Volleyball – BBSC Mannschaft muss in Quarantäne

Die erste Damenmannschaft des BSSC Berlin wurde in häusliche Quarantäne geschickt. Vor dem Heimspiel gegen den VC Olympia Berlin am vergangenen Sonntag, 15.11.2020 wurden alle Mannschaftsmitglieder den obligatorischen Schnelltests unterzogen. Dabei wiesen die Tests dreier Spielerinnen ein positives Ergebnis auf, was zur Folge hatte, dass das Berlinderby kurzfristig abgesagt werden musste.

Die drei betroffenen Spielerinnen haben sich sofort darum bemüht das positive Schnelltestergebnis mittels eines sichereren PCR-Test validieren zu lassen. Obwohl die Spielerinnen theoretisch in die neue Teststrategie des RKI fallen, stellte sich dies in Berlins überlasteten Gesundheitssystem in der Realität als recht schwierig heraus. Mittlerweile erhielten alle drei Spielerinnen von ihren Gesundheitsämtern die Möglichkeit sich einem PCR-Test zu unterziehen. Für eine Spielerin ist bereits ein bestätigendes positives Testresultat eingegangen, für die anderen beiden stehen die Ergebnisse noch aus.

Somit wurde für das Bundesligateam des BBSC häusliche Quarantäne angeordnet.  Die betroffenen getesteten Spielerinnen zeigen mittlerweile Krankheitssymptome, es geht ihnen allerdings den Umständen entsprechend gut.

Die drei Partien der nächsten beiden Wochenenden gegen den VC Olympia Berlin (Auswärtsspiel am 20.11.2020), SSF Fortuna Bonn (Heimspiel am 21.11.2020) und RC Sorpesee (Auswärtsspiel am 28.11.2020) werden demnach leider entfallen.

Quelle: Burkhard Kroll

Glanzloser Sieg gegen die Youngster

Für die Talente des VC Olympia Berlin war es garantiert ein aufregender Auftakt in die Volleyball Bundesliga-Saison gegen die favorisierten Nachbarn von den BR Volleys. Jugendliche Frische traf im Sportforum Berlin auf geballte Erfahrung. Am Ende setzte sich letztere durch und die amtierenden DVV-Pokalsieger entschieden das Berlin-Derby am Mittwochabend mit 3:0 (25:15, 25:20, 25:18) für sich. Während Libero Julian Zenger bereits zum zweiten Mal MVP-Gold einheimste, verdiente sich Erik Röhrs die silberne Medaille.

Die Youngster des VC Olympia Berlin spielten gegen die BR Volleys von Beginn an erfrischend auf und sorgten für ein unterhaltsames Match. Beide Mannschaften starteten mit gutem Sideout-Spiel, bis Ben Patch den ersten erfolgreichen Block gegen Julian Hoyer setzte (5:3). In der Folge dominierten die Männer in Orange mit 76 % Angriffsquote den Durchgang, wobei sich Deutschlands Nachwuchshoffnungen immer wieder ihre Punkte verdienten (16:10, 23:15). Zum Abschluss des Auftaktsatzes blockte der starke Brasilianer Renan Michelucci zur 1:0-Führung (25:15).

Gewillt, die Niederlage gegen Bühl zügig vergessen zu machen, verzichtete Cheftrainer Cedric Enard zunächst auf Wechsel und wollte von seiner Startformation weiter die nötige Konzentration sehen. Sein gegenüber, der Australier Daniel John Ilott, rotierte seine junge Mannschaft hingegen kräftig durch. Die BR Volleys blieben auch im zweiten Satz das druckvollere Team, allerdings ohne zu glänzen (7:4, 19:12). Der Tabellenzweite zeigte sich in den langen Ballwechsel oft kraftvoller und dennoch kamen die Jungs vom Bundesstützpunkt letztlich auf 20 Zähler (25:20). Die bereits zum Ende des zweiten Satzes eingewechselten Pierre Pujol und Cody Kessel durften im dritten Satz dauerhaft ran und auch, wenn längst nicht alles rund lief, wurden die BR Volleys ihrer Favoritenrolle gerecht. Als Topscorer kristallisierte sich gegen nie aufsteckende VCO-Talente der US-Amerikaner Patch heraus (18 Punkte), den spielentscheidenden Block setzte aber wieder Michelucci (25:18).

Stimme zum Spiel
Benjamin Patch: „Wir haben heute nicht gut, aber zumindest OK gespielt. Aktuell arbeiten wir im Training sehr, sehr hart und waren vielleicht etwas müde. Wir machen uns Druck, wollen uns in vielerlei Hinsicht verbessern, aber wenn alle sich unbedingt steigern wollen, bleiben manchmal die Synergien auf der Strecke. Auch wenn es heute ein kleiner Schritt in die richtige Richtung war, sind wir noch lange nicht dort, wo wir hinwollen. Die Jungs auf der anderen Seite haben das sehr gut gemacht. Ich habe sie viel beobachtet und sehe mein jüngeres Ich in ihnen. Gegen uns Profis zu spielen, ist das, wofür sie jahrelang arbeiten. Solche Spiele werden den VCO-Jungs in ihrer Entwicklung unheimlich helfen.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Renan Michelucci (MB), Benjamin Patch (Z), Sergey Grankin (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Pierre Pujol

Topwerte
Patch 18 Punkte, 57 % Angriffsquote | Carle 12 Punkte, 61 % Angriffsquote | Michelucci 10 Punkte, 5 Blocks

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

BBSC startet am 12. September in die Volleyball-Zweitligasaison und mit Zuschauern

Lang, sehr lang war die Zeit, in denen die Vereine ihren Fans keinen Spitzensport präsentieren konnten. Nun endlich geht es los, mit ausgeklügeltem Hygienekonzept für Spieler und Zuschauer darf der BBSC Berlin am 12. September 2020 schon um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle am S-Bahnhof Köpenick in die neue Saison starten. Lohn der Bemühungen aller Ehrenamtlichen um die aufwändige Spieltagsvorbereitung ist es, dass auch Zuschauer zum Besuch zugelassen sind.

Nach dem abrupten Ende der letzten erfolgreich absolvierten Spielzeit mit dem BBSC auf dem 2. Tabellenplatz der Liga und der langen Zeit ohne Mannschaftstraining sind alle heiß auf Wettkampf. Zu Gast ist die Mannschaft von Meisterschaftsanwärter DSHS Köln. Die Gäste aus dem Rheinland hatten sich 2017 und 2018 den Ligatitel gesichert und kamen in den letzten beiden Jahren als Dritte ins Ziel. Das Team um Kapitänin Viola Torliene blieb im Wesentlichen zusammen. Trainer Jimmy Czimek – früherer Co-Nationaltrainer und Leiter der A-Trainerausbildung beim Volleyballverband – hatte nur einige Abgänge zu ersetzen. Bekanntestes Gesicht unter den Neuzugängen ist die frühere Münsteranerin Silke Schrieverhoff. Sie hatte bereits vor einigen Jahren für Köln gespielt und war eine der besten Schnellangreiferinnen der Liga. Gute Voraussetzungen also, um auch in dieser Saison in den Kampf um die Tabellenspitze einzugreifen.

Auch beim BBSC gab es einige Veränderungen im Kader. Das Publikum darf sich auf neue Gesichter wie Paula Morgenroth (vormals VC Olympia), Laura Walsh (lange Zeit für Leverkusen) und Isabel Böttcher (aus Potsdam) freuen. Trainer Robert Hinz zeigt sich zufrieden mit den Trainingsleistungen des Teams: „Die Mädels haben sich in der Saisonvorbereitung richtig reingehangen, aber uns fehlen natürlich die sonst üblichen Vorbereitungsturniere. Coronabedingt waren Testspiele nur sehr begrenzt möglich. Da kann man als Trainer nur schwierig den Leistungsstand abschätzen. Auch wenn die Physis gut ist, bleiben gerade in der Sicherheit des Zusammenspiels unter Wettkampfbedingungen ein paar Unsicherheiten.“

Das BBSC-Team freut sich am Samstag, 29.08.2020 auf lautstarke Unterstützung von den Tribünen. Mit deren Hilfe will man alles daran setzen, einen guten Einstieg in die Saison zu finden. Das Team um Kapitänin Katharina Kummer will den Gästen wieder mit Konzentration und dem sprichwörtlichen Berliner Kampfgeist entgegentreten. Eintritt wie immer 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Spiel mit zwei Siegern beim BBSC Berlin

BBSC Berlin – BSV Ostbevern 3:0 (18,19,24)

Am gestrigen Sonntag besiegten zeitlich parallel zum Spiel des 1. FC Union gegen Wolfsburg (und natürlich auf der gleichen Sportanlage) der Tabellenzweite BBSC Berlin die Mannschaft aus Ostbevern mit 3:0.

Nach dem samstäglichen sehr klaren 0:3-Ergebnis der Ostbeverner beim VC Olympia hatte manch einer aus dem Publikum schon die drei Punkte für die Gastgeberinnen vorgebucht, zumal die frühere Nationalspielerin Wiebke Silge mit Rückenproblemen nicht auflaufen konnte. BBSC-Trainer Robert Hinz genehmigte seinen Leistungsträgern Katharina Kummer, Juliane Stapel und Josephine Suhr zunächst eine Auszeit, auch um zu testen, wie sich auf diesen Positionen die anderen Spielerinnen durchsetzen konnten. Zum Anfang entwickelte sich ein Spiel, in dem die Berlinerinnen an ihre erfolgreichen Spiele der vergangenen Wochen anknüpfen konnten. Mitte des ersten Satzes fingen die Gäste an, ihren Rhythmus erstmals an diesem Berlin Wochenende zu finden und setzten ihrerseits die Berlinerinnen unter Druck. Da wird auch einiges an Unzufriedenheit mit der eigenen Leistung am Samstag und den beiden vergangenen Spieltagen in positive Energie umgesetzt worden sein. So holten sie den Ausgleich. Erst als Hinz K. Kummer und Stapel beim 17:16 auf das Feld schickte, waren die Verhältnisse sofort wieder gerade gerückt. Der zweite Satz (nach einem Rückwechsel) begann von Anfang an mit zwei gleichwertigen Teams auf dem Feld. Erneut musste Hinz bei 15:14 den Doppelwechsel bringen, um das 2:0 nicht zu gefährden. Der dritte Satz wurde lange Zeit zur beeindruckenden Vorstellung für die Gäste. Mit 6:1 führten diese nach wenigen Minuten gegen das BBSC-Team, obwohl Kummer und Suhr von Anfang an auf dem Feld standen. Nachdem sich die Berlinerinnen zum 8:8-Gleichstand herangepirscht hatten, spielten beide Teams bis zum Schluss auf Augenhöhe. Aber auch der dritte der Sätze ging mit dem letzten Punkt (wie die vorherigen) durch einen individuellen Ostbeverner Fehler an den BBSC. Beeindruckend war die Kampfkraft der Gäste, die zudem mit Recht jeden Punkt bejubelten und von den Rängen lautstark durch eine heimatliche Fanabordnung unterstützt wurden. Die Gäste präsentierten sich absolut nicht wie ein Abstiegsfavorit, sondern zeigten trotz der Niederlage erfrischenden Volleyball, mit dem sie zeitweise wesentlich mehr Energie auf das Feld brachten, als den Gastgeberinnen lieb war. Trotz der Niederlage konnten sie sich als Sieger im Kampf gegen die eigene Unsicherheit in den vergangenen Partien begreifen.

BBSC-Trainer Hinz war natürlich trotz des Sieges nicht hundertprozentig zufrieden: „Aber das Entscheidende ist, dass wir gesehen haben, an welchen Stellschrauben wir zukünftig arbeiten müssen, um unsere Leistungsträgerinnen gleichwertig ersetzen zu können. Andererseits: Wir konnten heute wieder sehen, auf welch engem Leistungsniveau die Vereine der Liga agieren. Die Teams trennen eben gerade keine Welten und mit einer kämpferischen Leistung kann schnell einmal der Favorit zu wackeln gebracht werden.“

Als MVP des Nachmittags wurden Sophia Eggenhaus (BSV) sowie Antonia Lutz (BBSC) gewählt.

Nach dem Auswärtsspiel des BBSC in Emlichheim folgt erst am 21.3.2020 um 19:00 Uhr das nächste Heimspiel in der Köpenicker Hämmerlinghalle, wenn Leverkusen zu Gast sein wird.

Für den BBSC am Sonntag im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Mercedes Zach

Quelle: Burkhard Kroll

BBSC Berlin mit umkämpftem Sieg gegen VC Olympia

BBSC Berlin – VC Olympia Berlin  3:2 (16, -23,26, -23,11)

Dem BBSC Berlin gelang heute Abend der sechste Heimsieg in Folge gegen den VC Olympia Berlin. Gegen die Talente aus Hohenschönhausen siegten die Südostberlinerinnen knapp mit 3:2. Wie nach weiteren dreieinhalb Monaten gemeinsamer Intensivausbildung zu erwarten war, zeigten sich die Gäste stark verbessert im Vergleich zum Hinspiel.

Der erste Satz ging noch klar nach Köpenick, ab dem zweiten Satz war das Spiel durchgängig sehr umkämpft. Die VCO-Spielerinnen überzeugten mit ihrem starken Aufschlagspiel und setzen das Heimteam so unter Druck. Die BBSC-Mädels beschäftigten sich zudem in einigen Phasen zu sehr mit den zweifelhaften Entscheidungen des ersten Schiedsrichters und verloren dann den Pfad in Bezug auf das eigene Spiel. Hinzu kamen Defizite in der gesundheitlichen Fitness nicht nur einiger BBSC-Spielerinnen. So wurde Alina Gottlebe-Fröhlich angeschlagen im vierten Satz von Josephine Suhr ersetzt, die aber ihrerseits mit Knieproblemen zu kämpfen hat. Auch die Erkältungswelle zeitigte ihre Auswirkungen – der BBSC hatte hart zu kämpfen, um die Punkte aus dem Heimspiel in Köpenick zu behalten. Die letzte Kraft zusammennehmend, gelang es dem Team, das Derby für sich zu entscheiden.

Die MVP Medaille wurde auf VCO Seite wie beim Hinspiel Anastasia Cekulaev, für den BBSC an Katharina Kummer verliehen.

BBSC Trainer Robert Hinz zeigte seine Wertschätzung für die Gäste: „Der VC Olympia hat heute ein wirklich gutes Spiel gezeigt und stark gekämpft. Deswegen geht das Ergebnis so in Ordnung.“ Auf die eigene Mannschaft und deren immer noch zweiten Platz in der Ligatabelle angesprochen, analysierte er nüchtern: „Tabellarisch sind wir derzeit zwar ein Spitzenteam, aber aufgrund der aktuellen Krankheits- und Verletztenmisere sehe ich uns im morgigen Duell gegen Bad Laer nicht in der Favoritenrolle, zumal das heutige Spiel viel Kraft gekostet hat.“

Für den BBSC geht es bereits

Samstag, den 1. Februar 2020, um 19:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle mit dem Heimspiel gegen die immer als starker Gegner auftretenden Gäste aus Niedersachsen weiter.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

Keine Punkte aus Köln entführt

DSHS Snowtrex Köln – BBSC Berlin 3:0 (24, 23,13)

Ein wenig Unzufriedenheit schwang in der Stimme von BBSC Trainer Robert Hinz nach der Niederlage in Köln schon mit: „Heute waren wir weit von der Top-Leistung entfernt, die wir noch am vergangenen Wochenende gezeigt haben. Das hat sich leider bereits in der letzten Trainingswoche angedeutet.“ Wie so häufig im Sport gilt auch für die 2.Liga Nord: Man kann sich nie auch nur ein kleines bisschen zurücknehmen – der Gegner wird die kleinste gezeigte Schwäche für sich nutzen.

Im ersten Satz führte der BBSC gegen den aktuellen Tabellendritten und mehrmaligem Ligameister bereits 24:21, ehe in den letzten Augenblicken vor der Pause die entscheidende  Konsequenz fehlte.  Auch im zweiten Satz stand es 23:23 – aber beide Sätze holten sich die Gastgeberinnen. Der BBSC stand auf einmal mit 0:2 Sätzen in der Hinterhand – knapp und ein wenig unglücklich, aber ein wenig Unvermögen war auch dabei . Der dritte Satz war nur noch Schaulaufen der Kölnerinnen – bei den Gästen war ein wenig die Luft raus.

Die MVP Medaillen gingen an die Kölnerin Kirsten Tälkers sowie zum dritten Mal in der Saison an BBSC-Libera Annika Kummer.

„Jetzt müssen wir eine klare Reaktion zeigen am nächsten Wochenende!“ richtet Trainer Hinz das Augenmerk schon wieder auf die kommenden Spiele in der Hämmerlinghalle. Am Doppelspieltag (Freitag, 31.01. 19:00 Uhr gegen den VC Olympia, am Samstag, 01.02. erneut um 19:00 Uhr gegen SV Bad Laer) gilt es, den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen!

Für den BBSC am Sonntag im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll