Berliner Pokal – Teilnehmer am Viertelfinale sind ermittelt

Stern Marienfelde – Tennis Borussia 3:1; Berliner AK 07  – VSG Altglienicke 0:1; FC Hertha 03 – BFC Dynamo 0:3; FC Amed – FC Viktoria 1:7;  Türkiyemspor – SC Staaken 1:3; Berliner SC – SD Croatia 5:4; Sp. Lichtenberg – SV Tasmania 2:3 n.V.; TuS Makkabi – CFC Hertha 06 2:1 n.V.   

Ja, es gab einige Überraschungen. Wer hatte daran geglaubt, dass Oberligist TeBe bei einem Landesligisten aus dem Pokal fliegt oder, dass Altglienicke beim BAK 07 als Sieger vom Platz geht. Dass der BFC Dynamo gegen Hertha 03 gewinnt, geht an, in dieser Klarheit jedoch nicht. Am Freitag, 22.11. geht es im Mommsenstadion wieder Erster gegen Zweiter um Punkte. Tennis Borussia ist gewaltig angeschlagen und das Selbstvertrauen der Zehlendorfer dürfte auch gelitten haben. Dagegen spricht das 7:1 von Titelverteidiger Viktoria 89 eine deutliche Sprache. Naja, der Regionalligist gegen einen Kreisklassen A-Vertreter. Einen erneuten Tiefschlag musste Oberligist Hertha 06 beim Berlin-Liga-Vertreter Makkabi hinnehmen.

Im Viertelfinale ab Samstag, 18. Januar 2020, geht es schon um Geld. Die beschlossene Änderungen besagen, dass alle Viertelfinalisten aus dem Fernsehgeldtopf partizipieren. Klasseniedere Mannschaften genießen ab jetzt nicht mehr automatisch ein Heimrecht.

Christian Zschiedrich                     

Eisbärensieg und Ehrenrunde für Jens Baxmann

Die Iserlohn Roosters stellten sich erstmals in der laufenden Saison bei den Eisbären vor. Für einen Akteur auf dem Eis hieß es „Willkommen daheim“. Seit 2001 spielte er für die Eisbären, mit der Nummer 29 auf dem Trikot, er trägt sie weiter bei seinem neuen Verein . Als Verteidiger in der dritten Reihe hatte er keine auffälligen Szenen, abgesehen vom letzten Drittel als Baxmann zentral, unbedrängt zum Schuss kam, der vom Eisbären-Goalie Sebastian Dahm gemeistert wurde. Der Ex-Iserlohner verhinderte somit einen Treffer, den die Eisbären-Fans dem Iserlohner gegönnt hätten. Es wäre das 1:3 aus Sicht der Gäste gewesen und hätte dem Spiel wohl keine entscheidende Wendung mehr geben können. Zu souverän wirkten die Eisbären und hatten Vorteile in allen Belangen des Spiels.

Das den Gästen dem Sauerland kein Treffer gelang, war symptomatisch, nur bemüht zu sein reicht in den seltensten Fällen. Die Eisbären waren pass-sicherer und entwickelten mehr Geschwindigkeit. Nach dem 1. Drittel führten sie mit 2:0 und legten das 3:0 im Mittelabschnitt nach. Der Endstand zum 4:0 fiel in der 58. Spielminute. Nach Spielschluss feierte die ausverkaufte Arena nicht nur das eigene Team, gefordert wurde auch Jens Baxmann, für eine extra Ehrenrunde. Allein in der DEL hat Baxmann 860 Mal für die Eisbären gespielt, auf mehr Einsätze bringt es nur Sven Felski.

Im Gegensatz zu den Iserlohnern läuft es bei den Eisbären immer besser. Durch den Sieg wurde es ein sechs Punkte Wochenende. Die Eisbären festigten ihren fünften Tabellenplatz und müssen am kommenden Freitag, 22.11. bei den Adlern in Mannheim antreten.

Hans-Peter Becker

Herthas Trainer auf Bewährung

Ich bin sogar der Meinung, dass er sich wohl nicht behaupten kann. Sein Abgang ist nur noch eine Frage der Zeit. Ex-Bundestrainer und seit kurzem Hertha-Vorstand Jürgen Klinsmann wird in Kenntnis der Probleme nicht von sich aus spontan handeln, doch hinter Klinsmann steht der Investor Lars  Windhorst. Der will sein Geld gut angelegt wissen, ob so Erfolg zu kaufen ist, wird unterschiedlich beurteilt.

Als Ante Covic zur neuen Saison als Cheftrainer vorgestellt wurde, erlaubte ich mir in der Pressekonferenz die Frage, ob Ante, wenn es schiefgeht, so handeln werde wie Pal Dardai? Die Frage wurde als unverständlich und unangebracht angesehen. Ich gestehe, ein Fürsprecher für Ante Covic gewesen zu sein.

Hertha-Coach Ante Covic © Fotocredits herthabsc/citypress

Im September kommentierte ich, dass es bei Hertha nicht am Trainer liegt und nicht helfe, der Mannschaft wieder zu bescheinigen, nicht so schlecht gespielt zu haben. Es zählt eben nur das Ergebnis. So erging es auch Niko Kovac bei Bayern München. Dabei war seine Ausbeute gar nicht so schlecht. Wenn bei aller Kontroverse am Ende bei Hertha herauskommen sollte, Niko Kovac wird der Nachfolger von Ante Covic, er hätte sofort meine Sympathie.

Ante Covic spielt auf Bewährung bei der Hertha und wird sie nicht bestehen ? Das muss jeder Trainer, der so ein Amt übernimmt, einkalkulieren. Herthas nächste Aufgaben sind nicht von Pappe. Bekanntlich ist im Fußball alles möglich. Gegen prominente Mannschaften sah Hertha nicht so schlecht aus. Gegen Spitzenmannschaften musste der Trainer nicht zusätzlich motivieren. Je reizvoller die Aufgabe, umso beherzter war der Einsatz. Vielleicht hilft ihm die Mannschaft, die Ergebniskrise zu überwinden und lässt ihn nicht im Stich, wie offensichtlich die Spieler des FC Bayern ihren Trainer Nico Kovac.  

Christian Zschiedrich

1. FC Union – Auswärtssieg in Mainz

Unions Trainer Urs Fischer veränderte seine Startelf für den Auftritt in Mainz gegenüber dem erfolgreichen Auftritt im Berliner Derby nur auf einer Position. Für Marius Bülter durfte Sebastian Polter auflaufen. Damit bewies Unions sportliche Führung viel Mut zur Offensive. In der taktischen Grundformation wurde mit zwei Stürmern begonnen. Eine 3er Abwehr, davor eine 4er Kette im Mittelfeld und im Angriff ein magisches Dreieck mit Marcus Ingvartsen hinter der Sebastian-Doppelspitze Polter und Andersson.

Sebastian Andersson – Doppelpack in Mainz Foto: © Hans-Peter Becker

Die Mainzer wollten sich vor ihrem Publikum für die herbe Auswärtsklatsche in Leipzig rehabilitieren. In 81. Minute wurde Rafal Gikiewicz endlich überwunden, es war lediglich der Anschlusstreffer zum 1:3. Die Gäste aus Berlin traten mit breiter Brust auf und kamen zu ihrem ersten Auswärtssieg in der Bundesliga. War das erste Tor in der 30. Minute noch mit etwas Matchglück verbunden, ein durch Invgvartsen erzwungenes Eigentor, fielen die anderen beiden Tore für die Eisernen zu einfach, Eckball, Kopfball und Tor. Sebastian Andersson war zur Stelle für die von seinem Kapitän Christopher Trimmel getretenen Eckbälle. Trimmel schlug die Bälle in Richtung Strafstoß-Punkt und der 1,90 m große schwedische Nationalstürmer lief aus dem Hintergrund an und wuchtete den Ball ins Tor. Der Zeitpunkt hätte besser nicht passen können. Das 2:0 fiel kurz vor dem Halbzeitpfiff und das 3:0 in der 51. Minute, als die Mainzer auf den Anschlusstreffer drängten.

Den Verwaltungsmodus eines sicheren Auswärtssieges müssen die Eisernen zukünftig besser hinkriegen. In der Schlussphase fiel das 2:3 und es war unnötigerweise für ein paar Minuten zittern angesagt. Nach dem Schlusspfiff feierten die Gäste, während die Mainzer auf den Relegationsplatz in der Tabelle abrutschten. Der 1. FC Union hat seinen Derbysieg veredelt und ist jetzt sogar in der Tabelle an dem Rivalen aus Charlottenburg vorbeigezogen. Die Alte Dame leistete sich eine 2:4 Heimniederlagen gegen RB Leipzig.

Hans-Peter Becker

Spieldaten:

1. FSV Mainz 05: Zentner – Brosinski, St. Juste, Niakhaté, Martín (77. Burkhardt) – Öztunali (52. Maxim), Baku, Fernandes, Boetius (61. Onisiwo) – Quaison, Szalai 4-4-2 mit Raute

1. FC Union Berlin: Gikiewicz – Friedrich, Schlotterbeck (32. Parensen), Subotic – Trimmel, Gentner, Andrich, Lenz – Ingvartsen – Andersson (88. Ujah), Polter (76. Kroos) 3-4-1-2

Zuschauer: 24.349

Tore: 0:1 Brosinski (ET, 30.), 0:2 Andersson (45.+2), 0:3 Andersson (51.), 1:3 Onisiwo, 2:3 Brosinski (90. + 4)

Gemeinsamer Heimspieltag von ALBA Frauen und -Männern

Das Frauenteam und die Männermannschaft von ALBA BERLIN bestreiten einen gemeinsamen Heimspieltag in der Mercedes-Benz Arena. Am Samstag, dem 23. November treffen dort zuerst die ALBA-Frauen um 15 Uhr auf Opladen (Einlass ab 14 Uhr) und im Anschluss um 18 Uhr das Männerteam auf die EWE Baskets. Ein Ticket für das Oldenburgspiel ist ohne Aufpreis gleichzeitig für das Frauenspiel gültig.

Frauen-Cheftrainer Cristo Cabrera: „Meine Mannschaft freut sich riesig darauf, ein offizielles Spiel in einer Arena wie der Mercedes-Benz Arena austragen zu können. An dieses Spiel werden sich alle Beteiligten noch lange erinnern. Dieses Event ist eine große Gelegenheit, um mehr Aufmerksamkeit und Begeisterung für den Frauenbasketball zu erzeugen.“

Beide Spiele werden als ein zusammenhängendes Event behandelt. Der Eintritt für das Zweitliga-Punktspiel der ALBA-Frauen ist ohne Aufpreis im regulären Ticket für das Herren-Bundesligaspiel gegen die EWE Baskets enthalten. Dies gilt auch für Dauerkarten und alle bereits verkauften Karten für das Oldenburg-Spiel. Bei der Partie der Frauen besteht freie Platzwahl in Teilen des Unterrangs und für das Frauenspiel erfolgt der Einlass nur über den Haupteingang (auch für Inhaber von Premium- und VIP-Karten).

ALBA BERLIN verfügt über die größte Mädchen- und Frauenbasketballabteilung aller deutschen Klubs. Knapp 400 Mädchen und Frauen spielen inzwischen für ALBA im Spielbetrieb, hinzu kommen mehrere Tausend Mädchen, die im breit angelegten Schul- und Kitaprogramm regelmäßig mit und bei ALBA trainieren. In den kommenden Jahren soll die erste Frauenmannschaft des Klubs, die derzeit in der 2. Damen Basketball Bundesliga spielt, nicht nur in die erste Liga aufsteigen, sondern dort auch zu einem Titelanwärter werden.

ALBA-Sportdirektor Himar Ojeda scoutet jetzt nicht mehr nur Spieler, sondern auch Spielerinnen, und überträgt das erfolgreiche Konzept aus dem Männerprofiteam in den Frauenbereich. Junge Talente sollen weiterentwickelt werden und gleichzeitig zum sportlichen Erfolg beitragen. Mit Erika Livermore wurde erstmals in der ALBA-Geschichte eine ausländische Profispielerin verpflichtet und das junge Team wurde mit Erstliga-erfahrenen Spielerinnen wie Ireti Amojo oder Lena Gohlisch verstärkt. Außerdem wurde in die Infrastruktur investiert. Es gibt Wohngemeinschaften für Spielerinnen, eine noch bessere physische und psychologische Betreuung der Athletinnen durch eine eigene Athletiktrainerin, einen eigenen Physiotherapeuten und eine Sportpsychologin. Darüber hinaus sind die Spielerinnen der DBBL-Mannschaft und der WNBL (weibliche U18-Bundesliga) nun auch Teil des von ALBAs Individualtrainer Carlos Frade angeführten, klubeigenen Spielerentwicklungsprogramm. 

Quelle: ALBA Berlin

Wenig Fußball, viel Leidenschaft – Rot Weiß gewinnt das Hauptstadtderby

Es war ein Derby, mit einem glücklichen Sieger. Die Eisernen investierten einfach mehr in dieses Spiel. Die Alte Dame war eine Stunde lang völlig indisponiert. Viel zu spät fingen sie an ihre Qualitäten einzubringen. Packende Torraumszenen gab fast nicht. Die Entscheidung fiel durch einen Strafstoß. In der 88. Minute versuchte sich Christian Gentner nach einer gelungenen Kombination mit einem Torschuss, den kann er ungehindert ausführen, der Ball geht daneben, Dedryck Boyata, Herthas Innenverteidiger will den Ball noch blocken und rauscht in den Schützen. Es war ein Foul nach vollzogener Aktion. Den verhängten Strafstoß nach Videobeweis verwandelte der eingewechselte Sebastian Polter. Das Derby war entschieden. Eine andere Entscheidung war in diesem qualitätsarmen Spiel nicht möglich. Den Eisernen wird das alles herzlich egal sein, wenigstens für eine Woche ist breites Grinsen angesagt.

Für den Zuschauer, sofern er nicht Fan der Eisernen ist, war das Spiel eine Zumutung. Die Gäste aus Berlin-Charlottenburg begannen mit einer 4-4-2 Staffelung. Gegenüber dem Pokalspiel gegen Dynamo Dresden veränderte Ante Covic seine Startelf auf sechs Positionen. Den Analysten von Hertha BSC war natürlich nicht entgangen, dass Union die letzten Siege durch Spiegelung der gegnerischen Taktik errungen hat. Hinzu kam eine große Laufbereitschaft und damit verbunden, die ständige Bereitschaft zum Gegenpressing. Urs Fischer veränderte seine Truppe gegenüber dem Pokalerfolg auf fünf Positionen hielt aber an dem 3-4-2-1 System fest. In der 1. Halbzeit erwies sich das als richtige Maßnahme. Man traute seinen Augen nicht, spielbestimmend waren die Rot-Weißen . Vor dem Strafraum der Herthaner waren sie allerdings mit ihrem Latein am Ende. Bis auf die Riesenchance durch Christopher Lenz in der 3. Spielminute, sein Kopfball prallte vom Innenpfosten wieder zurück, hatten die anderen insgesamt sechs Torschüsse bis zur Halbzeitpause keinerlei Torgefahr.

Was war mit der Alten Dame in Halbzeit 1 ? Es kam nichts, kein Zugriff, ganze zwei mickrige Torschüsse, genauso harmlos wie auf der anderen Seite. Die massive Mittelfeldpräsenz der Eisernen zwangen Herthas Aufbauspieler zu langen Pässen und da fehlte die Präzision. In der 42. Minute kam Hertha zu zwei Eckbällen. Union erkämpfte nicht einen einzigen. Es war bis zur Halbzeitpause eine Nullnummer auf der ganzen Linie.

Herthas Trainer reagierte, brachte Eduard Löwen für Per Skjelbred einen neuen Aufbauspieler und stellte die taktische Formation um. Hertha versuchte Unions Erfolgsrezept aus den Freiburgspielen zu kopieren. Sie spiegelten Unions taktische Formation und kamen etwas besser in das Spiel. Bei den Eisernen ersetzte Joshua Mees den indisponierten Marius Bülter. Viel besserer Fußball wurde in der 2. Halbzeit nicht gespielt. Die Entscheidung fiel folgerichtig durch einen Strafstoß, den Sebastian Polter in der 88. Minute verwandelte. Etwas glücklich gewinnt der 1. FC Union das erste Bundesliga Stadtderby, vor allem deshalb, weil sie mehr in das Spiel investierten und durch den gewohnt hohen läuferischen Aufwand – liefen über 5 km mehr – Hertha den Schneid abkauften.

Leider gab in dieser Halbzeit unschöne Szenen aus den Blöcken der Ultras. Der Schiedsricher Deniz Aytekin unterbrach in der 49. Minute das Spiel und schickte die Mannschaften vom Feld. Aus dem Block der Herta-Anhänger wurden Leuchtraketen abgefeuert. Es wird empfindliche Geldstrafen für beide Vereine geben. Das Derby hatte so einen negativen Höhepunkt, den keiner braucht.

Hans-Peter Becker

Spieldaten

Union Berlin: Rafal Gikiewicz – Marvin Friedrich, Keven Schlotterbeck, Neven Subotic – Christopher Trimmel, Robert Andrich, Christian Gentner, Christopher Lenz – Marcus Ingvartsen (90.+6 Julian Ryerson), Sebastian Andersson (80. Sebastian Polter), Marius Bülter (46. Joshua Mees). Trainer: Urs Fischer 3-4-2-1

Hertha BSC: Rune Jarstein – Lukas Klünter, Niklas Stark, Dedryck Boyata, Maximilian Mittelstädt (90.+2 Davie Selke) – Marius Wolf, Per Ciljan Skjelbred (46. Eduard Löwen), Marko Grujic, Javairo Dilrosun – Dodi Lukébakio, Vedad Ibisevic (82. Salomon Kalou). Trainer: Ante Covic 4-4-2/3-4-2-1

Tore: 1:0 Sebastian Polter (87.)

Gelbe Karten: Keven Schlotterbeck (Union Berlin), Dedryck Boyata (Hertha BSC)

Schiedsrichter: Deniz Aytekin

Zuschauer: 22.012 im Stadion An der Alten Försterei

Heimspiel-Doppelpack erfolgreich abgeschlossen

Auch mit einer umformierten Mannschaft waren die BR Volleys am Mittwochabend, 30.10. von den Heitec Volleys Eltmann nicht zu stoppen. Der Aufsteiger aus Franken spielte in der Max-Schmeling-Halle drei Sätze lang gut mit, doch letztlich konnten sich die Berliner vor ihrem heimischen Publikum souverän mit 3:0 (25:23, 25:18, 25:19) durchsetzen. Mit dem Rückenwind von zwei Heimsiegen in Folge reist man nun am Sonntag (03. Nov.) zum wichtigen DVV-Pokalspiel gegen die Netzhoppers nach Bestensee.

Lucio Oro baute das BR Volleys Team gegenüber dem 3:0-Erfolg gegen den TV Rottenburg kräftig um und gab unter anderem Außenangreifer JT Hatch und Libero Adam Kowalski von Beginn an Einsatzzeit. In ungewohnter Besetzung machten die Berliner ihre Sache sehr ordentlich und verwalteten im ersten Satz einen von Le Goff „erblockten“ Vorsprung (10:8) lange mit der nötigen Ruhe. Auch ein Block gegen Hatch (22:21) brachte die Gastgeber nicht aus dem Konzept und der gut aufgelegte Diagonalangreifer Patch verwandelte fulminant zur 1:0-Satzführung (25:23).

Im zweiten Durchgang minimierten die BR Volleys ihre Fehlerquote und ließen die „Eltmänner“ von Trainer Marco Donat so noch seltener zum Zuge kommen (8:5). Eine Le Goff-Aufschlagserie sorgte für klare Verhältnisse (20:9). Das Aufbäumen der Gäste kam zu spät (25:18) und so legten die Hauptstädter auch im dritten Satz das nötige Selbstverständnis für den klaren 3:0-Erfolg an den Tag. Der MVP der Begegnung, Zuspieler Pierre Pujol, verstand es weiterhin, all seine Mitspieler in Szene zu setzen. Über die Zwischenstände 8:5 und 16:13 zogen die Berliner mit ihren drei Amerikanern als Topscorern dem letztlich ungefährdeten Heimsieg entgegen (25:19).

Stimmen zum Spiel
Benjamin Patch: „Wir nehmen jeden Gegner ernst, wissen aber auch, dass wir solche Spiele gewinnen müssen. Das ist unsere Aufgabe und unser Anspruch. Es haben heute mehrere Jungs gespielt, die bisher nicht so viel Einsatzzeit hatten. In dieser Konstellation haben wir das souverän gemeistert. Nicht alle Kleinigkeiten haben gepasst, aber es war ok. Wir bauen auch auf diesem Ergebnis auf und machen konzentriert weiter.“

Kaweh Niroomand: „Die Mannschaft hat das heute gut gelöst. Es konnten sich auch Spieler aus der zweiten Reihe zeigen, da kommt uns der Spielplan aktuell entgegen. Jetzt wollen wir am Sonntag an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und bei den Netzhoppers im Pokal eine Runde weiterkommen.“

BR Volleys Formation
JT Hatch und Cody Kessel (AA), Georg Klein und Nicolas Le Goff (MB), Pierre Pujol (Z), Benjamin Patch (D) und Adam Kowalski (L) | Eingewechselt: Jeffrey Jendryk

Nächstes Heimspiel
13. November | 19.30 Uhr | vs. SVG Lüneburg
16. November | 18.30 Uhr | vs. SWD powervolleys Düren

Quelle: BR Volleys

10. Oberliga-Spieltag: Tasmania besiegt Blau-Weiß 90

Das Duell zweier ehemaliger Bundesligisten Tasmania – Blau-Weiß 90 gewann Tas vor 275 Zuschauern mit 3:0. Ein Triumpf gegen den alten Rivalen und ein gewaltiger Schritt aus dem Tabellenkeller, jetzt Tabellenzehnter mit 10 Punkten unmittelbar hinter dem SC Staaken (9., 11 P.) und eben Blau-Weiß 90 (8., 12 P.). Die Rote Laterne hält nach wie vor Hertha 06 mit nur 5 Punkten. Im Charlottenburger Derby hatten die 06er diesmal im Mommsenstadion keine Chance beim 5:0 für Tennis Borussia – Spitzenreiter mit 25 Punkten.

Vorn stehen sogar zwei Berliner Vereine: Tabellenzweiter ist Hertha 03 mit 23 Punkten, gegen die 03er musste TeBe in der Vorwoche eine 0:1-Niederlage einstecken, aktuell gewannen die Zehlendorfer zu Hause 4:1, gegen die TSG Neustrelitz. Da sei schon mal auf den 22. November vorausgedacht, da heißt es vielleicht im Mommsenstadion Erster gegen Zweiter. Markus Schatte, Zehlendorfs Coach, denkt jetzt an die kommende Aufgabe. Da ist die Hürde beim angeschlagenen Tabellenletzten zu nehmen, am Sonntag, 3.11. 13:30 Uhr, Sömmeringstraße. Das Hertha Duell, 03 gegen 06, der Trainer der 06er Murat Tik jedenfalls sprach von einer deutlichen Benachteiligung seiner Spieler mit Migrations-Hintergrund in den meisten Spielen. Das erklärt den Tabellenstand – könnte man annehmen.

Was ist mit dem SC Staaken los ? Welch derbe Niederlage, mit 0:7 in Rostock (3., 22 P.). Trainer Jeffry Seitz, war total konsterniert, fand nach dem Spiel keine Erklärung. Oje, am Samstag, 2.11. geht es  in die Gießerei-Arena zum Torgelower FC Greif (4., 20 P.).

Blau-Weiß 90 (8., 12 P.) empfängt am Samstag, 2.11. 13.00 Uhr, den Tabellen-Vorletzten FC Strausberg (15., 6 P.). Auf dem Papier könnte man Tennis Borussia am Freitag zuvor ab 19.30 Uhr, eine „leichte“ Partie beim Tabellenelften, Victoria Seelow, (10 P.) bescheinigen. Das ist nicht ganz zutreffend!  Zumal sich TeBe gegen solche Gegner oft schwer tut.

Christian Zschiedrich

13. Regionalliga-Spieltag

Die 13 ist für Viele eine Glückszahl. Der Aberglauben kann aber auch genau das Gegenteil bewirken. Hertha II und Altglienicke führen weiter ein fünfköpfiges Feld an, obwohl sie Federn ließen. VSG Altglienicke verlor sogar 1:2 im Berlin-Derby gegen Lichtenberg 47. Dennoch stehen sie mit 28 Punkten auf Platz Zwei. Hertha holte in Halberstadt beim 2:2 wenigstens einen Punkt und ist mit 29 Punkten Tabellenführer. Beide Berliner Clubs haben den 1.FC Lok Leipzig (28 P.), Energie Cottbus (26 P.) und dazu Wacker Nordhausen (23 P.) im Nacken. Lok gewann 3:0 beim Bischofswerdaer FV, Energie entführte aus Babelsberg (0:1) die drei Punkte und Wacker Nordhausen fertigte Optik Rathenow gar 4:0 ab.

Abgeschlagen ist der Bischofswerdaer FV mit nur fünf Punkten alsTabellenletzter. Abstiegsgefährdet sind Babelsberg 03, Vorletzter (8 P.), Optik Rathenow (16., 11 P.) und Germania Halberstadt (15., 12 P.). Oben geht es wesentlich enger zu. Zum kommenden 14. Spieltag werden drei spannende Berlin-Derbys  erwartet, deren Ausgang schwer vorhersehbar ist.

Freitag, 1.11. ab 19.00 Uhr, Amateurstadion Hertha BSC – Lichtenberg 47 (10.), Samstag, 2.11. Jahnstadion, 13.30 Uhr trifft die VSG Altglienicke auf den FC Viktoria 89 und am Sonntag, 3.11. 13.30 Uhr, Poststadion,  Berliner AK – BFC Dynamo.

Der BAK 07 scheint mit 16 Punkten (9.) trotz Trainerwechsel, Dirk Kunert führt jetzt Regie, aus dem Aufstiegsrennen zu sein. Dirk Kunert war von der 2:4-Niederlage bei Viktoria 89 sehr enttäuscht. Es scheint in dieser Saison an Qualität zu mangeln.

Derzeit im Mittelmaß und von den übrigen Berlinern am besten platziert ist Viktoria (7., 20 P.), es folgt der BFC Dynamo (8., 18 P.), BAK 07 (9., 16 P.) und Lichtenberg 47 (10., 16 P.). Der BFC Dynamo gewann immerhin 2:0 gegen ZFC Meuselwitz. was gelingt am Sonntag, 3.11. im Poststadion bei den Moabitern.

Christian Zschiedrich

Spannender Pokalkampf des BBSC Berlin

Mit einer denkbar knappen 2:3 Niederlage gegen die Stralsunder Wildcats (24, -15,23, -22, -14) verpasste der BBSC Berlin den Einzug in das DVV-Pokal-Achtelfinale.

Die Berlinerinnen gingen ersatzgeschwächt in die Partie, waren doch Roxana Vogel und Annika Kummer mit Verletzungen nicht einsatzfähig. So waren die Wechselmöglichkeiten von Trainer Hinz sehr begrenzt, zumal Alina Gottlebe-Fröhlich die verwaiste Liberoposition übernahm und als Wechseloption für den Außenangriff nicht zur Verfügung stand. Dagegen brachte Stralsunds Trainer Thiel sein gesamtes Aufgebot in die Hauptstadt – Wechseloptionen, die sich letztendlich auszahlten.

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel beider Teams auf Augenhöhe. Der BBSC verschwendete keine Gedanken an fehlende Wechselmöglichkeiten, sondern spielte einfach Volleyball mit dem Vertrauen in das eigene Können. Mitte des ersten Satzes konnte sich der BBSC leicht absetzen, beim 23:18 war eigentlich schon fast der Drops gelutscht. Stralsunds Trainer André Thiel wollte partout den Satz noch drehen und brachte Anne Krohn aufs Feld. Ab sofort wurde nur noch Krohn zur Vollstreckung angespielt – und wie sie vollstreckte! Die 35-jährige zeigte der Jugend mit Schlaghärte und Übersicht, wie man den Gegner entnervt. Mit Ach und Krach gelang dem BBSC noch der Gewinn des ersten Satzes. In den folgenden Spielminuten dominierte Stralsund – mit Anne Krohn – nach Belieben und die Gastgeberinnen bekamen kein Bein aufs Parkett. Langsam stellte sich der BBSC auf das Stralsunder Spiel ein, zumal Krohn ihr Powerspiel nicht dauerhaft durchziehen konnte. Trotzdem holten sich die Gäste unangefochten den zweiten Satz. Der dritte Satz ging dann wieder knapp an die Berlinerinnen. Trainer Hinz hatte hier eine seiner wenigen Wechselmöglichkeiten gezogen und Stephanie Utz für Juliane Stapel auf das Parkett gebracht. Der vierte Satz ging wieder knapp an die Ostseeküste, nun musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Der BBSC warf sich noch einmal mit letzter Kraft in die Partie und führte bereits mit 9:4, um kurz danach mit 9:10 ins Hintertreffen zu geraten. Erst in der Verlängerung des Tiebreaks sicherte sich Stralsund den Einzug ins Achtelfinale. Wir wünschen viel Glück im Vergleich gegen Aachen!

Für den BBSC ist die Niederlage kein Beinbruch – das Team hat gezeigt, dass es selbst dezimiert auch gegen eine Spitzenmannschaft der Liga mit unbändigen Kampfgeist und hoher Konzentration gut mithalten kann. Den Ausschlag zugunsten der Gäste gaben heute eine etwas niedrigere Fehlerquote, eine hervorragende Feldabwehr und letztendlich die Vollstreckerqualitäten von Anne Krohn, völlig zu Recht zum MVP gewählt. Auf Berliner Seite erhielt Katharina Kummer die Medaille, aber auch andere wie Antonia Lutz oder die als Libera eingesetzte Alina Gottlebe-Fröhlich hätten sich die Ehrung voll verdient.

Die Berlinerinnen treten am 9. November 2019 in der Liga auswärts in Bad Laer an, ehe am 17.11.2019 Dingden in Köpenick zu Gast ist.

Quelle:BBSC Berlin/Burkhard Kroll