Da schau her – die Füchse Berlin sind Tabellenführer

Sparta Lichtenberg und Makkabi trennten sich Unentschieden 2:2. Die Füchse aber gewannen 2:1 gegen TSV Rudow, wenn auch der Siegtreffer spät, erst in der vierten Minute der Nachspielzeit fiel. So werden Spiele von entschlossenen Teams entschieden. Erst lief es gar nicht bei den Platzherren. Rudow ging sogar in der 30. Minute durch Günaydin in Führung und es war ein hartes Stück Arbeit, die Partie zu drehen. In der 39. Minute gelang Sentürk mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze der  1:1  Ausgleich. Den Siegtreffer erzielte Starstürmer Caner Özcin, der zunächst, nach seinem Kurzurlaub eine Stunde lang auf der Bank schmorte. Der Joker stach spät und wurde im Füchse-Jubel fast erdrückt. Ihm gelang es, vom eigenen Torwart bedient, mit einem Heber den Gäste-Keeper zu überwinden.

Christian Zschiedrich Foto: Headlight Pictures

Beachtlich, die Füchse haben die wenigsten Tore, nur deren fünf, kassiert. Mit 24 erzielten Treffern stehen sie mit 24 Punkten aktuell ganz oben in der Tabelle. Der Siegtreffer wurde wie die Meisterschaft gefeiert. Erstaunlich, denn in der letzten Saison brachten es die Füchse fertig, mit Ach und Krach dem Abstieg zu entrinnen. Jetzt könnte es wieder aufwärtsgehen. Im kommenden Auswärtsspiel am Sonntag, 24.10., geht es im Willi-Kressmann-Stadion gegen Hilalspor, dem Neunten der Tabelle. Sie haben ihr Auswärtsspiel beim BSV Al-Dersimspor mit 0:2 verloren.

Im Pokal ist so einiges möglich. Wer traute den Nordberlinern zu, den Titelverteidiger BFC Dynamo aus dem Pokal zu schmeißen. Dynamo war Spitzenreiter in der Regionalliga Nordost, zwei Klassen höher. Diesen Platz nimmt jetzt der Berliner AK 07 ein und dieses Schwergewicht wird am zweiten  November-Wochenende, der Gegner der „favorisierten“ Füchse im Achtelfinale sein. Folgt da etwa die nächste große Überraschung im AOK-Landespokal? Den gewannen die Füchse nämlich schon einmal. Was dagegen spricht, der Berliner AK ist in den letzten Wochen so richtig in Schwung gekommen und kennt das Pokalgeschäft, schaffte es in der letzten Saison bis in das Finale.

Das Niveau in der Berlin-Liga ist beachtenswert. Was die Zuschauerzahlen betrifft, da hoffen die Vereine wieder auf steigendes Interesse, nach der letzten ausgefallenen Saison. Die pandemische Lage hält leider weiter an und macht es für die Vereine nicht einfacher.

Christian Zschiedrich

Überraschungen in der Berlin-Liga, die Füchse führen

Die neun Spiele am 2. Spieltag teilten sich in vier Heimpleiten und vier Siege, mit einem Remis 1:1 zwischen Makkabi – Spandauer Kickers. Bei den vier Heimpleiten verlor der SCC am deutlichsten, 0:4 gegen Wilmersdorf. Bezeichnend auch das 2:5 von Sparta Lichtenberg gegen den Berliner SC. Rudow verlor zu Hause 1:2 gegen Stern Marienfelde und durch das 0:2 der Frohnauer am Poloplatz gegen den SV Empor, rutschte der Frohnauer SC gleich auf einen Abstiegsplatz. Selbst Makkabi ließ zu Hause beim 1:1 gegen die Spandauer Kickers unerwartet Federn.

Die vier Siege, wie folgt auf: Dreimal gab es ein 3:1 für die Gastgeber. SD Croatia – Berlin Türkspor, Hilalspor – Brandenburg 03 und 1. FC Novi Pazar – Fortuna Biesdorf (Tabellenletzter). Wenn die Füchse Berlin weiterhin so angriffslustig Tore schießen, werden bestimmt mehr als die 176 Zuschauer am Freitagabend zu den Spielen kommen. 4:0 (1:0) fegten sie den 1. FC Wilmersdorf vom Wackerweg. Torschützen Haubitz, Nellesen und zweimal Özcin.

An kommenden Freitag, 20.08. 19.30 Uhr, sollen die auswärts siegreichen Sterne aus Marienfelde dran glauben.

In der 1. Hauptrunde des AOK-Pokals setzten sich die Favoriten durch, knapp und mit Mühe zwei Oberligisten Blau-Weiß 90 – SF Kladow 2:1 und SC Staaken – FC Amed. Am ersten September-Wochenende geht es mit der 2. Hauptrunde weiter. Das Los bescherte den Füchsen gleich einen Regionalligisten aus der Spitzengruppe. 11:4 Tore, 12 Punkte in vier Spielen. Das kann im Pokal gegen den Vertreter aus der Berlin-Liga heiter werden. Was soll’s sagt sich das Team des zwei Klassen tieferen um Trainer Ümit Ergirdi. Seltenheitswert hat wohl die Rote Karte gegen Kevin Gutsche (56.), als er einen Füchse-Freistoß in die Mauer setzte und anschließend Schimpfwörter gegen eigene Spieler abließ. Gutsche erfuhr, das ist eben auch eine Unsportlichkeit.

Christian Zschiedrich

Fünf Spielausfälle in der Berlin-Liga und Saisonpause

Der aktuelle 13. Spieltag brachte vier Ergebnisse und fünf abgesagte Spiele.

Es spielten:

Türkiyemspor –    1.FC Novi Pazar  1:1

Hilalspor          –    Spandauer Kickers    2:0

Eintracht Mahlsdorf   –    Stern Marienfelde  2:0

TSV Rudow      –    Sparta Lichtenberg  4:3

Abgesagte Spiele:

Fortuna Biesdorf – Reinickendorfer Füchse Berlin

Brandenburg 03  –  Al-Dersimspor

TuS Makkabi        –   Frohnauer SC

Berliner SC           –   Berlin Türkspor

FC Wilmersdorf   –   SD Croatia

Dem Reglement nach gab es fünf Absteiger und einen Aufsteiger. Berlin United hat die Mannschaft leider zurückgezogen. Die gegen den Abstieg kämpfenden Mannschaften können der Zwangspause vielleicht etwas positives abringen.

In der „Gefahrenzone“ sieht es wie folgt aus: Drei Mannschaften haben jeweils 10 Punkte. SV Empor (13.),  Spandauer Kickers (14.) und Brandenburg 03 (15.).

16. BSV Al-Dersimspor (9 Spiele) 9 Punkte

17. SD Croatia (8 Spiele) 8 Punkte

18. Fortuna Biesdorf (10 Spiele) 8 Punkte

19 Türkiyemspor (11 Spiele) 8 Punkte

19. Stern Marienfelde (11 Spiele) 7 Punkte

In der Spitzengruppe haben drei Mannschaften bereits 12 Matches absolviert, zwei deren 10 und der souveräne TabellenführerEintracht Mahlsdorf mit 31 Punkten 11 Spiele. Die Eintracht gab sich unter Coach Volbert noch keine Blöße, gewann 2:0, abermals zu Null, gegen Stern Marienfelde. Der 1. FC Novi Pazar dagegen schaffte erneut keinen Sieg. Gegen Kellerkind Türkiyemspor reichte es nur zu einem 1:1. Den Ausgleich mussten die Neuköllner erst in der 6. Minute der Nachspielzeit hinnehmen. Allerdings hatten sie die Führung auch erst in der Nachspielzeit erzielt. Ein Gutes hat die Zwangspause für Novi Pazar. Ronny kann in aller Ruhe seine Verletzung auskurieren.

An der Tabellenspitze sieht es wie folgt aus:

Eintracht Mahlsdorf 11 Spiele 31 Punkte

Sparta Lichtenberg   10 Spiele 22 Punkte

TuS Makkabi              12 Spiele 22 Punkte

Berliner SC                 10 Spiele 20 Punkte

1.FC Novi Pazar         12 Spiele 20 Punkte

SC Charlottenburg    12 Spiele 20 Punkte

Es ist jetzt jetzt müßig darüber zu spekulieren, wem die Unterbrechnung der Saison nutzt oder eher schadet, letzlich sind die Bedingungen für gleich.

Christian Zschiedrich

Der Spielbetrieb in Berlin hängt am seidenen Faden

Am bisher letzten, dem 11. Spieltag, fielen in der Berlin-Liga zwei Partien aus, Sparta Lichtenberg – SD Croatia und SD Croatia – Hilalspor. Croatia ist am meisten betroffen, hat statt 11 erst 7 Spieltage um Punkte kämpfen können, demzufolge sind sie mit nur 7 Punkten auf Platz 17 der Tabelle. Das türkische Derby Berlin Türkspor – Türkiyemspor, Ergebnis 3:0, fand am Heckerdamm statt. Spielfrei hatten der SV Empor und Eintracht Mahlsdorf. Beide sind erst bei 9 Meisterschaftsspielen gelandet. Dennoch führt Eintracht Mahlsdorf mit 25 Punkten souverän die Tabelle an, gefolgt von Sparta Lichtenberg mit 22 Punkten und ebenfalls 9 Spielen.

Erstaunlich deutliche Siege errangen der SC Charlottenburg (4.) mit 6:2 bei BSV Al-Dersimspor, Stern Marienfelde – 1.FC Novi Pazar (6.) 5:1, Frohnauer SC (7.) – Brandenburg 03 (16.) 4:0, Berliner SC mit 4:1 bei der Fortuna in Biesdorf. Um die Ergebnisse am letzten Wochenende komplett zu machen, die Füchse Berlin (8., 14 P.) spielten am Wackerweg 1:1 gegen den TSV Rudow (9., 14 P.) und TuS Makkabi (5., 19 P.) gewann 2:0 auf der Julius-Hirsch-Sportanlage gegen den 1. FC Wilmersdorf (12., 11 P.).

Den Ansetzungen nach soll es mit einer englische Woche weiter gehen. Doch während dieser Überblick formuliert wird, kann es eine Stunde später schon ganz anders lauten. Die Landesverbände Saarland und Bremen haben den Spielbetrieb bereits ausgesetzt. In Berlin tagt der Senat und der Berliner Fußball Verband will in einer Videokonferenz die Vereinsvertreter in die Entscheidungsfindung einbeziehen.

Der hoffnungsvoll in die Saison gestartete 1. FC Novi Pazar hat innerhalb von zwei Wochen zwei Niederlagen einstecken müssen. Rückschläge gegen Eintracht Mahlsdorf 0:3 und die 1:5 Niederlage im Spiel gegen Stern Marienfelde müssen erst einmal verkraftet werden. Der nächste Gegner ist oder wäre Brandenburg 03. Am Sonntag, 1.11.2020 heißt die Ansetzung im Willi-Kressmann-Stadion Türkiyemspor – Novi Pazar. Eintracht Mahlsdorf hat/hätte am Mittwoch, 28.10.2020 beim SC Charlottenburg keine leichte Aufgabe vor sich und am daraufolgenden Sonntag Stern Marienfelde zu Gast.

Christian Zschiedrich

Nur in der Berlin-Liga wurde gespielt

Der Auftakt in den Ligen darunter wurde verschoben und der Verband hat beschlossen, dass nur eine einfache Runde gespielt wird. In der Pressemitteilung heißt es dazu: „Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes hat beschlossen, die Saison am kommenden Wochenende 5. September 2020 zu beginnen. Da ein geordneter Spielbetrieb mit Hin- und Rückrunde aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht möglich ist, werden Punktspiele (Meisterschaftsspiele) zur Ermittlung des Staffelmeisters (Auf- und Absteiger) in der Saison 2020/21 gemäß § 19 Ziffer 2 der BFV-Spielordnung in einer einfachen Spielrunde (ohne Rückrunde), jeder gegen jeden, ermittelt. Die oberste Liga in Berlin hat bereits bis auf Sparta Lichtenberg, SD Croatia und Al-Dersimspor für drei Spieltage den Ball rollen lassen. Bei 21 Vereinen in dieser Saison muss immer ein Club pro Spieltag zuschauen.“

Von den Vereinen die bisher drei Spiele absolviert haben, konnte keiner drei Siege einfahren. Sparta Lichtenberg ist nach zwei gewonnenen Spielen noch verlustpunktfrei. An der Hubertusallee wird seit Jahren ansehnlicher und erfolgreicher Fußball gespielt. Mit einer Begegnung mehr haben sich der Berliner SC als neuer Tabellenführer, Eintracht Mahlsdorf auf den zweiten Rang und dahinter SC Charlottenburg mit je einem Unentschieden und zwei Siegen, 7 Punkten, behaupten können. Coronabedingt, bei 5 Absteigern wird es spannend. Die Entscheidungen über Auf- und Abstieg könnten sogar erst am letzten Spieltag getroffen werden.

Ihre drei Auftakt-Partien haben Türkiyemspor (auf Trainersuche) und Berlin United verloren und zieren mit 0 Punkten das Tabellenende. Auf den anderen Abstiegsrängen platziert sind die Spandauer Kickers, der Frohnauer SC und Stern Marienfelde. Den höchsten Sieg brachte der TSV Rudow gegen Berlin United am zweiten Spieltag mit 9:0 zustande. Wenig überzeugend urteilte United-Trainer Jörg Goslar, man sei noch in der Vorbereitung. Corona bringt da einiges durcheinander.

Nach dem Sieg zum Auftakt der Füchse Berlin, 5:0 bei Al-Dersimspor, folgte im Heimspiel gegen Sparta Lichtenberg eine 0:2 Niederlage. Der Auswärtssieg 4:3  bei den Sternen in Marienfelde sorgte wieder für bessere Laune. Dieser Wechsel zwischen Hoch und Tief sollte künftig vermieden werden. Ungeschlagen ist aktuell Novi Pazar, Tabellenachter mit 5 Punkten und einem Torverhältnis von 3:1. Gespielt wurde ohne den prominenten Neuzugang Ronny, auf dessen Spielberechtigung der 1. FC 95 baldigst hofft. Gut in der Berlin-Liga vertreten sind bis auf einen, die türkisch geprägten Vereine: Türkspor Tabellenplatz 7, 6 Punkte, 6:4 Toren. Bei Türkiyemspor dagegen läuft es bisher überhaupt nicht, null Punkte, 1:7 Tore. Der Name der beiden klingt nur zum Verwechseln ähnlich, miteinander tauschen wollen beide bestimmt nicht.

Auch wenn der Anfang des Spielbetriebes in den unteren Klassen verschoben ist, in der Berlin-Liga hofft man, dass es am kommenden Wochenende weiter geht.  

Christian Zschiedrich  

21 Vereine und 40 Spieltage in der Berlin-Liga

Acht Vereine starten mit drei Punkten. Am besten die Reinickendorfer Füchse als Spitzenreiter mit einem 5:0 über BSV Al-Dersimspor. Steven Haubitz gelangen vier Tore. Ein einziges Unentschieden, torlos, zwischen 1.FC Novi Pazar 95 gegen Fortuna Biesdorf. Für Neuzugang Ronny lag noch keine Spielberechtigung aus Brasilien vor. Mit ihm wäre Novi Pazar bestimmt ein Treffer gelungen. Neu ist in dieser Saison bis zu fünf Einwechslungen vornehmen zu können. Seltenheitswert der Spielverlauf zwischen SCC und dem Berliner SC: 3:0 nach 23 Minuten und zur Halbzeit. 3 Tore ab der 66.Minute und bis zum Elfmeter-Ausgleich 3:3 in der 82.Minute.

Die Ansetzungen für den 2. Spieltag TSV Rudow – Berlin United 9.0 am Dienstag, 25.8., laufen noch von Mittwoch 6 Spiele) bis Donnerstag (2 Spiele). Der 3. Spieltag wird dann komplett am Sonntag, 30.8.,  ausgetragen.  Wie oft wird es wohl an wieviel Spieltagen acht Niederlagen wie am ersten setzten? Die Ergebnisse:

Al-Dersimspor – Rein. Füchse 0:5

Hilalspor – 1.FC Wilmersdorf 4:1

Sparta Lichtenberg – Frohnau 3:0

Berlin United – Berlin Türkspor 2:4

Stern Marienfelde – Makkabi 0:1

Türkiyemspor – Brandenb. 03 1:3

SC Charlottenb. – Berliner SC 3:3

Spandauer Kickers – SV Empor 1:3

Eintr. Mahlsdorf – TSV Rudow 2:1

Eintracht Mahlsdorf musste eine Stunde lang in Unterzahl spielen. Das Team von Daniel Volbert, ohnehin in Personalsorgen, musste den Roten Karton wegen einer Tätlichkeit von Mrkaljevic kompensieren. Hier die restlichen Begegnungen des 2. Spieltages:

Mittwoch: TuS Makkabi – Novi Pazar

                      Berliner SC – Hilalspor

                      Füchse Berlin – Sparta L.

                      SV Empor – SCC

                      Berlin Türkspor – Croatia

                      F. Biesdorf – Sp. Kickers

                      Brandenb. –E. Mahlsdorf

Donnerst.: Wilmersdorf – Türkiyemsp.

                      Frohnau – St. Marienfelde

Spielfrei:    BSV Al-Dersimspor

Christian Zschiedrich

Berlin-Liga: Suspendierung von Al-Dersimspor aufgehoben

In Sachen BSV Al-Dersimspor, wir berichteten ausführlich von den Vorgängen, entschied nun das Sportgericht: Die Suspendierung ist aufgehoben, die drei ausgefallenen Spiele werden nachgeholt. Der Verein spielt weiter im Meisterschaftsbetrieb des BFV, Al-Dersimspor zog im übertragenen Sinne den Kopf aus der Schlinge und ist noch einmal davongekommen.  Die Fußball-Kultur hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Al-Dersimspor ist beileibe nicht der einzige Verein in Berlin mit ausländischen Wurzeln, in den Clubs, in denen zahlenmäßig z.B. die türkischen Mitbürger das Sagen haben. Das Positive im Fall Dersimspor: Die Vereinsführung hat wohl Einsicht walten lassen.

Sind wir also auf das Vorangehen und die weitere Entwicklung gespannt. Schlimm wäre eine weitere Politisierung im Fußball. Hier verhinderten zwei Vorstandsmitglieder Schlimmeres! Das dürfte auch der Grund gewesen sein, weshalb dem Antrag von Spiel- und Schiedsrichterausschuss, die nächsten zehn Heimspiele des Vereins unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen, durch das Sportgericht nicht gefolgt wurde. Es wurden immerhin mehrere Auflagen verhängt: Fünf Ordner müssen dem Schiedsrichter vor jedem Heimspiel namentlich benannt werden, die als solche für ihn erkennbar sind.

Eine weitere Auflage sollten sich andere Vereine zu Herzen nehmen, eine Regelkunde-Schulung beim BFV. Die müssen laut Sportgerichtsurteil allle 22 auf dem Spielberichts-Formular genannten Spieler bis zum 31. März 2020 absolvieren. Das Verfahren wird neu eröffnet, wenn die Auflagen nicht erfüllt werden.

Persönliche Strafen wurden darüber hinaus ausgesprochen:   Mohammed El-Kassem (ein Spiel Sperre) Metin Sinan Aktürk (zwei Spiele), Onur Serhat Aktürk (drei Spiele), Ozan Yildiz (vier Spiele) Hüseyin Ali Kaloglu (Hauptbeschuldigter), wird gesperrt bis 31.12.2020. Er muss außerdem ein Anti-Gewalttraining absolvieren. Co. Trainer Jerome Flohr erhielt einen Verweis. Schiedsrichter Paffrath erklärte, sich auf dem Platz selbst nicht bedroht gefühlt zu haben.

Al Dersimspor erwartet am Sonntag, 20.10. 15.00 Uhr, Lilli-Henoch-Sportplatz, die Spandauer Kickers. Zur gleichen Zeit TSV Rudow – Sparta Lichtenberg (Stubenrauchstraße). Bereits am Freitag, 18.10. 19.30 Uhr, Wackersportplatz, Kienhorststraße, Füchse Berlin – Brandenburg 03. Samstag, 19.10. 14.00 Uhr, Spandauer Damm, Berlin United – SV Empor,

Sonntag, 20.10. 12.00 Uhr, Julius-Hirsch-Sportanlage, TuS Makkabi – Fortuna Biesdorf, 12.45 Uhr, Kreuznacher Straße, Stern 1900 – Eintracht Mahlsdorf,  und Poloplatz, Frohnauer SC – SD Croatia, 13.00 Uhr Hubertusallee, Berliner SC – Türkiyemspor, 14.00 Uhr, Willi-Kressmann-Stadion, Hilalspor – Berlin Türkspor. 

Christian Zschiedrich  

Nach Pokalmatches nun wieder Meisterschaftsspiele

Während der Länderspielpause brachte die 3. Hauptrunde der Landespokalspiele kaum Überraschungen. Die verbliebenen Oberligisten bekleckerten sich nicht mit Ruhm , zitterten sich aber weiter.  Im Spiel zweier Regionalligamannschaften, Viktoria 89 (Titelverteidiger) – Lichtenberg 47, besiegten die Tempelhofer den Mitkonkurrenten aus Lichtenberg  vor 354 Zuschauern durch Tore von Brand (42.), Schmidt (48.) und Gunte (88.) 3:0. Ins Achtelfinale schafften es außerdem:

VSG Altglienicke, BFC Dynamo, Berliner AK 07, Tennis Borussia, FC Hertha 03, SV Tasmania, SC Staaken, CFC Hertha 06, Sparta Lichtenberg, Türkiyemspor, SD Croatia, TuS Makkabi, Berliner SC, Stern Marienfelde und der FC Amed, weiter geht es am 16. und 17. November.

Am Mittwoch, 16.10. spielten in der Nachholbegegnung der Oberliga SC Staaken – SV Tasmania. Das Berlin-Derby endete 2:2. Damit kommt Staaken nach acht Spielen auf acht Punkte, Tasmania als Vorletzter nur auf deren Vier. Am Ende stehen zwei Berliner Vereine. Schlusslicht ist Hertha 06 mit nur zwei Punkten. Zum neunten Spieltag sprechen die angeschlagenen Clubs von Möglichkeiten des Drei-Punkte-Gewinns: Am Sonntag empfängt Hertha 06 den Tabellenachten Victoria Seelow und der SC Staaken hat Heimrecht gegen FC Strausberg (13.). Der SV Tasmmania muss nach Brandenburg gegen Süd 05 (14.).

Schauen wir nach oben: Tennis Borussia (22 P.) muss zum Tabellenvierten TSG Neustrelitz (Sonntag, 20.10. 13.30 Uhr) und bereits einen Tag zuvor, am Samstag, 19.10. heißt die Partie um 14 Uhr Ludwigsfelder FC (11.) – FC Hertha03 (2. 17 P.). Blau-Weiß 90 (10. 9 P.) hat bereits Samstag,19.10. 13 Uhr im Volkspark Mariendorf das  Vergnügen gegen den Tabellensechsten MSV Pampow.    In einem Testspiel sxchlug Blau-Weiß die U23 von Hertha BSC.

Christian Zschiedrich

Eintracht Mahlsdorf in der Englischen Woche in Torlaune

In der Berlin-Liga sind nun bereits neun Spieltage absolviert. Vereine der Spitzengruppe bleiben eng beieinander. Tabellenführer ist nach wie vor Eintracht Mahlsdorf, gefolgt von Stern 1900 und Sparta Lichtenberg. Eintracht, das Team von Trainer Daniel Volbert, hat am Doppelpunkttag natürlich beide Spiele gewonnen. 7:2 bei Brandenburg 03 und 5:1 bei Hilalspor. Über die Probleme der 03er in der Sömmeringstraße berichteten wir letzte Woche. Und Hilalspor ist noch lange nicht gefestigt und deshalb wohl äußerst schwankend (13. mit 10 P.) im Meisterschaftsbetrieb. Daniel Volbert sehe es mir nach, wenn ich von Siegen über leichtere Gegner spreche. Das hört er nicht gern. Das Wort „leichte“ Gegner stellen die meisten Trainer in Frage. Brandenburg 03 und Hilalspor sind auch die Clubs, die beide Spiele zuletzt verloren, dazu hat sich leider auch SV Empor auf Talfahrt begeben. Es gibt eine Mannschaft die beide Begegnungen gewann: Der Frohnauer SC, jetzt. 4. mit 21 Punkten. 2:1 auswärts bei den Spandauer Kickers und 4:1 in Rudow beim TSV. Alle Achtung!

Der Tabellenzweite, Stern 1900, 23 Punkte, gewann deutlich 3:0 bei Berlin United und eben 2:0 an der Cantianstraße gegen SV Empor. Sparta Lichtenberg (3. mit 22 P.) siegte 3:2 bei den Spandauer Kickers und 4:0 zu Hause in der Fischerstraße 4:0 über Türkiyemspor (12., 10 P.).TuS Makkabi (5., 20 P.) fiel etwas infolge eines Unentschieden, 1:1 bei SD Croatia, zurück, siegte aber auf der vertrauten Julius-Hirsch-Sportanlage 2:0 über SV Empor. Berlin United wird wohl sein Ziel in dieser Saison nicht erreichen können. Zu unbeständig, anscheinend fehlt doch noch Qualität. Zu Hause setzte es eine 0:3-Niederlage gegen Stern 1900, dafür wurde auswärts 3:1 bei Hilalspor gewonnen.

Über den Abstiegskampf und vor allem über die Vorkommnisse bei Al-Dersimspor haben wir in unseren Reportagen erst vor kurzem ausführlich berichtet. Daher sei es erlaubt, hier und heute nur ganz kurz zu erwähnen, Brandenburg 03, punktlos Tabellenletzter, Fortuna Biesdorf mit einem Zähler Vorletzter und Al-Dersimspor nun auch auf Abstiegsplatz Nr. 16. Die Sportgerichtsverhandlung findet am 11.Oktober statt.

Christian Zschiedrich

Englische Woche in der Berlin-Liga mit Turbulenzen

Die Arbeitsgemeinschaft der Berlin-Liga tagte nun auch unter historisch schlechtester Besucher-Resonanz. Wir nahmen natürlich auch zum Thema Dersimspor und der Suspendierung auf Zeit in unseren Berichten Stellung. Das endgültige Strafmaß wird vom Sportgericht am 11.Oktober gesprochen. Bis dahin wurde vom Berliner Fußball-Verband ein Zeichen gesetzt; ich nannte es „ein Exempel statuieren“. Das bahnte sich förmlich an, weil in der jungen Saison nahezu an jedem Wochenende Ausschreitungen, Spielabbrüche und Angriffe auf die Schiedsrichter gab.

Ein Spieler von Dersimspor rastete nach der Begegnung gegen den Frohnauer SC, 2:4, im Kabinengang gegen SR Stefan Paffrath (BSC Rehberge) aus. Dersimspor hatte vier Platzverweise nach Ansicht der Heimmannschaft nicht berechtigt zu verkraften. Der Spieler, der ausrastete, war ausgerechnet ein gestandener Berlin-Liga-Spieler und Kapitän Ali Kaloglu. So erhebt sich die Frage: Was können die U50 oder die D-Jugendspieler dafür, dass Kaloglu ausrastete und der Schiedsrichterausschuss entschied, bis zum 11.Oktober zu keinem Spiel mit Dersimspor einen Referee zu schicken.

Das kann natürlich auch Beeinträchtigungen im Saisonverlauf für gegnerische Mannschaften haben. Kai Brandt fand diese Wortwahl: Wegen der Verfehlung eines Spielers wurde der gesamte Verein in Sippenhaft genommen. Wie aber soll der Verband durchgreifen?

 Doch in der Berlin-Liga gibt es weitere existenzielle Probleme: Tabellenletzter ist Brandenburg 03. Null Punkte nach sieben Spielen und das erschreckende Torverhältnis von 6:31. Da hengt zwangläufig der Segen schief. Am Samstag gab es die 2:9-Klatsche bei Sparta Lichtenberg. In dieser Woche steht die Krisensitzung an. Vier A-Jugendspieler wurden gegen Sparta eingesetzt, weil etliche, eine unverhältnismäßig hohe Anzahl von Vorwochenspieler, 1:3 gegen Croatia, nicht ausgemustert, aus bisher noch unbekannten Gründen nicht mehr dabei waren. Sparta Lichtenberg war obendrein bärenstark.

Eintracht Mahlsdorf ist neuer Tabellenführer. Aufsteiger Fortuna Biesdorf hatte zwar noch keinen Punk nach sechs Spieltagen, trotzte ausgerechnet Stern 1900 ein 0:0 an der Kreuznacher Straße ab. Dann gab es das Duell unter Landsleuten. Türkiyemspor – Berlin Türkspor. Es endete 0:5. TuS Makkabi schlu die Füchse Berlin 3:2 und der Frohnauer SC kam gegen Hilalspor nicht über ein 1:1 hinaus. Und nun steht zum 8. und 9.Spieltag die Englische Woche an. Wir bleiben am Ball.

Christian Zschiedrich