Volleyball 2. Bundesliga Damen
USC Münster II – BBSC Berlin 3:2 (-21, -24, 22, 20, 11)
Der BBSC absolvierte am Samstag, 3.10.2026 bereits das 4. Ligaspiel der noch jungen Saison – beim letztjährigen Vizemeister der Liga gelang ein 2:3 aus Berliner Sicht.
Der USC ging als großer Favorit in die Partie, hatten die Westfalen doch in den vergangenen drei Jahren regelmäßig die Vizemeisterschaft der Liga errungen. Zum Team gehören 5 ehemalige langjährige Erstliga Spielerinnen, von denen mit Ines Bathen, Linda Dörendahl und Anna Siebert (Hoja) auch drei gegen die Berlinerinnen auf dem Feld standen. Eine immens starke Mannschaft, die sich in den 1. beiden Sätzen jedoch gegen famos aufspielende BBSC- Athletinnen nicht so recht durchsetzen konnte. Dabei traten die Berlinerinnen wegen Verletzung/Krankheit ohne die Mittelblockerinnen Luz Götte und Kira Heide sowie ohne Back-up im Zuspiel an. In den Mittelblock rückten Marie Dreblow und Maja Pahlke. Die 16-jährige Marlene Pflanz aus der Berlin-Liga-Mannschaft sprang im Dienste des Vereins ein und gab personellen Rückhalt für eventuelle Notwendigkeiten. Zur Belohnung für ihr Engagement gab es einen nicht nur symbolischen Einsatz im Verlaufe des 4. Satzes.
Auch im 3. Satz hielt der BBSC lange das hohe Niveau: Über 10:15 und 17:20 hatte manch einer der Zuschauer schon die Befürchtung einer klaren 0:3 Niederlage der Westfalen. Doch Münster legte alle Erfahrung auf die Waage und holte sich noch den Satzgewinn. Selbst Anfang des 4. Satzes war der BBSC noch bis zum 8:3 in Führung, dann brachte Münsters Trainer Ralph Bergmann die frühere Nationalspielerin Linda Dörendahl und Stück für Stück ging das Momentum auf den USC über. Drei harte Sätze und die lange Anreise am Morgen hatten ihre Spuren in der Konzentration der Berlinerinnen hinterlassen und so gab es ein paar Ungenauigkeiten und Fehler mehr als noch zuvor – der USC enteilte. Im 5. Satz ließ sich Münster nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und holte sich letztlich verdient noch 2 Punkte für die Tabelle.
Trotz der Niederlage: Das BBSC-Team bot gegen den Favoriten eine sehr engagierte und lange Zeit sehr konzentrierte Leistung. Alle Mannschaftsteile haben ihren Beitrag für den Punktgewinn eingebracht, es gab keine Ausfälle. Berlins Trainer Jens Tietböhl lobte die Mannschaft: „Gerade unter den Bedingungen der fehlenden Wechselmöglichkeiten im Zuspiel und auf der Mittelblock-Position war das ein Fortschritt für uns, doch leider reichte es gegen die erfahrene Mannschaft aus Münster nicht.“
Zur MVP des Abends wählten die Trainer Münsters Zuspielerin Emma Tischer, Berlins Libera Lea Förster erhielt bereits ihre 3. MVP Medaille im 4. Spiel.
Auf eine solche Leistung kann man aufbauen – am 17. Oktober 2026 ist um 18:00 Uhr Hildesheim in der Hämmerlinghalle zu Gast.
Am Samstag für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Marlene Pflanz, Lea Förster, Paula Reinisch, Romy Birnbaum, Antonia Wegrad, Annalena Grätz, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Melani Ligacheva, Lahra Weber
Burkhard Kroll/BBSC







