Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC hat sich beim Tabellendritten teuer verkauft

TSV Bayer Leverkusen: BBSC Berlin 3:1 (14, 20, -20, 22)

Die Damen des BBSC Berlin nutzten ihre Auswärtsfahrt zum Tabellendritten, um diesen trotz reduziertem Kader zumindest in drei Sätzen gehörig zu ärgern. Aber für einen Sieg reichte es leider nicht.

Die Rheinländerinnen setzten die Gäste von Beginn an mit ihren Aufschlägen und kraftvollen Angriffsaktionen ordentlich unter Druck. Der BBSC – wegen Krankheit und beruflichen Verpflichtungen nur mit neun Athletinnen angereist – benötigte nach der 580km-Fahrt am Sonntagmorgen einige Zeit, um in das Spiel zu kommen. Mit Beginn des zweiten Satzes war man hellwach und hielt lange Zeit mit. Erst zum Satzende konnte sich Leverkusen deutlich absetzen. Der dritte Satz ging sogar zugunsten der Berlinerinnen aus, die dem Spiel in dieser Phase durchaus den Stempel aufdrückten. Auch im vierten Satz dominierten zunächst die Gäste. Über 14:9 bis zu 19:16 führten die Berlinerinnen und hielten sich die Chance auf einen Tiebreak offen, dann erhöhte Leverkusen erneut den Aufschlagsdruck, die Berliner Abwehr wackelte und der BBSC musste Satz und Match leider abgeben.

Trainer Tietböhl war trotzdem nicht unzufrieden: „Mit unserem Miniaufgebot haben wir ab dem zweiten Satz ordentlich gegengehalten und dem Favoriten mit einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung einen Satz abgetrotzt. Nun heißt es ordentlich trainieren, und das hoffentlich mit besserer Mannschaftsstärke als in der letzten Woche, um auch wieder spielnahe Situationen auf dem Feld üben zu können. Am nächsten Samstag trifft der BBSC um 19 Uhr auf Allbau Essen“.

Zur Berliner MVP wählte der Leverkusener Trainer Außenangreiferin Annalena Grätz.

Für den BBSC im Einsatz: Natalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC konsequent im Schnelldurchlauf

BBSC Berlin – BSV Ostbevern     3:0          (14, 15, 16)

Am Samstagabend, 21. Januar 2023 besiegte der BBSC Berlin den BSV Ostbevern aus dem Münsterland im Schnelldurchlauf mit 3:0.

Trainer Jens Tietböhl hatte für das Spiel endlich wieder deutlich mehr Auswahl im Aufgebot – die Anzahl der Verletzten und Kranken war klar reduziert. Von Beginn an setzten die Berlinerinnen die Gäste mit sehr aggressivem Aufschlagspiel derart unter Druck, dass diese viel zu häufig zu Eigenfehlern verleitet wurden. Ostbeverns Trainer Dominik Münch versuchte mit Auszeiten, sein Team neu auf die Partie einzustellen – freilich nicht so recht mit Erfolg. Die heute laute Halle mit einer Vielzahl von Berliner Fans, die vor der Partie euphorisch den Union-Sieg gegen Hoffenheim gefeiert hatten, war ob der Berliner Dominanz froh gestimmt. So froh, dass einige fußballstadionlike meinten, ihrer Begeisterung durch den Wurf von Toilettenpapierrollen auf das Spielfeld Ausdruck geben zu müssen. Was im Stadion toleriert wird, funktioniert in der Halle wegen der Verletzungsgefahr der Akteurinnen zwangsläufig nicht. Nachdem einige Belehrungen und Bitten über die Lautsprecheranlage nichts gefruchtet hatten, ordnete das Schiedsgericht schon beim Stand von 24:14 des 1. Satzes eine 10-minütige Unterbrechung zur Abkühlung der Gemüter an. Danach ging es trotz aller Euphorie tatsächlich ohne Toilettenpapierwürfe, aber mit lautstarken Schlachtrufen im Chorus weiter.

Wer auf Ostbeverner Seite gehofft hatte, dass sich das Gästeteam fängt und zur Stabilität zurückkehrt, wurde nur Anfang des 2. Satzes nicht enttäuscht. Der BBSC nahm erneut den Rhythmus auf und zog Mitte des Satzes erneut davon. Ostbevern hatte auch im 3. Satz zu wenig Substanzielles entgegen zu setzen – Fehler in Annahme und Angriff begünstigten zu häufig die Berliner Punkte. Die Berlinerinnen überzeugten mit hoher Konzentration nahezu über die gesamte Spieldauer und dem bekannten Teamwork auf dem Feld. Die Block-Feldabwehr funktionierte zuverlässig.

BBSC Trainer Jens Tietböhl freute sich über den „ersten 3:0 Heimerfolg der Saison und das sehr souverän und mit wiedergewonnener Sicherheit in den Angriffsaktionen“. Aufgabe bleibe es, das Leistungsniveau auch bei den kommenden schweren Aufgaben zu halten.

Die MVP-Medaillen des Abends gingen an Sophia Falla (Ostbevern) sowie Alina Gottlebe-Fröhlich (BBSC).

In der Liga folgt am nächsten Wochenende das Auswärtsspiel beim Überraschungssieger des Spieltags, dem TSV Bayer Leverkusen, der den Tabellenkrösus Borken mit 3:1 nach Hause schickte. Am Samstag, dem 4. Februar 2023 findet um 19:00 Uhr das nächste Heimspiel in der Hämmerlinghalle, dann gegen Essen statt.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Natalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche, Angelina Meyer

Burkhard Kroll

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC holt verdient Überraschungspunkt beim Spitzenreiter

Skurios Volleys Borken – BBSC Berlin     3:2 ( 20, -23, 15, -21, 12)

Mit einem überraschenden Auswärtspunkt beim Aufstiegsaspirant Borken kehrten die Damen des BBSC Berlin von der niederländischen Grenze heim.

Die favorisierten Gastgeberinnen konnten nach der Weihnachtspause auf die schon zum Saisonbeginn angekündigte Sandra Hövels (vormals Oythe) zurückgreifen, die erstmals die Reihen des Ligaspitzenreiters verstärkte. Die Gastgeberinnen kamen schnell in das Spiel und holten sich den 1. Satz. Die Berlinerinnen hatten Mitte des 1. Satzes alle Reisestrapazen abgestreift und zauberten auch ohne die verhinderte Kapitänin Katharina Kummer ein richtig gutes Spiel auf das Parkett der Mergelsberg Sporthalle in Borken – der 2. Satz ging an die Hauptstädter. Im 3. Satz verletzte sich Libera Annika Kummer am linken Fußgelenk und wurde nahtlos durch Priscilla Gatzsche ersetzt. Beide Teams schenkten sich auch in der Folgezeit nichts. Das Spiel auf einem hohen Zweitliganiveau ging in den Tiebreak, der BBSC führte bereits 9:8, ehe sich die Borkener Nervenstärke und individuelle Klasse durchsetzte. Die Berlinerinnen zeigten eine Klasse-Teamleistung und überzeugten sowohl mit einer gut funktionierenden Block-Feldabwehr wie auch neu gewonnener Stabilität und Variabilität in den Angriffen.

Trainer Jens Tietböhl war trotz des verlorenen Tiebreaks mit dem Punkt zufrieden. „Es hat nicht viel gefehlt, dass wir die Chance auf einen Sieg bei Spitzenreiter genutzt hätten, aber: Wir haben uns richtig gut verkauft, spielerisch wie kämpferisch alles gegeben. Ein großes Chapeau den Damen!“

Zur Berliner MVP wurde Zuspielerin Roxana Vogel gewählt.

In der Köpenicker Hämmerlinghalle geht es am kommenden Samstag, 21.01.2023 um 19:00 Uhr gegen Ostbevern in der Liga weiter.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Natalie Sabrowske, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Katharina Haferkamp, Angelina Meyer, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche, Stephanie Utz

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

Gute Abwehr reicht für den BBSC nicht aus

DSHS Snowtrex Köln – BBSC Berlin 3:0 (18, 20, 10)

Ein unerquickliches Ende eines Sonntagausflugs nach Köln musste der BBSC beim Ligavergleich mit dem Verein der Deutschen Sporthochschule, beim FC Junkersdorf 1946 konstatieren. Das Team des früheren Co-Trainers der Nationalmannschaft Jimmy Czimek dominierte vor allem in den Angriffsleistungen gegen die Berlinerinnen.

Die Gastmannschaft musste auch heute auf kranke und verletzte Athletinnen verzichten: Sowohl Kapitänin Katharina Kummer wie auch Marie Dreblow, Antonia Lutz und Leona Klamke standen nicht zur Verfügung. Die beiden Teams lieferten sich in der Abwehrarbeit einen heißen Kampf und brachten das Publikum in der Kölner Hochschulsporthalle so manches Mal zum Raunen („Großartige Abwehr, fast schon artistisch, und dann noch den Ball super kontrolliert!“). Doch waren die Kölner meist diejenigen, die ihre Angriffe nach den langen Ballwechseln auch erfolgreich zum Abschluss brachten. So sehr sich der BBSC auch streckte und kämpfte – immer wieder wurden die eigenen Angriffsbälle pariert und irgendwann im Gegenzug vom Gegner vollstreckt. So holte sich Köln verdient den Sieg, während die Berlinerinnen ohne Punkte auf die lange Heimreise mussten.

Berlins Trainer Jens Tietböhl war natürlich nicht zufrieden nach dem Punktverlust, bewertete aber das Ergebnis der jetzt abgeschlossenen 1. Halbserie sehr positiv. Immerhin steht die Mannschaft aktuell auf dem 3. Tabellenplatz. „Für die 2. Halbserie wünsche ich mir Stabilität in allen Elementen und variablere und mehr angepasste Angriffe. Wir wollen endlich in die Situation kommen, in unseren Angriffen die Bälle mehr auf den Boden zu zwingen.“

Die MVP Medaille für die Gastmannschaft ging an Libera Annika Kummer, die bereits ihre 5. Medaille in der Saison einsammelte.

Für den BBSC im Einsatz: Isabel Böttcher, Natalie Sabrowske, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Angelina Meyer, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Zwei Punkte zum zweiten Advent

BBSC Berlin – SC Union Emlichheim  3:2 (23, 23, -14, -21, 18)

Schweres hatten die Damen des BBSC in der 2. Volleyball Bundesliga Nord im Gepäck, als sie am gestrigen Sonntag im heimischen Köpenick den SC Union Emlichheim empfingen. In der Vorwoche hatten die Berlinerinnen um Trainer Jens Tietböhl in Stralsund nicht glänzen können, teilweise desolate Leistung gezeigt. Zu Hause sollten nun wieder Punkte her. Punkten wollte der BBSC beim eigenen Publikum und natürlich auch für die Tabelle.

Die ersten zwei Sätze des Spieles dominierten die Berlinerinnen als aktuelle Tabellendritte dann auch. Am Ende beider Sätze stand mit 25:23 ein knappes Ergebnis, die gezeigten Leistungen auf dem Feld konnten aber überzeugen und nichts deutete ernsthaft darauf hin, dass die Gäste aus Emlichheim um Kapitänin Lona Volkers hier nochmal ernsthaft ins Spiel kommen könnten. Genau das taten diese aber dann eben genauso überzeugend. Das Köpenicker Publikum musste sich – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – die Augen reiben und miterleben, wie die heimische Mannschaft den dritten Satz mit 14:25 hergab. Aufschlagfehler, Abstimmungsschwierigkeiten und immer wieder Probleme im Abschluss sorgten also dafür, dass der Nachmittag länger und die Gäste selbstbewusster wurden.

Nach dem aus Berliner Sicht unnötigen dritten Satz witterten die mitgereisten Emlichheimer Fans Morgenluft und durften langsam wieder glauben, dass eventuell eben doch ihr Team hier heute zumindest zwei Punkte für die Tabelle mit nach Hause nehmen würde. Denn auch den vierten Satz entschieden die Gäste für sich (21:25) und konnten den BBSC damit in den ungeliebten Tiebreak zwingen. Beide Mannschaften lieferten sich einen spannenden Entscheidungssatz und wer bis dato sicher war, dass beim Volleyball im Tiebreak bei 15 Punkten Schluss sei, sah sich belehrt. Wehrten sich die Gäste ab 14:13 gegen zwei Matchbälle, überließen sie diese Rolle bei 15:16 dann der Heimmannschaft. Und da hielt es eben keinen in der Halle mehr auf seinem Sitzplatz. Erst bei 20:18 konnten die Berliner Mädels um Kapitänin Katharina Kummer endlich befreit jubeln. Platt waren sie. Aber glücklich. Über ein begeisterndes, spannendes Spiel mit dem glücklicheren Ende für sie und über zwei Punkte für die Tabelle, die dafür sorgten, dass der BBSC seinen dritten Platz in der 2. Bundesliga verteidigen konnte.

Berlins Trainer Jens Tietböhl zollte seiner Mannschaft ein Kompliment: „Das Spiel hat unserer Mannschaft kämpferisch und emotional alles abverlangt, und dem Team ist es gut gelungen, sich nach den verlorenen Sätzen wieder in das Spiel zu beamen – und das gegen eine wirklich gute Emlichheimer Mannschaft.“

Als MVP des Spieles wurden Malin Arens auf Seiten Emlichheims und Annika Kummer auf der Siegerseite ausgezeichnet.

Für den BBSC im Einsatz: Isabel Böttcher, Natalie Sabrowske, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Angelina Meyer, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche

Burkhard Kroll

BBSC ohne Chance gegen Aufstiegsaspirant

Stralsunder Wildcats – BBSC Berlin         3:0 (10, 18, 21)

Mit einer klaren Niederlage im Gepäck kehrte der BBSC Berlin vom Samstagausflug an den Strelasund zurück.

Berlins Ex-Trainer und jetziger Stralsunder Trainer Robert Hinz kannte den gestrigen Gegner sehr genau – die Bewegungs- und Schlagabläufe waren ihm nach 3 Jahren Trainertätigkeit für den BBSC bestens bekannt. Zusammen mit aktuellem Scouting waren für die Wildcats die besten Voraussetzungen gesetzt, sich gegen die Gäste durchzusetzen. Von der 1. Minute an diktierten die Stralsunder das Spiel und setzten wie erwartet über die mehr als 300fache Nationalspielerin Kathleen Weiß die Akzente im Zuspiel, während die Kanadierin Erin Corbett im Zusammenspiel mit Madleen Piest und der wie immer kraftvollen und zugleich technisch versierten Anne Krohn mit viel Übersicht dem BBSC die Punkte auf das Parkett hämmerte.

Der BBSC – angetreten mit nur einer etatmäßigen Mittelblockerin – setzte seine gute Abwehr und Annahme dagegen, auch das Aufschlagspiel war stabil. „Aber unsere Angriffsleistung ist derzeit nicht gut genug, um vorne mitmischen zu können. Wir brauchen viel zu viele Versuche, um den Ball auf den Boden zu bringen“ analysierte Berlins Trainer Jens Tietböhl. „Am nächsten Sonntag um 15:00 Uhr in der Hämmerlinghalle gegen Emlichheim werden uns voraussichtlich wieder mehr personelle Alternativen zur Verfügung stehen.“

Zur Berliner MVP wählte der Stralsunder Trainer Libera Annika Kummer.

Für den BBSC im Einsatz: Isabel Böttcher, Natalie Sabrowske, Angelina Meyer, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche, Stephanie Utz

Burkhard Kroll

BBSC mit Arbeitssieg und Fragezeichen

BBSC Berlin – Eimsbütteler TV Hamburg 3:2 (22, -20, 14, -15, 17)

Laut wurde es in der Köpenicker Ballsporthalle. Den Auswärtssieg hatten die Gäste vom ETV Hamburg fast in der Tasche, doch der BBSC erkämpfte sich am Ende zwei wichtige Punkte zu Hause und die Begeisterung der Anhängerschaft.

Am Samstag, den 19.11.2022, standen sich in Berlin der BBSC und ETV Hamburg in der 2. Volleyball Bundesliga gegenüber. Nach einem zuletzt enttäuschenden Auftritt der BBSC-Damen in Schwerin konnten sich die Gäste einige Hoffnung auf einen erneuten Ausrutscher machen, aber auch das heimische Team um Trainer Jens Tietböhl wollte sich sicher nicht die Blöße geben und wieder in der Erfolgsspur sein Publikum begeistern.

Beinahe überzeugend und doch immer wieder mit Schwächephasen sicherte sich der BBSC den ersten Satz mit 25:22, um den zweiten dann mit ebenjenem Punktestand an die Gäste abzugeben. Beide Teams mit hoher Eigenfehlerquote sorgten bei heimischen wie mitgereisten Hamburger Fans für ein Wechselbad der Gefühle. Und die Geschichte ist bis auf das Ende dann eben auch schnell erzählt. Die Charakteristik des Spieles änderte sich in den folgenden Sätzen nicht. Der BBSC überzeugt in Satz drei mit einem 25:14 und gibt den vierten mit 15:25 wieder ab.

Begeisterung jedenfalls war es, die die Halle beim spannenden Krimi zum Ende des fünften Satzes beben ließ. Der BBSC – scheinbar schon auf der Siegerstraße – wollte es spannend machen. Sogar zwei Matchbälle der Gäste aus Hamburg mussten abgewehrt werden, bevor der Entscheidungssatz mit 19:17 dann doch an die Berlinerinnen ging.

Berlins Trainer Jens Tietböhl freute sich über den Sieg ob der positiven Auswirkungen auf die Moral, war aber wegen der abschnittsweise vielen Eigenfehler bedrückt: „In einem Abschnitt grandios gefighted und auch gut gespielt, danach völlig den Spielrhythmus verloren. Da fehlte uns die Abgeklärtheit und Konstanz, die wir Anfang der Saison präsentiert haben. Also müssen wir in Gesprächen herausarbeiten, was die Mannschaft aktuell hemmt und das Selbstbewusstsein der Spielerinnen stärken.“

Als MVP des Spieles wurden Svea Frobel auf Seiten Hamburgs und die Berlinerin Josepha Bock ausgezeichnet.

Für den BBSC im Einsatz: Isabel Böttcher, Natalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Angelina Meyer, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche

Burkhard Kroll

BBSC Berlin mit Auswärtssieg im Schnelldurchlauf

Nach einem unerwartet klaren 3:0 Auswärtssieg beim VC Allbau Essen kehren die Berlinerinnen auf dem 3. Tabellenplatz in die Hauptstadt heim.

Vor dem Auswärtsspiel bei den selbsternannten Pottperlen holte sich Berlins Trainer Jens Tietböhl noch einen grippalen Infekt und musste vor dem heimischen PC bangen, wie sich sein Team gegen die Essener schlägt. Das Bangen dauerte freilich nicht lange – schon im 1. Satz führte der BBSC lange Zeit deutlich. Dann holten die Gastgeberinnen zum Satzende zwar noch einmal auf, doch die Berlinerinnen sicherten sich mit 31:29 die Satzführung. Souverän gestalteten die Köpenickerinnen – angeführt von Kapitänin und heutigem Quasi-Trainer Katharina Kummer – die Sätze 2 und 3. Sie ließen Essen nie richtig ins Spiel kommen, setzten mit konsequentem Aufschlagspiel deren Abwehr gehörig unter Druck und verwandelten ein um das andere Mal die eigenen abwechslungsreichen Angriffe. „Ich muss schon vor den Mädels den Hut ziehen, mit welcher Souveränität sie das Spiel nach Hause gebracht haben. Wir hatten zwar Kontakt über den Messenger eines Telefons auf der Auswechselbank, aber die Mädels haben auch von sich aus ausgesprochen klug gespielt und häufig die richtigen Entscheidungen von Taktik bis zu den Wechseln getroffen.

Es war ein Genuss zu sehen, wie das Team von der Routine der Erfahrenen profitierte.“ zeigte sich Jens Tietböhl begeistert. Immerhin ist Essen wahrlich kein Noname der 2. Bundesliga. Zwar fehlten mit Lena Werzinger (nach Mutterpause) und Sandra Ferger (Meisterschaftsvierte im Beach vor wenigen Wochen) noch zwei Aktivposten der vergangenen Jahre, doch verfügt das Team von Trainer Marcel Werzinger auch ansonsten über gute Durchschlagskraft. Zum MVP des heutigen Nachmittags wurde die Berlinerin Katharina Kummer gewählt. Der BBSC tritt am kommenden Mittwoch, 19. Oktober um 19:00 Uhr im Berliner Sportforum zum nächsten Auswärtsspiel beim VC Olympia an, ehe am kommenden Wochenende der Kampf um die Qualifikation für den DVV Pokal in Oythe im Mittelpunkt steht.

Für den BBSC im Einsatz: Natalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

BBSC Berlin entführt dem Vizemeister zwei Punkte

BBSC Berlin – TSV Bayer 04 Leverkusen        3:2 (22, 23, -19, -20, 16)

In einem sehr kämpferischen, aber hochattraktiven Spiel besiegten die Berlinerinnen vom BBSC den letztjährigen Vizemeister der Liga Leverkusen mit 3:2.

Auf BBSC-Seite zeigten sich bereits kurz nach Saisonbeginn die ersten Verletzungen: Neben Viviane Lefherz und Isabel Böttcher fielen auch Katharina Haferkamp und Leona Klamke für das Spiel aus. So waren von Anfang an die Wechselmöglichkeiten für die Gastgeberinnen beschränkt. Leverkusen konnte dagegen auf fast das gesamte Aufgebot zurückgreifen.

In den ersten beiden Sätzen spielte der BBSC auf einem hohen Level. Trotz enormer Gegenwehr von Leverkusen klappte von Annahmeleistung über Spielaufbau bis Angriffsabschluss ziemlich viel – dieses Niveau konnte freilich nicht gehalten werden. Die Sätze 3 und 4 dominierten die Gäste aus dem Rheinland, wohl auch der Tatsache geschuldet, dass die Wechselmöglichkeiten in Außenangriff und Mittelblock für die Gastgeberinnen kaum gegeben waren. Aber auch in diesen Sätzen verschenkte keine der Spielerinnen irgendwelche Punkte – es wurde um jeden Ball gefightet, nichts verloren gegeben, immer das maximal Mögliche gesucht. Beim Stand von 12:16 im 3. Satz lieferten sich die Teams gar einen Ballwechsel mit sagenhaften 64 Ballberührungen, ehe das Leder endlich auf Leverkusener Seite nach einem platzierten Heber von Alina Gottlebe-Fröhlich doch den Boden berührte. Jubel in der Halle, lauter Beifall von den Rängen – so sieht beste Volleyball-Unterhaltung aus.

Der 5. Satz musste die Entscheidung bringen. Dieser wurde zu einem offenen Schlagabtausch, in dem sich keine Mannschaft absetzen konnte. „Zum Schluss haben wir ein wenig Glück gehabt, den Siegpunkt zu machen, aber das war auf keinen Fall unverdient“ zog Berlins Trainer Jens Tietböhl Bilanz. “Wir haben in 5 Sätzen die Zuschauer verwöhnt, ein langes Spiel mit teilweise außerordentlich langen Spielzügen präsentiert – und das gegen den Vizemeister. Leverkusen hat auch starke Individualisten, die gut zusammen harmonieren – wir können mit dem Sieg voll zufrieden sein.“

Zur MVP des Abends wählte Leverkusens Trainer Dirk Sauermann Berlins Libera Annika Kummer – völlig zu Recht, denn auch nach Tietböhls Meinung hatte die 30-jährige in einigen Situationen wirklich überragend verteidigt. Auf Leverkusener Seite erhielt Sara Overländer die Ehrung.

Für den BBSC geht es in den nächsten Wochen zunächst mit Auswärtsspielen weiter. Während Alina Gottlebe-Fröhlich ab Dienstag bei der Seniorinnen WM mit dem Deutschland Team Ü40 antreten wird, kämpft der BBSC am 9. Oktober 2022 beim Regionalpokal Nordost in Braunsbedra um die Qualifikation zum DVV-Pokal. Dann folgen am 16. und 19. Oktober Auswärtsspiele in der Liga bei Essen und VC Olympia, ehe erst am 30. Oktober um 15:00 Uhr das nächste Heimspiel gegen Oythe in der Hämmerlinghalle ansteht.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Natalie Sabrowske, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

BBSC Berlin holt ersten Saisonsieg in Ostbevern

BSV Ostbevern – BBSC Berlin     1:3 (19, 19, -23, 16)

Nach einem schwer erkämpften Sieg in Ostbevern beim gestrigen zweiten Punktspiel der Saison kehrten die Berlinerinnen mit 3 Punkten in der Tasche in die Hauptstadt zurück.

Der Aufsteiger forderte die Mannschaft aus Köpenick wie erwartet in hohem Maße und mit einsatzstarkem Spiel. „Wir haben voll mitgehalten, uns aber immer noch ein wenig schwergetan, wenn es darum ging, die Angriffe auch erfolgreich abzuschließen“ resümierte Jens Tietböhl, der Berliner Trainer.

Die MVP Medaille ging an Natalie Sabrowske, die sich in ihrer ersten Zweitligasaison richtig gut auf der Diagonalen macht und ohne Zweifel eine Verstärkung für das Team darstellt.

Nächstes Wochenende geht es in der Liga bereits weiter. Vizemeister Leverkusen schlägt am Samstag, 1. Oktober, um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle gegen den BBSC auf.

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC