BBSC mit vier Punkten aus Heimspielwochenende

Volleyball 2. Bundesliga Nord Damen

BBSC Berlin – RC Sorpesee       2:3 (16, 20, -10, -24, -6)

Mit doch etwas überraschenden Ergebnissen wartete der BBSC am 1. Saison Wochenende mit dem Doppelspieltag auf. Während am Samstag, 19.09.2026, das Heimspiel gegen Sorpesee mit 2:3 verloren ging, gewannen die Berlinerinnen am Sonntag, 20.09.2026, gegen die Talente des Schweriner SC mit 3:1 (20, -13,17, 23)

Seltsamer kann ein Spielablauf kaum beschrieben werden: Berlin startete hoch konzentriert und führte schnell und deutlich dominant mit 15:5 Punkten. Dann kam Sorpesee langsam in Fahrt und wurde nahezu gleichwertig. Auch im 2. Spielabschnitt war noch die Dominanz der Berlinerinnen deutlich zu spüren. Nach der langen Pause zum 3. Satz mit der Auszeichnungsrunde für verdienstvolle Vereinsmitglieder gab es einen extremen Bruch im Spiel der Gastgeberinnen. Es funktionierte fast nichts, während sich auf Gästeseite die Mannschaft so richtig in einen Flow spielte. Der 4. Satz sah zunächst nicht viel anders aus. Die Gastgeberinnen lagen schon sicher mit 15:21 zurück, ehe ein paar geglückte Aktionen im Zusammenhang mit einer Einwechslung den Selbstvertrauenschalter wieder aktiviert hatten. Beim 24:23 hatte Berlin für manch einen völlig überraschend sogar Matchball, doch dann holten sich die Gäste in einer nervenaufreibenden Ballwechsel-Schlacht die letzten Punkte und konnten den Tiebreak erzwingen. Und jetzt war das Momentum wieder aufseiten der Sauerländerinnen, die über 0:3 und 3:9 der Heimmannschaft ganz klar zeigten, wer die letzten Körner einbringen kann und der Herr des Spiels am Samstag war.

Den Zuschauern wurde ein sehr spannendes Spiel mit vielen langen packenden Ballwechseln geboten. Der BBSC agierte während des Spiels durchgängig mit viel Einsatz und lange Zeit mit guter Raumaufteilung. In der Abwehr sorgte Newcomer Lea Förster auf der Liberoposition für sicheres Spiel und wurde zur MVP des Abends auserwählt. Allerdings war auch Trainer Jens Tietböhl der Bruch ab dem 3. Satz nicht verständlich: „Wir haben völlig unerklärlich nachgelassen, gerade im Angriff zu viele Fehler zugelassen, in Details falsche Entscheidungen getroffen und so das Spiel aus der Hand gegeben. Das war ein verdienter Sieg von Sorpesee, weil wir selbst es zugelassen haben.“

Sorpesee dagegen spürte man die mentale Stärke des Teams an, auch in schwierigen Situationen auf erlerntes Zusammenspiel zurückgreifen zu können. Fast durchgängig spielten die Sauerländerrinnen aus einem Guss, verteidigten mit viel Herzblut und hatten mit Kim Spreyer (MVP) eine besonders kraftvoll und überlegt agierende Akteurin auf dem Feld.

Am Samstag für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Lisa Kaiser, Lea Förster, Paula Reinisch, Romy Birnbaum, Antonia Wegrad, Anna-Lena Vogel, Annalena Grätz, Kira Heide, Lahra Weber, Maja Pahlke, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte, Melani Ligacheva

BBSC Berlin  – Schweriner SC II           3:1 (20, -13,17, 23)

Nach dem mentalen Tiefschlag vom Samstag besiegte der BBSC die Talente des Schweriner SC mit 3:1.

Zunächst dominierte Berlin ab Mitte des 1. Satzes die Gäste. Das Spiel im 2. Satz erinnerte er die Zuschauer an den Samstagabend: Beim 11:19 waren schon die Messen gesungen. Hatte der Samstagabend doch mentale Spuren hinterlassen? Überraschenderweise dann doch nicht. Denn im 3. Satz waren es wieder die Gastgeberinnen, die sich aus dem Tief befreiten und den Satzsieg errangen. Auch im 4. Satz präsentierte sich der BBSC stabiler, hatte nun auch Vorteile im Block und die richtigen Antworten auf die Aktionen der Gäste. So war die Freude groß, am Heimspiel-Wochenende 3 Punkte für die Tabelle zu erringen.

Der BBSC konnte sich nach dem Spielverlust vom Samstagabend und dem verlorenen 2. Satz aus dem mentalen Tief befreien. Dabei war der Gegner Schweriner SC II absolut keine Fallobstmannschaft. Die jungen Talente zeigten in vielen Aktionen die hervorragende Schweriner Ausbildung in Technik und Physis und hatten zudem so manches Mal ihre Vorteile aus der Körpergröße der Talente. Berlins Trainer Jens Tietböhl erwartet noch eine deutliche Entwicklung der Gäste in der Saison: „Wir können froh sein, dass wir zu einem so frühen Zeitpunkt in der Saison das Heimspiel gegen Schwerin absolvieren durften. Schwerin hat eine unheimlich talentierte Mannschaft, die sich weiter entwickeln wird und uns sicher bei dem Rückspiel in Schwerin vor eine harte Aufgabe stellen wird.“

Die MVP Medaillen des Nachmittags gingen an Annalena Grätz (BBSC) und Jette Leichert (Schwerin)

Am 3. Spieltag folgt erneut ein Heimspiel, diesmal gegen den SC Potsdam – sicher ein besonderer Vergleich, absolvierten doch einige BBSC-Spielerinnen ihre Volleyballausbildung in der Brandenburger Landeshauptstadt. Auch Potsdams Trainer Björn Matthes kennt die Hämmerlinghalle noch aus seiner Zeit als Erstliga-Trainer für den KSC bestens.

Am Sonntag für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Lisa Kaiser, Lea Förster, Paula Reinisch, Romy Birnbaum, Antonia Wegrad, Annalena Grätz, Kira Heide, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte, Melani Ligacheva

Burkhard Kroll

Union ging unter und Hertha mit historischem Startrekord

Fußball und Politik gibt es da Gemeinsamkeiten? Zumindest sind die Regeln im Sport eindeutiger und sicher wünscht sich so mancher Politiker, er hätte ähnliche Möglichkeiten wie ein Trainer oder Manager. Neben dem Prinzip Hoffnung gilt ebenso das Prinzip Verantwortung.

Die Wahlen in Berlin brachten ein erwartbares und nur ein klein wenig überraschendes Ergebnis. Was das Abschneiden der beiden Berliner Proficlubs betrifft, verhielt es sich ähnlich. Unions Niederlage war alles andere überraschend, während Herthas Ergebnis etwas mehr erwartbar als überraschend eintrat.

Am Freitagabend, 18.09.2026, hätten die Eisernen lieber gleich auf das Oktoberfest gehen sollen. Dass die Bayern in einem extra für dieses Fest gestalteten Trikot aufliefen, war nicht der Grund, dass die Unioner ein Desaster, wie die CDU in Meck-Pom erleiden mussten. In der aktuellen Verfassung ist die Lustrinelli-Truppe nicht konkurrenzfähig. Der Ex-Bayern Spieler Mario Basler brachte es in seiner betont übertriebenen Art auf den Punkt. „Das Spiel wirkte eine Begegnung im DFB-Pokal, wo die Bayern einen Drittligisten empfangen.“ Mehr gibt es zu diesem Spiel nicht zu sagen. Mir fällt höchstens ein, es grenzte an Arbeitsverweigerung. In der jetzt bevorstehenden langen Pause, Union empfängt am 10.10.2026 Aufsteiger Elversberg, muss eine Wende her. Worte reichen nicht mehr, auf dem Platz müssen jetzt Taten folgen.

Fußball kann auch eine willkommene Abwechslung von der Realität und der daraus resultierenden Politik sein. So verbrachte der SPD Spitzenkandidat und bekennender Fußball-Fan Steffen Krach den Nachmittag beim Fußball. An der Hubertusallee sah er ein Spiel der Berlin-Liga, der Berliner SC trennte sich 1:1 von Stern Steglitz. Seine SPD hat an Stimmen verloren und muss ebenso mit einem Unentschieden leben. In mehreren Konstellationen können sie mitregieren.

Entspannte sich am Wahlsonntag beim Fußball in der Berlin-Liga, SPD Spitzenkandidat und Hannover 96 Fan Steffen Krach.

Freude und nur Freude macht die „Alte Dame“ vom Berliner-Westend. Auch in Dresden reichte es zum Sieg. Hertha-Trainer Stefan Leitl sprach sogar von einer fantastischen zweiten Halbzeit seiner Elf. Es war in der Tat nicht so knapp, wie das Ergebnis von 2:1 aussagt. Mit dem Sieg in Dresden stellt Hertha einen historischen Startrekord für die 2. Liga seit Einführung der Drei-Punkte-Regel. Ein Bravo geht an die Hertha und gute Besserung in Richtung Wuhlheide, sonst ist da Land unter.

Hans-Peter Becker

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Foto: © Frank Toebs

Eisbären starten mit Sieg in die Saison

Auf geht’s, ein langer Weg liegt vor den Profis der DEL. Wie im vergangenen Jahr eröffnete der Meister die Saison. In einem bei den Fans nicht beliebten Donnerstagsspiel empfingen die Eisbären Berlin die Straubing Tigers. Aus Straubing waren etwa 100 Anhänger mitgekommen und zeigten mit einem Banner ihren Unmut wegen der Donnerstagspiele.

Ein Banner der ganz anderen Art folgte vor dem Spiel. Nach der Zeremonie, das Dutzend ist voll, aber keine Bange, unter dem Hallendach ist noch viel Platz, ging es los. Die neue Saison ist gestartet. Lange wurde, Eishockey for Beginners, geboten. Da muss sich einiges weiter einspielen. In Straubing müssen 10 Neue weiter integriert werden. Es drohte ein torloses Anfangsdrittel. Es gab einige Chancen auf beiden Seiten. Die Torschussstatistik nach dem 1. Drittel wies einen Wert von 7 zu 4 für die Eisbären auf. Typisch für die ersten zwanzig Spielminuten war dann der Treffer zum 1:0 in der 17. Minute für die Eisbären.

Manuel Wiederer zog von der blauen Linie zentral einfach mal ab. Der Puck war nicht besonders scharf geschossen, 78 km/h, Straubings neuer Goalie Jakub Skarek griff mit der Fanghand daneben und es war passiert. Der Puck war wohl nicht abgefälscht, jedenfalls sah der Goalie nicht gut aus. In der ersten Drittelpause äußerte der Torschütze, dass dem Spiel bis dahin der Saisonbeginn anzumerken war. Straubings Trainer Craig Woodcroft sprach von einem soliden ersten Drittel seiner Mannschaft. „Durch den Gegentreffer kippte das Momentum auf die Seite der Eisbären.“

Im Mittelabschnitt erwischten die Eisbären einen Auftakt nach Maß. Liam Kirk schloss eine Kombination mit einem Flachschuss erfolgreich ab. Da sah der Goalie wieder nicht glücklich aus. Anschließend durften die Eisbären ihre Fähigkeiten im Penaltykilling unter Beweis stellen. Fast fünf Minuten überstanden sie in Unterzahl, davon zwei Minuten im drei gegen fünf. Eric Dubois lobte diese großartige Leistung unserer Spezialteams.

Das Spiel wurde besser, eine Überzahlchance konnten die Eisbären nicht nutzen. Dafür saß ein Konter in der 37. Spielminute. Eiskalt nutzten die Eisbären einen Fehler im Spielaufbau der Gäste aus. Es war Ty Ronning, der vollendete. Mit der 3:0 Führung ging es in die letzte Drittelpause. 

 Im Schlussabschnitt setzten die Eisbären zunächst alles daran, mit dem vierten Treffer eine Vorentscheidung herbeizuführen. Sie wirkten gedanklich schneller und etwas eingespielter als ihr Viertelfinal-Kontrahent aus der letzten Saison. Der Anschlusstreffer für die Tigers fiel in der 51. Minute. Es war eine Einzelleistung des Straubinger Verteidigers Adrian Klein. In den Schlussminuten kam wieder Spannung auf. Stefan Loibl schickte den Puck in der 57. Minute unter die Torlatte und der Vorsprung der Eisbären war auf ein Tor zusammengeschmolzen. Fliegend nahmen die Tigers ihren Goalie vom Eis. Die Erlösung folgte 78 Sekunden vor der Schlusssirene. Eric Mik traf ins leere Tor und so wurde es ein siegreicher Saisonauftakt für die Eisbären.

Hans-Peter Becker

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Fotos: Stephan Wenske

Spieldaten

Deutsche Eishockey Liga DEL 1. Spieltag

17.09.2026 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin

Endergebnis
Eisbären Berlin – Straubing Tigers 4:2 (1:0, 2:0, 1:2)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: LaFontaine (Neffin) – Müller (C), Smith; Geibel, Mik; Davidson, Reinke; Kretzschmar – Kirk, Fontaine, Ronning (A); Hördler, Eder, Pföderl; Veilleux (A), Vikingstad, Krestan; Wiederer, Griva – Trainer: Éric Dubois       

Straubing Tigers: Skarek (Wieber) – Brandt, Zimmermann; Beaudin, Green; Klein, Duszak; Bleicher – Varejcka, Madden, Halloran; Rees, Leonhardt, Beaudin; Kersten, Loibl, Seidl; McKenzie, Brunnhuber, Brandl  – Trainer: Craig Woodcroft

Tore
1:0 – 16:27 – Wiederer (Reinke, Davidson) – EQ
2:0 – 21:47 – Kirk (Ronning, Müller) – EQ
3:0 – 36:01 – Ronning (Kirk) – EQ
3:1 – 50:35 – Klein (Varejcka) – EQ
3:2 – 56:12 – Loibl – EQ
4:2 – 58:42 – Mik (Ronning) – EN

Strafen
Eisbären Berlin: 10 (2, 6, 2) Minuten – Straubing Tigers: 8 (4, 2, 2) Minuten 

Schiedsrichter

André Schrader, David Cespiva (Maksim Cepik, Lukas Pfriem)

Zuschauer
13.422

(klickt Euch rein)

Ein paar starke Momente reichen nicht

Füchse gegen Veszprem 29:35

Nach 48 Minuten hätte das Spiel eine Wende nehmen können. Beim Stand von 24:25 sprintete Tim Freihöfer nach einem Ballgewinn allein aufs Gästetor zu. Doch der Füchse-Linksaußen vergab die große Chance. Statt des Gleichstandes – des ersten seit dem 5:5/11. – konnten die Ungarn in kurzer Folge wieder auf vier Tore davonziehen. Es wäre interessant gewesen, zu sehen, wie das internationale Starensemble mit Akteuren aus sieben Ländern in dieser Situation reagiert hätte. Im ersten Spielabschnitt hatten die Füchse Veszprem schon mal kurzzeitig aus dem Takt gebracht. Nach einem neun-Tore-Rückstand – 8:15/22 hatten die Gastgeber von der 6:0-Abwehr in eine offensive Variante gewechselt. Fortan verfolgten sie ihre Gegenspieler in Manndeckung übers gesamte Feld. Dadurch gelang ein 3:0-Lauf und eine kleine Ergebniskorrektur – 11:15/25. Dass Trainer Krickau zu diesem taktischen Mittel greifen musste, hatte seinen Grund in acht torlosen Minuten zuvor. Dem Spiel der Füchse fehlte es in dieser Phase an Intensität in der Abwehr und an Präzision und Genauigkeit im Angriff. Technische Fehler, Ballverluste und Fehlwürfe luden den Favoriten dieser CL-Vorrundengruppe geradezu zum Torewerfen ein. Das Halbzeitresultat bildete den Spielverlauf dann auch ab – 16:21/30. „Wir waren bei Weitem nicht auf dem erforderlichen Niveau und Veszprém hat dies ausgenutzt“, bilanzierte Nicolej Krickau nach der Partie.

Nach der Pause bot sich den 7.732 Zuschauern zunächst ein anderes Bild. Konzentrierter und kämpferischer agierten die Füchse jetzt. Mathias Gidsel wurden zum Anführer der Aufholjagd, die dann in der schon beschriebenen 48. Minute kulminierte. Aber nicht nur da, sondern auch zuvor hatten die Gastgeber trotz jetzt besserer Abwehrleistung einige Torchancen und auch Siebenmeter leichtfertig vergeben. So konnte One Veszprem in der zweiten Hälfte etwas herunterschalten. Dennoch reichte es für die Gäste zum verdienten – Sieg – 35:29. Zu wenige Berliner Spieler präsentierten sich an diesem Abend in gewohnter Form. Für ein erfolgreiches Abschneiden gegen ein europäisches Spitzenteam war das zu wenig. Das musste ein ernüchterter Füchse-Trainer auch einräumen. „Wir sind heute sehr enttäuscht über unserer Leistung. Veszprém war heute eindeutig besser als wir. Das hat heute definitiv nicht gereicht.“ In der Champions League geht es für die Füchse erst am 8. Oktober mit dem Heimspiel gegen den FC Porto weiter. Davor stehen das Bundesliga-Spiel beim Bergischen HC (20.9.26) und das Super-Globe-Turnier in Ägypten (ab 25.09.26) an.

Für die Füchse dabei:  Ludwig (2 Paraden), Palicka (10); Darj (1), Prantner, Simak (1), Ariño, Grøndahl (3/1), Gidsel (10), Freihöfer (3/2), Pichiri, Langhoff (5), Zaepfel, Kusche, av Teigum (5), Marsenić (1).

Herbert Schalling

Eisbären wollen wieder hoch hinaus

Die Deutsche Eishockey Liga, kurz DEL, startet in ihre 33. Saison. Traditionell eröffnet der amtierende Meister mit einem Heimspiel die neue Spielzeit. So empfangen, am Donnerstag, 17. September 2026, die Eisbären in der heimischen Uber-Arena die Straubing Tiger. Vorher steht die Bannerzeremonie an.

Zwei Tage zuvor hatten die Eisbären zu einer Pressekonferenz zum Saisonbeginn geladen. Im Gebäude des Hauptsponsors, der GASAG, im EUREF-Campus in Schöneberg, standen der Eisbären-Trainer Eric Dubois, Mannschaftskapitän Kai Wissman, Sportdirektor Stephane Richer und Geschäftsführer Thomas Bothstede Rede und Antwort. Georg Friedrichs, Vorstandvorsitzender der GASAG, eröffnete die Runde. „Bei den Eisbären ist in dieser Saison vieles neu, bis auf den Hauptsponsor.“ Dass er die Eisbären nicht ohne Titel kennt, stimmt nicht so ganz. Seit er 2021 dieses Amt übernommen hat, gab es eine Ausnahme, 2023 wurde die Eisbären einmal nicht Meister.

Eine Bannerzeremonie ist schön und die Eisbären wollen versuchen, den Titel zu verteidigen. Was soll dazu auch anderes gesagt werden. Aus Köln und vor allem aus Mannheim war zu vernehmen, dass sie die Dominanz der Eisbären beenden wollen. Es wäre, im Falle einer Titelverteidigung, ein neuer DEL Rekord. Vier Titel in Folge zu erringen, ist in der Geschichte der DEL bisher noch keinem Team gelungen.

St. Richer, Kai Wissmann, Th. Bothstede, Ge. Friedrichs, E. Dubois, Leo Imme (von links nach rechts)

Die Eisbären gehen mit einem neuen Trainer und Torhütergespann an den Start. Der Neue hinter Bande weiß natürlich auf was er sich in Berlin eingelassen hat. Mit der Vorbereitung und der Einstellung der Mannschaft zeigte er sich zufrieden. So begeistert er von der Organisation der Eisbären ist, überträgt sich das für ihn ebenso auf die Stadt Berlin. Hier gibt viel zu entdecken, vor allem in Sachen Kultur. „Trainer der Eisbären zu sein, ist eine große Ehre und Herausforderung.“

Laut Stephane Richer ist der Kader fürs Erste komplett, drei Ausländerlizenzen sind nicht vergeben, um eventuell auf Ausfälle reagieren zu können. Er ist davon überzeugt, ein gutes Torhüterduo verpflichtet zu haben. Eine klare Nummer 1 hat sich wohl bisher nicht herauskristallisiert. Auf entsprechende Nachfrage wurde geäußert, lasst Euch überraschen. Wegen Verletzungen stehen Lean Bergmann, Patrick Khodorenko und Frederik Tiffels nicht zur Verfügung. Verpassen wird das erste Saisonspiel ebenso Kapitän Kai Wissman. Er brummt noch eine Sperre aus der Vorsaison ab.

Das wirtschaftliche Umfeld wird nicht einfacher, die GASAG wird mit ihrer Partnerschaft durch dick und dünn. Ein großer Sponsorenpool füllt wieder mehrere Seiten im Heft der Saisonvorschau und hält den Eisbären die Treue. Leider wird alles teurer, die Eintrittspreise, das Catering, trotzdem musste der Dauerkartenverkauf wieder bei 6.500 gestoppt werden, um genügend Kontingente für den freien Verkauf zur Verfügung stellen zu können. Auf ihre Fans können sich die Eisbären verlassen.

Text und Foto: © Hans-Peter Becker

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Ex-Hertha-Kante Toni Leistner verkündet seinen Abschied als Spieler

Durch Fußball Geld verdienen wollen nicht nur begabte oder weniger begabte Spieler. Auch die Zahl der Podcaster und Youtuber wird hier immer unüberschaubarer. Die Vernetzung und möglichst viele Follower sind wohl das eigentliche Ziel. Und manchmal kommt auch ein überraschend unterhaltsamer Live-Abend mit richtigen Menschen dabei heraus. So heißt es am Montagabend (14.09.2026) „ERZÄHL MA“ mit Ex-Herthaner Toni Leistner (36). Erzählt wird im Kabarett-Theater „Die Stachelschweine“ im Europa Center. Es ist ein für dieses Theater ungewöhnliches Format eines Kevin, der seinen richtigen Namen nicht veröffentlichen will. Künstlerisch läuft sein Anliegen unter „Kevinfromtheblockk“ auf verschiedenen Kanälen.

Insiderwissen zu Toni Leistner wollen hier beinahe 300 Besucher – fast ausverkauft. Über die Stationen Dresden (u.a. bei Borea und Dynamo) und 1. FC Union ging es für ihn „mit Schulenglisch“ nach England (zwei Jahre bei Queens Park Rangers). Über den 1. FC Köln, Hamburger SV und VV St. Truiden (Belgien) landete er bei Hertha BSC. Wesentlich überzeugt vom Wechsel zur „Alten Dame“ habe ihn Andreas „Zecke“ Neuendorf. „Hier habe ich mich aber beim ersten Heimspiel hinter Stürmer Haris Tabakovic versteckt. Ich musste mich als früherer Unioner verkrümeln. Später habe ich die Leute vom Gegenteil überzeugen können“, erinnert sich der beliebte Innenverteidiger. Geht man nach der Stimmung bei den Stachelschweinen, ist seine Popularität unter den meisten Hertha-Anhängern ungebrochen. Ganze 73 Trikots soll er im Laufe der Hertha-Periode an Fans verteilt haben. Also beinahe so viele wie er Spiele (von 2023 bis 26) für die Herthaner abgeliefert hat. Im Saal ist etwa jeder Dritte im Leistner-Trikot zu sehen – auch weibliche Anhänger sind gekommen. Einer mit einer Meinung, die immer ehrlich, aber gelegentlich auch vorschnell an die Öffentlichkeit kam, unterschied sich meist wohltuend von den stereotypen Interviews der Kollegen.

Toni Leistner signierte Trikots für seine Fans. Foto: Frank Toebs

Der Abschied aus dem Olympiastadion soll ohne Vorwürfe verarbeitet worden sein. „Nur hätte man mir das auch schon früher im Januar oder Februar mitteilen können“, findet Leistner. Aktuell ist er einer der Teilnehmer bei einem Sportmanagement-Lehrgang in Köln, der bis zum März nächsten Jahres läuft. Die Pläne für die Zeit nach der Karriere sind offen. Vielleicht gibt es sogar ein Wiedersehen bei der Hertha. Am Ende wird dem auskunftsfreudigen Toni Leistner noch eine konkrete Entscheidung zur Karriere entlockt. Da läuft der kurzweilige Auftritt bereits seit zweieinhalb Stunden: „Als Spieler trete ich nicht mehr an“, verkündet er exklusiv dem Publikum am Montagabend.

Text und Fotos: © Frank Toebs

Volleyball 2. Bundesliga Nord : BBSC mit Heim-Doppelspieltag zu Saisonbeginn

Gleich mit einem Doppelspieltag zu Hause startet der BBSC Berlin am kommenden Wochenende in die Saison der 2. Bundesliga Nord. Am Samstag, dem 19. September 2026 ist der RC Sorpesee um 18:00 Uhr zu Gast, ehe am darauf folgenden Sonntag um 15:00 Uhr die 2. Mannschaft des Schweriner SC in der Hämmerlinghalle aufschlägt.

Der neue und doch alte BBSC Trainer Jens Tietböhl „kann kaum einschätzen, wo unser Team zu Anfang der Saison steht. Nach unserem Abstieg gab es doch einige Wechsel.“ Noelani Kleiner steht im Zuspiel nicht mehr zur Verfügung, der Mittelblock muss nach dem Weggang von Hanna Lenkey und Sarah Nur Kayadibi sowie endgültig Helena Schmidt und Emily Radügge neu aufgebaut werden. Auch Sophia Minlend sucht neue Volleyballwege.

Zum Aufgebot des Teams gehört nunmehr mit Marie Dreblow wieder eine Spielerin, die schon in früheren Jahren für den BBSC aufgelaufen ist und stets Aktivposten der Mannschaft war. Daneben konnte der Verein fünf Talente aus dem Nachwuchs des eigenen Vereins und des SC Potsdam für das Team gewinnen, die an das Leistungsniveau der 2. Bundesliga herangeführt werden sollen. Da auch die erfahrenen Athletinnen wie Annalena Grätz, Paula Reinisch oder Alina Gottlebe-Fröhlich weiter zur Verfügung stehen und ihre Erfahrung einbringen, geht Tietböhl davon aus, dass das Team durchaus in der Liga mithalten kann. „Wir leben von der Leidenschaft, die wir als Team auf das Parkett bringen wollen. Wenn alle voll engagiert sind und ihre notwendige Entwicklung nehmen, sollten wir nach dem Abstieg eine gute Rolle in der zweiten Liga spielen können.“

Entscheidend wird sein, wie auf den Schlüsselpositionen Zuspiel und Libera die Entwicklung der sehr jungen Spielerinnen auf das notwendige Leistungsniveau voranschreitet. „Die Jungen sind supermotiviert, lernen dazu und werden sicherlich bald die nächsten Entwicklungslevel erreichen. Wir müssen aber Geduld haben und können nicht erwarten, dass von Anfang an alles klappt.“, dämpft Tietböhl die Erwartungen. Dabei freut er sich, dass Lisa Kaiser (vormals Senger) als sehr erfahrene Zweitligazuspielerin trotz noch nicht lange zurückliegender Entbindung zugesagt hat, den Verein im Training zu unterstützen, um den Youngstern Orientierung zu bieten.

Am ersten Spieltag begrüßt der BBSC mit dem Ruderclub Sorpesee einen langjährig bekannten Gegner. Der Verein war 2015 das erste Mal in die 2. Liga aufgestiegen und trotz zweier zwischenzeitlicher Saisons in der 3. Liga lange Jahre das Volleyball-Aushängeschild des Sauerlands. Dies ist umso bemerkenswerter, da der RCS dieses Leistungsniveau fast ausschließlich mit Spielerinnen aus der eigenen Jugend erreichte. Der Verein geht diesen Weg auch dieses Jahr. Der neue Trainer, der 23-jährige Tom Barthel, holte insgesamt fünf Spielerinnen aus den Jahrgängen 2008/2009 für sein Aufgebot, wo sie von den erfahrenen Sorpesee-Urgesteinen wie Michelle Henkies oder Kim Spreyer geführt werden. Vorteil der langfristigen Bindung der Spielerinnen an diesen Heimatverein ist immer die Orientierung auf eine vereinsweit vorherrschende Spielphilosophie, die mit viel Kampfkraft unterlegt ist.

Ein nicht minder spannendes Spiel erwartet die Zuschauer am Sonntag, 20.09.2026 um 15:00 Uhr, wenn die Talente des Schweriner SC zu Gast sind. Im Erstligaverein des vielmaligen Meisters wird die Mannschaft immer als Ausbildungsmannschaft verstanden. Es geht darum, wertvolle Spielpraxis auf hohem Niveau zu sammeln und die Talente so zu entwickeln, dass aus dem Reservoir dieser Mannschaft mittelfristig Spielerinnen an das Niveau der ersten Bundesliga herangeführt werden können. In den vergangenen Jahren taten sich die Berlinerinnen regelmäßig schwer gegen die hochgewachsenen und physisch und taktisch bestens ausgebildeten Nachwuchskräfte aus Mecklenburg. Auch in dieser Saison dürften die Schweriner Talente aus den Jahrgängen 2008-2011 dem Leistungsniveau ihrer Vorgänger nahekommen.

Freuen wir uns auf spannende Spiele am Doppelspieltag. Wir hoffen auf lautstarke Unterstützung von den Rängen!

Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Sieg im Top-Spiel

Füchse schlagen Gummersbach 33:28

Donnerstag noch Champions League in Belgrad – keine 70 Stunden später Bundesliga in Berlin gegen den VfL Gummersbach. Ein herausforderndes Programm für die Berliner. Die Füchse meisterten diese Aufgabe eindrucksvoll.

Zunächst trumpfte der „Altmeister“ – letzter Titel 1991 – aus dem Bergischen Land auf und übernahm die Führung – 5:3/8. Besonders Miro Schluroff, selbst zwei Jahre im Füchse-Trikot unterwegs, nutzte seine 1,98 zu Treffern aus dem linken Rückraum. Die Gastgeber wendeten jedoch schnell das Blatt und starteten in eine bemerkenswerte Spielphase. Durch einem 8:0-Lauf machten sie aus dem zwei Tore Rückstand eine deutliche Führung – 11:5/19. Die Gäste blieben sage und schreibe elf Minuten ohne eigenen Treffer. Zweimal konnten sie selbst Zeitstrafen gegen die Hausherren nicht nutzen. Die Abwehr des Pokalsiegers erwies als kompakte Einheit und dahinter bot Torhüter Lasse Ludwig eine eindrucksvolle Performance. 15 Paraden und die Weltklasse-Quote von 35 Prozent standen am Ende für den bald 24-jährigen zu Buche und natürlich das Lob von Trainer Nicolej Krickau. „Das Zusammenspiel von unserer Abwehr und Lasse hat uns von Beginn an einen enormen Energieschub gegeben.“ Und auch Teamkollege Tim Freihöfer würdigte die Leistung. „Lasse trägt uns über die ganze Partie immer. Wenn wir so einen kleinen Downfall haben.“ Der VfL, der sich seit dem Wiederaufstieg 2022 Schritt für Schritt zu einem Top-Team entwickelt, bewies jedoch Standvermögen und konnte den Rückstand bis zur Halbzeit etwas verkürzen – 16:13/30.

Nach der Pause agierten die Gummersbacher in der Abwehr zwar etwas zupackender. Die Füchse waren offensichtlich darauf eingestellt und fanden dank ihres Tempospiels immer wieder Lücken, um den Abstand deutlich zu halten – 21:16/38. Dazu trug auch Tim Freihöfer bei, der sich als eiskalter Vollstrecker von der Siebenmeter-Marke erwies und ohne Fehlversuch blieb. „Ich bin froh, dass unsere Quote sich heute deutlich effektiver gestaltet hat als in den ersten Partien“, lobte Trainer Krickau. In der Schlussphase absolvierte auch der französische Neuzugang Aymeric Zaepfe seine ersten Spielminuten im Fuchsbau und konnte sich, wie bereits in der CL-Partie in Belgrad auch noch in die Torschützen-Liste eintragen. Der 33:28-Sieg war am Ende hochverdient. Hinter dem ungeschlagenen Trio Flensburg, Kiel und Magdeburg sind die Füchse jetzt Tabellen-Vierter. Die nächste Aufgabe in der Bundesliga scheint etwas leichter. Die Berliner spielen am Sonntag, 20.09.2026 beim noch sieglosen Letzten Bergischer HC. Davor wartet am Mittwoch, 16.09.2026 in der Champions League das Heimspiel gegen One Veszprem.

Für die Füchse im Einsatz: Ludwig (15 Paraden), Palicka; Darj, Prantner, Simak, Ariño, Grøndahl (3), Gidsel (9), Freihöfer (9/5), Pichiri, Langhoff (4), Zaepfel (1), av Teigum (6), Marsenić (1)

Herbert Schalling

Erfolgreiches Wochenende für die Eisbären – Sieg gegen Herning

Teil zwei des Heimspielwochenendes in der Champions Hockey League für die Eisbären Berlin. Wieder war der Welli der Austragungsort, zu Gast war der Meister aus Dänemark, die Herning Blue Fox. Herning, eine Stadt mit etwa 90.000 Einwohnern im Norden Dänemarks ist ein traditionsreicher Eishockey-Standort. Seit der Gründung im Jahre 1947 konnte 17 Meistertitel errungen werden. Vor der letzten Meisterschaft lag allerdings eine Durststrecke von 14 Jahren. So sind die „Blauen Füchse“ ein Neuling in der Champions Hockey League. Die beiden Spiele in Finnland gingen verloren, am vergangenen Freitag, 11.09.2026, konnte in Liberec der erste Punkt, nach einer SO-Niederlage erkämpft werden.

Die Eisbären ließen vom ersten Bully an keinen Zweifel aufkommen, wer hier Herr im Welli ist. Jonas Neffin, der heute das Eisbären-Tor hütete, bekam nach sechs Minuten mal den Puck in seinen Handschuh. Den Eisbären waren bis dahin bereits einige verheißungsvolle Angriffe geglückt. Der Dänische Meister verteidigte geschickt und ab der 10. Minute ein Powerplay. Eisbär Rihards Griva saß wegen Hakens auf der Strafbank, jetzt kamen auch die zu zwei Abschlüssen. Bis zur ersten Drittelpause wurde der Keeper aus Herning reichlich mit Schüssen eingedeckt. In der Schlussminute des 1. Drittels musste Neffin kräftig zupacken. Es blieb bei einem torlosen Anfangsdrittel. Die Statistik verzeichnete 22 Torschüsse für die Eisbären, davon gingen 11 direkt auf den Kasten, allerdings müssen bei der Beurteilung der Qualität einige Abstriche gemacht werden.

Wann wird der Abwehrriegel der Dänen geknackt? Eine Chance im Powerplay hatten die Eisbären ab der 29. Minute und endlich, endlich zappelte der Puck im Netz. Es lief die 30. Minute und der Topscorer Leonard Pföderl bekam nach einem Schuss von Ty Ronning noch die Kelle ran. Liam Kirk darf sich ebenso einen Assist-Punkt anschreiben. Einen Alleingang schloss Eric Hördler in der 33. Minute zum Zwischenstand von 2:0. Das war eine tolle Einzelleistung. Der Dänenriegel war geknackt. Ein weiterer Treffer fiel nicht im Mittelabschnitt.

Im Schlussabschnitt versuchten die Gäste im Rahmen ihrer Möglichkeiten dem Spiel eine Wende zu geben. Neffin hatte ein wenig mehr zu tun. Die spielbestimmende Mannschaft blieben die Eisbären. In dem mit 3.315 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Welli, brachten die Eisbären den Sieg nicht über die Zeit. In der 54. Minute schlugen die Dänen im Powerplay zu. Torschütze war Hjalte Kruse Thomsen. 35 Sekunden vor dem Ende fand ein weiterer Treffer der Dänen keine Anerkennung. Nach Sichtung der Videobilder wurde eine Torhüterbehinderung anerkannt. Der Eisbären-Trainer Eric Dubios hatte eine Challenge gefordert. Drei weitere Punkte waren auf der Habenseite. Die Eisbären hatten sich das Leben unnötig schwer gemacht. Zum Spielschluss bekam Garth Murray noch eine Strafe, er hatte sich heftig über das aberkannte Tor beschwert.

Éric Dubois (Trainer Eisbären Berlin): „Wir hatten in den ersten beiden Dritteln sehr viele Chancen. Wir hätten den dritten Treffer erzielen müssen, so haben wir Herning weiter im Spiel gelassen. Ich habe in den letzten beiden Spielen viele gute Dinge gesehen. Wir haben an diesem Wochenende deutlich besser verteidigt. Beim vermeintlichen zweiten Gegentreffer habe ich einen Hinweis von Video Coach Tom Kanzock und Torwarttrainer Sebastian Elwing bekommen. Ihnen gebührt das Lob hierfür. Das Wochenende gibt uns einen guten Aufwind für den DEL-Start am Donnerstag.“


Eric Hördler (Stürmer Eisbären Berlin): „Wir haben ein ordentliches Spiel abgeliefert. Natürlich gibt es noch Verbesserungspotenzial. Wir waren heute leider nicht so effizient. Wir hätten mehr Pucks aufs Tor bringen und einfacher spielen müssen. Daran werden wir arbeiten. Wir sind froh über die zwei Siege und sechs Punkte am Wochenende. Es war gut, dass der zweite Treffer zurückgenommen wurde, sonst wäre es schwer geworden. In der Overtime kann immer alles passieren. Mit den beiden Erfolgen gehen wir mit einem guten Gefühl in den Ligastart.“

Hans-Peter Becker

Avatar von Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske

Spieldaten

Champions Hockey League

4. Spieltag

13.09.2026 18:00 Uhr Wellblechpalast Berlin

Endergebnis
Eisbären Berlin – Herning Blue Fox 2:1 (0:0, 2:0, 0:1)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Neffin (LaFontaine) – Müller (A), Smith; Geibel, Wissmann (C); Davidson, Reinke; Kretzschmar, Saffran – Hördler, Eder, Pföderl; Veilleux, Vikingstad, Krestan; Kirk,Fontaine, Ronning; Mik, Wiederer, Griva – Trainer: Éric Dubois       

Herning Blue Fox: Bachmann Sörensen (Fecers) – Bunch Larsen, Amorosa; Söderbom, Löborg Kristensen; Glinski Jensen, Cibulskis – Bang Poulsen, O’Neil, Bau Hansen; Kiljunen, Toivola, Dmytriw; Kruse Thomsen, Linde, Schultz; Bang Przemieslo, Brink Eskildsen, Baerentsen  – Trainer: Garth Murray

Tore
1:0 – 29:29 – Pföderl (Ronning, Kirk) – PP1
2:0 – 32:53 – Hördler – EQ
2:1 – 54:50 – Kruse Thomsen (Schultz, Dmytriw) – PP1

Strafen
Eisbären Berlin: 6 (2, 2, 2) Minuten – Herning Blue Fox: 26 (0, 6, 20) Minuten 

Schiedsrichter

Kilian Hinterdobler, Lukas Kohlmüller (Lukas Pfriem, Maksim Cepik)

Zuschauer
3.315

Eisbären holen den ersten Saison-Sieg in der Champions Hockey League

In der Champions Hockey League sind 24 Teams am Start. Vor dem 3. Spieltag waren davon sechs Mannschaften ohne einen Punktgewinn. Zu denen gehörten die beiden amtierenden Meister aus Österreich und Deutschland, die am Freitagabend, 11.09.2026, im Welli, in Berlin gegenüberstanden. Eine Gemeinsamkeit hatte beide außerdem, hinter Bande werden sie von einem Franco-kanadischen Coach trainiert.

Die Moser Medical Graz99ers waren zu Gast im Wellblechpalast und die Eisbären hatten nach den beiden Niederlagen vom vergangenen Wochenende in der Schweiz was gut zu machen. Die Grazer verloren ihre Spiele gegen Bordeaux und den Schweizer Vertreter Fribourg-Gotteron. Nur vereinzelt gab es für die Partie Restkarten. Zugzwang, so nennt man das wohl, bestand für beide, sonst wäre wohl nach der Gruppenphase bereits Schluss. Es muss mindestens Platz 16 der Tabelle erreicht werden, dann geht es ins Achtelfinale und im K. o.-System weiter. In der Gruppenphase müssen sechs Spiele (drei Auswärts und drei Daheim) ausgetragen werden.

Im ausverkauften Welli, darunter ein gut gefüllter Gästeblock, übernahmen die Gastgeber sofort das Kommando. Das Anfangsdrittel gewannen die Eisbären deutlich mit 3:0. Der Meister aus der Alpenrepublik hatte nicht viel zu bieten. Nach zehn Minuten brachte Leo Pföderl die Eisbären in Führung. In der 19. und 20. Minute erhöhten Markus Vikinstad und erneut Pföderl auf 3:0.

Die Gäste kamen in der 28. Minute zu ihrem ersten Erfolgserlebnis. Sie nutzten ein powerplay, Gabriel Fontaine schmorrte auf der Bank, zum 1:3 Anschluss. Der Torschütze für die Grazer war Christopher Collins, der Jack Lafontaine im Eisbären-Tor überwinden konnte. Die Eisbären blieben auch im Mittelabschnitt die spielbestimmende Mannschaft. Ein weiterer Treffer fiel nicht, sodass der Meister aus Österreich das Mitteldrittel gewinnen konnten.

Im Schlussabschnitt waren erst ganze 35 Sekunden gespielt, da zappelte der Puck im Netz. Eric Mik hatte getroffen. Der alte Vorsprung war wieder hergestellt. Ein Überzahlspiel ab der 44. Minute konnten die Gäste nicht nutzen. Die Eisbären blieben am Drücker. In der 48. Minute landete ein Geschoss von Korbinian Geibel an der Torlatte. Das wäre wohl die endgültige Entscheidung gewesen. Knapp zehn Minuten vor dem Ende gab es eine handfeste Auseinandersetzung. Daraus resultierte eine Überzahlgelegenheit für die Eisbären, die sie nicht nutzen konnten. Es blieb beim 4:1, als im Welli die Schlusssirene ertönte. Der erste Sieg in der CHL war unter dem Wellblechdach.

Hans-Peter Becker

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Foto: © Stephan Wenske

Spieldaten

11.09.2026 19:30 Uhr Wellblechpalast im Sportforum Berlin-Hohenschönhausen

Éric Dubois (Trainer Eisbären Berlin): „Ich freue mich über unseren ersten Sieg in der CHL. Wir haben eine gute Reaktion auf das letzte Wochenende gezeigt und einen Schritt nach vorne gemacht. Meine Spieler haben über die gesamte Spieldauer vollen Einsatz gezeigt. Das ein oder andere Mal hätten wir besser zu Ende spielen können. Im Startdrittel haben wir das Fundament für den Erfolg gelegt. In den ersten zehn Minuten des Mitteldrittels lag das Momentum auf der Grazer Seite. Das haben wir uns dann aber wieder zurückgeholt.“  


Markus Vikingstad (Stürmer Eisbären Berlin):„Das war ein wichtiger Erfolg für uns. Wir mussten nach dem letzten Wochenende gewinnen. Wir haben aus den beiden letzten Spielen gelernt und gut reagiert. In der Schweiz haben wir kein Eisbären-Hockey gespielt, das wollten wir heute unbedingt besser machen. Es hat Spaß gemacht, im Welli zu spielen. Die Stimmung war herausragend.“   

Endergebnis
Eisbären Berlin – Graz99ers 4:1 (3:0, 0:1, 1:0)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: LaFontaine (Neffin) – Geibel, Wissmann (C); Müller (A), Smith; Davidson, Reinke; Kretzschmar – Hördler, Fontaine, Ronning; Mik, Eder, Pföderl; Veilleux, Vikingstad, Krestan; Saffran, Wiederer, Griva – Trainer: Éric Dubois       

Graz99ers: Wieser (Lagacé, Grascher) – Bjögvik-Holm, Hora; Stapelfeldt, Maier; Hanus, Kirchebner; Gruber, Zündel – Huber, Vela, Swaney; Dobnig, Collins, Currie; Ganahl, Schiechl, Feldner; Gadzhiev, Moosbrugger, Lippitsch – Trainer: Dan Lacroix

Tore
1:0 – 09:36 – Pföderl (Eder) – EQ
2:0 – 18:17 – Vikingstad (Mik) – EQ
3:0 – 19:21 – Pföderl (Wissmann) – PP1
3:1 – 27:33 – Collins (Feldner, Hora) – PP1
4:1 – 40:35 – Mik (Ronning, Fontaine) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 10 (2, 2, 6) Minuten – Graz99ers: 10 (2, 0, 8) Minuten 

Schiedsrichter

Kilian Hinterdobler, Zsombor Pálkövi (Maksim Cepik, Lukas Pfriem)

Zuschauer
4.227