Oberliga – Tasmania und der Greifswalder FC kassieren erste Saisonniederlage

Der Tabellenzweite Greifswalder FC verliert mit 1:2 beim Aufsteiger Rostocker FC (12.). Insofern hatte der SV Tasmania noch Glück mit seiner 2:3-Niederlage in Zehlendorf bei Hertha 03 (5.). Wer in der Nachspielzeit den Siegtreffer des Gastgebers hinnehmen muss, das ist alles andere, nur kein Glück. Hertha 03 machte übrigens zweimal einen Rückstand wett. Das spricht für eine gute Moral nach dem Trainerwechsel. Fabian Gerdts feierte damit ein erfolgreiches Liga-Debüt. Mit den 3 Punkten kletterten die Zehlendorfer auf Tabellenplatz 5 (12 Punkte, 20:12 Tore). Bereits am Mittwoch, 21.10., steht das Nachholspiel der Hertha 03 in Strausberg auf dem Programm. Tasmania (20:4 Tore ) hat auch nicht mehr Tore geschossen, aber mit 21 Punkten, 9 mehr auf dem Konto. Am Sonntag, 25.10. hat Tas Heimrecht gegen den Rostocker FC.  

Kurz zum Pokal: Im Elfmeterschießen gewann nervenaufreibend Hertha 03 bekanntlich gegen TuS Makkabi. Das Los bescherte ihnen in der 3. Hauptrunde den Spandauer FC Veritas. Der SV Tasmania muss beim SV Empor aus der Berlin-Liga bestehen. Pokalverteidiger VSG Altglienicke muss zum SC nach Staaken und Blau Weiß 90 zum Lichtenrader BC und Eintracht Mahlsdorf zum Poloplatz nach Frohnau. .

In der Oberliga gewann Hertha 06 das Heimspiel gegen den FC Strausberg. Unter Dietmar Demuth geht es bei Hertha 06 endlich wieder aufwärts, 7 Spiele, 6 Punkte, Tabellenplatz 13. Am Sonntag, 25.10. steht ein Berlin-Derby in der Sömmeringstraße Hertha 06 gegen den SC Staaken an. Staakens Heimspiel gegen Hansa Rockstock II musste leider ausfallen. Blau Weiß 90 trennte sich 1:1 im Spiel gegen den Sechsten der Tabelle, den Torgelower FC Greif. Weiter geht es für Blau-Weiß auswärts beim Tabellenletzten Lok Stendal. Stern 1900 (9.) hatte spielfrei und muss nun am Sonntag, 25.10. nach Torgelow zu den Greifen. Keine leichte Aufgabe bahnt sich für Hertha 03 an. Der nächste Gegner wartet in Neustrelitz.

Christian Zschiedrich

Berlin-Liga, Mahlsdorf und Novi Pazar noch unbesiegt

Auch nach dem 8. und 9. Spieltag bleibt Mahlsdorf ungeschlagen, jetzt mit 22 Punkten bei nur einem Remis an der Spitze der Berlin-Liga. Tabellenzweiter ist Sparta Lichtenberg mit einer Niederlage, 19 Punkten nach ebenfalls 8 Spielen. Eintracht Mahlsdorf hatte gemeinsam mit Berlin Türkspor am 8. Spieltag frei. Am 9. Spieltag siegten die Mahlsdorfer durch ein Tor von Fabian Fritzsche mit 1:0 (84.) über Al-Dersimspor. Die Tabelle ist noch etwas ungeordnet. Sechs Mannschaften haben bereits 9 Spiele absolviert, der Berliner SC (3. der Tabelle) mit 17 Punkten nach neun Spielen. 17 Punkte hat auch der 1. FC Novi Pazar, allerdings erst 7 Spiele absolviert. Novi Pazar blieb auch nach der englischen Woche weiter ungeschlagen und der Ex-Herthaner Ronny besorgte beim SC Charlottenburg vor 117 Zuschauern das 2:0 per Elfmeter.  

Den deutlichsten Sieg errang TuS Makkabi in Biesdorf bei der Fortuna am Grabensprung mit 6:0. Der SD Croatia fertigte die Füchse am Wackerweg mit 6:1 ab. Der Berliner SC schlug die Füchse zuvor mit 4:1 und die Spandauer Kickers mit 5:1. Der Frohnauer SC fuhr Sieg und Niederlage ein, gewann 1:0 beim SV Empor und das Spiel zuvor am Polo-Platz gegen Al-Dersimspor ging mit 0:2 verloren.

So sieht es in der Abstiegszone aus: Berlin United hat zurückgezogen. Auf Platz 20 ist Stern Marienfelde mit nur einem einzigen Punkt platziert, Platz 19 Türkiyemspor (7 P.), 18. ist Fortuna Biesdorf (7 P.), 17. Spandauer Kickers (7 Punkte) und über dem Strich steht der SD Croatia mit ebenfalls nur 7 Punkten. Nach der Länderspielpause geht es am Freitag, 16.10., weiter mit: Berlin Türkspor – SV Empor und Füchse Berlin – TuS Makkabi. Am Tag zuvor, Donnerstag, 15.10. steht das Nachholspiel in der Cantianstraße zwischen SV Empor und dem 1. FC Novi Pazar auf dem Programm.

Christian Zschiedrich

21 Vereine und 40 Spieltage in der Berlin-Liga

Acht Vereine starten mit drei Punkten. Am besten die Reinickendorfer Füchse als Spitzenreiter mit einem 5:0 über BSV Al-Dersimspor. Steven Haubitz gelangen vier Tore. Ein einziges Unentschieden, torlos, zwischen 1.FC Novi Pazar 95 gegen Fortuna Biesdorf. Für Neuzugang Ronny lag noch keine Spielberechtigung aus Brasilien vor. Mit ihm wäre Novi Pazar bestimmt ein Treffer gelungen. Neu ist in dieser Saison bis zu fünf Einwechslungen vornehmen zu können. Seltenheitswert der Spielverlauf zwischen SCC und dem Berliner SC: 3:0 nach 23 Minuten und zur Halbzeit. 3 Tore ab der 66.Minute und bis zum Elfmeter-Ausgleich 3:3 in der 82.Minute.

Die Ansetzungen für den 2. Spieltag TSV Rudow – Berlin United 9.0 am Dienstag, 25.8., laufen noch von Mittwoch 6 Spiele) bis Donnerstag (2 Spiele). Der 3. Spieltag wird dann komplett am Sonntag, 30.8.,  ausgetragen.  Wie oft wird es wohl an wieviel Spieltagen acht Niederlagen wie am ersten setzten? Die Ergebnisse:

Al-Dersimspor – Rein. Füchse 0:5

Hilalspor – 1.FC Wilmersdorf 4:1

Sparta Lichtenberg – Frohnau 3:0

Berlin United – Berlin Türkspor 2:4

Stern Marienfelde – Makkabi 0:1

Türkiyemspor – Brandenb. 03 1:3

SC Charlottenb. – Berliner SC 3:3

Spandauer Kickers – SV Empor 1:3

Eintr. Mahlsdorf – TSV Rudow 2:1

Eintracht Mahlsdorf musste eine Stunde lang in Unterzahl spielen. Das Team von Daniel Volbert, ohnehin in Personalsorgen, musste den Roten Karton wegen einer Tätlichkeit von Mrkaljevic kompensieren. Hier die restlichen Begegnungen des 2. Spieltages:

Mittwoch: TuS Makkabi – Novi Pazar

                      Berliner SC – Hilalspor

                      Füchse Berlin – Sparta L.

                      SV Empor – SCC

                      Berlin Türkspor – Croatia

                      F. Biesdorf – Sp. Kickers

                      Brandenb. –E. Mahlsdorf

Donnerst.: Wilmersdorf – Türkiyemsp.

                      Frohnau – St. Marienfelde

Spielfrei:    BSV Al-Dersimspor

Christian Zschiedrich

Berlin-Liga: Suspendierung von Al-Dersimspor aufgehoben

In Sachen BSV Al-Dersimspor, wir berichteten ausführlich von den Vorgängen, entschied nun das Sportgericht: Die Suspendierung ist aufgehoben, die drei ausgefallenen Spiele werden nachgeholt. Der Verein spielt weiter im Meisterschaftsbetrieb des BFV, Al-Dersimspor zog im übertragenen Sinne den Kopf aus der Schlinge und ist noch einmal davongekommen.  Die Fußball-Kultur hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Al-Dersimspor ist beileibe nicht der einzige Verein in Berlin mit ausländischen Wurzeln, in den Clubs, in denen zahlenmäßig z.B. die türkischen Mitbürger das Sagen haben. Das Positive im Fall Dersimspor: Die Vereinsführung hat wohl Einsicht walten lassen.

Sind wir also auf das Vorangehen und die weitere Entwicklung gespannt. Schlimm wäre eine weitere Politisierung im Fußball. Hier verhinderten zwei Vorstandsmitglieder Schlimmeres! Das dürfte auch der Grund gewesen sein, weshalb dem Antrag von Spiel- und Schiedsrichterausschuss, die nächsten zehn Heimspiele des Vereins unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen, durch das Sportgericht nicht gefolgt wurde. Es wurden immerhin mehrere Auflagen verhängt: Fünf Ordner müssen dem Schiedsrichter vor jedem Heimspiel namentlich benannt werden, die als solche für ihn erkennbar sind.

Eine weitere Auflage sollten sich andere Vereine zu Herzen nehmen, eine Regelkunde-Schulung beim BFV. Die müssen laut Sportgerichtsurteil allle 22 auf dem Spielberichts-Formular genannten Spieler bis zum 31. März 2020 absolvieren. Das Verfahren wird neu eröffnet, wenn die Auflagen nicht erfüllt werden.

Persönliche Strafen wurden darüber hinaus ausgesprochen:   Mohammed El-Kassem (ein Spiel Sperre) Metin Sinan Aktürk (zwei Spiele), Onur Serhat Aktürk (drei Spiele), Ozan Yildiz (vier Spiele) Hüseyin Ali Kaloglu (Hauptbeschuldigter), wird gesperrt bis 31.12.2020. Er muss außerdem ein Anti-Gewalttraining absolvieren. Co. Trainer Jerome Flohr erhielt einen Verweis. Schiedsrichter Paffrath erklärte, sich auf dem Platz selbst nicht bedroht gefühlt zu haben.

Al Dersimspor erwartet am Sonntag, 20.10. 15.00 Uhr, Lilli-Henoch-Sportplatz, die Spandauer Kickers. Zur gleichen Zeit TSV Rudow – Sparta Lichtenberg (Stubenrauchstraße). Bereits am Freitag, 18.10. 19.30 Uhr, Wackersportplatz, Kienhorststraße, Füchse Berlin – Brandenburg 03. Samstag, 19.10. 14.00 Uhr, Spandauer Damm, Berlin United – SV Empor,

Sonntag, 20.10. 12.00 Uhr, Julius-Hirsch-Sportanlage, TuS Makkabi – Fortuna Biesdorf, 12.45 Uhr, Kreuznacher Straße, Stern 1900 – Eintracht Mahlsdorf,  und Poloplatz, Frohnauer SC – SD Croatia, 13.00 Uhr Hubertusallee, Berliner SC – Türkiyemspor, 14.00 Uhr, Willi-Kressmann-Stadion, Hilalspor – Berlin Türkspor. 

Christian Zschiedrich  

Eintracht Mahlsdorf in der Englischen Woche in Torlaune

In der Berlin-Liga sind nun bereits neun Spieltage absolviert. Vereine der Spitzengruppe bleiben eng beieinander. Tabellenführer ist nach wie vor Eintracht Mahlsdorf, gefolgt von Stern 1900 und Sparta Lichtenberg. Eintracht, das Team von Trainer Daniel Volbert, hat am Doppelpunkttag natürlich beide Spiele gewonnen. 7:2 bei Brandenburg 03 und 5:1 bei Hilalspor. Über die Probleme der 03er in der Sömmeringstraße berichteten wir letzte Woche. Und Hilalspor ist noch lange nicht gefestigt und deshalb wohl äußerst schwankend (13. mit 10 P.) im Meisterschaftsbetrieb. Daniel Volbert sehe es mir nach, wenn ich von Siegen über leichtere Gegner spreche. Das hört er nicht gern. Das Wort „leichte“ Gegner stellen die meisten Trainer in Frage. Brandenburg 03 und Hilalspor sind auch die Clubs, die beide Spiele zuletzt verloren, dazu hat sich leider auch SV Empor auf Talfahrt begeben. Es gibt eine Mannschaft die beide Begegnungen gewann: Der Frohnauer SC, jetzt. 4. mit 21 Punkten. 2:1 auswärts bei den Spandauer Kickers und 4:1 in Rudow beim TSV. Alle Achtung!

Der Tabellenzweite, Stern 1900, 23 Punkte, gewann deutlich 3:0 bei Berlin United und eben 2:0 an der Cantianstraße gegen SV Empor. Sparta Lichtenberg (3. mit 22 P.) siegte 3:2 bei den Spandauer Kickers und 4:0 zu Hause in der Fischerstraße 4:0 über Türkiyemspor (12., 10 P.).TuS Makkabi (5., 20 P.) fiel etwas infolge eines Unentschieden, 1:1 bei SD Croatia, zurück, siegte aber auf der vertrauten Julius-Hirsch-Sportanlage 2:0 über SV Empor. Berlin United wird wohl sein Ziel in dieser Saison nicht erreichen können. Zu unbeständig, anscheinend fehlt doch noch Qualität. Zu Hause setzte es eine 0:3-Niederlage gegen Stern 1900, dafür wurde auswärts 3:1 bei Hilalspor gewonnen.

Über den Abstiegskampf und vor allem über die Vorkommnisse bei Al-Dersimspor haben wir in unseren Reportagen erst vor kurzem ausführlich berichtet. Daher sei es erlaubt, hier und heute nur ganz kurz zu erwähnen, Brandenburg 03, punktlos Tabellenletzter, Fortuna Biesdorf mit einem Zähler Vorletzter und Al-Dersimspor nun auch auf Abstiegsplatz Nr. 16. Die Sportgerichtsverhandlung findet am 11.Oktober statt.

Christian Zschiedrich

Sparta Lichtenberg holt TuS Makkabi mit 5:1 vom Thron

An der  Tabellenspitze gab es einen gewaltigen Wechsel. Jetzt führt Stern 1900 (16 Punkte), 2:1-Gewinner bei den Spandauer Kickers. Das Team von Wolfgang Sandhowe, TuS Makkabi, verliert in ungeahnter Höhe 1:5 bei Sparta Lichtenberg, 13 Punkte Tabellenvierter. Nur einen Punkt weniger, nämlich deren 15 hat Eintracht Mahlsdorf. Das Team von Daniel Volbert, letzte Woche noch in der Kritik, holte sich beim 3:1-Auswärts-Sieg gegen Berlin Türkspor (jetzt 15.) drei Punkte vom Heckerdamm.

Allgemein gesehen gab es viele überraschende Ergebnisse: Der Frohnauer SC, siehe da, ist mit 14 Punkten Tabellendritter. 4:2 wurde bei BSV Al-Dersimspor gewonnen. Allgegenwärtig ist, wie hoch her es am Anhalter Bahnhof ging. Der Grund: Mit einigen angeblich seltsamen Entscheidungen des Referees Stefan Paffrath waren die Kreuzberger nun gar nicht einverstanden. Die Folge der Meckerei von innen und außen, ungewöhnlich vier(4) Platzverweise gegen Al-Dersimspor. Nach genau einer Stunde Gelb-Rot gegen Häberle, in der 85. Die Rote gegen Yildiz und zweimal Rot in der Nachspielzeit gegen die Gebrüder M. Aktürk und O. Aktürk. Die Emotionen kochten so hoch, dass Vorstandsmitglieder von Al-Dersimspor sich schützend vor Stefan Paffrath (BSC Rehberge) zu stellen veranlasst sahen, bis die Polizei auftauchte.  Sportdirektor Erdal Güncü sprach von „angestautem Frust“. Paffrath habe bisher in jedem Spiel zumindest einen Al-Dersimspor-Spieler mit Rot vom Platz verwiesen. Da bin ich auf die Sportgerichtsverhandlung und Strafen gespannt.

So hoch wie auch  der Frohnauer SC gewann, die Reinickendorfer Füchse verloren auswärts sogar noch mit einem Tor 2:5 höher. Es sei ein seltsames Spiel um zwei Tore zu hoch für Berlin United (nunmehr 12 Punktenach 6 Spielen) gewesen. Die Füchse stehen mit 10 Punkten jetzt auf Platz 8. Den höchsten Sieg, 5:1, fuhr der TSV Rudow auswärts bei Hilalspor . Der SD Croatia, in letzter Woche noch verteufelt, erholte sich prompt und gewann 3:1 bei Brandenburg 03. Erwähnenswert zwei deutliche Siege mit drei Toren Unterschied: Der Berliner SC gewinnt 4:1 bei Fortuna Biesdorf und SV Empor kam zu Hause mit 0:3 gegen Türkiyemspor unter die Räder. Jetzt stehen sie auf Platz 11 und 12 dicht nebeneinander.

Zum 7.Spieltag wage ich einmal eine „gekonnte“, nicht alltägliche Vorhersage: Neun Heimsiege in der Berlin-Liga!

Christian Zschiedrich

Die Berlin-Liga macht Laune

Gemeint ist nicht der Spielabbruch, sondern das Sportliche in seinen kunterbunten Nuancen. Ein Aufsteiger, nämlich Hilalspor, führt die Tabelle mit drei Siegen (9 Punkte) an.  Es folgen vier Mannschaften mit sieben Punkte aus je drei Spielen. TuS Makkabi, Sparta Lichtenberg, SV Empor und Stern 1900. Bis auf zwei Partien gingen die Spiele des 3. Spieltages knapp aus, Ausnahme Türkiyemspor – Tus Makkabi 0:4 und ebenso deutlich Spandauer Kickers – Füchse Berlin 2:6. Die Spandauer Kickers entführten am 2. Spieltag die Punkte bei Berlin United am Spandauer Damm. Zu Hause am Brunsbütteler Damm kassierten sie sechs Tore von den Füchsen. Die Füchse haben sich wohl geschworen, nicht noch einmal so eine Saison wie die letzte zu spielen. Dafür benötigten sie schon eine Menge Glück und Nervenstärke, um wieder in der Liga zu bleiben. Eine 4-Tore-Differenz bei den Kickers, das ist mehr als beachtlich. Dennoch Platz Neun mit derzeit vier Punkten und am Freitag, 30.8.,kommt zum 4. Spieltag Aufsteiger Fortuna Biesdorf, bisher mit null Punkten gemeinsam im Keller mit Brandenburg 03, Türkiyemspor und SD Croatia.

Schiedsrichter Denis Waegert brach die Partie von Croatia nach 37 Minuten ab. Der Grund: Die zweite Gelb-Rote Karte gegen Croatia (27. Dujkovic und 37. Sahin) sah der betroffene Spieler Cemal Sahin nicht ein und drehte durch – griff dem Unparteiischen ins Gesicht, um die Pfeife zu entwenden. Der  Vorstand stand von Croatia meinte daraufhin, Waegert habe nicht unparteiisch, sondern gegen Croatia gepfiffen, die emotionale Aufregung sei verständlich. Wenn die Frage an den neutralen Beobachter gestellt wird, das Urteil: „Ich lasse mir doch nicht das Dienstgerät klauen. Ich hätte wie der Schiedsrichter gehandelt“! Früh zu Saisonbeginn wird es bestimmt eine Sportgerichtsverhandlung geben und ich sage voraus: Cemal Sahin wird garantiert nicht freigesprochen.

Christian Zschiedrich  

Jetzt geht’s in der Berlin-Liga richtig rund

Christian Zschiedrich kommentiert © Foto: Hans-Peter Becker

Gerade hatte ich nach dem 21. Spieltag die Füchse ab- und niedergeschrieben, da zeigten sie, was in ihnen steckt. Prompt gewannen sie 2:1 gegen den SV Empor und 4:1 beim Berliner SC. Leider punkteten die Mitabstiegskonkurrenten: Al-Dersimspor 4:1 über den Frohnauer SC, der BFC Preussen 1:1 gegen Eintracht Mahlsdorf und ein 2:1-Sieg bei SV Empor sowie der SC Charlottenburg 2:2 bei Stern 1900, es folgte ein 1:1 gegen die Spandauer Kickers. Die Füchse bleiben mit einigem Abstand Tabellenletzter mit jetzt 15 Punkten. Auf Platz 17. und 16. rangieren Al-Dersimspor und der BFC Preussen mit je 21 Punkten.

Der SCC steht mit einem Punkt besser, mit 23, hauchdünn über den Strich. Mit je 23 Punkten, auf Rang 13 und 14, stehen Berolina Stralau und die Spandauer Kickers kampfbereit davor. Könnte ja sein, dass ein Verein absteigt, der noch gar nicht dran denkt. Aus Füchse-Sicht ist so vielleicht nicht alles verloren, allerdings, bis zum rettenden Ufer, bis zum SC Charlottenburg sind es aktuell sieben Punkte. In den verbleibenden 11 Spielen, die Füchse müssen ein Spiel nachholen und haben so eins mehr, ist alles möglich. Es geht mit dem 24. Spieltag erst am 31. März weiter.

Bleiben die Füchse im Sieges-Rhythmus? Bereits am Donnerstag, 21.03. wird die Partie gegen den SV Tasmania nachgeholt, ab 19.00 Uhr Wackerweg. Ob da Punkte gutgemacht werden können ? Das Hinspiel gewann Tasmania mit 6:0 und im Rückspiel könnten sie im Falle eines Sieges Sparta Lichtenberg als Spitzenreiter ablösen. Zuletzt wurde Türkiyemspor 4:0 besiegt und davor der TSV Rudow mit 5:1 an der Stubenrauchstraße abgefertigt. Mit einem Spiel weniger als Sparta (53 Punkte) hat Tasmania aktuell 51 Punkte.

Ein Spiel des 28. Spieltages ist vorgezogen auf Freitag, 23.03. 19.30 Uhr, auf dem Kunstrasenplatz an der Cantianstraße angesetzt worden, der SV Empor erwartet Berlin Türkspor.

Christian Zschiedrich        

Berliner Pokal-Achtelfinale

Gab es in der 3. Runde noch so manche Überraschung, was den Reiz des Pokals ausmacht, im Achtelfinale gewannen alle klassehöheren Klubs souverän ihre Spiele. Lediglich der SC Staaken (Oberliga) benötigte gegen den Weißenseer FC (Landesliga) die Verlängerung, gestaltete es aber in den 2 x 15 Minuten dann mit 3:0 erwartungsgemäß. Beim Match Regionalliga gegen Regionalliga, Berliner AK 07 – VSG Altglienicke 1:4 – rieben sich im Poststadion 100 Zuschauer verdutzt die Augen. Letztendlich hatten sie den Tabellenzweiten BAK 07 gegen den Tabellenfünfzehnten Altglienicke, wie in der Meisterschaft vorne gesehen, Pokal ist eben doch Pokal.

Gespannt war man auf das Erscheinungsbild vom FC Viktoria. Trainer und Mannschaft besannen sich, trotz Insolvenz, gestreikt wurde im Training, nicht aber im anstehenden Pokalspiel gegen die fünf Klassen tiefer spielenden Polar Pinguine. Viktoria erzielte vier Tore: 0:1 (33.) Gayret, 0:2 (43.) FE Menz, 1:2 (78.) Falke, 1:3 (79.) Schikora, 1:4 (80.) Yilmaz. Den 1:2-Anschlusstreffer der Pinguine beantwortete die Mannschaft von Trainer Jörg Goslar postwendend mit einem Doppelschlag.

Wird es eine sportliche Zukunft für Viktoria in der Regionalliga geben? Die Spieler bekommen Insolvenzausfallgeld. Wer ist im Januar zum Trainigsauftakt noch dabei ? Es soll für einige Spieler Angebote von anderen Vereinen geben und der eine oder andere wird sich selbst umsehen. Die Gefahr, dass die erfolgreiche Mannschaft jetzt auseinanderfällt ist groß.

Im  Jahre 2013 fusionierte Viktoria aus Tempelhof mit dem LFC Berlin, der in der Nachwuchsarbeit sehr vorbildlich war und vielleicht Bestrebungen hegen könnte, wieder getrennte Wege zu gehen, so jedenfalls alteingesessene Lichterfelder. Verantwortungsloses Handeln – „peinlicher geht es kaum“ – wird der Clubführung vorgeworfen. Mit Hilfe des Sponsors aus China wollten ins Profigeschäft. Waren da Amateure am Werk? In meinem letzten Artikel fragte ich, ob der nächste Traditionsclub baden geht. Die Zukunft ist jedenfalls ungewiss, da sind die 12 Millionen, die dem 1. FC Kaiserslautern fehlen, für Victoria auch kein Trost.

Christian Zschiedrich

Ergebnisse Pokal-Achtelfinale:

Sport-Union Berlin – Fortuna Biesdorf  1:6

TSV Mariendorf – SC Charlottenburg  3:6

VfB Hermsdorf – SpVgg. Blau-Weiß 90 0:5

Weißenseer FC – SC Staaken  0:3 n.V.

SV Empor – Tennis Borussia 0:4

Polar Pinguin – FC Viktoria 89 1:4

BFC Dynamo – Sparta Lichtenberg 4:0

Berliner AK 07 – VSG Altglienicke  1:4

 

Berlin-Liga: Sparta Lichtenberg marschiert überzeugend

Mit 5:0 fertigten die Lichtenberger Berlin-Türkspor ab. S. Demiryürek (15. und 30.), traf bis zum Pausentee gleich zweimal, Kupfer (66.), Sejdic (68.) und Tokgöz (77.) trugen sich im zweiten Durchgang in die Torschützenliste ein. „Wir waren dem Gegner gedanklich immer einen Schritt voraus“, lobte Sparta-Coach Dragan Kostic das Auftreten seines Teams. Der Herbstmeister ließ sich von der harten Gangart der Gäste von Türkspor nicht anstecken. Wegen rüden Foulspiels zückte Schiedsrichter Husmann (1.FC Schöneberg) frühzeitig gegen Isik und Türken die Gelbe Karte. Leider sahen nur 64 Zuschauer die torreiche Partie.

Das Nord-Derby fiel wegen Regens als einzige Begegnung in der Berlin-Liga aus. Füchse Berlin – Frohnauer SC wurde sofort für den 27. Dezember 2018 neu angesetzt. Der Beginn der Winterpause verschiebt sich so für Sparta Lichtenberg auf eine Woche später. Als zusätzliche „Bonuspartie“ sieht Dragan Kostic – „wir sind gerade so schön im Rhythmus“ – den Pokal-Fight am kommenden Sonntag an. Der Gegner heißt allerdings BFC Dynamo aus der Regionalliga.

Der Berliner SC vergeigte sein Heimspiel gegen SV Empor mit 0:2 und fällt nach der erneuten Niederlage in der Tabelle auf Platz Vier zurück. Die ernsthaften Verfolger von Sparta sind, der sich immer mehr ranrockende SV Tasmania (2.) und Stern 1900 (3.). Vergleichsweise könnte man sagen, ihre Siege waren so bedeutsam wie Herthas Bundesliga-Sieg mit 2:0 über Eintracht Frankfurt. Naja, beide stehen in der Tabelle, wenn Vergleiche schon angestellt werden, etwas besser als Hertha BSC da. Stern 1900 hatte immerhin Eintracht Mahlsdorf im Top-Spiel zu Gast. Das Stadion war nicht ganz ausverkauft. 21 Zuschauer sahen sieben Tore, ein attraktives Spiel und den 4:3-Sieg von Stern 1900.

70 Zuschauer waren zum BFC Preussen gegen Tasmania gekommen. Tasmania gewann mit 3:1. Alle vier Tore fielen erst in der zweiten Halbzeit. 0:1 (58.) Hartwig, 0:2 (71.) Demir. Doch der BFC Preussen gab nicht auf. Bereits zwei Minuten später fiel der Anschlusstreffer 1:2 (73.) durch Berner, alles offen. Erst zwei Minuten vor Ultimo stelle Loder (88.) den 3:1 Endstand her.

Im Spiel zweier Aufsteiger erkämpfte sich der abstiegsbedrohte SCC einen Punkt bei Türkiyemspor. Genau nach einer halben Stunde hieß es 1:0 durch Ulucay. Der SCC belohnte sich mit großartigem Kampfgeist und kam spät zum durchaus verdienten Ausgleich, 1:1 (84.) durch Seidel.

Fazit: Es bleibt oben und vorallem unten – bei drei Absteigern – in der Berlin-Liga spannend.

Christian Zschiedrich