13. Regionalliga-Spieltag

Die 13 ist für Viele eine Glückszahl. Der Aberglauben kann aber auch genau das Gegenteil bewirken. Hertha II und Altglienicke führen weiter ein fünfköpfiges Feld an, obwohl sie Federn ließen. VSG Altglienicke verlor sogar 1:2 im Berlin-Derby gegen Lichtenberg 47. Dennoch stehen sie mit 28 Punkten auf Platz Zwei. Hertha holte in Halberstadt beim 2:2 wenigstens einen Punkt und ist mit 29 Punkten Tabellenführer. Beide Berliner Clubs haben den 1.FC Lok Leipzig (28 P.), Energie Cottbus (26 P.) und dazu Wacker Nordhausen (23 P.) im Nacken. Lok gewann 3:0 beim Bischofswerdaer FV, Energie entführte aus Babelsberg (0:1) die drei Punkte und Wacker Nordhausen fertigte Optik Rathenow gar 4:0 ab.

Abgeschlagen ist der Bischofswerdaer FV mit nur fünf Punkten alsTabellenletzter. Abstiegsgefährdet sind Babelsberg 03, Vorletzter (8 P.), Optik Rathenow (16., 11 P.) und Germania Halberstadt (15., 12 P.). Oben geht es wesentlich enger zu. Zum kommenden 14. Spieltag werden drei spannende Berlin-Derbys  erwartet, deren Ausgang schwer vorhersehbar ist.

Freitag, 1.11. ab 19.00 Uhr, Amateurstadion Hertha BSC – Lichtenberg 47 (10.), Samstag, 2.11. Jahnstadion, 13.30 Uhr trifft die VSG Altglienicke auf den FC Viktoria 89 und am Sonntag, 3.11. 13.30 Uhr, Poststadion,  Berliner AK – BFC Dynamo.

Der BAK 07 scheint mit 16 Punkten (9.) trotz Trainerwechsel, Dirk Kunert führt jetzt Regie, aus dem Aufstiegsrennen zu sein. Dirk Kunert war von der 2:4-Niederlage bei Viktoria 89 sehr enttäuscht. Es scheint in dieser Saison an Qualität zu mangeln.

Derzeit im Mittelmaß und von den übrigen Berlinern am besten platziert ist Viktoria (7., 20 P.), es folgt der BFC Dynamo (8., 18 P.), BAK 07 (9., 16 P.) und Lichtenberg 47 (10., 16 P.). Der BFC Dynamo gewann immerhin 2:0 gegen ZFC Meuselwitz. was gelingt am Sonntag, 3.11. im Poststadion bei den Moabitern.

Christian Zschiedrich

Von wegen Energie Cottbus kommt langsam

Vor 6.260 Zuschauern wurde der BFC Dynamo 6:0 (3:0) überrollt. Früher, ja das waren noch Zeiten, kam der BFC Dynamo nach Cottbus, um regelmäßig die Punkte abzuholen. Es bestand eine alte Rivalität. Diesmal, am 10. Spieltag in der Regionalliga Nordost spielte Cottbus die Berliner an die Wand. Ebenfalls im brillanten Torreigen die VSG Altglienicke, 5:0 (2:0) gegen den Bischofswerdaer FV. Allerdings vor 124 Zuschauern. Dafür aber nach zehn Spielen in der Tabelle wesentlich besser als Cottbus – nämlich mit 22 Punkten wie Hertha II und Lok Leipzig ganz oben in punktemäßig geteilter Tabellenspitze. Denn Hertha schaffte im Heimspiel gegen Babelsberg (17.) nur ein Unentschieden immerhin vor 925 Zuschauern. Beim 3:3 fvielen alle sechs Tore in der zweiten Halbzeit.

Es war ein insgesamt torreiches Wochenende. Im Spiel in Leipzig, 1.FC Lok – Wacker Nordhausen fielen sogar sieben Tore. 3.549 Zuschauer erlebten das 4:3 (1:1) und Lokomotives Aufschluss zur Tabellenspitze. Dagegen sind drei weitere Berliner Niederlagen absolut schade. Der VfB Auerbach bezwang BAK 07 3:2 (2:1). Die Berliner scheinen in dieser Saison trotz Trainerwechsel doch nicht so stark zu sein, wie von der Vereinsführung erhofft, Tab.12. Auf die führenden drei Mannschaften sind es jetzt bereits zehn Zähler. In nächster Zeit werden die 07er da oben nicht eingreifen können, wenn überhaupt…

0:1 ist auch verloren. Das gilt für Lichtenberg 47 (11. Mit 11 P.) zu Hause gegen Union Fürstenwalde und für Viktoria 89 (7. Mit 15 P.)  bei Germania Halberstadt. Dorthin muss am Freitag Lichtenberg 47 ins Friedensstadion, während Viktoria 89 am Samstag den ZFC Meuselwitz im Stadion Lichterfelde empfängt. Am Sonntag übrigens spielen beide Leipziger Clubs gegeneinander, Heimvorteil im Alfred Kunze Sportpark hat Chemie. Aus Berliner Sicht stehen noch zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele an:

Sonntag, 13.30 Uhr BFC Dynamo – VfB Auerbach im Jahnstadion und der Berliner AK – Optik Rathenow im Poststadion. VSG Altglienicke im Friesenstadion bei Union Fürstenwalde (6.) und H.BSC II muss  in den Sportpark an der Wesenitz zum Bischofswerdaer FV, dem Schlusslicht (18.) in der RL NO. Energie Cottbus, als rasant aufstrebend gelobt, hat in Thüringen bei Wacker Nordhausen keine leichte Aufgabe zu bewältigen.

Christian Zschiedrich

Im Banne der neuen Saison

Nun hat es auch die Bundesligisten erfasst. Wir schauen zwar in erster Linie auf die Berliner, den 1 .FC Union und Hertha BSC. Was sind sie denn in der ersten DFB-Pokalrunde zu leisten imstande. Am Sonntag, 11.08. wissen wir es. Union muss auswärts in Halberstadt und Hertha in Ingolstadt gegen VfB Eichstätt ran. Optimistisch gehen wir davon aus, dass beide eine Runde weiter kommen. Eine Woche vor Meisterschaftsbeginn, das ist seit Jahren so,  heißt der Saisonbeginn, Spiele des DFB-Pokals. Die ersten drei Ergebnisse vom Freitag, 09.08.: Dortmund gewann 2:0 in Uerdingen, Gladbach 1:0 in Sandhausen und der 1. FC Nürnberg 1:0 in Ingolstadt. Am Samstag, 10.08 15.30 Uhr, kommt Arminia Bielefeld zu Viktoria 89 nach Berlin. Wer da einen Berliner Sieg vorhersagen möchte, der wäre mehr als optimistisch.

Weitere Samstagspiele, 15.30 Uhr: Kaiserslautern – Mainz, Aachen – Leverkusen, Dassendorf – Dresden, Villingen – Düsseldorf, Drochtersen/Assel – Schalke 04, Verl – Augsburg, Magdeburg – Freiburg; 18.30 Uhr Würznurg – Hoffenheim, Baunatal – Bochum, Ulm – Heidenheim und 20.45 Uhr: Delmenhorst – Werder Bremen.

Am Sonntag, 15.30 Uhr: Salmrohr – H. Kiel, Rödlingshausen – Paderborn, Waldhof Mannheim – Eintr. Frankfurt, Oberneuland – Darmstadt, Saarbrücken – Regensburg, VfB Lübeck – St. Pauli, Osnabrück – RB Leipzig; 18.30 Uhr: Chemnitz – HSV, Duisburg – Fürth, Wehen Wiesbaden – 1.FC Köln.

Am Montag, 12.08., 18.30 Uhr: Halle – Wolfsburg, Karlsruhe – Hannover 96, Rostock – VfB Stuttgart und um 20.45 Uhr: Energie Cottbus – Bayern München.

Bereits zwei Spieltage wurden nun ohne Berliner Beteiligung in der 2. Liga absolviert. Noch ohne Punktgewinn: Wiesbaden und Dynamo Dresden, bisher verlustpunktfrei, Karlsruhe und Erzgebirge Aue.

Bereits vier Spieltage sind in Liga Drei absolviert: Ingolstadt führt mit 10 Punkten, es folgen mit jeweils 9 Punkten: Duisburg, Halle und Braunschweig. Schlecht gestartet sind Carl Zeiss Jena (0 Punkte) und Aufsteiger Chemnitz (1 Punkt).

Grund zur Freude aus Berliner Sicht, in der Regionalliga nach drei Spieltagen: Verlustpunktfrei führen der Berliner AK und der BFC Dynamo drei Siege, neun Punkte, gefolgt vom 1. FC Lok Leipzig mit sieben Punkten die Tabelle an. Die Rote Laterne nimmt der Bischofswerdaer FV mit null Punkten ein. Der VfB Auerbach ebenfalls null Punkte, vier Vereine haben erst je einen Punkt: Rot-Weiß Erfurt, Union Fürstenwalde, Optik Rathenow und Babelsberg 03. Aufsteiger Lichtenberg 47 (3 Punkte) gewann 1:0 in Auerbach, verlor aber mit 0:2 in Meuselwitz. Die VSG Altglienicke und Viktoria 89 haben je 4 Punkte auf der Habenseite, Hertha BSC II sogar sechs (Platz 4) .

Nun rollt auch wieder der Ball in der NOFV Oberliga Nord. Zum Auftakt siegte Tennis Borussia bei Tasmania 4:2 und das vor 1.370 zahlenden Zuschauern. Natürlich widmen wir uns ab sofort wieder ausführlich der Oberliga. Vom Zerwürfnis und dem „Machtwechsel“ bei TeBe berichtete ja bereits unser Hans-Peter Becker. Meine Gedanken dazu werde ich Euch künftig nicht vorenthalten. Warten wir zunächst das weitere (juristische) Vorgehen von Unternehmer Jens Redlich ab, der beim Sieg über Tasmania sich weiter als Präsident von Tennis Borussia präsentierte.

Christian Zschiedrich

Wie bitter für Energie Cottbus

Ärgerlich auch für Optik Ratenow, der Abstieg von der Regionalliga in die Oberfliga ist damit besiegelt. Die Spieler von Ingo Kahlisch rannten unmittelbar nach dem 2:2 gegen Hertha BSC II zum Fernseher, um die Nachspielzeit zwischen Eintracht Braunschweig und Energie Cottbus mitzuerleben. Energie Cottbus schaffte es nicht, es blieb beim 1:1. Tragisch, mit 45 Punkten abzusteigen und noch tragischer, dass Eintracht Braunschweig und Sonnenhof Großaspach als Nichtabsteiger auch nur 45 Punkte haben.

Leidvoll, tief traurig, Energie fehlte ein einziges Törchen. Dabei wäre der Verbleib in Liga Drei aus wirtschaftlichen Gründen so wichtig gewesen. Die Zukunft ist ungewiss. Eine kleine Hoffnung besteht, im bevorstehenden Länderpokalfinale im Vogelsang-Stadion zwischen Optik Rathenow und Energie Cottbus. Der Gewinner baut dann in bescheidener Form auf das vom DFB im Pokal ausgeschüttete Geld. Coach Ingo Kahlisch hat spontan versprochen, für die Oberliga: „Wir werden auch künftig unseren Prinzipien treu bleiben!“ Und Energie? Ein dickes Fragezeichen.

Glückwunsch an den Meister und Aufsteiger Chemnitzer FC, der die größten finanziellen Probleme überwunden hat und zum Abschied aus der Regionalliga Nordost den Bischofswerdaer FV mit 7:0 überrannte. Der BFC Dynamo dagegen verlor sein letztes Spiel mit 0:2 gegen RW Erfurt und landete auf Platz 12. Die VSG Altglienicke ist dem Abstieg mit guter Moral und 39 Punkten auf Platz 14 entronnen.

Das Berlin-Derby BAK 07 – Viktoria 89 endete 2:0. BAK untermauerte Platz Zwei mit 70 Punkten, Viktoria 89 (43 Punkte, Platz 11) schließt einen Punkt besser als der BFC Dynamo ab. Beide Berliner Vereine äußerten sich hinblickend auf die neue Saison sehr zuversichtlich. Hertha BSC II verabschiedete ihren Trainer Ante Covic, befördert zum Hertha-Chef-Coach bei den Profis. Der Platz 4 mit 57 Punkten lässt sich bei den „Amateuren“ sehen.

Christian Zschiedrich

Blutleere Dynamos im Prestigeduell und Viktoria 89 schlägt den Chemnitzer FC

Die Regionalliga Nordost fabrizierte vor dem letzten Spieltag erstaunliche Kantersiege. Schauen wir insbesondere auf die fünf Berliner Vertreter: FC Viktoria 89 – Chemnitzer FC 4:2, ZFC Meuselwitz – Berliner AK 3:0, Hertha BSC II – 1.FC Lok Leipzig 0:2 und BFC Dynamo – VSG Altglienicke 0:4.

Für BAK 07 und Hertha II ging es um nichts mehr und prompt wurde am 33. Spieltag vergeigt. Der Chemnitzer  FC stand als Aufsteiger und Meister fest. Prompt ließen die Sachsen, vor 828 Zahlenden, in einer torreichen Partie, die Punkte in Berlin. Die Südberliner boten im letzten Heimspiel ihren Anhängern ein engagiertes und ansehnliches Spiel. Am letzten Spieltag muss am Samstag, 18.05. lediglich zum BAK auswärts ins Poststadion gereist werden. Herthas Niederlage sahen im Amateurstadion immerhin 616 Zuschauer. Der Coach der Lokomotive aus Leipzig hatte die Begegnung als Charaktertest bezeichnet. BAK 07 bleibt mit 67 Punkten auf Platz Zwei und Hertha II mit 56 Punkten auf dem 4. Platz.

Die VSG Altglienicke ist mit 39 Punkten, jetzt auf Rang 14 und gerettet! Bereits die Hinspiel-Begegnung  gewann Altglienicke mit 5:0 gegen den BFC Dynamo, der sich mit dem 0:4 um ein Gegentor verbesserte. 42 Punkte, Platz 11, ist jenseits von Gut und Böse, da kann man dem Gegner erneut was gönnen. Das Nachholspiel wurde wenigstens mit 2:0 gegen Babelsberg 03 gewonnen. Altglienicke empfängt nun abschließend Wacker Nordhausen. Alle Spiele finden zeitgleich am Samstag, 18.05. ab 13.30 Uhr, statt. Lediglich eine Ausnahme wird es geben. Bereits am Freitag, 17.05. kommt es zum Aufeinandertreffen von Rot-Weiß Erfurt (5.) und dem BFC Dynamo.

Hertha BSC II muss nach Rathenow. Die Optiker haben unter ihren langjährigen Trainer Ingo Kahlisch ein kleines Wunder vollbracht und die Rote Laterne an Budissa Bautzen abgegeben. Das neue Schlusslicht verlor 1:5 bei Oberlausitz Neugersdorf. Die Abstiegsfrage bleibt offen, ob Bautzen oder Rathenow oder sogar beide absteigen müssen.

Christian Zschiedrich

Nur noch drei Spieltage und ein gesperrter Jahnsportpark

Am 31. Spieltag gewannen der BFC Dynamo, die VSG Altglienicke und Viktoria 89. Das Lokalderby Hertha BSC II – Berliner AK 07 endete 2:2. Kein Berliner Club verlor, dafür kam der souveräne Tabellenführer Chemnitzer FC, bei Oberlausitz Neugersdorf mit 2:3 unter die Räder. Rein sportlich wurde der Aufstieg mit 73 Punkten vorher untermauert. Der BAK 07, 64 Punkte, hat bekanntlich keine Lizenz für die 3. Liga beantragt und Hertha BSC ist mit 55 Punkten zu weit vom Aufstiegsgeschehen weg. Bei drei ausstehenden Spielen führt der Chemnitzer FC mit neun Punkten gegenüber dem Berliner AK. Theoretisch müsste Chemnitz alle drei Spiele verlieren und BAK 07 müsste alle drei gewinnen, um Punktgleichheit zu erzielen. Der Meistertitel wird also garantiert auch an den Chemnitzer FC gehen, zumal das Torverhältnis plus 41 zu plus 19 praktisch nicht mehr einzuholen ist. Da hätte BAK im Berlin-Derby im Amateurstadion gegen Hertha BSC drei Punkte und nicht nur den einen holen müssen. Oben ist also alles klar.

Viktoria 89 nimmt mit 39 Punkten aktuell Platz 9 ein und der BFC Dynamo kletterte mit dem 3:1-Sieg in Fürstenwalde, ebenfalls 39 Punkte, auf Platz 11. Zwei Tabellenplätze dahinter ist VSG Altglienicke, 36 Punkte, auch fast gesichert. Der 2:1-Heimsieg gegen Babelsberg 03 war wichtig. Immerhin wurde Punktgleichheit mit Union Fürstenwalde (14.) erzielt.

Die Zahl der Absteiger hängt davon ab, ob es Energie Cottbus, verloren mit 1:2 gegen den VfL Osnabrück und Carl Zeiss Jena, gewannen 1:0 in Unterhaching (13.) zu den vier Absteigern der 3. Liga gehören werden. Durchaus möglich, dass in der Regionalliga nur eine Mannschaft absteigen muss. Das wäre nach jetzigen Stand Optik Rathenow, 24 Punkte. Rathenow gewann in letzter Zeit überraschend viele Begegnungen, aktuell sogar 4:2 gegen den 1.FC Lok Leipzig. Das Warten auf die Entscheidungen in der 3. Liga kostet den Abstiegsbedrohten Nerven. In Liga Drei sind bereits 35 Spieltage absolviert. Doch 20 Vereine benötigen 38 Spieltage, an denen insbesondere in der Endphase hart um Existenzen gekämpft wird.

Wie geht es in der Regionalliga Nordost am drittletzten Spieltag weiter ? Bereits an Freitag, 3.5. fällt in der Begegnung Optik Rathenow – VSG Altglienicke eine Vorentscheidung, im Heimspiel für die Schützlinge von Trainer Kahlisch. Der FC Viktoria 89 muss am Samstag, 4.5. nach Halberstadt und am Sonntag, 5.5. hat der BFC Dynamo Heimrecht gegen Babelsberg 03. BAK 07 hat ebenfalls Heimrecht gegen Oberlausitz Neugersdorf. Lediglich Hertha II muss nach Bautzen reisen. Budissa Bautzen war in den letzten Wochen von der Rolle. Als Tabellensiebzehnter sind die Bautzener mit 25 Punkten abstiegsgefährdet.

Auf Grund baulicher Mängel muss das Friedrich-Ludwig-Jahn Stadion für zwei Spiele gesperrt werden. An der Flutlichtanlage gibt es ( betrifft alle vier Masten) lose Teile. Bereits beim Landespokal-Halbfinale zwischen Dynamo und Viktoria musste das THW, weil die Stromversorgung nicht funktionierte) mit mobilen Lichtmasten helfen. Die VSG Altglienicke trägt die Heimspiele auch in diesem Stadion aus und am 12. Mai sollen beide aufeinandertreffen. Am Montag, 6.5. beginnen die Sicherungs-Maßnahmen, die geplant bis zum 17. Mai dauern werden. Voraussichtlich könnte Altglienicke am 18. Mai wieder im Jahnsportpark gegen Nordhausen spielen. Das Berliner Pokalfinale am 25. Mai, Viktoria 89 – Tennis Borussia wäre nicht gefährdet.

Christian Zschiedrich

Berliner Pokal Finale 2019: TeBe – Viktoria 89

Der Jahnsportpark brachte dem Titelverteidiger BFC Dynamo kein Glück. Vor 1.689 zahlenden Zuschauern, am Mittwoch, 10. April schied der BFC Dynamo gegen Viktoria 89 aus, erst in der Verlängerung, durch das Tor in der 106. Spielminute von Nick Scharkowski. Der Südberliner Regionalligist (letzte Finalteilnahme 2017) schaffte wieder einen Finaleinzug. Dynamo ging durch Kemal Atici mit 1:0 (17.) in Führung. Mit einem direkt verwandelten Freistoß glich Timo Gebhardt zum 1:1 (55.) aus. Entsprechend emotional war die Freude bei den 89ern über den Führungstreffer, verbunden mit dem Finaleinzug.

Bereits einen Tag zuvor, am Dienstag, 09. April schlug ein Oberligist einen Regionalligisten in der Wendenschloßstraße, VSG Altglienicke -Tennis Borussia  hieß die Halbfinalbegegnung. Sie endete erst im Elfmeterschießen. Das 2:2 zur Halbzeitpause hatte in der Verlängerung Bestand. Trainer Dennis Kutrieb wechselte zur Halbzeitpause den unglücklichen Rogal im TeBe-Gehäuse gegen den 19jährigen Ertugrul Aktas aus. Bjarne Rogall hatte beide Gegentore mit seinen Patzern verschuldet.

Das 1:0 fiel durch Skoda, der Ausgleich zum 1:1 (6.) Geleci, Flanke kam Benyamina, die erneute Führung (27.) zum 2:1 besorgte Aydin, Vorarbeit Benyamina und Geleci; 2:2 (45.) erzielte Förster.

Spannung im Elfmeterschießen: Christopher Quiring glich die 6:5 der Borussen zum 6:6 aus. Doch Karaman besorgte mit seinem Elfer das 7:6 und somit das Weiterkommen der Veilchen. Tennis Borsussia steht nach 10 Jahren wieder einmal im Pokalfinale.

Zum vierten Mal wird das Finale des Berliner Landespokals live im Fernsehen zu sehen sein. Im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ werden alle 21 deutschen Landespokal-Endspiele am selben Tag ausgetragen und in einer deutschlandweiten Konferenz live in der ARD gezeigt.

Das Berliner Endspiel findet, wie im Vorjahr, im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Cantianstraße 24, 10437 Berlin, statt. Am Samstag, den 25. Mai 2019 treffen Tennis Borussia Berlin (NOFV-Oberliga Nordost) und der FC Viktoria 1889 (Regionalliga Nordost) im Endspiel um den Landespokal der 1. Herren aufeinander.

Christian Zschiedrich

Was bloß ist mit den Berliner Vereinen los ?

Die Frage, was los ist, kann natürlich an unserem Bundesligisten und an den 1. FC Union gerichtet sein. Naja, das 0:0 in Dresden und aktuell Platz 3, das geht noch, wäre zuvor das 1:3 zu Hause gegen Paderborn und die 1:2-Niederlage in Heidenheim nicht ins Gewicht gefallen. Über Herthas Heimniederlage gegen Düsseldorf hänge ich am besten den Mantel des Schweigens. Jeder weitere Kommentar wäre aus meiner Feder nur kritisches Beiwerk und damit noch negativer. Das 0:5 in Leipzig spricht für sich.

Der Blick in die Regionalliga ist an diesem Wochenende keineswegs tröstlicher. Nicht ein Berliner Verein konnte gewinnen. Der Berliner AK verlor zu Hause 1:3 gegen den 1.FC Lok Leipzig und Hertha BSC unterlag 0:2 in Auerbach, beim Tabellen14.. Meine Formulierung in der letzten Woche, „dass Hertha profitieren könne“, war wohl zu optimistisch.

Der Tabellenführer Chemnitzer FC gewann 3:0 gegen Optik  Rathenow, hat damit 10 Punkte Vorsprung und mit jetzt 67 Punkten das wesentlich bessere Torverhältnis. BAK bleibt bei 57 Punkten und Hertha noch weitere sieben Punkte weniger. Die anderen drei Berliner Vertreter spielten remis. Dynamo 1:1 gegen Meuselwitz, Altglienicke 0:0 in Bautzen und Viktoria 1:1 in Babelsberg.

Altglienicke (15.) steht mit 29 Punkten im abstiegsgefährdeten Bereich. Der BFC Dynamo sollte sich mit vier Punkten besser (33 P.) als Tabellenelfter nicht zu sicher sein und Viktoria 89 scheint mit 35 Punkten jenseits von Gut und Böse. Bis zum Saisonende sind es nur noch sechs Partien. Bereits am Freitag, 12. April, muss BAK 07 nach Rathenow. Am Samstag, 13. April 13.30 Uhr,  empfängt VSG Altglienicke zu einem entscheidenden Match Union Fürstenwalde (11.), während Hertha II es mit Germania Halberstadt (8.) zu tun bekommt. Viktoria 89 darf sich am Sonntag, 14. April ab 13.30 Uhr, im Stadion Lichterfelde im Berlin-Derby gegen den BFC Dynamo wohl auf einen ordentlichen Besuch freuen.

Christian Zschiedrich

Hertha BSC könnte doch profitieren

Nach dem Rückschlag beim Stadionbau und der blamablen 0:5-Niederlage in Leipzig könnte zum Trost Hertha BSC dafür mit der Zweiten in die 3. Liga aufsteigen. Regionalliga-Tabellenführer Chemnitzer FC kassierte in Leipzig beim 1.FC Lok vor 5.521 Zahlenden eine 2:4-Schlappe. Hertha II dagegen gewann vor 812 Zuschauern im Amateurstadion 2:1 gegen den Tabellenfünften Rot-Weiß Erfurt. Der Tabellenzweite, BAK mit 51 Punkten, gewann zwar auswärts in Bautzen 1:0, hat aber keinen Antrag für Liga Drei gestellt. Chemnitz kämpft nicht nur mit der Insolvenz, sondern mehr mit politischen als sportlichen Gegebenheiten. Siehe dazu unseren Artikel vom 25.März 2019 „Tief Durchatmen“. Allerdings sind die Matches in Liga Drei kein Zuckerschlecken. Energie Cottbus kämpft auf einen Abstiegsplatz 18 ums Überleben. Die letzten vier Ergebnisse: Cottbus – Fortuna Köln 4:3, FSV Zwickau – Cottbus 2:1, Cottbus – Karlsruhe 0:2, Cottbus – Preußen Münster 3:0. Nach 31 Partien fehlen zum rettenden Ufer momentan zwei Punkte.

Carl-Zeiss Jena scheint es in diesem Jahr als Tabellenvorletzter, mit wenig Aussichten und nur ganz schwer zum Klassenerhalt zu schaffen. Das hat bekanntlich Auswirkungen zur Abstiegsregelung in der Regionalliga. Diesmal verlor nur eine Berliner Mannschaft – VSG Altglienicke (13.) zu Hause 1:2 gegen den Bischofswerdaer FV  (15.) und steht nur mit einem Punkt 28:27 über den Relegationsplätzen.

Erfreulich der 1:0-Sieg des BFC Dynamo beim Tabelllen17. Oberlausitz Neugersdorf. Das goldene Tor erzielte Brasnic in der 75. Spielminute. Dynamo, jetzt 12., kommt auf 32 Punkte und empfängt bereits am Freitag, 5. April den ZFC Meuselwitz. Wer bereits für die nächste Saison in der Regionalliga planen kann ist Viktoria 89, trotz der neun abgezogenen Punkte – Tabellenplatz Neun mit 34 Punkten. Ebenfalls am Freitag, 5. April muss Viktoria nach Babelsberg und die VSG Altglienicke nach Bautzen. Am Samstag, 6. April empfängt der VfB Auerbach Herthas zweite.

Am Sonntag, 7. April ist der 1.FC Lok Leipzig zu Gast bei BAK 07 im Poststadion. Im Stadion an der Gellertstraße empfängt der Tabellenführer Chemnitzer FC Optik Ratenow, das Team von der Roten Laterne; Erster gegen Letzter.

Christian Zschiedrich

Regionalliga Nordost: Tief Durchatmen

Die VSG Altglienicke war im Poststadion im Berlin-Derby schon auf der Gewinnerstraße, doch der Berliner AK drehte vor 367 Zuschauern den Spieß um. Die Torfolge: 0:1 (39.) Förster, 1:1 (50.) Deniz, 2:1 (60.) Kargbo. Damit kommt BAK 07 als Tabellenzweiter auf 54 Punkte. Es wurde Revanche für das schmerzliche 0:4 im Pokal genommen. Wichtig in dem Zusammenhang ist die Entscheidung der Regionalverbände, dass Nordost eine eigenständige Liga bleibt. Es kommt zu keiner Reduzierung der Regionalligen von fünf auf vier.

Zittern dagegen beim insolventen Spitzenreiter Chemnitzer FC, mit 1:0 wurde sportlich wenigstens der im zweiten Durchgang reduzierte Tabellen16. Budissa Bautzen besiegt – nach vier sieglosen Spielen. Nun geht es im nächsten Match nach Leipzig zum 1. FC Lok. Vor der Mitgliederversammlung am 4. April wurde der Club von einer Rücktrittswelle erfasst, drei Mitglieder des Aufsichtsrates erklärten am vergangenen Donnerstag den Rückzug. Einige Sponsoren sollen selbst bei Erteilung der Drittligalizenz an die Einstellung ihrer Aktivitäten denken.

Das nützt dem Berliner AK nichts, es wurde kein Lizenzantrag gestellt. Zu klar waren die Signale, dass Chemnitz die Lizenz erhält. Das Geld für das Lizenzierungsverfahren wurde gespart.

Hertha BSC II könnte als lachender Dritter den Nutzen daraus ziehen. 645 Zuschauer erlebten am Freitagabend den 4:0-Sieg der Ante Covic-Truppe bei dem zuletzt erstarkten BFC Dynamo. Der Abstand mit aktuell 47 Punkten und einem Spiel weniger gegenüber BAK 07 mit 54 Punkten ist weniger groß, gemessen an den 61 Punkten des Chemnitzer FC beträchlich. Sollten den Chemnitzern die Lizenz verweigert werden und Hertha II als Tabellendritter die Saison beschließen könnten sie aufsteigen. Wie aus dem Hertha-Lager zu erfahren war, würden sie es tun. Mitbewerber um Platz drei ist der SV Wacker Nordhausen, zwar haben die Ambitionen durch die zuletzt erlittene Niederlage in Erfurt einen Dämpfer erhalten. Es sind nur vier Punkte Rückstand auf die Ausbildungsmannschaft von Hertha BSC und Nordhausen trägt noch ein Spiel mehr aus.

Und wenn wir schon bei den Besonderheiten sind, Optik Rathenow schaffte in Auerbach den ersten Auswärtssieg (3:2) und hat wieder etwas Hoffnung auf den Klassenerhalt. Zumindest wurde der Anschluss an die anderen Abstiegskandidaten geschafft.

Jenseits von Gut und Böse rangiert der FC Viktoria, in Bischofswerda wurde mit 1:2 verloren, mit 33 Punkten, Tabellenplatz Acht. Da kann wohl nichts mehr passieren.

Christian Zschiedrich