Fünf Spielausfälle in der Regionalliga Nordost nerven

Die Tabelle gerät durcheinander und die Vorbereitung der Vereine ebenfalls. Am 24. Spieltag fielen drei Spiele aus. Auerbach – Viktoria 89, Lichtenberg 47 – Chemie Leipzig und Altglienicke – Nordhausen. Zwei Nachholspiele, Lichtenberg 47 – Meuselwitz und Nordhausen – Babelsberg 03 konnten ebenfalls nicht ausgetragen werden.  Wie’s künftig weitergeht, da stehen sogar in Berlin Fragezeichen sowohl im Poststadion als auch in der HoWoGe-Arena. Bekommt eventuell sogar Hertha II kurzfristig die Absage für das Freitagspiel in Nordhausen? 

Der sportliche Überblick: Der 1.FC Lok Leipzig hat sich mit drei Punkten Vorsprung und nur 22 Spielen an die Tabellenführung geschossen, gewann 3:1 (22.Spieltag) gegen Auerbach, ebenfalls 3:1 bei Optik in Rathenow (23.) und am 24.Spieltag 4:2 gegen Meuselwitz. Das sind nunmehr 47 Punkte, während Cottbus 2:3 in Auerbach patzte, aktuell aber 4:0 gegen Rathenow gewann. Energie hat nach 22 Spielen 44 Punkte und muss jetzt nach Meuselwitz (Tab.11., 24 Punkte).

Am 23. Spieltag gab es zwei Berliner Derbys. BAK 07 – Hertha II 3:1 und BFC Dynamo – VSG Altglienicke 1:2. Das sind für Altglienicke ebenfalls 44 Punkte. Schade, dass die Partie gegen Nordhausen ausfiel.  Jetzt muss Altglienicke, immerhin Tabellenzweiter, zum zwölften Chemie Leipzig. Das wird kein Zuckerschlecken. Doch Altglienicke konnte bisher bereits sechs Auswärtssiege verbuchen und spielt eine sehr beachtenswerte, gute  Saison. Schade, dass am 22. Spieltag aus Sicht der VSG das Derby 1:3 gegen BAK 07 1:3 verloren ging. Da holte übrigens Viktoria 89 ein 2:2 in Cottbus bei der aufstiegswilligen Energie-Mannschaft.

Am Samstag, 7.3.2020 13.30 Uhr, heißt es nun Babelsberg 03 (Vorletzter, nur 14 P.)  – Lichtenberg 47 (10., 25.P.), jedoch nur 21 gespielte Partien. Interessant wird aus Berliner Sicht, wenn denn gespielt wird, der Sonntag mit Berliner AK 07 (7.) – 1.FC Lok Leipzig. Da müssen sich die Sachsen warm anziehen. Heimvorteil hat bei bisher nur 20 Spielen Viktoria 89 (8., 29 P.) im Stadion Lichterfelde gegen Union Fürstenwalde (5.).  Der BFC Dynamo hat bereits 23 Spiele und ist spielfrei und wird darüber keineswegs traurig sein.

Christian Zschiedrich

Viktoria 89 kann durchatmen, Wacker Nordhausen bekommt die Rute

Das Sportliche zuerst: Viktoria 89 schlägt Chemie Leipzig mit 1:0. Das Spiel des 19. Spieltages Wacker Nordhausen – Babelsberg 03, dem letzten vor der Winterpause, ist ausgefallen. Die große Spielerflucht ist jetzt wohl zu Weihnachten in Thüringen zu befürchten. Wackers Präsident  Nico Kleofas beantragte beim Amtsgericht Mühlhausen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Die Rede ist von unfassbaren elf Millionen Euro Schulden. Mit dem Insolvenzverfahren steht fest, Wacker Nordhausen werden neun Punkte abgezogen. Heißt: Runter auf Tabellenplatz 12. Mangels Masse könnte es sein, dass ein Insolvenz-Verfahren gar nicht erst eröffnet wird. Der Club war in den vergangenen Jahren stets mit Aufstiegsambitionen ins Rennen gegangen. Eine Spielbetriebs-GmbH wurde ausgegliedert, so das Wackers U 23, die nur eine Klasse tiefer in der Oberliga Süd spielt, wie der Gesamtverein, nicht betroffen ist.  

Offiziell dagegen beendet ist das Insolvenzverfahren des FC Viktoria 89. Der von den Gläubigern mit großer Mehrheit angenommene Insolvenzplan war entscheidend dafür, die Himmelblauen wieder in die Selbständigkeit zu entlassen. Die 1. Mannschaft ist in eine GmbH ausgegliedert worden. Die 1. Frauenmannschaft, die U17 und die U19, die allesamt vordere Plätze in der Regionalliga belegen, gehören nunmehr dieser Gesellschaft ebenso an. Die 1. Mannschaft steht mit 27 Punkten auf Rang Sieben.

Erholt von der 0:3-Schlappe gegen Cottbus hat sich die VSG Altglienicke, 39 Punkte, Platz drei. Die Berliner feierten den höchsten Auswärtssieg seit ihrer Regionalliga-Zugehörigkeit. Es war ein 5:0-Sieg beim Tabellenzehnten in Auerbach.

Energie Cottbus stand nach dem 6.S pieltag auf Platz 11 der Tabelle. Mit dem 3:1-Sieg gegen das mit fünf Profis verstärkte Hertha-U 23 Team holten die Lausitzer 35 von möglichen 39 Punkten, sind nunmehr, mit 42 Punkten Tabellenführer vor dem 1. FC Lok Leipzig mit 40 Punkten.

Unmittelbar hinter Hertha reiht sich der BFC Dynamo mit jetzt 31 Punkten auf Platz 5 ein, ein souveräner 4:0-Sieg gegen Schlusslicht Bischofswerdaer FV gelang im letzten Spiel des Jahres. Am 26. Januar muss der BFC nach Leipzig zu Chemie. Weiter geht es im neuen Jahe erst am Freitag, 31. Januar. Der Berliner AK reist zur Germania nach Halberstadt. Alle anderen Partien sind am 1. und 2. Februar 2020 angesetzt.

Christian Zschiedrich

Herbstmeister VSG Altglienicke

Die Tabellenführung, so beeindruckend sie sein mag, damit gerechnet hatte vor Saisonbeginn kaum jemand, sie besteht mit 36 Punkten „nur“ aufgrund des besseren Torverhältnisses 44:21 gegenüber dem Tabellenzweiten Energie Cottbus mit 41:26.

Energie gewann 2:0 bei Lichtenberg 47 und Altglienicke schaffte zu Hause immerhin ein 2:2 gegen den 1. FC Lok Leipzig, dem Tabellendritten mit 34 Punkten.  Ein Höhepunkt kommt am Samstag, 07.12.19, 13.30 Uhr, für Altglienicke, die VSG freut sich auf Energie Cottbus zum Match Erster gegen Zweiter. Kompliment, wer dieses Regiebuch geschrieben hat.

Erfreulich aus Berliner Sicht, der 1:0-Erfolg vom FC Viktoria 89, Torschütze Menz (40.), bei Wacker Nordhausen, vor 457 Zuschauern. Mit den drei entführten Punkten kommt Viktoria aktuell auf 24, Tordifferenz plus 5 und klettert damit vor Lichtenberg 47 auf Platz acht. Einen Zähler dahinter hinter ist der BFC Dynamo platziert, unter der Woche gewann der BFC Dynamo gegen Wacker Nordhausen vor 731 Zuschauern mit 3:1. Lukas Brumme erzielte alle drei Tore. Nordhausen war durch Pichinot 1:0 in der neunten Minute früh in Führung gegangen.

Einen weiteren Sieg erzielte der Berliner AK mit 4:0, vor 1.508 Zuschauer in Babelsberg. Drei Tore in Folge, aber nicht in einer Halbzeit markierte Cigerci (14., 40. Und 67.). Kahraman steuerte das 4:0 bei. . „Innerhalb des Kaders gab es Querelen“ begründet Trainer Dirk Kunert, der fünf Spieler in der Woche vor dem Match bis zum Jahresende vom Spiel und Training suspendierte, darunter der beste Saison-Torschütze Pierre Merkel (sieben Treffer), Niklas Brandt, Oliver Hofmann, Kay Michel und Marcus Mlynikowski.

Zwischen Lok Leipzig und Wacker Nordhausen platzierte sich die Mannschaft von Andreas Zecke Neuendorf, Hertha BSC II, belegt Platz 4 mit 33 Punkten. Bereits am Freitag, 6.12. ab 18 Uhr, kommt der 1. FC Lok Leipzig ins Amateurstadion. Am Samstag, 7.12. um 13.30 Uhr, ist zeitgleich mit Altglienicke – Cottbus der Berliner AK beim Tabellenletzten Bischofswerdaer FV angesetzt.

Am Sonntag, 8.12. 13.30 Uhr, stehen drei weitere Spiele mit Berliner Beteiligung auf dem Programm: RW Erfurt – Viktoria 89, Lichtenberg 47 – VfB Auerbach und im Karl-Liebknecht-Stadion heißt es Babelsberg 03 (Tabellenvorletzter) – BFC Dynamo.

Christian Zschiedrich

Von wegen Energie Cottbus kommt langsam

Vor 6.260 Zuschauern wurde der BFC Dynamo 6:0 (3:0) überrollt. Früher, ja das waren noch Zeiten, kam der BFC Dynamo nach Cottbus, um regelmäßig die Punkte abzuholen. Es bestand eine alte Rivalität. Diesmal, am 10. Spieltag in der Regionalliga Nordost spielte Cottbus die Berliner an die Wand. Ebenfalls im brillanten Torreigen die VSG Altglienicke, 5:0 (2:0) gegen den Bischofswerdaer FV. Allerdings vor 124 Zuschauern. Dafür aber nach zehn Spielen in der Tabelle wesentlich besser als Cottbus – nämlich mit 22 Punkten wie Hertha II und Lok Leipzig ganz oben in punktemäßig geteilter Tabellenspitze. Denn Hertha schaffte im Heimspiel gegen Babelsberg (17.) nur ein Unentschieden immerhin vor 925 Zuschauern. Beim 3:3 fvielen alle sechs Tore in der zweiten Halbzeit.

Es war ein insgesamt torreiches Wochenende. Im Spiel in Leipzig, 1.FC Lok – Wacker Nordhausen fielen sogar sieben Tore. 3.549 Zuschauer erlebten das 4:3 (1:1) und Lokomotives Aufschluss zur Tabellenspitze. Dagegen sind drei weitere Berliner Niederlagen absolut schade. Der VfB Auerbach bezwang BAK 07 3:2 (2:1). Die Berliner scheinen in dieser Saison trotz Trainerwechsel doch nicht so stark zu sein, wie von der Vereinsführung erhofft, Tab.12. Auf die führenden drei Mannschaften sind es jetzt bereits zehn Zähler. In nächster Zeit werden die 07er da oben nicht eingreifen können, wenn überhaupt…

0:1 ist auch verloren. Das gilt für Lichtenberg 47 (11. Mit 11 P.) zu Hause gegen Union Fürstenwalde und für Viktoria 89 (7. Mit 15 P.)  bei Germania Halberstadt. Dorthin muss am Freitag Lichtenberg 47 ins Friedensstadion, während Viktoria 89 am Samstag den ZFC Meuselwitz im Stadion Lichterfelde empfängt. Am Sonntag übrigens spielen beide Leipziger Clubs gegeneinander, Heimvorteil im Alfred Kunze Sportpark hat Chemie. Aus Berliner Sicht stehen noch zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele an:

Sonntag, 13.30 Uhr BFC Dynamo – VfB Auerbach im Jahnstadion und der Berliner AK – Optik Rathenow im Poststadion. VSG Altglienicke im Friesenstadion bei Union Fürstenwalde (6.) und H.BSC II muss  in den Sportpark an der Wesenitz zum Bischofswerdaer FV, dem Schlusslicht (18.) in der RL NO. Energie Cottbus, als rasant aufstrebend gelobt, hat in Thüringen bei Wacker Nordhausen keine leichte Aufgabe zu bewältigen.

Christian Zschiedrich

Hertha vermeldet Neuzugang eines Perspektivspielers vom Chelsea FC

Daishawn Redan wechselt vom englischen Spitzenclub zu Hertha BSC. Der 18-Jährige soll beim Hauptstadtclub Schritt für Schritt aufgebaut werden.

Neuzugang Daishawn Redan und Trainer Ante Covic von Hertha BSC in der GeschŠftsstelle von Hertha BSC am 18.07.2019 in Berlin, Deutschland. (Foto von Jan-Philipp Burmann/City-Press GmbH)

Hertha BSC hat sich ein vielversprechendes Offensivjuwel gesichert: Am Donnerstag (18.07.19) nahmen die Blau-Weißen Daishawn Redan unter Vertrag. Der niederländische Stürmer kommt vom Chelsea FC an die Spree und unterschrieb einen langfristigen Vertrag bei seinem neuen Club. „Daishawn ist schnell, laufstark und passt perfekt in unser Anforderungsprofil. Er hat großes Entwicklungspotential, und wir sichern uns mit Blick auf sein Alter alle zukünftigen Chancen auf dem Transfermarkt“, erklärte Michael Preetz die Verpflichtung des Rechtsfußes. „Ich bin froh, dass der Wechsel zu Hertha BSC geklappt hat. Ich kann es kaum erwarten, dass es hier endlich losgeht und ich auf dem Platz stehen kann“, freute sich der Youngster, der mit der Mannschaft von Ante ?ovic trainieren wird und zunächst Spielpraxis in der U23 sammeln soll.

Der Angreifer, der nicht nur als Mittelstürmer, sondern auch hängend oder auf dem linken Flügel spielen kann, stammt wie Javiro Dilrosum aus der Nachwuchsabteilung von Ajax Amsterdam. Im Jahr 2017 wechselte Redan im Alter von 16 Jahren als amtierender niederländischer U17-Meister zum Chelsea FC. Für die U18 und U19 der Engländer gelangen dem flinken Offensivspieler in 29 Partien 18 Tore und sieben Vorlagen – darunter neun Treffer und fünf Assists in der UEFA Youth League. Zudem holten seine Teams ein Mal die Meisterschaft und ein Mal den Pokal. Für die U23 der ‚Blues‘, in die Redan im Januar 2018 aufrückte, schoss er in 34 Pflichtspielen 14 Tore. Für die niederländischen Junioren-Nationalmannschaften lief das Nachwuchstalent 51 Mal auf (42 Tore), die U17 führte er 2018 als Kapitän zur Europameisterschaft.

Quelle: Hertha BSC

Wie bitter für Energie Cottbus

Ärgerlich auch für Optik Ratenow, der Abstieg von der Regionalliga in die Oberfliga ist damit besiegelt. Die Spieler von Ingo Kahlisch rannten unmittelbar nach dem 2:2 gegen Hertha BSC II zum Fernseher, um die Nachspielzeit zwischen Eintracht Braunschweig und Energie Cottbus mitzuerleben. Energie Cottbus schaffte es nicht, es blieb beim 1:1. Tragisch, mit 45 Punkten abzusteigen und noch tragischer, dass Eintracht Braunschweig und Sonnenhof Großaspach als Nichtabsteiger auch nur 45 Punkte haben.

Leidvoll, tief traurig, Energie fehlte ein einziges Törchen. Dabei wäre der Verbleib in Liga Drei aus wirtschaftlichen Gründen so wichtig gewesen. Die Zukunft ist ungewiss. Eine kleine Hoffnung besteht, im bevorstehenden Länderpokalfinale im Vogelsang-Stadion zwischen Optik Rathenow und Energie Cottbus. Der Gewinner baut dann in bescheidener Form auf das vom DFB im Pokal ausgeschüttete Geld. Coach Ingo Kahlisch hat spontan versprochen, für die Oberliga: „Wir werden auch künftig unseren Prinzipien treu bleiben!“ Und Energie? Ein dickes Fragezeichen.

Glückwunsch an den Meister und Aufsteiger Chemnitzer FC, der die größten finanziellen Probleme überwunden hat und zum Abschied aus der Regionalliga Nordost den Bischofswerdaer FV mit 7:0 überrannte. Der BFC Dynamo dagegen verlor sein letztes Spiel mit 0:2 gegen RW Erfurt und landete auf Platz 12. Die VSG Altglienicke ist dem Abstieg mit guter Moral und 39 Punkten auf Platz 14 entronnen.

Das Berlin-Derby BAK 07 – Viktoria 89 endete 2:0. BAK untermauerte Platz Zwei mit 70 Punkten, Viktoria 89 (43 Punkte, Platz 11) schließt einen Punkt besser als der BFC Dynamo ab. Beide Berliner Vereine äußerten sich hinblickend auf die neue Saison sehr zuversichtlich. Hertha BSC II verabschiedete ihren Trainer Ante Covic, befördert zum Hertha-Chef-Coach bei den Profis. Der Platz 4 mit 57 Punkten lässt sich bei den „Amateuren“ sehen.

Christian Zschiedrich

Blutleere Dynamos im Prestigeduell und Viktoria 89 schlägt den Chemnitzer FC

Die Regionalliga Nordost fabrizierte vor dem letzten Spieltag erstaunliche Kantersiege. Schauen wir insbesondere auf die fünf Berliner Vertreter: FC Viktoria 89 – Chemnitzer FC 4:2, ZFC Meuselwitz – Berliner AK 3:0, Hertha BSC II – 1.FC Lok Leipzig 0:2 und BFC Dynamo – VSG Altglienicke 0:4.

Für BAK 07 und Hertha II ging es um nichts mehr und prompt wurde am 33. Spieltag vergeigt. Der Chemnitzer  FC stand als Aufsteiger und Meister fest. Prompt ließen die Sachsen, vor 828 Zahlenden, in einer torreichen Partie, die Punkte in Berlin. Die Südberliner boten im letzten Heimspiel ihren Anhängern ein engagiertes und ansehnliches Spiel. Am letzten Spieltag muss am Samstag, 18.05. lediglich zum BAK auswärts ins Poststadion gereist werden. Herthas Niederlage sahen im Amateurstadion immerhin 616 Zuschauer. Der Coach der Lokomotive aus Leipzig hatte die Begegnung als Charaktertest bezeichnet. BAK 07 bleibt mit 67 Punkten auf Platz Zwei und Hertha II mit 56 Punkten auf dem 4. Platz.

Die VSG Altglienicke ist mit 39 Punkten, jetzt auf Rang 14 und gerettet! Bereits die Hinspiel-Begegnung  gewann Altglienicke mit 5:0 gegen den BFC Dynamo, der sich mit dem 0:4 um ein Gegentor verbesserte. 42 Punkte, Platz 11, ist jenseits von Gut und Böse, da kann man dem Gegner erneut was gönnen. Das Nachholspiel wurde wenigstens mit 2:0 gegen Babelsberg 03 gewonnen. Altglienicke empfängt nun abschließend Wacker Nordhausen. Alle Spiele finden zeitgleich am Samstag, 18.05. ab 13.30 Uhr, statt. Lediglich eine Ausnahme wird es geben. Bereits am Freitag, 17.05. kommt es zum Aufeinandertreffen von Rot-Weiß Erfurt (5.) und dem BFC Dynamo.

Hertha BSC II muss nach Rathenow. Die Optiker haben unter ihren langjährigen Trainer Ingo Kahlisch ein kleines Wunder vollbracht und die Rote Laterne an Budissa Bautzen abgegeben. Das neue Schlusslicht verlor 1:5 bei Oberlausitz Neugersdorf. Die Abstiegsfrage bleibt offen, ob Bautzen oder Rathenow oder sogar beide absteigen müssen.

Christian Zschiedrich

Munteres Treiben in der Regionalliga Nordost

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, spürbar in der Regionaliga NO im Abstiegskampf. Vom Tabellen14., der VSG Altglienicke (33 P.), hoffen der Bischofswerdaer FV (33 P.), Oberlausitz Neugersdorf (28 P.), Budissa Bautzen (25 P.) und vor allem Optik Rathenow (21 P.), dass in Liga Drei Carl Zeiss Jena und Energie Cottbus weiter von Sieg zu Sieg eilen. Schaffen sie den Klassenerhalt in der 3. Liga, würde nur ein Regionalligaverein absteigen. Optik Rathenow hätte bei Abgabe der Roten Laterne das Wunder für den Verbleib geschaffen.

Budissa Bautzen ist total von der Rolle, verlor zu Hause 0:4 gegen Optik Rathenow. Vier Punkte bei ausstehenden vier Spielen, da ist noch alles möglich. Der 31. Spieltag bringt die Sonntags-Paarungen mit den Rathenowern um Trainer Kahlisch im Stadion Vogelgesang, Optik gegen Lok Leipzig und Budissa Bautzen muss nach Nordhausen. Die Wackeraner stehen auf Platz 4 hinter Herthas Zweite. Die Thüringer verloren im Poststadion immerhin 1:4 gegen den Berliner AK, der mit 63 Punkten Platz zwei einnimmt, aber leider keinen Antrag auf höherklassige Teilnahme gestellt hat.

Der Chemnitzer FC führt mit Blick auf Hertha mit 19 Punkten und 12 sind in vier Spielen noch zu vergeben. BAK und Chemnitz trennen jetzt 10 Punkte. Das wäre für den Meisterschaftstitel noch interessant und kann am kommenden Spieltag im Berlin-Derby Hertha II – BAK 07 schon Geschichte sein. Chemnitz, 1:0-Sieger über Hertha BSC – mit den Profis Gersbeck, Dardai, Dilrosun und Köpke, werden sich im Treffen mit Neugersdorf (16.) die Butter nicht vom Brot nehmen lassen.

Interessant ist der kommende Spieltag auch mit den weiteren Paarungen: Freitag, 26.04. 18.30 Uhr, Jahn-Sportpark, VSG Altglienicke – Babelsberg 03 (7.). Altglienicke gelang mit dem 3:1-Sieg bei Lok Leipzig eine kaum für möglich gehaltene positive Überraschung. Dadurch scheint der Klassenerhalt mit derzeit 33 Punkten, Platz 14, recht greifbar zu sein.

Der BFC Dynamo verlor zwar 1:4 im Heimspiel gegen Bischofswerdaer FV, wird aber nicht mehr in die Bredouille kommen. Am Freitag, 26.04. geht es im Friesenstadion gegen Union Fürstenwalde (4:2 Sieger in Babelsberg).

Am Sonntag, 28.04. 13.30 Uhr, steht im Amateurstadion ein Berlin-Derby, der Zweite gegen den Dritten, an: Hertha BSC – Berliner AK 07. Die insolvente Viktoria 89 darf sich freuen, die Saison einigermaßen gut über die Runden gebracht zu haben – trotz der neun abgezogenen Punkte, ungefährdet 36 punkte auf der Habenseite, Platz 10. Das ist garantiert auch ein Verdienst von Trainer Jörg Goslar. Hinzu kommt das Erreichen des Berliner Pokal-Finales. Jörg Goslar bekommt trotzdem den Laufpass; er muss am Saisonende seinen Stuhl räumen. Viktoria empfängt am Samstag, 27.04. 13.30 Uhr, Stadion Lichterfelde, den VfB Auerbach.

Christian Zschiedrich      

Was bloß ist mit den Berliner Vereinen los ?

Die Frage, was los ist, kann natürlich an unserem Bundesligisten und an den 1. FC Union gerichtet sein. Naja, das 0:0 in Dresden und aktuell Platz 3, das geht noch, wäre zuvor das 1:3 zu Hause gegen Paderborn und die 1:2-Niederlage in Heidenheim nicht ins Gewicht gefallen. Über Herthas Heimniederlage gegen Düsseldorf hänge ich am besten den Mantel des Schweigens. Jeder weitere Kommentar wäre aus meiner Feder nur kritisches Beiwerk und damit noch negativer. Das 0:5 in Leipzig spricht für sich.

Der Blick in die Regionalliga ist an diesem Wochenende keineswegs tröstlicher. Nicht ein Berliner Verein konnte gewinnen. Der Berliner AK verlor zu Hause 1:3 gegen den 1.FC Lok Leipzig und Hertha BSC unterlag 0:2 in Auerbach, beim Tabellen14.. Meine Formulierung in der letzten Woche, „dass Hertha profitieren könne“, war wohl zu optimistisch.

Der Tabellenführer Chemnitzer FC gewann 3:0 gegen Optik  Rathenow, hat damit 10 Punkte Vorsprung und mit jetzt 67 Punkten das wesentlich bessere Torverhältnis. BAK bleibt bei 57 Punkten und Hertha noch weitere sieben Punkte weniger. Die anderen drei Berliner Vertreter spielten remis. Dynamo 1:1 gegen Meuselwitz, Altglienicke 0:0 in Bautzen und Viktoria 1:1 in Babelsberg.

Altglienicke (15.) steht mit 29 Punkten im abstiegsgefährdeten Bereich. Der BFC Dynamo sollte sich mit vier Punkten besser (33 P.) als Tabellenelfter nicht zu sicher sein und Viktoria 89 scheint mit 35 Punkten jenseits von Gut und Böse. Bis zum Saisonende sind es nur noch sechs Partien. Bereits am Freitag, 12. April, muss BAK 07 nach Rathenow. Am Samstag, 13. April 13.30 Uhr,  empfängt VSG Altglienicke zu einem entscheidenden Match Union Fürstenwalde (11.), während Hertha II es mit Germania Halberstadt (8.) zu tun bekommt. Viktoria 89 darf sich am Sonntag, 14. April ab 13.30 Uhr, im Stadion Lichterfelde im Berlin-Derby gegen den BFC Dynamo wohl auf einen ordentlichen Besuch freuen.

Christian Zschiedrich

Kunterbunt bis bizarr – Regionalliga Nordost

 Zwei Spieltage, der 23. und 24., verändern das Bild sowohl sportlich, als auch spekulativ. Vordringlich ostdeutsche Clubs lehnen mehrheitlich die Auflösung der Regionalliga  ab und nach dem 24. Spieltag dringt mit dem Eklat um den verstorbenen Hooligan Thomas Haller in Chemnitz Politik ins Geschehen eines Sportvereins, der ohnehin mit dem Insolvenzverwalter zu tun hat, sportlich jedoch vor dem Wiederaufstieg steht. Die ermöglichte Trauer um den FCH-Fan Haller im Heimspiel gegen VSG Altglienicke (4:4) hat infolge der Ereignisse den Rücktritt des Geschäftsführers Thomas Uhlig zur Folge. Daran ist nun zweifelsfrei das Remis von Altglienicke nicht schuld. Der Verein wankt und ist im Zwielicht. ja,ja Chemnitz.

Und sportlich: Altglienicke kommt mit dem kaum für möglich gehaltenen Punkt aus Chemnitz auf aktuell 25. Das ist der 11. Tabellenplatz hinter Viktoria 89 (26) nach Abzug der neun Punkte immerhin noch 10. Schließlich gab‘s in der Oberlausitz bei Neugersdorf (Vorletzter) ein 2:2. Es folgte ein 2:1-Sieg im Stadion Lichterfelde gegen ZFC Meuselwitz (14.). Nun stehen alle eng beisammen.

Licht und Schatten auch beim BFC Dynamo. Eine 1:3-Niederlage beim 1.FC Lok Leipzig und ein 1:0-Sieg gegen Schlusslicht Optik Rathenow. Am Sonntag, 13. März geht es nach Nordhausen. 26 Punkte haben sie auf dem Konto, so viele wie Auerbach und Altglinicke. Das verheißt keineswegs Sicherheit.

Hertha II verlor mit 0:1 in Fürstenwalde (9.), besiegte dann im Amateurstadion den Bischofswerdaer FV (16.) vor 289 Zuschauern 2:1. Mit 41 Punkten steht Ante Covic mit den Amateuren recht gut auf Platz Drei, sechs Punkte hinter dem Zweiten Berliner AK 07, der in den beiden zurückliegenden Spieltagen ohne Niederlage blieb. Zunächst ein 2:0, 117 Zahlende im Poststadion, gegen Auerbach (12.) und ein 0:0 in Halberstadt. Mehr als ein Gerücht soll es sein, dass eine Investorengruppe vor dem Einstieg bei BAK 07 steht. In den nächsten zwei Wochen soll der Vollzug gemeldet werden.

Christian Zschiedrich