Berlin-Liga, Mahlsdorf und Novi Pazar noch unbesiegt

Auch nach dem 8. und 9. Spieltag bleibt Mahlsdorf ungeschlagen, jetzt mit 22 Punkten bei nur einem Remis an der Spitze der Berlin-Liga. Tabellenzweiter ist Sparta Lichtenberg mit einer Niederlage, 19 Punkten nach ebenfalls 8 Spielen. Eintracht Mahlsdorf hatte gemeinsam mit Berlin Türkspor am 8. Spieltag frei. Am 9. Spieltag siegten die Mahlsdorfer durch ein Tor von Fabian Fritzsche mit 1:0 (84.) über Al-Dersimspor. Die Tabelle ist noch etwas ungeordnet. Sechs Mannschaften haben bereits 9 Spiele absolviert, der Berliner SC (3. der Tabelle) mit 17 Punkten nach neun Spielen. 17 Punkte hat auch der 1. FC Novi Pazar, allerdings erst 7 Spiele absolviert. Novi Pazar blieb auch nach der englischen Woche weiter ungeschlagen und der Ex-Herthaner Ronny besorgte beim SC Charlottenburg vor 117 Zuschauern das 2:0 per Elfmeter.  

Den deutlichsten Sieg errang TuS Makkabi in Biesdorf bei der Fortuna am Grabensprung mit 6:0. Der SD Croatia fertigte die Füchse am Wackerweg mit 6:1 ab. Der Berliner SC schlug die Füchse zuvor mit 4:1 und die Spandauer Kickers mit 5:1. Der Frohnauer SC fuhr Sieg und Niederlage ein, gewann 1:0 beim SV Empor und das Spiel zuvor am Polo-Platz gegen Al-Dersimspor ging mit 0:2 verloren.

So sieht es in der Abstiegszone aus: Berlin United hat zurückgezogen. Auf Platz 20 ist Stern Marienfelde mit nur einem einzigen Punkt platziert, Platz 19 Türkiyemspor (7 P.), 18. ist Fortuna Biesdorf (7 P.), 17. Spandauer Kickers (7 Punkte) und über dem Strich steht der SD Croatia mit ebenfalls nur 7 Punkten. Nach der Länderspielpause geht es am Freitag, 16.10., weiter mit: Berlin Türkspor – SV Empor und Füchse Berlin – TuS Makkabi. Am Tag zuvor, Donnerstag, 15.10. steht das Nachholspiel in der Cantianstraße zwischen SV Empor und dem 1. FC Novi Pazar auf dem Programm.

Christian Zschiedrich

Nur in der Berlin-Liga wurde gespielt

Der Auftakt in den Ligen darunter wurde verschoben und der Verband hat beschlossen, dass nur eine einfache Runde gespielt wird. In der Pressemitteilung heißt es dazu: „Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes hat beschlossen, die Saison am kommenden Wochenende 5. September 2020 zu beginnen. Da ein geordneter Spielbetrieb mit Hin- und Rückrunde aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht möglich ist, werden Punktspiele (Meisterschaftsspiele) zur Ermittlung des Staffelmeisters (Auf- und Absteiger) in der Saison 2020/21 gemäß § 19 Ziffer 2 der BFV-Spielordnung in einer einfachen Spielrunde (ohne Rückrunde), jeder gegen jeden, ermittelt. Die oberste Liga in Berlin hat bereits bis auf Sparta Lichtenberg, SD Croatia und Al-Dersimspor für drei Spieltage den Ball rollen lassen. Bei 21 Vereinen in dieser Saison muss immer ein Club pro Spieltag zuschauen.“

Von den Vereinen die bisher drei Spiele absolviert haben, konnte keiner drei Siege einfahren. Sparta Lichtenberg ist nach zwei gewonnenen Spielen noch verlustpunktfrei. An der Hubertusallee wird seit Jahren ansehnlicher und erfolgreicher Fußball gespielt. Mit einer Begegnung mehr haben sich der Berliner SC als neuer Tabellenführer, Eintracht Mahlsdorf auf den zweiten Rang und dahinter SC Charlottenburg mit je einem Unentschieden und zwei Siegen, 7 Punkten, behaupten können. Coronabedingt, bei 5 Absteigern wird es spannend. Die Entscheidungen über Auf- und Abstieg könnten sogar erst am letzten Spieltag getroffen werden.

Ihre drei Auftakt-Partien haben Türkiyemspor (auf Trainersuche) und Berlin United verloren und zieren mit 0 Punkten das Tabellenende. Auf den anderen Abstiegsrängen platziert sind die Spandauer Kickers, der Frohnauer SC und Stern Marienfelde. Den höchsten Sieg brachte der TSV Rudow gegen Berlin United am zweiten Spieltag mit 9:0 zustande. Wenig überzeugend urteilte United-Trainer Jörg Goslar, man sei noch in der Vorbereitung. Corona bringt da einiges durcheinander.

Nach dem Sieg zum Auftakt der Füchse Berlin, 5:0 bei Al-Dersimspor, folgte im Heimspiel gegen Sparta Lichtenberg eine 0:2 Niederlage. Der Auswärtssieg 4:3  bei den Sternen in Marienfelde sorgte wieder für bessere Laune. Dieser Wechsel zwischen Hoch und Tief sollte künftig vermieden werden. Ungeschlagen ist aktuell Novi Pazar, Tabellenachter mit 5 Punkten und einem Torverhältnis von 3:1. Gespielt wurde ohne den prominenten Neuzugang Ronny, auf dessen Spielberechtigung der 1. FC 95 baldigst hofft. Gut in der Berlin-Liga vertreten sind bis auf einen, die türkisch geprägten Vereine: Türkspor Tabellenplatz 7, 6 Punkte, 6:4 Toren. Bei Türkiyemspor dagegen läuft es bisher überhaupt nicht, null Punkte, 1:7 Tore. Der Name der beiden klingt nur zum Verwechseln ähnlich, miteinander tauschen wollen beide bestimmt nicht.

Auch wenn der Anfang des Spielbetriebes in den unteren Klassen verschoben ist, in der Berlin-Liga hofft man, dass es am kommenden Wochenende weiter geht.  

Christian Zschiedrich  

21 Vereine und 40 Spieltage in der Berlin-Liga

Acht Vereine starten mit drei Punkten. Am besten die Reinickendorfer Füchse als Spitzenreiter mit einem 5:0 über BSV Al-Dersimspor. Steven Haubitz gelangen vier Tore. Ein einziges Unentschieden, torlos, zwischen 1.FC Novi Pazar 95 gegen Fortuna Biesdorf. Für Neuzugang Ronny lag noch keine Spielberechtigung aus Brasilien vor. Mit ihm wäre Novi Pazar bestimmt ein Treffer gelungen. Neu ist in dieser Saison bis zu fünf Einwechslungen vornehmen zu können. Seltenheitswert der Spielverlauf zwischen SCC und dem Berliner SC: 3:0 nach 23 Minuten und zur Halbzeit. 3 Tore ab der 66.Minute und bis zum Elfmeter-Ausgleich 3:3 in der 82.Minute.

Die Ansetzungen für den 2. Spieltag TSV Rudow – Berlin United 9.0 am Dienstag, 25.8., laufen noch von Mittwoch 6 Spiele) bis Donnerstag (2 Spiele). Der 3. Spieltag wird dann komplett am Sonntag, 30.8.,  ausgetragen.  Wie oft wird es wohl an wieviel Spieltagen acht Niederlagen wie am ersten setzten? Die Ergebnisse:

Al-Dersimspor – Rein. Füchse 0:5

Hilalspor – 1.FC Wilmersdorf 4:1

Sparta Lichtenberg – Frohnau 3:0

Berlin United – Berlin Türkspor 2:4

Stern Marienfelde – Makkabi 0:1

Türkiyemspor – Brandenb. 03 1:3

SC Charlottenb. – Berliner SC 3:3

Spandauer Kickers – SV Empor 1:3

Eintr. Mahlsdorf – TSV Rudow 2:1

Eintracht Mahlsdorf musste eine Stunde lang in Unterzahl spielen. Das Team von Daniel Volbert, ohnehin in Personalsorgen, musste den Roten Karton wegen einer Tätlichkeit von Mrkaljevic kompensieren. Hier die restlichen Begegnungen des 2. Spieltages:

Mittwoch: TuS Makkabi – Novi Pazar

                      Berliner SC – Hilalspor

                      Füchse Berlin – Sparta L.

                      SV Empor – SCC

                      Berlin Türkspor – Croatia

                      F. Biesdorf – Sp. Kickers

                      Brandenb. –E. Mahlsdorf

Donnerst.: Wilmersdorf – Türkiyemsp.

                      Frohnau – St. Marienfelde

Spielfrei:    BSV Al-Dersimspor

Christian Zschiedrich

Wie gehts weiter im Berliner Amateurfußball

Der Berliner Pokalsieger 2020 soll am 22. August im Rahmen der von den 21 Landesverbänden ausgerichteten „Finaltag der Amateure“ ermittelt werden. Die ARD wird in drei Blöcken, je sieben Spiele per Konferenzschaltung übertragen. So ist es geplant, allerdings hat am 15. Juli der Landesverband Sachsen-Anhalt beschlossen, die Pokalsaison abzubrechen und nach Absprache mit den anderen Halbfinalisten, den 1. FC Magdeburg kampflos als Teilnehmer an der 1. DFB-Pokal Runde zu benennen. Folgen etwa noch andere Landesverbände diesem Beispiel ?

Wer in der ersten DFB-Pokalrunde  aufeinander trifft, wird bereits am Sonntag, 26. Juli 2020 ausgelost. So wissen die jeweiligen Finalisten bereits vorher, ob sich die Anstrengung lohnt. Zuschauer dürfen wohl nicht ins Stadion, sollte gespielt werden können.

In Berlin, wie in allen anderen Landesverbänden, sind die Halbfinalbegegnungen auszutragen, teilweise sind sogar Achtel- und Viertelfinals offen. In Berlin sollen am 8. August der Berliner SC – Viktoria 89 (Hubertusallee) und BFC Dynamo – VSG Altglienicke (Jahnstadion) spielen. Die erste DFB-Pokal-Runde der Männer findet vom 11. bis 14. September statt. Bereits Mitte August müssen die Pokalsieger dem DFB ein Hygienekonzept für die notwendigen Ausnahmeregelung vorlegen. Kevin Langner, Geschäftsführer des BFV, geht davon aus, dass im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark leider ohne Zuschauer gespielt werden muss.

Der Berliner Fußball-Verband (BFV) hat den Behörden bereits vor einer Woche ein detailliertes Hygienekonzept für die Wieder-Aufnahme des Spielbetriebs unter Wettkampfbestimmungen vorgelegt. Bis in den Oktober hinein sind nach jetzigem Stand Test- und Pflichtspiele in Berlin  untersagt. Der Berliner Senat ist nunmehr gefordert. Kuriosum:  Der SV BW Hohen-Neuendorf bräuchte als Brandenburger Verein nicht auszuweichen, obwohl er am Spielbetrieb in Berlin teilnimmt. In Bayern, von der Pandemie ursprünglich stark betroffen, und in Brandenburg darf gespielt werden, wenn auch ohne Zuschauer.

Keiner weiss wann es in den Amateurligen weitergeht. Dafür sorgen interne Streitigkeiten beim FC Spandau 06 für Schlagzeilen. Die Fronten zwischen dem kommissarisch amtierenden Präsidenten Wilhelm Degenhardt und der Gruppe um Ex-Trainer Thomas Heim sind verhärtet. Sie wehren sich gegen die geplante Kooperation mit Club Italia. Heim und Co. befürchten, dass Spandau 06, ohne den Namen Spandau, in der Folgesaison Club Italia Berlin 06 heißen könnte. Spandau wäre aus dem Namen getilgt. Sponsor  „Florida“ hat dem Verein bereits seit Januar den Rücken zugewandt. Die Vereine wollen erst einmal mit altem Namen auflaufen. Laut Heim wurde sogar die Jahreshauptversammlung bei Spandau 06 aus diesem Grund abgebrochen.

Christian Zschiedrich

Berliner Pokal – Teilnehmer am Viertelfinale sind ermittelt

Stern Marienfelde – Tennis Borussia 3:1; Berliner AK 07  – VSG Altglienicke 0:1; FC Hertha 03 – BFC Dynamo 0:3; FC Amed – FC Viktoria 1:7;  Türkiyemspor – SC Staaken 1:3; Berliner SC – SD Croatia 5:4; Sp. Lichtenberg – SV Tasmania 2:3 n.V.; TuS Makkabi – CFC Hertha 06 2:1 n.V.   

Ja, es gab einige Überraschungen. Wer hatte daran geglaubt, dass Oberligist TeBe bei einem Landesligisten aus dem Pokal fliegt oder, dass Altglienicke beim BAK 07 als Sieger vom Platz geht. Dass der BFC Dynamo gegen Hertha 03 gewinnt, geht an, in dieser Klarheit jedoch nicht. Am Freitag, 22.11. geht es im Mommsenstadion wieder Erster gegen Zweiter um Punkte. Tennis Borussia ist gewaltig angeschlagen und das Selbstvertrauen der Zehlendorfer dürfte auch gelitten haben. Dagegen spricht das 7:1 von Titelverteidiger Viktoria 89 eine deutliche Sprache. Naja, der Regionalligist gegen einen Kreisklassen A-Vertreter. Einen erneuten Tiefschlag musste Oberligist Hertha 06 beim Berlin-Liga-Vertreter Makkabi hinnehmen.

Im Viertelfinale ab Samstag, 18. Januar 2020, geht es schon um Geld. Die beschlossene Änderungen besagen, dass alle Viertelfinalisten aus dem Fernsehgeldtopf partizipieren. Klasseniedere Mannschaften genießen ab jetzt nicht mehr automatisch ein Heimrecht.

Christian Zschiedrich                     

Nach Pokalmatches nun wieder Meisterschaftsspiele

Während der Länderspielpause brachte die 3. Hauptrunde der Landespokalspiele kaum Überraschungen. Die verbliebenen Oberligisten bekleckerten sich nicht mit Ruhm , zitterten sich aber weiter.  Im Spiel zweier Regionalligamannschaften, Viktoria 89 (Titelverteidiger) – Lichtenberg 47, besiegten die Tempelhofer den Mitkonkurrenten aus Lichtenberg  vor 354 Zuschauern durch Tore von Brand (42.), Schmidt (48.) und Gunte (88.) 3:0. Ins Achtelfinale schafften es außerdem:

VSG Altglienicke, BFC Dynamo, Berliner AK 07, Tennis Borussia, FC Hertha 03, SV Tasmania, SC Staaken, CFC Hertha 06, Sparta Lichtenberg, Türkiyemspor, SD Croatia, TuS Makkabi, Berliner SC, Stern Marienfelde und der FC Amed, weiter geht es am 16. und 17. November.

Am Mittwoch, 16.10. spielten in der Nachholbegegnung der Oberliga SC Staaken – SV Tasmania. Das Berlin-Derby endete 2:2. Damit kommt Staaken nach acht Spielen auf acht Punkte, Tasmania als Vorletzter nur auf deren Vier. Am Ende stehen zwei Berliner Vereine. Schlusslicht ist Hertha 06 mit nur zwei Punkten. Zum neunten Spieltag sprechen die angeschlagenen Clubs von Möglichkeiten des Drei-Punkte-Gewinns: Am Sonntag empfängt Hertha 06 den Tabellenachten Victoria Seelow und der SC Staaken hat Heimrecht gegen FC Strausberg (13.). Der SV Tasmmania muss nach Brandenburg gegen Süd 05 (14.).

Schauen wir nach oben: Tennis Borussia (22 P.) muss zum Tabellenvierten TSG Neustrelitz (Sonntag, 20.10. 13.30 Uhr) und bereits einen Tag zuvor, am Samstag, 19.10. heißt die Partie um 14 Uhr Ludwigsfelder FC (11.) – FC Hertha03 (2. 17 P.). Blau-Weiß 90 (10. 9 P.) hat bereits Samstag,19.10. 13 Uhr im Volkspark Mariendorf das  Vergnügen gegen den Tabellensechsten MSV Pampow.    In einem Testspiel sxchlug Blau-Weiß die U23 von Hertha BSC.

Christian Zschiedrich

Sparta Lichtenberg holt TuS Makkabi mit 5:1 vom Thron

An der  Tabellenspitze gab es einen gewaltigen Wechsel. Jetzt führt Stern 1900 (16 Punkte), 2:1-Gewinner bei den Spandauer Kickers. Das Team von Wolfgang Sandhowe, TuS Makkabi, verliert in ungeahnter Höhe 1:5 bei Sparta Lichtenberg, 13 Punkte Tabellenvierter. Nur einen Punkt weniger, nämlich deren 15 hat Eintracht Mahlsdorf. Das Team von Daniel Volbert, letzte Woche noch in der Kritik, holte sich beim 3:1-Auswärts-Sieg gegen Berlin Türkspor (jetzt 15.) drei Punkte vom Heckerdamm.

Allgemein gesehen gab es viele überraschende Ergebnisse: Der Frohnauer SC, siehe da, ist mit 14 Punkten Tabellendritter. 4:2 wurde bei BSV Al-Dersimspor gewonnen. Allgegenwärtig ist, wie hoch her es am Anhalter Bahnhof ging. Der Grund: Mit einigen angeblich seltsamen Entscheidungen des Referees Stefan Paffrath waren die Kreuzberger nun gar nicht einverstanden. Die Folge der Meckerei von innen und außen, ungewöhnlich vier(4) Platzverweise gegen Al-Dersimspor. Nach genau einer Stunde Gelb-Rot gegen Häberle, in der 85. Die Rote gegen Yildiz und zweimal Rot in der Nachspielzeit gegen die Gebrüder M. Aktürk und O. Aktürk. Die Emotionen kochten so hoch, dass Vorstandsmitglieder von Al-Dersimspor sich schützend vor Stefan Paffrath (BSC Rehberge) zu stellen veranlasst sahen, bis die Polizei auftauchte.  Sportdirektor Erdal Güncü sprach von „angestautem Frust“. Paffrath habe bisher in jedem Spiel zumindest einen Al-Dersimspor-Spieler mit Rot vom Platz verwiesen. Da bin ich auf die Sportgerichtsverhandlung und Strafen gespannt.

So hoch wie auch  der Frohnauer SC gewann, die Reinickendorfer Füchse verloren auswärts sogar noch mit einem Tor 2:5 höher. Es sei ein seltsames Spiel um zwei Tore zu hoch für Berlin United (nunmehr 12 Punktenach 6 Spielen) gewesen. Die Füchse stehen mit 10 Punkten jetzt auf Platz 8. Den höchsten Sieg, 5:1, fuhr der TSV Rudow auswärts bei Hilalspor . Der SD Croatia, in letzter Woche noch verteufelt, erholte sich prompt und gewann 3:1 bei Brandenburg 03. Erwähnenswert zwei deutliche Siege mit drei Toren Unterschied: Der Berliner SC gewinnt 4:1 bei Fortuna Biesdorf und SV Empor kam zu Hause mit 0:3 gegen Türkiyemspor unter die Räder. Jetzt stehen sie auf Platz 11 und 12 dicht nebeneinander.

Zum 7.Spieltag wage ich einmal eine „gekonnte“, nicht alltägliche Vorhersage: Neun Heimsiege in der Berlin-Liga!

Christian Zschiedrich

Jetzt geht’s in der Berlin-Liga richtig rund

Christian Zschiedrich kommentiert © Foto: Hans-Peter Becker

Gerade hatte ich nach dem 21. Spieltag die Füchse ab- und niedergeschrieben, da zeigten sie, was in ihnen steckt. Prompt gewannen sie 2:1 gegen den SV Empor und 4:1 beim Berliner SC. Leider punkteten die Mitabstiegskonkurrenten: Al-Dersimspor 4:1 über den Frohnauer SC, der BFC Preussen 1:1 gegen Eintracht Mahlsdorf und ein 2:1-Sieg bei SV Empor sowie der SC Charlottenburg 2:2 bei Stern 1900, es folgte ein 1:1 gegen die Spandauer Kickers. Die Füchse bleiben mit einigem Abstand Tabellenletzter mit jetzt 15 Punkten. Auf Platz 17. und 16. rangieren Al-Dersimspor und der BFC Preussen mit je 21 Punkten.

Der SCC steht mit einem Punkt besser, mit 23, hauchdünn über den Strich. Mit je 23 Punkten, auf Rang 13 und 14, stehen Berolina Stralau und die Spandauer Kickers kampfbereit davor. Könnte ja sein, dass ein Verein absteigt, der noch gar nicht dran denkt. Aus Füchse-Sicht ist so vielleicht nicht alles verloren, allerdings, bis zum rettenden Ufer, bis zum SC Charlottenburg sind es aktuell sieben Punkte. In den verbleibenden 11 Spielen, die Füchse müssen ein Spiel nachholen und haben so eins mehr, ist alles möglich. Es geht mit dem 24. Spieltag erst am 31. März weiter.

Bleiben die Füchse im Sieges-Rhythmus? Bereits am Donnerstag, 21.03. wird die Partie gegen den SV Tasmania nachgeholt, ab 19.00 Uhr Wackerweg. Ob da Punkte gutgemacht werden können ? Das Hinspiel gewann Tasmania mit 6:0 und im Rückspiel könnten sie im Falle eines Sieges Sparta Lichtenberg als Spitzenreiter ablösen. Zuletzt wurde Türkiyemspor 4:0 besiegt und davor der TSV Rudow mit 5:1 an der Stubenrauchstraße abgefertigt. Mit einem Spiel weniger als Sparta (53 Punkte) hat Tasmania aktuell 51 Punkte.

Ein Spiel des 28. Spieltages ist vorgezogen auf Freitag, 23.03. 19.30 Uhr, auf dem Kunstrasenplatz an der Cantianstraße angesetzt worden, der SV Empor erwartet Berlin Türkspor.

Christian Zschiedrich        

Berlin-Liga: Sparta Lichtenberg marschiert überzeugend

Mit 5:0 fertigten die Lichtenberger Berlin-Türkspor ab. S. Demiryürek (15. und 30.), traf bis zum Pausentee gleich zweimal, Kupfer (66.), Sejdic (68.) und Tokgöz (77.) trugen sich im zweiten Durchgang in die Torschützenliste ein. „Wir waren dem Gegner gedanklich immer einen Schritt voraus“, lobte Sparta-Coach Dragan Kostic das Auftreten seines Teams. Der Herbstmeister ließ sich von der harten Gangart der Gäste von Türkspor nicht anstecken. Wegen rüden Foulspiels zückte Schiedsrichter Husmann (1.FC Schöneberg) frühzeitig gegen Isik und Türken die Gelbe Karte. Leider sahen nur 64 Zuschauer die torreiche Partie.

Das Nord-Derby fiel wegen Regens als einzige Begegnung in der Berlin-Liga aus. Füchse Berlin – Frohnauer SC wurde sofort für den 27. Dezember 2018 neu angesetzt. Der Beginn der Winterpause verschiebt sich so für Sparta Lichtenberg auf eine Woche später. Als zusätzliche „Bonuspartie“ sieht Dragan Kostic – „wir sind gerade so schön im Rhythmus“ – den Pokal-Fight am kommenden Sonntag an. Der Gegner heißt allerdings BFC Dynamo aus der Regionalliga.

Der Berliner SC vergeigte sein Heimspiel gegen SV Empor mit 0:2 und fällt nach der erneuten Niederlage in der Tabelle auf Platz Vier zurück. Die ernsthaften Verfolger von Sparta sind, der sich immer mehr ranrockende SV Tasmania (2.) und Stern 1900 (3.). Vergleichsweise könnte man sagen, ihre Siege waren so bedeutsam wie Herthas Bundesliga-Sieg mit 2:0 über Eintracht Frankfurt. Naja, beide stehen in der Tabelle, wenn Vergleiche schon angestellt werden, etwas besser als Hertha BSC da. Stern 1900 hatte immerhin Eintracht Mahlsdorf im Top-Spiel zu Gast. Das Stadion war nicht ganz ausverkauft. 21 Zuschauer sahen sieben Tore, ein attraktives Spiel und den 4:3-Sieg von Stern 1900.

70 Zuschauer waren zum BFC Preussen gegen Tasmania gekommen. Tasmania gewann mit 3:1. Alle vier Tore fielen erst in der zweiten Halbzeit. 0:1 (58.) Hartwig, 0:2 (71.) Demir. Doch der BFC Preussen gab nicht auf. Bereits zwei Minuten später fiel der Anschlusstreffer 1:2 (73.) durch Berner, alles offen. Erst zwei Minuten vor Ultimo stelle Loder (88.) den 3:1 Endstand her.

Im Spiel zweier Aufsteiger erkämpfte sich der abstiegsbedrohte SCC einen Punkt bei Türkiyemspor. Genau nach einer halben Stunde hieß es 1:0 durch Ulucay. Der SCC belohnte sich mit großartigem Kampfgeist und kam spät zum durchaus verdienten Ausgleich, 1:1 (84.) durch Seidel.

Fazit: Es bleibt oben und vorallem unten – bei drei Absteigern – in der Berlin-Liga spannend.

Christian Zschiedrich

Mit 100 Zuschauern bist du in der Luxusklasse

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Hans-Peter Becker

Die Vereine in Berlins höchster Spielklasse haben ein Zuschauerproblem. So siegte der Tabellensiebente SV Empor in der Cantianstraße, im Prenzlauerberg, gegen die Füchse Berlin vor 24 Zuschauern mit 2:1. Für die Gäste aus Reinickendorf ging es als Tabellenletzter um viel. Als es um das Aufeinandertreffen Erster gegen Zweiter in der Hubertusallee Berliner SC – Sparta Lichtenberg am vergangenen Wochenende kam, ging es ebenfalls nicht nur ums Prestige. 40 Zuschauer “verirrten“ sich. Bei einem durchaus möglichen Sieg der Hausherren hätte es den Wechsel an der Tabellenspitze geben können. Dass das nicht eintraf, sei dahingestellt, kann vorkommen. Aber, Auweija Berliner SC, 0:5, welch deftige Packung! Was war denn mit dem BSC nur los ? Einmal die Pleite des geringen Zuschauerinteresses und dazu die sportliche Pleite. Da schlussfolgere jeder selbst über die Berlin-Liga. Im Mommsenstadion zahlten ganze 30 Zuschauer den Eintritt zur Partie SC Charlottenburg – Stern 1900, 0:2. Wir gratulieren natürlich dennoch Sparta Lichtenberg zur Herbstmeisterschaft.

Ebenfalls positiv dagegen Aufsteiger Frohnauer SC und SV Tasmania. Zum Poloplatz in Frohnau pilgerten genau 100 Zuschauer. Das übertraf der SV Tasmania im Werner-Seelenbinder-Sportpark mit 110 Zuschauern. Der TSV Rudow (7.) ist zwar nicht unbedingt das optimale Zugpferd, Traditionsclubs haben mitunter ein gewisses Stammpublikum. Tasmania überflügelt mit einem beachtlichen 5:1-Sieg in der Tabelle den Berliner SC auf Platz Zwei. Torreich ging es am Heckerdamm zu. Türkspor Berlin – TuS Makkabi 4:3,  Ferdi Görgen erzielte in der 63. Minute das Siegtor vor 45 Zuschauern.

Im Berliner Norden kommt es bereits am Freitag, 7.12. 19.00 Uhr, Wackerplatz, zum Duell Füchse Berlin – Frohnauer SC. Ob sich der Berliner SC von der Klatsche erholt hat, wird sich am Sonntag, 9.12. 14.00 Uhr, in der Hubertusallee gegen SV Empor zeigen. Ebenfalls am Sonntag, 9.12. 14.30 Uhr, erwarten die Anhänger von Tabellenführer Sparta Lichtenberg in der Fischerstraße einen Sieg gegen Türkspor Berlin – was sonst?

Christian Zschiedrich