Wasserfreunde – nach Pokalpleite Reaktion in der Champions League?

Fotocredit: © Wasserfreunde Spandau 04

Viel Zeit hatten die Wasserfreunde Spandau 04 nicht, um die Final-Pleite am vergangenen Samstag gegen Waspo Hannover in der nationalen Pokal-Endrunde in Duisburg zu verarbeiten. Waspo gewann den „Pott“ zum fünften Male in den letzten sechs Jahren. Dieses 9:17 war keine Niederlage, wie sie einfach einmal vorkommen kann, sondern es war die höchste gegen einen nationalen Kontrahenten seit 1979, dem Beginn der Spandauer Wasserball-Dominanz. 31 Titel holten sich die Berliner seitdem wettbewerbsübergreifend. Doch aktuell könnte es möglich werden, dass Waspo den Erzrivalen aus der Hauptstadt in der Rolle des Prinzipals gefährdet. 12 Championaten haben die Hannoveraner seit 2017 in Meisterschaft, Pokal und Supercup gewonnen, Spandau brachte es auf vier Erfolge (Meister 2017 und 2019, Pokalsieger 2020, Supercup-Gewinner 2021).

Auch in der Champions League, in der die beiden deutschen Top-Teams in der gleichen Hauptrundengruppe vertreten sind, ist Hannover den Spandauern voraus. Als feststehender Vierter des Achterfeldes hat Waspo die Qualifikation für das Final 8 der Königsklasse im Juni in Belgrad schon vor dem abschließenden 14. Spieltag sicher, Spandau ist als Sechster nicht qualifiziert. An den aktuellen Platzierungen kann sich unabhängig von den Resultaten in den Heimspielen am Dienstag (Hannover gegen Jug Dubrovnik, Spandau gegen Roter Stern Belgrad) nichts mehr ändern. Ändern wollen die Wasserfreunde allerdings den ernüchternden Eindruck, den sie zuletzt im Pokalfinale gegen Hannover hinterlassen haben.

Sieht man das Resultat von Duisburg als Summe der Einzelleistungen, dann ist dieses eher zu niedrig als zu hoch ausgefallen. Insofern darf man die CL-Abschiedsvorstellung sogar als eine Chance für Spandau zur Rehabilitation und Wiedergutmachung ansehen. Roter Stern Belgrad ist als Tabellen-Letzter des Oktetts ziemlich weit weg von früheren Erfolgszeiten (u.a. mit Champions-League-Sieg), doch den einzigen Sieg im laufenden Wettbewerb verbuchten die Serben Ende Oktober 2021 mit 12:9 ausgerechnet gegen die Berliner.

2013 hatten die Serben vor Heim-Publikum in Belgrad die Königsklasse mit 8:7 im Endspiel des damaligen Final 4 gegen Jug Dubrovnik gewonnen und den größten Erfolg der Vereinsgeschichte erreicht. Einstweilen haben beide Rivalen – sowohl die Wasserfreunde als auch Roter Stern – ähnliche Probleme in ihrer sportlichen Daseinsbestimmung. Ein Sieg in der anstehenden Partie ohne Qualifikationschance für Höheres hat so dennoch einen gewissen moralischen Wert. Für Spandau heißt es, so Trainer Kovacevic, „aufzustehen und zeigen, dass man leistungsstärker als im Pokalfinale ist“.

Schon wenige Tage nach dem CL-Abschluss beginnt am Donnerstag die DM-Halbfinal-Playoffserie gegen SV Ludwigsburg. Für den Rekordmeister ist es die letzte Saisonchance alte Klasse zu beweisen.

Quelle: Wasserfreunde Spandau/Peter Röhle

Len Champions League

Wasserfreunde Spandau 04 – Roter Stern Belgrad

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spielbeginn: Dienstag, 10.05.2022, 19:00 Uhr

Hannover benötigt einen Sieg gegen Spandau

Spielort: Stadionbad Robert-Enke-Str. 5, 30169 Hannover

Spielbeginn: Mittwoch, 20.04.2022, 18:15 Uhr

Der 13. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde der Gruppe B hat für die Wasserfreunde Spandau 04 in Bezug auf das Final 8 im Juni in Belgrad keine entscheidende Bedeutung mehr. Als aktueller Gruppen-Sechster mit 10 Punkten aus den bisherigen 12 Spielen ist der 4. Platz, nicht mehr zu erreichen.

Dennoch ist diese Begegnung besonders wichtig. Waspo 98 Hannover belegt mit aktuell 17 Punkten zurzeit den 4.Platz. Um die Qualifikation für die Endrunde der Champions League sicher zu haben, benötigen die Niedersachsen einen Sieg gegen die Berliner.

Waspo Hannover hatte sich am vergangenen CL-Spieltag bei OSC Budapest mit 17:12 mit einer anspruchsvollen Leistung den vierten Rang erarbeitet. Vier Zähler haben die Niedersachsen nun Vorsprung vor den Ungarn, die allerdings noch zwei leichte Partien daheim gegen Roter Stern Belgrad und bei Steaua Bukarest zu bestreiten haben. Geht man davon aus, dass die Ungarn beide Spiele gewinnen, darf sich Hannover gegen Spandau und Jug Dubrovnik keine zwei Niederlagen leisten, um nicht im letzten Moment die angestrebte Teilnahme am Finale doch noch zu verlieren.

Spandaus Motivation dürfte von daher ungebremst sein. Hinzu kommt, dass das jüngste Duell der beiden deutschen Top-Klubs am 5. April in Hannover in der Bundesliga mit 14:10 zugunsten der Berliner ausging und die Berliner damit den 1. Platz in der Hauptrunde und den Spitzenplatz für die Meisterschafts-Playoffs entschied.

Zwar schonte Hannover-Coach Karsten Seehafer einige Stammkräfte im Hinblick auf die nachfolgende CL-Begegnung in Budapest, doch war das Aufgebot des Teams dennoch hochkarätig.

„Ein Sieg gegen uns würde Hannover zum Champions-League-Finalisten machen. Aber einen Sieg bekommt man nicht geschenkt. Wir haben in der laufenden Saison nicht nur einmal, sondern den Supercup Ende Oktober 2021 einbezogen, schon dreimal bewiesen, dass wir Waspo schlagen können. Im CL-Hinspiel in Berlin gab es ein Remis. Wir sind gegen Hannover saisonal ungeschlagen. So soll es bleiben,“ ist die eindeutige Meinung vom Spandauer Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Wasserfreunde Spandau/Peter Röhle

Wasserfreunde – schwere Gegner in der Champions League

Wasserball-Vizemeister Spandau 04 hat bei der Auslosung der Champions League-Hauptrunde am Freitag in Ostia (Italien) in der Achter-Gruppe B mit Titelverteidiger Pro Recco Genua und 2016-Gewinner Jug Dubrovnik (Kroatien) zwei schwere Gegner in der Gruppe B dazu gelost bekommen. Außerdem ist der aktuelle Meister Waspo 98 Hannover ein Kontrahent. CN Marseille (Frankreich) und Steaua Bukarest (Rumänien) sind die weiteren Gegner, denen Spandau auf Augenhöhe begegnen kann. Außerdem komplettieren, aus der Mitte September bis Mitte Oktober gespielten Qualifikation, noch zwei weitere Mannschaften die Gruppe.

Termine 2021

27.10.2021 Qualifikant 1 – Wasserfreunde Spandau 04

10.11.2021 Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

20.11.2021 Wasserfreunde Spandau 04 – Jug Dubrovnik

01.12.2021 Pro Recco Genua – Wasserfreunde Spandau

04 15.12.2021 Wasserfreunde Spandau 04 – Steaua Bukarest

22.12.2021 CN Marsaille – Wasserfreunde Spandau 04

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Sieg um 14 Sekunden verpasst

Wasserfreunde Spandau – Olympiacos Piraeus 8:8 – 2:3,3:0,2:4,1:1 –

Wasserball-Rekordmeister Spandau 04 hat sich beim zweiten „Blasen“-Turnier der Champions League-Hauptrundengruppe A in Ostia im vierten Match binnen vier Tagen am Donnerstagabend gegen Olympiacos Piräus mit einer erneut starken Leistung verabschiedet. Das 8:8 (2:3,3:0,2:4,1:1) gegen den CL-Gewinner und Finalisten von 2018 und 2019 war hochverdient. Erst 14 Sekunden vor dem Abpfiff erzielten die Griechen den Ausgleich. Spandau kann damit beim zweiten A-Gruppen-Turnier gegen die erstklassige Konkurrenz eine sehr gute Bilanz von einem Sieg (12:6 gegen Ortigia), zwei Remis (7:7 gegen Marseille und 8:8 gegen Piräus) und eine knappe Niederlage gegen 2016-CL-Gewinner Jug Dubrovnik (10:12) aufweisen. „Das hat uns wohl kaum jemand vor dem Turnier zugetraut. Es war ein wichtiges Erlebnis für das eigene Selbstgefühl. Wir können also doch noch Wasserball spielen, kommentierte Trainer Petar Kovacevic.

In der Tabelle der Gruppe bleibt Spandau mit sieben Punkten zwar gleichauf mit CN Marseille Fünfter von sechs Teams, hat aber den Dritten Piräus (10) vor dem abschließenden Turnier im April wiederum in Ostia (Spieltage 8 bis 10) im Blick. Danach ziehen die Top 4 des Sextetts ins Final 8 Anfang Juni in Hannover. Die Partie gegen Piräus verlief wechselhaft, aber mit zunehmender Spielzeit hatten die Berliner mehr und mehr das Momentum auf ihrer Seite. Olympiacos führte zu Beginn 2:0, doch Spandau glich aus und drehte das Match bis zur Pause auf 5:3. Zu Beginn das dritten Viertels gelang Denis Strelezkij sogar das 6:3, doch dann folgte ein 4:0-Lauf der Griechen zum 7:6 kurz vor Ende des dritten Abschnitts. Der vierfache Spandau-Torschütze Nikola Dedovic glich zum 7:7 aus.

Im Schlußviertel gelang Lucas Gielen vier Minuten vor Ultimo das 8:7, doch der US-Amerikaner Hannes Peter Daube in Diensten von Piräus verhinderte 14 Sekunden vor dem Ende den Spandauer Sieg. „Schade, ein Erfolg wäre ein schöner Schlußpunkt für unsere Auftritte gewesen, bei denen wir uns fast von Spiel zu Spiel gesteigert haben. Das macht Mut“, blickte Petar Kovacevic voraus.

Champions League 2020/2021 Turnier 2, Gruppe A

Ergebnisse Wasserfreunde Spandau 04

03.03.2021 Wasserfreunde Spandau – Jug Dubrovnik 10:12 – 3:3,2:3,2:3,3:3

02.03.2021 Wasserfreunde Spandau – CC Ortigia 12:64:2,4:1,2:3,2:0

01.03.2021 Wasserfreunde Spandau – CN Marseille 7:7

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde – vier Spiele in vier Tagen

In den vergangenen Wochen war Wasserball in den Medien so präsent wie seit Jahren nicht. Deutschlands Nationalteam versuchte beim Qualifikationsturnier in Rotterdam, eines der drei dort ausgespielten Tickets für die Olympischen Spiele in Tokio in diesem Sommer zu ergattern. Leider scheiterte das Team mit fünf Vorrunden-Niederlagen in fünf Spielen und dem Platz 11 unter elf Teilnehmern. Daran beteiligt war auch ein halbes Dutzend Spieler der Wasserfreunde Spandau 04. Nach 2000, 2012 und 2016 nimmt das DSV-Nationalteam nun bereits zum vierten Mal in diesem Jahrtausend nicht an der Olympiade teil.

Das Team von Spandau 04 geht nun neue Ziele an: Ab dem 1. März nimmt das Team am zweiten „Blasen“-Turnier der Champions-League-Hauptrundengruppe A im italienischen Ostia mit vier Spielen an vier Tagen teil. Die Gegner dort sind laut Manager Peter Röhle „hammerstark! Auch die Teams wie Marseille und Ortigia, die noch nicht den ganz großen Namen haben, sind eminent stark besetzt“. Und Peter Röhle wiederholt, was er schon vor dem ersten Turnier Mitte Dezember gesagt hatte: „Das Wichtigste ist, dass wir zeigen, dass es uns noch gibt!“

Während des ersten „Bubble“-Turniers in Ostia mussten die Berliner drei Niederlagen hinnehmen: gegen Jug Dubrovnik (7:13), gegen Olympiacos Piräus (9:13) und gegen Pro Recco Genua (6:19). So wird mit Sicherheit auch dieses Turnier ein sportlicher Härtetest.

Spandau geht auch ins zweite Hauptrunden-Turnier als klarer Außenseiter, will aber zumindest in den beiden Auftaktpartien gegen Marseille und Italiens Aufsteiger Ortigia energisch dagegenhalten und seine Chance nutzen. Die Berliner können bis auf den erkrankten Franzosen Remi Saudadier und den montenegrinischen Nationalspieler Stefan Pjesivac (Trainingsrückstand) ihr bestes Team aufbieten.

Anschließend steht im April (19. – 22.4.21) ebenfalls in Ostia das dritte Turnier der Hauptrunde mit Partien gegen Genua, Marseille und Ortigia auf dem Programm. Nach dem coronabedingt modifizierten CL-Modus treffen in beiden Hauptrundengruppen alle Teams zweimal aufeinander (einmal quasi als Gastgeber, einmal als Gast) und ermitteln die vier Besten für das Final 8 Anfang Juni in Hannover.

Fortsetzung der Champions League

Vier Spiele in vier Tagen Hauptrunde das 2. von drei Turnieren der Gruppe A in Ostia, Italien, mit folgenden Spielen:

1.3.21, 15:15 Uhr: Spandau 04 – CN Marseille

2.3.21, 15:15 Uhr: Spandau 04 – CC Ortigia/Italien

3.3.21, 17:45 Uhr: Spandau 04 – Jug Dubrovnik

4.3.21, 17:45 Uhr: Spandau 04 – Olympiacos Piräus

Spielort: Centro Federale Ostia Via delle Quinqueremi 100, 00122 Roma

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04

Spandau 04 holt in der Champions League einen Punkt in Split

Wasserball-Rekordmeister Spandau 04 hat in der Champions League-Hauptrunde der Gruppe A im zweiten Spiel bei Jadran Split (Kroatien) ein 12:12 (5.4,3:2,3:4,1:2) geholt. Zehn Tage nach dem 8:11-Heimauftakt gegen CN Barceloneta gelang den Berlinern damit eine Teilrehabilitation, allerdings war nach dem Spielverlauf auch mehr für die Gäste möglich. Deren Ausgangsposition für die Fortsetzung der Hauptrunde hat sich damit nur unwesentlich verbessert.

Spandau, ohne Kapitän Marko Stamm, Ben Reibel und Abwehrchef Remi Saudadier personell geschwächt angetreten, begann gleichwohl stark, lag nach 70 Sekunden mit 2:0 und danach auf der Basis einer starken Leistung von Keeper Laszlo Baksa sogar mit drei Toren Differenz (4:1 und 5:2, 9:6) vorn. Allerdings gab die Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic mehrfach wertvolle Vorsprünge zu leicht wieder her.

Erst im Schlussviertel konnte Gastgeber Split die durchgängige Führung der Deutschen ausgleichen, aber nie in Führung gehen. Auch der letzte Jadran-Angriff 2 Sekunden vor dem Ende des Spiels wurde von Baksa mit einer großartigen Parade entschärft.

Die beiden Youngster im Berliner Team, Yannek Chiru (2002) und Aleks Sekulic (2003) kamen zu ihrem ersten Einsatz in einem CL-Spiel.

Am 3. Spieltag des Königswettbewerbs muss Spandau am 29. Oktober erneut in Kroatien bei Jug Dubrovnik antreten.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Champions League 2019 / 2020 – Spieltag 02 in Split/18. Oktober 2019

Jadran Split – Wasserfreunde Spandau 04

12:12 (4:5,2:3,4:3,2:1)

Torschützen Spandau: T. Negrean 4, D. Kholod, N. Dedovic, M. Restovic 2, S. Pjesivac, M. Jüngling 1

Spandau kämpft um eine bessere Platzierung

Laut Meteorologen wird zumindest das Wetter angenehm sein, wenn die Wasserfreunde Spandau 04 am Mittwochabend, am 13. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde in der Gruppe B, auf Mladost Zagreb treffen. Dennoch findet die Begegnung zwischen dem letztplatzierten Gastgeber (7 Punkte) und dem Vorletzten der Achtergruppe (8 Punkte), wie gehabt in der Schwimmhalle Schöneberg statt.

Ein Sieg in diesem Match dürfte die letzte Chance der Spandauer sein, den letzten Tabellenplatz zu verlassen. Am 15. Mai, dem finalen 14. Spieltag, muss die Mannschaft von Petar Kovacevic beim Gruppen-Primus Jug Dubrovnik antreten. Diese Begegnung wird vermutlich mit einer Niederlage enden.

Zwischen diesen beiden CL-Partien liegen für Spandau noch die für die Saisonbilanz entscheidenden nationalen Herausforderungen: das Pokal-Final-Four in Düsseldorf (4.5.-5.5.) und der Start der Best-of-Five-Meisterschafts-Halbfinalplayoffs gegen den OSC Potsdam (ab 8.5.).

Bislang erzielte das Berliner Team zwei Siege (gegen Split und Hannover), ein Remis (Szolnok) und drei Niederlagen (davon die gegen Dubrovnik nur mit 6:7). Mit mehr Konstanz in der Spielgestaltung hätten die Wasserfreunde sicher erfolgreicher abschneiden können. „Gegen Zagreb wollen wir unserem Heimpublikum eine respektable Leistung im letzten Heimspiel der Champions League bieten“, sagt Präsident Hagen Stamm. „Das kann nur ein Sieg sein und eine erfolgreiche Revanche für das 7:9 im Hinspiel. Mladost ist, das zeigen die Resultate in der heimischen Liga, auf dem Weg zurück an die nationale und internationale Spitze und will dieses sicherlich in Berlin unterstreichen. Am Osterwochenende konnte das Team die Adriatik League mit einem Sieg gegen Jug Dubrovnik gewinnen (13:12). Mit ihren Resultaten in der Königsklasse sind die Kroaten vermutlich auch nicht vollends zufrieden und werden insofern, auch wenn es für sie um nichts mehr geht, nicht nur zum ‚Abschwimmen‘ nach Berlin kommen.“

Individuell ist Mladost, in seiner großen Zeit siebenmal Meister-EC-Gewinner (1968-1996) und 16-mal jugoslawischer oder kroatischer Meister (1962-2008) sowie im Vorjahr Vize hinter Dubrovnik, nach wie vor partiell erstklassig besetzt. Mit Milos Cuk steht ein serbischer Olympiasieger und mit dem Rumänen Cosmin Radu ein Weltklasse-Center im kroatischen Team. „Sie auszuschalten funktioniert allerdings nur, wenn unsere Spieler voll bei der Sache sind und hochmotiviert auftreten. Das muss unser Ziel sein“, sagt Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Peter Röhle / Wasserfreunde Spandau 04

  • Champions League 2018/2019 Spieltag 13 in Schöneberg, GruppeB
  • 24. April 2019
  • Wasserfreunde Spandau 04 – Mladost Zagreb
  • Spielbeginn: 19:00 Uhr
  • Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg
  • Sachsendamm 11, 10829 Berlin



Champions League in Berlin

Champions League 2018/2019
Spieltag 4 in Berlin
05. Dezember 2018

Wasserfreunde Spandau 04 – Szolnoki VSK (Ungarn)

Spielbeginn: 19:00 Uhr,  Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Kann Szolnok wieder der Weichensteller sein?

Am 4. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde (Gruppe B) trifft das Team der Wasserfreunde Spandau 04 auf eine gut bekannte gegnerische Mannschaft. Zum vierten Male seit 2014/2015 begegnen sich beide Klubs in der Hauptrunde des Königswettbewerbs der besten Männerwasserball-Vereine Europas.Bislang waren die Kräfte ziemlich eindeutig verteilt, zumindest wenn man nur die Spielergebnisse betrachtet. Fünf der bislang sechs absolvierten Partien gewann Szolnok. Aber 2017/18 gab es zwei knappe Resultate auf Augenhöhe: zunächst das umjubelte Heim-10:9 am 29. November 2017 im Schöneberger Schwimmbad, dann am 18. April 2018 ein knappes 8:9 bei den Magyaren. Beide Teams qualifizierten sich als Gruppen-Dritter und -Vierter für das Final 8 in Genua und belegten dort die Ränge 5 und 8.

Beide Kader sind aktuell kaum verändert. Aber auf beiden Seiten gibt es Probleme, den richtigen Spiel-Rhythmus und die Bestform zu finden. Szolnok, Champions-League-Gewinner 2017 hat nach drei Partien als Gruppen-Fünfter gerade einmal drei Punkte auf dem Konto und nach Niederlagen gegen Jug Dubrovnik (7:8) und Italiens CL-Neuling Busto Arsizio (5:7) nur einen Zittersieg gegen Jadran Split auf der Habenseite. Und das Berliner Team befindet sich nach zwei knappen Niederlagen (6:7/H gegen Dubrovnik und 7:9/A gegen Mladost Zagreb) sowie der Klatsche gegen 2018-CL-Sieger Olympiakos Piräus (4:11/A) sogar ohne Punkte gemeinsam mit Split am Ende des Achter-Feldes.

Beide Teams stehen daher bereits mächtig unter Druck, sollen in Sachen Endrunde nicht schon frühzeitig alle Felle davonschwimmen. Denn es muss ein Platz unter den ersten Drei erzielt werden, da Gruppengegner Waspo 98 Hannover (aktuell Sechster mit 2 Punkten) als Gastgeber des Final 8 fix qualifiziert ist. Das Ranking nach drei Hauptrunden-Spieltagen ist – von Dubrovnik abgesehen – ein durchaus überraschendes, denn gemeinsam mit den Kroaten führt Busto Arsizio (je 9 P.) die Gruppe vor Mladost Zagreb (7) und Piräus (4) an.

Für die Wasserfreunde wird die Begegnung am Mittwochabend auch deshalb eine besondere Zerreißprobe, weil mit dem verletzten Marko Stamm der Kapitän und Antreiber erneut fehlen wird. Dass die Mannschaft in der Lage ist, diesen Ausfall zu kompensieren, zeigte das Team am vergangenen Samstag während des DWL-Spitzenspiels gegen Waspo Hannover.

Nach einer 3:0-Führung und einer über lange Zeit exzellenten Defensivleistung verloren die Berliner dann doch durchaus unverdient mit 5:6 gegen die Hannoveraner, aber mental war der Auftritt des Teams von Petar Kovacevic dennoch ein gefühlter Erfolg. „Mental haben wir auf jeden Fall etwas mitgenommen für das Schlüsselspiel gegen Szolnok. Wenn wir denselben Einsatz zeigen und unsere unbedingte Willensstärke beweisen, können wir die Ungarn, die selbst noch auf der Suche nach ihrer einstigen Topform sind, absolut ins Wackeln bringen und gefährden“, gibt 04-Trainer Petar Kovacevic für den Mittwochabend in Schöneberg die Richtung vor.

Peter Röhle