Weiter ungeschlagen in der Bundesliga

Auch ohne ihren Cheftrainer Cedric Enard gewannen die BR Volleys am Sonntagabend, 19.01.2020 bei den Helios Grizzlys Giesen mit 3:0 (25:16, 25:23, 25:16). Vor einer schönen Kulisse von 2.311 Zuschauern zeigten die Berliner ein überzeugendes Spiel, bei dem Kyle Ensing (17 Punkte) und Sergey Grankin (siebte MVP-Medaille der Saison) aus einer starken Teamleistung herausstachen.

Lucio Oro vertrat seinen krankheitsbedingt in Berlin ans Bett gefesselten Cheftrainer Cedric Enard an der Seitenlinie und schickte Moritz Reichert, Cody Kessel, Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk, Sergey Grankin, Kyle Ensing und Julian Zenger in Hildesheim auf den Court. Die Berliner knüpften an ihren starken Endspurt gegen die Netzhoppers vom Donnerstag an und zeigten sich in allen Elementen druckvoll. Als Le Goff im Block punktete, waren die Hauptstädter bereits mit 8:3 vorn. Konzentriert verteidigten die Gäste ihre Führung (15:10) und nach einem Schnellangriff von Jendryk war der Auftaktsatz entschieden (25:16).

Allen voran Kyle Ensing war gut aufgelegt, steuerte auch im zweiten Satz Punkt für Punkt bei und sorgte dafür, dass der lautstarke Gästeblock unter den 2.300 Zuschauern in der Hildesheimer Arena regelmäßig jubeln durfte. Doch den zweiten Satz konnten die Gastgeber ausgeglichen gestalten (10:12, 16:14). Moritz Reichert & Co konnten sich nicht entscheidend absetzen (22:22), bis der Block von Ensing und Le Goff im richtigen Moment stand (24:22). Anschließend verwandelte der französische Mittelblocker den zweiten Satzball (25:23). Auch den längsten Ballwechsel des Tages entschieden die Berliner für sich (5:4) und gaben in Satz drei weiter den Ton an. Grankin setzte seine Nebenleute weiter perfekt in Szene (13:6, 17:10) und als auch noch Reicherts Aufschlag von der Netzkante ins Giesener Feld tropfte, standen neun Matchbälle zu Buche. Im zweiten Anlauf beendete wieder ein Mittelbocker, diesmal Jendryk, den Satz und das Match (25:16).

Stimmen zum Spiel
Lucio Oro: „Wir haben im Allgemeinen gut gespielt. Im zweiten Satz hat unsere Annahme etwas geschwächelt, dadurch haben wir es uns schwer gemacht. Aber die gesamte Mannschaft hat sich gesteigert und besonders Kyle Ensing war stark. Sergey hat alle Möglichkeiten ausgeschöpft und wir haben über alle Positionen hochprozentig gepunktet.“

Moritz Reichert: „Es war wichtig, dass wir heute gegenüber dem Spiel am Donnerstag konzentrierter zu Werke gehen. Das hat gut funktioniert und so war es ein souveräner Sieg. Der Aufschlag hat den Unterschied gemacht. Man braucht diesen Servicedruck um Gegner wie Giesen zu dominieren. Die Tendenz ist aufsteigend und wir wollen nun gegen die AlpenVolleys zuhause nachlegen.“

BR Volleys Formation
Cody Kessel und Moritz Reichert (AA), Jeffrey Jendryk und Nicolas Le Goff (MB), Sergey Grankin (Z), Kyle Ensing (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Georg Klein, Pierre Pujol, JT Hatch

Christof Bernier









Derby zum Jahresauftakt

Die Weihnachts- und Länderspielpause ist vorüber und das BR Volleys Team geht voller Elan in das neue Jahrzehnt. Trotz der Nachwehen von Verletzungspech und Olympia-Qualifikation wollen die Hauptstädter den Schwung aus einer Hinrunde ohne Niederlage mitnehmen und am Donnerstag (16. Jan um 19.00 Uhr) in ihrer heimischen Max-Schmeling-Halle gegen die Netzhoppers KW-Bestensee erfolgreich ins Jahr 2020 starten. Das Berlin-Brandenburg-Derby wird mit Robert Kromm als TV-Experte live auf SPORT1 zu sehen sein.

Mit Nicolas Le Goff kehrte Anfang der Woche zumindest ein Akteur mit breitem Lächeln vom olympischen Qualifikationsturnier zurück ins BR Volleys Training. Der Mittelblocker präsentierte sich im Nationaltrikot in Topform und hatte speziell im Finale gegen Deutschland maßgeblichen Anteil daran, dass die Franzosen das letzte und begehrte Olympia-Ticket nach Tokio lösten – zum Leidwesen seiner beiden Vereinskollegen Moritz Reichert und Julian Zenger, deren Olympia-Traum platzte. Entsprechend trainingsfreie Zeit räumte Coach Cedric Enard seinen Schützlingen nach Ende des Turniers ein: „Es war insbesondere mental für alle Teams eine intensive Woche. Da bedurfte es der nötigen Erholung“, erklärt der 43-jährige Franzose.

Ebenfalls noch in der Erholungs- oder besser Genesungsphase befinden sich Samuel Tuia (Muskelfaserriss) und Benjamin Patch (Achillessehnenanriss) nach ihren Verletzungen. Die Beiden trainieren zwar punktuell wieder mit der Mannschaft und erhöhen sukzessive die Intensität, ein Einsatz zum Rückrundenauftakt am Donnerstagabend dürfte jedoch zu früh kommen. „Es ist nicht sinnvoll, hier ein Risiko einzugehen“, weiß Enard, dass er sich auf sein übriges Personal verlassen kann. Mit diesem arbeitet der Coach nach den zehn freien Tagen zum Jahreswechsel seit dem 02. Januar wieder im Training. „Jeder hat die Zeit genossen und Kraft für die nun anstehenden Herausforderungen getankt. Wir wollen gegen die Netzhoppers gut zurück in die Bundesliga kommen und danach warten auch schon schwierige Aufgaben in der Champions League und natürlich ist auch das Pokalfinale bereits in Sichtweite.“

Die erste Prüfung wird dabei das dritte Derby dieser Saison gegen die „Randberliner“ sein (3:1 in der Liga, 3:0 im Pokal). Die Nachbarn aus Brandenburg durchlebten bislang eine durchwachsene Spielzeit. Mit fünf Punkten Rückstand auf den letzten Playoff-Platz gehen die Königs Wusterhausener in den zweiten Teil der Hauptrunde. Der TV Rottenburg ist der Kontrahent, den die Schützlinge von Coach Mirko Culic gern noch abfangen würden, dabei darf der Blick nach hinten allerdings nicht außer Acht gelassen werden. Denn die Heitec Volleys Eltmann, die trotz der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens weiterhin am VBL-Spielbetrieb teilnehmen, rangieren als Tabellenletzter nur drei Punkte hinter den Netzhoppers. Vor dem Jahreswechsel setzte es zwei knappe Tiebreak-Niederlagen gegen Rottenburg und auswärts in Herrsching. So eng soll es nach Enard im freundschaftlichen Derby am Donnerstag nicht zugehen: „Drei Punkte sind unser Ziel.“  

Christof Bernier



Vertragsverlängerung mit Cedric Enard bis 2022

Großartige Neuigkeiten zum Start der Rückrunde: Cheftrainer Cedric Enard und die Berlin Recycling Volleys arbeiten auch über die laufende Saison hinaus zusammen. Der 43-jährige Meistertrainer hat seinen Vertrag beim Hauptstadtclub um zwei weitere Jahre verlängert, wird also mindestens bis 2022 das BR Volleys Team betreuen. Gemeinsam hat man in den kommenden Jahren viel vor.

„Wir sind mit Cedrics Arbeit hier hochzufrieden. Er hat es geschafft, die Mannschaft in einer nicht einfachen Saison am Ende zum Erfolg zu führen und auch in dieser Spielzeit sind wir auf einem guten Weg“, erklärt Geschäftsführer Kaweh Niroomand die Beweggründe des Vereins für die vorzeitige Vertragsverlängerung. Cedric Enard wurde 2019 in seinem ersten Jahr mit den BR Volleys Deutscher Meister, gewann in der Saison 19/20 den Supercup und erreichte mit dem Team das DVV-Pokalfinale am 16. Februar in Mannheim. In der Sportmetropole wurden seine Leistungen vor dem Jahreswechsel mit dem silbernen Bären bei der Wahl zu „Berlins Trainer des Jahres“ honoriert.

Enard selbst, inzwischen auch Nationaltrainer in Estland, sagt zu seiner Vertragsverlängerung: „Ich bin sehr stolz. Das ist ein Vertrauensbeweis, der zeigt, wie zufrieden beide Seiten mit der Zusammenarbeit sind. Ich genieße es, hier Trainer sein zu dürfen. Der Verein, die Mannschaft und die Fans – das alles passt für mich perfekt zusammen.“ Sportlich haben die BR Volleys mit ihrem Cheftrainer weiterhin viel vor. „Wir haben in den letzten anderthalb Jahren begonnen, etwas aufzubauen. Der Klub und Kaweh verfolgen große Ziele. Ich ebenso. Wir wollen in Deutschland führend bleiben und uns international stetig verbessern. Daran werden wir gemeinsam arbeiten“, so Enard.

Für Niroomand hat sich „Cedric als Coach in Berlin bewährt, sowohl in der Weiterentwicklung junger Spieler als auch im Sammeln von Erfolgen.“ Die Planungen für die Zukunft werden nun gemeinsam vorangetrieben, denn es warten große Aufgaben. „Cedric hat gezeigt, dass er den Spielermarkt aufgrund seiner langjährigen internationalen Tätigkeit gut kennt. Das wird wichtig sein, weil am Ende dieser Saison viele Spielerverträge auslaufen.“

Cedric Enard ist angekommen in Berlin: „Meine Frau und meine drei Töchter hat es ganz besonders gefreut. Sie wollten unbedingt bleiben. Seit Wochen haben sie mich gefragt, wie es weitergeht. Für mich könnte die Situation jetzt nicht schöner sein. Mir bereitet meine Arbeit hier große Freude und meine Familie fühlt sich in Deutschland mehr als wohl.“ Damit sind optimale Voraussetzungen geschaffen, um das BR Volleys Team auch in Zukunft zu sportlichen Topleistungen zu führen.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier


       

BBSC Berlin mit Revanche im Lokalderby

Ein 3:2 Auswärtserfolg beim Lokalrivalen Rotation Prenzlauer Berg bringt den BBSC Berlin erneut auf den 2. Tabellenplatz.

Zum Auftakt der Rückrunde gastierte der BBSC bei dem Team in Hohenschönhausen. Nach dem knapp verlorenen Hinspiel vor knapp vier Monaten waren die Köpenickerinnen auf Wiedergutmachung aus und wollten die Revanche.

Im ersten Durchgang gelang es, über konsequente Punktgewinne aus der Annahme den Gegner in Schach zu halten. Vereinzelte Breaks führten zu einer komfortablen Führung, die die Mannschaft von Trainer Robert Hinz sicher ins Ziel brachte. Ab dem zweiten Durchgang gelang es den Gastgeberinnen jedoch besser in ihrem Annahmespiel zu agieren. Auch war ab diesem Punkt die starke Diagonalangreiferin Aisha Skinner schwer zu stoppen und so verlor der BBSC den zweiten und dritten Durchgang knapp mit jeweils 23:25.

Um mehr Angriffswucht in das eigene Spiel einzubauen, brachte Trainer Hinz Juliane Stapel im Diagonalangriff ins Spiel. Der Plan ging auf: Der BBSC war nun wesentlich durchsetzungsfähiger im Angriff und so glichen die Gäste nach Sätzen zum 2:2 aus. Das Lokalderby hatte nicht zu viel Spannung versprochen: „In der hitzigen Schlussphase des Spiels mit dem Tiebreak behielten wir einen kühlen Kopf“ strahlte Kapitän Katharina Kummer und konnte mit ihrem Team den sechsten Sieg in Folge feiern.

Zum MVP des Spieltags wählten die Trainer die Angreiferinnen Lisa Kotzan (RPB) und Juliane Stapel (BBSC).

In der nächsten Woche gastiert eine Mannschaft in der Hauptstadt, die sogar sieben Spiele in Folge (und das auch noch ohne Satzverlust!) gewinnen konnte. Niemand geringeres als der amtierende Tabellenführer aus Stralsund wird dann zu Gast zum Spitzenspiel der Liga in der Köpenicker Hämmerlinghalle erwartet.

Cheftrainer Robert Hinz sieht dabei sein Team zum ersten Mal seit langem nicht in der Favoritenrolle:  „Erst einmal ist die Freude natürlich groß, das Stadtderby zum Rückrundenauftakt gewonnen zu haben. Jetzt blicken wir schon gespannt auf das Spiel gegen Stralsund. Das Hinspiel haben wir an der Ostsee eindeutig verloren, im Pokal dann zu Hause nur knapp im Tie-Break. Für uns wird es auch mal angenehm sein, ohne Druck aufspielen zu können, denn André Thiels Mädels sind nach ihrem 21:0-Sätze-Lauf glänzend aufgelegt und der klare Favorit. Chancenlos sind wir allerdings nicht: Schaffen wir es an unser Leistungsmaximum zu gehen, so ist die Überraschung möglich.“

Das Spitzenspiel gegen die Stralsunder Wildcats findet am 19.01.2020 um 15 Uhr in der Hämmerlinghalle statt.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Anna Lena Grätz, Annika Kummer, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Burkhard Kroll

Nun geht es wieder um Punkte

Welch ein Auftakt im Profibereich:   Von heute, Donnerstag, 09. Januar an noch sieben Tage, am Freitag, 17. Januar 2020, 20:30 Uhr, in Gelsenkirchen Schalke 04 – Borussia Mönchengladbach. Am Samstag, 18.01. 18.30 Uhr, RB Leipzig – 1.FC Union und am Sonntag, 19.01., 15.30 Uhr, Hertha BSC – FC Bayern München.

Chefcoach David Wagner weilt mit seinem Team vom 03.01. bis heute in Murcia/Spanien und absolviert morgen, 10.01. noch ein Testspiel beim Hamburger SV. Trainer Marco Rose bereitet seine Borussen in Jerez de la Frontera vor.

Wir erinnern uns. Hertha holte in den letzten drei Spielen unter Klinsi sieben Punkte (kein Gegentor), der 1. FC Union verspielte, total unnötig, in den  letzten zwei Begegnungen (1:1 in Paderborn und 1:2 in Düsseldorf) fünf Punkte, schloss die Hinrunde dennoch mit einem Punkt besser als Hertha BSC (19) ab. Jetzt heißt es am kommenden Samstag beim Tabellenführer RB Leipzig zu bestehen. RB ist natürlich klarer Favorit. Erstaunlicherweise bereitet sich Leipzig unter Trainer Julian Nagelsmann nicht in einem Trainingslager auf die Rückrunde vor – trainiert daheim. Union weilt mit Urs Fischer vom 4. – 12.01. in Campoamor/Spanien und absolviert auf dem Trainingsplatz des Golf-Hotels am Samstag, 11.01. noch ein Testspiel gegen Ferencvaros Budapest.  

Jürgen Klinsmann führte Hertha BSC mit 26 Spielern vom 02.01. – 10.01. nach Orlando/Florida, USA. Am 10.01. wird offiziell noch einmal in Saint Petersburg, Florida, USA, getestet. Infolge der erhöhten Konkurrenzsituation wurde Eduard Löwen zum Ligakonkurrenten FC Augsburg ausgeliehen. Sozusagen in Konsequenz der Verpflichtung des argentinischen Nationalspielers Santiago Ascacibar vom VfB Stuttgart, dem defensiven Spieler im zentralen Mittelfeld. Hertha ist sich zwar mit dem Schweizer Nationalspieler Granit Xhaka einig, doch Arsenal hat plötzlich die ursprünglichen 25 Millionen auf 30 Millionen erhöht – heißt: Der Wechsel könnte noch platzen.

Herthas Auftakt zur Rückrunde in München ist alles andere als von Pappe. Bayern-Torjäger Lewandowski ist 18 Tage nach seiner Leisten-Operation wieder fit. Natürlich will der Tabellendritte wieder an die Spitze. Sie absolvierten ein Trainingslager vom 04.01. – 10.01. in Doha/Katar. Einen letzten Test vor der Reise nach Berlin gibt es am 11.01. beim 1. FC Nürnberg.

Im Profigeschäft hat er einen Namen: Claus-Dieter Wollitz. Pele schied bekanntlich in Cottbus als Chefcoach aus – sah wohl aus finanziellen Gründen keine Perspektive, steigt jetzt beim Tabellendritten FC Magdeburg ein. Er folgt auf Stefan Krämer.  

Christian Zschiedrich

Hertha BSC verpflichtet Santiago Ascacibar

Der defensive Mittelfeldspieler wechselt vom Zweitligisten VfB Stuttgart an die Spree und unterzeichnet einen langfristigen Vertrag beim Hauptstadtclub.

Berlin – Pünktlich vor der Abreise ins Trainingslager nach Orlando (Florida, USA) verpflichtet der Hauptstadtclub seinen ersten Winter-Neuzugang: Vom Zweitligisten VfB Stuttgart schließt sich Santiago Ascacibar den Blau-Weißen an. Der 22-jährige argentinische Nationalspieler erweitert die personellen Alternativen von Cheftrainer Jürgen Klinsmann im defensiven Mittelfeld. Der Blondschopf unterzeichnete am Neujahrstag (01.01.20) einen langfristigen Vertrag und wird gleich mit seiner neuen Mannschaft ins Vorbereitungscamp in die Vereinigten Staaten mitreisen.

Michael Preetz kommentierte den Transfer: „Santiago ist als Spielertyp im zentralen Mittelfeld flexibel einsetzbar. Mit seinen 22 Jahren ist er ein junger und entwicklungsfähiger Mittelfeldspieler, der sehr zweikampfstark ist. Wir freuen uns sehr, einen weiteren sehr talentierten Spieler in unseren Reihen zu haben.“ Neuzugang Santiago Ascacibar ergänzte: „Ich bin glücklich, dass der Wechsel in der Winterpause geklappt hat. Nach den Gesprächen mit Michael Preetz und Jürgen Klinsmann glaube ich, dass ich mich bei Hertha BSC als Spieler weiterentwickeln kann und wir hier gemeinsam viel erreichen können. Darauf freue ich mich sehr und kann es kaum erwarten, meine neue Mannschaft kennenzulernen. Wir werden alles daran setzen, in der Rückrunde weiter nach oben zu kommen.“

Ascacibar, der seine ersten Schritte im Profifußball bei Estudiantes in seiner Heimat vollzog, wechselte im Sommer 2017 nach Deutschland zum VfB. 74 Spiele bestritt Herthas Neuzugang für die Schwaben in den beiden höchsten deutschen Spielklassen. Seine Leistungen brachten ihm zudem auch Nominierungen für die argentinische A-Nationalelf, bei der er viermal das Trikot der ‚Albiceleste‘ überstreifte.

Quelle: Marcus Jung/Jessica Bork Hertha BSC

Liebe Berliner Borussen: Besinnt Euch!

Die für Freitag, 20.12.2019 angekündigte Pressekonferenz fand nicht statt. Das interpretiere jeder wie er will. Von wegen, TeBe stelle vielleicht einen neuen Hauptsponsor vor, das war’s wohl nicht. Wie sich Günter Brombosch engagiert, nennen bestimmte Vereinsmitglieder  ehrenhaft. Das ist es auch. Natürlich kenne ich den Günter seit vielen, vielen Jahren und hoffte, er wird sich das, was er sich angetan hat, auch gut überlegt haben. Bezeichnete es, als zum Scheitern verurteilt, wenn er keine neuen Sponsoren im Gepäck haben sollte.

Ein neuerlicher Retter scheint nicht in Sicht zu sein. Bei aller Ehrenhaftigkeit, Realität ist, Auszeichnungen und Belohnungen, sportliche Erfolge fragen heutzutage nach materiellen Investitionen, nach Macht und Finanzen. Ich bin auch kein Befürworter von „Geld regiert die Welt“, weiß leider, es ist so!  Und Fußballspieler verhalten sich, der Zeit  angepasst, auch nicht immer ehrenhaft. Fällt die an der 1. Stelle rangierende Mannschaft fehlender Finanzen wegen (vielleicht jetzt schon in der Pause) auseinander. Günter Brombosch hofft auf das Weiterbestehen, äußert sich optimistisch. Ebenso der Coach Dennis Kutrieb.  

Im Lager des Traditionsclubs scheint die Anhängerschaft gespalten, auch wenn das, was der geschasste Vereinsboss Jens Redlich so von sich gab, nicht immer, oft überhaupt nicht, die Zustimmung derer fand, die zumindest anerkennen (Geld ist Macht), dass es ohne finanzielle Gebärden eben nicht geht. Was bedeuten anstehende Verhandlungen mit den Spielern? Es ist meines Erachtens auch nicht gut, eine vom Vorstand angekündigte Pressekonferenz nicht stattfinden zu lassen.

Kann Tennis Borussia die Verträge mit den dazu gehörigen Anlagen erfüllen? Lieber guter Weihnachtsmann, bitte backe einen betuchten Helfer und schicke viele dem Club zugetane Engel. Bitte stecke deine Rute ein und lass diejenigen, die an einen Fortbestand des Clubs interessiert sind, zur Besinnung kommen.

Christian Zschiedrich  

Max Steinborn übernimmt Torwart-Traineramt bei den Hertha-Profis

Max Steinborn, Lehrer und aktueller U23 Torwart-Trainer, übernimmt ab dem 1. Januar 2020 den Posten von Andreas Köpke.

Andreas Köpke, der gemeinsam mit Jürgen Klinsmann als Spieler 1990 die WM und 1996 die EM zudem als Torwart-Trainer 2014 die WM gewann, übernahm auf Wunsch des Cheftrainers Ende November 2019 das Torwart-Traineramt bei Hertha BSC. Nun kehrt er planmäßig zurück zum DFB, bei dem er bereits seit 2004 Teil des Trainerteams der A-Nationalmannschaft ist.

Auf ihn folgt ab dem 1. Januar 2020 bei den Blau-Weißen Max Steinborn, der seit der Saison 2015/16 als Torwart-Trainer der U23 tätig ist. Bereits seit 2011 übt er verschiedene Trainertätigkeiten in der Hertha BSC Fußball-Akademie aus.

Steinborn studierte Deutsch- und Sport an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und arbeitet seit 2014 als Lehrer an Herthas Kooperationsschule der Sportschule im Olympiapark – Poelchau-Oberschule.

Max Steinborn wurde am 28.08.1988 in Jena geboren und wird in der Funktion des Torwart-Trainers der Profis von Hertha BSC zunächst bis zum Saisonende tätig sein.

Hertha BSC bedankt sich bei Andreas Köpke für sein Engagement und wünscht Max Steinborn viel Erfolg für seine neue Aufgabe beim Hauptstadtclub!

Quelle: Hertha BSC

Super Finals 2020 kehren zurück nach Berlin

Die Max-Schmeling-Halle festigt ihren Status als Europas Volleyballtempel, denn auch die CEV Champions League Volley Super Finals 2020 werden in der deutschen Hauptstadt ausgetragen! Fans aus ganz Europa können sich ab sofort auf die Volleyball-Party des Jahres am Samstag, den 16. Mai 2020, in Berlin freuen. Erneut werden die vier Topteams des Kontinents – jeweils zwei der Frauen und Männer – nicht nur um die europäischen Kronen, sondern auch um ein Rekordpreisgeld in Höhe von 1,5 Millionen Euro spielen.

Nach der historischen Premiere der CEV Super Finals im Mai wird die Erfolgsgeschichte im Jahr 2020 in der deutschen Hauptstadt fortgeschrieben. Auch diesmal arbeiten der Europäische Volleyball Verband (CEV), der Deutsche Volleyball-Verband (DVV), die Volleyball Bundesliga (VBL) und die Berlin Recycling Volleys mit der Unterstützung der Stadt Berlin zusammen, um bei der Wiederauflage an das spektakuläre Auftaktevent anzuknüpfen.

Der zur Champions League Saison 2019 geänderte Modus, nachdem Frauen- und Männerteams an einem Tag und einem Ort ihre Finalspiele bestreiten, hat sich bewährt. Daher werden auch 2020 die Sieger bei den Männern und Frauen gemeinsam in Berlin auf dem Podium stehen und ihre jeweilige Trophäe in die Höhe strecken. Dabei wollen alle Partner die Super Finals 2020 gemeinsam auf die nächste Qualitätsstufe heben und den Fokus noch stärker auf die Einbindung der Fans legen. Ziel ist es, den bis zu 9.500 Zuschauern im Berliner Volleyballtempel ein unvergessliches Sporterlebnis zu liefern, das die Volleyball-Saison würdig abschließt.

Die Verkündung dieser frohen Botschaft fand am Donnerstag (19. Dez.) im Rahmen einer Medienrunde im berühmten Hotel Adlon Unter den Linden statt. An dieser nahmen neben CEV-Präsident Aleksandar Boričić die Vertreter aller nationalen Kooperationspartner (DVV, VBL, BR Volleys und Stadt Berlin) teil. Im Anschluss zog man gemeinsam zum Brandenburger Tor, wo ein Fototermin vor dem bekanntesten Wahrzeichen der Metropole anstand. Mit dabei: Benjamin Patch, Spieler des Champions-League-Vertreters BR Volleys, und die dreimalige Champions-League-Siegerin Christiane Fürst.

CEV-Präsident Aleksandar Boričić: „Die CEV Super Finals 2019 waren ein wahrlich revolutionärer Moment in der Geschichte des europäischen Volleyballs. Nach dieser erfolgreichen Premiere sind wir natürlich froh, dass wir mit unseren deutschen Partnern eine Einigung über die weitere Ausrichtung im Jahr 2020 erzielen konnten. Diese Entscheidung zeigt einmal mehr die Einheit und den Zusammenhalt, die in der Volleyball-Familie herrschen. Der Schritt bestärkt mein Vertrauen, dass wir nur durch gute Zusammenarbeit großartige Dinge erreichen können. Ich freue mich auf eine weitere fantastische Volleyball-Party hier in Berlin.“

Berlins Sportsenator Andreas Geisel: „Bei den Finalspielen der CEV Volleyball Champions League 2019 hat Berlin einmal mehr gezeigt, dass wir mit Gastfreundschaft, sportbegeisterten Fans und Kompetenz punkten können. Ich bin stolz auf den neuerlichen Zuspruch des Europäischen Volleyball-Verbands und freue mich, dass wir das Finale zum zweiten Mal in Folge ausrichten dürfen. Die Sportmetropole Berlin ist die Volleyball-Hauptstadt in Europa. Wir wollen auch 2020 an die Erfolge aus dem Vorjahr anknüpfen und die ausverkaufte Max-Schmeling-Halle wieder zum Beben bringen.“

DVV-Präsident René Hecht: „Ich freue mich, dass die CEV Champions League Volley Super Finals zum zweiten Mal in Folge in Berlin stattfinden. Schon bei der Premiere haben wir erlebt, welche Volleyball-Power in der Hauptstadt steckt, als die Max-Schmeling-Halle auch ohne deutsche Beteiligung komplett ausverkauft war. Nach der Olympia-Qualifikation vom 5.-10. Januar in Berlin knüpfen wir damit nahtlos an das nächste internationale Volleyball-Highlight an. Wir brauchen solche Großevents in Deutschland, um den Volleyball schrittweise weiterentwickeln zu können. Mein Dank gilt daher allen Beteiligten, die diese Fortsetzung möglich gemacht haben. Für 2020 hoffe ich natürlich, dass ein deutscher Verein den Sprung in die Super Finals schafft.“

VBL-Präsident Michael Evers: „Die stimmungsvollen CEV Champions League Super Finals 2019 haben gezeigt, welche Begeisterung wir hier in Deutschland für den Volleyball entfachen können. Umso mehr freut es mich, dass die CEV, der DVV, die BR Volleys, die Stadt Berlin sowie die VBL ihre Kräfte bündeln, um Berlin im Jahr 2020 erneut zur Volleyball-Hauptstadt Europas zu machen. Internationale Highlights wie die Olympia-Qualifikation der Männer im Januar und die Champions-League-Finals unterstreichen den Stellenwert, den sich der deutsche Volleyball erarbeitet hat.“

BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand: „Mit der Wiederholung der CEV Champions League Super Finals 2020 in Berlin wird der Status unserer Max-Schmeling-Halle als Europas Volleyballtempel eindrucksvoll bestätigt. Großveranstaltungen wie die Super Finals sind für unseren Sport von enormer Bedeutung, umso schöner ist, dass der gesamte Kontinent zu diesem Anlass erneut nach Deutschland und Berlin blickt. Für uns als BR Volleys ist es eine große Ehre, die europäische Volleyballfamilie im Mai in unserer Stadt begrüßen zu dürfen. Wir werden einmal mehr unser Bestes geben, unserem Sport die Bühne zu bereiten, die er verdient.“

Christof Bernier 

Hertha 03 wartete vergebens auf den Weihnachtsmann

Sie verloren – leidenschaftslos – zu Hause 1:2 gegen Aufsteiger MSV Pampow. Runge von der Mannschaft aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, offiziell 3.041 Einwohner, holte sich in der 39. Minute infolge einer Tätlichkeit die Rote Karte ab. Die Platzherren spielten vor nur 103 Zuschauern fast eine Stunde lang in Überzahl und gerieten dennoch mit 0:2 (43. Dias und 64. Drews) in Rückstand, ehe Stein (69.) einen Elfmeter zum 1:2 Endstand aus Sicht von Hertha 03 verwandelte. Sebastian Huke schoss in Minute 72 einen weiteren Strafstoß weit neben das Tor. Das hätte wenigstens das 2:2 bedeutet.

Louis-Nathan Stüwe, Defensiv-Allrounder und Trainer Simon Rösner stehen als Verpflichtung fest. Markus Schatte wird nicht entlassen. Rösner gehört zusätzlich dem Trainerteam an. Die Zehlendorfer haben sich noch nicht aufgegeben, nehmen als Tabellen Vierter im Neuen Jahr Anlauf, zumal der aktuelle Zweite Hansa Rostock II wohl nicht aufsteigen kann. Die 1. Mannschaft spielt nur eine Liga höher und müsste aufsteigen in die 2. Bundesliga.

Die eine Klasse tiefer spielenden Tennis Borussen gehen als Tabellenführer ins neue Jahr. 619 Zuschauer sahen im Mommsenstadion einen 3:2-Heimsieg von TeBe in einem umkämpften Match gegen Aufsteiger SV Tasmania. Die 2:0-Pausenführung glichen die Gäste bis zur 63. Minute aus. Elizi besorgte aus spitzem Winkel und flach ins lange Eck (78.) den Siegtreffer. Tasmania wird es mit nur 14 Punkten Platz 12 – nur einen Zähler vor dem Relegationsplatz – schwer haben. Romario Hartwig stand dem SV Tasmania zum letzten Spiel nicht mehr zur Verfügung. Er wird für Altglienicke, eine  Klasse höher spielen.

Tennis Borussia könnte sportlich zufrieden in die Winterpause gehen, wären da nicht die Machtkämpfe und Querelen zu bewältigen. Dem Vernehmen nach soll es wechselwillige Spieler geben. Bedeutet das, dem neuen Vorsitzenden Günter Brombusch folgen zwar viele Fans, jedoch nicht genügend Sponsoren? Sind die Finanzen etwa wieder in Schieflage geraten ? Am Freitag, dem 20.12., ist für 11.00 Uhr eine Pressekonferenz angesetzt, auf der garantiert nicht der Weihnachtsmann kommt.

Der müsste in der Winterpause auch zum zweiten Charlottenburger Club, Hertha 06, kommen. Nach der 0:4-Klatsche zu Hause gegen Hansa Rostock zitieren wir hier Hertha 06 Coach Tik: „Bei aller Liebe, so reicht das nicht für den Klassenerhalt“! Murat Tik fordert Verstärkungen zum bis zum 22. Februar, dem Spielbeginn im neuen Jahr beim SC Staaken.

Staaken gewann bei der TSG Neustrelitz mit 1:0 und rangiert mit 24 Punkten auf Platz 7. Blau-Weiß 90 nimmt Rang 8 ein. Das Spiel in Stendal fiel leider aus. Ein Nachholtermin ist bisher nicht bekannt. Sowohl Staaken als auch Blau-Weiß 90 haben in der mittleren Tabellen-Region mit dem Verbleib in der Oberliga wohl keinerlei größere Probleme. Bis auf TeBe und Hertha 06 rufen wir zu: „Nun feiert erstmal schön“!

Christian Zschiedrich