Wasserfreunde wollen zweiten Heimsieg in der Champions League

Nach dem Sieg gegen Budapest soll der zweite Heimsieg gegen Brescia folgen

Die Champions-League-Hauptrunde mit ihren opulenten 14 Spieltagen zur Ermittlung der je vier Final 8-Teilnehmer in den beiden Achtergruppen nähert sich in dieser Woche der Halbzeit. Am 6. Spieltag nehmen die ersten Vorentscheidungen mehr und mehr Gestalt an. Aus Sicht der Wasserfreunde Spandau 04 zeichnet sich ein durchwachsenes Fazit ab. Nach bislang fünf Partien fällt das Resümee für den Gruppen-Fünften mit fünf Punkten weder überschwänglich noch aussichtlos aus.

Vor allem der 11:10-Heimerfolg gegen FTC Budapest am 11. Januar, mit dem sich das Team auch für davor bereits gezeigte gute Leistungen belohnte, machte Mut. Die Ungarn, mit neun Zählern Gruppen-Dritter, zählen durchaus zu den Großen in ihrer Sportart, gegen die Punktgewinne auch psychologisch auf der Habenseite verbucht werden dürfen. Die Azzurri waren in der Vorsaison Vierter des CL-Final 8, nachdem sie übrigens das Bronze-Match gegen FTC Budapest mit 12:14 verloren hatten. Im laufenden Wettbewerb haben sie bislang auf ebenso hohem Niveau weitergemacht.

In Gruppe B liegt Brescia mit vier Siegen und einer Niederlage gegen VK Novi Beograd mit 12 Punkten hinter den Serben (13) auf Platz 2 des Feldes und kommen damit als Favorit nach Berlin. Ihr Kader aus italienischen Auswahlakteuren und serbo-kroatischen Assen ist exzellent, individuell herausragend und schwer ausrechenbar. Aber auch Spandau ist zuletzt immer besser zusammengewachsen und in der Breite unübersehbar stärker als in den Jahren zuvor. Die Resultate waren bisher entsprechend und trotz einigen schwächeren Phasen in den Spielen ließen sie noch Raum für weitere Steigerungen.

Das Berliner Team muss seine Möglichkeiten zu 100 Prozent abrufen, um gegen den Favoriten aus der Lombardei zu gewinnen. Wenn dieses gegen Brescia gelingt, bleibt die Mannschaft von Trainer Athanasios Kechagias weiterhin in diesem Jahr ungeschlagen.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

LEN Champions League – Spandau will sich beweisen

Das Spiel am vergangenen Samstag, 7. Jan. 2023, in Schöneberg gegen Ludwigsburg 08 zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde ließ sich eine Halbzeit lang leicht gehemmt an, aber dann nahmen die Wasserfreunde Fahrt auf und zeigten ihr übliches Leistungsniveau. 22:7 hieß es am Ende der Partie. Insgesamt erzielten zehn Spieler Tore – vornweg erneut Dmitri Kholod mit sechs Treffern. Das Team konnte so seine starke Variabilität bestätigen. Dieser Erfolg kann daher gern als positives Vorzeichen für das fünfte Match in der Champions-League gewertet werden.

Im Champions-League-Heimspiel am Mittwoch, 11. Jan. 2023 gegen Ungarns Meister FTC Telekom Budapest will das Berliner Team seine internationale Wettbewerbsfähigkeit beweisen. Spandau empfängt am 5. Spieltag der Champions League-Hauptrunde in Schöneberg Ungarns Meister FTC Telekom Budapest, der mit der Bilanz von drei Siegen und einer Niederlage (9 Punkte) gemeinsam mit AN Brescia auf Rang 2 der Achter-Tabelle hinter VK Novi Beograd (10) liegt. Spandau ist mit zwei Zählern aus zwei Remis Siebenter – drei Punkte entfernt vom Vierten OSC Budapest. Diese Position würde nach den insgesamt 14 Partien ausreichen, um ins Final 8 des Königswettbewerbs im Juni in Belgrad einzuziehen. Der aktuelle Gruppenplatz 7 scheint entfernt, doch bedeutet der Drei-Zähler-Abstand zum Vierten OSC nach CL-Arithmetik nur einen (mit drei Punkten honorierten) Sieg.

Die Ungarn gelten als der klare Favorit – in der Vorsaison CL-Dritter, aber im laufenden Spieljahr zwar dreimal Sieger, aber dabei durchaus auch glücklich: 9:7 gegen Dubrovnik, 9:8 gegen Marseille, 10:7 gegen Sabadell. Gegen Brescia gab es eine 4:8-Niederlage. Spandau sollte also seine Chance gegen den ebenfalls 1904 gegründeten Verein haben, den die Fans „Die grünen Adler“ nennen. 24-mal war Ferencvaros Ungarns Meister, 21-mal Pokalsieger. Imposante 34 Spieler sind als Akteure des Vereins Olympiasieger geworden, darunter der aktuelle Trainer Zsolt Varga (2000 Sydney). Auch in der Mannschaft der Gegenwart stehen eine Reihe von Klasseakteuren. „Angst aber muss uns das nicht machen. Wir wollen die Partie gewinnen und die guten Ansätze aus den vorangegangenen Spielen in einen Erfolg umsetzen und uns mit einem Sieg belohnen“, sagt Präsident Hagen Stamm.

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

11. Januar 2023

Wasserfreunde Spandau 04 – FTC Telekom Budapest

Spieltag 5

Spielbeginn:

19:30 Uhr Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Nachtrag, Bundesliga Gruppe A, 8. Spieltag, 7.01.2023

Wasserfreunde Spandau 04 – Ludwigsburg 08 22:7 (5:3,6:2,4:1,7:1) –

Tore Spandau: Kholod 6, Zoran Bozic 4, Yannek Chiru 3, Mateo Cuk, Bilal Gbadamassi je 2, Andrei Prioteasa, Marek Tkac, Denis Strelezkij, Luca Marziali, Roman Shepelev je 1

Gipfeltreffen im deutschen Wasserball

Im Leistungsvergleich der Bundesligaführung zeigen sich die Spandauer im Vorteil. In ihren bisherigen nationalen Partien der Saison wirkte Spandau höchst souverän, wogegen Waspo einige Schwankungen aufwies und daheim gegen den ASC Duisburg sogar verlor.

Das erste Aufeinandertreffen des Spieljahres der beiden personell weitgehend neu formierten Teams von Waspo und Spandau vor Wochenfrist im Supercup endete mit 12:9 für die Berliner.

In der Wochenmitte mussten beide Teams in der Champions-League-Hauptrunde antreten. Spandau konnte auswärts bei OSC Budapest mit 9:9 (6:4) einen Punkt mit nach Hause nehmen. Hannovers 5:20 (4:13) bei CN Barceloneta dagegen offenbarte eine Reihe von Defiziten.

Spandaus Budapest-Trip fehlte nach fast durchgängiger Führung im Match nur das Happy End eines Sieges. Erst 29 Sekunden vor Schluss glichen die Ungarn glücklich aus. Bester Schütze der Berliner war Dmitri Kholod, der gleich fünfmal traf.

Nach drei von 14 Spieltagen stehen die Wasserfreunde mit zwei Punkten gleichauf mit OSC Budapest auf Rang 5, Vierter ist Jug Dubrovnik mit vier Zählern (drei werden pro Sieg vergeben). Trotz eines bislang ausgebliebenen Sieges ist damit im Kampf um einen der vier Gruppenplätze zum Einzug ins CL-Final 8 im Juni in Belgrad damit noch alles offen für Spandau. Bei OSC zeigten sich die Berliner in vielen Spielkomponenten stark, variabel und kreativ. Auf jeden Fall dürfte das internationale Auftreten der Wasserfreunde eine mentale Auswirkung auf das Selbstbewusstsein im nationalen Spielbetrieb haben.

Hannover wird um eine Wiedergutmachung für die Ergebnisse im Supercup und in der Champions League bemüht sein, aber Spandau kann zurecht mit breiter Brust antreten.

Es bedarf allerdings von Berliner Seite höchster Konzentration für dieses Spiel. Waspo hat ein starkes Team, welches sich nach der Neuformierung noch in einer Entwicklungsphase befindet. Sie können sicher besser spielen als die aktuellen Ergebnisse widerspiegeln. Man darf gespannt sein, wie das Duell verläuft.

Peter Röhle

Wasserball Bundesliga

2022/2023

Gruppe A, 7. Spieltag

17. Dezember 2022

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielbeginn: 16.00 Uhr

Spielort: Sport- u. Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Wasserfreunde Spandau 04 verpflichten Roman Shepelev

Eine immense Verstärkung kann das Wasserballteam (männlich) der Wasserfreunde Spandau 04 verkünden. Mit Roman Shepelev kommt ein russischer Nationalspieler an die Havel, der das neue Team, um den ebenfalls neuen griechischen Trainer Sakis Kechagias verstärken wird.

Roman hatte bereits 150 Einsätze in der russischen Nationalmannschaft und nahm mit dieser schon an mehreren Europameisterschaften teil. Er spielte von 2010-2017 für Sintez Kasan, dann 3 Jahre für Dynamo Moskau, bis er wieder nach Kasan zurückkehrte und dort 2 weitere Jahre verbrachte.

Nun ist er endlich in Berlin angekommen, nachdem er auf das Visum, zur Einreise nach Deutschland, viele Wochen warten musste. Dmitrii Kholod, einer der Leistungsträger des Spandauer Teams, freut sich besonders, mit seinem russischen Teamkollegen für die Wasserfreunde auf Torejagd zu gehen.

Quelle und Foto: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Die Wasserfreunde leben noch

In der Finalserie um die 101. Deutsche Meisterschaft, in der am Mittwoch Spiel Nummer 4 der maximal fünf Vergleiche ansteht, haben die Wasserfreunde den ersten Sieg errungen. Titelverteidiger Waspo wollte sich am Sonntag in Berlin mit dem dritten Sieg bereits als erneuter Champion feiern lassen, doch daraus wurde nichts, nachdem Rekordmeister Spandau nach einem über drei Viertel starken Auftritt nach einer sieben-Tore-Führungen einen am Ende doch noch wackelnden 14:13-Erfolg ins Ziel brachte. Hintergrund war dabei, dass die Wasserfreunde durch 2 rote Karten ihrer beiden Spitzenspielern Dedovic (2. Viertel) und Kholod (3. Viertel) 2 Strafwürfe hinnehmen mussten und zusätzlich 4 Minuten in Unterzahl spielten. Doch am Ende konnten die Wasserfreunde das Match gewinnen und haben somit in der Serie auf den Gesamtstand von 1:2 verkürzt.

Waspo ließ trotzig verlauten, dann mache man das Meisterstück eben am Mittwochabend daheim im Freibecken des Volksbades Limmer. Aber für Spandau war das Berliner Match ein echter Mutmacher. Gelänge ein Auswärtscoup zur Wochenmitte, eröffnet sich die wunderbare Aussicht auf ein Finale furioso mit der fünften Begegnung am Samstag darauf in Schöneberg. Das würde erstmals auch den Playoff-Titelgewinn eines Teams bedeuten, das mit 0:2 Siegen in die Bestenermittlung gestartet ist.

Zweifellos, Hannover bleibt Favorit, aber vielleicht ist es genauso diese allgemeine Erwartungshaltung, die für die Niedersachsen eine Last sein kann, die ihnen schwer auf den Schultern liegt. Spandau ist mit seinem jungen Team über die drei Partien gewachsen. Spieler wie Yannek Chiru, Aleks Sekulic und Zoran Bozic konnten sich mit der meist erstmaligen längeren Endspielerfahrung deutlich profilieren. Laut scheidendem Headcoach Petar Kovacevic (der nach Frankreich wechselt) und Präsident Stamm „soll das ein Anfang einer hoffnungsvollen Entwicklung sein“.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga 2021/22

Playoff Finale 4

5. Mai 2022

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 18:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer, Stockhardtweg 6, 30453 Hannover

Wasserfreunde – Zeit, dass sich was dreht

Keine Zeit für Ruhepausen und zum Zurücklehnen – im Gegenteil, die Wasserball-Männer der Wasserfreunde Spandau 04 müssen aufwachen, zulegen, reagieren, Haltung zeigen. Ganz nach Herbert Grönemeyers Hit von 2006 heißt es nach den jüngsten Niederlagen in Pokal (9:17-Finalschlappe gegen Waspo Hannover) und am Dienstag daheim in der Champions League gegen international bestens durchschnittliche Rote Sterne aus Belgrad (11:12) dem Motto huldigen: „Zeit, dass sich was dreht!“

Die Deutsche Meisterschaft ist Spandaus letzte Saisonchance auf einen wertigen Titel, doch vor ein weiteres Championat der Berliner – es wäre das 38. seit 1979 – sind zwei schwere Hürden gesetzt. Zunächst das in Hin- und Rückspiel ausgetragene Halbfinale gegen Ausscheidungsrunden-Neuling SV Ludwigsburg 08 und dann die Best-of-Five-Finalserie gegen den Gewinner des zweiten Halbfinals zwischen ASC Duisburg und Titelverteidiger Waspo Hannover, der gerade überzeugend Pokalsieger geworden ist und dreimal Meister in den vergangenen vier Saisons war.

Kaum jemand zweifelt am Erfolg der beiden Favoriten in den Halbfinals und am Zustandekommen des Dauer-Endspiels der Erzrivalen. Nach allgemeiner Erwartung dürfte bereits nach den Auswärtsauftritten von Spandau am 12. Mai und Hannovers Gastspiel am Freitag, den 13., in Duisburg die Finalfrage weitgehend geklärt sein. Die Rückspiele für die Wasserfreunde und Waspo stehen am 15. Mai an.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball – Bundesliga Saison 2021/2022

Deutsche Meisterschaft Halbfinale Hinspiel Männer

12. Mai 2022

SV Ludwigsburg 08 – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 19:30 Uhr, Freibad Hoheneck, Otto-Konz-Weg 1, 71642 Ludwigsburg

Wasserfreunde – nach Pokalpleite Reaktion in der Champions League?

Fotocredit: © Wasserfreunde Spandau 04

Viel Zeit hatten die Wasserfreunde Spandau 04 nicht, um die Final-Pleite am vergangenen Samstag gegen Waspo Hannover in der nationalen Pokal-Endrunde in Duisburg zu verarbeiten. Waspo gewann den „Pott“ zum fünften Male in den letzten sechs Jahren. Dieses 9:17 war keine Niederlage, wie sie einfach einmal vorkommen kann, sondern es war die höchste gegen einen nationalen Kontrahenten seit 1979, dem Beginn der Spandauer Wasserball-Dominanz. 31 Titel holten sich die Berliner seitdem wettbewerbsübergreifend. Doch aktuell könnte es möglich werden, dass Waspo den Erzrivalen aus der Hauptstadt in der Rolle des Prinzipals gefährdet. 12 Championaten haben die Hannoveraner seit 2017 in Meisterschaft, Pokal und Supercup gewonnen, Spandau brachte es auf vier Erfolge (Meister 2017 und 2019, Pokalsieger 2020, Supercup-Gewinner 2021).

Auch in der Champions League, in der die beiden deutschen Top-Teams in der gleichen Hauptrundengruppe vertreten sind, ist Hannover den Spandauern voraus. Als feststehender Vierter des Achterfeldes hat Waspo die Qualifikation für das Final 8 der Königsklasse im Juni in Belgrad schon vor dem abschließenden 14. Spieltag sicher, Spandau ist als Sechster nicht qualifiziert. An den aktuellen Platzierungen kann sich unabhängig von den Resultaten in den Heimspielen am Dienstag (Hannover gegen Jug Dubrovnik, Spandau gegen Roter Stern Belgrad) nichts mehr ändern. Ändern wollen die Wasserfreunde allerdings den ernüchternden Eindruck, den sie zuletzt im Pokalfinale gegen Hannover hinterlassen haben.

Sieht man das Resultat von Duisburg als Summe der Einzelleistungen, dann ist dieses eher zu niedrig als zu hoch ausgefallen. Insofern darf man die CL-Abschiedsvorstellung sogar als eine Chance für Spandau zur Rehabilitation und Wiedergutmachung ansehen. Roter Stern Belgrad ist als Tabellen-Letzter des Oktetts ziemlich weit weg von früheren Erfolgszeiten (u.a. mit Champions-League-Sieg), doch den einzigen Sieg im laufenden Wettbewerb verbuchten die Serben Ende Oktober 2021 mit 12:9 ausgerechnet gegen die Berliner.

2013 hatten die Serben vor Heim-Publikum in Belgrad die Königsklasse mit 8:7 im Endspiel des damaligen Final 4 gegen Jug Dubrovnik gewonnen und den größten Erfolg der Vereinsgeschichte erreicht. Einstweilen haben beide Rivalen – sowohl die Wasserfreunde als auch Roter Stern – ähnliche Probleme in ihrer sportlichen Daseinsbestimmung. Ein Sieg in der anstehenden Partie ohne Qualifikationschance für Höheres hat so dennoch einen gewissen moralischen Wert. Für Spandau heißt es, so Trainer Kovacevic, „aufzustehen und zeigen, dass man leistungsstärker als im Pokalfinale ist“.

Schon wenige Tage nach dem CL-Abschluss beginnt am Donnerstag die DM-Halbfinal-Playoffserie gegen SV Ludwigsburg. Für den Rekordmeister ist es die letzte Saisonchance alte Klasse zu beweisen.

Quelle: Wasserfreunde Spandau/Peter Röhle

Len Champions League

Wasserfreunde Spandau 04 – Roter Stern Belgrad

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spielbeginn: Dienstag, 10.05.2022, 19:00 Uhr

Spandaus nächste letzte Chance in der Champions League

Von Spandau 04’s letzter Chance in der laufenden Champions League war an den vergangenen der bislang acht Spieltage der Champions League-Hauptrunde der Gruppe B schon wiederholt die Rede. Nun findet das Ganze in Runde 9 eine erneute Auflage, wenn die Berliner als Sechster (mit 7 Punkten) des Oktetts am Dienstag in der heimischen Schwimmhalle Schöneberg (19 Uhr) den Überraschung-Zweiten CN Marseille (21 Punkte) empfangen.

CN Marseille hat von seinen acht Partien bislang sieben gewonnen und nur gegen Pro Recco Genua verloren, mit dem die Franzosen, die gegen Dubrovnik patzten, gleichauf an der Spitze liegen. Damit dürfte ihnen das Ticket im Final 8 Anfang Juni in Belgrad so gut wie sicher sein, dass die 4 Erst platzierten Teams der Hauptrunde nach 14 Spieltagen buchen. Dass ein Verein aus Frankreich, dessen Klubs jahrzehntelang allenfalls als kontinental mittelklassig galten, an Europas Spitze mitmischt, ist vor allem der personellen Einkaufspolitik der CN-Verantwortlichen zu danken. Schon in der Vorsaison war Marseille beim Final 8 vertreten. Ein halbes Dutzend der Stammspieler kommt aus Ex-Jugoslawien (Spaic, Prlainovic, Lazovic, Cuckovic, Vukicevic, Kapitän Igor Kovacevic), der Rest ist französische Auswahlspitze. Das zeitigt Wirkung, das Duell in der Hinrunde gewann CN gegen Spandau zwei Tage vor Weihnachten deutlich mit 12:7.

In der Auseinandersetzung am Dienstag ist Marseille in Berlin mithin klarer Favorit – ohne Wenn und Aber. Dass Spandau aber auch gegen die „Großen“ des Metiers durchaus auf Augenhöhe agieren kann, bewiesen die Wasserfreunde jüngst im Heimmatch gegen OSC Budapest, als die offensiv und aktiv geführte erst sieben Sekunden vor Schluss mit 11:12 unglücklich verloren ging. „Daran anzuknüpfen und am Ende den Sack zumachen, das muss unser Ziel sein“, sagt 04-Coach Petar Kovacevic.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde weiter auf dem Trockenen

Für die Wasserballer von Spandau 04 fällt am Samstag bereits das dritte Pflichtspiel in Folge pandemiebedingt aus. Nach der Champions League-Auswärtspartie am 12. Januar bei OSC Budapest, die nach positiven Tests von neun Spielern und dem Trainer, der Ungarn nicht gespielt werden konnte und mit 10:0 für Spandau gewertet wurde, und dem bereits zuvor vom 15. Januar auf den 25. Februar verlegten Bundesliga-Spitzenspiel in Berlin gegen Waspo Hannover, fällt nun auch der DWL-Rückenrundenstart beim OSC Potsdam am 22. Januar aus.

Potsdam kann wegen einer großen Zahl von Ausfällen im Spielerkader und auch im Trainerstab keine spielfähige Mannschaft melden. Als nächste Spandau-Partie danach stünde der Rückrundenstart in der Champions League auf dem Programm, zu dem die Berliner am 25. Januar (19 Uhr) in Schöneberg erneut auf OSC Budapest treffen.

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

Wasserfreunde in der LEN Champions League

Im fünften CL-Spiel muss der erste Sieg her!

Drei Spiele haben die Wasserfreunde Spandau 04 – vorausgesetzt die Pandemie greift in die Abläufe nicht ein – in diesem Jahr noch zu spielen. Das erste und vielleicht auch wichtigste Match steht am Mittwoch in der Schöneberger Schwimmhalle (19 Uhr), am fünften Spieltag der Hauptrunde der Gruppe B in der Champions League, auf der Agenda. Gegner ist der bisher punktlose Achte und Letzte Steaua Bukarest. Für beide Kontrahenten zählt nur ein Sieg (und damit drei Punkte), um die letzte Chance auf einen der vier Top-Ränge und das Erreichen des Final 8 im Juni 2022 in Belgrad angesichts der starken Mitbewerber in der Achter-Gruppe wachzuhalten.

Im Anschluss folgt für die Berliner am 18. Dezember das Bundesliga-Heimmatch gegen die White Sharks Hannover und zwei Tage vor Heiligabend am 22. Dezember schließlich der Jahres-Kehraus wiederum in der Champions League bei den immens verstärkten Franzosen von CN Marseille.

Das Spielergebnis gegen Bukarest wird die Frankreich-Reise atmosphärisch bestimmen. Im Königswettbewerb waren der deutsche und der rumänische Rekordmeister bereits 2017/18 Hauptrunden-Gegner, damals gewann Spandau beide Partien. Damals gewannen die Berliner in Bukarest am 13. Januar 2018 durch einen Treffer des damals für Spandau aktiven rumänischen Nationalspielers Tiberiu Negrean in der Schlusssekunde zum 6:5 und das Rückspiel am 28. Februar 2018 in Berlin mit 11:9 (2 Tore Negrean). Tiberiu Negrean, der als Familienvater hauptsächlich aufgrund der coronabedingten Probleme in die Heimat zurückkehrte, trägt nun die Kappe von Steaua und wird am Mittwoch als Gast an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren.

Spandau ist in diesem Duell leichter Favorit. Der eine Punkt der Berliner resultiert aus dem Heim-11:11 gegen Hannover, Steauas beste Partie war das 8:10-Heimmatch gegen Jug Dubrovnik. Im Unterschied zu früheren Jahren besteht das Bukarester Team nahezu ausschließlich aus rumänischen Top-Akteuren, vornweg der Mittdreißiger Alexandru-Andrei Ghiban, der der wichtigste Torschütze seines Teams ist. Spandau setzt mit seinem jungen Kader der Erfahrung Steauas laut Trainer Petar Kovacevic „Inspiration, Kompaktheit, Kreativität und Durchsetzungskraft“ entgegen. „Im fünften Champions-League-Spiel kann es nur heißen: Der erste Sieg muss her!“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Champions League 2021 / 2022

Spiel 5 – Gruppe B

Wasserfreunde Spandau 04 – Steaua Bukarest

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spielbeginn: Mittwoch, 15.12.2021, 19:00 Uhr