Spandau mit Siegeswillen

Zum dritten Mal seit Mitte Oktober stehen sich am Mittwoch, 10.11.21 die Wasserfreunde Spandau 04 und Waspo 98 Hannover gegenüber. An diesem 2. Spieltag der Hauptrundengruppe B in der Champions League sind die Berliner Gastgeber. Die beiden letzten Begegnungen beider Teams auf nationaler Ebene hat jeweils das Heim-Team verloren. Am 17. Oktober in Schöneberg verlor Spandau 04 das nachzuholende Pokalfinale der Saison 2020/21 mit 14:18 und am 31. Oktober verloren die Hannoveraner mit 12:13 im eigenen Becken beim offiziellen Saisonauftakt 2021/2022 den Supercup.

Seit einigen Jahren sind Gästeerfolge beinahe zur Regel geworden. „Wir wollen uns diese Woche zu Hause diese wichtigen Champions-League-Punkte holen“, sagt Trainer Petar Kovacevic. Nach Auftaktniederlagen beider Teams am 1. Spieltag bei Roter Stern Belgrad und Jug Dubrovnik sind mit Blick auf einen der vier Top-Ränge in der Achter-Gruppe, die fürs Erreichen des Final 8 im Juni 2022 Voraussetzung sind, schon im frühen Wettbewerbsstadium Punkte bitter nötig. Der Verlierer der Mittwoch-Begegnung ist angesichts der folgenden Ansetzungen bis Jahresende unter starkem Zugzwang.

Auf Spandau 04 warten im November und Dezember noch Jug Dubrovnik (H/20.11.), Pro Recco Genua (A/1.12.), Steaua Bukarest (H/15.12.) und CN Marseille (A/22.12.). Für Hannover ist das Programm mit OSC Budapest, Roter Stern Belgrad, Marseille und Pro Recco ähnlich anspruchsvoll.

Mit dem Bundesliga-Auftakt am vergangenen Samstag konnten beide Mannschaften auch Erkenntnisse über Defizite und Verbesserungen im eigenen Spiel gewinnen. Spandaus gewann mit 24:8 gegen Potsdam und Hannover mit 18:9 gegen den ASC Duisburg. Damit zeichneten sich beide Teams durch eine erfolgreiche Offensive aus, andererseits aber war die Defensive nicht immer sattelfest. Wer diesbezüglich effektiv nachbessert, wird am Mittwoch einen Vorteil genießen.

Quelle:Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Champions League 2021 / 2022

Spiel 2 Gruppe B

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spielbeginn: 19:00 Uhr

Wasserfreunde Spandau nehmen Kurs auf Meistertitel 38

Am 6. November beginnt mit dem 1. Spieltag der 1. Bundesliga die 101. Deutsche Meisterschaft der Wasserball-Männer. Seit 1912 wird das beste Team Deutschlands ermittelt. In den Jahren 1914-18, 1935 (Vorbereitung Olympia 1936), 1944-46 und 1972 (Vorbereitung Olympia München) wurde insgesamt zehnmal pausiert. Diese Statistik bezieht sich allerdings nur auf Gesamt- oder Westdeutschland, die DDR-Meisterschaften sind hier nicht einbezogen.

Waspo 98 Hannover hat 2020/21 die 100. Deutsche Meisterschaft gewonnen und steht damit in der Gesamtstatistik mit insgesamt acht Titeln gemeinsam mit Hellas Magdeburg auf Rang 3 dieses Rankings.

Einsame Spitze in der Liste von 18 verschiedenen Deutschen Meistern sind die Wasserfreunde Spandau 04 trotz des späten Starts ihres Titelruns (1979) mit 37 Championaten, gefolgt von Rote Erde Hamm (11). Waspo hat sich erst mit den drei Erfolgen 2018, 2020 und 2021 einen Platz auf dem Podest erarbeitet, Spandau war letztmals 2019 Meister, dank einer 3:0-Finalserie gegen die Niedersachsen.

Auch das gerade angelaufene Spieljahr begann mit einem Sieg Waspos gegen Spandau (18:14) beim pandemiebedingt in den Oktober 2021 verschobenen Pokalfinale der Saison 20/21 in Berlin. Waspo erzielte so das Triple.

Nur zwei Wochen später holten sich die Berliner in Hannover per 13:12-Triumph im Supercup den ersten Titel der Saison 2021/22 beim traditionellen Spieljahresauftakt und -vorspiel. „Das war vor allem mental und psychologisch ein wichtiges Ergebnis für uns, weil es zeigt, dass wir Waspo in Finalspielen schlagen können“, sagte Kapitän Marko Stamm, der anderthalb Minuten vor Ultimo den entscheidenden Treffer für die Wasserfreunde erzielte.

Die Sicht vieler Beteiligter auf die nun anlaufende Saison hat sich mit dem Supercup und seinem dramatischen Verlauf verändert. Spandaus Vorgabe für die Bundesliga aber bleibt die gleiche: „Aus der Vereinsgeschichte heraus und unserem sportlichen Ehrgeiz entsprechend können wir gar kein anderes Ziel haben, als die nationale Nummer 1 zu sein und Meister zu werden“, erklären Trainer Petar Kovacevic und Manager Peter Röhle unisono.

Potsdam hat im Vergleich zur Vorsaison einige Personalveränderungen zu verzeichnen. Das Team wurde weiter verjüngt und hat laut Trainer Alexander Tchigir „deutlich bescheidenere Ziele“. Man wolle, so die Torwart-Legende, „gut durch die Saison kommen, klar die A-Gruppe halten und die jungen Spieler an das Herren-Niveau heranführen“.

Beim traditionellen Vorbereitungsturnier, dem 12. Andreas-Ehrl-Cup am vergangenen Wochenende, belegten die „Orcas“ von vier Erstligisten Platz 2, weil sie unter drei punktgleichen Wettbewerbern das leicht schlechtere Trefferverhältnis als der Erste in den Partien untereinander hatten.

Am Samstag, 6.11. gegen Spandau werden einige aus dem Potsdamer Männer-Turnierteam fehlen, da neben angeschlagenen Spielern auch noch drei Aktive (Florian Burger, Finn Taubert, Till Hofmann) fehlen, weil sie zur gleichen Zeit bei der deutschen U16-Endrunde in Krefeld in Aktion sein werden. Die Potsdamer Erwartungen sind folglich zurückhaltend. „Wir wollen den Auftakt ohne weitere Verletzungen hinter uns bringen“, sagt der Sportliche Leiter André Laube, der den „eigentlichen Saisonstart“ für Potsdam mit dem Heimmatch am 13. November gegen die White Sharks sieht.

Der nächste Einsatz der Berliner dagegen folgt bereits am 10. November, wenn die Wasserfreunde in der Schwimmhalle Schöneberg (19 Uhr) Waspo 98 Hannover zum 2. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde empfangen.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga Saison 2021/2022

Gruppe A, 1. Spieltag 06. November 2021

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Schwimmbad Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

DSV Pokal – Wasserfreunde spielen in Uerdingen

Am Samstag, 18. September steht Vereinsbad von Bayer Uerdingen 08 am Waldsee das erste Pflichtmatch der Wasserfreunde Spandau 04 in der neuen Saison an. Eigentlich ist es ein Wettbewerb des vergangenen Spieljahres 2020/2021. In dem nämlich steht der Pokalwettbewerb noch aus.

Pokal-Rekordsieger Spandau 04, in den bislang 48 Austragungen seit 1971 imposante 31. mal Gewinner der Trophäe, trifft dabei auf ein altbekanntes Team. Allerdings begegnete man sich seit dem erstmaligen Abstieg der Westdeutschen in die B-Gruppe in Jahr 2018 zwangsläufig nur noch selten.

Vor der anstehende Bundesligasaison Saison bekundet Bayers Trainer Marek Debski, man wolle „unbedingt in die A-Gruppe aufsteigen und zu den besten Acht gehören“. Mit Blick auf das Pokalmatch trainiere man seit mehr als vier Wochen intensiv, habe aber bei der Auslosung kein Glück gehabt und mit Spandau 04 einen harten Gegner erwischt. Zwar hat sich Bayer mit dem bereits in mehreren Vereinen international aktiven 1,95 m großen Linkshänder-Center Kristof Hulmann (25) verstärkt, aber auch bei Spandau gab es neues Personal, das nun mit Blick auf die bald startende Champions League eine erste Standortbestimmung vor sich hat.

Die Berliner sind Favorit gegen Uerdingen, das nur einen Erfolg gegen Spandau vorweisen kann, der aber nicht im Becken, sondern am „grünen Tisch“ erzielt wurde. Im Pokalfinale 2016 standen sich beide Teams gegenüber und die Hauptstädter siegten standesgemäß mit 18:9. Uerdingen protestierte wegen eines Formfehlers (unerlaubter Einsatz eines gesperrten 04-Spielers) und bekam nach langem Rechtsstreit letztlich recht – und darf sich seitdem als Pokalsieger 2016 titulieren.

Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde – schwere Gegner in der Champions League

Wasserball-Vizemeister Spandau 04 hat bei der Auslosung der Champions League-Hauptrunde am Freitag in Ostia (Italien) in der Achter-Gruppe B mit Titelverteidiger Pro Recco Genua und 2016-Gewinner Jug Dubrovnik (Kroatien) zwei schwere Gegner in der Gruppe B dazu gelost bekommen. Außerdem ist der aktuelle Meister Waspo 98 Hannover ein Kontrahent. CN Marseille (Frankreich) und Steaua Bukarest (Rumänien) sind die weiteren Gegner, denen Spandau auf Augenhöhe begegnen kann. Außerdem komplettieren, aus der Mitte September bis Mitte Oktober gespielten Qualifikation, noch zwei weitere Mannschaften die Gruppe.

Termine 2021

27.10.2021 Qualifikant 1 – Wasserfreunde Spandau 04

10.11.2021 Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

20.11.2021 Wasserfreunde Spandau 04 – Jug Dubrovnik

01.12.2021 Pro Recco Genua – Wasserfreunde Spandau

04 15.12.2021 Wasserfreunde Spandau 04 – Steaua Bukarest

22.12.2021 CN Marsaille – Wasserfreunde Spandau 04

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde holen einen Olympiasieger

Nikola Dedovic gewann mit Serbien Gold im Wasserball in Tokio

Zwar hatten Deutschlands Wasserball-Männer mit diversen Spandau-Akteuren im Auswahlaufgebot die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio verpasst, aber einer aus den Reihen des deutschen Rekordmeisters Spandau 04 machte diese Absenz auf die denkbar beste Weise wett. Der Serbe Nikola Dedovic, seit der Saison 2016/17 Führungsspieler bei den Berlinern, holte mit seinem Nationalteam Gold und damit hat Spandau 04 einen Olympiasieger in seinen Reihen. Am Schlusstag der Spiele in Tokio besiegte Serbien, bereits Rio-Sieger 2016 und damit Titelverteidiger, in der letzten der 339 Entscheidungen Überraschungsfinalist Griechenland in einem engen Finalmatch mit 13:10 (6:3,2:4,2:2,3:1).

Im Team des Gold-Gewinners war der 29-jährigen Olympia-Debütant Nikola Dedovic einer der Leistungsträger und hatte auch in seinem achten Turniermatch für Serbien trotz zwei früher Wasserverweise im ersten Viertel eine lange Einsatzzeit für seine Mannschaft. Er war rund 65 Prozent der Turnier-Gesamtspielzeit im Becken – und erzielte auch fünf Tore für sein Team. Nikola Dedovic, 1,89 m groß und 89 kg schwer, war bereits zu Karrierebeginn mit Serbien Junioren-Welt- und Europameister und ist seit zwei, drei Jahren fester Bestandteil des A-Nationalteams. Er kam im Sommer 2016 von Primorje Rijeka zu Spandau 04 und geht 2021/22 in seine sechste Saison in Berlin.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Marek Tkac wechselt zu den Wasserfreunden Spandau 04

Die Wasserfreunde können eine weitere Neuverpflichtung für die kommende Saison melden. Der Spezialist, der slowakischen Nationalmannschaft, für Centerverteidigung freut sich darüber an die Spree zu wechseln. Tkac ist in Deutschland kein Unbekannter. Er spielte bis 2018 bei Waspo 98 Hannover und wurde mit dem Team auch Deutscher Meister. Danach machte er sich auf die Reise, um in Europa reichhaltige Spielerfahrung zu machen. Er spielte bei den Erstligaclubs CC Napoli (Ita), Aix-en-Provence (Fra) und in der serbischen Liga bei VK Šabac. Der 26 jährige, 100 kg schwere Verteidiger, beherrscht bereits die deutsche Sprache und freut sich darauf wieder in Deutschland zu spielen.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Toptalent Zoran Bozic wechselt zu den Wasserfreunden

Das neue Team der Wasserfreunde Spandau 04 verändert sich für die Saison 2021/22 mit dem Wechsel von Zoran Bozic ein weiteres Mal.

Der 18-jährige Angriffsspieler und in Esslingen geborene Sohn serbischer Eltern ist Jung-Nationalspieler. Er zählte schon beim Olympia-Qualifikationsturnier im Frühjahr in Rotterdam zur Auswahl.

Aktuell nimmt er gemeinsam mit vier weiteren Spandauern (Jüngling, Strelezkij, Restovic, Chiru) als Kadermitglied der deutschen Männernationalmannschaf an der Sommerkampagne der Auswahl teil. Vom 19. Juni bis zum 8. Juli 2021 finden acht Länderspiele gegen die Slowakei und die Niederlande statt. Derzeit trainiert das Team in Berlin.

Bozic gilt als Ausnahme-Toptalent. Bereits mit 16 Jahren hat der linke Angreifer die erste Berufung in die Nationalmannschaft erhalten. Im Sommer wird er sein Abitur abgeschlossen haben.

Damit kann Spandau sein Männerteam weiterhin verjüngen und auf eine vielversprechende Zukunft blicken.

Quelle: Peter Röhle

Wasserfreunde verlieren Finalspiele

Waspo 98 Hannover hat seinen Titel als Wasserball-Meister erfolgreich verteidigt. Am Sonntag gewannen die Niedersachsen das dritte Match der Best of Five-Finalserie um die 100. Deutsche Meisterschaft seit 1912 mit 10:7 und holten sich damit nach dem 12:6 Heimauftakt und dem 9:8-Samstagserfolg in Berlin in der Schwimmhalle Schöneberg mit 3:0 Siegen souverän das Championat.

Spandaus Ambition, die Finalserie offen zu halten und ein viertes Match am kommenden Mittwoch in Hannover zu erzwingen, hatte nur eine Halbzeit Bestand. Das erste Viertel ging mit 3:2 an den gastgebenden Rekordmeister, die beiden folgenden aber gingen mit jeweils 3:1 an Waspo und bedeuteten eine 8:5-Führung vor dem Schlussabschnitt. Dieser endete mit 2:2 und manifestierte den 10:7-Sieg der insgesamt besseren und überlegenen Gäste. Spandau lag seit Anfang des zweiten Viertels (3:4) stets in Rückstand und konnte nach mehrfachen Drei-Tore-Rückständen nie auf weniger als zwei Treffer Differenz aufschließen. Der vergebene Fünfmeter von Aleks Sekulic 11 Sekunden vor Schluß war quasi symptomatisch für den Spielverlauf aus Spandau-Sicht.

Beste Torschützen der Berliner waren Dmiri Kholod und Dennis Strelezkij (je 2), für Hannover trafen Ivan Nagaev, Darko Brguljan und Aleksander Radovic (je 2) am besten.

„Wir haben unser Limit im Finale insgesamt nicht erreicht und verdient verloren. Individuell war Hannover, auch auf Schlüsselpositionen wie Torwart und Center den entscheidenden Tick stärker. Sie waren konzentrierter und in der Chancennutzung stärker. Wir müssen uns für die Zukunft neu ordnen und motivieren. Das 0:3 muss uns antreiben“, resümierte der enttäuschte Trainer Petar Kovacevic.

Als Bronze-Gewinner stand bereits seit Samstag, 22.05.2021 der OSC Potsdam fest, der nach dem 16:14-Heimauftakt am Mittwoch auch die zweite Begegnung der Best of Three-Serie gegen den ASC Duisburg auswärts mit 13:12 (6:6) für sich entschied und damit zum vierten Mal in Serie DM-Dritter wurde.

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover Best off three Serienstand 0:3

Finalspiel 2 8:9 (2:1,0:3,2:0,4:5)

Finalspiel 3 7:10 (3:2,1:3,1:3,2:2)

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde verlieren erstes Finalspiel

Titelverteidiger Waspo 98 Hannover hat den ersten Schritt zur erneuten Meisterschaft im Männer-Wasserball gemacht. Am Mittwochabend, 19.05.2021 gewannen die Niedersachsen in eigener Halle den Auftakt des Best of Five-Finales gegen Rekordchampion und Pokalsieger Spandau 04 Berlin mit 12:6.

Die Serie wird fortgesetzt am Samstag 22.05.2021, um 16:00 Uhr und Sonntag,23.05.2021 um 14:00 Uhr in Berlin (Sport und Lehrschwimmhalle Schöneberg). Das aktuelle Duell ist das fünfte Endspiel zwischen den beiden Mannschaften in Serie. In den vier vorangegangenen Vergleichen ist jeweils die Mannschaft Meister geworden, die das erste Match gewonnen hat: 2017 und 2019 Spandau, 2018 und 2020 Hannover. Mit drei Siegen für ein Team ist der Titelkampf entschieden.

Das wie erwartet kampfbetonte wichtige Auftaktmatch mit Schlüsselbedeutung für die Serie begann beiderseits mit starken Defensiven, erst nach 2:18 Minuten fiel der erste Treffer durch Dmitri Kholod zur Berliner 1:0-Führung. Hannover antwortete in den folgenden anderthalb Minuten mit zwei Toren zum 2:1 der Gastgeber, danach dauerte es sechseinhalb Minuten, ehe Waspo per Fünfmeter-Strafwurf mit 3:1 in Führung ging. Mit 6:3 für Waspo ging es in die Halbzeit. Die emotionale Partie mit annähernd ausgeglichener Wasserverweis-Bilanz schien nach Hannovers 7:3 Mitte des dritten Spielabschnitts vorentschieden. Doch dies war wie ein Weckruf für die bis dahin nicht überzeugenden Hauptstädter, die auf 5:7 verkürzten. Im Schlussviertel aber dominierte Waspo mit 4:1 und sorgte für den klaren 12:6-Endstand.

Die Tore für Spandau erzielten Kholod (2), Denis Strelezkij, Marino Cagalj, Maurice Jüngling und Nikola Dedovic (je 1).

Für Waspo trafen Ante Corusic und Aleksandar Radovic je drei Mal. Spandau konnte nur phasenweise starken Angriffsdruck entwickeln. Es fehlte an Konzentration auf das Wesentliche und Aggressivität. Auch das Fehlen des angeschlagenen Kapitäns Marko Stamm konnte nicht kompensiert werden. Zudem hatte Waspo an diesem Tag klare Vorteile in der individuellen Klasse seiner Top-Akteure.

Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

Halbfinale in der Wasserball-Bundesliga – Spandau kontra Potsdam

Der Wasserball-Meister des Jahres 2021 (Männer) wird im Best-of-Five-Finale frühestens am 23. Mai und spätestens am 29. Mai zum 100. Nationalchampion gekürt. Aufgrund der Pandemie wurde der Modus angepasst. Nach den Zwischenrunden der Top-Gruppe stehen mit Spandau 04, Waspo Hannover, ASC Duisburg und OSC Potsdam diesem Ranking entsprechend die Halbfinal-Paarungen fest: 1 gegen 4, 2 gegen 3.

Spandau bekommt es im Hin- und im Rückspiel mit dem Vorsaison-Dritten Potsdam zu tun, der torbessere aus beiden Partien wird im Finale stehen. Als Kontrahent wird der Titelverteidiger Waspo Hannover erwartet. Der zunächst angesetzte Mittwochs-Termin des Berlin-Brandenburger Lokalderbys musste auf Freitag verlegt werden, weil in der Wochenmitte die Potsdamer Halle am Luftschiffhafen nicht zur Verfügung steht. Die zweite Begegnung findet wie vorgesehen am Samstag in Berlin-Schöneberg statt.

Alle seit Mitte April gespielten vier Spiele zwischen den Lokalkontrahenten Berlin und Potsdam, in dem mehrere Spieler auf beiden Seiten in früheren Jahren auch bereits im Team des aktuellen Gegners standen, sind deutlich an die Hauptstädter gegangen: 9:5, 16:4, 15:6 und 19:13. „Aber Hochmut kommt vor dem Fall. Wir werden uns hüten, die ‚Orcas‘ zu unterschätzen und werden hoch konzentriert und engagiert agieren“, erklärt Trainer Petar Kovacevic.

Potsdam, als DM-Dritter der beiden letzten Jahre als „dritte Kraft“ hinter Hannover und Pokalsieger Spandau etabliert, tritt zwar als klarer Außenseiter an, wird aber bemüht sein, sich nach dem schwachen 5:10 beim Zwischenrunde-Match gegen Duisburg am vergangenen Wochenende zu rehabilitieren.

100. Deutsche Meisterschaft im Wasserball der Männer, Halbfinale

Freitag, 14.05.2021 19:00 Uhr OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04

Spielort: Schwimmhalle am Luftschiffhafen, Olympischer Weg 2, 14471 Potsdam

Samstag, 15.05.2021 15:00 Uhr Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04