Berlin-Liga, Mahlsdorf und Novi Pazar noch unbesiegt

Auch nach dem 8. und 9. Spieltag bleibt Mahlsdorf ungeschlagen, jetzt mit 22 Punkten bei nur einem Remis an der Spitze der Berlin-Liga. Tabellenzweiter ist Sparta Lichtenberg mit einer Niederlage, 19 Punkten nach ebenfalls 8 Spielen. Eintracht Mahlsdorf hatte gemeinsam mit Berlin Türkspor am 8. Spieltag frei. Am 9. Spieltag siegten die Mahlsdorfer durch ein Tor von Fabian Fritzsche mit 1:0 (84.) über Al-Dersimspor. Die Tabelle ist noch etwas ungeordnet. Sechs Mannschaften haben bereits 9 Spiele absolviert, der Berliner SC (3. der Tabelle) mit 17 Punkten nach neun Spielen. 17 Punkte hat auch der 1. FC Novi Pazar, allerdings erst 7 Spiele absolviert. Novi Pazar blieb auch nach der englischen Woche weiter ungeschlagen und der Ex-Herthaner Ronny besorgte beim SC Charlottenburg vor 117 Zuschauern das 2:0 per Elfmeter.  

Den deutlichsten Sieg errang TuS Makkabi in Biesdorf bei der Fortuna am Grabensprung mit 6:0. Der SD Croatia fertigte die Füchse am Wackerweg mit 6:1 ab. Der Berliner SC schlug die Füchse zuvor mit 4:1 und die Spandauer Kickers mit 5:1. Der Frohnauer SC fuhr Sieg und Niederlage ein, gewann 1:0 beim SV Empor und das Spiel zuvor am Polo-Platz gegen Al-Dersimspor ging mit 0:2 verloren.

So sieht es in der Abstiegszone aus: Berlin United hat zurückgezogen. Auf Platz 20 ist Stern Marienfelde mit nur einem einzigen Punkt platziert, Platz 19 Türkiyemspor (7 P.), 18. ist Fortuna Biesdorf (7 P.), 17. Spandauer Kickers (7 Punkte) und über dem Strich steht der SD Croatia mit ebenfalls nur 7 Punkten. Nach der Länderspielpause geht es am Freitag, 16.10., weiter mit: Berlin Türkspor – SV Empor und Füchse Berlin – TuS Makkabi. Am Tag zuvor, Donnerstag, 15.10. steht das Nachholspiel in der Cantianstraße zwischen SV Empor und dem 1. FC Novi Pazar auf dem Programm.

Christian Zschiedrich

Berlin United gibt auf

Wir spekulierten bereits über das mögliche Aus für Berlin United vor einer Woche. Jetzt ist es offiziell, die Bestätigung, der Club hat aufgegeben. Damit spielen in dieser Saison „nur“ noch 20 Mannschaften um Punkte. Trotzdem steigen Vier davon ab. Vor der erneut anstehenden englischen Woche, Spieltag 8 und 9, stehen Stern Marienfelde, Brandenburg 03, Fortuna Biesdorf und TSV Rudow auf den Abstiegsrängen.

Brandenburg 03 nutzte der 12:1-Sieg über United gar nichts. Die Ergebnisse des ausgeschiedenen Vereins wurden alle aus der Wertung genommen. Die Punkte sind weg. Das hat Folgen für Stern Marienfelde, nunmehr mit der Roten Laterne und der Sieg von TSV Rudow, jetzt 17., steht mit der Annullierung der Punkte auf einem Abstiegsplatz.

Der 1. FC Novi Pazar bleibt Zweiter, gewann mit 3:2 gegen die Spandauer Kickers und bleibt trotz der 3 Punkte Abzug der Eintracht aus Mahlsdorf auf den Fersen. Novi hat ein Spiel weniger. Eintracht Mahlsdorf gewann ebenfalls mit 3:2 beim SD Croatia. Nach 7 Partien stehen 6 Siege und ein Remis, somit 19 Punkte zu Buche. Der SV Empor (9.) wartet nun am Donnerstag, 01.10. und am Sonntag, 04.10. kommt BSV Al-Dersimspor (15.) an den Rosenhag.

Bei 21 Vereinen musste Spieltag für Spieltag ein Verein aussetzen. Bei jetzt 20 Clubs wäre das ja eigentlich nicht mehr der Fall – eigentlich – es bleibt dabei. Zu aufwendig – sagt der BFV – den Spielplan komplett neu zuschreiben.

Im Rennen der Spitzenclubs ist mit ebenfalls 14 Punkten der SC Charlottenburg mit von der Partie. Bei Stern Mariendorf wurde mit 5:1 gewonnen. Am Donnerstag, 1.10. geht es zum 1. FC Wilmersdorf (12.) und am Sonntag, 4.10. gegen Novi Pazar. Deutlich, mit 4 Toren Unterschied gewann Sparta Lichtenberg (4., 13 P.) mit 4:0 gegen Hilalspor (11.). Am Mittwoch, 30.09. heißt es für Sparta bei TuS Makkabi zu bestehen und am Sonntag, 4.10. spielt Türkiyemspor bei Sparta Lichtenberg, im Willi-Kressmann-Stadion.

In der Torschützenliste führt aktuell Steven Haubitz von den Füchsen Berlin. Am 7. Spieltag wurde 2:0 gegen den 1. FC Wilmersdorf gewonnen. Mit 12 Punkten rangieren die Füchse auf den 5. Tabellenplatz. Am Mittwoch, 30.09. kommt SD Croatia zum Wackerplatz und am Sonntag, 4.10. geht es zum Berliner SC und der gewann mit 3:2 in Frohnau (7.).

Christian Zschiedrich

Nur in der Berlin-Liga wurde gespielt

Der Auftakt in den Ligen darunter wurde verschoben und der Verband hat beschlossen, dass nur eine einfache Runde gespielt wird. In der Pressemitteilung heißt es dazu: „Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes hat beschlossen, die Saison am kommenden Wochenende 5. September 2020 zu beginnen. Da ein geordneter Spielbetrieb mit Hin- und Rückrunde aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht möglich ist, werden Punktspiele (Meisterschaftsspiele) zur Ermittlung des Staffelmeisters (Auf- und Absteiger) in der Saison 2020/21 gemäß § 19 Ziffer 2 der BFV-Spielordnung in einer einfachen Spielrunde (ohne Rückrunde), jeder gegen jeden, ermittelt. Die oberste Liga in Berlin hat bereits bis auf Sparta Lichtenberg, SD Croatia und Al-Dersimspor für drei Spieltage den Ball rollen lassen. Bei 21 Vereinen in dieser Saison muss immer ein Club pro Spieltag zuschauen.“

Von den Vereinen die bisher drei Spiele absolviert haben, konnte keiner drei Siege einfahren. Sparta Lichtenberg ist nach zwei gewonnenen Spielen noch verlustpunktfrei. An der Hubertusallee wird seit Jahren ansehnlicher und erfolgreicher Fußball gespielt. Mit einer Begegnung mehr haben sich der Berliner SC als neuer Tabellenführer, Eintracht Mahlsdorf auf den zweiten Rang und dahinter SC Charlottenburg mit je einem Unentschieden und zwei Siegen, 7 Punkten, behaupten können. Coronabedingt, bei 5 Absteigern wird es spannend. Die Entscheidungen über Auf- und Abstieg könnten sogar erst am letzten Spieltag getroffen werden.

Ihre drei Auftakt-Partien haben Türkiyemspor (auf Trainersuche) und Berlin United verloren und zieren mit 0 Punkten das Tabellenende. Auf den anderen Abstiegsrängen platziert sind die Spandauer Kickers, der Frohnauer SC und Stern Marienfelde. Den höchsten Sieg brachte der TSV Rudow gegen Berlin United am zweiten Spieltag mit 9:0 zustande. Wenig überzeugend urteilte United-Trainer Jörg Goslar, man sei noch in der Vorbereitung. Corona bringt da einiges durcheinander.

Nach dem Sieg zum Auftakt der Füchse Berlin, 5:0 bei Al-Dersimspor, folgte im Heimspiel gegen Sparta Lichtenberg eine 0:2 Niederlage. Der Auswärtssieg 4:3  bei den Sternen in Marienfelde sorgte wieder für bessere Laune. Dieser Wechsel zwischen Hoch und Tief sollte künftig vermieden werden. Ungeschlagen ist aktuell Novi Pazar, Tabellenachter mit 5 Punkten und einem Torverhältnis von 3:1. Gespielt wurde ohne den prominenten Neuzugang Ronny, auf dessen Spielberechtigung der 1. FC 95 baldigst hofft. Gut in der Berlin-Liga vertreten sind bis auf einen, die türkisch geprägten Vereine: Türkspor Tabellenplatz 7, 6 Punkte, 6:4 Toren. Bei Türkiyemspor dagegen läuft es bisher überhaupt nicht, null Punkte, 1:7 Tore. Der Name der beiden klingt nur zum Verwechseln ähnlich, miteinander tauschen wollen beide bestimmt nicht.

Auch wenn der Anfang des Spielbetriebes in den unteren Klassen verschoben ist, in der Berlin-Liga hofft man, dass es am kommenden Wochenende weiter geht.  

Christian Zschiedrich  

Eintracht Mahlsdorf behauptet sich an der Spitze der Berlin-Liga

Wie der Name es verrät, spielen in der Berlin-Liga ausschließlich Berliner Vereine. Insofern ist es richtig, von der obersten Berliner Fußball Liga zu sprechen. Sich da zu behaupten, ist mitunter gar nicht so einfach. Einige Traditionsvereine haben es nicht geschafft, wurden schon mal durchgereicht. Schauen wir eine Klasse tiefer in beiden Landesligen.

Den SC Gatow z.B. finden wir mit erst neun Punkten auf einem Abstiegsplatz, dem vorletzten. Zwei Clubs, die weit bessere Zeiten erlebten, peilen hoffnungsvoll den Aufstieg in die Berlin-Liga an. Tabellenführer in der 1.Abteilung ist der 1. FC Wilmersdorf, in der 2. Abteilung der SC Charlottenburg. Hoffnung macht sich auch im Verfolgerfeld der BFC Preussen unter Trainer Thomas Häßler.

Zurück in die Berlin-Liga, in der letzten Saison stiegen die Füchse Berlin mit Glück und Geschick nicht ab. Es hing alles am seidenen Faden. Heuer nehmen sie nach 15 Spielen Platz 9 mit 21 Punkten ein, obwohl sie am 15. Spieltag ihr Heimspiel gegen SD Croatia mit 0:1 abgaben. Auf den drei Abstiegsplätzen rangieren aktuell Türkiyemspor (16., 12 P.), Fortuna Biesdorf (17., 6 P.) und Brandenburg 03 (18., 0 P.). Al-Dersimspor (15., 13 P.) und Hilalspor (14., 15 P.) könnte es ebenso erwischen.

Oben steht Eintracht Mahlsdorf (38 P.), der unter Trainer Daniel Volbert, die Herbstmeisterschaft wird erst mit dem 17. Spieltag entschieden werden wird. Denn nur einen Punkt dahinter kämpft Sparta Lichtenberg mit um die Krone, wechselte sich an der Spitze mehrmals mit Eintracht Mahlsdorf ab. Die Mahlsdorfer hatten es zuletzt schwer, in Frohnau mit einem 1:0 drei Punkte zu entführen, während Sparta bei Berlin-United mit einem 4:0 beeindruckte. TuS Makkabi hat sich nicht aufgegeben, fertigte die Spandauer Kickers mit 5:2 ab. Der Frohnauer SC (8., 22 P.) steht mit einem Zähler unmittelbar vor den Füchsen. Der Tabellendritte mit 35 Punkten Stern 1900  kam beim Berliner SC über ein 1:1 nicht hinaus.

Der 16. Spieltag bietet ein Samstagspiel, am 7.12. 14.00 Uhr, an der Cantianstraße, der SV Empor (11.) empfängt Fortuna Biesdorf (17.). Acht Spiele werden am Sonntag, 8.12. ausgetragen. Unter anderem ab 12.45 Uhr, in der Kreuznacher Straße, die Partie von Stern 1900 gegen den Frohnauer SC. Von Interesse für den Aufstieg ist der Ausgang, des Spiels Am Rosenhag. Behauptet sich Gastgeber Eintracht Mahlsdorf, Anpfiff 14.15 Uhr, gegen den TSV Rudow und kommt Brandenburg 03 ab 16.00 Uhr im Heimspiel an der Sömmeringstraße gegen Al-Dersimspor endlich zu den ersten Punkten?

Christian Zschiedrich

Berlin-Liga: Suspendierung von Al-Dersimspor aufgehoben

In Sachen BSV Al-Dersimspor, wir berichteten ausführlich von den Vorgängen, entschied nun das Sportgericht: Die Suspendierung ist aufgehoben, die drei ausgefallenen Spiele werden nachgeholt. Der Verein spielt weiter im Meisterschaftsbetrieb des BFV, Al-Dersimspor zog im übertragenen Sinne den Kopf aus der Schlinge und ist noch einmal davongekommen.  Die Fußball-Kultur hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Al-Dersimspor ist beileibe nicht der einzige Verein in Berlin mit ausländischen Wurzeln, in den Clubs, in denen zahlenmäßig z.B. die türkischen Mitbürger das Sagen haben. Das Positive im Fall Dersimspor: Die Vereinsführung hat wohl Einsicht walten lassen.

Sind wir also auf das Vorangehen und die weitere Entwicklung gespannt. Schlimm wäre eine weitere Politisierung im Fußball. Hier verhinderten zwei Vorstandsmitglieder Schlimmeres! Das dürfte auch der Grund gewesen sein, weshalb dem Antrag von Spiel- und Schiedsrichterausschuss, die nächsten zehn Heimspiele des Vereins unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen, durch das Sportgericht nicht gefolgt wurde. Es wurden immerhin mehrere Auflagen verhängt: Fünf Ordner müssen dem Schiedsrichter vor jedem Heimspiel namentlich benannt werden, die als solche für ihn erkennbar sind.

Eine weitere Auflage sollten sich andere Vereine zu Herzen nehmen, eine Regelkunde-Schulung beim BFV. Die müssen laut Sportgerichtsurteil allle 22 auf dem Spielberichts-Formular genannten Spieler bis zum 31. März 2020 absolvieren. Das Verfahren wird neu eröffnet, wenn die Auflagen nicht erfüllt werden.

Persönliche Strafen wurden darüber hinaus ausgesprochen:   Mohammed El-Kassem (ein Spiel Sperre) Metin Sinan Aktürk (zwei Spiele), Onur Serhat Aktürk (drei Spiele), Ozan Yildiz (vier Spiele) Hüseyin Ali Kaloglu (Hauptbeschuldigter), wird gesperrt bis 31.12.2020. Er muss außerdem ein Anti-Gewalttraining absolvieren. Co. Trainer Jerome Flohr erhielt einen Verweis. Schiedsrichter Paffrath erklärte, sich auf dem Platz selbst nicht bedroht gefühlt zu haben.

Al Dersimspor erwartet am Sonntag, 20.10. 15.00 Uhr, Lilli-Henoch-Sportplatz, die Spandauer Kickers. Zur gleichen Zeit TSV Rudow – Sparta Lichtenberg (Stubenrauchstraße). Bereits am Freitag, 18.10. 19.30 Uhr, Wackersportplatz, Kienhorststraße, Füchse Berlin – Brandenburg 03. Samstag, 19.10. 14.00 Uhr, Spandauer Damm, Berlin United – SV Empor,

Sonntag, 20.10. 12.00 Uhr, Julius-Hirsch-Sportanlage, TuS Makkabi – Fortuna Biesdorf, 12.45 Uhr, Kreuznacher Straße, Stern 1900 – Eintracht Mahlsdorf,  und Poloplatz, Frohnauer SC – SD Croatia, 13.00 Uhr Hubertusallee, Berliner SC – Türkiyemspor, 14.00 Uhr, Willi-Kressmann-Stadion, Hilalspor – Berlin Türkspor. 

Christian Zschiedrich  

Nach Pokalmatches nun wieder Meisterschaftsspiele

Während der Länderspielpause brachte die 3. Hauptrunde der Landespokalspiele kaum Überraschungen. Die verbliebenen Oberligisten bekleckerten sich nicht mit Ruhm , zitterten sich aber weiter.  Im Spiel zweier Regionalligamannschaften, Viktoria 89 (Titelverteidiger) – Lichtenberg 47, besiegten die Tempelhofer den Mitkonkurrenten aus Lichtenberg  vor 354 Zuschauern durch Tore von Brand (42.), Schmidt (48.) und Gunte (88.) 3:0. Ins Achtelfinale schafften es außerdem:

VSG Altglienicke, BFC Dynamo, Berliner AK 07, Tennis Borussia, FC Hertha 03, SV Tasmania, SC Staaken, CFC Hertha 06, Sparta Lichtenberg, Türkiyemspor, SD Croatia, TuS Makkabi, Berliner SC, Stern Marienfelde und der FC Amed, weiter geht es am 16. und 17. November.

Am Mittwoch, 16.10. spielten in der Nachholbegegnung der Oberliga SC Staaken – SV Tasmania. Das Berlin-Derby endete 2:2. Damit kommt Staaken nach acht Spielen auf acht Punkte, Tasmania als Vorletzter nur auf deren Vier. Am Ende stehen zwei Berliner Vereine. Schlusslicht ist Hertha 06 mit nur zwei Punkten. Zum neunten Spieltag sprechen die angeschlagenen Clubs von Möglichkeiten des Drei-Punkte-Gewinns: Am Sonntag empfängt Hertha 06 den Tabellenachten Victoria Seelow und der SC Staaken hat Heimrecht gegen FC Strausberg (13.). Der SV Tasmmania muss nach Brandenburg gegen Süd 05 (14.).

Schauen wir nach oben: Tennis Borussia (22 P.) muss zum Tabellenvierten TSG Neustrelitz (Sonntag, 20.10. 13.30 Uhr) und bereits einen Tag zuvor, am Samstag, 19.10. heißt die Partie um 14 Uhr Ludwigsfelder FC (11.) – FC Hertha03 (2. 17 P.). Blau-Weiß 90 (10. 9 P.) hat bereits Samstag,19.10. 13 Uhr im Volkspark Mariendorf das  Vergnügen gegen den Tabellensechsten MSV Pampow.    In einem Testspiel sxchlug Blau-Weiß die U23 von Hertha BSC.

Christian Zschiedrich

Eintracht Mahlsdorf in der Englischen Woche in Torlaune

In der Berlin-Liga sind nun bereits neun Spieltage absolviert. Vereine der Spitzengruppe bleiben eng beieinander. Tabellenführer ist nach wie vor Eintracht Mahlsdorf, gefolgt von Stern 1900 und Sparta Lichtenberg. Eintracht, das Team von Trainer Daniel Volbert, hat am Doppelpunkttag natürlich beide Spiele gewonnen. 7:2 bei Brandenburg 03 und 5:1 bei Hilalspor. Über die Probleme der 03er in der Sömmeringstraße berichteten wir letzte Woche. Und Hilalspor ist noch lange nicht gefestigt und deshalb wohl äußerst schwankend (13. mit 10 P.) im Meisterschaftsbetrieb. Daniel Volbert sehe es mir nach, wenn ich von Siegen über leichtere Gegner spreche. Das hört er nicht gern. Das Wort „leichte“ Gegner stellen die meisten Trainer in Frage. Brandenburg 03 und Hilalspor sind auch die Clubs, die beide Spiele zuletzt verloren, dazu hat sich leider auch SV Empor auf Talfahrt begeben. Es gibt eine Mannschaft die beide Begegnungen gewann: Der Frohnauer SC, jetzt. 4. mit 21 Punkten. 2:1 auswärts bei den Spandauer Kickers und 4:1 in Rudow beim TSV. Alle Achtung!

Der Tabellenzweite, Stern 1900, 23 Punkte, gewann deutlich 3:0 bei Berlin United und eben 2:0 an der Cantianstraße gegen SV Empor. Sparta Lichtenberg (3. mit 22 P.) siegte 3:2 bei den Spandauer Kickers und 4:0 zu Hause in der Fischerstraße 4:0 über Türkiyemspor (12., 10 P.).TuS Makkabi (5., 20 P.) fiel etwas infolge eines Unentschieden, 1:1 bei SD Croatia, zurück, siegte aber auf der vertrauten Julius-Hirsch-Sportanlage 2:0 über SV Empor. Berlin United wird wohl sein Ziel in dieser Saison nicht erreichen können. Zu unbeständig, anscheinend fehlt doch noch Qualität. Zu Hause setzte es eine 0:3-Niederlage gegen Stern 1900, dafür wurde auswärts 3:1 bei Hilalspor gewonnen.

Über den Abstiegskampf und vor allem über die Vorkommnisse bei Al-Dersimspor haben wir in unseren Reportagen erst vor kurzem ausführlich berichtet. Daher sei es erlaubt, hier und heute nur ganz kurz zu erwähnen, Brandenburg 03, punktlos Tabellenletzter, Fortuna Biesdorf mit einem Zähler Vorletzter und Al-Dersimspor nun auch auf Abstiegsplatz Nr. 16. Die Sportgerichtsverhandlung findet am 11.Oktober statt.

Christian Zschiedrich

Englische Woche in der Berlin-Liga mit Turbulenzen

Die Arbeitsgemeinschaft der Berlin-Liga tagte nun auch unter historisch schlechtester Besucher-Resonanz. Wir nahmen natürlich auch zum Thema Dersimspor und der Suspendierung auf Zeit in unseren Berichten Stellung. Das endgültige Strafmaß wird vom Sportgericht am 11.Oktober gesprochen. Bis dahin wurde vom Berliner Fußball-Verband ein Zeichen gesetzt; ich nannte es „ein Exempel statuieren“. Das bahnte sich förmlich an, weil in der jungen Saison nahezu an jedem Wochenende Ausschreitungen, Spielabbrüche und Angriffe auf die Schiedsrichter gab.

Ein Spieler von Dersimspor rastete nach der Begegnung gegen den Frohnauer SC, 2:4, im Kabinengang gegen SR Stefan Paffrath (BSC Rehberge) aus. Dersimspor hatte vier Platzverweise nach Ansicht der Heimmannschaft nicht berechtigt zu verkraften. Der Spieler, der ausrastete, war ausgerechnet ein gestandener Berlin-Liga-Spieler und Kapitän Ali Kaloglu. So erhebt sich die Frage: Was können die U50 oder die D-Jugendspieler dafür, dass Kaloglu ausrastete und der Schiedsrichterausschuss entschied, bis zum 11.Oktober zu keinem Spiel mit Dersimspor einen Referee zu schicken.

Das kann natürlich auch Beeinträchtigungen im Saisonverlauf für gegnerische Mannschaften haben. Kai Brandt fand diese Wortwahl: Wegen der Verfehlung eines Spielers wurde der gesamte Verein in Sippenhaft genommen. Wie aber soll der Verband durchgreifen?

 Doch in der Berlin-Liga gibt es weitere existenzielle Probleme: Tabellenletzter ist Brandenburg 03. Null Punkte nach sieben Spielen und das erschreckende Torverhältnis von 6:31. Da hengt zwangläufig der Segen schief. Am Samstag gab es die 2:9-Klatsche bei Sparta Lichtenberg. In dieser Woche steht die Krisensitzung an. Vier A-Jugendspieler wurden gegen Sparta eingesetzt, weil etliche, eine unverhältnismäßig hohe Anzahl von Vorwochenspieler, 1:3 gegen Croatia, nicht ausgemustert, aus bisher noch unbekannten Gründen nicht mehr dabei waren. Sparta Lichtenberg war obendrein bärenstark.

Eintracht Mahlsdorf ist neuer Tabellenführer. Aufsteiger Fortuna Biesdorf hatte zwar noch keinen Punk nach sechs Spieltagen, trotzte ausgerechnet Stern 1900 ein 0:0 an der Kreuznacher Straße ab. Dann gab es das Duell unter Landsleuten. Türkiyemspor – Berlin Türkspor. Es endete 0:5. TuS Makkabi schlu die Füchse Berlin 3:2 und der Frohnauer SC kam gegen Hilalspor nicht über ein 1:1 hinaus. Und nun steht zum 8. und 9.Spieltag die Englische Woche an. Wir bleiben am Ball.

Christian Zschiedrich

Sparta Lichtenberg holt TuS Makkabi mit 5:1 vom Thron

An der  Tabellenspitze gab es einen gewaltigen Wechsel. Jetzt führt Stern 1900 (16 Punkte), 2:1-Gewinner bei den Spandauer Kickers. Das Team von Wolfgang Sandhowe, TuS Makkabi, verliert in ungeahnter Höhe 1:5 bei Sparta Lichtenberg, 13 Punkte Tabellenvierter. Nur einen Punkt weniger, nämlich deren 15 hat Eintracht Mahlsdorf. Das Team von Daniel Volbert, letzte Woche noch in der Kritik, holte sich beim 3:1-Auswärts-Sieg gegen Berlin Türkspor (jetzt 15.) drei Punkte vom Heckerdamm.

Allgemein gesehen gab es viele überraschende Ergebnisse: Der Frohnauer SC, siehe da, ist mit 14 Punkten Tabellendritter. 4:2 wurde bei BSV Al-Dersimspor gewonnen. Allgegenwärtig ist, wie hoch her es am Anhalter Bahnhof ging. Der Grund: Mit einigen angeblich seltsamen Entscheidungen des Referees Stefan Paffrath waren die Kreuzberger nun gar nicht einverstanden. Die Folge der Meckerei von innen und außen, ungewöhnlich vier(4) Platzverweise gegen Al-Dersimspor. Nach genau einer Stunde Gelb-Rot gegen Häberle, in der 85. Die Rote gegen Yildiz und zweimal Rot in der Nachspielzeit gegen die Gebrüder M. Aktürk und O. Aktürk. Die Emotionen kochten so hoch, dass Vorstandsmitglieder von Al-Dersimspor sich schützend vor Stefan Paffrath (BSC Rehberge) zu stellen veranlasst sahen, bis die Polizei auftauchte.  Sportdirektor Erdal Güncü sprach von „angestautem Frust“. Paffrath habe bisher in jedem Spiel zumindest einen Al-Dersimspor-Spieler mit Rot vom Platz verwiesen. Da bin ich auf die Sportgerichtsverhandlung und Strafen gespannt.

So hoch wie auch  der Frohnauer SC gewann, die Reinickendorfer Füchse verloren auswärts sogar noch mit einem Tor 2:5 höher. Es sei ein seltsames Spiel um zwei Tore zu hoch für Berlin United (nunmehr 12 Punktenach 6 Spielen) gewesen. Die Füchse stehen mit 10 Punkten jetzt auf Platz 8. Den höchsten Sieg, 5:1, fuhr der TSV Rudow auswärts bei Hilalspor . Der SD Croatia, in letzter Woche noch verteufelt, erholte sich prompt und gewann 3:1 bei Brandenburg 03. Erwähnenswert zwei deutliche Siege mit drei Toren Unterschied: Der Berliner SC gewinnt 4:1 bei Fortuna Biesdorf und SV Empor kam zu Hause mit 0:3 gegen Türkiyemspor unter die Räder. Jetzt stehen sie auf Platz 11 und 12 dicht nebeneinander.

Zum 7.Spieltag wage ich einmal eine „gekonnte“, nicht alltägliche Vorhersage: Neun Heimsiege in der Berlin-Liga!

Christian Zschiedrich

TuS Makkabi schlägt Berlin United

Ja, Fußball gespielt wird in der Berlin-Liga auch noch. Handeln wir schnell das Negative ab: Das Sportgericht tagte einmal im Falle des abgebrochenen Spiels SD Croatia – Eintracht Mahlsdorf. Croatia hoffte auf eine Neuansetzung, wurde aber trotz gegensätzlicher Aussagen mit  6:0 Toren für Mahlsdorf, einhergehend natürlich mit der 0-Punkte Niederlagenwertung bestraft. Sahin, der den Schiedsrichter ins Gesicht gefasst haben soll bekam 8 Spiele Pause aufgebrummt. Das Gericht erkannte die Meinung des Referees an. Croatia, in zurückliegenden Jahren nie straffällig geworden, legte sogar ein Video als Beweismittel vor, das keine Anerkennung fand. Mit der Niederlage am Grünen Tisch ist Croatia mit nur einem Punkt  auf den 16.Tabellenplatz gelandet, einem Abstiegsplatz. Aufsteiger Fortuna Biesdorf und Brandenburg 03 zieren mit O Punkten den 17. Und 18.Platz.

Eintracht Mahlsdorf war schließlich noch einmal dran, d.h. ihr Trainer Daniel Volbert. Sonst ein fairer Sportsmann soll beim Pokalspiel gegen Al-Dersimspor einen Spieler der gegnerischen Mannschaft mit der Faust gedroht haben, weil dieser einen Mahlsdorfer Spieler ins Gesicht geschlagen hatte. Volbert bekam dafür die Höchststrafe, 120 Euro Geldbuße. Volbert bestritt die erhobene Faust. Der Spieler sei ja auch noch weit entfernt gewesen. Half alles nichts, auch wenn der Vorwurf der erhobenen Faust im Verlaufe der Verhandlung entkräftet wurde. Und nun zum sportlichen Teil.:

TuS Makkabi behauptete mit einem 2:1-Sieg über Berlin United die Tabellenführung mit einem Zwei-Tore besserem Torverhältnis gegenüber Stern 1900, ebenfalls 13 Punkte und dem Vorhaben, in dieser Saison besonders wachsam zu sein. Gegen Türkspor wurde in der Kreuznacher Straße ein 3:1 eingefahren. Jetzt am Sonntag aber müssen die Sterne zum Brunsbüttler Damm zu den Spandauer Kickers (12.).TuS Makkabi hat es jedoch in der Fischerstraße bei Sparta Lichtenberg keineswegs leichter zu punkten. Trainer Wolfgang Sandhowe wird es schon richten.

Aus Erfahrung klug geworden sind die Nordberliner. Da schau her. Der Frohnauer SC , mit 11 Punkten Tabellenvierter und mit nur einem weniger unmittelbar dahinter auf Platz 5 die Reinickendorfer Füchse. Das sind wohl die Signale dafür, dass in dieser Saison alles viel besser als in der vergangenen werden soll. Die Füchse besiegten Hilalspor 2:1 und der Frohnauer SC sagte sich, 1:0 ist auch gewonnen und behielt die drei Punkte gegen Biesdorf am Poloplatz. Jetzt haben beide Auswärtsspiele. Frohnau gegen BSV Al-Dersimspor, Lilli-Henoch-Sportplatz und bereits am Samstag die Füchse  am Spandauer Damm gegen die aufstiegswilligen Berlin United, Tabellensiebenter mit neun Punkten.

Christian Zschiedrich