Viktoria holt sich den Pott

Am Abend wurde das jährliche Hochamt des Profifußballs zelebriert. Im Berliner Olympiastadion holte RB Leipzig in einer dramatischen Auseinandersetzung mit dem SC Freiburg den ersten Titel der Vereinsgeschichte. Es war restlos ausverkauft, eine Zusatztribüne errichtet, so konnten 74.322 Zahlende ins Stadion.

Zu mittäglicher Stunde desselben Tages, nur wenige Kilometer vom Olympiastadion entfernt, fand im Rahmen des Tages der Amateure das Endspiel um den Berliner Pokal statt. Bedauerlich, das muss man sagen, fast unter freiwilligem Ausschluss der Öffentlichkeit. Lediglich 1.215 Zahlende gab der wieder als Stadionsprecher engagierte Karsten Holland bekannt. Dabei war es eine alles andere als unattraktive Paarung im neuen Endspielort, dem Mommsenstadion. Der leider nun ehemalige Drittligist Viktoria spielte gegen die VSG Altglienicke. Es war ähnlich dramatisch, wie Stunden später im Olympiastadion.

Die Mannschaft, die die Saison im halbwegs bezahlten Fußball verbracht hatte, bestimmte über weite Strecken das Spiel. Nur das erste Tor im Spiel gelang den Volkssportlern, in der 40. Minute überwand Uzan Tugay den Torwart mit einer Bogenlampe. Philip Sprint sah da nicht gut aus. Es war das Tor aus dem Nichts, was sich so rein gar nicht andeutete.

In der zweiten Halbzeit hatte Viktoria weiter die größeren Spielanteile, während Altglienicke leidenschaftlich verteidigte und einige gefährliche Konter inszenierte. Der in der 60. Minute eingewechselte Paul-Vincent Manske hatte zweimal die Vorentscheidung auf dem Fuß und scheiterte.

Fotos:© Hans-Peter Becker

Der Traum vom Pokalsieg zerplatzte für den Regionalligisten auf die brutalst mögliche Weise. Zwei Tore in der Nachspielzeit durch Lukas Pinkert und Soufian Benyamina entrissen der Elf von Karsten Heine den Pott.

In der Pressekonferenz äußerte Heine seine Kritik an Schiedsrichter Pascal Wien. Eine Tätlichkeit von Viktoria-Kapitän Christoph Menz blieb ungeahndet. „Der Menzer hätte das Spiel nicht beenden dürfen.“ Trotzdem gratulierte er seinem Kollegen zum Sieg und Viktorias Trainer verkündete auf Nachfrage, dass er bei Viktoria nicht weitermachen wird. Sein Vertrag galt nur für die 3. Liga.

Im Kader der Himmelblauen wird es weitere Veränderungen geben. Umso bemerkenswerter war, dass sich die Mannschaft nach dem enttäuschenden Saisonende nochmals zu solch einer Energieleistung aufschwingen konnte.

Hans-Peter Becker

AOK Pokal Finale

21.05.2022 12:15 Uhr Mommsenstadion Berlin

VSG Altglienicke – FC Viktoria 1889 Berlin 1:2(1:0)

Mannschaftsaufstellungen

Viktoria: Sprint – Lewald – Makreckis (80. Hahn) – Theisen (77. Ogbaidze) – Küc – Falcao (65. Hovi) – Kapp – Seiffert – Jopek (65. Benyamina) – Pinckert – Menz

VSG Altglienicke: Bänge – Liebelt (ab 60. P.V. Manske) – Zeiger – Uzan (ab 69. Breitkreuz) – Derflinger (ab. 69. Skoda) – Inaler – Häußler – Belegu – J. Manske – Dem (ab 84. Pütt) – Brehmer

Schiedsrichter: Pascal Wien (SC Borsigwalde)

Assistenten: Fabian Zastrow, Marcel Mallassa, Gunnar Mielenz

Offensivspieler Tolcay Ciğerci verlässt Viktoria Berlin Richtung Türkei

Tolcay Ciğerci im Spiel gegen den 1. FC Kaiserlautern © Foto: Viktoria Berlin

Tolcay Ciğerci, der bei den Himmelblauen von seinen Offensivqualitäten zu überzeugen wusste, wechselt gegen Ablöse zum türkischen Zweitligisten Samsunspor. Dort erhält er einen Vertrag bis 2023.

„Nach intensiven Gesprächen haben wir Tollis Wunsch nach einem Wechsel in die Türkei zugestimmt. Wenn zudem bestimmte wirtschaftliche Angebote gemacht werden, die wir als aufstrebender Drittligist nicht ablehnen können, stehen wir einem Transfer auch nicht im Wege“, sagt Rocco Teichmann, Sportdirektor von Viktoria Berlin und erklärt: „Wir verstehen uns als Verein, der Spieler ausbildet, besser macht und ihnen den Weg in höhere Ligen ebnet, sei es in Deutschland oder im Ausland. Das ist Teil unserer Vereinsphilosophie. Tolli ist sehr talentiert und technisch versiert. Er hat uns mit seiner hohen offensiven Qualität bereichert. Wir freuen uns, dass er die Chance bekommt, sich in der zweiten Liga in der Türkei unter Beweis zu stellen und wünschen ihm viel Erfolg bei Samsunspor.“

Tolcay Ciğerci betont: „Ich hatte eine sehr gute Zeit bei Viktoria Berlin und habe mich hier sehr wohlgefühlt, was sicherlich auch anhand meiner Leistungen zu erkennen war. Der Ehrgeiz und die Visionen des Klubs sind beeindruckend. Nichtsdestotrotz geht für mich mit dem Wechsel in die Türkei ein langgehegter Traum in Erfüllung und ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung. Ich danke den Verantwortlichen von Viktoria Berlin für das Vertrauen der vergangenen Monate und wünsche dem Klub, dass er sich im Profifußball etabliert.“

Der 26-jährige Ciğerci kam im Sommer 2021 zu Viktoria Berlin. Er absolvierte insgesamt 14 Spiele für den Klub in der 3. Liga, ist mit sieben Toren und sieben Vorlagen Topscorer der Himmelblauen. Der derzeit achtplatzierte Klub Samsunspor ist die erste Station für Ciğerci in der Türkei. In Deutschland wurde er beim VfB Peine und VfL Wolfsburg ausgebildet. Anschließende Stationen waren der HSV, die SpVgg Greuther Fürth, der Berliner AK, die VSG Altglienicke und schließlich Viktoria Berlin.

Quelle: Viktoria Berlin/Vera Krings

© Foto: Viktoria Berlin

Viktoria siegt im Duell der Aufsteiger

Mannheims Trainer Patrick Glöckner konnte seinen Frust in der Pressekonferenz kaum verbergen. „Jetzt setzen wir uns neun Stunden in den Bus und nehmen nichts mit, das ist schon bitter.“ Dabei sah es lange danach aus, als könnte sein Team wenigstens einen Punkt aus dem Berliner Jahnsportpark mitnehmen. In der 89. Minute passierte das Malheur, Mannheims Torwart Timo Königsmann ließ den Ball ins Tor rutschen. Lukas Pinckert kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, ein durchaus haltbarer Ball, egal, er überquerte die Torlinie und Viktoria hatte damit den vierten Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen, der Fußball ist eben manchmal ungerecht.

2.061 Zuschauer bekamen ein Spiel geboten, in dem beide voll auf Angriff setzten, einen offenen Schlagabtausch führten. Viktorias Trainer Benedetto Muzicatto hatte seine Startformation gegenüber dem 1:1 in Zwickau auf zwei Positionen verändert. Erhan Yilmaz und Lucas Falco rückten wieder in die Startelf. An seinem taktischen System mit variabler 3er und 5er Kette in der Abwehr. Die Gäste vom Rhein und Neckar spielten in einem 4-4-2 System. Beide wollten mit frühem Stören den Gegner aus dem Konzept bringen.

Mit diesem Sieg setzt sich Viktoria wieder an die Tabellenspitze der 3. Liga, punktgleich mit dem 1. FC Magdeburg. Als kleine Belohnung haben die Spieler zwei freie Tage bekommen. Der nächste Gegner wartet in Verl.

Hans-Peter Becker

Fußball 3. Liga 6. Spieltag

28.08.2021 14:00 Uhr Jahnsportpark Berlin

FC Viktoria 1889 Berlin – SV Waldhof Mannheim 1:0 (0:0)

Krahl – Lewald – Yilmaz (73. Kayo) – Küc (63. Benyamina) – Falcao (73. Seiffert) – Ciğerci (84. Ogbaidze) – Kapp – Becker – Jopek – Pinckert – Menz (3-5-2/5-3-2)

Berliner Fußball im Überblick

und anstehende Entscheidungen im Verband. Am Saisonanfang werden die Weichen gestellt. In der Eliteliga vertritt wohl in 2021/22 der 1. FC Union Berlin am besten sowohl international im Europacup, im DFB-Pokal. Nach dem Auswärtsspiel gegen Hoffenheim unbesiegt zum Bundesliga-Auftakt, 2 Punkte, während Hertha BSC das erste Heimspiel gegen Wolfsburg vergeigte und damit als Tabellenletzter einen kaum möglich gehaltenen Fehlstart hingelegt hat, der einzige Bundesligist noch ohne Punktgewinn.

In der 2. Bundesliga muss kein Berliner Verein um Punkte kämpfen und in der 3. Liga verlor Viktoria 89 am 4. Spieltag die Tabellenführung durch die 0:1-Niederlage gegen Hallescher FC; mit neun  Punkten. In der kommenden englischen Woche muss Viktoria bereits am Dienstag, 24.08. nach Zwickau (17.) und am Samstag, 28.08. zum 6. Spieltag kommt Waldhof Mannheim, Anstoß 14.00 Uhr, Jahn-Stadion.

In der Regionalliga Nordost teilen sich drei Berliner Vertreter die Tabellenplätze 2 – Berliner AK, 16 Punkte, nach 7 Spieltagen, Tabellenpl. 3 BFC Dynamo (nach 6 Spielen, 15 Punkte), 4. VSG Altglienicke  (6 Spieltage), 14 Punkte. Hertha BSC II (11., 8 Punkte) punktete noch am 5. Spieltag mit 1:0 gegen den Chemnitzer FC, verlor aber am 7. Spieltag das Heimspiel mit 0:1 gegen Chemie Leipzig.

Die Begegnung Tennis Borussia – Energie Cottbus fiel aus, im Auswärtsspiel beim Tabellenletzten FC Eilenburg 2 Punkte holten sich die Borussen drei Punkte, gewannen 2:0. Auf den gefährdeten Positionen stehen Aufsteiger SV Tasmania, Platz 15 mit 6 Punkten und dahinter Lichtenberg 47 mit aktuell 5 Punkten.

In der englischen Woche holte sich Lichtenberg 47 bei Chemie in Leipzig mit den 1:0-Sieg drei wichtige Punkte; das Heimspiel am 7. Spieltag gegen Luckenwalde wurde allerdings mit 0:3 deutlich verloren. Tasmania ging beim BFC Dynamo mit 0:6 baden, erholte sich aber im Heimspiel gegen Optik Rathenow, immerhin ein 3:3 und ein Zähler. Das Berlin-Derby BAK 07 – VSG Altglienicke endete 0:2. Der Berliner AK verpasste damit den Sprung an die Tabellenspitze. Altglienicke setzte die gute Leistung in Chemnitz fort, gewann 2:0 und drei Punkte. Auf dem Vormarsch scheint Energie Cottbus zu sein, 6:1 gegen Union Luckenwalde, während der BFC  Dynamo die erste Niederlage in Babelsberg, 1:2, kassierte.

Blick voraus auf den 8. Spieltag: Am Freitag, 27.08. steht das Lokalderby BFC Dynamo – Lichtenberg 47 an und Hertha BSC II muss in Luckenwalde bestehen. Am Samstag, 28.08. empfängt Tennis Borussia Germania Halberstadt. Tasmania beginnt zur selben Uhrzeit,13:00 Uhr in Jena. Am Sonntag, 29.08. kommt es ab 13:00 Uhr zum Top-Spiel im Poststadion, Berliner AK – Energie Cottbus und eine Stunde spielt im Amateurstadion die VSG Altglienicke – 1. FC Lok Leipzig. Die Volkssportler teilen sich ja das Amateurstadion mit Hertha II.

Die Oberliga handeln wir gemeinsam mit der Berlin-Liga gesondert ab. Ein Hinweis darf hier nicht fehlen: Interessant für alle Berliner Fußballvereine, vor allem im Amateurbereich, ist der 28.08.2021, da wird ein neues Präsidium im Rahmen des Verbandstages gewählt. Präsident Bernd Schultz möchte mit seiner langjährigen Erfahrung für eine fünfte Amtszeit wiedergewählt werden. Doch Gaby Papenburg als Gegenkandidatin will künftig den Frauenanteil in den Gremien und Führungspositionen im BFV (bisher nur 12 Prozent) steigern. Der BFV sei, wie der DFB, eine patriarchische Organisation und dagegen will sie was tun. Zudem fordert sie kurze Entscheidungswege und mehr Transparenz. Bald wissen wir mehr.    

Christian Zschiedrich

Erste Saisonniederlage für Viktoria

Der Jahnsportpark im Prenzlauer Berg erstrahlte im provisorischen Flutlicht. Ein transportabler Mast sorgte für die Ausleuchtung. Dazu sorgte der Kicker-Nachwuchs von Viktoria mit hellen Stimmen für Support. Im Gästeblock hatten sich 549 Zahlende eingefunden. Der Eintrittspreis am Kassenhäuschen betrug 17 Euro. Der größere Rest der insgesamt 2.512 Fußballinteressierten drückte den Himmelblauen die Daumen.

Als Schiedsrichter Arne Aarnink die Partie kurz vor 22:00 Uhr am Freitagabend abpfiff, war es amtlich. Der furios in die Saison gestartete Aufsteiger musste seine erste Niederlage in der 3. Liga hinnehmen.

Beide Trainer mussten mit verletzungsbedingten Problemen in ihren Kadern kämpfen. In Halle war man mit dem Saisonstart nicht zufrieden, zuletzt wurde eine 0:2 Heimschlappe gegen Braunschweig kassiert. Während Viktorias Trainer seine gegenüber dem Kaiserslauternspiel unverändert ließ, wechselte sein Kollege aus Halle überraschend auch auf der Torwartposition.

Die Anfangsphase des Spiels gehörte den neuen Hausherren des Friedrich Ludwig Jahn Sportparks. Ein früher Treffer gelang nicht. In der 14. Minute landete ein Schuss vom Hallenser Mittelfeldspieler Tom Zimmerscheid am Pfosten. Da hatten die Himmelblauen Glück. In der 19. und 22. Minute hatte Halle Glück, dass Enes Küc und Yannis Becker nur das Außennetz trafen.

In der 23. Minute wäre fast so weit gewesen, Terrence Boyd fälschte einen Eckball gefährlich ab, doch Sven Müller konnte parieren. Da hatte sich der Torwartwechsel für Halle bereits bezahlt gemacht. In der 28. Minute wurde aus dem „Fastunglücksraben“ der Schütze des goldenen Tores der Partie. Der wuchtige Mittelstürmer und 14-malige Nationalspieler der USA überwand mit einem Flachschuss, tunnelte dabei Viktorias Innenverteidiger Patrick Wolfgang Kapp, Viktorias Torwart. Julian Krahl, der erneut für Philip Sprint in die Startelf rückte, tauchte vergebens. Der Hallenser Anhang jubelte und der Torschütze übertrieb dabei, stieg auf den Zaun und musste sich für seine übertriebene Jubelarie die gelbe Karte anschauen.

Es war zu diesem Zeitpunkt noch nichts verloren. Viktoria versuchte direkt zu antworten. Die dickste Chance zum Ausgleich hatten die Himmelblauen in der 52. Minute. Nach guter Vorarbeit von Enes Küc brachte Lucas Falcao den Ball nicht im Tor unter. Sein Schuss war nicht platziert genug und landete in den Armen des Hallenser Torhüters. Sie kämpften unverdrossen weiter, ein Treffer gelang nicht.

Es blieb bei der ersten Niederlage in Liga 3 für den FC Viktoria 1899 Berlin.

An der Einstellung hatte Trainer Muzzicato nichts zu kritisieren. „Leider haben wir in den entscheidenden Momenten, nicht die richtigen Entscheidungen getroffen.“

Diese Niederlage wird den Aufsteiger nicht umwerfen, zumal es mit einer englischen Woche weitergeht. Bereits am Dienstag, 24. August geht es weiter. Dann steht die Auswärtsaufgabe in Zwickau an.

Hans-Peter Becker

Viktoria hat einen Bus-Sponsor gefunden

Viktoria Berlin geht in der kommenden Saison gemeinsam mit der Hanse Mondial auf Reisen. Als Mobilitätspartner übernimmt das Hamburger Unternehmen die gesamte Reiseplanung der Himmelblauen bei Auswärtsfahrten. Von dem komfortablen Service profitiert nicht nur das Drittliga-Team, sondern auch die Regionalliga-Frauenmannschaft sowie die beiden Junioren-Bundesligamannschaften (U17 und U19) von Viktoria Berlin.

Der Mannschaftsbus der Himmelblauen ist im ansprechenden Viktoria-Look auf Deutschlands Straßen unterwegs und wird von dem Hashtag #BLNONTOUR geschmückt.

„Die Partnerschaft mit der Hanse Mondial bringt einen großen Mehrwert in unseren Verein. Die Hanse Mondial hat uns mit ihrer Zuverlässigkeit und Flexibilität überzeugt und passt mit ihrer individuellen Strategie perfekt zu uns als Hauptstadt-Club. Wir freuen uns sehr auf die gemeinsamen Auswärtsfahrten und die großartige Serviceleistung der Hanse Mondial“, sagt Peer Jaekel, Geschäftsführer von Viktoria Berlin.

Emmanuel Stover, COO und einer der Gründer der Hanse Mondial, erklärt: „Wir freuen uns sehr, dass wir den Weg von Viktoria Berlin in den deutschen Profifußball begleiten dürfen. Das Team werden wir im eigenen Mannschaftsbus in den kommenden Jahren sicher und flexibel zu seinen Auswärtsspielen bringen. Ein so historischer Verein, wie Viktoria Berlin, ist natürlich ein Gewinn für den deutschen Profifußball und einen eigenen, gebrandeten Reisebus für die ‚Himmelblaue Familie‘ stellen zu dürfen, ist uns eine absolute Ehre.“

Die Hanse Mondial GmbH ist eine Full-Service Agentur für europaweite Buslogistik. Dank des großen Netzwerks aus gut 1.000 Partnern ist es möglich, immer den passenden Bus für berufliche oder private Anlässe zu buchen. 

Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die Busbranche zu digitalisieren und die Buchung eines Reisebusses für jeden erdenklichen Anlass und jede Gruppengröße so einfach wie möglich zu machen. Zudem möchte die Hanse Mondial GmbH den Mobilitätsmix der Zukunft mitgestalten und die eigene Begeisterung für den Bus allen Menschen nahebringen. Mit seiner extrem guten CO2 Bilanz pro Person und Kilometer ist der Bus nicht nur ein nachhaltiges Verkehrsmittel, sondern bietet ein hohes Maß an Flexibilität und individueller Einsatzmöglichkeiten.

Quelle: Viktoria Berlin

Viktoria verpflichtet Soufian Benyamina

Auf der Suche nach einem Stürmer ist Viktoria Berlin fündig geworden. Soufian Benyamina, geboren in Berlin, hat bei den Himmelblauen einen Vertrag für zwei Jahre unterschrieben. Der 31-Jährige war zuletzt vereinslos, trainiert aber bereits seit einigen Wochen mit der Mannschaft von Cheftrainer Benedetto Muzzicato mit.

„Als waschechter Berliner ist es für mich etwas Besonderes für einen Berliner Club im Profifußball zu spielen. Mit meiner Familie und meinen Freunden im Hintergrund ist das natürlich auch eine Extra-Motivation. Man merkt deutlich, was derzeit im Verein entsteht, wie sich die Strukturen verbessern und dass hier ein klarer Plan verfolgt wird“, sagt Soufian Benyamina über seine neue Aufgabe und betont: „Ich möchte meine Erfahrungen einbringen in diese recht junge Truppe und möchte dabei helfen, dass Viktoria Berlin sich im Profibereich hinter Hertha und Union etablieren kann. Ich habe richtig Bock auf dieses spannende Projekt und wünsche mir, dass wir mit mutigem und schönem Fußball den Klassenerhalt sichern können.“

Rocco Teichmann, Sportdirektor der Himmelblauen, sagt: „Soufian ist bereits fast seit Vorbereitungsbeginn in das Team integriert und alle Parteien waren sich einig, dass uns diese Personalie sportlich und menschlich sehr weiterhelfen wird. Er wird uns mit seiner Drittliga-Erfahrung in der einen oder anderen Phase der kommenden Saison definitiv bereichern können. Darüber hinaus bringt Soufian eine Mentalität mit, die ihm auch Führungsqualitäten bescheinigt und er ist natürlich auch torgefährlich, was für uns eine wichtige Rolle spielt bei den Partien, die auf uns zukommen werden.“

Soufian Benyamina wurde in der Jugend von Hertha BSC und Union Berlin ausgebildet, sammelte dann Drittliga-Erfahrung bei Carl-Zeiss Jena, spielte beim VfB Stuttgart II und kam auch zu Bundesliga-Einsätzen mit der ersten Mannschaft. Nach Stationen bei Dynamo Dresden, Preußen Münster, Wehen Wiesbaden und Hansa Rostock ging es für ihn dann in die polnische erste Liga. Zuletzt stand er beim VfB Lübeck unter Vertrag.

Quelle: Viktoria Berlin

Viktoria Berlin vor dem Saisonstart

Nach dem 1. FC Union versucht sich mit dem „Altmeister“, dem FC Viktoria 1889 der zweite Berliner Verein in der dritthöchsten Spielklasse. Das Vereinswappen auf dem Wettkampf-Trikot wird von einem Meisterschaftsstern geziert. Es erinnert an die beiden Meistertitel, errungen in den Jahren 1908 und 1911. Der Verein hieß damals noch Turn und Fußballverein Viktoria 89.

2013 fusionierten der Lichterfelder FC und Victoria, dabei wurde die himmelblaue Vereinsfarbe übernommen, ergänzt durch einen roten Strich, der Farbe des ehemaligen LFC. Das Stadion in Lichterfelde wurde oder blieb die neue Heimstätte. Der bis 2013 existierende BFC Viktoria 1989 hatte zuletzt seine Heimstätte im Friedrich-Ebert Stadion in Tempelhof.

Die Stadionfrage spielte und spielt vor Saisonbeginn eine große Rolle. Nach dem Aufstieg stand Viktoria zunächst ohne ein Drittliga-Stadion da. Gespielt werden soll im Jahnsportpark im Prenzlauer Berg. Eigentlich sollten dort wegen Umbaumaßnahmen zunächst keine Sportveranstaltungen mehr stattfinden. Der Senat von Berlin hatte im Juni dieses Jahres eine vorübergehende Nutzung erlaubt. Wie auf der Pressekonferenz am 13. Juli zu erfahren war, für 2 Jahre. Die Umbaumaßnahmen werden frühestens 2023 weitergehen.

Gesperrt bleiben Teile der Haupttribüne. Für Umkleide- und Arbeitsräume mussten Container aufgestellt werden. Die Kosten dafür übernahm der Investor. Auf der Pressekonferenz sprach Zeljko Karajica von einer „mehr als fünfstelligen Summe“. So schnell wie möglich muss im Jahnsportpark zudem wieder eine Flutlichtanlage errichtet werden. Sonst ist die Spielgenehmigung seitens des DFB gefährdet. Viktorias Geschäftsführer Peer Jaekel sprach von einer Standleitung zum DFB bezüglich dieser Frage. Es verschiedene Optionen geprüft. Es könnte sogar die nicht mehr benötigte Flutlichtanlage des Stadions in Jena werden.

Einst musste ja auch der 1. FC Union während seiner Saison in der 3. Liga in den Jahnsportpark ausweichen. Die Heimstätte in Köpenick wurde umgebaut. Unions Saison endete damals mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Es wäre ein Wunder, sollte Viktoria gleiches gelingen. Der Klassenerhalt und eine stabile Saison zu spielen, liegt wohl eher im Bereich der Möglichkeiten. Mit dem FC Kaiserslautern (44 Jahre), MSV Duisburg (28), Eintracht Braunschweig (21), TSV 1860 München (20), Waldhof Mannheim (7) und 1. FC Saarbrücken (5) gehen sechs ehemaligen Bundesligisten an den Start, die über mehr Potenzial verfügen.

Nach der durch Corona verkürzten Saison in der Regionalliga Nord-Ost, lediglich 11 Spiele mussten die Himmelblauen absolvieren, verließen sieben Spieler den Verein und sechs Neue kamen. Vom 1. FC Köln wurde der Nachwuchstorwart Julian Krahl geholt und vom einstigen Ligarivalen VSG Altglienicke kam der offensive Mittelfeldspieler Tolcay Cigerci, der Bruder des Ex-Herthaners Tolga Cigerci. Von Rot-Weiß Essen, der Traditionsverein aus dem Westen hatte nur knapp den Aufstieg verpasst, wechselte Innenverteidiger Alexander Hahn zur Viktoria. Die anderen Neuen sind Stürmer Pasqual Verkamp (ehemals Carl Zeiss Jena), Lukas Pinckert, ein rechter Außenverteidiger von der Regionalliga Mannschaft des HSV und aus Hoffenheim wurde Linksverteidiger Deji Beyreuther verpflichtet.

Am Ende der Spielzeit muss gelingen, mindestens vier Vereine hinter sich zu lassen. Es gibt nur drei Akteure im Kader, die über Erfahrungen in der 3. Liga verfügen. Neben dem Kapitän Christoph Menz, sind das die Mittelfeldspieler Björn Jopek und Christopher Theisen. Auch der Trainer, mit dem die Mission begonnen wird, ist ein Neuling.

Benedetto Muzzicato, der Deutsch-Italiener steht vor einer großen Herausforderung. Parallel zu seinem Job muss er den Lehrgang zum Fußball-Lehrer absolvieren. Mit seiner Trainer A-Lizenz darf er in dieser Funktion nur in der Aufstiegssaison tätig werden.

Eine Frage ist noch offen. Kann die Premiere im Jahnsportpark stattfinden oder nicht? Es liegt eine Betriebsgenehmigung vor, allerdings hat der Spielausschuss des DFB als Veranstalter sein endgültiges okay nicht erteilt.

Pressefoto: FC Viktoria Berlin 1889/Vera Krings

Hans-Peter Becker

Einige Überraschungen zur neuen Saison

Die Bundesliga beginnt am Freitag, dem 13.8.2021 mit Borussia Mönchengladbach – Bayern München. Einen Tag später empfängt der 1.FC Union Bayer Leverkusen und Hertha BSC muss dann am Sonntag, 15.8. beim 1.FC Köln antreten. Neue Anstoßzeiten sind zu beachten.  Es könnte eine spannende Saison werden, leider, wie seit Jahren, nur der Abstiegskampf. An der Spitze wird es eher wieder langweilig zugehen. Die üblichen Verdächtigen werden wieder die Plätze an den Fleischtöpfen unter sich ausmachen. Wer kommt am besten durch die Pandemie? Hertha will eine stabile Saison spielen, Europa ist noch nicht das Ziel. Der 1. FC Union baut schon mal vor. „Das wird eine schwere Saison“, lässt sich Urs Fischer zitieren. Die Eisernen spielen ja international und ziehen dafür ins Olympiastadion um. Sie müssen, den UEFA-Regeln sei Dank.

Wie immer geht es los bei den Erstligisten, mit den Spielen in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals, diesmal ab dem 6. August. Für unsere Berliner Bundesligisten bestimmte das Los Reisen zu Drittligisten. Hertha BSC fährt in den Norden nach Meppen und der 1.FC Union südwärts zu Türkgücü nach München.  Der dritte Berliner Vertreter könnte der BFC Dynamo sein. Zugelost wurde der VfB Stuttgart. Ein Gerichtsentscheid steht allerdings noch aus. Blau Weiß 90 hat ja bekanntermaßen Protest eingelegt. Die Zeit läuft allmählich davon. Der BFC hatte ja das Finale im Berliner Pokal gegen den BAK 07 für sich entschieden. Die Oberligisten sollten verzichten.

Bereits im Juli nehmen die 2. Bundesliga und die 3. Liga den Spielbetrieb auf. Schalke 04 gegen den Hamburger SV, gleich am 1. Spieltag, was will man mehr. Die 3. Liga eröffnet mit der Partie VfL Osnabrück gegen den MSV Duisburg. Aufsteiger Viktoria 89, nun endlich wieder ein Berliner Verein in der 3. Liga, hatte zunächst Probleme mit der Spielstätte. Die entscheidende Hürde wurde genommen. Das Jahnstadion darf genutzt werden. Alle anderen Bemühungen, auch im Umland, scheiterten. Die Premiere in der neuen Liga erfolgt am Sonntag, 25. Juli gegen den Namensvetter aus Köln. Mal sehen, welcher Verein seinen Namen zu Recht trägt oder gibt ein Unentschieden zum Auftakt.

Christian Zschiedrich kommentiert Foto: Headlight Pictures

Die Regionalliga Nord Ost beginnt am 25. Juli. Aufsteiger Tasmania trifft zum Auftakt auf Babelsberg 03.

Die Oberliga behandeln wir in Kürze gesondert. Corona brachte einiges durcheinander. Geplant sind 38 Spieltage, sechs mehr als vorgesehen, Sorgen und Probleme genug. 172 Mannschaften sind zum Auftakt der 1. Hauptrunde des Berliner Pokals, am 8. August, beteiligt. Für die Qualifikationsrunde wurden 44 Spiele ab Dienstag, 27. Juli ausgelost.  Dahingestellt sei, ob aus den vielen Testspielen (bis runter in den Kreisklassen) Aufschluss über künftige Qualitäten gezogen werden kann. Zum Meisterschaftsbeginn kann vieles bereits Makulatur sein. Ebenso, was beschert uns die Pandemie?

Christian Zschiedrich

Überraschungen im Halbfinale

Das Finale 2021 im AOK-Pokal bestreiten zwei Mannschaften, mit denen nicht unbedingt gerechnet werden konnte. Am Samstag, dem 29. Mai 2021, treffen der BFC Dynamo und der Berliner AK 07 im Endspiel des AOK-Landespokals der 1. Herren aufeinander. Die Begegnung wird im Rahmen der sechsten Auflage des Finaltags der Amateure ausgetragen und im rbb live übertragen. Das Spiel findet im Mommsenstadion statt.

Der BFC Dynamo setzte sich mit 3:0 im Stadion Lichterfelde gegen den Drittliga-Aufsteiger Viktoria Berlin durch und BAK 07 bezwang den amtierenden Pokalsieger VSG VSG Altglienicke mit 4:0. Andreas Pollasch (16. Minute), Michael Blum (20.) und Matthias Steinborn (24./Foulelfmeter) erzielten die Tore für Dynamo. Für den Berliner AK 07 trafen Michel Ulrich (34./59.) und Charmaine Häusl (54./81.) jeweils doppelt. Beide Halbfinals wurden am Samstag, 22. Mai ausgetragen.