Füchse schlagen Gummersbach 33:28
Donnerstag noch Champions League in Belgrad – keine 70 Stunden später Bundesliga in Berlin gegen den VfL Gummersbach. Ein herausforderndes Programm für die Berliner. Die Füchse meisterten diese Aufgabe eindrucksvoll.
Zunächst trumpfte der „Altmeister“ – letzter Titel 1991 – aus dem Bergischen Land auf und übernahm die Führung – 5:3/8. Besonders Miro Schluroff, selbst zwei Jahre im Füchse-Trikot unterwegs, nutzte seine 1,98 zu Treffern aus dem linken Rückraum. Die Gastgeber wendeten jedoch schnell das Blatt und starteten in eine bemerkenswerte Spielphase. Durch einem 8:0-Lauf machten sie aus dem zwei Tore Rückstand eine deutliche Führung – 11:5/19. Die Gäste blieben sage und schreibe elf Minuten ohne eigenen Treffer. Zweimal konnten sie selbst Zeitstrafen gegen die Hausherren nicht nutzen. Die Abwehr des Pokalsiegers erwies als kompakte Einheit und dahinter bot Torhüter Lasse Ludwig eine eindrucksvolle Performance. 15 Paraden und die Weltklasse-Quote von 35 Prozent standen am Ende für den bald 24-jährigen zu Buche und natürlich das Lob von Trainer Nicolej Krickau. „Das Zusammenspiel von unserer Abwehr und Lasse hat uns von Beginn an einen enormen Energieschub gegeben.“ Und auch Teamkollege Tim Freihöfer würdigte die Leistung. „Lasse trägt uns über die ganze Partie immer. Wenn wir so einen kleinen Downfall haben.“ Der VfL, der sich seit dem Wiederaufstieg 2022 Schritt für Schritt zu einem Top-Team entwickelt, bewies jedoch Standvermögen und konnte den Rückstand bis zur Halbzeit etwas verkürzen – 16:13/30.
Nach der Pause agierten die Gummersbacher in der Abwehr zwar etwas zupackender. Die Füchse waren offensichtlich darauf eingestellt und fanden dank ihres Tempospiels immer wieder Lücken, um den Abstand deutlich zu halten – 21:16/38. Dazu trug auch Tim Freihöfer bei, der sich als eiskalter Vollstrecker von der Siebenmeter-Marke erwies und ohne Fehlversuch blieb. „Ich bin froh, dass unsere Quote sich heute deutlich effektiver gestaltet hat als in den ersten Partien“, lobte Trainer Krickau. In der Schlussphase absolvierte auch der französische Neuzugang Aymeric Zaepfe seine ersten Spielminuten im Fuchsbau und konnte sich, wie bereits in der CL-Partie in Belgrad auch noch in die Torschützen-Liste eintragen. Der 33:28-Sieg war am Ende hochverdient. Hinter dem ungeschlagenen Trio Flensburg, Kiel und Magdeburg sind die Füchse jetzt Tabellen-Vierter. Die nächste Aufgabe in der Bundesliga scheint etwas leichter. Die Berliner spielen am Sonntag, 20.09.2026 beim noch sieglosen Letzten Bergischer HC. Davor wartet am Mittwoch, 16.09.2026 in der Champions League das Heimspiel gegen One Veszprem.
Für die Füchse im Einsatz: Ludwig (15 Paraden), Palicka; Darj, Prantner, Simak, Ariño, Grøndahl (3), Gidsel (9), Freihöfer (9/5), Pichiri, Langhoff (4), Zaepfel (1), av Teigum (6), Marsenić (1)
Herbert Schalling





