Eisbären gewinnen in der Overtime

Die Eisbären hatten sich für das Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Augsburg eine Menge vorgenommen. Möglichst drei Punkte, um den Abstand zu wahren, den Platz 13 der Tabelle weiter absichern, an diesem Freitag, den 13. Januar.

Den besseren Start erwischten die Eisbären. Im Überzahlspiel sind sie wieder meisterlich, mit einer Erfolgsquote von fast 28 %, aktuell der drittbeste Wert der Liga. So gingen sie auch in Überzahl in Führung. In der 9. Minute erzielte Zach Boychuk den ersten Treffer der Partie. Gegen seinen satten Schlagschuss hatte Dennis Endras im Tor der Panther keine Chance. Kurz zuvor hatte T.J. Trevelyan die Möglichkeit zur Führung für die Gäste vergeben.

Im Mittelabschnitt, es war ja Freitag, der 13., drehten die Gäste das Spiel. Der Ausgleich fiel in der 25. Minute, der Puck entzog sich dem Zugriff von Tobias Ancicka, er hatte ihn nicht unter seinem Rücken gesichert, Ryan Kuffner brachte ihn im Tor unter. Das Glück verließ die Eisbären, in der 27. Minute nagelte Sebastian Wännström den Puck unter die Latte und in der 32. Minute ließen sich die Gäste im Powerplay nicht lange bitten und gingen mit 3:1 in Führung. Andrew Leblanc war der Torschütze.

Im Schlussdrittel lief den Eisbären die Zeit davon. Die Angriffsversuche wirkten immer verzweifelter. „Weiter kämpfen – niemals aufgeben“, so stand es auf einem Transparent in der Hartmut-Nickel Kurve. Es half und wieder ein Powerplay-Tor, in der 50. Minute hielt Kevin Clarke den Schläger hin und es stand nur noch 2:3. Augsburgs David Warsofsky hatte sich über die Strafe und den daraus resultierenden Gegentreffer so erregt, dass seine unflätigen Worte zu einer Spieldauerdisziplinarstrafe führten.

Es gab, gemessen an der Bedeutung dieser Partie, wenig Strafen, wenn ein Augsburger auf die Sünderbank musste, wurden die zwei Minuten nicht ausgeschöpft. In der 56. Minute nutzten die Eisbären ihr drittes Powerplay und stellten alles wieder auf Anfang. Erneut war es Kevin Clark, der sich als Torschütze eintragen konnte.

Es ging in die Verlängerung, vor 13.287 Zuschauern, Rekord in dieser Saison, in der MB-Arena. Viel Spektakel und wenig Ertrag, Dennis Endras entschärfte zwei Alleingänge. 30 Sekunden vor dem Ende der Overtime schien es so weit zu sein, der Puck landete im Augsburger Tor. Erst der Videobeweis brachte die Gewissheit, es war kein Schlittschuhtor. Der Puck prallte zwar vom Schlittschuh ab ins Tor, eine aktive Kickbewegung war allerdings nicht zu erkennen. Frank Mauer war der Torschütze. Eine Portion Matchglück war mit dabei.

Nach dem Spiel gab es unfreundliche Worte auf dem Twitter-Account der Augsburger Panther zu lesen: „Das, Freunde, ist ein scheiß Skandal! Aber die vier Pandas holen die Eisbären im 3. Drittel zurück und versetzen uns einen brutalen Nackenschlag. Aber auch das passt zu unserer Saison… Das tut unfassbar weh.“ In der Pressekonferenz nach dem Spiel äußerte sich Augsburgs Trainer Kai Suikkanen zur Schiedsrichterleistung, das kommt nicht so häufig vor. Die beiden Schiedsrichter der Partie waren der Russe Roman Gofman und der Lette Eduards Odins.

Hans-Peter Becker

Fotos: © Stephan Wenske

DEL 42. Spieltag

13.01.2023 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Augsburger Panther 4:3 n. V. (1:0, 0:3, 2:0, 1:0)

Aufstellungen

  • Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Müller, Ellis (A); Melchiori, Nowak; F. Hördler (C), Mik; Bettahar – Noebels, Pföderl, Fiore; White, Boychuk (A), Clark; Veilleux, Regin, Mauer; Heim, Roßmy, Nijenhuis – Trainer: Serge Aubin
  • Augsburger Panther: Endras (Keller) – Gregorc, Lamb; Haase, Länger; Warsofsky, Sacher – Kuffner, Soramies, Broadhurst; Barinka, LeBlanc, Payerl; Puempel, Stieler, Wännström; Trevelyan, Volek, Saponari – Trainer: Kai Suikkanen

Torfolge

  • 1:0 – 08:10 – Boychuk (Nowak, Noebels) – PP1
  • 1:1 – 24:31 – Kuffner (Sacher) – EQ
  • 1:2 – 26:05 – Wännström (Stieler) – EQ
  • 1:3 – 31:12 – LeBlanc (Payerl, Barinka) – PP1
  • 2:3 – 49:19 – Clark (Boychuk, Noebels) – PP1
  • 3:3 – 55:23 – Clark (Boychuk, Noebels) – PP1
  • 4:3 – 64:30 – Mauer (Fiore) – EQ

Strafen

  • Eisbären Berlin: 4 (0, 4, 0, 0) Minuten
  • Augsburger Panther: 26 (2, 0, 24, 0) Minuten

Schiedsrichter

Roman Gofman, Eduards Odins (Maksim Cepik, Jonas Merten)

Eisbären holen Dreier in Augsburg

Na endlich, das werden sich die Anhänger der Eisbären am vierten Adventssonntag gesagt haben. In Augsburg wurde endlich der langersehnte Dreier geholt. Im Kellerduell, 14zehnter gegen 13zehnter setzten sich die Eisbären knapp mit 3:2 durch und tauschten den Abstiegsplatz mit den Augsburgern.

Es war eine hart umkämpfte Partie. Die Eisbären gingen durch Kevin Clark in der zweiten Spielminute in Führung. Die Gastgeber im Curt-Frenzel-Stadion drehten die Partie noch im Anfangsdrittel.

Im Mittelabschnitt dominierten die Eisbären, glichen aus und gingen wieder in Führung. Diesmal wurde der knappe Vorsprung bis zur 60. Spielminute verteidigt. Die Eisbären zogen deutlich zu viel Strafen, die glücklicherweise nicht bestraft wurden. Eisbären Goalie Markkanen steigerte sich und konnte im Schlussabschnitt seinen Kasten rein halten.

Am Tag vor dem Spiel war die Mannschaft geschlossen in der East-Side Mall zu einer Autogrammstunde angetreten. Das gute Zureden scheint geholfen zu haben. Im zu Ende gehenden Kalenderjahr haben die Eisbären nur noch ein Heimspiel, am Tag vor Heiligabend, empfangen sie das Schlusslicht Bietigheim, zuvor am 21. Dezember muss in Wolfsburg gespielt werden. Mal sehen, ob eine kleine Serie gelingt?

Hans-Peter Becker

DEL 32. Spieltag

18.12.2022 19:00 Uhr Curt-Frenzel-Stadion Augsburg

Augsburger Panther – EHC Eisbären Berlin 2:3 (2:1/0:2/0:0)

Zuschauer 5.050

Torfolge

0:1 – 01:12 – Clark (Noebels) – EQ

1:1 – 04:28 – Kuffner (Sacher, Wannström) – EQ

2:1 – 08:41 – Lamb (Barinka, LeBlanc) – PP1

2:2 – 20:32 – Whithe (Pföderl, Grenier) – EQ

2:3 – Boychuk (Noebels, Clark) – EQ

Eisbären sind Sieger der Vorrunde

Mit dem Sieg gegen die Augsburger Panther, am Dienstag, 29.03., haben die Eisbären Platz eins der Vorrunde sicher. Die jetzt noch ausstehende Spiele sind für den amtierenden Meister die Vorbereitung auf die Play-offs. Gab es im Heimspiel gegen die Straubing Tigers im Schlussdrittel einen kräftemäßigen Einbruch, so war davon nur 48 Stunden später nichts mehr zu merken. Nach der Hälfte des Spiels stand es 5:0 und im Schlussabschnitt ließen sie lediglich den Ehrentreffer für die bayerischen Schwaben zu.

Fotos: © Stephan Wenske

Zwei Spiele müssen die Eisbären noch absolvieren, egal wie diese ausgehen werden, die Bilanz ist beeindruckend. Von den 53 Spielen konnten sie 33 in der regulären Spielzeit gewinnen, ein Spiel gewannen sie im Penaltyschiessen. In der Verlängerung konnten bisher kein einziges Spiel gewinnen, viermal mussten sie dem Gegner den Zusatzpunkt überlassen. Sie sind nur das zwölftbeste Überzahlteam, dafür klappte es in Unterzahl besser, nach Straubing und Mannheim belegen sie Platz Drei in dieser Wertung.

In der Woche ab dem 4. April wird der Viertelfinalgegner ermittelt. Durch Corona mussten mehr Spiele verlegt werden, am Ende wurde die Vorrunde sogar um eine Woche verlängert.
Hans-Peter Becker

Eisbären mit beeindruckender Siegesserie

Trotz Corona- und Verletztenmisere aktuell scheint es, als wären die Eisbären nicht zu stoppen. Ihre letzte Niederlage datiert vom 16. Januar, die Partie in Mannheim ging knapp mit 3:4 verloren. In der Neuauflage am Freitag, 11. März, gewannen sie mit 4:0. Tobias Ancicka im Tor der Eisbären bot eine starke Leistung und feierte seinen zweiten Shutout in dieser Saison.

Nur zwei Tage später siegten die Eisbären erneut. In einem hart umkämpften Spiel verließen sie in Schwenningen mit einem 3:2 Sieg das Eis. Es war Sieg Nummer sieben in Folge. Diese Serie wird wohl in der laufenden Spielzeit von keinem anderen Team mehr zu toppen sein. Die bisher längste Siegesserie in der DEL behaupten die Kölner Haie. In der Saison 1995/96 blieben sie in 15 Spielen nacheinander ungeschlagen.

Am Dienstag, 15. März, müssen die Eisbären erneut auswärts bei den Augsburger Panther ran. Mal sehen, ob die Siegesserie hält.

Eisbären gewinnen gegen Augsburg

Mit einer Niederlage waren die Eisbären in das neue Eishockeyjahr gestartet. Bereits zwei Tage später hatten sie die Chance sich, erneut vor coronabedingt reduziertem heimischen Publikum, zu revanchieren. Die Gäste aus Augsburg kämpfen um die Playoff-Teilnahme und sie gewannen das 1. Drittel. In der 8. Minute fand ein Rückhandschuss von Matthew Puempel den Weg in das Tor. Die Bemühungen der Eisbären, den Ausgleich zu erzielen, waren in der 23. Minute von Erfolg gekrönt. Nachwuchsmann Eric Mik demonstrierte seine gute Schusstechnik und setzte den Puck in die Maschen. Marcus Keller im Augsburger Tor hatte keine Chance.

Bis zur nächsten Drittelpause bemühten sich beide um ihren zweiten Treffer. Es gelang nicht. Mit einem Unentschieden wurde der Gang in die Kabine angetreten. Im Schlussdrittel waren die Eisbären im ständigen Vorwärtsgang, während die Augsburger auf Fehler im Spielaufbau lauerten, um entsprechend kontern zu können. Das Spiel drehen konnten die Eisbären in der 46. Minute. Die Schiedsrichter hatten eine Strafe angezeigt und mit einem Spieler mehr auf dem Eis gelang der Führungstreffer. Giovanni Fiore feuerte in Richtung Tor und hatte Erfolg.

Die Minuten vergingen und die Augsburger sahen keinen Grund, sich geschlagen zu geben. Die Eisbären bekamen fünf Minuten vor dem Ende noch ein Überzahlspiel, was sie nicht nutzen konnten. Schlussendlich war es ein Treffer ins leere Tor, der das Spiel entschied. Yannick Veilleux war der Schütze.

Die Eisbären bleiben mit diesem Sieg weiter Spitzenreiter der DEL.

Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske

Eisbären mit makelloser Auswärtsbilanz und DEL Rekord

Die Eisbären blieben auch im siebten Auswärtsspiel der Saison ungeschlagen. Die Augsburger Panther hatten es lange versucht, mussten sich am Ende mit 2:4 geschlagen geben. Sieben Auswärtsspiel nacheinander zu gewinnen, das ist bisher keinem DEL Team gelungen.

Blaine Byron (17.) glich die erste Führung der Panther aus der 9. Spielminute durch TJ Trevelyan in Unterzahl aus. Adam Payerl (28.) brachte Augsburg noch in Front, doch in der Folge waren es nur noch die Berliner die trafen. Leo Pföderl (31.) schickte die Partie mit einem Remis in den Schlussabschnitt und hier trafen Byron (46.) und nochmals Pföderl (60.) zum 4:2-Erfolg für die Hauptstädter.

Kapitän Frank Hördler bestritt seine 924. DEL-Partie für die Eisbären und ist somit zusammen mit Sven Felski Rekordspieler der Hauptstadtclubs. Es gibt ein weiteren Erfolg zu vermelden. In Augsburg nicht dabei Marcel Noebels. Er ist einen Tag später Tag Vater eines Sohnes geworden. Wie aus offizieller Quelle zu erfahren war, sind Mutter und Kind wohlauf.

Bereits am Freitag, 22.10.21 geht es für die Eisbären weiter. In heimischen Arena werden die Schwenninger Wild Wings erwartet. Im Gegensatz zu den Auswärtsauftritten lief auf dem heimischen Eis bisher recht wenig, lediglich 3 Punkte wurden aus den 6 Spielen geholt. Das nächste Auswärtsspiel ist München, mal sehen, ob der Rekord weiter ausgebaut werden kann.

Niederlage in Augsburg nach Penaltyschießen

Die Eisbären Berlin verlieren zum Abschluss der Hauptrunde der PENNY DEL Saison 2020/21 auswärts gegen die Augsburger Panther mit 5:6 im Penaltyschießen. Mit einem Punktequotienten von 2,0 schließen die Berliner die Hauptrunde nach 38 Spielen als Tabellenführer der Gruppe Nord ab.

LeBlanc (6.) brachte die Gastgeber in der sechsten Spielminute in Führung, die Stieler (10./PP1) und Kristo (16.) in der Folge auf 3:0 ausbauten. Im Mitteldrittel verkürzten Simon Després (23./PP1) in Überzahl und Parker Tuomie(28.) auf 2:3 für die Berliner. Sezemsky (43.) und abermals Stieler (46./PP1) sorgten im Schlussabschnitt wieder für die alte drei Tore-Führung der Augsburger. Sebastian Streu (52.) und Kris Foucault (54.) brachten die Gäste aber wieder auf ein Tor heran. Matt White (60.) glich 35 Sekunden vor Ende des Spiels aus, sodass es in die Verlängerung ging. Da in dieser kein Treffer fiel, ging es ins Penaltyschießen. Im Shootout erzielte McClure (65.) das entscheidende Tor für die Augsburger Panther. Am Dienstag, dem 20. April 2021 starten die Eisbären Berlin in die Playoffs. Im Viertelfinale spielen die Berliner gegen die Iserlohn Roosters. Die Eisbären genießen Heimrecht, Spiel eins der Runde der letzten Acht beginnt am Dienstag, 20. April um 19:30 Uhr in der Mercedes-Benz Arena.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Das ist natürlich nicht das Ergebnis, das wir uns erwünscht haben. Mir hat aber gefallen, wie wir uns wieder ins Spiel gekämpft haben. Mit dem ersten Drittel war ich überhaupt nicht zufrieden. Gefühlt standen wir überhaupt nicht auf dem Eis. Man hat sehr schnell gesehen, dass es, unabhängig vom Gegner, sehr schnell unangenehm werden kann, wenn man nicht bereit ist zu kämpfen. Jetzt wird es ernst und in den Playoffs kann es sehr schnell gehen. Das muss uns bewusst sein und wir müssen durchgehend unser bestes Eishockey spielen. Gegen Iserlohn erwarte ich schwere Spiele. Wir starten umgehend mit der Vorbereitung und werden bereit sein.“

Jonas Müller (Verteidiger Eisbären Berlin): „Mit dem Punktgewinn können wir noch sehr zufrieden sein. Im Startdrittel waren wir überhaupt nicht anwesend, da haben wir alle Zweikämpfe verloren. Danach haben wir uns wieder gut zurückgekämpft und ins Spiel gefunden. Im Schlussabschnitt hatten wir dann wieder einen Durchhänger und haben direkt zwei Gegentore kassiert. Wir haben uns dann wieder herangekämpft, hart gearbeitet und die Pucks vors Tor gebracht. In den Playoffs ist im Best of Three-Modus alles möglich. Wir müssen auf Alles gefasst sein, da ist immer eine Überraschung möglich. Wir haben aber heute gezeigt, dass wir uns auch bei Rückständen gut zurück in die Partie kämpfen können. Die Vorfreude auf die Playoffs ist riesig. Gegen die Iserlohn Roosters werden es schwere Spiele. Wir müssen hart spielen und Strafzeiten vermeiden. Wir sind eine starke Mannschaft und können jeden schlagen.“

Parker Tuomie (Stürmer Eisbären Berlin): „Wir hatten einen schlechten Start in die Partie und über den einen Punkt können wir schlussendlich froh sein. Man hat direkt gemerkt, dass Augsburg von Anfang an bereit war und die Saison mit einem Sieg beenden wollte. Wir haben starke Moral bewiesen. Es ist nicht selbstverständlich, zweimal drei Tore aufzuholen. Im Mitteldrittel haben wir das Spiel dominiert. Unser Start in den letzten Spielabschnitt war dann wieder schlecht, das hat Augsburg direkt ausgenutzt. In der Folge waren wir dann wieder spielbestimmend. Im Penaltyschießen spielt das Glück dann auch eine Rolle. Für die Playoffs war es aber ein gutes Zeichen, dass wir uns zurückgekämpft haben. Zuletzt läuft es sehr gut bei mir, das will ich mit in die Playoffs nehmen. Gegen Iserlohn wird es ein harter Kampf, wir sind aber auf jeden Fall bereit.

DEL 42. Spieltag 18.04.2021 14:30 Uhr Curt-Frenzel-Stadion Augsburg

Augsburger Panther–Eisbären Berlin 6:5 n. P. (3:0, 0:2, 2:3, 0:0, 1:0)

Aufstellungen:

Augsburger Panther: Keller (Kickert) –Tölzer, Lamb; Valentine, Bergmann; Haase, Sezemsky; Rogl –Hafenrichter, Stieler, McClure; Kristo, Leblanc, Abbott; Holzmann, Clarke, Payerl; Sternheimer, Eisenmenger, Miller –Trainer: Tray Tuomie

Eisbären Berlin: Ancicka (Ulmer)–Müller, Ramage (A); Després, McKiernan; Mik, Wissmann (A); Geibel–Labrie (C), Streu, Tuomie; White, Boychuk, Fiore; Reichel, Olver, Foucault; Reiner, Kinder, Dietz–Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0–05:32 –LeBlanc (Kristo)–EQ

2:0 –09:21 –Stieler (Payerl, Abbott)–PP1

3:0 –15:10 –Kristo (Abbott, LeBlanc) –EQ

3:1 –22:32 –Després (Fiore, Ancicka) –PP1

3:2 –27:26 –Tuomie (Streu, McKiernan) –EQ

4:2 –42:18 –Sezemsky(Kristo, LeBlanc) –EQ

5:2–45:34 –Stieler (Abbott, Lamb) –PP1

5:3 –51:48 –Streu (White) –EQ

5:4 –53:11 –Foucault(Olver, Després)–EQ

5:5 –59:25 –White (Tuomie, Wissmann) –EQ, 6-5

6:5 –65:00 –McClure –GWS

Strafen:

Augsburger Panther: 8 (0, 6, 0, 2) Minuten –Eisbären Berlin: 6 (2, 2, 2, 0) Minuten

Schiedsrichter:

Kilian Hinterdobler, Benjamin Hoppe (Joshua Römer, Tobias Schwenk)

Quelle: EHC Eisbären

Eisbären holen drei Punkte zum Start der Spiele gegen die Süd-Gruppe

Mit den Panthern aus Augsburg stellte sich das erste Team aus der Süd-Gruppe in der MB-Arena vor. Die Saison ist für die Panther bisher alles andere als zufriedenstellend verlaufen. Die Playoffs sind noch in Sichtweite. Anders dagegen die Eisbären, sie sind in der Nord-Gruppe das Maß der Dinge.

Das Spiel begann optimal für die Hausherren. Ein Doppelschlag in der 5. und 6. Minute brachte die Eisbären in Front. Der Treffer zum 2:0 wird länger in Erinnerung bleiben. Parker Tuomie präsentierte seine hervorragende Schusstechnik. Sein Flachschuss prallte so schnell wie er die Torlinie überquert hatte wieder zurück. Wie wäre wohl ohne Videobeweis entschieden worden? Der Puck war zu schnell für das menschliche Auge, dank moderner TV-Technik war es kein Problem. Augsburgs Trainer Tray Tuomie wird die Szene mit gemischten Gefühlen aufgenommen haben. Er ist der Vater des Eisbären-Stürmers, erstmals trafen sie in dieser Konstellation aufeinander.

Als Kanonenfutter waren die Augsburger nicht nach Berlin gekommen. Sie wehrten sich und hatten in der 12. Minute das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Sie konnten auf 1:2 verkürzen. Das Spiel wurde offener. In der Schlussminute des Anfangsdrittels musste Mathias Niederberger einen Alleingang von Jaroslav Hafenrichter entschärfen. Da auch Eisbären-Kapitän Frank Hördler unerlaubt mit seinem Stock einen Gegentreffer verhindern wollte, gab eine Strafe. So mussten die Eisbären die Anfangsminute des Mittelabschnitts in Unterzahl überstehen.

In Mittelabschnitt fielen insgesamt vier Tore. Erst erhöhte Ryan McKiernan für die Eisbären auf 3:1. Die Panther schlugen zurück, der Augsburger Kapitän Scott Valentine traf kurz hintereinander und gleich die Partie aus. Für die erneute Führung der Eisbären sorgte Simon Despres. Es war eine knappe Führung und so wurde es im Schlussabschnitt entsprechend spannend.

Temposcharf und heiß umkämpft so lässt sich das Geschehen auf einen Nenner bringen. Disziplinierter spielten die Gäste. Sie leisteten sich nur drei Strafzeiten im gesamten Spiel, doch was nützt es. Sie kassierten bei jeder Unterzahl ein Tor oder umgekehrt, die Eisbären hatten eine Powerplay Effizienz von 100 Prozent. Das Tor zum 5:3 erzielte Ryan McKiernan. Er war der doppelte Torschütze. In den letzten 15 effektiven Spielminuten versuchten sich die Gäste erfolglos an einer Verbesserung des Resultats. Sie scheiterten an der mangelnden Chancenverwertung, keines ihrer insgesamt sechs Überzahlspiele konnten sie nutzen. Als es für die Eisbären eng wurde, war Goalie Mathias Niederberger zur Stelle und hat die Eisbären im Spiel gehalten.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga DEL

29. Spieltag 21.03.2021 17:00 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Augsburger Panther 5:3 (2:1, 2:2, 1:0)

Tore:

1:0 – 04:33 –Fiore (McKiernan, Ramage)–PP1

2:0 – 05:05 –Tuomie –EQ

2:1 – 11:43 –Trevelyan (McClure, Stieler) –EQ

3:1 – 26:45 –McKiernan (White, Foucault) –PP1

3:2 – 31:10 –Clarke(Valentine, Sezemsky) –EQ

3:3 – 32:21 –Valentine (Stieler, Bergman) –EQ

4:3 – 33:30 –Després (Boychuk, White) –EQ

5:3 – 44:02–McKiernan (Foucault, White) –PP1

Strafen:

Eisbären Berlin: 12 (6, 4, 2) Minuten–Augsburger Panther: 6 (2, 2, 2) Minuten

Schiedsrichter: Lasse Kopitz, Aleksi Rantala(Maksim Cepik, Jonas Merten)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) –Müller, Ramage (A); Hördler (C ), Wissmann (A); Després, McKiernan; Mik–White, Boychuk, Foucault; Noebels, Reichel, Pföderl; Fiore, Olver, Tuomie; Hänelt, Streu, Dietz –Trainer: Serge Aubin

Augsburger Panther: Keller (Kickert; Borst) –Valentine(C), Bergmann; Rogl, Viveiros; Haase(A), Sezemsky; Kharboutli–Kristo, Leblanc, Abbott; Trevelyan; Stieler, McClure; Hafenrichter, Clarke, Holzmann(A);Sternheimer, Eisenmenger; Miller–Trainer: Tray Tuomie

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Mit unserem Spielbeginn war ich zufrieden. Nach dem 2:0 sind wir jedoch von unserem eigenen Spiel abgekommen. Augsburg hat viel Druck aufgebaut und wir hatten zu viele Puckverluste. Mathias Niederberger hat uns da im Spiel gehalten. Man hat aber gemerkt, dass wir eine knappe Woche nicht gespielt haben und ein wenig aus dem Rhythmus sind. Unsere Special Teams waren heute sehr gut, vor allem das Überzahlspiel hat sehr gut funktioniert. Mit dem Sieg sind wir natürlich zufrieden. Wir werden aus diesem Spiel lernen.

Ryan McKiernan (Verteidiger Eisbären Berlin): „Das sind drei wichtige Punkte für uns. Das erste Spiel gegen die Süd-Teams gewonnen zu haben, ist auch gut für unser Selbstbewusstsein. Mit unserem Überzahlspiel können wir heute sehr zufrieden sein. Wir dürfen aber nicht so viele Strafzeiten nehmen. Wir müssen uns an die Spielweise der Mannschaften aus dem Süden anpassen, diese Teams spielen deutlich körperbetonter.“

Parker Tuomie (Stürmer Eisbären Berlin): „Wir haben heute alle gemerkt, dass die Mannschaften aus der Süd-Gruppe physischer und härter spielen als die Teams im Norden. Augsburg hat ein gutes Spiel gemacht, sie haben aggressiv gespielt und unsere Angriffe früh verteidigt. Darauf waren wir eventuell nicht vorbereitet. Am Ende war unser Überzahlspiel aber entscheidend. Wir haben unsere Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen und schlussendlich auch verdient gewonnen.“

Eisbären beschließen das Jahr mit drei Punkten

Zum letzten Spiel des Jahres empfingen die Eisbären Berlin die Augsburger Panther. Aus dem Lazarett kehrte wenigstens Leo Pföderl wieder zurück. Die Bank blieb kurz, drei komplette Spielreihen und zwei zusätzliche Stürmer, während die Gäste ihre vier Reihen fast komplett besetzen konnten.

Von den Stammkräften nach wie vor verletzt sind John Ramage, Sean Backman, Mark Olver, Louis-Marc Aubry sowie Nachwuchsmann Vincent Hessler. Vor dem Spiel verkündeten die Eisbären die Verpflichtung des kanadischen Torwartes Justin Pogge. Er wechselt vom schwedischen Club Södertälje SK zu den Eisbären. Er sah von zusammen mit den 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof einen heiß umkämpften 3:2 Sieg seiner neuen Vereinskameraden gegen die Augsburger Panther. Zwei Mal mussten die Eisbären einem Rückstand hinterher laufen. Die Führung zum 1:0 und zum 2:1 jeweils ausgleichen. Nach zwei gespielten Dritteln stand es 2:2 und das den Sieg bedeutende Tor fiel in der 43. Minute durch Maxim Lapierre.

Das Spiel nicht beenden konnten Leo Pförderl und Landon Ferarro, der zwei Schüsse im Spiel blockte und nach dem letzten leider humpelnd in die Kabine musste.

Zufrieden konnten nur die Eisbären sein. Sie behaupteten den vierten Tabellenplatz vor dem Team aus Bremerhaven. Die Augsburger, die zuletzt drei Siege in Folge holen konnten, wurden für einen engagierten Auftritt nicht belohnt. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, ein bisschen hat uns heute auch das Matchglück gefehlt…“, so äußerte sich Augsburgs Trainer Tray Tuomie nach dem Spiel. Weiter geht`s am kommenden Freitag, 3.01.2020, zu Gast sein wird dann der Tabellenführer aus München sein.

Hans-Peter Becker

DEL 33. Spieltag 30.12.2019 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

EHC Eisbären – Augsburger Panther 3:2 (1:1/1:1/1:0)

Tore:

0:1 Gill 06:30 (McNeill,Sezemsky)

1:1 Pföderl 14:15 (Noebels,McKiernan)

1:2 Trevelyan 31:33 (Valentine,Roy)

2:2 Labrie 37:01 (Noebels)

3:2 Lapierre 42:55 (Ortega)

Strafminuten:

Berlin – 8

Augsburg – 6

Torschüsse:

Berlin – 37

Augsburg – 35

Heimstarke Eisbären gewinnen gegen Augsburg

Sportarten übergreifend spielte am Sonntag vor dem 1. Advent Berlin fast zeitgleich gegen Augsburg. Im Fußball unterlag Hertha BSC in der Bundesliga mit 0:4. Ihr Profisport-Kollegen vom Eishockey machten es besser und schickten die Panther aus der Fugger-Stadt mit dem umgekehrt identischen Ergebnis wieder auf die Heimreise. Die zwei Tage zuvor erlittene empfindliche Auswärtsniederlage bei den Mannheimer Adlern hatte keinerlei Nachwirkungen.

Augsburgs Trainer Troy Tuomie hatte dafür eine einfache Erklärung parat. Die Eisbären waren einfach besser. Die Panther kämpften, standen aber auf verlorenem Posten. Von Anfang bis Ende voll konzentriert, der Lohn war der zweite Sieg ohne Gegentreffer in der laufenden Saison. Die 11.426 Zuschauer sahen einen 4:0 Erfolg der Eisbären. Die Torschützen waren Marcel Noebels, Lukas Reichel, Austin Ortega und der Kapitän Andre Rankel. Im Anfangsdrittel fielen zwei Treffer, im Mittelabschnitt und im Schlussdrittel je einer.

Die Eisbären liegen im Plan und belegen aktuell Platz 6 in der Tabelle. Das letzte Spielwochenende machte exemplarisch die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsleistungen deutlich. Von den bisher acht Heimspielen konnten sechs gewonnen werden, auswärts konnten lediglich vier Siege geholt werden, bei 12 Auftritten.

Hans-Peter Becker