Berlin-Liga: Suspendierung von Al-Dersimspor aufgehoben

In Sachen BSV Al-Dersimspor, wir berichteten ausführlich von den Vorgängen, entschied nun das Sportgericht: Die Suspendierung ist aufgehoben, die drei ausgefallenen Spiele werden nachgeholt. Der Verein spielt weiter im Meisterschaftsbetrieb des BFV, Al-Dersimspor zog im übertragenen Sinne den Kopf aus der Schlinge und ist noch einmal davongekommen.  Die Fußball-Kultur hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Al-Dersimspor ist beileibe nicht der einzige Verein in Berlin mit ausländischen Wurzeln, in den Clubs, in denen zahlenmäßig z.B. die türkischen Mitbürger das Sagen haben. Das Positive im Fall Dersimspor: Die Vereinsführung hat wohl Einsicht walten lassen.

Sind wir also auf das Vorangehen und die weitere Entwicklung gespannt. Schlimm wäre eine weitere Politisierung im Fußball. Hier verhinderten zwei Vorstandsmitglieder Schlimmeres! Das dürfte auch der Grund gewesen sein, weshalb dem Antrag von Spiel- und Schiedsrichterausschuss, die nächsten zehn Heimspiele des Vereins unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen, durch das Sportgericht nicht gefolgt wurde. Es wurden immerhin mehrere Auflagen verhängt: Fünf Ordner müssen dem Schiedsrichter vor jedem Heimspiel namentlich benannt werden, die als solche für ihn erkennbar sind.

Eine weitere Auflage sollten sich andere Vereine zu Herzen nehmen, eine Regelkunde-Schulung beim BFV. Die müssen laut Sportgerichtsurteil allle 22 auf dem Spielberichts-Formular genannten Spieler bis zum 31. März 2020 absolvieren. Das Verfahren wird neu eröffnet, wenn die Auflagen nicht erfüllt werden.

Persönliche Strafen wurden darüber hinaus ausgesprochen:   Mohammed El-Kassem (ein Spiel Sperre) Metin Sinan Aktürk (zwei Spiele), Onur Serhat Aktürk (drei Spiele), Ozan Yildiz (vier Spiele) Hüseyin Ali Kaloglu (Hauptbeschuldigter), wird gesperrt bis 31.12.2020. Er muss außerdem ein Anti-Gewalttraining absolvieren. Co. Trainer Jerome Flohr erhielt einen Verweis. Schiedsrichter Paffrath erklärte, sich auf dem Platz selbst nicht bedroht gefühlt zu haben.

Al Dersimspor erwartet am Sonntag, 20.10. 15.00 Uhr, Lilli-Henoch-Sportplatz, die Spandauer Kickers. Zur gleichen Zeit TSV Rudow – Sparta Lichtenberg (Stubenrauchstraße). Bereits am Freitag, 18.10. 19.30 Uhr, Wackersportplatz, Kienhorststraße, Füchse Berlin – Brandenburg 03. Samstag, 19.10. 14.00 Uhr, Spandauer Damm, Berlin United – SV Empor,

Sonntag, 20.10. 12.00 Uhr, Julius-Hirsch-Sportanlage, TuS Makkabi – Fortuna Biesdorf, 12.45 Uhr, Kreuznacher Straße, Stern 1900 – Eintracht Mahlsdorf,  und Poloplatz, Frohnauer SC – SD Croatia, 13.00 Uhr Hubertusallee, Berliner SC – Türkiyemspor, 14.00 Uhr, Willi-Kressmann-Stadion, Hilalspor – Berlin Türkspor. 

Christian Zschiedrich  

Eintracht Mahlsdorf in der Englischen Woche in Torlaune

In der Berlin-Liga sind nun bereits neun Spieltage absolviert. Vereine der Spitzengruppe bleiben eng beieinander. Tabellenführer ist nach wie vor Eintracht Mahlsdorf, gefolgt von Stern 1900 und Sparta Lichtenberg. Eintracht, das Team von Trainer Daniel Volbert, hat am Doppelpunkttag natürlich beide Spiele gewonnen. 7:2 bei Brandenburg 03 und 5:1 bei Hilalspor. Über die Probleme der 03er in der Sömmeringstraße berichteten wir letzte Woche. Und Hilalspor ist noch lange nicht gefestigt und deshalb wohl äußerst schwankend (13. mit 10 P.) im Meisterschaftsbetrieb. Daniel Volbert sehe es mir nach, wenn ich von Siegen über leichtere Gegner spreche. Das hört er nicht gern. Das Wort „leichte“ Gegner stellen die meisten Trainer in Frage. Brandenburg 03 und Hilalspor sind auch die Clubs, die beide Spiele zuletzt verloren, dazu hat sich leider auch SV Empor auf Talfahrt begeben. Es gibt eine Mannschaft die beide Begegnungen gewann: Der Frohnauer SC, jetzt. 4. mit 21 Punkten. 2:1 auswärts bei den Spandauer Kickers und 4:1 in Rudow beim TSV. Alle Achtung!

Der Tabellenzweite, Stern 1900, 23 Punkte, gewann deutlich 3:0 bei Berlin United und eben 2:0 an der Cantianstraße gegen SV Empor. Sparta Lichtenberg (3. mit 22 P.) siegte 3:2 bei den Spandauer Kickers und 4:0 zu Hause in der Fischerstraße 4:0 über Türkiyemspor (12., 10 P.).TuS Makkabi (5., 20 P.) fiel etwas infolge eines Unentschieden, 1:1 bei SD Croatia, zurück, siegte aber auf der vertrauten Julius-Hirsch-Sportanlage 2:0 über SV Empor. Berlin United wird wohl sein Ziel in dieser Saison nicht erreichen können. Zu unbeständig, anscheinend fehlt doch noch Qualität. Zu Hause setzte es eine 0:3-Niederlage gegen Stern 1900, dafür wurde auswärts 3:1 bei Hilalspor gewonnen.

Über den Abstiegskampf und vor allem über die Vorkommnisse bei Al-Dersimspor haben wir in unseren Reportagen erst vor kurzem ausführlich berichtet. Daher sei es erlaubt, hier und heute nur ganz kurz zu erwähnen, Brandenburg 03, punktlos Tabellenletzter, Fortuna Biesdorf mit einem Zähler Vorletzter und Al-Dersimspor nun auch auf Abstiegsplatz Nr. 16. Die Sportgerichtsverhandlung findet am 11.Oktober statt.

Christian Zschiedrich

BFV-Präsidium verurteilt jegliche Gewalt gegen Schiedsrichter

Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes ist besorgt, dass die körperliche und verbale Gewalt gegen Berliner Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter zunimmt. Bereits nach sechs Spieltagen in der Berlin-Liga der ersten Herrenmannschaften ist ein zweiter körperlicher Angriff auf einen Schiedsrichter zu verzeichnen. Darüber hinaus gibt es seit Saisonbeginn zahlreiche Spielabbrüche, Bedrohungen und Angriffe auf Schiedsrichter in weiteren Spielklassen, bis hin zu handgreiflichen Auseinandersetzungen unter Zuschauern im Jugendbereich. Aus diesem Grund verurteilt das BFV-Präsidium einstimmig jegliche Gewalt auf Berlins Sportplätzen und appelliert an den Fairplay-Gedanken und gegenseitigen Respekt, die fest verankerte Werte des Sports sind.

Am vergangenen Wochenende kam es in der Partie der Berlin-Liga BSV Al-Dersimspor – Frohnauer SC zu einem tätlichen Übergriff im Kabinentrakt gegen den Schiedsrichter weit nach Spielende. Der Schiedsrichterausschuss des Berliner Fußball-Verbandes hat daher entschieden, bis zur Verhandlung des Sportgerichts am 11. Oktober 2019 für alle Mannschaftsspiele des BSV Al-Dersimspor keine Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter anzusetzen. Dieses erfolgt auch deshalb, da der Verein aus Sicht des Schiedsrichterausschusses in den vergangenen Monaten und aktuell nicht für die Sicherheit der Schiedsrichter sorgen kann. Das Präsidium stellt sich ausdrücklich hinter den Schiedsrichterausschuss und unterstützt die Entscheidung. Darüber hinaus hat das Sportgericht des BFV heute entschieden, dass sowohl der beschuldigte Spieler, als auch die Mannschaft der 1. Herren des Vereins BSV Al-Dersimspor nach § 26 Rechts- und Verfahrensordnung im Wege der einstweiligen Anordnung für die Zeit vom 27.09.2019 bis zur mündlichen Verhandlung am 11.10.2019 für alle Spiele gesperrt sind. Alle weiteren Spiele des Vereins BSV Al-Dersimspor, für die eine Ansetzungspflicht mit Schiedsrichtern besteht, werden bis zum 11. Oktober abgesetzt.

Im Jugendbereich gibt es ausdrücklich keine Ansetzungspflicht mit Schiedsrichtern. Da der Schiedsrichterausschuss auch im Jugendbereich keine Schiedsrichter ansetzt, sind Gast- und Heimverein angehalten, sich auf einen Ersatz-Schiedsrichter zu einigen. Dieses ist im Übrigen eine gängige Praxis im Berliner Amateurfußball. Mit dieser Maßnahme verdeutlichen der Schiedsrichterausschuss und das Präsidium ausdrücklich, dass unbeteiligte Jugendliche des Vereins BSV Al-Dersimspor bis zum Beginn der Berliner Herbstferien dem Fußballsport nachgehen können. Bernd Schultz, Präsident des BFV, sagt: „Das Präsidium und ich persönlich verurteilen jegliche Gewalt gegen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter und fordern eine Rückkehr zur Toleranz und Respekt auf Berlins Fußballplätzen. Die Entscheidung, keine Schiedsrichter beim BSV Al-Dersimspor anzusetzen, ist ein ausdrückliches Zeichen an alle Vereine und Sportler in Berlin, jegliche Gewalt zu verurteilen und für das respektvolle Miteinander einzutreten.“ Jörg Wehling, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses, ergänzt: „Der Schiedsrichterausschuss stellt mit großer Sorge die zunehmende Respektlosigkeit und den Anstieg von Gewalt gegen Schiedsrichter fest. Darauf müssen wir reagieren und alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter schützen. Zum Fußballsport gehören Unparteiische. Vor der Saison haben die Schiedsrichter in einer Banneraktion das Motto „Gemeinsam für Respekt und Fairness“ für dieses Spieljahr ausgerufen. Es wird Zeit, dass wir dieses Motto gemeinsam leben.“

Kevin Langner

TuS Makkabi schlägt Berlin United

Ja, Fußball gespielt wird in der Berlin-Liga auch noch. Handeln wir schnell das Negative ab: Das Sportgericht tagte einmal im Falle des abgebrochenen Spiels SD Croatia – Eintracht Mahlsdorf. Croatia hoffte auf eine Neuansetzung, wurde aber trotz gegensätzlicher Aussagen mit  6:0 Toren für Mahlsdorf, einhergehend natürlich mit der 0-Punkte Niederlagenwertung bestraft. Sahin, der den Schiedsrichter ins Gesicht gefasst haben soll bekam 8 Spiele Pause aufgebrummt. Das Gericht erkannte die Meinung des Referees an. Croatia, in zurückliegenden Jahren nie straffällig geworden, legte sogar ein Video als Beweismittel vor, das keine Anerkennung fand. Mit der Niederlage am Grünen Tisch ist Croatia mit nur einem Punkt  auf den 16.Tabellenplatz gelandet, einem Abstiegsplatz. Aufsteiger Fortuna Biesdorf und Brandenburg 03 zieren mit O Punkten den 17. Und 18.Platz.

Eintracht Mahlsdorf war schließlich noch einmal dran, d.h. ihr Trainer Daniel Volbert. Sonst ein fairer Sportsmann soll beim Pokalspiel gegen Al-Dersimspor einen Spieler der gegnerischen Mannschaft mit der Faust gedroht haben, weil dieser einen Mahlsdorfer Spieler ins Gesicht geschlagen hatte. Volbert bekam dafür die Höchststrafe, 120 Euro Geldbuße. Volbert bestritt die erhobene Faust. Der Spieler sei ja auch noch weit entfernt gewesen. Half alles nichts, auch wenn der Vorwurf der erhobenen Faust im Verlaufe der Verhandlung entkräftet wurde. Und nun zum sportlichen Teil.:

TuS Makkabi behauptete mit einem 2:1-Sieg über Berlin United die Tabellenführung mit einem Zwei-Tore besserem Torverhältnis gegenüber Stern 1900, ebenfalls 13 Punkte und dem Vorhaben, in dieser Saison besonders wachsam zu sein. Gegen Türkspor wurde in der Kreuznacher Straße ein 3:1 eingefahren. Jetzt am Sonntag aber müssen die Sterne zum Brunsbüttler Damm zu den Spandauer Kickers (12.).TuS Makkabi hat es jedoch in der Fischerstraße bei Sparta Lichtenberg keineswegs leichter zu punkten. Trainer Wolfgang Sandhowe wird es schon richten.

Aus Erfahrung klug geworden sind die Nordberliner. Da schau her. Der Frohnauer SC , mit 11 Punkten Tabellenvierter und mit nur einem weniger unmittelbar dahinter auf Platz 5 die Reinickendorfer Füchse. Das sind wohl die Signale dafür, dass in dieser Saison alles viel besser als in der vergangenen werden soll. Die Füchse besiegten Hilalspor 2:1 und der Frohnauer SC sagte sich, 1:0 ist auch gewonnen und behielt die drei Punkte gegen Biesdorf am Poloplatz. Jetzt haben beide Auswärtsspiele. Frohnau gegen BSV Al-Dersimspor, Lilli-Henoch-Sportplatz und bereits am Samstag die Füchse  am Spandauer Damm gegen die aufstiegswilligen Berlin United, Tabellensiebenter mit neun Punkten.

Christian Zschiedrich

Fußball-Amateure mit eigenem TV-Portal

Trainer bei den Profis sind in der Regel bekannter als ihre Kollegen im Amateurlager. Sicher, ein Rausschmiss bei Top-Vereinen ist spektakulärer und wird von Anhängern und Interessenten mehr wahrgenommen. Dennoch ist auch der Bekanntheitsgrad im Amateurlager relativ groß. Erst Recht, wenn der Betroffene mehrere Stationen in den Vereinen durchlaufen hat. So im Falle des Berliner TV-Experten Metin Acar, der über viele Verbindungen und Informationen zu den Vereinen verfügt.

Insider-Wissen hat auch Frank Arlinghaus. Beide kommentieren vor den Kameras im Studio von TD Bir eine neue Sportsendung im Online-Bereich. Jetzt haben Amateure endlich ihr wohl konkurrenzloses Fernsehportal. Frank Arlinghaus, der Gründer, Organisator und Inhaber ist wahrlich kein Unbekannter im Amateurlager. Am Mittwoch, 28.08.2019, 19.00 Uhr, werden sie in ihrer zweiten Sendung u. a. verkünden – Ersan Kazar ist kein Trainer mehr beim Berlin-Ligisten Brandenburg 03.

Drei Spiele, drei Niederlagen, der Frust über die Rote Laterne sitzt tief bei den Verantwortlichen von Brandenburg 03. Am Montag, 26.08., nach der 0:2 Heimpleite gegen den Berliner SC wurde der Daumen ganz früh in der Saison nach unten gesenkt. Ex Inter Coach  Gökhan „Diego“ Senol, unterstützt von George Boateng übernehmen das Amt.

Außerdem schmiss ein Landesliga-Trainer frühzeitig das Handtuch: Ingo Rerißner von Novi Pazar hört nach nur drei Pflichtspielen auf, ist beim Landes-Ligisten ab sofort kein Trainer mehr.. Darüber wird bei TDBir mit Fußballexperte Metin Acar in der Fernsehsendung Matchday (Ausstrahlung am Mittwoch, 28.08. 19.00 Uhr im Live Stream www.tdbir.de), diskutiert.  Die Bilanz von Ingo Reißner beim Landesligisten Novi Pazar fällt gar nicht so schlecht aus, ein Sieg und eine Niederlage, dazu das Weiterkommen im AOK Pokal on top. Trotzdem ist für den 50jährigen die Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit schon nach drei Pflichtspielen nicht mehr gegeben. Erst im Sommer hatte er das Amt von Tuurjalai Zazai bei den Neuköllnern übernommen. Ein Statement vom Verein steht noch aus.

Quelle: TDBir Matchday/ BERLINKICK.online

Eröffnungsspiel Berlin-Liga: Gemeinsam für Respekt und Fairness

Am Freitag, den 2. August 2019 eröffnen der SV Sparta Lichtenberg und der VfB Fortuna Biesdorf aus der Berlin-Liga die Saison 2019/2020. Anstoß ist um 19:00 Uhr auf dem Platz in der Fischerstraße. Geleitet wird die Partie von Schiedsrichter Sebastian Hornig. Er wird dabei von seinen beiden Assistenten Lutz Meyer-Raschke und Gunnar Mielenz unterstützt.

Zu Beginn des Spiels werden die Akteure beider Teams und das Schiedsrichter-Team mit einem Banner für Respekt und Fairness auf und neben den Berliner Fußballplätzen werben.
„GEMEINSAM FÜR RESPEKT UND FAIRNESS“ ist eine Aktion der Schiedsrichter des Hamburger Fußball-Verbandes und des Berliner Fußball-Verbandes. Beim Start in die Hamburger Oberliga-Saison am letzten Freitag wurde dieses Banner bei der Partie Niendorf – SC Viktoria Hamburg vom Schiedsrichter-Team und den beiden Mannschaften vor dem Anstoß präsentiert.

Die Idee zu dieser Aktion ist auf einem Austausch der beiden Schiedsrichterausschüsse in Berlin im Frühjahr entwickelt worden. Bei einer Klausurtagung beider Ausschüsse waren deutliche parallele Entwicklungen zwischen Hamburg und Berlin zu erkennen. Eine kontinuierlich hohe Anzahl von Spielabbrüchen, gewaltsame Aktionen gegen Schiedsrichter und auch unter den Mannschaften verschlechtern die Atmosphäre auf den Sportplätzen. Alle Bemühungen neue Schiedsrichter zu werben und auszubilden, werden durch die Realität auf den Plätzen zum größten Stolperstein für das Hobby Schiedsrichter.

Jörg Wehling, Präsidialmitglied Schiedsrichter des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Wir möchten mit dieser Aktion zusammen mit unseren Hamburger Freunden einen dringenden Appell für mehr Respekt und Fairness nicht nur in Richtung Schiedsrichter senden. Der aggressiven, teilweise gewaltsamen Atmosphäre auf den Sportplätzen muss dringend Einhalt geboten werden. Das ist kein alleiniges Berliner Problem, auch auf den anderen Plätzen in Deutschland ist die Wertschätzung gegen Schiedsrichter dringend verbesserungswürdig. Deshalb wollen wir hier ein klares Signal der beiden Städte Hamburg und Berlin senden, es ist Zeit für eine Umkehr.“

Quelle: Berliner Fußballverband

Füchse Berlin gerettet, der BFC Preussen steigt ab !

Wie berichtet verloren die Füchse (29 P.) am vorletzten Spieltag gegen den TSV Rudow 2:4 und der BFC Preussen schien mit dem 2:0-Sieg bei Al-Dersimspor (32 P.) gerettet. Am letzten Spieltag kam alles ganz anders. Die Füchse gewannen 3:0 gegen Türkiyemspor und der BFC Preussen verlor zu Hause 1:2 gegen TSV Rudow. Welch eine Tragik: Ein Punkt hätte den Preussen genügt. Bis zur 93. Minute genügte das 1:1 ja auch zum Klassenerhalt. Doch Hirik erzielte eben in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer zum 1:2. – gleichbedeutend mit dem Wunder Klassenerhalt der Füchse und Abstieg in die Landesliga des BFC Preussen bei gleicher Punktzahl.

Davon betroffen auch der SC Charlottenburg, Abstieg mit gleicher Punktzahl (32) nur auf Grund des schlechteren Torverhältnisses. Der SCC gewann zwar am Heckerdamm gegen Berlin Türkspor 4:2. Doch das nützte nichts mehr. Ebenso Aufsteiger Berolina Stralau muss wieder in die niederen Gefilde, verabschiedete sich (28 P.) mit einer guten Leistung und dem 1:0 für Sparta Lichtenberg, der Meisterschaft und Aufstieg (nach ständiger Tabellenführung) in der Endphase an den SV Zasmania abgeben musste.

Besonders erwähnenswert das gemeinsame Grillen von TuS Makkabi und Al-Dersimspor nach dem 7:1-Sieg von TuS. Und SV Tasmania hat wohl zuviel gefeiert, verlor zum Abschied aus der Berlin-Liga 2:4 bei SV Empor.

Christian Zschiedrich    

Nur ein Wunder kann die Füchse noch retten

Es trifft die Fußballer der Füchse Berlin in der Berlin-LIga. Am 21.Mai titelten wir „Tasmania könnte aufsteigen und die Füchse sich retten“! Tasmania ist ein Spiel vor Saisonende am Ziel. Gratulation ! Die Füchse gingen ihre Aufholjagd leider verspätet an. Zumindest hätte die Erfolgsserie am 33. Spieltag fortgesetzt werden müssen. So gewannen die Preussen bei Al-Dersimspor 2:0 und die Füchse verloren beim TSV Rudow mit 2:4.

Der BFC Preussen trifft nun zum letzten Spieltag, Sonntag, 2.6. 12.00 Uhr, Sportplatz Malteserstraße, auf den TSV Rudow und hat drei Punkte Vorsprung gegenüber den Füchsen Berlin. Die Füchse haben zeitgleich ein Heimspiel gegen Türkiyemspor. Punktemäßig wäre ein Ausgleich möglich. Schauen wir auf das Torverhältnis: Preussen 48:72 = minus 24; Füchse 47:70 = minus 23. Heißt: Wenn die Füchse gewinnen und Preussen verliert, wäre das Wunder vollbracht.

Rein rechnerisch könnte das für einen weiteren Traditionsclub zutreffen – den SC Charlottenburg. Der SCC muss als Vorletzter (ebenfalls 29 Punkte, wie die Füchse Berlin) zu Berlin Türkspor (7.), zum Heckerdamm. Das Torverhältnis der Charlottenburger 39:73 (minus 34) dürfte nur noch theoretisch von Belang sein. Al-Dersimspor und TuS Makkabi, je 33 Punkte, sind gerettet.

Aufsteiger Berolina Stralau ist weg vom Fenster. Dem BFC Preussen genügt ein Unentschieden und ob die Füchse gegen Türkiyemspor gewinnen, ist auch noch nicht gesagt. Türkiyemspor (10.) hat ja mit dem 4:0 über Sparta Lichtenberg (2.) die Meisterschaft zugunsten von SV Tasmania entschieden.

Christian Zschiedrich  

Optik Rathenow bleibt Regionalligist

Weil die Rathenower die Rote Laterne an Budissa Bautzen abgeben konnte und weil der FC Oberlausitz Neugersdorf (15.) für die neue Spielzeit beschlossen hat, das Startrecht in der Regionalliga Nordost aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr wahrzunehmen. Interessant auch, dass Absteiger Budissa Bautzen sein Startrecht in der Oberliga nicht wahrnehmen wird.

Karsten Heine, hatte nach Hertha BSC und dem Chemnitzer FC eine dreijährige Auszeit genommen, wird zur neuen Saison Trainer bei VSG Altglienicke. Rico Steinhauer (26) und Christian Preiß (32) haben ihren Vertrag verlängert Romario Hartwig (22), Angreifer bei SV Tasmania, steht als Neuzugang bei der VSG fest.

 Absteiger Energie Cottbus gewann knapp aber verdient 1:0 im Länderpokal durch das goldene Tor von Streli Mamba (54.) vor 1.991 Zuschauern gegen Optik Rathenow.

In Kürze veröffentlichen wir natürlich rückblickend Höhepunkte in der Berlin-Liga. Glückwunsch zum Aufstieg in die Oberliga und Meisterschaft geht an SV Tasmania. Das vorletzte Match wurde 3:1 gegen Eintracht Mahlsdorf gewonnen. Sparta Lichtenberg kam bei Türkiyemspor unter die Räder, Endstand 4:0. Der Verein aus Kreuzberg verhalf damit vor dem letzten Spieltag den Neuköllnern zum Titel.

Christian Zschiedrich

Tasmania könnte aufsteigen und die Füchse könnten sich retten

Noch sind zwei Spiele zu absolvieren und Tasmania führt mit zwei Punkten die Tabelle vor Sparta Lichtenberg an. Der Tabellenzweite hat die bessere Tordifferenz (plus 68 zu plus 55). Tasmania hat am vorletzten Spieltag ein Heimspiel (Werner Seelenbinder-Sportpark) gegen Eintracht Mahlsdorf. Sparta muss bei Türkiyemspor im Willi-Kressmann-Stadion ran, vorausgesetzt, dass jeder der beiden da seine Hausaufgaben macht, am letzten Spieltag könnte sich das drehen. Sparta Lichtenberg spielt zu Hause gegen Aufsteiger Berolina Stralau und Tasmania beim SV Empor.

Bei Berolina Stralau warf der gefeierte Aufstiegstrainer Detlef Schneider das Handtuch. Drei Absteiger müssen in die Landesliga. Letzter ist aktuell der SC Charlottenburg mit 26 Punkten. Auf den 17. Rang steht momentan Berolina Stralau mit 28 Punkten. Der BFC Preussen würde mit seinem derzeitigen 16. Platz und 29 Punkten wegen des schlechteren Torverhältnisses absteigen.

Mit 29 Punkten, stehen die Füchse Berlin aktuell über dem Strich. Der Platz 15 ist nach miserablen Saisonverlauf ein Wunder. Das 1:0 gegen TuS Makkabi und am 32. Spieltag, der 3:1 Sieg gegen AL-Dersimspor, wären die Füchse in der Saison doch so konzentriert aufgetreten. Aber, wenn das jetzt so weiter geht…

Der TSV Rudow ist mit 45 Punkten und akteull Platz 8, gesichert. Die Füchse müssen in die Stubenrauchstraße und am letzten Spieltag erwarten die Reinickendorfer auf dem Wackersportplatz Türkiyemspor (10.). Es ist in den zwei ausstehenden Partien noch alles möglich.

Rein rechnerisch sind die Mannschaften bis Tabellenplatz 11 gefährdet. Die Füchse Berlin haben für die kommende Saison bereits einen neuen Trainer verpflichtet. Thorsten Thielecke wechselt von den Sportfreunden Charlottenburg-Wilmersdorf nach Reinickendorf.

Christian Zschiedrich