Verkehrte Welt im Berliner Profifußball nach dem 8. Spieltag

Chefredakteur Christian Zschiedrich kommentiert

Eine Heimniederlage von Hertha BSC und ein Auswärtssieg von Union beim 1.FC Köln steht zu Buche. Gut, gegen Dortmund kann man verlieren. Hertha sah eine Halbzeit lang recht gut aus, führte sogar etwas überraschend zur Halbzeit 1:0 durch Cunhas Treffer in der 33. Minute. Doch Dortmund machte mit einem Doppelschlag, direkt nach Wiederbeginn, zweimal durch Haaland (47. + 49.) ernst, drehte die Partie entscheidend. Ja, dieser Haaland!

Der norwegische Stürmer ist nicht nur schnell, sogar sehr schnell. Er hat enormes Durchsetzungsvermögen und ist obendrein mit seinen technischen Fertigkeiten im Zweikampf und im zielorientierten Dribbling mit großen Abschlussinstinkt ausgestattet. Da bringt selbst die gute alte Manndeckung nicht viel. „Bleib an ihm dran und wenn Haaland auf Toilette geht, gehst du mit.“

Dann wäre ja die Möglichkeit, einen zweiten Mann gegen Haaland zu beordern. Der fehlt aber dann im Abwehrverbund. Die Lücken nutzen eben die Mitspieler von Haaland, dann schießen Reus oder andere die Tore. Toll, diese Qualität in der Bundesliga zu erleben. Da macht das Zusehen Freude. Haaland vollendete in Minute 62 seinen Hattrick und Dortmund führte 3:1. Guerreiro traf zum 4:1 (70.), ehe Cunha auf 2:4 (79.) per Foulelfmeter für Hertha verkürzen konnte. Die 3-Tore-Differenz stellte schließlich Haaland (80.) mit seinem 4. Treffer auf 5:2 für die Gäste wieder her.

Hertha verlor etwas unter Wert. Dortmund dominierte und gewann hochverdient. Das sei aber auch unserer zweiten Bundesliga-Mannschaft zugestanden – trotz vieler Verletzte ein knapp verdienter Sieg in Köln durch Awoniyi (27.) 0:1 und Kruse (72.) zum 2:1 per Elfmeter im Nachschuss. Erfolgreiche Mannschaften brauchen solche Stürmer wie Haaland, Cunha und Kruse.

Die Liga verneigt sich aktuell vor den Eisernen. Trotzdem bleiben sie in der Wuhlheide auf dem Teppich. Von internationalen Plätzen redet keiner, das ist mehr als angebracht. Die dicken Brocken warten noch und da ist es gut, solch ein Punktepolster angesammelt zu haben.

Eigentlich wurde Hertha dort erwartet wo der 1. FC Union gerade steht. Tabellenplatz fünf mit 15 Punkten und einem soliden Verhältnis von18:8 Toren und Hertha ? Nach acht Spielen bedeuten 7 Punkte, 15:18 Tore, Tabellenplatz dreizehn. Bis zu den Abstiegsrängen sind es 4 Punkte Vorsprung und Hertha muss am 9. Spieltag nach Leverkusen. Bloß nicht weiter abrutschen!

Unions Präsident Dirk Zingler wird im stillen Kämmerlein über das bisher Erreichte schmunzeln, was mit weniger finanziellen Mitteln als mit Herthas Millionen-Einsatz herausgekommen ist. Na gut, die Saison ist noch lang ! Union spielt jetzt gegen Eintracht Frankfurt und hat in der Aufstiegssaison in Frankfurt gewonnen, allerdings das Heimspiel verloren.

Sollte Hertha in Leverkusen tatsächlich verlieren und weiter abrutschen, kommt die Abstiegzone bedrohlich näher. Ein Glück, dass es einen Verein gibt, bei den Hertha-Fans „besonders beliebt“, der mit 3 Punkten die Rote Laterne trägt. Auf Schalke hat es mächtig im Karton gerappelt. Drei Spieler wurden rasiert, getroffen hat es auch den Ex-Herthaner Ibisevic, der wohl preiswerteste Profi der Liga muss den Verein zum Jahresende verlassen. Schalke muss in Gladbach antreten, ob es dort gut ausgehen wird ist sehr zu bezweifeln. Die Borussen spielten zuletzt zu Hause nur 1:1 gegen Augsburg. Ein Ergebnis, dass die Schalker sofort unterschreiben würden.  

 Christian Zschiedrich

Klare Niederlage am Bodensee

Dieses Premierenspiel in der neuen Friedrichshafener Messehalle hatten sich die BR Volleys ganz anders erhofft. Am Samstag mussten sich die Berliner dem VfB deutlich mit 0:3 (24:26, 20:25, 22:25) geschlagen geben und rutschten in der Bundesliga-Tabelle damit auf Rang drei ab. Ohne die verletzungsbedingt ausgefallenen Kräfte Sergey Grankin und Timothèe Carle waren die Häfler nach starkem Endspurt im ersten Satz über das gesamte Spiel gesehen tonangebend.

Coach Cedric Enard durfte sich zum Duell der ewigen Rivalen zwar über die Rückkehr von Außenangreifer Robin Baghdady freuen, musste aber neben Sergey Grankin auch den Ausfall von Leistungsträger Timothèe Carle verkraften. Der Franzose zog sich im Training einen Faserriss in der Bauchmuskulatur zu. Trotz des Fehlens dieser zwei wichtigen Personalien starteten die BR Volleys sehr ordentlich in die Partie und konnten sich im Laufe des Auftaktsatzes eine Vier-Punkte-Führung erarbeiten (8:6, 13:11, 21:17). Dann aber kam der eingewechselte Joe Worsley und brachte die Berliner mit seinen Aufschlägen aus dem Tritt. Das Team von Michael Warm drehte den ersten Satz noch und der Este Martti Juhkami verwandelte den Satzball für den VfB (24:26).

Den BR Volleys, bei denen der reaktivierte Sebastian Kühner im Aufgebot stand, fehlte es an Energie, um diesen Nackenschlag wegzustecken. So gab Friedrichshafen fortan den Ton an (4:9, 13:16, 19:24) und wieder war es dem späteren MVP Juhkami vorbehalten, den nächsten Satz zu beenden (20:25). Im dritten Durchgang reagierte Enard auf die anhaltenden Probleme im Berliner Spiel. Erst kam Davy Moraes für Patch und später auch Anton Brehme für Éder ins Match. Die Gastgeber blieben beim ersten Auftritt in ihrer neuen Spielstätte aber weiter am Drücker (2:6, 5:10). Zuspieler Dejan Vincic setzte seine Nebenmänner fortwährend gekonnt in Szene, auch wenn zwei Asse von Brehme und ein Block von Renan Michelucci noch einmal Hoffnung bei den Hauptstädtern aufkeimen ließen (20:21). Allerdings zeigten sich die Häfler schlichtweg wacher und abgeklärter. So verwandelte der eingewechselte Lukas Maase den zweiten Matchball zum verdienten Heimsieg (22:25).

Stimme zum Spiel
Cedric Enard: „Ich möchte eigentlich nicht zu negativ sein, aber es hat heute schlichtweg im Angriff gefehlt. In allen anderen Statistiken waren wir mindestens gleichwertig. Ich hadere mit dem ersten Satz, den wir hätten gewinnen können und der uns Sicherheit gegeben hätte. Bei 23:23 hatten wir auch kein Glück mit der Schiedsrichterentscheidung, als Samu den Ball noch klar vom Boden gekratzt hat. Wir hatten aber auch so genug Möglichkeiten. Nach dem ersten Satz wurde es schwer. Man hat gesehen, dass wir in Drucksituationen noch nicht stark genug sind. Jetzt müssen wir uns schütteln und das Spiel aus den Köpfen bekommen, denn schon am Mittwoch wollen wir im Pokal eine Runde weiterkommen.“

BR Volleys Formation
Cody Kessel und Samuel Tuia (AA), Éder und Renan Michelucci (MB), Pierre Pujol (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Davy Moraes, Anton Brehme, Robin Baghdady

Topwerte
Tuia 13 Punkte, 2 Asse, 2 Blocks | Patch 9 Punkte | Brehme 2 Asse, 2 Blocks

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Volleyball – BBSC Mannschaft muss in Quarantäne

Die erste Damenmannschaft des BSSC Berlin wurde in häusliche Quarantäne geschickt. Vor dem Heimspiel gegen den VC Olympia Berlin am vergangenen Sonntag, 15.11.2020 wurden alle Mannschaftsmitglieder den obligatorischen Schnelltests unterzogen. Dabei wiesen die Tests dreier Spielerinnen ein positives Ergebnis auf, was zur Folge hatte, dass das Berlinderby kurzfristig abgesagt werden musste.

Die drei betroffenen Spielerinnen haben sich sofort darum bemüht das positive Schnelltestergebnis mittels eines sichereren PCR-Test validieren zu lassen. Obwohl die Spielerinnen theoretisch in die neue Teststrategie des RKI fallen, stellte sich dies in Berlins überlasteten Gesundheitssystem in der Realität als recht schwierig heraus. Mittlerweile erhielten alle drei Spielerinnen von ihren Gesundheitsämtern die Möglichkeit sich einem PCR-Test zu unterziehen. Für eine Spielerin ist bereits ein bestätigendes positives Testresultat eingegangen, für die anderen beiden stehen die Ergebnisse noch aus.

Somit wurde für das Bundesligateam des BBSC häusliche Quarantäne angeordnet.  Die betroffenen getesteten Spielerinnen zeigen mittlerweile Krankheitssymptome, es geht ihnen allerdings den Umständen entsprechend gut.

Die drei Partien der nächsten beiden Wochenenden gegen den VC Olympia Berlin (Auswärtsspiel am 20.11.2020), SSF Fortuna Bonn (Heimspiel am 21.11.2020) und RC Sorpesee (Auswärtsspiel am 28.11.2020) werden demnach leider entfallen.

Quelle: Burkhard Kroll

Zuspieler-Comeback in neuer Arena

Das „Duell der Giganten“ zwischen dem VfB Friedrichshafen und den Berlin Recycling Volleys schreibt seit Jahren die spannendsten Geschichten im deutschen Volleyball und am Samstag (21. Nov um 14.00 Uhr) kommen definitiv neue hinzu: Nicht nur, dass es im Berliner Aufgebot ein Überraschungscomeback gibt, das Match der beiden Rivalen eröffnet auch die neue Heimspielstätte der Häfler, die Zeppelin CAT Halle A1, und das live im Free-TV auf SPORT1.

Wohl dem, der solche treuen, ehemaligen Spieler hat: Keine sechs Stunden nachdem am Montag bei Sergey Grankin ein Muskelfaserriss diagnostiziert wurde, stand BR Volleys Ex-Kapitän Sebastian Kühner bereits im Horst-Korber-Sportzentrum auf dem Court. Zunächst sollte der 33-Jährige die dezimierte Trainingsgruppe nur als zweiter Zuspieler auffüllen, jetzt reist Kühner sogar als Backup für Pierre Pujol mit an den Bodensee. Also genau dorthin, wo er 2019 mit dem Gewinn seiner sechsten Deutschen Meisterschaft ein gelungenes Karriereende feierte.

An jenem 12. Mai 2019 gewannen Kühner und die Hauptstädter ihren vorerst letzten Titel in der ZF Arena, denn inzwischen ist die geschichtsträchtige Spielstätte des VfB baufällig und geschlossen. Zur Erleichterung der Friedrichshafener und der gesamten deutschen Volleyball-Gemeinde konnte aber zügig eine Alternative gefunden werden. So schließt sich am Samstag ein Kreis, wenn das ewige Duell zwischen Friedrichshafen und Berlin die neue Zeppelin CAT Halle A1, eine aufwändig umgebaute Messehalle, vor leeren Rängen live im Free-TV einweiht.

„Die Friedrichshafener konnten diese Woche zwar in der neuen Arena trainieren, aber ich glaube nicht, dass sie unter den aktuellen Voraussetzungen damit einen richtigen Heimvorteil haben“, sieht BR Volleys Trainer Cedric Enard annähend Chancengleichheit beim Premierenspiel. Viel mehr beschäftigen den Franzosen die rein sportlichen Voraussetzungen: „Der VfB hat definitiv einen wesentlich stärkeren Kader als in der letzten Spielzeit, allein in der Breite mit beispielsweise vier Mittelblockern auf Topniveau. Auch ihr Mix aus Jugend und Erfahrung stimmt. Bei dieser individuellen Qualität wird das eine richtig schwierige Aufgabe.“

Der VfB-Kader wurde im Sommer nämlich gewaltig umgekrempelt. Cheftrainer Michael Warm und der neue Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt konnten gleich mehrere international renommierte Namen an den Bodensee lotsen. Der Slowene Dejan Vinčić ist ein erfahrener Zuspieler erster Güteklasse, Nicolas Maréchal lief schon für zahlreiche europäische Topvereine auf und wurde mit Frankreich im Jahr 2015 Europameister, der Kubaner David Fiel nahm mit Belchatow beispielweise an der FIVB Klub-Weltmeisterschaft teil. Dazu ist die Kombination im Diagonalangriff mit Linus Weber und dem umgeschulten Lukas Maase (zuvor in Düren als Mittelblocker) höchstinteressant. Zuletzt konnten sogar noch unverhoffte Nachverpflichtungen getätigt werden. Nationalspieler Marcus Böhme hielt sich beim VfB zunächst nur fit, jetzt steht er im Aufgebot und erhält regelmäßig seine Einsätze. Mit dem US-Amerikaner Avery Aylsworth ergab sich vor zehn Tagen noch die Vertragsunterzeichnung eines zweiten Liberos. 14 Spieler zählt Warms Team somit und alle sind für den Bundesliga-Klassiker am Wochenende einsatzfähig.

Obwohl beide Mannschaften einen Monat nach Saisonstart gewiss noch nicht zu ihrer Bestform gefunden haben, ist – wie immer bei diesem Match – ein Volleyball-Leckerbissen zu erwarten. Sebastian Kühner, der sich seit seinem Karriereende unter anderem mit Tennis fit hält, hat in dieser Woche eine intakte BR Volleys Mannschaft vorgefunden und sieht die Hauptstädter für den Schlagabtausch gewappnet: „Die Atmosphäre im Team ist gut und das Potenzial ohnehin riesig. Es ist noch immer früh in der Saison und ohne die letzten Automatismen vieles von der Tagesform abhängig.“

Ob Kühner zum Einsatz kommt oder nicht, für Trainer Enard ist das Interimsengagement seines ehemaligen Spielführers vor allem auf emotionaler Ebene wertvoll: „Basti gibt dem Team dank seiner Art direkt positive Energie. Für einen Block oder ein Ass ist er sowieso immer gut. Das hat er nicht verlernt.“ In Abwesenheit von Grankin wird, wie schon beim 3:0-Erfolg gegen Giesen, Pierre Pujol die BR Volleys als Kapitän auf den Court führen und das mit voller Überzeugung: „Ich brenne für diese Matches gegen Friedrichshafen. Jeder weiß um diese besondere Rivalität. Ich brauche zwar keine Extra-Motivation, aber klar würde ich gern auch gegen meinen guten Freund Nicolas Marechal gewinnen.“

Eine positive Neuigkeit gab es vor der Abreise noch aus dem BR Volleys Lazarett: Robin Baghdady fährt mit dem BR Volleys Team nach Friedrichshafen und freut sich unweit seiner Heimat, der Deutsch-Schweizer ist auf der anderen Seite des Bodensees in Münsterlingen geboren, nach fünfwöchiger Verletzungspause auf seine Rückkehr.

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Jogi Löw muss über seinen Schatten springen

Von wegen, das hab ich einmal gesagt, ich falle doch nicht um, es bleibt dabei, das ist engstirnig. Jeder, ob in der Politik, Ehe, Erziehung, in schulischen Lernprozessen, der Ausbildung und garantiert auch im Sport macht Fehler. Ich kenne keinen ohne Fehler, aber Menschen, die aus Fehlern gelernt haben. Sturheit ist verwerflich, dumm und arrogant.

Wäre es so schlimm – nein – die ganze Nation würde verstehen wenn Jogi Löw sagen würde: Ich habe mich zwar damals festgelegt und war überzeugt von dem verkündeten Weg, aber die Entwicklung von einigen Leistungsträgern hat mich eingeholt und ich habe nachgedacht – revidiere mein Urteil in Sachen Jerome Boateng, Matts Hummels und Thomas Müller! Beifall und Anerkennung.

Dass in der Nationalelf stets die Besten stehen sollten, ist nach wie vor der Fall. Das Leistungsprinzip darf nicht ausser Kraft gesetzt werden, das ist eine unumgängliche Tatsache. Die Aussortierten bringen erstaunlich gute Leistungen, also sind sie auch in die Nationalelf zu berufen. Boateng, Hummels und Müller sind ab sofort wieder Nationalspieler.

Könnte sogar sein, dass Oliver Bierhoff seine Meinung zu dem Thema längst geändert und geahnt hat, welcher Sturm auf seinen Freund zukommt. Er wird ihn nicht auf Dauer schützen können – die Zeit bis März ist einerseits viel zu lang und andererseits wiederum viel zu kurz. Schließt euch im Kämmerlein ein, beantwortet tausend konkrete Fragen, analysiert und diskutiert über Vor- und Nachteile, das möglichst noch bevor sich das DFB-Präsidium zerreißt oder die Fans oder tägliche negative Meldungen in den Medien die Schlagzeilen beherrschen. Jogi, wir lieben und verehren dich doch – noch.

Christian Zschiedrich

Eisbären verlieren auch Spiel zwei im Magenta Sport Cup

Die Eisbären Berlin haben in Mannheim bei den Adlern mit 0:3 verloren. Soweit zu den nüchternen Zahlen. „Im Großen und Ganzen war es ein gutes Spiel von uns und wir können zufrieden sein. Nach dem Spiel gegen Schwenningen war es auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Am Ende waren es dann Kleinigkeiten, die zu den Gegentoren geführt haben. Persönlich bin sehr glücklich, dass ich heute wieder spielen konnte. Ich habe mich sehr gut gefühlt.“ so resümierte Eisbären-Stürmer Leo Pföderl nach dem Spiel.

Im Tor der Eisbären stand der 20jährige kanadische Nachwuchstorwart Jacob Ingham. Er hielt zwei Drittel lang seinen Kasten sauber. Die spielentscheidenden Treffer fielen samt und sonders erst im Schlussabschnitt. Ingham, der in der letzten Saison noch in der Ontario Hockey League, einer Juniorenliga in Kanada für die Kitchener Rangers spielte sah das Spiel so: „Das war mein erstes Profispiel überhaupt, weswegen ich zu Beginn ein bisschen nervös war. Das hat sich aber schnell gelegt und ich habe einfach versucht, mein Bestes zu geben. Insgesamt war das heute einegute Leistung, viel besser als zuletzt gegen Schwenningen, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Heute war mehr drin.“

Die Eisbären reisen weiter nach München und am Samstag, 21.11.2020 um 17:00 Uhr in der nächsten Partie des MagentaSport Cups beim EHC Red Bull München.

Aufstellungen: Adler Mannheim: Brückmann (Endras)–Katic, Larkin; Akdag, Reul; Lehtivuori, Billins; Krupp–Wolf, Desjardins, Plachta; Eisenschmid, Shinnimin, Bast; Elias, Brune, Lampl; Bergmann, Michaelis, Huhtala-Trainer: Pavel Gross

Eisbären Berlin: Ingham(Niederberger)–Müller, Ramage (A); Espeland, McKiernan; Hördler (C), Gawanke; Wissmann (A)–L. Reichel, Noebels, Pföderl; Streu, Zengerle, Tuomie; Braun, Olver, Hänelt; Labrie, Thomas, Dudas-Trainer: Serge Aubin

Endergebnis: Adler Mannheim–Eisbären Berlin 3:0 (0:0, 0:0, 3:0)

Tore

1:0-47:26-Wolf (Desjardins, Eisenschmid) –PP1

2:0 -51:08 -Bergmann(Reul, Akdag) –EQ

3:0 -59:31-Plachta(Wolf) –EN

Strafen: Adler Mannheim: 6(4, 2, 0)Minuten–Eisbären Berlin: 10(8,0,2)Minuten

Schiedsrichter: Aleksi Rantala, Lasse Kopitz (Patrick Laguzov, ChristofferHurtik)

Zuschauer:0

Die oberste Eishockeyliga will spielen

Während die DEL II bereits vier Spieltage absolviert hat, war die Entscheidung über den Beginn des Spielbetriebs in der höchstens lange Zeit offen. Eishockey nimmt in der Zuschauergunst nach dem Fußball den zweiten Platz ein. Genau dieser erwies sich in der Pandemie als Problem. Die Vereine der DEl decken ihren Etat zu 70 bis 75 Prozent aus den Käufen von Eintrittskarten und der Rest kommt von Sponsoren und dem Verkauf von TV-Rechten. Im Bundesligafußball ist fast genau umgekehrt.

Die Entscheidung ist gefallen. Die PENNYDEL startet am 17. Dezember 2020 mit allen 14 Clubs in die Saison 2020/2021. Einige Clubs waren zwischenzeitlich finanziell ins trudeln geraten. Es wurde erwogen, die Liga notfalls mit weniger Teilnehmer zu starten. DEL- Geschäftsführer Gernot Tripcke: „Das war ein hartes Stück Arbeit für alle Beteiligten und wahres Teamwork. Noch vor wenigen Wochen sah es nicht danach aus, dass es alle Clubs schaffen. Unser Ziel war immer, dass wir möglichst mit 14 Clubs starten wollen. Das ist uns gelungen. Von daher geht das Lob an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir jetzt mit voller Stärke in die neue Saison starten können. Alle Fans können sich auf Non-Stop Eishockey freuen.“

Der Modus ist angepasst worden. Dabei werden die 14 Clubs in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Eisbären spielen in der Gruppe Nord zusammen mit den Fischtown Pinguins Bremerhaven, Düsseldorfer EG, Kölner Haie, Iserlohn Roosters, Krefeld Pinguineund Grizzlys Wolfsburg. In der Gruppe Süd sind die Augsburger Panther, ERC Ingolstadt, Adler Mannheim, EHC Red Bull München,Nürnberg Ice Tigers, Straubing Tigers sowie die Schwenninger Wild Wings vertreten. In insgesamt 38 Partien pro Mannschaft (viermal gegen jeden Club der eigenen Gruppe sowie Hin-und Rückspiel gegen die Teams der anderen Gruppe) werden acht Playoff-Teilnehmer ermittelt. Die jeweils vier bestplatzierten Clubs jeder Gruppe tragen gruppenintern das Viertelfinale aus. Ab dem Halbfinale wird dann über Kreuz gespielt. SämtlichePlayoff-Partien werden im Best of 3 Modus ausgetragen.

Trotz der Reduzierung der Gesamtzahl der Spiele steht bis Anfang Mai 2021 ein straffes Programm auf dem Plan. Es wird fast an jedem Wochentag Eishockey gespielt werden. Ein Hauch von NHL wird durch Eishockey-Deutschland wehen.

Der finale Spielplan soll in nächster Zeit bekannt gegeben werden. Die Eisbären Berlin werden ihre Heimspiele auf jeden Fall in der MB-Arena am Ostbahnhof austragen. Die treuen Fans dürfen bis auf weiteres nur im TV zu sehen.

Hans-Peter Becker

Hertha vor Dortmund

Der 3:0-Erfolg in Augsburg am 7. Spieltag sollte mehr Vertrauen und Selbstsicherheit geben. Infolge der Nationalspiele wurde der Spieltags-Rhythmus unterbrochen. Es geschah inzwischen einiges. Hertha musste etliche Spieler für ihre Heimatnation abstellen. Das hat Vor- und Nachteile. Diesmal könnte es durch die Erfolge in den Spielen mit Hertha-Beteiligung weiteres Zutrauen für einige Leistungsträger geben, insbesondere Dodi Lukebakio für Belgien im Einsatz und sowie für den Polen Krzysztof Piatek. Ganz abgesehen davon, dass auch Lucien Favre mit hochkarätigen Spielern nach Berlin kommt. Den Berlinern bleibt die Hoffnung, gegen Dortmund meist ganz gut ausgesehen und mitunter erfolgreich gespielt zu haben.

Blicken wir vor dem Aufeinandertreffen am Samstagabend, 21.11.2020 lieber nicht auf die Tabelle – oder doch ? Schließlich gibt es einen zweiten Berliner Verein, mit 12 Punkten auf Tabellenplatz 5, aktuell die Qualifikation für das internationale Geschäft. Hat zwar im November, nach sieben Spieltagen nicht viel zu bedeuten, aber immerhin. Einen Tag nach dem Herthaspiel sind die Profis von der „Alten Försterei“ in Müngersdorf beim 1. FC Köln zu Gast. Dortmund hält nach der Niederlage gegen Bayern mit 15 Punkten Anschluss auf Platz 3 zur Spitze. Dortmund sollte in Berlin keine Punkte lassen. Haaland soll es wieder richten… Das Länderspiel seiner Norweger gegen Rumänien in Bukarest wurde aufgrund eines positiv getesteten Spielers abgesagt. So hatte Berlins Torsteher Rune Jarstein Pause. Hertha möchte seinen derzeitigen Ersatzkeeper gegen Dortmund im Kader sehen, das letzte Wort hat das Gesundheitsamt. Er soll, wie Unions Ryerson in 10tägige Quarantäne.

Ein für die kommende Saison hochverdienter und erstklassiger Spieler mit Berliner Vergangenheit wäre ablösefrei zu haben – Jerome Boateng, allerdings mit 32 Jahren nicht mehr im allerbesten Profialter. Er hat sogar wieder zur alten Stärke gefunden. Er könnte der alten Dame zu Glanz verhelfen.  Der in Berlin geborene  Jerome Boateng, zweimalige Triple-Sieger, könnte die erforderliche und zuverlässige Intentifikationsfigur werden und zur Behebung der Abwehrschwäche der schlecht gestarteten Hertha beitragen. Michael Preetz ist meiner Meinung nach gezwungen zu handeln!

Weiter aufgefallen sind:

Peter Pekarik: Seine Zeit schien in Berlin abgelaufen. Unter Trainer Bruno Labbadia wurde Pekarik wieder zum Stammspieler. Welch ein Phänomen, Herthas Verteidiger ist mit 34 Jahren stärker denn je und fährt für sein Land wieder zur EM.

Lazar Samardzic : Im Sommer war der Spielmacher nach drei Bundesligaeinsätzen, er spielte seit 2009 bei Hertha, für eine Million weg, wechselte zu RB Leipzig. Das Training sei unter Nagelsmann auf Championsleague-Niveau und fordere ihn mehr als bei Hertha in Berlin. Folgerichtig sei der Schritt gewesen. Das dürfte den Hertha-Verantwortlichen in den Ohren klingen.   

Matteo Guendouzi : Von Arsenal ausgeliehen soll er in Berlin weiter praktische Erfahrung bekommen. Trainer Labbadia findet den Lockenkopf als Achter ideal zur Bereicherung des Hertha-Spiels. In dem Zusammenhang äußerte Michael Preetz,  in diesem Winter nicht wie zuletzt außergewöhnliche Transfers vorzunehmen. Hertha investierte knapp 80 Millionen unter anderem für Piatek, Cunha und Tousart. In der Kasse herrscht jetzt erstmal Ebbe!

Investor Lars Windhorst: 100-Mio-Euro blieben vom Investor bisher aus, sollen aber zu einem späteren Zeitpunkt fließen. Das Geschäftsjahr läuft bis zum Juni 2021. Hertha hatte eher mit dem Geld gerechnet.

Jordan Torunariga : Den Verteidiger erwischte es doppelt. Erst die schwere Verletzung am Syndesmoseband und dann der positive Corona-Test mitten in der Reha. Die Folge: Quarantäne! War er doch gerade ins individuelle Training eingestiegen. Jetzt versucht Hertha ihn per Cybertraing zu belasten.

Stürmer Jhon Cordoba: Fällt mit einer Bänderverletzung im linken Sprunggelenk, zugezogen in Augsburg, langfristig für die restliche Hinrunde aus. Der Augsburger Neu-Nationalspieler Felix Udokhai hatte ihn kurz vor Halbzeit im Strafraum umgetreten. Später entschuldigte sich Udokhai bei Cordoba und bedauerte die Folge, das Hinrunden-Aus.

Sportdirektor Arne Friedrich : Spricht wie Oliver Bierhoff und Jogi Löw: „Wir sind auf dem richtigen Weg“. Der Kader sei stärker als in der letzten Saison. Eine neue Note bringe Mittelfeldspieler Matteo Guendouzi ins Gefüge. Er sei sehr ballsicher, fordere immer den Ball. Torwart Alexander Schwolow sei nach dem unglücklichen Pokal-Auftakt immer stärker und selbstbewusster geworden. Er habe Führungs-Qualitäten. Außerdem werden auch Deyovaiso Zeefuk und Omar Alderede  „ihren Weg bei uns gehen“. Sprachliche Barrieren werden mit Hilfe von Sprachlehrer Alcir Pereira mit wöchentlich 3 mal Sprachunterricht abgebaut. Das fördert das Zusammenleben, insbesondere das erforderliche Wachsen der Spielkultur.  

Christian Zschiedrich

Spanien in allen Qualitäten Deutschland überlegen

Aber wirklich in allen Belangen, ob Technik, Taktik und Kondition! Das Mentale und die fehlende Struktur  muss  noch härter kritisiert werden. Keiner im Team, der  zur Orientierung geschweige denn zum Aufbruch blies. Gedanklich im Dauerschlaf, keine erfolgreiche Zweikampfführung, welch erbärmliche Körpersprache, keine Aggressivität, katastrophale Deckungsarbeit, aber auch alle ließen sich regelrecht vorführen. Das war doch nicht die deutsche Nationalmannschaft. Das zu rechtfertigen fiel hinterher allen ausgesprochen schwer. Trainer Jogi Löw sprach von einem rabenschwarzen Tag und Bastian Schweinsteiger antwortete: So hoch darf einfach nicht verloren werden, ein historisches Debakel!  Es ist 90 Jahre her. 1931 war ich noch nicht geboren. Um dem vielleicht etwas Gutem abzugewinnen: War es noch zur rechten Zeit die lehrreiche Quittung für absolut falsche Entscheidungen der Verantwortlichen?

Bei aller Nachwuchsförderung und gewünschter, rechtzeitiger Verjüngung, lieber Sportdirektor, lieber Chefcoach, das muss doch in der Tat besser geschehen und nicht auf Kosten vielleicht unliebsam gewordener Leistungsträger. Es war für mich so wohltuend nach der Klatsche im Studio Bastian Schweinsteiger und Matthias Opdenhövel zu hören. Sie sprachen ebenfalls die Fakten an, auch als Manuel Neuer meinte: Das muss doch nicht jetzt sein, wann dann ? Opdenhövel: Gerade jetzt!  Er fragte den im Gesicht gezeichneten Jogi Löw: Haben Sie jetzt überhaupt noch Lust? Basti Schweinsteiger hat ja so recht, ihm aufs Butterbrot zu schmieren: Ist doch egal wie alt ein Spieler ist, die Besten müssen spielen und vor allem, wenn die Leistung stimmt!

Was Mats Hummels, Jerom Boateng und Thomas Müller noch leistungsmäßig drauf haben, bewundere ich genauso, wie das was sie in der Vergangenheit vollbracht haben. Gegen die 0:6-Pleite wird das hoffentlich auch den DFB-Verantwortlichen klar. Da wechselt doch Jogi Löw bei Halbzeit 0:3 den Leverkusener Tah für Süle ins Abwehrzentrum ein, der allerdings in Leverkusen in letzter Zeit kaum noch gespielt hat. Vielleicht sollte es eine Strafe für Gündogan und Gnabry sein. Erst verliert Gnabry beim 0:2 (33.) am langen Toreck auf der Fünfmeterlinie blamabel (sprang unterm Ball durch) das Kopfballduell gegen Ferran Torres; beim 0:3 (38.) kam Gündogan (wie so oft) zu spät und duckte sich förmlich beim Kopfballtor von Rodrigo.

Deutschland wurde nach den letzten beiden Siegen zwar nicht in den Himmel gehoben, jedoch recht ordentlich gelobt. Die Aufstellung des Angriffs mit drei sehr schnellen Spielern war vielversprechend. Manuel Neuer in seinem Rekordspiel, löste zahlenmäßig Sepp Meier ab, war bei den Toren machtlos. Die Taktik mit Viererkette, erst einmal abzuwarten war verständlich, es reichte ja ein Unentschieden. Konter müssten doch eigentlich möglich sein. Denkste. Der erste und einzige Torschuss kam durch Gnabry (Pfosten) erst in der 77. Minute zustande.

Als ich vor dem Spiel die Aufstellung vernahm, wieder Toni Kross neben Goretzka im Mittelfeld, da  glaubte ich an eine gute Leistung. Von wegen geistige Fitness… Stattdessen wurde Spanien ein Elfmeter verwehrt und ein Abseitstor aberkannt. Deutschlands Stürmer waren viel in der Verteidigung zu finden und durften sich bei Eckbällen der Spanier vom Glück begünstigt fühlen. Das frühe folgerichtige 0:1 (17.) durch Morata hielten viele mit Daumen drücken noch für ausgleichbar. Es kam jedoch ganz Dicke. Ehrlicherweise sollte darauf hingewiesen werden, dass den Chancen und dem Spiel nach Spanien hätte noch viel höher gewinnen müssen.

Die weitere Trefferquote: 0:4 (55.) Ferran Torres, 0:5 (71.) Ferran Tores, 0:6 (89.) Qyarzabal. Bis März tut sich höhnisch formuliert nun gar nichts. Macht bloß nicht so weiter! Die EM beschert uns Gegner mit solchem Kaliber. Es wäre zu vermessen, hier Ratschläge zu geben. Es muss nicht nur die Niederlage analysiert werden. Nutzt die Zeit bis März zur Nominierung der Besten. Mehr scherzhaft sei gefordert, Bastian Schweinsteiger zum Comeback zu bewegen.

Michael Ballack meint, Jogi Löw sei ein bisschen stur. Vielleicht kommt man mit Sturheit meistens weiter, doch Fußball-Deutschland würde in diesem Fall wesentlich mehr Kulanz und Einsicht schätzen. Kann sich ein Bundestrainer dagegen verwahren, die Besten zu ignorieren? Ich meine, Löw könnte daran scheitern! Es werden sich genügend Stimmen für eine Forderung finden, bei allen Verdiensten, Jogi trete ganz schnell ab!

Christian Zschiedrich

Der Geisterkulisse getrotzt

Die Berlin Recycling Volleys feierten am Samstag (14. No.) den vierten Saison-Erfolg in der Volleyball-Bundesliga.  Bei ungewohnter Atmosphäre – Fans konnten im Volleyballtempel erstmals nicht dabei sein – siegten die Hauptstädter ungefährdet mit 3:0 (25:15, 25:21, 25:21) gegen die Helios Grizzlys Giesen. Jeweils 17 Punkte sammelten MVP Timothée Carle und Benjamin Patch, für Giesen war Magloire Mayaula Nzeza elfmal erfolgreich.

Noch vor Beginn des ersten Geister-Heimspiels der Geschichte mussten die BR Volleys eine bittere Nachricht verkraften: Zuspieler Sergey Grankin verletzte sich im Abschlusstraining an der Wade, eine MRT-Untersuchung soll am Montag Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Doch auch ohne ihren Kapitän fanden die Männer in Orange gegen die Gäste aus Giesen bestens in die Partie und bewiesen dabei vollen Körpereinsatz: Für Pierre Pujol, der die Lücke von Grankin zu füllen wusste, war eine Werbebande nur ein kleines Hindernis auf dem Weg zum Ball – dieser Ballwechsel ging am Ende, ebenso wie der erste Satz, an den Hauptstadtclub (25:15).

Giesen kam nun besser im Spiel an, auch weil sich die Fehlerquote auf Seiten der Gastgeber erhöhte. Erst zur Mitte des Durchgangs konnten sich die Berliner absetzen, weil Timothée Carle und Benjamin Patch viel Cleverness im Angriff bewiesen (19:15). Dem starken Carle blieb es dann auch überlassen, nach aufmerksamer Abwehr von Samuel Tuia den Satzball zur 2:0-Führung zu verwerten (25:21). Ein enger Schlagabtausch entwickelte sich dagegen bis kurz vor Schluss im dritten Durchgang, ehe ein Block von Éder und Patch der Partie den Deckel aufsetzte (25:21).

Für die BR Volleys geht es in der kommenden Woche mit dem Spitzenspiel gegen den VfB Friedrichshafen weiter. Die Partie am Bodensee beginnt bereits um 14.00 Uhr, Sport1 überträgt live im Free-TV.

Stimmen zum Spiel
Kaweh Niroomand: „Das ist ein gutes Ergebnis, aber das Spiel läuft weiterhin nicht wirklich rund. Wir sind etwas vom Pech verfolgt, jede Woche fällt ein neuer Spieler aus. Mir macht es Sorgen, dass wir nie über mehrere Wochen hinweg mit dem kompletten Kader trainieren konnten. Deswegen sind wir noch lange nicht im gewünschten Rhythmus. Der müsste aber langsam kommen, um das schwere Programm der kommenden Wochen gut bewältigen zu können. Die komplette Situation zerrt zusätzlich an den Nerven. Da auch mental immer 100 Prozent abrufen zu können, ist eine große Herausforderung. Deswegen glaube ich, dass es eine Saison der Zufälle wird.“

Pierre Pujol: „Ich halte mich immer bereit zu spielen, das ist mein Job. Wir haben in der Liga bereits ein Spiel verloren, deswegen wollten wir heute unbedingt gewinnen. Die Motivation kommt da auch ohne Fans ganz von alleine. Letztlich sind wir froh, überhaupt spielen zu dürfen. Aber für diejenigen, die die normale Atmosphäre kennen, war es sicherlich seltsam – da hat die bekannte Musik geholfen. Ich hoffe, dass bald wieder Fans dabei sein können.“

Anton Menner (Giesen): „Heute Morgen habe ich die Beine nach zwei Spielen in dieser Woche schon gemerkt. Trotzdem habe ich mich auf das Spiel gefreut, weil es mein erstes Mal in der Max-Schmeling-Halle war. Da hat der Rest dann auch keine Rolle mehr gespielt. Wenn wir einen Satz gegen Berlin holen wollen, müssen wir konstant Servicedruck ausüben. Letztlich haben da die vielen Fehler das Spiel entschieden.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Renan Michelucci (MB), Pierre Pujol (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Cody Kessel

Topwerte
Carle 17 Punkte, 2 Asse, 2 Blocks | Patch 17 Punkte, 2 Asse| Tuia 10 Punkte
Quelle: BR Volleys/Christof Bernier