BBSC – perfekter Saisonstart

Der BBSC startete perfekt in die Saison 2021/22: Nach dem Auswärtssieg am vergangenen Wochenende gegen Oythe folgte am Samstag bei der Heimspielpremiere erstmalig vor Zuschauern nach fast einem Jahr der 3:0-Erfolg gegen Blau-Weiß Dingden.

Dingden kam im 1. Satz etwas verspätet in den für die Mannschaft typischen Rhythmus – der BBSC konnte bis zum 23:18 souverän agieren und fleißig Punkte sammeln. Erst zum Satzende starteten die Gäste die Aufholjagd, aber der BBSC holte sich noch knapp den Satz mit 25:23.

Ab dem Ende des 1. Satzes entwickelte sich ein für Zweitligaverhältnisse wirklich ansprechendes Spiel beider Seiten mit vielen langen Ballwechseln, die das Publikum begeisterten. Beide Teams haben zum am 2. Spieltag eine Feldabwehrarbeit präsentiert, die durchaus Fundament für die weitere Saison sein kann. Immer wieder wurden aufmerksam die Angriffe der gegnerischen Seite noch vom Boden gekratzt oder in der Luft entschärft. So macht Volleyball Spaß – das war das einhellige Stimmungsbild unter den Zuschauern. Dabei zeigten sich die Berlinerinnen in ihrem Spiel mannschaftlich ausgesprochen geschlossen und letztendlich in den Angriffen und Aufschlägen einen Tick genauer und abgezockter. Auch die Neuzugänge Katharina Haferkamp und Anna Leweling fielen mit der einen oder anderen unorthodoxen Aktion und einem feinen Händchen bei Angriffsschlägen positiv auf. So gingen auch die Sätze 2 und 3 an die Berlinerinnen, obwohl sich die Gäste nie aufgaben und durchgängig gut gegenhielten.

Berlins Trainer Ole Schröter freute sich über den gelungenen Saisonstart und lobte sein Team „vor allem für die durchgängig gezeigte Konzentration und mannschaftschaftliche Geschlossenheit“. Kapitänin Katharina Kummer ergänzte, dass der Beifall des Publikums, überhaupt die Interaktion mit der Stimmung auf den Rängen auch dazu beigetragen habe, dass die Mannschaft ein gutes Spiel gezeigt habe. „Da spürte man, wie stark die schrittweise Aufhebung der Corona-Maßnahmen uns auch unterstützen kann.“

Auf Berliner Seite erhielt Annika Kummer ihre erste MVP-Ehrung der Saison und führte damit die Tradition der letzten Saison fort.

Am kommenden Wochenende, 25. September, geht es für das Team von Trainer Schröter in das sauerländische Sorpesee. Das nächste Spiel in Berlin folgt dann auch auswärts, wenn der BBSC am Donnerstag, dem 30. September 2021, beim VC Olympia im Sportforum antritt.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

BR Volleys – Ruben Schott ist „zurück zu Hause“

Am 07. Mai 2017 verabschiedete sich Ruben Schott mit einem knallharten Angriff und dem letzten Punkt der Saison, der den BR Volleys damals den Gewinn der Deutschen Meisterschaft sicherte. Nun, vier Jahre später ist der gebürtige Berliner zurück in seiner Heimatstadt. Der deutsche Nationalspieler, der zuletzt drei Jahre lang in Polen am Netz stand, verstärkt zur Saison 21/22 den Hauptstadtclub. Das verkündete man am Dienstag gemeinsam auf einer Pressekonferenz in der Max-Schmeling-Halle.

Ruben Schott ist das, was man einen waschechten „Berliner Jung“ nennen kann. Nachdem der 1.92 Meter große Angreifer seine Volleyballausbildung im Jahr 2002 beim SV Preußen begann, gelang ihm danach über die Nachwuchsabteilung des SCC sowie den VC Olympia Berlin der Sprung in den Profikader der BR Volleys. Auf Anhieb durfte Schott bereits 2013 ein erstes Mal mitjubeln, als die Berliner den Meistertitel gewannen. 2016 war er ein Mitglied der legendären Triplesieger-Mannschaft, die Meisterschaft, Pokal und Europacup holte. Sein sportlicher Durchbruch folgte spätestens in der Saison 2016/2017 mit starken Leistungen beim Einzug in das Champions League Final Four und auf dem Weg zum eingangs beschriebenen Titelgewinn.

Daher schmerzte es die Verantwortlichen des Hauptstadtclubs, als das Berliner Eigengewächs anschließend die Chance ergriff und sich den Traum vom Ausland erfüllte. „Ich wollte neue Reize setzen und denke, dass es die richtige Entscheidung war, wenn ich meine Entwicklung seitdem betrachte“, erklärt Schott heute. In seinem ersten Auslandsjahr bei Powervolley Mailand (ITA) kam er unter Bundestrainer Andrea Giani noch nicht vollends zum Zug, verbesserte sein Spiel jedoch auch ohne viel Einsatzzeit. Der nächste große Schritt folgte im Trikot von Trefl Danzig. Mit den Polen brillierte er unter anderem in der CEV Champions League, wo man im Viertelfinale erst im „Golden Set“ an der Sensation gegen Zenit Kasan vorbeischrammte. Zuletzt schlug Ruben Schott weiterhin in der PlusLiga als ligaweit bester Annahmespieler der abgelaufenen Saison bei AZS Olsztyn auf.

Nun war es für Verein und Spieler an der Zeit, die Rückkehr des inzwischen 26-Jährigen voranzutreiben. Die BR Volleys wollten ihren „Berliner Jungen“ zurück und auch Schott hatte Sehnsucht nach seiner Heimat: „Es fühlt sich sehr gut an, zurück zu Hause zu sein. Ich bin bereit, viel Verantwortung zu tragen und eine wichtige Rolle im neuen Team einzunehmen.“ Geschäftsführer Kaweh Niroomand sieht in Schott mehr als nur einen erstklassigen Volleyballer und ist entsprechend glücklich über die Verpflichtung: „Es ist immer schön, wenn Spieler den Weg zurück zu uns finden. Ruben hat sich in seinen Jahren im Ausland hervorragend entwickelt. Er hat die Fähigkeiten, um ein Leistungsträger der Mannschaft und eine Identifikationsfigur des Vereins zu werden.“

Für zwei Jahre hat Schott unterschrieben, wobei Niroomand ergänzt: „Wenn es nach uns geht, würden wir Ruben noch lange Zeit im BR Volleys Trikot sehen wollen.“ Von den Qualitäten des Rückkehrers ist der 68-jährige Manager nämlich längst vollends überzeugt: „Ruben wird uns noch mehr Stabilität bringen. Er ist technisch unheimlich versiert. Seine große Stärke ist die Annahme, im Angriff findet er clevere Lösungen und auch im Aufschlag hat er einen Sprung gemacht. Ruben ist ein kompletter Spieler.“

Mehr als 80 Länderspiele hat Schott bereits bestritten, weitere werden im Sommer in der Volleyball Nations League (Start 28. Mai) und bei der Europameisterschaft im September hinzukommen. Dann endlich warten der Volleyballtempel und das Berliner Publikum auf ihn – ein sicher emotionaler Moment: „Ich freue mich darauf, viele Bekannte wiederzusehen und vor Freunden und Familie zu spielen. Ich weiß auch, dass ich hier in Berlin als deutscher Nationalspieler wieder mehr im Fokus stehen werde. Das gehört dazu und auch auf diese Herausforderung freue ich mich.“

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier ©Pressefoto Credit: Michal Hundt

Volleyball 2. Bundesliga Damen – BBSC Berlin hat Emlichheim zu Gast

Am kommenden Samstag den 10. April 2021, ist im Nachholespiel um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle mit Emlichheim ein Team zu Gast, das seit vielen Jahren auf gutem Bundesliganiveau spielt. Das Spiel findet aufgrund der aktuellen Corona-Einschränkungen erneut ohne Publikum statt.

Rückblick auf den November/ Dezember 2020: Die Zeit war fast ausschließlich durch die Corona Einschränkungen mit Ausfall von Spielen und zeitweiser Quarantäne der gesamten BBSC-Mannschaft geprägt. Dazu gehörte auch der Ausfall des Vergleichs mit dem Grafschafter Team. Nun gibt es also den nächsten Anlauf. Die Tests sind absolviert – freilich weiß das Team aus den Erfahrungen der letzten Monate genau, dass noch so viele Unwägbarkeiten im Spiel sind, um auch noch in den letzten Stunden vor dem Anpfiff wieder das Zurückpfeifen zu erleben.

Mit Emlichheim kommt eine Mannschaft nach Berlin, die in ihrer 31. Bundesligasaison erneut eine Symbiose aus Konstanz – der Verein setzt erneut auf viele Nachwuchsspielerinnen – und gleichzeitig etwas überraschenden Veränderungen im Aufgebot gekennzeichnet ist. Kein Verein der Liga verfügt über ein so junges Team. Viele Spielerinnen kommen aus den Jahrgängen 2000-2003 und wurden vom Verein unter Nachwuchscoach Michael Lehmann mustergültig auf die 2. Liga vorbereitet. Die in der vergangenen Saison noch für Emlichheim spielenden drei Holländerinnen verließen den Verein. Stattdessen holte Trainer Pascall Reiß mit der Amerikanerin McKenzie Kramer und der bulgarischen Nationalspielerin Kristina Petrova einige schlagkräftige Argumente in sein Aufgebot. Die Bulgarin nahm für ihr Heimatland schon an Welt- und Europameisterschaften teil, jedoch als Libera. In Emlichheim wird sie als Außenangreiferin eingesetzt. Der Gegner und jetzige Tabellenfünfte dürfte ein ganz harter Brocken für die Berlinerinnen werden, denn in den letzten Spielen gelangen den Grafschaftern sogar Siege gegen Köln und auswärts in Borken.

Der BBSC – in den letzten Wochen arg gebeutelt mit diversen Verletzungen – dürfte gegen die Gäste nur in einer Außenseiterrolle stehen. Von Anfang an ist die Berliner Mannschaft aufgefordert, mit hoher Konzentration aufzutreten, wie sie es beim Auftritt gegen den VCO dokumentierte. Die Fans können die Mannschaft wegen der aktuellen Corona-Auflagen nicht direkt vor Ort unterstützen. So bleibt nur die Empfehlung des gut funktionierenden Livetickers der VBL – so seid Ihr immer ganz aktuell auf dem neuesten Stand! Drückt uns die Daumen.

Burkhard Kroll

BBSC – drei Spiele an sechs Tagen

Nachdem am Dienstag, 16. März der BBSC beim VCO bereits 3:1 gewonnen hatte, folgen am Wochenende mit den Heimspielen gegen Dingden und Borken 2 Spiele gegen Hochkaräter in der Hämmerlinghalle. Das Dienstagspiel gestaltete der BBSC mit klarer Dominanz gegen die VCO-Talente. Mit 25:12,23:25, 25:15 und 25:10 ließ man den jungen Spielerinnen kaum Erfolgserlebnisse. Die klaren Satzgewinne zeigen auch, dass der BBSC das Spiel wirklich ernst genommen hat und fast durchgängig dem Spiel den Stempel aufdrückte. Zu allem Überfluss verletzte sich die mittlerweile dritte BBSC-Mittelblockerin: nach Antonia Lutz (Knie) und Marie Dreblow (Fingerbruch) musste am Dienstag Antonia Heinze verletzt vom Feld. Von dieser Stelle die besten Genesungswünsche an alle – werdet bald wieder fit! Die verwaiste Position im Mittelblock wurde ab dem 3. Satz von Isabel Böttcher eingenommen, die sich auf der etwas ungewohnten Position gut geschlagen hat.

Am Samstag, 20. März trifft der BBSC um 18:00 Uhr – wie nunmehr durchgängig ohne Zuschauer – auf die es Skurios Volleys Borken, die in der Tabelle vor dem BBSC rangieren. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten zum Saisonbeginn (der BBSC hat noch gute Erinnerungen an den überraschenden 3:0-Auswärtserfolg am 2. Spieltag) und nachfolgender langer Coronapause hat sich das Team von Trainer Liu (mehr als 200 Spiele für das chinesische Nationalteam und Olympiaachter 1984) aufgemacht, einen dem erfahrenen und hochqualitativen Aufgebot standesgemäßen Tabellenrang einzunehmen. Acht Spielerinnen des letztjährigen Tabellenvierten sind auch diese Saison wieder dabei – unter ihnen die durchschlagkräftige 2009er Juniorinnennationalspielerin Sina Kostorz. Als Zugänge verzeichnete der westmünsterländer Club unter anderem zwei Spielerinnen aus der letztjährigen Erstligamannschaft des USC Münster.

Die Gäste aus Dingden – am Sonntag, 21. März um 15:00 Uhr zu Gast – können auf ein eingespieltes Team setzen, das seit Jahren eine fantastische Abwehrarbeit auf dem Feld präsentiert. Fundament des Vereins ist seit Jahren die außergewöhnlich starke eigene Nachwuchsarbeit. Es ist sehr beeindruckend, wie die Dingdener immer wieder Spielerinnen aus ihren Reihen für die 2. Liga aufbauen können. Auch dieser Saison hatte der Nachwuchs wieder an die Tür der 2. Liga geklopft. Ein 14-jähriges Talent feierte Liga-Premiere im Spiel gegen Hamburg. Die hohe Bindung an das heimatliche Umfeld über Jahre ist immer ein Trumpf des Teams aus dem Kreis Wesel gewesen. So ist auch das Grundgerüst der Mannschaft aus der letzten Saison geblieben. Nur eine Spielerin hat ihre Karriere beendet. An der Linie steht wieder der Niederländer Marinus Wouterse, der schon die Niederländische U17-Nationalmannschaft betreut hat. Vor wenigen Wochen unterlag der BBSC beim jetzigen Tabellenfünften in Dingden noch 1:3.

Für den BBSC stellen die Spiele am Wochenende eine anspruchsvolle Standortüberprüfung dar. Ausgehend von den durch Verletzungen begrenzten Möglichkeiten heißt es für die Mannschaft, konzentriert und mit Berliner Kampfgeist aufzutreten. Das Publikum ist vom Besuch der Halle zwar noch ausgeschlossen, kann die Spiele jedoch über die Sporttotal-Liveübertragung am heimischen PC oder Mobilgerät verfolgen und sich so auf dem Laufenden halten.

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

BBSC siegt im Berliner Derby

BBSC Berlin – VC Olympia Berlin              3:2 (28, -17, -20, 22,11)

Im kurzfristig angesetzten Lokalderby besiegte der BBSC den VC Olympia Berlin mit 3:2. Beide Teams boten ein spannendes Spiel. Die Gastgeberinnen erreichten mit einer Energieleistung, dass die Punkte gegen das Talentteam in der Hämmerlinghalle blieben.

Von Anfang an taten sich die Köpenickerinnen – erneut ohne Stammlibera Annika Kummer – gegen die gut eingestellten und spielfreudigen Gäste schwer und lagen meist einige Punkte zurück. Erst mit dem 24:24 gelang der Ausgleich. Nachfolgend schenken sich die Teams keinen Zentimeter. Erst den sechsten Satzball konnten die BBSC-Mädels zur Satzführung verwandeln. Die darauffolgenden beiden Sätze holten sich die jungen VCO-Spielerinnen und dominierten dabei teilweise deutlich. Erst nach einer Abwehrumstellung im 3. Satz gelang es den Gastgeberinnen, mit mehr Stabilität in der Abwehr das Spiel offener zu gestalten. Völlig anderes Bild dagegen im 4. Satz: Der BBSC führte von Anfang an und sicherte sich den Ausgleich, obwohl sich Mittelblockerin Marie Dreblow bei einer Aktion am Finger verletzte und nicht mehr weiterspielen konnte. Laura Walsh übernahm für sie die Position, obwohl sie die Mittelblockspezifik sehr lange Zeit nicht trainiert hatte. Der Tiebreak musste nun entscheiden. Gleich zum Satzbeginn trumpften die Gastgeberinnen mit einer Aufschlagserie von Annalena Grätz zum 7:1 auf und ließen sich danach nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Mit dem verwandelten fünften Matchball fiel von den Gastgeberinnen auch die Anspannung der langen und intensiven Serie ab – immerhin hatte das Team acht Ligaspiele innerhalb von 26 Tagen zu absolvieren.

Nun geht es erst einmal darum, die angeschlagenen und verletzten Spielerinnen zu pflegen und wieder aufzubauen. Die Akkus müssen noch einmal richtig aufgeladen werden: Am 20. März folgt das nächste der noch sechs Heimspiele.

Zur MVP des Abends wählten die Trainer Annalena Grätz sowie Celine Jebens (VCO).

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Stephanie Utz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Laura Walsh

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

BBSC Berlin mit stark erkämpften Punkten bei echter Winterreise

Die Tour der Berlinerinnen zum Auswärtsspiel in Essen stand bereits unter dem Eindruck der aufziehenden Schneefront. In der Sporthalle Bergeborbeck zeigten die Berlinerinnen jedoch einen heißen Kampf mit verdientem Sieg. Die ersten beiden Sätze dominierten zunächst die Pottperlen. Ein 3:0-Erfolg für die Gastgeberinnen, die ja bereits beim Spiel im Oktober in Berlin mit einem 3:1 Auswärtserfolg aufgetrumpft hatten, schien nur noch eine Frage der Zeit für die favorisierten Gastgeberinnen. Mit Beginn des 3. Satzes gelang es den Berlinerinnen jedoch, den Schalter umzulegen. Nahezu in Perfektion arbeiteten die Gäste in Block und Feldverteidigung und zogen den Essener Angriffen beeindruckend den Zahn. Dass die Pottperlen als eigentlicher Favorit diesen Satz einstellig verloren haben, brachte für die restliche Partie einen enormen psychologischen Vorteil.

Die Gastgeberinnen erreichten auch nachfolgend nicht mehr die Sicherheit, die sie in den ersten Sätzen demonstriert hatten. Die Berlinerinnen profitierten vom psychologischen Hoch und sicherten sich mit einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung den dritten Auswärtserfolg in den Spielen nach der langen Quarantäne- und Coronaspielpause. BBSC Trainer Robert Hinz analysierte rundum zufrieden „Im Hinspiel hatten wir selbst viel zu viele eigene Fehler gemacht. Das haben wir heute optimieren können und wir haben wesentlich kontrollierter und cleverer gespielt“. Die MVP Medaillen gingen an diesem Abend an Stephanie Utz sowie Essens Sandra Ferger.

Der BBSC tritt bereits am kommenden Mittwoch im Nachholspiel beim VC Olympia in Hohenschönhausen an, ehe am Samstag, den 13. Februar 2021 um 18:00 Uhr das nächste Heimspiel folgt – beide Spiele allerdings weiterhin ohne Publikum.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Stephanie Utz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Laura Walsh

Quelle: BBSC/Burkhard Kroll

Sechs Punkte Wochenende für die BR Volleys

Zweites Spiel, zweiter 3:0-Erfolg für die Berlin Recycling Volleys im neuen Jahr. Auch beim VC Olympia Berlin gab sich die Mannschaft von Headcoach Cedric Enard keine Blöße und siegte am Samstag mit 25:20, 25:12, 25:16 in drei Sätzen. Die Spielfreude von Zuspieler Pierre Pujol honorierte Heimtrainer Dan Ilott mit MVP-Gold, parallel tat sich Davy Moraes mit 18 Punkten als Topscorer hervor.

Elf Spieler, unter ihnen wieder Sergey Grankin und Sebastian Kühner, standen Cheftrainer Cedric Enard für das Berlin-Derby im Sportforum zu Verfügung. Während Julian Zenger aus privaten Gründen verhindert war, besetzte erneut Adam Kowalski die Liberoposition und es war Brasilien-Power im Berliner Spiel angesagt. Moraes, Michelucci und Éder standen gemeinsam in der Startformation. Außerdem rückte Timothée Carle gegenüber dem Haching-Sieg für Cody Kessel ins Team. Konzentriert gingen die Männer in Orange die “Pflichtaufgabe“ an und hielten Deutschlands Volleyball-Nachwuchshoffnungen von Beginn an auf Abstand (4:2, 11:4). Auch, wenn die Youngster nur selten am Block der BR Volleys vorbeikamen, so konnten sie sich in der Abwehr auszeichnen. Gleich mehrfach gelang dies z. B. Libero Johann Reusch, bevor Denys Kaliberda das 15:8 für den Favoriten besorgte. Nach einer 23:13-Führung brachten die Gastgeber das Sideout-Spiel des zehnmaligen Deutschen Meisters noch einmal ins Wackeln (23:18), dann war es aber erneut der sehr annahmestarke Kaliberda, der den ersten Satzgewinn perfekt machte (25:20).

Carle drückte dem ersten Durchgang mit acht Punkten seinen Stempel auf, im zweiten war es Pierre Pujol mit umsichtigem Zuspiel, guten Abwehraktionen und vor allem starkem Service. Der französische Vizekapitän und spätere MVP führte seine Mannschaft zum 8:5 und 16:8, ehe Michelucci mit zwei Assen diesen Satz beendete (25:12). Es blieb auch im dritten Durchgang ein unterhaltsamer Volleyball-Nachmittag, über den die BR Volleys stets die Kontrolle behielten. Enard ließ seine Formation durchspielen und Diagonalangreifer Moraes sammelte Punkt um Punkt für die Statistik und das Selbstvertrauen (8:5, 16:8). Sein Landsmann Michelucci, der ebenfalls einen starken Auftritt zeigte, verwandelte den zweiten Matchball für die BR Volleys (25:16).

Stimme zum Spiel
Pierre Pujol: „Wir haben das heute mit der nötigen Seriosität und Souveränität runtergespielt. Kompliment an die Jungs auf der anderen Netzseite, die sich nach Kräften gewehrt haben. Ohne Zuschauer muss man sich selbst gute Momente kreieren, um positive Energie freizusetzen. Das ist uns heute mit dem ein oder anderen feinen Spielzug gelungen. Wir hatten Spaß auf dem Court. Unterm Strich steht ein gutes Ergebnis und wir können den Fokus auf die nächsten Aufgaben richten.“

BR Volleys Formation
Denys Kaliberda und Timothée Carle (AA), Renan Michelucci und Éder (MB), Pierre Pujol (Z), Davy Moraes (D) und Adam Kowalski (L)

Topwerte
Moraes 18 Punkte, 2 Blocks | Timothée Carle 12 Punkte | Renan Michelucci 10 Punkte, 3 Blocks, 2 Asse | Pierre Pujol 3 Asse

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Volleyball – BBSC Mannschaft muss in Quarantäne

Die erste Damenmannschaft des BSSC Berlin wurde in häusliche Quarantäne geschickt. Vor dem Heimspiel gegen den VC Olympia Berlin am vergangenen Sonntag, 15.11.2020 wurden alle Mannschaftsmitglieder den obligatorischen Schnelltests unterzogen. Dabei wiesen die Tests dreier Spielerinnen ein positives Ergebnis auf, was zur Folge hatte, dass das Berlinderby kurzfristig abgesagt werden musste.

Die drei betroffenen Spielerinnen haben sich sofort darum bemüht das positive Schnelltestergebnis mittels eines sichereren PCR-Test validieren zu lassen. Obwohl die Spielerinnen theoretisch in die neue Teststrategie des RKI fallen, stellte sich dies in Berlins überlasteten Gesundheitssystem in der Realität als recht schwierig heraus. Mittlerweile erhielten alle drei Spielerinnen von ihren Gesundheitsämtern die Möglichkeit sich einem PCR-Test zu unterziehen. Für eine Spielerin ist bereits ein bestätigendes positives Testresultat eingegangen, für die anderen beiden stehen die Ergebnisse noch aus.

Somit wurde für das Bundesligateam des BBSC häusliche Quarantäne angeordnet.  Die betroffenen getesteten Spielerinnen zeigen mittlerweile Krankheitssymptome, es geht ihnen allerdings den Umständen entsprechend gut.

Die drei Partien der nächsten beiden Wochenenden gegen den VC Olympia Berlin (Auswärtsspiel am 20.11.2020), SSF Fortuna Bonn (Heimspiel am 21.11.2020) und RC Sorpesee (Auswärtsspiel am 28.11.2020) werden demnach leider entfallen.

Quelle: Burkhard Kroll

Glanzloser Sieg gegen die Youngster

Für die Talente des VC Olympia Berlin war es garantiert ein aufregender Auftakt in die Volleyball Bundesliga-Saison gegen die favorisierten Nachbarn von den BR Volleys. Jugendliche Frische traf im Sportforum Berlin auf geballte Erfahrung. Am Ende setzte sich letztere durch und die amtierenden DVV-Pokalsieger entschieden das Berlin-Derby am Mittwochabend mit 3:0 (25:15, 25:20, 25:18) für sich. Während Libero Julian Zenger bereits zum zweiten Mal MVP-Gold einheimste, verdiente sich Erik Röhrs die silberne Medaille.

Die Youngster des VC Olympia Berlin spielten gegen die BR Volleys von Beginn an erfrischend auf und sorgten für ein unterhaltsames Match. Beide Mannschaften starteten mit gutem Sideout-Spiel, bis Ben Patch den ersten erfolgreichen Block gegen Julian Hoyer setzte (5:3). In der Folge dominierten die Männer in Orange mit 76 % Angriffsquote den Durchgang, wobei sich Deutschlands Nachwuchshoffnungen immer wieder ihre Punkte verdienten (16:10, 23:15). Zum Abschluss des Auftaktsatzes blockte der starke Brasilianer Renan Michelucci zur 1:0-Führung (25:15).

Gewillt, die Niederlage gegen Bühl zügig vergessen zu machen, verzichtete Cheftrainer Cedric Enard zunächst auf Wechsel und wollte von seiner Startformation weiter die nötige Konzentration sehen. Sein gegenüber, der Australier Daniel John Ilott, rotierte seine junge Mannschaft hingegen kräftig durch. Die BR Volleys blieben auch im zweiten Satz das druckvollere Team, allerdings ohne zu glänzen (7:4, 19:12). Der Tabellenzweite zeigte sich in den langen Ballwechsel oft kraftvoller und dennoch kamen die Jungs vom Bundesstützpunkt letztlich auf 20 Zähler (25:20). Die bereits zum Ende des zweiten Satzes eingewechselten Pierre Pujol und Cody Kessel durften im dritten Satz dauerhaft ran und auch, wenn längst nicht alles rund lief, wurden die BR Volleys ihrer Favoritenrolle gerecht. Als Topscorer kristallisierte sich gegen nie aufsteckende VCO-Talente der US-Amerikaner Patch heraus (18 Punkte), den spielentscheidenden Block setzte aber wieder Michelucci (25:18).

Stimme zum Spiel
Benjamin Patch: „Wir haben heute nicht gut, aber zumindest OK gespielt. Aktuell arbeiten wir im Training sehr, sehr hart und waren vielleicht etwas müde. Wir machen uns Druck, wollen uns in vielerlei Hinsicht verbessern, aber wenn alle sich unbedingt steigern wollen, bleiben manchmal die Synergien auf der Strecke. Auch wenn es heute ein kleiner Schritt in die richtige Richtung war, sind wir noch lange nicht dort, wo wir hinwollen. Die Jungs auf der anderen Seite haben das sehr gut gemacht. Ich habe sie viel beobachtet und sehe mein jüngeres Ich in ihnen. Gegen uns Profis zu spielen, ist das, wofür sie jahrelang arbeiten. Solche Spiele werden den VCO-Jungs in ihrer Entwicklung unheimlich helfen.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Renan Michelucci (MB), Benjamin Patch (Z), Sergey Grankin (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Pierre Pujol

Topwerte
Patch 18 Punkte, 57 % Angriffsquote | Carle 12 Punkte, 61 % Angriffsquote | Michelucci 10 Punkte, 5 Blocks

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

BBSC startet am 12. September in die Volleyball-Zweitligasaison und mit Zuschauern

Lang, sehr lang war die Zeit, in denen die Vereine ihren Fans keinen Spitzensport präsentieren konnten. Nun endlich geht es los, mit ausgeklügeltem Hygienekonzept für Spieler und Zuschauer darf der BBSC Berlin am 12. September 2020 schon um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle am S-Bahnhof Köpenick in die neue Saison starten. Lohn der Bemühungen aller Ehrenamtlichen um die aufwändige Spieltagsvorbereitung ist es, dass auch Zuschauer zum Besuch zugelassen sind.

Nach dem abrupten Ende der letzten erfolgreich absolvierten Spielzeit mit dem BBSC auf dem 2. Tabellenplatz der Liga und der langen Zeit ohne Mannschaftstraining sind alle heiß auf Wettkampf. Zu Gast ist die Mannschaft von Meisterschaftsanwärter DSHS Köln. Die Gäste aus dem Rheinland hatten sich 2017 und 2018 den Ligatitel gesichert und kamen in den letzten beiden Jahren als Dritte ins Ziel. Das Team um Kapitänin Viola Torliene blieb im Wesentlichen zusammen. Trainer Jimmy Czimek – früherer Co-Nationaltrainer und Leiter der A-Trainerausbildung beim Volleyballverband – hatte nur einige Abgänge zu ersetzen. Bekanntestes Gesicht unter den Neuzugängen ist die frühere Münsteranerin Silke Schrieverhoff. Sie hatte bereits vor einigen Jahren für Köln gespielt und war eine der besten Schnellangreiferinnen der Liga. Gute Voraussetzungen also, um auch in dieser Saison in den Kampf um die Tabellenspitze einzugreifen.

Auch beim BBSC gab es einige Veränderungen im Kader. Das Publikum darf sich auf neue Gesichter wie Paula Morgenroth (vormals VC Olympia), Laura Walsh (lange Zeit für Leverkusen) und Isabel Böttcher (aus Potsdam) freuen. Trainer Robert Hinz zeigt sich zufrieden mit den Trainingsleistungen des Teams: „Die Mädels haben sich in der Saisonvorbereitung richtig reingehangen, aber uns fehlen natürlich die sonst üblichen Vorbereitungsturniere. Coronabedingt waren Testspiele nur sehr begrenzt möglich. Da kann man als Trainer nur schwierig den Leistungsstand abschätzen. Auch wenn die Physis gut ist, bleiben gerade in der Sicherheit des Zusammenspiels unter Wettkampfbedingungen ein paar Unsicherheiten.“

Das BBSC-Team freut sich am Samstag, 29.08.2020 auf lautstarke Unterstützung von den Tribünen. Mit deren Hilfe will man alles daran setzen, einen guten Einstieg in die Saison zu finden. Das Team um Kapitänin Katharina Kummer will den Gästen wieder mit Konzentration und dem sprichwörtlichen Berliner Kampfgeist entgegentreten. Eintritt wie immer 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Burkhard Kroll/BBSC Berlin