Dauer-Finalteilnehmer BFC Dynamo ist draußen
Der sich im Landespokal scheinbar immer weiter drehende Dynamo wurde diesmal im Mommsenstadion gebremst. Abonnement-Finalist BFC Dynamo musste sich im Entscheidungsschießen Oberligist Tennis Borussia vor 1500 Besuchern 6:7 geschlagen geben. Marlon Kolobaric von TeBe hatte erst eine Viertelstunde vor dem Ende durch Elfmeter zum 1:1 ausgleichen können. Der umjubelte Schütze beim letzten Strafstoß (nach torloser Verlängerung) für die „Veilchen“ war der eingewechselte Antonio Lubaki. Diese dritte Runde war ein Festtag für die in den letzten Wochen mit anderen wenig sportlichen Themen beschäftigten Anhänger der Borussen. Weniger erfreulich ging aus Sicht der Gastgeber ein anderes Elfmeterschießen aus: In der Partie zweier Regionalligisten setzte sich die höher gehandelte VSG Altglienicke mit 4:3 beim SV Tasmania durch. Die beiden Tore der regulären Spielzeit waren erst in den letzten 15 Minuten vor Abpfiff gefallen. Routinier Philip Türpitz sorgte für den entscheidenden Treffer des letztjährigen Cupsiegers. Bereits am Samstag fielen die Treffer in Marienfelde schon in Hälfte eins. Dem BFC Preussen reichten an der Dorfkirche zwei Tore zum Weiterkommen. Ebenfalls nicht am Sonntag waren Viktoria und Blau-Weiß 90 aus der Berlin-Liga dran: Der einstige Bundesligist gewann bei einer neu zusammengestellten jungen Elf der Himmelblauen aus Lichterfelde am Sonnabend mit 2:1.
Türkiyemspor kickt Oberligist Füchse aus dem Pokal

Unter den Oberligisten machten es sich vier verbliebene Vertreter nicht leicht: Sparta Lichtenberg musste beim 4:2-Sieg auswärts bei Türkspor erst einen 0:2-Pausen-Rückstand in Hälfte zwei aufholen. Bei Viktoria Friedrichshain setzte sich der Berliner AK nur mit 3:2 durch. Hertha 03 machte den Deckel nach 1:0-Halbzeit-Führung erst zwanzig Minuten vor Abpfiff drauf. In Friedrichshain hielt der Bezirksligist VfB Berlin lange mit. Nicht mitgehalten haben unter den Oberliga-Teams die Füchse. Der Aufsteiger ließ gegen die einstige Größe und jetzigen Landesligisten Türkiyemspor echten Siegeswillen vermissen. Mit zu wenigen Torabschlüssen und einer laut Trainer Sanel Begzadic nicht ausreichenden Einstellung Einzelner war in dieser dritten Runde Schluss. Das 1:0 (25.) durch Oguzhan Codura blieb im Willi-Kressmann-Stadion der Treffer des Tages. Ein schöner Erfolg für die Truppe von Trainer Ali Yilderim, der erst vier Jahre in Deutschland lebt. Zuvor war er in der Türkei als Spieler in der 2. Und 3. Liga aktiv. Eintracht Mahlsdorf musste sich derweil gegen Berolina Stralau quälen: Ein Treffer in der 80. Minute durch Erik Timper sicherte aber den Einzug in die nächste Runde
Delay Sports souverän im Achtelfinale

Der frühe Vogel pickt den Wurm. So heißt es nicht nur in der Sprache der Sonntags-Spaziergänger. Halbzehn als Zeit des Anpfiffs ist außerhalb der Jugendabteilungen auch nicht alltäglich. Doch Überflieger und Influencer-Klub Delay Sports machte es im Volkspark Wilmersdorf möglich. Um kurz nach zehn stand es bereits 3:0 gegen Berlin-Ligist Spandauer Kickers. Vierfacher Torschütze – mit einem echten Hattrick zu Beginn – war beim 5:2-Sieg Zulu Ernst. Der früher bei Hertha 03 aktive Stürmer blieb stets engagiert, sorgte mit seinem letzten Treffer kurz vor Abpfiff für den endgültigen K.O. der Spandauer. Für deren Zwischenhoch war Kapitän Okan Tastan mit zwei Treffern verantwortlich. BFV-Vizepräsident Joachim Gärtner wollte nach Abpfiff den diesmal gehandicapten Sidney Friede vom Landesligisten als „Losfee“ für die nächste Auslosung gewinnen. Der ist an diesem Termin aber verhindert. Es bleibt auch so spannend, wohin der Weg des aufstrebenden Klubs in dieser Spielzeit noch führt.

Weitere Entscheidungen, die erst durch Elfmeterschießen erfolgten: VfB Hermsdorf (Landesliga) gegen den jahrelangen Oberligisten SC Staaken 6:5. Das Besondere hier: beide Treffer (1:1) in der Verlängerung fielen innerhalb von einer Minute. Im Duell der beiden Berlin-Ligisten TSV Mariendorf und FC Internationale stand es nach 90 Minuten 1:1. Erst das Elfmeterschießen brachte durch den letzten Treffer des Mariendorfers Yusuf Yorguner Klarheit (5:3). Frohnauer SC, ein in der Verbandsliga nach sechs Spieltagen nicht verwöhnter 18. der Tabelle, traf zweimal beim BSV 92. Der ging zwar in Führung, beim Stand von 1:2 gelang nach der Pause aber keinem der Kontrahenten noch ein Treffer.
Text und Fotos: Frank Toebs

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