Eisbären beschließen das Jahr mit drei Punkten

Zum letzten Spiel des Jahres empfingen die Eisbären Berlin die Augsburger Panther. Aus dem Lazarett kehrte wenigstens Leo Pföderl wieder zurück. Die Bank blieb kurz, drei komplette Spielreihen und zwei zusätzliche Stürmer, während die Gäste ihre vier Reihen fast komplett besetzen konnten.

Von den Stammkräften nach wie vor verletzt sind John Ramage, Sean Backman, Mark Olver, Louis-Marc Aubry sowie Nachwuchsmann Vincent Hessler. Vor dem Spiel verkündeten die Eisbären die Verpflichtung des kanadischen Torwartes Justin Pogge. Er wechselt vom schwedischen Club Södertälje SK zu den Eisbären. Er sah von zusammen mit den 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof einen heiß umkämpften 3:2 Sieg seiner neuen Vereinskameraden gegen die Augsburger Panther. Zwei Mal mussten die Eisbären einem Rückstand hinterher laufen. Die Führung zum 1:0 und zum 2:1 jeweils ausgleichen. Nach zwei gespielten Dritteln stand es 2:2 und das den Sieg bedeutende Tor fiel in der 43. Minute durch Maxim Lapierre.

Das Spiel nicht beenden konnten Leo Pförderl und Landon Ferarro, der zwei Schüsse im Spiel blockte und nach dem letzten leider humpelnd in die Kabine musste.

Zufrieden konnten nur die Eisbären sein. Sie behaupteten den vierten Tabellenplatz vor dem Team aus Bremerhaven. Die Augsburger, die zuletzt drei Siege in Folge holen konnten, wurden für einen engagierten Auftritt nicht belohnt. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, ein bisschen hat uns heute auch das Matchglück gefehlt…“, so äußerte sich Augsburgs Trainer Tray Tuomie nach dem Spiel. Weiter geht`s am kommenden Freitag, 3.01.2020, zu Gast sein wird dann der Tabellenführer aus München sein.

Hans-Peter Becker

DEL 33. Spieltag 30.12.2019 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

EHC Eisbären – Augsburger Panther 3:2 (1:1/1:1/1:0)

Tore:

0:1 Gill 06:30 (McNeill,Sezemsky)

1:1 Pföderl 14:15 (Noebels,McKiernan)

1:2 Trevelyan 31:33 (Valentine,Roy)

2:2 Labrie 37:01 (Noebels)

3:2 Lapierre 42:55 (Ortega)

Strafminuten:

Berlin – 8

Augsburg – 6

Torschüsse:

Berlin – 37

Augsburg – 35

Heimstarke Eisbären gewinnen gegen Augsburg

Sportarten übergreifend spielte am Sonntag vor dem 1. Advent Berlin fast zeitgleich gegen Augsburg. Im Fußball unterlag Hertha BSC in der Bundesliga mit 0:4. Ihr Profisport-Kollegen vom Eishockey machten es besser und schickten die Panther aus der Fugger-Stadt mit dem umgekehrt identischen Ergebnis wieder auf die Heimreise. Die zwei Tage zuvor erlittene empfindliche Auswärtsniederlage bei den Mannheimer Adlern hatte keinerlei Nachwirkungen.

Augsburgs Trainer Troy Tuomie hatte dafür eine einfache Erklärung parat. Die Eisbären waren einfach besser. Die Panther kämpften, standen aber auf verlorenem Posten. Von Anfang bis Ende voll konzentriert, der Lohn war der zweite Sieg ohne Gegentreffer in der laufenden Saison. Die 11.426 Zuschauer sahen einen 4:0 Erfolg der Eisbären. Die Torschützen waren Marcel Noebels, Lukas Reichel, Austin Ortega und der Kapitän Andre Rankel. Im Anfangsdrittel fielen zwei Treffer, im Mittelabschnitt und im Schlussdrittel je einer.

Die Eisbären liegen im Plan und belegen aktuell Platz 6 in der Tabelle. Das letzte Spielwochenende machte exemplarisch die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsleistungen deutlich. Von den bisher acht Heimspielen konnten sechs gewonnen werden, auswärts konnten lediglich vier Siege geholt werden, bei 12 Auftritten.

Hans-Peter Becker

Eisbären verlieren gegen Augsburg und rutschen weiter ab

Die Eisbären verlieren vor ausverkauften Rängen knapp mit 0:1 gegen die Panther aus Augsburg. Von der langen Liste der verletzten Spieler konnte wenigstens Danny Richmond gestrichen werden. Ein möglicher Einsatz von Kapitän Andre Rankel zerschlug nach dem Abschlusstraining. Der für das Spiel zur Verfügung stehende Kader stemmte sich gegen die drohende Niederlage, die sich ab der 29. Minute abzeichnete. Die Augsburger hatten gerade eine Unterzahl überstanden, da erzielte Sahir Gill das goldene Tor. Er hielt seinen Schläger im richtigen Moment in die Vorlage von Thomas Holzmann.

Die Eisbären zwangen Augsburgs Goalie Olivier Roy zu 42 Saves und hatten in einigen Situationen nicht das Glück auf ihrer Seite. Andererseits hielt der glänzend aufgelegte Kevin Poulin im Tor die Eisbären im Spiel. Unter seinen insgesamt 36 Saves waren einige darunter, die unter Marke „unhaltbar“ laufen. Das Spiel verloren und dazu schlechte Nachrichten aus Nürnberg. Sie holten zwei Punkte nach einem Overtime Sieg gegen Straubing und überholten die Eisbären, die auf Platz 10 abrutschen.

Es war zwar das erste Heimspiel zu Beginn des Monats, sonst am Monatsende, die neue Ausgabe des Fanzines „Eis-Dynamo“ war zu erwerben. „Ich und sicherlich viele andere lieben diesen Club nicht wegen diverser Meisterschaften sondern trotz dieser Meisterschaften.“ Dieser Satz aus dem Leitartikel drückt die momentane Gefühlslage der Fans aus. Eine Leidenschaft beinhaltet eben auch zu leiden.

Es ist „Feuer unterm Dach“ bei den Eisbären. Die Verantwortlichen werden sich viele Fragen stellen müssen. Die Länderspielpause kommt da jetzt sehr gelegen. Es geht jetzt ersteinmal darum, wenigstens Platz 10 zu sichern. Was danach passieren kann ? Die Hoffnung stirbt zuletzt !

Weiter geht es am 15. Februar in Schwenningen.

Hans-Peter Becker

Eisbären verlieren fünftes Heimspiel in Folge

Foto: © Stephan Wenske

Trotz Trainerwechsel und einigen Umstellungen in der Spielreihen kassierten die Eisbären die fünfte Heimniederlage in Folge. Es war ein bisschen besser, die Mannschaft wollte, es reichte nicht. Die Gäste aus Augsburg, die bisher eine gute Saison spielen, gingen durch zwei Überzahltore im ersten Drittel mit 2:0 in Führung. Das war ein bemerkenswerter Fakt, den die Erfolgsquote der Gäste bei Überzahlspielen war bisher nicht herausragend.

Im Mittelabschnitt steigerten sich die Eisbären, mehr als der Treffer in der 39. Spielminute durch Louis-Marc Aubry sprang dabei nicht heraus. Andre Rankel hatte von der blauen Linie angezogen und Aubry im richtigen Augenblick die Kelle reingehalten. Der abgefälschte Puck fand den Weg ins Tor. Der Einsatz stimmte, spielerisch lief wieder nicht viel zusammen. Eisbären Kapitän Andre Rankel sah das Spiel als einen Schritt in die richtige Richtung. Sportdirektor und Trainer Stephane Richer versuchte dem Geschehen ebenso die positiven Aspekte abzugewinnen. Es ist noch nichts verloren, es könnten allerdings schwere Zeiten auf die Eisbären zukommen.

Im Spiel verletzten sich Mark Cundari und Florian Kettemer, ob sie länger ausfallen werden ist noch ungewiss. Diese Nachricht passt zu der bisherigen Pech- und Pleitensaison der Eisbären. Die Mannschaft muss jetzt noch enger zusammenrücken. Bis zum Jahresende geht es Schlag auf Schlag, vier Spiele stehen im Plan. Die nächste Aufgabe wartet am Sonntag, 23.12. in Düsseldorf.

Hans-Peter Becker

DEL 30. Spieltag
EHC Eisbären Berlin – Augsburger Panther 1:2 (0:2/1:0/0:0)
21.12.2018 19:30 Uhr MB Arena Berlin
Zuschauer:10.587

Torfolge
0:1 13.Min. Matthew Fraser (Matthew White/Patrick Mcneill) PP1
0:2 17.Min. Patrick Mcneill (Daniel Schmölz/Matthew Fraser) PP1
1:2 39.Min. Louis-Marc Aubry (Andre Rankel/Micky DuPont) EQ

Strafminuten:
EHC Eisbären 14
Augsburger Panther 14

Eisbären ziehen die Reißleine – Clement Jodoin muss gehen

Das Saisonspiel Nummer 29 war das letzte für Clement Jodoin als Cheftrainer der Eisbären. Am Dienstagabend, 18.12. verloren die Eisbären mit 2:5 gegen die Nürnberg Ice-Tigers. Es war die vierte Heimpleite in Folge. Ein Tag später war folgendes in einer Pressemitteilung zu lesen: “ Clément Jodoin ist nicht mehr Cheftrainer bei den Eisbären Berlin. Der 66-jährige Kanadier wird von seinen Aufgaben mit sofortiger Wirkung entbunden. Sportdirektor Stéphane Richer übernimmt vorübergehend den Cheftrainer-Posten und wird bei der Mannschaftsführung von den bisherigen Co-Trainern Gerry Fleming und Steffen Ziesche unterstützt.

„Wir danken Clément für seine Arbeit mit den Eisbären in den vergangenen 1 ½ Jahren“, sagt Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee. „Er ist ein Mann mit absoluter Klasse!“

Ahnte er bereits etwas am Dienstagabend bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. Seine meist temperamentvoll vorgetragenen Statements zu den Spielen drohten oft zu Vorlesungen, über das gerade zu Ende gegangene Spiel im besonderen und über den Eishockeysport im allgemeinen zu geraten. Bei der letzten Pressekonferenz war Pressesprecher Daniel Goldstein gerade dabei die Journalisten zu verabschieden, als Clement Jodoin nochmals das Wort ergriff. Er entschuldigte sich für seine Mannschaft, bei den Mitarbeitern der Organisation der Eisbären und bei den Zuschauern. Es waren seine Schlussworte in Berlin.

Während seiner Zeit als Assistenztrainer unter Uwe Krupp soll er ein hohes Ansehen bei den Spielern genossen haben. Es oft so, dass einem Assistenten die pädagogische Rolle im Trainerstab zufällt. Der Schritt in die neue Rolle des Chef-Trainers ist sicherlich nicht leicht. Hier könnte ein Grund für das Scheitern liegen.

Gleich zu Beginn schlug das Verletzungspech zu, was die Aufgabe nicht gerade erleichterte. Zwei junge deutsche Torhüter sollten sich gegenseitig zu Leistungssteigerungen anstacheln. Marvin Cüpper fiel bereits vor dem Saisonstart aus und fehlt bis heute. Geholt wurde Kevin Poulin, der für die Eisbären einige Siege festhielt, aber ein anderes Temperament als sein Vorgänger Petri Vehanen zu haben scheint. Im letzten Spiel gegen Nürnberg zertrümmerte er nach dem dritten Gegentor vor Wut seinen Schläger und fuhr in Richtung Bank, wechselte sich quasi selbst aus.

Es hat nicht funktioniert, den Assistenten zum Chef zu befördern. Die Mannschaft wird bis auf weiteres vom Sportdirektor Stephane Richer geführt werden. Er nimmt damit eine Doppelfunktion war. In der Presseerklärung heiße es dazu:“Bei seinen Aufgaben als Sportdirektor wird er künftig noch stärker von Peter John Lee und dem Leiter für Spielerentwicklung und Scouting, Stefan Ustorf unterstützt.“

Bereits am Donnerstag, 20.12. wird Richer, der im Januar 2017 als Assistenztrainer nach Berlin kam, erstmals als Cheftrainer das Eistraining leiten und einen Tag später im Heimspiel gegen Augsburg hinter Bande stehen. Richer war für die Neuverpflichtungen mit verantwortlich. Kann er mehr aus dem Kader herausholen. Es sind in der Hauptrunde noch 23 Spiele zu bestreiten und die direkte Qualifikation für die Playoffs bleibt in Reichweite.
Hans-Peter Becker

Niederlage in Augsburg

Es war ein gebrauchter Sonntagnachmittag, am 18. November im Augsburger Curt-Frenzel Eisstadion für die Eisbären. Am 19. Spieltag unterlagen sie vor 5.462 Zuschauern mit 0:3. Es war das erste Spiel in dieser Saison, wo die Mannschaft von Clement Jodoin ohne eigenen Torerfolg blieb. Das Spiel hatte noch gar nicht so richtig begonnen, die lagen die Eisbären bereits mit 0:1 hinten. Es dauerte 19 Sekunden, die Eisbären hatten das Eröffnungsbully gewonnen und trugen den ersten Angriff des Spiels vor. Tragischerweise schlug Danny Richmond über den Puck und daraus entwickelte sich ein Konter für die Augsburger. Dieser frühe Gegentreffer zeigte Wirkung.

Die Eisbären zeigten sich durchaus bemüht, ein Treffer wollte nicht gelingen. Eher im Gegenteil, Eisbärengoalie Kevin Poulin hielt seine Mannschaft im Spiel. In der 29. Minute war er machtlos, als Andrew Leblanc zum 2:0 für Augsburg treffen konnte. Als zehn Minuten später die Augsburger auf 3:0 erhöhten, Torschütze Matthew White, war das Spiel Vorentscheiden. Bei diesem Gegentreffer fälschte Micky DuPont den Puck für seinen Torwart unglücklich ab. Die Eisbären fanden keine Mittel gegen die leidenschaftlich kämpfenden Augsburger Panther.

Das Schlussdrittel endete torlos. Wenigstens konnte James Sheppard in der 58. Minute einen Sieg nach Punkten erringen. Er lieferte sich einen Faustkampf mit Augsburgs Adam Payerl, für beide war das Spiel vorzeitig beendet. Das Spiel war von vielen Raufereien gekennzeichnet. Es kam zu einer beachtlichen Ansammlung von Strafminuten. Die Eisbären fügten ihrer Saisonstatistik weitere 64 Minuten hinzu, die Augsburger brachten es auf 52. Neben James Sheppard musste auch Danny Richmond vorzeitig duschen. Sein zweiter Faustkampf war einer zuviel.

Die Eisbären bleiben bei 30 Punkten und belegen Platz sechs in der Tabelle. Sie spielen bereits am kommenden Donnerstag, 22.11. 19:30 in der heimischen MB-Arena gegen die Düsseldorfer EG. Die DEG kommt mit der Empfehlung eines Sieges in der Overtime gegen den rheinischen Rivalen Kölner Haie nach Berlin.

Hans-Peter Becker

Eisbären verlieren gegen Augsburg

„Wir haben ordentlich gespielt, aber so wie Augsburg mit dem Rücken zur Wand gespielt hat, mit viel Entschlossenheit, da passieren auch gute Sachen für den Gegner und das war heute der Fall.“ Dieses Zitat stammt aus der Pressekonferenz nach dem Spiel der Eisbären gegen Augsburg, am 48. Spieltag der DEL. Es beschreibt das Dilemma der Eisbären. Die Teilnahme am Playoff Viertelfinale steht schon länger fest, wie der Tabellenplatz drei. Da fehlen am Ende vielleicht die restlichen drei Prozent unbedingter Siegeswillen, schließlich kann ja in der Vorrunde nichts mehr groß passieren.

Mit 2:3 unterlagen am Mittwochabend, 31. Januar vor 10.325 Zuschauern die Eisbären mit 2:3. Das 1. Drittel verlief torlos, mit deutlichen Vorteilen für die Hausherren der Arena am Ostbahnhof. In der 30. Minute besorgte Thomas Holzmann mit einem Solo die Führung für die Gäste. Knapp 5 Minuten später, in der 35. Spielminute konnte Louis-Marc Aubry für die Eisbären ausgleichen. Mit diesem Zwischenstand ging es dann in den Schlussabschnitt.

Das letzte Drittel war gerade mal eine Minute alt, da musste Petri Vehanen erneut den Puck aus dem Tor holen. Jordan Samuuels-Thomas war mit einem Schuss aus dem Handgelenk erfolgreich und setzte den Puck genau unter die Latte. Wieder rannten die Eisbären einem Rückstand hinterher und schafften es auszugleichen. In der 46. Minute war es Mark Olver der auf 2:2 stellte. Zwei gute Chancen bleiben für die Eisbären ungenutzt, dafür trafen erneut die Augsburger. Einen Schuss von Jaroslav Hafenrichter kann Vehanen zunächst abwehren, gegen den Nachschuss ist er machtlos. So geschehen, nachdem exakt 53 Minuten abgelaufen waren. In den verbleibenden 7 Minuten schafften es die Gästen, den Vorsprung über die Zeit zu retten und sich so 3 wertvolle Punkte für eine Play off Teilnahme zu sichern.

Am kommenden Freitag wird der 49. Spieltag ausgetragen werden, dann geht es in die Olympiapause. Nach dem Spiel wurden die Eisbärenspieler Frank Hördler, Marcel Noebels und Jonas Müller zur Nationalmannschaft verabschiedet. Sie treten in ein paar Tagen die Reise nach Südkorea an. Zuvor gibt es noch das Spiel in Schwenningen. Das nächste Heimspiel wird erst am 28. Februar ausgetragen.
Hans-Peter Becker

DEL 48. Spieltag 31.01.2018 19:30 Uhr
MB Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Augsburger Panther 2:3(0:0/1:1/1:2)

Torfolge
0:1 Holzmann, Thomas (Lamb, Braden, LeBlanc, Andrew) , PP1, 29:13
1:1 Aubry, Louis-Marc (Wissmann, Kai, Richmond, Daniel) , EQ, 34:47
1:2 Samuels-Thomas, Jordan (Tölzer, Steffen) , EQ, 40:59
2:2 Olver, Mark (Backman, Sean, Oppenheimer, Thomas) , EQ, 45:07
2:3 Hafenrichter, Jaroslav (Lamb, Braden, Samuels-Thomas, Jordan) , EQ, 53:00

Strafen
Eisbären Berlin: 8 (4, 2, 2)
Augsburger Panther: 10 (4, 6, 0)

05:07 Tölzer, Steffen; 2 min. – Halten
08:27 Buchwieser, Martin; 2 min. – Haken
13:22 LeBlanc, Andrew; 2 min. – Behinderung
17:09 Noebels, Marcel; 2 min. – Haken
20:28 Lamb, Braden; 2 min. – Haken
27:49 Baxmann, Jens; 2 min. – Haken
31:44 Rekis, Arvids; 2 min. – Haken
36:15 Guentzel, Gabe; 2 min. – Halten
56:28 DuPont, Micki; 2 min. – Check zur Bande

Mannschaftaufstellung Eisbären Berlin
1. Reihe Backman, Sean – Sheppard, James – Petersen, Nick – Müller, Jonas – DuPont, Micki
2. Reihe Rankel, André – Aubry, Louis-Marc – Noebels, Marcel – Baxmann, Jens – Parlett, Blake
3. Reihe MacQueen, Jamie – Olver, Mark – Oppenheimer, Thomas – Wissmann, Kai – Hördler, Frank
4. Reihe Buchwieser, Martin – Braun, Constantin – Ziegler, Sven – Richmond, Daniel
Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin
Trainer Uwe Krupp

Eisbären retten zwei Punkte

Die Siegesserie der Eisbären hielt auch am 11. Spieltag. Nach den beiden Auswärtserfolgen unter der Woche, am Tag der Einheit in Düsseldorf und am Freitag in Iserlohn, wurde am Sonntagnachmittag gegen Augsburg gewonnen. Sie taten sich schwer die Eisbären vor 11.331 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof. Es war, wie Eisbären-Trainer Uwe Krupp in der Pressekonferenz nach dem Spiel hinwies, das fünfte Spiel innerhalb von 10 Tagen. Hinzu kam, dass die Gäste aus Bayern einen Tag mehr Pause hatten. Sie wirkten etwas frischer als die Berliner.
Das erste Drittel endete torlos. Die Eisbären hatten mehr Torschüsse, das lag auch an den zwei Überzahlmöglichkeiten, die die Eisbären hatten. Die größte Chance zur Führung hatte eine Minute vor dem Ende des Drittels Daniel Fischbuch, der mit seinem Penalty an Jonathan Boutin scheiterte. Die Augsburger setzten einige gefährliche Konter.
Das erste Tor des Spiels gelang den Gästen. Die Eisbären kassierten zwei Strafzeiten in Folge. Die erste überstanden sie schadlos, in der zweiten schlugen die Gäste zu und gingen durch Trevor Parks in Führung. Das Tor fiel in der 24. Spielminute. Die Eisbären verstärkten ihre Angriffsbemühungen, sie wollten den Ausgleich. Es wurde eine spannende Auseinandersetzung. Die Augsburger hatten phasenweise Mühe aus dem eigenen Drittel zu kommen, doch die Null stand. In der 35. Spielminute war der Puck im Augsburger Tor. Nach Sichtung der Videobilder wurde dem Treffer die Anerkennung versagt. Der Schläger von Florian Busch war über Schulterhöhe, laut Regelbuch ist das nicht erlaubt. Der 0 : 1 Rückstand blieb erhalten.
Im Schlussabschnitt gab es vor allem verpasste Torchancen zu sehen. Der Ausgleich wollte einfach nicht gelingen. Penalty sind im Eishockey während der regulären 60 effektiven Spielminuten eher selten. In diesem Spiel gab es gleich deren zwei. In der 57. Minute wurde Jamison MacQueen am direkten Torschuss regelwidrig gehindert. Der Gefoulte muss im Eishockey den Strafschuss selbst ausführen und glücklicherweise war MacQueen nervenstark und gut aufgelegt. Er verwandelte, schob den Puck kurz und trocken an Boutin vorbei zum viel umjubelten Ausgleich. Das Spiel hatte sein gerechtes Ergebnis. Die Spieluhr lief runter und beide bekamen einen Punkt.
Die fünfminütige Overtime, die Mannschaftsstärke wird auf 3 Feldspieler verkürzt brachte keine Entscheidung. Das Penaltyschießen musste die Entscheidung bringen und da erwiesen sich die Eisbären als treffsicherer. Während Mark Cundari und Trevor Parks an Petri Vehanen scheiterten, zeigten erneut Jamison MacQueen und James Sheppard über welch hervorragende Schusstechnik sie verfügen. Für MacQueen war es der zweite erfolgreich verwandelte Penalty im Spiel, es wurde so zum Man of the Match.
Die Eisbären haben erneut ein Heimspiel und empfangen, bereits am Donnerstag, die Schwenninger Wild Wings.
Hans-Peter Becker