Berlin United gibt auf

Wir spekulierten bereits über das mögliche Aus für Berlin United vor einer Woche. Jetzt ist es offiziell, die Bestätigung, der Club hat aufgegeben. Damit spielen in dieser Saison „nur“ noch 20 Mannschaften um Punkte. Trotzdem steigen Vier davon ab. Vor der erneut anstehenden englischen Woche, Spieltag 8 und 9, stehen Stern Marienfelde, Brandenburg 03, Fortuna Biesdorf und TSV Rudow auf den Abstiegsrängen.

Brandenburg 03 nutzte der 12:1-Sieg über United gar nichts. Die Ergebnisse des ausgeschiedenen Vereins wurden alle aus der Wertung genommen. Die Punkte sind weg. Das hat Folgen für Stern Marienfelde, nunmehr mit der Roten Laterne und der Sieg von TSV Rudow, jetzt 17., steht mit der Annullierung der Punkte auf einem Abstiegsplatz.

Der 1. FC Novi Pazar bleibt Zweiter, gewann mit 3:2 gegen die Spandauer Kickers und bleibt trotz der 3 Punkte Abzug der Eintracht aus Mahlsdorf auf den Fersen. Novi hat ein Spiel weniger. Eintracht Mahlsdorf gewann ebenfalls mit 3:2 beim SD Croatia. Nach 7 Partien stehen 6 Siege und ein Remis, somit 19 Punkte zu Buche. Der SV Empor (9.) wartet nun am Donnerstag, 01.10. und am Sonntag, 04.10. kommt BSV Al-Dersimspor (15.) an den Rosenhag.

Bei 21 Vereinen musste Spieltag für Spieltag ein Verein aussetzen. Bei jetzt 20 Clubs wäre das ja eigentlich nicht mehr der Fall – eigentlich – es bleibt dabei. Zu aufwendig – sagt der BFV – den Spielplan komplett neu zuschreiben.

Im Rennen der Spitzenclubs ist mit ebenfalls 14 Punkten der SC Charlottenburg mit von der Partie. Bei Stern Mariendorf wurde mit 5:1 gewonnen. Am Donnerstag, 1.10. geht es zum 1. FC Wilmersdorf (12.) und am Sonntag, 4.10. gegen Novi Pazar. Deutlich, mit 4 Toren Unterschied gewann Sparta Lichtenberg (4., 13 P.) mit 4:0 gegen Hilalspor (11.). Am Mittwoch, 30.09. heißt es für Sparta bei TuS Makkabi zu bestehen und am Sonntag, 4.10. spielt Türkiyemspor bei Sparta Lichtenberg, im Willi-Kressmann-Stadion.

In der Torschützenliste führt aktuell Steven Haubitz von den Füchsen Berlin. Am 7. Spieltag wurde 2:0 gegen den 1. FC Wilmersdorf gewonnen. Mit 12 Punkten rangieren die Füchse auf den 5. Tabellenplatz. Am Mittwoch, 30.09. kommt SD Croatia zum Wackerplatz und am Sonntag, 4.10. geht es zum Berliner SC und der gewann mit 3:2 in Frohnau (7.).

Christian Zschiedrich

Füchse Berlin: Gegen den BFC Preussen vier Tore kassiert

Es fielen sechs Tore. Die Füchse erzielten davon zwei. Eigentlich wollte man weg vom Tabellenende. Nicht ohne Grund läuft auf unserem Foto Trainer Guido Perschk mit sorgenvoller Miene die Treppe abwärts. Lediglich zwei Punkte nach acht Spielen und bereits 21 Treffer kassiert, da läuten alle Alarmglocken im Fuchsbau. In der letzten Saison waren es 80 Gegentreffer, die drittschlechteste Quote der Berlin-Liga. Erst am letzten Spieltag retteten sich die Füchse mit einem 2:0 zum Klassenerhalt gegen BSV Al-Dersimspor. Bemerkenswert, Dersimspor hatte sich erst eine Woche zuvor gerettet.

Wie sah es mit Verstärkungen zur neuen Saison aus? Wurden wenigstens die Abgänge kompensiert? Vom Absteiger Nordberliner SC kamen allein sechs Spieler zu den Füchsen. Die Füchse Berlin tragen ihre Heimspiele per Schlüsselvertrag mit dem Bezirksamt auf dem ehemaligen Wackerplatz aus. Ein schlechtes Omen, wenn man sieht was aus Wacker geworden ist ? Garantiert liegt es nicht am Platz und auch nicht an den Schiedsrichtern.  „Wir waren einmal besser als die Handballer“, so die Stimmen von Vereinsmitgliedern.

Co-Trainer Thomas Pyrrhus wechselte als Chef-Trainer zu NNW 98. Frank Trampisch arbeitet derzeit an seiner Stelle. Zum Kader kamen außerdem neben den sechs Ex-Nordberlinern neu hinzu: Weyer (SV Tasmania), Hahn (Hertha 06), Karadeniz (Türkspor), Moerer (SV Empor), Mendy (Rotation Prenzlauer Berg), Ayad FC Arpe/Wormbach) und drei eigene A-Jugendliche Mandy, Bayram und Öngün.

Wer lief gegen den BFC Preussen auf ?
Hahn – Rose, Trotzer (46. Göhler), Gross – Hampel, Thiam (67. Urbanski) – Karadeniz, von der Aue, Engel – Haubitz (72. Ayad), Zeih.

In der vergangenen Saison hieß es: Vorne half der liebe Gott oder Steven Haubitz (erzielte 20 der 54 Füchse-Treffer). Symptomatisch, gegen Preussen wurde er ausgewechselt.

Die Situation ist nicht einfach, weder für Abteilungsleiter Pierre Schönknecht, noch für das Trainerteam und für die Spieler. Es muss sich ab sofort einiges tun. Die Lage scheint erkannt worden zu sein. Gegenseitige Fehlerzuweisungen helfen nicht. In der Kabine muss tacheles geredet werden, ohne das etwas nach draußen klingt. Denn nur mit einer gemeinsamen Kampfansage, mit Zusammenhalt „ab sofort sind wir eine verschworene Einheit“, kann erfolgreich gegen den Abstieg Front gemacht werden.

Christian Zschiedrich