Spitzenspiel in Köpenick – BBSC schlägt Tabellenführer Stralsund

BBSC Berlin – Stralsunder Wildcats    3:1 (18,23, -16,25)

In einem begeisternden Spitzenspiel setzten sich die BBSC-Damen mit 3:1 gegen den Tabellenführer aus Stralsund durch.

Berlins Trainer Robert Hinz hatte im Vorfeld des Spiels  im Hinblick auf die bisherigen Saisonniederlagen gegen Stralsund den richtigen Ton getroffen , als er die Überraschung im Spiel gegen den unangefochtenen Spitzenreiter der Liga davon abhängig machte, dass sein Team  an das Leistungsmaximum herangehen muss. Und genau das setzten die BBSC Damen vom Anpfiff ab um. Konzentriert und mit vollem Einsatz starteten die Gastgeberinnen in den ersten Satz, übernahmen gleich zu Anfang das Kommando . Der Vorsprung wurde bis zum Satzende noch ausgebaut. Dafür lief man im zweiten Satz lange Zeit einem Rückstand hinterher und konnte erstmals beim 21:20 die Führung übernehmen. Der 2:0 Zwischenstand löste schon die ersten Jubelstürme aus. Nach der 10 Minuten Pause mit einer wundervollen Cheerleaderdarbietung von Kindern der Best Sabel Grundschule kamen die BBSC-Ladies zunächst nicht in den Rhythmus, lagen schnell mit sieben Punkten zurück. Beide Trainer wechselten durch und gaben auch den Spielerinnen, die sonst nicht so im Fokus stehen, Spielzeit. Der vierte Satz war kaum an Spannung zu überbieten. Beide Teams boten einen aufopferungsvollen Kampf um die Punkte, in dem zunächst Stralsund die etwas besseren Karten hatte. Beim 17:12 aus Sicht der Gäste schien der Tiebreak schon nah, doch dann schritt Antonia Lutz zur Angabe und sorgte mit brandgefährlichem Service für einen zwei Punkte Vorsprung der Gastgeberinnen. Stralsund stemmte sich dagegen, ging noch mal in Führung, musste sich jedoch der geballten Energieleistung des BBSC letztendlich beugen. Den Siegpunkt besorgte Alina Gottlebe-Fröhlich mit einem von der Stralsunder Abwehr nicht kontrollierbaren Aufschlag. Nicht enden wollender Jubel auf Berliner Seite, verständliche Enttäuschung bei den Gästen – aber alle waren überzeugt, ein Klassespiel gesehen zu haben.

Beide Mannschaften leisteten dazu ihren Beitrag. Auf Berliner Seite überzeugte das gesamte Team – von Abwehr über Zuspiel bis Angriff: es gab schlicht keine Ausfälle. Gleiches kann man von den Gästen sagen, wenngleich dort die Diagonale Anne Krohn mit ihren immens druckvollen und platzierten Angriffen noch herausragte und kraft ihrer Fertigkeiten von den Mitspielerinnen auch immer wieder gesucht wurde.

Die MVP Medaillen wurden Berlins Zuspielerin Katharina Kummer sowie Anne Krohn überreicht.

So konnte das mit ca. 350 Zuschauern erschienene Publikum (unter ihnen eine große Fangruppe von der Ostsee, die schöne Stimmung in die Halle brachte) ein ausgesprochen attraktives Zweitligaspiel genießen. Hörte man sich unter den Zuschauern um, gab es nur lobende Worte für die beiden Teams. Langjährige Fans des Volleyballs bescheinigten beiden Mannschaften, dass sie sich jedenfalls in der derzeitigen Form deutlich von den Mitbewerbern abheben und  zu Recht an der Tabellenspitze stehen: „Das gezeigte Spieltempo und die Durchschlagskraft beider Reihen sind in der 2. Liga Nord nicht häufig vertreten. So viele lange Ballwechsel trotz druckvoll ausgeführten Angriffen sieht man in der Liga selten.“

Der BBSC festigte den zweiten Tabellenplatz und hat nunmehr 5 Punkte Rückstand zum Tabellenführer. Für das Team aus dem Berliner Südosten geht es am nächsten Sonntag nach Köln, ehe am darauffolgenden Wochenende die Heimspiele gegen den VC Olympia Berlin und den SV Bad Laer folgen.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Anna Lena Grätz, Annika Kummer, Stephanie Utz, Karoline Vogt, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll

BBSC Berlin mit Revanche im Lokalderby

Ein 3:2 Auswärtserfolg beim Lokalrivalen Rotation Prenzlauer Berg bringt den BBSC Berlin erneut auf den 2. Tabellenplatz.

Zum Auftakt der Rückrunde gastierte der BBSC bei dem Team in Hohenschönhausen. Nach dem knapp verlorenen Hinspiel vor knapp vier Monaten waren die Köpenickerinnen auf Wiedergutmachung aus und wollten die Revanche.

Im ersten Durchgang gelang es, über konsequente Punktgewinne aus der Annahme den Gegner in Schach zu halten. Vereinzelte Breaks führten zu einer komfortablen Führung, die die Mannschaft von Trainer Robert Hinz sicher ins Ziel brachte. Ab dem zweiten Durchgang gelang es den Gastgeberinnen jedoch besser in ihrem Annahmespiel zu agieren. Auch war ab diesem Punkt die starke Diagonalangreiferin Aisha Skinner schwer zu stoppen und so verlor der BBSC den zweiten und dritten Durchgang knapp mit jeweils 23:25.

Um mehr Angriffswucht in das eigene Spiel einzubauen, brachte Trainer Hinz Juliane Stapel im Diagonalangriff ins Spiel. Der Plan ging auf: Der BBSC war nun wesentlich durchsetzungsfähiger im Angriff und so glichen die Gäste nach Sätzen zum 2:2 aus. Das Lokalderby hatte nicht zu viel Spannung versprochen: „In der hitzigen Schlussphase des Spiels mit dem Tiebreak behielten wir einen kühlen Kopf“ strahlte Kapitän Katharina Kummer und konnte mit ihrem Team den sechsten Sieg in Folge feiern.

Zum MVP des Spieltags wählten die Trainer die Angreiferinnen Lisa Kotzan (RPB) und Juliane Stapel (BBSC).

In der nächsten Woche gastiert eine Mannschaft in der Hauptstadt, die sogar sieben Spiele in Folge (und das auch noch ohne Satzverlust!) gewinnen konnte. Niemand geringeres als der amtierende Tabellenführer aus Stralsund wird dann zu Gast zum Spitzenspiel der Liga in der Köpenicker Hämmerlinghalle erwartet.

Cheftrainer Robert Hinz sieht dabei sein Team zum ersten Mal seit langem nicht in der Favoritenrolle:  „Erst einmal ist die Freude natürlich groß, das Stadtderby zum Rückrundenauftakt gewonnen zu haben. Jetzt blicken wir schon gespannt auf das Spiel gegen Stralsund. Das Hinspiel haben wir an der Ostsee eindeutig verloren, im Pokal dann zu Hause nur knapp im Tie-Break. Für uns wird es auch mal angenehm sein, ohne Druck aufspielen zu können, denn André Thiels Mädels sind nach ihrem 21:0-Sätze-Lauf glänzend aufgelegt und der klare Favorit. Chancenlos sind wir allerdings nicht: Schaffen wir es an unser Leistungsmaximum zu gehen, so ist die Überraschung möglich.“

Das Spitzenspiel gegen die Stralsunder Wildcats findet am 19.01.2020 um 15 Uhr in der Hämmerlinghalle statt.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Anna Lena Grätz, Annika Kummer, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Burkhard Kroll

BBSC-Sieg als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gewünscht

Kurz vor dem Weihnachtsfest treten die Damen des BBSC Berlin in der Liga noch einmal an und treffen am Sonntag, den 22. Dezember 2019 um 15:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle auf den Vfl Oythe – eine Mannschaft, die sich in Berlin immer teuer verkaufte und einen unangenehmen Gegner darstellt.

Die Gäste aus der Kreisstadt Vechta mit dem Ortsteil Oythe waren zu Saisonbeginn erneut kaum von der Spielstärke einschätzbar. Trainer Ali Hobst hatte wieder einen Umbruch innerhalb des Teams zu bewältigen. Dabei blieb sich Oythe treu und verpflichtete wie in den vergangenen Jahren auch leistungsstarke Athletinnen aus dem Ausland, wenn auch weniger als in früheren Jahren. Insgesamt vier Spielerinnen aus den USA und Polen heuerten in Oythe an. Aus dem letztjährigen Team verblieben u.a. die sehr erfahrenen Christine Augenbrock sowie die Polin Dominica Zoltanska. Paulina Brys (ehemals als Diagonale in Hamburg und Suhl in der 1. Liga aktiv) ist nach der Geburt ihres Kindes wieder als Zuspielerin in Oythe im Einsatz. Der gegnerische Block ist für die Berlinerinnen kein Unbekannter. Maike Herzog, in den letzten Jahren beim VC Olympia und bei RPB Berlin intensiv beschäftigt, hat sich für die Saison 2019/20 der Mannschaft des VfL angeschlossen. Die 1,96 m lange Blockerin aus Neuenhagen bei Berlin hatte in den vergangenen Jahren viele Einsätze in der Juniorinnen-Nationalmannschaft und wird als starke Gegenspielerin erwartet.

Die Saison begann Oythe etwas holprig, mussten sich doch erst einmal die Abläufe auf dem Feld mit den vielen Neuzugängen automatisieren. Doch mit der Zeit kam das Team aus Niedersachsen immer besser in Schwung und sichert sich mittlerweile einen guten Mittelfeldplatz in der Tabelle. So werden die Gäste erneut zu einem Gradmesser für die Spielstärke der Berlinerinnen, die sich kurz vor Saisonhalbzeit auf dem dritten Tabellenplatz wiederfinden.

Für die Gastgeberinnen gilt es, an die kämpferische und auch spielerische Leistung der letzten Wochen anzuknüpfen und zu einem attraktiven Spiel zu finden. Wir freuen uns über lautstarke Anfeuerung und eine stimmungsvolle vorweihnachtliche Hämmerlinghalle.

Quelle: Burkhard Kroll

Spannender Pokalkampf des BBSC Berlin

Mit einer denkbar knappen 2:3 Niederlage gegen die Stralsunder Wildcats (24, -15,23, -22, -14) verpasste der BBSC Berlin den Einzug in das DVV-Pokal-Achtelfinale.

Die Berlinerinnen gingen ersatzgeschwächt in die Partie, waren doch Roxana Vogel und Annika Kummer mit Verletzungen nicht einsatzfähig. So waren die Wechselmöglichkeiten von Trainer Hinz sehr begrenzt, zumal Alina Gottlebe-Fröhlich die verwaiste Liberoposition übernahm und als Wechseloption für den Außenangriff nicht zur Verfügung stand. Dagegen brachte Stralsunds Trainer Thiel sein gesamtes Aufgebot in die Hauptstadt – Wechseloptionen, die sich letztendlich auszahlten.

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel beider Teams auf Augenhöhe. Der BBSC verschwendete keine Gedanken an fehlende Wechselmöglichkeiten, sondern spielte einfach Volleyball mit dem Vertrauen in das eigene Können. Mitte des ersten Satzes konnte sich der BBSC leicht absetzen, beim 23:18 war eigentlich schon fast der Drops gelutscht. Stralsunds Trainer André Thiel wollte partout den Satz noch drehen und brachte Anne Krohn aufs Feld. Ab sofort wurde nur noch Krohn zur Vollstreckung angespielt – und wie sie vollstreckte! Die 35-jährige zeigte der Jugend mit Schlaghärte und Übersicht, wie man den Gegner entnervt. Mit Ach und Krach gelang dem BBSC noch der Gewinn des ersten Satzes. In den folgenden Spielminuten dominierte Stralsund – mit Anne Krohn – nach Belieben und die Gastgeberinnen bekamen kein Bein aufs Parkett. Langsam stellte sich der BBSC auf das Stralsunder Spiel ein, zumal Krohn ihr Powerspiel nicht dauerhaft durchziehen konnte. Trotzdem holten sich die Gäste unangefochten den zweiten Satz. Der dritte Satz ging dann wieder knapp an die Berlinerinnen. Trainer Hinz hatte hier eine seiner wenigen Wechselmöglichkeiten gezogen und Stephanie Utz für Juliane Stapel auf das Parkett gebracht. Der vierte Satz ging wieder knapp an die Ostseeküste, nun musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Der BBSC warf sich noch einmal mit letzter Kraft in die Partie und führte bereits mit 9:4, um kurz danach mit 9:10 ins Hintertreffen zu geraten. Erst in der Verlängerung des Tiebreaks sicherte sich Stralsund den Einzug ins Achtelfinale. Wir wünschen viel Glück im Vergleich gegen Aachen!

Für den BBSC ist die Niederlage kein Beinbruch – das Team hat gezeigt, dass es selbst dezimiert auch gegen eine Spitzenmannschaft der Liga mit unbändigen Kampfgeist und hoher Konzentration gut mithalten kann. Den Ausschlag zugunsten der Gäste gaben heute eine etwas niedrigere Fehlerquote, eine hervorragende Feldabwehr und letztendlich die Vollstreckerqualitäten von Anne Krohn, völlig zu Recht zum MVP gewählt. Auf Berliner Seite erhielt Katharina Kummer die Medaille, aber auch andere wie Antonia Lutz oder die als Libera eingesetzte Alina Gottlebe-Fröhlich hätten sich die Ehrung voll verdient.

Die Berlinerinnen treten am 9. November 2019 in der Liga auswärts in Bad Laer an, ehe am 17.11.2019 Dingden in Köpenick zu Gast ist.

Quelle:BBSC Berlin/Burkhard Kroll

BBSC in der Pokalqualifikation gegen Stralsund

Nach der zweiwöchigen Spielpause für die 2. Liga kommen am Sonntag, den 27. Oktober 2019 um 16:00 Uhr die Stralsunder Wildcats in die Köpenicker Hämmerlinghalle: Es geht um den Einzug in das Achtelfinale des DVV-Pokals.

Stralsund konnte in der Saisonvorbereitung mit einem bereits eingespielten Team arbeiten. Zudem erhielten viele Wildcats eine erstklassige Ausbildung in den Bundesstützpunkten. Lene Scheuschner kennen die Berliner Fans noch aus Zeiten ihres Engagements in Aachen. Eine der wichtigsten Spielerinnen des Teams ist Anne Krohn, die nach erfolgreichen Jahren in Hamburg 2016 nach Vorpommern zurückkehrte. Über die auch im Beachvolleyball sehr erfolgreiche Athletin (gerade vor zwei Monaten 5. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Beachvolleyball!)laufen immer wieder die druckvollen Angriffe der Mannschaft von der Ostseeküste. Auf der Regieposition agiert Svenja Enning, die in der letzten Saison noch für Münster die Zuspielfäden spann und ihre Erstligaerfahrung einbringt. Ein Wiedersehen gibt es für das Berliner Team mit den in den Vorjahren für den BBSC aktiven Lisa Senger und Tara Jenßen.

Mit den Sundstädterinnen kommt eines der beiden – nach bisherigen Ergebnissen – derzeitigen Spitzenteams der Liga nach Berlin. Noch vor vier Wochen unterlagen die Hauptstädterinnen in Stralsund klar mit 0:3, selbst wenn die Sätze nur knapp abgegeben wurden. Doch das soll in Berlin nicht so bleiben. BBSC-Trainer Robert Hinz erwartet ein „mit Sicherheit engeres Duell als zuletzt in Stralsund. Dennoch geht der Gast hier als klarer Favorit ins Spiel. Aber wir alle kennen ja dieses Sprichwort mit dem Pokal und den dort vorherrschenden eigenen Gesetzen.“ Und zudem haben die Gastgeberinnen in den letzten Spielen Selbstbewusstsein gewonnen. Schon das Spiel in Leverkusen, aber auch der Sieg gegen den Favoriten aus Köln zeigten, dass die Mannschaft mit Motivation und voller Konzentration in der Lage ist, den Gegnern einen heißen Kampf zu bieten. Der Gewinner dieser Qualifikationsrunde trifft dann eine Woche später im DVV-Pokal-Achtelfinale auf den Bundesligisten Ladies in Black Aachen.

Der BBSC freut sich auf lautstarke Unterstützung der Fans. Mit dem sprichwörtlichen BBSC-Mannschaftsgeist will das Team am Sonntag dem Publikum eine hochklassige und spannende Partie präsentieren.

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Heimspieltag gegen Meisterschaftsanwärter

Wenn der BBSC Berlin am kommenden Samstag, 12.10. um 19:00 Uhr in der heimischen Hämmerlinghalle nach fünf Pflichtspielen auswärts gegen DSHS Köln antritt, darf sich das Berliner Publikum auf einen Meisterschaftsanwärter freuen.

Die Gäste aus dem Rheinland hatten sich 2017 und 2018 den Ligatitel gesichert und kamen in der letzten Saison als Dritte ins Ziel. Das Team um Neu-Kapitänin Viola Torliene blieb im Wesentlichen zusammen. Etwas schwerer wiegt lediglich das vorläufige Karriereende von Ausnahmezuspielerin Pia Weiand. Die frühere Leverkusenerin Annika Stenchly setzt nunmehr ihre Mannschaftskolleginnen in Szene. Das Domstädter Team verfügt über eine ausgesprochen ausgeglichen besetzte Mannschaft. Langjähriger Trainer ist Jimmy Czimek -als früherer Co-Nationaltrainer und Dozent an der Deutschen Sporthochschule Köln leitet er die A-Trainerausbildung beim Volleyballverband. Gute Voraussetzungen also, um auch in dieser Saison in den Kampf um die Tabellenspitze einzugreifen. Am letzten Wochenende unterlag Köln allerdings dem letztjährigen Meister Borken im Regionalpokal West – die Liga könnte noch einmal enger zusammengerückt sein.

Nach der sehr spannenden 2:3 Auswärtsniederlage des BBSC in Leverkusen, für die dem Team ob des Einsatzes auf dem Feld und der taktischen Einstellung durchaus Lob gezollt wurde, und dem nachfolgenden Regionalpokalgewinn wartet auf die Köpenickerinnen erneut eine schwierige Aufgabe. Gegen einen solchen Gegner wie Köln hat der BBSC nichts zu verlieren, erneut kann das Team befreit aufspielen Mit einer echten Teamleistung wollen die Berlinerinnen den Gästen die Stirn bieten und den Kampf aufnehmen. Freuen wir uns auf ein attraktives Heimspiel!

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

BBSC erneut Volleyball-Regionalpokalsieger Nordost

Dem Zweitligateam des BBSC gelang es am vergangenen Sonntag zum dritten Mal in Folge, den Regionalpokal zu gewinnen. Im Halbfinale besiegten sie den Gastgeber  SV Braunsbedra in weniger als einer Stunde Nettospielzeit mit 3:0 (12, 19, 17). Auch das anschließende Finale gegen den VSV Havel Oranienburg konnten die Hauptstädterinnen nach einem Fehlstart im ersten Satz souverän mit 3:1 (-13, 13, 14, 14) gewinnen.

Schon früh machte sich das Team um Kapitänin Katharina Kummer auf den Weg in Richtung Sachsen-Anhalt, da sie das erste Halbfinalspiel der zweiten Damenmannschaft des BBSC gegen den VSV Havel Oranienburg nicht verpassen wollten. Leider gelang es der Bundesligareserve der Berlinerinnen nicht, die hart erarbeitete 2:0-Führung in diesem Drittligaduell in einen Sieg umzumünzen. Nach gespielten vier Sätzen am Vortag im Ligavergleich gegen Hamburg-Eimsbüttel fehlten der 2. Mannschaft nur ein paar Pünktchen, um in das Finale vorzudringen. Nach einem dramatischen Tiebreak stand der VSV Havel Oranienburg als erster Finalist fest.

Das folgende Spiel David gegen Goliath – Regionalligist SV Braunsbedra gegen den Zweitligisten BBSC – war dann schon deutlicher: Der Underdog wehrte sich zwar mit Leibeskräften, hatte jedoch zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Chance dem Favoriten gefährlich zu werden. So kam es zum Finale des Vorjahres, in dem BBSC-Headcoach Robert Hinz noch bei den Oranienburgerinnen an der Seitenlinie stand. Nach dem Spiel plauderte er professionell über die „Sondersituation, gegen das Team zu spielen, das man im Vorjahr noch selbst gecoacht hat. Man hat den VSV-Damen angemerkt, dass sie mir zeigen wollten, dass sie auch ohne mich unter Peter Schwarz guten Volleyball spielen können. Nachdem sie das im ersten Satz eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, bin ich aber umso erfreuter, dass meine Mädels den Schalter danach umlegen konnten und mit enormer Präzision das Spiel zu unseren Gunsten entschieden. Dem VSV Havel wünsche ich natürlich trotzdem nur das Beste für die weitere Saison in der Dritten Liga.“

Im angesprochenen ersten Satz lief beim Zweitligisten noch nicht viel zusammen. Viele Ungenauigkeiten waren im Spiel vorhanden und die Oranienburgerinnen nutzten diese eiskalt aus. In den folgenden Sätzen stabilisierte sich allerdings die Annahme und Abwehr des BBSC und das Spiel kippte. Fortan zeigten sich die Damen aus dem Havelland mit dem Spieltempo überfordert und fanden keine Mittel mehr im Block.

Auch BBSC-Außenangreiferin Alina Gottlebe-Fröhlich, der es zum insgesamt elften Mal mit unterschiedlichen Teams gelang, den Regionalpokal zu gewinnen, zeigte sich glücklich: „Toll, dass wir den Pokal geholt haben! Ich freu mich jetzt schon auf das Spiel gegen Stralsund!“

Zu eben jenem Duell gegen die Stralsunder Wildcats kommt es nun im DVV-Pokal-Qualifikationsspiel am 27. Oktober. Dann treffen die Köpenickerinnen in einem Heimspiel auf den Zweitligakonkurrenten, der noch vor zwei Wochen das Ligaduell klar mit 3:0 für sich entscheiden konnte. Dementsprechend prognostiziert BBSC-Trainer Hinz: „Es wird mit Sicherheit ein engeres Duell als zuletzt in Stralsund. Dennoch geht der Gast hier als klarer Favorit ins Spiel. Aber wir alle kennen ja dieses Sprichwort mit dem Pokal und den dort vorherrschenden eigenen Gesetzen.“

Der Gewinner dieser Qualifikationsrunde trifft dann eine Woche später im DVV-Pokal-Achtelfinale auf den Bundesligisten Ladies in Black Aachen. Burkhard Kroll

Sieg im Tiebreak nach dem 8:8-Zwischenstand

Mit einem hart erkämpften 3:2 Sieg (-18, 25, -9, 17, 9) kehrt der BBSC aus Borken nahe der holländischen Grenze in die Hauptstadt zurück. Drei gewonnene Sätze, in denen die Berliner Mannschaft jeweils 100 % abgerufen hat, brachten den letztjährigen Staffelmeister zur ersten Niederlage in einem Ligaheimspiel seit 3. März 2018.

Beide Mannschaften spielten zeitweise auf hohem Niveau, hatten zunächst aber auch ihre Phasen, in denen die Fehlerquote dem Gegner Tür und Tor öffnete. Die Münsterländer gestalteten zwei Sätze erfolgreich, doch gelang es dem BBSC, den Schalter umzulegen und Borken konstant das eigene Spiel aufzuzwingen. So ging der 4. Satz schon klar an die Gäste.

Der Ligameister zeigte auch im Tiebreak nach dem 8:8-Zwischenstand und angesichts heftiger Berliner Gegenwehr Nerven und ließ viele Eigenfehler zu. Der BBSC nutzte dies mustergültig mit viel Konzentration und Abgeklärtheit aus. Dank der Aufschlagserie von Annalena Grätz und konstantem Block-Abwehr-Spiel gewannen die Berlinerinnen den entscheidenden Tiebreak mit 15:9 und durften nach Abpfiff den ersten Saisonsieg bejubeln.

MVP wurden Josephine Suhr und auf Gegnerseite die 2009er Juniorinnen-Weltmeisterin Sina Kostorz.

Kapitänin Katharina Kummer war nach dem Spiel mehr als glücklich über den Sieg gegen Borken: „Dass was uns letztes Wochenende gegen RPB noch etwas an Konsequenz gefehlt hatte, konnten wir heute gegen Borken mehr aufs Parkett bringen und verdient die 2 Punkte mit nach Berlin nehmen.“

Trainer Robert Hinz bemerkte: „Ich bin stolz, dass wir uns trotz der mehrmaligen Rückstände immer wieder zurück ins Spiel gekämpft haben. Nun gilt es diese Leistung am kommenden Wochenende in Stralsund zu bestätigen.“ Nächsten Samstag, den 28.09.2019 um 17.00 Uhr spielt das Team in einer Reihe von insgesamt 5 Auswärtsspielen in der Diesterweg-Halle bei den Stralsunder Wildcats.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Mercedes Zach, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Burkhard Kroll

Volleyballfest beim Derby in der Hämmerlinghalle

BBSC Berlin – Rotation Prenzlauer Berg 2:3 (22, -19, -28, 20,14)

Zum Saisonbeginn traf der BBSC in Köpenick auf die Gäste von Rotation Prenzlauer Berg – ein Derby, das 280 Zuschauer in der Hämmerlinghalle begeisterte.

Fünf spannende Sätze mit dauernd wechselnden Führungen und ein verdammt enger Ausgang des Derbys – Volleyballfan, was willst Du mehr? Beide Teams starteten konzentriert und hatten selten Phasen, die sie absolut dominierten, genauso wie Phasen, in denen sie nicht ins Spiel fanden. Die auflaufenden Spielerinnen beider Teams agierten fast durchgängig auf einem ähnlichen Niveau und bei beiden Mannschaften gab es keinerlei Leistungsabfälle. So konnte das Publikum tolle Ballwechseln bewundern, aber auch ein wenig Nervosität auf beiden Seiten und kleinere Ungenauigkeiten beobachten, denn in diesen Formationen hatten beide Teams noch nie zuvor ein Ligaspiel bestritten. So holte sich der BBSC den ersten Satz, RPB konterte mit dem nächsten Satzgewinn. Der dritte Satz war extrem umkämpft und kein Team konnte sich wesentlich absetzen. So ging dieser Satz in die Verlängerung und RPB holte sich mit drei Punkten in Folge die Satzführung. Nun war der BBSC wieder am Zug: Satzausgleich. Auch der Tiebreak ging in die Verlängerung: Nach einem Rückstand holten die BBSC Mädels furios noch einmal auf und erzwangen den Gleichstand zum 14:14. Danach war wieder RPB am Zug und verbuchte für sich den glücklichen Sieg.

Das Spiel beider Teams war geprägt durch typische Mannschaftsleistung, ein wenig ragten die früheren Erstligaspielerinnen Annalena Grätz (BBSC) und Nele Iwohn (RPB) mit ihrer Übersicht und größeren Durchschlagskraft heraus. Gerade im fünften Satz zeigte auch Aisha Skinner (im Sommer 2018 noch mit Vertrag beim Meister Schweriner SC ausgestattet, dann jedoch mit ein wenig überraschendem Volleyballjahr in den USA) mit viel Ruhe und Abgeklärtheit sowie Durchschlagsvermögen ihr Können.

BBSC Trainer Robert Hinz zeigte sich zunächst „zufrieden mit den gezeigten Leistungen meiner Mannschaft. Es fehlt uns freilich noch die Konstanz und partiell auch die Variabilität, um mit den ganz Großen der Liga mitzuhalten. Daran werden wir auch weiter in den nächsten Trainingswochen arbeiten.“

Die MVP-Medaillen erhielten Josephine Suhr und Aisha Skinner.

Für den BBSC geht es in den folgenden vier Spielen ausschließlich auswärts um Punkte. Am nächsten Wochenende folgt zuerst die Auswärtsfahrt nach Borken und Robert Hinz ist sich ob der „Underdog-Stellung des BBSC beim amtierenden Zweitligameister“ klar. Am 12. Oktober können die Fans ab 19 Uhr wieder Zweitliga-Volleyball in der Hämmerlinghalle genießen, wenn der mehrmalige Zweitligameister Köln zu Gast ist.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Bonnie Jatzko, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Stefanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

BBSC mit Herzschlagfinale in der Hämmerlinghalle

Zum letzten und entscheidenden Spiel im Kampf gegen den Abstieg empfängt der BBSC Berlin am kommenden Samstag, den 13. April 2019, um 19:30 Uhr das Volleyball Team Hamburg in der Köpenicker Hämmerlinghalle.

Die Auswirkungen dieses Finalspiels haben sich viele Volleyballfans zu Saisonbeginn bestimmt nicht so vorgestellt. Der Vorletzte in der Tabelle (BBSC) trifft auf den Letzten (früheren Erstligisten Hamburg) und hat es nicht einmal selbst in der Hand, aus eigener Kraft das rettende Ufer zu erreichen. Die bisher am Tabellenende notierten Sportfreunde aus Aligse haben im Schlussspurt der Saison mit fünf Siegen seit Ende Januar Hamburg und Berlin überholt. Ein weiterer Punkt im Saisonabschlussspiel gegen Borken (zwei Satzgewinne reichen aus) bringt die Niedersachsen uneinholbar auf einen Nichtabstiegsplatz. Der BBSC kann mit einem 3:0 oder 3:1 Sieg gegen Hamburg nur dann Aligse überholen, wenn die Gallier gegen Borken mindestens 1:3 verlieren. Alles andere ist Spekulation – eventuell könnte der Tabellenvorletzte auch davon profitieren, dass einem potentiellen Aufsteiger die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht bescheinigt wird oder dieser selbst zurückzieht.

Um überhaupt an ein Verbleiben in der 2. Liga zu denken muss jedoch erst einmal das Volleyball Team Hamburg geschlagen werden. Das Team von der Elbe war mit großen Erwartungen in die Saison gestartet, hatte sich personell verstärkt, war jedoch nach einer unglücklichen Verletzungsserie zum Saisonanfang ziemlich schnell in Richtung Tabellenkeller unterwegs. Zum Aufgebot gehören mit Annalena Grätz, Luise Klein, Lisa Senger und Gina Köppen vier Akteurinnen, die beim VCO Berlin nicht nur eine sehr gute Volleyballausbildung genossen haben, sondern auch viel Erstligaerfahrung sammeln durften. Klein und Grätz spielten zudem beim Köpenicker SC in der 1. Liga. Kapitänin des Teams ist Juliane Köhler, die aus der Schweriner Volleyballschule kommend in Hamburg zur Führungspersönlichkeit reifte. „Wer glaubt, dass sich Hamburg hängen lassen wird, ist auf dem falschen Dampfer“ weiß Berlins Trainer Robert Pultke. „Auch die Mädels aus der Hansestadt werden alles geben, um sich die Minichance des vorletzten Tabellenplatzes zu erhalten.“

Demzufolge wird es für den BBSC nur um eines gehen: mit kühlem Kopf und Konzentration, aber unter Volldampf den Kampf aufzunehmen und mit der Kampfkraft die wichtigste Eigenschaft des Teams in die Waagschale zu werfen. Der BBSC freut sich über lautstarke Unterstützung von den Rängen im Finalspiel gegen den Abstieg!

Quelle: Burkhard Kroll / BBSC Berlin