jetzt mit 22 Punkten bei nur einem Remis an der Spitze der Berlin-Liga. Tabellenzweiter ist Sparta Lichtenberg mit einer Niederlage, 19 Punkten nach ebenfalls 8 Spielen. Eintracht Mahlsdorf hatte gemeinsam mit Berlin Türkspor am 8. Spieltag frei. Am 9. Spieltag siegten die Mahlsdorfer durch ein Tor von Fabian Fritzsche mit 1:0 (84.) über Al-Dersimspor. Die Tabelle ist noch etwas ungeordnet. Sechs Mannschaften haben bereits 9 Spiele absolviert, der Berliner SC (3. der Tabelle) mit 17 Punkten nach neun Spielen. 17 Punkte hat auch der 1. FC Novi Pazar, allerdings erst 7 Spiele absolviert. Novi Pazar blieb auch nach der englischen Woche weiter ungeschlagen und der Ex-Herthaner Ronny besorgte beim SC Charlottenburg vor 117 Zuschauern das 2:0 per Elfmeter.  

Den deutlichsten Sieg errang TuS Makkabi in Biesdorf bei der Fortuna am Grabensprung mit 6:0. Der SD Croatia fertigte die Füchse am Wackerweg mit 6:1 ab. Der Berliner SC schlug die Füchse zuvor mit 4:1 und die Spandauer Kickers mit 5:1. Der Frohnauer SC fuhr Sieg und Niederlage ein, gewann 1:0 beim SV Empor und das Spiel zuvor am Polo-Platz gegen Al-Dersimspor ging mit 0:2 verloren.

So sieht es in der Abstiegszone aus: Berlin United hat zurückgezogen. Auf Platz 20 ist Stern Marienfelde mit nur einem einzigen Punkt platziert, Platz 19 Türkiyemspor (7 P.), 18. ist Fortuna Biesdorf (7 P.), 17. Spandauer Kickers (7 Punkte) und über dem Strich steht der SD Croatia mit ebenfalls nur 7 Punkten. Nach der Länderspielpause geht es am Freitag, 16.10., weiter mit: Berlin Türkspor – SV Empor und Füchse Berlin – TuS Makkabi. Am Tag zuvor, Donnerstag, 15.10. steht das Nachholspiel in der Cantianstraße zwischen SV Empor und dem 1. FC Novi Pazar auf dem Programm.

Christian Zschiedrich

Berlin United gibt auf

Wir spekulierten bereits über das mögliche Aus für Berlin United vor einer Woche. Jetzt ist es offiziell, die Bestätigung, der Club hat aufgegeben. Damit spielen in dieser Saison „nur“ noch 20 Mannschaften um Punkte. Trotzdem steigen Vier davon ab. Vor der erneut anstehenden englischen Woche, Spieltag 8 und 9, stehen Stern Marienfelde, Brandenburg 03, Fortuna Biesdorf und TSV Rudow auf den Abstiegsrängen.

Brandenburg 03 nutzte der 12:1-Sieg über United gar nichts. Die Ergebnisse des ausgeschiedenen Vereins wurden alle aus der Wertung genommen. Die Punkte sind weg. Das hat Folgen für Stern Marienfelde, nunmehr mit der Roten Laterne und der Sieg von TSV Rudow, jetzt 17., steht mit der Annullierung der Punkte auf einem Abstiegsplatz.

Der 1. FC Novi Pazar bleibt Zweiter, gewann mit 3:2 gegen die Spandauer Kickers und bleibt trotz der 3 Punkte Abzug der Eintracht aus Mahlsdorf auf den Fersen. Novi hat ein Spiel weniger. Eintracht Mahlsdorf gewann ebenfalls mit 3:2 beim SD Croatia. Nach 7 Partien stehen 6 Siege und ein Remis, somit 19 Punkte zu Buche. Der SV Empor (9.) wartet nun am Donnerstag, 01.10. und am Sonntag, 04.10. kommt BSV Al-Dersimspor (15.) an den Rosenhag.

Bei 21 Vereinen musste Spieltag für Spieltag ein Verein aussetzen. Bei jetzt 20 Clubs wäre das ja eigentlich nicht mehr der Fall – eigentlich – es bleibt dabei. Zu aufwendig – sagt der BFV – den Spielplan komplett neu zuschreiben.

Im Rennen der Spitzenclubs ist mit ebenfalls 14 Punkten der SC Charlottenburg mit von der Partie. Bei Stern Mariendorf wurde mit 5:1 gewonnen. Am Donnerstag, 1.10. geht es zum 1. FC Wilmersdorf (12.) und am Sonntag, 4.10. gegen Novi Pazar. Deutlich, mit 4 Toren Unterschied gewann Sparta Lichtenberg (4., 13 P.) mit 4:0 gegen Hilalspor (11.). Am Mittwoch, 30.09. heißt es für Sparta bei TuS Makkabi zu bestehen und am Sonntag, 4.10. spielt Türkiyemspor bei Sparta Lichtenberg, im Willi-Kressmann-Stadion.

In der Torschützenliste führt aktuell Steven Haubitz von den Füchsen Berlin. Am 7. Spieltag wurde 2:0 gegen den 1. FC Wilmersdorf gewonnen. Mit 12 Punkten rangieren die Füchse auf den 5. Tabellenplatz. Am Mittwoch, 30.09. kommt SD Croatia zum Wackerplatz und am Sonntag, 4.10. geht es zum Berliner SC und der gewann mit 3:2 in Frohnau (7.).

Christian Zschiedrich

Träumereien im Fußball – Projekt Berlin United wohl gescheitert

Ein markanteste Beispiel dafür lieferte Tennis Borussia Berlin in den 90er Jahren mit der Göttinger Gruppe. Grundsätzlich, träumen ist erlaubt und sich ambitionierte Ziele zu stellen. In Bescheidenheit die Taten zu vollbringen, ist ein guter Weg. Wie es bei TeBe und der Göttinger Gruppe endete, ist bekannt. Widmen wir uns dem Aktuellen in der 6. Liga, der Berlin-Liga:

Berlin United verkündete im vergangenen Jahr mit Präsident Stefan Teichmann ihr fantastisches Projekt, ein eigenes Stadion, ein Nachwuchszentrum allererster Güte und wie einst im Mommsen-Stadion, war die Championsleague das Ziel. Der Immobilienmanager verpflichtete Weltmeister Thomas Häßler als Trainer. Nach 22 Spielen wurde die Saison abgebrochen. Berlin United hatte als Tabellenvierter hinter Stern 1900, Sparta Lichtenberg und Eintracht Mahlsdorf keine Chance mehr zum Aufstieg gehabt.

Thomas Häßler wurde entlassen. Die Saisonvorbereitung gestaltete sich schwierig. Der Kader wurde neu zusammen gestellt und kein einziges Vorbereitungsspiel. Bereits im August sickerte durch: Das alles macht doch keinen Sinn mehr das Projekt Berlin United. Was in Leipzig mit RB funktioniert hat, ist wohl in Berlin gescheitert.

Welch ein Desaster gleich zu Beginn aktuellen Saison. Der neue, erfahrene Trainer Jörg Goslar (Qualifikation Fußball-Lehrer), arbeitete als Coach beim Berliner AK und Viktoria 89 in der Regionalliga, begann mit einem Sichtungstraining. Unterstützt wurde er vom ehemaligen sportlichen Leiter bei Hannover 96 Alexander Klitzpera. Die Saison für den aus dem Club Italia hervorgegangenen Gebilde begann mit einer Niederlagenserie von 6 Spielen in Folge, 0 Punkte und vielbeachtlicher, mit 35 Gegentoren. So steigt man wohl ab. Die letzte Begegnung, bei Brandenburg 03  endete mit 1:12. Am 6. Spieltag, traten sie zu ihrem Heimspiel gegen Tabellenzweiten 1.FC Novi Pazar nicht an. Laut Reglement wurde das Spiel nur 0:2 gewertet, ohne zu wissen, ob das nur eine einmalige Absage oder gar der vollständige Rückzug war. Der Interimsvorsitzende Giovanni Bruno zieht das wohl in Erwägung. Trainer Trainer Jörg Goslar und die Spieler hätten die Freigabe für andere Klubs.

Beim Internet-Portal „TdBirsport“war gerüchteweise zu lesen, dass mit Dr. Wolfgang Schreiber, früherer Manager bei VW, u.a. Chef der Automobilmarken Bentley und Bugatti, den Verein übernehmen wolle. Der mit ihm befreundete Klitzpera sollte helfen. Dem Tagesspiegel gegenüber dementierte er: „Wir haben uns am Freitag offiziell zurückgezogen“. Offenbar kann sich Klitzpera zusammen mit seinem Freund Schreiber einen Einstieg bei einem anderen, höherklassigen Verein vorstellen.

Wie geht es weiter beim BERLIN UNITED FC e.V.. Am Freitag, 25.09.2020 sollen die Medien informiert werden. Eine geplante Mitgliederversammlung wurde abgesagt. Ein Hoffnungsschimmer, wie es weitergehen könnte, soll es geben. Am 7. Spieltag steht das Auswärtsspiel bei Fortuna Biesdorf an, sollten sie auch diese Partie wegen Spielermangels absagen müssen, wäre es wohl das Ende.

Christian Zschiedrich 

Aufsteiger 1.FC Novi Pazar macht auf sich gewaltig aufmerksam

Eintracht Mahlsdorf verteidigte mit einem 4:3-Sieg beim Berliner SC (13 Punkte) mit zwei Punkten Vorsprung die Tabellenführung, doch der 1. FC Pazar sitzt der Mannschaft von Trainer Daniel Volbert auf Rang Zwei weiter im Nacken. Der Ex-Herthaner und Ex-Profi Ronny gab in Liga 6 für Novi Pazar sein Debüt. Mit einem 2:1-Sieg gegen die Füchse in Reinickendorf steht Novi Pazar mit nunmehr 11 Punkten recht gut da. Die Führung der Füchse konnte in Halbzeit 2 ab der 75. Minute wettgemacht werden – und das nach 2 Feldverweisen in Unterzahl. Ronny erzielte bei seinem Debüt kein Tor. In Zukunft ist jedoch mit seinem linken Hammer zu rechnen. Eintracht Mahlsdorf hat in Novi Pazar einen beachtenswerten Konkurrenten gefunden.

Ganz  anders Berlin United, bei Brandenburg 03 kassierten das Team von Fußballlehrer Jörg Goslar (durchaus ja kein Unbekannter) eine 1:12-Niederlage. Mit einem Torverhältnis von minus 30 und 0 Punkten nach 5 Spielen strebt United einen neuen Minus-Rekord an.

Die Ergebnisse des 5.Spieltages:

1.FC Wilmersdorf – TSV Rudow 2:2

Frohnauer SC – Spandauer Kickers 6:1

Berlin Türkspor – Sparta Lichtenberg 0:2

SD Croatia – BSV Al-Dersimspor 3:3

Fortuna Biesdorf – Berlin Hilalspor 2:8

Brandenburg 03 – Berlin United 12:1

SC Charlottenburg – TuS Makkabi 4:3

Berliner SC – Eintracht Mahlsdorf 3:4

Füchse Berlin – 1.FC Novi Pazar 1:2

SV Empor Berlin – Türkiyemspor 1:1

Zum Glück ist die Saison noch lang. Auf Tabellenplatz 21 wäre Berlin United abgestiegen, genau wie Türkiyemspor, die Spandauer Kickers, Fortuna Biesdorf und Stern Marienfelde. Al-Dersimspor mit nur 5 Punkten steht auf Rang 16 kurz über den Strich.

Oben belegt der SC Charlottenburg hinter Spitzenreiter Eintracht Mahlsdorf (13 Punkte), Novi Pazar (11 Punkte) Rang drei.

Christian Zschiedrich

Ansetzungen des 6. Spieltages:

Brandenburg 03 – Füchse Berlin

SV Empor – Fortuna Biesdorf

Hilalspor – BSV Al-Dersimspor

Türkiyemspor – SD Croatia

 Berlin United – 1.FC Novi Pazar

SC Charlottenb. – Sparta L’berg

1.FC Wilmersdorf – Frohnau

Berliner SC – TuS Makkabi

Eintr. Mahlsdorf – Türkspor  

Im Blickpunkt die Berlin-Liga

Zur Erinnerung, vor der 1. Hauptrunde im Berlin-Pokal löste Eintracht Mahlsdorf an der Tabellenspitze den Berliner SC ab. Am 4. Spieltag kam der BSC zu Hause nicht über ein 1:1 gegen den SV Empor, nunmehr 12., hinaus. Empor führte sogar bis zur 80. Minute.

Eintracht Mahlsdorf dagegen nutzte die Gunst eines Heimspiels gegen die Füchse Berlin vor 179 Zuschauern zum 2:1-Sieg. Blamabel sind die zu Null Spiele von Berlin United gegen Stern Marienfelde  0:6, aktuell 4:23 Tore nach vier verlorenen Spielen, Brandenburg 03 (19.) – TuS Makkabi (9.) 0:5 und TSV Rudow (7.) – Frohnauer SC (13.)  0:3 sind zu nennen. Hilalspor (16.) verlor mit 1:2 das Heimspiel gegen Berlin Türkspor. Das Team vom Heckerdamm kletterte damit auf den 2. Tabellenrang. Einen Punkt weniger, bisher 8, erkämpfte der 1. FC Novi Pazar 95, fertigte Sparta Lichtenberg (11.) mit 3:1 ab.

Auch die drei restlichen Partien sollen erwähnt werden: SC Charlottenburg (6.) –SD Croatia (9.) 1:3, Spandauer Kickers (18.) – BSV Al-Dersimspor (17.) 1:1 und 1.FCWilmersdorf (5.) – Fortuna Biesdorf (15.) 3:1. Infolge der für einige Berlin-Ligisten keineswegs erfolgreichen Pokalspiele (8 Vereine aus der höchsten Berliner Spielklasse sind bereits ausgeschieden), steht nunmehr eine englische Woche auf dem Programm. Am Dienstag, 15. September ein Match, sieben am Mittwoch und am Donnerstag noch zwei Begegnungen. Stern Marienfelde hat am 5. Spieltag spielfrei.

Eintracht Mahlsdorf hat an beiden Spieltagen Gegener aus der oberen Tabellenhälfte. Erst beim Berliner SC in der Hubertusallee und dann zu Hause gegen Berlin Türkspor. Interessant wird es auch in der Kienhorststraße dort ist der Wacker-Platz. Der 1. FC Novi Pazar trifft auf die Füchse Berlin. So allmählich könnte sich die Spreu vom Weizen trennen.

Bei fünf Absteigern geht es auch im Tabellenkeller rund. Trainer Foruk Namdar schmiss nach drei Spielen in Kreuzberg bei Türkiyemspor hin und ein Nachfolger wurde noch nicht gefunden.

Interessant wird sein, wie das Sportgericht des BFV einen Präsidiumsbeschluss bewerten wird. Die letzte Saison wurde in allen Spielklassen und im Jugendbereich halbiert. Einige Vereine riefen das Sportgericht an. Die Berlin-Liga betraf das allerdings nicht.

5. Spieltag:

Dienstag, 15.09.2020 SV Empor – Türkiyemspor (Cantianstraße)

Mittwoch, 16.09.2020 Berliner SC – E. Mahlsdorf (Hubertussportplatz), SD Croatia – Al-Dersimspor (Friedrich-Ebert-Stadion), Füchse Berlin – Novi Pazar (Wackerplatz), SCC – TuS Makkabi (Mommsenstadion), Fortuna Biesdorf – Hilalspor (Grabensprung), Brandenburg 03 – Berlin United (Sömmeringstraße), Berlin Türkspor – Sparta Lichtenberg (Heckerdamm), 1.FC Wilmersdorf – TSV Rudow (Volkspark Wilmersdorf), Frohnauer SC – Spandauer Kickers (Poloplatz).

6. Spieltag:

Samstag, 19.09.2020 SV Empor – Fortuna Biesdorf (Cantianstraße), Brandenburg 03 – Füchse Berlin (Sömmeringstraße), Hilalspor – Al-Dersimspor (Willi-Kressmann-Stadion),

Sonntag, 20.09.2020 Türkiyemspor – SD Croatia (Willi-Kressmann-Stadion), SCC – Sparta Lichtenberg (Mommsenstadion), Berlin United – Novi Pazar (Spandauer Damm), Spandauer Kickers – Stern Marienfelde (Brunsbütteler Damm), 1.FC Wilmersdorf – Frohnauer SC (Volkspark Wilmersdorf), Berliner SC – TuS Makkabi (Hubertussportplatz), Eintracht Mahlsdorf – Berlin Türkspor (Am Rosenhag).

Christian Zschiedrich

Berliner Pokal 1. Runde Niederlagen der Berlin-Ligisten

Fortuna Biesdorf 0:7 gegen TuS Makkabi 0:7, Nordberliner SC – Brandenburg 03 4:1, Wacker 21 – SD Croatia 3:0, Weißenseer FC – Berlin United 5:1, Anadoluspor – Türkiyemspor 4:2, Hansa 07 – Spandauer Kickers 1:0. TSV Rudow – Berliner AK 1:3, Stern Marienfelde – Blau Weiß 90 2:3

Nur in der Berlin-Liga wurde gespielt

Der Auftakt in den Ligen darunter wurde verschoben und der Verband hat beschlossen, dass nur eine einfache Runde gespielt wird. In der Pressemitteilung heißt es dazu: „Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes hat beschlossen, die Saison am kommenden Wochenende 5. September 2020 zu beginnen. Da ein geordneter Spielbetrieb mit Hin- und Rückrunde aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht möglich ist, werden Punktspiele (Meisterschaftsspiele) zur Ermittlung des Staffelmeisters (Auf- und Absteiger) in der Saison 2020/21 gemäß § 19 Ziffer 2 der BFV-Spielordnung in einer einfachen Spielrunde (ohne Rückrunde), jeder gegen jeden, ermittelt. Die oberste Liga in Berlin hat bereits bis auf Sparta Lichtenberg, SD Croatia und Al-Dersimspor für drei Spieltage den Ball rollen lassen. Bei 21 Vereinen in dieser Saison muss immer ein Club pro Spieltag zuschauen.“

Von den Vereinen die bisher drei Spiele absolviert haben, konnte keiner drei Siege einfahren. Sparta Lichtenberg ist nach zwei gewonnenen Spielen noch verlustpunktfrei. An der Hubertusallee wird seit Jahren ansehnlicher und erfolgreicher Fußball gespielt. Mit einer Begegnung mehr haben sich der Berliner SC als neuer Tabellenführer, Eintracht Mahlsdorf auf den zweiten Rang und dahinter SC Charlottenburg mit je einem Unentschieden und zwei Siegen, 7 Punkten, behaupten können. Coronabedingt, bei 5 Absteigern wird es spannend. Die Entscheidungen über Auf- und Abstieg könnten sogar erst am letzten Spieltag getroffen werden.

Ihre drei Auftakt-Partien haben Türkiyemspor (auf Trainersuche) und Berlin United verloren und zieren mit 0 Punkten das Tabellenende. Auf den anderen Abstiegsrängen platziert sind die Spandauer Kickers, der Frohnauer SC und Stern Marienfelde. Den höchsten Sieg brachte der TSV Rudow gegen Berlin United am zweiten Spieltag mit 9:0 zustande. Wenig überzeugend urteilte United-Trainer Jörg Goslar, man sei noch in der Vorbereitung. Corona bringt da einiges durcheinander.

Nach dem Sieg zum Auftakt der Füchse Berlin, 5:0 bei Al-Dersimspor, folgte im Heimspiel gegen Sparta Lichtenberg eine 0:2 Niederlage. Der Auswärtssieg 4:3  bei den Sternen in Marienfelde sorgte wieder für bessere Laune. Dieser Wechsel zwischen Hoch und Tief sollte künftig vermieden werden. Ungeschlagen ist aktuell Novi Pazar, Tabellenachter mit 5 Punkten und einem Torverhältnis von 3:1. Gespielt wurde ohne den prominenten Neuzugang Ronny, auf dessen Spielberechtigung der 1. FC 95 baldigst hofft. Gut in der Berlin-Liga vertreten sind bis auf einen, die türkisch geprägten Vereine: Türkspor Tabellenplatz 7, 6 Punkte, 6:4 Toren. Bei Türkiyemspor dagegen läuft es bisher überhaupt nicht, null Punkte, 1:7 Tore. Der Name der beiden klingt nur zum Verwechseln ähnlich, miteinander tauschen wollen beide bestimmt nicht.

Auch wenn der Anfang des Spielbetriebes in den unteren Klassen verschoben ist, in der Berlin-Liga hofft man, dass es am kommenden Wochenende weiter geht.  

Christian Zschiedrich