Union vermeidet einen Fehlstart
Jetzt sind auch die Erstligisten zurück im Geschäft. Der 1. FC Union ist nicht ganz in den Startlöchern hängen geblieben. Immerhin wurde, nach einem 1:3 Rückstand, wenigstens ein Punkt gegen die Frankfurter Eintracht gerettet. Es waren wieder individuelle Fehler und ein nicht ganz stimmiges Abwehrkonzept, die dafür sorgten, dass sie dem Gegner hinterherrennen mussten. Auf den neuen Trainer Mauro Lustrinelli wartet weiter einiges an Aufbauarbeit. Er selbst zog den Vergleich zum Hausbau, das dauert einige Zeit. Als Problem stellt sich weiterhin die von ihm favorisierte Viererkette in der Abwehr heraus. Das sollten sie in den Griff bekommen. Das Ziel ist eine weitgehend sorgenfreie Saison.
Hertha stellt Startrekord ein
Wer hätte das gedacht, allen Unkenrufen zum Trotz, es wurde bisher ein Start mit drei Siegen und im Pokal sind sie auch eine Runde weiter. Der Sieg in Braunschweig war ein wilder Ritt. Eine überlegen auftretende Hertha ließ sich erst zwei Dinger einschenken und egalisierte dann den Rückstand innerhalb von nur fünf Minuten. Der Treffer zum 2:2 war spektakulär. Der Hertha-Kapitän eiferte Marcelinho nach, er traf aus 35 Metern ins verwaiste Tor. Bei Marcelinho, lange ist es her, waren es über 40 Meter. Es war 2001 im Olympiastadion, bei einem Pokalspiel gegen Freiburg. Am Ende hieß es 4:3 für die Hertha und Trainer Stefan Leitl konnte einen Tag später entspannt seinen Geburtstag feiern.
Was ist bloß bei Hertha los, staunen und wundern allen Orts. Da funktionieren die Abläufe und stimmen die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen. In Braunschweig verzeichnete die Statistik einen Wert in der Passgenauigkeit von über 80 %. Ein Wert, der selbst bei Erstligaspielen nicht oft erreicht wird. Man darf gespannt sein, wie es im Westend weiter geht.
Neuer Mittelstürmer für Hertha

Kurz vor dem Ende der laufenden Transferperiode verstärkt sich Hertha BSC mit Gustaf Nilsson. Der Schwede wechselt per Leihe mit Kaufoption für die Saison 2026/27 vom belgischen Erstligisten Club Brügge nach Berlin und wird die Rückennummer 9 tragen. „Gustaf deckt genau das Profil ab, das wir noch für den Angriff gesucht haben. Er ist groß, besitzt ein sehr gutes Kopfballspiel und ist abschlussstark. Zudem bringt er reichlich Erfahrung mit. Wir haben uns sehr lange um ihn bemüht und sind sehr froh, dass er sich dazu entschlossen hat, zu uns zu kommen“, sagt Sportdirektor Benjamin Weber über den Mittelstürmer. Der 29-Jährige selbst erklärt: „Wir hatten gute Gespräche, in denen sich schnell herausgestellt hat, dass Hertha für mich eine fantastische Option darstellt. Zuletzt ging es auch recht schnell. Jetzt kann ich es kaum erwarten, vor den Fans im Olympiastadion aufzulaufen, dem Team zu helfen und hoffentlich viele Tore zu schießen.“
Nilsson nahm mit seinem Heimatland an der zurückliegenden WM in diesem Sommer teil und kam im Sechzehntelfinale gegen Frankreich zum Einsatz. Insgesamt absolvierte der gebürtige Falkenberger bislang elf Länderspiele und erzielte dabei vier Treffer. Auf Vereinsebene stand der 1,97-Meter große Stürmer nicht nur in der höchsten belgischen, sondern auch schon in der höchsten schwedischen und in der höchsten dänischen Spielklasse sowie in der UEFA Conference, Europa und Champions League auf dem Rasen. Aufgrund seiner Zeit beim SV Wehen Wiesbaden zwischen Winter 2021 und Sommer 2022 kennt der Rechtsfuß zudem auch bereits den deutschen Fußball. In der 3. Liga sowie im DFB-Pokal trug Nilsson das Trikot der Hessen insgesamt 46-mal, wobei ihm 18 Tore gelangen.
Hans-Peter Becker/Hertha BSC Medien
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