Heimerfolg zum Ende der Hauptrunde

Es war ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende steht ein Sieg: Die BR Volleys haben das letzte Spiel vor dem Playoff-Start mit 3:2 (25:23, 25:22, 23:25, 29:31, 15:11) gegen die WWK Volleys Herrsching gewonnen. Punktbester Spieler auf Berliner Seite wurde der Brasilianer Davy Moraes (24 Zähler), für Herrsching punktete David Wieczorek (18) am häufigsten. Schon am 10. März geht es weiter mit dem Playoff-Viertelfinale: Dort trifft man im Berlin-Brandenburg-Derby auf die Netzhoppers KW-Bestensee.

Der Hauptstadtclub war schon vor der Partie nicht mehr vom dritten Tabellenplatz zu verdrängen, was Coach Cedric Enard die Gelegenheit gab, in seiner Startformation kräftig zu rotieren. Die neue Konstellation um Zuspieler Pierre Pujol hatte aber zunächst Startschwierigkeiten (3:7, 6:11): „Noch nicht richtig angekommen”, lautete folgerichtig das Zwischenfazit von Experte Georg Klein im Kommentar. Das besserte sich im Anschluss (11:11), Cody Kessel und Denys Kaliberda fanden nun immer wieder gute Angriffslösungen – auch nach ungenauen Annahmen (20:18). US-Boy Kessel war es dann schließlich, der den Satzball mit Nachdruck verwandelte (25:23). Unterstützt von einer lautstarken Auswechselzone fanden die BR Volleys immer besser ins Spiel und zeigten vor allem im Block enorme Präsenz (10:7, 14:9): Am Ende sollten für diesen Durchgang sechs Blockpunkte auf dem Statistikbogen stehen. Herrsching steckte trotzdem nicht auf und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch (19:19). Ein weiterer Block durch Pierre Pujol sorgte für die Vorentscheidung (24:21), ein Aufschlagfehler der Bayern besiegelte die 2:0-Führung für den Tabellendritten (25:22).

Nun bekam Youngster Robin Baghdady seinen Einsatz, er kam für Kaliberda ins Spiel. Das änderte aber nichts daran, dass es weiter Kopf an Kopf ging, ehe sich die Gäste dank eines krachenden Blocks erstmals absetzen konnten (14:16). Auch wenn die BR Volleys den Anschluss noch einmal herstellen konnten (18:18) und alles in die Waagschale warfen: Es ging in die Verlängerung (23:25). Der vierte Tabellenplatz stand inzwischen für Herrsching fest und doch wurde schnell deutlich: Die Bayern wollten in Berlin noch Punkte holen (6:8, 13:15). Auch der eingewechselte Samuel Tuia konnte nichts daran ändern, dass es nach einer hochspannenden Schlussphase in den Tiebreak ging (29:31). Dort schraubten die Berliner an ihrem Aufschlagdruck (5:3, 10:7). Mit seinem 24. Punkt beendete schließlich Topscorer Davy Moraes die Partie und damit auch die Hauptrunde für die Berliner, die in der Abschlusstabelle den dritten Rang belegen.

Parallel entschied sich mit den 3:1-Erfolgen der Netzhoppers KW-Bestensee (vs. Giesen) und Volleyball Bisons Bühl (vs. Frankfurt) der heiße Kampf um die letzten Playoff-Plätze. Für die BR Volleys bleibt die Anreise im Viertelfinale kurz, denn die Lokalrivalen von den Netzhoppers liefen schließlich auf Rang sechs ein.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Diese Konstellation heute war nicht einfach. Einige Spieler brauchten eine Pause, andere brauchten Spielpraxis für die Playoffs. Gleichzeitig wussten wir, dass das Spiel für die Tabelle kaum noch Bedeutung haben würde. Wir haben heute ein einziges Auf und Ab gesehen, aber das Ergebnis ist nicht entscheidend. Es war gut, dass z. B. Denys und Pierre heute länger gespielt haben. Wir brauchen sie in den Playoffs. Jetzt müssen wir uns erst gut erholen und unseren Fokus dann zu 200 Prozent auf die Netzhoppers legen. Wir müssen uns für einen harten Schlagabtausch bereit machen, schließlich haben sie uns aus dem Pokal geworfen. Wir wissen, was sie können.”
Cody Kessel: „Das war ein schwieriges Spiel. Der Teamgeist und die Energie von der Bank haben uns heute sehr geholfen. Nun warten die Playoffs. Die Netzhoppers haben gezeigt, dass sie sehr gefährlich sein können. Uns kommt natürlich entgegen, dass die Anreise nicht so weit ist.“

BR Volleys Formation
Cody Kessel und Denys Kaliberda (AA) | Éder und Renan Michelucci (MB) | Pierre Pujol (Z) | Davy Moraes (D) und Adam Kowalski (L) Eingewechselt: Robin Baghdady, Samuel Tuia, Anton Brehme

Topscorer
Moraes 24 Punkte, 3 Blocks | Kessel 19 Punkte, 2 Blocks | Michelucci 13 Punkte, 4 Blocks

Nächste Spiele
10. März | POV 1 | Netzhoppers KW-Bestensee vs. BR Volleys
16. März | POV 2 | BR Volleys vs. Netzhoppers KW-Bestensee
(17. März | POV 3| BR Volleys vs. Netzhoppers KW-Bestensee)

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Eisbären siegen am Sonntagabend

Mit den Roosters aus Iserlohn stellte sich der vorletzte Gegner in heimischer Halle im Kampf um die Punkte der Nordgruppe vor. Es war das 22. Spiel der Doppelrunde. Es steht jetzt noch ein Heimspiel gegen Düsseldorf aus, am Samstag, 13. März und anschließend geht es mit den Spielen gegen die Süd-Gruppe weiter.

Die Roosters sind auf Platz 5 der Tabelle abgerutscht und brauchen dringend Punkte im Kampf um die begehrten Playoff-Plätze. Die Eisbären hatten vor dem Spiel 43 Punkte, als Spitzenreiter mit 8 Punkten Vorsprung auf die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven.

Den Eisbären gelang die frühe Führung. Bereits in der zweiten Spielminute konnte Marcel Noebels, der Top-Scorer einnetzen. Die Gäste wehrten sich und konnten in der fünften Minute ausgleichen. Es blieb bis zum Ende des ersten Drittels beim Spielstand von 1 : 1. Die Iserlohner konnten ein fast einminütiges Überzahlspiel 5 gegen 3 nicht für einen Treffer nutzen.

Iserlohn Goalie Andreas Jenike im Mittelpunkt des Geschehens © Foto: Hans-Peter Becker

Im Mittelabschnitt brachten die Eisbären einen weiteren Treffer auf das Scoreboard, während die Gäste hier leer ausgingen. Es war Zachary Boychuk der eine Vorlage von seinem Torwart bekam und sich so zu einem Solo aufmachen konnte. Gegen seinen Schuss, Schulterhöhe auf der Schlägerseite, war Andreas Jenike im Iserlohner Tor machtlos.

Im Schlussdrittel lief es zugunsten der Eisbären. In der 43. Minute ließ es Ryan McKiernan mit einem Schuss von der blauen Linie so richtig krachen und fünf Minuten später war es erneut ein Verteidiger-Tor, das das Spiel vorentschied. Simon Despres erzielte sein erstes Tor für die Eisbären. Der Weg zu einem Punktgewinn für die Gäste war jetzt sehr lang. Es blieben noch zwölf Minuten für eine Aufholjagd, die allerdings nicht mehr stattfand. Knapp vier Minuten vor dem Spielende musste Leo Pförderl wegen einer Spielverzögerung auf die Strafbank. Iserlohn Trainer nutzte das für eine Auszeit und nahm seinen Torhüter vom Eis. Mehr als der Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 4:2 sprang dabei nicht heraus. Es traf für Iserlohn Jo Whitney, der ansonsten blass blieb. In der 58. Minute machte Boychuk alles klar und traf ins leere Tor. Die Eisbären brachten drei weitere Punkte auf die Habenseite. Sie bauten ihre Tabellenführung weiter aus.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Mit dem Sieg bin ich natürlich zufrieden. Es war ein gutes, solides Spiel heute. Wir sind gut gestartet und das 1:0 kam für uns auch zur richtigen Zeit. Dann haben wir etwas zu verspielt agiert, uns nach dem Ausgleich aber auch wieder zusammengerissen. Mit der 2:1-Führung haben wir das Spiel relativ gut runtergespielt und als Mannschaft gut funktioniert.“

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin): „Das Spiel war ziemlich lange ausgeglichen. Man hat im Mitteldrittel gemerkt, dass das nächste Tor entscheidend sein kann. Ich denke auch, dass das Spiel da gewonnen wurde. Wir waren zum richtigen Zeitpunkt da und haben das wichtige Führungstorgeschossen. Danach haben wir defensiv sehr gut und kompakt gespielt. Es freut mich natürlich, auch
einmal wieder getroffen zu haben. Das Tor heute macht mich noch unberechenbarer für den Gegner.“

Ryan McKiernan (Verteidiger Eisbären Berlin): „Das Spiel war nicht ganz so deutlich, wie das Ergebnisvermuten lässt. Es war eine enge Partie, wir haben unser Spiel aber über die gesamte Spielzeit durchgezogen. Ich spiele sehr gerne mit Simon Després zusammen. Wir ergänzen uns sehr gut und ich hoffe, es geht so weiter. Ich freue mich auch für ihn, dass er sein erstes Tor für die Eisbären geschossen hat. Mit Blick auf den engen Spielplan gegen die Mannschaften aus dem Süden, sind die letzten Spiele in der Nord-Gruppe sehr wichtig, um unseren Vorsprung in der Tabelle zu vergrößern.“

DEL 24. Spieltag 07.03.2021 17:00 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 5:2 (1:1, 1:0, 3:1)

Torfolge:

1:0 – 01:45 – Noebels (Pföderl, Wissmann) – EQ
1:1 – 04:45 – Riefers (Whitney) – EQ
2:1 – 26:54 – Boychuk (Niederberger) – EQ
3:1 – 42:35 – McKiernan (Tuomie, Olver) – EQ
4:1 – 47:58 – Després (Pföderl, Reichel) – EQ

4:2 – 56:52 – Whitney (O’Connor, Bailey) – PP1
5:2 – 57:34 – Boychuk (Foucault, White) – EN

Strafen:

Eisbären Berlin: 8 (4, 2, 2) Minuten – Iserlohn Roosters: 6 (4, 2, 0) Minuten

Schiedsrichter:

Aleksi Rantala, Christopher Schadewaldt (Jonas Merten, Nikolaj Ponomarjow)

Spiel gegen Augsburg gedreht

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Kommentar Christian Zschiedrich © Foto: Sportick

Nach 80 Sekunden, Hertha hatte den langen Weg aufs Spielfeld gerade mal geschafft, hieß es durch Laszlo Benes 0:1. Ein Rückstand der Platzherren kam den Gästen planerisch zu Hilfe. Andre‘ Hahn köpfte das Leder über Deyovaisio Zeefuik und Klünter zu Benes, der die Kugel im Lauf erfolgreich volley nahm. Hertha wirkte versteinert. Zudem fehlten die Verletzten Sami Khedira (Wadenverletzung), Matheus Cunha (Oberschenkelverletzung)und Nemanja Radonjic (Adduktorenverletzung). Pal Dardai bot dafür Santiago Ascacibar, Krzysztof Piatek und John Cordoba in der Startelf auf. Fast hätte Niederlechner in Minute 38 die Führung noch ausgebaut. Sein Kopfball ging an den Pfosten.

Die ersten 45 Minuten verliefen aus Sicht der Gastgeber total enttäuschend. Ich überlegte mir, wie ich nach eventueller Niederlage wohl titeln müsste. „Hertha, nach neun Spielen wieder nicht gewonnen“, „kraftlose,  inkonsequente, blutleere und überforderte, „unausgereifte, halbherzige und einfallslose Hertha“, ich suchte nach passenden Attributen. Dem Verlauf bis dahin entnahm ich die Erkenntnis, Hertha weiß gar nicht worum es geht. Ein langweiliges, „bedeutungsloses“ Spiel!

Pal Dardai soll in der Halbzeitpause nicht laut geworden sein, brachte für Maximilian Mittelstädt den ebenfalls jungen Luca Netz und Matte’o Guendouzi für Santiago Ascacibar. Zum Siegen verdammt, der Coach muss laut oder nicht die richtigen Worte gefunden haben. Wie auch immer, Hertha zeigte im zweiten Durchgang großartige Moral und trat viel zielstrebiger und bissiger auf. In der 62. Minute setzte Piatek seinem sonst herausragend parierenden Landsmann Gikiewicz per Kopf den Ausgleich ins Nest. Das erste Tor für die Alte Dame seit drei Wochen. Die Maßflanke kam von Vladimir Darida.

Letztendlich dauerte es bis kurz vor Beendigung des Matches bis Schiedsrichter Florian Badstübner in der 89. Minute auf den Punkt zeigte. Er muss früher selbst mal Fußball gespielt haben und weiß demzufolge, dass es nur einer leichten Berührung bedarf, um einen Spieler im hohen Tempo zu Boden zu schicken. Mads Pedersen foulte Lucas Tousart. Den Kontakt gab es zweifelsfrei am Hacken. Der eingewechselte Dodi Lukebakio verwandelte den Elfmeter zum 2:1. So soll und darf es für die Berliner weitergehen. – am nächsten Samstag, 13. März in Dortmund.

Christian Zschiedrich

Warmlaufen für die Playoffs

Bereits in fünf Tagen beginnt mit den Playoffs 2021 die heißeste Phase der Saison. Bevor die BR Volleys am 10. März mit einem Auswärtsspiel starten, wartet am Samstagabend (06. Mrz um 19.00 Uhr) noch der Hauptrundenabschluss gegen die WWK Volleys Herrsching auf den Hauptstadtclub. Zwar ist das Match gegen die Bayern für die Berliner tabellarisch nicht mehr relevant, doch in den drei Parallelpartien geht es spannend zu, denn dort wird der Viertelfinalgegner für Sergey Grankin & Co ermittelt.

Bereits früh zeichnete sich in dieser Saison ab, dass das Playoff-Rennen in der Volleyball Bundesliga bis zum letzten Spieltag außergewöhnlich spannend sein wird. Nun ist mit dem 06. März der Tag der Entscheidung gekommen. Im unteren Tabellenmittelfeld streiten sich Frankfurt (6. | 28 Pkt), KW-Bestensee (7. | 26 Pkt), Bühl (8. | 25 Pkt) und Giesen (9. | 24 Pkt) um den Einzug in und die Ausgangsposition für die Endrunde. Für eines der drei letztgenannten Teams wird die Spielzeit 2020/21 am Samstagabend beendet sein, wobei es sogar zu den direkten Duellen Bühl vs. Frankfurt sowie Giesen vs. Netzhoppers kommt. Weil die BR Volleys unabhängig von den morgigen Ergebnissen als Drittplatzierter in die Playoffs gehen werden, blickt man mit einem Auge auch in die anderen Arenen, wenn alle Spiele zeitgleich um 19.00 Uhr angepfiffen werden. Das Team, das als Sechster über die Ziellinie schreitet – es könnte mit aktuell 31 Pkt auch noch Lüneburg sein – treffen die Berliner schon vier Tage später.

Während es im Kampf um die letzten Playoff-Startplätze also kaum dramatischer zugehen könnte, hat sich der Kontrahent aus Herrsching mit fünf Siegen aus den letzten sechs Spieltagen bereits in sichere Fahrwasser gebracht (34 Pkt). Die Mannschaft des zurzeit dienstältesten Trainers der Volleyball Bundesliga, Maximilian Hauser, hat vor dem Abschluss der Hauptrunde beste Chancen, Rang vier zu erreichen. Es wäre die bisher beste Platzierung des selbsternannten „Geilsten Clubs der Welt“ und zugleich würde das erstmals den Heimvorteil im Viertelfinale für die Männer vom Ammersee bedeuten.

Nachdem die BR Volleys am Donnerstagabend, 4. Mrz. gegen Itas Trentino mit einem 0:3 aus der Champions League ausgeschieden sind, will die Mannschaft von Trainer Cedric Enard nun zuhause gegen Herrsching wichtiges Selbstvertrauen für die Playoffs sammeln. Weil man nur 48 Stunden nach dem Match in Norditalien schon wieder auf den Court muss, stellt Enard das Prinzip „Rotation“ in Aussicht: „Einige, die zuletzt wenig gespielt haben, werden ihre Chance bekommen und gleichzeitig werden wir anderen eine Pause verschaffen. Nach dem enttäuschenden dritten Satz in Trento sollte jeder, der die Chance erhält, auch motiviert sein, es besser zu machen“, kündigt der Coach eine gezielte Belastungssteuerung an, denn der enge Terminkalender wird die BR Volleys in den kommenden Tagen enorm fordern. Kommt es nämlich in der „best-of-three“ Serie des Playoff-Viertelfinals nach den ersten beiden Duellen (am 10. Mrz auswärts und 16. Mrz zuhause) zu einem Entscheidungsspiel, würde dieses direkt am Folgetag stattfinden (17. Mrz zuhause). Doch zunächst einmal wird dafür am Samstag der Gegner ermittelt.


Experte für die Live-Übertragung auf sporttotal.tv ist dieses Mal wieder Georg Klein. Arenasprecher Karsten Holland und der ehemalige Berliner Mittelblocker werden ab 18.30 Uhr auf das Match einstimmen, bis dann Kommentator Peter Große gemeinsam mit Klein das Spiel begleiten wird. Fragen an die Beiden können, wie gewohnt, über den BR Volleys App-Chat gestellt werden.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Eisbären gewinnen Top-Spiel

Eisbären gewinnen in Bremerhaven Berlin das Top-Spiel der Gruppe Nord am 23. Spieltag der PENNY DEL Saison 2020/21 bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 5:1. Durch diesen Sieg verbessern die Eisbären ihren Punkteschnitt auf 2,05 und bleiben weiterhin Tabellenführer der Nord-Gruppe.

Im ersten Spielabschnitt gingen die Berliner durch Treffer von Leo Pföderl (10.) und Matt White (13./PP1) mit 2:0 in Führung. Die Berliner erhöhten im Mitteldrittel innerhalb von 140 Sekunden durch Tore von Sebastian Streu (22.), Haakon Hänelt (23.) und Zach Boychuk (25.) auf 5:0. Nachdem Bremerhaven in der 25. Spielminute den Torhüter wechselte, konnte Hilbrich (40.) kurz vor der Pause für Bremerhaven noch auf 1:5 verkürzen. Im Schlussabschnitt fiel dann kein weiterer Treffer. Für Eisbären-Stürmer Haakon Hänelt war es der Premieren-Treffer in der PENNY DEL. Nino Kinders Vorlage zu diesem Tor war zudem auch der erste Assist des jungen Stürmers in Deutschlands höchster Spielklasse.

Die Eisbären Berlin bestreiten bereits am Sonntag, den 7. März 2021 ihr nächstes Ligaspiel. Die Iserlohn Roosters sind zu Gast in der Mercedes-Benz Arena, Spielbeginn ist um 17:00 Uhr.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): Das war ein herausragender Sieg. Wir waren von Beginn an da und haben sehr gut gespielt. Man sah, dass die Mannschaft den Kampf angenommen und Spaß am Spiel hatte. Unser jungen Spieler haben super gespielt und man hat gesehen, wie wichtig es ist, Tiefe im Kader zu haben. Es war ein Erfolg der gesamten Mannschaft, jeder hat hart gespielt. Wie in den letzten Partien haben wir gut gespielt, aber heute sind wir mehr vors Tor gegangen und haben viele Schüsse abgegeben. Ich freue mich über Haakon Hänelts erstes DEL-Tor und Sebastian Streu’s ersten Saisontreffer.

Sebastian Streu (Stürmer Eisbären Berlin): Wir hatten mit Bremerhaven noch eine Rechnung offen und haben heute unsere Qualitäten gezeigt. Das Drehbuch zu meinem Tor hier in der alten Heimat hätte nicht besser sein können. Auch, dass Parker Tuomie den Treffer vorbereitet hat. Es freut mich,dass ich meine Chance nutzen konnte. Das Zusammenspiel mit Parker Tuomie und Mark Olver funktioniert sehr gut. Gratulation auch an Haakon Hänelt zum ersten Tor und Nino Kinder zum ersten ersten Assist in der PENNY DEL.

Haakon Hänelt (Stürmer Eisbären Berlin):Das war eine starke Teamleistung. Auch nach dem Gegentor haben wir nicht nachgelassen. Das erste DEL-Tor erzielt zu haben, ist sehr befreiend. Ich hatte schon viele Chancen und jetzt hat es endlich geklappt.

Endergebnis:

Fischtown Pinguins Bremerhaven – Eisbären Berlin 1:5 (0:2, 1:3, 0:0)

Aufstellungen:

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Pöpperle (ab 25. Maxwell) Krogsgaard, S. Dietz; Eminger, Moore (C); Fortunus (A), Alber, Verlic, Jeglic, Urbas; Andersen, Friesen, McGinn; Reisnecker, McMillan, Uher; Stowasser, Gläser, Hilbrich Trainer: Thomas Popiesch

Eisbären Berlin: Ancicka (Niederberger) Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C);McKiernan, Despres; Mik, Pföderl, Reichel, Noebels; Foucault; Boychuk, White; Tuomie, Streu, Olver; Kinder,Hänelt Trainer: Serge Aubin

Quelle: EHC Eisbären Berlin

BR Volleys – Aus im Champions-League Viertelfinale

Wie schon im Hinspiel boten die BR Volleys Itas Trentino zwei Sätze beherzt Paroli, doch erneut fehlten Kleinigkeiten, um den Drittplatzierten der italienischen Superliga entscheidend in Bedrängnis zu bringen. Nach zwei Durchgängen mussten die Berliner am Donnerstagabend die Segel in der CEV Champions League streichen und unterlagen in der BLM Group Arena von Trento schließlich mit 0:3 (22:25, 21:25, 14:25).

Beide Mannschaften begegneten sich in unveränderter Startformation zum Hinspiel und die BR Volleys fanden sehr gut in dieses Auswärtsspiel. Sergey Grankin etablierte konsequent das schnelle Spiel über die Mitte und Fehler unterliefen den Berlinern nur am Aufschlag (3:3, 8:8). Nach gutem Service von Samuel Tuia erschmetterte Timothée Carle die erste Führung (12:11). Es war ein Auftaktsatz auf Augenhöhe (19:17, 21:23), in dem die Hauptstädter letztlich ihre Breakchancen nicht konsequent genug nutzten. Natürlich war es der schon im Hinspiel überragende Nimir Abdel-Aziz, der den ersten Satzball für die Italiener verwertete, nachdem dieser aufgrund eines nicht aufzuklärenden Drückduells zwischen Carle und Giannelli wiederholt wurde (22:25).

Auch in Satz zwei hielten die BR Volleys die Annahme stabil und zwangen nach einem Block von Tuia gegen Lucarelli Trentino zur Auszeit (11:8). Davon ließen sich die Gastgeber aber erneut nicht aus der Ruhe bringen und fingen den zehnmaligen Deutschen Meister pünktlich zur Crunchtime wieder ab (15:15, 20:20). Als Julian Zenger einen “Dankeball“ ins eigene Feld tropfen ließ (20:22) und wenig später mit der „Pancake-Abwehr“ deutlich unter dem Ball war, die BR Volleys aber keine Video-Challenge mehr zur Verfügung hatten, nahmen die Dinge ihren Lauf. Trentino setzte sich entscheidend ab (21:24) und wieder war es Topscorer (12 Punkte) und MVP Abdel-Aziz, der den zweiten Satz beendete (21:25). Durch das 1:3 im Hinspiel war damit der Halbfinaleinzug für Trentino perfekt. Im Anschluss wechselten beide Trainer nahezu komplett durch. Die Luft war deutlich raus aus der Begegnung, doch die zweite Formation von Trentino zeigte sich motivierter. Die BR Volleys hatten nun in veränderter Besetzung große Probleme in der Annahme (1:5, 10:16, 14:22) und den letzten Ball des Abends setzte Cody Kessel ins Aus (14:25).

Stimmen zum Spiel
Éder: „Es war zwei Sätze lang ein gutes Spiel von beiden Seiten. Wir haben im Vergleich zum Hinspiel etwas zu viele Fehler am Aufschlag gemacht. Bei uns hat das letzte Quäntchen gefehlt, deshalb hat sich Trentino den Platz im Halbfinale verdient.“
Samuel Tuia: „Wir wussten, dass es heute wieder auf die Details ankommen wird. Aber diese haben wir eben nicht so umgesetzt, wie wir es gebraucht hätten. Genau diese Details machen allerdings den Unterschied auf diesem Niveau aus, wenn es um ein Halbfinale in der Champions League geht. Wir hatten mehrfach gute Chancen, um davonzuziehen, stattdessen haben wir mir kleinen Fehlern den psychologischen Vorteil abgegeben und Trentino aufgebaut. Das ist uns in den beiden ersten Sätzen so passiert und damit können wir ihnen nur zum Weiterkommen gratulieren und uns jetzt auf die Bundesliga konzentrieren.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Pierre Pujol, Denys Kaliberda, Kévin Le Roux, Renan Michelucci, Davy Moraes

Topscorer
Patch 8 Punkte | Tuia 7 Punkte, 71 % Angriffsquote | Éder 7 Punkte, 100 % Angriffsquote

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Sieg um 14 Sekunden verpasst

Wasserfreunde Spandau – Olympiacos Piraeus 8:8 – 2:3,3:0,2:4,1:1 –

Wasserball-Rekordmeister Spandau 04 hat sich beim zweiten „Blasen“-Turnier der Champions League-Hauptrundengruppe A in Ostia im vierten Match binnen vier Tagen am Donnerstagabend gegen Olympiacos Piräus mit einer erneut starken Leistung verabschiedet. Das 8:8 (2:3,3:0,2:4,1:1) gegen den CL-Gewinner und Finalisten von 2018 und 2019 war hochverdient. Erst 14 Sekunden vor dem Abpfiff erzielten die Griechen den Ausgleich. Spandau kann damit beim zweiten A-Gruppen-Turnier gegen die erstklassige Konkurrenz eine sehr gute Bilanz von einem Sieg (12:6 gegen Ortigia), zwei Remis (7:7 gegen Marseille und 8:8 gegen Piräus) und eine knappe Niederlage gegen 2016-CL-Gewinner Jug Dubrovnik (10:12) aufweisen. „Das hat uns wohl kaum jemand vor dem Turnier zugetraut. Es war ein wichtiges Erlebnis für das eigene Selbstgefühl. Wir können also doch noch Wasserball spielen, kommentierte Trainer Petar Kovacevic.

In der Tabelle der Gruppe bleibt Spandau mit sieben Punkten zwar gleichauf mit CN Marseille Fünfter von sechs Teams, hat aber den Dritten Piräus (10) vor dem abschließenden Turnier im April wiederum in Ostia (Spieltage 8 bis 10) im Blick. Danach ziehen die Top 4 des Sextetts ins Final 8 Anfang Juni in Hannover. Die Partie gegen Piräus verlief wechselhaft, aber mit zunehmender Spielzeit hatten die Berliner mehr und mehr das Momentum auf ihrer Seite. Olympiacos führte zu Beginn 2:0, doch Spandau glich aus und drehte das Match bis zur Pause auf 5:3. Zu Beginn das dritten Viertels gelang Denis Strelezkij sogar das 6:3, doch dann folgte ein 4:0-Lauf der Griechen zum 7:6 kurz vor Ende des dritten Abschnitts. Der vierfache Spandau-Torschütze Nikola Dedovic glich zum 7:7 aus.

Im Schlußviertel gelang Lucas Gielen vier Minuten vor Ultimo das 8:7, doch der US-Amerikaner Hannes Peter Daube in Diensten von Piräus verhinderte 14 Sekunden vor dem Ende den Spandauer Sieg. „Schade, ein Erfolg wäre ein schöner Schlußpunkt für unsere Auftritte gewesen, bei denen wir uns fast von Spiel zu Spiel gesteigert haben. Das macht Mut“, blickte Petar Kovacevic voraus.

Champions League 2020/2021 Turnier 2, Gruppe A

Ergebnisse Wasserfreunde Spandau 04

03.03.2021 Wasserfreunde Spandau – Jug Dubrovnik 10:12 – 3:3,2:3,2:3,3:3

02.03.2021 Wasserfreunde Spandau – CC Ortigia 12:64:2,4:1,2:3,2:0

01.03.2021 Wasserfreunde Spandau – CN Marseille 7:7

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Overtime Sieg für die Bären aus Wolfsburg

In der diesjährigen Eishockeysaison wird an jedem Wochentag Eishockey gespielt. Da ja keine Konzerte stattfinden können, gehört die MB-Arena ganz dem Sport. So spielten am Montagabend, am 1. März die Eisbären gegen die Grizzlys aus Wolfsburg. Leider wieder ohne Zuschauer, nur vor einer kleinen Journalistenschar und die halfen vielleicht mit, dass zukünftig wieder ein paar Fans in die Halle dürfen. Alle Rund um das Spiel Beteiligten wurden probehalber mit einem Abstandswarner ausgerüstet. Wenn es geholfen hat, es wäre schön !

Das Spiel bot im Anfangsdrittel gutes Eishockey. Es fehlten nur die Tore. Inzwischen stehen einige Verletzte bei den Eisbären auf der Liste. Bei den Eisbären feierte Simon Despres seinen Einstand und spielte mit Ryan McKiernan in der ersten Verteidigungsreihe, zusammen mit Youngster Haakon Hänelt, der in der ersten Sturmreihe zu Einsatz kam. Sicherlich eine Maßnahme aufgrund der eingangs erwähnten Verletzten. Das Auslassen der Torchancen im 1. Drittel sollte sich rächen. Im Mittelabschnitt schlugen die Grizzlys zu. In der 23. Minute durch Anthony Rech und gleich mit der ersten Überzahl erhöhten die Gäste vom Mittelland-Kanal auf 2:0, der Torschütze war Gerrit Festerling. Das waren Wirkungstreffer. Es dauerte bis zur 38. Minute, da nutzten die Eisbären ihre erste Überzahl für den Anschlusstreffer.

Simon Després – sein erstes Spiel für die Eisbären © Foto Hans-Peter Becker

In der 44. Minute gelang den Eisbären der Ausgleich. Jonas Müller konnte abstauben und einen zunächst abgewehrten Puck ins Tor befördern, nach dem Motto, aus dem Hintergrund müsste Müller schießen. Sie hatten sich zurückgekämpft. Für einen Siegtreffer in der regulären Spielzeit reichte es nicht mehr.

In der Overtime nahmen die Eisbären eine Auszeit. Der Grund war eine Strafe für die Grizzlys und da sieht die Regel vor, dass mit vier gegen drei weitergespielt wird. Der Strafen in der Overtime waren noch nicht genug. Die Unparteiischen stellten noch je einen Spieler pro Mannschaft vom Eis. Es wurde handgreiflich. Das glückliche und emotionale Ende hatten die Grizzlys für sich. Marcel Noebels vertändelte den Puck und Pekka Jormakka, einer der Sünder in der Overtime, ging allein auf Mathias Niederberger zu und entschied das Spiel. Gegen seinen platzierten Flachschuss hatte der Goalie keine Chance.

Die Eisbären reisen am Donnerstag, 4. März nach Bremerhaven und spielen am Sonntag darauf in der heimischen Arena gegen die Iserlohn Roosters.

Hans-Peter Becker

Stimmen:

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Mit dem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden, aber unser Einsatz hat mir gefallen. Im ersten Drittel hatten wir gute Chancen, konnten daraus aber leider kein Kapital schlagen. Im Mitteldrittel wurde Wolfsburg deutlich stärker und konnte mit zwei Toren in Führung gehen. Mit ihrer starken Verteidigung haben sie uns das Leben schwergemacht. Unser Powerplay hat uns dann zurück ins Spiel gebracht, sodass wir uns im Schlussabschnitt auch deutlich mehr Chancen erarbeiten konnten. Chet Pickard hat heute wieder sehr gut gehalten. In der Verlängerung konnten wir unser Powerplay leider nicht nutzen. Aber auch aus diesem Spiel können wir einiges Positives mitnehmen.“

Simon Després (Verteidiger Eisbären Berlin): „Die Mannschaft hat ihren Charakter gezeigt, als wir uns nach dem 0:2-Rückstand wieder zurückgekämpft haben. Wir hatten auch noch Chancen, das Spiel zu gewinnen, aber Respekt an Wolfsburgs Torhüter. Er hat sehr gut gespielt heute und einige großartige Paraden gezeigt. Trotz der Niederlage habe ich aber viele gute Dinge gesehen, darauf müssen wir aufbauen. Wir sind eine gefährliche Mannschaft und ich bin stolz, ein Teil von ihr zu sein. Ich habe mich sehr gut gefühlt. Vielen Dank an meine Teamkollegen, sie haben super gespielt und es mir so leichtgemacht.“

Jonas Müller (Verteidiger Eisbären Berlin): „Schade, dass wir verloren haben. Wir haben auch heute wieder gute Chancen raus gespielt und auch im Powerplay konnten wir wieder treffen. Es ist ärgerlich, dass wir in der Verlängerung keinen Treffer erzielen konnten. Im Großen und Ganzen haben wir ganz gut gespielt und wir haben nicht besonders viele Chancen zugelassen. Auch bei Rückständen sind wir in der Lage, uns ins Spiel zurückzukämpfen. Wir müssen jetzt daran arbeiten, dass wir die Spiele dann auch noch gewinnen.“

DEL

22. Spieltag 01.03.2021 20:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 2:3 OT (0:0/1:2/1:0/0:1)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – McKiernan, Després; Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C); Mik – White, Boychuk, Hänelt; Foucault, Olver, Tuomie; Pföderl, Reichel, Noebels; Dietz, Streu, Kinder – Trainer: Serge Aubin

Grizzlys Wolfsburg: Pickard (Strahlmeier) – Likens, Melchiori; Bittner, Button; Bruggisser, Möser; Adam – Machacek, Festerling, Fauser; Hungerecker, Nijenhuis, Busch; Görtz, Järvinen, Furchner (C); Jormakka, Olimb, Rech – Trainer: Pat Cortina

Torfolge:

0:1 – 22:14 – Rech (Jormakka, Olimb) – EQ
0:2 – 28:01 – Festerling (Melchiori, Rech) – PP1
1:2 – 37:17 – Boychuk (Reichel, Noebels) – PP1
2:2 – 43:37 – Müller (Pföderl, Reichel) – EQ
2:3 – 64:12 – Jormakka -EQ

Strafen:

Eisbären Berlin: 4 (0, 2, 0, 2) Minuten –
Grizzlys Wolfsburg: 10 (0, 4, 2, 4) Minuten

Schiedsrichter:

Aleksi Rantala, Christopher Schadewaldt (Wayne Gerth, Jonas Merten)

Wasserfreunde – vier Spiele in vier Tagen

In den vergangenen Wochen war Wasserball in den Medien so präsent wie seit Jahren nicht. Deutschlands Nationalteam versuchte beim Qualifikationsturnier in Rotterdam, eines der drei dort ausgespielten Tickets für die Olympischen Spiele in Tokio in diesem Sommer zu ergattern. Leider scheiterte das Team mit fünf Vorrunden-Niederlagen in fünf Spielen und dem Platz 11 unter elf Teilnehmern. Daran beteiligt war auch ein halbes Dutzend Spieler der Wasserfreunde Spandau 04. Nach 2000, 2012 und 2016 nimmt das DSV-Nationalteam nun bereits zum vierten Mal in diesem Jahrtausend nicht an der Olympiade teil.

Das Team von Spandau 04 geht nun neue Ziele an: Ab dem 1. März nimmt das Team am zweiten „Blasen“-Turnier der Champions-League-Hauptrundengruppe A im italienischen Ostia mit vier Spielen an vier Tagen teil. Die Gegner dort sind laut Manager Peter Röhle „hammerstark! Auch die Teams wie Marseille und Ortigia, die noch nicht den ganz großen Namen haben, sind eminent stark besetzt“. Und Peter Röhle wiederholt, was er schon vor dem ersten Turnier Mitte Dezember gesagt hatte: „Das Wichtigste ist, dass wir zeigen, dass es uns noch gibt!“

Während des ersten „Bubble“-Turniers in Ostia mussten die Berliner drei Niederlagen hinnehmen: gegen Jug Dubrovnik (7:13), gegen Olympiacos Piräus (9:13) und gegen Pro Recco Genua (6:19). So wird mit Sicherheit auch dieses Turnier ein sportlicher Härtetest.

Spandau geht auch ins zweite Hauptrunden-Turnier als klarer Außenseiter, will aber zumindest in den beiden Auftaktpartien gegen Marseille und Italiens Aufsteiger Ortigia energisch dagegenhalten und seine Chance nutzen. Die Berliner können bis auf den erkrankten Franzosen Remi Saudadier und den montenegrinischen Nationalspieler Stefan Pjesivac (Trainingsrückstand) ihr bestes Team aufbieten.

Anschließend steht im April (19. – 22.4.21) ebenfalls in Ostia das dritte Turnier der Hauptrunde mit Partien gegen Genua, Marseille und Ortigia auf dem Programm. Nach dem coronabedingt modifizierten CL-Modus treffen in beiden Hauptrundengruppen alle Teams zweimal aufeinander (einmal quasi als Gastgeber, einmal als Gast) und ermitteln die vier Besten für das Final 8 Anfang Juni in Hannover.

Fortsetzung der Champions League

Vier Spiele in vier Tagen Hauptrunde das 2. von drei Turnieren der Gruppe A in Ostia, Italien, mit folgenden Spielen:

1.3.21, 15:15 Uhr: Spandau 04 – CN Marseille

2.3.21, 15:15 Uhr: Spandau 04 – CC Ortigia/Italien

3.3.21, 17:45 Uhr: Spandau 04 – Jug Dubrovnik

4.3.21, 17:45 Uhr: Spandau 04 – Olympiacos Piräus

Spielort: Centro Federale Ostia Via delle Quinqueremi 100, 00122 Roma

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04

Ein glücklicher Punkt für die Eisernen und wieder nichts für Hertha

Am Samstag, 27. Februar 2021 verließen die Hertha-Profis mit einer 0:2 Niederlage den Rasen in Wolfsburg. Der VfL war seit 2015 so etwas wie ein Auswärts-Lieblingsgegner. Ein Punkt war immer drin, die letzte Niederlage datierte vom 19. September 2015. Es war der 9. Spieltag der Saison 2015/16, Hertha verlor nach zwei Treffern von Bas Dost mit 0:2 und der Trainer der Hertha hieß Pal Dardai. Eine Überschrift hieß damals „Hertha im Pech“ und genau das wiederholte sich knapp fünfeinhalb Jahre später. Hertha spielte so gut wie es gerade können und Wolfsburg schoss die Tore, wieder genau zwei. Das erste war ein Eigentor, sieht immer blöd aus. Einer der schnellsten Innenverteidiger der Liga, Lucas Klünter kam zu spät oder zu früh, egal Ridle Baku konnte flanken und das unbedrängt, da war es passiert. Wolfsburg hatte bis dahin, immerhin waren bereits 37 Minuten gespielt, nicht einmal auf das Hertha Tor geschossen. Der Fußballphilosoph kann da nur sagen, „haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“. Hertha traf nicht und kassierte folgerichtig einen weiteren Treffer in der 89. Minute. Deckel darauf und Pal Dardai musste, wie 2015, dem gegnerischen Trainer zum Sieg gratulieren. Abstiegskampf ist jetzt angesagt, mit Kratzen und Beißen, 11 Drecksäcke müsst ihr sein. Geht das mit diesem Kader oder beantragen Dardai und „Zecke“ Neuendorf eine Spielgenehmigung für sich. Spaß beiseite, jetzt kommt ein Gegner auf Abstiegskandidaten-Augenhöhe, gegen Augsburg wird ein Dreier fast zur Pflicht.

Es wird immer enger und dazu kommt Verletzungspech. Da zieht eine düstere Vorahnung auf am Horizont. Ausgerechnet zusammen mit Schalke 04 könnte man absteigen aus der Bundesliga, das Höchste der Höchststrafen für den Hertha-Fan. Würden die Königsblauen nicht gerade die Schlagzeilen beherrschen, wäre wohl die „Alte Dame“ am Pranger. Da wurden bis jetzt mal so richtig ein paar Millionen verknallt.

Bei Eisernen gab es nicht zu verknallen. Da wird solide Hausmannskost gekonnt und manchmal glücklich zu Punkten verarbeitet. Gegen die TSG Hoffenheim reichte es zu einem Punkt, mehr war diesmal nicht drin. Nach einer guten Anfangsphase kam nicht mehr. Max Kruse verwandelte einen Strafstoß und mehr war nicht. Die Eisernen gewannen nicht ein Mal die Laufwertung und profitierten von der Abschlussschwäche der Hoffenheimer. In der Tabelle haben sie jetzt 16 Punkte Vorsprung vor dem Ortsrivalen. Die Fußballnostalgiker wird das freuen.

Hans-Peter Becker