Konzentriert und zielstrebig zum Auswärtssieg

Zweites Spiel, zweiter 3:0-Erfolg für die BR Volleys in der Volleyball Bundesliga: Am Sonntagnachmittag (25. Nov) ließen die Berliner beim TSV Unterhaching absolut nichts anbrennen und siegten mit deutlichen Satzergebnissen von 25:12, 25:12 und 25:13 gegen das junge, von Patrick Steuerwald trainierte, Heimteam. Der Brasilianer Davy Moraes sicherte sich mit 83 % Angriffsquote und gleich 5 Blocks hochverdient seine erste MVP-Medaille der noch jungen Saison.

In der Bayernwerk Sportarena fanden sich erstmals in dieser Spielzeit Renan Michelucci und Pierre Pujol in der Startaufstellung wieder. Neben Cody Kessel, der ebenfalls in die Mannschaft rotierte, begannen außerdem Éder, Timothée Carle, Davy Moraes und Libero Julian Zenger. Verletzungsbedingt musste Headcoach Cedric Enard beim Gastspiel in Bayern auf Robin Baghdady, Anton Brehme und den angeschlagenen Benjamin Patch verzichten. Hielten die jungen Hachinger mit großem Willen zu Beginn des Auftaktsatzes noch gut mit, gelang es Pujol & Co, sich Mitte des ersten Durchgangs bereits deutlich abzusetzen (4:4, 18:10). Mit guter Annahme, hohem Aufschlagdruck und nahezu fehlerfreien Angriffen ließ man den Hausherren wenig Chancen. Allen voran Diagonalangreifer Moraes fand die Lücken und führte seine Farben mit sechs Punkten zum ersten Satzgewinn (24:12).

Im zweiten Satz schlichen sich ein paar Abstimmungsschwierigkeiten ins Spiel der BR Volleys, doch man diktierte mit schnellen Pässen von Pujol weiter das Geschehen (8:6, 16:10). Heimtrainer Steuerwald sah bei seiner talentierten Mannschaft noch viele Ungenauigkeiten und das wussten die Männer in Schwarz weiter auszunutzen, sodass auch der zweite Satzgewinn nur eine Frage der Zeit war (25:12). Der Angriff mit Carle und Moraes rollte und so gab Enard auch immer wieder Adam Kowalski Einsatzminuten auf der Außen-Annahme-Position, um diese zu stabilisieren. So sorgte auch im dritten Satz ein Zwischenspurt früh für klare Verhältnisse, weil es am Block des DVV-Pokalsiegers für die Hachinger selten ein Vorbeikommen gab (16:8). Ein überzeugendes Auswärtsspiel beendeten die BR Volleys mit einem stabilen Dreierblock nach gut einer Stunde Spielzeit (25:13). Ganze zwei Eigenfehler im Angriff und kein einziger Annahmefehler belegten den hochkonzentrierten Auftritt letztlich auch statistisch.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Ich bin sehr glücklich mit dem Auftreten. Die Mannschaft hat den Gegner ernstgenommen und auch das, was wir verbessern wollten, beherzigt. Sehr gefreut hat es mich für Davy, der nach seinem schwierigen Start gegen Düren heute gezeigt hat, was in ihm steckt. Aber auch Pierre, Cody oder Adam haben das klasse gemacht. Das ganze Team war sehr konzentriert.“
Cody Kessel: „Wir können sehr zufrieden mit dieser Leistung sein. Das war von jedem, der heute auf dem Court stand, ein konzentriertes Spiel auf gutem Niveau. Unsere Ausgeglichenheit kann zu einem wichtigen Antrieb in der Saison werden. Jeder möchte seine Chance nutzen, wenn er sie bekommt. Der Gegner war noch sehr jung und hatte sicher auch unter der Quarantäne-Pause zu leiden. Aber die Jungs werden sich entwickeln, so wie wir es in den nächsten Wochen auch weiter tun wollen.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Cody Kessel (AA), Éder und Renan Michelucci (MB), Pierre Pujol (Z), Davy Moraes (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Adam Kowalski

Topwerte
Moraes 15 Punkte, 83 % Angriffsquote, 5 Blocks | Carle 13 Punkte | Michelucci 8 Punkte, 100 % Angriffsquote, 2 Blocks

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Zu Gast bei den jungen Wilden

Ein traditionsreicher Volleyball-Standort mit einer blutjungen Mannschaft wartet am Sonntag (25. Nov um 16.00 Uhr) auf die BR Volleys. Die Hauptstädter laufen beim Aufsteiger TSV Unterhaching in der Bayernwerk Sportarena erstmals in ihren schwarzen Erreà-Auswärtstrikots auf und haben trotz vieler Verletzungssorgen die nächsten drei Punkte im Visier. Übertragen wird die Begegnung, welche – wenn überhaupt – vor maximal 150 Zuschauern stattfinden darf.

Voraussichtlich ohne drei Akteure wird das BR Volleys Team am Sonntag im Münchener Vorort aufschlagen müssen. Robin Baghdady zog sich vor dem Heimauftakt gegen Düren im Training eine Wadenverletzung zu. Die nächste Untersuchung steht für den jungen Außenangreifer am Montag an. Hinzukommt, dass auch der bisher stark aufspielende Mittelblocker Anton Brehme passen muss. Beschwerden im rechten Knie zwingen den Nationalspieler zu einer mindestens einwöchigen Trainings- und Wettkampfpause. Fragwürdig ist auch der Einsatz von Diagonalangreifer Benjamin Patch, nachdem der US-Amerikaner im Training auf sein linkes Handgelenk stürzte.

„Diese Ausfälle von Anton, Ben und Robin werfen uns natürlich ein Stück weit zurück, aber ich hatte sowieso in Betracht gezogen, etwas zu rotieren“, bedauert Trainer Cedric Enard zwar die Verletzungen, bleibt jedoch optimistisch. Damit dürfte erstmals Renan Michelucci im Mittelblock seine Einsatzchance erhalten und auch Davy Moraes, der beim Bundesligastart gegen Düren noch Anlaufschwierigkeiten hatte, kann beweisen, wie wertvoll er zukünftig werden kann. Durchaus zufrieden darf Cheftrainer Enard auf den Saisonauftakt seiner Mannschaft (3:0 vs. Frankfurt beim Supercup und 3:0 vs. Düren) sein: „Sowohl die Ergebnisse als auch das Auftreten haben mir in den zwei Spielen gefallen. Mit einem Match pro Woche sind wir noch in einer Phase, in der wir Rhythmus aufnehmen und die Belastung jetzt gezielt steuern können.“

Dabei ist der bevorstehende Kontrahent den BR Volleys nahezu unbekannt. In den letzten Jahren traten die Hypo Tirol Alpenvolleys mit der Hachinger Lizenz in der VBL an, nun ist der Traditionsstandort Unterhaching, so gesehen als Zweitligaaufsteiger, allein zurück im Oberhaus. „Wir freuen uns, dass sie sich mit ihrer jungen Mannschaft in der Liga beweisen wollen. Sehr viel wissen wir über das Team nicht, aber das macht vielleicht auch ein Stück weit den Reiz dieser Begegnung aus“, erklärt Enard. Für die vom ehemaligen Nationalspieler Patrick Steuerwald trainierten Bayern ist es das erste Pflichtspiel der Saison. Wegen positiver Corona-Fälle im Umfeld der Mannschaft war man zuletzt in der Quarantäne. Spiele unter Wettkampfbedingungen fehlen daher nicht nur dem Heimteam. „Wir konnten so gut wie gar nichts auswerten. Mir lag nur ein Testspiel aus der Vorbereitung vor“, berichtet BR Volleys Statistiker Rafal Zajac von seiner ruhigen Arbeitswoche.

Drei Legionäre aus Bulgarien, Rumänien sowie Tunesien besetzen die wichtigen Positionen Diagonalangriff, Außenangriff und Libero. Dazu stehen elf deutsche Spieler, beispielsweise die beiden Sagstetter-Brüder, im Aufgebot. Nicht von ungefähr nennen sich die Hachinger daher selbst „Local Heroes“. Unter diesem Slogan wird die Männer in Grün besonders schmerzen, dass bei ihrem ersten Auftritt in der Bayernwerk Sportarena maximal 150 Zuschauer zugelassen sein werden, auch ein kompletter Ausschluss der Öffentlichkeit ist noch denkbar.

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Gelungenes Comeback im Volleyballtempel

Zurück in der Volleyball-Bundesliga, zurück vor heimischem Publikum: Rund 800 Fans bejubelten zum Heimauftakt am Samstag (17. Okt) einen 3:0-Erfolg (25:22, 25:16, 25:23) der Berlin Recycling Volleys über die SWD powervolleys Düren. Topscorer wurde, wie schon beim Supercup, Neuzugang Timothée Carle (16 Punkte), für die Gäste punktete Diagonalangreifer Sebastián Gevert am häufigsten (10).

Zwar feierte Diagonalangreifer Davy Moraes sein Debüt für die BR Volleys, dafür musste Coach Cedric Enard zum Bundesliga-Start allerdings auf Außenangreifer Robin Baghdady verzichten, der sich im Abschlusstraining am Freitag eine Wadenverletzung (Flüssigkeit in der rechten Wade) zuzog und damit vorerst ausfällt. Enard beobachtete einen spannenden, leidenschaftlich geführten ersten Satz, in dem lange das eingespielte Dürener Team den Takt vorgab: Erst zum Ende des ersten Durchgangs fanden die Berliner im Angriff Mittel gegen die bekannte Blockstärke der Gäste. Statt von der noch zu hohen Eigenfehlerquote der Hauptstädter zu profitieren, sorgte ein eigener Fehler von Sebastián Gevert schließlich für den Satzgewinn der BR Volleys (25:22).

Die rund 800 Zuschauer und Zuschauerinnen sorgten weiter für prächtige Stimmung, die nun mit einem ganz starken Auftritt der Berliner Mannschaft belohnt wurde. Der eingewechselte Benjamin Patch sorgte mit einer Aufschlagserie für die frühe Vorentscheidung im zweiten Durchgang (17:10), den die Männer in Orange souverän nachhause brachten. Es blieb dem späteren Topscorer Timothée Carle (16 Punkte) überlassen, den Satzball zur 2:0-Führung zu verwandeln (25:16).

Deswegen steckte das Team von Rafal Murczkiewicz aber lange noch nicht auf und warf angesichts der drohenden Niederlage noch einmal alles in die Waagschale. Ein weiteres Ass von Patch und ein aufmerksamer Julian Zenger in der Abwehr sorgten in der Endphase des dritten Durchgangs aber dafür, dass das Spiel nicht noch einmal kippte. Weil Tomas Kocian schlussendlich einen Aufschlag hinter die Linie setzte, ging der Sieg mit 3:0 an die Hauptstädter. Auf Berliner Seite wurde Libero Zenger zum „Most Valuable Player“ gekürt, die silberne Medaille ging an Kocian.

Stimmen zum Spiel
Anton Brehme: „Ich war vor dem Spiel mega aufgeregt. Ich kannte die Atmosphäre der BR Volleys-Heimspiele sonst nur vom Zuschauen. Trotz der Umstände hat es sehr viel Spaß gemacht, da freue ich mich auf mehr. In der Vorbereitung und im Supercup lief nicht alles gut, dafür hat heute schon wieder viel mehr geklappt. Insgesamt machen wir zu viele Fehler im Aufschlag und müssen mehr Punkte aus der Block-Feldbwehr machen. Dass Sergey heute Lust hatte, viel über die Mitte zu spielen, nehme ich natürlich dankend an. Mit so einem gestandenen Profi als Zuspieler macht der Angriff nochmal deutlich mehr Spaß, wir verstehen uns ziemlich gut.“

Julian Zenger: „Ich war überrascht, wie gut die Stimmung trotz der Umstände war. Das macht auf jeden Fall deutlich mehr Spaß, als vor einer Geisterkulisse zu spielen. Ich bin sehr zufrieden mit unserem Auftritt. Es gibt zwar weiterhin einige Elemente, die sehr gut funktionieren, und andere, an denen wir noch arbeiten müssen, aber das war schon ein Schritt nach vorne.“

Kaweh Niroomand: „In den Bereichen, in denen wir uns verbessern wollten, habe ich heute einen Fortschritt gesehen. Mir gefällt das Grundgerüst der Mannschaft, das funktioniert. Der Aufschlag wird immer besser, Tuia übernimmt viel Verantwortung in der Annahme und Patch hat dem Team nach seiner Einwechslung viel Stabilität verliehen. Die Eigenfehlerquote bleibt zu hoch, aber das ist nur über viel Spielpraxis abstellbar. Alles andere sah schon sehr stabil aus, aber wir befinden uns erst am Anfang einer langen Wegstrecke.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Davy Moraes (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Benjamin Patch

Topwerte
Carle 16 Punkte, 3 Blocks | Patch 14 Punkte, 3 Asse| Brehme 12 Punkte, 1 Ass

Nächstes Heimspiel
14. November | 18.30 Uhr | vs. Helios Grizzlys Giesen

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

BR Volleys – Grankin übernimmt das Kapitänsamt

Sergey Grankin hat im internationalen Volleyball alles gesehen und nahezu jedes große Finale gespielt. Diese geballte Erfahrung soll der Russe bei den BR Volleys zukünftig noch stärker einbringen und so wird er die Berliner in der Saison 2020/21 als Kapitän auf das Spielfeld führen, erstmals am Sonntag (11. Okt) beim Supercup in Frankfurt und dann sechs Tage später (17. Okt) im Volleyballtempel zum Heimauftakt gegen die SWD powervolleys Düren.

Auf dem Court ist Sergey Grankin der Mann für die besonderen Momente. Seitdem der 35-Jährige im Januar 2019 nach Berlin kam, gibt er den Takt im Spiel des zehnmaligen Deutschen Meisters vor. Zu Beginn abseits des Parketts noch zurückhaltend ist der Russe inzwischen längst aufgetaut, hat sein Englisch verbessert und zählt zu den Wortführern der Mannschaft. Aus diesen Gründen hat Trainer Cedric Enard ihn nun als Kapitän auserkoren. Der 259-fache russische Nationalspieler übernimmt das Amt von Moritz Reichert, mit dem er im Februar auf dem Siegerpodest in der Mannheimer SAP Arena noch gemeinsam die DVV-Pokaltrophäe in die Höhe streckte.

„Sergey ist mit seiner Erfahrung und seiner Vita prädestiniert für diese wichtige Aufgabe. Er genießt in der Mannschaft, aber auch bei den Gegnern große Anerkennung“, begründet Enard seine Wahl. Die Berliner Nummer Sechs reiht sich damit in die Liste bekannter Spielerpersönlichkeiten ein, welche die Berlin Recycling Volleys in den vergangenen Jahren anführten. Vor Reichert waren dies Sebastian Kühner (2018/2019), Robert Kromm (2015-2018) und Scott Touzinsky (2012-2015). Der Amtsnachfolger kennt das Anforderungsprofil für einen Mannschaftskapitän bestens: „Ich weiß, was von mir in dieser wichtigen Position erwartet wird. Bei Dynamo Moskau war ich viele Jahre der Spielführer. Zuallererst möchte ich aber weiterhin sportlich überzeugen.“

Auch für Geschäftsführer Kaweh Niroomand ist Grankin die logische und richtige Wahl: „Sergey ist hier bei uns in Berlin angekommen und fühlt sich wohl. Mit Leistung ging er von Anfang an voran. Jetzt ist es für ihn an der Zeit, noch mehr Verantwortung zu tragen.“ Mit dem obligatorischen Strich unter der Trikotnummer besitzt der Zuspieler nun auch die Legitimation, während des Matches verstärkt Kontakt zum Schiedsrichter aufzunehmen. In der jüngeren Vergangenheit handelte sich der Russe im Eifer des Gefechts dafür schon die eine oder andere gelbe Karte ein.

Unterstützt wird Grankin in dieser neuen Funktion von seinem Zuspielkollegen Pierre Pujol. Der 36-jährige Franzose übernimmt das Amt des Vize-Kapitäns. Coach Enard erklärt diese Entscheidung wie folgt: „Pierre ist nicht minder qualifiziert und auf diese Weise steht immer eine Führungsfigur auf dem Spielfeld.“ Grankin freut sich, dass er von seinem Freund Pujol begleitet wird: „Ich verstehe mich ganz wunderbar mit Pierre. Gemeinsam werden wir das gut managen.“

Seinen ersten offiziellen Auftritt in neuer Rolle hat Grankin schon vor dem Pflichtspielauftakt am Sonntag in der Frankfurter Fraport Arena, wo der erste Titel der Saison vergeben wird.

Quelle: BR Volleys/Christoph Bernier

BR Volleys – Beginn der Kür

Nachdem der VfB Friedrichshafen am Wochenende das Verfolgerduell gegen die Hypo Tirol AlpenVolleys Haching mit 3:1 für sich entschied, haben die BR Volleys Gewissheit: Der DVV-Pokalsieger geht schon vor dem Match bei den SWD powervolleys Düren (25. Feb um 18.30 Uhr) als Tabellenerster in die Playoffs 2020. Damit werden die verbleibenden vier Spiele in der Normalrunde zur Kür, was dem Siegeswillen der Berliner allerdings keinen Abbruch tut.

Die spielfreien BR Volleys – das Match gegen Düren wurde aufgrund der SPORT1 Free-TV-Übertragung auf Dienstag verlegt – konnten am Samstagabend von der Couch aus beobachten, wie die AlpenVolleys als bis dahin ärgste Verfolger das Topspiel des 18. Spieltags am Bodensee verloren. Damit sind die Berliner nun nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Zwar könnten die drei punktgleichen Teams aus Frankfurt, Haching und Friedrichshafen (alle 38 Zähler) noch mit dem Hauptstadtclub (50) gleichziehen, doch dann wird als nächstes Kriterium die Anzahl der Siege gewertet und hierbei liegen die ungeschlagenen Spitzenreiter mit 18 Erfolgen uneinholbar vorn.

Damit verfügen die BR Volleys jetzt garantiert über ein hohes Gut, welches ihnen in den letzten drei Jahren verwehrt blieb: Den Heimvorteil in den Playoffs. Zuletzt hatte nach der Hauptrunde dreimal in Folge der VfB unter Trainer Vital Heynen die Nase vorn. „In dieser Saison haben wir uns diese Ausgangsposition mit unseren Leistungen redlich verdient. Dass uns das schon jetzt keiner mehr nehmen kann, fühlt sich gut an. Wir können ohne Druck spielen, wollen aber unsere Siegesserie weiter aufrechterhalten“, sagt Mittelblocker Jeffrey Jendryk und lässt vor dem schnellen Wiedersehen mit Düren kein Gefühl von Spannungsabfall aufkommen.

Der 24-jährige US-Amerikaner weiß, dass die Powervolleys in ihrer Arena nach dem deutlichen Ergebnis im Pokalfinale ein anderes Gesicht zeigen wollen: „Düren wird darauf brennen, sich zu revanchieren, aber wir werden diese Challenge annehmen. Auswärts wird es sicher schwieriger, doch in unserem Spiel passt aktuell vieles und das wollen wir bestätigen.“ So war es auch im Endspiel von Mannheim, als man zwei Sätze eindrucksvoll aufspielte und die Rheinländer auch in Durchgang drei noch abschütteln konnte (25:12, 25:18, 25:22). Die Gastgeber werden im Rennen um die Playoff-Plätze nun vor ihrem Publikum garantiert um jeden Ball kämpfen, denn nach dem Sieg der Netzhoppers gegen Lüneburg am Wochenende ist Düren nur noch Achter und benötigt dringend Punkte, um die Playoff-Runde zur erreichen.

Cheftrainer Cedric Enard weiß das und macht für das Match klare Vorgaben: „Ich möchte von meiner Mannschaft wieder mehr taktische Disziplin sehen, so wie wir es im Pokalfinale umgesetzt haben. Das hat mir zuletzt gegen Kemerovo gefehlt. Wir haben nun nicht mehr diesen engen Spielrhythmus, also wird es in den kommenden Begegnungen die größte Herausforderung, die Spannung bis zum Playoff-Start hochzuhalten.“ Erschwerend kommt hinzu, dass die Berliner in der Arena Kreis Düren auf zwei Spieler verzichten müssen. Pierre Pujol fällt mit einem Knochenmarködem im linken Sprunggelenk voraussichtlich für zwei Wochen aus und Kyle Ensing konnte aus dringenden privaten Gründen nicht mit der Mannschaft ins Rheinland reisen. Doch auch der Gegenseite geht es nicht besser. Coach Stefan Falter fehlen mit Blair Bann, Lukas Maase und Niklas Seppänen wichtige Akteure. Dennoch dürfen sich die SPORT1-Zuschauer auf ein attraktives Spiel vor schöner Kulisse freuen, denn die Gastgeber werden ihre Arena mit einer besonderen Charity-T-Shirt-Aktion in ihre Vereinsfarben hüllen.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

BR Volleys – den Fluch brechen

In der Hamburger CU Arena war für die Berlin Recycling Volleys bisher nichts zu holen. Drei Anläufe, in der Ausweichspielhalle der SVG Lüneburg zu gewinnen, blieben in der Vergangenheit erfolglos. Einen vierten Versuch unternimmt das Hauptstadtteam am Samstagabend (08. Feb um 19.00 Uhr) und man ist geneigt zu sagen: Wenn nicht jetzt, wann dann?! Die Mannschaft von Cheftrainer Cedric Enard fährt ungeschlagen in die Hansestadt, während die heimstarken Gastgeber zuletzt zweimal deutlich mit 0:3 unterlegen waren.

Gut eine Woche vor dem Pokalfinale in Mannheim wollen die BR Volleys gegen die SVG Lüneburg weiter an ihrem Rhythmus feilen. Mit voller Mannschaftsstärke und der Unterstützung eines Fanbusses geht es für die Hauptstädter nach Hamburg, wo man erstmals erfolgreich sein möchte. „Für Lüneburg ist diese Möglichkeit, in der CU Arena spielen zu können, solange die neue Arena noch gebaut wird, wichtig. Die Gellersenhalle ist besonders, aber für die Topspiele und die Playoffs ist dieser Umzug sowohl nötig als auch sinnvoll. Außerdem gibt es dort tendenziell mehr erfolgreiche Abwehraktionen und längere Ballwechsel. Das sorgt für Spannung und Action“, erklärt der im Sommer von der Ilmenau an die Spree gewechselte Außenangreifer Cody Kessel. Sowohl in der berüchtigten „Gellersenhölle“ als auch in der CU Arena tat sich der aktuelle Tabellenführer in der Vergangenheit regemäßig schwer. Die Auswärtsbilanz gegen die „LüneHünen“ weist zwei Siege und sechs Niederlagen auf. Dabei zählte Kessel meistens zu denjenigen, die maßgeblichen Anteil daran hatten, dass für die BR Volleys am Spielort in Hamburg weder in der Bundesliga, noch im DVV-Pokal oder den Playoffs etwas zu holen war.

Längst überzeugt der US-Amerikaner auch konstant im Berliner Trikot. Der 28-Jährige ist der zweiteffektivste Angreifer der BR Volleys. Mit einer Erfolgsquote von 54% liegt Kessel ligaweit auf dem vierten Rang. Vor ihm rangieren ausschließlich Mittelblocker, darunter Teamkollege Jeffrey Jendryk, der starke 64% seiner Angriffe in direkt Punkte verwandelte. Die Bundesliga-Statistik zeigt, dass am Samstag auch auf der Gegenseite einige Topspieler warten: Mit Nationalspieler Anton Brehme verfügt Lüneburg beispielsweise über den, gemessen an Blockpunkten zweitbesten Akteur der VBL. Und beim Aufschlag besticht der Schwede Viktor Lindberg als ebenfalls Zweitbester seiner Zunft (35 Asse). „Die SVG musste ein neues Team aufbauen, nachdem elf Spieler dort in vergangenen beiden Jahren zusammengeblieben sind. Diese Mannschaft kann immer gefährlich sein, ist aber noch dabei, ihre neue Spielweise zu entwickeln“, lautet die Einschätzung von Kessel.

Diese wird durch die jüngsten Ergebnisse der Lüneburger bestätigt (1:3 vs. Friedrichshafen, 0:3 vs. Herrsching und 0:3 vs. Frankfurt). Im TV-Match gegen die Herrschinger sah man den SVG-Coach Stefan Hübner während einer Auszeit komplett aus der Haut fahren, was auch Cody Kessel überraschte: „Ich habe die Szene gesehen. Stefan ist immer mit großer Leidenschaft am Werk und gibt stets alles. Das war total untypisch für ihn, aber diese Momente gibt es im Sport.“ Die Stimmungslage im BR Volleys Team ist etwas besser. „Wir sind alle gut drauf“, bekräftigt Kessel nach den zwei 3:0-Siegen gegen Rottenburg und Herrsching. Dieses gute Gefühl will man nun an die Elbe transportieren und endlich den „Hamburger Fluch“ brechen.

Der BR Volleys Fanclub VolleyTigers bietet ein Public Viewing im Billiard International in der Knesebeckstraße an.

Quelle: BR Volleys/ Christof Bernier


BR Volleys distanzieren Verfolger

Sieg im Spitzenspiel: Die BR Volleys rangen am Donnerstagabend, 23.01.2020 den Tabellendritten Hypo Tirol AlpenVolleys Haching mit 3:1 (25:15, 21:25, 25:21, 25:20) nieder und bauten so ihre Tabellenführung in der Volleyball Bundesliga aus. Vor 4.098 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle wurde Moritz Reichert mit 19 Punkten Topscorer und Benjamin Patch sowie Samuel Tuia feierten umjubelte Comebacks nach ihren Verletzungspausen.

Der wiedergenesene Cedric Enard konnte erstmals seit Mitte Dezember wieder auf einen vollständigen Kader zurückgreifen und vertraute zu Beginn auf Kapitän Moritz Reichert, Cody Kessel, Jeffrey Jendryk, Nicolas Le Goff, Kyle Ensing, Sergey Grankin und Libero Julian Zenger. Die Gäste aus Haching erwischten aber den besseren Start in dieses Spitzenspiel und lagen bis zur Mitte des Satzes vorne (12:14). Danach übernahm der Deutsche Meister die Kontrolle über das Spiel, beim Stand von 16:15 ging der starke Le Goff an die Servicelinie – und führte sein Team, das sich nun auch deutlich verbessert in Block-Abwehr zeigte, mit neun Aufschlägen in Folge (!) zum Satzgewinn (25:15).

Dass der zweite Durchgang durch einen Aufschlagfehler der BR Volleys beendet wurde, steht sinnbildlich für den Verlauf dieses Satzes: Mit neun Fehlern war die Eigenfehlerquote auf Seiten der Hauptstädter deutlich zu hoch. Dies nutzte der Tabellendritte aus Bayern souverän zum Satzausgleich (21:25). Im Anschluss blieb das Duell zerfahren, meist waren es allerdings die Hachinger, die ihre leichte Führung verteidigen konnten (12:14). Nachdem Samuel Tuia schon im zweiten Satz ein kurzes Comeback nach ausgestandener Wadenverletzung feierte, brandete großer Jubel bei der Einwechslung von Benjamin Patch auf. Ein weiterer Wechsel trug schließlich entscheidend zum Ausgang des Satzes bei: Pierre Pujol schlug ein Ass zum 23:21, danach brachten die Berliner den Durchgang sicher ins Ziel (25:21).

Patch blieb auf dem Court und fügte sich mit 73% Angriffsquote schnell wieder ins Spiel der BR Volleys ein. Den letzten Widerstand der Gäste brach der Tabellenführer dieses Mal mit Cody Kessel an der Aufschlaglinie schon zu Beginn des vierten Satzes (10:4). Der später als MVP ausgezeichnete Nicolas Le Goff krönte schlussendlich seine Leistung und verwandelte den dritten Matchball mit einem krachenden Angriff (25:20).

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Es ist einfach, die Mannschaft für solche Spiele zu motivieren. Wir haben eine gute Partie gezeigt und unsere Tabellenposition gesichert. Nicos Aufschlagserie hat im ersten Satz den Unterschied ausgemacht. Vor dem Duell am Dienstag war das genau der richtige Gegner, wir können uns aber weiter in der Block-Abwehr steigern.“
Benjamin Patch: „Es hat mich unheimlich gefreut, wieder mit der Mannschaft auf dem Court stehen zu können. Das habe ich sehr vermisst. Aber ich darf nicht zu euphorisch werden und muss weiter auf meinen Körper hören. Die Chemie zwischen dem Publikum und uns hat heute einmal mehr gestimmt. Gegen Fakel benötigen wir genau das und noch mehr. Die Russen haben gerade erst Zenit Kazan besiegt. Wenn wir dieses Team schlagen können, dann hier in Berlin.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert und Cody Kessel (AA), Jeffrey Jendryk und Nicolas Le Goff (MB), Sergey Grankin (Z), Kyle Ensing (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Georg Klein, Samuel Tuia, Benjamin Patch, Pierre Pujol

Topwerte
Moritz Reichert 19 Punkte (3 Blocks) | Cody Kessel 11 Punkte (2 Blocks) | Kyle Ensing 10 Punkte

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier



Vertragsverlängerung mit Cedric Enard bis 2022

Großartige Neuigkeiten zum Start der Rückrunde: Cheftrainer Cedric Enard und die Berlin Recycling Volleys arbeiten auch über die laufende Saison hinaus zusammen. Der 43-jährige Meistertrainer hat seinen Vertrag beim Hauptstadtclub um zwei weitere Jahre verlängert, wird also mindestens bis 2022 das BR Volleys Team betreuen. Gemeinsam hat man in den kommenden Jahren viel vor.

„Wir sind mit Cedrics Arbeit hier hochzufrieden. Er hat es geschafft, die Mannschaft in einer nicht einfachen Saison am Ende zum Erfolg zu führen und auch in dieser Spielzeit sind wir auf einem guten Weg“, erklärt Geschäftsführer Kaweh Niroomand die Beweggründe des Vereins für die vorzeitige Vertragsverlängerung. Cedric Enard wurde 2019 in seinem ersten Jahr mit den BR Volleys Deutscher Meister, gewann in der Saison 19/20 den Supercup und erreichte mit dem Team das DVV-Pokalfinale am 16. Februar in Mannheim. In der Sportmetropole wurden seine Leistungen vor dem Jahreswechsel mit dem silbernen Bären bei der Wahl zu „Berlins Trainer des Jahres“ honoriert.

Enard selbst, inzwischen auch Nationaltrainer in Estland, sagt zu seiner Vertragsverlängerung: „Ich bin sehr stolz. Das ist ein Vertrauensbeweis, der zeigt, wie zufrieden beide Seiten mit der Zusammenarbeit sind. Ich genieße es, hier Trainer sein zu dürfen. Der Verein, die Mannschaft und die Fans – das alles passt für mich perfekt zusammen.“ Sportlich haben die BR Volleys mit ihrem Cheftrainer weiterhin viel vor. „Wir haben in den letzten anderthalb Jahren begonnen, etwas aufzubauen. Der Klub und Kaweh verfolgen große Ziele. Ich ebenso. Wir wollen in Deutschland führend bleiben und uns international stetig verbessern. Daran werden wir gemeinsam arbeiten“, so Enard.

Für Niroomand hat sich „Cedric als Coach in Berlin bewährt, sowohl in der Weiterentwicklung junger Spieler als auch im Sammeln von Erfolgen.“ Die Planungen für die Zukunft werden nun gemeinsam vorangetrieben, denn es warten große Aufgaben. „Cedric hat gezeigt, dass er den Spielermarkt aufgrund seiner langjährigen internationalen Tätigkeit gut kennt. Das wird wichtig sein, weil am Ende dieser Saison viele Spielerverträge auslaufen.“

Cedric Enard ist angekommen in Berlin: „Meine Frau und meine drei Töchter hat es ganz besonders gefreut. Sie wollten unbedingt bleiben. Seit Wochen haben sie mich gefragt, wie es weitergeht. Für mich könnte die Situation jetzt nicht schöner sein. Mir bereitet meine Arbeit hier große Freude und meine Familie fühlt sich in Deutschland mehr als wohl.“ Damit sind optimale Voraussetzungen geschaffen, um das BR Volleys Team auch in Zukunft zu sportlichen Topleistungen zu führen.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier


       

Cedric Enard wird Nationaltrainer Estlands

BR Volleys Trainer Cedric Enard übernimmt im Jahr 2020 erstmals hauptverantwortlich ein Nationalteam. Neben seiner Tätigkeit beim Deutschen Meister wird der 43-jährige Franzose in Zukunft die Mannschaft Estlands leiten. Mit seinem neuen Engagement im Baltikum endet auch seine Rolle als Assistenztrainer Frankreichs mit sofortiger Wirkung.

Am Sonntagabend (29. Dezember 2019) wurde Cedric Enard in Tallinn als neuer Nationaltrainer vorgestellt. Mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet wird der Franzose die Esten ab sofort auf die Europameisterschaft 2021 im eigenen Land vorbereiten. „Ich bin sehr glücklich über diesen neuen Schritt in meiner Trainerkarriere. Der estnische Volleyball-Verband hat sich ungemein um mich bemüht. Mit der Heim-EM haben wir eine für den Verband wichtige Großveranstaltung vor uns, für die wir uns in den nächsten beiden Jahren bestmöglich in Form bringen wollen“, geht Enard seine neue Aufgabe mit großem Elan an.

„Wir freuen uns, dass Cedric dieses Vertrauen geschenkt wird. Es ist eine Anerkennung für seine Arbeit und die Tätigkeit wird ihn in seiner Entwicklung als Coach sicher noch weiter voranbringen“, zeigt sich BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand erfreut über den neuen Job des Berliner Meistertrainers. Weil Enards Engagement bei den Esten 2020 direkt beginnt, wird er bei der Olympia-Qualifikation in Berlin (05. bis 10. Jan) nicht mehr als Co-Trainer der französischen Auswahl mit an der Seitenlinie stehen. Das erste Turnier, das Cedric Enard mit seinem neuen Nationalteam bestreiten wird, ist die European Volleyball League im Sommer, welche die Esten im Jahr 2018 gewinnen konnten.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Jetzt fehlt doch nur noch ein Sieg von den Drei angekündigten

Weitere drei Siege in Folge und in wenigen Tagen haben sich die BR Volleys vorgenommen, zwei entscheidende haben sie schon geschafft. Am Samstag, 29.11. gegen die Volleyball Bisons Bühl der erste mit 3:0-Erfolg (25:18, 27:25, 25:21). Das heißt: Der Deutsche Meister bleibt auch gegen die Badener ungeschlagen an der Tabellenspitze. Ebenso wichtig wie der Auftakt in der Königklasse ist das am 08. Dezember folgende DVV-Pokal-Halbfinale gegen die WWK Volleys Hersching. 4.129 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle erlebten einen furiosen Auftakt gegen Ljubljana in der Königklasse:

Schöner hätten sich die BR Volleys ihren Start in die CEV Champions League Volley 2020 kaum ausmalen können. Mit einer nahezu fehlerlosen Leistung bezwangen die Berliner ACH Volley Ljubljana und sicherten sich drei Punkte zum Auftakt. Überragender Akteur beim ersten wichtigen Schritt in der Gruppe B war der Match-MVP Benjamin Patch mit 17 Punkten.

Der Deutsche Meister ging das Duell mit seinem slowenischen Pendant äußerst fokussiert an und zeigte sich in der Annahme deutlich stabiler als zuletzt. So hatte BPatch immer wieder nahezu freie Bahn und knüpfte dort an, wo er am Samstag in der Bundesliga gegen Bühl aufgehört hatte. 11 Punkte, davon drei Blocks des Amerikaners, brachten den BR Volleys den Auftaktsatz ein (7:8, 16:12, 25:21).

Die Berliner und ihr Publikum waren vollkommen im Einklang und die Energie übertrug sich von beiden Seiten gleichermaßen (5:1). Mitte des zweiten Satzes gelang plötzlich alles, reihenweise Rettungstaten von Julian Zenger, ein Block von Reichert und ein Ass von Grankin (14:7). Die BR Volleys agierten teilweise wie im Rausch und entschieden den zweiten Durchgang mit 25:15 für sich. Im dritten Satz warfen die Gäste aus der slowenischen Hauptstadt noch einmal alles in die Waagschale, aber Libero Zenger & Co präsentierten sich weiter abwehrstark (15:15, 20:20). Nachdem der erste Berliner Matchball ungenutzt blieb, war Reicherts Aufschlag beim zweiten Anlauf erfolgreich und sicherte sich und seinem Team drei Punkte (26:24). Im Anschluss wurde Diagonalangreifer Benjamin Patch zum Match-MVP powered by PAUL IT gewählt.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Nach den zwei durchschnittlichen Spielen in der Bundesliga, hat man heute gesehen, worauf sich die Mannschaft offenbar bereits konzentriert hat. Das Team und das Publikum waren vom ersten Punkt an eine Einheit.  Auch die Spieler auf der Bank haben sich hervorragend eingebracht. Es war der perfekte Start, aber eben auch nur ein erster Schritt in dieser Gruppe. Wir sind weiterhin einer der Außenseiter, haben aber heute gezeigt, dass wir mehr sein können. Das wollen wir im nächsten Spiel beweisen. Ben ist einer der am höchsten springenden Spieler der Welt, aber Sergey weiß eben auch, wie man dies nutzt. Bei seinen Pässen stimmen Timing und Höhe. Das macht Ben aktuell so stark.“
Benjamin Patch: „Die Unterstützung der Fans war heute klasse. Es herrschte so viel positive Energie in der Arena. Wir brauchen all unsere 13 Spieler und das Publikum, um in der Champions League erfolgreich zu sein. So ein enger Satz wie der dritte sind wichtig für unsere Entwicklung. Solche Durchgänge für uns zu entscheiden, macht uns als Mannschaft stärker.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert und Samuel Tuia (AA), Jeffrey Jendryk und Nicolas Le Goff (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: JT Hatch, Cody Kessel, Georg Klein

Topwerte
Benjamin Patch 17 Punkte (3 Blocks) | Samuel Tuia 14 Punkte | Moritz Reichert 9 Punkte (2 Asse)

Christof Bernier