Wasserfreunde spielen im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft

Die Plätze 1-4 der 100. Deutschen Meisterschaft der Wasserball-Männer seit 1912 sind vergeben, nur die Rangfolge der Teams muss noch ausgespielt werden.

Der Rekordmeister Spandau 04 wurde seit 1979 eindrucksvolle 37-mal Deutscher Meister. Die Serie des Berliner Vereins wurde dabei nur 1993 (Waspo Hannover), 2006 (SV Cannstatt), 2013 und 2018 (ASC Duisburg) sowie 2020 (Waspo Hannover) unterbrochen. Der aktuelle Titelverteidiger Hannover, der zuletzt zweifache DM-Dritte OSC Potsdam und der ASC Duisburg treffen sich zu zwei offiziell „Zwischenrunden“ betitelten Halbfinal-Turnieren, in denen die jeweiligen Teilnehmer des Endspiels sowie des „kleinen Finales“ (Platz 3) ermittelt werden. Das erste Turnier findet in den beiden ersten Mai-Tagen in der Schöneberger Schwimmhalle, das zweite eine Woche darauf in Hannover statt. Für die meisten Beobachter steht der Ausgang so gut wie fest: Spandau und Hannover werden sich im DM-Finale begegnen.

Das wäre dann bereits die achte Auflage dieser Konstellation seit der Premiere im Jahr 2000. Die Berliner holten sich seither beinahe immer den begehrten Titel; nur 2018 und 2020 gewannen die Hannoveraner die Deutsche Meisterschaft.

Das Endspiel erreichte das Team der Wasserfreunde in den 42 Meisterschaften seit 1979 regelmäßig. 1993 gab es die einzige Ausnahme. „Unser Leistungsniveau ist aber nicht selbstverständlich“, sagt Präsident Hagen Stamm. „Wir sind im Vergleich mit Potsdam und Duisburg zwar der Favorit, aber jedes Match muss auch wirklich gespielt werden!“ Gespannt sein dürfen die Fans auf die Auseinandersetzung mit Waspo, das zuletzt den Einzug ins Finale 8 der Champions League Anfang Juni in Belgrad mit Gruppenrang 4 und einem Last-Minute-Ein-Tore-Sieg gegen Dinamo Tbilissi als „größten Erfolg der Vereinsgeschichte“ feierte.

Spandau hat die Qualifikation fürs CL-Finale als Gruppen-Fünfter nur knapp verpasst. Die Berliner hatten bei verletzungsbedingt geschwächter Besetzung (ohne Kapitän Marko Stamm und Remi Saudadier) auf viele junge Kräfte setzen müssen. Die gezeigten Leistungen machen Hoffnung. Mehrfach verhinderten nur kleine Fehlleistungen den gewünschten Erfolg. „Das war Learning by Doing und das kann sich schnell auszahlen. Je eher, umso besser“, sagt der Präsident mit Blick auf die kommenden Aufgaben.

Aufgrund der Pandemie und unter Beachtung des Hygienekonzepts des DSV sind keine Zuschauer zu den Spielen zugelassen. Alle Spiele können aber im Internet verfolgt werden. www.waterpolo.stream

Wasserball Bundesliga 2021 Zwischenrunde Turnier 1

Samstag, 01.05.2021

Sport- und Lehrschwimmhalle, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spiel 1 10:30 Uhr Wfr. Spandau vs. OSC Potsdam Orcas

Spiel 2 13:00 Uhr Waspo 98 Hannover vs. ASC Duisburg

Spiel 3 17:00 Uhr OSC Potsdam Orcas vs. Waspo 98 Hannover

Spiel 4 19:00 Uhr Wfr. Spandau vs. OSC Potsdam Orcas

Sonntag, 02.05.2021

5. Spiel 10:00 Uhr OSC Potsdam Orcas vs. ASC Duisburg

6. Spiel 12:30 Uhr Wfr. Spandau vs. Waspo 98 Hannover

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde starten in die Champions League

„Wir wollen mit unserer Teilnahme an der Champions League beweisen, dass es uns noch gibt“, hält Hagen Stamm, der Präsident der Wasserfreunde 04, fest. Neben dem Pokalsieger aus Berlin nimmt auch das Team des Deutschen Meisters Waspo Hannover teil. Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Königswettbewerb anders als bisher durchgeführt. „Wir sind froh, dass überhaupt ein Modus Vivendi gefunden wurde, ihn anzugehen“, so Stamm.

Die Hauptrunde wird in zwei Sechser-Gruppen ausgetragen, die ihre Partien aber nicht in Einzelspielen, sondern in drei „Turnierblasen“ ohne Zuschauer und mit strengen Hygieneauflagen absolvieren werden. Gruppe A mit Spandau spielt in Ostia nahe Rom (14.-16.12), Gruppe B mit Hannover (als Gastgeber bereits als Final 8-Teilnehmer gesetzt) in Budapest (15.-17.12.). Angesichts der Umstände und der durchaus verschiedenen Abläufe in den einzelnen Ländern, die anders als die deutschen Vereine bereits wieder voll im Spielbetrieb stehen, ist es schwer, Voraussagen zu treffen. Die drei Gegner, die Spandau in Ostia erwarten, sind nach Vor-Corona-Status absolute „Schwergewichte“, gegen die die Berliner nur eine Außenseiterrolle einnehmen.

Aber auch diese Teams, das konnte man in der Qualifikationsrunde für die CL und auch im Euro Cup sehen, haben aktuell schwerwiegende Probleme. So ist zum Beispiel der CL-Sieger von 2017, Szolnok, gescheitert. Dubrovnik, Piräus und Genua in der Startgruppe der CL-Hauptrunde stellen eine Aufgabe für die Berliner dar, wie sie kaum schwerer sein könnte. „Aber von vornherein verloren hat nur, wer sich schon zuvor aufgibt“, sagt Trainer Kovacevic. Den letzten Wettkampfauftritt hatten die Spandauer Ende September, als sie im nationalen Pokalfinale gegen Waspo Hannover mit 12:8 gewannen. Der knapp einen Monat danach geplante Supercup in Hannover musste wegen Corona ausfallen. Auch der Start in die Champions League war eigentlich für den 10./11. November vorgesehen und musste verschoben und modifiziert werden (Turnierform statt Einzelspiele).

Spielort: Centro Federale Ostia

Via delle Quinqueremi 100, 00122 Roma

14.12.20, 17.45 Uhr: Spandau 04 – Jug Dubrovnik 15.12.20, 17.45 Uhr: Spandau 04 – Olympiacos Piräus 16.12.20, 20.15 Uhr: Spandau 04 – Pro Ro Genua

Queller: Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

Wasserball – Deutscher Supercup 2020

Im 21. Supercup zum achten Mal das Finale Spandau vs. Hannover

„Hurra, wir leben noch!“ – Milvas Song passt gleich in doppelter Hinsicht, und zwar zur Situation der Wasserfreunde Spandau 04 und auch zur aktuellen gesellschaftlichen Situation aufgrund der Pandemie. Die Wasserballer des Vorzeigevereins mit den 86 nationalen und internationalen Titeln (seit 1979) haben Anfang Oktober mit dem DSV-Pokalsieg gezeigt, dass sie nach der finalen Meisterschaftsniederlage gegen Herausforderer Waspo 98 Hannover keineswegs abzuschreiben sind. Dieses sportliche Statement soll nun beim zum 21. Mal ausgetragenen Supercup am Sonntag, 25.10.2020 (Stadionbad Hannover, 16 Uhr) abermals bekräftigt werden.

Der Kampf um die 1979 vom damaligen Spandauer Wasserballwart Dr. Günter Schwill gestiftete Trophäe „Jüngling von Praxiteles“ wurde in den bisherigen Austragungsjahren (1979-85, 1997-2000, 2014-2020) erst von zwei Teams gewonnen, und das sind genau die, die sich am Sonntag wieder gegenüberstehen. Spandau hat den Supercup 15-mal geholt, Waspo fünfmal – davon zuletzt von 2017 bis 2019 dreimal in Serie. Siebenmal duellierten sich die Erzrivalen in Supercup-Finals – erstaunliche fünfmal siegten dabei die Niedersachsen (1998,2000,2017-19), nur zweimal gewann Spandau (1999,2014).

Der Supercup, das auch in anderen Sportarten übliche Duell zwischen Meister und Pokalsieger, erwies sich für den Wasserball als kompliziert. Denn Spandau gewann seit 1979 in schöner Regelmäßigkeit fast jedes Jahr das Double, sodass der Zweitplatzierte der Meisterschaft als Ersatz bemüht werden musste.

Ein echtes Final-Match gab es nur zweimal: 1998 zwischen Spandau und Pokalsieger Hannover (Waspo gewann in Berlin 7:5) und 2016 zwischen Spandau und dem De-jure-Pokalsieger Bayer Uerdingen (Gewinner trotz 9:18-Niederlage, weil die Berliner nachträglich disqualifiziert worden waren).

Nun also heißt es zum dritten Mal „Supercup pur“ mit dem Duell Meister Hannover gegen Pokalsieger Spandau. „Das ist natürlich ein Prestigeduell, das beide Seiten gewinnen wollen, um mit psychologischem Rückenwind in die bald darauf startende neue Bundesliga-Saison und in die Champions League gehen zu können“, sagt Präsident Hagen Stamm.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Waspo 98 Hannover -Wasserfreunde Spandau 04

25. Oktober 2020

Spielbeginn: Sonntag, 16 Uhr

Spielort: Stadionbad, Robert-Enke-Str. 5, 30169 Hannover

„Hirn an Arme: Tore werfen!“ Spandau will Serie gegen Waspo ausgleichen

Finale 3 – 06.09.2020:

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover 12:9 (3:0,2:3,4:2,3:4)

Tore Spandau: Dimitri Kholod 6, Ivan Zovic 2, Marko Stamm , Lucas Gielen, Stefan Pjesivac, Maurice Jüngling, je 1

Diejenigen, die meinten, am vergangenen Sonntag könne die Titelvergabe der 99. Deutschen Wasserball-Meisterschaft der Männer gefeiert werden, wurden enttäuscht. Denn dafür hätte es des dritten Sieges von Waspo Hannover in der Best-of-Five-Finalserie bedurft. Die Hannoveraner waren zuvor am Mittwoch im Volksbad Limmer (10:8) und am Samstag in Schöneberg (9:6) erfolgreich gewesen.

Als Hannover 2018 Champion wurde, war die Serie ähnlich verlaufen. Spandau hatte Spiel 1 auswärts verloren und auch Spiel 2 in der Heimat. Mit dem Sieg im dritten Match aber gewann das Finale an Spannung, die Berliner gewannen anschließend in Hannover und glichen zum 2:2 aus. Der Titel war im abschließenden Heimmatch greifbar, das aber verloren die Hauptstadt-Männer und Hannover wurde Deutscher Meister.

Um 2020 Deutscher Meister zu werden, muss Spandau am Mittwoch (18 Uhr) unter freiem Himmel im Volksbad Limmer gewinnen. Das anschließende fünfte Match in Schöneberg am 12. September muss das Berliner Team dann ebenfalls gewinnen.

„Dafür braucht es eine mindestens gleich gute Leistung wie im dritten Match“, meinte 04-Präsident Hagen Stamm, der die Auftritte in den beiden ersten Partien vor allem in Sachen Überzahlspiel als „unterirdisch“ klassifizierte. In Spiel drei präsentierte sich der Rekordmeister (37-mal seit 1979) in allen Mannschaftsteilen stark, zeigte den Waspo-Individualisten ihre Grenzen und war selbst durchsetzungsstark und als Kollektiv tonangebend. Dazu lieferte der Russe Dimitri Kholod mit sechs Treffern seine bislang beste Leistung unter der 04-Kappe und war stärkster Mann im Becken. Spiel Nummer 4 wird noch einmal eines von „ganz besonderer Intensität“, glaubt Trainer Petar Kovacevic. „Das wird eine Partie, die zum großen Teil im Kopf gewonnen wird. Man könnte Otto Waalkes zitieren und als Devise ausgeben: Hirn an Arme: Tore werfen! Wenn wir das hinbekommen, haben wir nicht nur eine Chance, sondern beste Siegesaussichten.“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga, Playoff-Finale (Best of Five)

Finale 4

Mittwoch, 09. September 2020

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 18:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer, Stockhardtweg 6, 30453 Hannover

Sollte nach 4 Spielen noch keine Entscheidung gefallen sein:

Finale 5

Samstag, 12. September 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spandau zeigt Potsdam Grenzen auf

Am Ende war es doch ein Schützenfest für Spandau 04, das Playoff-Halbfinale um die Deutsche Wasserball-Meisterschaft, das diesmal ob der Terminprobleme aufgrund der Corona-Pandemie nur aus Hin- und Rückspiel statt wie gehabt in einer Best of Three-Serie ausgetragen wurde. Im Auswärts-Hinspiel am Freitag im Potsdamer „blu“ fand der Rekordmeister gegen die engagierten und motivierten Gastgeber nur schwer ins Spiel. Nach dem Auftaktviertel stand es 1:1, zur Halbzeit nur 6:3 und zweieinhalb Minuten vor Ende des dritten Abschnitts gerade mal 8:5. Das 11:6 für die Wasserfreunde aus der Hauptstadt durfte man getrost als Erfolg für die unterlegenen und gastgebenden „Orcas“ werten.

Damit war zwar im Grunde schon vor Spiel 2 am Sonntag in Schöneberg entschieden, dass der zu ermittelnde Finalist aus diesem Duell nur Spandau heißen konnte, aber es blieben einige Fragen offen, wie die aktuelle Form des in der Saison national noch ungeschlagenen Titelverteidigers aussieht.

Spandau dominierte nach Lust und Laune, trotz des Fehlens von Kapitän Marko Stamm und Spielmacher Nikola Dedovic. Das spiegelte sich im Endstand von 21:7 (5:1,6:1,4:1,6:4) entsprechenden wieder. Alle 12 eingesetzten „Feldspieler“ beteiligten sich an der Torausbeute, der Topschütze war wie schon am Freitag Dmitrii Kholod (3 und 4 Treffer).

„Das war ein Fingerzeig dafür, dass wir nach und nach immer mehr zu unserer Form finden und besser werden. Gerade rechtzeitig für das Finale“, befand Marko Stamm, der an seinem Geburtstag vom Beckenrand zusehen durfte.

Schon am Mittwoch beginnt das Best of Five-Finale zwischen den nach dem Halbfinale als Nummer 1 firmierenden Wasserfreunden und den Niedersachsen von Waspo 98 Hannover. Waspo hat sich in der Corona-Pause noch einmal personell verstärkt. Die Mannschaft von Trainer Carsten Seehafer wird mit einer veränderten Aufstellung, als wie beim 10:12 am vergangenen Dienstag im „Entscheidungsspiel“ um Platz 1 der Setzliste in Berlin, antreten.

„Das Finale fängt bei Null an, die alten Ergebnisse sind dann Makulatur“, sagt Spandau-Präsident Hagen Stamm, der indes aber sicher ist, dass die Duelle der Serie „jede Menge Brisanz, Spannung, Kampf, Einsatz und Emotionen“ bieten werden. Schon das Auftaktspiel gab es jede Menge Explosivität, laut dem Kapitän des 04-Teams Marko Stamm wird Hannover alles tun, um nicht erneut das Start-Match, wie in der vergangenen abzugeben und angesichts der beiden folgenden Partien in Berlin (5.9. und 6.9.) die Serie im Schnelldurchgang zu verlieren. Auch die Spielstätten der Finalserie spielen eine wichtige Rolle, meint Stamm-Senior. Hannover empfängt die Spandauer im Volksbad Limmer unter freiem Himmel, da am Abend gespielt wird, könnte es ziemlich kühl werden. Die Berliner Begegnungen finden in der Schwimmhalle Schöneberg statt, in der es auf keinen Fall kühl ist.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Sollte nach 3 Spielen noch keine Entscheidung gefallen sein:

Finale 4 Finale 5

Mittwoch, 09. September 2020 Samstag, 12. September 2020

Spielbeginn: 18:00 Uhr Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer Spielort: SSH

Rückblende:

Halbfinale 1 – 28.8.2020:

OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04 6:11 (1:1,5:2,3:2,2:1)

Tore Spandau: Dimitri Kholod 3, Marko Stamm 2, Lucas Gielen, Mate Cagalj, Dennis Strelezkij, Marin Restovic, Yannek Chiru, Ivan Zovic je 1

Halbfinale 2 – 30.8.2020:

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam 21:7 (5:1,6:1,4:1,6:4)

Tore Spandau: Dimitri Kholod 4, Lucas Gielen 3, Mikail Arslan, Maurice Jüngling, Ivan Zovic, Mate Cagalj je 2, Remi Saudadier, Denis Strelezkij, Aleks Sekulic, Marin Restovic, Stefan Pjesivac, Yannek Chiru je 1

Spandau meldet Blitztransfer-Coup !

Das kroatische Nachwuchstalent Ivan Zovic ist bereits seit Wochenbeginn beim Training in Berlin.

Der 23-jährige Linkshänder stand bisher beim Champions-League-Rivalen Jadran Split unter Vertrag und war den Spandauern noch unangenehm aus den letzten CL-Spielen gegen die dritte Kraft Kroatiens aus der Wasserballhochburg  Split in Erinnerung.

Während seines letzten Auftritts in Berlin erzielte Ivan Zovic gegen Spandaus Weltklasse-Torhüter Laszlo Baksa einige sehenswerte Tore. Das war seine persönliche Bewerbung bei Spandau.

Zovic war europaweit einer der wenigen Spieler, der noch keine neue vertragliche Bindung für die in Kürze startende Saison eingegangen war. Er hatte sich nicht zwischen den Angeboten aus Griechenland und Kroatien entscheiden können.

Präsident Hagen Stamm: „Nach dem unerwarteten Weggang von Tiberiu Negrean konnte Ivan Zovic die Wasserfreunde als dritte Alternative in Betracht ziehen. Spandau konnte mit seiner Konzeption und der Attraktivität Berlins überzeugen. Die europaweit anerkannte Trainerarbeit bei den Wasserfreunden, insbesondere bei der Zielstellung, junge Spieler zu fördern, gab dann den Ausschlag für Berlin.“

Ivan wird das Spandauer Spiel als weiterer Linkshänder extrem variantenreicher gestalten und kann schon beim nächsten Spitzenspiel am 25. August um 19.00 Uhr in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg gegen Waspo 98 Hannover seine Visitenkarte in der Wasserball Bundesliga abgeben.

Wir sind froh, noch kurz vor Toresschluss einen solchen Coup gelandet zu haben !

Die Spandauer mussten allerdings zuvor einen schmerzhaften Abgang verzeichnen.

Tiberiu Negran verläßt die Wasserfreunde © Foto: Roehle

Zwei Wochen nach dem erneuten Trainingsbeginn zur Vorbereitung auf die am 25.8.20 gegen Waspo Hannover unter der Regie des DSV beginnende Saisonneuauflage 19/20, bat der rumänische Stürmerstar Tiberiu Negrean die Wasserfreunde trotz des bestehenden Vertrages um seine  sofortige Freigabe.

Der Vater von 2 kleinen Söhnen, die bereits seit Jahresbeginn mit der Ehefrau Negrean´s in Rumänien bei der Familie wohnen, hatte sich im März diesen Jahres entschieden, noch eine weitere und letzte Saison bis Juni 2021 im verschobenen, neuolympischen Tokio-Jahr für Spandau zu stürmen.

Jetzt aber beeinflusst die aktuelle Corona-Lage und die daraus resultierende Sorge um seine Familie, verbunden mit weiteren familiären Aufgaben in Rumänien, Negrean´s sportlicher Planung.

Der Trainer der Wasserfreunde, Petar Kovacevic erklärt dazu: „Wir werden Tibi, nachdem jetzt fast alle europäischen Spielerwechsel vollzogen sind, sicher nicht mehr adäquat ersetzen können. Seine Verdienste für Spandau und unser Verständnis für seine familiäre Situation in dieser schwierigen Zeit haben uns bewogen, nicht auf eine Vertragserfüllung zu bestehen, und ihn freizugeben.

Negrean bedankte sich: “Ich werde im Herzen immer Spandauer bleiben, es war eine tolle Zeit in Berlin, aber meine Familie braucht jetzt ihren Vater in Rumänien.“

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04/Peter Roehle

Einmal ist keinmal, aber aller guten Dinge sind drei!

Die Best-of-Five-Finalserie um den Deutschen Meisterschaftstitel der Wasserball-Männer der Saison 2018/2019 hat für die Wasserfreunde Spandau 04 optimal begonnen. Am Mittwoch gewann der Hauptrunden-Erste im Freibecken des Volksbades Limmer bei frischen 17 Grad Außentemperatur das Auftakt-Match der Serie bei Titelverteidiger Waspo 98 Hannover mit 10:9 und machte damit den ersten von drei nötigen Schritten zur 37. nationalen Meisterschaft seit 1979.

„Mehr aber auch nicht, einmal ist keinmal, aber aller guten Dinge sind tatsächlich erst drei“, sagte Präsident Hagen Stamm nach dem Match und war gedanklich schon bei den beiden folgenden Heimpartien am Samstag, 25.05. (16 Uhr) und Sonntag, 26.05. (14 Uhr). Gewänne Spandau beide Spiele wäre der Rekordmeister auf dem schnellsten Wege Champion geworden und hätte alle Skeptiker, die Hannover nach zuletzt fünf Endspielsiegen in den nationalen Wettbewerben gegen Spandau zum Favoritenschild erklärten, eines Besseren belehrt.

Im Mittwochmatch in Hannover zeigte sich die Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic bestens vorbereitet, wirkte geistig wacher und frischer und diktierte das Spiel beinahe durchgängig. Oder anders formuliert: Die Berliner gaben den Ton an. Erst als Waspo eine Minute vor Schluss den 9:10-Anschluss erzielte, regten sich leise Zweifel.

Das kurze Zittern war aber schnell vorbei, Spandau brachte das Match kontrolliert, cool und absolut verdient nach Hause. Vor allem in der Defensive arbeitete das Team exzellent und ließ die Waspo-Angreifer und die hochgelobten Legionäre (Radovic ohne Tor, Brguljan/2, Jokic und Seculic je 1) nicht zur Geltung kommen. Für Spandau netzten sieben Akteure ein, von denen Nikola Dedovic – zum „Spieler des Tages“ gewählt – mit drei Treffern herausragte. Insgesamt war es eine Top-Teamleistung, das war mit Sicherheit das entscheidende Plus gegenüber den Niedersachsen.

„Können wir das noch zweimal wiederholen, dann haben wir einen Grund zum Feiern. Doch die Spiele in Berlin werden jetzt mit Sicherheit nicht leichter, denn man muss erwarten, dass Hannover mit dem Rücken zur Wand nun erst richtig die Krallen ausfahren wird“, ist Kovacevic überzeugt.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Deutsche Wasserball-Liga (DWL)

2018/2019

Playoff-Finale Deutsche Meisterschaft (Best of Five)

Vorschau auf die Spiele 2 und 3

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Samstag, 25. Mai, 16 Uhr und Sonntag, 26. Mai, 14 Uhr

Spielort: Schwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

________________________________________________________________________________

Rückblick, Spiel 1, Mittwoch, 22. Mai.2019

Waspo 98 Hannover – Spandau 04 9:10 (2:3,2:4,2:1,3:2);

Torschützen Spandau: Dedovic (3), Negrean (2), Saudadier, Gielen, Reibel, Restovic, Pjesivac (je 1)

Pokalfinale verloren – jetzt Kurs Richtung Meisterschaft

Für die Wasserfreunde Spandau 04 gilt: Nach dem Pokal ist vor der Meisterschaft. Beim Final Four am 3./4. Mai im Düsseldorfer Rheinbad konnten die Berliner noch bis 39 Sekunden vor dem Schlusspfiff des Endspiels mit einem Erfolg rechnen. Doch dann erzielte Darko Brguljan den 6:6-Ausgleich für Waspo 98 Hannover. Daraufhin folgte entsprechend der Pokalregularien das 5-Meter-Schießen mit je fünf Akteuren aus beiden Teams. Hannover traf viermal, Spandau nur dreimal. Waspo erzielte mit diesem 10:9-Endstand den dritten Pokaltriumph in Folge.

„Wir waren heute die bessere Mannschaft. Dennoch haben wir verloren. Hannover hat nun seine Portion Glück weg. Nun sind wir an der Reihe“, sagte Präsident Hagen Stamm und bezog sich damit auf die Meisterschafts-Playoffs. Die beginnen bereits am Mittwoch mit der Best-of-Five-Serie des Halbfinals beim OSC Potsdam (BLU, 20 Uhr). Drei Siege sind nötig für den Einzug ins ebenfalls im Best-of-Five-Modus ausgetragenen Endspiel, das eventuell erst in der fünften Partie am 1. Juni entschieden werden wird.
Gegen Potsdam ist Spandau der klare Favorit.

Im zweiten Halbfinale gegen den ASC Duisburg ist es Waspo. Die Pokalendrunde hat den Spandauern trotz der ärgerlichen Finalniederlage gegen den Dauerrivalen Waspo einen Motivationsschub verpasst. „Wir haben nur rechnerisch verloren, moralisch waren wir mehr als gleichwertig“, resümierte Kapitän Marko Stamm, der es als einziger aus dem Männerteam dennoch zum Pokalsieger brachte. Denn die von ihm betreuten Spandauer Frauen besiegten in ihrer Premierensaison Waspo 98 (13:4). Pokalfinale verloren – jetzt Kurs Richtung Meisterschaft

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Spandau kämpft um eine bessere Platzierung

Laut Meteorologen wird zumindest das Wetter angenehm sein, wenn die Wasserfreunde Spandau 04 am Mittwochabend, am 13. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde in der Gruppe B, auf Mladost Zagreb treffen. Dennoch findet die Begegnung zwischen dem letztplatzierten Gastgeber (7 Punkte) und dem Vorletzten der Achtergruppe (8 Punkte), wie gehabt in der Schwimmhalle Schöneberg statt.

Ein Sieg in diesem Match dürfte die letzte Chance der Spandauer sein, den letzten Tabellenplatz zu verlassen. Am 15. Mai, dem finalen 14. Spieltag, muss die Mannschaft von Petar Kovacevic beim Gruppen-Primus Jug Dubrovnik antreten. Diese Begegnung wird vermutlich mit einer Niederlage enden.

Zwischen diesen beiden CL-Partien liegen für Spandau noch die für die Saisonbilanz entscheidenden nationalen Herausforderungen: das Pokal-Final-Four in Düsseldorf (4.5.-5.5.) und der Start der Best-of-Five-Meisterschafts-Halbfinalplayoffs gegen den OSC Potsdam (ab 8.5.).

Bislang erzielte das Berliner Team zwei Siege (gegen Split und Hannover), ein Remis (Szolnok) und drei Niederlagen (davon die gegen Dubrovnik nur mit 6:7). Mit mehr Konstanz in der Spielgestaltung hätten die Wasserfreunde sicher erfolgreicher abschneiden können. „Gegen Zagreb wollen wir unserem Heimpublikum eine respektable Leistung im letzten Heimspiel der Champions League bieten“, sagt Präsident Hagen Stamm. „Das kann nur ein Sieg sein und eine erfolgreiche Revanche für das 7:9 im Hinspiel. Mladost ist, das zeigen die Resultate in der heimischen Liga, auf dem Weg zurück an die nationale und internationale Spitze und will dieses sicherlich in Berlin unterstreichen. Am Osterwochenende konnte das Team die Adriatik League mit einem Sieg gegen Jug Dubrovnik gewinnen (13:12). Mit ihren Resultaten in der Königsklasse sind die Kroaten vermutlich auch nicht vollends zufrieden und werden insofern, auch wenn es für sie um nichts mehr geht, nicht nur zum ‚Abschwimmen‘ nach Berlin kommen.“

Individuell ist Mladost, in seiner großen Zeit siebenmal Meister-EC-Gewinner (1968-1996) und 16-mal jugoslawischer oder kroatischer Meister (1962-2008) sowie im Vorjahr Vize hinter Dubrovnik, nach wie vor partiell erstklassig besetzt. Mit Milos Cuk steht ein serbischer Olympiasieger und mit dem Rumänen Cosmin Radu ein Weltklasse-Center im kroatischen Team. „Sie auszuschalten funktioniert allerdings nur, wenn unsere Spieler voll bei der Sache sind und hochmotiviert auftreten. Das muss unser Ziel sein“, sagt Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Peter Röhle / Wasserfreunde Spandau 04

  • Champions League 2018/2019 Spieltag 13 in Schöneberg, GruppeB
  • 24. April 2019
  • Wasserfreunde Spandau 04 – Mladost Zagreb
  • Spielbeginn: 19:00 Uhr
  • Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg
  • Sachsendamm 11, 10829 Berlin



Zum fünften Mal in der Saison: Hannover kontra Spandau

Mehr Gipfel geht nicht: Im deutschen Männer-Wasserball trifft das seit Jahren auf die Duelle zwischen dem Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 und dem Herausforderer Waspo 98 Hannover zu. Nachdem sich die Niedersachsen trotz finanzkräftiger Personalverstärkung zunächst an den Berlinern immer wieder die Zähne ausbissen, gelang ihnen in der Vorsaison endlich der ersehnte Durchbruch – sie wurden Pokalsieger und Meister, beide Male im Duell mit den Hauptstädtern – und legten zu Beginn des neuen Spieljahres 2018/19 mit dem Supercup-Gewinn nach.

Ob daraus eine länger währende Regentschaft werden kann, wird die laufende Spielzeit zeigen. Bislang sind die beiden Platzhirsche des deutschen Männer-Wasserballs seit Ende vergangenen Jahres schon viermal aufeinandergetroffen. Den Supercup gewann Hannover mit einer Ein-Tor-Differenz, das Hinspiel der Bundesliga-A-Gruppen-Hauptrunde am 1. Dezember in Berlin ebenfalls. Dann revanchierten sich die Hauptstädter in der Champions League mit einem überraschend klaren 15:9-Heimerfolg, doch Waspo hielt zwei Wochen später seinerseits mit dem 11:7 im Rematch in eigener Halle dagegen. Gerade im Königswettbewerb aber hinken die verbal stets ziemlich kräftig tönenden Niedersachsen als Gruppen-Letzter (dank Gastgeberrolle dennoch für das Final 8 Anfang Juni fix qualifiziert) den eigenen Ansprüchen weit hinterher.

Die Berliner Wasserfreunde sind für den Waspo-Präsident Bernd Seidensticker und Trainer Karsten Seehafer stets ein besonderes „Feinbild“. Gegen die Berliner schafft Hannover häufig, die eigene Motivation zu mobilisieren und in Leistung umzusetzen. „Darauf sind wir eingestellt und wir werden all unsere Kapazitäten und effektiven Gegenmittel einsetzen“, sagt 04-Präsident Hagen Stamm. Nach Lage der Dinge entscheidet der Samstag-Spieltag trotz des anschließenden Hauptrunden-Finales am 30. März über die Platzierungen, mit denen die Teams in die Playoffs starten.

Dank des 6:5 am 1. Dezember in Schöneberg ist Waspo aktuell mit 24:0 Zählern (Tordifferenz: +151) Spitzenreiter des DWL-Achterfeldes vor Spandau (22:2 / +166). Gewänne das Team von Petar Kovacevic in Hannover, könnte sich das hier auswirken. Allerdings zählt bei Punktegleichstand nach 14 Hauptrunden-Spieltagen zuerst der direkte Vergleich aus den Liga-Spielen gegeneinander. So war es auch in der Vorsaison, als die Berliner das bessere Gesamttorverhältnis hatten, aber Waspo in der Summe aus beiden gemeinsamen Partien ein Tor besser war und damit als Erster in die Playoffs zog und dort den durchgängigen Heimbonus hatte.

Beide Rivalen sind direkt fürs Halbfinale qualifiziert, die Gegner werden in Viertelfinals zwischen den Teams auf den Plätzen 3 bis 6 ermittelt. „Wir brauchen einen Sieg mit mindestens zwei Treffern Vorsprung, dann sind wir auf der sicheren Seite und ziehen an die Tabellenspitze. Das wird schwer, ist aber nicht unmöglich, wenn wir es endlich einmal schaffen, unser Potenzial auszureizen durchgängig die Topleistung bringen“, sagt Petar Kovacevic. „Wir müssen von Beginn an hellwach, konzentriert, motiviert und mutig sein. Setzen wir das um, bin ich durchaus zuversichtlich“, so der Trainer der Berliner.

Quelle: Peter Röhle /Wasserfreunde Spandau 04

Deutsche Wasserball-Liga (DWL)

2018/2019

13. Spieltag, A-Gruppe

09. März 2019

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 18:00 Uhr

Spielort:Stadionbad, Robert-Enke-Str. 5, 30169 Hannover