Vor dem 33. Spieltag führten die Füchse Berlin die Tabelle der Berlin-Liga souverän mit 75 Punkten an und stehen als Aufsteiger in die Oberliga fest. Daran konnten nachträglich aberkannte Punkte nichts ändern.
Irritationen gab es, was den Einsatz gesperrter Spieler betraf. Das Problem beschrieb Frank Arlinghaus auf FuPa Berlin: „Im Spielbetrieb des Berliner Fußballverbandes zählen gelbe Karten aus Pokal- und Ligawettbewerben zusammen. Sprich: Wer sich beispielsweise unmittelbar vor einem Pokalspiel im Ligaspiel eine Gelbsperre einhandelt, muss diese im Pokalspiel absitzen. Andersrum genauso. Da der BFV hier anders als andere Landesverbände handelt, lassen sich die gelben Karten im System aber nicht richtig anzeigen. Dort werden Pokal und Liga klar getrennt. Den Überblick zu behalten, welcher Spieler wann wirklich gelbgesperrt ist, ist entsprechend umständlich. Und führte mehrfach zu Fehlern.“

Sechs Spiele wurden neu gewertet:
Türkspor – Empor | neue Wertung 0:2
Frohnau – Südwest | neue Wertung 0:2
Rudow – Türkspor | neue Wertung 0:2
Füchse – BW90 | neue Wertung 0:2
SpaKi – Staaken | neue Wertung 2:0
Berliner SC – Altglienicke II | 2:0
Während am Freiheitsweg im Norden Berlins nach Lage der Dinge in der kommenden Saison Oberliga-Fußball gespielt werden wird, hat der Frohnauer SC ganz andere Sorgen. Ebenfalls im Norden beheimatet wird am Poloplatz um den Klassenerhalt gebangt. Selbst der Relegationsplatz schien noch in Gefahr zu geraten. Erleichterung nach dem 33. Spieltag, das Auswärtsspiel bei Stern 1900 wurde mit 4:1 gewonnen. Drei wichtige Punkte waren auf dem Konto. Wie die Übersicht zeigt, wurde auch ein Spiel des Frohnauer SC mit 0:2 gewertet. Am letzten Spieltag empfängt die Mannschaft von Trainer Olaf Jahn den SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf. Für die Frohnauer geht dabei um alles, während Blau-Weiß mit aktuell 42 Punkten bereits gerettet ist.
Im Lager der Frohnauer stellen sie sich die Frage, wie konnten wir so in die Bredouille kommen. Am 28. Spieltag wurde mit 0:1 im Heimspiel gegen Fortuna Biesdorf verloren und eine Woche später wurde die Mannschaft mit einer 0:7 Schlappe von Altglienicke II wieder nach Hause geschickt. Das war desolat und Trainer Marvin Hinz verstand die Welt nicht mehr. In der Hinrunde wurden 22 Punkte geholt und Platz 10 in der Tabelle erobert. Der Vorstand reagierte und wechselte den Trainer. Olaf Jahn übernahm die Geschicke auf der Trainerbank. Das hatte Wirkung auf die Mannschaft. Sie gewann auswärts mit 4:0 bei den Spandauer Kickers. Und es folgte ein 1:1 beim TSV Rudow. Immerhin konnte der direkte Abstieg wohl vermieden werden.
An den beiden letzten Spieltagen muss auch der Rechenschieber bemüht werden. Lediglich der Steglitzer SC Stern 1900 kann sich nicht mehr retten. Für Polar Pinguin sieht es gleichfalls nicht günstig aus. Nach Punkten könnten sie sich auf den Relegationsplatz hocharbeiten, allerdings müssten sie, zwei siegreiche Spiele vorausgesetzt, ein Torverhältnis von minus 27 ins Positive drehen, ein wohl hoffnungsloses Unterfangen. Der Frohnauer SC hat eine negative Tordifferenz von minus 12.
Wenn es um den möglichen Relegationsplatz geht, richten sich die Blicke aus dem Norden vor allem auf den Süden. Die VSG Altglienicke könnte als momentaner Tabellensechzehnter noch vorbeiziehen. Sie haben mit nur einem Punkt Rückstand auf den SCF, ein Spiel weniger ausgetragen und ein besseres Torverhältnis (-5).
Christian Zschiedrich




