Heimstarke Eisbären gewinnen gegen Augsburg

Sportarten übergreifend spielte am Sonntag vor dem 1. Advent Berlin fast zeitgleich gegen Augsburg. Im Fußball unterlag Hertha BSC in der Bundesliga mit 0:4. Ihr Profisport-Kollegen vom Eishockey machten es besser und schickten die Panther aus der Fugger-Stadt mit dem umgekehrt identischen Ergebnis wieder auf die Heimreise. Die zwei Tage zuvor erlittene empfindliche Auswärtsniederlage bei den Mannheimer Adlern hatte keinerlei Nachwirkungen.

Augsburgs Trainer Troy Tuomie hatte dafür eine einfache Erklärung parat. Die Eisbären waren einfach besser. Die Panther kämpften, standen aber auf verlorenem Posten. Von Anfang bis Ende voll konzentriert, der Lohn war der zweite Sieg ohne Gegentreffer in der laufenden Saison. Die 11.426 Zuschauer sahen einen 4:0 Erfolg der Eisbären. Die Torschützen waren Marcel Noebels, Lukas Reichel, Austin Ortega und der Kapitän Andre Rankel. Im Anfangsdrittel fielen zwei Treffer, im Mittelabschnitt und im Schlussdrittel je einer.

Die Eisbären liegen im Plan und belegen aktuell Platz 6 in der Tabelle. Das letzte Spielwochenende machte exemplarisch die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsleistungen deutlich. Von den bisher acht Heimspielen konnten sechs gewonnen werden, auswärts konnten lediglich vier Siege geholt werden, bei 12 Auftritten.

Hans-Peter Becker

Eisbären verlieren gegen Augsburg und rutschen weiter ab

Die Eisbären verlieren vor ausverkauften Rängen knapp mit 0:1 gegen die Panther aus Augsburg. Von der langen Liste der verletzten Spieler konnte wenigstens Danny Richmond gestrichen werden. Ein möglicher Einsatz von Kapitän Andre Rankel zerschlug nach dem Abschlusstraining. Der für das Spiel zur Verfügung stehende Kader stemmte sich gegen die drohende Niederlage, die sich ab der 29. Minute abzeichnete. Die Augsburger hatten gerade eine Unterzahl überstanden, da erzielte Sahir Gill das goldene Tor. Er hielt seinen Schläger im richtigen Moment in die Vorlage von Thomas Holzmann.

Die Eisbären zwangen Augsburgs Goalie Olivier Roy zu 42 Saves und hatten in einigen Situationen nicht das Glück auf ihrer Seite. Andererseits hielt der glänzend aufgelegte Kevin Poulin im Tor die Eisbären im Spiel. Unter seinen insgesamt 36 Saves waren einige darunter, die unter Marke „unhaltbar“ laufen. Das Spiel verloren und dazu schlechte Nachrichten aus Nürnberg. Sie holten zwei Punkte nach einem Overtime Sieg gegen Straubing und überholten die Eisbären, die auf Platz 10 abrutschen.

Es war zwar das erste Heimspiel zu Beginn des Monats, sonst am Monatsende, die neue Ausgabe des Fanzines „Eis-Dynamo“ war zu erwerben. „Ich und sicherlich viele andere lieben diesen Club nicht wegen diverser Meisterschaften sondern trotz dieser Meisterschaften.“ Dieser Satz aus dem Leitartikel drückt die momentane Gefühlslage der Fans aus. Eine Leidenschaft beinhaltet eben auch zu leiden.

Es ist „Feuer unterm Dach“ bei den Eisbären. Die Verantwortlichen werden sich viele Fragen stellen müssen. Die Länderspielpause kommt da jetzt sehr gelegen. Es geht jetzt ersteinmal darum, wenigstens Platz 10 zu sichern. Was danach passieren kann ? Die Hoffnung stirbt zuletzt !

Weiter geht es am 15. Februar in Schwenningen.

Hans-Peter Becker

Eisbären verlieren fünftes Heimspiel in Folge

Foto: © Stephan Wenske

Trotz Trainerwechsel und einigen Umstellungen in der Spielreihen kassierten die Eisbären die fünfte Heimniederlage in Folge. Es war ein bisschen besser, die Mannschaft wollte, es reichte nicht. Die Gäste aus Augsburg, die bisher eine gute Saison spielen, gingen durch zwei Überzahltore im ersten Drittel mit 2:0 in Führung. Das war ein bemerkenswerter Fakt, den die Erfolgsquote der Gäste bei Überzahlspielen war bisher nicht herausragend.

Im Mittelabschnitt steigerten sich die Eisbären, mehr als der Treffer in der 39. Spielminute durch Louis-Marc Aubry sprang dabei nicht heraus. Andre Rankel hatte von der blauen Linie angezogen und Aubry im richtigen Augenblick die Kelle reingehalten. Der abgefälschte Puck fand den Weg ins Tor. Der Einsatz stimmte, spielerisch lief wieder nicht viel zusammen. Eisbären Kapitän Andre Rankel sah das Spiel als einen Schritt in die richtige Richtung. Sportdirektor und Trainer Stephane Richer versuchte dem Geschehen ebenso die positiven Aspekte abzugewinnen. Es ist noch nichts verloren, es könnten allerdings schwere Zeiten auf die Eisbären zukommen.

Im Spiel verletzten sich Mark Cundari und Florian Kettemer, ob sie länger ausfallen werden ist noch ungewiss. Diese Nachricht passt zu der bisherigen Pech- und Pleitensaison der Eisbären. Die Mannschaft muss jetzt noch enger zusammenrücken. Bis zum Jahresende geht es Schlag auf Schlag, vier Spiele stehen im Plan. Die nächste Aufgabe wartet am Sonntag, 23.12. in Düsseldorf.

Hans-Peter Becker

DEL 30. Spieltag
EHC Eisbären Berlin – Augsburger Panther 1:2 (0:2/1:0/0:0)
21.12.2018 19:30 Uhr MB Arena Berlin
Zuschauer:10.587

Torfolge
0:1 13.Min. Matthew Fraser (Matthew White/Patrick Mcneill) PP1
0:2 17.Min. Patrick Mcneill (Daniel Schmölz/Matthew Fraser) PP1
1:2 39.Min. Louis-Marc Aubry (Andre Rankel/Micky DuPont) EQ

Strafminuten:
EHC Eisbären 14
Augsburger Panther 14

Eisbären ziehen die Reißleine – Clement Jodoin muss gehen

Das Saisonspiel Nummer 29 war das letzte für Clement Jodoin als Cheftrainer der Eisbären. Am Dienstagabend, 18.12. verloren die Eisbären mit 2:5 gegen die Nürnberg Ice-Tigers. Es war die vierte Heimpleite in Folge. Ein Tag später war folgendes in einer Pressemitteilung zu lesen: “ Clément Jodoin ist nicht mehr Cheftrainer bei den Eisbären Berlin. Der 66-jährige Kanadier wird von seinen Aufgaben mit sofortiger Wirkung entbunden. Sportdirektor Stéphane Richer übernimmt vorübergehend den Cheftrainer-Posten und wird bei der Mannschaftsführung von den bisherigen Co-Trainern Gerry Fleming und Steffen Ziesche unterstützt.

„Wir danken Clément für seine Arbeit mit den Eisbären in den vergangenen 1 ½ Jahren“, sagt Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee. „Er ist ein Mann mit absoluter Klasse!“

Ahnte er bereits etwas am Dienstagabend bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. Seine meist temperamentvoll vorgetragenen Statements zu den Spielen drohten oft zu Vorlesungen, über das gerade zu Ende gegangene Spiel im besonderen und über den Eishockeysport im allgemeinen zu geraten. Bei der letzten Pressekonferenz war Pressesprecher Daniel Goldstein gerade dabei die Journalisten zu verabschieden, als Clement Jodoin nochmals das Wort ergriff. Er entschuldigte sich für seine Mannschaft, bei den Mitarbeitern der Organisation der Eisbären und bei den Zuschauern. Es waren seine Schlussworte in Berlin.

Während seiner Zeit als Assistenztrainer unter Uwe Krupp soll er ein hohes Ansehen bei den Spielern genossen haben. Es oft so, dass einem Assistenten die pädagogische Rolle im Trainerstab zufällt. Der Schritt in die neue Rolle des Chef-Trainers ist sicherlich nicht leicht. Hier könnte ein Grund für das Scheitern liegen.

Gleich zu Beginn schlug das Verletzungspech zu, was die Aufgabe nicht gerade erleichterte. Zwei junge deutsche Torhüter sollten sich gegenseitig zu Leistungssteigerungen anstacheln. Marvin Cüpper fiel bereits vor dem Saisonstart aus und fehlt bis heute. Geholt wurde Kevin Poulin, der für die Eisbären einige Siege festhielt, aber ein anderes Temperament als sein Vorgänger Petri Vehanen zu haben scheint. Im letzten Spiel gegen Nürnberg zertrümmerte er nach dem dritten Gegentor vor Wut seinen Schläger und fuhr in Richtung Bank, wechselte sich quasi selbst aus.

Es hat nicht funktioniert, den Assistenten zum Chef zu befördern. Die Mannschaft wird bis auf weiteres vom Sportdirektor Stephane Richer geführt werden. Er nimmt damit eine Doppelfunktion war. In der Presseerklärung heiße es dazu:“Bei seinen Aufgaben als Sportdirektor wird er künftig noch stärker von Peter John Lee und dem Leiter für Spielerentwicklung und Scouting, Stefan Ustorf unterstützt.“

Bereits am Donnerstag, 20.12. wird Richer, der im Januar 2017 als Assistenztrainer nach Berlin kam, erstmals als Cheftrainer das Eistraining leiten und einen Tag später im Heimspiel gegen Augsburg hinter Bande stehen. Richer war für die Neuverpflichtungen mit verantwortlich. Kann er mehr aus dem Kader herausholen. Es sind in der Hauptrunde noch 23 Spiele zu bestreiten und die direkte Qualifikation für die Playoffs bleibt in Reichweite.
Hans-Peter Becker

Niederlage in Augsburg

Es war ein gebrauchter Sonntagnachmittag, am 18. November im Augsburger Curt-Frenzel Eisstadion für die Eisbären. Am 19. Spieltag unterlagen sie vor 5.462 Zuschauern mit 0:3. Es war das erste Spiel in dieser Saison, wo die Mannschaft von Clement Jodoin ohne eigenen Torerfolg blieb. Das Spiel hatte noch gar nicht so richtig begonnen, die lagen die Eisbären bereits mit 0:1 hinten. Es dauerte 19 Sekunden, die Eisbären hatten das Eröffnungsbully gewonnen und trugen den ersten Angriff des Spiels vor. Tragischerweise schlug Danny Richmond über den Puck und daraus entwickelte sich ein Konter für die Augsburger. Dieser frühe Gegentreffer zeigte Wirkung.

Die Eisbären zeigten sich durchaus bemüht, ein Treffer wollte nicht gelingen. Eher im Gegenteil, Eisbärengoalie Kevin Poulin hielt seine Mannschaft im Spiel. In der 29. Minute war er machtlos, als Andrew Leblanc zum 2:0 für Augsburg treffen konnte. Als zehn Minuten später die Augsburger auf 3:0 erhöhten, Torschütze Matthew White, war das Spiel Vorentscheiden. Bei diesem Gegentreffer fälschte Micky DuPont den Puck für seinen Torwart unglücklich ab. Die Eisbären fanden keine Mittel gegen die leidenschaftlich kämpfenden Augsburger Panther.

Das Schlussdrittel endete torlos. Wenigstens konnte James Sheppard in der 58. Minute einen Sieg nach Punkten erringen. Er lieferte sich einen Faustkampf mit Augsburgs Adam Payerl, für beide war das Spiel vorzeitig beendet. Das Spiel war von vielen Raufereien gekennzeichnet. Es kam zu einer beachtlichen Ansammlung von Strafminuten. Die Eisbären fügten ihrer Saisonstatistik weitere 64 Minuten hinzu, die Augsburger brachten es auf 52. Neben James Sheppard musste auch Danny Richmond vorzeitig duschen. Sein zweiter Faustkampf war einer zuviel.

Die Eisbären bleiben bei 30 Punkten und belegen Platz sechs in der Tabelle. Sie spielen bereits am kommenden Donnerstag, 22.11. 19:30 in der heimischen MB-Arena gegen die Düsseldorfer EG. Die DEG kommt mit der Empfehlung eines Sieges in der Overtime gegen den rheinischen Rivalen Kölner Haie nach Berlin.

Hans-Peter Becker

Eisbären verlieren gegen Augsburg


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