Viktoria 89 Spitzenreiter mit sechs Siegen

In der Regionalliga Nordost steht Viktoria 89 mit drei Punkten Vorsprung vor VSG Altglienicke, dem Tabellenzweiten mit 15 Punkten.  Am 6. Spieltag gewannen beide – Viktoria 89 das Berlin-Derby vor 500 Zuschauern (ausverkauft) gegen Lichtenberg 47 2:0 und die VSG auswärts in Halberstadt ebenfalls mit 2:0. Erstaunlich ist der Aufwärtstrend von BFC Dynamo, jetzt auf Rang 6 mit 10 Punkten. Gegen den Bischofswerdaer FV wurde vor 600 Zuschauern deutlich mit 6:2 gewonnen. Eine weitere Schlappe ereilte dagegen BAK 07 im heimischen Poststadion vor 516 Zuschauern mit 1:5 gegen Drittligaabsteiger Carl-Zeiss Jena – Bak liegt aktuell auf Tabellenplatz 12, 7 Punkte. Abgerutscht, 1:2 im Amateurstadion gegen Luckenwalde verloren, ebenfalls 7 Punkte, Platz 13 Hertha BSC II. Wichtig für Aufsteiger Tennis Borussia ist die Punkteteilung, 1:1, beim VfB Auerbach (11.). Nach dem Motto „knapp gewonnen ist auch gesiegt“, holte sich Energie Cottbus mit dem neuen Trainer Dirk Lottner beim 1:0 Sieg in Babelsberg (15.) weitere 3 Punkte, kletterte damit auf Rang 14 der Tabelle. Chemie Leipzig (3.), 12 Punkte siegte 4:1 in Meuselwitz (10.). Der 1. FC Lok Leipzig kam zu Hause nur zu einem 1:1 gegen den Chemnitzer FC (9.). Es ist also weiter Hochspannung angesagt, zumal die Clubs nun den 7. und 8. Spieltag in einer englische Woche bestreiten müssen.

Am Mittwoch, 23.09.2020 empfängt TeBe den Tabellenletzten Halberstadt, ein Heimspiel hat auch Lichtenberg 47 gegen Auerbach, Altglienicke empfängt Babelsberg 03. Drei Auswärtsspiele aus Berliner Sicht für den BAK 07 in Luckenwalde (8.), der BFC Dynamo in Chemnitz und Viktoria 89 in Meuselwitz (10.).

Am kommenden Wochenende; dann der 8. Spieltag: Samstag, 26.09.2020 Viktoria 89 – Chemie Leipzig, Babelsberg (15.) – Tennis Borussia (17.), Halberstadt – Lichtenberg 47, und am Sonntag, 27.09.2020: BAK 07 – Bischofswerdaer FV, BFC Dynamo – Optik Rathenow (Vorletzter mit 4 Punkten), Hertha BSC II – Chemnitzer FC und die VSG Altglienicke muss zu Union Fürstenwalde. Im Bruno-Plache-Stadion kommt es zu der Begegnung 1.FC Lok Leipzig gegen die formverbesserten Cottbusser.

Christian Zschiedrich

Nordostdeutscher Fußball-Verband bricht die Saison ab

Die Anzeichen hatten sich zuletzt mehr und mehr verdichtet. Die Saison in der Regionalliga Nordost wird nicht auf sportlichen Weg entschieden. Das Präsidium beschloss am Freitag, 05.06.2020 in einer digitalen Sitzung, dass die durch Corona unterbrochene Spielzeit nicht fortgesetzt wird. Die Abstimmung darüber wurde einstimmig gefällt. Aus Berliner Sicht besonders bitter, Tabellenführer Altglienicke hat nicht die Chance aufzusteigen. Angewendet wurde zur Ermittlung des Meisters die sogenannte Quotientenregel. Dabei werden die Punkte durch die absolvierten Spiele geteilt. Demnach ist nicht Tabellenführer VSG Altglienicke Meister der Regionalliga Nordost, sondern Lok Leipzig. Die Sachsen stehen zwar mit 47 Zählern punktgleich hinter den Berlinern auf Rang zwei, haben aber ein Spiel weniger absolviert. Dadurch ergab sich für Lok Leipzig ein Quotient von 2,14, für Altglienicke einer von 2,04. „Es ist nicht schön, aber wir müssen das jetzt so hinnehmen, wie es ist“, kommentierte Altglienickes Geschäftsführer Marco Schröder die Entscheidung gegenüber dem rbb.

Lok Leipzig steht nun vor zwei Aufstiegsspielen in die 3. Liga gegen den Vertreter der Regionalliga West. Im Westen ist noch keine Entscheidung über Wertung und/oder Abbruch der Saison getroffen. Allerdings gilt hier der SC Verl als Favorit. Die konkreten Termine für die Aufstiegsspiele stehen noch nicht genau fest. Die Spiele sollen aber noch im Juni stattfinden.

Schade, nicht nur für die VSG Altglienicke, auch Energie Cottbus hatte noch gehofft. „Wir bedauern diese Entscheidung des NOFV, die Saison auf diese Art und Weise zu beenden“, sagte Präsident Matthias Auth im Interview mit dem rbb. „Nach reiflicher Überlegung und Abstimmung mit den Gremien unseres Vereins sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass wir keine weiteren Schritte unternehmen werden“, so Auth weiter.

Die Anträge von Altgglienicke, den Meister in einem Finalspiel zu ermitteln, sowie vom Drittplatzierten Energie Cottbus, den Titelträger in einem Turnier auszuspielen, wurden nicht angenommen. Absteiger wird es nicht geben, lediglich Rot-Weiß Erfurt muss die Liga aus wirtschaftlichen Gründen verlassen. Mit maximal vier Absteigern aus der 3. Liga, zwei Aufsteigern aus der Oberliga und beim Nicht-Aufstieg von Lok könnte die Regionalliga Nordost in der kommenden Saison auf 23 Teams anwachsen.

Während für Altglienicke und Cottbus die Aufstiegsträume enden, profitieren andere Vereine von der Entscheidung des NOFV. Der SV Babelsberg 03, der sich auf Rang 16 in akuter Abstiegsnot befand, bleibt dank des Beschlusses etwa in der Regionalliga. Auch Optik Rathenow, das sich sportlich ebenfalls noch im Abstiegskampf befand, bleibt Viertligist.

Aus Berliner und Brandenburger Sicht noch erfreulich, Tennis Borussia aus der Oberliga Nord und der FSV Luckenwalde aus der Oberliga Süd werden in die Regionalliga aufsteigen.

Hans-Peter Becker

Dynamo souverän, Altglienicke in Abstiegsgefahr

Chefredakteur Christian Zschiedrich. Foto Sportick

Der 17. Spieltag offenbarte in der Regionalliga Nordost Stärken und Schwächen auch der Berliner Vereine. Der BFC Dynamo fertigte den Mitkonkurrenten Union Fürstenwalde vor 1.378 Zuschauern mit 4:0 ab. Die Berliner festigten sich damit als Tabellenzweiter (33 Punkte) gegenüber Wacker Nordhausen, 2:2 in Meuselwitz, kommen nicht an Energie Cottbus, 44 Punkte und ein Spiel weniger, ran. Mit 2:0 bezwang an diesem Wochenende das Pele Wollitz-Team Oberlausitz Neugersdorf, spielt konstant weiter eine überragende Saison. Ähnlich könnte es auch Neustrelitz am kommenden Samstag, 13.30 Uhr, im Stadion der Freundschaft, gehen. Der BFC Dynamo wird weiter der nächste Verfolger bleiben, hat ein Heimspiel, Sonntag, 13.30 Uhr, Jahn-Stadion, gegen den Tabellenletzten FSV Luckenwald. Luckenwalde verlor in Halberstadt 0:4. Die BFCer Dadashov (19.), Steinborn (56.), wieder Dadshov (65.) und Cubukcu( 70.) sind auf den Geschmack gekommen. Torsteher Hendl weiß wie es geht, mal einen Elfmeter zu halten.

Der Aufsteiger VSG Altglienicke hat „naturbedingt“ (18 Punkte) ganz andere Ambitionen, verlor 1:3 gegen Budissa Bautzen und ist mit Auerbach, Neustrelitz und Chemie Leipzig in der gefürchteten Abstiegszone angekommen. Erfahrungsgemäß kommt da unten, wenn man schon kein Glück hat noch Pech dazu. Am Sonntag heißt es im VfB-Stadion in Auerbach zu bestehen. Herthas Zweite verlor mit 2:3 im Amateurstadion gegen den 1.FC Lok Leipzig, scheint aber jenseits von Gut und Böse, auf Platz 12, zu stehen, hat bereits am Freitag, 19.00 Uhr, ein weiteres Heimspiel gegen Babelsberg 03, dem Tabellensiebenten.

BAK 07 erzwang im Poststadion wenigstens ein 1:1 gegen Babelsberg 03, ließ sich die 1:0-Führung, Foulelfmeter, Küc verwandelete in der 60. Minute, wieder durch Büyükdemir nehmen. Viktoria 89 verlor mit 0:1 in Auerbach und ist punktgleich mit Hertha, beide 21 Punkte. Viktoria (11.) spielt am Sonntag in Meuselwitz und der Berliner AK, (23 Punkte, Tabellenneunter), empfängt ab 13.30 Uhr, im Poststadion, Union Fürstenwalde(4.).

Christian Zschiedrich

Turbulenzen in der Regionalliga Nordost

Spitzenreiter Carl Zeiss Jena verteidigte seinen Vorsprung, vier Punkte mehr als Energie Cottbus und bleibt Tabellenführer. Jena spielte 2:1 in Fürstenwalde und Cottbus siegte vor 7.093 Zuschauern mit 1:0 über stark auftrumpfende Dynamos aus Berlin. Allerdings war die übrige Ausbeute der anderen Berliner Clubs mehr als dürftig. Lediglich BAK 07 (3.) holte einen  Zähler und das zu Hause vor 214 Zuschauern im Poststadion beim kümmerlichen 1:1 gegen den VfB Auerbach (14.). Ansonsten setzte es Niederlagen: Tabellenelfter Hertha BSC II unterlag dem ZFC Meuselwitz mit 0:1 (216 Zuschauer); ein Riesenspektakel gab es beim Berlin-Brandenburg Derby in Luckenwalde. Der FC Viktoria 89 (8.) lag bereits 0:5 hinten, kam bis zwischenzeitlich auf 5:4 heran, scheiterte mehrfach am möglichen Ausgleichstreffer, die endgültige Entscheidung fiel erst in der Nachspielzeit, als die Luckenwalder Treffer Nummer 6 markieren konnten, Endstand 6:4 für den FSV Luckenwalde. Aus Randberliner Sicht noch interessant, 1.FC Lok Leipzig besiegte vor 3.237 Zuschauer Babelsberg 03  mit 2:0. Die Babelsberger sind nach 18 Spielen jetzt Tabellenzehnter. Bestimmt nicht aus Geldsorgen und nicht der sportlichen Leistungen wegen zieht RB Leipzig II (4.) zum Saisonende seine Mannschaft zurück und steht somit als erster Absteiger fest. Zum Schluss eine andere Bemerkung:  Einige Fans und vor allen die Führungsetage von Hertha BSC wünschen sich ein reines Fußballstadion, ohne Laufbahn. Seitens der Senatsverwaltung wurde nun bestätigt, der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg soll bei laufendem Spielbetrieb für 85 Millionen Euro komplett erneuert werden, Beginn der Maßnahme 2020. Das neu entstehende Stadion soll rund 20.000 Zuschauern Platz bieten und weiterhin für Leichtathletikveranstaltungen genutzt werden können. Also keine Alternative für Hertha BSC.