Spannender Kampf gegen den Abstieg in der Bundesliga

Vorschau auf den 34. Spieltag der Bundesligasaison 2025/26

Der vorletzte 33. Spieltag bescherte eine bisher einmalige Konstellation im Abstiegskampf: Drei Mannschaften mit je 26 Punkten! St. Pauli hat mit der „Roten Laterne“ ein Torverhältnis von 28:57. Das ergibt eine Tordifferenz von minus 29. Über dieselbe Differenz verfügt auch Heidenheim mit 41:70. St. Pauli hat in der Saison tatsächlich nur 28 Tore erzielt, somit die schlechteste Trefferquote aller Bundesligisten. Heidenheim hat zwar 14 Tore mehr erzielt, dafür aber die schlechteste Abwehr, ließ 70 Gegentreffer zu. Momentan hat der VfL Wolfsburg den Relegationsplatz 17 inne. Doch am 34. Spieltag heißt eine Partie St. Pauli vs. VfL Wolfsburg und Heidenheim spielt gegen Mainz 05. Bis Platz 15 sind alle gerettet. Die drei punktgleichen Vereine auf den Plätzen 16, 17 und 18 müssen Abstieg und Relegation unter sich aus machen. Möglicherweise entscheidet sogar das Torverhältnis über den Abstieg oder Relegationschance. So bitter das auch sein mag.

Was Heidenheim in den letzten Spielen vollbrachte, kann ein kleines Wunder genannt werden. So auch der 3:1 Sieg zuletzt in Köln. Mainz ist auf Platz 10 mit 37 Punkten gesichert und spielt nur für die Geldrangliste. Die Plätze für das internationale Geschäft sind nicht mehr zu erreichen. Heidenheim kann sich durchaus im Heimspiel noch einmal belohnen, St. Pauli spielt zu Hause gegen Wolfsburg und beide müssen, wie Heidenheim, alles auf Sieg setzen. Sollte das Spiel auf St. Pauli unentschieden enden und Heidenheim gewinnen, wäre beide im Fahrstuhl abwärts in Liga Zwei. Am besten man gewinnt vor eigener Kulisse. Wolfsburg ist unter Dieter Hecking, wieder einigermaßen in die Spur gekommen und St. Paulis Sturm ist mit nur 28 Toren in bisher 33 Spielen nur ein laues Lüftchen.

Der VfL bot gegen Bayern eine ansprechende Leistung, so fragen sich nicht nur die Experten, wie kann eine Mannschaft mit solchen Qualitäten und Spielern überhaupt auf dem 16. Tabellenplatz landen? Wolfsburg spielte den Deutschen Meister Bayern in der ersten Halbzeit förmlich an die Wand, vergaß „nur“ das Toreschießen, zumindest bei vier bis fünf Großchancen. Halbzeit 0:0.

Wäre bloß nicht die 56. Minute und Michael Olise mit einem Sonntagsschuss am Samstagnachmittag gewesen – das Traumtor zum 0:1 – gleichzeitig das Endergebnis. Glück und Pech lagen wieder einmal dicht beieinander. Die Bayern wollten keine Wettbewerbsverzerrung zulassen und nahmen zur Pause zwei Wechsel vor und alles ging wieder seinen gewohnten Gang.

Der Abstiegskampf ist spannend. In einem Monat schauen wir ja nur noch zur Weltelite und drücken Deutschland die Daumen. Bayern München wurde wieder einmal vorzeitig Deutscher Meister und Borussia Dortmund Vizemeister (3:2 gegen Eintracht Frankfurt). Ja, die Eintracht kriselt. Häufig wurde schon gefragt, ob der Trainer zum letzten Spiel gegen Stuttgart noch am Rand stehen oder auf der Bank sitzen wird. Für die Champions League hat es heuer nicht gereicht und der aktuelle 8. Tabellenplatz reicht auch nicht für Europa. Die Frankfurter müssten schon gewinnen, das könnte für Europa reichen, vorausgesetzt Freiburg verliert gegen Leipzig.

Christian Zschiedrich

Foto: © Hans-Peter Becker

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