Ein Abend voller Herzlichkeit…


und zwei Themen: 1. Karl Heinz Granitza, ein Wiedersehen mit Freunde, geschätzte alte Erinnerungen und 2., fast zur selben Stunde, die Heimreise von Florian Zschiedrich, ZDF-Moderator bei den Paralympics aus Cortina d‘ Anpezzo/Italien – zweimal Bus und Bahn per Flieger von Innsbruck nach Wien, entsprechender Aufenthalt, dann von Wien weiter bis Berlin. Bei der Landung soll eine Drohne unmittelbar vor dem Aufsetzen die Landung verhindert haben. Der Umsicht des Piloten war es wohl zu verdanken, in sekundenschneller richtiger Entscheidung, eine mögliche Kollision verhindert zu haben. Den Insassen wird es verborgen bleiben, was hätte passieren können und was war überhaupt passiert. Vorübergehend, die Agenturen meldeten 30 Minuten, wurde der BER geschlossen. Start- und Landeverbot, auch andere Flieger mussten entweder in der Luft bleiben oder wurden nach Leipzig oder Dresden umgeleitet. Einige geplante Abflüge wurden ganz gestrichen. Die Passagiere, die letztlich das Glück hatten in Berlin zu landen, bot sich ein ungewohnt leerer Anblick des Berliner Flughafens. Laut einem Sprecher des BER handelte es sich bei der Unterbrechung um eine „Standardprozedur“, um mögliche Kollisionen mit Flugzeugen zu verhindern. Im Anschluss berieten Landespolizei und Bundespolizei gemeinsam über das weitere Vorgehen. Eine konkrete Gefahr bestand zu keinem Zeitpunkt.

Uwe Ziesmer, Peter Kuschke und Christian Zschiedrich beim Tegeler Gespräch

Trotzdem geschockt von der Nachricht war der Vater Christian Zschiedrich. In der trauten Runde des Tegeler Gesprächs mit Karl Heinz Granitza wurde er blass.

Das Wiedersehen mit Karl Heinz Granitza hatte für viele Nordberliner und den Freunden vom Ursprungsverein Borsigwalde Seltenheitswert. Das Buch „KING BOMBER KARL“, erschienen aus Anlass der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft 2026 und stieß auf großes Interesse. Schließlich war Granitza bekannt für besondere Geschichten als einstiger Torschützenkönig von Hertha BSC. Er schilderte, dass er, zu Zeiten von Franz Beckenbauer, von dem hoch verschuldeten Verein Hertha BSC nach Amerika verkauft wurde. Interessant, was er alles in Amerika erlebte und welch beachtliche Erfolge vorzuweisen waren. Mit dem Verein Chicago String konnte Granitza zweimal die Meisterschaft erringen. Er ließ nichts aus, auch seine Gründe für die Rückkehr nach Deutschland. Und mir gegenüber betonte er immer wieder die wohltuende Zusammenarbeit in „tausend“ Interviews.

Bleibt Gott zu danken, die Gefahr wurde im letzten Moment gemeistert? Sportler und Reporter sind heutzutage auf die Flieger angewiesen – auf Idioten und Verbrecher nicht! Wer weiß, was in den nächsten Tagen herauskommt oder verschwiegen wird. Was könnte dahinter stecken?

Christian Zschiedrich

Fotos: Christian Kukuk, Britta Zschiedrich, Uwe Ziesmer

1. FC Union und Hertha BSC im Gleichschritt

Union musste in der ersten Liga beim FC St. Pauli ran. Hertha spielte bereits am Freitag, 21.11.2025, im Olympiastadion gegen Eintracht Braunschweig. Beide holten drei Punkte mit einem 1:0 Sieg. Für die Alte Dame war es bereits der fünfte Sieg in Folge und seit vier Spielen kassierten sie kein einziges Gegentor. Die Eisernen fuhren immerhin nach ihrem grandiosen Unentschieden gegen die übermächtigen Bayern ihren vierten Sieg in der Liga ein. Ein Treffer von Rani Khedira reichte für den Sieg. Aktuell steht das Punktekonto bei 15 Zählern und Platz 8. Der Negativlauf von St. Pauli setzte sich fort, es wurde die achte Niederlage nacheinander. Im Spiel hatten sie zwar die besseren Werte, mehr Torschüsse, mehr Ecken und Ballbesitz, egal, gewonnen hat im Fußball, immer der, der mindestens ein Tor mehr als der Gegner erzielt.

Das Goldene Tor für die Hertha erzielte Marten Winkler per Kopf nach einer gut getimten Flanke von Fabian Reese in der 51. Minute. Bis dahin blieben die Hertha Akteure im Offensivspiel vor 42.895 Zuschauern bei eisigen Temperaturen einiges schuldig. Lediglich Reese sorgte mit Einzelaktionen für Gefahr. Nach der Führung wurde es besser. In der 85. Minute zeigte Schiedsrichter Michael Bacher auf den Punkt. Die Entscheidung wurde revidiert, es lag kein strafbares Handspiel von Linus Gechter vor. Bitter für die Braunschweiger, die nach der vierten Niederlage nacheinander jetzt auf den vorletzten Tabellenplatz abrutschten. In der 2. Liga geht es unten wie oben in der Tabelle eng zu.

Ein Blick voraus, Hertha muss am kommenden Spieltag in Kiel antreten und kann anschließend, unter der Woche, im heimischen Stadion gegen Kaiserslautern im Falle eines Sieges im DFB-Pokal überwintern. Union hat zwei Heimspiele, in der Bundesliga geht es gegen Schlusslicht Heidenheim um Punkte und im DFB-Pokal kreuzen erneut die Bayern in der Alten Försterei auf. Ein Remis zählt dann nicht und mit dem letzten Angriff einen Gegentreffer zu kassieren ist verboten.

Christian Zschiedrich

Regionalliga Nordost, Oberliga Nord und Berlin-Liga im Überblick

Regionalliga Nordost: Unterschiedlich sind von den Vereinen 8 oder 9 Spieltage absolviert. Fünf Berliner Vereine kämpfen für den Erfolg. Die VSG Altglienicke ist mit 22 Punkten Tabellendritter, punktgleich mit dem Tabellenführer 1. FC Lok Leipzig. Dann kommt lange nichts aus Berliner Sicht. Der Zweitbeste ist der BFC Preussen mit 12 Punkten auf Rang 10. Hertha BSC II folgt mit 8 Punkten auf Rang 13. Das ist aufgrund des besseren Torverhältnisses ein Platz über dem Strich – heißt gerade mal knapp über den Abstiegsrängen stehend. Darunter hat sich der BFC Dynamo mit zwei Toren schlechter niedergelassen. Nanu, da fehlt doch noch ein Berliner Verein. Die Rote Laterne ziert Hertha 03 aus Zehlendorf mit nur einem Zähler. Das spricht leider für einen möglichen Abstieg in dieser Saison. Recht respektabel aus Berliner Sicht ist nur Altglienicke.

NOFV-Oberliga Nord: Bei den neun Berliner Vertretern ist der Start in die neue Saison nach sechs Spieltagen unterschiedlich verlaufen. Die Tabelle wird von zwei Berliner Mannschaften angeführt. Punktgleich, mit je 13 Punkten auf der Habenseite 1. Sparta Lichtenberg, 2. SV Tasmania. Nur einen Zähler weniger rangiert TuS Makkabi auf Rang 4. Tennis Borussia kommt erst auf Platz 8 mit 10 Punkten. Da heißt es aufpassen, dass der Abstand zur Spitze nicht größer wird. Am nächsten Spieltag könnte sich das Blatt gegen Anker Wismar im Mommsenstadion ins Positive wandeln. Dazu gibt es drei Berliner Duelle am Lichtenberg 47 (9.) im „Zoschke“ gegen Eintracht Mahlsdorf, dem Tabellen 10.

Am Sonntag, 28.09.2025, 12.00 Uhr, spielt Tus Makkabi gegen Viktoria 89 auf der Julius-Hirsch-Sportanlage, ab 14.00 Uhr das dritte Berlin-Duell, Berliner AK gegen den Tabellenführer Sparta Lichtenberg im Poststadion. Bleibt zur Berlin-Komplettierung, SD Croatia (an der Friedrich-Ebert-Straße) gegen Optik Rathenow, dem Tabellenletzten. Der Tabellenzweite SV Tasmania muss auswärts am Sonntag nach Schwerin reisen und gegen Dynamo (11.), bestehen. Keinesfalls unerwähnt darf momentan der direkte Abstiegsrang (14.) von SD Croatia (4 Punkte – (bitte nicht) bleiben und der 15., direkte Abstiegsrang von Viktoria 89 gibt mit nur einem Punkt im Stadion Lichterfelde zu denken. Viktoria konnte in der Vergangenheit schon mal ganz anders auftrumpfen. Allerdings, selbst im Amateurbereich ist immer etwas Geld vonnöten.

Berlin-Liga: Bereits nach 2 Minuten war das Spiel des 5. Spieltag auf dem Wackerweg für die Füchse gegen VSG Altglienicke II infolge einer schweren Verletzung zu Ende. Ich kann mich nicht erinnern, wann es so etwas schon einmal gegeben hat. Betroffen war der Füchse-Spieler Lamine Queraogo, der im Zweikampf mit Altglienickes Abwehrspieler Fabian Busch so unglücklich getroffen wurde, dass die Schmerzensschreie jedem auf dem Wackerweg Schlimmes erahnen ließen. Ein offener Bruch, der blanke Knochen guckte beim Fuß raus. Die Rettung kam nach 25 Minuten. Der Spieler aus Burkina Faso musste eine Stunde lang behandelt werden. Da spielte es überhaupt keine Rolle mehr, dass die Füchse aus der Spitzengruppe der Berlin-Liga, weitere Punkte einfahren wollten.

Oben in der Tabelle drängen sich Spitzenreiter, die Spandauer Kickers, mit 11 Punkten, gefolgt von den beiden punktgleichen, je 10, Frohnauer SC und Hohen-Neuendorf. Die Füchse verfügen über 9 Punkte, haben nun aber ein Spiel weniger auf dem Konto. Wer startete negativ? Gefährdet durch ein 9-Tore-Spiel, 4:5, gegen Berlin Türkspor auf Platz 14, Polar Pinguin mit 4 Punkten. Gleiche Punktzahl hat auch der 15. SV Empor. Ebenso der auf einem der drei Abspielplätze rangiert der SSC Südwest, 4 Punkte. Der SC Staaken ist mit 2 Punkten Vorletzter und Fortuna Biesdorf ziert, schon etwas abgeschlagen, mit nur einem Punkt die Rote Laterne. Interessant das Mittelfeld mit so wohlklingenden Namen wie Berlin Türkspor, TSV Mariendorf, 1.FC Wilmersdorf, Stern 1900, Blau-Weiß 90, Berliner SC, TSV Rudow und SC Charlottenburg.

Wir bleiben am Ball und verfolgen aufmerksam das Geschehen.

Christian Zschiedrich

Es geht um die Gunst der Berliner

Es braucht wohl erst 10 Spiele, um etwas Genaueres über den möglichen Saisonverlauf verlauten lassen zu können. Ein guter Saisonstart sei sehr wichtig und lässt erahnen, wie sich eine Mannschaft in der Saison schlagen wird. Bereits eingefahrene Punkte aus in den ersten fünf Spielen motivieren und können dem Verein nicht mehr genommen werden. Was man hat, das hat man. Es muss gepunktet werden. Bleiben Punktgewinne aus, wird es immer schwieriger, sich von unten wieder nach oben zu arbeiten. Vergleichen wir mal unsere beiden Berliner Vereine in Liga 1 und 2.

Bundesligist Union, Tabellenplatz 10, hat in der Eliteliga nach Spieltag 4, 6 Punkte bei 8:11 Toren geholt. Vor ausverkauftem Haus, 59.500 Zuschauer in Frankfurt beim Tabellen 3., auswärts gegen die Eintracht gewonnen. Hertha hat bereits zwei Spiele mehr, nach 6 Spielen, nur 5 Punkte, bei 4:6 Toren. Das ist aktuell Tabellenplatz 15, ganz nahe bei den Abstiegsplätzen. 44.718 Zuschauer gegen Paderborn, bei der 0:2 Heim-Niederlage. Die Heimschwäche aus der letzten Saison scheint sich fortzusetzen. Anzunehmen, die Zuschauer kommen ohnehin ins Olympiastadion, getreu zu Hertha, der Zuschauerzuspruch kann ganz schnell kippen. Gegen die Pfiffe der eigenen Fans spielen zu müssen, macht garantiert keine Freude und den Anhängern auch nicht.

35 Jahre nach der Vereinigung ist die Einordnung von Ost und West vor allem im Sport nicht mehr ausschlaggebend. Entscheidend im Fußball ist immer, was auf dem Rasen geboten wird. Die Spielweise steht im Mittelpunkt, wie geht man zu Werke. Union könnte wohl erfolgreicher sein, zu viele Gegentreffer, deren 11, stören das Gebilde. Nun, dagegen 8 Tore auf der Habenseite sind vielversprechend. In Frankfurt müssen 4 Treffer erst einmal erzielt werden. Demzufolge war sehenswert und spannend der Spielverlauf. Mir hat imponiert, mit welchem Kampfgeist Union sich gegen die Frankfurter Angriffe zur Wehr setzte. Da war ganz großer Einsatzwille, gekämpft bis zum Umfallen in jedem Duell. Union erspielte sich auch unter Bedrängnis immer wieder Großchancen. Nach der 4:1-Führung schien alles gelaufen.

Die Aufholjagd wurde nach einem zweifelhaften Strafstoß beim Stande von 4:2 (Uzun, 80.), unterstützt. Eine lange überprüfte und dennoch sehr umstrittene Elfmeter-Entscheidung zum 4:3, Foulelfmeter, (87.). Eine Minute später folgte die Rote Karte für Trainer Steffen Baumgart. Der Tathergang lässt den Eindruck zu, ein Vergehen wurde förmlich gesucht. Das Engagement und die Emotionen des Trainers sind allgemein bekannt. Er habe den Mittelfinger Richtung Spielfeld gezeigt, so die Begründung. Baumgart gab im Nachhinein zu, nach dem Elfer völlig irritiert gewesen zu sein. Die Sky-Reporter meinten übereinstimmend, dafür ROT sei nicht angemessen. Wohl wissend, welche Existenzkämpfe durch solche Entscheidungen oft Vereine und Trainer durchleben müssen. Er habe ja auch noch mit einem Papierknöllchen Fußball gespielt. Also doch gesucht? Für Baumgart ist die Folge, „nur“ die Sperre als Trainer gegen seinen ehemaligen Verein HSV, am Sonntag, 28.09.2025 in der Alten Försterei. Ausgerechnet gegen Hamburg!

Herthas nächstes Spiel ist im Max-Morlock-Stadion, ebenfalls Sonntag, 28.09.2025, 13.30 Uhr, auch gegen einen Traditionsklub. Wer in Hannover gewinnt, warum nicht auch beim Club? Die haben in dieser Saison ebenfalls ihre Probleme. Bloß nicht immer tiefer rutschen!

Christian Zschiedrich

Sechs Spieltage vor Saisonende 24/25

Berliner schauen leider gewohnheitsgemäß nicht nur auf eine Liga. In diesem Jahr allerdings mit besonders gemischten Gefühlen. Denn die Erwartungen der Hauptstadtclubs waren selbst sehr hoch gesteckt. Hertha BSC zum Beispiel startete, wie sollte es auch anders sein, mit klaren Aufstiegsambitionen. Die Realität war eine ganz andere. Die Resultate waren enttäuschend, mitunter sogar zunehmend mit Abstiegsängsten verbunden. Unvorstellbar, Hertha statt Erste dann 3. Liga. Das hatte, wie in solchen Fällen üblich, den Trainerrauswurf zur Folge. Von effizienter Spielweise konnte trotz gutem Zuschauerzuspruch überhaupt nicht die Rede sein. Der Trainerwechsel wurde auch bei den Eisernen in der Eliteliga vollzogen. Sowohl bei Hertha als auch bei Union änderte sich zunächst nicht spontan die Lage. Glücklicherweise fingen sich unsere Berliner Vertreter, dank besserer Einstellung, mit positiven Ergebnissen aus den letzten drei Begegnungen – erstaunlicherweise sogar auswärts, kaum für möglich gehalten, bei namhaften Gegnern:

26. Spieltag: Eintracht Braunschweig – Hertha BSC 1:5
27. Spieltag: Hertha BSC – Karlsruher SC 3:1
28. Spieltag: 1. FC Köln – Hertha BSC 0:1

Drei Siege in Folge sind neun Punkte fürs Konto von derzeit nun 35 Punkten. Die kolportierten 40 Punkte für den Klassenerhalt sind es zwar noch nicht. Wir schauen noch aufs Restprogramm und gehen davon aus, die fehlenden fünf Punkte in sechs Spielen sind, die Leistungen in den letzten Siegpartien zu Grunde gelegt, bald zu realisieren. Trainer Stefan Leitl hat der Hertha wieder das Siegen und Effizienz gelehrt.

Das Restprogramm:

29. Spieltag: Hertha BSC – Darmstadt 98
30. Spieltag: SSV Ulm – Hertha BSC
31. Spieltag: Hertha BSC – 1. FC Magdeburg
32. Spieltag: Hertha BSC – SpVgg Greuther Fürth
33. Spieltag: Preußen Münster – Hertha BSC
34. Spieltag: Hertha BSC – Hannover 96 (18. Mai, 15.30 Uhr)

Die Eisernen sind jetzt seit vier Spielen ungeschlagen und gewann sogar am 25. Spieltag in Frankfurt

26. Spieltag: 1. FC Union – Bayern München 1:1
27. Spieltag: SC Freiburg – 1. FC Union 1:2
28. Spieltag: 1. FC Union – VfL Wolfsburg 1:0

Das sind aktuell 33 Punkte, Tabellenplatz 13. Steffen Baumgart hatte für den Erfolgskurs, Parallelen zu Hertha BSC, anfängliche Schwierigkeiten zu überwinden. Die Anhängerschaft glaubte an Baumgart. Es gab aber auch sofort kritische Stimmen, der Wunschtrainer schaffe es wohl nicht. Denkste, die Überzeugung, das Selbstvertrauen ist zurückgekehrt. Mit Blick auf das Restprogramm herrscht wie bei der Hertha große Zuversicht.

Die letzten sechs Spiele:
29. Spieltag: Bayer Leverkusen – 1. FC Union
31. Spieltag: VfL Bochum – 1. FC Union
32. Spieltag: 1. FC Union – Werder Bremen
33. Spieltag: 1. FC Union -1. FC Heidenheim
34. Spieltag: FC Augsburg – 1. FC Union (17. Mai, 15.30)

Es ist bereits jetzt mit großer Sicherheit davon auszugehen, im Berliner Profifußball bleibt auch in der kommenden Saison alles so wie es ist. Im Westend wird weiter zweitklassig gekickt und Union gebührt wieder ein Platz in der Beletage des deutschen Profifußballs.

Christian Zschiedrich

Regionalliga Nordost ab in die Winterpause

Allerdings bescherte der 18. Spieltag einen Spielausfall mit der Partie FC Viktoria 89 – VFC Plauen. Zuvor fielen zum 17. Spieltag bereits zwei Partien aus. Wieder traf es Viktoria 89 gegen den Chemnitzer FC und dazu Altglienicke – FSV Luckenwalde. Bereits am 16. Spieltag war Viktoria 89 in Greifswald nicht zum Zuge gekommen. Schneefälle waren der Grund zum Ausfall der Partie zur Einweihung der neuen Flutlichtanlage. Ein ungeordneter 19. Spieltag in der Regionalliga Nordost krönte den letzten Spieltag vor der Winterpause. Die Ausfälle setzten sich fort. Fünf Partien fielen zum Opfer, darunter drei, der Berliner Vertretungen. FC Hertha 03 – Carl Zeiss Jena, Chemnitzer FC – Hertha BSC II, VSG Altglienicke – FC Eilenburg und Chemie Leipzig – ZFC Meuselwitz sowie VFC Plauen – Hallescher FC. Immerhin fanden vier Partien statt: BFC Dynamo – Babelsberg 03 3:0, RW Erfurt – Viktoria 89 3:0, Greifswalder FC – FSV Zwickau 2:1 und der Tabellenletzte, FSV Luckenwalde – 1. FC Lok Leipzig, dem Tabellenersten endete mit 2:2. Die mit acht Punkten Vorsprung führenden Leipziger hätten mit dem wohle erwarteten Sieg gegen Schlusslicht Luckenwalde ihre Führung ausbauen können. Sie führten bereits mit 2:0. Das reichte jedoch nicht zum Auswärtssieg. Luckenwalde hätte sogar noch siegen können. Torwart Neumann parierte einen Elfmeter gegen Vierling, bestätigte den Aufwärtstrend, hat sich also noch lange nicht aufgegeben.

Christian Zschiedrich Chefredakteur

Schauen wir auf die fünf Berliner Vereine: FC Hertha 03 hat mit einem Spiel weniger aktuell 16 Punkte und steht damit auf einem Relegationsplatz. FC Viktoria 89 nimmt, mit drei Spielen weniger, 21 Punkte, Platz 13 ein. Die VSG Altglienicke steht mit 24 Punkten, Platz neun, (zwei Spiele weniger) besser da. Das Amtsgericht Charlottenburg bestätigte, die angeordneten Sicherungsmaßnahmen zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens sind aufgehoben. Den drohenden Abzug von neun Punkten wird es nicht geben. Altglienicke kann weiterhin in der Regionalliga uneingeschränkt am Spielbetrieb teilnehmen.

Hertha II, Platz 7, mit 28 Punkten, jenseits von Gut und Böse, wird aufgrund der Probleme in der 1. Mannschaft kaum wahrgenommen, spielte zuletzt, am 18. Spieltag, zu Hause torlos gegen den Greifswalder FC, Tabellenachter, vor 289 Zuschauern. Einen Punkt besser platziert, imponierte der BFC Dynamo und verabschiedete sich in die Winterpause, mit einem 3:0 Sieg im Berlin-Brandenburg Duell gegen Babelsberg 03. Besser als der BFC Dynamo Dynamos rangiert kein Berliner Club in der Tabelle. Meine Einschätzung: Lok Leipzig wird sich in der Rückrunde die Führung in dieser Saison nicht mehr nehmen lassen. Die Rückrunde startet am 2. Februar 2025.

Der Nordostdeutsche Fußballverband steht mit seiner Ansetzungspolitik regelrecht unter Beschuss. 12 Vereine verfassten ein Positionspapier, um die fortschreitende TV-Einflussnahme (unbegreifliche Anstoßzeiten) nicht weite hinzunehmen. Eine grundsätzliche wünschenswerte Anstoßzeit an den Wochenenden wäre einheitlich 14.00 Uhr.

Christian Zschiedrich

Die Füchse Berlin und der Frohnauer SC sind aktuell im Gleichschritt

Nach ihrem Pokal-Aus verlieren die Füchse Berlin und der Frohnauer SC beide auch in der Berlin-Liga. Die Füchse schieden im Pokal mit einem 1:4 zu Hause gegen den BFC Preussen aus. Der Frohnauer SC hatte sich am Poloplatz gegen Tennis Borussia zwar viel versprochen. Am Ende siegte TeBe doch recht deutlich mit 5:2. In den Meisterschaftsspielen der Berlin-Liga ließen die Füchse die Punkte, zwar denkbar knapp, mit 1:2, beim Tabellensechsten VSG Altglienicke II. In Frohnau kam der SC auf dem Poloplatz recht deutlich gegen den TSV Mariendorf gar mit 0:4 unter die Räder. Beide Nordberliner Vertreter kamen zum 15. Spieltag dann in die Erfolgsspur zurück. Die Füchse mit 5:2 auf dem Wackersportplatz gegen den SC Charlottenburg, der Frohnauer SC sogar im Auswärtsspiel mit 4:0 beim Tabellenneunten SV Empor.

Christian Zschiedrich Chefredakteur

Blick voraus, wie geht es weiter? Die Füchse Berlin schienen gerüstet für das Gipfeltreffen Erster gegen Zweiter am Freitag, 06. Dez. 2024, 19.30 Uhr, gegen Stern 1900 zu sein. Immerhin führten ja die Füchse am 13. Spieltag die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung vor Stern 1900 an. Die Sterne holten sich aber im Spitzenduell die Punkte auf dem Wackerplatz mit 2:0 aus dem Norden Berlins – durch zwei Tore im Doppelpack von Dennis Freyer. Nun führt Stern 1900 mit 36 Zählern, mit drei Punkten Vorsprung die Tabelle an und Füchse Coach Steven Haubitz versteht die Welt nicht mehr, wie sich seine Spieler in entscheidenden Phasen nicht behaupten, sich nicht durchsetzen konnten und zwei, auch noch vermeidbare Treffer, sich unnötigerweise einfingen. Das Team muss jetzt recht schnell zum effektiven Spiel zurückfinden.

Am Sonntag, 8.12.24, 12.45 Uhr, Poloplatz, empfängt der Frohnauer SC den Tabellenletzten SV Johannisthal. Vorsicht ist geboten, denn Tabellenführer Stern 1900 glückte gegen das Schlusslicht gerade mal ein 2:1-Sieg. Frohnaus Trainer Christopher Volkmer versprüht Zuversicht mit der richtigen Einstellung auf eine geschlossene Mannschaftsleistung und ist überzeugt, mit der Mannschaft auf dem richtigen Weg zu sein.

Christian Zschiedrich

Was ist bloß mit Hertha los und der HSV entlässt den Trainer

Mit Blick auf die Zukunft sind die Berliner im Grunde zum Aufstieg verpflichtet. Erstaunlicherweise wurde dies auf der Mitgliederversammlung abgeschwächt formuliert. Hertha scheint gerade sportlich gesehen auch das Siegen verlernt zu haben. Vor allem zu Hause, nur zwei Siege im Olympiastadion und bereits vier Niederlagen, das ist bisher keine aussichtsreiche Bewerbung für den Aufstieg. Auswärts läuft es zum Glück ein bisschen besser. Nach dem 2:2 zu Hause gegen Ulm steht Hertha auf Platz 12, unmittelbar vor Schalke 04. Am 14. Spieltag müssen sie auswärts nach Magdeburg, gegen den Tabellen-Sechsten ran. Letzten Samstag, 23.11.2024, waren es noch 41.758 Zuschauen im Olympiastadion. Magdeburg ist nicht sehr weit weg. Die Blau-Weißen benötigen weiterhin Unterstützung. Es ist jedoch fraglich, ob sie bei anhaltendem Mittelmaß, mit Blick nach unten, noch lange gegeben sein wird. Hertha sollte wissen, die Stunde geschlagen hat.

Chefredakteur Christian Zschiedrich © Foto Sportick

2:2 spielte auch der HSV, nach einer 2:0-Führung – gegen Schalke in Hamburg. Die Konsequenz, mit 20 Punkten, Trainer Baumgart wurde einen Tag später entlassen. Ich hatte das Gefühl, so richtig wohlgefühlt hat er sich beim HSV, seinem selbsterklärten Herzensverein, nicht. Er muss bestimmt nicht lange auf einen neuen Club warten. Das war nach seiner Kölner Zeit, derzeit Fünfter, ganz anders. Die Tabelle führt der SC Paderborn (24 Punkte) und der Karlsruher SC (23 P.) an. Ganz erstaunlich auf Platz 3 steht der SV Elversberg mit 22 Punkten.

Blick in die Regionalliga Nordost

Schauen wir auf Herthas Zweite. Beim BFC Dynamo wurde 2:3 verloren, heißt: nach 16 Spieltagen, 24 Punkte, Platz 8, punktgleich mit der VSG Altglienicke und einen Zähler schlechter als Dynamo. Das ist zwar kein graues Mittelmaß, aber auch Mittelmaß. Immerhin besser als die andere, die kleine Hertha. Die 03er sind nach der Heimpleite gegen Halle, 2:3, jetzt schon, mit 16 Punkten, auf dem Relegationsplatz gelandet. Am Sonntag, 01.12.2024 ab 13.00 Uhr, steht das Berlin-Duell im Amateurstadion Hertha BSC II – FC Hertha 03 an. Abgeschlagen mit 9 Punkten rangiert FSV Luckenwalde und ganz oben und mit 39 Punkten, sogar 7 Punkte vor dem Halleschen FC, der 1. FC Lok Leipzig. In der Regionalliga kann bekanntlich jeder jeden schlagen. Das kommende Heimspiel des 1. FC Lok gegen RW Erfurt, wird nicht einfach zur Saison-Halbzeit.

Abschließend sei noch auf die kommenden Aufgaben der Berliner Vereine hingewiesen: BFC Dynamo (6.) muss am Freitag, 29.11.2024 nach Plauen (16.). Der FC Viktoria 89, in Greifswald fiel die letzte Begegnung aus, massive Schneefälle zur geplanten Flutlicht-Einweihung, erwartet am 1. Advent-Sonntag, 13.00 Uhr, den Chemnitzer FC (13.) im Stadion Lichterfelde.

Christian Zschiedrich

Füchse Berlin – Tabellenführer in der Berlin-Liga

Die Platzherren des Poloplatzes, der Frohnauer SC, hätte die Dreipunkteführung sogar noch ausbauen können, erspielte zu Hause als Tabellenzehnter trotz Pausenführung nur Unentschieden. Das hieß im Nordderby, im Topspiel am Sonntag, 10.11.2024, vor 120 Zuschauern eben nur Remis. Zur Pause führte der Frohnauer SC mit 3:0. Die Tore: 1:0 FE Ehrit (19.) 2:0 Walter (27.) und 3:0 Rindermann (41.).

FSC-Coach Christofer Volkmer: „Eigentlich mussten wir mit 4:0 in die Kabine gehen“. In der Tat leistete sich die Heimmannschaft einen verschossenen Elfmeter. Nils Ehrit schoss den Strafstoß (17.) nicht platziert genug. Zwei Minuten später machte er es besser und traf, nachdem Schiedsrichter Ahmad Chahrour erneut, diesmal umstritten, auf den Punkt zeigte. Füchse Schlussmann Kevin Otremba traf den heranstürmenden Sebastian Lemgau recht unglücklich. Hinzu kam, dass Emre Aslan, Mike Ryberg und Mohamed Quedraogo nur den Pfosten trafen bzw. den Ball am leeren Tor vorbeischoben. Geradezu peinlich für den Tabellenführer Füchse Berlin.

Christian Zschiedrich © Foto: Sportick

Gern hätten wir bei der Kabinenansprache von Steven Haubitz Mäuschen gespielt. Fest steht, die Füchse kamen zur Besinnung. Ein ebenfalls etwas umstrittener Strafstoß in der 71. Minute (Pressschlag zwischen Lukas Rindermann und Rene Pütt), Gakpedo verwandelte, brachte das hilfreiche 1:3. Angetrieben von Ryberg gingen die Füchse nun wie in einem anderen Match zu Werke. Mit zwei weiteren Standards (2:3, 80.) Kaan Tüysüz und Gakpeto (90.) 3:3, holten der Tabellenführer aufgrund guter Moral doch noch den einen Punkt.

Am Ende wähnte Trainer Christopher Volkmer darauf weiter aufbauen zu können und Trainer Kevin Haubitz ist ebenfalls froh, mit dem einen Punkt Stern 1900 wenigstens auf Distanz gehalten zuhaben

Der Tabellenzweite Stern 1900 musste im Heimspiel gegen die abstiegsgefährdeten Charlottenburger auch mit einem Zähler, Endergebnis 1:1, zufrieden sein.

Die Tabelle sieht nach 13 Spieltagen so aus: Die Füchse führen mit 30 Punkten und 35:11 Toren. Stern 1900 mit 3 Punkten weniger, 27 Punkte, aber einem etwas besseren Torverhältnis mit 46:16 Toren – gefolgt von SD Croatia mit 26 Punkten.

Die 3 Absteiger stünden jetzt mit SF Johannisthal (5 P.), Hilalspor (8 P.) und Hohen Neuendorf (10 P.) fest. Der SC Charlottenburg ist 15. mit 13 Punkten.

Frohnaus Elfmeterschütze Jonas Ehritt schaut selbstsicher auf den kommenden Freitagabend, 15.11.2024, 19.00 Uhr, Poloplatz, auf das Pokal-Achtelfinalspiel: „TeBe kann kommen“! Übrigens, die Achtelfinal-Begegnung Füchse Berlin – BFC Preussen findet um 19.30 Uhr auf dem Wackerplatz ebenfalls am Freitagabend statt. Gern weise ich darauf hin, dass alle Landespokalpaarungen in der aktuellen Fußball-Woche nachzulesen sind.

Christian Zschiedrich

Länderspielpause auch bei den Amateuren für Meisterschaftsspiele

Interessante Duelle warten ab dem 18. Oktober 2024 in der NOFV Oberliga Nord und in der Berlin-Liga. Spitzenreiter in der Oberliga ist, da schau her, nach wie vor der BFC Preussen, dahinter folgen Lichtenberg 47 und der SV Tasmania. Am Freitag, den 18.10.24, 19.30 Uhr, steigt die Partie SV Tasmania gegen den BFC Preussen. Tasmania siegte am 8. Spieltag 3:1 in Staaken gegen den SC. Staaken steht dadurch auf dem drittletzten Abstiegsplatz. Tasmania scheint in dieser Saison sich einiges vorgenommen zu haben. Mindestens ebenso gut ist der 2:0-Auswärtssieg des sich keine Blöße gebenden BFC Preussen im Poststadion beim BAK 07, (jetzt 13.), einzuschätzen. Die Preussen behaupteten damit die Tabellenführung mit 22 Punkten und 26:3 Toren. Die stabile Abwehr und der durchschlagkräftige Angriff ist weiterhin vielversprechend. Nicht weniger Wert hat der 3:0-Auswärtssieg des Verfolgers Lichtenberg 47 in Rostock gegen die Zweite von Hansa. Lichtenberg bleibt mit 22 Punkten und 22:5 Toren dicht an Preussen dran. Etwas abgeschlagen ist der Tabellenvierte Tennis Borussia mit 16 Punkten und 20:17 Toren. TeBe gewann das Heimspiel gegen den nunmehr fünften TuS Makkabi mit 2:0. Allerdings müssen die Borussen am Samstag, 19.10.24, 13.00 Uhr, beim Tabellenzweiten Lichtenberg 47 antreten. Spannung ist angesagt, viele interessante Berlinduelle. Der 9. Spieltag wird für die Vereine richtungsweisend sein.

Christian Zschiedrich Foto:© Sportick

In Berlins höchster Spielklasse, der Berlin-Liga, steht bereits der 10. Spieltag an. Laut vieler Traineraussagen können von da ab, über den weiteren Saisonverlauf so einige Voraussagen getroffen werden. Nicht nur Nordberliner wird es erfreuen, dass die Füchse Berlin endlich wieder einmal konstant gute Leistungen zeigen. Am 9. Spieltag ging die Partie bei den Spandauer Kickers torlos aus, dennoch führen die Füchse mit 23 Punkten und 25:6 Toren die Tabelle an, gefolgt von Stern 1900, mit 4 Punkten weniger, deren 19 und 28:11 Toren. Danach folgen vier Vereine mit 17 Punkten: VSG Altglienicke II, Fortuna Biesdorf, TSV Mariendorf 97 und SD Croatia. Stern 1900 gewann knapp mit 2:1 gegen Croatia. Drei werden direkt absteigen. Das sind derzeit SF Johannisthal (2 P.), Hilalspor (5 P.) und Hohen Neuendorf (6 P.). Mit jeweils 8 Punkten sind Polar Pinguin und der SC Charlottenburg als gefährdet einzuschätzen. Hier der komplette 10. Spieltag:

Am Freitag, 18.10., Füchse Berlin – 1.FC Wilmersdorf. SC Charlottenburg – Berliner SC, Berlin Türkspor – Spandauer Kickers.

Am Samstag, 19.10.: Altglienicke II – Frohnauer SC, Fortuna Biesdorf – Stern 1900.

Am Sonntag, 20.10. Hohen Neuendorf – Polar Pinguin. SD Croatia – SSC Teutonia und TSV Mariendorf 97 – Hilalspor.

Christian Zschiedrich