Aufsteiger 1.FC Novi Pazar macht auf sich gewaltig aufmerksam

Eintracht Mahlsdorf verteidigte mit einem 4:3-Sieg beim Berliner SC (13 Punkte) mit zwei Punkten Vorsprung die Tabellenführung, doch der 1. FC Pazar sitzt der Mannschaft von Trainer Daniel Volbert auf Rang Zwei weiter im Nacken. Der Ex-Herthaner und Ex-Profi Ronny gab in Liga 6 für Novi Pazar sein Debüt. Mit einem 2:1-Sieg gegen die Füchse in Reinickendorf steht Novi Pazar mit nunmehr 11 Punkten recht gut da. Die Führung der Füchse konnte in Halbzeit 2 ab der 75. Minute wettgemacht werden – und das nach 2 Feldverweisen in Unterzahl. Ronny erzielte bei seinem Debüt kein Tor. In Zukunft ist jedoch mit seinem linken Hammer zu rechnen. Eintracht Mahlsdorf hat in Novi Pazar einen beachtenswerten Konkurrenten gefunden.

Ganz  anders Berlin United, bei Brandenburg 03 kassierten das Team von Fußballlehrer Jörg Goslar (durchaus ja kein Unbekannter) eine 1:12-Niederlage. Mit einem Torverhältnis von minus 30 und 0 Punkten nach 5 Spielen strebt United einen neuen Minus-Rekord an.

Die Ergebnisse des 5.Spieltages:

1.FC Wilmersdorf – TSV Rudow 2:2

Frohnauer SC – Spandauer Kickers 6:1

Berlin Türkspor – Sparta Lichtenberg 0:2

SD Croatia – BSV Al-Dersimspor 3:3

Fortuna Biesdorf – Berlin Hilalspor 2:8

Brandenburg 03 – Berlin United 12:1

SC Charlottenburg – TuS Makkabi 4:3

Berliner SC – Eintracht Mahlsdorf 3:4

Füchse Berlin – 1.FC Novi Pazar 1:2

SV Empor Berlin – Türkiyemspor 1:1

Zum Glück ist die Saison noch lang. Auf Tabellenplatz 21 wäre Berlin United abgestiegen, genau wie Türkiyemspor, die Spandauer Kickers, Fortuna Biesdorf und Stern Marienfelde. Al-Dersimspor mit nur 5 Punkten steht auf Rang 16 kurz über den Strich.

Oben belegt der SC Charlottenburg hinter Spitzenreiter Eintracht Mahlsdorf (13 Punkte), Novi Pazar (11 Punkte) Rang drei.

Christian Zschiedrich

Ansetzungen des 6. Spieltages:

Brandenburg 03 – Füchse Berlin

SV Empor – Fortuna Biesdorf

Hilalspor – BSV Al-Dersimspor

Türkiyemspor – SD Croatia

 Berlin United – 1.FC Novi Pazar

SC Charlottenb. – Sparta L’berg

1.FC Wilmersdorf – Frohnau

Berliner SC – TuS Makkabi

Eintr. Mahlsdorf – Türkspor  

Im Blickpunkt die Berlin-Liga

Zur Erinnerung, vor der 1. Hauptrunde im Berlin-Pokal löste Eintracht Mahlsdorf an der Tabellenspitze den Berliner SC ab. Am 4. Spieltag kam der BSC zu Hause nicht über ein 1:1 gegen den SV Empor, nunmehr 12., hinaus. Empor führte sogar bis zur 80. Minute.

Eintracht Mahlsdorf dagegen nutzte die Gunst eines Heimspiels gegen die Füchse Berlin vor 179 Zuschauern zum 2:1-Sieg. Blamabel sind die zu Null Spiele von Berlin United gegen Stern Marienfelde  0:6, aktuell 4:23 Tore nach vier verlorenen Spielen, Brandenburg 03 (19.) – TuS Makkabi (9.) 0:5 und TSV Rudow (7.) – Frohnauer SC (13.)  0:3 sind zu nennen. Hilalspor (16.) verlor mit 1:2 das Heimspiel gegen Berlin Türkspor. Das Team vom Heckerdamm kletterte damit auf den 2. Tabellenrang. Einen Punkt weniger, bisher 8, erkämpfte der 1. FC Novi Pazar 95, fertigte Sparta Lichtenberg (11.) mit 3:1 ab.

Auch die drei restlichen Partien sollen erwähnt werden: SC Charlottenburg (6.) –SD Croatia (9.) 1:3, Spandauer Kickers (18.) – BSV Al-Dersimspor (17.) 1:1 und 1.FCWilmersdorf (5.) – Fortuna Biesdorf (15.) 3:1. Infolge der für einige Berlin-Ligisten keineswegs erfolgreichen Pokalspiele (8 Vereine aus der höchsten Berliner Spielklasse sind bereits ausgeschieden), steht nunmehr eine englische Woche auf dem Programm. Am Dienstag, 15. September ein Match, sieben am Mittwoch und am Donnerstag noch zwei Begegnungen. Stern Marienfelde hat am 5. Spieltag spielfrei.

Eintracht Mahlsdorf hat an beiden Spieltagen Gegener aus der oberen Tabellenhälfte. Erst beim Berliner SC in der Hubertusallee und dann zu Hause gegen Berlin Türkspor. Interessant wird es auch in der Kienhorststraße dort ist der Wacker-Platz. Der 1. FC Novi Pazar trifft auf die Füchse Berlin. So allmählich könnte sich die Spreu vom Weizen trennen.

Bei fünf Absteigern geht es auch im Tabellenkeller rund. Trainer Foruk Namdar schmiss nach drei Spielen in Kreuzberg bei Türkiyemspor hin und ein Nachfolger wurde noch nicht gefunden.

Interessant wird sein, wie das Sportgericht des BFV einen Präsidiumsbeschluss bewerten wird. Die letzte Saison wurde in allen Spielklassen und im Jugendbereich halbiert. Einige Vereine riefen das Sportgericht an. Die Berlin-Liga betraf das allerdings nicht.

5. Spieltag:

Dienstag, 15.09.2020 SV Empor – Türkiyemspor (Cantianstraße)

Mittwoch, 16.09.2020 Berliner SC – E. Mahlsdorf (Hubertussportplatz), SD Croatia – Al-Dersimspor (Friedrich-Ebert-Stadion), Füchse Berlin – Novi Pazar (Wackerplatz), SCC – TuS Makkabi (Mommsenstadion), Fortuna Biesdorf – Hilalspor (Grabensprung), Brandenburg 03 – Berlin United (Sömmeringstraße), Berlin Türkspor – Sparta Lichtenberg (Heckerdamm), 1.FC Wilmersdorf – TSV Rudow (Volkspark Wilmersdorf), Frohnauer SC – Spandauer Kickers (Poloplatz).

6. Spieltag:

Samstag, 19.09.2020 SV Empor – Fortuna Biesdorf (Cantianstraße), Brandenburg 03 – Füchse Berlin (Sömmeringstraße), Hilalspor – Al-Dersimspor (Willi-Kressmann-Stadion),

Sonntag, 20.09.2020 Türkiyemspor – SD Croatia (Willi-Kressmann-Stadion), SCC – Sparta Lichtenberg (Mommsenstadion), Berlin United – Novi Pazar (Spandauer Damm), Spandauer Kickers – Stern Marienfelde (Brunsbütteler Damm), 1.FC Wilmersdorf – Frohnauer SC (Volkspark Wilmersdorf), Berliner SC – TuS Makkabi (Hubertussportplatz), Eintracht Mahlsdorf – Berlin Türkspor (Am Rosenhag).

Christian Zschiedrich

Berliner Pokal 1. Runde Niederlagen der Berlin-Ligisten

Fortuna Biesdorf 0:7 gegen TuS Makkabi 0:7, Nordberliner SC – Brandenburg 03 4:1, Wacker 21 – SD Croatia 3:0, Weißenseer FC – Berlin United 5:1, Anadoluspor – Türkiyemspor 4:2, Hansa 07 – Spandauer Kickers 1:0. TSV Rudow – Berliner AK 1:3, Stern Marienfelde – Blau Weiß 90 2:3

Nur in der Berlin-Liga wurde gespielt

Der Auftakt in den Ligen darunter wurde verschoben und der Verband hat beschlossen, dass nur eine einfache Runde gespielt wird. In der Pressemitteilung heißt es dazu: „Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes hat beschlossen, die Saison am kommenden Wochenende 5. September 2020 zu beginnen. Da ein geordneter Spielbetrieb mit Hin- und Rückrunde aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht möglich ist, werden Punktspiele (Meisterschaftsspiele) zur Ermittlung des Staffelmeisters (Auf- und Absteiger) in der Saison 2020/21 gemäß § 19 Ziffer 2 der BFV-Spielordnung in einer einfachen Spielrunde (ohne Rückrunde), jeder gegen jeden, ermittelt. Die oberste Liga in Berlin hat bereits bis auf Sparta Lichtenberg, SD Croatia und Al-Dersimspor für drei Spieltage den Ball rollen lassen. Bei 21 Vereinen in dieser Saison muss immer ein Club pro Spieltag zuschauen.“

Von den Vereinen die bisher drei Spiele absolviert haben, konnte keiner drei Siege einfahren. Sparta Lichtenberg ist nach zwei gewonnenen Spielen noch verlustpunktfrei. An der Hubertusallee wird seit Jahren ansehnlicher und erfolgreicher Fußball gespielt. Mit einer Begegnung mehr haben sich der Berliner SC als neuer Tabellenführer, Eintracht Mahlsdorf auf den zweiten Rang und dahinter SC Charlottenburg mit je einem Unentschieden und zwei Siegen, 7 Punkten, behaupten können. Coronabedingt, bei 5 Absteigern wird es spannend. Die Entscheidungen über Auf- und Abstieg könnten sogar erst am letzten Spieltag getroffen werden.

Ihre drei Auftakt-Partien haben Türkiyemspor (auf Trainersuche) und Berlin United verloren und zieren mit 0 Punkten das Tabellenende. Auf den anderen Abstiegsrängen platziert sind die Spandauer Kickers, der Frohnauer SC und Stern Marienfelde. Den höchsten Sieg brachte der TSV Rudow gegen Berlin United am zweiten Spieltag mit 9:0 zustande. Wenig überzeugend urteilte United-Trainer Jörg Goslar, man sei noch in der Vorbereitung. Corona bringt da einiges durcheinander.

Nach dem Sieg zum Auftakt der Füchse Berlin, 5:0 bei Al-Dersimspor, folgte im Heimspiel gegen Sparta Lichtenberg eine 0:2 Niederlage. Der Auswärtssieg 4:3  bei den Sternen in Marienfelde sorgte wieder für bessere Laune. Dieser Wechsel zwischen Hoch und Tief sollte künftig vermieden werden. Ungeschlagen ist aktuell Novi Pazar, Tabellenachter mit 5 Punkten und einem Torverhältnis von 3:1. Gespielt wurde ohne den prominenten Neuzugang Ronny, auf dessen Spielberechtigung der 1. FC 95 baldigst hofft. Gut in der Berlin-Liga vertreten sind bis auf einen, die türkisch geprägten Vereine: Türkspor Tabellenplatz 7, 6 Punkte, 6:4 Toren. Bei Türkiyemspor dagegen läuft es bisher überhaupt nicht, null Punkte, 1:7 Tore. Der Name der beiden klingt nur zum Verwechseln ähnlich, miteinander tauschen wollen beide bestimmt nicht.

Auch wenn der Anfang des Spielbetriebes in den unteren Klassen verschoben ist, in der Berlin-Liga hofft man, dass es am kommenden Wochenende weiter geht.  

Christian Zschiedrich  

Berlin-Liga: Suspendierung von Al-Dersimspor aufgehoben

In Sachen BSV Al-Dersimspor, wir berichteten ausführlich von den Vorgängen, entschied nun das Sportgericht: Die Suspendierung ist aufgehoben, die drei ausgefallenen Spiele werden nachgeholt. Der Verein spielt weiter im Meisterschaftsbetrieb des BFV, Al-Dersimspor zog im übertragenen Sinne den Kopf aus der Schlinge und ist noch einmal davongekommen.  Die Fußball-Kultur hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Al-Dersimspor ist beileibe nicht der einzige Verein in Berlin mit ausländischen Wurzeln, in den Clubs, in denen zahlenmäßig z.B. die türkischen Mitbürger das Sagen haben. Das Positive im Fall Dersimspor: Die Vereinsführung hat wohl Einsicht walten lassen.

Sind wir also auf das Vorangehen und die weitere Entwicklung gespannt. Schlimm wäre eine weitere Politisierung im Fußball. Hier verhinderten zwei Vorstandsmitglieder Schlimmeres! Das dürfte auch der Grund gewesen sein, weshalb dem Antrag von Spiel- und Schiedsrichterausschuss, die nächsten zehn Heimspiele des Vereins unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen, durch das Sportgericht nicht gefolgt wurde. Es wurden immerhin mehrere Auflagen verhängt: Fünf Ordner müssen dem Schiedsrichter vor jedem Heimspiel namentlich benannt werden, die als solche für ihn erkennbar sind.

Eine weitere Auflage sollten sich andere Vereine zu Herzen nehmen, eine Regelkunde-Schulung beim BFV. Die müssen laut Sportgerichtsurteil allle 22 auf dem Spielberichts-Formular genannten Spieler bis zum 31. März 2020 absolvieren. Das Verfahren wird neu eröffnet, wenn die Auflagen nicht erfüllt werden.

Persönliche Strafen wurden darüber hinaus ausgesprochen:   Mohammed El-Kassem (ein Spiel Sperre) Metin Sinan Aktürk (zwei Spiele), Onur Serhat Aktürk (drei Spiele), Ozan Yildiz (vier Spiele) Hüseyin Ali Kaloglu (Hauptbeschuldigter), wird gesperrt bis 31.12.2020. Er muss außerdem ein Anti-Gewalttraining absolvieren. Co. Trainer Jerome Flohr erhielt einen Verweis. Schiedsrichter Paffrath erklärte, sich auf dem Platz selbst nicht bedroht gefühlt zu haben.

Al Dersimspor erwartet am Sonntag, 20.10. 15.00 Uhr, Lilli-Henoch-Sportplatz, die Spandauer Kickers. Zur gleichen Zeit TSV Rudow – Sparta Lichtenberg (Stubenrauchstraße). Bereits am Freitag, 18.10. 19.30 Uhr, Wackersportplatz, Kienhorststraße, Füchse Berlin – Brandenburg 03. Samstag, 19.10. 14.00 Uhr, Spandauer Damm, Berlin United – SV Empor,

Sonntag, 20.10. 12.00 Uhr, Julius-Hirsch-Sportanlage, TuS Makkabi – Fortuna Biesdorf, 12.45 Uhr, Kreuznacher Straße, Stern 1900 – Eintracht Mahlsdorf,  und Poloplatz, Frohnauer SC – SD Croatia, 13.00 Uhr Hubertusallee, Berliner SC – Türkiyemspor, 14.00 Uhr, Willi-Kressmann-Stadion, Hilalspor – Berlin Türkspor. 

Christian Zschiedrich  

Eintracht Mahlsdorf in der Englischen Woche in Torlaune

In der Berlin-Liga sind nun bereits neun Spieltage absolviert. Vereine der Spitzengruppe bleiben eng beieinander. Tabellenführer ist nach wie vor Eintracht Mahlsdorf, gefolgt von Stern 1900 und Sparta Lichtenberg. Eintracht, das Team von Trainer Daniel Volbert, hat am Doppelpunkttag natürlich beide Spiele gewonnen. 7:2 bei Brandenburg 03 und 5:1 bei Hilalspor. Über die Probleme der 03er in der Sömmeringstraße berichteten wir letzte Woche. Und Hilalspor ist noch lange nicht gefestigt und deshalb wohl äußerst schwankend (13. mit 10 P.) im Meisterschaftsbetrieb. Daniel Volbert sehe es mir nach, wenn ich von Siegen über leichtere Gegner spreche. Das hört er nicht gern. Das Wort „leichte“ Gegner stellen die meisten Trainer in Frage. Brandenburg 03 und Hilalspor sind auch die Clubs, die beide Spiele zuletzt verloren, dazu hat sich leider auch SV Empor auf Talfahrt begeben. Es gibt eine Mannschaft die beide Begegnungen gewann: Der Frohnauer SC, jetzt. 4. mit 21 Punkten. 2:1 auswärts bei den Spandauer Kickers und 4:1 in Rudow beim TSV. Alle Achtung!

Der Tabellenzweite, Stern 1900, 23 Punkte, gewann deutlich 3:0 bei Berlin United und eben 2:0 an der Cantianstraße gegen SV Empor. Sparta Lichtenberg (3. mit 22 P.) siegte 3:2 bei den Spandauer Kickers und 4:0 zu Hause in der Fischerstraße 4:0 über Türkiyemspor (12., 10 P.).TuS Makkabi (5., 20 P.) fiel etwas infolge eines Unentschieden, 1:1 bei SD Croatia, zurück, siegte aber auf der vertrauten Julius-Hirsch-Sportanlage 2:0 über SV Empor. Berlin United wird wohl sein Ziel in dieser Saison nicht erreichen können. Zu unbeständig, anscheinend fehlt doch noch Qualität. Zu Hause setzte es eine 0:3-Niederlage gegen Stern 1900, dafür wurde auswärts 3:1 bei Hilalspor gewonnen.

Über den Abstiegskampf und vor allem über die Vorkommnisse bei Al-Dersimspor haben wir in unseren Reportagen erst vor kurzem ausführlich berichtet. Daher sei es erlaubt, hier und heute nur ganz kurz zu erwähnen, Brandenburg 03, punktlos Tabellenletzter, Fortuna Biesdorf mit einem Zähler Vorletzter und Al-Dersimspor nun auch auf Abstiegsplatz Nr. 16. Die Sportgerichtsverhandlung findet am 11.Oktober statt.

Christian Zschiedrich

BFV-Präsidium verurteilt jegliche Gewalt gegen Schiedsrichter

Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes ist besorgt, dass die körperliche und verbale Gewalt gegen Berliner Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter zunimmt. Bereits nach sechs Spieltagen in der Berlin-Liga der ersten Herrenmannschaften ist ein zweiter körperlicher Angriff auf einen Schiedsrichter zu verzeichnen. Darüber hinaus gibt es seit Saisonbeginn zahlreiche Spielabbrüche, Bedrohungen und Angriffe auf Schiedsrichter in weiteren Spielklassen, bis hin zu handgreiflichen Auseinandersetzungen unter Zuschauern im Jugendbereich. Aus diesem Grund verurteilt das BFV-Präsidium einstimmig jegliche Gewalt auf Berlins Sportplätzen und appelliert an den Fairplay-Gedanken und gegenseitigen Respekt, die fest verankerte Werte des Sports sind.

Am vergangenen Wochenende kam es in der Partie der Berlin-Liga BSV Al-Dersimspor – Frohnauer SC zu einem tätlichen Übergriff im Kabinentrakt gegen den Schiedsrichter weit nach Spielende. Der Schiedsrichterausschuss des Berliner Fußball-Verbandes hat daher entschieden, bis zur Verhandlung des Sportgerichts am 11. Oktober 2019 für alle Mannschaftsspiele des BSV Al-Dersimspor keine Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter anzusetzen. Dieses erfolgt auch deshalb, da der Verein aus Sicht des Schiedsrichterausschusses in den vergangenen Monaten und aktuell nicht für die Sicherheit der Schiedsrichter sorgen kann. Das Präsidium stellt sich ausdrücklich hinter den Schiedsrichterausschuss und unterstützt die Entscheidung. Darüber hinaus hat das Sportgericht des BFV heute entschieden, dass sowohl der beschuldigte Spieler, als auch die Mannschaft der 1. Herren des Vereins BSV Al-Dersimspor nach § 26 Rechts- und Verfahrensordnung im Wege der einstweiligen Anordnung für die Zeit vom 27.09.2019 bis zur mündlichen Verhandlung am 11.10.2019 für alle Spiele gesperrt sind. Alle weiteren Spiele des Vereins BSV Al-Dersimspor, für die eine Ansetzungspflicht mit Schiedsrichtern besteht, werden bis zum 11. Oktober abgesetzt.

Im Jugendbereich gibt es ausdrücklich keine Ansetzungspflicht mit Schiedsrichtern. Da der Schiedsrichterausschuss auch im Jugendbereich keine Schiedsrichter ansetzt, sind Gast- und Heimverein angehalten, sich auf einen Ersatz-Schiedsrichter zu einigen. Dieses ist im Übrigen eine gängige Praxis im Berliner Amateurfußball. Mit dieser Maßnahme verdeutlichen der Schiedsrichterausschuss und das Präsidium ausdrücklich, dass unbeteiligte Jugendliche des Vereins BSV Al-Dersimspor bis zum Beginn der Berliner Herbstferien dem Fußballsport nachgehen können. Bernd Schultz, Präsident des BFV, sagt: „Das Präsidium und ich persönlich verurteilen jegliche Gewalt gegen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter und fordern eine Rückkehr zur Toleranz und Respekt auf Berlins Fußballplätzen. Die Entscheidung, keine Schiedsrichter beim BSV Al-Dersimspor anzusetzen, ist ein ausdrückliches Zeichen an alle Vereine und Sportler in Berlin, jegliche Gewalt zu verurteilen und für das respektvolle Miteinander einzutreten.“ Jörg Wehling, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses, ergänzt: „Der Schiedsrichterausschuss stellt mit großer Sorge die zunehmende Respektlosigkeit und den Anstieg von Gewalt gegen Schiedsrichter fest. Darauf müssen wir reagieren und alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter schützen. Zum Fußballsport gehören Unparteiische. Vor der Saison haben die Schiedsrichter in einer Banneraktion das Motto „Gemeinsam für Respekt und Fairness“ für dieses Spieljahr ausgerufen. Es wird Zeit, dass wir dieses Motto gemeinsam leben.“

Kevin Langner

TuS Makkabi schlägt Berlin United

Ja, Fußball gespielt wird in der Berlin-Liga auch noch. Handeln wir schnell das Negative ab: Das Sportgericht tagte einmal im Falle des abgebrochenen Spiels SD Croatia – Eintracht Mahlsdorf. Croatia hoffte auf eine Neuansetzung, wurde aber trotz gegensätzlicher Aussagen mit  6:0 Toren für Mahlsdorf, einhergehend natürlich mit der 0-Punkte Niederlagenwertung bestraft. Sahin, der den Schiedsrichter ins Gesicht gefasst haben soll bekam 8 Spiele Pause aufgebrummt. Das Gericht erkannte die Meinung des Referees an. Croatia, in zurückliegenden Jahren nie straffällig geworden, legte sogar ein Video als Beweismittel vor, das keine Anerkennung fand. Mit der Niederlage am Grünen Tisch ist Croatia mit nur einem Punkt  auf den 16.Tabellenplatz gelandet, einem Abstiegsplatz. Aufsteiger Fortuna Biesdorf und Brandenburg 03 zieren mit O Punkten den 17. Und 18.Platz.

Eintracht Mahlsdorf war schließlich noch einmal dran, d.h. ihr Trainer Daniel Volbert. Sonst ein fairer Sportsmann soll beim Pokalspiel gegen Al-Dersimspor einen Spieler der gegnerischen Mannschaft mit der Faust gedroht haben, weil dieser einen Mahlsdorfer Spieler ins Gesicht geschlagen hatte. Volbert bekam dafür die Höchststrafe, 120 Euro Geldbuße. Volbert bestritt die erhobene Faust. Der Spieler sei ja auch noch weit entfernt gewesen. Half alles nichts, auch wenn der Vorwurf der erhobenen Faust im Verlaufe der Verhandlung entkräftet wurde. Und nun zum sportlichen Teil.:

TuS Makkabi behauptete mit einem 2:1-Sieg über Berlin United die Tabellenführung mit einem Zwei-Tore besserem Torverhältnis gegenüber Stern 1900, ebenfalls 13 Punkte und dem Vorhaben, in dieser Saison besonders wachsam zu sein. Gegen Türkspor wurde in der Kreuznacher Straße ein 3:1 eingefahren. Jetzt am Sonntag aber müssen die Sterne zum Brunsbüttler Damm zu den Spandauer Kickers (12.).TuS Makkabi hat es jedoch in der Fischerstraße bei Sparta Lichtenberg keineswegs leichter zu punkten. Trainer Wolfgang Sandhowe wird es schon richten.

Aus Erfahrung klug geworden sind die Nordberliner. Da schau her. Der Frohnauer SC , mit 11 Punkten Tabellenvierter und mit nur einem weniger unmittelbar dahinter auf Platz 5 die Reinickendorfer Füchse. Das sind wohl die Signale dafür, dass in dieser Saison alles viel besser als in der vergangenen werden soll. Die Füchse besiegten Hilalspor 2:1 und der Frohnauer SC sagte sich, 1:0 ist auch gewonnen und behielt die drei Punkte gegen Biesdorf am Poloplatz. Jetzt haben beide Auswärtsspiele. Frohnau gegen BSV Al-Dersimspor, Lilli-Henoch-Sportplatz und bereits am Samstag die Füchse  am Spandauer Damm gegen die aufstiegswilligen Berlin United, Tabellensiebenter mit neun Punkten.

Christian Zschiedrich

Fußball-Amateure mit eigenem TV-Portal

Trainer bei den Profis sind in der Regel bekannter als ihre Kollegen im Amateurlager. Sicher, ein Rausschmiss bei Top-Vereinen ist spektakulärer und wird von Anhängern und Interessenten mehr wahrgenommen. Dennoch ist auch der Bekanntheitsgrad im Amateurlager relativ groß. Erst Recht, wenn der Betroffene mehrere Stationen in den Vereinen durchlaufen hat. So im Falle des Berliner TV-Experten Metin Acar, der über viele Verbindungen und Informationen zu den Vereinen verfügt.

Insider-Wissen hat auch Frank Arlinghaus. Beide kommentieren vor den Kameras im Studio von TD Bir eine neue Sportsendung im Online-Bereich. Jetzt haben Amateure endlich ihr wohl konkurrenzloses Fernsehportal. Frank Arlinghaus, der Gründer, Organisator und Inhaber ist wahrlich kein Unbekannter im Amateurlager. Am Mittwoch, 28.08.2019, 19.00 Uhr, werden sie in ihrer zweiten Sendung u. a. verkünden – Ersan Kazar ist kein Trainer mehr beim Berlin-Ligisten Brandenburg 03.

Drei Spiele, drei Niederlagen, der Frust über die Rote Laterne sitzt tief bei den Verantwortlichen von Brandenburg 03. Am Montag, 26.08., nach der 0:2 Heimpleite gegen den Berliner SC wurde der Daumen ganz früh in der Saison nach unten gesenkt. Ex Inter Coach  Gökhan „Diego“ Senol, unterstützt von George Boateng übernehmen das Amt.

Außerdem schmiss ein Landesliga-Trainer frühzeitig das Handtuch: Ingo Rerißner von Novi Pazar hört nach nur drei Pflichtspielen auf, ist beim Landes-Ligisten ab sofort kein Trainer mehr.. Darüber wird bei TDBir mit Fußballexperte Metin Acar in der Fernsehsendung Matchday (Ausstrahlung am Mittwoch, 28.08. 19.00 Uhr im Live Stream www.tdbir.de), diskutiert.  Die Bilanz von Ingo Reißner beim Landesligisten Novi Pazar fällt gar nicht so schlecht aus, ein Sieg und eine Niederlage, dazu das Weiterkommen im AOK Pokal on top. Trotzdem ist für den 50jährigen die Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit schon nach drei Pflichtspielen nicht mehr gegeben. Erst im Sommer hatte er das Amt von Tuurjalai Zazai bei den Neuköllnern übernommen. Ein Statement vom Verein steht noch aus.

Quelle: TDBir Matchday/ BERLINKICK.online

Eröffnungsspiel Berlin-Liga: Gemeinsam für Respekt und Fairness

Am Freitag, den 2. August 2019 eröffnen der SV Sparta Lichtenberg und der VfB Fortuna Biesdorf aus der Berlin-Liga die Saison 2019/2020. Anstoß ist um 19:00 Uhr auf dem Platz in der Fischerstraße. Geleitet wird die Partie von Schiedsrichter Sebastian Hornig. Er wird dabei von seinen beiden Assistenten Lutz Meyer-Raschke und Gunnar Mielenz unterstützt.

Zu Beginn des Spiels werden die Akteure beider Teams und das Schiedsrichter-Team mit einem Banner für Respekt und Fairness auf und neben den Berliner Fußballplätzen werben.
„GEMEINSAM FÜR RESPEKT UND FAIRNESS“ ist eine Aktion der Schiedsrichter des Hamburger Fußball-Verbandes und des Berliner Fußball-Verbandes. Beim Start in die Hamburger Oberliga-Saison am letzten Freitag wurde dieses Banner bei der Partie Niendorf – SC Viktoria Hamburg vom Schiedsrichter-Team und den beiden Mannschaften vor dem Anstoß präsentiert.

Die Idee zu dieser Aktion ist auf einem Austausch der beiden Schiedsrichterausschüsse in Berlin im Frühjahr entwickelt worden. Bei einer Klausurtagung beider Ausschüsse waren deutliche parallele Entwicklungen zwischen Hamburg und Berlin zu erkennen. Eine kontinuierlich hohe Anzahl von Spielabbrüchen, gewaltsame Aktionen gegen Schiedsrichter und auch unter den Mannschaften verschlechtern die Atmosphäre auf den Sportplätzen. Alle Bemühungen neue Schiedsrichter zu werben und auszubilden, werden durch die Realität auf den Plätzen zum größten Stolperstein für das Hobby Schiedsrichter.

Jörg Wehling, Präsidialmitglied Schiedsrichter des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Wir möchten mit dieser Aktion zusammen mit unseren Hamburger Freunden einen dringenden Appell für mehr Respekt und Fairness nicht nur in Richtung Schiedsrichter senden. Der aggressiven, teilweise gewaltsamen Atmosphäre auf den Sportplätzen muss dringend Einhalt geboten werden. Das ist kein alleiniges Berliner Problem, auch auf den anderen Plätzen in Deutschland ist die Wertschätzung gegen Schiedsrichter dringend verbesserungswürdig. Deshalb wollen wir hier ein klares Signal der beiden Städte Hamburg und Berlin senden, es ist Zeit für eine Umkehr.“

Quelle: Berliner Fußballverband

Füchse Berlin gerettet, der BFC Preussen steigt ab !

Wie berichtet verloren die Füchse (29 P.) am vorletzten Spieltag gegen den TSV Rudow 2:4 und der BFC Preussen schien mit dem 2:0-Sieg bei Al-Dersimspor (32 P.) gerettet. Am letzten Spieltag kam alles ganz anders. Die Füchse gewannen 3:0 gegen Türkiyemspor und der BFC Preussen verlor zu Hause 1:2 gegen TSV Rudow. Welch eine Tragik: Ein Punkt hätte den Preussen genügt. Bis zur 93. Minute genügte das 1:1 ja auch zum Klassenerhalt. Doch Hirik erzielte eben in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer zum 1:2. – gleichbedeutend mit dem Wunder Klassenerhalt der Füchse und Abstieg in die Landesliga des BFC Preussen bei gleicher Punktzahl.

Davon betroffen auch der SC Charlottenburg, Abstieg mit gleicher Punktzahl (32) nur auf Grund des schlechteren Torverhältnisses. Der SCC gewann zwar am Heckerdamm gegen Berlin Türkspor 4:2. Doch das nützte nichts mehr. Ebenso Aufsteiger Berolina Stralau muss wieder in die niederen Gefilde, verabschiedete sich (28 P.) mit einer guten Leistung und dem 1:0 für Sparta Lichtenberg, der Meisterschaft und Aufstieg (nach ständiger Tabellenführung) in der Endphase an den SV Zasmania abgeben musste.

Besonders erwähnenswert das gemeinsame Grillen von TuS Makkabi und Al-Dersimspor nach dem 7:1-Sieg von TuS. Und SV Tasmania hat wohl zuviel gefeiert, verlor zum Abschied aus der Berlin-Liga 2:4 bei SV Empor.

Christian Zschiedrich