Berlin-Derby im Wasserball

04. Februar 2023

Wasserfreunde Spandau 04 – SG Neukölln

Spielbeginn: 16.00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Zehn DWL-Spiele in der A-Gruppe der nationalen Wasserball-Top-Liga haben die Wasserfreunde Spandau 04 bereit hinter sich, eines davon war ein vorgezogenes aus der Rückrunde (23:5 gegen ASC Duisburg).

In diesen zehn Partien sind die Schützlinge von Trainer Athanasios Kechagias nach wie vor ungeschlagen.

Spitzenreiter Spandau führt die Tabelle mit 20:0 Punkten und dem respektablen Torverhältnis von 225:54 an, wozu das Hinspiel gegen Neukölln als Gastgeber mit einem 6:36 am 19. November einen beträchtlichen Teil beigetragen hat. Ganz so heftig wird es diesmal wohl nicht kommen, denn das Team der SGN hat sich als Sechstes des Rankings zumindest partiell etwas berappelt und Anfang Dezember gegen den OSC Potsdam sogar eine seiner acht Partien gewonnen. Gleichwohl sind die Rollen klar verteilt, alles andere als ein weiteres 04-Schützenfest käme überraschend.

Bei anschließend noch drei ausstehenden Spandau-Spielen der DWL-Hauptrunde rückt der Gewinn der Hauptrunde durch die Wasserfreunde und Platz 1 als Ausgangsposition für die Playoffs immer näher, zumal sich am Samstag, dem 10. Spieltag, auch die unmittelbaren Verfolger ASC Duisburg und Waspo Hannover gegenüberstehen und daher Punkte verlieren werden.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Termine:

08.02.2023 Champions League Spiel 7 Spielbeginn 19:30 Uhr SSH

Wasserfreunde Spandau 04 – Jug Dubrovnik

11.02.2023 Deutscher Wasserball Pokal Spielbeginn 16:00 Uhr Stadionbad Duisburg

ASC Duisburg – Wasserfreunde Spandau 04 – Viertelfinale

17.02.2023 Champions League Spiel 8

Jug Durovnik – Wasserfreunde Spandau 04

25.02.2023 Bundesliga Spiel 11 Spielbeginn:16:00 Uhe SSH

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

28.02.2023 Champions League Spiel 9

AN Brescia – Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde empfangen die White Sharks Hannover

2023 sind die Wasserfreunde Spandau 04 wettbewerbsübergreifend noch ungeschlagen – in der Bundesliga (gegen Ludwigsburg) und in der Champions League (gegen FTC Budapest) stehen bislang je ein Sieg zu Buche. Nun folgt am Samstag (13 Uhr) das Viertelfinale im Deutschen Wasserball-Pokal. Die Berliner werden die White Sharks Hannover in der Schöneberger Schwimmhalle empfangen. Die Niedersachen, das Farm-Team von W98 Waspo Hannover, sind bereits zum fünften Mal Kontrahent seit 2013/14. Die absolvierten vier Duelle – drei in Hannover, eins in Schöneberg – haben die Wasserfreunde allesamt klar und deutlich gewonnen: einmal im Achtelfinale (2015/16 12:5 in Hannover), dreimal im Viertelfinale (13:2/2013-14; 20:9/2019-20; 19:8/2021-22 in Berlin).

In der laufenden Saison traf man sich Ende Oktober 2022 am 2. Bundesliga-Spieltag in Berlin und der Favorit aus der Hauptstadt besiegte die Niedersachsen mit 22:2. Seitdem freilich haben die Weißen Haie Zähne gezeigt, haben vor der Nachholpartie gegen Waspo am 19. Januar keine weitere Begegnung verloren und lagen mit einer 5-1-1-Bilanz auf Rang 3 der Achter-A-Gruppe. Gleichwohl sind sie der Außenseiter im Duell mit dem Rekord-Pokalsieger, zumal in dessen Heimbecken. Unterschätzen aber sollte man die Niedersachsen keineswegs. Sie sind durchweg gut besetzt mit vielen jungen, talentierten Spielern der 2000-er Geburtsjahrgänge.

Spandau sollte allerdings mit seinen international erfahrenen Akteuren, die im Laufe der Saison unter Führung von Trainer Athanasios Kechagias immer besser ihren Erfolgsrhythmus fanden, genug (spielerische) Mittel besitzen, den Haien die Zähne zu ziehen.

Nur eine Woche nach dem Pokal-Duell gibt es, diesmal in Hannover, den nächsten Schlagabtausch zwischen diesen beiden Kontrahenten, wenn Spandau am 29. Januar am 9. Bundesliga-Spieltag an der Leine zu Gast ist.

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

Zum Jahresabschluss will Spandau sich selbst beschenken

Den ersten Teil der aktuellen Wasserballsaison haben die Wasserfreunde Spandau 04 mit Bravour bewältigt. Am vergangenen Samstag bestätigten die Berliner in eigener Halle den eine Woche zuvor in Hannover erzielten Supercup-Gewinn souverän mit dem identischen 12:9-Resultat. Somit haben die Berliner die Bundesliga-Hinrunde ohne Punktverlust als Spitzenreiter beendet.

Bis auf nur eine Ausnahme – der Champions League-Heimauftakt am 16. November (5:16) gegen VK Novi Beograd, bei dem 04 pandemiegeschädigt die halbe Mannschaft ersetzen musste – sind die Wasserfreunde national und auch international (2 Remis auswärts in der CL) ungeschlagen.

Spandau möchte sich beim letzten Spiel des Jahres gegen den französischen Meister CN Marseille nun selbst beschenken. Im Achter-Tabellenbild der Gruppe B mit einer klaren Zweiteilung nach drei Spieltagen ist Spandau hinter Brescia (9 Punkte), Novi Beograd (7 Punkte), FTC Budapest (6 Punkte) und Jug Dubrovnik (4 Punkte) gemeinsam mit OSC Budapest mit je zwei Zählern Fünfter, dahinter folgen am Tabellenende Marseille und Astralpool Sabadell als Schlusslichter mit je einem Pünktchen.

Die Franzosen, besetzt mit vielen aktuellen Nationalspielern der mit Blick auf Olympia 2024 zur kontinentalen und Weltspitze aufstrebenden Tricolore sowie einigen Balkan-Topakteuren, sind gleichwohl aufgrund des Rankings keinesfalls zu unterschätzen. Sie werden ihren Tabellenplatz möglichst schnell korrigieren wollen. In der Vorsaison-CL-Hauptrunde haben die Berliner beide Begegnungen gegen Marseille mit 7:13/H und 7:12 verloren. Die bisherigen drei Resultate der Franzosen im laufenden Wettbewerb belegen zum einen zwar, dass Marseille durchaus schlagbar ist, aber auch das starke Potenzial des Teams.

Das Heim-10:10 von Marseille gegen OSC Budapest und die 8:9- sowie 9:14-Niederlagen gegen FTC Budapest und Jug Dubrovnik lassen erkennen, dass sich am Mittwoch mit CN und Spandau zwei Teams auf Augenhöhe treffen. „Wir haben zuletzt in unseren Spielen unsere Möglichkeiten mit Variabilität und Einsatz umgesetzt, ohne dabei schon alle Chancen auszuloten. Dies immer weiter und konsequenter zu tun und peu à peu besser zu werden, wird auch diesmal und im kommenden Jahr unser Ziel sein. Wir sind dabei auf gutem Wege.“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreune Spandau 04

Champions League 2022 / 2023

21. Dezember 2022

CN Marseille – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 20:00 Uhr – Schwimmhalle Pierre Garsau, Marseille, Frankreich

Nachtrag: Wasserball-Bundesliga Spiel 7

17. Dezember 2022

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

12:9 (5:3,4:3,3:2,0:1)

Tore WS 04: Dmitri Kholod 5, Marin Restovic, Marek Tkac, (je 2), Mateo Cuk, Andrei Prioteasa, Alex Sekulic, (je 1)

Wasserfreunde verlieren entscheidendes Spiel in Hannover

Waspo Hannover hat am Mittwochabend, 25. Mai mit dem dritten Erfolg im Best of Five-Finale um das 101. Deutsche Wasserballchampionat der Männer die dritte nationale Meisterkrone in Folge gewonnen. Im vierten Match der Serie gegen Rekord-Titelträger Wasserfreunde Spandau 04 (37 Titel seit 1979) holten sich die Niedersachsen mit 16:9 (3:0,5:3,4:3,4:3) den nötigen dritten Sieg zu ihrem neunten Titel.

Nach zwei Auftakterfolgen und der spektakulären 13:14-Niederlage am vergangenen Sonntag in Berlin zeigte sich Waspo gut erholt und mit starker Reaktion gegen Spandau, das nach Strafen aus dem Spiel zuvor ohne Schlüsselspieler Dmitri Kholod und Co-Trainer Peter Röhle antreten musste.

Die Partie im Freibecken des Volksbades Limmer begann mit der 1:0-Führung des Gastgebers durch Petar Muslim nach einer Minute. Waspo agierte mit starker Defense und konzentrierten Angriffen. Spandau konnte im Angriff wenig Druck entwickeln, die Überzahlsituation nicht nutzen und lag nach dem ersten Viertel mit 0:3 hinten.

Der zweite Abschnitt setzte die klare Dominanz der Niedersachsen fort, die folgende Verkürzung des Spandauer Rückstandes auf 2:4 war nur ein kurzes Aufflackern des angekündigten Spandauer Aufbegehrens. Waspos 8:3-Halbzeitführung war mehr als die halbe Miete zum Titel.

Die zweite Hälfte blieb spannungsarm, Hannover durfte sich bereits aufs große Feiern vorbereiten. Beim 13:6 des Teams von Trainer Karsten Seehafer waren Ivan Nagaev (4) und der seine Laufbahn beendende Julian Real (3) die Top-Torschützen, bei Spandau trafen Marin Restovic, Yannek Chiru und Denis Strelezkij (je 2) am besten.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball – Bundesliga 2021/2022

Finale 4 / Playoff / Best of Five

5. Mai 2022

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

16:9 (3:0,5:3,4:3,4:3)

Spielort: Volksbad Limmer, Stockhardtweg 6, 30453 Hannover

Die Wasserfreunde leben noch

In der Finalserie um die 101. Deutsche Meisterschaft, in der am Mittwoch Spiel Nummer 4 der maximal fünf Vergleiche ansteht, haben die Wasserfreunde den ersten Sieg errungen. Titelverteidiger Waspo wollte sich am Sonntag in Berlin mit dem dritten Sieg bereits als erneuter Champion feiern lassen, doch daraus wurde nichts, nachdem Rekordmeister Spandau nach einem über drei Viertel starken Auftritt nach einer sieben-Tore-Führungen einen am Ende doch noch wackelnden 14:13-Erfolg ins Ziel brachte. Hintergrund war dabei, dass die Wasserfreunde durch 2 rote Karten ihrer beiden Spitzenspielern Dedovic (2. Viertel) und Kholod (3. Viertel) 2 Strafwürfe hinnehmen mussten und zusätzlich 4 Minuten in Unterzahl spielten. Doch am Ende konnten die Wasserfreunde das Match gewinnen und haben somit in der Serie auf den Gesamtstand von 1:2 verkürzt.

Waspo ließ trotzig verlauten, dann mache man das Meisterstück eben am Mittwochabend daheim im Freibecken des Volksbades Limmer. Aber für Spandau war das Berliner Match ein echter Mutmacher. Gelänge ein Auswärtscoup zur Wochenmitte, eröffnet sich die wunderbare Aussicht auf ein Finale furioso mit der fünften Begegnung am Samstag darauf in Schöneberg. Das würde erstmals auch den Playoff-Titelgewinn eines Teams bedeuten, das mit 0:2 Siegen in die Bestenermittlung gestartet ist.

Zweifellos, Hannover bleibt Favorit, aber vielleicht ist es genauso diese allgemeine Erwartungshaltung, die für die Niedersachsen eine Last sein kann, die ihnen schwer auf den Schultern liegt. Spandau ist mit seinem jungen Team über die drei Partien gewachsen. Spieler wie Yannek Chiru, Aleks Sekulic und Zoran Bozic konnten sich mit der meist erstmaligen längeren Endspielerfahrung deutlich profilieren. Laut scheidendem Headcoach Petar Kovacevic (der nach Frankreich wechselt) und Präsident Stamm „soll das ein Anfang einer hoffnungsvollen Entwicklung sein“.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga 2021/22

Playoff Finale 4

5. Mai 2022

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 18:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer, Stockhardtweg 6, 30453 Hannover

Spandau will die Weichen für die Meisterserie stellen

Für diese beiden deutschen Wasserballvereine entwickeln sich die sportlichen Herausforderungen derzeit auf Höchsttempo: DSV-Pokal, Hauptrunde der Champions League und Best-of-Five-Finalserie der 101. Deutschen Meisterschaft. Zweimal waren bisher die Niedersachsen im Vorteil. Sie gewannen den Pokal und erreichten die Teilnahme am Final 8 der Champions League im Juni in Belgrad.

Jetzt geht es um die Meisterschaft. Am Mittwoch, 18. Mai steht in Hannoverschen Volksbad Limmer (18 Uhr) der Auftakt der Best-of-Five-Serie beim Hauptrunden-Zweiten Waspo an. Danach folgen am Samstag, 21. Mai und Sonntag, 22. Mai zwei Partien in Berlin-Schöneberg. Hat einer der beiden Rivalen danach bereits drei Siege auf dem Konto ist laut 04-Präsident Hagen Stamm „der Kuchen gegessen“. Ein Szenario, das nach den Erfahrungen vergangener Jahre durchaus möglich ist, denn in vielen Begegnungen war mit Gästeerfolgen der Heimvorteil praktisch außer Kraft gesetzt. Steht es nicht 3:0 für einen der beiden Titelbewerber, geht es weiter mit Spiel 4 in Hannover (25.5. in Hannover) und ein 2:2-Zwischenstand danach brächte das ultimative Finalmatch am 28. Mai in Berlin mit sich.

Über die Bedeutung des Auftaktmatches gibt es keine zwei Meinungen. „Mit einem Erfolg in die Serie zu gehen, gibt einen mentalen Vorsprung, aber entschieden ist damit gar nichts“, sagt Trainer Kovacevic. In das Duell am Mittwoch gehen die beiden Titelaspiranten mit annähernd gleichen Voraussetzungen. Sie bieten ihren besten Formationen auf. Spandau setzte zuletzt zunehmend auf die jungen Akteure. Hannover konnte sich auf seine routinierten, auch international für ihre Heimatländer erfolgreichen Spieler verlassen. In den Einzelpartien gegeneinander waren zwar die Berliner rein quantitativ sogar öfters siegreich, aber unterm Strich hatten die Niedersachsen die bessere Erfolgsquote.

Jetzt treffen die Kontrahenten zum sechsten Mal in Folge seit 2016 in der Finalserie aufeinander, insgesamt zum elften Male. Spandau hat den Titel letztmals 2019 gewonnen. Nach den beiden Triumphen 2020 und 2021 strebt Hannover nun den Dreier an. Spandau will genau das verhindern. „Wir sind gewappnet und werden alles einsetzen, was wir draufhaben. Dass dabei Kopf und Körper eine Einheit bilden müssen, liegt auf der Hand“, sagt der Trainer. In den Halbfinals gegen Ludwigsburg zeigte sich der Rekordmeister auf gutem Wege. Dort weiterzumachen und nicht stehenzubleiben, ist das Motto für die Endspielserie.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde – Zeit, dass sich was dreht

Keine Zeit für Ruhepausen und zum Zurücklehnen – im Gegenteil, die Wasserball-Männer der Wasserfreunde Spandau 04 müssen aufwachen, zulegen, reagieren, Haltung zeigen. Ganz nach Herbert Grönemeyers Hit von 2006 heißt es nach den jüngsten Niederlagen in Pokal (9:17-Finalschlappe gegen Waspo Hannover) und am Dienstag daheim in der Champions League gegen international bestens durchschnittliche Rote Sterne aus Belgrad (11:12) dem Motto huldigen: „Zeit, dass sich was dreht!“

Die Deutsche Meisterschaft ist Spandaus letzte Saisonchance auf einen wertigen Titel, doch vor ein weiteres Championat der Berliner – es wäre das 38. seit 1979 – sind zwei schwere Hürden gesetzt. Zunächst das in Hin- und Rückspiel ausgetragene Halbfinale gegen Ausscheidungsrunden-Neuling SV Ludwigsburg 08 und dann die Best-of-Five-Finalserie gegen den Gewinner des zweiten Halbfinals zwischen ASC Duisburg und Titelverteidiger Waspo Hannover, der gerade überzeugend Pokalsieger geworden ist und dreimal Meister in den vergangenen vier Saisons war.

Kaum jemand zweifelt am Erfolg der beiden Favoriten in den Halbfinals und am Zustandekommen des Dauer-Endspiels der Erzrivalen. Nach allgemeiner Erwartung dürfte bereits nach den Auswärtsauftritten von Spandau am 12. Mai und Hannovers Gastspiel am Freitag, den 13., in Duisburg die Finalfrage weitgehend geklärt sein. Die Rückspiele für die Wasserfreunde und Waspo stehen am 15. Mai an.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball – Bundesliga Saison 2021/2022

Deutsche Meisterschaft Halbfinale Hinspiel Männer

12. Mai 2022

SV Ludwigsburg 08 – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 19:30 Uhr, Freibad Hoheneck, Otto-Konz-Weg 1, 71642 Ludwigsburg

Wasserfreunde – nach Pokalpleite Reaktion in der Champions League?

Fotocredit: © Wasserfreunde Spandau 04

Viel Zeit hatten die Wasserfreunde Spandau 04 nicht, um die Final-Pleite am vergangenen Samstag gegen Waspo Hannover in der nationalen Pokal-Endrunde in Duisburg zu verarbeiten. Waspo gewann den „Pott“ zum fünften Male in den letzten sechs Jahren. Dieses 9:17 war keine Niederlage, wie sie einfach einmal vorkommen kann, sondern es war die höchste gegen einen nationalen Kontrahenten seit 1979, dem Beginn der Spandauer Wasserball-Dominanz. 31 Titel holten sich die Berliner seitdem wettbewerbsübergreifend. Doch aktuell könnte es möglich werden, dass Waspo den Erzrivalen aus der Hauptstadt in der Rolle des Prinzipals gefährdet. 12 Championaten haben die Hannoveraner seit 2017 in Meisterschaft, Pokal und Supercup gewonnen, Spandau brachte es auf vier Erfolge (Meister 2017 und 2019, Pokalsieger 2020, Supercup-Gewinner 2021).

Auch in der Champions League, in der die beiden deutschen Top-Teams in der gleichen Hauptrundengruppe vertreten sind, ist Hannover den Spandauern voraus. Als feststehender Vierter des Achterfeldes hat Waspo die Qualifikation für das Final 8 der Königsklasse im Juni in Belgrad schon vor dem abschließenden 14. Spieltag sicher, Spandau ist als Sechster nicht qualifiziert. An den aktuellen Platzierungen kann sich unabhängig von den Resultaten in den Heimspielen am Dienstag (Hannover gegen Jug Dubrovnik, Spandau gegen Roter Stern Belgrad) nichts mehr ändern. Ändern wollen die Wasserfreunde allerdings den ernüchternden Eindruck, den sie zuletzt im Pokalfinale gegen Hannover hinterlassen haben.

Sieht man das Resultat von Duisburg als Summe der Einzelleistungen, dann ist dieses eher zu niedrig als zu hoch ausgefallen. Insofern darf man die CL-Abschiedsvorstellung sogar als eine Chance für Spandau zur Rehabilitation und Wiedergutmachung ansehen. Roter Stern Belgrad ist als Tabellen-Letzter des Oktetts ziemlich weit weg von früheren Erfolgszeiten (u.a. mit Champions-League-Sieg), doch den einzigen Sieg im laufenden Wettbewerb verbuchten die Serben Ende Oktober 2021 mit 12:9 ausgerechnet gegen die Berliner.

2013 hatten die Serben vor Heim-Publikum in Belgrad die Königsklasse mit 8:7 im Endspiel des damaligen Final 4 gegen Jug Dubrovnik gewonnen und den größten Erfolg der Vereinsgeschichte erreicht. Einstweilen haben beide Rivalen – sowohl die Wasserfreunde als auch Roter Stern – ähnliche Probleme in ihrer sportlichen Daseinsbestimmung. Ein Sieg in der anstehenden Partie ohne Qualifikationschance für Höheres hat so dennoch einen gewissen moralischen Wert. Für Spandau heißt es, so Trainer Kovacevic, „aufzustehen und zeigen, dass man leistungsstärker als im Pokalfinale ist“.

Schon wenige Tage nach dem CL-Abschluss beginnt am Donnerstag die DM-Halbfinal-Playoffserie gegen SV Ludwigsburg. Für den Rekordmeister ist es die letzte Saisonchance alte Klasse zu beweisen.

Quelle: Wasserfreunde Spandau/Peter Röhle

Len Champions League

Wasserfreunde Spandau 04 – Roter Stern Belgrad

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spielbeginn: Dienstag, 10.05.2022, 19:00 Uhr

Wasserfreunde wollen den Pokalsieg

Am zweiten Mai-Wochenende geht es bei den Männern sowie bei den Frauen im Ruhrgebiet um den deutschen Wasserballpokal. In einer Parallelveranstaltung werden in Duisburg und in Krefeld-Uerdingen die DSV-Pokaltrophäen des Verbandes vergeben. In beiden Fällen sind die Wasserfreunde Spandau 04 Titelanwärter und (Mit-)Favorit. Die Berliner Frauen sind nach zwei Erfolgen in den vergangenen Jahren der erklärte Siegesanwärter, die Männer müssen sich diese Rolle mit Waspo 98 Hannover teilen. Die Niedersachsen haben den Wettbewerb seit 2017 dominiert und seitdem fünf der sechs Austragungen gewonnen.

Die Wasserfreunde sind mit 31 Triumphen, der letzte gelang 2020 mit 13:12 gegen Hannover, seit dem Pokal-Start 1972 nach wie vor der unangefochtene Erste im Siegerranking. Waspo folgt mit sechs Erfolgen. Auch die beiden weiteren Final-Four-Teilnehmer wurden bereits früher Pokalsieger. Duisburg sogar bereits viermal. Und Bayer Uerdingen hat es 2016 trotz einer hohen Halbfinal-Niederlage gegen Spandau am grünen Tisch zum Pokalsieg gebracht, weil Spandau nachträglich gesperrt wurde und daher Bayer Uerdingen Eingang in die Pokalerfolgsstatistiken fand.

Uerdingen ist krasser Außenseiter gegen Waspo, Duisburg rechnet sich angesichts des Heimvorteils eine kleine Chance gegen Spandau aus. Über ein mögliches Pokalfinale der beiden Erzrivalen lässt sich trefflich streiten und spekulieren. In dieser Saison standen sich die beiden Teams bereits fünfmal gegenüber: im Supercup, in der Meisterschaft und in der Champions League. Dreimal hat Spandau gewonnen, einmal Waspo, einmal teilte man sich die Punkte. Numerisch daraus einen Vorteil für die Berliner zu errechnen, geht allerdings nicht auf. „Wer das richtig liest, der stellt schnell fest: Wir sind dran“, lautet Spandaus Aufforderung zum Kampf.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Terminübersicht

Halbfinale Männer 1 – Freitag, 06.05.2022, 18:00 Uhr

ASC Duisburg – Wasserfreunde Spandau 04

Halbfinale Männer 2 – Samstag, 06.05.2022, 20:00 Uhr

Bayer Uerdingen – Waspo 98 Hannover

Spiel um Platz 3 – Samstag, 07.05.2022, 16:30 Uhr

Finale – Samstag, 07.05.2022, 18:30 Uhr

Spielort: Vereinsanlage ASCD, Kruppstr. 32a, 47055 Duisburg

Halbfinale Frauen 1 – Freitag, 06.05.2022, 18:00 Uhr

ETV Hamburg – Bayer Uerdingen 08

Halbfinale Frauen 2 – Samstag, 06.05.2022, 20:00 Uhr

Wasserfreunde Spandau 04– Waspo 98 Hannover

Spiel um Platz 3 – Samstag, 07.05.2022, 12:15 Uhr

Finale – Samstag, 07.05.2022, 14:15 Uhr

Spielort: Vereinsanlage Bayer Uerdingen 08, Am Waldsee 25, 47829 Krefeld

Hannover benötigt einen Sieg gegen Spandau

Spielort: Stadionbad Robert-Enke-Str. 5, 30169 Hannover

Spielbeginn: Mittwoch, 20.04.2022, 18:15 Uhr

Der 13. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde der Gruppe B hat für die Wasserfreunde Spandau 04 in Bezug auf das Final 8 im Juni in Belgrad keine entscheidende Bedeutung mehr. Als aktueller Gruppen-Sechster mit 10 Punkten aus den bisherigen 12 Spielen ist der 4. Platz, nicht mehr zu erreichen.

Dennoch ist diese Begegnung besonders wichtig. Waspo 98 Hannover belegt mit aktuell 17 Punkten zurzeit den 4.Platz. Um die Qualifikation für die Endrunde der Champions League sicher zu haben, benötigen die Niedersachsen einen Sieg gegen die Berliner.

Waspo Hannover hatte sich am vergangenen CL-Spieltag bei OSC Budapest mit 17:12 mit einer anspruchsvollen Leistung den vierten Rang erarbeitet. Vier Zähler haben die Niedersachsen nun Vorsprung vor den Ungarn, die allerdings noch zwei leichte Partien daheim gegen Roter Stern Belgrad und bei Steaua Bukarest zu bestreiten haben. Geht man davon aus, dass die Ungarn beide Spiele gewinnen, darf sich Hannover gegen Spandau und Jug Dubrovnik keine zwei Niederlagen leisten, um nicht im letzten Moment die angestrebte Teilnahme am Finale doch noch zu verlieren.

Spandaus Motivation dürfte von daher ungebremst sein. Hinzu kommt, dass das jüngste Duell der beiden deutschen Top-Klubs am 5. April in Hannover in der Bundesliga mit 14:10 zugunsten der Berliner ausging und die Berliner damit den 1. Platz in der Hauptrunde und den Spitzenplatz für die Meisterschafts-Playoffs entschied.

Zwar schonte Hannover-Coach Karsten Seehafer einige Stammkräfte im Hinblick auf die nachfolgende CL-Begegnung in Budapest, doch war das Aufgebot des Teams dennoch hochkarätig.

„Ein Sieg gegen uns würde Hannover zum Champions-League-Finalisten machen. Aber einen Sieg bekommt man nicht geschenkt. Wir haben in der laufenden Saison nicht nur einmal, sondern den Supercup Ende Oktober 2021 einbezogen, schon dreimal bewiesen, dass wir Waspo schlagen können. Im CL-Hinspiel in Berlin gab es ein Remis. Wir sind gegen Hannover saisonal ungeschlagen. So soll es bleiben,“ ist die eindeutige Meinung vom Spandauer Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Wasserfreunde Spandau/Peter Röhle