Jetzt fehlt doch nur noch ein Sieg von den Drei angekündigten

Weitere drei Siege in Folge und in wenigen Tagen haben sich die BR Volleys vorgenommen, zwei entscheidende haben sie schon geschafft. Am Samstag, 29.11. gegen die Volleyball Bisons Bühl der erste mit 3:0-Erfolg (25:18, 27:25, 25:21). Das heißt: Der Deutsche Meister bleibt auch gegen die Badener ungeschlagen an der Tabellenspitze. Ebenso wichtig wie der Auftakt in der Königklasse ist das am 08. Dezember folgende DVV-Pokal-Halbfinale gegen die WWK Volleys Hersching. 4.129 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle erlebten einen furiosen Auftakt gegen Ljubljana in der Königklasse:

Schöner hätten sich die BR Volleys ihren Start in die CEV Champions League Volley 2020 kaum ausmalen können. Mit einer nahezu fehlerlosen Leistung bezwangen die Berliner ACH Volley Ljubljana und sicherten sich drei Punkte zum Auftakt. Überragender Akteur beim ersten wichtigen Schritt in der Gruppe B war der Match-MVP Benjamin Patch mit 17 Punkten.

Der Deutsche Meister ging das Duell mit seinem slowenischen Pendant äußerst fokussiert an und zeigte sich in der Annahme deutlich stabiler als zuletzt. So hatte BPatch immer wieder nahezu freie Bahn und knüpfte dort an, wo er am Samstag in der Bundesliga gegen Bühl aufgehört hatte. 11 Punkte, davon drei Blocks des Amerikaners, brachten den BR Volleys den Auftaktsatz ein (7:8, 16:12, 25:21).

Die Berliner und ihr Publikum waren vollkommen im Einklang und die Energie übertrug sich von beiden Seiten gleichermaßen (5:1). Mitte des zweiten Satzes gelang plötzlich alles, reihenweise Rettungstaten von Julian Zenger, ein Block von Reichert und ein Ass von Grankin (14:7). Die BR Volleys agierten teilweise wie im Rausch und entschieden den zweiten Durchgang mit 25:15 für sich. Im dritten Satz warfen die Gäste aus der slowenischen Hauptstadt noch einmal alles in die Waagschale, aber Libero Zenger & Co präsentierten sich weiter abwehrstark (15:15, 20:20). Nachdem der erste Berliner Matchball ungenutzt blieb, war Reicherts Aufschlag beim zweiten Anlauf erfolgreich und sicherte sich und seinem Team drei Punkte (26:24). Im Anschluss wurde Diagonalangreifer Benjamin Patch zum Match-MVP powered by PAUL IT gewählt.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Nach den zwei durchschnittlichen Spielen in der Bundesliga, hat man heute gesehen, worauf sich die Mannschaft offenbar bereits konzentriert hat. Das Team und das Publikum waren vom ersten Punkt an eine Einheit.  Auch die Spieler auf der Bank haben sich hervorragend eingebracht. Es war der perfekte Start, aber eben auch nur ein erster Schritt in dieser Gruppe. Wir sind weiterhin einer der Außenseiter, haben aber heute gezeigt, dass wir mehr sein können. Das wollen wir im nächsten Spiel beweisen. Ben ist einer der am höchsten springenden Spieler der Welt, aber Sergey weiß eben auch, wie man dies nutzt. Bei seinen Pässen stimmen Timing und Höhe. Das macht Ben aktuell so stark.“
Benjamin Patch: „Die Unterstützung der Fans war heute klasse. Es herrschte so viel positive Energie in der Arena. Wir brauchen all unsere 13 Spieler und das Publikum, um in der Champions League erfolgreich zu sein. So ein enger Satz wie der dritte sind wichtig für unsere Entwicklung. Solche Durchgänge für uns zu entscheiden, macht uns als Mannschaft stärker.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert und Samuel Tuia (AA), Jeffrey Jendryk und Nicolas Le Goff (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: JT Hatch, Cody Kessel, Georg Klein

Topwerte
Benjamin Patch 17 Punkte (3 Blocks) | Samuel Tuia 14 Punkte | Moritz Reichert 9 Punkte (2 Asse)

Christof Bernier

Drei Heimspiele in drei Wettbewerben

Für das BR Volleys Team wird es ernst. Gemeinsam mit ihren Fans steht die Mannschaft in den kommenden Wochen vor großen und wichtigen (Heim)-Aufgaben. In allen drei Wettbewerben, also in der Bundesliga, dem Pokal und der CEV Champions League, wollen die Berliner in der Max-Schmeling-Halle zusammen mit ihrem Heimpublikum den guten Saisonstart bestätigen.

Zunächst muss das Team um Kapitän Moritz Reichert am Samstag, den 30. November, seine Pflicht in der Volleyball Bundesliga erfüllen. Am zehnten Spieltag kommen die Volleyball Bisons aus Bühl nach Berlin. In der heimischen Max-Schmeling-Halle haben die Berliner die Möglichkeit, ihre Siegesserie auf zehn Erfolge auszubauen. Das Spielgeschehen im Volleyballtempel wird von der Aktion „JOKER für den Nachwuchs!“ und einem Auftritt von Vereinslegende Felix Fischer umrahmt.

Drei Tage später, am 03. Dezember, erfolgt der langersehnte Start in die CEV Champions League. Zu Gast ist dann der slowenische Serienmeister ACH Volley Ljubljana und die Männer von Cheftrainer Cedric Enard müssen zu Hause direkt mit dem Punktesammeln beginnen, um in ihrer hochkarätig besetzten Gruppe eine Chance auf das Erreichen der Playoff-Runde zu haben. Der Deutsche Meister hat sich für den europäischen Wettbewerb viel vorgenommen und die Champions-League-Abende sind im Volleyballtempel von jeher von einer ganz besonderen Atmosphäre umgeben.

Ebenso wichtig wie der Auftakt in der Königklasse ist das am 08. Dezember folgende DVV-Pokal-Halbfinale gegen die WWK Volleys Herrsching. 743 Tage werden dann seit dem letzten Pokal-Heimspiel der BR Volleys vergangen sein. Wie es der Zufall will, hieß der Gegner damals auch Herrsching und kegelte die Berliner mit 3:2 aus dem Wettbewerb. Mit der Unterstützung ihres Publikums wollen die BR Volleys dafür sorgen, dass sich die Geschichte in diesem Fall nicht wiederholt, und sich stattdessen den Traum vom großen Pokalfinale am 16. Februar 2020 in Mannheim erfüllen.

Christoph Bernier

Heimspiel-Doppelpack erfolgreich abgeschlossen

Auch mit einer umformierten Mannschaft waren die BR Volleys am Mittwochabend, 30.10. von den Heitec Volleys Eltmann nicht zu stoppen. Der Aufsteiger aus Franken spielte in der Max-Schmeling-Halle drei Sätze lang gut mit, doch letztlich konnten sich die Berliner vor ihrem heimischen Publikum souverän mit 3:0 (25:23, 25:18, 25:19) durchsetzen. Mit dem Rückenwind von zwei Heimsiegen in Folge reist man nun am Sonntag (03. Nov.) zum wichtigen DVV-Pokalspiel gegen die Netzhoppers nach Bestensee.

Lucio Oro baute das BR Volleys Team gegenüber dem 3:0-Erfolg gegen den TV Rottenburg kräftig um und gab unter anderem Außenangreifer JT Hatch und Libero Adam Kowalski von Beginn an Einsatzzeit. In ungewohnter Besetzung machten die Berliner ihre Sache sehr ordentlich und verwalteten im ersten Satz einen von Le Goff „erblockten“ Vorsprung (10:8) lange mit der nötigen Ruhe. Auch ein Block gegen Hatch (22:21) brachte die Gastgeber nicht aus dem Konzept und der gut aufgelegte Diagonalangreifer Patch verwandelte fulminant zur 1:0-Satzführung (25:23).

Im zweiten Durchgang minimierten die BR Volleys ihre Fehlerquote und ließen die „Eltmänner“ von Trainer Marco Donat so noch seltener zum Zuge kommen (8:5). Eine Le Goff-Aufschlagserie sorgte für klare Verhältnisse (20:9). Das Aufbäumen der Gäste kam zu spät (25:18) und so legten die Hauptstädter auch im dritten Satz das nötige Selbstverständnis für den klaren 3:0-Erfolg an den Tag. Der MVP der Begegnung, Zuspieler Pierre Pujol, verstand es weiterhin, all seine Mitspieler in Szene zu setzen. Über die Zwischenstände 8:5 und 16:13 zogen die Berliner mit ihren drei Amerikanern als Topscorern dem letztlich ungefährdeten Heimsieg entgegen (25:19).

Stimmen zum Spiel
Benjamin Patch: „Wir nehmen jeden Gegner ernst, wissen aber auch, dass wir solche Spiele gewinnen müssen. Das ist unsere Aufgabe und unser Anspruch. Es haben heute mehrere Jungs gespielt, die bisher nicht so viel Einsatzzeit hatten. In dieser Konstellation haben wir das souverän gemeistert. Nicht alle Kleinigkeiten haben gepasst, aber es war ok. Wir bauen auch auf diesem Ergebnis auf und machen konzentriert weiter.“

Kaweh Niroomand: „Die Mannschaft hat das heute gut gelöst. Es konnten sich auch Spieler aus der zweiten Reihe zeigen, da kommt uns der Spielplan aktuell entgegen. Jetzt wollen wir am Sonntag an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und bei den Netzhoppers im Pokal eine Runde weiterkommen.“

BR Volleys Formation
JT Hatch und Cody Kessel (AA), Georg Klein und Nicolas Le Goff (MB), Pierre Pujol (Z), Benjamin Patch (D) und Adam Kowalski (L) | Eingewechselt: Jeffrey Jendryk

Nächstes Heimspiel
13. November | 19.30 Uhr | vs. SVG Lüneburg
16. November | 18.30 Uhr | vs. SWD powervolleys Düren

Quelle: BR Volleys

BR Volleys wollen zweiten Heimsieg

225 Tage ist es her, dass der Volleyballtempel die TVR-Trainerlegende Hans Peter Müller-Angstenberger von der Bundesliga-Bühne verabschiedete. Nun kehren die Rottenburger nach vielen Veränderungen im Sommer mit einem gänzlich neuen Gesicht in die Max-Schmeling-Halle zurück und fordern erneut den Deutschen Meister. Zählbares wollen die BR Volleys den Schwaben allerdings nicht überlassen und haben den zweiten Heimsieg der Saison für Sonntag (27. Okt um 16.00 Uhr) fest im Visier.

„Nach dem Supercup hatte ich irgendwie ein mulmiges Gefühl. Ich war mir nicht sicher, wie die Mannschaft mit diesem Erfolg und dem deutlichen Ergebnis umgehen würde. Umso erfreulicher war, dass wir auch in Innsbruck sofort konzentriert spielten und jedem bewusst gewesen ist, welche schwierige Aufgabe uns dort erwartet. Genauso müssen wir weiterarbeiten“, lobte Trainer Cedric Enard seiner Männer für ihren Auftritt bei den Hypo Tirol AlpenVolleys Haching am Mittwoch und nahm diese gleichzeitig für die bevorstehenden Aufgaben in die Pflicht.

Mit 3:2 konnten sich die Berliner in Österreich durchsetzen, bevor das BR Volleys Team nun zweimal daheim gegen Rottenburg und Eltmann (30. Okt) aufschlagen darf. In Innsbruck kam erstmals die ganze Breite des Kaders zur Geltung, weil nach ihren Einwechselungen mit Ben Patch und Sergey Grankin auch zwei Weltcup-Teilnehmer der Mannschaft helfen konnten. Grankin machte dort weiter, wo er in der vergangenen Saison aufhörte und sammelte direkt MVP-Gold. Patch verwandelte bärenstarke 71 Prozent seiner Angriffsschläge in direkte Punkte und avancierte zum Topscorer der Hauptstädter. Dass auch Cody Kessel und JT Hatch von der Bank kommend wichtige Impulse setzten, freut Headcoach Enard zusätzlich: „Für mich als Trainer kann es doch kaum eine bessere Situation geben, als zu wissen, dass jeder Energie ins Spiel bringt!“

Vor diesem Spieltag befindet sich die Mannschaft mit acht Punkten hinter dem VfB Friedrichshafen auf dem zweiten Tabellenplatz und will die bevorstehenden Heimspiele nutzen, um diese Position zu festigen. „Wir machen von dort aus, wo wie jetzt stehen, Schritt für Schritt weiter und es ist gut, dabei jetzt endlich wieder unsere Fans hinter dem Team zu haben“, blickt Enard auf Sonntag gegen Rottenburg und zugleich Mittwoch gegen Eltmann positiv voraus. Der TV Rottenburg mit seinem neuen Coach, dem Belgier Christophe Achten, hat in den ersten drei Saisonspielen direkt unter Beweis gestellt, dass man konkurrenzfähiger ist als in den Vorjahren. Aus Innsbruck entführten die Schwaben einen Satzerfolg und danach schrammte das TVR-Team gegen Lüneburg (2:3) sowie Herrsching (2:3) nur knapp an möglichen Heimsiegen vorbei.

Vor allem die jüngste Niederlage nach einer 2:0-Satzführung gegen die WWK Volleys Herrsching schmerzte Achten: „Ich kann nicht glauben, dass wir das verloren haben. Wir haben zwei Punkte verschenkt.“ Dabei hat der neue Trainer einige Akteure in seinem Aufgebot, die den Rottenburgern Hoffnung machen dürften, dass es in dieser Saison endlich wieder bergauf geht. Karl Apfelbach (Diagonal), Leon Dervisaj (Zuspiel) und James Weir (Mittelblock) bewiesen sich bereits als echte Verstärkungen und verbreiten neuen Optimismus im Lager des TVR. Die BR Volleys treffen also auf einen Kontrahenten im Aufschwung. Grund zur Sorge sieht Cedric Enard für die eigenen Fans jedoch nicht: „Wenn wir zu unserem Spiel finden, ist es für keinen Gegner einfach im Volleyballtempel.“  

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

JOKER für den Nachwuchs!

Bis zu 3.000 Euro für Nachwuchsprojekte in Vereinen, Schulen, privaten oder öffentlichen Initiativen loben die BERLIN RECYCLING Volleys gemeinsam mit ihrem Hauptsponsor und der BKK VBU aus. Die Ziehung der Gewinner erfolgt mit einem Live-Losverfahren im Rahmen des Heimspiels des Deutschen Meisters gegen die Volleyball Bisons Bühl am 30. November in der Max-Schmeling-Halle.

“Ideen und Engagement für die Kinder und Jugendlichen in Berlin und Umgebung gibt es viele. Da ist es schade, wenn oft das Geld für die Realisierung der Projekte fehlt. Mit unserer Initiative ZEICHEN SETZEN für den Nachwuchs! möchten wir unseren Beitrag leisten. Wir stehen für Nachhaltigkeit, und was sollte nachhaltiger sein, als in den Nachwuchs zu investieren”, begründet Stephan Hartramph, Leiter Vertrieb und Marketing bei der Berlin Recycling GmbH die Aktion.

Tatsächlich können Trainer, Lehrer, Betreuer und Ehrenamtliche noch deutlich höhere Summen zur Finanzierung ihrer Herzensprojekte gewinnen. Um sich für den JOKER zu bewerben, müssen sie nämlich ihr Projekt auf der Crowdfunding-Plattform von Berlin Recycling einstellen. Sie haben damit die Chance, insgesamt einen noch deutlich höheren Geldbetrag durch die Aktivierung der eigenen „Crowd“ zu generieren. Ab sofort ist die Bewerbung auf diesem Wege möglich und wer sich unsicher ist, wie ein Crowdfunding funktioniert und was ein Projekt auf dieser Plattform erfolgreich Spenden sammeln lässt, findet auf der Internetseite weitere Informationen und die Möglichkeit, sich für das kostenlose Info-Webinar CROWD IT! am 23. Oktober um 17:00 Uhr anzumelden.

Aus den fristgerecht bis spätestens 18. November auf diesem Wege eingereichten Projekten wird beim Heimspiel der BR Volleys am 30. November dann der Gewinner des JOKERs ermittelt – per Live-Losverfahren, für das sich die Veranstalter einiges haben einfallen lassen. Hartramph verspricht eine Überraschung: “Natürlich laden wir die Projektstarter zu dieser Auslosung in unseren Volleyballtempel ein. Wie der JOKER dann in der ersten Satzpause des Spiels vergeben wird, darf ich heute aber noch nicht verraten.” Nur so viel: Der erste Schirmherr der Nachwuchsinitiative, Vereinslegende Felix Fischer, wird dabei eine Rolle spielen!

Christof Bernier


Siegreicher Heimauftakt der BR Volleys

So schön kann Heimauftakt sein! 4.329 Zuschauer sahen die BR Volleys im ersten Anlauf in der Saison 2019/20 in der Max-Schmeling-Halle direkt siegen. Gegen die Helios Grizzlys Giesen feierten die Berliner am Samstagabend einen 3:0-Heimerfolg (25:18, 25:16, 26:24) und stockten ihr Punktekonto in der Volleyball Bundesliga damit auf sechs Zähler auf.

Samuel Tuia durfte zum Heimauftakt erstmals von Beginn an ran und ersetzte in Cedric Enards Startformation Cody Kessel. Ansonsten schlug die Mannschaft – erstmals in den orangen Heimtrikots –auf, die schon vor drei Tagen in Bestensee erfolgreich war. Im ersten Satz machte der Aufschlag den Unterschied zugunsten der BR Volleys. Die Berliner verbuchten drei Asse und fabrizierten dabei nur einen Eigenfehler. Diesem Aufschlagdruck waren die Gäste aus dem Raum Hildesheim nicht gewachsen (25:18).

Neuzugang Julian Zenger präsentierte sich vor seinem neuen Publikum bärenstark und war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die BR Volleys in Satz zwei noch weniger Bälle auf den Boden fallen ließen. Die gute Block-Abwehr-Arbeit mündete in einem spektakulären Punkt von Samuel Tuia zum 10:6 und schließlich dem nächsten Satzgewinn (25:16). In Satz drei stemmten sich die Grizzlys gegen einen 0:3-Matchverlust und führten lange Zeit (11:14). Dann schickte Enard seine US-Amerikaner Cody Kessel und JT Hatch auf den Court und die Hauptstädter drehten das Spielgeschehen. Kessel spielte groß auf und schließlich verwandelte Reichert den zweiten Matchball in der Satzverlängerung (26:24). Zenger (Gold) und David Wieczorek (Silber) verdienten sich am Ende eines gelungenen Heimauftakts die MVP-Auszeichnungen.

Stimmen zum Spiel
MVP Julian Zenger: „Die ersten zwei Sätze haben wir sehr konzentriert agiert, die Annahme stand und im Sideout waren wir sicher. Obwohl wir auch im dritten Satz weiter gut abgewehrt haben, geriet unser Angriff ins Stocken. Die Wechsel haben uns dann geholfen. Cody war im Angriff klasse und JT in der Abwehr stark. Es macht Spaß mit dieser Mannschaft und wir wachsen immer besser zusammen.“
Cody Kessel: „Die Jungs haben zwei Sätze lang richtig gut gespielt, als Giesen dann stärker wurde, war es klasse, dass JT und ich dem Team so helfen konnten. Diese Kulisse hinter sich zu haben, war ein super Gefühl. Ich habe hier sechs- oder siebenmal mit Lüneburg gespielt und jetzt endlich auch in dieser Arena gewonnen. Daran kann ich mich gewöhnen.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert und Samuel Tuia (AA), Nicolas Le Goff und Georg Klein (MB), Pierre Pujol (Z), Kyle Ensing (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt:  Cody Kessel (Satz 2, 3), JT Hatch (Satz 3)

Topwerte
Ensing 16 Punkte | 2 Asse, Tuia 14 Punkte | 2 Blocks, Reichert 10 Punkte

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Olympia-Qualifikation der Männer 2020 wieder in Berlin!

Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) hat den Zuschlag für die Ausrichtung der entscheidenden europäischen Olympia-Qualifikation der Männer vom 5. bis 10. Januar 2020 erhalten. Dies gab der europäische Volleyball-Verband CEV bekannt. Austragungsort wird die Max-Schmeling-Halle in Berlin sein. Insgesamt nehmen acht Nationen an dem Turnier teil, bei dem der Sieger ein Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio erhält.

Die Olympia-Qualifikation in Berlin wird mit den besten sieben Teams der europäischen Rangliste, die sich noch nicht für die Olympischen Spiele qualifizieren konnten, sowie dem Ausrichter gespielt. Stichtag für die Rangliste ist der Montag nach der Europameisterschaft der Männer (30. September). Deutschland ist als Ausrichter definitiv dabei. Aktuell teilnehmen würden Deutschland, Serbien, Frankreich, Bulgarien, Belgien, Slowenien, Niederlande und Finnland. Aus Europa für Tokio bereits qualifiziert haben sich Weltmeister Polen, Italien und Russland. Nach 2008, 2012 und 2016 ist es außerdem die vierte Olympia-Qualifikation der Männer in Folge in Deutschland und die dritte in Folge in Berlin.

DVV-Präsident René Hecht sagt dazu: „Der Zuschlag zeigt, dass wir mit unserer Bewerbung absolut überzeugen konnten. Dies ist erneut ein großer Erfolg für den deutschen Volleyball. Unsere Männer-Nationalmannschaft erhält so die Chance, mit dem Rückenwind der heimischen Fans, in ein richtungsweisendes Turnier zu gehen. Nach den Super Finals in Berlin im Mai kommt die Hauptstadt erneut in den Genuss eines herausragenden Sportevents, das zur steigenden Popularität des Volleyballs in Deutschland beitragen wird. Ich möchte betonen, dass dies nicht ohne die Unterstützung des Berliner Senats, dem Bundesministerium des Innern, Kaweh Niroomand von den BR Volleys und Michael Evers von der Volleyball Bundesliga sowie allen weiteren Partnern vor Ort in Berlin möglich gewesen wäre.“

BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand pflichtet ihm bei: „Solche Volleyball-Großveranstaltungen nach Deutschland zu holen, ist für unseren Sport immens wichtig. Wir haben uns sehr um die Ausrichtung bemüht, auch im Zusammenhang mit den Super Finals der Champions League. Berlin festigt mit diesem Turnier seine Position als Volleyball-Hauptstadt im Herzen Europas.“

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

BR Volleys bleiben Europas Zuschauermagnet

Sportlich wollen sich die Berlin Recycling Volleys in den kommenden Jahren näher an die europäische Spitze heranarbeiten. Dieses Ziel haben die historischen CEV Champions League Volley 2019 Super Finals am Samstag in der Max-Schmeling-Halle noch einmal verstärkt. Was das Zuschauerinteresse betrifft, ist man bereits heute das kontinentale Maß der Dinge! Die 19 Heimspiele des Deutschen Meisters in der Saison 2018/19 verfolgten insgesamt 98.961 Zuschauer, was 5.208 Besucher im Durchschnitt und damit einen neuen Vereinsrekord bedeutet.

„Wir definieren uns als Verein nicht nur über sportliche Ergebnisse, sondern auch durch die Art und Weise, wie wir Volleyball präsentieren. Unser Ziel ist es, die Zuschauer abzuholen, mitzunehmen und dauerhaft für unsere Sportart zu begeistern. Ich glaube, das ist uns in zehn Jahren Volleyballtempel nie besser gelungen, als in dieser Saison“, blickt BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand zufrieden auf das zurückliegende Spieljahr zurück und erklärt: „Die Bundesliga Hauptrunde und vor allem die Playoffs waren enorm spannend und für die Fans reizvoller als je zuvor. Unsere Eventserie „10 Jahre | 10 Highlights“ hat dafür den perfekten Rahmen geboten. Die Mischung aus Sport, Unterhaltung und Atmosphäre macht unsere Heimspiele immer wieder zu einzigartigen Erlebnissen für das Publikum.“

Vor dem perfekten Saisonende mit dem Gewinn des Meistertitels in Friedrichshafen folgte der nicht minder gelungene Heimspiel-Abschluss. Erstmals seit dem 30. April 2015 war die Max-Schmeling-Halle am 08. Mai mit 8.553 Zuschauern wieder ausverkauft. Wie schon vor vier Jahren elektrisierte das vierte Playoff-Endspiel gegen den Dauerrivalen vom Bodensee die Massen. Die anderen beiden Heimspiele gegen die Häfler waren ähnlich gut besucht (7.309 beim zweiten Finale und 7.276 in der Hauptrunde), aber nicht nur das ewig junge „Duell der Giganten“ begeisterte die Berliner Volleyballfans, beispielsweise wollten schon den Heimauftakt gegen Düren 7.166 Zuschauer miterleben.

Von Lissabon bis Nowosibirsk – im europäischen Volleyball suchen diese Besucherzahlen ihres Gleichen. Ein Blick auf die Topligen des Kontinents (Polen, Russland, Italien, Türkei, Frankreich) zeigt, dass die BR Volleys (5.208 Ø) gemeinsam mit den italienischen Teams aus Modena (4.687 Ø) und Conegliano (4.139 Ø / Frauen) das europäische Spitzentrio bilden. „Wir spüren ein kontinuierlich wachsendes Interesse an unserem Sport und uns als Verein. Ein dramatisches Meisterschaftsfinale wie das zurückliegende hilft dabei natürlich. Wir wollen an diese Zahlen anknüpfen und irgendwann einmal die 100.000 Zuschauer in einer Saison knacken“, haben Niroomand und der Hauptstadtclub das nächste Ziel schon vor Augen. Sportlich wurden die Weichen dafür bereits gestellt, denn der Kern der Meistermannschaft geht auch im nächsten Jahr für die BR Volleys in Bundesliga, Pokal und CEV Champions League ans Netz.

Quelle: BR Volleys/Christoph Bernier

Finalausgleich vor ausverkauftem Haus

Wie schon im Vorjahr geht die Playoff-Finalserie zwischen den BR Volleys und dem VfB Friedrichshafen in ein alles entscheidendes fünftes Match am Bodensee. In einem mit 8.553 Zuschauern ausverkauften Volleyballtempel konnten die Berliner die Endspiele zur Freude des enthusiastischen Publikums erneut ausgleichen. Der 3:1-Erfolg (28:26, 25:21, 15:25, 25:21) wurde dabei zur Doublette von Spiel 3 – nur eben mit den Männern in Orange als Sieger.

Vor der größten Heimkulisse der Saison begann Benjamin Patch anstelle des gesundheitlich angeschlagenen Kyle Russell. Neben ihm starteten Sergey Grankin, Georg Klein, Jeffrey Jendryk, Samuel Tuia, Moritz Reichert und Nicolas Rossard für die Hausherren.

Vom ersten Punkt an herrschte Finalstimmung in der Max-Schmeling-Halle und davon beflügelt spielte das BR Volleys Team stark auf. Tuia übernahm in der Anfangsphase viel Verantwortung, bekam zahlreiche Bälle von Grankin und gab dem Titelverteidiger wichtige Sicherheit (4:4). Für den VfB hielt wieder Rafael Redwitz das Zuspiel-Zepter und der konnte seine Teamkollegen des Öfteren nach erfolgreichen Abwehraktionen gut in Szene setzen. Aufseiten der Berliner stand dem abermals eine äußerst stabile Annahme gegenüber und die ersten langen Ballwechsel gewannen die Gastgeber (13:11). Reichert schoss sein Service erfolgreich die Line entlang (16:13), doch der Vorsprung war schnell wieder aufgebraucht (19:19). Somit spitzte sich bereits der Auftaktsatz zu (23:23) und die Hauptstädter benötigten insgesamt fünf Versuche, um diesen unter dem Jubel der atemberaubenden Kulisse für sich zu entscheiden (28:26).

Die gefährlichen David Sossenheimer und Bartlomiej Boladz hatte man bis dahin im Angriff nahezu komplett aus der Partie genommen, weshalb VfB-Coach Vital Heynen auf der Diagonalposition nun Daniel Malescha einwechselte (3:3). Ab Mitte des Durchgangs waren die BR Volleys erneut obenauf. Der Block stand und so punktete man entweder direkt wie beispielsweise durch Grankin oder mit Reichert aus der Abwehr heraus (12:9, 16:12). Trainer Cedric Enard sah weiterhin eine Annahme, die sich vom Aufschlag des Gegners nicht erschüttern ließ und Reichert servierte das zweite Ass der Begegnung (20:14). Nachdem wiederum Reichert erfolgreich abschloss, feierte der Volleyballtempel den Satzgewinn (25:21).

Nach der wegen der TV-Live-Produktion verlängerten Pause erwischten die Friedrichshafener eindeutig den besseren Start und Russell kam für Patch auf das Parkett (1:5). Klein blockte die BR Volleys heran und in der Hitze des Gefechts sah Heynen die fast schon obligatorische Gelbe Karte (9:11). Dann aber agierte der VfB wieder deutlich druckvoller und zog unaufhaltsam davon (10:15, 15:22). Vor allem Protopsaltis bekam man nicht mehr von der Aufschlaglinie weg, sodass die Gäste das Match spannend gestalteten (15:25).

Waren zuvor noch Kapitän Sebastian Kühner und Youngster Egor Bogachev für die BR Volleys auf der Platte, kehrten nun Grankin, Patch und Tuia zurück. Den mental wichtigen Start des vierten Durchgangs überstand man schadlos und Jendryk blockte zur Führung (5:4.) Motiviert von der Ansage, dass der Volleyballtempel zum dritten Mal in seiner 10-jährigen Geschichte ausverkauft sei, punktete vor allem Reichert immer wieder (9:6). Nach einem Jendryk-Block gegen Protopsaltis (16:12), nahm Grankin sich den Ball und drosch ihn vor Freude in Richtung des Oberrangs (Gelb). Auch Patch fand wieder Gefallen an diesem Match und schraubte seine Erfolgsquote in die Höhe. Regisseur Grankin düpierte ein letztes Mal die Friedrichshafener Annahme zum Matchball und Hauptangreifer Patch beendete das „Duell der Giganten“ zum umjubelten Heimsieg und erneuten Ausgleich der Finalserie (25:21).

In der Gesamtbetrachtung war die Partie eine Kopie des vorherigen dritten Spiels, als die Friedrichshafener ihrerseits den Auftaktsatz knapp für sich entschieden, im dritten deutlich unterlegen waren und im vierten zurückkamen. Moritz Reichert war Berlins Topscorer (19 Punkte) und Sergey Grankin wurde goldener MVP. „Wir wollten es heute einfach unbedingt und haben uns fest vorgenommen, dass Friedrichshafen hier nicht die Meisterschaft gewinnt. Nun wollen wir noch einmal mit einem unbedingten Siegeswillen in der ZF Arena auftreten“, sagte Georg Klein nach Spielende und ergänzte: „Ich bin stolz auf das Team und ganz besonders Ben, wie er nach seiner schwierigen Phase in diesem wichtigen Match aufgetreten ist.“

Moritz Reichert erklärte mit Blick auf den finalen Showdown am Sonntag (12. Mai um 14.30 Uhr) auswärts in der ZF Arena: „Das Publikum war überragend. Ich hoffe, dass viele mit nach Friedrichshafen kommen und dort mit uns um den Titel kämpfen.“

Quelle: Christoph Bernier/BR Volleys

Zusammen alles geben!

Am morgigen Mittwochabend (08. Mai um 18.30 Uhr) schlagen die BR Volleys zum letzten Mal in der Saison 2018/2019 in ihrem Volleyballtempel auf. Das letzte Match dieser Spielzeit soll es aber noch nicht sein! Vor heimischer Kulisse muss in der Finalserie gegen den VfB Friedrichshafen erneut der Ausgleich erzwungen werden, um den Meisterschaftskampf offen zu halten. Dann würde das „Duell der Giganten“ seinen Sieger erst in Spiel 5 am Bodensee finden.

Schon zum zweiten Mal steht das BR Volleys Team im Playoff-Finale 2019 vor der Herausforderung, in seiner Max-Schmeling-Halle einen Rückstand gegen den VfB Friedrichshafen ausgleichen zu müssen. Obwohl man den Schwung aus dem 3:2-Heimerfolg am Sonntag mit in die Arena des Rivalen nehmen konnte, gab es kein glückliches Ende für Kapitän Sebastian Kühner und Co. Die Männer von Cheftrainer Cedric Enard waren von Beginn an deutlich besser in der Partie als noch beim ersten Aufeinandertreffen (0:3), zu einem Erfolg sollte es dennoch auch in Spiel 3 nicht reichen (1:3).

Ein Grund dafür war, dass man den fast schon sicher geglaubten Auftaktdurchgang trotz sieben Satzbällen noch mit 29:31 verlor. „Das war ein Satz, den wir wirklich nicht mehr abgeben dürfen. In diesen Momenten waren wir einfach nicht konsequent genug“, macht Co-Kapitän Moritz Reichert unmissverständlich klar und erinnert sich, mit wie viel Mut und Leidenschaft man im letzten Heimspiel gegen den starken Kontrahenten aufgetreten ist. Zu Hause konnten die BR Volleys einen richtungsweisenden dritten Satz in ähnlicher Weise drehen und damit das Publikum auf dem Weg zum Sieg mitreißen. Gleiches gelang nun dem VfB. Jetzt werden die Berliner versuchen, im nächsten SPORT1 Free-TV-Match das berühmte Momentum wieder auf ihre Seite zu ziehen. Ein Blick in die Statistik macht Hoffnung.

Die Annahme war zuletzt zweimal das Prunkstück im Spiel der BR Volleys, doch schlug man daraus zu wenig Kapital. „Die Friedrichshafener sind insbesondere im Block-Abwehr-Verhalten extrem stark. Das wissen wir. Aus diesem Grund müssen wir im Angriff noch konsequenter agieren“, weiß der 24-jährige Nationalspieler. Allen voran Reichert lieferte in der Annahme jüngst einen hervorragenden Job, musste in den beiden letzten Duellen jeweils mehr als 40 VfB-Aufschläge entschärfen, schaffte dies mit guten Quoten und konnte zudem regelmäßig mit seinem eigenen Service punkten. Bringen Reichert und seine Mitstreiter ihre Qualitäten auf das Parkett und bilden erneut eine Einheit mit den Zuschauern, kann man die erste Meisterfeier der Häfler im Volleyballtempel hoffentlich abwenden.

Reichert zeigt sich entschlossen: „Wir werden alles geben und wenn es uns jetzt tatsächlich gelingt, auf 2:2 zu stellen, wird es ein Nervenspiel am Bodensee.“ Um dieses entscheidende Match zu erreichen, ist jedoch am Mittwochabend in der Max-Schmeling-Halle ein Heimsieg und dafür eine überragende Energieleistung von Mannschaft und Publikum erforderlich.

Quelle: Christoph Bernier / BR Volleys