Frohnau will sich die Berlin-Liga unbedingt erhalten

Vor dem 33. Spieltag führten die Füchse Berlin die Tabelle der Berlin-Liga souverän mit 75 Punkten an und stehen als Aufsteiger in die Oberliga fest. Daran konnten nachträglich aberkannte Punkte nichts ändern.

Irritationen gab es, was den Einsatz gesperrter Spieler betraf. Das Problem beschrieb Frank Arlinghaus auf FuPa Berlin: „Im Spielbetrieb des Berliner Fußballverbandes zählen gelbe Karten aus Pokal- und Ligawettbewerben zusammen. Sprich: Wer sich beispielsweise unmittelbar vor einem Pokalspiel im Ligaspiel eine Gelbsperre einhandelt, muss diese im Pokalspiel absitzen. Andersrum genauso. Da der BFV hier anders als andere Landesverbände handelt, lassen sich die gelben Karten im System aber nicht richtig anzeigen. Dort werden Pokal und Liga klar getrennt. Den Überblick zu behalten, welcher Spieler wann wirklich gelbgesperrt ist, ist entsprechend umständlich. Und führte mehrfach zu Fehlern.“

Sechs Spiele wurden neu gewertet:

Türkspor – Empor | neue Wertung 0:2

Frohnau – Südwest | neue Wertung 0:2

Rudow – Türkspor | neue Wertung 0:2

Füchse – BW90 | neue Wertung 0:2

SpaKi – Staaken | neue Wertung 2:0

Berliner SC – Altglienicke II | 2:0

Während am Freiheitsweg im Norden Berlins nach Lage der Dinge in der kommenden Saison Oberliga-Fußball gespielt werden wird, hat der Frohnauer SC ganz andere Sorgen. Ebenfalls im Norden beheimatet wird am Poloplatz um den Klassenerhalt gebangt. Selbst der Relegationsplatz schien noch in Gefahr zu geraten. Erleichterung nach dem 33. Spieltag, das Auswärtsspiel bei Stern 1900 wurde mit 4:1 gewonnen. Drei wichtige Punkte waren auf dem Konto. Wie die Übersicht zeigt, wurde auch ein Spiel des Frohnauer SC mit 0:2 gewertet. Am letzten Spieltag empfängt die Mannschaft von Trainer Olaf Jahn den SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf. Für die Frohnauer geht dabei um alles, während Blau-Weiß mit aktuell 42 Punkten bereits gerettet ist.

Im Lager der Frohnauer stellen sie sich die Frage, wie konnten wir so in die Bredouille kommen. Am 28. Spieltag wurde mit 0:1 im Heimspiel gegen Fortuna Biesdorf verloren und eine Woche später wurde die Mannschaft mit einer 0:7 Schlappe von Altglienicke II wieder nach Hause geschickt. Das war desolat und Trainer Marvin Hinz verstand die Welt nicht mehr. In der Hinrunde wurden 22 Punkte geholt und Platz 10 in der Tabelle erobert. Der Vorstand reagierte und wechselte den Trainer. Olaf Jahn übernahm die Geschicke auf der Trainerbank. Das hatte Wirkung auf die Mannschaft. Sie gewann auswärts mit 4:0 bei den Spandauer Kickers. Und es folgte ein 1:1 beim TSV Rudow. Immerhin konnte der direkte Abstieg wohl vermieden werden.

An den beiden letzten Spieltagen muss auch der Rechenschieber bemüht werden. Lediglich der Steglitzer SC Stern 1900 kann sich nicht mehr retten. Für Polar Pinguin sieht es gleichfalls nicht günstig aus. Nach Punkten könnten sie sich auf den Relegationsplatz hocharbeiten, allerdings müssten sie, zwei siegreiche Spiele vorausgesetzt, ein Torverhältnis von minus 27 ins Positive drehen, ein wohl hoffnungsloses Unterfangen. Der Frohnauer SC hat eine negative Tordifferenz von minus 12.

Wenn es um den möglichen Relegationsplatz geht, richten sich die Blicke aus dem Norden vor allem auf den Süden. Die VSG Altglienicke könnte als momentaner Tabellensechzehnter noch vorbeiziehen. Sie haben mit nur einem Punkt Rückstand auf den SCF, ein Spiel weniger ausgetragen und ein besseres Torverhältnis (-5).

Christian Zschiedrich

Éric Dubois in Berlin

Der Nachfolger des in die Schweiz abgewanderten Serge Aubin hat sich in einer Presserunde vorgestellt. Éric Dubois hatte sichtlich seine Freude an diesem Termin. Als er im Sommer 2025 nach Ingolstadt als Assistent von Mark French wechselte, war sein Plan, länger in Bayern zu bleiben. Von 2016 bis 2025 war er als Assistenz-Coach für den Club Manitoba Moose in der American Hockey League unterwegs. In einem auf youtube zugänglichen Video erklärte er ausführlich seine Beweggründe nach Europa zu wechseln. Es geht ihm um neue Perspektiven und eine Horizonterweiterung. Dass ihm zwölf Monate später ein Angebot von den Eisbären Berlin erreichen wird, hatte er so nicht auf dem Schirm. Die Zusammenarbeit mit Mark French in Ingolstadt war auf eine längerfristige Perspektive angelegt.

Der Anruf aus Berlin war eine große Überraschung. Er weiß, dass der Schritt vom Assistent zum Chef ein großer ist. Bei den Eisbären folgt er auf einen der erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte. Unter seiner Führung soll schnelles, gut strukturiertes Eishockey gespielt werden. Eine Grundvoraussetzung ist dabei eine stabile Defensive. Ebenso wichtig ist ein gutes Führungsteam. Ein neuer Assistenz-Coach wird noch kommen und Andre Rankel zur Seite gestellt werden. Der Neue soll sich vor allem die Special-Teams kümmern, das Powerplay ist verbesserungswürdig.

Dubois ist ein anerkannter Eishockeyfachmann, seine bisherigen Verdienste liegen im Bereich der Entwicklung von Spielern, ihr Heranführen an die Profiteams. In dem Gespräch betonte er extra, sich immer als Lehrer gesehen zu haben und diese Rolle nie ganz loszuwerden. Als Trainer musste man hart aber immer fair sein. Die Spieler müssen sich ihre Rolle im Team und damit verbundene Eiszeiten verdienen.

Was die sportliche Leitung der Eisbären da plant, klingt, wenigstens ein bisschen, nach einem Experiment. Angesprochen darauf, dass es auch schiefgehen kann, zog Stephane Richer einen Vergleich zu Don Jackson. „Das war ja schließlich auch kein großer Name.“

Vor Eric Dubois steht eine große Herausforderung. Gedanken macht er sich über das erste Zusammentreffen mit der Mannschaft. Aus dem aktuellen Kader kennt er nur Yannik Veilleux aus der AHL. Er zitierte dabei den Spruch von der zweiten Chance, die man nie hat einen guten ersten Eindruck zu machen.

Beeindruckt ist er von der Arena und der Stimmung, die die Fans bei den Spielen verbreiten. Sie ist vergleichbar mit der NHL Arena in Winnipeg. In Ingolstadt war das eine Nummer kleiner. Hinter der Bande steht ein sympathischer Zeitgenosse, der hoffentlich Erfolg haben wird und eine längere Amtszeit in Berlin.

Text und Foto: Hans-Peter Becker

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Volleyball – Berliner Nachwuchs mit Höhen, aber auch Tiefen  

Drei Medaillen für Berlin: Obwohl man nicht ganz an die Erfolge des vergangenen Jahres anknüpfen konnte, steht für die Hauptstadt bei Deutschen Nachwuchsmeisterschaften 2026 erneut mehrfach Edelmetall zu Buche. Hatte es 2025 noch drei Finalteilnahmen in den vier Altersklassen gegeben, schaffte es diesmal allein die U20 des Berliner TSC ins Endspiel und gewann dort Gold. In der U14 teilten sich die SCC JUNIORS und der Berliner Volleyballverein Vorwärts die Bronzemedaillen. Die U16- und U18-Teams gingen gegen starke Konkurrenz leer aus.

Ein Video auf Instagram, veröffentlicht nach dem Triumph der U20 in Saarbrücken, hat schon jetzt Kult-Status. Co-Trainer Michael „Gussi“ Lenck war in Vertretung der Coaches Tobias Grösch und Mansour Zadon gerade zum Fernseh-Interview angetreten, als die johlenden Jünglinge mit lautem Gesang das Gespräch crashten. Der 63-Jährige grinste zunächst und tanzte sogar ein bisschen mit, setzte dann aber mit einem entschlossenen „Jut Jungs, abhauen, abhauen!“, dem Spuk ein jähes Ende. Die Mannschaft hatte allen Grund zum Feiern: Ohne Satzverlust war sie zum Titel gerauscht. Dass die Spieler der Anweisung dennoch prompt folgten, erklärt Kilian Schmiedeke lachend so: „Wenn Gustav was sagt, ist das Gesetz.“ Der junge Mann, der zum siegreichen Team zählte, weiß um die Verdienste des Originals: „Er hat so viel getan für uns alle. Viele von uns haben bei ihm angefangen.“ Der 17-Jährige selbst hat in seinen Altersklassen in den vergangenen fünf Jahren vier Meistertitel gewonnen. Insgesamt zählt Lenck über 30 gewonnene Medaillen seit 2001, hat in seiner mehr als 40 Jahre währenden Trainerkarriere rund 100 Erst- und Zweitligaspieler mitentwickelt. Darunter sind zehn Nationalspieler. Kein Wunder also, wenn seine Schützlinge ihm gut zuhören. 

Was auch seine jüngeren Kollegen tun. „Gussi ist so etwas wie der Papa von uns allen, wir können von ihm extrem viel lernen“, sagt Arnaud Schmidt (25). Er ist seit Oktober vergangenen Jahres Cheftrainer der SCC JUNIORS, die in der U14 ihren stärksten Auftritt hatten. Genau wie der Berliner Volleyballverein Vorwärts stießen die Jüngsten in Dachau bis ins Halbfinale vor, ohne bis dahin einen Satz abgegeben zu haben. Dort allerdings warteten mit den L.E. Volleys und dem späteren Meister VGF Marktredwitz Kontrahenten, die diesmal noch ein wenig stärker waren. Trotzdem ist Platz drei für beide ein höchst erfreuliches Resultat. „Das Gold der U20, die zwei bronzenen der U14 – das ist mega“, findet Schmidt, der noch einen weiteren Erfolg hervorhebt: „Entferntes Ziel ist immer, acht Berliner Startplätze bei den Meisterschaftsendrunden zu erreichen, jetzt waren es sieben, das ist mehr als gut.“ Man könne schon zufrieden sein. „Andererseits kann man nicht wegreden, dass wir in der U18 nicht das erreicht haben, was wir wollen. Aber andere machen ihre Sache eben auch gut, das muss man akzeptieren.“ Platz 11 für Rotation Prenzlauer Berg und Rang 16 für den Schulsportverein Karow-Nord bei der Endrunde in Amberg entsprechen dennoch nicht den Berliner Erwartungen. Wobei zur Wahrheit gehört, dass Rotation den Einzug ins Viertelfinale mit einem 18:20 im Tiebreak gegen den späteren Medaillengewinner Solingen denkbar knapp verpasste. 

Torsten Manke, Schmidts Vorgänger beim SCC und jetzt Berliner Landestrainer, ordnet die Resultate ähnlich ein. „In der U18 und U16 haben wir uns ein bisschen mehr erhofft“, sagt er. Auch in der U16 mit einem Team der SCC JUNIORS war eine Medaille in Reichweite. Das Viertelfinale gegen Leipzig ging allerdings ebenfalls nach einer starken Leistung erst im Tiebreak verloren. Wobei den Berlinern wegen Verletzung in Dresden ein wichtiger Spieler fehlte. So blieb Rang sieben als Endergebnis. „Das ist aber tendenziell eine jüngere Mannschaft, die nächstes Jahr auf Medaillenjagd gehen kann“, hofft Manke. Beim abschließenden Bundespokal in der U16 kam die Auswahl des Volleyball-Verbandes Berlin nicht über Rang sieben hinaus. „Generell“, meint Manke, „ist das Abschneiden nicht sehr gut, aber gut.“ 

Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit zwischen den Berliner Volleyballvereinen, Talente zu sichten, zu entwickeln und Synergien zu schaffen, sieht er nach der personellen Veränderung nicht. Die Initiative dazu ging 2016 von den BR Volleys aus, seitdem schnellten nicht nur die Erfolge, sondern auch die Mitgliederzahlen nach oben. Seit der Pandemie haben sich diese im männlichen Nachwuchs fast verdoppelt. Am 01. Januar 2021 waren es 1.028 gemeldete Jugendspieler, jetzt zum Jahreswechsel 1.935. Dazu wird die Spitze noch gezielter gefördert. „Der Übergang Manke/Schmidt hat sehr gut funktioniert“, sagt er, „wir haben ein klares System. Die Verknüpfung Sportschule, Landesauswahl und Vereinssport ist sogar noch ein bisschen besser und intensiver geworden. Auch was die nächsten Jahrgänge angeht, glaube ich, das geht gut voran.“ Das Berliner Nachwuchssystem trägt sichtbar Früchte und ist der Nährboden für weitere Medaillengewinne. Der Weg für Jungs wie Kilian Schmiedeke scheint bereitet und die Chancen stehen gut, dass auch die nächste Generation an Berliner Jugendtrainern Bundesliga-, BR Volleys- und eines Tages Nationalspieler formt.

Christof Bernier/BR Volleys

Foto-Credit: SCC JUNIORS

Die Deutschen Meisterschaften im Überblick:

U14
Ausrichtung: 16./17. Mai beim ASV Dachau
Platzierungen: Bronze Berliner Volleyballverein Vorwärts, Bronze SCC JUNIORS

U16
Ausrichtung: 25./26. Apr beim VC Dresden
Platzierung: 7. Platz SCC JUNIORS

U18
Ausrichtung: 16./17. Mai beim DJK Sportbund Amberg
Platzierungen: 11. Platz SG Rotation Prenzlauer Berg, 16. Platz SSV Karow-Nord

U20
Ausrichtung: 09./10. Mai beimTV Bliesen
Platzierungen: Gold Berliner TSC, 12. Platz SCC JUNIORS

Eisbären verpflichten neuen Head-Coach

Die Wahl fiel wieder auf einen Frankokanadier. Nach dem Weggang von Serge Aubin wird sein Landsmann Eric Dubois den Platz hinter der Bande einnehmen. Für den am 10. Mai 1970 in New York City geborenen Dubios ist es die erste Station als Cheftrainer im Männerbereich. Bisher war er dort als Assistenztrainer unterwegs. Erfahrung als verantwortlicher Chef hinter Bande sammelte er für fünf Spielzeiten in der Quebec Maritimes Junior Hockey League (QMJHL), einer der besten Nachwuchsligen im Eishockey. Die vergangene Saison bestritt als Assistent von Mark French bei den Ingolstädter Panthern in der DEL.

Während seiner aktiven Laufbahn als Eishockeyprofi spielte er auch drei Jahre in der DEL. Die Saison 1997/98 verbrachte der gelernte Verteidiger bei den Revier-Löwen Oberhausen und von 2000 bis 2002 stand er für 119 Spiele bei den Schwenninger Wild Wings auf dem Eis.

Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer sagt: „Ich freue mich sehr, dass wir Éric Dubois für uns gewinnen konnten. Ich verfolge Érics Weg schon lange. Wir hatten sehr gute Gespräche und waren direkt von seinen Ideen und Konzepten überzeugt. Wir sind uns sicher, dass er der richtige Cheftrainer für die Eisbären ist. Man hat gemerkt, dass Éric es kaum abwarten kann, in Berlin loszulegen. Er kennt die PENNY DEL bereits und hat eine hohe fachliche Expertise. Éric hat jahrelang auf sehr hohem Niveau gecoacht und bringt zusätzlich umfangreiche Erfahrung in der Arbeit mit Nachwuchstalenten mit. Nachdem Éric vor ein paar Jahren auch schon bei uns im Trainingslager mitgearbeitet hatte, ist der Kontakt nie abgerissen. Der Stil, den er spielen lässt, passt sehr gut zu den Eisbären. Zudem möchte ich mich auch ausdrücklich beim ERC Ingolstadt bedanken, dass wir mit Éric in Verhandlungen treten durften.“

„Ich freue mich sehr, mich den Eisbären Berlin anzuschließen. Ich fühle mich geehrt, nun Teil einer Organisation mit einer so erfolgreichen Tradition zu sein. Ich freue mich darauf, mit dem hervorragenden Führungsteam der Eisbären zusammenzuarbeiten und diese Kultur weiterzuführen. Mein Dank gilt auch der gesamten Organisation in Ingolstadt, vor allem Tim Regan und Mark French, für die Möglichkeit, mich in Europa zu etablieren. Ich bin voller Tatendrang, nach Berlin zu kommen und mein neues Kapitel zu beginnen“, erklärt Éric Dubois.

Der Donaukurier spricht von riesigen Fußstapfen, während in der Berliner Morgenpost von einer riesigen Überraschung bei der Trainerauswahl die Rede ist.

Hans-Peter Becker

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Die Wasserfreunde erneut in Hannover

Eigentlich scheint bislang alles normal verlaufen im 105. Meisterschafts-Finale der Wasserball-Männer. Spiel 1 haben die Wasserfreunde Spandau 04 mit 14:11 für sich entschieden. Spiel 2 hat der Titelverteidiger Waspo 98 Hannover mit 12:7 gewonnen. Der Zwischenstand von 1:1 Siegen bedeutet, dass die Best-of-Five-Serie, die drei Erfolge für den Triumph voraussetzt, auf jeden Fall noch mit weiteren Partien fortgesetzt wird, ehe gefeiert werden darf.

Der überraschende Auftakt mit einem megastarken Auftakt der Berliner setzte nach vier Waspo-Siegen in der laufenden Saison (2 x DWL, je 1 x Supercup und Pokal) ein ernstzunehmendes Achtungszeichen und setzte sich beim ersten von zwei Partien zur Mitte der Woche bis zur Halbzeit des zweiten Matches fort. Nach dem ersten Viertel lag Spandau 1:3 zurück und ließ sich im Volksbad Limmer auch nach 1:4 und 2:5-Rückständen bis zur Pause (4:5) nicht abschütteln und schaffte zu Beginn des dritten Abschnitts sogar noch den 5:5-Ausgleich.

Doch im Anschluss entwickelte sich das Spiel mit einem 5:0-Lauf der Niedersachsen bis zum 10:5 gegen die Berliner Interessen. In dieser Phase des Spiels konnte Waspo mehrere Überzahlspiele für sich nutzen. Die Berliner erhielten hingegen im 3. Viertel für 4 Angriffe hintereinander Angriffsfouls und dazu wurde noch ein erzieltes Tor aberkannt.

Die Mannschaft von 04-Trainer Marin Restovic konnte diesen Rückstand bis zum Ende nicht mehr ausgleichen und musste eine Niederlage mit fünf Toren hinnehmen, was die Leistungsniveaus der beiden Teams nicht realistisch widerspiegelt. Im dritten Finalmatch am Samstag muss Spandau einen vergleichbaren Spielverlauf unbedingt verhindern, denn der Gewinner des Duells hat dann am 03.06.2026 im vierten Spiel in Berlin die Möglichkeit, Meister zu werden.

Fortsetzung der Serie:

Finale 4 03.06.2026 Spielbeginn: 19:00 Uhr – Berlin SSH

Finale 5 06.06.2026 Spielbeginn: 18:00 Uhr – Volksbad Limmer Hannover falls notwendig

Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Joshua Senne bombt Inter II zum Pokalsieg

Wasserdiskussion trübt Finale am Pfingstmontag

Kaum war das Pokalwochenende mit den Höhepunkten im DFB-Finale des Samstags beendet, gab es in Berlin auch schon die nächsten Endspiele: Am Pfingstmontag bat der Berliner Fußball-Verband (BFV) zu den Finalpartien der 2. Herren, der 7er sowie der Unteren – dem „Cosy Wasch-Landespokal“. Die Mannschaften standen sich auf dem traditionsreichen Sportplatz von Kickers 1900 an der Schöneberger Monumentenstraße gegenüber.
Über den Tag verteilt, wohnten etwa 1.200 Besucher und Besucherinnen dem Geschehen bei.

Die Verantwortlichen und Schiedsrichter-Betreuer hatten derweil einen langen Tag. Um 8 Uhr fand man sich ein. Los ging’s mit dem Endspiel der 7er zwischen TSV Berlin-Wittenau und dem 1. FC Lübars (1:2). Damit gelang den Lübarsern das Double aus Pokal und Meisterschaft. In einer mit der üblichen Spannung und dem bekannten Hin und Her ausgetragenen Verlängerung und anschließendem Entscheidungsschießen hieß es am Ende 5:4 für die 3. Mannschaft von Hertha 03 (2:2 nach regulärer Spielzeit). Die heftiger anfeuernden Anhänger der unterlegenen Viktoria III konnten am Pokalsieg des glücklicheren Teams der „kleinen“ Hertha durch ihre Schmährufe nichts ändern. Zehlendorf spielte seit der neunten Minute nach einem Foulspiel in Unterzahl.

Topfinale war die Partie zwischen dem FC Internationale II aus der Landesliga 2 und dem Vertreter aus der Kreisliga A, den Spandauer Kickers II (0:4). Von Beginn an waren die Chancenvorteile der Inter-Spieler offensichtlich. Die Kickers konnten Umschaltmomente kaum erzwingen, blieben auch technisch limitiert. Ab der 65. Minute nach einer Notbremse in Unterzahl, schien nach dem Elfmetertor zum 0:3 doch noch das Ehrentor gefallen (78.) Der Treffer fand jedoch keine Anerkennung. Dreifacher Schütze dieses Endspieles – wie der Münchner Harry Kane zwei Tage zuvor im Berliner Olympiastadion – war Joshua Senne. Zum Endstand netzte Inter-Kapitän Miguel Nunez-Von-Voigt in der Nachspielzeit ein. Der gehörte ebenfalls zu den stärksten Akteuren seiner Mannschaft.

Ein langer Pokalendspieltag bei (fast) idealen Bedingungen ging erst nach 17:30 Uhr zu Ende. Ein Wermutstropfen bleibt. Und der hat mit Wasser zu tun: Abzulesen war er an den Mienen der Besucher am Kassenbereich. Der Ausrichter Kickers 1900 legte unter Duldung des BFV die Stadionordnung nach Profimaßstäben fest. Bei beinahe dreißig Grad im Schatten ließ es die Security nicht zu, kleine Wasserflaschen mit auf das Gelände zu bringen. Es schien auch so, als würde bei der Kontrolle gezielt nur nach Getränken geschaut. Ein ziemlich dreister Versuch, beim Pokalfinale der unteren Amateure eine möglichst hohe Einnahme zu erwirtschaften. Der Sicherheitsaspekt ist wohl zu vernachlässigen, denn bekanntlich gelingt es selbst in den großen Stadien nicht, das kiloweise Einschleusen von Pyrotechnik und anderem in den Zuschauerraum zu unterbinden. Wohin soll eine solche Kontrollpraxis in den unteren Bereichen also führen? Parallel dazu ging es bei der Getränkeausgabe nicht zu wie vom BFV („Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung“) eigentlich angestrebt, ja gefordert. Die meisten Wässerchen, Säfte und Kaltgetränke wurden in Wegwerfbechern ausgegeben.

Text und Foto: Frank Toebs

VSG Altglienicke – Pokalsieg trotz Unterzahl

Altglienickes Torwart Luis Maria Zwick als Spieler des Tages ausgezeichnet

Am vom DFB initiierten Finaltag der Amateure finden in Berlin stets zwei Endspiele statt. Bevor im Olympiastadion am Abend die Fußballsaison im Wesentlichen ihren Abschluss findet, wird zuvor zu mittäglichen Stunde der Landespokalsieger ermittelt. Die Spielstätte ist seit einigen Jahren nicht weit vom Olympiastadion entfernt. Das inzwischen altehrwürdige Mommsenstadion, 1930 eingeweiht, bietet nach einigen Schönheitsreparaturen einen würdigen Rahmen, leider gibt es noch einiges zu bemängeln. Die Beschallungsanlage und der Rasen müssen dringend überholt werden.

Wenn es der DDR-Serienmeister BFC Dynamo ins Endspiel schafft, ist eine beachtliche Zuschauerzahl garantiert, verbunden mit dem Nachteil einer erhöhten Polizeipräsenz, was die Kosten für die Allgemeinheit ansteigen lässt. Die beiden Endspiele hatten eine Gemeinsamkeit. Die amtierenden Pokalsieger schafften es nicht, den Pott zu verteidigen. Unter den offiziell verkündeten 7.639 Zuschauern waren auch einige die sich als Bayern oder Fans des VfB Stuttgart zu erkennen gaben.

Es war der erste warme Sommertag in Berlin, die Temperaturen auf dem Rasen ließen eher Urlaubsgefühle aufkommen, als harten Wettkampfsport. Im Gegensatz zu dem Abendspiel, wo die Spannung lediglich bis zur Hälfte der 2. Halbzeit andauerte, bekamen die Besucher im Mommse einen Nachschlag geboten. Nach der regulären Spielzeit stand es 1:1. In der 8. Spielminute nutzte der BFC durch Ivan Knezevic einen Fehler der Altglienicker Abwehr zur Führung. Zuvor ließ die Elf aus Altglienicke zwei dicke Möglichkeiten liegen. Der BFC traf dagegen gleich mit dem ersten Torschuss. Bis zur Halbzeit stürmte nur die VSG Altglienicke, sie belohnten sich nicht. Entweder war BFC-Keeper Nicolas Ortegel auf dem Posten oder die Schüsse verfehlten ihr Ziel. In der 37. Minute war der Ball im BFC – Gehäuse, gleichzeitig ging die Fahne nach oben, leider ein Abseitstreffer. Der mehr als verdiente Ausgleich fiel in der zweiten Minute der Nachspielzeit, der bis dahin auffälligste Akteur der Altglienicker Sydney Mohamed Sylla war der Torschütze.

Die im Nachhinein wohl spielentscheidende Szene ereignete sich in der 48. Minute. Schiedsrichter Sven Schröder zeigte auf den Strafstoßpunkt. Willi Reincke war etwas zu sehr geschubst und bearbeitet worden. Leandro Putaro hatte den Ball bereits in der Hand und wollte zur Ausführung schreiten, da kam von der Bank das Zeichen zum Wechseln. Für Putaro kam Rufat Dadashov, der frisch von der Bank den Strafstoß ausführte. Halbhoch, vom Schützen rechts neben den Pfosten, der Torwart ahnte die Richtung und der Ball war abgewehrt. Eine ungewöhnliche Maßnahme, auf Nachfrage in der Pressekonferenz nach dem Spiel räumte BFC-Trainer Sven Körner ein, einen Fehler gemacht zu haben. Der BFC stellte taktisch um und kam zu weiteren Möglichkeiten. Altglienicke setzte immer wieder Nadelstiche. In der 88. Minute sah Mehmet Ibrahimi nach einem Foul die gelbe Karte, es war seine zweite im Spiel. Altglienicke spielte nur noch mit 10 Spielern und die Verlängerung stand bevor.

In der Verlängerung verschoben sich, bedingt durch den Platzverweis, die Spielanteile zum BFC. Das Tor gelang den Blauen aus dem Berliner Süden. In der 103. Spielminute beförderte der drittligaerfahrene Jonas Nietfeld den Ball ins Netz. Es war noch genug Zeit für den BFC. Die hohen Tempraturen forderten von allen Akteuren ihren Tribut und Luis Zwick im Tor der Altglienicker steigerte sich von Aktion zu Aktion, brachte die Angreifer schier zur Verzweiflung. Er hielt den Sieg fest und wurde zum Spieler des Tages gewählt. Er selbst gab zu, in der Nacht zuvor schlecht geschlafen zu haben.

Die VSG Altglienicke darf sich jetzt auf die Auslosung der erste Runde im DFB-Pokal freuen, einen Wunschgegner haben sie nicht, wie wäre es mit Union oder Hertha, ließ Dan Twarzik vernehmen. Das hätte auch den Vorteil, dass das Problem der Spielstätte gleich mit geklärt wäre.

Text und Fotos: Hans-Peter Becker

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Nicht gewonnen und doch um einen Platz verbessert

Füchse spielen gegen Hannover 30:30

Wechselbäder, also das Hin und Her zwischen warm und kalt, sind in der Medizin eine seit langem bewährte Therapieform. Damit sollen sowohl das vegetative, als auch das Herz- und Kreislaufsystem trainiert werden. Welche Auswirkungen dagegen Wechselbäder während eines Handballspiels, ein langes Hin und Her zwischen Sieg oder Niederlage, auf die Gesundheit der Fans haben, ist noch nicht ausreichend erforscht. Beim Spiel zwischen den Füchsen und dem TSV Hannover Burgdorf hätten dazu interessante Studien durchgeführt werden können.

Die Gastgeber, ganz darauf fixiert im Kampf um Platz zwei Boden gutmachen zu können, da Konkurrent Flensburg in Magdeburg spielte, begannen konzentriert und warfen einen drei-Tore-Vorsprung heraus – 6:3/12. Diese Führung hatten sie auch den überragenden Aktionen von Torhüter Lasse Ludwig zu verdanken (17 Paraden insgesamt), der einige freie Würfe der Niedersachsen entschärfte und damit die Dysfunktion seiner Abwehr ausbügelte. Allein zweimal parierte er Bälle von Burgdorfs Kreisläufer Justus Fischer. Statt der Fortsetzung des erfolgreichen Beginns mussten die 8.601 Zuschauer jedoch registrieren, dass die Füchse nicht nur den Spielfaden aus der Hand gaben, sondern, dass er ihnen komplett gerissen war.

Missverständnisse im Angriffsspiel, dazu Fehlwürfe in Reihe, von Arino über Hakun West und Marsenic sogar bis zu Gidsel, waren die Folge. In dieser Black-out-Phase der Gastgeber wandelte die Hannoveraner ihren drei-Tore-Rückstand in einen vier-Tore-Vorsprung – 15:11/30. Das Erlebte fasste Trainer Nicolej Krickau später so zusammen. „Wir waren heute gar nicht in der nötigen Verfassung. Kollektiv sowie individuell waren wir zu weit entfernt von unseren Stärken“.

Der Wille auf Veränderung war den Berlinern mit Wiederanwurf anzumerken. Durch Treffer von Lichtlein, Freihöfer und Gidsel wurde binnen sieben Minuten der Ausgleich erzielt und beim 19:18/43. erstmals seit der 14. Minute wieder eine Führung er-reicht. Da die Gastgeber sich jetzt auf ihre Stärke, den variablen Tempohandball besannen, wurde daraus in den besten Momenten sogar ein drei-Tore-Vorteil – 26:23 (49.) Die Gäste wankten, aber fielen nicht, weil es den Füchsen an Konsequenz mangelte, was sich in des Trainers Kritik niederschlug. „Bei einem Drei-Tore-Vorsprung müssen wir das Momentum auf unserer Seite behalten. In dieser Phase waren wir erneut nicht effektiv genug“.

Nach wechselnder Führung in der Crunchtime, bot sich 45 Sekunden vor Schluss doch noch die Chance auf den Sieg. Dass nach einer Auszeit ausgerechnet Welthandballer Mathias Gidsel den Wurf versemmelte, passte zu diesem aus Berliner Sicht durchwachsenen Abend. Das 30:30 entsprach am Ende durchaus dem Spielverlauf. Einen etwas positiveren Anstrich bekam das Ergebnis erst Stunden später, als die Flensburger Niederlage in Magdeburg (30:31) feststand. Dadurch kletterten die Füchse dank des besseren Torverhältnisses auf Platz zwei vor den punktgleichen Flensburgern, die am letzten Bundesliga-Spieltag (7. Juni 2026) zur wohl entscheidenden Partie in der Max-Schmeling-Halle aufkreuzen. Zuvor müssen die Berliner zweimal auswärts ran – in Eisenach und Melsungen.

Für die Füchse erfolgreich: Andersson (4), Grøndahl (2/1), Lichtlein (4), Gidsel (9), Freihöfer (4/3), Langhoff (1), av Teigum (1), Marsenić (5).

Herbert Schalling

Gelingt dem BFC Dynamo die Pokalverteidigung?

Am 23. Mai 2026 ist es wieder so weit, im Mommsenstadion messen im Endspiel um den Landespokal Berlin die VSG Altglienicke und der BFC Dynamo ihre Kräfte. Dem Sieger winkt neben der Ehre auch die lukrative Antrittsprämie für die erste Runde im DFB-Pokal. Einen ausgemachten Favoriten gibt es in der aktuellen Auflage nicht. Beide spielen in derselben Liga.

Das letzte Aufeinandertreffen in der Regionalliga Nordost fand am 20. März im Sportforum Hohenschönhausen statt und endete Unentschieden 1:1. Das Hinspiel in Fürstenwalde am 28. September 2025 endete sogar torlos.

In der jetzt bevorstehenden Begegnung muss es am Schluss einen Sieger geben. Beide begegnen sich auf Augenhöhe, sodass eine spannende Auseinandersetzung erwartet werden darf. Nicht ausgeschlossen, dass es einen Nachschlag bis hin zur Entscheidung im Elfmeterschießen geben könnte.

Beide Mannschaften kennen sich wohl in- und auswendig. Der Abwehrchef der Dynamos Tobias Gunte spielte, bevor er zum BFC wechselte, zwei Jahre für die VSG. Vom BFC in den Berliner Süden wechselte Torwart Talent Malik Liao, der allerdings in der zurückliegenden Spielzeit nicht zum Einsatz kam. Eine Gemeinsamkeit haben beide Finalisten aufzuweisen. Die Saison verlief eher durchwachsen, die anvisierten Zielstellungen wurden nicht erreicht. Auf der Trainerbank im Finale werden auf beiden Seiten nicht die Verantwortlichen sitzen, mit denen die Saison begonnen wurden. Erst im März wurde Ersan Parlatan und sein Co. Trainer entlassen und durch Dan Twardzik und Björn Brunnemann interimsweise ersetzt. Der BFC Dynamo hatte sich bereits im Dezember 2025 von Dennis Kutrieb getrennt und durch Sven Körner ersetzt. Kutrieb hatte den BFC im vergangenen Jahr noch ins Finale geführt und konnte mit der Mannschaft den Pokal in die Höhe recken.

VSG-Trainer Dan Twardzik und Dynamo-Coach Sven Körner (v.l.n.r.) und alles was neben dem Platz zählt. Foto: Loredana Zafisambondaoky

Der BFC ist also Pokalverteidiger, während die VSG Altglienicke zuletzt 2022 in einem Endspiel stand und damals unter Trainer Karsten Heine gegen den Absteiger aus der 3. Liga, Viktoria Berlin, etwas unglücklich mit 1:2 verlor. An dieses Spiel sollten sie sich in Altglienicke nicht erinnern, sondern mehr an das Jahr 2020. Unter Corona-Bedingungen wurde damals im Jahnsportpark Viktoria sage und schreibe mit 6:0 in die Kabine geschickt. Auf die eigentlich obligate Pressekonferenz vor dem Finale hat der Veranstalter in diesem Jahr verzichtet. Stattdessen wurden Anfang Mai bei Teams zu einem Media-Day eingeladen. In einem Interview im Rahmen des Media-Days äußerte BFC-Trainer Sven Körner: „Wenn man die Saison betrachtet, ist eigentlich egal, wer Titelverteidiger ist. Das Ziel war, ins Finale zu kommen, und das Ziel ist, den Pokal zu verteidigen. Klar ist aber auch: Wir sind nicht der Favorit, sondern Altglienicke. Die haben eine Mannschaft mit sehr vielen, höherklassig erfahrenen Spielern. Und klar, wir haben eine Mannschaft mit extrem großem Potenzial. Trotzdem ist in diesem Spiel alles möglich, am Ende ist es ein 50:50-Spiel.“

Gelingt dem BFC Dynamo die Pokalverteidigung oder darf Altglienicke sich freuen? So gemütlich wie beim Media-Day bei Bier und Bratwurst wird es nicht zugehen. Das Mommsenstadion dürfte wie im vergangenen Jahr wieder gut gefüllt sein. Der BFC hat von allen Berliner Vereinen nach Union und Hertha wohl immer noch die größte Zugkraft, was den Verkauf von Eintrittskarten betrifft. Um 11:30 Uhr wird Schiedsrichter Sven Schröder mit seinen Assistenten Johann Schwarz, Florian Alexander Meer und Benjamin Pilgrim die Finalpartie eröffnen.

Hans-Peter Becker

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BFC-Fans beim Pokalfinale 2025 im Mommsenstadion Titelfoto: Hans-Peter Becker

Das Finale um die Deutsche Meisterschaft im Wasserball kann beginnen

23. Mai 2026

Wasserfreunde Spandau 04 – W98 Waspo Hannover

Spielbeginn: Samstag, 16.00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Seit Beginn der Erfolgsserie 1979 konnten Wasserfreunde Spandau 04-Männer bisher 91 nationalen Titeln gewinnen (38 Meister, 32 Pokal, 21 Supercup). In diesem Zeitraum waren die Berliner nur einmal, in einem Finale um die Deutsche Meisterschaft, nicht vertreten. 1993 schieden die Berliner im Halbfinale gegen Waspo Hannover aus.

Auch in dieser Saison stehen die Wasserfreunde Spandau 04 im Finale. In der Hauptrunde reichte es zwar nur zum dritten Tabellenplatz doch in zwei hart umkämpften Playoff-Halbfinals gegen den Zweiten ASC Duisburg wurde der Einzug ins Finale geschafft. (HF1 in Berlin 21:11, HF2 in Duisburg 15:14 nach 5-m-Werfen)

Seit 2017 ist dort W98 Waspo Hannover der Dauerrivale und hat sich dort im Laufe der Jahre zum aktuellen nationalen Spitzenteam entwickelt.
Mit dem Auftakt der Best-of-Five-Serie ab dem 23. Mai stehen sich die beiden besten deutschen Teams zum 10. Mal in Serie gegenüber.

Hannover ist Favorit des Duells – national in der laufenden Bundesliga-Saison ungeschlagen, Supercup- und DSV-Pokalsieger. In den vier Begegnungen gegen Spandau war die Mannschaft von Trainer Aleksandar Radovic mehr oder minder deutlich überlegen, warf die Berliner im Pokal-Achtelfinale mit 17:12 aus dem Wettbewerb, siegte in der Bundesliga mit 20:13 und 11:7 und holte sich den Supercup mit 14:10. In den Viertel- und Halbfinal-Playoff Partien hatte der Titelverteidiger gegen die SG-Neukölln und die White Sharks Hannover wie erwartet keinerlei Probleme.

Die Berliner werden es den Hannoveraner schwer machen, so Spandau Coach Marin Restovic. Unser junges Team hat hart für dieses Finale gearbeitet. Wir konnten unsere Leistungen im Laufe dieser Saison Schritt für Schritt steigern. Dabei durchliefen wir auch einige Täler. Wir wollen alles dafür geben, die letzte Möglichkeit zu nutzen, in dieser Saison einen Titel zu gewinnen.

Fortsetzung Serie:
Finale 2 27.05.2026 Spielbeginn: 19:00 Uhr – Volksbad Limmer Hannover
Finale 3 30.05.2026 Spielbeginn: 18:00 Uhr – Volksbad Limmer Hannover
Finale 4 03.06.2026 Spielbeginn: 19:00 Uhr – Berlin SSH falls notwendig
Finale 5 06.06.2026 Spielbeginn: 18:00 Uhr – Volksbad Limmer Hannover falls notwendig

Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04