Comeback und Abschied

Mit einem 3:0-Erfolg (25:18, 25:14, 25:23) gegen den VC Olympia Berlin haben die BR Volleys am Freitagabend die Bundesliga Hauptrunde abgeschlossen. 14 Siege in 16 Spielen und somit 43 Punkte stehen für den Deutschen Meister damit zu Buche, der nun als Tabellenerster in die am 04./05. Februar startende Zwischenrunde geht. Die Zuschauer im Sportforum sahen ein Bild mit Seltenheitswert, denn Cheftrainer Cedric Enard setzte alle 14 Spieler seines Kaders und damit auch drei Zuspieler ein, wobei Kapitän Angel Trinidad zu seinem Comeback kam und Arash Dosanjh seinen Abschied gab.

Cedric Enard wollte am letzten Spieltag der Normalrunde zunächst nichts dem Zufall überlassen und setzte auf seine Bestformation, zu der im Vergleich zum 3:1-Heimsieg am Mittwoch gegen Düren diesmal auch Nehemiah Mote zählte. Der Auftakt gelang dank der Aufschläge von Johannes Tille und der Hinterfeld-Angriffe von Timothée Carle (3:0) und schnell hatte der Favorit das Spiel unter Kontrolle (12:9, 18:13). Beim Stand von 21:15 konnte Kapitän Angel Trinidad nach zweimonatiger Verletzungspause erstmals wieder das Feld betreten und führte bis zum ersten Satzgewinn erfolgreich Regie (25:18).

Mit einer Aufschlagserie sorgte Ruben Schott im zweiten Durchgang früh für klare Verhältnisse (7:1) und die BR Volleys konnten nach erfolgreichen Abwehraktionen Punkt um Punkt sammeln (18:9). Zwar bewies Jannes Wiesner, dass auch die Youngster auf der anderen Seite durchaus über Aufschlagqualität verfügen, doch mehr als den Rückstand etwas verkürzen konnten sie nicht (18:12). Wieder durfte Trinidad bis zum Satzgewinn das Zepter übernehmen (25:14). Einzig im Block ließen die BR Volleys Wünsche offen (nur ein direkter Blockpunkt in den ersten zwei Sätzen) und in Satz drei konnte sich der VCO im Angriff sogar noch häufiger durchsetzen (8:5, 16:13). Enard schöpfte die volle Breite seines Kaders aus und mit dem 21:17 auf der Anzeigetafel durfte dann auch der Letzte aus dem 14er-Aufgebot auf die Platte: Arash Dosanjh, der die Berliner am Montag Richtung BBTS Bielsko-Biala (POL) verlassen wird, kam ins Spiel und wollte per Zuspieltrick auch das Match beenden. Allerdings sah das Schiedsgericht einen Netzfehler und so war es doch Antti Ronkainen, der den Matchball verwandelte (25:23).

Während der ehemalige SCCer Wiesner es für den VCO auf starke 17 Punkte brachte, wurde Aufseiten der BR Volleys mit Nehemiah Mote ein Mittelblocker Topscorer (11 Punkte). Der MVP-Award ging allerdings an Ruben Schott, der mit fünf Assen glänzte, und Cedric Enard entschied sich mit Zuspieler Djifa Amedegnato für einen weiteren früheren SCCer.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Ich wollte heute allen Spielern Einsatzzeit und auch Arash die Chance geben, sich bei den letzten Punkten von den Fans zu verabschieden. Er durfte sogar nochmal Kapitän sein und hätte ja auch beinahe das Match beendet. Viele waren etwas müde, aber deshalb war es wichtig, die Last zu verteilen. Wir können zufrieden sein und auch der VCO hat gut dagegengehalten.“

Arash Dosanjh: „Ich habe mich sehr gefreut, hier sein zu dürfen und für eine gewisse Zeit ein Teil dieses großartigen Vereins zu sein. Wir konnten die Hauptrunde heute mit einem schönen Sieg abschließen und jetzt wünsche ich meinem Team und allen, die es mit den BR Volleys halten, dass die Saison weiterhin so erfolgreich verläuft.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Nehemiah Mote (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Antti Ronkainen, Angel Trinidad, Matheus Krauchuk, Saso Stalekar, Adam Kowalski, Cody Kessel, Arash Dosanjh

Topwerte
Mote 11 Punkte, 2 Blocks | Schott 9 Punkte, 5 Asse | Carle 9 Punkte, 4 Asse
Nächstes Spiel
25. Jan | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. Aluron CMC Warta Zawiercie / POL

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Pressefoto Credit: Andreas Gora

BBSC Berlin mit Auswärtssieg im Schnelldurchlauf

Nach einem unerwartet klaren 3:0 Auswärtssieg beim VC Allbau Essen kehren die Berlinerinnen auf dem 3. Tabellenplatz in die Hauptstadt heim.

Vor dem Auswärtsspiel bei den selbsternannten Pottperlen holte sich Berlins Trainer Jens Tietböhl noch einen grippalen Infekt und musste vor dem heimischen PC bangen, wie sich sein Team gegen die Essener schlägt. Das Bangen dauerte freilich nicht lange – schon im 1. Satz führte der BBSC lange Zeit deutlich. Dann holten die Gastgeberinnen zum Satzende zwar noch einmal auf, doch die Berlinerinnen sicherten sich mit 31:29 die Satzführung. Souverän gestalteten die Köpenickerinnen – angeführt von Kapitänin und heutigem Quasi-Trainer Katharina Kummer – die Sätze 2 und 3. Sie ließen Essen nie richtig ins Spiel kommen, setzten mit konsequentem Aufschlagspiel deren Abwehr gehörig unter Druck und verwandelten ein um das andere Mal die eigenen abwechslungsreichen Angriffe. „Ich muss schon vor den Mädels den Hut ziehen, mit welcher Souveränität sie das Spiel nach Hause gebracht haben. Wir hatten zwar Kontakt über den Messenger eines Telefons auf der Auswechselbank, aber die Mädels haben auch von sich aus ausgesprochen klug gespielt und häufig die richtigen Entscheidungen von Taktik bis zu den Wechseln getroffen.

Es war ein Genuss zu sehen, wie das Team von der Routine der Erfahrenen profitierte.“ zeigte sich Jens Tietböhl begeistert. Immerhin ist Essen wahrlich kein Noname der 2. Bundesliga. Zwar fehlten mit Lena Werzinger (nach Mutterpause) und Sandra Ferger (Meisterschaftsvierte im Beach vor wenigen Wochen) noch zwei Aktivposten der vergangenen Jahre, doch verfügt das Team von Trainer Marcel Werzinger auch ansonsten über gute Durchschlagskraft. Zum MVP des heutigen Nachmittags wurde die Berlinerin Katharina Kummer gewählt. Der BBSC tritt am kommenden Mittwoch, 19. Oktober um 19:00 Uhr im Berliner Sportforum zum nächsten Auswärtsspiel beim VC Olympia an, ehe am kommenden Wochenende der Kampf um die Qualifikation für den DVV Pokal in Oythe im Mittelpunkt steht.

Für den BBSC im Einsatz: Natalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

BBSC Berlin entführt dem Vizemeister zwei Punkte

BBSC Berlin – TSV Bayer 04 Leverkusen        3:2 (22, 23, -19, -20, 16)

In einem sehr kämpferischen, aber hochattraktiven Spiel besiegten die Berlinerinnen vom BBSC den letztjährigen Vizemeister der Liga Leverkusen mit 3:2.

Auf BBSC-Seite zeigten sich bereits kurz nach Saisonbeginn die ersten Verletzungen: Neben Viviane Lefherz und Isabel Böttcher fielen auch Katharina Haferkamp und Leona Klamke für das Spiel aus. So waren von Anfang an die Wechselmöglichkeiten für die Gastgeberinnen beschränkt. Leverkusen konnte dagegen auf fast das gesamte Aufgebot zurückgreifen.

In den ersten beiden Sätzen spielte der BBSC auf einem hohen Level. Trotz enormer Gegenwehr von Leverkusen klappte von Annahmeleistung über Spielaufbau bis Angriffsabschluss ziemlich viel – dieses Niveau konnte freilich nicht gehalten werden. Die Sätze 3 und 4 dominierten die Gäste aus dem Rheinland, wohl auch der Tatsache geschuldet, dass die Wechselmöglichkeiten in Außenangriff und Mittelblock für die Gastgeberinnen kaum gegeben waren. Aber auch in diesen Sätzen verschenkte keine der Spielerinnen irgendwelche Punkte – es wurde um jeden Ball gefightet, nichts verloren gegeben, immer das maximal Mögliche gesucht. Beim Stand von 12:16 im 3. Satz lieferten sich die Teams gar einen Ballwechsel mit sagenhaften 64 Ballberührungen, ehe das Leder endlich auf Leverkusener Seite nach einem platzierten Heber von Alina Gottlebe-Fröhlich doch den Boden berührte. Jubel in der Halle, lauter Beifall von den Rängen – so sieht beste Volleyball-Unterhaltung aus.

Der 5. Satz musste die Entscheidung bringen. Dieser wurde zu einem offenen Schlagabtausch, in dem sich keine Mannschaft absetzen konnte. „Zum Schluss haben wir ein wenig Glück gehabt, den Siegpunkt zu machen, aber das war auf keinen Fall unverdient“ zog Berlins Trainer Jens Tietböhl Bilanz. “Wir haben in 5 Sätzen die Zuschauer verwöhnt, ein langes Spiel mit teilweise außerordentlich langen Spielzügen präsentiert – und das gegen den Vizemeister. Leverkusen hat auch starke Individualisten, die gut zusammen harmonieren – wir können mit dem Sieg voll zufrieden sein.“

Zur MVP des Abends wählte Leverkusens Trainer Dirk Sauermann Berlins Libera Annika Kummer – völlig zu Recht, denn auch nach Tietböhls Meinung hatte die 30-jährige in einigen Situationen wirklich überragend verteidigt. Auf Leverkusener Seite erhielt Sara Overländer die Ehrung.

Für den BBSC geht es in den nächsten Wochen zunächst mit Auswärtsspielen weiter. Während Alina Gottlebe-Fröhlich ab Dienstag bei der Seniorinnen WM mit dem Deutschland Team Ü40 antreten wird, kämpft der BBSC am 9. Oktober 2022 beim Regionalpokal Nordost in Braunsbedra um die Qualifikation zum DVV-Pokal. Dann folgen am 16. und 19. Oktober Auswärtsspiele in der Liga bei Essen und VC Olympia, ehe erst am 30. Oktober um 15:00 Uhr das nächste Heimspiel gegen Oythe in der Hämmerlinghalle ansteht.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Natalie Sabrowske, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

BBSC mit doppeltem Verlust

BBSC Berlin – VC Olympia Berlin       1:3 (-16, -22, 22, -20)

Nicht nur eine klare Niederlage gegen den Lokalrivalen aus Hohenschönhausen kassierte der BBSC am Samstagabend, sondern auch den Verlust der Kapitänin Katharina Kummer nach Verletzung.

Zwar startete der BBSC mit einem 4:1 zu Beginn des Spiels, doch danach setzte der VC Olympia klare Maßstäbe. In der Abwehr waren die beiden Teams noch nicht so weit im Niveau auseinander, aber im Angriff offenbarten sich schon deutliche Unterschiede. Während die VCO Talente auch dank besserer physischer Voraussetzungen (Körpergröße!) und gesundem Selbstbewusstsein einen Ball nach dem anderen mit viel Schmackes auf BBSC-Seite versenkten, scheiterten die Gastgeberinnen immer wieder an Block und Feldabwehr auf VCO Seite. Ganz egal, ob die Köpenicker Angreiferinnnen die Angriffe scharf abschlossen oder die Bälle in die Lücken legten – der VC Olympia hatte eben häufig eine Antwort, war konzentriert und damit auch über das gesamte Spiel erfolgreich. Dabei war das Spiel der Gäste durchaus Teamwork – in einer Mannschaft fast ohne Schwachpunkte ragten die spätere MVP Celine Jebens und die Heins-Zwillinge neben Zuspielerin Pia Fernau heraus.

Der BBSC kämpfte durchgängig und mit hohem Einsatz, auch in wechselnden Besetzungen, denn Trainer Schröter hatte beginnend mit dem 2. Satz versucht, durch Wechsel Impulse zu geben. In der Stammformation gelang dann auch im 3. Satz der Satzgewinn – die gleiche Besetzung tat sich im 4. Satz allerdings deutlich schwerer. Beim Stand von 15:18 verletzte sich zudem Kapitänin Katharina Kummer in einer Aktion ohne Fremdeinwirkung am Knie und musste das Spielfeld voller Schmerzen verlassen. Geschockt gelang dem BBSC-Team nachfolgend kein einziger Punktgewinn aus eigenem Spiel mehr. Die 5 Mehrpunkte bis Spielende gingen allein auf das Konto von individuellen Fehlern des VCO.

An dieser Stelle sollen die besten Genesungswünsche an Kathi gehen – in der Hoffnung, dass die Verletzung nicht zu schwer ist und sie bald wieder Freude am Spiel mit der Mannschaft finden wird. Kathi Kummer wurde zudem nach Spielende mit der silbernen MVP Medaille ausgezeichnet. 

Trainer Schröter wird versuchen, im Trainingsbetrieb die Mannschaft wieder auf das zwischenzeitlich erreichte Niveau zu bringen. „Als wir mit unserer kompletten Mannschaft trainieren konnten, waren wir auch deutlich stabiler in unseren Aktionen, waren erfolgreicher. Das klappt aktuell überhaupt nicht, da sich Verletzungen mit Krankheiten und diese mit anderen Ausfällen abwechseln. So sind wir einfach nicht clever genug – diese Cleverness müssen wir uns zurück erarbeiten.“

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Leona Klamke, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Samantha Gneckow, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Volleyball-Talente in Köpenick zu Gast

Am Samstag, den 19. Februar 2022, wird um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle das Spiel des BBSC Berlin gegen den VC Olympia Berlin angepfiffen.

Im 2. Lokalderby der Saison gibt es wohl keinen Favoriten. Zwar stehen die Gäste ein paar Plätze in der Tabelle hinter den Gastgeberinnen, doch dürfte dies keinen Grund für irgendwelche Erwartungen eines sicheren Sieges auslösen. Immerhin haben die VCO-Talente in der Hinserie das Spiel im Sportforum klar dominiert. Die Mädels um Zuspielerin Pia Fernau und die schlaggewaltige Celine Jebens zeigten an diesem Abend, wie mit volleyballerischem Können in Technik und Taktik sowie viel Einsatz auf dem Feld schnell einmal der Lokalrivale zur Seite geräumt werden kann. Hinzu kommt: Ganz typisch für die Talente des VCO ist die Steigerung innerhalb der Saison. Während zunächst noch die jungen Spunde die erste Ligaluft schnuppern, sind sie nach ein paar Monaten Intensivtraining schnell in der Lage, das Ausgangsniveau deutlich zu übertreffen.

Der BBSC trifft mit einer Mannschaft auf die Gäste, die nach einer wochenlanger Phase von häufigen Verletzungen und Krankheiten im kleinen Team erst wieder langsam in Tritt kommen muss. Trainer Ole Schröter wünschte sich nicht nur die eigene Genesung nach einer Krankheit, sondern auch, dass seine Mädels endlich mal wieder fit in solch ein Spiel gehen können. Nun gilt es, mit Konzentration einen Sieg gegen den VCO anzustreben. Das Spiel wird von Trainern und Spielerinnen nicht auf die leichte Schulter genommen – die Qualitäten der Talente sind schließlich auch aus Testspielen bestens bekannt. Freuen wir uns auf ein interessantes und sicher spannendes Zweitligaspiel.

Bitte beachtet, dass in der Halle die 2G+ Regel gilt! Die Zuschauer werden gebeten, den Nachweis über die 3fache Genesung/ Impfung bereits am Eingang bereitzuhalten – ansonsten wäre das negative Testergebnis eines aktuellen (nicht länger als 24 Stunden alten) Coronatests vorzuweisen. In der Halle ist zusätzlich eine Maske zu tragen.

Quelle: Burkhard Kroll

BBSC ohne Fortune in Essen

VC Allbau Essen – BBSC Berlin 3:1 (22,14,-18,16)

ie letzten Wochen hatten mit Krankheiten und Verletzungen für genügend Personalnot auf BBSC Seite gesorgt – insoweit war die 1:3 Niederlage des BBSC bei Allbau Essen noch ein gutes Ergebnis.

Die lange Fahrt in das Ruhrgebiet konnten die Berlinerinnen nach einer Trainingswoche, die mit dem vollständigen Ausfall von Zuspielerinnen und Diagonalen eigentlich keine war, dann doch mit einer spielfähigen, wenngleich nicht vollständigen Mannschaft antreten. Auf der Libero-Position war mit der gerade frisch von Coronakrankheit genesenen Paula Morgenroth wieder jemand dabei – Annika Kummer ist noch verletzt. Aber schon auf dem Weg musste BBSC Trainer Ole Schröter selbst die Reise aus gesundheitlichen Gründen abbrechen und sich wieder nach Hause begeben.

Ohne Coach vor Ort traf die Mannschaft auf einen Gastgeber, der guten Volleyball bot. Fehlerarm und mit einer glänzenden Annahme spielte Allbau seine Stärke gegen die noch gehandicapten Berlinerinnen aus, die natürlich den gerade bewältigten Krankheiten und Verletzungen Tribut zahlten. Der BBSC konnte im wesentlichen mit der Blockarbeit überzeugen, hatte ansonsten aber Nachteile gegenüber den Gastgeberinnen.

„Wenn es am nächsten Samstag, 19.02.2022 um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle gegen den VC Olympia Berlin geht, will ich selbst wieder fit sein und andererseits auch mehr fitte Spielerinnen in meiner Mannschaft haben“ wünschte sich Trainer Schröter inständig.

Zur Berliner MVP wählte Essens Trainer Werzinger Antonia Heinze.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Isabel Böttcher, Leona Klamke, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

BSC Berlin vor Doppelspieltag

Mit zwei Heimspielen gegen Fortuna Bonn sowie den VC Olympia Münster wartet ein anstrengender, aber Erfolg verheißender Doppelspieltag auf den BBSC.

Am Samstag, 11. Dezember empfängt der BBSC um 18:00 Uhr die Mannschaft von Fortuna Bonn. Die Rheinländerinnen stehen aktuell nur auf dem vorletzten Tabellenplatz und holten sich ihre beiden Saisonerfolge gegen Sorpesee und den VC Olympia Münster. Nach der vergangenen doch recht erfolgreichen Saison des damaligen Aufsteigers (mit zwei Siegen gegen Lokalrivalen Köln!) kam die Mannschaft von Trainer Sven Anton nicht so ganz erfolgreich durch die 1. Halbserie. Dabei war es Vereinsziel, den Standort in der 2. Bundesliga zu sichern und sportlich das Niveau zu halten. Das Team verfügt zwar über einige erfahrene Kräfte mit Leverkusener Vergangenheit wie Kapitänin Lena Maasewerd, doch gibt es keine Starspielerinnen. Die Mannschaft lebt von der Kampfkraft und Geschlossenheit auf dem Feld.

Der BBSC als aktueller Tabellenzehnter darf auf keinen Fall den Gegner kurz vor Weihnachten in den Rhythmus kommen lassen. Vielmehr geht es darum, das eigene Spiel konzentriert vorzutragen, so die Grundlage für den Punktgewinn zu legen.

Genau wie der BBSC und auch Bonn wird auch der Gegner des Sonntagnachmittags an diesem Wochenende zwei Spiele in der Hauptstadt absolvieren: Nach dem Samstagspiel im Sportforum beim VC Olympia kommt die Münsteraner Mannschaft des VC Olympia um 15:00 Uhr in die Köpenicker Hämmerlinghalle. Das Team findet sich derzeit auf dem 12. Tabellenrang und hat in der Saison bereits mit einem Auswärtserfolg in Emlichheim Geschichte geschrieben. Die Talente aus dem Raum Münster/ NRW sind im Wesentlichen Jahrgang 2004 und 2005, und damit im besten Alter für eine deutlich sichtbare Entwicklung von Spielfähigkeit und Athletik während der Saison. Mit Mia Kirchhoff hat es eine 17-jährige Athletin mittlerweile mit einem Doppelspielrecht in die 1. Mannschaft des USC Münster geschafft und überzeugte in den letzten Erstligaspielen, so gegen Potsdam und Schwerin.

Der BBSC ist nach den Erfahrungen mit den starken Youngstern des Berliner VCO gut beraten, den Gegner sehr ernst zu nehmen und mit eigener Kampfkraft und Spielwitz sowie viel Konzentration die Voraussetzungen für die angestrebten drei Punkte für die Tabelle zu schaffen.

Trotz der Coronamaßnahmen ist die Hämmerlinghalle für Zuschauer geöffnet. Bitte beachtet, dass in der Halle die 2G+ Regel gilt! Die Zuschauer werden gebeten, den Nachweis über die Genesung oder die Impfung bereits am Eingang bereitzuhalten und darüber hinaus das negative Testergebnis eines aktuellen (nicht länger als 24 Stunden alten) Coronatests vorzuweisen. Dieser Test kann auch noch kurz vor dem Samstagspiel im Testcenter in der 1. Etage des nahen Forum Köpenicks absolviert werden. Da das zweite Spiel nur 21 Stunden nach dem ersten angepfiffen wird, kann ein solcher Test ggf. auch noch für das Sonntagsspiel verwendet werden.

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

BBSC – perfekter Saisonstart

Der BBSC startete perfekt in die Saison 2021/22: Nach dem Auswärtssieg am vergangenen Wochenende gegen Oythe folgte am Samstag bei der Heimspielpremiere erstmalig vor Zuschauern nach fast einem Jahr der 3:0-Erfolg gegen Blau-Weiß Dingden.

Dingden kam im 1. Satz etwas verspätet in den für die Mannschaft typischen Rhythmus – der BBSC konnte bis zum 23:18 souverän agieren und fleißig Punkte sammeln. Erst zum Satzende starteten die Gäste die Aufholjagd, aber der BBSC holte sich noch knapp den Satz mit 25:23.

Ab dem Ende des 1. Satzes entwickelte sich ein für Zweitligaverhältnisse wirklich ansprechendes Spiel beider Seiten mit vielen langen Ballwechseln, die das Publikum begeisterten. Beide Teams haben zum am 2. Spieltag eine Feldabwehrarbeit präsentiert, die durchaus Fundament für die weitere Saison sein kann. Immer wieder wurden aufmerksam die Angriffe der gegnerischen Seite noch vom Boden gekratzt oder in der Luft entschärft. So macht Volleyball Spaß – das war das einhellige Stimmungsbild unter den Zuschauern. Dabei zeigten sich die Berlinerinnen in ihrem Spiel mannschaftlich ausgesprochen geschlossen und letztendlich in den Angriffen und Aufschlägen einen Tick genauer und abgezockter. Auch die Neuzugänge Katharina Haferkamp und Anna Leweling fielen mit der einen oder anderen unorthodoxen Aktion und einem feinen Händchen bei Angriffsschlägen positiv auf. So gingen auch die Sätze 2 und 3 an die Berlinerinnen, obwohl sich die Gäste nie aufgaben und durchgängig gut gegenhielten.

Berlins Trainer Ole Schröter freute sich über den gelungenen Saisonstart und lobte sein Team „vor allem für die durchgängig gezeigte Konzentration und mannschaftschaftliche Geschlossenheit“. Kapitänin Katharina Kummer ergänzte, dass der Beifall des Publikums, überhaupt die Interaktion mit der Stimmung auf den Rängen auch dazu beigetragen habe, dass die Mannschaft ein gutes Spiel gezeigt habe. „Da spürte man, wie stark die schrittweise Aufhebung der Corona-Maßnahmen uns auch unterstützen kann.“

Auf Berliner Seite erhielt Annika Kummer ihre erste MVP-Ehrung der Saison und führte damit die Tradition der letzten Saison fort.

Am kommenden Wochenende, 25. September, geht es für das Team von Trainer Schröter in das sauerländische Sorpesee. Das nächste Spiel in Berlin folgt dann auch auswärts, wenn der BBSC am Donnerstag, dem 30. September 2021, beim VC Olympia im Sportforum antritt.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

BR Volleys – Ruben Schott ist „zurück zu Hause“

Am 07. Mai 2017 verabschiedete sich Ruben Schott mit einem knallharten Angriff und dem letzten Punkt der Saison, der den BR Volleys damals den Gewinn der Deutschen Meisterschaft sicherte. Nun, vier Jahre später ist der gebürtige Berliner zurück in seiner Heimatstadt. Der deutsche Nationalspieler, der zuletzt drei Jahre lang in Polen am Netz stand, verstärkt zur Saison 21/22 den Hauptstadtclub. Das verkündete man am Dienstag gemeinsam auf einer Pressekonferenz in der Max-Schmeling-Halle.

Ruben Schott ist das, was man einen waschechten „Berliner Jung“ nennen kann. Nachdem der 1.92 Meter große Angreifer seine Volleyballausbildung im Jahr 2002 beim SV Preußen begann, gelang ihm danach über die Nachwuchsabteilung des SCC sowie den VC Olympia Berlin der Sprung in den Profikader der BR Volleys. Auf Anhieb durfte Schott bereits 2013 ein erstes Mal mitjubeln, als die Berliner den Meistertitel gewannen. 2016 war er ein Mitglied der legendären Triplesieger-Mannschaft, die Meisterschaft, Pokal und Europacup holte. Sein sportlicher Durchbruch folgte spätestens in der Saison 2016/2017 mit starken Leistungen beim Einzug in das Champions League Final Four und auf dem Weg zum eingangs beschriebenen Titelgewinn.

Daher schmerzte es die Verantwortlichen des Hauptstadtclubs, als das Berliner Eigengewächs anschließend die Chance ergriff und sich den Traum vom Ausland erfüllte. „Ich wollte neue Reize setzen und denke, dass es die richtige Entscheidung war, wenn ich meine Entwicklung seitdem betrachte“, erklärt Schott heute. In seinem ersten Auslandsjahr bei Powervolley Mailand (ITA) kam er unter Bundestrainer Andrea Giani noch nicht vollends zum Zug, verbesserte sein Spiel jedoch auch ohne viel Einsatzzeit. Der nächste große Schritt folgte im Trikot von Trefl Danzig. Mit den Polen brillierte er unter anderem in der CEV Champions League, wo man im Viertelfinale erst im „Golden Set“ an der Sensation gegen Zenit Kasan vorbeischrammte. Zuletzt schlug Ruben Schott weiterhin in der PlusLiga als ligaweit bester Annahmespieler der abgelaufenen Saison bei AZS Olsztyn auf.

Nun war es für Verein und Spieler an der Zeit, die Rückkehr des inzwischen 26-Jährigen voranzutreiben. Die BR Volleys wollten ihren „Berliner Jungen“ zurück und auch Schott hatte Sehnsucht nach seiner Heimat: „Es fühlt sich sehr gut an, zurück zu Hause zu sein. Ich bin bereit, viel Verantwortung zu tragen und eine wichtige Rolle im neuen Team einzunehmen.“ Geschäftsführer Kaweh Niroomand sieht in Schott mehr als nur einen erstklassigen Volleyballer und ist entsprechend glücklich über die Verpflichtung: „Es ist immer schön, wenn Spieler den Weg zurück zu uns finden. Ruben hat sich in seinen Jahren im Ausland hervorragend entwickelt. Er hat die Fähigkeiten, um ein Leistungsträger der Mannschaft und eine Identifikationsfigur des Vereins zu werden.“

Für zwei Jahre hat Schott unterschrieben, wobei Niroomand ergänzt: „Wenn es nach uns geht, würden wir Ruben noch lange Zeit im BR Volleys Trikot sehen wollen.“ Von den Qualitäten des Rückkehrers ist der 68-jährige Manager nämlich längst vollends überzeugt: „Ruben wird uns noch mehr Stabilität bringen. Er ist technisch unheimlich versiert. Seine große Stärke ist die Annahme, im Angriff findet er clevere Lösungen und auch im Aufschlag hat er einen Sprung gemacht. Ruben ist ein kompletter Spieler.“

Mehr als 80 Länderspiele hat Schott bereits bestritten, weitere werden im Sommer in der Volleyball Nations League (Start 28. Mai) und bei der Europameisterschaft im September hinzukommen. Dann endlich warten der Volleyballtempel und das Berliner Publikum auf ihn – ein sicher emotionaler Moment: „Ich freue mich darauf, viele Bekannte wiederzusehen und vor Freunden und Familie zu spielen. Ich weiß auch, dass ich hier in Berlin als deutscher Nationalspieler wieder mehr im Fokus stehen werde. Das gehört dazu und auch auf diese Herausforderung freue ich mich.“

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier ©Pressefoto Credit: Michal Hundt

Volleyball 2. Bundesliga Damen – BBSC Berlin hat Emlichheim zu Gast

Am kommenden Samstag den 10. April 2021, ist im Nachholespiel um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle mit Emlichheim ein Team zu Gast, das seit vielen Jahren auf gutem Bundesliganiveau spielt. Das Spiel findet aufgrund der aktuellen Corona-Einschränkungen erneut ohne Publikum statt.

Rückblick auf den November/ Dezember 2020: Die Zeit war fast ausschließlich durch die Corona Einschränkungen mit Ausfall von Spielen und zeitweiser Quarantäne der gesamten BBSC-Mannschaft geprägt. Dazu gehörte auch der Ausfall des Vergleichs mit dem Grafschafter Team. Nun gibt es also den nächsten Anlauf. Die Tests sind absolviert – freilich weiß das Team aus den Erfahrungen der letzten Monate genau, dass noch so viele Unwägbarkeiten im Spiel sind, um auch noch in den letzten Stunden vor dem Anpfiff wieder das Zurückpfeifen zu erleben.

Mit Emlichheim kommt eine Mannschaft nach Berlin, die in ihrer 31. Bundesligasaison erneut eine Symbiose aus Konstanz – der Verein setzt erneut auf viele Nachwuchsspielerinnen – und gleichzeitig etwas überraschenden Veränderungen im Aufgebot gekennzeichnet ist. Kein Verein der Liga verfügt über ein so junges Team. Viele Spielerinnen kommen aus den Jahrgängen 2000-2003 und wurden vom Verein unter Nachwuchscoach Michael Lehmann mustergültig auf die 2. Liga vorbereitet. Die in der vergangenen Saison noch für Emlichheim spielenden drei Holländerinnen verließen den Verein. Stattdessen holte Trainer Pascall Reiß mit der Amerikanerin McKenzie Kramer und der bulgarischen Nationalspielerin Kristina Petrova einige schlagkräftige Argumente in sein Aufgebot. Die Bulgarin nahm für ihr Heimatland schon an Welt- und Europameisterschaften teil, jedoch als Libera. In Emlichheim wird sie als Außenangreiferin eingesetzt. Der Gegner und jetzige Tabellenfünfte dürfte ein ganz harter Brocken für die Berlinerinnen werden, denn in den letzten Spielen gelangen den Grafschaftern sogar Siege gegen Köln und auswärts in Borken.

Der BBSC – in den letzten Wochen arg gebeutelt mit diversen Verletzungen – dürfte gegen die Gäste nur in einer Außenseiterrolle stehen. Von Anfang an ist die Berliner Mannschaft aufgefordert, mit hoher Konzentration aufzutreten, wie sie es beim Auftritt gegen den VCO dokumentierte. Die Fans können die Mannschaft wegen der aktuellen Corona-Auflagen nicht direkt vor Ort unterstützen. So bleibt nur die Empfehlung des gut funktionierenden Livetickers der VBL – so seid Ihr immer ganz aktuell auf dem neuesten Stand! Drückt uns die Daumen.

Burkhard Kroll