FC Viktoria 1889 – Saison im Rückspiegel

Leider hat es der FC Viktoria nicht geschafft, die Klasse zu halten. Der Aufstieg kam ein bisschen wie aus dem Nichts. Bedingt durch die Pandemie konnten in der Regionalliga Nordost während der Spielzeit 2020/21 lediglich 13 von geplant 38 Spieltagen ausgetragen werden. Mit lediglich 11 absolvierten Spielen, die alle gewonnen wurden, konnten die Himmelblauen direkt aufsteigen, dank einer Quotientenregel und dem Rotationsprinzip, das 2021 den direkten Aufstieg für den Meister der Nordost-Staffel vorsah. Nach erfolgreicher Suche einer geeigneten Spielstätte, konnte es am 25.Juli 2021 losgehen. Vor 1.112 zahlenden Zuschauern wurde im Jahnsportpark das Premierenspiel gegen den Namensvetter aus Köln mit 2:1 gewonnen. Den ersten Drittliga-Treffer erzielte Yannis Becker nach 37. Minuten zum zwischenzeitlichen 1:1.

Marco Antwerpen, damals Trainer des 1. FC Kaiserslautern nach der 0:4 Niederlage

Zum Auftakt, Berlin war vor Viktoria bisher nur mit dem 1. FC Union in dieser Liga vertreten, hatten sich, neben den im Tagesgeschäft tätigen Sportjournalisten, auch einige Edelfedern der Zunft akkreditieren lassen. Gesichtet wurden die Experten für die Fankultur, Anne Hahn und Frank Willman. Ein weiterer Augenzeuge des Spiels war Christoph Biermann. Ausreichend Stoff für ein Buch hat er wohl nicht gefunden. Es reichte nur für einen Artikel des Chefreporters der 11 Freunde. Der Fußballverein aus dem Berliner Süden ist feuilletonistisch schwerer zu greifen und hat zudem den Ruf, ein sogenannter Investoren-Verein zu sein. Biermann fasste das unter der Überschrift „Start up mit Tradition“ zusammen. Was den 11 Freunden sonst noch im Saisonverlauf berichtenswert erschien, stammte von anderen Autoren. Trotz der langen Geschichte des Vereins, so ziert das Logo einen Stern mit einer Zwei, lang ist es her, gemeint sind die Meistertitel von 1908 und 1911, existierte der Verein in der Fußballneuzeit weit unter dem überlokalen Wahrnehmungsradar.

Nach der ersten Saisonniederlage, 0:1 gegen Halle, verabschieden sich beide Trainer.

Ein Aufstieg in die 3. Liga ist mit Auflagen an die Spielstätte verbunden. Ein fernsehtaugliches Flutlicht und eine Rasenheizung sind vorgeschrieben. Das zur umfassenden Rekonstruktion vorgesehene Jahnstadion musste wieder in Betrieb genommen werden. Für das Flutlicht sorgte der Investor. Am 4. Spieltag war die Premiere, im künstlichen Licht musste Viktoria die erste Saisonniederlage gegen Halle hinnehmen. Ein Treffer von Terrence Boyd entschied das Spiel und Benedetto Muzzicato musste erstmals eine Niederlage erklären. Die Saison war zu diesem Zeitpunkt noch lang und die darauf folgende englische Woche brachte mit dem Auswärtspunkt in Zwickau und mit dem folgenden Heimsieg gegen den SV Waldhof vier weitere Punkte auf das Konto.

Fans des 1. FC Kaiserslautern

Am 30.Oktober ist Viktoria weiter voll im Plan, Borussia Dortmund II wird knapp, Dank eines späten Treffers von Lucas Falcao, mit 2:1 besiegt. In der Tabelle sind die Himmelblauen mit 21 Punkten auf Platz 3 zu finden. Bis zum Abschluss der Hinrunde wird allerdings nur ein einziger Punkt dazugekommen sein. Dieser Punkt, ein 0:0 am 18.Spieltag gegen Türkgücü München, wurde zum Muster ohne Wert. Durch die Insolvenz der Bayern wurden ihre Spiele aus der Wertung genommen. Ihr Fußballjahr 2021 beschließen sie mit einem 4:1 Auswärtssieg bei den rechtsrheinischen Kölnern im Sportpark Höhenberg. Es ist der Beginn der Rückrunde und der Aufsteiger kann mit 25 Punkten Weihnachten feiern.

Pressekonferenz

Eigentlich sollte das neue Fußballjahr 2022 für Viktoria am 15. Januar mit dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig beginnen. Corona machte die Planungen zu Makulatur. Das Virus hatte auch die Viktoria fest im Griff. Die Mannschaft tritt personell arg gebeutelt am 22. Januar auf dem Betzenberg gegen den 1. FC Kaiserslautern an. Das Hinspiel hatten sie sensationell mit 4:0 gewonnen, im Rückspiel waren sie chancenlos und verloren mit 0:2.

In der Winterpause verließ der Torjäger Tolcay Ciğerci den Verein in Richtung Türkei. Die sportliche Führung reagierte, nicht nur auf den Weggang des Torjägers (14 Spiele/7 Tore), auch auf die Erfolglosigkeit. Vier neue Spieler werden verpflichtet, Martin Gambos für das zentrale Mittelfeld, Cebrail Makreckis für die rechte offensive Seite, Stürmer Franck Evina, Bryang William Kayo für das offensive Mittelfeld und Brooklyn Kevin Ezeh als Allrounder für die linke Seite.

Neues Flutlicht

Das erste Heimspiel im Jahre 2022 konnte erst 13.Februar ausgetragen werden. Viktoria empfing den SC Verl. Ein kampfbetontes Spiel, dass nur 589 Zuschauer sehen wollten, endete 1:1. Spieler des Tages wurde Viktorias Torhüter Julian Krahl. Er hielt in der Nachspielzeit einen Elfer. Seit der 68. Minute waren die Himmelblauen dezimiert. Gambos sah innerhalb von drei Minuten zwei Mal Gelb.

Nur drei Tage später stand das Nachholspiel gegen Eintracht Braunschweig an. Trainingsrückstand, keine richtige Vorbereitung und eine lange Verletztenliste, Viktoria bekam eine Klatsche verpasst. Das 0:6 war zugleich die höchste Niederlage während der gesamten Spielzeit. Braunschweig nahm Revanche, für die in der Hinrunde erlitten Niederlage. Das 4:0 in Braunschweig war höchste Sieg der Viktoria. Das darauffolgende Spiel bei Wehen-Wiesbaden ging verloren. Jetzt schwebte das Abstiegsgespenst über dem Verein. Das Spiel in der Hessischen Landeshauptstadt war das Letzte von Trainer Muzzicato. Die Trennung erfolgte im beiderseitigen Einvernehmen. Mehr und mehr zeichnete sich ab, dass Viktoria ein harter Abstiegskampf bevor stehen wird, zunehmende sportliche Erfolglosigkeit und die anstehende Qualifikation Muzzicatos zum Fußballlehrer führten zu dem Entschluss.

Für das Heimspiel gegen Freiburg II übernahm Co.Trainer David Pietrzyk die Verantwortung. Der Nachwuchs des Bundesligisten war effektiver und Viktoria verlor mit 0:2. Das nächste Spiel in Havelse wurde bereits mit einem neuen Trainer bestritten. Der Einstand von Farak Toku verlief durchwachsen, es reichte nur für einen Punkt beim Mitaufsteiger und Schlusslicht im Montagabendspiel in Hannover. In HDI-Arena, wo eigentlich Hannover 96 zu Hause ist, hatten lediglich 443 Zahlende Interesse an der Partie.

Farat Toku

Die Heimpremiere verlief für den neuen Trainer noch ernüchternder, gegen 1860 München wurde mit 0:2 verloren. Das Flutlichtspiel am Freitagabend, des 11.März lockte immerhin 3.398 Zuschauern in den Jahnsportpark. Ein bisschen Psychologie, die Mannschaftsbänke wurden getauscht und Toku verordnete seiner Mannschaft ein 4-4-2 System. Wann gibt mal wieder einen Dreier? Beim Zweitliga-Absteiger in Osnabrück war nicht zu holen und es kam das Heimspiel gegen den Spitzenreiter und späteren Meister 1. FC Magdeburg, alte Tradition gegen noch ältere. Ausgerechnet gegen die Truppe von Trainer Christian Titz gelang mal wieder ein Sieg. Den Erfolg brachte eine ausgeklügelte Defensivtaktik (5-2-2-1) Ein Tor aus dem Nichts von Jakob Lewald uns ein Treffer von Soufian Benyamina gleich nach der Halbzeitpause, Magdeburg brachte lediglich den Anschlusstreffer zustande. Die fast 3 Tausend Schlachtenbummler aus Sachsen-Anhalt fuhren enttäuscht nach Hause und Viktoria durfte wieder hoffen. Nach 31 Spielen hatte Viktoria 31 Punkte gesammelt.

Der Trainerwechsel schien endlich zu wirken. Der Sieg gegen Magdeburg konnte einen Spieltag später veredelt werden. Im Signal-Iduna Park wurde die 2. Mannschaft der Dortmunder Borussia mit 1:0 geschlagen. Das Siegtor erzielte erneut Benyamina. Gelingt jetzt mit einer kleinen Siegesserie der Klassenerhalt? Leider kam das Stoppschild im Abstiegsduell, Heimspiel am 34. Spieltag gegen den MSV Duisburg. Keeper Leo Weinkauf erwischte einen Sahne-Tag und spielte zu null, schlussendlich verloren sie mit 0:1. Die von Toku verordnete Defensivtaktik, die gegen Magdeburg so gut funktioniert hatte, ging nicht auf.

Ein richtiger Tiefschlag folgte in Würzburg, bei den so gut wie abgestiegenen Kickers wurde mit 0:3 verloren. Das war die berüchtigte, eine Niederlage zu viel. Es waren nur noch 2 Spiele zu absolvieren und der Blick auf die Tabelle machte nicht gerade Mut. Mit nur einem Punkt Vorsprung standen sie zwar über dem Strich, doch Verl blieb die Chance auf 9 Punkte, während für Viktoria nur 6 Punkte im Bereich des Möglichen lagen.

Arbeitsplatz

Das vorletzte Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken musste unbedingt gewonnen werden, der Freitagabend, allein das Flutlicht sorgte für ein dramatisches Fluidum und der Siegtreffer fiel in der Nachspielzeit. Der Glückliche für die Himmelblauen war Kimmo Hovi. Der SC Verl siegte einen Tag später in seinem Ausweichstadion, der Benteler-Arena in Paderborn mit 3:0 gegen den SV Wehen-Wiesbaden. Bis auf einen einzigen Punktwaren die Verler jetzt den Himmelblauen auf die Pelle gerückt und hatten zudem eine um 7 Treffer bessere Tordifferenz.

Am vorletzten Spieltag hatten die Viktorianer spielfrei. Eigentlich war anlässlich des letzten Auswärtsspieles der Saison eine Fahrt mit allen Vereinsmitarbeitern, als Dankeschön-Geste nach München geplant. So traf man sich auf dem Vereinsgelände am Wildspitzweg in Berlin-Mariendorf zum Grillen und gemeinsamen Schauen der Partie Dortmund II gegen den SC Verl. Lange sah es gut aus, Dortmund ging in Führung und sah wie der sichere Sieger aus. Verl drehte das Spiel, beim Stand von 2:1, erhielten die Dortmunder einen Hand 11-Meter, in der sechsten Minute der Nachspielzeit, zugesprochen. Schicksal spielte der Dortmunder Kapitän Franz Pfanne, sein Strafstoß wurde gehalten. Oh Nein, in der Tabelle vor dem letzten Spieltag zog der SC Verl mit 2 Punkten Vorsprung vorbei.

Am letzten Spieltag durften die Verler nicht gewinnen und die Viktoria war zum siegen verdammt. Es gelang nicht, die zwei Punkte aufzuholen, Verl lag bei Halbzeit zurück und im Jahnsportpark stand es bei der Pausenmusik 0:0. Das war zu wenig. Verl holte sich den einen notwendigen Punkt und Viktoria verabschiedete sich mit einem Torfestival aus der 3. Liga. Das vorläufig letzte Drittligaspiel endete, unter der Leitung von Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich, mit einer 3:4 Niederlage. Gegner war der SV Meppen. Das letzte Tor der Spielzeit für Viktoria erzielte Abwehrecke Tobias Gunte. Es war das 3:3, was nur eine knappe Minute Bestand hatte. Hätte er sich während der Saison nicht verletzt, fehlte im Januar und Februar, wären es mehr als 24 Einsätzen geworden. Er stammt aus dem Nachwuchs des Vereins, seit 2006 ist er ein Himmelblauer. Diesen Treffer, sein vierter in der Saison, hat ihm jeder gegönnt. Leider war er ohne Auswirkung auf das Ergebnis. Dass nach dem Abpfiff die Enttäuschung groß, einige Tränen vergossen wurden, war verständlich.

Das teilweise gesperrte Tribünen-Gebäude des Jahnsportparks.

Zur Abschiedsvorstellung hatten sich noch einmal 2.403 Zuschauer, darunter einige Hundert aus dem Emsland, eingefunden. Ein kleines Trostpflaster folgte eine Woche später, Viktoria holte sich den Berliner Pokal, in einer dramatischen Schlussphase wurde die VSG Altglienicke mit 2:1 bezwungen. In der abschließenden Pressekonferenz gab Trainer Toku bekannt, dass er in Berlin nicht weitermachen wird. Sein Vertrag galt nur für die 3. Liga.

In der Rückschau bleibt hier festzustellen, der Klassenerhalt war möglich. Zu Beginn des Jahres hatte leider Corona seine unheilvolle Hand mit im Spiel. So wurden in der Rückrunde lediglich 15 Punkte geholt, das war der zweitschlechteste Wert der Liga. Es sollte ebenso nicht vergessen werden, dass nur die wenigsten Akteure über Erfahrung in einer Profiliga verfügten. Bei der Erklärung von Niederlagen sprach der abgelöste Trainer Muzzicato davon, „dass nicht vergessen werden sollte, wo man herkommt.“ Der Sprung von der Regionalliga zur 3. Liga ist ein größerer, als von der 3. in die 2. Liga. In der Regionalliga reicht es gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte auch mit etwas weniger Einsatz für die nötigen Punkte. Es ist nicht so ausgeglichen, wie in den Profiligen.

Der Investor bleibt an Bord, wertvolle Erfahrungen konnten gesammelt werden und wenn am Schluss das Ziel auch nicht erreicht wurde, Viktoria will zurückkommen.

In der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals spielt Viktoria gegen den Bundesligisten VfL Bochum.

Hans-Peter Becker

Freiburg gewinnt auch in Berlin

Die Gäste aus Freiburg hatten eine Anreise von etwa 800 km, das entspricht der Entfernung von Berlin nach Lwiw und dort ist Krieg. Darauf wies Stadionsprecher Ingo Müller in seiner Ansprache vor der Drittliga-Begegnung im Jahnsportpark hin. Es ist nicht so einfach, angesichts der Nachrichten aus der Ukraine zur Tagesordnung, zur Berichterstattung über ein Fußballspiel überzugehen.

Für das Spiel hatten sich die Himmelblauen einiges vorgenommen. Punkte sammeln, wo es nur geht, der Blick auf die Rückrundentabelle zeichnet ein düsteres Bild. Lediglich vier Punkte wurden in sieben Spielen geholt. Mit diesem Punkteschnitt steigt man ab. Im Stadion war auch der entlassene Trainer Benedetto Muzzicato und der sah zunächst einen engagierten Auftritt seiner ehemaligen Mannschaft. An der Seitenlinie stand als Interimscoach sein bisheriger Co-Trainer David Pietrzyk. Er übernahm die taktische Grundaufstellung von Muzzicato und setzte auf Offensive. In seiner Startformation standen alle drei Winterneuzugänge.

Es schien, als könnten sie den Negativlauf brechen. Mit zunehmender Spieldauer schien der Führungstreffer für Viktoria nur eine Frage der Zeit zu sein. In der 30. Minute hätte er fallen müssen. Leider verfehlte der aufrückte Brooklyn Ezeh das leere Tor. Darauf er folgte ein Angriff, wo turbulent wurde im Freiburger Strafraum. Enes Küc dribbelte und Freiburgs Robert Wagner stellt sich zum Zweikampf, geht zu Boden und berührt dabei den Ball mit der Hand. Es gab hier keinen Strafstoß, den gab es allerdings im Gegenzug. Wieder war Wagner daran beteiligt, er wurde von Jakob Lewald zu Fall gebracht. Denn fälligen Foulelfer verwandelt Vincent Vermeij sicher. Julian Krahl, ja als Elfertöter bekannt, ahnt zwar richtige die Ecke, doch der Schuss ist gut platziert. Das war so richtig dumm gelaufen, der Gegentreffer fiel in einer Phase, als die Viktoria die Begegnung so richtig in den Griff zu bekommen schien und sich Hoffnung auf Punkte machen konnte.

In der zweiten Hälfte verflachte das Spiel, die Chancen wurden weniger, die Räume enger und die Fehlpässe nahmen zu. In der 56. Minute versenkte zu allem Überfluss Vermeji einen Eckball per Kopf im Gehäuse von Viktoria. Das war ein Wirkungstreffer. Am Ende gewinnen die Gäste aus dem Freiburger Nachwuchs mit 2:0. Tags zuvor hatten ihre Profi-Kollegen aus der Bundesliga Hertha BSC mit 3:0 versenkt und somit die Abstiegssorgen der Berliner in der jeweiligen Liga weiter vergrößert.

Hans-Peter Becker

Fußball 3. Liga 28. Spieltag

27.02.2022 13:00 Uhr Jahnsportpark Berlin

FC Viktoria 1889 Berlin – SC Freiburg U23 0:2(1:0)

Mannschaftsaufstellung Viktoria

Krahl – Kapp – Lewald – Pinckert (75. Hahn) – Makreckis (82. Yamada) – Jopek – Gambos – Ezeh – Küc (68. Hovi) – Falcao (68. Verkamp) – Ogbaidze (68. Seiffert)

Viktoria auf verlorenem Posten

Das Nachholspiel vom 21. Spieltag zwischen Eintracht Braunschweig und der gastgebenden Viktoria war schnell entschieden. Nach nur 20 Minuten lagen die Himmelblauen bereits mit 0:3 hinten. Das war dann auch der Spielstand zur Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit legten die Braunschweiger drei weitere Treffer nach. Grund zur Freude hatten am Mittwochabend unter Flutlicht im Jahnsportpark lediglich etwa 500 mitgereisten Fans des Traditionsclubs aus Niedersachsen. Es langte mal wieder für eine vierstellige Zuschauerzahl. Der Stadionsprecher bedankte sich bei offiziell 1.486 Kartenkäufern für ihr kommen.

Viktoria’s Trainer Benedetto Muzzicato hatte eine böse Vorahnung, wie er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel ausführte. Die englische Woche kommt zur Unzeit. Bei den vorangegangenen Trainingseinheiten hatte der Trainer kein gutes Gefühl. „Die Energie wird weniger, gerade in einer englischen Woche. Das kannst du nicht kompensieren.“ Bedingt durch Corona konnte keine ordentliche Vorbereitung durchgezogenen werden und dazu kommen Verletzungen wichtiger Spieler.

Sie zehren noch von Ihrem guten Saisonstart in der dritten Liga mit 17 Punkten nach sieben Spieltagen. Bereits damals warnte Muzzicato, „es kann nur um den Klassenerhalt gehen, alles andere wäre nicht realistisch.“ Im aktuellen Kader der Himmelblauen stehen lediglich zwei Spieler, mit Björn Jopek und Christoph Menz, die man als gestandene Drittligaprofis bezeichnen kann, alle anderen kommen aus der Regionalliga. Der gute Saisonstart hatte Begehrlichkeiten geweckt. Jetzt ist brutaler Abstiegskampf angesagt. „Die Jungs müssen ihr Herz auf dem Platz lassen, dass es nicht immer reicht, war uns immer klar.“

Trotz alledem, es fehlen weiter Punkte für das angestrebte Saisonziel. Am kommenden Samstag, 19.02.2022 steht der gewiss nicht einfache Gang zum SV Wehen-Wiesbaden an.

Hans-Peter Becker

Fußball 3. Liga 21. Spieltag

16.02.2022 19:00 Uhr Jahnsportpark Berlin

FC Viktoria 1889 Berlin – Eintracht Braunschweig 0:6 (0:3)

Mannschaftsaufstellung FC Viktoria 1889 Berlin

Krahl – Hahn – Kapp – Lewald – Ezeh (71. Sucsuz) – Jopek (71. Menz) – Ogbaidze (46. Cvjetinovic) – Pinckert – Küc (62. Makreckis) – Falcao (62. Evina) – Seiffert

Magere Ausbeute für Berliner Profifußballer

In der Bundesliga reichte es nur zu einem Punkt und den holte Hertha BSC am Freitagabend mit einem 1:1 im Spiel gegen Aufsteiger Bochum. Kopfschütteln war angesagt bei denen, die mit den blauweißen halten. Es war, wie so oft in dieser Saison, eigentlich ganz gut begonnen und dann stark nachgelassen. Unerklärlich, warum agierte Hertha nach dem unglücklichen Gegentreffer durch Bochums Sebastian Polter immer nervöser. Mit dem Punkt, immerhin wurde nicht verloren, können die Gäste besser leben als der Club aus der Hauptstadt. Verlorenen Punkte sind der Rückrunde nicht mehr aufzuholen, Hertha steckt im unteren Tabellendrittel fest und gerät mehr und mehr unter den Zugzwang des „Gewinnenmüssens“. Das nächste Spiel in Fürth beim Tabellenletzten ist für ein weiteres Unentschieden gänzlich ungeeignet. Mal sehen, was den Herthanern noch einfällt. Die Abwehr schien nicht mehr ganz so wacklig und an der Präzision im Spielaufbau muss weiter gefeilt werden.

Der 1. FC Union verliert in Augsburg und leidet am überraschenden Weggang von Max Kruse, der in Wolfsburg gleich demonstrierte, dass er der Unterschiedsspieler ist, der jetzt bei den Eisernen fehlt. „Wir haben eigentlich gut begonnen. Aber dann haben wir keine Ruhe ins Spiel bekommen und Augsburg eingeladen. Im zweiten Durchgang waren wir dann wieder im Spiel, aber wenn du kein Tor schießt, kannst du eben nicht gewinnen. Mit dem ersten Augsburger Schuss in der zweiten Hälfte fällt dann das 2:0 und dann war es natürlich sehr schwierig.” (Zitat Union-Trainer Urs Fischer) Dass eben kein Tor geschossen wurde, lag mit am fehlenden Vorbereiter. Schade, jetzt könnte die große Chance auf eine Teilnahme an der Champions-League und den damit verbundenen Geldsegen verspielt werden. Der nächste Gegner im Heimspiel heißt Borussia Dortmund. Sie werden mit gehöriger Wut im Bauch die Aufgabe in Alten Försterei in Angriff nehmen, um die Klatsche gegen Leverkusen vergessen zu machen.

Zwei Etagen tiefer versuchte Viktoria vergeblich drei Punkte aus Mannheim mitzunehmen. Zweimal wurde eine Führung verspielt und am Ende standen sie mit einem 2:3 gänzlich mit leeren Händen da. Am nächsten Spieltag kommt der SC Verl in den Jahnsportpark. Es wäre das erste Heimspiel im Jahr 2022, zwei wurden coronabedingt verpasst und müssen nachgeholt werden.

Hans-Peter Becker

Weitere Coronafälle im Drittliga-Kader der Himmelblauen

Am kommenden Wochenende, 14. -17. Januar, startet die 3. Liga in das neue Fußballjahr. Der FC Viktoria 89 Berlin empfängt am Sonntag, 16. Januar im Jahnsportpark Eintracht Braunschweig. Allerdings, bange Blicke richten sich aktuell auf die Testergebnisse.

„Mittlerweile wurden sieben Spieler per PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet. Alle Spieler haben sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben. Das geplante Testspiel gegen Tennis Borussia am Mittwoch, dem 12. Januar 2022, wurde abgesagt.

Peer Jaekel, Geschäftsführer der Himmelblauen, erklärt: „Wir stehen sowohl mit dem DFB, als auch mit dem Gesundheitsamt und den Ärzten im engen Austausch. Für uns gilt es nun, bei allem sportlichen Wettbewerb, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Wir hoffen, dass es in den kommenden Tagen keine weiteren positiven Fälle gibt, werden weiterhin engmaschig testen.“

Stand heute verzeichnet Viktoria Berlin eine hundertprozentige Impfquote. Die infizierten Spieler sind überwiegend symptomfrei und werden von Vereinsseite eng betreut. Das für Dienstag, 11. Jan. geplante Training wurde ebenfalls abgesagt.

Quelle: FC Viktoria Berlin

Berliner Profifußball mit mauem Wochenende

Es war der 13. Spieltag und vielleicht lag es an dieser Zahl, dass den beiden Bundesligisten ein fast identisches Schicksal widerfuhr. Ein spätes, sogar sehr spätes Gegentor, Hertha ging so der Sieg durch die Lappen, während den Eisernen der Auswärtspunkt entglitt. Solange nicht abgepfiffen ist, können halt Tore fallen.

Hertha quälte sich, bei nasskaltem Wetter vor 14.523 Zuschauern in der Riesenschüssel im Olympiastadion gegen Augsburg. Es wäre ein glücklicher Sieg geworden. Zecke Neuendorf verlor nach dem Schlusspfiff die Nerven und attackierte verbal den vierten Offiziellen und sah dafür die Rote Karte. Es läuft einfach nicht bei der „Alten Dame“. Einziger Lichtblick war Marco Richter, der einen Abwehrschnitzer der Augsburger zur Führung nutzte. Ein weiters Hertha-Tor fand wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung.

Hochklassige Auftritte sind auch vom Rivalen aus Köpenick nicht zu erwarten. Sie spielen, was sie können, was der Kader eben hergibt. So ist man für fast jeden Gegner ekelig und sammelt fleißig Punkte. Das klappt halt nicht immer. So wurde in Frankfurt mit 1:2 verloren. Ein Elfmeter, sicher verwandelt von Max Kruse zum 1:1, reichte nicht.

Erwähnen wir noch kurz das dritte Berliner Profiteam. Viktoria verlor beim 1. FC Saarbrücken mit 0:2. Sie erwischten den besseren Start, trafen leider das Tor nicht und wurden durch zwei späte Gegentore bestraft. Viktoria muss aufpassen, jetzt nicht sacht nach hinten durchgereicht zu werden. Das letzte Heimspiel in Jahr 2021, am kommenden Samstag, 4.12. im Jahnsportpark gegen Türkgücü München.

Hans-Peter Becker

Spätes Glück – Viktoria gewinnt im Aufsteigerduell gegen Dortmund II

In der 3. Liga tummeln sich auch die 2. Mannschaften von Borussia Dortmund und dem FC Freiburg. Ob es zur Attraktivität der Liga beiträgt, ist eher zu bezweifeln. Rein vom Standpunkt des Fußballs betrachtet bringen sie ein hohes Niveau mit ein. Sie sind Ausbildungsmannschaften Nachwuchsspieler haben hier die Chance sich gegen gestandene Profis zu beweisen.

Am 14. Spieltag stellte sich Borussia Dortmund II im Jahnsportpark bei der Berliner Viktoria vor. Beides sind Neulinge in der Liga, in der Tabelle eng beieinander und mit ähnlichem Saisonverlauf. Nach einer längeren Phase des Abtastens zeigte sich die größere individuelle Klasse der Gäste. Bekanntester Spieler aufseiten der Gäste war Dan-Axel Zagadou, der großgewachsenen französische Innenverteidiger kann auf bisher 13 Einsätze in der Championsleague verweisen. Dieser Spieler war es dann auch, der 26. Minute mit seinem Aufbaupass auf Berkan Taz, für die erste verheißungsvolle Torchance im Spiel sorgte. Taz legte die Kugel gekonnt auf Richmond Tachie, dessen Schuss geht rechts am Tor vorbei. Dortmund wurde in dieser Phase immer stärker. Doch in der 38. Minute bekamen sie die kalte Dusche. Ausgangspunkt war ein misslungener Befreiungsschlag von Dortmunds Torwart, der wurde von Viktorias Erhan Yilmaz abgefangen, Enis Küc geht sofort steil und erzielt den ersten Treffer der Partie förmlich aus dem Nichts.

Noch vor der Halbzeitpause schlugen die Jung-Borussen zurück. Torschütze war Berkan Taz, ein gebürtiger Berlin, fußballerische Ausbildung bei den Reinickendorfer Füchsen und Hertha 03. Vor der Saison war er vom 1. FC Union nach Dortmund gewechselt. Mit dem 1:1 ging es in die Pause. Die Dortmunder waren bis dahin das bessere Team.

In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild im sonnendurchfluteten Jahnsportpark. Das Momentum änderte sich allmählich. Es begann mit einer Riesenchance für die Viktorianer durch Sofian Benyamina, der schießt nur den Keeper an und den Nachschuss kann Küc nicht im Tor unterbringen. Es schließen sich zwei gute Möglichkeiten für Dortmund an und wieder haben die Gäste mehr Ballbesitz. In der 64. Minute nahm Viktorias Trainer Benedetto Muzzicato einen Doppelwechsel vor. Es fehlte bis dahin an der Präzision im Angriffsspiel. Das lag auch am Fehlen vom Mittelfeldantreiber Björn Jopek, der kurzfristig ausfiel. Mit der Einwechselung von Lucas Falcao und Deji Beyreuther kam mehr Präzision und somit mehr Druck ins Spiel.

Die Erlösung kam in der 86. Minute eine schöne Einzelleistung des eingewechselten Falcao brachte die Entscheidung. Enttäuschung bei den Dortmundern, lange sah es so aus, als könnten sie was mitnehmen. „Das zieht sich bei uns wie ein roter Faden durch die letzten drei Spiele. Wir sind dominant, haben viel Ballbesitz, leider fehlt uns in den Abschusssituationen die Präzision und es passiert in der Abwehr der eine Fehler zu viel. Diese Aussetzer müssen wir abstellen, wir sind eine junge Mannschaft und müssen lernen, notfalls einen Ball über die Seitenauslinie zu klären.“ Enrico Maaßen musste so die dritte Niederlage in Folge seines Teams erklären.

„Dortmund war in den ersten 35 Minuten klar das bessere Team und hat uns dominiert. Wir waren viel zu passiv und sind dann glücklich in Führung gegangen, lassen aber auch wieder einen Gegentreffer zu kurz vor der Pause. Daher haben wir anschließend ohne Wechsel etwas umgestellt. Ich wollte den Jungs die Chance geben, mit einer anderen Idee in die zweite Halbzeit zu gehen. Und das hat dann auch gepasst. Wir hatten anschließend viele gute Momente. Für Enes und Falcao freut es mich sehr, aber auch für Shalva Ogbaidze, der heute seinen zweiten Assist geben konnte. Die drei Punkte nehmen wir gerne mit gegen ein gutes Team mit einem guten Trainer.“, so fasste Viktorias Trainer das Geschehen zusammen.

Hans-Peter Becker

30.10.2021 3. Liga 14. Spieltag

14:00 Uhr Jahnsportpark

FC Viktoria 98 – Borussia Dortmund II 2:1(1:1)

2.458 Zuschauer

Mannschaftsaufstellung FC Viktoria Berlin 98

Krahl – Gunte – Kapp – Lewald – Becker – Yilmaz (64. Beyreuther) – Menz (80. Theisen) – Pinckert – Seiffert (64. Falcao) – Küc – Benyamina (82. Ogbaidze) (5-3-2)

Finalteilnehmer sind ermittelt

Die Teilnehmer am Berliner Pokalfinale sind ermittelt. Bei hochsommlicher Hitze und unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurden am Samstag, 8. August die beiden Halbfinals nachgeholt. Standesgemäß setzte sich im Hubertus-Sportplatz der Regionlligist Viktoria Berlin gegen den zwei Klassen tiefer spielenden Berliner SC mit 3:0 durch. Der Gastgeber aus der Berlin-Liga konnte in der ersten Halbzeit halbwegs mithalten und lag nur mit 0:1 hinten. In der zweiten Halbzeit setzte sich größere individuelle Klasse des aufstrebenden Regionaligisten mehr und mehr durch, so dass am Ende ein klares Ergebnis in das Protokoll geschrieben werden konnte. Für den FC Viktoria beginnt bereits in einer Woche, am 15. August die neue Saison. Der Trainingszustand war entsprechend besser, als beim Vertreter aus der Berlin-Liga. So musste der BSC auf seinen Stammtorwart verzichten, der noch im Urlaub weilte. An seinem Ersatzmann lag es nicht, dass die angestrebte Überraschung ausblieb, im Gegenteil, er verhinderte eine höhere Niederlage.

Im Jahnsportpark wurde in einem Regionalliga-Duell zwischen dem BFC Dynamo und der VSG Altglienicke der andere Finalteilnehmer ausgespielt. Erwartet wurde ein spannendes Spiel. Der BFC erwischte einen rabenschwarzen Tag. Kaum hatten sie den Platz betreten, da lagen sie bereits hinten. Es war noch nicht ganz eine Minute gespielt, da zappelte der Ball bereits im Netz. Die Schützlinge von Karsten Heine und Torsten Mattuschka schraubten das Ergebnis auf 5:0, ehe dem BFC, kurz vor dem Schlusspfiff, der Ehrentreffer gelang und das Ganze für die Dynamos mit 1:5 etwas freundlicher aussehen ließ.

Das Finale um den Berliner AOK Pokal tragen so die VSG Altglienicke und der FC Viktoria 1889 Berlin am 22. August im Jahnsportpark aus. Die Anstoßzeit ist für 16:45 Uhr festgelegt und wahrscheinlich wird wieder ohne Publikum gespielt werden müssen. Die ARD zeigt Ausschnitte der Partie im Rahmen des Finaltags der Amateure.

Hans-Peter Becker

Nur noch drei Spieltage und ein gesperrter Jahnsportpark

Am 31. Spieltag gewannen der BFC Dynamo, die VSG Altglienicke und Viktoria 89. Das Lokalderby Hertha BSC II – Berliner AK 07 endete 2:2. Kein Berliner Club verlor, dafür kam der souveräne Tabellenführer Chemnitzer FC, bei Oberlausitz Neugersdorf mit 2:3 unter die Räder. Rein sportlich wurde der Aufstieg mit 73 Punkten vorher untermauert. Der BAK 07, 64 Punkte, hat bekanntlich keine Lizenz für die 3. Liga beantragt und Hertha BSC ist mit 55 Punkten zu weit vom Aufstiegsgeschehen weg. Bei drei ausstehenden Spielen führt der Chemnitzer FC mit neun Punkten gegenüber dem Berliner AK. Theoretisch müsste Chemnitz alle drei Spiele verlieren und BAK 07 müsste alle drei gewinnen, um Punktgleichheit zu erzielen. Der Meistertitel wird also garantiert auch an den Chemnitzer FC gehen, zumal das Torverhältnis plus 41 zu plus 19 praktisch nicht mehr einzuholen ist. Da hätte BAK im Berlin-Derby im Amateurstadion gegen Hertha BSC drei Punkte und nicht nur den einen holen müssen. Oben ist also alles klar.

Viktoria 89 nimmt mit 39 Punkten aktuell Platz 9 ein und der BFC Dynamo kletterte mit dem 3:1-Sieg in Fürstenwalde, ebenfalls 39 Punkte, auf Platz 11. Zwei Tabellenplätze dahinter ist VSG Altglienicke, 36 Punkte, auch fast gesichert. Der 2:1-Heimsieg gegen Babelsberg 03 war wichtig. Immerhin wurde Punktgleichheit mit Union Fürstenwalde (14.) erzielt.

Die Zahl der Absteiger hängt davon ab, ob es Energie Cottbus, verloren mit 1:2 gegen den VfL Osnabrück und Carl Zeiss Jena, gewannen 1:0 in Unterhaching (13.) zu den vier Absteigern der 3. Liga gehören werden. Durchaus möglich, dass in der Regionalliga nur eine Mannschaft absteigen muss. Das wäre nach jetzigen Stand Optik Rathenow, 24 Punkte. Rathenow gewann in letzter Zeit überraschend viele Begegnungen, aktuell sogar 4:2 gegen den 1.FC Lok Leipzig. Das Warten auf die Entscheidungen in der 3. Liga kostet den Abstiegsbedrohten Nerven. In Liga Drei sind bereits 35 Spieltage absolviert. Doch 20 Vereine benötigen 38 Spieltage, an denen insbesondere in der Endphase hart um Existenzen gekämpft wird.

Wie geht es in der Regionalliga Nordost am drittletzten Spieltag weiter ? Bereits an Freitag, 3.5. fällt in der Begegnung Optik Rathenow – VSG Altglienicke eine Vorentscheidung, im Heimspiel für die Schützlinge von Trainer Kahlisch. Der FC Viktoria 89 muss am Samstag, 4.5. nach Halberstadt und am Sonntag, 5.5. hat der BFC Dynamo Heimrecht gegen Babelsberg 03. BAK 07 hat ebenfalls Heimrecht gegen Oberlausitz Neugersdorf. Lediglich Hertha II muss nach Bautzen reisen. Budissa Bautzen war in den letzten Wochen von der Rolle. Als Tabellensiebzehnter sind die Bautzener mit 25 Punkten abstiegsgefährdet.

Auf Grund baulicher Mängel muss das Friedrich-Ludwig-Jahn Stadion für zwei Spiele gesperrt werden. An der Flutlichtanlage gibt es ( betrifft alle vier Masten) lose Teile. Bereits beim Landespokal-Halbfinale zwischen Dynamo und Viktoria musste das THW, weil die Stromversorgung nicht funktionierte) mit mobilen Lichtmasten helfen. Die VSG Altglienicke trägt die Heimspiele auch in diesem Stadion aus und am 12. Mai sollen beide aufeinandertreffen. Am Montag, 6.5. beginnen die Sicherungs-Maßnahmen, die geplant bis zum 17. Mai dauern werden. Voraussichtlich könnte Altglienicke am 18. Mai wieder im Jahnsportpark gegen Nordhausen spielen. Das Berliner Pokalfinale am 25. Mai, Viktoria 89 – Tennis Borussia wäre nicht gefährdet.

Christian Zschiedrich

Letzter Spieltag der Berlin-Liga

Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Das wäre ein Ding, wenn es die Füchse Berlin am letzten Spieltag erwischen würde. Mit einem Sieg bei Empor hätten sie die Liga bereits gehalten. Sie führten auch durch Greiser 1:0, um sich letztendlich noch zwei Dinger einzufangen – 43.Minute 1:1 Rajemann und 73. abermals Rajemann. SV Empor gewann im Jahnsportpark trotz einer guten Füchse-Leistung. Jetzt lauert am Sonntag, 17.06. ein entscheidendes Heimspiel im Fuchsbau gegen Dersimspor, das mit einem 2:1-Sieg über die Spandauer Kickers den Klassenerhalt im vorletzten Spiel geschafft hat. Es könnte noch die Spandauer Kickers mit 36 Punkten erwischen – sie erwarten am Sonntag,17.06. den TSV Rudow (10.). Durch den Neuköllner Derby-Sieg von DJK SW Neukölln, 3:1 bei Tasmania, erhöht sich natürlich die Spannung.

Am Sonntag, 17.06. 14.00 Uhr, haben die Neuköllner, 34 Punkte, ein Heimspiel gegen den Tabellenletzten 1.FC Schöneberg. In der Abstiegskonstellation ist also bei drei Absteigern noch alles. Bereits abgestiegen sind der Nordberliner SC und der 1.FC Schöneberg. Wer wird der Dritte sein? Glückwunsch an Blau-Weiß 90. Der namhafte Club hat vor der letzten Begegnung beim Nordberliner SC bereits 11 Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Eintracht Mahlsdorf. Blau –Weiß 90 stand für uns schon lange als souveräner Aufsteiger in die Oberliga fest.

Wir verfolgten ja insbesondere durch Frank Toebs die Geschehnisse am Heckerdamm bei Türkspor Berlin mit Trainer Daniel  Volbert. Am 33.Spieltag sicherten sich, vormals Hellas Nordwest nun Türkspor Berlin, mit 38 Punkten und einem 2:1-Sieg bei SD Croatia die Klassenzugehörigkeit. Da kann nun gegen Stern 1900 im letzten Spiel am Heckerdamm „lustig“ gespielt werden.

Christian Zschiedrich