Vier Spielausfälle in der Regionalliga, einer in der Oberliga und keiner in der Berlin-Liga

Lichtenberg 47 – VfB Auerbach, Chemnitzer FC – Energie Cottbus, Germania Halberstadt – VSG Altglienicke und Hertha BSC II – Carl Zeiss Jena, diese Partien fielen am 11. Regionalliga-Spieltag aus. Die Tabelle weist ein großes Durcheinander aus. Doch der BFC Dynamo steht nach dem 1:1 in Luckenwalde unangefochten mit 28 Punkten nach 11 Spielen, drei Punkte besser als der Berliner AK, an der Tabellenspitze. Der BAK 07 gewann mit 3:1 in Meuselwitz, hat außerdem gegenüber dem BFC Dynamo mit -9 das schlechtere Torverhältnis. Mit drei Toren von Emre Demir gelang dem SV Tasmania (10 Punkte nach 10 Spielen) ein 3:3 gegen Union Fürstenwalde. Sie schenkten dabei eine 2:0 Halbzeitführung her. Tennis Borussia musste sich 2:4 in Babelsberg geschlagen geben und ist nach bisher sechs Spielen Tabellensiebzehnter. Am Mittwoch, 22.09., heißt es im Bruno-Plache-Stadion, 1.FC Lok Leipzig – Tennis Borussia und am Samstag, 13.00 Uhr, kommt Lichtenberg 47 (Tabellenplatz 15, 10 Spiele, acht Punkte) zum Heimspiel ins Mommsenstadion.

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Sportick

Zuvor am Freitagabend, 24.09. ab 19.00 Uhr, stehen drei Spiele mit Berliner Beteiligung auf dem Programm: das Derby im Poststadion Berliner AK – SV Tasmania, VSG Altglienicke – ZFC Meuselwitz im Amateurstadion und der BFC Dynamo – Chemnitzer FC im Sportforum.

Schade, dass in der NOFV Oberliga Nord die Begegnung des Tabellenführers FC Hertha 03 – in Seelow ausfiel. Zwei Spieler der Victoria aus Seelow sollen sich infiziert haben. Hertha 03 führt mit 16 Punkten nach sechs Spielen die Tabelle an und will die Führung vor dem Rostocker FC (15 Punkte) im Heimspiel am Sonntag, 26.09. 14.00 Uhr, Ernst-Reuter-Sportfeld gegen den Torgelower FC Greif (5 Punkte nach 5 Spielen) verteidigen. Der SC Staaken (Tabellendritter mit 14 Punkten) musste infolge der 0:1-Niederlage in Ludwigsfelde den Rostocker FC vorbeiziehen lassen. Am Samstag, 25.09. heißt eine Partie des 7. Spieltages Rostocker FC – Blau-Weiß 90, dem erfreulichen Tabellenvierten.

Lediglich Stern 1900 steht mit drei Punkten – am 7. Spieltag schafften die Sterne immerhin ein 2:2 gegen Brandenburg Süd – noch als Vorletzter auf einem Abstiegsplatz. Wesentlich besser platziert ist Eintracht Mahlsdorf (10 Spiele und 8 Punkte), erzielte übrigens erneut in letzter Sekunde zu Hause ein Unentschieden (1:1 gegen Hertha 06) und muss am Samstag, 25.09. 14.00 Uhr, (Werner-Seelenbinder-Sportplatz) bei Brandenburg Süd 05 dem Tabellenletzten ran. Vier Sonntagspiele stehen für die anderen Berliner Vertreter an: Greifswalder FC – Stern 1900, CFC Hertha 06 – RSV Eintracht, SC Staaken – Victoria Seelow und Hertha 03 – Torgelower FC Greif.

In der Berlin-Liga wird es für die Füchse Berlin langsam unheimlich mit der maximalen Ausbeute – fünf Spiele und 15 Punkte. Am 6. Spieltag wurde mit 3:1 gegen Türkiyemspor auf dem Wackerplatz gewonnen. In der jetzt folgenden englischen Woche geht es am Dienstag, 21.09., 19.30 Uhr, erneut ein Heimspiel, gegen Fortuna Biesdorf (17. der Tabelle mit erst 4 Punkten) und am Freitag, 24.09. auswärts bei Türkspor am Heckerdamm. Der SC Charlottenburg ist mit zwei Siegen erst einmal aus dem Keller raus, Tim Harzheim erlitt beim 2:0-Sieg gegen Stern Marienfelde einen Achillessehnenanriss. Drei Tage später folgte das 3:1 gegen den SV Empor. In den unteren Regionen wurde ordentlich gepunktet, TuS Makkabi erspielte sich mit dem 5:1 gegen Fortuna Biesdorf den 2. Tabellenplatz, steht mit 14 Punkten nur einen einzigen Zähler hinter den Füchsen. Die haben ein Spiel weniger ausgetragen. Nach der englischen Woche sprechen wir uns wieder. Spannung ist weiter angesagt.

Christian Zschiedrich     

Victoria steht im Halbfinale des Berliner Pokals

Der zukünftige Drittligist ist mit einem 3:0 Erfolg gegen Tennis Borussia in das Halbfinale des AOK-Pokals eingezogen. Die erste Halbzeit war ausgeglichen. Auf beiden Seiten gab es Chancen, den Führungstreffer zu erzielen. Es dauerte bis zur 59. Minute bis Moritz Seiffert die Himmelblauen in Führung brachte. Nur wenig später legte Mattis Daube nach und erhöhte auf 2:0. TeBe steckte nicht auf, zeigte aber sichtlich geschockt. Den Schlusspunkt der Partie setzte Shalva Ogbaidze in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Der Gegner im Halbfinale wird der BFC Dynamo sein. Die Halbfinals werden am 22. Mai ausgetragen, das Finale steigt im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ am 29. Mai. Im anderen Halbfinale treffen der BAK und Pokalverteidiger Altglienicke aufeinander. Alles im Moment noch unter Vorbehalt der Entscheidung des Einspruchs des Oberligisten Blau-Weiß 90.

Was den „Finaltag der Amateure“ angeht, so wird neben Thüringen und Bremen, der Landesverband Südwest sein Finale erst später austragen. Hier sollen die Entscheidungen über die Finalteilnahme auf sportlichem Weg ausgetragen werden.

Hans-Peter Becker

Standortbestimmung vor der Pandemie-Pause

Nach 13. Spieltagen ist Regionalliga leider wieder Pause gezwungen, zunächst für einen Monat. Die können die 19 Regionalliga-Nordost Mannschaften schöpferisch nutzen. Aus unterschiedlichsten Gründen war der Start für die Mannschaften optimal oder aber je nach Standortbestimmung weniger erfolgreich ausfallen.

Drei Spielausfälle am Spieltag vor der Pause lassen weiter auf einen schwierigen Saisonverlauf schließen. Der künftigen Terminplan wird noch enger. Die bereits angesetzten Partien FC Viktoria 89 – 1.FC Lok Leipzig, VfB Auerbach – Union Fürstenwalde und Tennis Borussia – Berliner AK 07 fielen Corona zum Opfer.

Im Berlin-Derby Lichtenberg 47 – Hertha BSC II teilten sich die Vereine mit dem 1:1 die Punkte. Es gab zwei weitere 1:1-Spielausgänge: ZFC Meuselwitz – BFV Dynamo und Energie Cottbus – FSV Luckenwalde trennten sich ebenfalls 1:1. Endlich siegte wieder einmal Optik Rathenow, mit 2:0 gegen den Bischofswerdaer FV und 2:0 siegte Chemie Leipzig gegen den Chemnitzer FC. Die Babelsberger erzielten beim 2:2 in Halberstadt ein Remis, während Altglienicke im Jahnsportpark mit einem 5:2 über Carl Zeiss Jena glänzte.

Bei einem  Relegationsplatz und drei direkten Absteigern wird es einen erbitterten Kampf geben. Punktgleich mit je 11 Punkten stehen Optik Rathenow, Meuselwitz, Auerbach und Halberstadt da.

Die Standortbestimmung der Berliner Vereine: Erfreulich aus hauptstädtischer Sicht ist die Erfolgsserie des FC Viktoria, 11 Spiele und und 11 Siege. Souverän führen sie die Tabelle an. Der Meister steigt im nächsten Jahr direkt in die 3. Liga auf. Auf Platz 2, mit etwas Abstand von 8 Punkten, folgt die VSG Altglienicke. Beide haben die selbe Anzahl von Spielen ausgetragen. Die Saison ist noch lang und mal sehen wer die Pause besser nutzen konnte.

Die Platzierungen der anderen Berliner Mannschaften:

5.    Berliner AK 07    12 Spiele 20 Punkte

7.    BFC Dynamo        11 Spiele 18 Punkte

12.  Lichtenberg 47    13 Spiele 16 Punkte

14.  Hertha BSC II       11 Spiel 14 Punkte

19.  Tennis Borussia    10 Spiele 9  Punkte

Die angezeigten Tabellenplätze haben nur einen geringen Aussagewert, da die Zahl absolvierten Spiele unterschiedlich ist.

TeBe wird es als Aufsteiger und jetzigem Stand weiter schwer haben, auch wenn die Lilaweißen in den Begegnungen recht ansprechend gespielt haben. Bisher haben sie 9 Punkte sammeln können, TeBe hat bisher erst 10 Partien austragen können.

Christian Zschiedrich

Träumereien im Fußball – Projekt Berlin United wohl gescheitert

Ein markanteste Beispiel dafür lieferte Tennis Borussia Berlin in den 90er Jahren mit der Göttinger Gruppe. Grundsätzlich, träumen ist erlaubt und sich ambitionierte Ziele zu stellen. In Bescheidenheit die Taten zu vollbringen, ist ein guter Weg. Wie es bei TeBe und der Göttinger Gruppe endete, ist bekannt. Widmen wir uns dem Aktuellen in der 6. Liga, der Berlin-Liga:

Berlin United verkündete im vergangenen Jahr mit Präsident Stefan Teichmann ihr fantastisches Projekt, ein eigenes Stadion, ein Nachwuchszentrum allererster Güte und wie einst im Mommsen-Stadion, war die Championsleague das Ziel. Der Immobilienmanager verpflichtete Weltmeister Thomas Häßler als Trainer. Nach 22 Spielen wurde die Saison abgebrochen. Berlin United hatte als Tabellenvierter hinter Stern 1900, Sparta Lichtenberg und Eintracht Mahlsdorf keine Chance mehr zum Aufstieg gehabt.

Thomas Häßler wurde entlassen. Die Saisonvorbereitung gestaltete sich schwierig. Der Kader wurde neu zusammen gestellt und kein einziges Vorbereitungsspiel. Bereits im August sickerte durch: Das alles macht doch keinen Sinn mehr das Projekt Berlin United. Was in Leipzig mit RB funktioniert hat, ist wohl in Berlin gescheitert.

Welch ein Desaster gleich zu Beginn aktuellen Saison. Der neue, erfahrene Trainer Jörg Goslar (Qualifikation Fußball-Lehrer), arbeitete als Coach beim Berliner AK und Viktoria 89 in der Regionalliga, begann mit einem Sichtungstraining. Unterstützt wurde er vom ehemaligen sportlichen Leiter bei Hannover 96 Alexander Klitzpera. Die Saison für den aus dem Club Italia hervorgegangenen Gebilde begann mit einer Niederlagenserie von 6 Spielen in Folge, 0 Punkte und vielbeachtlicher, mit 35 Gegentoren. So steigt man wohl ab. Die letzte Begegnung, bei Brandenburg 03  endete mit 1:12. Am 6. Spieltag, traten sie zu ihrem Heimspiel gegen Tabellenzweiten 1.FC Novi Pazar nicht an. Laut Reglement wurde das Spiel nur 0:2 gewertet, ohne zu wissen, ob das nur eine einmalige Absage oder gar der vollständige Rückzug war. Der Interimsvorsitzende Giovanni Bruno zieht das wohl in Erwägung. Trainer Trainer Jörg Goslar und die Spieler hätten die Freigabe für andere Klubs.

Beim Internet-Portal „TdBirsport“war gerüchteweise zu lesen, dass mit Dr. Wolfgang Schreiber, früherer Manager bei VW, u.a. Chef der Automobilmarken Bentley und Bugatti, den Verein übernehmen wolle. Der mit ihm befreundete Klitzpera sollte helfen. Dem Tagesspiegel gegenüber dementierte er: „Wir haben uns am Freitag offiziell zurückgezogen“. Offenbar kann sich Klitzpera zusammen mit seinem Freund Schreiber einen Einstieg bei einem anderen, höherklassigen Verein vorstellen.

Wie geht es weiter beim BERLIN UNITED FC e.V.. Am Freitag, 25.09.2020 sollen die Medien informiert werden. Eine geplante Mitgliederversammlung wurde abgesagt. Ein Hoffnungsschimmer, wie es weitergehen könnte, soll es geben. Am 7. Spieltag steht das Auswärtsspiel bei Fortuna Biesdorf an, sollten sie auch diese Partie wegen Spielermangels absagen müssen, wäre es wohl das Ende.

Christian Zschiedrich 

Schaut auf diese Regionalliga

Wann hat es das gegeben, dass zwei Berliner Vereine nach dem 3. Spieltag verlustpunktfrei an der Spitze stehen? Die VSG Altglienicke und FC Viktoria 89!  Dazu zwei interessante Berliner Derbys: Tennis Borussia – SV Lichtenberg 47 2:0 vor 750 Zuschauern im Mommsenstadion und Berliner AK 97 – BFC Dynamo 1:3 vor 416 Zuschauern im Poststadion. Dazu ein Unentschieden der Hertha II, 1:1 beim bisherigen Tabellenführer Chemie Leipzig vor 1000 Zuschauern. Kiprit erzielte Herthas Führung 1:0 (55.), ehe Chemie doch noch der Ausgleich durch Mvibudulu (81.) gelang.

Den ersten Trainerrauswurf gab es bereits nach dem 3. Spieltag in Cottbus. Klar, wenn man mit Aufstiegsambitionen und gleich mit drei Niederlagen startet. Sebastian Abt wurde zu Hause vor 798 Zuschauern das 1:2 gegen Viktoria 89 mehr als übel genommen und mit sofortiger Wirkung von all seinen Aufgaben entbunden. Der  Tabellenstand vor dem 4. Spieltag, der beginnt bereits am Dienstag, 1. September 2020 im Hans Zoschke Stadion zu Lichtenberg:

  1. VSG Altglienicke, 9 Punkte, 10:5 Tore
  2. FC Viktoria 89,  9 Punkte, 6:2 Tore
  3. Chemie Leipzig, 7 Punkte, 7:3 Tore
  4. Hertha BSC II, 7 Punkte, 6:2 Tore
  5. Fürstenwalde, 6 Punkte, 7:5 Tore

Dienstag, 01.09., Lichtenb. 47 – Ch. Leipzig 0:0

Mittwoch, 02.09.2020 BFC Dynamo – CZ Jena

                          Meuselwitz – Tennis Borussia

                            Viktoria 89 – VSG Altglienicke

                            Hertha BSC II – Berliner AK 07

Aus Berliner Sicht wieder zwei Derbys und

vorausschauend auf den 5. Spieltag am

Sonntag, 06.09.2020 Tennis Borussia – Viktoria 89  

Christian Zschiedrich 

Spannung und sechs Tore in Lichtenberg

Bis auf die drei aktuell noch ausstehenden Begegnungen, Fürstenwalde – Jena, Auerbach – Chemnitz, Babelsberg – Luckenwalde, absolvierte die Regionalliga Nordost am Dienstag, 25.08.2020 ihren 2. Spieltag mit diesen Ergebnissen:

Tennis Borussia – Chemnitz 1:3

ZFC Meuselwitz – Cottbus 2:0

BFC Dynamo – Hertha BSC II 1:2

1.FC Lok Leipzig – Berliner AK 2:1

Halberstadt  – Bischofswerda 2:3

Viktoria 89 – Optik Rathenow 2:0

Lichtenberg 47 – Altglienicke 2:4

Beachtlich VSG Altglienicke, nicht nur beim 3:2 Auftakt im Mommsenstadion, es folgte der 6:0 Pokalerfolg im Finale gegen Viktoria 89, jetzt nahm das Team von Karsten Heine auch die Hürde bei Lichtenberg 47 mit 4:2. Wobei den 47ern ebenso ein Lob gezollt werden muss. Halbzeit 0:0, in Führung ging die Heimmannschaft in der 54. Minute durch Philip Einsiedel. Bereits eine Minute später gelang Patrick Breitkreuz (55.) das 1:1. Christian Skoda drehte das Match mit dem 2:1 für die Gäste (62.). Tolcay Cigerci schaffte das 3:1 (80.). Wer 10 Minuten vor Ultimo glaubte, die Partie sei entschieden, das Team von Trainer Lehmann gab nicht auf. Der Schütze zum 1:0 markierte seinen zweiten Treffer in der 84. Minute in Unterzahl. Christian Gawe hatte in der 67. Minute die Rote Karte gesehen. Es wurde in der Endphase noch einmal spannend. Allerdings nur kurz, für zwei Minuten, der in Minute 68 eingewechselte Uzan stellte in der 86.Minute das Endergebnis von 2:4 aus Sicht der Lichtenberger her. Unnötig war die Gelb-Rote Karte für Oliver Hofmann in der 90. Minute. Die beiden des Feldes verwiesenen Lichtenberger werden im nächsten Auswärtsspiel im Mommsenstadion gegen Aufsteiger TeBe fehlen.

Viktoria 89 hat das 0:6 im Pokalfinale gut weggesteckt, gewann 2:0 gegen Optik Rathenow und hat sich nach dem Auftakt-Erfolg in Chemnitz mit zwei gewonnenen Spielen in der Meisterschaft, 6 Punkte, in der Tabelle vorn platziert. Die Tabelle hat nach zwei Spieltagen noch keine große Aussagekraft. Sechs Vereine haben bisher sechs Punkte: Chemie Leipzig, Meuselwitz, VSG Altglienicke, Hertha BSC II, Bischofswerdaer FV und eben Viktoria 89. Am 3. Spieltag muss Viktoria bei den bisher punktlosen Cottbussern antreten. Energie will aufsteigen. Der Start ging in die Hose. Kann Viktoria das nutzen ?

Zwei Berliner Mannschaften stehen ebenfalls null Punkte da, Aufsteiger Tennis Borussia Berlin und der BFC Dynamo. Die Saison ist noch lang, noch 36 Spieltage, da kann sich viel ändern. Aber, zum Erreichen des Ziels ist der gute Start wichtig. Zumindest bestimmt der Auftakt den eventuellen Trend.

Nachtrag: Meuselwitz – E. Cottbus 2:0

Union Fürstenwalde – Carl Zeiss Jena 3:1

VfB Auerbach – BSG Chemie Leipzig 2:1  

Babelsberg 03 – FSV Luckenwalde 1:3

Tabelle:

  1. Chemie Leipzig  2 Spiele, 6 Punkte
  2. ZFC Meuselwitz 2 Spiele, 6 Punkte
  3. VSG Altglienicke 2 Spiele, 6 Punkte
  4. Hertha BSC II, 2 Spiele, 6 Punkte
  5. Bischofswerda 2 Spiele, 6 Punkte
  6. FC Viktoria 89 2 Spiele, 6 Punkte
  7. Luckenwalde, 2 Spiele, 6 Punkte
  8. Fürstenwalde, 2 Spiele, 3 Punkte
  9. Berliner AK 07, 2 Spiele, 3 Punkte
  10. Lichtenberg 47, 2 Spiele, 3 Punkte
  11. 1.FC Lok Leipzig 2 Spiele, 3 Punkte
  12. VfB Auerbach,  2 Spiele, 3 Punkte
  13. Babelsberg 03, 2 Spiele, 1 Punkt
  14. Carl Zeiss Jena, 2 Spiele, 1 Punkt
  15. Chemnitzer FC, 2 Spiele, 0 Punkte
  16. G. Halberstadt, 2 Spiele, 0 Punkte
  17. Tennis Borussia, 2 Spiele, 0 Punkte
  18. BFC Dynamo,  2 Spiele,  0 Punkte
  19. Energie Cottbus, 2 Spiele, 0 Punkte
  20. Optik Rathenow 2 Spiele, 0 Punkte

Christian Zschiedrich

Tennis Borussia Berlin mit leisen Tönen

Es gibt vor Saisonbeginn als Regionalliga-Aufsteiger keinen Anlass, etwa große Töne wie zu „Göttinger Zeiten“ zu schwingen. Einhergehend mit dem sportlichen Erfolg gab es die internen Streitigkeiten mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden und Geldgeber Jens Redlich und einer Gruppe um Franziska Hoffmann und Christian Gäbler. Günter Brombosch wurde im Juli 2019 als Vorsitzender zusammen mit Vorstandsmitglied Steffen Friede „eingesetzt“ und es folgten ein Jahr lang zermürbende gerichtliche Auseinandersetzungen. Jens Redlich und Jörg Zimmermann verloren. Das Urteil: Der neue Vorstand um Günter Brombosch wurde nun gerichtlich bestätigt. Es heißt: Der den Club erschütternde und schädigende Machtkampf sei beendet. Doch was hat er gebracht? Für den Verein nichts Gutes. Im Grunde kann es bei solchen öffentlichen Krawallen nur Verlierer geben.

Fest steht, die Kaderplanung und der Start des neuen Trainers Markus Zschiesche wird wirtschaftlich infolge des kleineren Etats als zuletzt in der Oberliga erschwert. Den Spielern muss reiner Wein eingeschenkt werden. Das sind in der Tat keine optimalen Bedingungen für das Ziel Klassenerhalt. In Zeiten von Corona war es stiller um TeBe geworden. Einkehrende und anhaltende Ruhe sei den Lilaweißen in Charlottenburg gewünscht. Vielen anderen Clubs sind Sponsorenverträge oder finanzielle Zusagen weggebrochen. Die Existenzkämpfe sind offensichtlich. Da scheint es sogar ein Wunder zu sein, dass bei den traditionsreichen Borussen davon gesprochen werden kann, mit einem Bauunternehmen einen neuen Hauptsponsor gewonnen zu haben. Die Regionalliga verlangt auch ökonomisch einen hohen Einsatz.

Wer den Club im Mommsenstadion bisher und immer wieder über Wasser gehalten hat, ist Insidern nicht verborgen geblieben. Mitunter schien ja der Sargdeckel schon zuzugehen. In solchen Momenten nützt vielleicht dieser Appell: Jens Redlich hat ja zweifelsfrei nicht nur den Retter gespielt, sondern trotz Fehler auch Gutes getan. Dass nunmehr bei einem eventuellen Misserfolg in der Regionalliga mit drohendem Abstieg und erneuten Zerreißproben Lichter ausgehen werden, wird garantiert nicht im Sinne von Jens Redlich sein. Jeder Tennisborusse kann nach zurückliegenden Erfahrungen doch nur weitblickend am Verein und nicht an personellen Vorstandsproblemen interessiert sein!

Unterstützt doch jetzt Günter Brombosch. Der hat vom Fußball Ahnung und ist arbeitswillig. Jens Redlich gebe ich hiermit auf den Weg, Windhorst lässt bei Hertha als Geldgeber im großen Stil auch andere arbeiten. Wer also auch als Sponsor bei TeBe in Erscheinung tritt oder treten mag, der denke über den Vergleich mit guten und wünschenswerten Taten einmal nach. Der Berliner Fußball braucht einen guten Unterbau und nicht ein weiteres Sterben von Traditionsvereinen.

Christian Zschiedrich

Liebe Berliner Borussen: Besinnt Euch!

Die für Freitag, 20.12.2019 angekündigte Pressekonferenz fand nicht statt. Das interpretiere jeder wie er will. Von wegen, TeBe stelle vielleicht einen neuen Hauptsponsor vor, das war’s wohl nicht. Wie sich Günter Brombosch engagiert, nennen bestimmte Vereinsmitglieder  ehrenhaft. Das ist es auch. Natürlich kenne ich den Günter seit vielen, vielen Jahren und hoffte, er wird sich das, was er sich angetan hat, auch gut überlegt haben. Bezeichnete es, als zum Scheitern verurteilt, wenn er keine neuen Sponsoren im Gepäck haben sollte.

Ein neuerlicher Retter scheint nicht in Sicht zu sein. Bei aller Ehrenhaftigkeit, Realität ist, Auszeichnungen und Belohnungen, sportliche Erfolge fragen heutzutage nach materiellen Investitionen, nach Macht und Finanzen. Ich bin auch kein Befürworter von „Geld regiert die Welt“, weiß leider, es ist so!  Und Fußballspieler verhalten sich, der Zeit  angepasst, auch nicht immer ehrenhaft. Fällt die an der 1. Stelle rangierende Mannschaft fehlender Finanzen wegen (vielleicht jetzt schon in der Pause) auseinander. Günter Brombosch hofft auf das Weiterbestehen, äußert sich optimistisch. Ebenso der Coach Dennis Kutrieb.  

Im Lager des Traditionsclubs scheint die Anhängerschaft gespalten, auch wenn das, was der geschasste Vereinsboss Jens Redlich so von sich gab, nicht immer, oft überhaupt nicht, die Zustimmung derer fand, die zumindest anerkennen (Geld ist Macht), dass es ohne finanzielle Gebärden eben nicht geht. Was bedeuten anstehende Verhandlungen mit den Spielern? Es ist meines Erachtens auch nicht gut, eine vom Vorstand angekündigte Pressekonferenz nicht stattfinden zu lassen.

Kann Tennis Borussia die Verträge mit den dazu gehörigen Anlagen erfüllen? Lieber guter Weihnachtsmann, bitte backe einen betuchten Helfer und schicke viele dem Club zugetane Engel. Bitte stecke deine Rute ein und lass diejenigen, die an einen Fortbestand des Clubs interessiert sind, zur Besinnung kommen.

Christian Zschiedrich  

Hertha 03 wartete vergebens auf den Weihnachtsmann

Sie verloren – leidenschaftslos – zu Hause 1:2 gegen Aufsteiger MSV Pampow. Runge von der Mannschaft aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, offiziell 3.041 Einwohner, holte sich in der 39. Minute infolge einer Tätlichkeit die Rote Karte ab. Die Platzherren spielten vor nur 103 Zuschauern fast eine Stunde lang in Überzahl und gerieten dennoch mit 0:2 (43. Dias und 64. Drews) in Rückstand, ehe Stein (69.) einen Elfmeter zum 1:2 Endstand aus Sicht von Hertha 03 verwandelte. Sebastian Huke schoss in Minute 72 einen weiteren Strafstoß weit neben das Tor. Das hätte wenigstens das 2:2 bedeutet.

Louis-Nathan Stüwe, Defensiv-Allrounder und Trainer Simon Rösner stehen als Verpflichtung fest. Markus Schatte wird nicht entlassen. Rösner gehört zusätzlich dem Trainerteam an. Die Zehlendorfer haben sich noch nicht aufgegeben, nehmen als Tabellen Vierter im Neuen Jahr Anlauf, zumal der aktuelle Zweite Hansa Rostock II wohl nicht aufsteigen kann. Die 1. Mannschaft spielt nur eine Liga höher und müsste aufsteigen in die 2. Bundesliga.

Die eine Klasse tiefer spielenden Tennis Borussen gehen als Tabellenführer ins neue Jahr. 619 Zuschauer sahen im Mommsenstadion einen 3:2-Heimsieg von TeBe in einem umkämpften Match gegen Aufsteiger SV Tasmania. Die 2:0-Pausenführung glichen die Gäste bis zur 63. Minute aus. Elizi besorgte aus spitzem Winkel und flach ins lange Eck (78.) den Siegtreffer. Tasmania wird es mit nur 14 Punkten Platz 12 – nur einen Zähler vor dem Relegationsplatz – schwer haben. Romario Hartwig stand dem SV Tasmania zum letzten Spiel nicht mehr zur Verfügung. Er wird für Altglienicke, eine  Klasse höher spielen.

Tennis Borussia könnte sportlich zufrieden in die Winterpause gehen, wären da nicht die Machtkämpfe und Querelen zu bewältigen. Dem Vernehmen nach soll es wechselwillige Spieler geben. Bedeutet das, dem neuen Vorsitzenden Günter Brombusch folgen zwar viele Fans, jedoch nicht genügend Sponsoren? Sind die Finanzen etwa wieder in Schieflage geraten ? Am Freitag, dem 20.12., ist für 11.00 Uhr eine Pressekonferenz angesetzt, auf der garantiert nicht der Weihnachtsmann kommt.

Der müsste in der Winterpause auch zum zweiten Charlottenburger Club, Hertha 06, kommen. Nach der 0:4-Klatsche zu Hause gegen Hansa Rostock zitieren wir hier Hertha 06 Coach Tik: „Bei aller Liebe, so reicht das nicht für den Klassenerhalt“! Murat Tik fordert Verstärkungen zum bis zum 22. Februar, dem Spielbeginn im neuen Jahr beim SC Staaken.

Staaken gewann bei der TSG Neustrelitz mit 1:0 und rangiert mit 24 Punkten auf Platz 7. Blau-Weiß 90 nimmt Rang 8 ein. Das Spiel in Stendal fiel leider aus. Ein Nachholtermin ist bisher nicht bekannt. Sowohl Staaken als auch Blau-Weiß 90 haben in der mittleren Tabellen-Region mit dem Verbleib in der Oberliga wohl keinerlei größere Probleme. Bis auf TeBe und Hertha 06 rufen wir zu: „Nun feiert erstmal schön“!

Christian Zschiedrich   

Legenden-Treff beim AOK Traditionsmasters

Samstag: Derbyday – Sonntag: Tag der Entscheidungen

Am 11. und 12. Januar 2020 kommt es in der Max-Schmeling-Halle zur elften Auflage des AOK Traditionsmasters. Mit Hertha BSC, dem 1. FC Union Berlin, Werder Bremen, Bayer 04 Leverkusen, Schalke 04 und Borussia Dortmund sind sechs aktuelle Bundesliga-Teams mit ihren Traditionsmannschaften dabei. Tennis Borussia sorgt als dritte Berliner Mannschaft für zusätzliche Derby-Stimmung und Dinamo Tiflis reist mit hochdekorierten ehemaligen Nationalspielern an.

Von den Teams wurden nun, etwa einen Monat vor Turnierbeginn, die ersten Kaderlisten eingereicht. Hier eine Auswahl der bisher gemeldeten Fußball-Legenden:

Ailton und Ivan Klasnic (Werder Bremen), Ulf Kirsten, Bernd Schneider und Patrick Helmes (Bayer 04 Leverkusen), Martin Max und Tomasz Waldoch (FC Schalke 04), Roman Weidenfeller, David Odonkor und Patrick Owomoyela (Borussia Dortmund), Pal Dardai und Gabor Kiraly (Hertha BSC), Torsten Mattuschka und Benny Köhler (1. FC Union Berlin), Ansgar Brinkmann und Francisco Copado (Tennis Borussia), Aleksandre Iashvili und AC Mailand-Hall-of-Fame-Star Kakha Kaladze (Dinamo Tiflis).

Das sportliche Niveau des Turniers steigt von Jahr zu Jahr an. Unter den genannten Namen finden sich Weltmeister (Weidenfeller), Bundesliga-Torschützenkönige (Kirsten, Max, Ailton), Fußballer des Jahres (Ailton, Kiraly, Dardai, Iashvili, Kaladze) und Champions League-Sieger (Kaladze). Die Fans können sich auf spannende Spiele und mitreißenden Hallenfußball freuen. Am Samstag finden acht Begegnungen statt. Am Sonntag hat jede Mannschaft noch ein Gruppenspiel. Dann entscheidet sich, wer aus den beiden Gruppen die Halbfinals erreicht. Das Endspiel wird am 12. Januar 2020 gegen 16:15 Uhr ausgetragen.

Quelle: Berliner Fußballverband