Rückkehr in den Volleyballtempel mit 2G+

Am Samstag (22. Jan um 20.00 Uhr) erfolgt für die Berlin Recycling Volleys endlich der erste Aufschlag im neuen Jahr. Für den Start der Hauptstädter in die Zwischenrunde gegen den VfB Friedrichshafen und die folgenden Heimspiele sind in der Max-Schmeling-Halle weiterhin bis zu 2.000 Teilnehmer zugelassen. Es gilt die 2G+ Regelung (geimpft oder genesen + getestet oder geboostert + FFP2-Maskenpflicht).

Kapitän Sergey Grankin & Co steht in den kommenden Wochen ein extrem straffes Programm bevor. Der Spielplan hält bis zum 26. Feb nahezu alle drei Tage ein Topspiel bereit. Vier der insgesamt elf Begegnungen der nächsten Wochen trägt das BR Volleys Team im heimischen Volleyballtempel aus und genießt dabei das Privileg, weiterhin vor Zuschauern antreten zu können.

Durch die Gegebenheiten in der Max-Schmeling-Halle kann der Klub als zusätzliche Sicherheit zur 2G+ Regelung die Mindestabstände auf den Zuschauertribünen gewährleisten. Zuschauer, die noch keine Auffrischungsimpfung („Booster“) erhalten haben, können sich schnell und unkompliziert auf dem Weg zur Max-Schmeling-Halle im nahegelegen Bürgertestzentrum am Jahn-Sportpark testen lassen. Dort ist vorab auch eine Terminvereinbarung möglich. Selbsttests werden nicht anerkannt.

Ausnahmen gelten weiterhin für Besucher, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können (ärztliches Attest & PCR-Test), Kinder & Jugendliche von 6 bis einschließlich 17 Jahren (Schülerausweis) und Kinder von 0 bis einschließlich 5 Jahren (keine Nachweispflicht).

Die BR Volleys freuen sich, trotz der Einschränkungen weiterhin Zuschauer im Volleyballtempel begrüßen zu dürfen, und bitten um Achtsamkeit und Rücksichtnahme bei den Heimspielbesuchen.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Volleys siegen in Lissabon

In überzeugender Manier sicherten sich die BR Volleys am Mittwochabend den ersten Auswärtssieg dieser Champions-League-Saison und damit drei weitere, wichtige Punkte. Im Duell des deutschen gegen den portugiesischen Meister gaben die Berliner in drei von vier Sätzen deutlich den Ton an und gewannen bei Benfica Lissabon mit 3:1 (25:19, 25:16, 15:25, 25:19). Punktgleich mit Zenit St. Petersburg führt der Bundesligist die Gruppe D somit weiter an, bevor es am 12. Januar 2022 im Volleyballtempel zum mit Spannung erwarteten, direkten Duell mit den Russen kommt.

Aufgrund der Ausfälle von Cody Kessel (Knöchel) und Anton Brehme (Knie) sowie des Fehlens von Georg Klein (privat), schlugen die Berliner in der „Sports Hall Benfica Lisboa“ zwar mit dezimiertem Kader aber dennoch mit ihrer aktuell stärksten Startformation auf. Nachdem Benjamin Patch seinen ersten Angriff eher Richtung Zuschauertribüne als des Gegners Feld jagte, legten die BR Volleys ihre Anfangsnervosität zügig ab. Timothée Carle (Block und Aufschlag) und Jeffrey Jendryk (Angriff und Block) drückten der Startphase ihren Stempel auf (9:6). Über weite Strecken begleiteten euphorische Fangesänge des Heimpublikums das Spielgeschehen, aber die 18 weitgereisten Berliner Fans hielten lautstark dagegen. Das leidenschaftliche Aufbäumen der Hausherren wehrten die BR Volleys mit Ruhe und Klasse im längsten Ballwechsel des Abends entscheidend zum 18:14-Zwischenstand ab. Tim Carle zeigte auf internationaler Bühne sein gesamtes Repertoire im Angriff (23:18) und schlug auch das Ass beim Satzball (25:19).

Die Berliner spielten zwar nicht fehlerfrei, waren aber klar tonangebend. Der verdiente Lohn war eine erneut deutliche Führung in Durchgang zwei nach einer Aufschlagserie von Nehemia Mote (7:2). Die Präsenz des Deutschen Meisters beim portugiesischen Pendant belegte ein „Einerblock“ von Kapitän Segrey Grankin (10:4) und auch in der Folge kamen die Hausherren kaum an den Berliner Blockhänden vorbei (18:8). Die BR Volleys zeigten dem neunmaligen Titelträger Portugals in dieser Phase die Grenzen auf und so nutzte Ruben Schott per Hinterfeld-Angriff die Chance, auf 2:0 nach Sätzen zu stellen (25:16).

Im dritten Durchgang gelang es den „Adlern“ dann die Berliner Annahme um Libero Santiago Danani stärker unter Druck zu setzen, allen voran durch den Österreicher Wohlfahrtstätter, und plötzlich geriet die Mannschaft von Cedric Enard ins Hintertreffen (8:13). Hatten Grankin & Co die Arena zwischenzeitlich etwas abgekühlt, war die Atmosphäre vom Spielbeginn nun zurück. Die Linie im eigenen Service ging völlig verloren und als die BR Volleys gar mit 12:17 ins Hintertreffen gerieten, gab Enard Patch, Grankin und Carle eine Verschnaufpause. Satz drei ging deutlich an die Gastgeber (15:25). In ursprünglicher Besetzung konnte die Leistungsdelle aber schnell ausgeglichen werden und mit starken Angriffsquoten gewannen die Gäste wieder die Kontrolle (4:1, 9:5). Der Aufschlag war zurück im Berliner Spiel und mit ihm auch die erfolgreiche Block-Abwehr-Arbeit (15:11, 23:17). „Berlin! Berlin!“ schallte es von den Rängen, als der “7. Mann“ wie die Männer auf dem Court die Oberhand zurückgewannen. 2.300 Kilometer fern der Heimat konnten die Berliner schließlich mit ihren Fans den zweiten, wichtigen Sieg in dieser Champions-League-Saison bejubeln (25:19). Nun kommt es für die BR Volleys um den MVP des Abends, Tim Carle, am 12. Januar in der Max-Schmeling-Halle zum Gipfeltreffen mit St. Petersburg, die parallel in Novi Sad noch deutlicher gewannen (25:22, 25:13, 25:20).

Stimmen zum Spiel
Timothée Carle: „Das war kein leichtes Spiel für uns, aber wir haben auch nichts anderes erwartet. Wir sind unheimlich fokussiert in dieses Match gegangenen und hatten einen perfekten Start. Im dritten Satz hat Benfica deutlich besser aufgeschlagen und stark abgewehrt, aber wir konnten antworten und haben im vierten Durchgang die nötige Reaktion gezeigt. Wir möchten in diesem Wettbewerb so weit wie möglich kommen und da waren das heute drei sehr wichtige Punkte für uns.“

Benjamin Patch: „Das war ein gutes Spiel, in dem beide Mannschaften hart gekämpft haben. Wenn du im Volleyball ein wenig die Energie verlierst, ist es schwierig, diese wiederzufinden. An diesem Punkt hat Benfica uns mit starken Aufschlägen erwischt. Wir haben aber erneut bewiesen, wie wir als Team zusammenstehen und zurückkommen können. Ende des dritten Satzes hatte ich leichte körperliche Probleme, bin aber umso glücklicher, dass ich im vierten Satz wieder meinen Beitrag zu diesem Sieg leisten konnte. Die sechs Punkte aus zwei Spielen sind der Start, den wir uns gewünscht und erarbeitet haben.“

BR Volleys Formation
Ruben Schott und Timothée Carle (AA), Nehemiah Mote und Jeffrey Jendryk (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Santiago Danani (L) | Eingewechselt: Adam Kowalski, Matthew West, Marek Sotola, Samuel Tuia

Topwerte
Carle 18 Punkte, 3 Asse, 2 Blocks, 76 % Angriffsquote | Patch 14 Punkte | Schott 11 Punkte, 77 % Angriffsquote | Danani 90 % positive Annahme

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Fotocredit: CEV

BR Volleys – Auftakt in der Champions-League

Pressefoto Credit: Maximilian Franz

Für das BR Volleys Team und dessen Fans hat das Warten ein Ende, denn der Deutsche Meister startet am Mittwoch (01. Dez um 19.30 Uhr) endlich in die CEV Champions League Volley 2022. Bei ihrer zehnten Teilnahme an der Königsklasse in Serie treffen die Berliner erstmals auf einen Gegner aus Serbien. Zum Auftakt im höchsten europäischen Wettbewerb wollen Sergey Grankin & Co gegen Vojvodina Novi Sad ans Limit gehen, um vor eigenem Publikum in der Max-Schmeling-Halle bestenfalls die ersten wichtigen Punkte einzusammeln.

Seitdem die BR Volleys in der Saison 2012/13 die Rückkehr in die CEV Champions League feierten, empfing der Hauptstadtclub Gäste aus aller Herren Länder – ein Kontrahent aus Serbien war allerdings noch nicht dabei. Somit kommt am Mittwoch mit Vojvodina Novi Sad ein weitestgehend unbekannter Gegner auf die Berliner zu, was dem ohnehin schon mit großer Spannung erwarteten internationalen Auftakt zusätzliche Würze verleiht. Novi Sad schlägt dabei mit der Empfehlung von fünf nationalen Meistertiteln in Folge in der Max-Schmeling-Halle auf. Der Serientitelträger aus dem Land des Europameisters von 2019 brachte in seiner Clubgeschichte zahlreiche große Namen hervor, allen voran die Spieler- und, spätestens seit dem letztjährigen Champions-League-Triumph mit ZAKSA Kędzierzyn Koźle, auch Trainer-Legende Nikola Grbić. Aber auch aktuelle Stars der Volleyballszene wie Marko Podraščanin oder Marko Ivović zogen von Novi Sad hinaus in die weite Welt und zu den Topclubs Europas.

Der eine oder andere der insgesamt 14 Akteure im Kader von Cheftrainer Slobodan Boškan hat sicher Ähnliches im Sinn und will sich dafür in dieser Spielzeit auf internationalem Parkett empfehlen. Lediglich zwei Legionäre, nämlich der Bulgare Radoslav Parapunov und der russische Staatsbürger Rafal Miguel, stehen im Aufgebot von Vojvodina. In der heimischen Liga müht sich der Titelverteidiger derzeit noch etwas durch die Hauptrunde, verlor nach zuvor vier Siegen in Folge am Freitag mit 2:3 bei Ribnica Kraljevo – also gegen den Verein, der sich jüngst im CEV-Cup gegen die SVG Lüneburg durchsetzte.

Obwohl Sergey Grankin international nahezu alles gesehen hat, ist der Gegner für den BR Volleys Kapitän dennoch schwer einzuschätzen: „Man wird nicht von ungefähr Meister in einem Land wie Serbien, aber wie stark unser Kontrahent wirklich ist, werden wir wohl erst wissen, wenn wir uns am Netz gegenüberstehen.“ Überhaupt möchte der Berliner Spielmacher viel mehr auf seine Mannschaft schauen: „Die CEV Champions League ist seit Saisonbeginn ein großes Thema für uns. Wir fiebern diesem Auftakt lange entgegen und sind entsprechend motiviert. Der Modus verzeiht keine Fehler, deshalb müssen wir zuhause direkt punkten.“

Zwar hat das BR Volleys Team in den vergangenen Wochen intensiv auf den Startschuss in der Königsklasse hingearbeitet, perfekte Voraussetzungen bestehen leider dennoch nicht. Außenangreifer Cody Kessel, in dieser Saison regelmäßig mit überzeugenden Leistungen in der Bundesliga, musste am Wochenende gegen Lüneburg pausieren. Ein leichte Knöchelverletzung setzte ihn außer Gefecht, wobei Trainer Cedric Enard Hoffnung hat: „Er kann womöglich am Mittwoch wieder eine Option sein. Das wird sich erst kurzfristig entscheiden.“ Verzichten muss der Coach beim ersten Aufschlag auf Europas größter Volleyballbühne weiterhin auf Anton Brehme. Der Nationalspieler wird jedoch von einem anderen Mittelblocker aus Leipzig vertreten: Georg Klein darf sich (nach seinem Karriereende im Frühjahr 2020) unverhofft noch einmal den Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle präsentieren und diese werden garantiert nicht nur den Rückkehrer herzlich empfangen, sondern auch ihr Team im Anschluss unermüdlich unterstützen.

Zulassungsregelung
Für alle Zuschauer und Veranstaltungsteilnehmer im Volleyballtempel gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen) sowie wieder eine permanente Maskenpflicht (auch am Sitzplatz). Schüler im Alter von 6 bis 17 Jahren erhalten unter Vorlage ihres Schülerausweises (kein Impf- oder Genesenennachweis nötig) Zugang zur Arena. Zusätzlich empfiehlt der Hauptstadtclub allen Besuchern, sich vorab freiwillig einem Covid-Test zu unterziehen. Dieser kann beispielsweise direkt auf dem Weg zur Max-Schmeling-Halle im nahegelegen Bürgertestzentrum am Jahn-Sportpark durchgeführt werden.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

BR Volleys und Cedric Enard sind nominiert

Die Sportmetropole Berlin wählt wieder ihre CHAMPIONS! Ab dem heutigen Freitag (05. Nov) können die Berliner und Berlinerinnen für die besten Athleten und Athletinnen, Mannschaften sowie Trainer und Trainerinnen des Jahres 2021 abstimmen. Unter den Nominierten sind einmal mehr auch die Berlin Recycling Volleys und ihr Headcoach Cedric Enard. Die Meistermannschaft und ihr Erfolgstrainer zählen ab sofort auf die Stimmen ihrer Anhänger*innen und der Berliner Sportfans: www.champions-berlin.de/wahl

Der beliebte Publikumspreis der Hauptstadt-Medien wird seit 1979 vergeben. Im letzten Jahr wählte Berlin „Die Besten der Besten“ aus den vergangenen 40 Jahren. Dabei belegte das BR Volleys Team einen großartigen dritten Platz und Geschäftsführer Kaweh Niroomand gewann aufgrund seiner Verdienste für die Sportmetropole sogar in der Kategorie „Manager*in“. Auch für die Wahl in diesem Jahr haben die Hauptstadtvolleyballer bereits wieder beste Argumente auf ihrer Seite: Mit dem elften Meistertitel und dem dritten Supercup-Gewinn in Folge empfehlen sich die Mannschaft um Sergey Grankin und Cheftrainer Cedric Enard erneut für einen Podiumsplatz. In den vergangenen neun Jahren stand stets ein Vertreter oder das gesamte Team auf dem Treppchen. Diese Tradition würden die BR Volleys nur zu gern fortsetzen.

Gewählt werden kann bis zum 21. November ausschließlich online und alle Teilnehmerinnen können auch gewinnen – unter anderem Eintrittskarten für das DFB-Pokalfinale 2022. Neben den Berlinerinnen und Berlinern wählt wie in den Vorjahren eine Expertenjury (Sportchefs der Medienpartner, Vertreterinnen der Stadt, des Landessportbunds und des Olympiastützpunkts) die Berliner Sportler*innen des Jahres. Die Ergebnisse aus Publikumswahl und Expertenjury fließen zu jeweils 50 Prozent ins Endergebnis ein. Die CHAMPIONS 2021 werden dann am Samstag (04. Dez) im Rahmen der festlichen CHAMPIONS-Gala im ESTREL geehrt.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Pressefoto Credit: Günter Kram

Amerikaner eingeflogen, Testspielplan steht

Das US-Quartett der BR Volleys ist komplett: In der dritten Trainingswoche stießen Neuzugang Matthew West, Diagonalangreifer Benjamin Patch und Rückkehrer Jeffrey Jendryk zum Berliner Team und sorgen für frischen, amerikanischen Wind in der Saisonvorbereitung 21/22. Damit stehen Assistenztrainer Lucio Oro, der weiterhin Headcoach Cedric Enard vertritt, für die ersten Testspiele nun insgesamt neun Spieler des 13-köpfigen Kaders zur Verfügung. Erste Gegner sind am 02. September die Helios Grizzlys Giesen im Horst-Korber-Sportzentrum.

Während ihr Landsmann Cody Kessel gemeinsam mit fünf weiteren Teamkollegen bereits seit dem 09. August im Horst-Korber-Sportzentrum auf die neue Spielzeit hinarbeitet, nahmen nun auch Benjamin Patch, Jeffrey Jendryk und Matthew West das Training beim Deutschen Meister auf. Zuspieler Matt West stand am Montag erstmals in der Trainingshalle und lernte seine neue Mannschaft kennen. Am Donnerstag folgte Ben Patch, der die Akkus im Sommer wieder aufgeladen hat. Nach negativem Testergebnis am Freitagmorgen durfte schließlich auch Jeff Jendryk erste Bälle schmettern und einige alte Bekannte wiedersehen. Damit ist das Aufgebot trotz des Fehlens von Nehemiah Mote (Asienmeisterschaft), Santiago Danani (Südamerikameisterschaft) sowie Ruben Schott und Anton Brehme (Europameisterschaft) nun spielfähig. Es fehlt lediglich ein etatmäßiger, zweiter Mittelblocker.

Matthew West sammelte positive, erste Eindrücke: „Es ist für die mich der größte Club, in dem ich bisher spielen durfte. Es wird sehr professionell und hart gearbeitet. Man spürt, hier liegt etwas Besonderes in der Luft. Ich wurde von allen sehr freundlich aufgenommen und fühle mich rundum wohl.“

Benjamin Patch freut sich, zurück in seiner Stadt zu sein: „Es fühlt sich an, als käme man zurück nach Hause zur Familie. Ob Co-Trainer Lucio, Sergey oder Cody – ich habe meine Teamkollegen alle vermisst. Von den nächsten Wochen erwarte ich, dass wir im harten Training etwas leiden werden. Gleichzeitig freue ich mich, meinen Körper wieder in die beste Verfassung zu bringen.“

Für Jeffrey Jendryk war die Rückkehr durchaus emotional: „Es fühlt sich großartig an, zurück in Berlin und dem bekannten Umfeld zu sein. Hier hat sich bei meiner Ankunft auf den ersten Blick wenig verändert – es regnet. Aber diese lebendige Stadt hat mir gefehlt. Wir wollen uns jetzt gemeinsam gut auf die ersten Testspiele vorbereiten und uns Woche für Woche verbessern.“

Parallel zur Ankunft des US-Trios wurde auch der Testspiel-Plan für die Saisonvorbereitung fixiert. Getestet wird in den kommenden Wochen gegen die Bundesliga-Kontrahenten aus Giesen, Königs Wusterhausen und Lüneburg. Mit vollständigem Kader, also nach der Ankunft der weiteren Nationalspieler, steht ab 22. September eine Reise nach Polen an. Dort warten IBB Polonia London und PGE Skra Belchatow auf das BR Volleys Team, ehe am 02. Oktober mit dem Volleyball Supercup in Schwerin der Startschuss für die neue Saison fällt.

Die Testspiele im Überblick:

02. Sep | Horst-Korber-Sportzentrum | vs. Helios Grizzlys Giesen
03. Sep | Sportforum Berlin | vs. Helios Grizzlys Giesen
09. Sep | Sportforum Berlin | vs. Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee
10. Sep | tba | vs. Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee
18. Sep | Sportforum Berlin | vs. SVG Lüneburg
22. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. IBB Polonia London (ENG)
23. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. IBB Polonia London (ENG)
24. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. PGE Skra Belchatow (POL)

Alle Testspiele in Berlin finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Quelle: BR Volleys Berlin/Christof Bernier

Frischer Wind im Zuspiel

Der amerikanische Einfluss wird bei den BR Volleys zur Saison 2021/2022 wieder zunehmen, denn der in Seattle geborene Zuspieler Matthew West erweitert die Riege an US-Boys beim Hauptstadtclub. Bereits 2015/2016 war der heute 27-Jährige ein Jahr lang in der Volleyball Bundesliga aktiv und tourte seitdem quer durch Europa, zuletzt mit Halt in der Türkei. In Berlin freut er sich nun auf „bekannte Gesichter“ und „sehr hohes Niveau“.

„Die Bundesliga ist mir aus meiner Zeit in Düren vertraut. Es ist eine sehr professionelle, gute Liga. Deutschland hat einen Platz in meinem Herzen“, erzählt der nun vierte Amerikaner im BR Volleys-Bunde neben Cody Kessel, Jeffrey Jendryk und Benjamin Patch. Fachkenner des deutschen Volleyballs werden sich erinnern: Matt West wechselte damals im Jahr 2015 von der Pepperdine University, wo er seine Hochschul- und Volleyball-Ausbildung genoss, nach Deutschland. Im Anschluss an sein erstes Profijahr bei den SWD powervolleys Düren zog es ihn in die Niederlande zu Abiant Lycurgus Groningen. Danach folgten Stationen in Tschechien und Finnland. Jeweils als erster Zuspieler stellte er zuletzt bei AS Cannes (FRA, 19/20), unter anderem für Kyle Russell, und bei Tokat Belediye Plevnespor (TUR, 20/21) die Bälle. Nun ist West in der Weltstadt Berlin angekommen: „Die BR Volleys sind der größte Verein in meiner bisherigen Karriere. Es ist unmöglich, nicht gern Teil dessen zu sein. Ich bin gespannt auf das Team und die Clubkultur“, so die Antrittsworte des Mannes, der beim elfmaligen Deutschen Meister für ein Jahr unterschrieben hat.

Neben Kapitän Sergey Grankin suchten die BR Volleys einen neuen Zuspieler, der frischen Wind und großen Ehrgeiz mitbringt. Geschäftsführer Kaweh Niroomand sieht in Matt West für dieses Anforderungsprofil die richtige Besetzung: „Unserem Team tat die amerikanische Mentalität in den vergangenen Jahren stets sehr gut. Die Trainings- und Wettkampfeinstellung der Jungs aus den Staaten ist immer hervorragend. Das trifft auch auf Matthew zu. Er ist äußerst diszipliniert und motiviert. Wir hatten ihn in den letzten Jahren bereits auf dem Radar.“ Zukünftig wird der US-Amerikaner gemeinsam mit Olympiasieger Grankin die Zuspielfäden in der Hand halten, womit Niroomand die Mannschaft auf dieser Position gut aufgestellt sieht: „Matthew wird Sergey mit seiner Qualität definitiv entlasten können. Außerdem ist er für einen Zuspieler relativ groß, was uns auch im Doppelwechsel neue Optionen bietet.“

1.98 Meter misst der Neuzugang. Seine Freundin Madison Bugg ist mit 1.82 Meter nur unwesentlich kleiner. Auch sie hat sich dem Volleyball professionell verschrieben, sogar ebenfalls als Zuspielerin, und ging in der Vergangenheit schon für den Dresdner SC (17/18) und Allianz MTV Stuttgart (18/19) in der Bundesliga ans Netz. In der nächsten Saison steht Bugg in Rom (ITA) unter Vertrag, doch an ihre Volleyball-Fernbeziehung sind beide gewohnt: „Für uns ist es der Normalzustand, aber die Situation fällt uns auch von Jahr zu Jahr schwerer. Gleichzeitig sind wir uns einig, dass wie beide das Beste aus unserem Leben machen wollen, solange wir jung sind. Wir sind stolz aufeinander und stehen natürlich im ständigen Kontakt.“ Und sollte eine Nachricht von Matt mal auf sich warten lassen, so kann Madison ihrem Freund dennoch stundenlang lauschen, denn West ist auch Podcaster. I Think We`re Good Here“ heißt sein Format, das er selbst wie folgt beschreibt: „Die Idee ist gemeinsam mit meinem früheren Collegecoach Marv Duphy geboren. Wir haben uns oft stundenlang über das Leben und Volleyball unterhalten. Ich habe dabei mehr über unseren Sport gelernt als während des Trainings. Darauf basiert auch der Podcast. Wir lassen Menschen ihre Lebens- und Volleyballgeschichten erzählen. Bei uns sollen sie sich wohlfühlen, wie bei einem Kaffee unter Freunden und nicht in einer klassischen Interview-Situation.“

Auch über seinen Podcast hinaus befasst West sich viel mit Volleyball-Philosophie und Lebenseinstellungen: „Ich möchte selbst einfach der beste Sportler werden, der ich sein kann, und zugleich meinen Mitspielern genau dabei helfen. So will ich mich in die Mannschaft einbringen.“ Das kann er ab August direkt tun, wenn die Saisonvorbereitung bei den Hauptstädtern startet und für ihn ein neues Volleyball-Kapitel beginnt.

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Finalspektakel jetzt in Berlin

Mit einem Volleyball-Feuerwerk haben der VfB Friedrichshafen und die BR Volleys die Endspiele um die Deutsche Meisterschaft eröffnet. Das Match eins der „best of five“-Serie bot alles, was sich die Fans der Sportart am hohen Netz davon erhoffen konnten. Letztlich waren die Berliner der glückliche Sieger und haben nun am Sonntag (11. Apr um 17.00 Uhr) in der heimischen Max-Schmeling-Halle eine Möglichkeit, ihre Führung auszubauen.

„Wir haben erst ab dem dritten Satz an diesem Finale teilgenommen“, bringt Cheftrainer Cedric Enard den Start des BR Volleys Teams in die Endspiele gegen den VfB Friedrichshafen auf den Punkt. „Deutlich zu viele Fehler in Annahme, Aufschlag und Angriff“ sowie „eine Art Spiegelbild unserer Saison“ hatte der Franzose gesehen. Denn erst nach großen Anlaufschwierigkeiten und einer Stunde Spielzeit zeigte sein Team, was es zu leisten im Stande ist. In allen Elementen konnte sich der Titelverteidiger steigern und legte auswärts eine furiose Aufholjagd hin. Dabei gaben auch die Wechsel von Enard wichtige Impulse. „Pierre hat das sehr gut gemacht und Cody konnte insbesondere in der Blockarbeit gegen Linus Weber immens helfen“, verteilt der Trainer noch zwei Tage später ein Sonderlob. Schlüssel zum ersten Sieg war auch, dass Benjamin Patch das Duell der beiden Diagonalangreifer gegen den bärenstarken Weber mit vier Punkten mehr und vier Fehlern weniger für sich entschied.

Obwohl sich das Blatt noch zum Guten wendete, gab es auch schlechte Nachrichten: Nachdem die Berliner im Verlauf der Hauptrunde immer wieder von Verletzungssorgen geplagt waren, blieb man davon während der Playoffs zum Glück nahezu verschont. Am Donnerstag holte die BR Volleys das alte Leid jedoch wieder ein. Inzwischen wurde bei Renan Michelucci eine Außenbandverletzung diagnostiziert, bei Pierre Pujol gab es nach muskulären Problemen hingegen Entwarnung. „Ich bin erleichtert, dass es bei Beiden nicht ganz so schlecht aussieht. Wir brauchen jeden Spieler im Kader, das hat man Donnerstag deutlich gesehen.“ Gegen einen stark aufspielenden Gegner und viele Widerstände haben sich Sergey Grankin und Co die 1:0-Führung in der Finalserie erkämpft und dieses “Break“ will man nun auf heimischem Boden verteidigen. Enard macht deutlich: „Jetzt, wo wir Match eins geholt haben, wollen wir unseren Vorteil natürlich nicht wieder abgeben. Dafür müssen wir jedoch von Beginn an so auftreten, wie wir das erste Duell beendet haben.“

Beim Endspielauftakt wurde ein ums andere Mal deutlich, wie sehr beide Mannschaften diesen Titel wollen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Fortsetzung am Sonntag in Berlin dem zweieinhalbstündigen Marathon-Match in nichts nachsteht. Maximale Intensität und hohes Niveau wird es auch im Volleyballtempel geben, in den an einem solchen Tag außerhalb der Pandemiezeit wohl bis zu 8.000 Zuschauer strömen würden. Ein Spektakel erwartet Cedric Enard trotzdem: „Es ist ein Finale und das spürt man bei jedem Ballwechsel, bei jeder Aktion, bei jedem Punkt.“

Christof Bernier

BR Volleys verlängern mit Benjamin Patch

Benjamin Patch liebt Berlin und die BR Volleys Fans lieben Benjamin Patch. Daher dürfte diese Nachricht die Herzen aller höherschlagen lassen: Der US-Amerikaner verlängert seinen Kontrakt beim zehnmaligen Deutschen Meister um weitere drei Jahre bis 2024. Seine Beweggründe für eine Vertragsverlängerung mit Signalwirkung für den Hauptstadtclub und die gesamte Volleyball Bundesliga erklärt der 26-jährige Diagonalangreifer, der seit der Saison 18/19 das Berliner Trikot trägt, im Interview:

Ben, drei Jahre spielst Du schon für die BR Volleys, drei weitere kommen nun hinzu. Ist Dir bewusst, dass Du damit in den Kreis echter Vereinsikonen vorstoßen dürftest?
Benjamin Patch: Haha, darüber habe ich bislang nicht nachgedacht. Bis zum „Hall of Famer“ muss ich aber wohl erst noch ein bisschen Leistung bringen. Ich glaube, die Vertragsverlängerung zeigt in erster Linie, wie wohl ich mich hier fühle und wie glücklich der Verein zugleich mit mir ist. Diese Wertschätzung ist schlicht großartig. Ich habe hier starke Beziehungen aufgebaut – sei es zu den Mitarbeitern, den Teamkollegen oder unseren Fans. Die gesamte Organisation steht hinter mir, genauso wie ich bin. Ich freue mich einfach, diese Zusammenarbeit fortzusetzen und hier etwas Großes aufzubauen. Ich will nicht nur auf dem Court meinen Beitrag zu diesem dynamischen Projekt leisten, sondern auch im Umfeld des Clubs etwas bewirken. Ich will dazu beitragen, dass die BR Volleys noch attraktiver, noch aufregender und noch bekannter werden.

Drei Jahre sind im Volleyball eine lange Zeit. Was hat Dich zu der langfristigen Bindung bewogen?
Patch: Weil Kaweh Niroomand mit seinen Worten einfach überzeugend ist (lacht). Spaß beiseite, Berlin ist für mich zur Heimat geworden. Ich fühlte mich in meinem Leben nie besser, als ich es hier tue. Die Stadt ist bestimmt auch nicht der einfachste Ort zum Leben. Es herrscht ständiger Wandel, es gibt so viel zu tun und zu lernen. Aber genau das passt zu mir. Was mich hier hält, ist auch alles, für das unser Verein steht und in Zukunft stehen möchte. Das ist mir wichtiger als Geld oder in einem Team aus Superstars zu spielen – nicht, dass wir nicht überragende Spieler in unserer Mannschaft hätten! Wenn ich eines Tages sterbe, möchte ich in allen Lebensbereichen ein Teil von etwas Bedeutsamem sein. Genau das spüre ich hier. Mir ist wichtiger, der beste Mensch zu werden, der ich sein kann, als der beste Sportler. Wenn mir irgendwo jedoch das eine wie das andere gelingen kann, dann hier!

Du bist ein Kreativkopf und Künstler, arbeitest abseits des Volleyballs an vielen Projekten. Würdest Du sagen, Du bringst all das inzwischen besser zusammen, um auch Deine sportliche Bestleistung zeigen zu können?
Patch: Man lernt immer dazu, aber es war auch früher nicht das Problem, dass ich zu viel gemacht habe. Es lag eher an mir selbst. Ich habe mir Gedanken gemacht, ob Leute dadurch von mir denken, mein Fokus läge nicht auf dem Sport. Manche glauben bestimmt, ich tanze fröhlich durch mein Leben und nehme die Dinge nicht ernst genug. Aber es gibt vieles, dass die Menschen nicht über mich wissen. Nur weil ich vielleicht eine gewisse Lockerheit ausstrahle, bedeutet das nicht, dass ich nicht fokussiert bin. Ich bin sogar sehr fokussiert. Darum traue ich mir eben auch zu, verschiedene Dinge gleichzeitig zu machen.

Dein erstes Jahr in Europa bei Tonno Callipo Vibo Valentia (ITA) war für Dich nicht einfach. Ist Dir genau das dort noch nicht gelungen?
Patch: Ich funktioniere nur, wenn ich viel zu tun habe. Das war dort nicht der Fall und das hat mich blockiert, auch auf dem Spielfeld. Ich brauche einen kreativen Ausgleich, um in allen Bereichen meines Lebens gut zu sein. Deshalb war mein Wechsel zu den BR Volleys ein Glücksfall. Dabei war es hier zu Beginn ebenfalls nicht einfach. Unsere Fans wissen das. Ich habe in meinem ersten Jahr nicht so gespielt, wie ich es heute tue. Ich war 23 Jahre jung. Man glaubt zu jeder Lebensphase, dass man sich selbst gut kennt. Aber vieles wird einem erst in der Draufsicht oder im Rückblick bewusst. Meine Debütsaison in Berlin war ein Reifeprozess für mich und am Ende gab es diesen enorm wertvollen Impuls mit dem Gewinn der Meisterschaft 2019. Nach diesem Sommer kam ich zurück und war eine bessere Version meiner selbst. Das hat man in meiner zweiten Saison gesehen, glaube ich.

Welche Rolle spielt Deine Beziehung zu Kaweh Niroomand bei diesem Prozess?
Patch: Ich mag Kaweh einfach. Ganz unabhängig davon, wo jemand herkommt oder was er macht, begegne ich jedem mit Respekt. Es liegt an der Person, ob sie sich diesen erhalten kann. Vor Kaweh habe ich höchsten Respekt. Er ist nicht einfach, er kann auch hart sein, aber er ist stets verlässlich und konsequent. Das schätze ich an ihm. Man weiß, was man von ihm bekommt, genauso wie man weiß, was man von mir bekommt. Ich hatte hier auch meine schwierigen Momente, in denen er mir geholfen hat. Dann sind wir gemeinsam einen Kaffee trinken gegangen und haben offen geredet. Kaweh stärkt mir den Rücken und hat auch jetzt im Zuge der Vertragsverlängerung deutlich gemacht, dass der Verein langfristig an mich glaubt.

Was steht abseits des Spielfeldes als nächstes an?
Patch: Der Club und ich arbeiten an einem gemeinsamen Projekt, das von den Fans und Partnern hoffentlich gut angenommen wird. Ich will noch nicht zu viel verraten, aber es hat natürlich etwas mit Kunst zu tun. Ich hoffe, dass wir damit zeitnah starten können.

Was sind Deine sportlichen Ziele in den kommenden Jahren?
Patch: Erst einmal muss man festhalten: Die letzte Spielzeit war bis zu deren abrupten und bitteren Abbruch ein Traum. Dass es nicht immer derartig perfekt laufen kann, hätte jeder vorher wissen können. Die aktuelle Saison ist wesentlich schwieriger. Wir mussten mit einer Verletzungsmisere kämpfen, bei der wir alle sicher auch Fehler gemacht haben. Aber wir wollen und werden daraus lernen. Unsere Mannschaft ist gut und wir können auch in diesem schweren Jahr zusammen noch etwas erreichen. Natürlich will ich mit Team USA zu Olympia und dort möglichst eine wichtige Rolle spielen. Im Sommer darauf brauche ich vielleicht mal etwas mehr Zeit für mich und mache eine Nationalmannschaftspause. Hier in Berlin will ich auch in Zukunft mein Bestes für den Verein geben und vielleicht irgendwann mal mit den BR Volleys im Champions League Finale stehen.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Bitterer Rückschlag in Frankfurt

Am Samstagabend, 6. Februar mussten sich die BR Volleys in fünf Sätzen auswärts den United Volleys Frankfurt mit 2:3 (25:21, 25:20, 23:25, 23:25, 10:15) geschlagen geben. Durch die Niederlage am Main rückten die in Königs Wusterhausen siegreichen Dürener bis auf einen Punkt an die Hauptstädter heran und haben sogar noch ein Spiel weniger. Vor dem am Dienstag gegen Ljubljana startenden Champions-League-Turnier offenbarte das Berliner Spiel viele Baustellen, die nun zügig geschlossen werden müssen.

Personell unverändert zum guten Auftritt gegen Bühl gingen die BR Volleys die Aufgabe in der Frankfurter Fraport Arena an. Die Berliner sahen sich einem druckvollen Start des Heimteams gegenüber und liefen in den Sätzen eins und zwei jeweils früh Rückständen hinterher. Aber das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Reaktion stimmten: Im ersten Satz brachten Aufschlagserien von Benjamin Patch und Samuel Tuia entscheidende Impulse (4:8, 15:16, 19:21, 24:21), im zweiten Satz war es der stabile Block um Renan Michelucci (insgesamt 8 Blockpunkte des Brasilianers), der den Unterschied ausmachte (6:8, 22:18). Gegen hoch motivierte Hessen verwandelte beide Male Tim Carle zum Satzgewinn und zur 2:0-Führung der Männer in Orange (25:21, 25:20)

Ungeachtet der Anlaufschwierigkeiten wähnten sich die Hauptstädter also auf einem guten Weg, doch im dritten Durchgang wuchs der Rückstand erneut schnell an (6:8, 10:15). Trotz der Hereinnahme von Denys Kaliberda (12:17) und guter Abwehraktionen vom zum Aufschlag ins Spiel gekommenen Pierre Pujol (13:20, 19:21) war Satz drei nicht mehr zu drehen. Frankfurt belohnte sich für ein couragiertes Spiel mit dem ersten Satzgewinn (23:25). Anders als in den Durchgängen zuvor konnte sich im vierten Spielabschnitt kein Team entscheidend absetzen. Kaliberda blieb auf dem Court und gab der Mannschaft von Coach Enard zunächst Sicherheit in der Annahme (12:12, 19:19). Aber der Tabellenvierte hatte das bessere Ende für sich: Baxpöhler blockte im Duell der Nationalspieler Anton Brehme (19:21), Patch patzte im Angriff (21:24) und wenig später stand es 2:2 (23:25).

Die Verunsicherung auf Berliner Seite wuchs, gleichzeitig mussten die Hausherren ihren verletzten Außenangreifer Quiroga im Tiebreak ersetzen. Aber die Youngster Reinhardt und Hüger machten ihre Sache sehr gut und die eigentlich erfahrenen BR Volleys verloren völlig den Faden (4:8). Deutlich zu viele Fehler sorgten für eine frühe Entscheidung (5:12) und am Ende mussten sich Kapitän Sergey Grankin und seine Mitspieler guten Hessen verdientermaßen geschlagen geben (10:15). Nun reist das Enard-Team noch in der Nacht zurück nach Berlin und begibt sich Montagfrüh auf die Reise nach Kazan.

Stimme zum Spiel
Renan Michelucci: „Wir müssen einfach mehr wollen und härter um den Sieg kämpfen. Dieses Spiel hat es wieder gezeigt: Wir bekommen nichts geschenkt. Es war an uns, dieses Match früher zu entscheiden, stattdessen haben wir Frankfurt die Rettungsweste hingeworfen. Ich glaube, jeder ist heute angefressen und das mit Recht. Wir müssen diesen Spielverlauf besprechen und schon am Dienstag vieles besser machen.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Renan Michelucci und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Adam Kowalski/Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Denys Kaliberda, Pierre Pujol

Topwerte
Patch 23 Punkte, 2 Asse, 2 Blocks
Renan Michelucci 16 Punkte, 8 Blocks
Samuel Tuia 14 Punkte, 70 % positive Annahme

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

BR Volleys – Auswärtssieg in Gießen

Acht Matchbälle benötigten die BR Volleys am Samstag, 23.01.2021, um sich bei den Helios Grizzlys Gießen durchzusetzen. Gegen bestens aufgelegte Gastgeber erlebten die Berliner eine Berg- und Talfahrt, die mit einem packenden Tiebreak und einem 3:2-Auswärtssieg (25:19, 24:26, 25:17, 21:25, 24:22) endete. Weil der VfB Friedrichshafen parallel 3:0 gegen den TSV Unterhaching gewann, vergrößerte sich der Rückstand auf den Tabellenführer vor dem direkten Duell am Mittwoch auf fünf Punkte.

Cheftrainer Cedric Enard bot nach einer guten und vor allem schmerzfreien Trainingswoche sowohl Sergey Grankin als auch Samuel Tuia in der Hildesheimer „Grizzly-Höhle“ von Beginn an auf. Anton Brehme und Julian Zenger kehrten ebenso gegenüber dem VCO-Spiel in die Startformation zurück, für Benjamin Patch kam ein Einsatz nach seinem Außenbandanriss noch zu früh.

Rückkehrer Grankin dirigierte seine Mannschaft im ersten Satz, als wäre er nie weg gewesen. Mit dem russischen Regisseur lief das eigene Sideout-Spiel flüssig, während die Berliner im Aufschlag noch ihren Rhythmus suchten. Tuia gelang das erste wichtige Ass (13:10) und wenn Abwehraktionen glückten, münzte man diese konsequent in Breakpunkte um (17:13, 22:17). Nachdem der erste Satz mit 25:19 souverän an die BR Volleys ging, wurde es ab dem zweiten Durchgang deutlich umkämpfter. Die Gießener steigerten sich im Aufschlag und das Resultat waren ständige Führungswechsel (7:8, 12:10, 13:14). Spätestens beim Zwischenstand von 18:20 waren die Berliner gefordert. Die Chance zum Ausgleich ließ man allerdings bei einem Missverständnis sträflich liegen, als im Zuge des Doppelwechsels mit Cody Kessel und Pierre Pujol kurzzeitig kein Zuspieler auf dem Court stand (20:22). Zwei Satzbälle wehrten die Gäste dennoch erfolgreich ab, dann schlug Davy Moraes zweimal in den Grizzlys-Block und Gießen verdiente sich den ersten Satzgewinn (24:26).

In Satz drei ersetzte Denys Kaliberda im Außenangriff Tuia und die Hauptstädter fanden ihren Spielfluss wieder. Ein Moraes-Ass sorgte für die beruhigende 13:9-Führung und auf dem Weg zum nächsten Satzgewinn drehte der spätere MVP Timotheé Carle so richtig auf (20:14, 25:17). Nach drei Sätzen beendete Kapitän Grankin seinen Arbeitstag und Pujol übernahm. Der Franzose musste bei schwächelnder Annahme zwar viel laufen, war aber auch gleich zweimal im Block zur Stelle (5:5, 12:11). Dennoch wurde der vierte Durchgang zur Analogie des zweiten. Nach einem intensiven Hin und Her gelang den Gastgebern der erneute Satzausgleich und damit der erste Punktgewinn gegen die Männer in Orange (21:25). Tiebreak also, und in dem stand es durchgängig Spitz auf Knopf. Der inzwischen eingewechselte Cody Kessel – diesmal als Außenangreifer – drehte auf und besorgte im Entscheidungssatz Punkt um Punkt (8:8, 13:13). Beim achten Berliner Matchball in einer teilweise hektischen Schlussphase stand der BR Volleys Dreierblock schließlich zum hart erkämpften Auswärtssieg (24:22).

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Samus und Sergeys Comebacks waren vielversprechend, aber es fehlten noch die letzten Automatismen. Wir haben gut begonnen, ab dem zweiten Satz ließ dann die Durchschlagskraft nach. Gießen hat gut gespielt und von uns war es zu wenig, um schließlich drei Punkte mitzunehmen. Volleyball ist eben oft ein Auf und Ab, aber wir hatten heute zu viele Tiefpunkte. Letztlich hat die Moral aber gestimmt, dennoch müssen Mittwoch deutlich besser sein, wenn wir gegen Friedrichshafen eine Chance haben wollen.“

Anton Brehme: „Der erste Satz war gut, nach dem zweiten Satz wurde es dann ein Kampf. Wir konnten uns im Angriff nicht durchgängig durchsetzen, aber am Ende haben wir gewonnen. Das ist wichtig. Wir haben im Tiebreak richtig gekämpft und eine gute Mentalität gezeigt. Das müssen wir gegen Friedrichshafen mitnehmen. Für dieses Match müssen wir konzentrierter im Aufschlag werden und mit Spaß spielen. Dann kann es auch gegen den Tabellenführer etwas werden.“

BR Volleys Formation
Samuel Tuia und Timothée Carle (AA), Anton Brehme und Éder (MB), Sergey Grankin (Z), Davy Moraes (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Pierre Pujol, Cody Kessel, Denys Kaliberda, Renan Michelucci

Topwerte
Timothée Carle 23 Punkte, 2 Asse, 57 % positive Annahme
Davy Moraes 17 Punkte, 2 Blocks
Anton Brehme 13 Punkte, 4 Blocks, 90 % Angriffsquote
Cody Kessel 9 Punkte, 82 % Angriffsquote

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier